Christoph Hörstel ist ein investigativer Journalist mit ausgesprochen exzellentem Wissen über Geopolitik, insbesondere über Afghanistan, Pakistan und den Nahen Osten. In diesen Regionen verfügt er über zahlreiche persönliche Kontakte vor Ort bis in die höchsten politischen Kreise und ist dadurch in der Lage, die politischen Verhältnisse vollkommen anders zu beurteilen, als die Mehrheit der schreibenden Zunft, die in den Glastürmen deutscher Metropolen vor ihren Bildschirmen sitzt. Er ist einer der wenigen Journalisten, die einen erheblichen Beitrag dazu geleistet haben, dass der politische Mainstream-Journalismus – vollkommen zurecht – aktuell in einer tiefen Glaubwürdigkeitskrise steckt und das Stigma einer tendenziösen, gesteuerten Berichterstattung wohl in absehbarer Zeit nicht mehr los wird. Er ist zudem einer der engagiertesten Friedensaktivisten, was wir ebenso hoch schätzen wie seine journalistische Arbeit. Geht es um die Schaffung eines Problembewusstseins bei den Menschen, so hat er durch seine journalistische Tätigkeit sehr viel erreicht.

Umso erstaunlicher und bedauerlicher ist es eigentlich, dass er aus seinen umfassenden Kenntnissen über und seinen persönlichen Kontakten in die Politik, nicht die richtigen Konsequenzen gezogen hat und durch seinen politischen Aktivismus, auch und vor allem als Gründer und Bundesvorsitzender der Partei „Deutsche Mitte“, exakt die gleichen Denkfehler macht wie schon sehr viele andere verdienstvolle Persönlichkeiten vor ihm.

Vor kurzem äußerte er sich auf seiner Homepage zu einem von FreiwilligFrei übersetzen Video, in dem der amerikanische Freiheitsaktivist Larken Rose über die Sinnlosigkeit von politischem Aktivismus spricht. Ebenso wie Christoph Hörstel hat Larken Rose das Ziel einer friedlichen und freien Gesellschaft. Er geht nur einen vollkommen anderen Weg, der mit dem Ziel in Einklang steht – im Gegensatz zu Christoph Hörstel, dessen Weg über die Politik diesem Ziel vollkommen widerspricht. Manuel hat diese Widersprüche in seinem Video thematisiert:

Larken Rose hat auf Facebook auf Hörstels Kritik reagiert und sie wie folgt beantwortet:

„Eine “Regierung” ist definiert durch Zwang und beinhaltet ZWANGSLÄUFIG die Initiierung von Gewalt gegen Unschuldige. So etwas wie eine „gute Regierung“ gibt es nicht, und zwar aus dem gleichen Grund, warum es keine „gute Sklaverei“ geben kann. Und eine „Regierung“ hat noch nie, wird nie und kann nie „allen Menschen dienen“, weil – trotz des bescheuerten Mythos, der uns allen eingetrichtert wird – es einfach nicht möglich ist, Menschen zu „dienen“, indem man sie gewaltsam erpresst und kontrolliert. Es gibt allerdings einen Begriff, der beschreibt, wie sich Menschen FREIWILLIG organisieren und miteinander kooperieren, ohne dass irgendwer einen anderen gewaltsam beherrscht. Er lautet Voluntarismus oder Anarchismus und das ist absolut inkompatibel mit der per Definition unmoralischen und zerstörerischen Wahnvorstellung, die man „Regierung“ nennt. (Der Versuch, mit einer an sich gewalttätigen und unmoralischen Einrichtung durch „politischen Aktivismus“ herumzuspielen, ist zum Scheitern verurteilt. Genau so wie der Versuch, zum neuen Sklaventreiber zu werden oder zum neuen Räuber, zu nichts Gutem führen wird.)“

Zur Vorstellung von einer “guten Regierung” hoffe ich, dass Christoph ein paar Minuten erübrigen kann, um diese fünf Fragen zu beantworten:

1) Gibt es irgendeinen Weg, wie beliebig viele Individuen irgendwem anderen das moralische Recht, etwas zu tun übertragen können, wozu sie selbst nicht das moralische Recht haben?

2) Jene, die politische Macht ausüben (Präsidenten, Gesetzgeber usw.) – haben sie das moralische Recht, irgendwas zu machen, wozu andere nicht das Recht haben? Wenn ja, von wem haben sie ein solches Recht?

3) Gibt es irgendeinen Vorgang (z.B. eine Verfassung, Wahlen, Gesetzgebung), durch den Menschen eine unmoralische Handlung in eine moralische Handlung verwandeln können (ohne die Handlung selbst zu verändern)?

4) Wenn Gesetzgeber und Exekutive im Namen des Gesetzes un der Regierung Zwang und Gewalt anwenden, sind sie dafür dann gleichermaßen verantwortlich, wie jemand, der genau das gleiche in eigener Verantwortung tut?

5) Wenn es einen Konflikt zwischen dem persönlichen Gewissen eines Einzelnen und den Befehlen einer politischen Autorität kommt, ist der Einzelne dann moralisch dazu verpflichtet, das zu tun, was er für moralisch falsch hält, nur um dem „Gesetz zu folgen“?

Um fair zu bleiben, fange ich an. Meine Antworten lauten: 1) Nein. 2) Nein. 3) Nein. 4) Ja. 5) Nein. Und genau deshalb ist das Konzept einer „Regierung“ an sich ein Betrug.“

Christoph Hörstel hat zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht auf diese Replik reagiert.

„Hörstel versucht mit seiner Partei „Deutsche Mitte“ eine friedliche Gesellschaft zu erreichen. Dadurch sucht er die Lösung innerhalb der Welt, die er zwar sehr gut kennt. Aber ein Problem lässt sich nunmal nicht dadurch lösen, indem man genau das macht, was das Problem erzeugt. Hörstel müsste sich in der Geschichte und in der politischen Realität eigentlich gut genug auskennen, um dieses Prinzip ein für alle mal verstanden zu haben.

Es war stets der politische Weg, der geradeaus ins Verderben geführt hat. Immer und ausnahmslos und allzuhäufig mit eben dem Versprechen, das auch Hörstel abgibt: eine „tatsächliche Befreiung“ herbeizuführen. Wie oft soll noch der Versuch unternommen werden, die „richtigen“ Politiker an die Macht zu bringen und für eine „gute Regierung“ zu sorgen? Wieviele unschuldige Menschen sollen bei diesem Versuch noch unterdrückt werden und sterben?

Hörstels gute Absichten in allen Ehren, aber der politische Weg ist per Definition gegen eben diese guten Absichten gerichtet. Der Weg muss mit dem Ziel in sich konsistent sein und kann diesem nicht vollkommen widersprechen. Der politische Weg ist per Definition der Weg der Gewalt. Und auf diesem Weg ausgerechnet ein friedliches Zusammenleben zu erreichen, das funktioniert einfach nicht.

