Ich bin ein Anarchist

On 17. Juli 2015, in Gesellschaft und Politik, Videos, Voluntarismus, by FreiwilligFrei

Ständig höre ich, wie sich die Leute selbst widersprechen. Nicht bei Nebensächlichkeiten, sondern bei Themen, die das Leben von Millionen von Menschen betreffen. Nicht nur mir fällt das auf, sondern auch vielen anderen. Ich habe beschlossen zuzuhören und selbst nachzudenken, anstatt das nachzuplappern, was mir beigebracht wurde.

  

  
Wenn jemand sagt, dass er Raub ablehnt, aber Steuern befürwortet, dann definiere Raub und frage dich, ob Steuern unter diese Definition fallen.

Wenn jemand sagt, dass er Entführung ablehnt, aber Verhaftungen durch die Polizei befürwortet, dann definiere Entführung und frage dich, ob Verhaftungen unter diese Definition fallen.

Wenn jemand sagt, dass er gleichzeitig Gleichberechtigung und eine Regierung befürwortet, dann frage dich, wie gleichberechtigt die Mitglieder einer Regierung im Vergleich zu allen anderen sind.

Wenn jemand sagt, dass er Freiheit unterstützt, aber behauptet, kein Anarchist zu sein, dann frage dich, wie jemand, der beherrscht wird, frei sein kann.

Ich lehne Raub ab, genau so wie ich Steuern ablehne.

Ich lehne Entführung ab, genau so wie ich Verhaftungen durch die Polizei ablehne.

Ich befürworte Gleichberechtigung und Freiheit und lehne deshalb jede Regierung ab.

Ich, Randy Thacker, bin ein Anarchist, denn wenn ich sage, dass ich gegen Schlechtes bin, gegen Raub, gegen Überfälle, gegen Entführungen und gegen Mord und für das Gute eintrete, für die Freiheit und Gleichberechtigung der Menschen, dann meine ich das so, wie ich es sage.
  
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20 Responses to Ich bin ein Anarchist

  1. Rudolf sagt:

    Wenn ihr eure Videos macht, wäre es fair, wenn ihr erwähnen würdet, wer den Text zuerst übersetzt hat. Dieser Text erschien zuerst auf der Seite „Das Ende des Bösen“.

    • michael sagt:

      ein fairer text, wäre dieser hier:

      „Übersetzt wurde der Text zuerst von Rudolf Engemann. Die Formulierungen der Übersetzung waren aber für ein Voice-Over dermaßen unbrauchbar, dass der Text vollständig neu übersetzt werden musste. Vergleicht man die beiden Übersetzungen miteinander, so wird schnell deutlich, dass Rudolf Engemanns Text nicht viel mit der Übersetzung für das Video zu tun hat. Ob der Text nun vorher von Rudolf Engemann übersetzt wurde oder nicht, spielt für den Arbeitsaufwand zur Produktion dieses Videos keine Rolle.“

      • Rudolf sagt:

        Wäre trotzdem nett zu erwähnen, wo es zuerst erschienen ist. Eine veränderte Übersetzung ist kein Grund dafür es nicht zu erwähnen. Nach dem Video von Charles Krüger war es auch einer deiner ersten Handlungen, dich darüber zu beschweren, dass Er das Video neu vertont hat, obwohl seine Übersetzung bzw. seine Tonspur wesentlich besser ist, als das deiner Frau. Und das obwohl er gar nicht wusste, dass das Video bereits existiert. Willst du behaupten, du hättest es nicht gewusst, dass der Text zuerst auf der Seite Das Ende des Bösen erschienen ist? Aber vermutlich ist Fairness nicht deine/eure Stärke.

        • michael sagt:

          da verdrehst du einiges lieber rudolf.

          wo habe ich mich denn darüber beschwert??? ich kann nichts für deine rege phantasie.

