Vielleicht bist du nicht ganz neu im Voluntarismus und denkst: „Ja, ja, ich hab´s ja verstanden: Der Staat ist unmoralisch, er ist uralt und unmodern, er nutzt uns aus und bevormundet uns. Nun sag´ mir doch mal einer, was kann ich denn jetzt dagegen tun?“

Eine Idee wäre eine bewaffnete Revolution. Diese Idee halte ich aus vielen Gründen für so schlecht, dass ich sie gar nicht behandeln will.

Deutlich abgemildert im Vergleich zur Revolution ist der Weg des zivilen Ungehorsams. Dabei verweigert man die Kooperation mit dem Staat und bricht gezielt einige seiner Regeln. Je nachdem, welche Ziele man damit verbindet (Wachrütteln Anderer, Selbstbehauptung), kann dieser Weg mal als erfolgreich, mal als weniger erfolgreich eingeschätzt werden.

Für das Ziel, das uns hier interessiert, nämlich die Abschaffung oder wenigstens Schwächung des Staates, ist dieser Weg meines Erachtens nicht erfolgversprechend. Die langfristige Entwicklungslinie, dass der Staat immer mehr Macht und Geld zur Verfügung hat, kann man damit nicht stoppen.

Es gibt auch den Weg des politischen Engagements. Dabei versucht man, für eine politische Partei soviele Wähler zu gewinnen, dass sie entweder entscheidende Veränderungen in der Organisation des Staates durchsetzen kann oder dass wenigstens immer mehr Leuten das Unrecht der Herrschaft durch Gewaltandrohung bewußt wird. Auch dieser Weg erscheint mir nicht erfolgversprechend. Man wird durch eine Bewegung, die auf politische Aktion und damit das Gewaltmonopol des Staates setzt, politische Aktion und das Gewaltmonopol in ihrem Anschein von Legitimation nicht erschüttern können.

Beide Wege, der des Ungehorsams und der politische, haben etwas gemeinsam. Sie zielen auf die Mächtigen, einmal durch Widerstand, das andere mal durch Unterwanderung. Ich werde in diesem Artikel argumentieren, dass die Mächtigen gar nicht das Problem sind. Das Problem sind die Bürger.

Der Staat hat kein Problem mit einem Forum, das die Unmoral des Staates oder seine gewaltfreie Auflösung diskutiert. Wer ein Problem damit hat, sind die Leute, mit denen man alltäglich zu tun hat: Arbeitskollegen, Bekannte, Familienmitglieder, Freunde.

Ich bin auf emotionalen Widerstand gestoßen, wann immer ich das Thema, dass der Staat ein Übel ist und sich eines Tages auflösen muss, angeschnitten habe. Dieser emotionale Widerstand maskierte sich manchmal mit Argumenten (Aber willst du denn wirklich, dass unversicherte Kranke sich selbst überlassen bleiben?), oftmals zeigte er sich aber mehr oder weniger deutlich in peinlichem Gelächter oder amüsiertem Gekicher, betretenem Schweigen oder einem ärgerlichen Wegwischen.

Wenn ich meine eigenen Erfahrungen und die anderer Voluntaristen zusammennehme, kann ich diese nur dadurch erklären, dass die große Mehrheit der Bevölkerung sich ein Leben ohne Staat nicht vorstellen kann. Typischerweise löst die Anregung, sich ein Leben ohne Staat einmal vorzustellen, Ängste aus. Diese Ängste können aber kaum besprochen werden, sondern äußern sich in dem beschriebenen emotionalen Widerstand. Eine vernünftige Diskussion ist dann in aller Regel nicht möglich.

Wie auch in unserem Video „Der Staat als Familie“ kurz beschrieben, werde ich hier die These vertreten, dass die meisten Bürger zu ihrem Staat ein Verhältnis haben wie ein Kind zu seinen Eltern. Der Staat ist für sie, wie früher die Eltern, das Fundament, auf dem sich das Leben abspielt. Sein Verschwinden ist genauso bedrohlich, wie es für sie als Kinder gewesen wäre, wenn die Eltern plötzlich verschwunden wären. Wenn ich mit meiner These richtig liege, würde daraus folgen, dass die meisten Bürger keine rationale, vernünftige, durchdachte Beziehung zum Staat haben, sondern eine emotionale Beziehung, die sie von ihren Eltern einfach auf den Staat übertragen haben.

Wenn das so ist, würde die Beziehung, die Bürger zu ihrem Staat haben, entscheidend dadurch geprägt, welche Beziehung sie zu ihren Eltern hatten und eventuell heute noch haben.

Wenn die Beziehung der Kinder zu ihren Eltern von Freiwilligkeit geprägt wäre; wenn Kinder nicht aus Pflicht- oder Schuldgefühl zu Familienfeiern kommen würden, sondern nur dann, wenn sie es als bereichernd und wunderbar erlebten; wenn Kritik an den Eltern ohne Angst vor Liebesverlust oder Streit oder Bestrafung geäußert werden könnte und ernst genommen werden würde; wenn die moralischen Fehltritte der Eltern in einer ehrlichen und offenen Atmosphäre besprochen werden könnten, dann wäre es für den Voluntaristen kein Problem, wenn Bürger ihre Beziehung zu ihren Eltern auf den Staat übertragen.

