Hallo Freunde,

heute melde ich mich mal wieder, es geht um das Thema: Veränderung

So klar wie es auf der Hand liegt ist es für manche nicht, aber wenn man etwas ändern möchte, dann muss man auch etwas anders machen. Wenn wir eine Veränderung möchten, dann dürfen wir nicht alles wie gehabt tun.

Wir müssen wieder kreativ werden und uns mit eigenen Ideen und Konzepten von der Bevormundung lösen. Ein paar Tips gebe ich bereits im Video, falls ihr auch noch Ideen habt, freue ich mich auf eure Kommentare.

lg Manuel

 

 

 

 

 

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Vielen Dank!

 

 

 

 

 

 

 

34 Responses to Wählen – Willst du etwas ändern, dann musst du etwas ändern!

  1. Martin sagt:

    Ich seh es auch so wie Manuel.
    Ihr kennt sicherlich alle den Film Matrix. Ich hab ihn lange Zeit als Metapher für den Staat gesehn – und mich gefühlt wie jemand, der weiß dass es die Matrix gibt, sie aber nicht verlassen kann. Also ziemlich Elend.
    Je mehr ich mich aber mit dieser Analogie beschäftigt hab, umso mehr wurde mir klar, dass das kein Zufall sein kann. Die Wachowskis wussten, was sie da tun (alles was nach der Matrix-Trilogie von ihnen kam wurde nicht umsonst unter „Anarchos Productions“ produziert)! Und in dem Film kommt einfach niemand vor, der die Matrix erkennt – aber trotzdem von ihr gefangen ist. Was will uns der Film also eigentlich sagen? Dass wir Neo sind. Und zwar jeder einzelne von uns. Jeder der von der Matrix weiß, kann sie auch verlassen. Und zwar – da bin ich ganz bei Manuel – nicht indem man nach den Regeln der Matrix spielt. Nur dass ich noch einen Schritt weiter gehe und euch sage: ihr könnt sie einfach brechen!

    Und wenn ihr immer den ersten Teil genial fandet und 2+3 relativ dünn. Dann schaut euch die Filme nochmal unter diesem Gesichtspunkt an. So oft, bis ihr es verinnerlicht habt. Ihr seid Neo! Schaut euch zwischendurch mal Fight Club an. Und dann wieder Matrix. Und dann bleibt nicht vor der Glotze hängen, sondern beherzigt das was Manuel sagt: Macht was! Etwas Anderes als bisher. Verändert etwas! Verändert einfach das, was euch unzufrieden macht. Nicht in der Welt da draußen. 0:32-0:34 „verändern kann man eh immer nur sich selbst“ Verändert es für euch. Oder auch mit Gandhi: Be the change you want to see in the world.

    Ich sag euch, wir haben so viel mehr Macht, als einfach nur „dem Staat die Unterstützung zu entziehen“. Jeder von euch kann ihn vom einen auf den anderen Moment ausschalten. Es bedarf einfach nur einer Entscheidung.

    Und ich meine damit nicht, dass ihr das Waffenprogramm ladet und dann fröhlich Agenten (Staatsdiener) ausschaltet. Bleibt integer, lebt nach euren eigenen Wertvorstellungen! Also (hoffentlich) gewaltfrei. Aber lebt euer Leben und schafft die Limitierungen der Matrix ab.
    Ihr sagt der Staat ist eine Religion und existiert nur in den Köpfen der Leute?
    Ich sage: Zwang ist nur eine Illusion und existiert nur in euren Köpfen.
    Und wie kommt man raus aus dem Kopf? Wie kommt man raus aus der Matrix? Indem man handelt. Indem man anders handelt als bisher. Außerhalb der eigenen Komfortzone.

