Buchtips

Linda and Morris Tannehill – Market for Liberty

Murray N. Rothbard – Ethik der Freiheit

Murray N. Rothbard – Das Scheingeldsystem

Murray N. Rothbard – Eine neue Freiheit (For a new liberty)

Kostenlose e-books von Rothbard:
(http://www.mises.org/Literature/Author/299/Murray-N-Rothbard)

Kostenlose audio-books von Rothbard:

http://www.mises.org/media/categories/164/Murray-N-Rothbard-Audiobooks

Roland Baader – Geld, Gold, Gottspieler

Hans-Hermann Hoppe – Demokratie. Der Gott, der keiner ist.

Stefan Molyneux – On Truth: The Tyranny of Illusion

Stefan Molyneux – Practical Anarchy

Stefan Molyneux – Everyday Anarchy

Stefan Molyneux – Real-Time Relationships: The Logic of Love

Stefan Molyneux – Universally Preferable Behaviour – A Rational Proof of Secular Ethics

Edward Griffin – Die Kreatur von Jekyll Island

David Friedman – Räderwerk der Freiheit

Audiobooks und Essays auf mises.org

Artikel im pdf-Format:

Huelsmann_Staatliche_Armenhilfe

Huelsmann_Freiheit_oder_Demokratie

Mises_Brief_Monopole

Mises_Grundprobleme

 

20 Responses to Buchtips

  1. Ingo sagt:

    Mein Tip:

    Zeit für Kinder – Theorie und Praxis von Kinderfeindlichkeit, Kinderfreundlichkeit, Kinderschutz
    von Ekkehard von Braunmühl

  2. Heiko Cochius sagt:

    Mein Tip: Schulfrei. Lernen ohne Grenzen von Stefanie Mohsennia. Es hat mich zu Tränen gerührt.

    • Helm sagt:

      Ich bin gerade auf Seite 79 und erfahre, dass Homeschooling in der Schweiz verboten ist. Das Buch hat es mir auch sehr angetan 🙂

      • michel sagt:

        auch in unserer hardcore faschistsichen diktatur!
        wieso sollte jedem menschen bei verstand klar sein…..
        auch nur bei uns erhältlich, schulzwang unter androhnug von gewalt unserer zwingherren!

  3. Marc sagt:

    Mein Tip:
    Wer bin ich – was ist der Mensch von Jean Klein.
    Ein wunderbares Buch für Menschen die nach mehr suchen

  4. Tony Katz sagt:

    Buchtipp: „Die Geldlawine“ von Jörg Gastmann
    Eine Demaskierung unseres Staatssystems mit einem Vorschlag mit nur 2 Steuergesetzen (und einer einzigen Steuer) und dem politischen Aufruf zur Entmachtung der Lobbyisten und Parteien.
    http://selectiv-verlag.de/
    Desweiteren ist dem einen oder anderen Leser sicherlich Andreas Clauss (www.novertis.de) ein Begriff, er hat die Begabung und Erfahrung damit, sich zu großen Stücken aus dem falschen System, „menschenfeindlichen“ Staat zu verabschieden und einfach Selbstverantwortung zu übernehmen. Das Vehikel: gemeinnützige Stiftungen.

  5. Daniel sagt:

    Buchtipp: „The ethics of authenticity“ von Charles Taylor

    Diese Buch steht in der Tradtion des Kommunitarismus und zeigt sehr eindrucksvoll und logisch schlüssig, warum „kein Mensch ein Insel“ ist, warum die Sozialisation eines Menschen nur im Zusammenspiel mit seinem Umfeld erklärbar (und erfolgreich) ist und zeigt somit die Schwachstellen des Voluntarismus auf. Als zusätzliche Lektüre nach dem Lesen dieses Blogs sehr empfohlen, um auch von anderen Sichtweise auf den Menschen zu erfahren.

  6. Gott sagt:

    Oliver Janich: Das Kapitalismus-Komplott, aber ganz oben müsste das stehen!

  7. gnu sagt:

    Buchtipp: „Anarchie!“ von Horst Stowasser

  8. Zarathustrie sagt:

    Buchtip ist derSchwarze Schwan- N.Nicholas Talep.Flicht-Fach Abi-Klasse!