Leider ist es allzu oft anders: Kinder können ihren Eltern nicht sagen, wenn sie eine geplante Geburtstagsfeier langweilig finden; Kinder kommen nicht freiwillig zur Weihnachtsfeier, sondern aus einem vagen Pflicht- oder Schuldgefühl; Kinder haben Ängste vor Streit und Entzweiung, wenn sie Kritik an ihren Eltern üben oder gar moralische Fehltritte ansprechen. Diese Scheu, die eigenen Eltern sachlich zu bewerten, geht oftmals so weit, dass man sich diese Frage noch nicht einmal still für sich stellt.

Daher haben viele Bürger auch das vage Gefühl, man müsse beim Staat mitmachen, es sei für alle besser, wenn alle mitmachen; und den Staat in Frage zu stellen, verursacht ihnen ein unbehagliches Gefühl, das dafür sorgt, dass dieses heikle Thema möglichst bald verlassen wird.

In diesem Sinne ist der Staat nur ein Effekt der Familie. Wenn die Familienbeziehungen so unehrlich, subtil verpflichtend, nicht hinterfragbar und nicht wegzudenken bleiben, wird es für die meisten Bürger völlig normal sein, in einem Staat zu leben und regiert zu werden. Der Staat und das Regiertwerden werden die emotionale Legitimität erst verlieren, wenn Kinder von ihren Eltern in ihrer Individualität und ihren Bedürfnissen vollständig bejaht werden; wenn sie ohne Angst vor Liebesverlust, moralischem Sperrfeuer oder Bestrafung ihre Eltern auch kritisch sehen können; wenn Eltern die Abhängigkeit ihrer Kinder nicht mehr nutzen, um die Kinder zur Anpassung an die Vorstellungen der Eltern zu zwingen, sondern wenn Eltern sich nach den Entwicklungserfordernissen ihrer Kinder richten, damit eine gleichwürdige Beziehung zwischen abhängigem Kind und fürsorgendem Elternteil entstehen kann. Wenn dieses Elternschaftsmodell einen großen Anteil in der Bevölkerung einnimmt, dann wird der Staat wie ein Kruste über einer Schürfwunde von uns abfallen und sich für immer auflösen.

Es gibt nach dieser Analyse keine Abkürzung zur freiwilligen Gesellschaft. Wir wiederholen grundsätzlich das, was in unserer Kindheit normal war, und nur intensive Arbeit an sich selbst kann das später ändern. Die Mächtigen werden solange nach der Macht greifen, solange ihre Ausübung als normal gilt. Deshalb brauchen wir aus meiner Sicht noch mehrere Generationen Geduld, bis unsere Enkel vielleicht eine voluntaristische Gesellschaft erleben können. Große gesellschaftliche Veränderungen haben immer Zeit gebraucht, und für eine herrschaftsfreie Gesellschaft ist es derzeit noch viel zu früh.

Wenn du nun noch eine ganz praktische Anregung mitnehmen möchtest, dann empfehle ich dir: Setze dich mit deiner eigenen Kindheit, mit deinen Eltern auseinander, am besten mit der Hilfe eines Psychotherapeuten. In dieser Zeit wurde emotional geprägt, was du als normal empfindest und viele unbewußte Verhaltens- und Reaktionsmuster haben dort ihren Ursprung.

Sieh´ zu, dass du ein erfülltes, glückliches Leben auf die Beine stellst, in dem du mit Menschen zu tun hast, mit denen du offen über alles reden kannst, denen du dich so zeigen kannst, wie du wirklich bist und die du respektierst und liebst.

 

 

 

 

 

 

 

50 Responses to Wie wird man den Staat nun los? (Video+Text)

  1. Bastii sagt:

    Für meinen Geschmack ist der Artikel zu sehr auf Passivität ausgelegt. Natürlich wird man so eine Veränderung nicht von heute auf Morgen durchführen können, allerdings ist die Idee auch nicht neu. Die libertären Denker des 19ten jahrhunderts haben sich wahrscheinlich auch gedacht eine solche Entwicklung wird noch länger dauern als ihr eingenes Leben. Man bedenke auch, dass wir in Sachen „schlanker / kein Staat“ eher Rück- statt Fortschritt gemacht haben. Wie lange möchten wir denn noch auf die Zukunft warten?

    Den letzten beiden Absätzen stimme ich voll zu, ich halte es für sehr wichtig, dass man sich selbst versteht, denn dies macht einen selbstbewusster und weniger Anfällig für jegliche Art von Manipulation.

    • Manuel sagt:

      Hallo Bastii,

      ich kann dich auch verstehen, ich hätte diese Veränderung auch lieber heute als Morgen. Nur das, was Heiko da versucht zu beschreiben hat etwas mit unsere Denke zu tun, mit unseren Vorstellungen und unseren Werten. Hier braucht es nunmal eben etwas mehr Zeit bis wir uns im Kopf ändern. Ja das ganze ist sicherlich auch eine Bewusstseinsfrage.

      Nur keine Sorge wir müssen nicht warten und zusehen, wir können alle dazu beitragen damit es schneller geht. Eine Philosophie in die Welt setzen ist das eine, danach Leben und sie in die Praxis umsetzen ist was ganz was anderes.

      Ich sehe mich keineswegs als passiv an nur weil ich nicht auf Demos gehe oder bereit bin Gewalt für meine Ziele zu beanspruchen. Es macht in unseren Augen viel mehr Sinn die Menschen von innen heraus aufzuklären und somit diesem „Staat“ immer mehr die Grundlage zu entziehen.