Herr Hörstel, ist es nicht endlich mal Zeit, den politischen Weg ALS SOLCHEN zu hinterfragen, den unauflösbaren Widerspruch zwischen Politik und einer friedlichen Gesellschaft zu erkennen und jede Politik anschließend endgültig auf dem Müllhaufen der Geschichte zu entsorgen?“ – ein Kommentar des Facebook-Users Reinier Sufali, zu dem man eigentlich nichts mehr hinzufügen muss.

Außer vielleicht eines: Sollte die Partei „Deutsche Mitte“ jemals einigermaßen erfolgreich werden, wird zuerst eine ganz bestimmte Person die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und diese Partei freiwillig verlassen oder sie wird ausgeschlossen oder sonst irgendwie aus der Partei entfernt, zum Beispiel herausgemobbt. Nicht weil irgendwer etwas gegen diese Person hat, erst recht nicht FreiwilligFrei, Charles Krüger, Larken Rose oder jeder sonstige freiheitlich eingestellter Mensch. Einfach nur deswegen, weil das in der Natur der politischen Logik steckt.

Der Name dieser Person wird „Christoph Hörstel“ sein.

  
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Das Video, um das es geht: Politischer Aktivismus ist schlimmer als nutzlos – Larken Rose

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46 Responses to Die Denkfehler des Christoph Hörstel

  1. pedrobergerac sagt:

    Genau so ist Es.
    Ich brauche NIEMANDEN der mich regiert oder verwaltet.
    Wie meine Kinder immer zu mir sagen.
    DU bist nicht mein Bestimmer.

    • asisi1 sagt:

      es ist so wie du sagst, ich brauche auch niemanden der mir sagt was ich machen soll. aber die Mehrheit und damit meine ich ca.90% der Bevölkerung brauchen jemanden der ihnen sagt was sie machen sollen. ein Beispiel: nimm einmal die Gesundheit. alles läuft, wegen jedem festssitzenden Pub, zum Arzt. hier wird die Verantwortung für die eigene Gesundheit auf den Arzt übertragen. der mensch geht nach hause und macht so weiter. das läßt sich auf alle Lebensbereiche übertragen.es ist auch vom Staat so gewollt, dass alle in einem Abhängigkeitsverhältnis bleiben. der selbstständig denkende ist für den Staat eine Gefahr.

    • OvO sagt:

      Wir brauchen zwar keine Regierung, aber wir brauchen funktionierende Infrakstrukturen. Und wir brauchen Möglichkeiten, diese organisieren zu können. Wir brauchen auch Knotenpunkte, an denen wir von unserer Konkurrenzdenke in eine Kooperationsdenke hinein kommen können. Wir müssen Übergänge schaffen, die gewährleisten, dass die bösen Systeme diese Entwicklung nicht torpedieren können und das die bereits bestehenden Infrastrukturen nicht plötzlich wegbrechen und die Welt ins Chaos stürzen.

      Wenn wir alle nur brüllen, dass wir niemanden brauchen der uns regiert, dann bewegen wir damit nichts. Dann kommen wir eher einem globalen Chaos näher, dass der NWO ihre Legitimation gibt. Und jeder der dann nicht pariert, wird dann einfach umgebracht werden. Dann hattest du zwar dein regierungsfreies Leben aber so wirklich ergiebig war es dann auch nicht. Die Welt ist einfach zu verzahnt, als das wir alle nur noch unser eigenes Ding machen könnten. Das ist auch nicht im Sinne der Natur. In der Natur funktioniert alles über Kooperation. Und anstatt uns nun blind gegen alles zu stellen, was uns nicht passt, sollten wir lieber Vernunft walten lassen und nach Wegen schauen, welche uns in ein menschenfreundliches System hineinführen, von dem aus wir dann immernoch autark leben können.

      Sich an solchen Begrifflichkeiten wie Regierung aufzuhängen mag vllt Spaß machen, aber es bringt die Menschen um keinen deut weiter. Wenn dass das einzige Argument ist, dass man gegen Hörstel hervorbringen kann, dann kann man über soviel Pseudo-Intellektualität nur müde lächeln.

      Regierungen sind schlecht und unnütz. Aber nur, wenn sie nicht dem Menschen dienen, sondern ausschließlich der Elite und sich selbst. Aber das kommt am Ende auf die Menschen an, die in der Regierung sitzen.

      • Habeich sagt:

        OvO ich stimme Dir voll zu. Auch wenn es uns/ vielen nicht gefällt, es ist bereits alles (und das schon seeehr lange) zu sehr miteinander verzahnt. Ich denke, wenn, dann ist es nur zu schaffen in das bestehende System zu kommen. Wenn dieses gelungen ist, ist es noch ein weiter Weg bis vieles Menschengerechter wird. Aber der einzige. Denn einfach nichts zu machen, weil man sich nichts sagen lassen will wird das, was die Strukturen die bestehen auf den Weg gebracht haben, nur allzu schnell umsetzen lassen, was sie geplant haben. Und das wird sicher alles andere als lustig. Dann ist es erst recht vorbei mit: ich lasse mir nichts sagen. Das war es dann. Wenn ihr „wesentlich freier“ als bisher und erst recht in Zukunft leben möchtet, dann solltet ihr wenigstens mal das Programm der DM lesen. Könnte sein, dass ihr euch dort mit euren Wünschen wiederfindet. Und vielleicht ist es sinnvoll, sich gemeinsam gegen das, was da oben „herrscht“ auf den Weg zu machen und wenigstens zu versuchen es zu stoppen.
        Interessieren würde mich allerdings, wenn jeder denkt, ich lasse mir nichts sagen, wie soll dann ein Miteinander funktionieren? Als Eltern würde ich meine Kinder auch nicht alles machen lassen, was sie wollen. Als Chef musst du auch Mitarbeiter lenken und leiten. Um „Ergebnisse“ zu bekommen, gibt es nun einmal Richtlinien und Regeln. Und ich denke schon, je mehr Menschen zu einem System gehören, um so mehr Regeln muss es wohl geben. All dies hat nichts mit unterdrücken zu tun. Auch in der Tierwelt gibt es meist ein Leittier, oder? Und auch dort gibt es Regeln.
        Oder findest Du es in Ordnung, wenn mein Kind dich beim Einkaufen tritt? Weil es gerade bock drauf hat? Und wenn Du mich entrüstet anschaust oder auch noch fragen solltest, ey, was soll das? Dann antworte ich Dir: hey, es macht halt was es will, okay! Dieses kleine Beispiel sollte nur deutlich machen, warum ich, in diesem Fall, Regeln für den Umgang mit anderen wichtig finde. Eben Wertschätzend und respektvoll. Dieses kleine Beispiel zeigt auch, dass wir in verschiedenen Bereichen oft jemanden haben, der uns regiert. Auch wenn es uns nicht immer passt und mir persönlich passt auch sehr vieles nicht!!! Zum Beispiel, was die zur Zeit regierenden in unserem und einigen anderen Ländern gemacht haben, machen und machen wollen. Was das alles beinhaltet brauche ich wohl nicht erwähnen.
        Ich hoffe jedenfalls, das Herr Hörstel es mit seiner Partei schaffen wird, was er sich vorgenommen hat. Dann ist vieles erreicht und es wird sich einiges verbessern.
        L.G.Momo

  2. Kommissar für Mäuserechte sagt:

    Haha, die eine Pipi Langstrumpf redet über eine andere Pipi Langstrumpf.
    Alles reines Kopfkino, die Realität ist eine völlig andere.