  2. rote_pille sagt:

    Ich merke, wie ihr das Wählen als Aggression bezeichnet, also will ich dazu meine Meinung abgeben.
    Ich habe meine Beurteilung etwas geändert:
    Bis jetzt hielt ich es ebenfalls für eine unmoralische Handlung, die der Mittäterschaft an der Aggression durch die Regierung entspricht, nur eben in einem geringerem Ausmaß. Die Meinung habe ich geändert, als mir die Konsequenzen davon klar geworden sind. Wenn Wählen tatsächlich Aggression wäre, dann hätte man das Recht sie mit Gewalt abzuwehren. Für mich ein gutes Anzeichen, dass an der Theorie was nicht stimmen kann, denn schon die Vorstellung davon wie jemand so etwas in die Tat umsetzt ist nicht zu verdauen.
    Das Wählen ist jedoch keine Mittäterschaft an der Regierung. Es ist eher vergleichbar mit einem Aufruf zur Gewalt gegen Unschuldige, was natürlich auch asozial ist, aber eben nicht die Grenze zur unmoralischen Aggression überschreitet und natürlich kritisiert, aber nicht mit Gewalt abgewehrt werden darf – und zwar nicht nur, weil man dann Probleme mit dem Staat bekäme, sondern weil es falsch wäre das zu tun. Der Punkt ist: die Wähler haben es nicht in der Hand, dass ihre Aufrufe auch zu tatsächlichen Handlungen werden. Die Versprechen, die ihnen gemacht werden, sind schon so oft gebrochen worden, dass es schon total lächerlich ist. Sie sind nur da, damit ein Politiker die Illusion aufrechterhalten kann, das was er tut hätte irgendeine Legitimität. Sie betteln, aber sie befehlen nicht. Ein Vergleich mit einem Auftragsmord oder einem bezahlten Diebstahl kann nicht gemacht werden.
    Ein weiteres und noch besseres Argument: es gibt keinen prinzipiellen Unterschied zwischen der Abgabe eines Wahlzettels und der Aushändigung eines Zettel zu einer Privatperson auf dem steht: „Ich ermächtige dich hiermit dazu, gegen alle Personen in DE Aggression auszuüben“. Jedenfalls kann eine Person, die den Staat als unrechtmäßig sieht, nur einen Unterschied in der Menge, in der solche Zettel abgegeben werden, erkennen, aber nicht im Inhalt. Natürlich würde niemand behaupten: die Privatperson, die der anderen den Zettel mit der Erlaubnis zur Aggression gegegen hat, ist mitschuldig, wenn tatsächlich auch Aggression erfolgt. Das wäre Wahnsinn, da alle wissen, dass die 1. Person eine solche Erlaubnis gar nicht ausstellen kann, sondern nur eine Bitte oder eine Meinung dazu äußern kann, wie schön es wäre, wenn die 2. Person die Gewalt auch tatsächlich ausüben würde. Man könnte so ein Verhalten höchstens als impotent und hinterhältig bezeichnen, aber nicht mit Gewalt abwehren und auch keine Entschädigungen dafür verlangen. Da das politische Wählen im Grunde nichts anderes ist – nur, dass es tatsächlich Leute gibt die glauben, man könnte die Erlaubnis zur Aggression gegen andere überhaupt geben – kann man daraus folgern, das es keine Aggression darstellt.
    Das Wählen ist folglich nur ein Aufruf zur Gewalt, aber keine Aggression und deshalb auch nicht unmoralisch. Dennoch sollten Libertäre, die das NAP verbreiten wollen, nicht wählen gehen (sie würden ja auch nicht zur Gewalt gegen Unschuldige aufrufen), weil das heuchlerisch wäre und man so Werbung für die dunkle Seite macht.

  3. Libertarian sagt:

    „Wähler haben es nicht in der Hand, dass ihre Aufrufe auch zu tatsächlichen Handlungen werden“

    Das ist m.E. der entscheidende Punkt, den ich auch so sehe. Es gibt keine UNMITTELBARE bzw. direkte Folgewirkung /Handlung eines gewählten Politikers durch die Abgabe einer Stimme. Man könnte eher behaupten, dass man seine Stimme tatsächlich an jemanden abgibt, um nicht selbst reden zu müssen/wollen, damit man eben nicht auch die unmittelbare Verantwortung für sein Handeln übernehmen zu müssen. Es bleibt aber ein Blankoscheck, welcher durch den gewählten Politker in den nächsten vier Jahren BELIEBIG ausgefüllt werden kann (und auch gemacht wird).

