Es wird Zeit, dass jemand eine freiheitliche Sicht zum Thema der Flüchtlinge verbreitet. Sowohl die linke als auch die rechte Position zu dem Thema sind irrational. „Lasst uns viele Millionen von Menschen aufnehmen, verpflegen und behausen, egal was es kostet“ ist genauso realitätsfremd wie „Wir müssen die Grenzen schließen“.
Was ist die freiheitliche Sicht dazu? Gibt es eine Position zu dem Flüchtlingsthema, die weder links noch rechts ist? Wie würde man mit Flüchtlingen in einer freien Welt umgehen?

Quelle:youtube.com/watch?v=gBpyCvMBfFk

 

 

 

 

11 Responses to Freiheitliche Sicht zur Flüchtlingsdebatte – Charles Krüger

  1. AD sagt:

    „Wie würde man mit Flüchtlingen in einer freien Welt umgehen?“

    IMHO würde es das Problem in diesem Maße überhaupt nicht ohne (Sozial)Staat geben. In der heutigen Welt würde sich von diesen „Fachkräften“ wohl kaum einer auf den (teilweise sehr) teueren langen Weg machen, wenn es hier nicht Mutti Merkel gäbe, die Resourcen von der eigenen Gemeinschaft enteignet/raubt um es diesen geliebten Kulturbereicherern in den Popo zu schieben.
    Da würde sich nämlich recht schnell die Spreu vom Weizen trennen: Ob Fachkräfte (die sich wirklich ihren Lebensunterhalt verdienen wollen&können) oder Abschaum vom anderen Ende der Welt (BTW von denen wir auch schon im eigenen Volk ohnehin schon genug haben).

    • rote_pille sagt:

      Richtig. Einwanderung gab es vorher schon schon, ohne dass auf einmal die ganze Welt meinte, sie müsste hierherkommen. In der freiheitlichen Welt würde das Kapital in deren Heimatländer strömen, weil die Löhne hier dank Vollbeschäftigung so hoch wären. Es ist leichter Kapital zu bewegen als Menschen zu bewegen.

  2. MadMax sagt:

    Mindestlohn heißt „Mindest“-Lohn, insofern kann er ausgerechnet gerade mal den minimalen Lebensunterhalt (angepasst auf das jeweilige Kostenniveau) decken, ohne ausreichende Altersrücklagen oder andere Annehmlichkeiten. Warum sollte man einem Mitmenschen weniger bezahlen, wenn er seine GANZE Arbeitskraft zur Verfügung stellt und nicht noch mehr arbeiten kann? Damit landet man zudem noch in der Altersarmut… insofern sollte es das Ziel sein, besonders als Deutscher, eh immer mehr als den Mindestlohn zu verdienen. Dann wäre der Mindestlohn eben auch gerade ausreichend zum Überleben für Migranten etc. – man sollte seine Mitbürger zumindest etwas besser behandeln… Der Kampf GEGEN Mindestlohn ist seit jeher ein Unternehmeranliegen, um einfach den eigenen Profit zu maximieren. „Der Wohlfahrtstaat muss weg“, „der Markt muss liberalisiert werden“… sicher auch „Erbschaft ist gerecht und darf nicht besteuert werden“ 😉 manchmal kommt Ihr mir hier echt so vor wie ein kleiner leicht extremer FDP-Ableger – fishing for the next liberal Superstar. Grundsätzlich kann ich sehr sehr viel mit Freiheit anfangen und sehe auch große Probleme im autoritär anmaßenden Staatsgebilde, aber mit materiellem Raffen und „geschütztem Eigentum“ halt genau so wenig. Dieser Planet ist groß, seine Ressourcen definitiv endlich und unter dieser Prämisse leider bereits längst aufgeteilt worden – doch es kommen mehr Menschen hinzu, so dass unter dieser Prämisse der Auf- und Neuverteilungskampf immer heftiger entbrennen wird (auch ein Grund übrigens für die aktuellen Flüchtlingsströme), wenn die Menschheit sich nicht langsam mal als Weltgemeinschaft versteht und auf Liebe statt (Verteilungs- und Verlust-)Angst als handlungsbestimmendes Verhaltensmuster besinnt, sehe ich so Schwarz wie Oberham… denn die geschickt angelegten Automatismen, die u.a. in der liberalen Verteilungslogik angelegt sind, sorgen dafür, dass immer mehr Menschen verarmen und den (in besonders krassen Einzelfällen, den 1% ganz oben) nicht mehr zu rechtfertigenden Reichtum (das heilige Eigentum 😉 einiger weniger mehren müssen, weil sich mit ihnen ganz geschickt andere Menschen versklaven und zu mehr oder weniger Eigentum machen lassen. Zurück zu den Flüchtlingen: Als Mitmensch heiße ich sie willkommen und tue und gebe gern das in meinen Möglichkeiten stehende, um ihre Grundbedürfnisse zu decken (die nach meiner Ansicht jedem zustehen: Nahrung, sichere Unterkunft), darüber hinaus sollten sie für mehr selbst arbeiten dürfen, sehe ich auch so.

