Wenn man den Begriff “Psychopath” liest, denkt man normalerweise an Hannibal Lecter oder Ted Bundy. Die meisten Psychopathen sind aber keine gewalttätigen Mörder. Im Gegenteil: Oft erscheinen sie für Außenstehende regelrecht hilfsbereit und unbedarft.

Psychopathen sind vor allem soziale Raubtiere, so wie es im Buch „Psychopath Free“ von Jackson MacKenzie (http://www.amazon.com/dp/0425279995/) beschrieben ist. Vollkommen gewissen- und bedenkenlos setzen sie Charme und Manipulation ein, um von anderen das zu bekommen, was sie wollen – von Familienmitgliedern, Freunden, dem Partner oder der Partnerin, von Sektenmitgliedern, Kollegen am Arbeitsplatz oder in der Politik. Ihre Grundsatzstrategie ist, ihre Persönlichkeit exakt so darzustellen, wie es sich ihre Opfer wünschen. Und sie können das verdammt gut.

 

Aber wenn sie nichts mehr benötigen, beginnen sie mit einem Verhalten, das ihre Opfer verrückt macht. Hier fünf Aussagen, die Psychopathen typischerweise dazu benutzen:

1. „Du überanalysierst / überbewertest / überinterpretierst alles / legst alles auf die Goldwaage.“

Selbstverständlich gibt es Menschen, die das wirklich tun. Der Unterschied zum Psychopathen ist aber, dass das Opfer im Nachhinein tatsächlich richtig lag. Ein Psychopath macht seine Opfer absichtlich unsicher und paranoid. Er flirtet beispielsweise öffentlich in den sozialen Medien mit seinem Ex-Partner. Wenn das Opfer ihn damit konfrontiert, kommt der Vorwurf, alles überzubewerten, obwohl sich später herausstellt, dass der Psychopath sein Opfer tatsächlich mit dem Ex-Partner betrogen hat. Psychopathen lassen ihre Opfer an ihren Sinnen zweifeln, indem sie sie dazu bringen, sich ständig ängstlich und unsicher zu fühlen, eben um ihnen anschließend vorzuwerfen, sich ständig ängstlich und unsicher zu fühlen.

2. „Ich hasse / habe keine Lust auf Dramas / Diskussionen.“

Psychopathen sagen, dass sie Dramas hassen, aber ihre Opfer werden schnell feststellen, dass Beziehungen zu ihnen das Dramatischste ist, was sie jemals erlebt haben. Psychopathen idealisieren zuerst ihre Opfer, indem sie ihnen vorspielen, dass die Beziehung zu ihnen so einfach und schön sei. Weil sie sich aber sehr schnell langweilen, ist das schnell vorbei. Sie sind krankhafte Lügner, Betrüger und spielen ständig die Opferrolle. In einer Beziehung, in der am Anfang alles einfach und schön war, werden sie ihr wahres Gesicht schnell zeigen und bei ihren Opfern große Verwirrung stiften. Jedes Mal wenn ihre Opfer ihre Bedenken oder ihren Frust ansprechen, werden sie sagen, dass sie keine Lust auf Dramas und Diskussionen haben. Sie sorgen dafür, dass sich ihr Opfer schlecht fühlt, weil es das Problem angesprochen hat, anstatt das Problem selbst zu besprechen.

3. „Du bist so empfindlich.“

Ein Psychopath erzeugt Gefühle in anderen Menschen. Das ist seine Hauptbeschäftigung. Nachdem er sein Opfer rund um die Uhr mit Lob und Schmeichelei überschüttet hat, ignoriert er es plötzlich tagelang und wartet ab, wie es darauf reagiert. Wenn sein Opfer schließlich reagiert, unterstellt er ihm emotionale Abhängigkeit. Er beleidigt sein Opfer, setzt es herab und kritisiert es – üblicherweise in einer provozierend-scherzenden Art und Weise – so lange bis es sich wehrt. Der Psychopath reagiert darauf mit Handlungen und Aussagen, die seinem Opfer das Gefühl geben sollen, verrückt zu sein. Psychopathen haben die Fähigkeit, äußerst ausgeglichene Menschen innerhalb weniger Wochen in ein nicht mehr wiederzuerkennendes Häuflein Elend aus Unsicherheiten und Selbstzweifel zu verwandeln.

