Geld ist Dankbarkeit

On 26. November 2014, in Ökonomie, by FreiwilligFrei

Viele kennen Geld hauptsächlich als chronisch knappes notwendiges Übel. Oder es ist schlimmer und Geld wird als Mittel gesehen, das vor allem dazu verwendet wird, andere Menschen zu unterdrücken oder zu erpressen.

Das Geldsystem ist deshalb ein beliebtes Spielfeld für Systemkritiker und je intensiver die Auseinandersetzung mit dem Geldsystem, desto größer der Wunsch nach einem „menschgerechten“ Geld – sei es eine waren- oder leistungsgedeckte Währung, ein Geld mit negativem Zins oder sogar die vollständige Abschaffung von Geld. Andere wiederum betrachten das Geldsystem alleine als Wurzel allen Übels.

Im Gespräch mit Ian und Udo geht Peter von FreiwilligFrei auf eine zweite, häufig unbekannte, aber sehr positive Seite des Geldes ein: Geld als Ausdruck der Wertschätzung, der Dankbarkeit und damit als Mittel zur Vergrößerung von Freiheit. Es ist weniger die Ausgestaltung von Geld, worauf es tatsächlich ankommt, sondern vor allem die persönliche innere Einstellung zum Geld und die entsprechende Ausrichtung seiner Handlungen. Das führt zu einigen ungewöhnlichen und kontroversen Schlussfolgerungen…

 

 

Praktische Tipps zum Freisein Voluntarismus, Geld, Beruf – Ian´s Livestream mit FwF

0:00:49 – Begrüßung- und Vorstellungs-runde
0:09:45 – was bedeutet Voluntarismus?
0:13:00 – video: Voluntarismus und Politik
0:25:33 – was versteht man unter Anarchokapitalismus?
0:34:11 – wie kommt es zur demokratischen Scheinfreiheit?
0:40:12 – rechtmäßig anerkannte Autoritäten
0:43:30 – der gefährlichste Aberglaube!
0:54:05 – lassen sich die Leute gerne Herumkommandieren?
0:58:03 – Udo über Voluntarismus und gelebte Freiheit
1:14:40 – video: das Ding namens Regierung
1:25:05 – was soll ein gesellschaftsvertrag sein?
1:38:42 – Gewalt ist keine Lösung und nur bei Notwehr ok
1:40:10 – teile und herrsche: die Rolle des Voluntarismus
1:48:20 – muß man Staaten abschaffen?
1:55:50 – wofür Geld oder ist das Leben kostenlos
2:07:15 – vom zwang mit staatlicher „fürsorge“ abducken?
2:15:05 – aus der Zäpfchenfabrik zur wahren Berufung
2:24:05 – das Problem ist Zwang und nicht Geld, Staat usw.
2:30:33 – wie erlangt man berufliche Freiheit trotz Staat?
2:35:46 – Ratschläge für den verborgenen Stellenmarkt
2:45:00 – kann die spontane Berufs-Integration funktionieren?
2:50:31 – wie reagieren die Meisten auf persönliche Anfragen?
2:57:20 – wenn der Traumjob zur Qual wird
3:02:22 – es lohnt sich selbst auf den arbeitsmarkt zu gehn
3:05:15 – was bedeuten die üblichen BGE forderungen?
3:09:42 – auf jeden Topf paßt ein Deckel mit Beispiel
3:15:32 – ganz kurz zu Kinder & Eltern
3:18:06 – Besprechung für weitere Treffen

 

14 Responses to Geld ist Dankbarkeit

  1. Meinung sagt:

    Also für mich ist Geld in erster Linie eine Manifestation staatlicher Gewalt, ein Mittel der Versklavung und Unterdrückung. Die suggeriert Wertschätzung kommt realistisch gesehen nur einer winzig kleinen Subkultur zu Gute, für den Rest der Menschen ist es ein notwendiges Übel.

    • Kernsucher sagt:

      Hallo!

      Genau so sehe ich das auch!

      Geld ist in erster Linie das, was der Staat als Steuerzahlungsmittel definiert.
      Die anderen Funktionen (Tauschmittel, Wertaufbewahrungsmittel usw.) sind sekundärer Natur, die sich auf die Funktion des Steuerzahlungsmittels zurückführen lassen.

      • Ohne eigene Währung und Gesetz hat Deutschland keine Hoheit über seine Geschicke mehr und hat als Staat ebenfalls aufgehört zu existieren.

        Die politische Eigenverantwortung ist damit aus dem Staat ausgewandert und befindet sich heute unter der Kontrolle der ‚Global Governance’.