    • FwF-sandman sagt:

      Gutes Buch, habe ich als Hörbuch in englisch. Ist anstrengend zu hören, weil man immer das Gefühl hat, er hätte das auch auf 100 Seiten schreiben können. Wie liest es sich auf deutsch?

  9. Jan Francois Charrier sagt:

    Mein Buchvorschlag

    Von der freiwilligen Knechtschaft:
    Autor: Etienne de la Boetie

    Eine kleine Schrift eines Freundes von Michel de Montaigne (16. Jahrhundert – Frankreich) In deutscher Sprache.

    Dort ist das Thema schon sehr klar und prägnant beschrieben.

    Jan Francois Charrier

  10. Haile sagt:

    Buchtipp: „ECONOMICS! Über Wirtschaft und Misswirtschaft“ von Hanry Hazlitt.

    Die englische Version „Economics in one lesson“ ist als free download zu finden.

  11. Friedrich sagt:

    Das beste, einführende Fundamentalwerk jeglicher konstitutiven Ontologie, die nach meinem Verständnis auch dem Voluntarismus zugrunde liegt:
    Humbert Maturana and Gerda Verden-Zöller: THE ORIGIN OF HUMANNESS IN THE BIOLOGY OF LOVE, ISBN 9781845400880
    http://www.amazon.de/Origins-Humanness-Biology-Love/dp/1845400887/ref=sr_1_2?s=books-intl-de&ie=UTF8&qid=1354824183&sr=1-2
    oder meine deutsche Übersetzung davon:
    http://www.aynrandaufdeutsch.de/The%20Origin%20V6-2.pdf

  12. F.iasko sagt:

    Vorwort aus dem Buch:
    Gewissenlos – Die Psychopaten unter uns Autor: Dr. Robert D. Hare
    Erschienen in englischer Sprache im Jahr 1993. Deutsche Übersetzung 2005
    ISBN- 13 978-3-211-25287-1

    Psychopaten sind soziale Raubtiere, die sich mit Charme und Manipulation skrupellos ihren Weg durchs Leben pflügen und eine breite Schneise gebrochener Herzen, enttäuschter Erwartungen und geplünderten Brieftaschen hinter sich lassen. Ein Gewissen und Mitgefühl für andere Menschen fehlt ihnen völlig, und so nehmen sie sich selbstsüchtig, was sie begehren und machen, was sie wollen. Dabei missachten sie gesellschaftliche Normen ohne jegliches Schuldbewusstsein oder Reuegefühl. Ihre fassungslosen Opfer fragen sich verzweifelt, „wer sind diese Menschen?“, „was hat sie zu dem gemacht, was sie sind?“ und „wie können wir uns schützen?“

    Wenn auch diese und ähnliche Fragen seit mehr als hundert Jahren im Brennpunkt klinischer Mutmassungen und empirischer Forschungen – und meiner Arbeit seit einem viertel Jahrhundert –stehen, ist es erst in den letzten Jahrzehnten gelungen, den Schleier um das tödliche Rätsel der Psychopathie ein wenig zu lüften.

    Als ich mich bereit erklärt habe, dieses Buch zu schreiben, wusste ich, dass es schwierig sein würde, wissenschaftliche Daten und Überlegungen allgemeinverständlich zu präsentieren. Ich hätte bequem im meinem akademischen Elfenbeinturm bleiben können, um tiefschürfende Diskussionen mit anderen Forschern zu führen und wissenschaftliche Bücher und Artikel zu schreiben, aber die Allgemeinheit ist in den letzten Jahren in dramatisch zunehmendem Masse den Machenschaften und Verheerungen von Psychopaten ausgesetzt gewesen. Die Nachrichtenmedien sind voll von Spektakulären Berichten über Gewaltverbrechen, Finanzskandale und Verletzungen des öffentlichen Vertrauens. Zahllose Spielfilme und Bücher erzählen die Geschichten von Serienmördern, Betrügern und Mitgliedern der organisierten Kriminalität. Wenn auch viele dieser Berichte und Darstellungen von Psychopaten handeln, trifft das bei vielen anderen nicht zu, und dieser wichtige Unterschied ist den Nachrichtenmedien, der Unterhaltungsindustrie und der Öffentlichkeit oft nicht klar.