          DU hast bei charles zb nicht den selben standard angelegt: siehe screenshot:

          schau mal, was DU da geschrieben hast…!
          habe ich irgendwo überlesen, dass du charles dazu aufgerufen hast, so nett zu sein und fwf zu erwähnen? im gegenteil!

          werde deine doppelstandards erstmal los, bevor deine beschwerden ernstgenommen werden sollen.

          ansonsten bekommen deine weinerlichen beschwerden einen komischen beigeschmack.

          und wenn du wirklich so nett und fair wärst, wieso erwähnst du nicht deinen eigenen sohn, der dir tatkräftig bei angeblich DEINEN eigenen übersetzungen hilft??

          so, damit ist das thema für mich beendet…
          nerv bitte andere leute mit dieser kinderkacke.

  2. Christian sagt:

    „Wenn jemand sagt, dass er gleichzeitig Gleichberechtigung und eine Regierung befürwortet, dann frage dich, wie gleichberechtigt die Mitglieder einer Regierung im Vergleich zu allen anderen sind.“

    Wie gleichberechtigt sind Mitarbeiter gegenüber ihren Chefs? Definiere Regierung.

    • AD sagt:

      Der Mitarbeiter hat jederzeit die Möglichkeit zu sagen „tschüss, ich geh jetzt und mach selber mit ’n paar Kollegen ’n Laden auf“. (Genauso wie eigentlich der Chef auch die Möglichkeit haben sollte, zu sagen „ne danke, wir lassen das mal lieber miteinander“) => Gleichberechtigung aufgrund eines freiwillig eingegangenen und ausgetragenen (Arbeits)Vertrages.

      Leider hat das letztes Mal nicht mit dem Steuereintreiber geklappt, dem konnte ich nicht kündigen. Noch besser: Keiner ist mit der Regierung eine Vereinbarung eingegangen (außer die Einwanderer vielleicht, die gesagt haben, lass mich unterschreiben, damit ich hier einen „Personalausweis“ bekomme). Vielleicht kann man noch argumentieren: „Schließlich habe ich den Müll gewählt“, aber was ist eben mit den Leuten die nicht gewählt haben (z.B. weil es nichts zu wählen gab, was moralisch akzeptabel oder gewünscht gewesen wäre)? Haben dennoch den staatlichen Unfug unter Androhung von Gewalt zu ertragen und zu bezahlen. => keine Gleichberechtigung

      • Christian sagt:

        Wenn der Mitarbeiter keinen eigenen Betrieb gründen will oder kann wird er wieder bei einem anderen Chef landen. Daher wieder die Frage: Wie gleichberechtigt ist ein Mitarbeiter gegenüber seinem Chef?

        • Christian sagt:

          Und auch noch mal: Definiere Regierung!

        • rote_pille sagt:

          wenn er keinen betrieb gründen WILL ist das seine freie entscheidung. er braucht auch nicht bei einem anderen chef zu arbeiten, wenn er genug eigentum hat von dem er leben kann. keinen interessiert es. wenn er aber leistungen von anderen haben will, dann sollte er etwas im gegenzug dafür anbieten, denn andere zu zwingen ihm diese leistungen zu erbringen ist verboten. der chef arbeitet unter denselben umständen, also sind sie gleichberechtigt.
          ein arbeitgeber ist auch nur ein angestellter des marktes, bei einem arbeitnehmer ist nur ein vermittler dazwischengeschaltet.

          hier die gewünschte definition von regierung:
          regierung=gewaltmonopol

      • Christian sagt:

        naja, definiere ich es mal selbst. Was ist eine Regierung anderes als eine Leitungsfunktion an der Spitze einer Gesellschaft oder auch eines Staates. Ebenso wie die Mitarbeiter eines Unternehmens sind die Menschen in einem Land nicht gleichberechtigt mit Regierungsmitgliedern, denn sie dürfen die Leitungsfunktionen der Regierung nicht ausüben bzw. die Leitungsfunktionen des Unternehmensleiters. In dieser Hinsicht gibt es keine Gleichberechtigung, weder bei einem Unternehmen noch bei einem Staat oder sonstigen gesellschaftlichen Zusammenschlüssen, die sich funktional ausdifferenzieren.

