von Philipp A. Mende

Ich frage mich, wie man als „Libertärer“ die Tatsache vollkommen ausblenden kann, dass vor dem Hintergrund der wohlgemerkt selektiven „Einwanderung“ in die BRD – denn als hochqualifizierter Chinese beispielsweise kannst du lange darauf warten – das „freie Bewegen” auf der Basis von Zwang und der Androhung von Gewalt von vollkommen unschuldigen Menschen bezahlt werden muss. Ja, jede Zwangsabgabe ist falsch, richtig. Das relativiert aber überhaupt nichts. Es ist interessant, dass eine sog. „reine Lehre” (die unter Freiheitsfreunden sicherlich von beinahe jedem verinnerlicht wurde) auf das prinzip-iell natürliche, freie Bewegen bis zum St. Nimmerleinstag angewandt wird, aber urplötzlich und mit einem Schlag das „Ja, gerne, aber bitte auf eigene Kosten“ völlig belanglos wurde bzw. hinsichtlich der Zwangsfinanzierung dieses „freien Bewegens“ ausgeblendet oder relativiert wird, manchmal getreu dem Motto: „Naja, es wird ja bereits so viel zwangsfinanziert, dann ist diese Zwangsfinanzierung auch schon egal.“ Dumm nur, dass letztere Zwangsfinanzierung der ganzen, vom Staat initiierten, „freien Bewegung“ voraus (!) geht. Und dumm auch, dass letztere Zwangsfinanzierung so teuer ist, dass laut diverser Hochrechnungen jeder Deutsche bis zu 100.000 Schulden angehäuft haben wird (selbst die, die noch gar nicht geboren sind). Interessiert sich eigentlich auch jemand für die ökonomische Situation nachfolgender Generationen, von der gesellschaftlich-kulturellen Entwicklung einmal ganz zu schweigen?

Das heißt, wenn die „libertäre Denke“ schon von jemandem „verletzt“ oder inkonsequent gehandhabt wird, dann doch von denjenigen, die BIS zum Zeitpunkt der kulturellen Zwangsvereinigung richtigerweise tönten: „Ja, mache ein jeder, was er wolle, aber nicht zu Lasten Dritter, komme also ein jeder selbst oder auf Basis freiwilliger Spenden für seinen Lebensunterhalt auf.“ Doch AB Zeitpunkt der kulturellen Zwangsvereinigung heißt es fälschlicherweise urplötzlich: „Ja, möge ein jeder sich frei niederlassen, ungeachtet des Umstandes, unter welchen Prämissen diese Niederlassung und Verpflegung finanziert wird.“ Nicht selten werden begründete kritische Stimmen, logische Prognosen anhand de facto bereits existierender Vorkommnisse und Zustände mit dem (auch hier prinzipiell natürlich richtigen) Argument ignoriert, indem die Frage gestellt wird, ob sich Menschen, die niemandem etwas getan haben, frei bewegen dürfen sollten. Und ja, auch hier gilt selbstverständlich: N a t ü r l i c h dürfen sie das. Ignoriert wird der Umstand, dass sie ab dem Moment, wo sie zwar angerückt sind, jedoch nicht auf eigene Kosten leben, eben sehr wohl jemandem „etwas tun“, indem durch immer weiter ausufernde Kapitalenteignung via „Steuererhebung“ Menschen, die umgedreht den „frei Beweglichen“ nichts getan haben (so wird ein Schuh daraus!), genötigt, erpresst und letztlich ausgeraubt werden. Punkt. Ich bin selbst Auswanderer (und auf gewisse Weise „Flüchtling“) und könnte mich nach jenem Argument hinstellen und sagen: „Ich habe keinem Chinesen irgendetwas getan. Demzufolge darf ich mich in China niederlassen und aushalten lassen. Und wenn deshalb einer aufmuckt, ist er ein böser Unterdrücker, der mich an meiner Bewegungsfreiheit hindern will und für Grenzen ist!“ Auf beiden Seiten handelt es sich um politische Opfer. Jedoch scheinen die einen doch irgendwie gleicher zu sein als die anderen.

Nebensächlich scheint für diese – wie ich sie nenne – Art „Neomoralismus“ der Fakt, dass die Zwangsbezahlung in vielen Fällen eben auch dazu führt, dass ihrerseits vollkommen unschuldige Menschen (Zwangsfinanzierer) aus ihrer eigenen Heimat flüchten müssen, sofern sie – exakt wie die Neuankömmlinge in Deutschland – zu etwas kommen wollen (allein in meiner Familie und meinem Freundeskreis bisher fünf Fälle, inkl. mir. Wir sehen uns nur noch ein- bis zweimal pro Jahr, wenn überhaupt). Kapiert man das womöglich tatsächlich nur als produktiver Leistungsträger? (Anmerkung am Rande ohne Anspruch auf generelle Repräsentativität: Ich persönlich mache die Erfahrung, dass sich v.a. selbstständige und etwas er-wirtschafende Libertäre tendenziell gegen eine Hau-ruck-Zwangsvereinigung aussprechen, arbeitslose oder ihrerseits vom Staat abhängige Libertäre hingegen tendenziell dafür.)