    Selbst die Akteure der Strafjustiz – Rechtsanwälte, Kriminalpsychiater und – psychologen, Sozialarbeiter, Bewährungshelfer, Polizisten, Vollzugsbeamte -, deren Arbeit sie täglich mit Psychopaten in Berührung bringt, haben oft nur ein geringes praktisches Wissen darüber, mit welcher Art Menschen sie es zu tun haben. Die fehlende Unterscheidung zwischen Straftätern, die Psychopaten sind und solchen, die es nicht sind, hat bittere Konsequenzen für die Gesellschaft, wie dieses Buch zeigen wird.
    Auf einer privateren Ebene ist es sehr wahrscheinlich, dass sie eines Tages eine schmerzhafte Begegnung mit einem Psychopaten haben werden. Für ihr eigenes leibliches, psychisches und finanzielles Wohl ist es entscheidend, dass sie wissen, wie man einen Psychopaten erkennt und wie sie sich schützen und den ihnen zugefügten Schaden begrenzen können.

    Ein grosser Teil der wissenschaftlichen Literatur über Psychopathie ist technisch abstrakt und schwer verständlich für Menschen, die keine Vorkenntnisse der Verhaltenswissenschaften haben. Mein Ziel war es, diese Literatur so zu übersetzten, dass sie nicht nur der Allgemeinheit, sondern auch dem Personal des Strafvollzugs und der Psychiatrie zugänglich wird.

    Oder mit anderen Worten: William March, The Bad Seed

    Gute Menschen sind nur selten misstrauisch: Sie können sich nicht vorstellen, dass jemand etwas tut, wozu sie selbst nicht imstande wären; für gewöhnlich akzeptieren sie die unspektakuläre Lösung als die beste und lassen damit die Dinge auf sich beruhen. Dazu kommt, dass ein normaler Mensch dazu neigt, sich einen Psychopaten als jemanden vorzustellen, dessen Erscheinung ebenso monströs ist, wie seine Psyche – aber kaum etwas könnte weiter von der Wahrheit entfern sein. … Diese Monster des Alltags hatten für gewöhnlich ein normales Aussehen und Verhalten, als ihre tatsächlich normalen Brüdern und Schwestern; sie repräsentieren ein überzeugenderes Bild der Tugend als die Tugend selbst – ähnlich der wächsernen Blüte einer Rose oder dem künstlichen Pfirsich, die dem Auge viel perfekter erscheinen als das mit Makeln behaftete Original, nach dessen Vorbild sie modelliert worden sind.

    lg

  13. F.iasko sagt:

    INFO

    Eine kleine Leseprobe „Politische PONEROLOGIE“ Andrzej M. Lobaczewski ISBN 978-2-916721-30-9

    Mit der Zeit wurden gewisse herausragende Psychopathologen davon überzeugt, dass die Theorie korrekt ist, dass eine Entwicklung einer gesunden, funktionsfähigen Sichtweise der menschlichen Realität ohne die Anerkennung der psychopathologischen Erkenntnisse unmöglich ist.
    Die Verkümmerung der natürlichen kritischen Fähigkeiten in Bezug auf pathologische Menschen gereicht einer Freigabe für ihre Aktivitäten und wird gleichzeitig zu einem Merkmal für ein Erkennen einer solchen Verbindung als ponerogenisch. Wir wollen dies als das erste Kennzeichen der Ponerogenese bezeichnen.

    Ich möchte jenen Lesern eine Warnung aussprechen, die nicht über das Wissen und die Erfahrung in diesem Themenbereich verfügen, nicht dem Eindruck anheim zu fallen, dass die Welt, die sie umgibt, von Menschen mit pathologischen Abweichungen beherrscht wird, ob diese hier nun beschreiben werden oder nicht. Es ist nicht so. Die folgende Grafik zeigt annähernd das Verhältnis des Zustandes einer Gesellschaft.