        Gleichberechtigung könnte es dann geben, wenn alle Mitarbeiter eines Betriebes gemeinsam entscheiden, was getan werden soll in dem Betrieb oder wenn sie zumindest die Betriebsleitung wählen würden, die in ihrem Interesse handelt. So jedenfalls kann eine Regierung zustande kommen. Sie kann sich natürlich auch selbst ermächtigen. Oder sie kann nur von einem Teil der Bevölkerung ermächtigt werden, sei es eine Minderheit oder eine Mehrheit, die die Macht dazu hat. Prinzipiell ist es aber möglich, dass Menschen gemeinsam eine Regierung wählen nach einem Verfahren, auf das sie sich zuvor geeinigt haben: sei es ein Verfahren mit wechselnden Mehrheiten oder ein Verfahren das auf der Zustimmung aller beruht. In diesem Sinne stehen sich Regierung und Gleichberechtigung nicht entgegen.

        • rote_pille sagt:

          lesen sie meinen kommentar weiter oben. regierungen mit unternehmensleitungen zu vergleichen ist purer schwachsinn. genauso wie die aussage, dass es gleichberechtigung nur geben könnte, wenn alle mitarbeiter eines betriebs gemeinsam entscheiden. ein betrieb steht im privatbesitz, jede einmischung in die entscheidungen des besitzers sind nötigung!

          • Christian sagt:

            Nehmen wir an, ein Betrieb befindet sich in Privatbesitz. Dadurch wird schon eine hierarchische Stellung des Eigentümers gegenüber den Nicht-Eigentümern definiert. Ich finde das aber auch gar nicht so problematisch. Nur ist es eben nicht gleichberechtigter als die Stellung von Bürgern gegenüber ihrer Regierung. Im Gegenteil: Diese kann wie von mir skizziert deutlich mehr Gleichberechtigung bieten, da sich Menschen ihre Regierung selbst wählen können. Wenn Menschen sich aus freien Stücken zusammen schließen und gemeinsam beschließen, wer bestimmte administrative Aufgaben auf Zeit ausführen soll, dann ist dies eine Entscheidung gleichberechtigter Menschen.

            „hier die gewünschte definition von regierung:
            regierung=gewaltmonopol“

            genau, es kann in der von mir vorgestellten Form das Gewaltmonopol der Menschen sein, die sich freiwillig zusammengeschlossen haben und über niemand anderen herrschen als sich selbst. Gegen dieses Gewaltmonopol habe ich gar nichts einzuwenden. Kritisch wäre es hingegen zu betrachten, wenn jemand, der nicht zu diesem Zusammenschluss zählt, das Gewaltmonopol der Vereinigung über sich selbst in Frage stellt.

  3. Tobi sagt:

    Ich wollte einmal fragen, wie ihr zu folgenden Denkweisen steht. Eine der Grundregeln im Voluntarismus ist doch: Gewalt ist nur legitim wenn diese aus Notwehr entsteht. Wäre es also moralisch vertretbar Gewalt auf die Machthaber auszuüben?
    Außerdem schreibt bzw. sagt ihr ja, dass der Zweck nicht die Mittel heiligt. Fällt aber Notwehr nicht auch in dieses Muster? Ich bin gespannt wie eure Meinung dazu ist…

    • Christian sagt:

      Wenn die Machthaber Gewalt gegen dich ausüben oder dich unter Androhung von Gewalt zwingen, Dinge zu tun, die du nicht tun willst.

  4. 500ml-Freigeist sagt:

    Das ist mal eine satt vereinfachte Darstellung der Dinge, man könnte auch Schwarz-Weiß-Malerei dazu sagen – einige würden es puren Populismus nennen. Na ja, einfacher verständlich wird Eure Haltung derart „definiert“ ja schon, doch nicht unbedingt so ausdifferenziert, wie ich mir das wünschen würde.