Warum wird jener Umstand hartnäckig und konsequent verschwiegen? Sind es dogmatische Gründe? Oder doch nur aus Naivität? In jedem Falle wurde sich heillos verheddert. Warum steht das angebliche „Naturrecht“, sich frei bewegen zu dürfen, über dem angeblichen „Naturrecht“, in Ruhe gelassen zu werden? Wenn eine Situation an sich moralisch falsch ist (Zwangsstaat), wird sie nicht dadurch relativiert, noch mehr moralisch Falsches zusätzlich beizumischen. Ja, Politiker haben diese gewaltige Misere – wie jede dieses Ausmaßes – zu verantworten, da sie seit jeher und gegen jede Ethik schalten und walten „dürfen“, wie sie gerade lustig sind. Das ändert aber nichts an den Konsequenzen, die wie immer Unschuldige ausbaden müssen. Und zu diesen Unschuldigen zählen eben nicht nur die Menschen, die unter falschen Versprechen angelockt wurden, sondern auch jene, die für falsche Versprechen zahlen, zahlen und noch mehr zahlen müssen.

Es ist meines Erachtens jedenfalls ein Unding, immer wieder – unter Weglassen der kompletten Wahrheit – einseitig auf einen Aspekt einer „Lehre” hinzudeuten, welchen, a) wie gesagt, jeder prinzipiell genauso sieht und um sich b) im Endeffekt (unterschwellig) moralisch überlegen gerieren zu können. Wieso diese Überlegenheit nicht besteht, verdeutlicht sich anhand eines wunderbaren Roland-Baader-Zitates:

„Es ist nicht moralisch, auf Kosten anderer zu leben und das auch noch als ‚Anspruch‘ oder ‚Recht‘ zu verstehen [Gilt aber, wie gesagt, offenbar nicht mehr in der aktuellen Situation; diese „Logik“ müsste mir noch sinnvoll dargelegt werden, auch bezüglich der weiteren Punkte, die Baader im Folgenden aufführt. – Anm. von mir]; es ist nicht moralisch, dem einen unter Zwang etwas wegzunehmen, um es einem anderen zu geben und damit sein Wohlwollen kaufen zu können (Stimmenkauf); es ist nicht moralisch, unter Zwang etwas vom eigenen Einkommen oder Vermögen abzugeben und zu glauben, dies sei eine ‚karitative‘ Leistung; es ist nicht moralisch, vermittels der Macht monopolistischer Syndikate (Gewerkschaften) sein eigenes Einkommen auf Kosten der Einkommen, Erträge und Arbeitsplätze anderer in die Höhe zu treiben; es ist nicht moralisch, auf Kosten der Arbeitsleistung und der Ersparnisse anderer studieren, wohnen, arbeiten oder nicht arbeiten, krank feiern oder krank sein zu können; es ist nicht moralisch, andere für den eigenen Lebensabend versorgen und bezahlen zu lassen; es ist nicht moralisch, den einen aufgrund ihrer ‚höheren Leistungsfähigkeit‘ mehr wegzunehmen als anderen (progressive Steuer) – und dies auch noch für gerecht zu halten; es ist nicht moralisch, sich Güter und Dienste vom Staat auf Kosten anderer und auf Kosten künftiger Generationen geben zu lassen – oder dies einzufordern; es ist nicht moralisch, jemanden zu zwingen, anderen etwas angeblich oder tatsächlich ‚Gutes‘ zu tun; es ist nicht moralisch, andere für eigenes Unglück oder eigenes Versagen oder eigene Nachlässigkeit verantwortlich und haftbar zu machen; es ist nicht moralisch, Gleichheit und Gerechtigkeit nicht als Gleichheit vor dem Recht zu fordern, sondern aus Gründen des Neides und der Missgunst, der Habgier und der Bequemlichkeit. Alles das ist nicht moralisch, sondern unmoralisch. (…)“

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20 Responses to Über Neomoralismus oder: Wie man politische Opfer einander abwägt

  1. isomorph sagt:

    FRESHTALK #4 mit Stefan Blankertz, Meikel White, Klaus Heck und Karl
    Es werden freiheitliche Lösungen für die Flüchtlingskrise aufgezeigt und warum es nichts freiheitliches an Staatsgrenzen gibt.
    Viel Spaß beim hören … Freiheit rockt!

    https://www.youtube.com/watch?v=eXmOI-vimHo

  2. rote_pille sagt:

    Das verstehe ich jetzt nicht. Ich kenne keinen Libertären, der die heutige Einwanderungspolitik nicht kritisiert, und bei der Kritik geht es IMMER um die Finanzierung des Aufenthalts (nicht des freien Bewegens) der Asylanten. Dass die Politik über die Möglichkeit die Mittel zu kürzen oder zu streichen überhaupt kein Wort verliert, sondern nur eine Scheindebatte über offene oder geschlossene Grenzen führt, ist eine andere Geschichte.

  3. Andersdenkender sagt:

    Philipp,

    Weil es einen (Sozial)Staat gibt, so argumentierst du, kann man keine libertäre Position der Bewegungsfreiheit fordern sondern muss den Staat zu weiteren Maßnahmen ermächtigen.

    Damit bist du reaktionär und verkaufst die libertären Ideale an den Etatismus. Du sitzt somit mit allen anderen Etatisten im gleichen Boot und ich frage mich, warum FWF dir die Möglichkeit gewährt, deinen „Etatismus durch die Hintertür“ unter dem Deckmantel des Libertarismus zu propagieren.

    Du bist ein geistiges Opfer der Interventionsspirale. Weil der Staat aufgrund seiner Strukturen ein Problem verursacht, soll der Staat als Retter dieses lösen. Damit beweist du, dass du dich nicht von Ideologien löst sondern dich in sie hineinbegibst, sobald die Realpolitik zu Problemen führt, die dich emotional bewegen.

    Deine Argumentation verschmelzt zwei Punkte die auseinander zu halten sind; 1. Die Bewegungsfreiheit, 2. Zwangsfinanzierung.

    Du machst daraus einen gemeinsamen Punkt und das ist unlauter.