    Pathologische Phänomene im annähernden Verhältnis zu ihrem Auftreten:
    PSP: Psychopathien
    CHP: Charakteropathien
    EP: essentielle Psychopathie
    SHZ: Schizoidität
    XYY: Karyotypen

    (Hier fehlt leider die graphische Darstellung)

    Es sollte umso mehr die Tatsache betont werden, dass abweichende Menschen die Minderheit darstellen, da Theorien über die außergewöhnlich kreative Rolle abnormer Personen bestehen, ja sogar eine Gleichsetzung menschlicher Genies mit der Psychologie des Abnormalen. Durch die Einseitigkeit dieser Theorien scheinen diese jedoch von Menschen abgeleitet worden zu sein, die mittels einer solchen Weltsicht nach einer Bestätigung ihrer eigenen Persönlichkeit suchten. Es gab auch unglaubliche Denker, Entdecker und Künstler, die, qualitativ gesprochen, in ihrer Psychologie völlig normal waren.

    Schließlich bilden psychologische normale Menschen sowohl die statistische Mehrheit als auch die eigentliche Basis des gesellschaftlichen Lebens jeder Gemeinschaft. Nach dem Gesetz der Natur sollten sie demnach diejenigen sein, die das Tempo bestimmen; aus ihrer Natur entstammt die Moral. Die Macht sollte deshalb in den Händen normaler Menschen liegen. Ein Ponerologe verlangt von solchen Autoritäten nur ein angemessenes Verständnis über die weniger normalen Menschen und auch, dass die geltenden Gesetze auf der Grundlage eines solchen Verständnisses verabschiedet werden.

    Die quantitative und qualitative Zusammensetzung dieser biopsychologisch unzulänglichen Fraktion der Bevölkerung variiert auf unserem Planeten je nach Zeit und Ort. Dies kann sich in manchen Ländern durch einen einstelligen Prozentsatz, in manchen Nationen bis zu 19 Prozent darstellen. Diese angesprochene quantitative und qualitative Struktur beeinflusst das gesamte psychologische und moralische Klima des betreffenden Landes. Aus diesem Grund sollte dieses Problem einer bewussten Betrachtung unterzogen werden. Es sollte jedoch ebenfalls in Betracht gezogen werden, dass die Machtträume, die nachweisbar in solchen Kreisläufen sehr stark vorhanden sind, sich nicht immer und nicht notwendigerweise in allen Ländern manifestieren, in denen dieser Prozentsatz sehr hoch ist. Hier sind auch weitere historische Umstände entscheidende Faktoren.

    In jeder Gesellschaft dieser Welt schaffen psychopathische Individuen und auch manche der anderweitig abweichenden Menschen ein ponerogenisch aktives Netzwerk allgemeiner Absprachen, das teilweise der Gemeinschaft normaler Menschen entfremdet ist. In diesem → Netzwerk spielt die essentielle Psychopathie eine inspirierende Rolle; dies scheint ein übliches Phänomen zu sein. Die essentiellen Psychopathen sind sich ihrer Verschiedenartigkeit bewusst, während sie ihre Lebenserfahrungen machen und mit den verschiedenen Möglichkeiten um ihr Ziel zu kämpfen vertraut werden. Ihre Welt ist für alle Zeiten in „Wir“ und „Sie“ geteilt; in ihre kleine Welt, die ihre eigenen Gesetze und Gebräuche hat und in die fremde Welt normaler Menschen, die sie als voll von überheblichen Ideen und Gewohnheiten betrachten, durch die sie moralisch abgeurteilt werden. Ihre Wahrnehmung von Ehre lädt sie dazu ein, diese andere menschliche Welt und deren Werte bei jeder Gelegenheit zu betrügen und zu verschmähen. Im Gegensatz zu den Gewohnheiten der normalen Menschen haben sie das Gefühl, dass ein Versprechen zu brechen ein angemessenes Verhalten ist.

    Ganz besonders verstörend für einen normalen Menschen, etwas, womit er bei Psychopathen umzugehen hat, ist das Faktum, dass Psychopathen sehr früh lernen, wie ihre Persönlichkeiten traumatisierende Auswirkungen auf die Persönlichkeiten normaler Menschen haben können und wie sie aus dieser Ursache des Schreckens für das Erreichen ihrer Ziele ihre Vorteile ziehen können. Diese Dichotomie der Welten ist immer vorhanden und verschwindet auch nicht, wenn sie bei der Umsetzung ihrer Jugendträume von Macht über die Gesellschaft der normalen Menschen erfolgreich sind. Dies legt uns eine biologische Konditionierung dieser Trennung sehr nahe.