        Wer da von der Bundes-Treuhandverwaltung im Rechtsschein noch irgendwas definiert, ist nicht von Belang

      • funkeimdunkeln sagt:

        „Eine Wirtschaftsverfassung, welcher der freie Austausch von Gütern und Dienstleistungen fremd ist, hat für das Geld keinen Platz. Der isolierte Wirt kennt es ebenso wenig wie ein Gesellschaftszustand, in dem die Arbeitsteilung die Schwelle des Hauses nicht überschreitet und Produktion und Konsumtion sich vollständig innerhalb der geschlossenen Hauswirtschaft abspielen. Aber auf einer Wirtschaftsordnung, die auf der Arbeitsteilung beruht, ist das Geld überflüssig und unmöglich, wenn die Produktionsmittel vergesellschaftet sind und die Leitung der Produktion und die Zuweisung der gebrauchsreifen Produkte an die Individuen einem gesellschaftlichen Zentralorgan obliegt.“

        Ludwig Mises, Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel

        Mit anderen Worten: Geld entsteht immer, sobald die Grenzen der Subsistenzwirtschaft auf der Basis freiwilliger Kooperation überschritten werden. 🙂 Wenn die Leute anfangen Überschüsse zu produzieren (ich weiß, dass du bestreitest, dass sie das freiwillig tun), dann kommt automatisch Geld ins Spiel. Die Frage ist nun, warum der Staat da eine zwingende Komponente sein muss. Ist es nicht denkbar, dass es auch Menschen gibt, die freiwillig nach Luxus streben und bereit sind dafür auch Überschüsse zu erwirtschaften und folglich expandierende (=progressive) Strukturen anstreben? Ist es nicht denkbar, dass manche Menschen nach Weiterentwicklung und Innovation streben während andere Menschen sich in eher bäuerlichen und stabilen (=konservativen) Strukturen wohlfühlen? Sind wir Menschen nicht Individuen? 🙂

        Mit freundlichem Gruß,
        Mirko

        • Kernsucher sagt:

          Hallo, Mirko!

          Weshalb sollte automatisch Geld ins Spiel kommen, falls freiwillig Überschüsse ausgetauscht werden?
          Man kann Überschüsse verschenken, man kann sie tauschen (10 Eier gegen 2 Gurken oder man kann sich sogar Überschüsse ausleihen (Du gibst mir heute 10 Eier und ich geb Dir nächste Woche die Gurken).
          Das funktioniert natürlich nur dort, wo sich die Leute kennen und vertrauen.

          In größeren, weitgehend anonymen Gruppen, die miteinander tauschen wollen, müßte es einen einheitlichen, für alle verbindlichen Wertmaßstab geben, sonst könnten die beiden Tauschpartner, die sich ja nicht persönlich kennen, nicht vertrauen.
          Irgendjemand müßte also diesen Wertmaßstab festlegen und gegebenfalls durchsetzen.
          Eine höhere, übergeordnete Autorität ist also sozusagen die Vorraussetzung, das beim anonymen Tausch în einer Massengesellschaft keiner falsch spielt.
          Schon kommt der Staat ins Spiel.

          Zum zweiten Punkt: Natürlich ist es denkbar, das Leute freiwillig nach Luxus streben und dafür mehr arbeiten wollen als für ihre Subsistenz notwendig ist.
          So lange alle Mitglieder der Gemeinschaft das gleiche Bestreben haben, wäre das erstmal nicht schlimm.
          Wenn allerdings einige dieses Bestreben nicht haben, könnte es passieren, das diesen Leuten von den anderen die Ressourcen entzogen werden.
          Das führt zu Konflikten.
          Des Weiteren dürfte der Drang nach „mehr“ sowieso irgendwann dazu führen, das die Ressourcen übernutzt werden und dann sowohl denen, die diese durch „Faulheit“ schonen, als auch denen, die nach ihnen kommen, fehlen werden.
          Dies führt dazu, wie Du richtig schreibst, das weiter expandiert werden muß, um sich neue Ressourcen anzueignen.
          Aber was ist, wenn die neuen Ressourcen irgendjemand anderem gehören? Stellen dann die Leute, die gewohnt sind, im Luxus zu leben und zu expandieren, plötzlich diese Gewohnheit und den Expansionsdrang ein und werden wieder freiwillig Subsistenzler?
          Das glaube ich nicht, denn wenn man einmal in einer komlexen, arbeitsteiligen Gesellschaft gelebt hat, kann man sehr schwer wieder „zurück“. Wissen und Fähigkeiten gehen sehr schnell verloren, wenn sie nicht genutzt werden.
          Es bleibt den Expansionisten also nichts weiter übrig, als immer weiter zu expandieren.
          Bis dann eines Tages alle Ressourcen, oder zumindest irgendwelche überlebenswichtigen, aufgebraucht sind.
          Dann kommt es zum Kollaps und die übrig gebliebenen werden zwangsläufig wieder zu Subsistenlern (falls welche den Kollaps überleben).