      Wenn sich mal 1.000.000 Menschen wirklich die Frage stellen was der Sinn des Staates ist, ja dann wird dieser Staat auch nicht mehr lange standhalten und zusammenbrechen wie ein Kartenhaus.

      lg Manuel

      • Jasminka Brcina sagt:

        durch das was ich so im netz antreffe, denke ich, dass es mehr als 1mio menschen sind, die sich zur zeit diese frage stellen. es werden nach konkreten lösungsansätzen gesucht und dies wohl auch in der politik immer wieder.

        • anonymous sagt:

          ES HAT KEINEN SINN AUF SIE EINZUREDEN…
          WIR SIND SO KRASS DEPRESSIERT DAS WIR UNS SELBER NICHT MEHR LIEBEN DAS HAT DER STAAT GESCHAFT UND DAS MITTLERWEILE AUF DER GANZEN WELT
          MIR REICHTS UND ICH DENKE EUCH GENAU SO!

          REVOLUTION!!!!!

          KNAPP 90 MIL BÜRGER IN DEU UND DAVON SIND NUR CA. 250.000 POLIZISTEN DAS IST DOCH NEN KLAX 😉

          • Georg sagt:

            anonymous vergisst die armee (180.000) und die tatsache, dass eine person mit waffe quasi unendlich viele unbewaffnete personen terminieren kann..

  2. Lieber Manuel,

    ich danke dir für deine tolle Aufklärung… Dein neuer Artikel ist soweit gut und auch nachvollziehbar. Doch die Kinder sind nun mal schon Erwachsen… und ich möchte nicht warten bis die neuen Kinder erwachsen werden, zumal es dann erst einmal Eltern geben müsste, die diese Kinder „erziehen“ können….

    Das mit den emotionsmustern… ja das ist schon wichtig… und wertvoll….

    Nein… Zeit habe wir genug gehabt… ich bin mir sehr sicher das wir den Neuen Anfang mit den Erwachten starten können… Und ich bin mir auch sicher das ES so vorgesehen ist…. wer nicht bereit ist, der wird die Reise nicht antreten!

    In Freund auf die Reise… die schon begonnen hat… der ug nimmt an geschwindigkeit auf und bald können keine Passagiere mehr zusteigen…. 😉

    • Manuel sagt:

      Hallo Alexander,

      vielen Dank für deinen Zuspruch und deine Anerkennung, ich muss dies an dieser Stelle an Heiko weiter reichen, der Artik stammt aus seienr Feder.
      Ich bin nur einer der Betreiber, ich geber der Sache in Videos ein Gesicht und arbeite eher im Bereich Videos als im schreiben von Artikeln, was man an der anzahl meiner Kommentare und Artikel klar erkennen kann.

      Ich vertrete jedoch Heikos Ansichten voll und ganz und freue mich darüber diese tollen Ansätze hier verbreiten zu können.

      Ja ich denke auch wir haben schon viel Zeit versemmelt und es ist kurz vor 12, es bleibt nicht mehr viel Zeit, dass wir das Denken und unsere Einstellung zu so vielen Dingen ändern. Sonst sehen wir uns bald in einer noch schlimmeren Realität, der totalen Versklavung wieder. Ich hoffe wirklich sehr, dass wir bis dahin genug Menschen erreicht haben, damit es nach dem bevorstehenden Systemcrash miteinander und nicht gegen einander weitergeht. Wie heisst es so schön, erst wenn Altes vergeht kann Neues enstehen.

      Ich wünsche Dir alles Gute und liebe Grüße, Manuel

  3. Linda sagt:

    Bei jeder Regierung ging es bisher den „kleinen Leuten“ nicht gut …
    LG

  4. Wanderer sagt:

    Oh man, das ist so schön endlich mal auf Menschen zu treffen, die ähnlich denken!! Soooolang war man alleine mit seinen Gedanken! Man hat sich schon fast aufgegeben..

    Ich find den Grundtenor der Kommentare bisher Klasse: – KEINE ZEIT MEHR –
    Einsame Spitze!!
    Und die haben wir wirklich nicht mehr!!

    Es sind ungeheure Machenschaften am Werk!
    Es läuft alles auf ein Kollaps hin (ob gewollt, ungewollt, teilweise gewollt, teilweise ungewollt steht erst mal auser Frage!)
    Fakt ist, das sich Alle Anzeichen darauf abspielen, das mit eben diesem „gewollten/ungewolten“ Kollaps sich eine „Weltregierung“ bildet, um die Macht der momentan noch einzelnen Staaten zu bündeln, vollkommen zu zentrieren und die komplette Menschheit zu „versklaven“, natürlich so das es niemand merkt das es Sklaverei ist.

    Aus diesem Machtzentrum heraus dann noch irgendetwas zu verändern wird sehr sehr schwer bzw. bis fast unmöglich werden!

    Aber es stimmt auch, wenn man erst bei sich selber anfangen soll. Das ist ungemein wichtig, und eigentlich fast das schwierigste.. ;))

    Danke für die vielen tollen Artikel und Videos! Ich fühl mich irgendwo eeeeendlich mal verstanden 🙂

  5. Habnix sagt:

    Ne ne, ich mach auf Selbstversorgung oder besser ich versuch es.Sollte ich es vor meinem Natürlichen Ableben geschafft haben mir Nahrung und Strom selbst zu machen dann hat die Regierung wohl einen Unmündigen Bürger weniger.Den Selbstversorgung macht Frei und ich weis wie es gehen könnte und ich komme dem Ziel jedes Jahr ein Stück näher,wenn diese verflucht Finanzkrise nicht wär,dann wäre ich schon ein ganzes stück weiter.Was soll`s,nicht jammern einfach weiter drauf zu arbeiten.