    Im Psychopathen entsteht der Traum von einer Utopie einer „glücklichen“ Welt und von einem sozialen System, das ihn nicht zurückweist oder ihn den Gesetzen und Gebräuchen unterwirft, deren Sinn ihm völlig unverständlich ist. Er träumt von einer Welt, in der sein einfacher und radikaler Weg die Realität zu erfahren und wahrzunehmen vorherrscht37; einer Welt, die ihm natürlich auch Sicherheit und Wohlstand sichert. In diesem utopischen Traum stellt er sich diese „Anderen“ zwar anders, aber technisch begabter als er selbst vor, und so sollten diese Anderen dafür arbeiten, dass die Psychopathen und ihresgleichen ihre Ziele erreichen. „Wir“, so sagen die Psychopathen, „werden schlussendlich ein neues Regierungssystem, ein gerechtes Regierungssystem, schaffen.“38 Sie sind darauf vorbereitet zu kämpfen und zum Wohl dieser schönen neuen Welt zu leiden. Und natürlich auch darauf, anderen Menschen dieses Leid zuzufügen. Solche eine Vision rechtfertigt das Töten von Menschen, deren Leid ihnen kein Mitgefühl entlockt, da „diese“ nicht von ihrer Art sind. Sie realisieren nicht, dass sie dadurch folglich auf Widerstand stoßen werden, der Generationen überdauern kann.39

    Einen normalen Menschen einem psychologisch abnormen Individuum unterzuordnen hat ernsthafte und schädigende Auswirkungen auf seine oder ihre Persönlichkeit — es erzeugt Traumas und Neurosen. Dies wird auf eine Weise erreicht, die sich im Allgemeinen der bewussten Kontrolle entzieht. In solch einer Situation wird der Mensch seiner natürlichen Rechte beraubt: seine eigene mentale Hygiene zu leben, eine ausreichend autonome Persönlichkeit zu entwickeln und seinen gesunden Menschenverstand zu benutzen. Im Lichte der Gesetze der Natur ist dies ein Verbrechen — eines, das auf jeder sozialen Ebene und in jedem Kontext vorkommen kann — obgleich dies nicht in irgendeinem Gesetzestext festgehalten ist.

    Wir haben bereits die Natur einiger pathologischer Persönlichkeiten besprochen, wie beispielsweise die frontale Charakteropathie, und wie diese die Persönlichkeiten jener Menschen deformieren kann, die mit ihr zusammentreffen. Solcherart hat die essentielle Psychopathie eine ganz besonders starke Auswirkung. In einen Menschen, der einem Psychopathen ausgeliefert ist, frisst sich etwas Mysteriöses hinein, das dann wie ein Dämon bekämpft wird. Seine Emotionen kühlen sich ab, sein Sinn für die psychologische Realität wird unterdrückt. Dies führt zu einer bezugslosen Denkweise und einem Gefühl der Hilflosigkeit, was in depressiven Reaktionen kulminiert, die so stark sein können, dass sie von Psychiatern manchmal als manisch-depressive Psychose fehldiagnostiziert werden. Viele Menschen rebellieren gegen eine Herrschaft der Psychopathen schon weit vor solch einer Krise und beginnen nach Auswegen zu suchen, wie sie sich von solch einem Einfluss befreien können.

    Viele Lebenssituationen enthalten weitaus geringer rätselhafte Ergebnisse, die aufgrund der Wirkung anderer psychologischer Anomalien auf normale Menschen (die in jedem Fall unangenehm und destruktiv sind) und des skrupellosen Antriebs ihrer Träger andere Menschen zu beherrschen und auszunutzen entstehen. Deshalb haben Gesellschaften, beherrscht von unangenehmen Erfahrungen und Gefühlen, wie auch von natürlichem Egoismus, gute Gründe solche Menschen abzuweisen und sie in unwichtige Positionen des sozialen Lebens abzuschieben, was Armut und Kriminalität mit einschließt.

