Charles Krüger ist ein Newcomer und einer der produktivsten freiheitlich orientierten Youtuber im deutschsprachigen Raum. Erst vor 3 Monaten hat er seinen Kanal http://www.youtube.com/user/CharlesKruegerKanal gestartet. Seitdem hat er sage und schreibe über 70 Videos rund um das Thema Freiheit veröffentlicht. In seinen Videos beschäftigt er sich mit grundsätzlichen, gerne auch kontroversen Themen, wie Rassismus und Diskriminierung und mit dem aktuellen wirtschaftlichen und politischen Tagesgeschehen. Auf einfache und verständliche Weise erklärt er anhand zahlreicher Beispiele, warum es sinnvoller ist, anstelle von Vorschriften, Gesetzen und anderen Formen von Gewalt und Zwang auf friedliche, freiwillige und freiheitliche Lösungen zu setzen. In diesem Interview stellen wir ihn euch näher vor.

 

 

 

 

Hier einige seiner Video-Highlights:

Die Essenz der Marktwirtschaft

Der Mindestlohn

Mythos: Kapitalismus ist rassistisch und sexistisch

Marktwirtschaft und Umweltschutz

Charles Krügers Youtube-Kanal
http://www.youtube.com/user/CharlesKruegerKanal

Charles Krüger bei Facebook
http://www.facebook.com/CharlesKruegerOffiziell

 

22 Responses to Freiheit ohne Ende: Charles Krüger

  1. Meinung sagt:

    Wenn man mit der Arbeitskraft der Menschen (Minderheit) mehr Geld verdienen kann als mit dem Konsum dieser Menschen und dies systematisch und gezielt ausgenutzt wird finde ich das schon ein wenig rassistisch oder zumindest chauvinistisch. Das ist im übrigen im Zeitalter der Globalisierung immer noch so.

    • funkeimdunkeln sagt:

      Ich finde deine Wortwahl interessant.

      „Wenn man … Geld verdienen kann, und das gezielt ausgenutzt wird„, damit beschreibst du sozusagen einen Zustand, in dem niemand verantwortlich ist und die Dinge ganz von alleine ablaufen Es gibt keine bösen Unternehmer, die das ganze ausnutzen, nein, es wird ausgenutzt. Rein grammatikalisch hat man also eine auffällige Anhäufung von Passiv-Formen.

      Wo aber niemand verantwortlich ist und wo niemand bewusste Entscheidungen trifft, kann aber auch niemand rassistisch und sexistisch sein.

      Mit freundlichem Gruß,
      Mirko

  2. MEinung sagt:

    Noch einen Nachtrag: Dieser strukturelle staatliche Rassismus wurde zum Beispiel beim Erwerb von Grundeigentum deutlich, bei dem Menschen mit dunkler Hautfarbe andere Konditionen bekamen als hellhäutige Menschen. Für die USA ist das im übrigen sehr gut dokumentiert.

    • funkeimdunkeln sagt:

      Hallo,

      du sprichst hier von „strukturellem staatliche Rassismus“. In dem Video von Charles Krüger geht es aber um die Unwahrscheinlichkeit von strukturellem Rassismus in einer kapitalistischen Gesellschaft.

      Mit freundlichem Gruß,
      Mirko

  3. Chris sagt:

    Mir ist auch schleierhaft, wieso der Kapitalismus etwas anderes sein soll als der Kapitalismus. Kapitalismus nicht Rassismus. Dieser hat ganz andere Wurzeln. Ebenso der Sexismus. In der kapitalistischen Wirtschaft ist es dem Verkäufer auch vollkommen egal, wem er seine Ware verkauft. Anders kann es allerdings bei Vermietungen aussehen.

  4. Barbossa sagt:

    Bei einer 9-minütigen Erläuterung zur Sinnhaftigkeit eines Mindestlohnes wäre es vielleicht nicht verkehrt auch mehr als nur das Modell eines vollkommenem Arbeitsmarktes bei der Argumentation zu verwenden. Man nehme in Abgrenzung dazu mal den Fall eines Monopsons und schon kann ein Mindestlohn durchaus sinnvoll sein.