      • OvO sagt:

        Der Kommissar hat schon vollkommen recht. Die Realität ist eine Andere und mir drängt sich der Verdacht auf, dass du genauso wenig das System verstehst wie viele andere. Es gibt immernoch eine noch wahrere Wahrheit. Und der Glaube, das Politik nicht funktionieren kann, ist ein logischer Gedankenschritt, den die Globalisten erzeugen wollen, in dem sie eben diesen Eindruck vermitteln. Dadurch erzeugt man dann eben jene Teilnahmslosigkeit die gerade vorherrscht. Oder man installiert eben eine Partei mit dem Tonus „Alternative“. Das Spiel ist doch so billig… wie kann man das nicht sehen?

        Politik kann sehr wohl funktionieren, wenn man sich schlicht und ergreifend nicht bestechen oder unterlaufen lässt. Ob das Hörstel gelingt ist eine andere Frage. Aber ob es darum geht? Erst einmal zeigt Hörstel sehr konkrete Wege auf, wie wir die jetzigen Probleme lösen können. Und jemand der es ausspricht, haben wir unbedingt nötig. Ich bin sehr gespannt darauf wie der Bundestag auf seine Vorschläge reagieren würde. Ob Politik von oben lebensnotwendig, steht auf einem ganz anderen Blatt. Mit freier Liebe werden wir aber weder die Nato-Politik noch das Flüchtlingsproblem oder andere Dinge zügig lösen können.

        Wir stehen vor Problemen, wo wir uns nicht leisten können, andere Alternativdenker zu diffarmieren. Wir sollten gemeinsam, auf jeder Bühne kämpfen, die uns zur Verfügung steht. Politik wird erst dann gefährlich, wenn die Parteienpolitik das eigene politische Engagement ersetzt. Wenn beides zusammenkommt, sieht die Welt anders aus. Von daher werd ich mein Kreuz machen. Wohl zum ersten und letzten mal. Aber wenn ichs nicht tue, und wenn 99% aller Deutschen es nicht tun, bekommt eine Partei immernoch die Mehrheit der Stimmen. Und das sollen keine Systemparteien sein. Von daher überlegt euch doch einfach mal zweigleisig zu fahren, solange es in dieselbe Richtung, Frieden, Gerechtigkeit und Solidarität geht und die Personen vertrauenswürdig sind.

        Das Video Maulhelden der Freiheit trifft hier übrigens genau auf dich zu. Sollteste vllt mal drüber nachdenken, statt Anderen immer nach dem Mund zu reden, die meinen das Wahlen oder Politik perse schlecht oder dysfunktional seien. Das glauben sie lediglich, weil sie das System nur rational betrachten aus einer Perspektive die systemgeprägt ist.

    • der wegfinder sagt:

      Wer ist die Realität? Du , Ich wir alle?
      Es ist das Ergebniss eines wirklichen Freidenkers. Und Deine sogenannte
      Realität ist Dir vorgegeben, aber Sie wird sich ändern wenn Menschen endlich erkennen und wissen. Zugegebener Weise wird das dauern, denn
      Bildungssystem und mediale Beeinflussung bestimmen den Rahmen Deines freien Denkens. Erst wenn dieser Rahmen verschwindet , sind wir frei. Dann erst können wir auch beweisen, das wir der Verantwortung gerecht werden, die diese Freiheit mit sich bringt. Von solch einer Verantwortung sind wir alle noch Lichtjahre entfernt, (Herschende und Beherschte) Da geb ich Dir recht.

  3. Hertz sagt:

    Hallo,

    auch ich brauche nicht mal im Ansatz Menschen die mich regieren oder Verantwortung für mich übernehmen.

    Aber:
    Ich denke daß nur ein sehr geringer Teil der Bevölkerung fähig und Willens ist Freiheit zu leben.
    Ich denke auch, daß ich nicht erleben werde, wie der Anarchismus oder Voluntarismus unsere Gesellschaft komplett umdreht und somit wirklich Fuß faßt….auch wenn ich es mir noch so wünsche und selbst versuche danach zu leben.

    Ich bin da im Programm der DM nicht in´s Detail gegangen, aber C.H. scheint durchaus Hoffnungen zu geben.

    Wenn man das nun vollkommen pragmatisch sieht, ist es dann nicht besser DM zu unterstützen?

    Also zu versuchen eben eine -wenn auch geringe- Verbesserung in die Wege zu leiten um das Licht am Ende des langen Tunnels vielleicht etwas heller zu bekommen?
    Ist es sinnig nur starr Geradeaus zu schauen und alles andere zu negieren?

    Gruß

    Hertz

    • Roland sagt:

      Geld ist eine neue Form der Sklaverei, die sich von der alten nur unterscheidet, indem sie unpersönlich ist, daß es keine direkte Beziehung zwischen Herren und Sklaven gibt.

      Leo (Lew) Nikolajewitsch Graf Tolstoi

      (1828 – 1910), russischer Erzähler und Romanautor

  4. Peter FwF sagt:

    Dass nur wenige in Freiheit leben können und wollen, ist aus unserer Sicht vollkommen unproblematisch, wenn die anderen, die das tun wollen, einfach nur in Ruhe gelassen werden.
    So gibt es sicher nur wenige, die keine Krankenversicherung haben wollen und lieber die Arzthonorare selbst aushandeln und bezahlen. Diese Leute sollte ebenfalls in Ruhe gelassen und nicht in die Versicherung hineingezwungen werden.

    Es geht uns vor allem darum, deutlich zu machen, dass es unmoralisch ist, die Versklavung ANDERER Meschen zu fordern oder aus Unwissenheit oder Naivität direkt zu untersützen und sich daran zu beteiligen. ANDERER Menschen, die niemandem etwas getan haben. Gegen freiwillige Selbstversklavung (was per Definition keine Versklavung ist), haben wir überhaupt nichts einzuwenden.

