Rund 270 Millionen unschuldige Menschen wurden allein in den zurückliegenden 100 Jahren von ihren eigenen Staaten, Regierungen und Politikern ermordet. Der Staat ist mit großem Abstand und unzweifelhaft die unnatürliche Todesursache Nummer 1. Ebenso ist er die Hauptursache für menschliches Leid, für Not und Elend, Diskriminierung, Krankheit und Tod, Zerstörung, Verfolgung, geistige und körperliche Folter, Vergewaltigung und Verstümmelung, Armut und Umweltverschmutzung.

Umso erstaunlicher ist es, dass der Staat und seine Handlanger nach wie vor Mehrheitlich unterstützt, ja sogar verehrt und verteidigt werden. Weltweit und auch noch unter dem Vorwand, sie mögen für Frieden, Freiheit, Sicherheit und Umweltschutz sorgen. Mit Vernunft ist diese Situation schon lange nicht mehr zu erklären. Es gibt keine sachlichen und rationalen Argumente dafür, weiterhin am Staat festzuhalten.

Der Freiheitsaktivist und selbsternannte Staatsfeind Larken Rose wird nicht müde, darauf hinzuweisen, dass der Staat kein externes Wesen ist, das die Menschen unterdrückt, sondern ein Aberglaube. Eine individuelle religiöse Wahnvorstellung von einem Gott, in dessen Namen es richtig und gut sein soll, sämtliche Menschlichkeit über Bord zu werfen. Er legt in unvergleichbarer Art und Weise immer wieder die Absurdität und innere Widersprüchlichkeit des Glaubens an den Staat offen. Dieses Video ist eine Zusammenstellung seiner wichtigsten Aussagen und Erkenntnisse.

 

 

Was ist ein Etatist? Kurz gesagt ist das jemand, der an einen Staat und an eine Regierung glaubt.

Staaten und Regierungen sind Macht über Menschen innerhalb definierter räumlicher Grenzen. Ihr Kennzeichen ist das vermeintliche „Recht zu herrschen“. Es ist nicht nur die Fähigkeit, andere Menschen zu beherrschen. Diese Fähigkeit hat schließlich jeder Mensch bis zu einem gewissen Grad. Es ist das angenommene und angebliche „Recht“, die Einbildung oder Vorstellung davon, dass bestimmte Menschen ein Recht hätten, mit Gewalt andere Menschen zu kontrollieren.

Der Glaube daran ist wie der Glaube in einer Religion: Ohne jeden Bezug zur Realität, praxisfern, unbeweisbar und unlogisch.

Der Glaube an den Staat ist keine Analogie zum religiösen Glauben. Er IST eine Religion – in jeder Hinsicht! Im Glauben an den Staat gibt es tatsächlich eine Gruppe übermenschlicher Wesen, die Rechte hat, die Normalsterbliche nicht haben und für die die Gesetze und Regeln der Normalsterblichen nicht gelten. Diese Gruppe, die „Regierung“ genannt wird, stellt Regeln auf und wer sich nicht an diese Regeln hält, ist ein „Sünder“ und verdient es, bestraft zu werden.

Die treu ergebenen Gläubigen führen bizarre Rituale durch. Eines davon nennen sie „Wahlen“. Sie machen dazu mit einem Stift ein Kreuz auf einen Zettel und… Tataaa! Jetzt gibt es ein übernatürliches Wesen, das sie„Regierung“ nennen. Die Menschen, die diese „Regierung“ bilden, sehen zwar noch aus wie ganz normale Menschen, aber sie haben jetzt nicht mehr nur die Rechte eines jeden anderen Menschen. Sie dürfen Geld von allen anderen Menschen verlangen, sie herumschubsen und herumkommandieren und sie dürfen sie einsperren, ihnen wehtun, sie verletzen oder sogar töten, wenn sie nicht gehorchen. Und sie rechtfertigen das alles damit, das „mystische Wesen Staat“ zu repräsentieren.

Sie handeln im Namen des Staates und seiner Regeln, die sie „Gesetze“nennen. Diese Gesetze sind nicht nur einfache Drohungen, sondern Befehle übernatürlicher Wesen. Und so sollen alle vor diesen übernatürlichen Wesen niederknien. Nur das Gebet zu diesen Wesen wird die Welt retten. Sie geben bestimmte Rituale vor, in denen sie festlegen wie und wann die Gläubigen zu ihnen zu beten haben, um die Welt zu dem Ort zu machen, den sie sich wünschen und um sie vor all den Unsicherheiten zu schützen, die das Leben so mit sich bringt.

Es ist so offensichtlich, wie absurd diese Glaubenslehre ist. Hier ein Beispiel: „Die Erzeugung von Solidarität auf Befehl“ – so etwas gibt es nicht! Wenn Menschen solidarisch sind, dann geschieht das freiwillig. Eine Solidarität, die herbeibefohlen wird, kann keine Solidarität sein.

Die übliche Rechtfertigung lautet: „Wir haben das Recht, euch zu regieren, weil ihr uns dieses Recht übertragen habt. Auch diejenigen, die uns nicht gewählt haben und nicht dem zustimmen, was wir tun.“

Sie repräsentieren uns, in dem sie Dinge tun, zu denen wir nicht das Recht haben? Sie repräsentieren uns, in dem sie uns herumschubsen und uns unser Geld wegnehmen? Wenn ich zu meinem Nachbarn gehe, ihn herumschubse und ihm sein Geld wegnehme und als Rechtfertigung zu ihm sage: „Ich darf das, weil ich dich ja repräsentiere“, dann wird er mich fragen, ob ich noch ganz dicht bin.

Die verrückteste Aussage überhaupt ist aber: „Wir, also das Volk, sind die Regierung!“ Sagt mal, merkt ihr wirklich nicht, dass es da eine Gruppe von Menschen gibt, die festlegt, was ihr zu tun und zu unterlassen habt? Die das ganze dann „Gesetze“ nennt, die Geld von euch erpressen und das als „Besteuerung“ bezeichnet? Dass diese Gruppe ein paar bewaffnete Männer zu euch nach Hause schickt, die euch Gewalt antut, wenn ihr nicht gehorcht? Seid ihr wirklich nicht dazu in der Lage, zwischen euch und denen einen Unterschied zu erkennen?“

Besonders offensichtlich wird der blinde Glaube an den Staat in den Antworten auf diese Frage: „Kannst du an jemand anderen Rechte übertragen, die du selbst gar nicht hast?“ Jeder wird antworten: „Nein, natürlich nicht.“

„Okay… wenn du dich mit deinem Freund zusammen tust, könnt ihr beide zusammen dann jemandem Rechte übertragen, die keiner von euch beiden hat?“ Und die Antwort lautet wieder: „Nein“.

Und es braucht nicht viel, um zur Frage zu kommen: „Wieso hat eine Regierung Rechte, die du nicht hast?“ Und dann regen sich die Befragten auf, sie werden ärgerlich, fangen an sich zu verteidigen oder laufen einfach davon.

Sie sind nicht zu dieser Überzeugung gekommen, weil sie darüber nachgedacht haben oder Beweise gesammelt haben oder logische Schlussfolgerungen gezogen haben. Sie sind dazu gekommen, weil ihnen „blinder Gehorsam“ eingetrichtert wurde, noch bevor sie überhaupt richtig sprechen konnten. Es wurde ihnen einfach „beigebracht“, einer sogenannten „Autorität“ zu gehorchen. Und das dieses Ding Rechte hat, die ein normaler Mensch nicht hat und dass die Menschen die „Pflicht“ haben, diesem Ding zu gehorchen. Dass es Leute gab, die Götter gewesen sein müssen – die irgend etwas auf ein Stück Papier geschrieben haben und das ganze dann als „Verfassung“ bezeichneten. Sie haben ein paar seltsame Rituale durchgeführt und die Leute haben dann gesagt: „Dies ist jetzt das Gesetz“.

Die meisten Menschen bekommen ein komisches Gefühl im Bauch, wenn sie sich vorstellen, sie würden jemandem der das Gesetz vertritt, nicht gehorchen. Sie bekommen Angst. Die meisten Menschen sind nicht dazu fähig, „Nein!“ zu sagen. Das Nein widerspricht ihrer Programmierung und Indoktrination, die sie über viele viele Jahre verabreicht bekommen haben. Ihnen wurde eingetrichtert, das es gut und richtig sei, zu gehorchen und dass jeder, der das nicht tut, ein schlechter Mensch sei.

Das ist die Botschaft, die bereits in den Schulen in die Köpfe der Menschen eingehämmert wird. Immer und immer wieder, jeden Tag. So lange die Kinder in der Schule sind, hängt ihr Wert davon ab, wie gut sie einer Autorität gehorchen.

Es ist ein Wechselspiel zwischen „Anerkennung und Missbilligung“. In der Schule lernen sie, dass Gehorsam zu Anerkennung und Belohnung führt. Ungehorsam wird dagegen mit Missbilligung und Verachtung bestraft. Jeder soll mitbekommen, dass Kinder, die nicht gehorchen, schlechte Menschen sind.

Der blinde Glaube an Autoritäten führt dazu, dass schreckliche Dinge getan und gerechtfertigt werden, die normalerweise niemand tun würde. Das gilt für gute Menschen, für schlechte Menschen und alles, was dazwischen liegt.

Seht euch zum Beispiel die Polizisten an. Sie glauben wirklich, dass sie Rechte hätten, die du und ich nicht haben. Der einzige Grund, warum sie das tun, was sie tun, ist ihr blinder Glaube an die Autorität, die ihnen eine Ausnahme von den moralischen Prinzipien einräumt.

Wenn ihr sie darauf ansprecht und ihnen sagt: „Hey, das was du da machst, ist moralisch falsch! Es ist nicht in Ordnung jemanden einzusperren, der Marihuana raucht.“, dann sagen sie: „Also ich mache die Gesetze ja nicht… Ich setze sie nur um. Ich bin doch nicht verantwortlich für mein Handeln. Ich bin nur das Werkzeug einer Macht, die Regierung genannt wird. Du kannst mich doch nicht persönlich für mein Handeln verantwortlich machen, weil ich es doch in Wirklichkeit gar nicht bin, der da handelt. “

Das hört sich total verrückt an, aber es ist genau das, was die meisten von ihnen sagen würden.


Alle diese Fälle, in denen die Vollstrecker Gewalt gegenüber Menschen initiieren, gegenüber Menschen, die niemandem etwas getan haben. Wenn sie darauf angesprochen werden, dann behaupten sie tatsächlich, dass sie persönlich ja gar nichts getan hätten. Der einzige Grund warum sie es tun ist, weil sie – wie allen anderen auch – an die Lügen von der Autorität und der Regierung und den Gesetzen glauben und ihnen gesagt wurde: „Du bist nur ein Werkzeug einer Macht, „Gesetz“ genannt und diese Macht kann dich mit Rechten ausstatten, die niemand anderes hat. Also musst du dich nicht schlecht fühlen, wenn du körperliche Gewalt gegen friedliche Menschen anwendest, weil das „Gesetz“ schließlich sagt, es ist in Ordnung das zu machen.“

Im Grunde ist es nur die Erlaubnis dein Gewissen zu ignorieren, indem dir gesagt wird: „Du hast Rechte, die andere Menschen nicht haben.“ Du selbst hast nicht das Recht, anderen Menschen vorzuschreiben, was sie zu tun und zu lassen haben. Du hast nicht das Recht, Menschen auf der Straße aufzulauern und sie zu erpressen. Aber in dem Moment, wo du das „Gesetz“ repräsentierst, dann ist es plötzlich nicht nur in Ordnung, sondern sogar etwas „Ehrenhaftes“ oder „Gutes“, herumzulaufen und andere Leute zu berauben und sie zu schikanieren.

