Ich bin ein Anarchist.

Aber ich setze keine Guy Fawkes-Maske auf. Ich gehe nicht auf Demos und werfe Steine auf Polizisten. Ich bin kein 80er Jahre Punkrocker. Ich bin nur ein Mensch, dem klar ist, dass es für die größten Greueltaten der Menschheitsgeschichte nur eine einzige Ursache gibt: Den Aberglauben, dass Menschen beherrscht werden müssen.

Die Demagogen behaupten, dass Anarchie zu Chaos und Zerstörung führt. Ohne einen Staat und eine Regierung würden sich die Menschen gegenseitig die Köpfe einschlagen. Aber ist das wirklich so?

Waren es Anarchisten, die Atombomben auf unschuldige Zivilisten abgeworfen haben?
Waren es Anarchisten, die versucht haben, die Juden auszurotten?
Waren es Anarchisten, die den Gulag erfunden haben?
Waren es Anarchisten, die verantwortlich für die vielen Schlachtfelder waren?
Waren es Anarchisten, die die Indianer auf dem Pfad der Tränen deportiert haben?
Waren es Anarchisten, die den Genozid an den Tootsies verursacht oder die Apartheid eingeführt haben?
Waren sie es, die die Afrikaner versklavt oder die Japaner in Kriegsgefangenschaft erschossen haben?
Waren sie es, die im Massaker von Nanking unzählige chinesische Frauen und Mädchen vergewaltigt haben?
Waren es Anarchisten, die tibetische Mönche dazu brachten, sich bei lebendigem Leib selbst zu verbrennen?

Es waren Staaten und Regierungen, die diese unzähligen Greueltaten begangen haben. Ihre unübersehbare Blutspur durchzieht die Menschheitsgeschichte und verläuft kreuz und quer über den gesamten Planten. Ihre Taten unterscheiden sich nur im Ausmaß ihrer Bestialität.

Anarchisten sehen diese Blutspur. Sie sehen, dass die abscheulichsten Verbrechen, die die Welt je gesehen hat, von jenen begangen wurden, die behaupten, dass Menschen beherrscht werden müssen. Von jenen, die behaupten, die „Regierung“ zu sein, die angeblich für diese Herrschaft verantwortlich sei.

Es sind die Anarchisten, die das erkennen und jede Beteiligung an ihren Taten verweigern. Wer zu dieser Erkenntnis kommt, stellt Anarchie nicht mehr in Frage. Er stellt Regierungen und den Staat in Frage.

Trotz der unzähligen Kriege, dem Chaos, der ausufernden Korruption und Zerstörung im Namen des Staates, besitzen die politischen Schwerverbrecher die Frechheit zu behaupten, dass Anarchie Chaos und Zerstörung sei.

Ich habe festgestellt, dass es Regierungen sind, die die Menschheit ins Chaos stürzen.

Deshalb bin ich ein Anarchist. Ich sehe die Abscheulichkeiten auf dieser Welt klar und deutlich vor mir und ich weiß, wer dafür verantwortlich ist.

Und ich werde mich nicht daran beteiligen!

 

 

Original: Why Choose Anarchy?

Mit freundlicher Genehmigung/credits to: Anarchris
https://www.youtube.com/channel/UCLfDq-ReBz9heEGqyT3EVnQ

Produktion: Peter Müller

 

 

 

 

 

 

 

 

7 Responses to Ohne Anarchie gäbe es Chaos und Zerstörung!

  1. andreas sagt:

    michael, du sprichst mir aus der seele…

  2. Mario sagt:

    Tja, das ist jetzt die „Quizfrage“: Warum gibt es Menschen, die glauben bzw. meinen, dass Menschen beherrscht werden müssen? Woher kommt diese Überzeugung, die in so vielen Menschengehirnen scheinbar unausrottbar verankert ist?

    Die Lösung der Frage ist nach meiner Ansicht nicht schwer zu finden. Wir müssen einfach zurückgehen zu der Zeit, zu der Lebensphase, die für einen Menschen die prägenste, die bedeutungsschwerste seines Lebens ist, nämlich die Jahre seines Aufwachsens. Schon Alice Miller hat geschrieben „Am Anfang war Erziehung“! Und die Einen bekommen sehr viel „Erziehung“ mit auf den Weg, die Anderen viel, noch Andere wenig und ein kleiner Teil keine oder fast keine. Die Letzteren sind wohl die glücklichsten Menschen.