    Ob die Gesellschaft komplett umgedreht wird, ist nicht wichtig, da kaum nennenswert beeinflussbar. Sogar im Gegenteil: Versuche der Einflussnahme „von oben“ scheitern normalerweise katastrophal – so gut die Absichten zu Beginn auch sein mögen. Nicht zuletzt geht es in deinem Leben um dein Leben und nicht um eine „Gesellschaft“, die es ohnehin real gar nicht gibt, da es ein abstraktes Konzept ist.

    Wichtiger – und praktischer – ist es, selbst sein eigenes Leben freiheitlich zu gestalten und seine Zeit und Energie DAFÜR zu reservieren als für Dinge, die dem Wesen nach gegen die Freiheit gerichtet sind, wie jede Form von Politik.

    Starr geradeaus zu sehen wäre es, Christoph Hörstels politische Aktivitäten – auch wenn die allerbesten der besten Absichten dahinter stecken – entweder einfach zu ignorieren oder sogar zu unterstützen.

  5. Hertz sagt:

    Hallo Peter,

    besten Dank für deine Sicht der Dinge.

    Ich habe etwas gebraucht deine Einstellung zu verstehen, da ich neu in den Voluntarismus „eingestiegen“ bin, hoffe aber deine Sicht halbwegs verstanden zu haben.
    Interessant dabei war die Erkenntnis, daß ich schon in sehr früher Jugend anarchistisch war….ohne die Ideologie zu kennen.

    Das was Du gepostet hast ist in der Theorie sicher richtig, hilft aber in der Praxis nicht einen Millimeter weiter…zumindest sehe ich das für mich (derzeit) nicht.
    Und um die Praxis geht es mir.

    Eben daß es kaum nennenswert beeinflußbar ist, die Gesellschaft umzudrehen, ist ja unser größtes Problem.
    Wird sie nicht umgedreht, läßt man uns eben nicht in Ruhe, da wir dem System kaum oder nur sehr partiell entfliehen können.
    Wie soll sich da in der Praxis auch nur die Bohne ändern, wenn sich die Herrscher problemlos halten können, ja nicht einmal im Kern in Frage gestellt werden und der überwiegende Teil der Bevölkerung dem ganzen Treiben (bewußt oder unbewußt) zustimmt?

    In diesem System ist Freiheit nach unserer Definition ein Fremdwort.
    Wenn man starr seinen anarchistischen Weg geht, ist das sicher Idiologisch sauber, es wird aber sehr sehr schwierig bis unmöglich Freiheit zu leben.
    In der Zwischenzeit werden immer mehr Sauereien von der Herrschenden in´s Volk geprügelt und vom Volk zumindest geduldet.
    Anstatt also nur einen relativ aussichtslosen Weg zu gehen, könnte man evtl. die Gesamtsituation etwas verbessern, bzw. einige der Sauereien stoppen und parallel natürlich weiter seinem Weg folgen.
    Das bringt uns immer noch nicht an´s Ziel, verschafft aber evtl. eine gewisse Linderung.
    Und natürlich ist das Ideologisch nicht Widerspruchslos aber muß es das sein?

    Ich verstehe nicht, warum die Ignoranz oder Unterstützung von C. H. „starr geradeaus“ sein soll?
    Nach meinem Empfinden ist es exakt das Gegenteil wenn man seinen Weg geht unt trotzdem alle gegebenen Möglichkeiten nutzt um dem System möglichst viele Grenzen zu setzen und damit die Situation zumindest etwas zu verbessern.

    Nutzt man diese Möglichkeiten nicht, wird es, gerade jetzt, noch mehr Restriktionen, Gesetze, Verbote und weiß der Geier was noch an Sauereien geben….sieht man doch jeden Tag was da aktuell am köcheln ist.
    Dadurch wird es dann nicht gleichbleibend oder sogar einfacher, sondern immer schwerer seinen eigenen Weg zu gehen.

    Soll man das bewußt zulassen?

    Gruß

    Hertz

    • Peter FwF sagt:

      Wenn du den Anspruch hast, eine ganze Gesellschaft umzudrehen, dann versuche das doch erst mal in einem Bereich, auf den du einen nennenswerten Einfluss hast. Fange bei deinen Freunden und bei deiner Familie an und mache erst mal die Erfahrung, wie schwer es sein wird, es bei einer ganzen Gesellschaft zu versuchen.

      Nochmal: Wer nach freiheitlichen Prinzipien lebt, weitet seine Freiheit jetzt sofort und ganz real signifikant aus. Das ist in jedem Fall eine bessere Option als ständig in gesamtgesellschaftlichen Kategorien zu denken, vor lauter Sorgen Krebs zu bekommen und dann festzustellen, dass ich nichts geändert hat. Die „Gesellschaft“ ist das, was sich aus dem Handeln von Individuen ergibt. D.h. freie Individuen führen zu einer freien Gesellschaft und nicht umgekehrt! Aber ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich ab diesem Moment wieder mal mit einer Betonwand rede…

      Und nochmal Teil 2: Ein Problem ist niemals dadurch zu lösen, indem man versucht, den Lösungsweg zu gehen, den das Problem selbst vorgibt. Das wäre das gleiche wie überfallen zu werden und der Täter zu einem sagt: „Weißte was, mein Lieber? Hier ist mein Kummerkasten. Steck doch einen Zettel dort rein, das hilft dir ganz bestimmt!“ Oder wenn ein Politiker zu einem sagt: „Weißte was, mein Lieber? Wir haben hier ein paar Formulare für dich. Melde doch eine Demo an und gehe da hin. Dann kommst du garantiert ins Paradies.“ Und im Hintergrund lachen sich die Täter schlapp über so viel Naivität ihrer Opfer.

  6. William von Baskerville sagt:

    freundlich gesagt kann ich darauf nur erwidern: „ruhig mein Brauner“ ( ..und meine das Pferd).
    Das was ihr wollt geht nur in Etappen – selbstverständlich brauchen wir später keine Parteien mehr, da schon im Worte „pars“ nur ein Teil der Gesellschaft gemeint ist, was unserer Forderung widerspricht.
    Michael Tellinger sieht das genauso, hat aber trotzdem die Ubuntupartei in Südafrika gegründet, um das mit dem System das Parteiensystem abzuschaffen.
    Auch mein persönlicher Held, Hr Prof Dr Franz Hörmann propagiert eine Gesellschaft ohne Unterdrückungsmechanismus Geld und Parteien … sagt aber zugleich, dass wir auf einer Reise sind um dieses endgültige Ziel voranzubringen.
    Ihr vergesst wie die große Masse tickt und ohne die schaffen wir das nicht.
    Die „Deutsche Mitte“ vertritt in Ihren Punkten unseren Weg durch das bestehende Rechtssystem unsere Ziele wenigstens öffentlich anzugehen … was wir danach machen können, nachdem das „Schweinesystem“ verschwunden ist können wir dann immer noch im gemeinsamen Konsens erarbeiten.
    Ich bin auf eurer Seite aber wir müssen es realistisch angehen und dürfen uns da nicht zersplittern.
    Wie Prof Hörmann bereits sagte: „Nicht entweder oder, sondern sowohl als auch …. wir sind Werebank, Osbeee, Infomoney, DeutscheMitte UND Anarchos im ursprünglichen Sinne nach Prof Graeber der Occupy Bewegung“
    …somit Mittel zum Zweck und dadurch legitim und notwendig.