    Der gewaltlose Wiederstand.

    Der erste Schritt:Nimm Blumenkästen,Blumenkübel,Mörtelbütten mach Pflanzen-Erde rein und ziehe Nutzpflanzen auf Balkon,Terrasse,Flachdach oder pachte ein stück Steiniges Land und stell dort Behälter mit Pflanzen-Erde auf.Stell eine Holzhütte und Wasserbehälter neben der Hütte zum auffangen vom Regenwasser damit die Pflanzen im Sommer mit Wasser versorgt werden können.

    Die Pacht von einem Steinigen stück Land dürfte wohl billig sein.Höchstens 40€ im Jahr eher billiger.

    Der zweite Schritt den kann man auch zugleich tun.Ein Wasser oder Windrad bauen oder Solarzellen kaufen und sich mit Strom versorgen ohne es in die Netze einzuspeisen.Für den Anfang könnte es schon reichen wenn nur die Kühlschränke(Dauerstrom Verbraucher) mit dem selbst gemachten Strom laufen.Das verschafft dann einem zusätzlich wieder Finanzielle Luft,um bei mehr Strom bedarf das alles größer auszulegen.

    http://www.ginsterburg.de/t72f4-Die-wahre-Revolution-ist-die-Selbstversorgung.html

  6. Habnix sagt:

    Ob der Kollaps gewollt oder nicht gewollt,wenn alles klappt so wie ich mir das Vorstelle dann kann mir jede Regierung der Welt,mir mal den Buckel runter und wieder rauf rutschen.Noch besser wäre dann ein Zitat von: Götz von Berlichingen. 😀

  7. Andy sagt:

    voll auf den Punkt gebracht!! Diesmal kann ich nichts dagegen sagen. Ich war schon immer der Meinung dass die bessere Zukunft in der Bildung der Gesellschaft liegt. Und im Moment bildet der Staat und Das Geld die Gesellschaft. Habt ihr euch schon mal das Fernsehprogramm mal angeguckt? Wenn ich ein Mensch mit mittlerer Bildung das nicht mehr sehen kann, weil mein Verstand sich einfach weigert so etwas zu sehen, wie muss wohl die heutige Quotengesellschaft aussehen?

  8. Infoliner sagt:

    Ich denke, Ihr habt da einen Weg vergessen, meinen Weg, Staat los zu werden.
    Der Weg heißt Ignoranz. Er funktioniert ohne Jeden Widerstand, ohne jede Gewalt, ohne den Aufbau von Negativität usw. Allerdings kann man diesen Weg niemandem vorleben, das wäre ein Widerspruch in sich. Dahin kann man nur selbst finden. Nebeneffekte: Man hat Frieden, man kann die Dinge tun, die einem wichtig sind und man trägt einfach seinen Teil zur Verwandlung bei.

    • heikophilo sagt:

      Mir kommt dein Weg sehr ähnlich dem vor, was ich beschrieben habe, Infoliner. Lebe möglichst so, als gebe es den Staat gar nicht. Es wäre ja auch ziemlich falsch herum, wenn man ein glückliches Leben lebt, damit der Staat verschwindet. Nein, man führt ein gutes Leben, und das wird die Welt verwandeln. Ich denke halt, das es sinnvoll ist, darüber zu reden, was ein gutes Leben ist. So wie du das in deinem Kommentar auch getan hast. Schön, dass dein Weg dich hierher geleitet hat.

      • nl sagt:

        „Lebe möglichst so, als gebe es den Staat gar nicht.“

        Dann müsste man so tun als gebe es auch fwf nicht, denn ohne Staat gebe es auch kein fwf.

        Performativer Widerspruch in sich, wollte ich das hier Ernst nehmen.

        • heikophilo sagt:

          Gut gesehen, nl. Ich meine dennoch etwas Richtiges. Ich habe mich lange Zeit über den Staat aufgeregt. Es war mir überaus wichtig, dass der Staat verschwindet. Heute sind meine Ziele allgemeiner geworden. Mein moralischer Fortschritt, der meiner Bekannten, Glück und Frieden in meinem konkreten Leben. Zur „Werbung“ dafür gehört auch die Einsicht, dass der Staat ein Übel ist, aber es ist nicht mehr zentral, sondern eine Schlussfolgerung meiner allgemeineren Überlegungen. Ungefähr das wollte ich ausdrücken. Ist das nachvollziehbar?

  9. nl sagt:

    „Es gibt nach dieser Analyse keine Abkürzung zur freiwilligen Gesellschaft.“

    Diese „Analyse“ unterstellt, dass die Zukunft der Freiheit ohne Staat ausschließlich durch die Meinung der Bevölkerung bestimmt sei.

    Das ist sie natürlich nicht. Sie ist von ihrer Umgebung nur soweit abhängig, wie sie durch sie aktiv bedroht wird. Dies erklärt die Existenz von Einheiten wie Malta, Liechtenstein, Andorra und Gibraltar.

    • FwF-sandman sagt:

      Meiner Ansicht nach ist sie das, wenn sie dauerhaft bestand haben soll.