  4. Martin sagt:

    Hier können wir gerne auch wieder die Subjektivität hochleben lassen =)

    Wo zieht ihr die Grenze, an der ihr die UNMITTELBARE Folgewirkung der Handlung (=Zwang/Mittäterschaft/…) als erfüllt anseht? FWF Team hab ich bisher auch immer so verstanden, dass sie schon „wählen gehen“ scheiße finden. Jetzt sagt ihr beide das seht ihr anders und ich vermute jetzt mal blindlings, dass ihr die Zwangshandlung / das Verbrechen (oder wie auch immer man es bezeichnen will) dann beim Politiker seht.
    Da geh ich dann zum Beispiel nicht mit und sage mit der analogen Argumentation der Politiker gibt auch nur seine Stimme ab. Das er das jetzt Gesetz nennt und nicht Wahlzettel, macht keinen Unterschied. Der Bürokrat in der Verwaltung ganz genauso. Letztendlich sind es dann Polizisten, die wirklich physische Gewalt anwenden. Erst denen würde ich einen Vorwurf machen, weil erst da sehe ich einen UNMITTELBAREN Verstoß gegen das NAP.
    Merkt ihr, wie subjektiv allein schon die Begriffsauslegung der „Aggression“ ist?

    Aber ich will auch nich den Thread damit kapern, weil ich die Aussage in Manuels Video dazu viel zu wichtig finde. Also schlage ich mal den Bogen zu „Du musst selbst etwas ändern…“ und sage: Ihr müsst garnicht den ganzen Staat oder die Politik oder gar die ganze Gesellschaft (Wählerschaft) ändern. Ihr habt im Normalfall grade mal 2 Polizisten gegenüberstehen. Es reicht vollkommen aus, die beiden Nasen davon zu überzeugen, dass sie euch schon erschießen müssen, damit ihr ihnen folgt. Und dass sie ganz allein die Verantwortung dafür tragen. Vor sich oder vor Gott oder vor dem Staat oder woran auch immer sie glauben.
    Und wenn ihr euch das zutraut … oder auch keine Angst vor dem Fall habt, dass es euch missglückt… Dann seid ihr auch in diesem Staat völlig frei. 🙂
    Alternativ könnt ihr natürlich auch versuchen, den Polizisten garnicht erst zu begegnen. Oder stärkere Waffen dabei zu haben. Oder mit anzahlmäßig mehr Anarchos unterwegs zu sein. Whatever ^^

    • rote_pille sagt:

      Wenn Sie mit mir diskutieren, dann haben Sie akzeptiert, dass unsere subjektiven Präferenzen und Gefühle nicht der Maßstab sind, an dem gemessen wird. Folglich fragen Sie mich nicht nach meinen Gefühlen, sondern geben Argumente, warum das so ist wie Sie denken. Objektivität. Deshalb gibt es auch in der PRG noch Gerichte – manche Fälle sind eben sehr komplex.
      Die Politiker sind immer noch die Leiter der kriminellen Organisation, und ihre Entscheidungsmacht ist real. Dadurch, dass sie ihre Operationen kontrollieren sind sie schuldig (ebenso wie die Leute, die direkten Einfluss auf die Politiker nehmen, wie z.B. Lobbyisten). Entscheidungen zum aggressiven Handeln zu treffen ist Aggression. Genauso wäre ein Manager verantwortlich wenn durch die Emissionen seines Unternehmens irgendein Fluss vergiftet würde, obwohl er keinen der Produktionsschritte ausgeführt hat, die dazu geführt haben.

      Die Kontrollmöglichkeit der Wähler hingegen ist imaginär. Es wird auf jeden Fall aggressiv gehandelt, egal was sie tun. Der Staat existiert auch ohne Regierung wenn nötig (siehe Belgien). Die haben nichts zu entscheiden. Sie können nur die Person(en) an der Spitze wechseln. Durch reines Nichtwählen können sie die Aggression auch nicht verhindern, sondern nur ein Zeichen setzen, dass sie sie ablehnen. Analog zu dem Beispiel mit dem Manager kann man sagen: die Kunden des Unternehmens, das den Fluss vergiftet hat, sind so etwas wie seine Wähler. Keiner käme auf die Idee sie zu verklagen, obwohl sie diese Produkte wahrscheinlich nur wegen dem niedrigen Preis eingekauft haben, der zustande kam, weil der Manager den Befehl gegeben hat auf Filter zu verzichten.