    • Apo sagt:

      Werter „Andersdenkender”,

      ich kenne all die unsäglichen Vorwürfe in- und auswendig und sie ringen mir nicht mehr als ein müdes Lächeln ab. Da ich nicht mit einem Wort irgendwo den Staat um etwas bitte, sondern auf einer rein ethischen Grundlage argumentiere, gehen sämtliche roboterartigen Beschuldigungen ins Leere.

      Und nein, die von Ihnen angesprochenen Punkte sind nicht auseinanderzuhalten. Ist die „Bewegungsfreiheit” nämlich zwangsfinanziert, ist sie ethisch abzulehnen. Kein Zweck heiligt Zwang, auch keine (grundsätzliche) Bewegungsfreiheit. Ich habe jedes Recht, mich frei zu bewegen, aber kein Recht der Welt, diese Bewegung zwangsfinanzieren zu lassen, ungeachtet der Umstände. Ebenso ist auch ein zwangsfinanzierter Aufenthalt ehtisch abzulehnen. Dieser Fakt ist nicht zu widerlegen. Am besten, Sie lesen den Artikel nochmal in Ruhe, doch diesmal ohne irgendwelche Forderungen und Bitten zu implizieren, die überhaupt nicht enthalten sind.

      MfG

      • rote_pille sagt:

        Freiheiten können überhaupt nicht zwangsfinanziert werden, das wäre schon ein Widerspruch in sich. Nicht die Bewegungsfreiheit ist zwangsfinanziert, sondern der Aufenthalt, mit dem die Bewegungsfreiheit absolut nichts zu tun hat. Geschäftsmänner und Touristen reisen auch in andere Länder, und es ist jedem klar, dass das nichts mit den im Land gewährten Sozialleistungen zu tun hat. Zünden Sie bitte keine Nebelkerzen.

        • Apo sagt:

          Werte rote Pille,

          es hat schon seinen Grund, warum „Bewegungsfreiheit” im ersten Post in Anführungszeichen steht. Die Behauptung, „Bewegungsfreiheit” von heutigen „Flüchtlingen” sei nicht zwangsfinanziert, wurde und wird durch tägliches, „kostenloses” Bus- und Bahnfahren bereits abertausendfach widerlegt. Da nützt leider auch kein Nebenschauplatz in Form des Verweises auf Menschen, die sehr wohl eigenverantwortlich handeln.

          Es bleibt bei blanker Theorie vs. doofer Realität.

          MfG

          • rote_pille sagt:

            Anstatt Bewegungsfreiheit in Anführungszeichen zu setzen und damit (absichtlich?) Missverständnisse hervorzurufen, verwenden Sie doch den richtigen Begriff: Versorgung während des Aufenthalts oder Bezahlung des Transports. Dann werden sie nämlich sofort merken, dass kein Libertärer je so etwas gefordert hat, was ihre ganzen Beiträge sinnlos macht, und den Artikel selbstverständlich auch. Jeder Libertäre ist dagegen, dass jemand auf fremde Kosten transportiert wird. So was fällt nicht unter die Definition von Bewegungsfreiheit. Bewegungsfreiheit ist die Abwesenheit von Zwängen, die jemanden daran hindern sich zu bewegen – dass man dabei nicht auf fremdes Eigentum zugreifen kann ist selbstverständlich kein Zwang.

          • Apo sagt:

            Wie lange sollen diese Sprachspielchen und Ablenkungsszenarien noch gehen? Werte Pille, aus dem Umstand, dass Sie vermutlich der Einzige hier sind, der glaubt, ein „Missverständnis” „aufgedeckt” zu haben, leitet sich deswegen noch lange keine Tatsache ab. Wir werden hier wohl auf keinen grünen Zweig kommen. Es ist sinnlos, sofern sich ausschließlich hinter einer blanken Theorie verbarrikadiert wird und die Realität mit mannigfaltigen (!) Ursachen und Wirkungen relativiert, ausgeblendet oder einseitig hervorgehoben wird. Es ist vor dem Hintergrund der objektiv und de facto bestehenden Realität völlig belanglos, wofür oder wogegen „jeder Libertäre ist” oder was „kein Libertärer gefordert hat”, wenn die Realität faktisch in der finanziellen Erpressung Unschuldiger besteht, was anhand von „Flüchtlingen”, die nicht (!) auf eigene Kosten reisen und leben, der Fall ist, und wenn man sich deswegen auf den Kopf stellt. Diese Tatsache ist evident. Sie wird auch nicht dadurch unwahr, da Staaten dafür verantwortlich sind.

            Wohl kein Mensch hat irgendetwas gegen freiwillige Hilfe, welche ohne Staat wesentlich breitflächiger ausfallen würde. Es ändert aber nichts daran, dass ein Mensch – vollkommen egal, woher er kommt und wie unendlich frei er sich an und für sich auch immer bewegen dürfen mag – unethisch handelt, wenn er meint, ein „Recht” auf anderer Menschen Geld (und damit Arbeitskraft) zu haben, als Resultat (!) seiner Bewegungsfreiheit.