          LG, Thomas

          • funkeimdunkeln sagt:

            Hallo Thomas!

            „In größeren, weitgehend anonymen Gruppen, die miteinander tauschen wollen, müßte es einen einheitlichen, für alle verbindlichen Wertmaßstab geben, sonst könnten die beiden Tauschpartner, die sich ja nicht persönlich kennen, nicht vertrauen.“

            Vertrauen ist wichtig, kann aber auf vielerlei Weise aufgebaut werden. Grundsätzlich ist dabei zu beachten, dass Vertrauen nicht nur durch Autoritätsgläubigkeit kreiert wird. Ich glaube, wenn man das verstanden hat, dass Vertrauen und Autoritätsgläubigkeit (bzw. Staatsgläubigkeit) zwei unterschiedliche Dinge sind, dann hat man einen etwas freieren Blick.

            Ein wichtiges Element beim Vertrauensaufbau sind positive und negative Erfahrungen. Wir haben also die Geschichte des verwendeten Tauschmittel im Hinterkopf.

            Ganz wichtig: Das gilt für jedes Produkt, welches als universelles Tauschmittel benutzt wird! Das ist das sogenannte Mises’sche Regressionstheorem. Eine tiefergehende Erklärung kannst du in diesem Artikel hier finden:
            http://www.misesde.org/?p=1345

            Mit anderen Worten, die Menschen entscheiden selber über den Wert des Geldes und brauchen keine Autorität, die ihn festlegt. Das freilich ist ein sehr langer Lernprozess, der in der heutigen Zeit gewaltige Rückschritte erfahren hat.

            Mit freundlichem Gruß,
            Mirko

          • Kernsucher sagt:

            Hallo, Mirko!

            Das mit dem Regressionstheorem habe ich verstanden. Leuchtet ein.
            Gehen wir davon aus, das Gold einen intrinsischen Wert für alle darstellt (kann auch was anderes sein).
            Nun ist die Menge an Gold begrenzt bzw. ist auch die kostendeckende Förderung begrenzt.
            Was bedeutet das fürs Wachstum?
            Eine bestimmte Menge Gold würde eine bestimmte Gütermenge repräsentieren.
            Wächst die Gütermenge schneller als die Goldmenge, gibt es irgendwann nicht mehr genügend Gold, um damit zu bezahlen.
            Man müßte sich also wieder ein neues Universaltauschmittel ausdenken?
            Welches käme in Frage? Wie lange wäre es verfügbar, bis es erneut nicht mehr ausreicht?

            MfG, Thomas

          • funkeimdunkeln sagt:

            Hallo Thomas,

            „Eine bestimmte Menge Gold würde eine bestimmte Gütermenge repräsentieren.“

            Das ist richtig und das ist auch der entscheidende Gedanke, der die Inflationspolitik der EZB zu einer Nutzlosigkeit herabstuft.

            Dennoch ist der Gedanke insoweit noch nicht die volle Wahrheit, als er außer Acht lässt, dass das Verhältnis zwischen Geld und Güter immer noch durch die Konventionen und Vereinbarungen der Mitmenschen bestimmt wird. Und diese können natürlich dem Zeitgeist unterliegen und sich verändern. Das kann dazu führen, dass die Menschen mit sinkendem Produktionsaufwand für ein Stück Brot aufgrund von Arbeitsteilung eben jenem Gut einen immer niedrigerem Wert zuschreiben.

            Es gibt natürlich noch das technische Problem, dass der Preis so stark fällt, dass man für ein Stück Brot, nicht mehr 1 Gramm Gold, sondern 0,000000001 Gramm bezahlen muss. Aber auch dann ist die Frage, warum man es nicht möglich sein soll, dass private Institutionen diese Probleme lösen. Heutzutage können doch findige Programmierer beliebig klein zerhackbare Kryptowährungen erfinden.