Das ist die größte Gefahr des Glaubens an eine Autorität. Der Glaube manipuliert Leute zu Gehorsam und dazu, wirklich schlimme, grausame und gewalttätige Dinge zu tun, weil sie denken: „Das ist jetzt in Ordnung, weil die Regierung oder eine Autorität das angeordnet hat.

Sie wachsen in dem Glauben auf, dass Gehorsamkeit eine erstrebenswerte Tugend sei. Von ihren Eltern, ihrer Schule, vom Staat und von ihrer Kultur erhalten sie diese versteckte autoritäre Botschaft, die alles durchdringt. Wenn eine Kultur erschaffen wird, das alles zu glauben und dann wirklich böse psychopatische Menschen an die Macht kommen und befehlen: „Gehe los und mache richtig üble Dinge“, dann sagt die Masse: „Naja, wir müssen einfach gehorchen. Wir müssen dem Gesetz gehorchen. Wir müssen das tun, was uns gesagt wird, denn das ist eine erstrebenswerte Tugend.“

Und dann marschieren „gute“ Menschen los und tun wirklich schlimme Dinge. Ich fürchte mich nicht vor den Maos oder den Stalins oder den Hitlers. Ich fürchte mich vor den unzähligen Menschen, die solche Leute als Autoritäten anerkennen und die für ihre Regierung, für das Reich, für die Nation, für das Gemeinwohl Befehle ausführen. Ein Verrückter mit einem komischen Schnurrbart ist vollkommen harmlos. Für Menschen, die nicht an eine Autorität glauben, ist er überhaupt keine Gefahr.

Einige Menschen glauben, dass man jedem vertrauen müsste, wenn man keine Regierung will. Natürlich kann man nicht allen Menschen vertrauen. Aber gerade deswegen ist es ein schwerer Fehler, Machtpositionen zu schaffen, zu denen Menschen, die nicht einmal ihr eigenes Leben geregelt bekommen, Zugang haben. Warum zum Teufel sollte es solchen Menschen ermöglicht werden, sich gewaltsam in das Leben anderer Menschen einzumischen?

Wenn jemand sagt: „Ich vertraue den Menschen nicht. Menschen kann man nicht vertrauen. Sie sind unberechenbar…“ und dieser Jemand fordert gleichzeitig, einen Staat und eine Regierung, dann sieht seine wirre Lösung des Problems so aus, einige dieser Menschen – und zwar die am wenigsten vertrauenswürdigen – zu nehmen und ihnen die Macht zu geben, über alle anderen mit Gewalt zu herrschen, damit alle vor den wenig vertrauenswürdigen Menschen beschützt werden.

Okay, ihr habt also solche Angst vor den normalen Menschen und seid so dankbar, dass ihr eine Regierung habt… also frage ich euch: „Wer hat euch das meiste Geld unter Androhung von Gewalt gestohlen? Private Menschen, die euch bedroht haben? Oder waren es Agenten dieser Autorität, die euch bedroht haben? Wie groß ist die Anzahl der Morde, die von privaten Menschen begangen wurden im Vergleich zu der Anzahl an Morden, die von Menschen im Namen einer Autorität begangen wurden? Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie weit die Zahlen auseinander liegen. Die Anzahl der Morde durch private Personen ist vollkommen lächerlich im Vergleich zu dem, was im Namen des Gesetzes, im Namen einer Regierung, im Namen einer Autorität geschehen ist und noch heute geschieht. Selbst die Anzahl der Morde durch Regierungen, die andere Staaten angreifen, ist verschwindend gering im Vergleich zu der Zahl an Morden, die eine Regierung an ihrem eigenen Volk verübt.

In den letzten hundert Jahren wurden mehr als 270 Millionen Menschen von ihren eigenen Regierungen umgebracht! Und da sind noch nicht einmal die Kriege mit eingerechnet.

Der erste Schritt ist immer der Schwierigste: Jemanden dazu zu bewegen, seinen blinden Gehorsam anzuzweifeln, so dass er beginnt, wieder selbstständig zu denken und zu sehen, dass eine Regierung alles andere ist, als das, was er bisher von ihr angenommen hat.

Es ist enorm schwierig für manipulierte Menschen, diese fast blasphemischen Gedanken zu denken, dass da Leute in den Regierungen sitzen, die NICHT das Recht haben zu regieren. Dass ihre Drohungen nicht „Gesetze“ sind, sondern einfach nur Drohungen. Das ihre Forderungen nicht „Steuern“ sind, sondern einfach nur Raub und Erpressung. Es fühlt sich wie Ketzerei an, weil es tatsächlich Ketzerei ist! Es ist Ketzerei gegenüber dem Gott, der „Staat“ genannt wird.

Ich habe Hoffnung, weil ich eine riesige Menge an Menschen beobachte, die sich trauen, über diese Dinge nachzudenken. Es werden immer mehr. Die Zahl der Menschen, die darüber sprechen, explodiert förmlich. Und dennoch ist es eine Minderheit. Aber die Kurve zeigt exponentiell nach oben. Ich glaube nicht, dass es noch aufzuhalten ist. Der Aberglaube an den Staat ist so gut wie tot. Der Glaube an den Staat ist aus demselben Grund zum Untergang verurteilt, wie der Glaube daran, dass die Erde eine Scheibe ist. Weil zu viele Menschen mittlerweile die Idiotie dieses Glaubens erkannt haben.

Und das wird nicht einfach so wieder verschwinden. Niemand, der das Prinzip des Selbsteigentums verstanden hat und der erkannt hat, wie vollkommen verrückt dieser Aberglaube an den Staat ist, wird am nächsten Tag aufwachen und sagen: „Plötzlich denke ich doch wieder, dass ich tun sollte was die Regierung von mir will.“

Ich glaube wirklich, dass die Menschheit gerade erst beginnt, ihr eigentliches Potenzial zu entfalten. Die Spezies Mensch war niemals dafür vorgesehen, die Rolle des Nutzviehs für eine herrschende Klasse zu spielen. Jeder Mensch gehört sich selbst und hat das Recht, über sein eigenes Leben zu bestimmen.

Ich wünsche mir noch zu erleben, dass rationale und moralische Menschen einfach in Ruhe gelassen werden und ihr leben leben können. Aber wir werden es auf jeden Fall schaffen. Früher oder später werden es wir mit Sicherheit schaffen.

Die Lüge wird niemals die Wahrheit für alle Zeiten unterdrücken können.

 

Daten und Fakten zur Zahl der Menschen, die im staatlichen Auftrag ermordet wurden:
https://www.hawaii.edu/powerkills/

Original:
Liberty or Death Media – Statism: The Most Dangerous Religion (feat. Larken Rose)
youtube.com/watch?v=N6uVV2Dcqt0

Bearbeitung, Sprecher:
Peter Müller

Übersetzung:
Rudolf Engemann

 

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62 Responses to Die gefährlichste aller Religionen

  1. MacPaul sagt:

    Hm…der Staat sind ja – auf dem Papier – wir alle. Sind wir also alle dafür verantwortlich oder welcher Staat ist das? Erst mal das hinterfragen statt mit dem Begriff des Staates um sich zu werfen.
    Und der Begriff Religion ist hier auch falsch, Glaube wäre korrekt, in dem Fall der Glaube, dass der existierende Staat sich aus dem Volk konstituiert oder welcher auch immer. Religion ist was ganz anderes, nur wissen das die meisten Menschen nicht:
    „Das Religiöse entsteht aus der angeborenen Erfahrung des Empfindens, wo wir gesagt haben: „Empfinden“ gleich „in sich finden“ und diese Erfahrung bringt die Gewissheit. Bewusstseinslos und ohne Empfinden zu sein führt zum Glauben, in dem etwas für wahr gehalten wird, was nicht begründbar im eigenen Empfinden ist. Glauben ist Vorstellung von etwas, was keine Gewissheit hat und aus diesem Grunde muss man eine Vorstellung von dem haben, was keine Gewissheit hat, was fehlt. Und die Vorstellung von dem, was fehlt – nämlich das Religiöse – ist die Glaubensform.
    Und so kommt es, dass der, der eine Vorstellung hat, die zum Ritual führt und im Vorgang aus sich selbst nicht existieren kann, Ihnen insofern ihr Leben nimmt, als sich durch Übertragung stets seine Vorstellung erneuern muss. Das heißt, eine Glaubensform muss ideologisieren, muss sich vervielfältigen und muss missionieren. Ein solchermaßen besetzter Mensch lässt den anderen nicht so, wie er ist. Er will den anderen umbiegen, ihm das Leben nehmen, damit der andere zu so einer Erscheinung wird wie er. Die Leute wissen gar nicht, dass sie nicht religiös sind. Sie glauben, weil sie nicht gewiss sind.“

    • Habnix sagt:

      Richtig der Staat sind wir alle aber die Regierung sind wenige.

      • Habnix sagt:

        Der Staat is ja auch nur ein Glaube der meisten das die Instutionen des Staates wie die Judikative und die Exekutive und die Legeslative richtig funktionieren.Tun sie aber nicht, weil sich das Kapital sofort ihrer bemächtigt und da es eigentlich nicht mit rechten Dingen zu geht dass das Kapital für wenige existiert und sich der Macht bemächtigt, kann man sicher sein das amn einer Regierung und der Staat dem Staat nicht vetrauen kann.Wenn es mit rechten Dingen zu gehen würde, dann gäbe es kein Kapital.

        Es geht nun mal nicht Gerecht in der Welt zu, aber wie lange,hält die Welt also wir alle, noch diese Ungerechtigkeit aus?

        • Kawaphil sagt:

          Aha, lediglich ohne Kapital würde es in der Welt mit rechten Dingen zugehen?

          Da stellt sich die Frage: Was ist Kapital?
          Unter Kapital im volkswirtschaftlichen Sinne kann man alle bei der Erzeugung beteiligten Produktionsmittel verstehen, d. h. der Bestand an Produktionsausrüstung, der zur Güter- und Dienstleistungsproduktion eingesetzt werden kann. Diesen Bestand nennt man auch Kapitalstock und enthält Güter wie Werkzeuge, Maschinen, Anlagen u.s.w., also Güter, die in einem früheren Produktionsprozess erzeugt wurden.

          Können Sie mir bitte sagen was Ihre Interpretation von Kapital ist? Meinen Sie damit etwa Geld? Wenn ja, so sind Sie der Ursache für all diese himmelschreiende Ungerechtigkeit auf der Spur. Ich bediene mich der Aussage von Roland Baader um den Kern dieser Ungerechtigkeit mittels eines Satzes zu umschreiben:
          Das größte Unglück in der Menschheitsgeschichte? Das Staatsmonopol für das Geldangebot. Alle anderen Desaster sind Folgen davon.

          • „Auf Geld hatte der Mensch treten gekonnt.
            Wenn das, worauf ihr treten könnt höher steht als ihr, was habt ihr dann für einen Wert?