            Es besteht ein großes Dilemma zwischen blanker Theorie und doofer Realität, das viele Theoretiker einfach nicht wahrhaben wollen. Staat raubt. Richtig. Ethisch gesehen hat er aufgrund seiner Zwangsstrukturen kein Existenzrecht, was Menschen betrifft, die diesen Zwang nicht wollen. Auch richtig. Um Letztere geht es. Und um jene, die diesen Raub durch eigene Handlungen in Gang setzen (!), nachdem sie trotz oder wegen eines mittellosen Zustandes bewusst oder unbewusst davon ausgehen, es sei rechtens, damit logischerweise Raub innerhalb eines „Sozialstaates” in Ganz setzen zu dürfen. Das dürfen sie aus ehtischer Sicht natürlich nicht, auch wenn das ganze System an sich unethisch ist! Ob Vorsatz, Fahrlässigkeit oder Naivität spielt keine Rolle. Existiert der Staat trotz der philosophischen Theorie? Ja. Werden durch die Existenz eines Zwangsstaates automatisch alle Menschen zu Unschuldslämmern? Nein. Wenn ich ohne Staat allein aus ökonomischen Gründen nicht tun und lassen kann, was ich will, sofern ich die Mittel dafür nicht zur Verfügung habe, kann ich es auch und erst recht nicht vor dem Hintergrund eines Zwangsstaates, da ich genau weiß, dass mein Tun, so wie ich es will, bei fehlender ökonomischer Grundlage zwangsläufig von fremden, unschuldigen (!) Menschen finanziell geschultert werden m u s s. Unwissenheit ist hierbei im schlimmsten Falle eine Ausrede, im besten Falle irrelevant. Wieso wohl ausgerechnet dieser Strom in deutsche Gefilde? Es ist an Naivität nicht zu überbieten, dies für einen gewaltigen Zufall zu halten. Mit einem Schlag wollen sich Abermillionen ja einfach so und ganz zufällig „frei” nach Deutschland „bewegen”? Wenn sich etwas unter Menschen herumspricht, dann der Umstand, dass es etwas „umsonst“ gibt – was, wie wir wissen, ein Trugschluss ist. Nichts ist umsonst. Eigenverantwortlichkeit bleibt jedoch trotz des Wunsches nach Verantwortungstransfer ein ethisches Prinzip, welches stets evident bleiben und sich an Situationen anpassen muss. Andernfalls ist es wertlos und beliebig korrumpierbar.

            MfG

          • rote_pille sagt:

            siehe unten.

  4. Uhuman sagt:

    Wenn ein Flüchtling vor meiner Tür steht und um Hilfe bittet weil er hungrig ist, dann helfe ich ihm wenn ich kann. Freiwillig. Obwohl ich vom Staat schon bestohlen werde für Flüchtlingshilfe. Obwohl der Flüchtling vielleicht selbstverschuldet in seine Notlage kam. Etc. Es wäre unmoralisch einem Menschen in Not nicht zu helfen wenn ich kann. Denn gerade Libertäre müssen auch Empathiefähig sein. Sonst sind sie nichts anderes als narzisstische Theoretiker.

    • rote_pille sagt:

      Ich würde das nicht garantiert nicht tun, weil ich die Anwesenheit des Flüchtlings überhaupt nicht schätze (obwohl ich ihm nicht seine Bewegungsfreiheit abspreche). Meine persönliche Präferenz ist eben, dass er sich von mir fern hält, und die lebe ich im Rahmen meiner Freiheit aus. Ich muss absolut gar nichts für ihn empfinden, und das tue ich auch nicht.

      • Uhuman sagt:

        Diese Haltung hat wenig mit Freiheit ausleben zu tun. Aber viel mit Egoismus ausleben. Du schiebst die Verantwortung auf andere. Damit wird deine Freiheit zum Zwang für andere. Du zwingst andere etwas zu tun das du nicht tun willst. Denn eine der folgenden Reaktionen wird deine Empfindungslosigkeit auslösen:
        – Jemand anders hilft ihm. Der andere „opfert“ sich also für dich.
        – Er stirbt. Jemand muss ihn dann „entsorgen“ damit nicht Gestank und Krankheiten von seiner Leiche ausgehen.
        – Er hilft sich selbst und stiehlt. Jemand anders ist dann das Opfer.
        Probleme können auch in einer Libertären Gesellschaft nicht durch ignorantes Verhalten gelöst werden sondern nur durch Menschen die Verantwortung übernehmen. Verantwortung abschieben ist ein typisches Merkmal von autoritären Gesellschaften. Und von autoritären Menschen die in einer Libertären Gesellschaft ausgegrenzt werden müssten.

        • rote_pille sagt:

          Das ist reiner Bullshit. Niemand wird von mir gezwungen dem Flüchtling zu helfen. Jeder kann sich so verhalten wie ich, dann hat der Flüchtling eben ein Problem. Seine Schuld, warum ist er überhaupt hierhergekommen? Mich hat er nicht gefragt, ob ich ihn hier haben will, also warum sollte ich irgendwas für ihn tun? Er hätte ja auch zu Hause bleiben können.
          Das NAP sagt klar und deutlich ist, dass er mich durch seine Präsenz NICHT zwingen kann, ihm zu helfen. Und er hat auch in keinem Fall das Recht irgendetwas zu stehlen und wenn er es tut, ist er ganz alleine dafür verantwortlich, denn es war seine Entscheidung hierherzukommen. Auch wenn die Alternative für ihn Verhungern ist. Pech gehabt, ich bin nicht dafür zuständig die Überbevölkerung der Entwicklungsländer am Leben zu erhalten. Erst Recht nicht, wenn ich Sicherheitsbedenken bezüglich dieser Leute habe und es ein großer Vorteil für mich ist, wenn die wegen Hunger von hier verschwinden müssen. Ich sage es ganz klar und deutlich: ich bin 100% NICHT pro Asyl, nur halte ich die Schließung der Grenzen für einen Weg, den Schwächlinge nutzen wollen, weil sie Angst vor einem offenen Konflikt um ihr Eigentum haben, indem sie es selbst verteidigen müssen. Ich sehe es lieber, wenn der Staat zusammenbricht und die gezwungen sind sich das Geld mit Gewalt zu holen oder das Land zu verlassen, weil ich weiß, dass wir in diesem Konflikt gewinnen würden, während wir heute von unseren eigenen Leuten versklavt und gezwungen werden, an irgendwelche Moslems Geld zu verteilen, die zum Dank hier Straftaten begehen.