  7. William von Baskerville sagt:

    Kleine Ergänzung: ich habe das Gefühl es geht euch primär um die Begrifflichkeit – für euch ist schlichtweg der Begriff „Regierung“ inklusive seiner bisherigen Ausübung schlecht.
    Aus dem Grunde schüttet ihr das Kind mit dem bade aus und gebt einer „guten Regierung“ keine chance, da sie die Möglichkeit haben könnte sich wieder ins schlechte zu wandeln ….. verständlich …. doch geht doch bitte „eine Etage tiefer“ – ist es nicht die „Haltung“ nach Prof Hüther eines menschen die über gut und böse entscheidet und was definieren wir eigentlich als „gut“ und „böse“?
    Es gibt persönliche entscheidungen und es gibt konsensentscheidungen …. beide hängen in ihrer qualität von der Haltung des menschen ab, sich selbst und gesellschaft zu definieren – und somit auch das miteinander.
    Wenn wir eine „Regierung“ haben, die sich selber als Exekutive des Volkswillens versteht, der sich durch „erkenne dich selbst“ erst aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit entiwckelt hat, wissen wir um die zusammenhänge zwischen rechtens und unrechtens und überlassen dies eben NICHT der Willkür eines persönlichen bewusstseinsstandes – am beispiel gesagt: wer geldgeil bleiben möchte erkennt eben NICHT, dass ihn dieses konditionierte empfinden von der einigkeit mit dem nächsten trennt … und muss diesen weg erst im bewusstsein durchschreiten.
    Konkurrenz und Kooperation können eben NICHT in einer gesellschaft nebeneinander existieren und die basis des zwischenmenschlichen miteinanders bestimmen.
    Dies hätten wir aber durch den absoluten anarchismus und würden dadurch eine reihe von parallelgesellschaften etablieren, die auch wiederum nur intern einen gemeinsamen konsens gefunden haben … und auch versuchen würden diesen durchzusetzen.
    Der Begriff „regierung“ muss entstigmatisiert werden – dadurch können wir es wagen ihn durch reine exekutive des elaborierten volkswillens zu verstehen …. als organ das aufpasst, dass sich die haltung des menschen nicht wieder verschlechtert und in bahnen abdriftet, die dem gebot der nächstenliebe zuwiderhandelt.

    Ohne diese vorbildhafte unabhängige und frei von Lobbyismus agierende Exekutive wird es schwer sein ein Auge auf Störfaktoren zu werfen, solange man sich noch nicht auf die menschliche Natur, die ursprünglich in der Kooperation lag, verlassen kann – denn da muss erarbeitet werden und wird mittels Quantenphysik und Psychologie auch irgendwann im laufe der kommenden Jahre erbracht.

    • rote_pille sagt:

      Gut und böse – vorausgesetzt Sie meinen das im Sinne moralisch und unmoralisch – sind objektiv, hängen also nicht von der Haltung von irgendjemanden ab. Es macht sonst wenig Sinn moralische Standards zu definieren, denn warum sollten sie von anderen akzeptiert werden, die sowieso ihre eigenen Standards haben?
      „Es gibt persönliche entscheidungen und es gibt konsensentscheidungen …. beide hängen in ihrer qualität von der Haltung des menschen ab, sich selbst und gesellschaft zu definieren – und somit auch das miteinander.“
      – Wie soll ich das übersetzen? Das ist absolut konfus was da steht.
      „Wenn wir eine „Regierung“ haben, die sich selber als Exekutive des Volkswillens versteht […]“
      – Der Punkt ist, es ist egal als was sich jemand versteht. Wichtig ist, was er IST. Und niemand kann die Exekutive eines Volkswillens sein, weil so etwas wie ein Volkswille NICHT EXISTIERT. Nur einzelne Menschen können denken und einen Willen haben. Diese können ähnlich sein, aber niemals gleich, und man kann sie deshalb auch nicht zu einem „Volkswillen“ zusammenfassen.
      Dann kommt wieder so ein unverständlicher Teil, und das Beispiel verwirrt eher als dass es erklärt. Wenn man etwas nicht erklären kann ist das ein Anzeichen dafür, dass man es nicht verstanden hat. Deshalb muss ich den nächsten Satz kritisieren, ohne auf den vorherigen, unverständlichen Argumentationsversuch eingehen zu können.
      „Konkurrenz und Kooperation können eben NICHT in einer gesellschaft nebeneinander existieren“
      – Genau das tun sie aber in der Realität. In der Telekommunikation konkurrieren z.B. verschiedene Firmen, müssen aber kooperieren, weil man sonst nicht mit Kunden des anderen Netzwerks telefonieren könnte. Ich könnte noch unzählige Gegenbeispiele aufführen, aber eines reicht.
      „würden dadurch eine reihe von parallelgesellschaften etablieren, die […] versuchen würden diesen durchzusetzen.“
      – Es geht darum mit welchen MITTELN man versucht etwas durchzusetzen. Wenn man irgendwas gut macht und es durchsetzt indem man die anderen davon überzeugt, dass es vorteilhaft oder moralisch richtig ist es so zu machen, dann ist das nichts Schlechtes. Wenn man hingegen versucht es den anderen aufzuzwingen, dann natürlich schon. Die Voraussetzung für Anarchie ist, dass es genügend Leute gibt, die das Aufzwingen für falsch halten, also würde die Durchsetzung nur durch Überzeugung funktionieren können.
      „[…] elaborierten volkswillens […]“
      – Wie gesagt, man kann nichts elaborieren was nicht existiert. Man kann es sich höchstens einbilden (auch eine Möglichkeit die „Haltung zu ändern“). Ich will überhaupt keine Regierung die „aufpasst“ ( = bei Zuwiderhandlung Gewalt androht), ob ich dem „Gebot der Nächstenliebe“ zuwiderhandele oder nicht. Ich bin nicht verpflichtet irgendjemanden zu lieben.
      „Ohne diese vorbildhafte unabhängige und frei von Lobbyismus agierende Exekutive“
      – … die es auch nie geben wird, weil die Regierung auch aus Menschen besteht, nicht nur irgendwelchen Menschen, sondern machtgeilen Menschen….
      „solange man sich noch nicht auf die menschliche Natur, die ursprünglich in der Kooperation lag, verlassen kann“
      – Das Markenzeichen der menschlichen Natur ist, dass man sich auf sie verlassen kann, und das sie nicht erst mittels „Quantenphysik“ (was zum Teufel hat die damit zu tun?) oder „Psychologie“ erarbeitet werden muss. Wenn das nicht der Fall ist, dann haben Sie ein falsches Verständnis davon, was die menschliche Natur überhaupt ist.