      Haben Sie das mit den Polizisten schon einmal selbst ausprobiert? Klar, dass die nicht sofort schießen würden. Dafür können die Sie zu zweit auch packen und einfach davonschleppen. Oder Sie mit Tasern oder Pfefferspray außer Gefecht setzen. Wie wollen Sie das verhindern, wenn Sie kein Schwergewichtsboxer sind?

      • rote_pille sagt:

        „Deshalb gibt es auch in der PRG noch Gerichte – manche Fälle sind eben sehr komplex.“ war im falschen Kontext, da fehlt noch davor:
        „Es ist nicht nötig, dass wir in der Lage sind in jedem Fall jegliche Subjektivität aus unseren Urteilen zu entfernen.

      • Martin sagt:

        „Ein weiteres und noch besseres Argument: es gibt keinen prinzipiellen Unterschied zwischen der Abgabe eines Wahlzettels und der Aushändigung eines Zettel zu einer Privatperson auf dem steht: „Ich ermächtige dich hiermit dazu, gegen alle Personen in DE Aggression auszuüben“. Jedenfalls kann eine Person, die den Staat als unrechtmäßig sieht, nur einen Unterschied in der Menge, in der solche Zettel abgegeben werden, erkennen, aber nicht im Inhalt. Natürlich würde niemand behaupten: die Privatperson, die der anderen den Zettel mit der Erlaubnis zur Aggression gegegen hat, ist mitschuldig, wenn tatsächlich auch Aggression erfolgt.“

        Ersetze mal in deinem eigenen Text Wahlzettel durch Gesetz (evtl noch Abgabe durch Erlass, dann klingts nicht so holprig).
        Du hast m.E. selbst das beste Argument geliefert, warum eben auch ein Politiker nicht als Aggressor anzusehen ist. Und auch ein Lobbyist nicht.
        Ist aber nicht sehr kongruent zu dem, was du später dann von dir gibst.

          • rote_pille sagt:

            Der Grund warum ich so skeptisch bin ist die Tatsache, dass es massive Gewalt bräuchte um einen überzeugten Wähler von seinen Taten abzuhalten. Wenn Sie sagen, Wählen ist ein Gewaltverbrechen, wären Sie auch bereit jemanden der vor der Wahlkabine laut sagt: „Ich werde xy wählen“ so zu behandeln wie einen Gewaltverbrecher?

          • Michael sagt:

            wegen was genau, bist du denn skeptisch?
            ich verstehe die frage nicht wirklich, wie kommst du darauf?

          • rote_pille sagt:

            Und noch was: wir sind auch inkonsistent, wenn wir von einer „Illusion der Mitbestimmung“ reden oder sagen, dass Wahlen nichts ändern (was ich wörtlich nehme und auch als bewiesen erachte), aber dem Wähler dann irgendeine moralische Verantwortung zuweisen. Wenn Wahlen nichts ändern, dann kann man das Wählen nur als würdelosen Akt der Unterwerfung bezeichnen oder als Gewaltaufruf, aber es nicht gleichsetzen mit Aggression.

            An Martin: tja, da könnten Sie Recht haben und ich wäre gezwungen mein eigenes Argument zurückzunehmen. Vielleicht ist es einfach falsch weil ich den institutionellen Rahmen vernachlässigt habe, in dem das Bedeutung hat? Dann bliebe nur noch der Hinweis darauf, dass es keinen Vertrag gibt. Ob das ausreicht? Andererseits, wenn der institutionelle Rahmen bedeutungslos und mein Argument richtig ist, dann habe ich tatsächlich alle möglichen Diktatoren entschuldigt. Hm, ich muss darüber noch einmal nachdenken. Wählen gehe ich auf jeden Fall nicht, egal was dabei rauskommt.

          • Michael sagt:

            tragen die wähler mitverantwortung, für die(schein)legitimität des staates?

            „Und noch was: wir sind auch inkonsistent, wenn wir von einer „Illusion der Mitbestimmung“ reden oder sagen, dass Wahlen nichts ändern (was ich wörtlich nehme und auch als bewiesen erachte), “
            menschen gehen wählen, weil sie zb mehr gerechtigkeit, freiheit… wollen.
            unter diesen gesichtspunkten, ändert wählen nichts.