        • rote_pille sagt:

          Ach und was das Ausgrenzen angeht: wenn ich auf Gutmenschen wie Sie angewiesen wäre, würde ich freiwillig von der Brücke springen. Ich baue meine Position nicht auf Mitgefühl für die „armen schutzsuchenden“ (Quelle: Lügenpresse) Rapefugees auf, sondern weil ich Prinzipien habe und weil ich intelligent genug bin die Lösung der Probleme nicht in der Quelle zu suchen.

  5. Thomas Leske sagt:

    Das Kriterium der Zwangsfinanzierung beweist zu viel: Über Kindergeld, Kitas und Schulen nimmt der Staat Eltern Kosten ab, für die Kinderlose mit ihren Steuern aufkommen müssen. Also schließen wir messerscharf, dass man keine Kinder in die Welt setzen darf. Vielleicht wäre es billiger, wenn der Staat Zwangssterilisationen finanzieren würde, so wie es vielleicht billiger wäre, die Grenze zu sichern.

    An dem Argument ist offensichtlich etwas faul.

  6. rote_pille sagt:

    @ Apo
    „[…] Sie wird auch nicht dadurch unwahr, da[ss] Staaten dafür verantwortlich sind.“
    – Nicht unwahr, aber die moralische Bewertung ist eine andere. Die Schuldigen sind die Erpresser, und das sind nun mal die Politiker und Wähler. Wenn hier Flüchtlinge ankämen und selbst mit Gewalt Geld fordern würden, dann dürften Sie sich gewaltsam verteidigen. So wird es übrigens wahrscheinlich auch kommen, nachdem die Regierungen zusammenbrechen. Das ist wohl der Plan, davon werden sie die Herrscher nicht abbringen – sie können nur noch Ihre Würde wegwerfen und sie auch noch um Gnade anbetteln. Verdienen Sie nicht.
    “ Und um jene, die diesen Raub durch eigene Handlungen in Gang setzen (!), nachdem sie trotz oder wegen eines mittellosen Zustandes bewusst oder unbewusst davon ausgehen, es sei rechtens, damit logischerweise Raub innerhalb eines „Sozialstaates” in Ganz setzen zu dürfen. Das dürfen sie aus ehtischer Sicht natürlich nicht, […]“
    – Die Flüchtlinge setzen absolut nichts in Gang. Die Regierung hat die Macht. Sie senden die Werbung im Fernsehen von deren Ländern, nach Deutschland zu kommen. Sie bezahlen die Terroristen und destabilsieren die Länder. Sie kontrollieren die Medien und die „Willkommenskultur“. Sie bauen hier Wohnungen für die Flüchtlinge und entscheiden wie hoch die Sozialleistungen sein werden. Die Flüchtlinge haben absolut gar nichts zu entscheiden. Sie werden ABSICHTLICH angelockt von der Politik. So destabilisiert man ein Land, ohne seine Wirtschaft ernsthaft beschädigen zu müssen. Wie das für die Flüchtlinge endet sobald der SHTF-Fall eintritt interessiert die nicht.
    „Wenn ich ohne Staat allein aus ökonomischen Gründen nicht tun und lassen kann, was ich will, sofern ich die Mittel dafür nicht zur Verfügung habe, kann ich es auch und erst recht nicht vor dem Hintergrund eines Zwangsstaates, da ich genau weiß, dass mein Tun, so wie ich es will, bei fehlender ökonomischer Grundlage zwangsläufig von fremden, unschuldigen (!) Menschen finanziell geschultert werden m u s s. “
    – Ich habe eine Idee, wie wäre es, wenn Sie aufhören, die staatlichen Straßen zu benutzen, wo Sie doch wissen, dass die Kosten von Unschuldigen geschultert werden müssen? Oder die Rente: verzichten Sie einfach darauf, wie wissen doch, dass die wegen dem Umlageverfahren nicht von Ihnen bezahlt werden. Zahlen Sie auch ihre Bildungskosten zurück. Oder falls Sie angegriffen werden: verzichten Sie darauf die Polizei zu rufen…
    Ich könnte ewig so weitermachen. Tatsache ist, dass wir alle die staatlichen Systeme nutzen, auch wenn wir nicht gezwungen sind das zu tun. Daran ist einfach nichts Unmoralisches: wir haben diese Zustände nicht geschaffen. Schuld sind die, die die Gesetze machen und die, die durch ihre Handlungen für ihre Erhaltung sorgen. Da die Flüchtlinge aber kein Wahlrecht haben, können Sie ihnen nicht mal das vorwerfen.
    „Wieso wohl ausgerechnet dieser Strom in deutsche Gefilde“
    – Wir wissen alle, dass es wegen den Sozialleistungen ist, aber wie schon gesagt: deren Bezug ist nicht unmoralisch. Das NAP verbietet es einem nicht, von fremder Aggression zu profitieren. Kein Mensch ist gezwungen anderen zu helfen, weniger ausgebeutet zu werden. Thomas Leske (Kommentar weiter oben) liefert übrigens auch sehr gute Beispiele dazu.