            Alles, was für Geld geschaffen wird, ist keine Kunst, es zielt auf die Befriedigung von Schwächen ab.

            Menschen, die die neue Gesellschaft aufbauen wollen, sollten ihr Dasein in einen Zustand bringen, in dem auf keinen Fall Geld zwischen ihnen in Umlauf sein sollte.“ (WISSARION)

            Bei Kapital unterscheiden wir in ökonomisches, kulturelles und soziales Kapital.

          • funkeimdunkeln sagt:

            „Wenn das, worauf ihr treten könnt höher steht als ihr, was habt ihr dann für einen Wert?“

            Nein, das stimmt nicht. Werte sind immer subjektiv. Es ist deine Entscheidung, ob du einen Menschen für wertvoller hältst als Geld. Die Behauptung, die ich aus diesem Text herauslese, dass im Kapitalismus zwangsläufig eine höhere Bewertung von Geld im Vergleich zu Menschen folgt, missachtet völlig diese Entscheidungsfreiheit.

            Mit freundlichem Gruß,
            Mirko

          • Was war das für ein Wesen, welches Geld über den Menschen – Gottes Geschöpf – gestellt gehabt hatte? Über das Geld in privater Hand war der Mensch energetisch ausgebeutet worden, genau von dieser Art Wesen – doch eher ein Un-Wesen?
            MfG Bernd-Joachim

          • funkeimdunkeln sagt:

            Antwort zum untenstehenden Kommentar vom 18. November 2014, 17:39

            Hallo Bernd-Joachim,

            wenn es solche Wesen gibt, dann waren das einzelne Individuen – eben Menschen. Denn es sind immer Individuen, die sich dafür entscheiden – wenn sie dies überhaupt tun – Geld über den Menschen zu stellen. Zum Glück niemals alle.

            Mit freundlichen Grüßen,
            Mirko

          • Habnix sagt:

            Geld ist eigentlich der Übermittler einer Leistung, das aber von wenigen Schlauköpfen als Werkzeug eingesetzt wird um sich der Leistungen anderer ohne Gegenleistung zu bedienen.

          • Kawaphil sagt:

            Eine Wirtschaftsverfassung, welcher der freie Austausch von Gütern und Dienstleistungen fremd ist, hat für das Geld keinen Platz. Der isolierte Wirt kennt es ebenso wenig wie ein Gesellschaftszustand, in dem die Arbeitsteilung die Schwelle des Hauses nicht überschreitet und Produktion und Konsumtion sich vollständig innerhalb der geschlossenen Hauswirtschaft abspielen. Aber auf einer Wirtschaftsordnung, die auf der Arbeitsteilung beruht, ist das Geld überflüssig und unmöglich, wenn die Produktionsmittel vergesellschaftet sind und die Leitung der Produktion und die Zuweisung der gebrauchsreifen Produkte an die Individuen einem gesellschaftlichen Zentralorgan obliegt.

            Aus Ludwig von Mises Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel

            Was sagt uns dies? Eine arbeitsteilige und freie Gesellschaft ist nur mittels Geld möglich. Ohne Geld (Tauschmittel) sind keine komplexeren Gesellschaftsformen möglich, ausser jene des Kommunismus oder Sozialismus. Welche Auswirkungen jedoch eine zentral gesteuerte arbeitsteilige Gesellschaft auf die einzelnen Individuen hat, wurde uns anhand der Hungersnöte in der Sowjetunion und China und neuerdings in Nordkorea eindrücklich aufgezeigt. (insgesamt 52 Millionen Hungertote, einhergehend mit Kannibalismus, Gewalt und Sittenverrohung)
            Es kann nicht als Ziel der arbeitsteiligen Gesellschaft angesehen werden das Geld als Intermediär des Handels und der Wirtschaft abzuschaffen. Leider schädigt das Staatsmonopol im Geldwesen unserer Tage das gesamte Weltgeldsystem nachhaltig. Es wird nach wie vor die Ansicht vertreten, dass lediglich eine Staatlich legitimierte und per Gesetz vorgeschriebene Währung Sicherheit verspricht. Eine Illusion deren Konsequenzen wir noch zu spüren bekommen.

          • Habnix sagt:

            Diese Hungersnöte sind nicht eine Ursache von innen her, sondern von aussen her scheinbar auch gewollt.

            Wirtschaft ist Krieg im Frieden.Erst wird der Konkurrent und der mögliche Konkurrent(Arbeitnehmer) bekämpft und falls das Ziel erreicht und es nichts mehr zu gewinnen gibt,folgt der Satz: “Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln”

          • michael sagt:

            wirtschaft und krieg sind per definition das genaue gegenteil, genau wie vergewaltigung und freiwilliger sex.

            der rest sind auch nur auswendig gelerntelinke kampfparolen, die absolut nichts mit vernunft und praxis zu tun haben.

          • Habnix sagt:

            Wer das so sieht, für den läuft das Hamsterrad weiter.

            Wer sich dem Wirtschaftskampf hin gibt, also sich von anderen herausforden lässt oder andere herausfordert der verliert vieleicht aus den Augen das aus Spass, ernst werden kann.

            „wirtschaft und krieg sind per definition das genaue gegenteil, genau wie vergewaltigung und freiwilliger sex.“

            Ja, ich sehe das auch so, das, dass, nur Faschistische Frasen sind.

        • „Es geht nun mal nicht gerecht in der Welt zu, aber wie lange, hält die Welt – also wir alle, noch diese Ungerechtigkeit aus?“
          Wir sind der Ursprung dieser Ungerechtigkeit, denn der Großteil von uns verweigert als Schlafschafe das wahrhaftige und göttliche Menschsein über die Wieder-Mensch-Werdung
          „Be the change you want to see in the world“ (Sei die Veränderung, die du in der Welt sehen willst!)
          – Mahatma Gandhi –

      • ickejan sagt:

        Der Staat ist das Machtinstrument der herrschenden Klasse.
        Ist wohl mehr als nur alte DDR-Propaganda….

    • Mielia sagt:

      „Hm…der Staat sind ja – auf dem Papier – wir alle. Sind wir also alle dafür verantwortlich oder welcher Staat ist das? Erst mal das hinterfragen statt mit dem Begriff des Staates um sich zu werfen.“
      „Hm…der Staat sind ja – auf dem Papier – wir alle.“
      Nette Setzung. Und, wann hast du die das letzte Mal hinterfragt?

      Finde es ja immer wieder höchst befremdlich, wie Leute wie DU auf irgendwelchen Seiten, Blogs etc. wie z.B. freiwilligfrei auftauchen, so tun, als hätten die Verfasser wie eines Eintrags wie diesen, nie darüber nachgedacht, nie an anderer Stelle schon vermehrt geschrieben und als gäbe es keine Kommentarstränge in denen Gegenthesen, eventuelle Widersprüche und verfeinerte Definitionen diskutiert worden wären. Im gleichen Atemzug wird dann deine angebliche Wahrheit verkündet – da du anscheinend die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben meinst und unfehlbar zu sein scheinst -, ohne dass diese einer ebensolchen Prüfung, Kommentierung und Diskussion nötig wäre.

      Die verschiedenen Assoziationen und Konnotationen im Englischen und Deutschen bei den Worten Staat und Regierung scheinen m.E. immer mal wieder für Konfusion zu sorgen (und durchaus zusätzlich auch die allgemeine Begriffsvernebelung zwischen society und state).
      Mein Kenntnisstand:
      Im Amerikanischen wird oftmals state und government gleichbedeutend verwendet, während man im Deutschen Regierung und Staat häufiger unterscheidet, genauer: Regierung hier einen kleineren Bereich umfasst oder sogar die „Regierung“ als spezifische Menschen abgrenzbar ist (also Merkel und ihre Ministerhansel und das gleiche auf den Länderebenen usw.) und nicht rein abstrakt bleibt wie der Staat (Bürokratie, Polizei, Geheimdienste usw.), bei dem keiner alle persönlich einzeln kennt.
      Viele setzen dann seltsamerweise die abstrakten Begriffe Staat und Gesellschaft gleich (wie auch in MacPauls Falle.)
      Da der Text von einem Amerikaner – Larken Rose – ist, und hier m.E. Regierung und Staat gleichbedeutend verwendet werden, wird auf die von mir anfänglich zitierte Aussage bereits im Text eingegangen.
      Ich zitiere daher noch einmal einen Auszug und ersetze lediglich das Wort Regierung durch Staat. Vielleicht regt dich (oder Jemand anderen) es dazu an über deine Setzung nachzudenken.
      Gruß,
      Mielia

      Die verrückteste Aussage überhaupt ist aber: „Wir, also das Volk, sind [der Staat]!“ Sagt mal, merkt ihr wirklich nicht, dass es da eine Gruppe von Menschen gibt, die festlegt, was ihr zu tun und zu unterlassen habt? Die das ganze dann „Gesetze“ nennt, die Geld von euch erpressen und das als „Besteuerung“ bezeichnet? Dass diese Gruppe ein paar bewaffnete Männer zu euch nach Hause schickt, die euch Gewalt antut, wenn ihr nicht gehorcht? Seid ihr wirklich nicht dazu in der Lage, zwischen euch und denen einen Unterschied zu erkennen?“

  2. Uwe Werler sagt:

    Vielen Dank an Rudolf für die Übersetzung und Peter für’s Video.

  3. Rückert sagt:

    Eine interessante Annäherung an den „Staat“.

    Was mir hier in Europa derzeit besonders auffällt ist, wie die Bürger in allen Bereichen vom Staat abhängig gemacht werden.
    Man kann nicht mehr wie ein Eichhörnchen seine Früchte einsammeln und verbergen, um in Notzeiten eigene Reserven zu besitzen. Es gibt keinen eigenen Bereich mehr, überall hat der Staat seine Finger drin und drauf.
    Die Bürger rutschen großteils auf den Knien vor diesem Staat, nicht wenige werden in der Not rabiat werden, sei es als einzelne oder als Gruppe.
    Die Massen, die Enge des Raums und die Spannungen zwischen Ost und West werden zu einer furchtbaren Knochenmühle – wir werden mitten drin sein!

  4. Habnix sagt:

    Ehrlich ich brauch keine Regierung damit es mir schlecht geht,mir geht es auch ohne Regierung schlecht.Allerdings die Wahrscheinlichkeit das es mir ohne Regierung besser geht, steht glaube ich um einiges höher als mit Regierung.

    Regierungen sind der Beweis das destruktive Kräfte in der Gesellschaft am Werk sind.

    Verwechseln wir bitte nicht unseren vom Kapital erlaubten Freiaum nicht mit Freiheit.Denn der erlaubte Freiraum ist nur ein Knast ohne Gitter der mit Freiheit nichts zu tun hat aber die Kunst zu beherrschen sich Unabhängig zu versorgen ist die wahre Freiheit.

  5. Habnix sagt:

    In Abhängigkeit der Infrastruktur der Macht

    Lohnabhängig und ohne Lohntüte und nur ein Konto bei einer Bank ohne Bankgeheimnis, dann ist das so als wenn mein Portmonnaie bei der Bank irgend ein X-beliebiger Dritter hat, den ich nicht kenne und jeder Gangster sieht rein ob noch was zu holen ist.

    Am 1. April 2005 verschwand das Bankgeheimnis in Deutschland nun vollständig.