    • michael sagt:

      mach du doch ein video darüber, wenn du das so sinvoll findest.

      wer sich mit ökonomie auskennt weiss, dass es keine monopole gibt auf dem freien markt…wie auch?

      • Stefan sagt:

        Er meinte ja Monopsons und keine Monopole. Also ein einziger Nachfrager stößt auf viele Anbieter. Die einzigen bekannten Fälle wo so etwas vorkommt ist, wenn der Staat der einzige Nachfrager für ein bestimmtes Produkt ist. Also z.B. militärische Jets, Schiffe oder Panzer.
        In diesem Bereich ist Mindestlohn wohl das geringste Übel, bei den Geldern die dort fließen. Und auf einer Webseite welche die komplette Abschaffung des Staates propagiert so etwas als Problem zu thematisieren zeugt eigentlich nur davon, dass der User Barbossa die Intention dieser Seite nicht verstanden hat oder es noch nicht gelesen hat.

  5. M.Malinowsky sagt:

    Hallo,
    Der Mindestlohn: 100€ –> Schwachsinn!
    Wie du am Anfang des Videos sagst, ist der Mindestlohn eine Untergrenze.
    Was erzählst du von Summen die realitätsfrend sind und baust darauf deine Argumentation auf?
    Natürlich kannst du jede Summe als Mindestlohn annehmen.
    Dann erhöhen sich die Preise und keinem ist damit geholfen!
    Ich wäre ja für die Einführung eines Höchstlohns.
    So viel kann ein Mensch gar nicht arbeiten das er Milionen im Jahr verdient.
    Nur wenn die Ausbeutung anderer Menschen als Grundrecht oder Freiheit gesehen werden, kann man so argumentieren. Freiheit ohne Gerechtigkeit ist Unterdrückung.
    Denken hilft.
    Guten Rutsch!

    • rote_pille sagt:

      Was gilt für Sie denn als Ausbeutung? Auf welcher moralischen Grundlage haben Sie ihre Defintion aufgebaut? Für mich bedeutet das jemandem unter Androhung von Gewalt einen Tausch zu unilateral gesetzten Bedingungnen aufzuzwingen. Wenn jemand sein Vermögen durch freiwilligen Tausch um einen noch so hohen Betrag vermehrt, dann gibt es da meiner Definition nach keine Ausbeutung. Die Erträge aus dem Eintauschen der Arbeitskraft, welches Sie anscheinend und fälschlicherweise als maßgeblich für die Bewertung genommen haben, wieviel jemand rechtmäßig verdienen kann, ist nur eine Möglichkeit auf dem Markt Geld zu verdienen. Man kann auch Ware gegen Ware eintauschen ohne dass jemand ausgebeutet wird. Wie genau beutet ein Händler jemanden aus, wenn er mir eine Ware zu einem Preis verkauft, der höher als der Einkaufspreis ist? Oder bin ich da der Ausbeuter? Erklären Sie mir das bitte, anstatt diese marxistisch geprägten Vorurteile von wegen Arbeitswert zu 1000sten Mal zu wiederholen. Und wie sieht ihre genaue Definition von Ausbeutung aus? Wenn Sie keine liefern, muss ich schlussfolgern, dass ihr Urteil auf Neidgefühlen und ökonomischem Unverständnis basiert.

  6. M.Malinowsky sagt:

    Hallo rote-pille,
    betr. Ausbeutung
    im Strafrecht steht:
    „Missbräuchliches Ausnutzten der Zwangslage oder Schwächesituation des Opfers zur Erlangung übermäßiger Vorteile.“
    Das würde ich so unterschreiben.
    Wenn aber jemand in einer Zwangslage ist:
    Beispiel Nr.1 handelt mit Trinkwasser und hat das Monopol und Nr.2 ist am verdursten. –> Nr.1 nutzt diese Situation für sich aus und macht den Preis willkürlich hoch.
    Sie schreiben: „Man kann auch Ware gegen Ware eintauschen ohne dass jemand ausgebeutet wird.“ Natürlich kann man das. Ist in Ordnung. Geht aber meistens nicht!