    Unglücklicherweise ist es fast die Norm, dass solch ein Verhalten in den Kategorien unserer natürlichen Weltsicht zu einer moralisierenden Rechtfertigung führt. Die meisten Mitglieder einer Gesellschaft fühlen sich berechtigt, ihre eigene Person und ihren Besitz zu schützen. Zu diesem Zweck nutzen sie das bestehende Rechtssystem. Da die Gesetze auf der natürlichen Wahrnehmung von Erscheinungen und auf emotionalen Motivationen beruhen, anstatt auf einem objektiven Verständnis der Probleme, dienen sie in keiner Weise dem Schutz der Ordnung und der Sicherheit, wie wir sie gerne hätten. Psychopathen und andere abweichende Charaktere nehmen diese Gesetze nur als einen Zwang wahr, der bekämpft werden muss.

    Für Menschen mit verschiedenen psychologischen Abweichungen erscheint die von normalen Menschen beherrschte Struktur und deren konzeptuelle Welt als „System des Zwangs und der Unterdrückung“. Eine solche Wahrnehmung ist bei Psychopathen die Regel. Wenn gleichzeitig in einer Gesellschaft ein gerüttelt Maß an Ungerechtigkeit besteht, können die pathologischen Gefühle von Ungerechtigkeit und suggestive Aussagen, die von abweichenden Charakteren ausgehen, bei denjenigen auf fruchtbaren Boden fallen, die tatsächlich unfair behandelt wurden. Sodann können revolutionäre Doktrinen mit Leichtigkeit unter beiden Gruppen verbreitet werden, obwohl jede der beiden Gruppen völlig unterschiedliche Gründe für eine Befürwortung solcher Ideen hat.

    Das Vorhandensein von pathogenischen Bakterien in unserer Umgebung ist ein verbreitetes Phänomen. Es ist jedoch nicht der alleinige entscheidende Faktor der bestimmt, ob ein Mensch oder eine Gesellschaft krank wird, da hier ebenso die natürliche und künstliche Immunität, wie auch medizinische Unterstützung eine Rolle spielen können. Auf ähnliche Weise entscheiden nicht psychopathologische Faktoren alleine über die Verbreitung des Bösen. Auch andere Faktoren haben hier eine gleichgestellte Wichtigkeit: sozioökonomische Faktoren, wie auch moralische und intellektuelle Defizite.

    Menschen und Nationen, die im Namen moralischer Werte Ungerechtigkeiten ertragen können, finden leichter ihren Weg aus solchen Schwierigkeiten heraus, ohne dabei zu gewalttätigen Mitteln greifen zu müssen. In diesem Zusammenhang beinhaltet eine reichhaltige moralische Tradition die Erfahrungen und Betrachtungen von Jahrhunderten. Dieses Buch beschreibt die Rolle dieser zusätzlichen Faktoren bei der Entstehung des Bösen, die seit Jahrhunderten unzureichend verstanden werden. Eine diesbezügliche Erklärung ist für eine Vervollständigung des Gesamtbildes entscheidend und sie erlaubt es uns, effektivere praktische Maßnahmen zu treffen.
    Aus diesem Grund reduziert die Rolle der pathologischen Faktoren bei der Entstehung des Bösen nicht die Verantwortung von sozialem und moralischem Versagen und intellektuellen Defiziten als Beitrag zu dieser Situation. Wirkliche moralische Defizite, wie auch eine im Großen und Ganzen inadäquate Konzeption der menschlichen Realität und psychologischer und moralischer Situationen werden häufig durch weiter zurückliegende, aber auch durch aktuelle Aktivitäten der pathologischen Faktoren verursacht.

    Wir müssen jedoch auch die konstante, biologisch bestimmte Präsenz dieser kleinen Minderheit von Leuten in jeder menschlichen Gesellschaft bemerken, welche diese qualitativ unterschiedlichen, doch ponerologisch aktiven, pathologischen Faktoren in sich tragen. Jegliche Diskussion, was im Prozess der Entstehung des Bösen zuerst da war, moralisches Versagen oder die Aktivitäten der pathologischen Faktoren, muss daher als akademische Spekulation angesehen werden. Andererseits ist es ein nutzbringendes Unterfangen, die Bibel mit den Augen eines Ponerologen nochmals zu lesen.