      • nl sagt:

        Nun, es ist einfach falsch. Die Meinung der Bevölkerung ist völlig wurscht, solange es nur eine Meinung ist, d.h. solange sie nichts unternimmt, um ihre Meinung in die Tat umzusetzen. Es ist die Meinung vieler Menschen mehr Geld haben zu wollen – das Geld anderer. Warum stehlen sie es dann nicht einfach? Weil es vermutlich teurer für sie wäre. Es lohnt sich nicht für diese Meinung aktiv zu werden. Und genauso ist das mit vielen Meinungen. Sie interessieren letztlich wie der berühmte Sack Reis.

        Nur die Meinungen, die aktive Unterstützung erfahren sind relevant. Deshalb lässt sich das Stehlen auch wunderbar durch Politik ausführen. Das geht doch viel einfacher im Sinne der Materialisten.

        Stünde dieses Hilfsmittel der Politik aber nicht bei Seite, dann würden die Materialisten sich gar nicht um ihre billige Meinung scheren.

        • FwF-sandman sagt:

          Lass uns im Forum darüber diskutieren und philosophieren. Die Kommentarfunktion hier ist für kurze Fragen und Antworten zu den Artikeln gedacht. Philosophieren wollen wir im Forum, damit auch neue Leser nicht die Lust verlieren.

  10. Marco sagt:

    Der Artikel erinnert mich, wenn er empfiehlt, mich mit meiner Kindheit auseinanderzusetzen, auch an die Pubertät. Was, wenn man gegen den Staat rebellieren müsste wie zu Zeiten der Pubertät, als sich der inzwischen mündig gewordene junge Erwachsene abzulösen versucht von der dauernden Bevormundung der Eltern (des Staates), um sich selbst zu verwirklichen und mehr Souveränität zu erlangen? Dazu müsste das Volk wie der junge Erwachsene aber erst einmal fähig sein, sein Können und seinen Sachverstand unter Beweis zu stellen. Solange der Staat den Eindruck hat, „mit denen kann mans ja machen“, solange ändert sich nichts. So gesehen scheinen wir Bürger ein Häufchen inhomogener Gefühlsdusel zu sein, die weder wissen, was sie glauben sollen, noch, was sie tun sollen – weit entfernt von einem gerichteten und selbstbewussten Handeln, das der Obrigkeit zeigen würde: „Haltet inne – wir wissen selbst, was gut für uns ist, und ihr liegt in Punkt A, B und E falsch!!“ Vermutlich hilft es am ehesten, der bevormundenden Elite eine Gegen-Elite entgegenzusetzen, eine freie Opposition, die die Elite kontrolliert und den Kurs wieder konform zum Willen der Bürger macht. Heraus käme wohl eine Doppel-Bevormundung, einmal von oben, einmal von der Basis ganz unten. Vielleicht würde das die Masse dazwischen wie kleine Magnete polarisieren, sodass sie ihren Weg und Ziel finden könnten.

  11. Ilja sagt:

    Mein Vorschlag für den Weg in die Freiheit ist die Schaffung staatsfreier Strukturen im Netz. Netzwerke wie Tor oder freenet können noch weitaus mehr liefern, nämlich eine komplettes staatsunabhängiges Rechtssystem.

    Die Mitglieder des Systems könnten dann zumindest untereinander all ihre Beziehungen ohne Staat regeln.

    Siehe ilja-schmelzer.de/network

  12. primavera sagt:

    An heikophilo
    Zu der Frage: „Wie wird man den Staat nun los?“ habe ich mir folgende Gedanken gemacht:
    „Ein Prophet gilt nirgends weniger als in seiner Vaterstadt und in seinem Hause.“ (Mt.13,57)
    Jesus war der Sohn eines Zimmermanns. Von ihm erwartete die Familie bzw. Gemeinschaft, dass er den Beruf des Vaters ausübt. Die Erwartungshaltung derer, die dich kennen, ist an deiner Rolle als Kind, Vater, Kollege etc. festgemacht. Also, sollte eine Veränderung in der Erwartungshaltung stattfinden, müssten wir uns alle verändern, d.h. in dem Fall: Wir müssen alle unsere Rollen neu definieren.
    ODER?

    LG primavera

    • heikophilo sagt:

      Ich verstehe wirklich nicht, worauf du hinaus willst.

      • primavera sagt:

        Sorry, heikophilo, mein Kommentar war zusammenhanglos!

        Ich habe mir Gedanken gemacht zu folgenden deiner Äußerungen:
        – „Ich bin auf emotionalen Widerstand gestoßen, wann immer ich das Thema, dass der Staat ein Übel ist und eines Tages aufgelöst werden muss, angeschnitten habe.“
        – „Wer ein Problem damit hat, sind Leute, mit denen man alltäglich zu tun hat.“
        Ich vermute, dass das, was du/ihr (Voluntaristen) im engsten Familien/Freundes/Kollegenkreis erlebt, „normal“ ist. Die, die dich kennen, erwarten von dir, dass du deine Rolle annimmst, so wie die Gesellschaft sie vorgibt.
        Ich möchte dir nur Mut machen mit dem Beispiel aus der Bibel.
        Jesus hat sich frei von der Tradition gemacht, den Beruf seines Vaters auszuüben, ist einem anderen „Ruf“ gefolgt, hat diejenigen seine Brüder genannt, die ihm folgten.

        Aber vielleicht ist das hier nicht der richtige Ort, dir das mitzuteilen. Ich bin noch unsicher!