    Ihre Frage war „Wie genau beutet ein Händler jemanden aus, wenn er mir eine Ware zu einem Preis verkauft, der höher als der Einkaufspreis ist? Oder bin ich da der Ausbeuter?“
    Klare Antwort: NEIN !
    Wenn Sie Händler sind müssen sie die Ware zu einem höheren Preis verkaufen, als Sie sie gekauft haben.
    Sie haben Kosten, die gedeckt werden müssen.
    Sie müssen auch Steuern, Krankenversicherung u.a.bezahlen und leben wollen sie auch!
    Ich weis auch, dass viele mittl. und kleine Unternehmen ganz schön zu kämpfen haben, dass der Laden läuft.
    Neidgefühle habe ich nicht.
    Die Neiddebatte wird dann immer ins Spiel gebracht, wenn man für Chancengleichheit und Gerechtigkeit eintritt. Mir geht es nicht nur um mich.
    Ich bin für weniger Wettbewerb und mehr für Partnerschaft. (da spart man Energie)
    Ich kann nur zufrieden sein, wenn es meinem Nachtbar auch gut geht – und umgekehrt.
    Wenn sozialer Frieden schon Marxismus ist?

    P.S. Warum schreiben sie nicht mit Klarnamen?

    • rote_pille sagt:

      Ich bin mit dieser Definition nicht einverstanden. Wieso müsste ich gezwungen sein mich darum zu sorgen wer in welcher Zwangslage ist? Solange ich keine Zwangslage herbeigeführt habe, ist das nicht mein Problem. Kann es auch nicht sein, denn jeder Mensch ist permanent in einer Zwangslage: man muss essen, sich anziehen usw. Damit stünde man also nach jeder Interaktion mit anderem im Verdacht, sie ausgebeutet zu haben. Das führt die Definition ad absurdum, denn die Zwangslage ist irrelevant, weil immer gegeben. Bleibt als einziges Kriterium der „Missbrauch“. Das würde aber bedeuten dass Ausbeutung =Missbrauch ist. Missbrauch erfordert den Einsatz oder die Androhung von Gewalt.
      Überhaupt, wie kommen Sie darauf, dass die grossen Vermögen auf Situationen ähnlich der des Trinkwasserbeispiels zurückgeführt werden können? Die von Ihnen beschriebene Situation gibt es in der Realität nicht. Es gibt weder Alleinanbieter von Wasser, noch von Nahrungsmitteln oder anderen lebenswichtigen Dingen. Sie sagen aber vollkommen undifferenziert: jedes Vermögen über 1 Mio. beruht auf Ausbeutung. Selbst wenn Sie Missbrauch anders definieren als ich und da auch Preise miteinbeziehen, die Ihrem subjektiven Urteil nach zu hoch/tief sind, müssten Sie das in jedem Fall einzeln nachweisen.
      Sie treten nicht für Chancengleichheit oder Gerechtigkeit ein, denn die gibt es schon sobald man die Gewalt aus dem System entfernt. Da das Ende der Gewalt aber nicht das Ende der großen Vermögen wäre, mit denen Sie scheinbar ein Problem haben, müssten Sie Gewalt einsetzen um die Vermögensverteilu zu erzielen, die Sie für gerecht halten. Sie müssten auch Gewalt einsetzen um den Wettbewerb auszuschalten – gar keine intelligente Entscheidung übrigens, weil Sie mir weiter oben mit dem Trinkwassermonopolisten ein gutes Beispiel dafür gegeben haben, warum Wettbewerb eine Sache ist, von der sehr viele Menschen profitieren. Halten Sie es für Partnerschaft Menschen zu zwingen sich so zu verhalten wie Sie es für vorteilhaft ansehen? Dem sozialen Frieden tun Sie auch keinen Gefallen, indem Sie den Einsatz von Gewalt befürworten, um die Preise auf Niveaus zu bringen, die Sie als gerecht betrachten oder pauschal jeden Menschen mit einem großen Vermögen als Ausbeuter abstempeln.

      • Christian sagt:

        Kein Mensch kann alle Zwangslagen in der Welt lösen. Man kann allerdings eine moralische Verpflichtung verspüren, wenn Menschen sich in einer Notlage befinden, aus der sie nicht aus eigener Kraft herauskommen.

