Der Staat als Singularität

On 27. Oktober 2014, in Gesellschaft und Politik, by FreiwilligFrei

Ferdinand A. Hoischen
Der Staat eine Singularität!? Wie das? Und was besagt „Singularität“ eigentlich?

Laut Duden bezeichnet der Begriff „Singularität“ eine vereinzelte Erscheinung, eine Besonderheit. Er kommt aus dem lateinischen Wort singularitas = Einzigartigkeit, Besonderheit, Absonderlichkeit. Und genau das ist der Staat, jeder Staat! Eine einzigartige Erscheinung. Denn der Staat ist die einzige Organisation auf diesem Planeten, die:

1. aus Gewaltkriminalität entstanden ist
und
2. ausschliesslich, dauerhaft und ständig gewaltkriminell handelt
und
3. ohne die ständige Ausübung von Gewaltkriminalität nicht überlebensfähig ist.

Ohne zu übertreiben kann man deshalb den Staat als institutionalisierte Gewaltkriminalität bezeichnen. Keine andere Person oder Institution auf diesem Planeten kommt darin dem Staat auch nur nahe. Erstaunlich ist, dass trotz seines moralisch abartigen Charakters so viele Menschen den Staat lieben, ihn für selbstverständlich oder notwendig halten oder ihn einfach achselzuckend als naturgegebene Erscheinung hinnehmen, gleichzeitig aber kriminelles Verhalten bei Individuen und Unternehmen auf das Schärfste kritisieren und laut nach Strafverfolgung rufen – sinnigerweise durch den im betreffenden Gebiet grössten Kriminellen, den Staat. Hier gibt es wohl eine weltweit verbreitete Schizophrenie zu konstatieren.

1. Dass der Staat auf den ersten Stufen seiner Entstehung ausschliesslich aus Gewalt, Zwang und Raub entstanden ist, hat schon Prof. Franz Oppenheimer sehr nachvollziehbar ausgeführt. Der Staat ist eine gesellschaftliche Einrichtung, die von einer siegreichen Menschengruppe aufgezwungen wurde mit dem einzigen Zweck, die Herrschaft der Sieger über die Besiegten zu regeln und gegen innere Aufstände und äussere Angriffe zu sichern. Und die Herrschaft hatte keine andere Zielrichtung als die ökonomische Ausbeutung der Besiegten durch die Sieger (Oppenheimer, Der Staat, 3.Aufl. 1929, S.15). Das ist auch heute noch genauso angesichts der erzwungenen Tributzahlungen der Staatsbürger unter solch verniedlichenden und vernebelnden Begriffen wie Steuern, Abgaben und Beiträge.

2. Dass der Staat ausschliesslich, dauerhaft und ständig gewaltkriminell handelt, erschliesst sich schon mit geringer gedanklicher Anstrengung unter Heranziehung der vom Staat selbst gemachten Gesetze, die natürlich nur auf die minderwertigen Untertanen, nicht jedoch auf den über allem thronenden, gottgleichen Staat anwendbar sein sollen.

Er begeht Mord und Totschlag (§§ 211, 212 StGB), z.B. durch den durch keinerlei Notwehrsituation gerechtfertigten Kampfeinsatz der Bundeswehr in Afghanistan. Er beraubt die ihm ausgelieferten Individuen der Freiheit (= steckt sie ins Gefängnis), wenn sie die ihnen auferlegten Tribute (= Steuern) nicht zahlen oder ansonsten nicht genau das tun, was er in seinen Gesetzen von ihnen verlangt. Er treibt den von ihm verlangten Tribut (=Steuern, Abgaben usw.) mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt ein (räuberische Erpressung, § 255 StGB). Er behält einen Teil der durch räuberische Erpressung gesammelten Beute für sich und verteilt den Rest an seine Bürokraten und Günstlinge (Geldwäsche und Verschleierung unrechtmässig erlangter Vermögenswerte, § 261 StGB). Zwecks schleichender und möglichst unbemerkt bleibender Enteignung seiner Untertanen stellt er Geldscheine her, die kein Geld sind und denen kein realer Vermögenswert zugrundeliegt (Geldfälschung, § 146 StGB, Betrug, § 263 StGB). Die Aufzählung könnte fast endlos fortgesetzt werden.