  8. Hux sagt:

    Liebe Mods,

    ich lese hier eigentlich sehr gerne, weil ich dadurch schon viel erfahren und gelernt habe.

    Aber was mir reichlich auf den Keks geht und was ich auch nicht angemessen finde ist eure Überheblichkeit:

    „Aber ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich ab diesem Moment wieder mal mit einer Betonwand rede…“

    „….ohne auf den vorherigen, unverständlichen Argumentationsversuch eingehen zu können.“

    Das sind nur 2 kurze Beispiele von vielen.

    Glaubt ihr damit euer Anliegen transportieren zu können?
    Sollen so interessierte Leser am Ball bleiben?

  9. Michael sagt:

    Du kannst nicht in Frieden (und damit nicht in Freiheit)leben, wenn Dein böser Nachbar dies nicht will. So lange auch nur ein Mensch nicht in der Lage ist, freiwillig in Frieden mit seinen Mitmenschen zu leben, bleibt uns gar nichts anderes übrig als politisch für Fortschritte zu arbeiten. So schön Anarchie in der Grundidee ist, so ungeeignet ist sie leider für diesen Planeten. Was anderes zu glauben ist naiv und realitätsfern. Das zusammenleben von Menschen wird immer aus Kompromissen bestehen.

  10. Freiheit die ich meine. So solltet Ihr Euch einen anderen
    Planeten suchen, analog in der Lebensstruktur des Planeten Erde, aber
    ohne geistige Einflüsse, denn dann könntet Ihr ja eben wieder in einer Matrix , gleich
    dieser, in der wir uns offensichtlich alle befinden ,landen.
    Mika Waltari spricht im Sinuhe The Egypt von dem Geist Der Wahrheit, der Liebe
    und der Erkenntnis. So kann Geist auch Kraft und Herrlichkeit bedeuten…!!???
    Ja, so isses! Hat mich vor vielen Jahren einmal ein Kumpel gefragt:
    Was nutzt des Menschen hoher Geist, wenn er auf dem Bettrand sitzt und ………
    ……….; nö, n ö nö ….das heißt schwitzt!

    PS: Übrigens, erklärt mir einmal was Geist überhaupt ist; und zwar simpel und verständlich, nicht philosophisch. Danke!

  11. Jörg sagt:

    Der größte Denkfehler fängt bei den Anarchisten und Voluntaristen. Ihr seid die geistige Krönung einer langen esoterischen Entwicklung!

    Der Wille als Grundprinzip des Seins klingt ja toll. Das funktioniert solange Ihr in euren Biotop als geistige Einsiedler in der Askese lebt.

    Sobald dort einweiteres Individuum mit seiner eigenen Vorstellung des Seins einfällt ist schon Schluss mit eurem Geschwafel.

    Dieses Prinzip funktioniert nirgends auf der Welt auf Dauer. Hat es nicht und wird es nie.
    Nicht einmal im kleinsten (Okökummunen, sonstige Experimente in diese Richtung sind IMMER gescheitert)

    Es braucht immer Regeln um das Raubtier Mensch in einer Gemeinschaft überlebensfähig zu machen. Wer was anderes behauptet ist ein ideologischer Spinner! Hippie, spät 68er oder einfach nur etwas geisteskrank.

    • rote_pille sagt:

      Sie meinen die Regeln, die von den Staatsdienern permanent missachtet werden, wie zum Beispiel niemandem gegen seinen Willen seinen Kram wegzunehmen, niemanden umzubringen (ups, Steuern, Krieg)? Sagen Sie mir, wenn die Menschen Raubtiere sind, und jede Funktion des Staates von Menschen ausgeführt werden muss, wer schützt die „überlebensfähige Gemeinschaft“ dann vor denen?

    • Libertarian sagt:

      Ich glaube Sie verwechseln hier was. An-Archie heißt übersetzt NICHT „ohne Regeln“, sondern „ohne Herrschaft (Archie)“.

  12. ZeroCool sagt:

    Bei all dem geisteskranken Mist, den die korrupten Regierungen anstellen und der mir durchaus bewusst ist muss ich dennoch widersprechen.

    Voluntarismus/Anarchismus ist eine politische Utopie. Fakt ist, dass sich IMMER und zu JEDER ZEIT Menschen versuchen Vorteile zu verschaffen. Dies geht am einfachsten durch eine zutiefst menschliche Eigenschaft: Die Zusammenarbeit. Fehlende „staatliche Gewalt“ ohne durchsetzbare Rechtsnormen wird sehr schnell zu Gruppierungen führen, die sich im Verbund Vorteile verschaffen – Gibt es bereits heute in Form von Banden oder „Clubs“ in den meisten größeren Städten.

    Und dies wiederum wird ohne übergeordnete Instanz verstärkt zu lokalen Warlords und Banden führen. Und wer nicht in einer der Banden ist muss ein Leben wie ein Erdmännchen führen – Nicht weit weg vom Schutz und schnell ins Loch kriechen wenn auch nur die kleinste Bewegung wahrgenommen wird oder Schutzgeld abdrücken. Am Ende werden sich die Stärkeren bekriegen und die Schwächeren „schlucken“. Was ist wohl neben unzähligen Toten das Ergebnis davon? Richtig! Eine neue Staatsform. Was glaubt Ihr wohl wie es zu einem „Staat“ bzw. anfänglich Monarchien und Ländern kam? Das alles ist doch nicht vom Himmel gefallen!!

    Das kann es nicht sein. Das ist Schrott. Besser wäre es die staatliche Kontrolle intelligenter aufzustellen. Schritte dazu: Deutlich bessere Einbindung der Bürger. Keine Straffreiheit für Politiker im Amt für schwerwiegende Vergehen gegen das Land. Sehr enge Grenzen bzgl. wirtschaftlicher Einflussnahme/Tätigkeiten… uvm.

    • pedrobergerac sagt:

      Das einzige was uns retten kann ist die Liebe. Dann geht auch Anarchie.

      • Christoph Messner sagt:

        Liebe ist aber der Gluecksfall. Der Regelfall ist der Kampf um alles Existenzielle zum Ueberleben. Auch gegeneinander. Amerika wurde nicht durch Liebe erobert und auch die Indianer fuehrten oft Krieg gegeneinander. Sei es wegen Gebietsstreitigkeiten, sei es wegen Frauenraub, sei es wegen Doofheit mancher Fuehrer.