    Der Erziehung liegt eine sog. pädagogische Haltung zugrunde, die davon ausgeht, dass ein neugeborener Mensch erzogen werden MUSS, von sog. Erwachsenen zu einem anständigen, gehorsamen, anpassungsfähigen, lieben, braven, arbeitswilligen und sozialen Menschen erzogen werden muss, also zwingend „zivilisiert“ und „sozialisiert“ werden muss, weil der Mensch von Natur aus böse, schlecht, egoistisch, schmutzig, unordentlich, unersättlich, zerstörerisch, gierig, faul und dumm ist und ohne „gute Erziehung“ aus ihm sonst ein wilder, hemmungsloser, jähzorniger, unsittlicher, unmoralischer, arbeitsloser und krimineller Analphabet würde.

    Der pädagogischen Haltung, welche eine Erziehung fordert, liegt also ein unglaublich menschenverachtendes, lebens- und lebendigkeitsverneinendes Weltbild zugrunde, eine macht- und damit herrschaftszementierende Ideologie, ohne jegliches Vertrauen/Zutrauen in die in jedem neugeborenen Menschen innewohnenden guten Eigenschaften und Möglichkeiten, die durch nicht gestörte, nicht verhinderte natürliche Entwicklungsprozesse, getragen von einer Haltung von Eltern/Erzieher, welche das Leben und die Lebendigkeit lieben, schützen, achten und fördern, in wunderbarer Weise zur Entfaltung gelangen und glückliche und zufriedene Menschen hervorbringt, die es weder nötig haben, über andere zu herrschen, noch kommen sie auf die Idee, allfällig entstehende Konflikte mit Gewalt lösen zu wollen.

    Die Verhältnisse von Macht und Ohnmacht in und unter den Völkern werden also durch die sog. Erziehung und deren Massnahmen hervorgebracht und von Generation zu Generation weitergereicht, solange Eltern/Erzieher von jener Haltung überzeugt sind, die ein Herrschen über ihre Kinder fordert.

    Und es wird klar: die Menschen, die heute herrschen, die die heute meinen bzw. der Überzeugung sind, sie wüssten alles besser als die anderen, sie müssten für die anderen entscheiden, sie müssten die Dinge für die anderen regeln, sie wüssten ganz genau, was gut bzw. das Beste ist für die anderen und die vorgeben, stets nur das Wohl der Beherrschten im Auge zu haben (wo es für alle Ewigkeit auch bleibt, weil es gar nie bei den Beherrschten ankommt), sind Menschen, die während dem Aufwachsen eben genau dies selbst erlebt haben durch ihre Eltern/Erzieher, mit denen sie sich schon als Kinder identifiziert haben, um weiterleben bzw. überleben zu können, und später dieses „Konzept“, oder vielmehr diese Haltung, in Idealisierung ihrer Eltern, übernommen haben. Und so führen sie alltäglich aufs Neue das wieder auf, was ihnen von ihren Eltern angetan wurde, weil sie den Schmerz des Erlebten nicht spüren wollen und deshalb alles verleugnen.

    Die, die also heute über andere herrschen, waren als Kinder selbst die Beherrschten und Unterdrückten und im Wiederholungszwang inszenieren sie dies alltäglich und zeigen der Welt, was ihre Erzieher mit ihnen gemacht hatten (!) und dies solange, bis ihnen bewusst wird, was sie eigentlich tun und warum sie es tun und dass ihre Macht (diese Scheinstärke) über andere eigentlich Ausdruck einer grossen Schwäche ist, einer Angst und einer Abwehr vor den eigenen seelischen Schmerzen.

    Um das Falsche, die Lüge, das Böse zu besiegen, muss man es nur wagen, die Wahrheit auszusprechen. Wie im Märchen vom Rumpelstilzchen, wo die schöne Müllerstochter endlich sagt: „Heisst du etwa Rumpelstilzchen?“ Das Wörtchen „etwa“ weist darauf hin, dass sie es schon lange gewusst hatte, aber es nicht wagte, auszusprechen.