        • heikophilo sagt:

          Doch, doch, primavera, das ist schon richtig hier!
          Danke für deine Ermutigung. Wie ich im Artikel schrieb, ist es „normal“ im Sinne von häufig, dass Leute von einem „Normalität“ erwarten. Als Philosoph muss ich diese Erwartungen leider oft enttäuschen, da meine Herren Vernunft, Fakten und die Wahrheit sind.
          Dass Tradition fortgesetzt werden soll, ist eine unbegründete Erwartung, und daher bindet sie mich nicht. Ich habe in meinem Leben mit einer Reihe von unbegründeten Traditionen gebrochen, und es hat mir gut getan. Ich kann es nur empfehlen, es in dieser Hinsicht der Jesusfigur aus der erwähnten Geschichte gleichzutun.

          • primavera sagt:

            Zuerst eine Anmerkung zu dem viel zitierten 4. Gebot: „Ehre deinen Vater und deine Mutter!“

            ->“Jemand sagte zu ihm (Jesus): „Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und möchten mit dir reden.“ Jesus entgegnete:“Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder?“ Und er streckte seine Hand über seine Jünger und sprach:“Seht meine Mutter und meine Brüder! Denn wer den Willen meines Vaters tut, der im Himmel ist, der ist mein Bruder, meine Schwester und meine Mutter.“ (MT 12,47 ff)
            Jesus hat das 4. Gebot in ein anderes Licht gerückt. Es gehört sehr viel mehr zum Vater- bzw. Muttersein als die Tatsache, das Kind gezeugt zu haben.
            Ehrenwert sind die Eltern, die ihr Kind nach Gottes Willen erziehen.
            Für mich ist Gott der Inbegriff der Liebe. Der Wille dieser Liebe ist: Leben wollen.
            Die Liebe will leben, will wachsen.
            Erziehen heißt: Groß ziehen, wachsen lassen.
            Wir Eltern haben die Aufgabe, Kinder in Liebe wachsen zu lassen.
            Nun sagst du, deine Herren seien die Vernunft, Fakten und die Weisheit.
            Wo verbirgt sich die Liebe?

  13. heikophilo sagt:

    Ich habe im Forum unter Philosophie ein Thema mit dem Titel:“Was ist Liebe?“ eröffnet.
    Die Kommentarfunktion zum Artikel ist nicht zum Diskutieren gedacht, und das Thema ist viel zu wichtig, als dass es hier am Ende übersehen wird. So lange scrollt kaum jemand runter. Daher: Schau doch bitte meine Antwort im Forum nach und dort können wir auch diskutieren, und andere haben hoffentlich was davon.

  14. Felix sagt:

    Revolution bedeutet ja auch sich im Kreis drehen. Daher bin ich auch für eine Evolution, für einen Fortschritt aus der Gewalt heraus in einen Altruismus und das bedeutet tatsächlich Bewußtseinsarbeit. Um beim Thema Staat zu bleiben und eine greifbare Lösung zu suchen: also eine Loslösung von der Machtzentrale befürworte ich stark, während eine machtlose Verwaltung höchstwahrscheinlich auch dann noch praktisch wäre. Wenn sich das Bewußtsein mit dem Selbsterwürgen der Finanzsysteme ausreichend gebildet hat, wäre es an der Zeit etwas in dieser Form (s.link) einzubringen: was meint ihr?
    http://vimeo.com/25605881

    • Heiko Cochius sagt:

      Felix, du scheinst ja auf ökonomische Fragen hinauszuwollen. Das hat mit meinem Artikel weniger zu tun. Wenn du Zinsen kritisch beleuchten willst, kannst du Stellung zu einem Podcast / Video / Artikel nehmen, der in Kürze rauskommt. Oder du machst eine Diskussion im Forum auf. Was ich bei einem kurzen Blick vom AK-GGG verstanden habe, Zinskritik, Grundeinkommen, zeigt mir ein mangelndes Verständnis von wirtschaftlichen Zusammenhängen. Hier ist noch viel Bewußtseinarbeit zu leisten.

      • nl sagt:

        theoretische wirtschaftliche Zusammenhänge interessieren 95 % aller Menschen nicht besonders bis gar nicht. Eine derartige „Bewußtseinarbeit“ ist Unfug.

  15. osswald sagt:

    Hört sich an wie das Manifest des libertären Clubs der FDP oder kommt das Konzept direkt aus den usA?

  16. Zef sagt:

    Wie wird man gewalttätige Herrschaftsmonster los?
    Theoretisch ganz einfach: durch Trennung (Sezession).

    Ohne Trennung sind Entwicklungen nicht möglich. Trennung ist nicht destruktiv, sondern produktiv. Die Schöpfungsgeschichte etwa beschreibt in anschaulichen Bilder, wie aus Chaos durch Trennungen etwas gestaltet wird.

    Da ich bei der Erziehung meiner Kinder ihr Selber-Sein im Sinn hatte, habe ich sie sukzessive von mir weg erzogen. Es gab trotzdem jedes Mal am Ende einen dicken Knall. Sendepause. Und es gab auch jedes Mal die Rückbewegung nunmehr erwachsener Kinder. Weder für die Eltern, noch für die Kinder ist das easy.

    Auf einen fetten Trennungsverhinderer möchte ich in unserem Zusammenhang hinweisen: Das ist die sog. „Identifikation mit dem Aggressor“. http://de.wikipedia.org/wiki/Identifikation_mit_dem_Aggressor
    Ich halte es für sehr wichtig, diesen Mechanismus im Grundsatz zu verstehen.