        • rote_pille sagt:

          Nachtrag: Martin, Sie haben Recht, das Argument muss ich zurücknehmen, wegen dem institutionellen Rahmen, in dem diese Gesetzt Bedeutung haben. Was sagen Sie zu meiner Begründung weiter unten, dass es keinen expliziten Vertrag gibt?

          • Martin sagt:

            Ich bin nicht ganz sicher, ob ich den englischen Text richtig verstanden habe. Ich finde allerdings die Frage, ob zwischen Auftraggeber und Ausführendem ein Vertrag besteht unerheblich. Denn dieser kann ja nur zwischen den vertragsschließenden Parteien Wirkung entfalten. Für alle außenstehenden ist er irrelevant. Das ist ja das, was wir gerne mit den Worten „Verträge zu Lasten Dritter sind unzulässig“ beschreiben.
            Selbst bei einem Auftragsmord macht sich nur der Ausführende eines Verstoßes gegen das NAP schuldig. Dem Auftraggeber ist genau genommen nichts vorzuwerfen, so lange er sich nicht vorher vertraglich verpflichtet hat, Aufträge zum Morden zu unterlassen. (Zum Bsp. gegenüber seiner Versicherungsagentur oder durch freiwillige Anerkennung einer bestimmten Rechtsordnung, die das verbietet…)

          • rote_pille sagt:

            Schauen Sie mal hier für weitere Argumente:
            http://www.stephankinsella.com/2009/09/the-libertarian-approach-to-negligence-tort-and-strict-liability-wergeld-and-partial-wergeld/
            Ich würde die Anstifter und Befehlshaber nicht einfach so davonkommen lassen.

          • Martin sagt:

            Sry, aber mein Englisch ist nicht gut genug um mich jetzt wirklich intensiv mit diesem Text auseinandersetzen zu können.

            Aber ich kann es nochmal etwas drastischer formulieren, um meinen Standpunkt zu verdeutlichen:

            Selbst wenn A eine Waffe an den Kopf von B hält und sagt: „Wenn du C nicht erschossen hast bis ich bis 3 gezählt habe, leg ich dich um!“ ist trotzdem allein B dafür verantwortlich, ob er C erschießt oder nicht.
            Man kann die Verantwortung für eine Handlung immer nur beim Handelnden selbst suchen.

            Wenn B im o.g. Beispiel es nicht verantworten will, C zu ermorden, dann wird er es nicht tun.
            Wenn man lange genug drüber nachdenkt, fallen einem ja auch genug Handlungsoptionen ein, was er anstatt dessen tun könnte. Er könnte zum Beispiel zu A sagen: „Sobald du auch nur eine weitere Zahl nennst, schieß ich dir in den Fuß!“

          • rote_pille sagt:

            Wenn mir jemand eine Waffe an den Kopf halten oder drohen würde mich schwer zu verletzen, dann würde ich ohne schlechtes Gewissen jeden umbringen den er will. Ich habe keine Entscheidungsfreiheit, wenn ich auf die Art und Weise bedroht werde.

          • Martin sagt:

            Natürlich hast du – auch unter Bedrohung – nach wie vor die Entscheidungsfreiheit über deine Handlungen. Es fängt ja schon dabei an, ob man die Drohung ernst nimmt oder nicht. Für obiges Bsp.: A will also das C stirbt, aber sich selbst dabei die Finger nicht schmutzig machen. Naja dann wird er sich auch an mir die Finger nicht schmutzig machen… Zumal er damit in Bezug auf C noch keinen Schritt weiter ist. Könnte man sich als B sagen.

            Du schreibst, du würdest unter Bedrohung ohne schlechtes Gewissen jemanden ermorden? Dann bist du in diesem Punkt nicht besser als ein Staazi-Polizist. Und auch nicht besser als ein mordender Soldat oder en Nazi der ohne schlechtes Gewissen Juden vergast.
            Hey – die hatten alle bloß vor irgendeiner Drohung Angst. Und sie hatten nicht die Eier in der Hose, nach ihren eigenen Wertevorstellungen zu leben.

            Dir wäre deine eigene körperliche Unversehrtheit wichtiger als das Leben eines Unbeteiligten? Was unterscheidet dich dann noch von einem wilden Tier? Die knallen wir auch bedenkenlos ab, also wer sagt dass du etwas Besseres verdient hättest?