    • Nobaddy sagt:

      Niemand muss beherrscht werden, das stört nur die Entfaltung !
      Kennt ihr doch? wie sich das Leben aus den 3 Keimblättern rausdreht, mit der jeder Grasshalm den Asphalt durchbricht !

      Ich weis nicht was ich bin, vllt bin ich Anarchist, gut möglich !
      Aber Eins bin ich auf jeden Fall ! Erziehungsresistent !

      Hat wohl auch etwas damit zu tum das unser Alter uns als Kleinkinder schon missbraucht hat.
      Als ich etwa 3 war habe ich mich noch mit den Fäusten gewährt, weil ich das Ganze als nicht normal empfand. Ist doch unlogisch die Scheiße wieder hoch zu schieben, wenn man sich doch besser fühlt, wenn man sie los geworden ist !
      Als ich 5 war oder 5 1/2, habe ich aus den Küche ein Messer geholt und dem Alten in den Bauch geschoben. Er hat’s überlebt, aber wir hatten alle für ziemlich lange Zeit Ruhe ! Und ich war der Jüngste !
      Ist immer der Jüngste! Steht in den Märchen .

      Seitdem habe ich gelernt das zu bekämpfen, was sich nicht gut anfühlt !
      Und dieser „Staat“ fühlt sich für mich überhaupt nicht gut an !
      Ist das meiner, in dem ich „lebe“, denke nicht.

      In der Schule habe ich dann gehört, wie schlecht doch unsere Eltern waren, auh endlich mal jemand der mich versteht, dachte ich, aber Banane, ich sollte mich schlecht fühlen, weil sie schlecht waren ! Verkehrte Welt, voller Lügen !

      Mit meiner Erziehungsresistenz bin ich dann auch öfter in Probleme geraten.
      Da gab es mal mal 20 Türken/Kurden keine Ahnung, interessiert mich nicht welche Religion oder Nationaltät jemand hat, wenn er mit mir was anfängt !

      8 sind im Krankenhaus gelandet und 12 konnten noch laufen !
      Aber als die paar Wochen später wieder raus waren, sind die im Gänsemarsch in meinem Stammladen aufgetaucht (ich dachte 2. Runde, aber nee) und haben sich bei mir einer nach dem anderen dafür entschuldigt, das sie mich damals belästigt hatten !
      Ich habe die Entschuldigung angenommen! Bin ja nicht nachtragend !
      Wenn man Dinge sofort klärt, wachsen sie nicht !

      Ich bin kein großer Typ, eher klein und schmächtig, aber ich lebe aus meinem Herzen ! Eins darf niemand mit mir mit Sicherheit tun, mich versuchen zu beherrschen !

      Das geht nach hinten los, das kann ich Dir so schon sagen !

      Deshalb gehöre ich wahrscheinlich auch zu den Aufklärern (=Verschwörungstheoretiker) seit 1998.

      Freunde habe ich nicht und kann ich auch drauf verzichten (sind immer die teuerste Angelegenheit) , aber ich kenne Gleichgeschundene !

      Eigentlich wollte ich ja viel mehr schreiben, aber dauert bei mir zu lange !

  3. Cource sagt:

    Das Opfer identifiziert sich mit dem Täter um die seelischen Qualen ertragen zu können. Wir leben in einer Phase des Übergang vom bisher unwissenden Sklaven zum Sklaven der eine Ahnung hat von der alltäglichen Verarsche und werden irgendwann die Opferhaltung ablegen – den Anfang machen das Heer der Arbeitslosen, die nicht mehr bereit sind sich nach Strich und Faden ausbeuten zu lassen

  4. […] Ohne Anarchie gäbe es Chaos und Zerstörung! […]

  5. Habnix sagt:

    Das Stockholm-Syndrom.

  6. Gl sagt:

    Das Gegenteil der Anarchie, also der Freiheit, ist die Anomie. Der totale menschliche Werteverfall. Das Ergebnis ist Krieg, Tod, Terror, Unrecht und Unterdrückung.

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