    Hauptbetroffene sind Rentner, Erben, Studierende, Empfänger von ALG I+II, Sozialgeld, BAföG, Kindergeld und Wohngeld.

    Ein Anfangsverdacht oder ein richterlicher Beschluss sind dann nicht mehr nötig.

    Fünf Tage vor Weihnachten, am 19. Dezember 2004 wurde dieses Gesetz heimlich still und leise von Hans Eichel im Bundestag eingebracht und vollzogen.

    Wenn damals nur mit der Lohnabhängigkeit A. H. alles machte, um wieviel mehr lässt sich mit der Kontoabhängigkeit für Regierungen erreichen?

    Wir hatten wohl alle zugesehen wie wir unser Portmonnaie abgeben mussten und keiner hat ohne wirkliche Bedrohung etwas dagegen getan. Da frag ich mich: „Sind wir nicht mehr ganz Dicht?“

    Nicht die Gewerkschaft und nicht die Kirche oder sonstwer. Keiner hat was dagegen gemacht.
    Was werden wir tun ohne unser Portmonnaie – fort laufen? Uns in den nächsten Zug und auf das nächste Schiff flüchten das uns in Sicherheit bringt? Wir Lohnabhängige(Sklaven) können nicht mehr fort laufen.Es ist zu spät.

    Die Zukunft und die Gegenwart in der die Katastrophe schon längst läuft.

    Werden wir uns verdammt noch mal bewusst das wir unsere Portmonnaie abgegeben haben, wie ein Kind es den Eltern abgibt.Nur Regierungen sind keine Eltern.Regierungen haben kein Gewissen und daher haben sie auch mit Atombomben werfen lassen,wie im Zweiten Weltkrieg 1945 auf die Japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki und sie tun noch vielmehr,weil ohne Gewissen.Hinter allem der angebliche höhere Zweck der Konzern-Lobbyisten und der Finanz-Konzerne die auf Wachstum hoffen und den Menschen dafür dem Mamon opfern .

    Das beste wäre jetzt ein Streik und zumindest die Lohntüte zu fordern.Lohntüte ist Bargeld.Und dann muss jeder bestrebt sein sich zum Selbstversorger zu machen so gut es geht.Strom und Nahrung so gut es geht selbst zu machen, um aus der Lohnabhängigkeit heraus zu kommen und um künftige Tragödien erheblich zu erschweren bis unmöglich zu machen.

    Wirtschaft ist Krieg im Frieden.Erst wird der Konkurrent und der mögliche Konkurrent(Arbeitnehmer) bekämpft und falls das Ziel erreicht und es nichts mehr zu gewinnen gibt,folgt der Satz: “Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln”

    “Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.”, lautet ein berühmtes Zitat des preußischen Generals Carl von Clausewitz,der Anfang des 19. Jahrhunderts in den napoleonischen Kriegen eine entscheidende Rolle spielte.

    War der Zweite Weltkrieg nicht ein bloser Raubmord an den Konkurrent und möglichen Konkurrent dem Arbeitnehmer?

    • Kawaphil sagt:

      „Wirtschaft ist Krieg im Frieden.“ Ist diese Interpretation von Wirtschaft auf Ihrem Mist gewachsen?
      Die Wirtschaft ist der Kitt einer jeden arbeitsteiligen Gesellschaft, ohne Wirtschaft gibt es keine arbeitsteilige Gesellschaft. Ohne Wirtschaft würden Sie, lediglich spärlich bekleidet und mit einem knurrenden Magen auf die Jagd nach dem nächsten Mittagessen sein. Die Wirtschaft macht es möglich, dass solch geistige Dunkelkammern wie Sie Nahrung, ein Dach über dem Kopf und einen PC ihr eigen nennen können. Nicht der Staat oder die Regierung tun dies, sondern die Wirtschaft. Die Wirtschaft steht im Dienste der Menschen. Wenn ein Bäcker Brote backt frisst er diese ja nicht selber, ebenso wenig baut der Maurer lediglich sein eigenes Haus. Im modernen Sinne ist Wirtschaft oder Ökonomie die Gesamtheit aller Einrichtungen und Handlungen, die der planvollen Deckung der Nachfrage dienen. Was bitte hat Krieg mit einer planvollen Deckung der Nachfrage zu tun? Es gibt wohl kaum etwas was die Gesellschaft mehr verbindet als die Wirtschaft.

      • Habnix sagt:

        Die Wirtschaft die mich immer bekämpft hat und noch heute als Lohnabhängigen wie über 90% der Weltbevölkerung hält.Meinten sie diese Wirtschaft.Die Arbeitsteiligkeit wurde nicht von der Wirtschaft erfunden, sie bedient sich nur dieser.Oder glaubt irgend wer das eine Inuit Familie im vorletzten Jahrhundert in der Arktis eine Wirtschaft brauchte.Sie brauchten wohl die Arbeitsteilung.Der Männliche Teil ging jagen und der Weibliche Teil blieb zu Hause und versorgte die Kinder der Familie.Kawaphil,Sie haben noch nie Wirtschaft beobachtet und Wirtschaft noch nie gefühlt.Ja und ich dachte immer das ich selbst es war, der aus Lohnabhängigkeit beim Hausbau geholfen hat.Jetzt erzählt mir einer es war die Wirtschaft.

        „Die Wirtschaft steht im Dienste der Menschen“ 😀 😀 😀

        Würde die Wirtschaft wahrhaftig im Dienst der Menschen stehen,gäbe es keine Kriege mehr und sie würde sich Soziale Marktwirtschaft nennen dürfen.Es gibt Menschen oder nennen wir sie Politiker, die, die Deutungshoheit besitzen, weil die Medien ein Gewerbe sind und diese Poltiker nennen die Wirtschaft, Soziale Marktwirtschaft, was sie aber in Wirklichkeit nicht ist.

        „Es gibt wohl kaum etwas was die Gesellschaft mehr verbindet als die Wirtschaft.“

        Wo mit verbindet die Wirtschaft die Gesellschaft ?

        Etwa Geld?

        Eher müsste es heisen das die Wirtschaft die Gesellschaft mit Lohnabhängigkeit verbindet.

        Unsere Gesellschaft besteht nämlich aus über 90% Lohnabhängigen.

        • funkeimdunkeln sagt:

          Die Inuits in ihren Iglus können aber keine Herzoperationen durchführen. Und ins Internet gehen und sich darüber aufregen, dass der Stammeshäuptling seine Untergebenen in Fischabhängigkeit hält, kann er auch nicht.

          Um solche Leistungen zu ermöglichen benötigt es eine komplexe Hierarchie von Leitenden und Ausführenden. Diese Hierarchie beruht entweder auf der bösen bösen Lohnabhängigkeit oder aber auf „sozialer Gerechtigkeit“, sprich, knallharter Gewalt. Oder um es beim Inuit-Vergleich zu bleiben: Selbst dem faulsten Inuit ist es lieber, wenn seine Leistung in Fischen vergütet wird – und nicht durch das Ausbleiben von Peitschenschlägen belohnt wird.

          Mit freundlichem Gruß,
          Mirko

          • Habnix sagt:

            Sterben kann man auch ohne Arzt und ohne einen Organspenden Skandal.Zum ende des Lebens steht vielleicht ein Arzt oder Pfarrer beim sterben dabei, aber verhindern kann er das natürliche sterben nicht und beim sterben oder verrecken, ist jeder alleine und keiner stirbt mit und das Leben geht weiter.

            Bei einer kleinen Gemeinschaft braucht es keine Internetabhängigkeit.

            Was also bleibt am ende des lebens, einzig und immer das Leben der Nachkommen bleibt.

            „Um solche Leistungen zu ermöglichen benötigt es eine komplexe Hierarchie von Leitenden und Ausführenden.“ Solche Leistungen für wen?

            Eine Hiraarchie ist die nicht wie eine Pyramide so komplex? Unten viel, für wenige die oben sind.

          • funkeimdunkeln sagt:

            Richtig, zum Sterben und Leben braucht man keine Gemeinschaft. Es freut mich, dass du mit so geringen Ansprüchen an dein Leben glücklich bist.

            Falls du aber auf dem Weg von der Geburt bis zum Leben was essen willst, vielleicht auch nicht frieren willst, vielleicht auch mal feiern willst, dann bist du zumindest auf freiwillige Kooperation zur Herstellung von Gütern angewiesen. Und wie jede Fußballmannschaft weiß, funktioniert eine solche besser in einer Hierarchie als ohne.

            Man kann das durchaus bis zur er Chip-Industrie steigern: Je mehr Kooperation, je komplexer ist die Organisationsstruktur, desto höher ist der mögliche Erfolg.

            Mit freundlichem Gruß,
            Mirko

          • Habnix sagt:

            Die freiwillige Kooperation zur Herstellung von Gütern kann es durch Lohnabhängigkeit nicht geben.Wer aber will die, die es geschaft haben, sich selbst zu versorgen ohne das sie Landbesitzen oder ihr Eigentum nennen,wer will diese Menschen in Lohnabhängigkeit bringen.Bis jetzt ist es für die Mehrheit der Menschen ein Traum oder/und ein Albtraum und wird es auch immer bleiben. Und käme dabei nicht der wahre Lohn für Arbeitnehmer zustande?Bis irgendwann mal ein Unfall passiert und durch diesen Unfall erkannt wird das es eine Möglichkeit gibt,weil der Unfall keine andere Wahl mehr lässt, als dies zu versuchen.Aus meiner Sicht ist die Menschheit am Scheideweg.Wenn sie sich für den richtigen Weg entscheidet, hat sie das Paradies sehr schnell und wenn sie sich für den falschen Weg entscheidet ganz nah an der schlimmsten Hölle auf Erden.Wenn man es genau betrachtet,haben die meisten die Hölle auf Erden und nur wenige den Himmel, den die wenigen sich zur Hölle machen.War gestern beim HNO der mir nicht helfen konnte.Der hat mir mein Ohr maltretiert,so das ich mir sagen muss: brauch ich nicht.Nein danke.Wieviel Geld der an mir verdient hat.Keine Ahnung aber müsste ich ihn ohne Krankenkasse bezahlen also bar, hätte ich von ihm vielleicht noch Schmerzensgeld verlangt.Und in früheren Zeiten, hätte er von mir die Eier meiner Hühner als Bezahlung nicht bekommen.So ich denn welche hätte.Kooperation kann freiwillig sein, zum Beispiel um ein gemeinsame Idee zu verwirklichen und sie kann unfreiwilig sein. Zum Beispiel: Arbeitsagentur.Klar habe ich mir mangels Geld schon mein Auto,Motorrad u.s.w.selbst reppariert oder sonstiges.

            „Man kann das durchaus bis zur er Chip-Industrie steigern: Je mehr Kooperation, je komplexer ist die Organisationsstruktur, desto höher ist der mögliche Erfolg.“

            Um so komplexer, umso weniger muss man an Steuer an den Staat bezahlen.Der Staat sind wir alle.

          • funkeimdunkeln sagt:

            „Die freiwillige Kooperation zur Herstellung von Gütern kann es durch Lohnabhängigkeit nicht geben.“

            Bei der Lohnabhängigkeit handelt es sich um einen Austausch von Arbeitszeit gegen Geld. Dieser Austausch erfolgt nun freiwillig und ist somit ein Beispiel für eine freiwillige Kooperation. Du kooperierst mit deinem Arbeitgeber, um für deinen Lebensunterhalt zu sorgen.