    Bei all dem muss man sich mal klar machen, dass wir sicher jeder jederzeit das Recht haben unsere Staatsbürgerschaft abzulehnen, und fortan „frei“ auf der Welt herum zu irren, nach Bedarf Anschluss zu suchen, wo es uns besser vorkommt… wie es derzeit gerade sehr viele Syrer, Afrikaner, Asiaten versuchen… Wenn man also unzufrieden ist mit den Umständen in einem Land (wie z.B. der BRD) kann man doch prinzipiell die Mitgliedschaft auflösen, Ausweis und Pass abgeben, und dann mal sehen wie man wo bleiben kann…

    Vor diesem Hintergrund stellt Ihr einige gewagte Gleichungen auf…

    Steuern gleich Raub! Ist diese Sichtweise nicht ziemlich verkürzt?
    Nicht, dass ich zu denen gehöre, die beim Steuern zahlen jubeln, und jeden Brief vom FA ungeduldig und voller Vorfreude kaum erwarten können… nicht falsch verstehen… und ich drück mich gern um Steuern, wo und wie ich eben kann, sehe aber auch einen Sinn in ihnen. Denn mit Steuern werden u.a. genau die vielen Dinge bezahlt, um die ich mich selbst gar nicht kümmern möchte! Ich brauche die nicht alle aufzählen – Ihr wisst, was ich meine… Insofern bedeuten sie mir auch Entlastung und ich nehme sie in Kauf wie einen „Mitgliedsbeitrag“…

    Verhaftung gleich Entführung! Sehe ich das wirklich so?
    Sicher nicht immer – klar, es ist eine Freiheitsberaubung, aber die findet in der Regel nicht grundlos statt, sondern nur, wenn ich meistens grob gegen eine Regel verstoßen habe, die ich zuvor mit meiner Staatsbürgerschaft akzeptiert habe. Außerdem kann ich selbst eine Verhaftung veranlassen, wenn mich bspw. jemand bedrängt oder attackiert. Dann profitiere ich sowohl von den Steuern (zur Bezahlung der öffentlichen Sicherheit in Form der Polizei) als auch von der Gesetzgebung, die eine Verhaftung zulässt, wenn jemand mich angreift. Ihr werdet Beispiele bringen können, in denen weder das eine noch das andere gewünscht wäre – nur, es ist halt nicht ganz so Schwarz-Weiß…

    Regierung ungleich Gleichberechtigung!
    Nicht mal die Regierungsmitglieder sind untereinander gleichberechtigt… Das nennt sich sonst auch Arbeitsteilung, Delegation, Geschäftsbesorgung im Auftrag etc. … wir können und wollen sicher nicht alles selbst erledigen, schon gar nicht all das was Politiker uns abnehmen – im Übrigen handelt uns niemand daran Politiker zu werden, wenn wir ein Stück „gleichberechtigter“ mit denen sein wollen. Aber das Ginge zumeist auf Kosten viel zu vieler positiver Eigenschaften des Menschseins, weshalb wir diese üble Aufgabe in den meisten Fällen und Aufgaben doch gern delegieren (wollen) werden… eigentlich können wir anderen fast dankbar sein, dass es Menschen gibt, die aich dafür noch hergeben – sich ähnlich Tsipras derzeit so zerreissen zu lassen zwischen eigenen Überzeugungen und äußeren Handlungszwängen (aufoktruiert durch die wahre herrschende Klasse des Geldadels)…

    Freiheit gibt es nur in Anarchie?
    Na ja, weitgehende „Freiheit“ im Sinne einer Unabhängigkeit von Entscheidungen anderer (die das eigene Leben direkt beeinflussen), erringt man in unseren Herrschafts- und Wirtschaftssystemen nur durch sehr viel Geld – dann kann man sich in RU z.B. selbst ungestraft über sonst allgemein akzeptierte Straßenverkehrsregeln hinwegsetzen oder Dinge tun (Fall Hoeneß, s. Steuern), die andere sich nicht erlauben dürften. Aber selbst ein Herr Hoeneß wanderte letztlich in den Knast.