  7. freisam sagt:

    Kapiert man das womöglich tatsächlich nur als produktiver Leistungsträger? (Anmerkung am Rande ohne Anspruch auf generelle Repräsentativität: Ich persönlich mache die Erfahrung, dass sich v.a. selbstständige und etwas er-wirtschafende Libertäre tendenziell gegen eine Hau-ruck-Zwangsvereinigung aussprechen, arbeitslose oder ihrerseits vom Staat abhängige Libertäre hingegen tendenziell dafür.)

    Warum wird jener Umstand hartnäckig und konsequent verschwiegen? Sind es dogmatische Gründe? Oder doch nur aus Naivität? In jedem Falle wurde sich heillos verheddert. Warum steht das angebliche „Naturrecht“, sich frei bewegen zu dürfen, über dem angeblichen „Naturrecht“, in Ruhe gelassen zu werden?“

    Ökonomische Befangenheit ist weder dem Verständnisprozess zu- noch abträglich.

    Deine Strohmannargumentation im Zweiten Absatz ändert nichts daran, dass du niemanden innerhalb eines staatlichen Konstruktes auf öffentlichen Raum ausgrenzen kannst, da Gemeineigentum impliziert, dass alles allen, demnach niemanden irgendetwas gehört. Du niemanden im „öffentlichen Raum“ sinnvoll ausgrenzen kannst. Das System in sich irrational ist, da Herrschaft Anmaßung von Eigentum impliziert. Die Tatsache, dass niemand sinnvoll ausgeschlossen werden kann, ist das Resultat staatlicher Gewalt. Daraus folgt nicht, dass man automatisch Raub und Umverteilung befürwortet.

  8. Apo sagt:

    „Nicht unwahr, aber die moralische Bewertung ist eine andere.“
    Nochmal: Eine subjektive „moralische Bewertung” (und Moral ist immer subjektiv) ist unwichtig. Wenn ich um den Umstand weiß, keine ökonomische Grundlage zur Selbstversorgung zu haben, um mich in einem beliebigen Raum niederzulassen, es aber dennoch tue, gibt es zwei Möglichkeiten: 1. Ich versuche einfach mein Glück, um zu überleben (Betteln, Arbeit suchen, auf freiwillige Spenden hoffen). Hat kein Mensch etwas dagegen. Um diese Menschen geht es im Artikel nicht.
    2. Ich spekuliere auf einen „Sozialstaat” und damit darauf, anhand unethischer Herrschaftsstrukturen, welche Unschuldige zwangsenteignen, versorgt zu werden. Das geschieht und um diese Menschen geht es im Artikel.

    „Wenn hier Flüchtlinge ankämen und selbst mit Gewalt Geld fordern würden,”
    Sie sind also der Auffassung, dass sei in keinster Weise der Fall? (Nein, nicht bei allen bla.) Interessant. Die Realität ist eine andere. Was ist mit der bereits tausendfachen Umsetzung sexueller „Bedürfnisse”? Auch keine Gewalt? (Nein, nicht bei allen bla)

    „Das ist wohl der Plan, davon werden sie die Herrscher nicht abbringen – sie können nur noch Ihre Würde wegwerfen und sie auch noch um Gnade anbetteln. Verdienen Sie nicht.”

    Nö, ich bettle niemanden an, habe ich auch noch nie. Bin längst ausgewandert (d.h. SELBSTversorgender Wirtschaftsflüchtling. Habe mich also nicht einfach irgendwo hin bewegt und dann gesagt: „Und jetzt möge man mich irgendwie finanzieren, ‚Sozialstaat‘ ist schließlich nicht mein Problem oder meine Idee.” Und ich bin auch kein Zebra, das, während es von einem Löwen zerfetzt wird, mit meinem letzten Atemzug meinen Mitzebras zuruft: „Wer etwas gegen einen Zaun hat, ist fürs Reservat!“). Den Untergang überlasse ich euch.

    „Die Flüchtlinge setzen absolut nichts in Gang. Die Regierung hat die Macht.“
    Nochmal: Es gibt keine Unschuldslämmer. Um es mit Baader zu sagen: „Den Wesenskern der Unfreiheit trifft nicht der Satz ‚Keine Sklaven ohne Herren‘, sondern ‚Keine Herren ohne Sklaven‘!“

    „Sie senden die Werbung im Fernsehen [,] von deren Ländern nach Deutschland zu kommen.“
    Damit nehmen Sie den Betroffenen (indirekt) die Fähigkeit zur Reflexion, nach dem Motto: „Sie KÖNNEN ja gar nicht anders als sich auf einen 4000 km langen Weg zu machen.“ Das ist natürlich Unsinn. „Sie“, also Politkasper, senden auch permanent Wahlwerbung im Fernsehen und rufen zu x und y auf. Renne ich deswegen automatisch zur Wahl, geschweige denn völlig planlos 4000 km irgendwo hin und geriere mich dann als „vollkommen unschuldig“? Eben.

    „Sie bezahlen die Terroristen und destabilsieren die Länder.“
    Mag sein. Aber irrelevant: ICH habe das nicht. Und ICH habe auch niemanden damit beauftragt.

    „So destabilisiert man ein Land, ohne seine Wirtschaft ernsthaft beschädigen zu müssen.“
    Ja zum ersten Teil, nein zum zweiten. Hochrechnungen bis zu x Billionen Euro aufgrund von „Flüchtlingen“ würde ich ungeheuerlicherweise tatsächlich als ernsthaften Schaden bezeichnen.

    „Wie das für die Flüchtlinge endet sobald der SHTF-Fall eintritt interessiert die nicht.“
    Und eben nicht nur für jene. Der bevorstehende Horror trifft auch Sie. Viel Spaß. Das Dogma ist es wert, denken Sie nur ans rationale Zebra.