            Das Schöne an dieser Freiwilligkeit ist ja, dass du jederzeit deinem Arbeitgeber sagen kannst, dass du die Schnauze voll von ihm hast und ihm kündigen kannst.

            In der Heimatstadt, wo meine Eltern wohnen, ist ein Krankenhaus privatisiert worden. Daraufhin haben sich die Arbeitsbedingungen verschlechtert, weil der Manager dieses Krankenhauses einer von den BWL-Eierköpfen ist, welcher nicht zwischen den Begriffen Gewinn und finanziellen Gewinn unterscheiden kann und meinte sein Unternehmen stringent auf zweiteres ausrichten zu müssen – ohne dabei zu berücksichtigen, dass Ärzte von ihrer Arbeit nicht nur finanziellen Gewinn, sondern auch persönlichen Gewinn im Sinne von Freude am Helfen erhoffen. Was war die Folge? 13 Ärzte kündigten auf einen Schlag.

            Mit freundlichem Gruß,
            Mirko

            Mit freundlichem Gruß,
            Mirko

    • Habnix sagt:

      „Bei der Lohnabhängigkeit handelt es sich um einen Austausch von Arbeitszeit gegen Geld. Dieser Austausch erfolgt nun freiwillig und ist somit ein Beispiel für eine freiwillige Kooperation. Du kooperierst mit deinem Arbeitgeber, um für deinen Lebensunterhalt zu sorgen.“

      Als Abhängiger musst du deinem Dealer folgen oder du bekommst keinen Stoff(Geld).

      Wo bitte bleibt da die Freiwilligkeit ?

      „Unzucht mit Abhängigen “

      „Wer einen seiner Erziehung, Ausbildung, Aufsicht od. Betreuung anvertrauten Menschen unter 21 Jahren od. wer einen anderen unter Ausnutzung seiner Amtsstellung od. seiner Stellung in einer Anstalt für Kranke od. hilfsbedürftige zur Unzucht missbraucht, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter 6 Mon. bestraft (§ 174 StGB). Strafbar ist auch der Versuch. Missbrauch eines Abhängigkeitsverhältnisses zwischen Männern zur Unzucht, Homosexualität. “

      Warum dann bei Lohnabhängigen nicht?

      LKW-Unfälle und sonstige durch Lohnabhängigkeit ?

      “ Arbeit macht Frei “ Nie

      • Habnix sagt:

        Sorry. Antwort war für funkeimdunkeln gedacht.

      • Habnix sagt:

        Bei der Lohnabhängigkeit handelt es sich um einen Austausch von Arbeitszeit gegen Geld. Dieser Austausch erfolgt nun freiwillig und ist somit ein Beispiel für eine freiwillige Kooperation. Du kooperierst mit deinem Arbeitgeber, um für deinen Lebensunterhalt zu sorgen.”

        Dieser Austausch basiert nicht auf Freiwilligkeit, sondern weil mir keine andere Wahl bleibt. Da ich nicht ein Selbstversorger bin.

        Man kann also nur bei Selbstversorger ohne direkte oder indirekte Geldliche Verpflichtungen davon ausgehen das sie Freiwillig eine Arbeit gegen Geld tauschen.

        Das sagt ja schon das Wort Abhängigkeit.

      • Habnix sagt:

        rechtslexikon.net

      • funkeimdunkeln sagt:

        Auch als Konsument von Drogen gehst du freiwillig in einen Tauschgeschäft mit dem Dealer ein. Der Glaube, den der Drogenkonsument hat, dass er Drogen konsumieren muss ist eine Illusion. In Wirklichkeit entscheidet sich der Konsument für den Drogenkonsum, um den drogenlosen Zustand zu vermeiden. Diese Entscheidung erfolgt aufgrund einer Bewertung des Drogenlosen Zustandes als unerträglich, unakzeptabel, hoffnungslos, etc. und den Zustand mit Drogen im Vergleich als relativ erträglich.

        Dass diese Bewertungen nicht in Stein gemeißelt sind, wird dir jede fundamentalistische Christengemeinde bestätigen können. Ich vermute mal (und kenne mindestens eine), jede solche Gruppierung kennt einen abstinenten Alkoholabhängigen, der durch die strikte Unterwerfung unter den Maßgaben der Religion zu einer Neubewertung gefunden hat und aufgrund diesen den Drogenlosen Zustand + Jesus (= Himmel) höher bewertet als den Zustand mit Drogen + ohne Jesus (=Hölle). (Mit dieser Bemerkung ist übrigens keine Wertschätzung des Christentums verbunden)

        Conclusio: Auch der Drogenkonsum ist eine freiwillig getroffene Entscheidung, da auf selbst gesetzten Bewertungen beruhend.

        Mit freundlichem Gruß,
        Mirko

        • Habnix sagt:

          Na dann gib einen Drogensüchtigen mal eine harten Entzug.Dann kann man aber davon ausgehen das der Abhängige Gesundheitliche Probleme bekommt, das zum verkrampfen führen kann und einiges mehr.

          Es ist bestimmt keine Einbildung, wenn der Körper sich dran gewöhnt hat.

          Sicher zu Anfang kann man sich Entscheiden aber so bald eine Sucht daraus wird ist der Freie Wille am Arsch.

          Und was macht ein Lohnabhängiger ohne Geldliche Beschäftigung, der sonst sich nicht Selbstversorgen kann?

          Entweder geht er zur Arbeitsagentur oder verreckt oder hat Geld geerbt oder so viel verdient das er nicht mehr arbeiten muss.Hoppla, da war wieder das Wort muss. Hatte ich doch glatt versehntlich verwendet.

          Ich muss durch den Zwang der Lohnabhängigkeit einen Arbeitsvertrag unterschreiben von dem ich nur hoffen kann, das er mich aus der Lohnabhängigkeit heraus holt und das ist die wahre Illusion oder Irrglaube .

          Man wird nämlich immer zusehen das Menschen in Abhängigkeit gehalten werden, sonst verliert man die Macht.

          • Hermann Messmer sagt:

            @ habnix. Du arme Seele. In Deinem Schreiben kann ich nichts Positives erkennen. Ich höre ein Klagen über dieses Leben ohne eine Spur diesen Zustand zu verbessern. Eine Verbesserung, die von Dir selbst ausgeht, die Du selbst leisten und verantworten kannst. Du kannst Dein eigenes Leben nicht verbessern? Warum glaubst Du an den Weg das eine Gesellschaft das kann? Möchtest Du nicht selbst der Captain Deiner Seele sein? Ich erkenne bei Dir nur dunkle hoffnungslose Gedanken. Möchtest Du andere mit Deinem Schreiben in die jämmerliche Dunkelheit ziehen oder gibt es doch ein Licht in Deinem Leben? Schaue Dich nach dem Licht um und Du kommst in die Sonne. Was ist Dein positiver Beitrag in Deinem vielen Geschreibe? Wozu möchtest Du andere einladen? Ist Deine Einladung so formuliert das andere sie annehmen können? Ich kann das leider nicht erkennen.

          • Habnix sagt:

            Ich arme Seele möchte andere einladen Selbstversorger zu werden.

            Sich selbst zu versorgen heist Unabhängig zu sein und Unabhängigkeit heist weitest gehend Frei zu sein.

            Wollten die meisten Menschen nicht Frei sein?

            Warum sind so viele aus der DDR in die angebliche Freiheit geflüchtet?

            Welch arme Seelen sind es, die von Freiheit sprechen und nicht einmal wissen was Freiheit ist.

            Einst sprach mal ein Mann vor vielen vergangenen Tagen: „Der Staat ist ein kaltes Monster“.Nun sag mir du reiche Seele, weshalb ist ein Staat ein kaltes Monster.

            ———————————————————————-

            „Es ist wahr, dass die Theorie unserer Verfassung besagt, dass alle Steuern freiwillig bezahlt werden; dass unsere Regierung ein einvernehmliches Versicherungsgeschäft ist, das die Menschen freiwillig miteinander eingegangen sind …

            Doch die Theorie über unsere Regierung und die praktische Wirklichkeit unterscheiden sich völlig. Tatsache ist, dass die Regierung den Menschen genauso wie ein Wegelagerer sagt: ´Geld oder Leben!` Und viele, wenn nicht gar die meisten Steuern werden unter dem Zwang dieser Bedrohung bezahlt.

            Nun ist es nicht so, dass die Regierung einem Mann an einem einsamen Ort auflauert, plötzlich auf die Straße springt und ihm eine Pistole an den Kopf hält, um ihm seine Taschen zu leeren. Aber der Raub bleibt nichtsdestotrotz immer noch ein Raub; und er ist wesentlich niederträchtiger und schändlicher.

            Der Wegelagerer nimmt die Verantwortung, die Gefahr und das Verbrechen seiner eigenen Handlung allein auf sich. Er gibt nicht vor, dass er irgendeinen rechtmäßigen Anspruch auf Ihr Geld hat oder beabsichtigt, es zu Ihrem Wohl einzusetzen. Er gibt nicht vor, irgendetwas anderes zu sein als ein Räuber. Er verfügt nicht über genügend Unverschämtheit zu behaupten, dass er lediglich ein ´Beschützer` sei und das Geld der Menschen nur deshalb gegen ihren Willen an sich nehmen würde, damit er in der Lage ist, die geblendeten Reisenden ´zu schützen`, die selbst vollkommen fähig sind, sich zu schützen, oder sein seltsames System des Schutzes nicht begrüßen. Er ist zu vernünftig, als dass er solche Behauptungen von sich gäbe.

            Darüber hinaus verlässt er Sie wieder, nachdem er Ihr Geld gestohlen hat, so wie Sie es von ihm erwarten. Er besteht nicht darauf, Sie weiter gegen Ihren Willen auf der Straße zu begleiten; sich aufgrund des ´Schutzes`, den er Ihnen zukommen lässt, anzumaßen, Ihr rechtmäßiger ´Souverän` zu sein. Er ´schützt` Sie nicht mehr länger, indem er Ihnen befiehlt, auf die Knie zu fallen und ihm zu dienen, indem er dieses von Ihnen verlangt und jenes verbietet; indem er Ihnen noch mehr Geld raubt, so oft es in seinem Interesse liegt oder er Lust danach verspürt; und indem er Sie als Rebell, Verräter und Landesfeind abstempelt und Sie ohne Gnade erschießt, wenn Sie seine Autorität bestreiten oder seinen Forderungen widersprechen.

            Er ist viel zu sehr Ehrenmann, um sich derartiger Hochstapelei, Ehrenkränkungen und Schurkereien schuldig zu machen. Kurzum: Nachdem er Sie ausgeraubt hat, versucht er nicht auch noch, Sie in sein Werkzeug oder seinen Sklaven zu verwandeln.“

            ——————————————————————

            Von der freiwilligen Knechtschaft des Menschen

            Étienne de La Boëtie

            …O ihr armen, elenden Menschen, ihr unsinnigen Völker, ihr Nationen, die auf euer Unglück versessen und für euer Heil mit Blindheit geschlagen seid, ihr laßt euch das schönste Stück eures Einkommens wegholen,
            … und all dieser Schaden, dieser Jammer, diese Verwüstung geschieht euch nicht von den Feinden, sondern wahrlich von dem Feinde und demselbigen, den ihr so groß machet, wie er ist, für den ihr so tapfer in den Krieg ziehet, für dessen Größe ihr euch nicht weigert, eure Leiber dem Tod hinzuhalten.