4. „Du verstehst mich nicht.“

Selbstverständlich gibt es auch in gesunden Beziehungen häufig Missverständnisse. Psychopathen führen diese Missverständnisse allerdings mit voller Absicht herbei, um ihre Opfer zu provozieren. Wenn das Opfer schließlich reagiert, drehen Psychopathen den Spieß herum und beschuldigen ihre Opfer damit, sie nicht zu verstehen. Häufig leugnen sie sogar, dieses jemals gesagt zu haben. Etwas zu tun oder zu sagen, um anschließend zu behaupten, es wäre falsch verstanden worden oder hätte gar nicht erst stattgefunden, wird als „gaslighting“ bezeichnet. Fakt ist, dass das Opfer ganz genau verstanden hat, was der Psychopath gesagt oder getan hat und nur dazu gebracht werden soll, seine eigenen Sinne anzuzweifeln.

5. „Du bist verrückt / manisch-depressiv / eifersüchtig / verbittert / in mich verliebt.“

Diese Vorwürfe kommen, wenn sich die Beziehung schnell verschlechtert. Aus der Sicht eines Psychopathen sind alle Ex-Geliebten, Kollegen und Freunde verrückt, manisch-depressiv, eifersüchtig, verbittert oder in ihn verliebt. Oft bauen sie wieder Beziehungen zu Menschen auf, die sie zuvor zurückgewiesen haben und erzeugen Dreiecksbeziehungen, die ihre Opfer vollkommen verwirren und verunsichern. Daraufhin stecken sie ihre Opfer in die gleiche Schublade der “Verrückten” und schikanieren den nächsten, der ihren Weg kreuzt mit dem gleichen Wechselbad aus Idealisierung und Herabwürdigung.

Der Ausweg

Der einzige Ausweg ist: Keinerlei Kontakt! Keine Textnachrichten, keine Anrufe, keine E-Mails, nicht einmal eine Facebook-Freundschaft. Anderenfalls wird der Psychopath alles tun, was in seiner Macht steht, um sein Opfer verrückt zu machen. Die gute Nachricht lautet: Wenn ein Psychopath die Intuition seines Opfers in Frage stellt, ist das ein Zeichen dafür, dass die Intuition ein Problem für sie darstellt. Psychopathen versuchen alle Menschen psychologisch zu zerstören, die für das, was sie für ein normales Weltbild halten, eine Bedrohung darstellen. Wenn Psychopathen also damit beginnen, mit ihren Opfern Spielchen zu spielen, ist das ein deutliches Zeichen für die Fähigkeit des Opfers, zu erkennen, dass etwas mit dem Psychopathen nicht stimmt.

Produktion
InfokriegerBerlin

Übersetzung/Stimme
Peter Müller

Original:
Peace – 5 Things Sociopaths and Narcissists Say to Make You Feel Crazy
https://www.psychopathfree.com/showthread.php?42039-5-Things-Sociopaths-and-Narcissists-Say-to-Make-You-Feel-Crazy

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15 Responses to Beziehungen mit Psychopathen – fünf Anzeichen

  1. Frank Stolte sagt:

    Danke das ihr das zusammen getragen habt.

  2. ines sagt:

    ich fand eher, dass das auf narzissten (also schwere fälle von narzissmus) zutrifft. aber vlt überschneidet sich das auch.

    • Klartext123 sagt:

      Das überschneidet sich meiner Ansicht nach! Danke für die Zusammenfassung sage auch ich, denn ich hatte gerade so eine Begegnung der 3.Art. Lol. Gott sein Dank vorbei!