            Das heißt, die Entwicklung der Kaufkraft ist eine dynamische und gesellschaftliche Entwicklung und benötigt zu ihrer technischen Realisierung keinen Staat, sondern lediglich die Phantasie der Beteiligten! 😉

            Mit freundlichem Gruß,
            Mirko

  2. Roberto Solano sagt:

    Geld ist in erster Linie die best und schnellst verkäuflichste Ware. Geld ist ein Katalysator um den Tausch zu rationalisieren oder erst möglich zu machen.
    Dankbarkeit ist ein Gefühl, dass ich empfinde, wenn mir jemand etwas gutes getan hat oder wenn mir etwas gutes wiederfahren ist. Das sind verschieden Dinge und ich würde diese niemals gleichsetzen. Ich kann aus Dankbarkeit jemandem Geld geben, in sofern kann sich Dankbarkeit durch Geld manifestieren, aber das kann es auch durch einen Apfel oder eine Umarmung. Meiner Meinung nach, hat Geld erstmal genausowenig mit Dankbarkeit zu tun wie irgend eine andere Ware.
    Wenn 2 Menschen etwas untereinander austauschen und als Katalysator Geld verwenden, dann ist es das jeweils eigene Interesse, was diesen Ausstausch bewirkt und hat nichts mit Dankbarkeit zu tun. Ich denke man sollte hier unterscheiden.

  3. Das System Geld hatte sich gegenüber Mensch und Natur zunehmend entfremdet gehabt. Der Mensch als schöpferisches Wesen kann diesen Zustand ändern, sofern er sich dessen und auch seiner Schöpferkraft bewußt wird. Der Vorschlag einer generellen und unbürokratischen Umstellung auf eine den Gemeinsinn und die finanzielle Selbstbestimmung fördernde leistungs- und ressourcengedeckte Währung sowohl regional als auch global hatte bereits viele Anhänger gefunden gehabt … (Minuto, Fei Lun – das fliegende Rad – Das älteste Währungssystem der Welt)

    „Auf Geld hatte der Mensch treten gekonnt.
    Wenn das, worauf ihr treten könnt höher steht als ihr, was habt ihr dann für einen Wert?
    Alles, was für Geld geschaffen wird, ist keine Kunst, es zielt auf die Befriedigung von Schwächen ab.
    Menschen, die die neue Gesellschaft aufbauen wollen, sollten ihr Dasein in einen Zustand bringen, in dem auf keinen Fall Geld zwischen ihnen in Umlauf sein sollte.“ (WISSARION)

  4. Ein sensationelles Büchlein war seinen Weg um die Welt gegangen: GRÜNES LAND. Es war die exakte Anleitung gewesen, wie Sie sich aus der Umklammerung der Hochfinanz und wie Sie sich selbst, Ihre Familie, Ihren Betrieb, Ihren Bauernhof, Ihre Gemeinde, Ihre Stadt, Ihr ganzes hochverschuldetes Land von den gigantischen Schuldenbergen für immer hatten befreien können. Ein Sturm der Wahrheit wird all den Lug und Trug und deren Schatten transparent machen und transformieren wollen. Nicht die Autoritäten und der Schein waren die Wahrheit, sondern die Wahrheit und das Sein waren die einzige Autorität und werden dies auch immer bleiben. Sei auch Du voller Dankbarbeit über Deine Erfahrungen mit den falschen Autoritäten und dem bisherigen Leben im Schein (dazu hatte auch das Schein-Geld wider der Natur gehört gehabt), für die sich mehrenden Lichtblicke in die Wirklichkeit und voller Vertrauen gegenüber dem bewußten Leben im Sein.

  5. heiner sagt:

    Geld ist konservierte Arbeit – koservierte Arbeit für die ein anderer freiwillig bereit ist SEINE konservierte Arbeit einzutauschen.

    • Gern hatte ich auf folgenden Unterschied hinweisen wollen:
      1) fremdbestimmtes Geld ist konservierte Arbeit – konservierte Arbeit für die ein anderer freiwillig bereit ist, SEINE konservierte Arbeit nebst Abzug fremdbestimmter Lizenzgebühren einzutauschen.
      2) natürliches und selbstbestimmtes Geld ist konservierte Arbeit – konservierte Arbeit für die ein anderer freiwillig bereit ist, SEINE konservierte Arbeit entsprechend einem Konvent mit Gesellschaftsvertrag einzutauschen.

      Nichts war geregelt gewesen, was nicht auch gerecht und in beiderseitiger / partnerschaftlicher / gesamtgesellschaftlicher Übereinstimmung (Konsens mit Vertrag, Konvent mit Gesellschaftsvertrag) geregelt worden war. (Grundsatz frei nach Abraham Lincoln)

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