            Der Mensch, welcher euch bändigt und überwältiget, hat nur zwei Augen, hat nur zwei Hände,hat nur einen Leib und hat nichts anderes an sich als der geringste Mann aus der ungezählten Masse eurer Städte; alles, was er vor euch allen voraus hat, ist der Vorteil, den ihr ihm gönnet, damit er euch verderbe.

            Woher nimmt er so viele Augen, euch zu bewachen, wenn ihr sie ihm nicht leiht?

            Wieso hat er so viele Hände, euch zu schlagen, wenn er sie nicht von euch bekommt?

            Die Füße, mit denen er eure Städte niedertritt, woher hat er sie, wenn es nicht eure sind?

            Wie hat er irgend Gewalt über euch, wenn nicht durch euch selber?

            Wie möchte er sich unterstehen, euch zu placken, wenn er nicht mit euch im Bunde stünde?

            Was könnte er euch tun, wenn ihr nicht die Hehler des Spitzbuben wäret, der euch ausraubt, die Spießgesellen des Mörders, der euch tötet, und Verräter an euch selbst?

            Ihr säet eure Früchte, auf daß er sie verwüste; ihr stattet eure Häuser aus und füllet die Scheunen, damit er etliches zu stehlen finde;

            … ihr nähret eure Kinder, damit er sie, so viel er nur kann, in den Krieg führe, auf die Schlachtbank führe; damit er sie zu Gesellen seiner Begehrlichkeit, zu Vollstreckern seiner Rachbegierden mache;

            … ihr rackert euch zu Schanden, damit er sich in seinen Wonnen räkeln und in seinen gemeinen und schmutzigen Genüssen wälzen könne;

            … ihr schwächet euch, um ihn stärker und straff zu machen, daß er euch kurz im Zügel halte:

            und von so viel Schmach, daß sogar das Vieh sie entweder nicht spürte, oder aber nicht ertrüge, könnt ihr euch frei machen, wenn ihr es wagt, nicht euch zu befreien, sondern nur es zu wollen.

            Seid entschlossen, keine Knechte mehr zu sein, und ihr seid frei.

            Ich will nicht, daß ihr ihn verjaget oder vom Throne werfet; aber stützt ihn nur nicht; und ihr sollt sehen, daß er, wie ein riesiger Koloß, dem man die Unterlage nimmt, in seiner eigenen Schwere zusammenbricht und in Stücke geht.

            … das Volk …, das schon seit langem nichts mehr von der Freiheit weiß und dessen Krankheit sich gerade dadurch als tödlich erweist, daß es sein Übel nicht mehr spürt.

            … die Natur, die Gehülfin Gottes und die Lenkerin der Menschen, hat uns alle in derselben Form und sozusagen nach dem nämlichen Modell gemacht, damit wir uns einander als Genossen oder vielmehr als Brüder erkennen sollten;

            … war es doch nicht ihre Meinung, uns in diese Welt wie in ein Kriegslager zu setzen und sie hat nicht die Stärkeren und Gewitzteren auf die Erde geschickt, damit sie wie bewaffnete Räuber im Wald, über die Schwächeren herfallen sollten;

            … gibt es keinen Zweifel, daß wir alle Genossen sind und es darf keinem zu Sinn steigen, die Natur habe irgend einen in Knechtschaft gegeben.

            … Völker … Durch Betrug verlieren sie oft die Freiheit, und dabei werden sie nicht so oft von andern überlistet wie von sich selber getäuscht:

            … Es ist nicht zu glauben, wie das Volk, sowie es unterworfen ist, sofort in eine solche und so tiefe Vergessenheit der Freiheit verfällt, daß es ihm nicht möglich ist, sich zu erheben, um sie wieder zu bekommen.

            Es ist so frisch und so freudig im Dienste, daß man, wenn man es sieht, meinen könnte, es hätte nicht seine Freiheit, sondern sein Joch verloren. Im Anfang steht man freilich unter dem Zwang und ist von Gewalt besiegt; aber die, welche später kommen und die Freiheit nie gesehen haben und sie nicht kennen, dienen ohne Bedauern und tun gern, was ihre Vorgänger gezwungen getan hatten.

            Das ist es, daß die Menschen unter dem Joche geboren werden; sie wachsen in der Knechtschaft auf, sie sehen nichts anderes vor sich, begnügen sich, so weiter zu leben, wie sie zur Welt gekommen sind und lassen es sich nicht in den Sinn kommen, sie könnten ein anderes Recht oder ein anderes Gut haben, als das sie vorgefunden haben; so halten sie den Zustand ihrer Geburt für den der Natur.

            Und doch gibt es keinen so verschwenderischen und nachlässigen Erben, daß er nicht manchmal in sein Inventarverzeichnis blickte, um sich zu überzeugen, ob er alle Rechte seines Erbes genieße oder ob man ihm oder einem Vorgänger etwas entzogen habe. Aber gewiß hat die Gewohnheit, die in allen Dingen große Macht über uns hat, nirgends solche Gewalt wie darin, daß sie uns lehrt, Knechte zu sein und (wie man sich erzählt, daß Mithridates sich daran gewöhnte, Gift zu trinken) uns beibringt, das Gift der Sklaverei zu schlucken und nicht mehr bitter zu finden.

            … ist die erste Ursache der freiwilligen Knechtschaft die Gewohnheit. Sie sagen, sie seien immer untertan gewesen, ihre Väter hätten geradeso gelebt;

            … sie meinen, sie seien verpflichtet, sich den Zaum anlegen zu lassen, und gründen selbst den Besitz derer, die ihre Tyrannen sind, auf die Länge der Zeit, die verstrichen ist; aber in Wahrheit geben die Jahre nie ein Recht, Übel zu tun, sondern sie vergrößern das Unrecht.

            Es bleiben immer ein paar, die von Natur aus besser Geborene sind: die spüren den Druck des Joches und müssen den Versuch machen, es abzuschütteln.
            Die gewöhnen sich nie an die Unterdrückung …, vergessen … nie ihre natürlichen Rechte und gedenken immer der Vorfahren und ihres ursprünglichen Wesens: das sind freilich die, die einen guten Verstand und einen hellen Geist haben und sich nicht wie die große Masse mit dem Anblick dessen begnügen, was ihnen zu Füßen liegt; die nach vorwärts und rückwärts schauen, die Dinge der Vergangenheit herbeiholen, um die kommenden zu beurteilen und die gegenwärtigen an ihnen zu messen; das sind die, welche von Haus aus einen wohlgeschaffenen Kopf haben und ihn noch durch Studium und Wissenschaft verbessert haben; diese würden die Freiheit wenn sie völlig verloren und ganz aus der Welt wäre, in ihrer Phantasie wieder schaffen und sie im Geiste empfinden und ihren Duft schlürfen; die Knechtschaft schmeckt ihnen nie, so fein man sie auch servieren mag.

            … Nun bleibt gewöhnlich der Eifer und die Begeisterung derer, die der Zeit zum Trotz die Hingebung an die Freiheit bewahrt haben, so groß auch ihre Zahl sein mag, ohne Wirkung, weil sie sich untereinander nicht kennen:

            … Und doch, wer Geschehnisse der Vergangenheit und die alten Geschichtsbücher durchgeht, wird finden, daß die, welche ihr Vaterland in schlechter Verfassung und in schlimmen Händen sahen und es unternahmen, es zu befreien, fast immer ans Ziel gelangt sind, und daß die Freiheit sich selbst zum Durchbruch verhilft … in diesem Fall fehlt dem guten Willen fast nie das Glück.
            … nur Verschwörungen von Ehrgeizigen, die wegen des Mißgeschicks, das sie traf, nicht zu beklagen sind: sie wollten den Tyrannen verjagen und es bei der Tyrannei lassen.

            Denen wünschte ich gar nicht, daß ihr Unternehmen geglückt wäre; es ist mir ganz recht, daß sie mit ihrem Beispiel gezeigt haben, daß der heilige Name der Freiheit nicht zu Unternehmungen der Bosheit mißbraucht werden darf.

            … der erste Grund, warum die Menschen freiwillig Knechte sind, ist der, daß sie als Knechte geboren werden und so aufwachsen.

            Aus diesem folgt ein zweiter: daß nämlich die Menschen unter den Tyrannen leicht feige und weibisch werden.

            Mit der Freiheit geht wie mit einem Mal auch die Tapferkeit verloren.

            Geknechtete haben im Kampf keine Frische und keine Schärfe: … die Geknechteten … die Lebendigkeit verlieren … und zu allen großen Dingen unfähig sind.

            Die Tyrannen wissen das wohl, und tun ihr Bestes, wenn die Völker erst einmal so weit gekommen sind, sie noch schlaffer zu machen.

            … Theater, … Spiele, … Volksbelustigungen … waren für die antiken Völker der Köder der Knechtschaft, der Preis für ihre Freiheit, das Handwerkszeug der Tyrannei …, um ihre … Untertanen unters Joch der Tyrannei zu schläfern.

            So gewöhnten sich die Völker in ihrer Torheit, an die sie selbst erst gewöhnt waren, an diesen Zeitvertreib, und vergnügten sich mit eitlem Spielzeug, das man ihnen vor die Augen hielt, damit sie ihre Knechtschaft nicht merkten …, damit die Kanaille sich an die Gefräßigkeit gewöhnte …, daß von solcher Gesellschaft keiner seinen Suppentopf lassen würde, um die Freiheit der platonischen Republik wiederherzustellen.

            … Den Tölpeln fiel es nicht ein, daß sie nur einen Teil ihres Eigentums wiederbekamen und daß auch das, was sie wiederbekamen, der Tyrann ihnen nicht hätte geben können, wenn er es nicht vorher ihnen selber weggenommen hätte.

            … So ist die Volksmasse immer gewesen:

            beim Vergnügen, das sie in Ehren nicht bekommen dürfte, ist sie ganz aufgelöst und hingegeben: und beim Unrecht und der Qual, die sie in Ehren nicht dulden dürfte, ist sie unempfindlich.

            …. Immer hat sich so das Volk selbst die Lügen gemacht, die es später geglaubt hat.

            … Selbst die Tyrannen fanden es seltsam, daß die Menschen sich von Einem beherrschen ließen, der ihnen übles tat:
            sie wollten sich darum die Religion zur Leibgarde machen und borgten, wenn es irgendwie ging, eine Portion Göttlichkeit, um ihrem verruchten Leben eine Stütze zu geben.
            … ist es nicht allezeit so gewesen, daß die Tyrannen, um sich zu sichern, versucht haben, das Volk nicht nur an Gehorsam und Knechtschaft, sondern geradezu an eine Art religiöse Anbetung ihrer Person zu gewöhnen?