    • rote_pille sagt:

      Zum Mindestlohn: halten Sie es für richtig jemanden einzusperren, weil er eine freiwillige Vereinbarung mit einem anderen Macht und ihn unter dem Mindestlohn entlohnt? Wenn nein, können sie nicht für den Mindestlohn sein, weil sonst nicht garantiert wäre dass dieser eingehalten wird. Wenn ja, woher nehmen Sie sich das Recht nach Gewaltmaßnahmen gegen Fremde, die weder Ihnen noch sonst jemandem was getan haben, zu rufen? Ich brauche kein Unternehmer zu sein, um das als unmoralisch anzusehen.
      „Geschütztes Eigentum“ sagt Ihnen nicht zu? Darf ich das als Anlass nehmen in ihre Wohnung oder ihr Haus zu kommen und ein paar Dinge mitnehmen? Ich bin auch ganz bescheiden. Nein, das Problem sind natürlich nur große Vermögen, nicht wahr? Und wer soll Zugriff auf die bekommen? Menschen, die Sie nach ihren willkürlichen Kriterien ausgewählt haben? Welchen Anspruch habe ich auf das Vermögen meines Nachbarn, sei es auch noch so groß? Vor wem muss man seinen Reichtum rechtfertigen, wenn man ihn durch freiwillige Tauschakte/Vermögensübertragungen erworben hat? Ich sehe da niemanden.
      Die Ressourcen sind begrenzt – oh wirklich? Genau das ist der Sinn des Eigentums – ständig neu entflammende Aufteilungskämpfe sollen verhindert werden. Verteilungskämpfe gibt es übrigens nur bei Verbrecherbanden und Staaten (was dasselbe ist) um die Beute. In der kapitalistischen Wirtschaft schließt man Verträge, und wem es nicht passt, der braucht keine Geschäfte zu machen.
      Die Menschheit soll sich als „Weltgemeinschaft“ verstehen – eine leere sozialistische Phrase, auf die meistens irgendwelche Aufforderungen zum Raub folgen. Dann die Sache mit der Liebe – es gibt eine begrenzte Anzahl an Menschen, für die Sie überhaupt Liebe empfinden können, aber nicht für eine anonyme Masse. Die Sozialisten glauben, die Gefühle, die man für die Menschen im kleinen Kreis entwickeln kann, auf große Gesellschaften übertragen zu können. Das funktioniert jedoch nicht.
      Dann die Grundbedürfnisse, die „jedem zustehen“ – darf ich fragen wer beraubt werden soll, damit diese garantiert werden können? „Zustehen“ impliziert irgendeine Forderung, und diese Forderung müssen Sie mit Gewalt durchsetzen, da Sie selbst nicht die Mittel haben dafür aufzukommen. Nein, sie kriegen Sie nicht von irgendeiner abstrakten Gesellschaft sondern immer von einzelnen Individuen, die Sie oder jemand anders dafür ausrauben muss.
      Der Grund für die aktuellen Flüchtlingsströme sind übrigens die deutschen Sozialleistungen, also zu 100% der Staat und nicht irgendwelche Verteilungskämpfe in Entwicklungsländern. Diese Leute kommen zum großen Teil aus sicheren Ländern und über mehrere sichere Länder hierher und es sind hauptsächlich junge Männer mit Tausenden Dollars in der Tasche. Die herzzerreißenden Lügen der ÖR-Sender und die Gehirnwäsche der privaten Lügenpresse sollten sie abstreifen. Je mehr Sie denen helfen, desto mehr kommen. Deren Interesse ist es die Investitionskosten für die Reise wieder reinzuholen. Ihr Westeuropäer seid unglaublich naiv und lasst euch zu leicht ausnutzen.

  3. Christian sagt:

    Wenn es in dieser Welt ein Land gäbe, das libertär organisiert ist, könnten Flüchtlinge hier nach Belieben einreisen, es sei denn das Land würde eine gemeinsame Position zu Grenzkontrollen formulieren und umsetzen. Wenn dies nicht der Fall wäre, könnten die Flüchtlinge hier arbeiten und leben. Wenn ihnen dies nicht gelingt, wären sie auf die Freundlichkeit ihrer Mitmenschen angewiesen. Dies würde aber voraussichtlich nicht nötig sein, weil in einer libertären Gesellschaft ja jeder seine speziellen Fähigkeiten in Arbeit umwandeln könnte und nicht arbeitslos sein müsste. So jedenfalls scheint es sich mir aus der Theorie zu ergeben.