        Was ist Gewalt? Hier gibt es sehr unterschiedliche Sichtweisen, denn aus kommunistischer Sicht ist bereits der Anspruch auf Privateigentum Gewalt. Hier kommt die Diskussion auf keinen grünen Zweig…

        • rote_pille sagt:

          Zu dem Thema gibt es eine ganze Moraltheorie, ich kann sie aus Zeitgründen nicht zusammenfassen. Am besten „universally preferable behavior“ in youtube eingeben, der Philosoph Molyneux erklärt es ganz gut.

          Die meisten Menschen verstehen das zum Glück auch ohne sich die 5 Stunden angehört zu haben, wenn sie nur ganz genau darüber nachdenken, was die eigentlich tun. Sie müssen sich einfach selbst in die Lage der Regierung versetzen, von der sie dies und das verlangen. EIn gutes Beispiel wäre die Beschränkung des Wettbewerbes. Man stellt sich vor, eine Privatperson versucht das durchzusetzen. Sie sagt: „konkurriert weniger!“. Niemanden interessiert es, wenn diese Person nicht mit Argumenten überzeugen kann, warum es für die Angesprochenen besser sein soll weniger zu konkurrieren. Wenn die Person sich nun mehr Mühe gibt, die Argumentation zu verbessern oder das vorzuleben was sie predigt, oder sich entscheidet jeglichen wirtschaftlichen oder persönlichen Kontakt zu den Leuten zu beenden, die weiterhin scharf auf Konkurrenz sind, und Leute mit ihren Mitteln zu fördern die Konkurrenz ablehnen, ist das selbstverständlich gar kein Problem für niemanden. Falls sie jedoch meint, dass es sich bei ihrer Forderung nicht um eine persönliche Präferenz handelt, sondern um ein moralisches Prinzip handelt, welches unbedingt befolgt werden MUSS, dann wird diese Person dazu neigen Gewalt gegen alle zu fordern oder anzuwenden – meistens zu fordern – die ihrem Prinzip nicht gehorchen, also ihr Eigentum an sich reißen, sie einsperren, oder körperlich angreifen.
          Nehmen wir 2 Hersteller, und der eine entscheidet sich seine Preise zu senken um seinen Marktanteil zu vergrößern. Die moralische Frage ist: würde der Konkurrenzgegner, wenn er für seine Handlungen keine Sanktionen von Seiten der Gesellschaft oder vom Staat zu erwarten hätte, es mit seinem Gewissen vereinbaren können, nun persönlich zu dem Hersteller hingehen, ihm die Waffe auf den Kopf richten und zu zwingen die Preise wieder auf das alte Niveau zu setzen? Wäre er, wenn er den Hersteller bei einem Verstoß gegen das Preissenkungsverbot erwischt, dazu in der Lage hinzugehen und sein Auto oder seine Fabrik zerstören oder wegnehmen, und würde er den Hersteller, falls er gegen die Zerstörung seines Eigentums Widerstand leistet, verprügeln oder gar töten? Wenn die Antwort nein ist, nicht aus Zeitgründen oder wegen körperlicher Unterlegenheit wohlgemerkt, sondern weil er diese Taten nicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann, und der Konkurrenzgegner konsequent in seiner Moral ist, dann kann er selbstverständlich auch keine Regierung auffordern, genau das was ich eben geschildert habe für ihn zu erledigen. Schließlich kann etwas Unmoralisches nicht auf einmal moralisch werden, nur weil es ein anderer macht. Die Regierungslösung wird für den konsequenten Menschen noch abstoßender wirken sobald er sich vor Augen führt, dass das Ganze noch mit Steuern finanziert werden muss, was zusätzlich die Androhung von Gewalt gegenüber Menschen impliziert, die noch nicht einmal an der Sache beteiligt sind.