            … nicht die Waffen schützen den Tyrannen; sondern, … viere oder fünfe sind es jeweilen, die den Tyrannen schützen; viere oder fünfe, die ihm das Land in Knechtschaft halten.
            Diese sechse haben sechshundert, die unter ihnen schmarotzen, und diese sechshundert verhalten sich zu ihnen, wie diese sechs sich zum Tyrannen verhalten.
            Diese sechshundert halten sich sechstausend, denen sie einen Rang gegeben haben, die durch sie entweder die Verwaltung von Provinzen oder von Geldern erhalten, damit sie ihrer Habgier und Grausamkeit hilfreiche Hand leisten und sie zur geeigneten Zeit zur Ausführung bringen und überdies so viel Böses tun, daß sie nur unter ihrem Schutz sich halten und unter ihrem Beistand den Gesetzen und der Strafe entgehen können.
            … man bringt es durch die Günstlingswirtschaft, durch die Gewinne und Beutezüge, die man mit dem Tyrannen teilt, dahin, daß es fast ebenso viel Leute gibt, denen die Tyrannei nützt, wie solche, denen die Freiheit eine Lust wäre …, die von brennender Ehrsucht und starker Gier befallen sind:
            sie stützen den Tyrannen, um an der Beute Teil zu haben, und unter dem Haupt-Tyrannen sich selber zu kleinen Tyrannen zu machen.

            … So unterjocht der Tyrann die Untertanen, die einen durch die andern, und wird von eben denjenigen gehütet, vor denen er, wenn sie Männer wären, auf seiner Hut sein müßte.
            … Aber sie wollen dienen, um Reichtum zu erwerben, wie wenn sie damit etwas erlangen könnten, was ihnen gehört, da sie freilich von sich selbst nicht sagen können, daß sie sich selbst gehören; und, wie wenn einer unter einem Tyrannen etwas Eigenes haben könnte, wollen sie erreichen, daß ihnen der Reichtum zu eigen sei, und sie denken nicht daran, daß sie es sind, die ihm die Macht geben, allen alles zu nehmen.
            … Wenn sich die Bösen versammeln, sind sie nicht Genossen, sondern Helfershelfer; sie sind nicht traulich beisammen, sondern ängstlich; sie sind nicht Freunde, sie sind Mitschuldige.

            Sehen wir nun, was den Dienern des Tyrannen ihr elendes Leben für einen Lohn einbringt. Das Volk klagt für seine Leiden weniger den Tyrannen an, als die, die ihn lenken … alle kennen ihre Namen, alle wissen ihre Laster auswendig, häufen tausend Flüche auf sie; all ihre Gebete und Wünsche erheben sich gegen sie; jedes Unglück, jede Pest, jede Hungersnot wird ihnen zur Last gelegt; auch wenn sie ihnen manchmal äußerlich Ehren erweisen, verfluchen sie sie im Herzen und verabscheuen sie mehr als wilde Tiere.
            Sehet da den Ruhm, sehet die Ehre, die ihnen ihre Dienste einbringen; wenn ein jeglicher im Volke ein Stück aus ihren Leibern hätte, wären sie, glaube ich, noch nicht befriedigt und in ihrer Rache gesättigt; aber auch, wenn sie gestorben sind, gibt die Nachwelt ihnen noch keine Ruhe:
            der Name dieser Volksfresser wird von tausend Federn geschwärzt und ihr Ruhm in tausend Büchern zerrissen und bis auf die Knochen werden sie sozusagen von der Nachwelt gepeinigt, die sie auch nach dem Tode noch für ihr schlechtes Leben bestraft.

          • funkeimdunkeln sagt:

            „Ich arme Seele möchte andere einladen Selbstversorger zu werden.

            Sich selbst zu versorgen heist Unabhängig zu sein und Unabhängigkeit heist weitest gehend Frei zu sein.“

            Kannst du gerne machen. Du kannst dir gerne dein privates Waldstück reservieren und dort deine private Gemüsebeet pflegen.

            Es gibt übrigens ein japanisches Zen-Kloster, das tatsächlich die Praxis der Selbstversorgung pflegt und mit seiner Meditationspraxis verbunden.

            http://antaiji.org/?lang=de

            „Jeder einzelne Tag, das ganze Jahr lang, ist in erster Linie dem Zazen gewidmet. Deshalb ist unser Leben einfach. Wir haben keine Gemeinde, und es gibt hier nur ein Minimum an buddistischen Zeremonien. Stattdessen erfordert das selbstversorgende Leben eine Menge Arbeit in den Feldern und Wäldern ringsum.“

            Klingt, verlockend, nicht wahr? 😉

            Andererseits, so verlockend vielleicht auch wieder nicht…

            „Es wird hier großer Wert auf das Zusammenleben in der Gruppe gelegt, die hierarchisch strukturiert ist. Wir erwarten von allen Besuchern, dass sie sich in diese Struktur eingliedern.“

            Mensch, da haben wir wieder so eine böse Hierarchie. Wahrscheinlich ist der Mönchs-Abt auch so ein gemeiner kapitalistischer Ausbeuter, der seine Sklaven in einer Reisabhängigkeit halten möchte.

            Mit freundlichem Gruß,
            Mirko

          • Hallo Mirko,
            laß Dein Herz reden und alles wird gut. Waren es nicht schon immer die optimistischen Visionäre gewesen, die im rechten Moment aus dem Alten das Neue ‚zauberten‘.
            Herz-Lichte Grüße

          • funkeimdunkeln sagt:

            Und was mache ich, wenn mein Herz an der Logik hängt? 😉

            Mirko

          • @Mirko
            Dein Inneres wird es Dir zur rechten Zeit offenbaren, denn der Tempel ist inwendig in uns. 😉

          • Jeden Tag bewußt etwas Selbstliebe, Nächstenliebe und über nichts und niemanden zu urteilen üben (durch die eigene neutrale Position) wird dich allmählich unangreifbar machen wollen.

          • funkeimdunkeln sagt:

            Du gehst davon aus, dass körperliche Schmerzen dazu führen, dass man seinen Willen abändert.

            Dazu einige Bemerkungen:
            1) Christliche Märtyrer haben die merkwürdige Angewohnheit schmerzbehaftete Zustände höher zu bewerten als schmerzlose Zustände. Merkwürdig, oder? Bei Buddhisten soll dergleichen auch schonmal vorgekommen sein. Man nehme nur als Beispiel die Zeugen Jehovas, die sich während des Nationalsozialismus komplett in die KZs haben abtransportieren lassen und sich weigerten bei dem dummen Kriegsspielchen mitzumachen. (Und sich auch danach noch weigerten die Wehrpflicht anzutreten)

            2) Hinter diesen Ausführungen vermute ich deine Annahme, dass auf einem freien Markt die Unternehmer immer dafür entscheiden werden die Arbeitnehmer vor der Wahl zwischen Gehorsam und extrem starken körperlichen Unbehagen zu stellen. Du überträgst sozusagen die Logik, die für Regierungen gilt, auf Unternehmer.

            Wenn du das tust, widerspricht völlig dem Wesen des Menschen. Es gibt keinen Grund, warum frei kooperierende Unternehmer bewusst derartige Zustände herbeiführen sollten. Warum? Weil Unternehmer Menschen sind. Und weil Menschen soziale Wesen sind. Wie du und ich.

            Mit freundlichem Gruß,
            Mirko

          • Habnix sagt:

            Ist uns das Wort Humankapital bekannt.Der Betrieb in dem ich arbeite bezeichnet sein Mitarbeier als Humankapital.

            Wo bleibt der Freie Mensch ?

          • funkeimdunkeln sagt:

            Das Wort „Kapital“ im weitesten Sinne bezeichnet alle Mittel zum Gütererwerb. Um es mit „Mises“ zu sagen:
            „Als Privat- oder Erwerbkapital bezeichnen wir mit Böhm einen Inbegriff von Produkten, die als Mittel des Gütererwerbes dienen.“
            Selbstverständlich kann man die Ausbildung von Mitarbeitern und die Schaffung geeigneter Arbeitsplätze in diesem Sinne auch als „Kapital“ ansehen.

            Es gibt aber einen Grund, warum Mises hier explizit von „Produkten“ schreibt. Produkte haben nämlich keinen eigenen Willen. Das ist in der Tat ein Denkfehler, der in dem Wort „Humankapital“ drinnen steckt.

            Wozu das führen kann, wenn BWL-Eierköpfe diesen Denkfehler begehen, kannst du hier nachlesen:
            http://www.mainpost.de/regional/bad-kissingen/Elisabeth-Krankenhaus-Eli;art433641,8358539

            Mit freundlichem Gruß,
            Mirko

          • funkeimdunkeln sagt:

            Sehr interessant zum Thema „Umgang mit Leid“ ist übrigens folgendes Video:

            http://www.youtube.com/watch?v=MAK8kcvSNr4&list=PLEMTepz8x_4kiv4WlprO9fauDkapo8qBA

            „Es gibt keinen Sündenbock. Dukkha [buddhistische Bezeichnung für Leid, Anmerkung von mir] ist… es ist einfach nicht zufriedenstellend. Die Sache mit dem Sündenbock ist so weit verbreitet, das bringt dann diese Opfermentalität mit sich: Ich bin ein Opfer, meiner Eltern, meiner Umstände, meiner Lehrer, meines Partners, und so weiter, und so weiter“

            Starke Worte.

            Mirko

          • Nein, in der Wirklichkeit hatte es weder Schuld noch einen Sündenbock geben können – in der Scheinwelt schon:
            „Im Leben wie in der Politik neigen die Menschen dazu, bei Problemen nach einem Sündenbock zu suchen, dem sie die Schuld für alles geben können. Dann geht es ihnen besser und sie wenden sich wieder dem Alltag zu. So kommt es in der Geschichte vor, dass mitunter ganze Völker oder religiöse Gruppierungen von entstellten Tatsachen irregeleitet oder mißbraucht wurden.“
            Film “Sumuru Planet der Frauen” (Sax Rohmer)

  6. Charlie Osten sagt:

    Danke auch für den Artikel. M.E. eine der interessantesten Fragen unserer Zeit. Auch noch von anderer, „nicht politischer“ Seite her. Der Staat ist eine Organisationsform. Und auf dieser Grundlage seiner hierarchischen Strukturiertheit in ihren verschiedensten Formen, von den „Gesetzen“ und „Statuten“ her, von den nach diesen arbeitenden morphologischen Strukturen her, entfaltet er tatsächlich eine gewisse Eigenständigkeit, geht also über die Summe seiner Teile hinaus. In einem übertragenen Sinn „lebt“ der Staat. Auf gar keinen Fall sind Staat und Regierung identisch. Was wir Individuen (Ameisen) mit unserem Staat anfangen, ist letztlich unsere Sache. Wir werden ihn kaum abschaffen können, denn er ist das Ergebnis unserer Kooperation mit unseresgleichen. Kooperation – wer mit wem für wie lange auch immer – führt immer zur Struktur. Das trifft schon für die kleinste Skatrunde zu. Also sollten wir den Staat entwickeln. Wir, das Volk, haben den Staat in der Hand – und wenn uns die Boys & Girls „DA OBEN“ nicht gehorchen, dann weg damit. Ohne Gnade. Denn wir reden über uns selbst. Es ist unsere Gegenwart und unsere Zukunft, die wir uns mit den von uns selbst geschaffenen Strukturen selbst versauen. Der Staat ist nichts ohne mich.

    • Habnix sagt:

      Nicht die Regierung muss das Volk regieren, sondern das Volk die Regierung regieren.

      Aber,Regierungen sind der Beweis das destruktive Kräfte in der Gesellschaft am Werk sind.