    Eine detaillierte Analyse der Persönlichkeit eines durchschnittlichen, normalen Menschen zeigt fast bei nahezu jeder Persönlichkeit Umstände und Schwierigkeiten, die durch die Wirkung der einen oder anderen Art von pathologischen Faktoren auf den Menschen verursacht wurden. Wenn eine solche Aktivität schon vor langer Zeit gestoppt wurde, der Ort dieser Aktivität weit entfernt liegt oder der Faktor selbst relativ offensichtlich ist, ist der gesunde Menschenverstand im Allgemeinen ausreichend, um die Auswirkungen zu korrigieren. Wenn der pathologische Faktor jedoch unergründlich bleibt, hat die betreffende Person Schwierigkeiten die Ursache ihrer Probleme zu verstehen. Dieser Mensch scheint dann manchmal ein lebenslanger Sklave der Vorstellungen und Verhaltensmuster zu sein, die unter dem Einfluss pathologischer Individuen entstanden sind. So etwas geschah in der bereits angesprochenen Familie, wobei die älteste Schwester, die eine perinatale Schädigung der präfrontalen Hirnlappen aufwies, der Ursprung der pathologischen Induktion war. Auch wenn sie ganz offensichtlich ihr jüngstes Kind missbrauchte, versuchten ihre Brüder dies auf eine paramoralistische Weise zu interpretieren; ein Opfer im Namen der „Familienehre“.

    Solche Dinge sollten allen Menschen gelehrt werden, um eine autopädagogische Selbstbetrachtung zu erleichtern. Mit der Zeit wurden gewisse herausragende Psychopathologen davon überzeugt, dass die Theorie korrekt ist, dass eine Entwicklung einer gesunden, funktionsfähigen Sichtweise der menschlichen Realität ohne die Anerkennung der psychopathologischen Erkenntnisse unmöglich ist. Dies ist eine Schlussfolgerung, die nur schwer von Menschen akzeptiert werden kann, die davon überzeugt sind, eine reife Weltsicht ohne solch mühsame Studien erreicht zu haben. Die alten egotistischen Verteidiger der natürlichen Weltsicht haben die Tradition, Belletristik und sogar die Philosophie auf ihrer Seite. Sie realisieren nicht, dass ihre Art und Weise des Verständnisses der Fragen des Lebens in der heutigen Zeit den Kampf gegen das Böse noch problematischer werden lässt. Die jüngeren Generationen sind jedoch mit Biologie und Psychologie vertrauter und deshalb leichter einem objektiven Verständnis zur Rolle der pathologischen Phänomene im Prozess der Entstehung des Bösen zugänglich.

    Zwischen der menschlichen und der sozialen Realität entsteht häufig eine Parallaxe40, oft sogar eine große Kluft, die in ihrer Natur biologisch ist und oft durch die oben erwähnte Ablehnung der Faktoren bei psychopathologischen Elementen beeinflusst wird, wie auch durch die traditionellen Wahrnehmungen der Realität, wie sie von Philosophie, Ethik und weltlichem und kirchlichem Recht gelehrt werden. Diese Kluft kann leicht von Menschen erkannt werden, deren psychologische Weltsicht sich auf eine andere Weise als die natürliche Entwicklung eines normalen Menschen gebildet hat. Viele dieser Menschen nutzen diese Schwäche bewusst und unterbewusst aus, um sich mit ihren kurzsichtig-verbissenen Aktivitäten, gekennzeichnet durch egotistische Konzepte aus Eigennutz, in diese Kluft hineinzudrängen. Dennoch finden Menschen, ob sie nun pathologisch gleichgültig gegenüber den Schmerzen anderer Menschen oder Nationen sind, oder ob ihnen das Wissen über Menschlichkeit und Anstand fehlt, über Randgruppen der Gesellschaft offene Tore, durch die sie mit ihrer unterschiedlichen Lebensweise durchwalzen.