    „Ich habe eine Idee, wie wäre es, wenn Sie aufhören, die staatlichen Straßen zu benutzen, wo Sie doch wissen, dass die Kosten von Unschuldigen geschultert werden müssen?“

    Netter Versuch. Ich war dank jahrelanger Zwangsenteignung selbst dieser Unschuldige in Täuschland. Die oben angesprochene Sorte „Flüchtling“ (Sie wissen schon: Die, um die es geht, nicht die, um die es nicht geht) nicht.

    „Oder die Rente: verzichten Sie einfach darauf, wie wissen doch, dass die wegen dem Umlageverfahren nicht von Ihnen bezahlt werden.“

    Leider wieder ins Leere. Verzichte, seit ich denken kann, darauf und sorge eigentverantwortlich vor. Auch im Exil. Der „Flüchtling“, um den es geht, nicht.

    „Zahlen Sie auch ihre Bildungskosten zurück.“
    Wieder nix. Längst doppelt und dreifach geschehen. Wäre aber nicht unmoralisch, wenn nicht, da anderweitig auch in tausend andere Zwangsabgaben involviert. Der „Flüchtling“, um den es geht, nicht.

    „Oder falls Sie angegriffen werden: verzichten Sie darauf die Polizei zu rufen“…
    Siehe oben, „Straßenargument“.

    „Tatsache ist, dass wir alle die staatlichen Systeme nutzen, auch wenn wir nicht gezwungen sind das zu tun. Daran ist einfach nichts Unmoralisches“
    Hä? Wenn wir, wie Sie selbst sagen, NICHT gezwungen sind, die staatlichen Systeme zu nutzen, ist es selbstverständlich unmoralisch, dies zu tun! Das ist manchmal der Fall und manchmal nicht. Einiges lässt sich umgehen, anderes nicht. Um aber in der Position zu sein, einen Anspruch zu erheben, muss ich dazu vorher ÜBERHAUPT gezahlt haben. Deswegen ist es in meinem Fall NICHT unmoralisch, in meinem eigenen zwangsweise zu erdulden müssendem Schrottsystem Ansprüche zu erheben, in einem FREMDEN Schrottsystem jedoch schon. Wie gesagt: Theorie vs. Realität. Das gilt auch für „freisam“, dessen Hinweis unten ja von jedem hier geteilt wird. Es ist aber VÖLLIG EGAL, wer was „befürwortet“ oder nicht, da die Realität ist, wie sie ist. Und wenn man schon innerhalb eines falschen (!) Schrottsystems argumentiert, dann bleibt es Fakt, dass ich zu etwa einem 80.000.000stel Eigentümer bin, der NICHT eigenverantwortlich handelnde oder handeln wollende „Flüchtling“ (die Sorte, um die es geht, Sie wissen schon), zu 0%.

    „Wir wissen alle, dass es wegen de[r] Sozialleistungen ist, aber wie schon gesagt: deren Bezug ist nicht unmoralisch.“
    Sorry, aber das ist schlichtweg eine faule Ausrede, um sich vor Eigenverantwortung drücken zu können, getreu dem Motto: Hey, ich kann mich irgendwo anders breit machen, habe keinen Finger hinsichtlich meiner Versorgung zu rühren und kann in völligem Einklang mit jeder Ethik zwangsabgepresstes Geld in Anspruch nehmen, denn wenn jemand was sagt, antworte ich einfach: Ich habe das Schrottsystem ja nicht entworfen.
    Das ist so, als würde ein Dieb sagen: „Hey, ich habe den Diebstahl nicht erfunden, ich nutze ihn einfach nur. Gebt NUR den Verantwortlichen die Schuld.“ Letzteres geschieht auch! AUCH! Aber nicht NUR. Junge, Junge, dieses Land ist rettungslos im Arsch. It’s time to lean back and enjoy the decline.

    • rote_pille sagt:

      „Nochmal: Eine subjektive „moralische Bewertung” (und Moral ist immer subjektiv) ist unwichtig.“
      – Moral ist immer subjektiv und nebenbei unwichtig? Warum dann vom NAP sprechen? Kann ja kein anderer verstehen, weil das demnach auch subjektiv sein muss – und es ist eh nicht wichtig? Ja dann schließen Sie sich doch der Regierung an.
      Wie ich Ihnen erklären soll dass es nicht unmoralisch ist von den unmoralischen Handlungen von anderen zu profitieren. Man wäre doch ein Sklave, wenn man das müsste. Dann bräuchte der Staat nur einen bestimmten Bereich in der Wirtschaft zu subventionieren und kein Libertärer dürfte dort arbeiten.
      „Hochrechnungen bis zu x Billionen Euro aufgrund von „Flüchtlingen““
      – Zahlen im Computer. Es geht um die realen Werte und die Infrastruktur, die den Zusammenbruch des Finanzsystems überleben.
      „dann bleibt es Fakt, dass ich zu etwa einem 80.000.000stel Eigentümer bin,“
      – Nein sind Sie nicht. Das „kollektive Eigentum“ existiert nicht. Sie haben auch nichts eingezahlt, Sie wurden ausgeraubt. Der Kollektivismus stark in Dir ist, würde Yoda sagen.