    • Svenson sagt:

      ASP – Antisoziale Persönlichkeiten, die man Psychopathen nennt, unterscheiden sich tatsächlich von Narzissten daher, das ihre Störung oft nicht direkt von Kindheitserfahrungen ausgelöst sondern scheinbar angeboren ist. Im Frontallappen, Amydhala, Stammhirn, anderes Dopamin-System (was bis zu 200 mal geiler und süchtiger ist nach Erfolg, Befriedigung, Bestätigung, Macht – und Ego-Kicks) . Sie haben quasi ein völlig anderes Gehirn und eine völlig andere DNA als der „normale“ Mensch. Psychologisch gelten sie als die extremste Form Narzissmus, doch Narzissmus ist immer Kindheitsbezogen aufgrund Erfahrungen in der Kindheit. Natürlich hilft eine gute Erziehung, das gewisse Dinge sich nicht so stark entwickeln. Wobei es eher so aussieht, das die Umgebung, Eltern, Kindheit, Schule, Förderung einzig entscheiden, ob man ein grober gewaltätiger chaotisch krimmineller Psychopath oder ein angepasster Soziopath wird, mit tollen Leistungen in Sport, Schule, Uni, Beruf, bei Frauen, Sexpartnern etc..

  3. Ingeborg Volkmann sagt:

    Ich habe es erlebt und jede Form der Schilderung entspricht der Wahrheit,nur macht man sich das viel zu selten klar und oft zu spät. Dann ist das Erwachen grausam und wenn man glaubt zu lieben ist es eine bittere Erkenntnis. Ich kann nur sagen, Vorsicht bei zu viel Schmeichelei!

  4. Gerhard sagt:

    naja… also wenn das die Charakteristika eines Psychopathen sein sollte, dann ist jeder zweite, Mann wie Frau ein solcher. Solche Anzeichen finden sich in jeder sich dem Ende neigenden Beziehung, finde ich also sehr übertrieben, dass dies hier so verallgemeinert wird.

    • rote_pille sagt:

      Ja da haben Sie Recht. Und dann ist man auch nicht in der Lage, so etwas objektiv zu beurteilen.

    • Svenson sagt:

      leider Gottes sagt man inzwischen das ca 10 – 20 % aller Menschen Soziopathen sind, die angepasste und intelligente Form Psychopath. Psychopathen sind oft primitiv, kriminell, man sagt sogar das 50% aller Schwerverbrecher, und 100% aller Triebtäter Psychopathen sind.. es ist erschreckend. Uns fällt es schwer zu akzeptieren, das es echt solche Menschen gibt, die kein Gewissen, Mitgefühl, Skrupel, Mitleid haben. Ihr anderes Gehirn, Genetik lässt ihnen keine Wahl, es ist ihre Natur, ein egoistsiches manipulierendes Raubtier und Reptil zu sein.. Man sagt auch, das von 20 Chefs mindestens 1 bis 2 Chefs Soziopathen sind, die extreme Form Narzissmus, die nicht heilbar ist. da solche Menschen keine Fähigkeit im Hirn haben, Schuld oder Fehler bei sich zu sehen, zu erkennne. Es können es einfach nicht, und können nur egoistische Absichtne und Ziele verfolgen, in purer Zweckdienlichkeit, und Lüge, Manipulation, Ausnutzerei, Stress, Psychospiele… wir sähen gerne, wie im Märchen, das selbst im bösen doch noch ein gutes Herz schlägt, doch leider, trifft das bei Soziopathen nicht zu, sie kennen nur ihre eigenen Ziele, Absichten, und dulden keinen Widerspruch, Schwäche bei anderen und sich. Selbst wenn die meisten sich anpassen und oft besonders! anständig, charmant, sauber, gut gekleidet wirken, mit Kindern, Garten, Haus, Familie, um nicht aufzufallen oder bemerkt zu werden..

      • Svenson sagt:

        wobei einschränkung. nur ca. 6 – 8% der Menschen diese Merkmale entwickelt haben (20% haben latente psychopathische narzisstische Merkmale wie in diesem Stromversuch immer wieder bewiesen oft, die jedoch nur unter gewissen Umständen aktiv werden) und nur ca 1-2 % wirkliche Reptilien sind, die wirklich nur eiskalte Sadisten sind, im pathologischen Sinne wo jede Therapie sinnlos ist….. natürlich haben alle Kriminellen mit psychopathischen Merkmalen eine schwere Kindheit, doch im Falle von Soziopathen trifft das nachweißlich nicht zu da eben solche Kinder eigentlich oft sehr gute Kindheiten haben.. Charisma kommt übrigens aus dem griechischen und heißt Gabe. Charismatische Menschen müssen nicht direkt Soziopathen sein, sie können auch Musiker sein, Liebhaber, Helfer, Heiler…

    • Svenson sagt:

      die Ironie ist, das im Grunde Soziopathen oft unserer sexuellen Wunschvorstellung von Männern oder Frauen entsprechen. Muskulöse, durchsetzungs und willenstarke Männer, die sich nicht beirren lassen von anderen, oder Gefühlen, Einwänden, gut aussehend, hochintelligent, immer gut gekleidet, charmant, listig, charismatisch, überaus sexuell, schmeichelhaft, überlegen, dominant….