          Und wenn man das einmal verinnerlicht hat, wenn man begreift, was man da bisher eigentlich gefordert hat, dann kann man das Prinzip auch auf die anderen Dinge anwenden, die man bisher von der Regierung gefordert hat, und man erkennt, dass man das einfach nicht machen kann. Statt Forderungen zu erheben, armen Menschen müsste geholfen werden, wird man einfach den Mund halten und selbst tätig werden, wohl wissend, dass die Leute, die ihr Gehirn nicht eingeschaltet haben, die untätigen Forderer, Aggressoren, Zerstörer und Selbstdarsteller als sozial engagiertere Menschen betrachten werden als die, die tatsächlich etwas bewirken. Oder man wird erkennen, dass diese Sache einem nicht so wichtig ist wie man bisher angenommen hat, da die Forderungen als Ersatz dafür gedient haben, dass man auf dieses Thema selbst keine Energie vergeuden wollte. Vor allem der letzte Punkt ist sehr schmerzvoll, da viele Leute sich selbst als Heuchler oder als die Egoisten, die sie gerade eben noch kritisiert haben, entlarven müssten.

        • Stefan sagt:

          Zitat Christian: „..denn aus kommunistischer Sicht ist bereits der Anspruch auf Privateigentum Gewalt.“

          Die voluntaristische Definition von Eigentum geht vom Selbsteigentum aus und was ich mit meinem eigenen Körper erwirtschafte ist auch mein Eigentum.
          Bei Hans Herman Hoppe habe ich eine noch viel einfachere Definition gelesen, die mir sehr gut gefällt.
          Er sagt ganz einfach: Wer sich als erster etwas zu eigen gemacht hat, also an sich genommen hat, ist der Eigentümer. Das trifft auf alle Rohstoffe zu. Die kann er dann frei handeln oder weiterverarbeiten etc.

          Wenn man dieses Eigentum nicht respektiert, wie das Kommunisten tun, die Eigentum für Diebstahl halten, wird letzten Endes jemandem seine Lebensarbeitszeit geklaut. Derjenige der den Eigentümer bestohlen hat, hat diesen also auch für sich arbeiten lassen. Das ist das gleiche Verhältnis wie zwischen einem Sklaventreiber und seinen Sklaven. Der Sklaventreiber läßt die Sklaven für sich arbeiten, der Dieb hat den Bestohlenen für sich arbeiten lassen.

          Also Kommunisten behaupten Eigentum wäre Diebstahl oder Gewalt, ich behaupte, wer das Eigentum anderer NICHT respektiert, begeht Sklaverei.

          Zitat: „Hier kommt die Diskussion auf keinen grünen Zweig…“
          Die Diskussion mit Kommunisten kommt tatsächlich auf keinen grünen Zweig. Bei denen ist vermutlich Hopfen und Malz verloren 😉

          • Christian sagt:

            Das ist auch sehr einleuchtend formuliert. Bei unterschiedlichen Grundsnnahmen (hier Selbsteigentum, da Kollektiveigentum) kann man nicht zu den selben Ergebnissen kommen. Man kann nur für sich individuell die Argumente prüfen. Zumindest an dieser Stelle kommt auch ein Kollektivist oder Kommunist nicht am Individuum vorbei.

          • Stefan sagt:

            Jeglicher Kollektivismus scheitert grundsätzlich am Zwang. Also wenn alle gezwungen werden dem Kollektivismus zu folgen, egal ob sie das wollen oder nicht, egal ob sie dem überhaupt zugestimmt haben oder nicht.
            Wer soll denn dieses Kollektiv sein? Wer gehört zu dem Kollektiv und wer nicht? Wer bestimmt, wer zu dem Kollektiv gehört?

            Die einzige Möglichkeit die Voluntaristen sehen ist, dass jeder einzelne diesem Kollektivismus freiwillig zustimmen muss. Dann ist das Kollektiv genau definiert und jeder der mitmacht hat dem seine Zustimmung gegeben. Alle die dem nicht zugestimmt haben, müssen in Ruhe gelassen werden.

            Wie soll ein allgemein definierter Kollektivismus funktionieren?
            Beispiel: Jemand hat ein Produktionsmittel vor seinem Haus stehen. Sagen wir einen kleinen Bagger mit dem man Bauarbeiten durchführen kann. Jetzt haben verschiedene Leute die Idee man könnte damit als nächstes Bauprojekt A oder B durchführen. Wer entscheidet jetzt welches Bauprojekt als nächstes durchgeführt wird?
            Die Leute in dem Wohnviertel stimmen demokratisch ab?
            oder die Leute aus der ganzen Stadt?
            .. dem Landkreis?
            .. dem ganzen Land?
            .. dem ganzen Kontinent?
            .. oder alle Menschen der ganzen Welt?
            Das ganze wird in fürchterlicher Bürokratie und Tyrannei enden. Wie schon so oft. Meine Vermutung ist, auch ein freiwilliger Kommunismus kann wenn überhaupt nur in kleinem, regionalen Rahmen funktionieren. Also ein kleines übersichtliches genau definiertes Kollektiv.