  4. Christian sagt:

    Nun bewegen wir uns aber nicht in einer libertären Gesellschaft, sondern in einem demokratischen Rechtsstaat. Hier gelten die Forderungen nicht: Kein Wohlfahrtsstaat, keine Grenzen, Marktliberalisierung. Dennoch könnte man für jede dieser Forderungen eintreten, d.h. keine staatlichen Hilfen für Flüchtlinge, sondern nur private; offene Grenzen für alle Menschen, egal aus welchen Gründen sie kommen; und freier Markt ohne staatliche Regulierungen. Nun kann es aber durchaus sein, dass einige dieser Forderungen leichter erfüllt werden als andere, d.h. es ist denkbar, dass Mindestlöhne wieder abgeschafft werden, dass Grenzen wieder unkontrolliert geöffnet werden. Aber eine Abschaffung des Wohlfahrtsstaates steht vielleicht nicht auf der Tagesordnung.

    Wie sieht dann die libertäre Position aus? Entweder alles oder nichts? Oder freut sich der Libertäre auch schon, wenn eine der Forderungen erfüllt ist?

    • rote_pille sagt:

      Die Forderung ist den gesamten Staat abschaffen. Natürlich hindert das aber niemanden immer noch zwischen schlechten und katastrophalen Zuständen zu unterscheiden. Geschlossene Grenzen sind definitiv ein besserer Zustand solange der Staat uns ausraubt damit sich irgendwelche Leute hier in der sozialen Hängematte ausruhen können. Wenn das System schon untergeht, dann will man nicht gleichzeitig eine Invasion von kulturfremden Horden junger Männer im Land haben. Was glauben Sie was hier los ist wenn die Sozialleistungen ausfallen weil der Staat pleite geht? Ein paar Terroranschläge oder was in der Größenordnung von 9/11 und das Vertrauen in die Regierung wäre dahin. Die Waffenhändler machen jetzt schon glänzende Geschäfte.

      • Christian sagt:

        Das ist aber eine sehr relativistische Antwort auf eine sehr grundlegende Frage, oder? Oder geht das doch eher in die Richtung: wenn ich nicht alles kriege, dann eben doch lieber nichts?

        • rote_pille sagt:

          Die Politiker zwingen uns zu bezahlen, aber sie können uns nicht zwingen, ihnen dafür zu applaudieren, dass sie uns ausnehmen. Wir müssen sie bei jeder ihrer gutmenschlichen Handlungen daran erinnern, dass sie ein Haufen Banditen sind. Jede Maßnahme, jede Umverteilung muss kritisiert werden. Es geht darum klar zu machen, dass wir nicht auf deren Seite sind, egal welche herzzerreißende Geschichte die uns auftischen um die Zwänge zu rechtfertigen, und wir keinerlei Entschuldigung oder Ausrede für ihre Existenz und ihren Zugriff auf unser Eigentum akzeptieren.

        • Christian sagt:

          Werden denn die libertären Forderungen falsch, wenn sie nicht alle auf einmal realisiert werden?

          • rote_pille sagt:

            Die Forderung nach freier Einwanderung ist nicht moralisch falsch. Aber Kritik an Einwanderung sollte nicht verwechselt werden der Kritik an dem Einstreichen von Sozialleistungen. Das Problem, welches ich kritisiere ist doch nicht, dass die sich auf einen Zug setzen hierherkommen können, sondern dass wir gezwungen werden ihnen einen Anreiz zu geben, wegen dem sie überhaupt hierherkommen.
            Man kann die Freiheit nicht wiegen und sagen: Freiheit(nur Sozialstaat) > Freiheit(Sozialstaat+geschlossene Grenzen)
            Der Zwang, dem wir ausgesetzt sind, hängt leider nicht von der Länge des Gesetzestextes oder der Anzahl der Paragraphen ab, auch wenn es diese Tendenz gibt. Ein einzelnes Gesetz mit kurzem Text kann schlimmer sein als eine 100-seitige Verordnung oder als das Gesetz selbst und die Verordnung, wenn sie zeitgleich wirken. Die Abschaffung der STVO (mitsamt der Fahrbahnmarkierung und den Ampeln) würde uns der privaten Infrastruktur nicht näher bringen.

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