            Deine Handlung? Deine Verantwortung! Denn es ist unweigerlich Deine Entscheidung vorausgegangen.

          • rote_pille sagt:

            „Die hatten alle vor irgendwas Angst“ … das ist viel zu vereinfachend. Ich habe Angst um etwas, das mir zusteht, nämlich mein Leben und meine Gesundheit. Wenn jemand mich unter der Androhung das zu zerstören zwingt etwas zu machen, handle ich nicht freiwillig und bin auch NICHT verantwortlich. Der einzige Mörder ist der Typ, der die Waffe auf mich richtet. Kein Gericht der Welt und auch keine Religion würde mich dafür verurteilen. Genau deswegen sollten Sie überprüfen, wieso Ihre Moralvorstellungen von denen praktisch sämtlicher Menschen auf der Welt abweichen.
            Eine auf mich gerichtete Waffe nicht ernst zunehmen wäre ein Anzeichen von Wahnsinn, nichts anderes. Der, der mich bedroht könnte das auch machen, weil er ein Sadist ist, der sich noch zusätzlich an den Schmerzen aufgeilen möchte die er glaubt durch die Tat wegen meinem Gewissen hervorrufen zu können.
            Jemand würde, wenn er solche Drohungen nicht ernst nimmt, nicht „nach seinen Wertvorstellungen leben“ können sondern einfach umgebracht werden. Übrigens würde ich auch so nach meinen Wertvorstellungen leben, weil ich nicht für die Taten verantwortlich bin, zu denen man mich unter solchen Drohungen zwingt.
            Ich glaube Ihnen auch nicht, dass sie in so einer Lage anders handeln würden.
            Die Nazis usw. wurden nicht direkt bedroht und erst recht nicht mit so was. Sie haben ihren „Karriereweg“ gewählt und das Einzige was Ihnen hätte passieren können ist nicht befördert zu werden. Weder ihr Leben noch ihr Eigentum sind betroffen, weshalb man noch nicht mal von einer Drohung sprechen kann.
            Und ja, ich würde mein Leben nicht für das von anderen eintauschen. Auch Menschen haben einen Selbsterhaltungstrieb, der mit der Moral auch nicht in Konflikt gerät, solange die richtig ist.

    • Libertarian sagt:

      „Wo zieht ihr die Grenze, an der ihr die UNMITTELBARE Folgewirkung der Handlung (=Zwang/Mittäterschaft/…) als erfüllt anseht? FWF Team hab ich bisher auch immer so verstanden, dass sie schon „wählen gehen“ scheiße finden. Jetzt sagt ihr beide das seht ihr anders“

      Ich sehe das weiterhin nicht anders- finde Wählen trotzdem und weiterhin scheiße.

      „Da geh ich dann zum Beispiel nicht mit und sage mit der analogen Argumentation der Politiker gibt auch nur seine Stimme ab. Das er das jetzt Gesetz nennt und nicht Wahlzettel, macht keinen Unterschied“

      Doch- der Politker handelt und trifft Entscheidungen. Weder das Gesetzt noch der Wahlzettel tut das (sind eben keine Subjekte). Er kann keine Stimme an ein Gesetz abgeben, welches dann „handelt“- das können nur Menschen.

      Merkt ihr, wie subjektiv allein schon die Begriffsauslegung der „Aggression“ ist?

      Mir geht es eigentlich nur um die Aggression von Menschen gegen Menschen. Ob das jetzt subjektiv oder objektiv interpretiert wird is mir gleich…..

      • Libertarian sagt:

        „Doch- der Politker handelt und trifft KONKRETE Entscheidungen“ hätte es heißen sollen.

      • rote_pille sagt:

        Wir waren uns grad nicht einig ob das Wählen an sich auch schon Aggression ist. Ich versuche sicherheitshalber noch was zum Thema zu finden.

        • Libertarian sagt:

          Wenn ich jemandem eine Pistole ohne Auflage schenke, kann das alleine noch keine aggressive Handlung sein. Wenn der Empfänger dieser Pistole aber jemanden anderen gegen seinen Willen zu etwas zwingt- übt der Pistolenbesitzer unmittelbare Aggression aus.