    Die Analytikerin Antia Eckstaedt (Nationalsozialismus in der ‚zweiten Generation‘, Psychoanalyse von Hörigkeitsverhältnissen) schrieb:

    „Wie das ‚Dritte Reich‘ gezeigt hat, ist es unter besonderen Umständen des Adressaten, des Empfängers, etwa seiner vorausgegangenen Demütigung, möglich, ihn beispielsweise auch als bereits geprägten Menschen unter dem großen Druck einer Verheißung oder einer Drohung zwingend zu verformen und ihn zu nötigen, etwas zu tun, was er unter anderen Umständen nicht getan hätte“

    Wenn ich mich nun schon als Kind mit dem Aggressor identifizieren musste, dann hat der Gewalt-Staat ein leichtes Spiel. Eine Trennung zum Selber-Sein hat dann uU nie stattgefunden. Zeigt sich solchen Menschen nun vielleicht im fortgeschrittenen Alter die Möglichkeit der Freiheit, so entsteht Schwindel, unbändige kindliche Angst. Das ist richtig heftig. Keine noch so brillante Vernunft steht einem da bei.

    Wohl aber dem, der in diesem „Reich des Todes“ (und das ist es wirklich) einen guten Freund antrifft. Noch besser, wenn dieser Freund auch den Ausgang kennt.

    Nur Mut zur Trennung!


    Angst ist der Schwindel der Freiheit
    Kierkegaard, Der Begriff Angst

    • sniko sagt:

      Sehr interessant, Zef (überhaupt verstehe ich in letzter Deine Beiträge besser ;)).
      Ich bin da ziemlich genau Deiner Meinung, sehe die Rolle der Eltern und der anderen sozialen Kontakte aber zusätzlich noch aus einer anderen Perspektive.
      Du hast gut beschrieben, wie Eltern zu Aggressoren werden können und damit zu Staatsgläubigkeit führen. Es reicht aber nicht, kein Aggressor zu sein. Der Mensch (besonders das Kind) braucht ein sicheres und liebevolles soziales Umfeld, um sich sicher zu fühlen. Hat er das nicht, sucht er sich den Ersatz dafür beim Staat.
      Schätze die relative Schwäche der Famlienbande in Deutschland ist auch auch Grund dafür, warum wir hier besonders staatsgläubige Weicheier sind 😉 Auch sonstige Beziehungen sind immer mehr beruflicher oder virtueller Art. Am Ende steht dann ein angsterfülltes zitterndes Etwas, das sich nur noch per Zugehörigkeit zur abstrakten Gruppe Staat bzw. Nation oder meinetwegen Fußballclubfangruppe zu definieren weiß. Und nur der Staat gibt ihm Sicherheit gegen all die schlimmen „Gefahren“ des Alltags bis hin zur Gefahrenabwehr gegen selbstständiges Denken.
      Hol den da mal raus – hoffnungslos…

  17. Guido sagt:

    Weltbesten Giko Wieder mal ein sehr guter Beitrag. Dankeschön ! Hier noch eine kurze Sichtweise von meiner Seite. Es gibt aus meiner Sicht nur eine Erfolgversprechende Methode zur Veränderung. ARBEITSLOSIGKEIT !! Dies können alle Menschen in einem System machen, unabhängig von einander und ohne Gefahr. Sicherlich bedeutet das auch Einschränkung aber keine Sache ist ohne Preis. Das System ist wie ein Parasit. Keine Fressen kein Überleben. Keine Einnahmen kein Geld, keine Macht. Die Macht des Staates in unserer heutigen Zeit ist nicht an Ehre, Würde oder Ideologie gebunden. Der einzige Grund warum der Polizist oder Soldat tätig wird ist Geld. Wenn dies nicht mehr da ist, ist Ihm das System auch egal !!!!! Eine Veränderung durch logisches Denken der Masse halte ich persönlich für ausgeschlossen. Wir müßen damit leben, dass ein großer Teil der Bevölkerung einfach dumm ist und auch dumm bleibt.

  18. Zef sagt:

    Das „An-sich“ der Freiheit ist: Freiheit, selbst zu wissen, dass man Freiheit ist. Hat man das erkannt, dann geht man SEINEN Weg – den Weg der FREIHEIT.

    Es ist ja nicht so, dass man erst den Staat loswerden müsste, um danach dann endlich vielleicht mal frei zu sein. Das wäre wahrlich eine Horror-Vision. Nein, man geht seinen Weg – sofort wenn man das Obige „erkannt“ hat.

    „Das ethische Individuum ERKENNT sich selbst, diese Erkenntnis aber ist keine Kontemplation, denn damit würde das Individuum nach seiner _Notwendigkeit bestimmt werden; sie ist eine Besinnung auf sich selbst, die selbst eine HANDLUNG ist, und deshalb habe ich statt „sich selbst erkennen“ mit Fleiß den Ausdruck „sich selbst WÄHLEN“ gebraucht.

    Indem also das Individuum sich selbst erkennt („wählt“), ist es nicht fertig, vielmehr ist diese Erkenntnis in hohem Maße FRUCHTBAR, und aus dieser Erkenntnis geht das wahre Individuum hervor“ (Kierkegaard) – das selber Freiheit ist, und seinen Weg der Freiheit, Fruchtbarkeit, Wertschöpfung geht.

    Kurz: Das Individuum wird quasi mit sich selbst geschwängert und gebiert sich selbst – als „Ancap“ im aller schönsten Sinne. Und wenn man sich jetzt noch vorstellt, dass sich Ancaps vereinen (das können die nämlich auch) …. 🙂


    Ich erschaffe mich nicht,
    ich wähle mich.