  7. Johnson sagt:

    Kontrole ist Macht und Geld regiert die Welt .Glaube ist Hoffnung und Taubheit macht Blind .Menschen wo kurz gehalten werden ob durch Unwissen zu wenig Geld oder von Kindheit an falsch belehrt werden sind kontrollierbar . Daher Wissen ist Macht. Seid nicht faul und glaubt alles was die euch erzählen sondern forscht selbst nach.

  8. Rosso sagt:

    Wir brauchen niemanden der uns “ FÜHRT“ und nichts woran wir „GLAUBEN“ sollen !!
    Liebe – Respekt – Anerkennung = Menschlichkeit

    • Ich habe es für den Geist des Friedens übernommen:
      Geist des Friedens
      – Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füge auch keinem Anderen zu
      – Was Du möchtest, das man Gutes Dir tue, das tue auch einem Anderen
      – Jeder hat sich so zu verhalten, daß Niemand mehr als unvermeidlich belästigt oder behindert wird
      – Liebe – Respekt – Anerkennung = Menschlichkeit
      – Kann das Echo nicht mehr gehalten werden, dann wird es zu Dir zurückkommen, also säe jederzeit Gerechtigkeit – Wahrheit – Ausgewogenheit, denn was wir säen, das werden wir ernten.

  9. Die durch ihren Aberglauben Erblindeten hatten die durch ihren Gehorsam Erlahmten gestützt gehabt. Der Staat war niemals das, was sich die Menschen von ihm erhofft gehabt hatten, weder im Sozialismus/Kommunismus noch im Kapitalismus oder sozialer Marktwirtschaft. Hilfe durch Selbsthilfe mittels Selbstliebe, Selbsterkenntnis, Selbstbefreiung und vor allem durch Bewußtheit war da ein erfolgversprechender Weg gewesen.

  10. Natur sagt:

    Als ich erkannt habe das Staat gleich Religion ist hat sich mein Leben vollständig verändert. Heute bin ich davon überzeugt das wir Menschen sehr viel weiter wären ohne Staat (Geldmonopol und Gewaltmonopol). Auf intellektueller wie auch auf technischer Ebene.

  11. Argonautiker sagt:

    Im Prinzip ein guter Artikel. Der Mensch wacht so langsam auf und wird sich dessen bewußt, daß er nicht nur Diener von Religionen, Staaten, oder dergleichen ist, sondern auch selbst ein König ist. Allerdings sind das immer noch nicht so viele, wie man es vielleicht gerne hätte.

    Dazu kommt natürlich, daß diese „Gläubigkeit“ an Gesetze, aus der Entwicklung der Menschheit kommt. Es ist zwar unzweifelhaft so, daß der einfache Mensch mittlerweile an den geschaffenen Gesetzen erstickt, aber das war nicht immer so. Es gab bei den Menschen ja durchaus das anarchistische System, welches wesentlich länger praktiziert wurde, als alles Andere. Allerdings gab es auch schon damals Anführer, denen man, durch welche Eigenschaften auch immer, folgte. Der Stärkste, der Klügste, der Brutalste, der…

    Wirkliche Gesetze wurden erst dann gemacht, als die Gruppen größer wurden, sodaß die anarchistische Klärung nicht mehr ausreichte, sondern ein beibehalten der Anarchie die Gruppe wieder gesprengt hätte. Anarchie funktioniert nämlich nur in kleinen Gruppen. Damals war es übrigens ganz normal, daß man keiner Gruppe angehören MUSSTE, sondern es eher als Privileg galt, dazu zu gehören, und man lieber die Gesetze der Gruppe annahm, anstatt in der Wildnis zu leben.

    Denn man darf das ja nicht vergessen, es gab wilde Tiere, raubende Horden, etc., etc. Es war also ein Privileg, ein Städter zu sein, der durch die Stadtmauer gegen daß Wilde beschützt war. Je größer diese Gruppe, desto mehr Schutz bot sie gegen andere entstehenden Gruppen mit anderen Gesetzen. Und so folgte man mit diesem Verhalten dem Prinzip der Konkurrenz.

    Über die Jahrhunderte entwickelte sich die Welt dann so extrem in Richtung immer größer werden der Gruppen, daß wir nun vor der Entscheidungsschlacht der beiden größten Gruppen stehen, und am Vorabend der Globalisierung angekommen sind, und es gar keinen freien, unbesessenen, Raum mehr gibt, und nur noch wenige das Sagen haben, die dazu noch, von dem „normalen“ Menschen, vollkommen abgeschottet leben, sodaß wir wieder im Sklaven und Herrschertum angekommen sind.

    Da zeigt sich dann auch das ursächliche Problem. Die Herrschenden, haben sich, je mehr Macht sie durch Zuwachs der Beherrschten bekommen haben, immer mehr mit Gott verwechselt haben. Das war aber nicht immer so. Noch im Mittelalter war man sich teilweise durchaus noch bewußt, daß die eigene Gesetzgebung keine Gewißheit beanspruchen konnte, sondern lediglich ein Angebot von Regeln zu einem Miteinander darstellte, sodaß es zwischen den einzelnen Reichen, die natürlich ganz unterschiedliche Gesetze haben konnten, quasi Puffer aus unbesessenem Land gab, in denen niemand regierte. Daher das alte Lied, „Im Wald da sind die Räuber, hei die, hei da, die Räuber“. Die Gesetzlosen.

    Ich denke, es gilt also ein gesundes Maß an Gesetzen für Gemeinschaften zu finden, die jedoch eben aus freien Stücken angenommen werden sollten. Ähnlich wie es in Religionen auch den Initiationsritus gibt, an dem der erwachsen werdende Mensch gefragt wird, ob er nach den Geboten leben will, oder eben nicht. Zwangssteuern dürfte es ebenso nicht geben, und dürften nur auf freiwilliger Basis erhoben werden, weil sie sonst nichts anderes, als eine Schutzgelderpressung darstellen.

    Der Einzelne sollte durch das freiwillige Zahlen oder nicht Zahlen, eben ein Teil der Macht bei sich behalten, und nur dann zahlen, wenn er auch sein Zustimmung gibt. Sodaß durch dieses Freiwilligenverhältnis, gewährleistet wird, daß die Regierenden auch für JEDEN das tun, was ihm gut tut, weil sie sonst kein Geld bekommen. Das Freiwilligenverhältnis wird aber schon lange nicht mehr beachtet. Es haben sich nicht die Gescheiten an der Gemeinschaftsführung versammelt, sondern die, die sich haben am besten Durchsetzen können. Also die, die das Prinzip der Konkurrenz angenommen haben.

    Folglich ist es eben, durch das Annehmen, und dem Folgen des falschen Prinzips, die logische Konsequenz, daß wir nun in einer globalisierten Welt angekommen sind. Da wir ja nun mal weiterhin auf das Prinzip der Konkurrenz gesetzt haben, mußte die Gemeinschaft zwangsläufig immer weiter bis zur Globalisierung wachsen, denn die Konkurrenz endet erst, wenn es nur noch Einen gibt, der alles andere unterworfen hat.

    Das denkt sie zu Mindest, die Konkurrenz. Sie glaubt, daß hat man erst mal alles Unterworfen, herrscht plötzlich Friede, weil es ja kein „Anderes“ mehr gibt. Blöd ist nur, daß die Sieger ja nicht anderes können, als Konkurrenz, sodaß sie sich dann anfangen selbst zu zerstören.

    Da gab es mal einen Mann, der die Liebe predigte, denn die Liebe sieht im Anderssein des Anderen den Ausgleich zur eigenen Unvollkommenheit, anstatt alle Anderen über die Unterwerfung auszuschalten, und die eigene Unvollkommenheit zum Gott zu deklarieren.

    Da ein Mensch aber nun mal nicht Gott ist, und keine Gewißheit haben kann, sodaß ALLES auf Glauben basiert, was er zu erkennen in der Lage ist, ist die logische Schlußfolgerung daraus, daß er, wenn er denn Gesetze macht, nur solche Gesetze machen kann, die quasi lediglich ein Angebote zum Zusammenleben, jedoch keine unumstößliche Wahrheit darstellen, anhand der, ohne Zustimmung des zu Richtenden auch nicht gerichtet werden darf.

    Was bei nicht Annahme der Gesetze wohl geht, ist, den „sündigen“ Menschen, jener Gemeinschaft zu verweisen, die sich als Basis der Gemeinschaft, zur Haltung der Gebote bekannt haben. Dieses geht jedoch nur, wenn es auch „unbesessenes“ Land gibt, in das derjenige ausweichen kann, der sich nicht freiwillig zu diesen Gesetzen bekennt.

    Leider glauben ja auch heute noch, obwohl sie sich zu einen großen Teil für Christen halten, eher an das Prinzip der Konkurrenz anstatt der Liebe, und wählen die Stärksten, und nicht die am meisten einander Liebenden. Selbst der Stuhl Petri ist zum Verräter des Prinzips der Liebe geworden, sodaß von dort zwar die Nächstenliebe predigt wird, man aber im geheimen Geschäfte mit dem Prinzip der Konkurrenz macht, sodaß es also durchaus folgerichtig ist, daß wir dort stehen, wo wir stehen, wahrscheinlich vor der letzten großen Schlacht.

    Nachdem sich die Menschheit auf der Welt behauptet hatte, hätte man „umschalten“ müssen. Vom konkurrierenden Tierverhalten, ins menschliche Menschenverhalten. Aber man hat das Prinzip des sich Behauptens, auch gegen die anderen Menschen beibehalten, und ist so in Luzifers Falle getappt. Deshalb wird Luzifer, bildlich, ja immer als Wesen dargestellt, der noch viel Tierhaftes hat. Hörner, Hufe, Schwanz,…, eben noch nicht ganz Mensch geworden ist. Es sieht also so aus, als gehöre das alles zu unserer Entwicklung.

    Gruß aus Bremen

    • Es war bewußten, ehrbaren und gerechten Menschen niemals darum gegangen, das System umgehen oder es unterwandern zu wollen, vielleicht gar zum System ein eigenes Sub-System oder zum großen Spielcasino ein eigenes Spielcasino aufbauen, also in der Scheinwelt mitspielen zu wollen, um sich Besserstellungen bei der Nutzung der Systemlizenzen ergaunern zu können, nein, diese Menschen hatten sich in der Wirklichkeit auf Basis Geburts-, Natur- und Namenrecht als Souverän mit Gleichgesinnten ein selbstbestimmtes Leben ohne Angst und dafür mit Gemeinsinn, ihren eigenen Erfindungen, in eigenen freien Gemeinden und im Einklang mit der Natur und allen Wesen auf Erden aufbauen wollen.

  12. Habnix sagt:

    Vor kurzem habe ich in einem Fernsehfilm gesehen, wo einer einen Menschen, der Berufstätig ist, indirekt nicht als Mensch bezeichnet hat.

    „Du warst doch auch mal ein Mensch bevor du deinen Beruf ausgeübt hast.“

    Worte sind doch sehr oft veräterich.

  13. Marco sagt:

    Eine sehr traurige Welt ist das. Ich möchte sehr gerne Kompromisse, Diplomatie, Einigungen und Innovationen suchen, finden, ausarbeiten und umsetzen. Diese Seite ist sehr gut geworden, viele gute Informationen drauf. Meine Webseite gibt gute Anmerkungen.

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