            Wenn das Kollektiv von irgendjemandem von oben herab bestimmt wird, ist das von Beginn an Tyrannei. Das Selbsteigentum der Menschen wird dann nicht respektiert, was einer totalen Versklavung der Menschen gleich kommt.
            Genau das war das Ergebnis aller bisherigen kommunistischen Experimente. Die Menschen wurden ihrer kompletten Freiheit beraubt.

          • Christian sagt:

            Sehr gut analysiert! Das hätte Kropotkin auch gefallen. Ich glaube allerdings nicht, dass ein freiwilliger Kommunismus allgemeinen Zuspruch erfahren würde. Vor dem gleichen Problem steht allerdings auch seit jeher der reine Kapitalismus. Eine Zukunft hat vermutlich allein das friedliche Zusammenleben von Menschen in unterschiedlichen Gesellschaftsentwürfen.

          • Stefan sagt:

            Zitat: “ Ich glaube allerdings nicht, dass ein freiwilliger Kommunismus allgemeinen Zuspruch erfahren würde.“

            Wozu allgemeinen Zuspruch?
            Wenn 10% der Bevölkerung auf einem Gebiet sich kommunistisch organisieren wollen, dann sollen sie es eben tun. Die anderen 90% organisieren sich eben anders. So lange sie alle anderen in Ruhe lassen, habe ich kein Problem damit.

            Zitat: „Eine Zukunft hat vermutlich allein das friedliche Zusammenleben von Menschen in unterschiedlichen Gesellschaftsentwürfen.“

            Das ist ja im Grunde genommen genau das, was hier auf freiwilligfrei propagiert wird. Und für ein friedliches Zusammenleben gehört eben dazu, dass man auch das Eigentum der anderen respektiert. Also die Kommunisten können untereinander ihr Eigentum gemeinschaftlich regeln, das Eigentum aller anderen müssen Sie aber respektieren.

          • Christian sagt:

            genau, wozu allgemeinen Zuspruch? Keine spezifische Ordnung wird allgemeinen Zuspruch ernten. Daher bedarf es einer pluralistischen Ordnung, die für jeden das gewünschte Maß an Selbstbestimmung erlaubt. Ich hoffe auch, dass genau dies von freiwilligfrei propagiert wird. 🙂

  7. M.Malinowsky sagt:

    Hallo,
    sie sind nicht gezwungen, sich darum zu sorgen, wer in welcher Zwangslage ist.
    Sie sagen, so lange Sie die Zwangslage nicht herbeigeführt haben, ist das nicht Ihr Problem.
    Zwangslage ist ein Notstand.
    Wenn ein Notstand permanent ist denkt man nicht an Freiheit, sondern den Notstand zu beseitigen.
    Ich wünsche Ihnen nicht, das sie in einer Zwangslage sind und Ihnen wird nicht geholfen.
    in den meisten Fällen helfen dann Menschen, die nicht für die Zwangslage verantwortlich sind.
    Falls Ihnen egal ist, ob jemand in einer Zwangslage ist, spricht das nicht gerade für sie.
    Andererseits kennen sie wohl solche Situation auch nicht. Was man nicht kennt, kann man schlecht beurteilen.
    Ich habe geschrieben das „Missbräuchliches Ausnutzten der Zwangslage“ als Ausbeutung bezeichnet wird. (laut Strafrecht)
    Nicht das Missbrauch = Ausbeutung ist.
    Missbrauch ist laut Deutscher Rechtschreibung:
    1. falsch, nicht seiner eigentlichen Bestimmung oder seinem eigentlichen Verwendungszweck entsprechend gebrauchen, benutzen; in unredlicher, unerlaubter Weise [für eigennützige Zwecke] gebrauchen, benutzen
    2. etwas in übermäßigem, sich schädlich auswirkendem Maß zu sich nehmen, anwenden vergewaltigen; sexuelle Gewalt gegenüber jemandem (besonders gegenüber Kindern) ausüben