          Der Pistolenschenker hingegen verhält sich erstmal völlig neutral. Sicher, er gibt dem Pistolenempfänger mehr Möglichkeiten zum Zwang, aber das alleine stellt noch keine aggressive Handlung dar.

          Vielleicht bin ich aber auch auf dem Holzweg… 🙂

          • Libertarian sagt:

            So hab ich auch immer fwf bisher auch immer im Bezug auf Wählen verstanden:
            Wer sich an einem System beteiligt, an dem jemand um deine Pistole (Stimme) bettelt, um damit für den Pistolengeber eine Zwanghandlung gegen andere Menschen auszuüben, beteiligt sich mittelbar an einer Aggression. Und somit an einem Gewaltverbrechen.
            (man könnte auch sagen, die gesetze sind die waffen und die Wählerstimmen die Munition)

  5. rote_pille sagt:

    Hier was Brauchbares (dem Rest des Artikels stimme ich aber nicht zu):
    „If the State is immoral, then does the individual voter violate the NAP when he or she participates in the voting process? One would think agency principles would apply, as they do in the private market. But the voting process does not include any type of contract; to make an implied contract would be devastating if similarly applied to the private market. I mean, would an individual who buys a stock in Walmart really consent to the bombing of Target (its arch enemy) if Walmart decided it was in the company’s best interest? Of course not. Thus, an implied contract can not be found. Accordingly, agency principles do not apply. “
    [ http://www.criticalthinkingisrequired.com/blog/voting-does-not-violate-the-nap-at-least-i-think-it-doesnt ]

    Das ist wohl der Punkt. Es gibt keinen Vertrag. Es ist wie eine Meinungsäußerung, mehr nicht. Da wird nichts vereinbart.

    Dennoch sind die Überlegungen von Martin eine gute Anregung. Wir konzentrieren die Verantwortung zu oft nur auf die Spitze, aber was wären die Diktatoren ohne die Leute, die bereit sind die Gewalt auch tatsächlich anzuwenden?

  6. KUNO sagt:

    Wer gegen das demokratische Wahlrecht ist, kann im günstigsten Fall für eine Diktatur sein. Im schlimmsten Fall für Anarchie. Diese herrscht aktuell in Syrien; weniger in Damaskus aber im übrigen Land.
    Wem das als erstrebenswert gilt, möge dort hingehen und hier Platz schaffen für die Fluchtliesel die gerade von dort kommen.

    • rote_pille sagt:

      Sie könnten sich auch mal so langsam an den Gedanken gewöhnen, dass wir Anarchisten SIND. Und stolz darauf. Der Grund, warum in Syrien diese Machtkämpfe stattfinden ist, dass alle glauben, dass es ok wäre wenn jemand sie beherrscht. Unter solchen Voraussetzungen führt der Zusammenbruch einer Regierung nicht zu einer anarchistischen Gesellschaft, die Bestand hat, sondern nur zu Machtkämpfen und einer neuen Regierung. Erst wenn ein nennenswerter Anteil der Bevölkerung sich bewusst ist, das es niemanden gibt, der das Recht hat sie zu beherrschen, finden diese Warlords nicht genügend Anhänger um den Widerstand zu brechen und in dem Fall wird es nicht soviele geben die es versuchen (und die die es versuchen werden nur dabei umkommen). Verstehen Sie, die einzigen Barrieren zur Veränderung sind in den Köpfen!

      • KUNO sagt:

        Ok.rote_Pille; jetzt weiß ich wenigtens in welcher Gedankenwelt Sie leben. Seit Jahren überlegte ich mir, was den Mann eigentlich umtreibt. Jetzt ist das auch klar.
        Meine Welt ist das nicht und ich gehe jede Wette ein, dass auch Sie schon in 10 oder 20 Jahren Ihre jetzige Meinung ändern werden.

    • Michael sagt:

      wer glaubt man könne rechte weitergeben, die man selber nicht hat, ist verrückt.

      und menschenfeindlich:


      Die Widerlegung des Staates: 4 Argumente gegen eine Regierung

  7. KUNO sagt:

    Nein, die Mehrzahl wird nur groß. Aber nicht erwachsen.

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