      Sie haben überhaupt nicht kapiert wie das Spiel läuft: Die schaffen ein Problem mit dem unmoralischen, gigantischen Sozialstaat und bieten die unmoralische Lösung (geschlossene Grenzen) an. Und wie immer das ausgeht, Ihre Versklavung wird stärker – solange Sie deren Spiel mitspielen und nur die Symptome kurieren wollen anstatt die Krankheit. Vielleicht – oder wahrscheinlich – schaffen wir es nicht, die Leute davon zu überzeugen, dass der Sozialstaat weg muss, bevor das System zusammenbricht. Wir versuchen es aber wenigstens.
      Ob die Grenzen geschlossen werden oder nicht, haben Sie auch nicht mitzuentscheiden. Und auch nicht die AFD-Wähler. Die dumme Masse wird durch umgekehrte Psychologie genau in diese Richtung gelenkt und die können genau vorausberechnen, bei welcher Wahl welches Ergebnis erreicht werden soll. Sie wissen, dass die Leute keine Prinzipien haben und den Weg mit dem kleineren Widerstand nehmen und justieren die Widerstände genau so, wie es ihnen passt. Die Umfragen, deren richtige Ergebnisse natürlich im Geheimen ausgewertet werden, zeigen ihnen wo sie stehen. Wollen Sie es beschleunigen? Kein Problem, dann bestellen Sie den nächsten Anschlag. Oder nur ein bisschen? Berichten wir doch über irgendeine Straftat etwas ausführlicher. Soll es langsamer gehen? Dann macht irgendein AFD-Mitglied eine rechtsradikale Aussage oder die greifen was aus dem Kontext. Und wenn die den Bürgerkrieg wollen, dann wird er auch kommen, völlig egal ob Sie und die anderen die Grenzen schließen wollen oder nicht. Sie haben absolut nichts zu sagen, nicht mal zu einem 80.000.000stel, und der Grund liegt darin, dass Sie keine Prinzipien haben und somit über ihre Gefühle manipulierbar sind.
      Lassen Sie sich ruhig weiter herumschubsen. Übrigens: wenn der Zusammenbruch kommt, passiert es auf der ganzen (industrialisierten) Welt, also wenn Sie nicht irgendwo am A…. der Welt sind, werden Sie der Party nicht entkommen.

  9. Apo sagt:

    Einigen wir uns darauf, uns nicht zu einigen? Ich habe Ihnen mittlerweile lang und breit erklärt, worum es geht und worum nicht. Moral ist subjektiv, Ethik nicht. In Deutschland ist Beschneidung moralisch verwerflich, im Jemen nicht. Ethisch ist sie grundsätzlich (objektiv) abzulehnen, da sie die Selbstbestimmung eines Menschen gewaltsam untergräbt. Q.e.d. (Btw. Ausschließlich Sie sprechen immer wieder vom „NAP“ und setzen es als Axiom. Das ist es jedoch nicht.)

    „Dann bräuchte der Staat nur einen bestimmten Bereich in der Wirtschaft zu subventionieren und kein Libertärer dürfte dort arbeiten.“
    Vollkommen richtig. Allerdings ist das dann eine vollkommen andere Situation als die zuvor angesprochene, deren Widerspruch ich versuchte, deutlich zu machen, da man DANN sehr wohl gezwungen ist, „die staatlichen Systeme“ zu nutzen.

    Sie stürzen sich leider bei fast allem und jedes Mal darauf, worum es NICHT geht, indem sie mir entweder a) irgendwelche „Forderungen“ andichten, die nirgends stehen (da es sich um eine rein ethisch-philosophische Betrachtung handelt(e) und nicht um eine politisch-postulierende; das kam aber selbst jetzt noch nicht an), b) einseitig auf EINEN (richtigen) Umstand hindeuten (den ich exakt genauso sehe!), aber gleichzeitig Menschen jedwede Notwendigkeit zur EIGENverantwortung absprechen, siehe zig Beispiele oben. Diese bleibt bestehen und wenn Sie sich auf den Kopf stellen. Sie machen es sich einfach verdammt leicht, werte Pille. Die üblichen und standardisiert auswendig gelernt wirkenden sowie dogmatisch-konditionierten Kollektivismusvorwürfe und „Sie-verstehen-nicht-wie-das-Spiel-läuft“-Spielchen dürfen dabei natürlich nicht fehlen (*gähn*). Für Sie steht fest, ich bestünde auf irgendeiner politischen Lösung und habe keine Prinzipien. Nun gut, es sei Ihnen gegönnt. Diese Unverschämtheiten als Ausdruck hilflosen Umherstrampelns kenne ich zur Genüge. Die Tatsache, dass ich von uns beiden derjenige bin, der konsequent handelt(e), keinerlei Forderungen an Politkasper etc. stellt und sich im Zuge dessen anderweitig – am anderen Ende der Welt – SELBSTständig und EIGENverantwortlich versorgt, nennt man übrigens „Prinzipien haben“ und „wissen, wie das Spiel läuft und dementsprechend handeln“. Geschenkt. Und nein, wenn der mit mathematischer Genauigkeit eintretende, ökonomische Zusammenbruch in Deutschland kommt (verbunden höchstwahrscheinlich mit Bürgerkrieg, was sehr wohl die Infrastruktur betrifft), wird dies diverse Wirtschaftsmächte am anderen Ende der Welt einen feuchten Furz interessieren. Was für ein hanebüchener Humbug.

    „Vielleicht – oder wahrscheinlich – schaffen [WIR] es nicht, die Leute davon zu überzeugen, dass der Sozialstaat weg muss“
    Na na, nicht so pessimistisch, werte Pille. Selbstverständlich werden Sie das schaffen. Mit dem Import von Abermillionen Hardcore-Etatisten sowie Hardcore-Theisten klappt das reibungslos, versprochen. Eine ethische Pflicht zur Selbstversorgung besteht auch nicht, habe ich jetzt ja gelernt.

    „[WIR] versuchen es aber wenigstens.“
    Und ich bin der Kollektivist, logo. Muss man wissen.

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