    Ich habe kein Problem mit großen Vermögen. Ich sehe das Problem eher bei der wirtschaftlichen Situation der „kleinen Leute“, der Masse.
    Meine Kritik ist auch, dass es eine Verteilung von Unten nach Oben gibt.
    Sie werden das bestimmt anders sehen, sie sind ja nicht dafür verantwortlich.
    Vielleicht ist es ihnen auch recht, solange sie nicht unten sind.
    Ich hab auch kein Problem mit Privateigentum. Es sollte halbwegs gerecht verteilt sein.
    Und jetzt kommen sie mir nicht wieder mit Neid.
    Ich will auch die Menschen nicht zwingen sich so zu verhalten, wie ich es für vorteilhaft halte.
    Die Menschen verhalten sich oft leider so, dass es ihnen selbst schadet.
    Ich bin gegen Gewalt und kein Befürworter einer Diktatur.
    Warum soll ich den Mund halten, wenn ich Unrecht sehe?
    Wenn ich sie richtig verstehe, sollte jeder sein Ding machen und sich nur darauf konzentrieren? Richtig?
    Frage: Wer sind denn die engagierten Menschen, die etwas bewegen? Und was haben sie bewegt? (Namen)
    Und wo nehmen diese die Energie her?
    Leider kann ich nicht auf alles antworten.
    Eventuell ist es sinnvoll über einen Themenbereich zu diskutieren.
    Tschüß

    • rote_pille sagt:

      Ich kann es Ihnen verzeihen, wenn Sie am verhungern sind und von mir einen Apfel klauen. Das ist nur der Selbsterhaltungstrieb, obwohl es moralisch immer noch falsch ist. Was ich nicht verzeihen kann, ist ihre Forderung, ich möge doch bitte ausgeraubt werden, damit umverteilt werden kann, und das auch noch als Hilfe bezeichnen. Wenn es Ihr Ziel ist, möglichst vielen Menschen in einer Notlage zu helfen, und ich Sie nicht ausraube, damit ich das Geld für MEINE Ziele verwenden kann, dann hören Sie bitte auf zu fordern, dass ich für IHRE Ziele ausgeraubt werde (das und ausschließlich das meinte ich mit „Mund halten“). Das ist Aggression gegen mich und wenn Sie persönlich versuchen würden die Umverteilung durchzuführen, dann würde ich mich auch gewaltsam gegen Sie verteidigen. Bis zum bitteren Ende. Akzeptieren Sie, dass nichts auf der Welt Ihnen das Recht gibt, unschuldige Leute anzugreifen oder Angriffe gegen sie zu fordern. Sie haben auch nicht zu bestimmen, wann Eigentum gerecht verteilt ist. Eine gleichmäßigere Verteilung wäre auch sehr ungerecht, wenn man sie mit Gewalt erzwingen müsste, weil man dann die Menschen unterschiedlich behandeln müsste – einer wird ausgeraubt, der andere bekommt es geschenkt. Gerechtigkeit: NULL.
      Es gibt momentan eine Umverteilung, wobei das „von Unten nach Oben“ natürlich überflüssig zu sagen ist, denn die Leute die besonders stark profitieren, sind spätestens nach der Umverteilung oben. Diese Umverteilung hängt mMn. mit der legalen Ausübung von Gewalt, also dem Staat zusammen. Ich kann mir auch nichts anderes vorstellen, denn an eine Umverteilung ohne den Einsatz von Gewalt ist keine Umverteilung, sondern ein Tausch. Wenn z.B. die Bankster gerettet werden, ist das eine solche Umverteilung, die ich auch nicht gutheiße. Trotzdem ist die Existenz von Unrecht keine Entschuldigung dafür unschuldige Leute auszurauben. Wenn Ihnen ein Bandit die Geldbörse stiehlt, haben Sie auch nicht das Recht, die Sachen in irgendwelchen Läden mitgehen zu lassen. Fordern Sie stattdessen, dass die Umverteilung zu den Bankstern aufhört.

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