        • pedrobergerac sagt:

          Natürlich wurde Amerika nicht mit oder aus Liebe erobert.
          Die Liebe unterbindet Kriege. Deswegen wird sie doch von allen Mächtigen verbannt.
          Die Kirchen sind ein Paradebeispiel dafür. Deswegen haben sie doch den Christusimpuls für sich in Anspruch genommen und fehlgeleitet.
          Christus selbst hat wirklich Liebe gepredigt. Auch Buddha und noch viele andere.
          Aber davon haben wir uns weit entfernt.
          Weihnachten ist nicht umsonst das Fest der Liebe. Wegen Christus. Aber was haben wir daraus gemacht?
          Es liegt an Jedem von uns daraus Etwas zu machen. Und zwar abseits des Konsums.

  13. H. Jørg Egger sagt:

    Sie gehen in Ihren Argumentationen von einer bestimmten Anthropologie aus, die Sie aber nicht ausreichend darstellen oder gar begründen. Wenn die Prämisse Ihrer spezifischen Anthropologie falsch ist, sind auch alle darauf gegründeten Folgerungen falsch. Meiner Meinung, nein, Überzeugung nach IST sie falsch.

  14. Manuel sagt:

    Der Wandel von Regierungen und Nationen zu einer selbst organisierenden Anarchie ist euer Denkfehler.
    Denn dieser Prozess wird von Machten bestimmt die ein höheres Maß an Struktur und.. Organisation haben.
    Ich glaube eine nicht politisch durchgeführter Wandel wird an einer Waffenlieferung scheitern.
    Man könnte Deutschland innerhalb von wenigen Monaten in eine Anarchie stürzen.
    Nur eben keine Friedliche.
    Man nehme eine Demonstration. Lässt einen Scharfschützen sowohl auf Polizisten als auch auf Demonstraten schießen. Vorher vieleicht noch ein bischen Mediendrama machen um einen ermodeten Zivilisten von Polizisten. Dann braucht man den Nazis und den zahlosen antifa Bewegungen Waffen schicken und schon hat man Anarchie.
    Aber eben keinen Friedlichen.
    Es gibt ausserdem das Theorem, dass eine Problemlösung mindestens genauso komplex sein muss wie das Problem.
    Meiner Meinung nach, findet hier Teilen statt. Geherrscht wird woanders.
    Durch Traumata wird kontroliert und handlungsunfähig gemacht.
    Euer Trauma ist Vertrauenslosigkeit und Angst davor sich der Verantwortung zu stellen sich zu verbinden und zu organisieren mit all den Schwierigkeiten die es beinhaltet.
    Siehe die Piraten(abgesehen von dem fehlenden Geldschöpfungsthema).
    Es braucht Ideale und die Kraft diese durchzuhalten.

  15. hubert trocker sagt:

    Mir scheint, Jeder glaubt hier, dass seine Meinung die richtige sei.
    Ich verfolge seit längerer Zeit viele Alleswisser. Von Allen scheint mir Christoph Hörstel, derjenige, der am wenigsten „Denkfehler“ hat.
    Jemand, der mich auch sehr beeindruckt ist ein Daniele Ganser, der wenig Ideologie in die Diskussion bringt, sondern einfach analysiert. Dies sollten mehrere tun, dann wäre die Welt von vornherein etwas besser, oder?

  16. Sandra sagt:

    Alles, was ich hier lese, finde ich sehr lesenswert in seinen unterschiedlichen Ansätzen. Wer rechter hat als wer anders kann ich so überhaupt nicht beurteilen. Auch habe ich nicht den Funken einer Ahnung, was an konkreten Maßnahmen richtig sein könnte. Es gibt so viele Wahrheiten und sie existieren alle nebeneinander, sind gleichzeitig und gleichermaßen gültig, obwohl sie sich teilweise gegenseitig ausschließen. Ein ganz komischer Zusammenhang.

    Oft genug bleibe ich damit regungslos in der Mitte stehen und weiß nicht, was richtig ist. Ohne Glauben an eine Richtung keine Handlungsmöglichkeit.

    Und dann besinne ich mich wieder auf eine Grundwahrheit, die ich jeder gültigen Wahrheit, die Frieden zum Ziel hat, zugrunde legen kann. Egal, wie ich versuche, Frieden zu etablieren, zuerst entscheidend ist Friede im Innern. Beruhen meine Ideen und Handlungen wirklich auf Frieden in Gedanken und Gefühl, ergeben sich daraus echte Wege, die, tatsächlich, ganz unterschiedlich und ganz gegensätzlich und dennoch wirkungsvoll, ausfallen können und immer auf irgendeine Weise Frieden erschaffen. In Wort und Schrift und Tat.

    Ich freue mich, dass Sie alle hier solche Lust auf Friedenfinden haben und mit neuen Ansätzen experimentieren, weil sich real gezeigt hat: so, wie es jetzt in der Welt organisiert wird, funktioniert es schon mal nicht. Ich werde Ihre Beiträge weiterhin aufmerksam verfolgen.

  17. Christoph Messner sagt:

    Es ist gut und richtig, all dies zu debattieren, was Christoph Hoerstel so macht, wenn der Tag lang ist. Aber seinem Ansatz einen anarchischen Ansatz entgegenzustellen, der automatisch ueberlegen sei, das ueberzeugt mich nicht so ganz. Natuerlich waere es schoen, wenn es keine Regierung mehr braeuchte. Es waere auch schoen, wenn sich alle Menschen nur noch lieben taeten und wir alle Waffen abschaffen koennten. Koennen wir aber nicht! Weil sich einfach nicht von Natur aus alle Menschen andauernd lieben! Und es braucht Regierungen in einer Welt, in der nicht nur 3 Mio Indianer in Nordamerika und nicht nur 30 Mio Kelten in Europa, sondern 7 Mrd Leute auf der ganzen Welt leben und kraeftig miteinander wirtschaften, mit Containerhaefen, Boersen, Universitaeten, Flughaefen, Minen, Armeen, Massenmedien, Strassen-, Strom- und Computernetzen usw usw.. Politische Hierarchien in Exekutive, Judikative und Legislative sind nicht nur unmenschliche Apparate, die abgeschafft gehoeren, sondern Apparate, die versuchen, all diese Menschenmassen in geordneten Bahnen zu lenken. Dabei geht natuerlich oft auch viel urspruengliche Freiheit verloren. Und diese Apparate sollen auch wirklich nicht die totalitaere Kontrolle uebernehmen und jede eigentliche Freiheit ausloeschen. Aber ich halte es fuer eine fatale Illusion zu glauben, dass die Menschen, liesse man sie frei, also frei im Sinne ohne Regierung, dass sie dann automatisch friedliche, geordnete Gesellschaften gruenden wuerden. Das koennte vielleicht in einigen Inseln der Seligen und Hochgebildeten schon klappen fuer eine Weile, aber die Geschichte hat gezeigt, dass es ohne Polizei, Soldaten, Ordnungssysteme, „Staat“, Regierung usw. zu Mord und Totschlag kommt. Deutschland ohne Regierung, da wuerden uns die anderen Maechte einfach schlucken.