    Ich selbst habe meine größte Freiheit z.B. in einer Nische gefunden, die mir die Möglichkeit gibt, in völlig selbstbestimmter Zeiteinteilung und ohne Chef (bin mein eigener) so viel zu verdienen, dass ich gut und wirklich unbehelligt hier leben kann, ohne Steuern zu zahlen (außer die obligaten Verbrauchssteuern), und ich werde dafür nicht verhaftet, weil das völlig „legal“ ist… so fühle ich mich in der Tat weitgehend frei. Jeder mag also, wenn er gleichfalls die zahlreichen Annehmlichkeiten dieses Landes nutzt, für sich selbst ermitteln, wie er sich in den Rahmenbedingungen zurechtfindet (die man naturgemäß nie immer mitbestimmen wird können).

    „Wählen“ gehe ich allerdings, das sei in dem Zusammenhang klargestellt, allerdings auch nicht 😉 Dazu ist mir zu bewusst, was für ein Schmierentheater das ist… und dass die politische Klasse eben nicht die wahrhaft mächtige ist, für die sie sich manchmal vielleicht noch hält, aber seit der Übertragung des Geldschöpfungsmonopols auf Privatbanken schon lange nicht mehr ist… Seit dem versinken wir als Staat (und die meisten auch privat – was ich mir „selbstbestimmt“ nicht gönne 😉 – in unnötigen Schulden, und verlieren auf diese Weise zunehmend Freiheit. Das Volk der Griechen geht uns in allen Folgen hierin nur schon mal voran…

    • Tobi sagt:

      Also im ersten Teil hast du in gewisser Hinsicht Recht, auch wenn du etwas übertrieben hast. Ich finde auch das in einer so komplexen Welt dieses Extrem nicht funktionieren würde. Aber als Grundgedanke ist die Anarchie aufjedenfall besser, als die jetzige „Demokratur“.

      So dann schreibst du davon das man sich auch dem Staat entziehen kann. Kann man machen wenn man in völliger Askese irgentwo im Nirgentwo leben möcht. Aber schon traurig das man so weit gehen muss, um ein „freier“ Mensch zu sein.

      Mit den Steuern muss ich dir auch wiedersprechen. Wieso kann man nicht Geld wie diese Seite eintreiben? Jeder, der etwas möcht und dafür bereit ist zu Zahlen kann dies freiwillig tun.
      „Denn mit Steuern werden u.a. genau die vielen Dinge bezahlt, um die ich mich selbst gar nicht kümmern möchte! Ich brauche die nicht alle aufzählen – Ihr wisst, was ich meine… “ Ehrlich gesagt weiss ich nicht was du meinst. Die Polizei, die zum Großteil gegen die Mehrheit arbeitet? Waffenexporte? Subventionen? Sogesehen unterstützen wir unseren Feind. Also für so etwas möchte ich eigentlich mein Geld nicht ausgeben, muss es aber dennoch. Für mich ist das Raub!

      Mit den Verhaftungen sehe ich es ähnlich wie du. Manchmal ist eine Freiheitsberaubung unausweichlich nämlich dann, wenn ein Mensch einem Anderen Schaden ohne Notwehr zufügt. Aber der nette Mann in dem Video sagt ja nur das eine Verhaftung eine Entführung ist und damit hat er ja Recht, nur ist diese Entführung in diesem Fall nachvollziehbar.

    • Stefan sagt:

      Wenn das Video oben bisher das einzige ist, was du über Voluntarismus oder Anarchie weißt, dann mag da durchaus der Eindruck von Populismus oder Schwarz-Weiß-Denken entstehen. Mir ging es vor ein paar Jahren ähnlich. Ich versichere dir, das ist ganz und gar kein Populismus. Wenn du noch an die Notwendigkeit eines Staates oder sonstigem Herrschaftssystems glaubst, brauchst Du nur etwas Zeit um dich auf das freiheitliche Denken einzulassen. Ich bin mir sicher, nach einiger Zeit wirst du dich selber fragen, wie du an diesen ganzen Quatsch nur so lange glauben konntest. Mir ist es jedenfalls so gegangen.