    Werden wir jemals in der Lage sein, dieses uralte Problem der Menschheit zu lösen? Irgendwann in unbestimmter Zukunft, mithilfe der biologischen und psychologischen Wissenschaften, die im Studium der verschiedenen pathologischen Faktoren, die an ponerogenischen Prozessen beteiligt sind Fortschritte gemacht haben? Dies wird von der Unterstützung der betreffenden Gesellschaften abhängen. Eine wissenschaftliche und gesellschaftliche Erkenntnis der Rolle, die von den erwähnten Faktoren bei der Genese des Bösen gespielt wird, würde der öffentlichen Meinung helfen, eine entsprechende Position dem Bösen gegenüber einzunehmen, wodurch seine mysteriöse Faszination ein Ende finden würde. Wenn die Gesetze auf Basis eines Verständnisses der Natur der Phänomene korrekt adaptiert werden, werden sie auch prophylaktische Maßnahmen gegen den Ursprung des Bösen erlauben.
    Im Laufe der Jahrhunderte war jede Gesellschaft natürlichen eugenischen Prozessen ausgesetzt, die Individuen mit Defiziten, einschließlich jener mit oben erwähnten Eigenschaften, aus dem Fortpflanzungswettbewerb ausschlossen oder ihre Geburtsrate senkten. Diese Prozesse werden selten als solche erkannt, da sie oft durch das sie begleitende Böse gefiltert werden oder durch andere Umstände ganz offenbar in den Hintergrund gedrängt werden. Ein bewusstes Verständnis dieser Sache, basierend auf richtigem Wissen und annähernd moralischen Kriterien, könnte diese Prozesse weniger stürmisch und sie nicht so voll von bitteren Erfahrungen erscheinen lassen. Wenn menschliches Bewusstsein und Gewissen korrekt ausgeprägt sind und ein guter Rat in dieser Angelegenheit beherzigt wird, dann könnte das Gleichgewicht dieser Prozesse einen merklichen Ausschlag in die positive Richtung erfahren. Nach einer Vielzahl von Generationen würde die gesellschaftliche Last der vererbten pathologischen Faktoren unter ein bestimmtes kritisches Maß reduziert werden und ihr Anteil an ponerogenischen Prozessen würde beginnen abzuklingen.41

    lg

  14. sanguiniker sagt:

    Das Buch „Freiheit Pur“ von Horst Stowasser gibt es auf http://www.mama-anarchija.net kostenlos als Download. Dies ist wenn man so will die Erstauflage von „Anarchie! – Idee, Geschichte, Perspektiven“.

    Wer hat das Buch “ECONOMICS! Über Wirtschaft und Misswirtschaft” von Henry Hazlitt und „Räderwerk der Freiheit“ von David Friedman übrig bzw. will es verkaufen?

  15. Tipp Geber sagt:

    Hallo, das Buch “ECONOMICS! Über Wirtschaft und Misswirtschaft” gibt es aktuell neu nach meiner Recherche nur noch beim JF-Buchdienst. Auch wenn der Hintergrund dieses Shops vllt. nicht in jedermanns Augen förderwürdig ist, ist das nach meiner Kenntnis der einzige Laden, der es vorrätig hat…

  16. Chris sagt:

    Da ich es gerade lese und erstaunliche Übereinstimmungen – nicht bis ins Detail natürlich, aber in den großen Linien – zum Anarchokapitalismus finde, empfehle ich:

    John Henry Mackay – Der Freiheitssucher (1920). 240 Seiten. Gibt es im Internet, z.B. amazon als Gratis-Download.

    Da der Individual-Anarchist Mackay auch Dichter war, sind die ersten Kapitel (90 Seiten) eher von literarisch-psychologischem Interesse, während in den folgenden Kapiteln (ab „Der Sucher“) eine libertäre Theorie entwickelt wird, die auch heute noch lesenswert ist. Der theoretische Gehalt des Werkes ist auch ohne die einleitenden Kapitel verständlich.

    Mackay kommt zwar von Stirner her, überwindet aber dessen Ich-Vereins-Kontruktionen zugunsten eines freien Marktes. Wenn in dem Buch von „Kapitalismus“ die Rede ist, ist übrigens der staatlich verfasste Kapitalismus gemeint und nicht der freie Markt.

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