  18. Ist nicht von Nöten sagt:

    Was für geistige Tiefflieger schreiben solche Artikel, oder solche Kommentare??

    „Ich brauche NIEMANDEN der mich regiert oder verwaltet.“, schön dann ab zur Selbstjustiz und Faustrecht? Nicht jeder Mensch ist so menschlich eingestellt, wei man selbst….

    Hörstel ist meiner Meinung nach, der einzig wirklich umsetzbare Weg, etwas zu bewegen. Er benutzt die gleichen Wege der Elite, unterwander statt Invasionen – ein politisches trojanisches Pferd.

    Welcher der über 80 Mio EInwohner schlatet nicht schon automatisch sein Gehör ab, wenn er staatenlos, Reichsbürger, oder ähnliches hört? Selbst wenn sich schon viele der Problematik bewusst sind, wird die breite Masse es nie akzeptieren. Ergo muss man sie mit den eigenen Waffen schlagen und über den mutmaßlich legalen Weg die Stimmen gewinnen!#

    Es ist immer wieder so frustrierend zu sehen, wie viel Energie solche Kleingeister aufstellen, nur um Fehler oder eine Gegenthese, zu einer vorhanden These zu erstellen, statt den eigenen Ego (der gerne mit Aufmerksamkeit gefütter wird), hinten an zu stellen und einfach mal pro Aktiv auf die Massen zu zu gehen, statt auf die Vernunft Masse zu hoffen!

    Es wird nur über den Weg einer Partei funktieren, da die MAsse niemals Gewalt, Radikale, oder selbsternannte Könige, auch nur Beachtung schenken wird!

    – Es ist ungleich besser bei Zeiten Dämme zu bauen, als zu hoffen dass die Flut Vernunft animmt- Erich Kästner!

    • Jürgen Hermle sagt:

      So in etwa sehe ich das auch. Was ich mir von den Herren wie Larken Rose wünschen würde, wäre den Weg zu beschreiben, was passiert, wenn immer mehr Menschen aufwachen und sich vom System abwenden.
      Und zwar von Tag zu Tag. Wie soll man sich organisieren und was werden die Kartelle tun ? Wie sieht es mit dem nächsten großen Finanzcrash und eventuell bevorstehenden Kriegen aus. Das System der Abkehr funktioniert doch nur, wenn sich alle sofort abkehren. Wenn das aber über Jahre geht, bleibt doch den Kartellen alle Zeit der Welt Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Wie wollen Sie den Hinterbliebenen erklären dass die Reaktion der Kartelle nun leider einen großen Weltkrieg verursacht hat ? Dass am Ende der freie Mensch stehen muss ist unbestritten. Aber mit aufwachen alleine wird das nichts werden.

  19. Kraekel sagt:

    Kein Kommentar, Frage:

    Wie kann ich Herrn Christopher Hörstel direkt anschreiben, per E-Mail.

    Danke und freundlichen Gruß.

    Horst Kraekel.

  20. Mensch sagt:

    Anarchie ist doch nur egozentrischer Kleinstfaschismus….einer stellt sich über die Bedürfnisse(auch nach Schutz, Hilfe usw.) aller Anderen….alles kleinkindlicher Quark…meist von Leuten idealisiert welche keinerlei Verantwortung für andere tragen oder tragen wollen…irgendwo habe ich neulich den Satz gelesen: „Du kannst zwar die menschlichen Gesetze brechen und kommst eventuell damit durch, aber bei Naturgesetzen hört es auf…die sind nicht auszutricksen

  21. ichbindabei80 sagt:

    Ich bewundere Hörstels großen Mut, die Dinge beim Namen zu nennen. Ihr solltet alle YouTube Videos von ihm anschauen DRINGEND, um einen guten Überblick zu bekommen. Die Lage ist ernst. Dieser Mann weiß um die Hintergründe. Er klärt uns auf und will wirklich was bewegen. Aufwachen Leute!!! Es geht los.

  22. thomas kürsteiner sagt:

    Rudolf Steiner hat vor 3 Saturnjahren 1917 die soziale Dreigliederung inauguriert.Nach dem Scheitern deren Einführung in Baden-Würthenberg hat er geäussert, dass eine nächste Möglichkeit erst in 100Jahren wiederkehren werde. Rechnet, liebe Mitmenschen und informiert euch über dieses Denkmodell, welches offenbart, warum die heutige Einheitsbreipolitik -welcher Couleur auch immer- scheitern MUSS.
    FREIHEIT DER INDIVIDUALITÄT ! GLEICHHEIT IM RECHTSLEBEN ! BRÜDERLICHKEIT IM WIRTSCHAFTSLEBEN ! Also freie Meinungsäusserung, Gleichheit in Rechtsfragen, Befriedigung der Bedürfnisse jeder Person (nicht unbedingt aller Begierden! 0) .tho as
    Dieses dynamische Zusammenwirken kann Frieden stiften, jedes andere Modell scheitert früher oder später an seiner Einseitigkeit.

  23. DasDenkVermögen sagt:

    Liebe Volontaristen,
    benutzt ihr eigentlich „gesetzliche Zahlungsmittel“? Wenn ja, dann könnt Ihr wohl kaum für Euch beanspruchen irgendwo nicht mehr mitzumachen. Das ist ungefähr so als würde man bei einer Massenvergewaltigung mitmachen und sich moralisch über seine Mittäter erheben, weil man es unterlässt, das Opfer zu beschimpfen und zu bespucken, während man sich an ihm befriedigt.
    Kommt mal ein wenig runter. Wir sitzen alle in einem Boot.

    „Korrupt ist jeder, der für Geld arbeitet“

    – Prof. Franz Hörmann, finanzpolitischer Sprecher der Deutschen Mitte und Verfechter eines neuen Geldsystems (Infomoney) als Lern- und Übergangssystem in eine Welt ohne Geld.

    • Manuel M. sagt:

      Es gibt da einen Unterscheid, es gibt Dinge die muss ich tun, bzw. ist der Preis einfach zu hoch es nicht zu machen. Dazu gehört das gesetzliche Zahlungsmittel, Steuern zahlen etc. Was anderes z.b. ist Wählen, dies muss ich nicht und ich habe auch kein pers. Risiko wenn ich es sein lasse. Es ist rein freiwillig.

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