      Ich versuch mal deine aktuelle Sichtweise allgemein darzustellen:
      Du meinst also man bräuchte einen Staat für gewisse Dienstleistungen um die du dich selbst nicht kümmern möchtest. Also so was wie Infrastruktur oder Sicherheit.
      Versuch dir nur mal vorzustellen die Menschen wären komplett frei. Es gäbe also keinen Staat. Dann kommen die Menschen auf die Idee Straßen zu bauen, damit sie besser von dem einen Ort zum anderen kommen. Und um den Bau dieser Wege zu organisieren kommt jetzt jemand daher und sagt dir:
      „Damit ich die Straßen bauen kann, brauche ich von jedem Menschen in diesem Land Vollzugriff auf sein Konto und außerdem eine Generalvollmacht über sein ganzes Leben. Also ich bestimme wie viel Geld mir jeder geben muss und außerdem kann ich jedem beliebige Befehle erteilen die er befolgen muss. Wenn sich jemand weigert, darf ich den bestrafen wie ich es für richtig halte“.

      Das ist genau das was jeder Staat der Welt tut. Wenn man sich das mal in Ruhe durch den Kopf gehen lässt, ist das vollkommen verrückt. Warum sollte ich meine ganze Freiheit aufgeben, nur um so etwas albernes wie Straßen zu bekommen? Man kann Straßen auch bauen ohne alle Menschen zu versklaven. Und genauso verhält es sich mit allen „Dienstleistungen“ welche der Staat anbietet bzw. einem aufzwingt.

  5. […] Videobeiträge von freiwilligfrei.info […]

  6. Widerstand sagt:

    Anarchie – die EINZIGE Möglichkeit für ein zivilisiertes Weiterbestehen der menschlichen Rassen.

    1 von 100.
    Die Dunbar-Zahl ist die kongnitive Grenze der Anzahl von Menschen, die man sich merken kann. Das ist der Grund, warum eine ECHTE Demokratie mit Mitbestimmungsrecht ALLER nur in kleinen Gruppen funktionieren kann.
    Eine zukünftige Gesellschaft muss die menschliche Natur berücksichtigen, ihre Schwächen und Stärken. Es muss gelingen, die niederen Triebe des Menschen nicht an die Macht zu lassen, so wie es in der heutigen Form des Systemes die Norm ist. Hier die Idee:
    Menschen sammeln sich in Gruppen zu 100 Personen. Sie Regeln ihre Belange selbst und erwählen EINEN, der für sie spricht. Dieser EINE triffe sich nun mit anderen “Erwählten“ zu wiederum 100. Dieses Verfahren wird rekursiv angewendet. Nach dem 1. Durchlauf sind 100×100 Menschen an der Entscheidungsfindung beteiligt. Nach dem 2. 100^3, nach dem 3. 100^4, was 100 Millionen Menschen sind. Dieses System bietet viele Vorteile: Die gefundenen Entscheidungen werden weise, einfach und zielführend sein. Machtgierige Arschlöcher werden es sehr schwer haben, dieses System zu unterlaufen, weil sie sich immer direkt vor ihren 99 Wählern zu verantworten haben und bei Bedarf einfach ausgetauscht werden.

    • Tobi sagt:

      „Im Großen wie im Kleinen“. Macht zieht immer das Böse an. Eine „große“ Demokratie ist genauso schlecht wie eine „kleine“.

      Außerdem glaube ich, dass auch in einer Anarchie sich irgentwie das Böse in Form von Macht etabliert. Ob allerdings die Macht so präsent wäre wie heute bezweifle ich. Gut und Böse werden immer im Konflikt sein, das kann kein System der Welt ändern. Mann kann aber Systeme finden, in denen es die schlechten Menschen schwerer haben ihre Interessen zu verwirklichen, z.B. Anarchie. Langfristig gesehen schaffen sie es trotzdem immer, da sie weniger Skrupel haben und über Leichen gehen.

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