      • Svenson sagt:

        und vor allen Dinge, unheimlich vertrauenserweckend. Deswegen schaffen sie es auch durch ihre Spielerei, bei Männern, eine Frau nach der anderne zu knacken, die tollsten Frauen anzuziehen, die alles für sie machen. Oder Chefärzte zu sein, überhaupt Chefs..die von allem beliebt sind oberflächlich während sie paradoxer den Mitarbeitern das Leben zur Hölle machen sogar.., oder Gurus, Sektenführer, auch Schauspieler sogar, Militärführer, charismatische Politiker etc… Frauen verzeihen solchen Männern einfach fast alles sehr schnell und lassen sich freiwillig abhängig machen von ihnen und eher sich selbst schuldig fühlen noch, was dann noch ausgenutzt wird, um noch mehr zu kontrollieren.. weil sie solche Männer unbewusst total toll und sexy finden, oder glauben sie könnten ihnen helfen da sie auch auch in Wahrheit gut sind…und mit Sex, Geld, Prestige, Schmeicheln, Manieren klappt das auch meistens. Es ist eiMissverständnis, das Soziopathen brutale Triebtäter sind oder direkt Hannibal Lekters sind, im Gegenteil sogar…die Dimension für die heutige Gesellschaft ist katastrophal, wenn man sieht, das natürlich Geld, Macht, Kriminalität, Medien, Militär, Politik, Banken solche Menschen förmlich anzieht… doch selbst der kleine Haustyrann, der Patriarch kann solche Merkmale tragen, wenn gleich man echt unterscheiden muss zwischen narzisstischer Störung, falschen Geschlechtervorstellungen von Rollenverhalten. Mein Opa hatte klare Vorstellungen, was Frauen zu machen hatten, und das war Gesetz, das musste so sein. doch er war mit Sicherheit kein Psychopath… Und Psychopathen/Soziopathen, empfinden beim Anblick von Leiden, Schmerzen, Schwäche, Niederlage kein Mitgefühl Mitleid wie die meisten Menschen da sie ebenfalls nur schwach ausgebildete Spiegelneuronen haben. Sie empfinden da sogar eher sadistischen Genuss, Befriedigung, Genugtuung, Spaß, Freiheit, Lust dabei, oder pure Verachtung und Spott…. also, die Idee, von einer psychologischen Makken ist falsch, solche Menschen sind tatsächlich keine Menschen im üblichen Sinne….

  5. Streber sagt:

    So gesehen, ist ein Mobber (der Mobbing innerhalb einer Gruppe startet) eigentlich auch Psychopath, oder?

  6. Mutter193 sagt:

    Ich konnte das abartige Verhalten eines verschwägerten Verwandten lange nicht definieren können. aber nach diesen Video, war es mir klar zu welcher Kategorie er gehört. Leider fühle mich zu schwach allein für meine Tochter als Opfer zu kämpfen. Wer kann mir helfen, gibt es irgend eine Organisation und Selbsthilfegruppen?
    Meine Tochter ist so manipuliert, das sie absolut aus Angst nicht klar denken kann
    und vergöttert der Mann, der ihre Familie auseinander gerissen hat. Sehr traurig….

  7. Mutter193 sagt:

    Wer kann mir helfen ? Meine Tochter ist verheiratet mit einen Psychopathen und seit dem wesensverändert. Er hat sie von uns alle isoliert und kann ntroliert jeder ihr Schritt, schreibt uns mit ihr Telefon drohmails von ihren Namen.
    Ich suche dringend Hilfe – eine Organisation oder Selbsthilfegruppe
    Danke!

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