  19. Jordan sagt:

    Was ist mit Agorismus als Möglichkeit? Die gezielte Nutzung von Schwarzmärkten und Graumärkten. Man könnte nicht nur Kleinigkeiten selber machen, die dem Staat dann immerhin keine Steuern bringen, sondern auch möglichst die Sachen, die der Staat okkupiert hat. Wenn man dann Netzwerke bildet und dabei möglichst viele Leute sehen, dass es auch ohne Staat geht, die dann wiederum schwarz produzieren usw. würde das doch irgendwann zu einer Welle führen.

  20. […] kann dieser Weg mal als erfolgreich, mal als weniger erfolgreich eingeschätzt werden… weiterlesen (Quelle: 10.01.2014 – Freiwillig […]

  21. Granter sagt:

    Ich wage mal eine Gegenthese. Der Grund warum Heikos Argumente bei seinen Mitmenschen nicht ankamen war nicht, weil diese den Staat als Ersatzeltern sehen, sondern weil sie die Argumente nicht gut fanden.

    • heiko philo sagt:

      Es ist immer problematisch, wenn man – wie ich in dem Text – psychologisiert. Zuerst muss mal geklärt sein, ob die Weigerung eines Menschen, bestimmte Schlussfolgerungen zu akzeptieren, tatsächlich irrational ist. Diese Diskussion kann man zur Genüge woanders nachlesen, für meinen Artikel habe ich sie einfach mal vorausgesetzt.

  22. Habitat sagt:

    Vielleicht werdet ihr beim Individualanarchismus fündig (Stirner). Den Staat loszuwerden ist nicht so das Problem, die Reaktion zu überleben schon eher. 🙂

  23. heiko philo sagt:

    Ich mache schon mal Werbung für den vierten Teil der Serie „Die Bombe im Gehirn“, der erst demnächst erscheint. In ihm werden die Forschungsergebnisse erklärt, die die wissenschaftliche Grundlage für meine Empfehlungen in dem obigen Artikel bilden. Wer die Welt mit Argumenten zum Besseren verändern will, sollte sich mit diesen Fakten bekannt machen.

  24. Konrad Borst sagt:

    Ich beschränke mein Kommentar auf die Teile Ihres Postulates, die ich persönlich gut verstehe.
    Gandhi wollte zwar keinen Staat, aber er stärkte das Urvertrauen und die freiwillige Kooperation.
    Gute Wünsche, k Borst

  25. KayaLy sagt:

    Danke für diesen wunderbaren Artikel. Endlich scheint in Worte gefasst zu sein was ich mit meinen eigenen Eltern immer erlebe und respektive auch meine Unbeholfenheit wenn es darum geht mich auf meine eigenen Füsse zu stellen. Ich habe selbst Kinder und ich versuche sie so gut als möglich zu untersützen auf einem Weg zu einem freien Leben.

  26. H. van Kasteel sagt:

    Der französische Philosoph Louis Cattiaux (1904-1953) in “Die Wiedergefunde Botschaft” (Verlag Herder, Basel, 2010, S.70): «Wer Gott gefunden hat, weiss, dass die derzeitige Welt wie ein Stinkender Schlamm ist und dass die zukünftige Welt wie eine vollkommen gereinigte Erde sein wird.»

  27. Uwe sagt:

    Warum nicht einfach einen langen Generalstreik machen wo die Leute einfach zuhause bleiben um dem Staat keine angreifs Möglichkeiten zu bieten? Damit wäre der Streik Gewaltlos und friedlich und der Staat hat keine Einkommen mehr.
    Die Bevölkerung muß zusammenhalten und die Landwitschaft kann im Sinne der Permakultur betrieben werden damit genug für alle da ist.
    Außerdem plädiere ich für eine Welt ohne Geld, damit 1% der Superreichen auch nichts mehr bekommen und ihre Macht verlieren, denkt darüber nach, aber die Zeit drängt, wartet nicht zu lange sonst sind wir alle Sklaven der NWO.

  28. Prometheus sagt:

    Mit Passivität lässt sich das ganze nicht zu etwas verändern das wir uns alle wünschen … ich habe für mich eine Wahrheit gefunden die es in einem Satz auf den Punkt bringt; „Die Untätigkeit der vielen besiegelt die Macht der Wenigen!“.

    Und … ich war nicht untätig, der richtige Weg etwas zu ändern ist Rechtlicher Natur, und dieser Weg ist nicht in Deutschland möglich denn … „es hat keine Sinn gegen den Teufel zu Klagen wenn die Verhandlung in der Hölle stattfindet“ … also mache ich das jetzt aus dem Ausland (und lebe da auch jetzt). Um mir die Möglichkeit dazu zu erschaffen musste ich eine Firma Gründen (…Gerichtsstand) und meinen Status wechseln (von Juristischer Person zum lebenden Menschen) denn das Hauptproblem ist, das ihr Rechtlich „Sachen“ seid und damit das „System“ frei über euch hinweg entscheiden kann was es will … wenn aber eine Internationale Urkunde unter Hoheitsrecht einen neuen Status deklariert verlieren die „Sachgesetze“ ihre Gültigkeit … und damit erlangt ihr wieder volle Menschenrechte (auch für ne klage z.b. vor einem Menschenrechtsgerichtshof) …

    Hier mein Blog; https://prometheusmalta.wordpress.com/

    da könnt ihr weitere Infos lesen um hier jetzt nicht endlos die Seiten zu füllen ..
    lg … an alle die nicht aufgeben

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