Dem halten die vermeintlich Intellektuellen („vermeintlich“ deshalb, weil intellektuell eigentlich bedeutet, dass man zum Verstehen und Erkennen in der Lage ist) entgegen, dass doch die staatlichen Gesetze das Handeln des Staates und seiner Bürokraten erlaubten und die Gesetze von Repräsentanten gemacht worden seien, die vom Volk gewählt wurden. Das ist natürlich bodenloser Schwachsinn und wurde schon immer als dumme Ausrede benutzt, um staatliche Grausamkeiten, an denen man sich selbst tatkräftig beteiligt hat oder beteiligt zu rechtfertigen. Denn Wähler können ihren Repräsentanten nur diejenigen Rechte übertragen, die sie selbst innehaben. Aber kein einziger Wähler hat das Recht, seinen Nachbarn mit Waffengewalt zur Aushändigung von Geld zu zwingen oder jemanden zu töten, der ihn nicht angegriffen hat. Deshalb kann dieses Recht auch kein Repräsentant übertragen erhalten haben. Und infolgedessen kann auch nicht eine Zusammenrottung von Repräsentanten („Parlament“) ein Gesetz erlassen, das Raub und Mord rechtfertigt, wenn diese durch den Staat begangen werden. Dass staatliche Gesetze weder moralisch-ethisch noch (natur-) rechtlich in der Lage sind, ex nihilo Befugnisse des Staates zu schaffen, ergibt sich schon aus dem Aufwand, den alle Staaten betrieben haben und betreiben, eine Rechtfertigungsgrundlage für ihre willkürlich geschaffenen Regeln und Befugnisse zu präsentieren, sei es nun aus göttlichem Ratschluss oder aus dem in moderner Zeit an seine Stelle getretenen „demokratischen Prozess“.

Das 5. Gebot lautet: „Du sollst nicht töten.“ und nicht etwa „Du sollst nicht töten, es sei denn im Auftrage eines Staates“. Und das 7. Gebot sagt: „Du sollst nicht stehlen.“ und nicht „Du sollst nicht stehlen, es sei denn durch Mehrheitsentscheidung.“ Was es mit den Gesetzen, die der Staat letztlich alle nur zur Absicherung seiner Macht durch das Gewalt- und Besteuerungsmonopol in die Welt setzt, in Wirklichkeit auf sich hat, hat schon Frédéric Bastiat scharfsinnig erkannt: Wenn Plünderung und Raub zu einer Methode wird, mit der eine Gruppe von Menschen in einer Gesellschaft ständig ihr Leben bestreitet, dann wird sie im Laufe der Zeit eine Gesetzesordnung in die Welt setzen, die dies rechtfertigt und einen Sittenkodex installieren, der dies verherrlicht. Die Steuer“sünder“, die staatsdienlich und medienwirksam Reue vortäuschen und zu Steuerehrlichkeit aufrufen, sind insofern ein schönes Beispiel, ebenso die Begründung für den Mordeinsatz der Bundeswehr in Afghanistan als Verteidigung Deutschlands am Hindukusch. Den Politikern ist keine Erklärung zu dumm, sie dem Volk als Rechtfertigung für das kriminelle Verhalten des Staates zu präsentieren – und das Volk ist dumm genug, jede dieser Erklärungen zu glauben.

Und dann gibt es noch die sog. Minarchisten, die den Staat reduzieren, aber nicht ganz aufgeben möchten („Nachtwächterstaat“) – eine besonders aparte Ausprägung der Bewusstseinsspaltung. Für die Minarchisten ist es unerträglich, dass der Staat Millionen Menschen tötet, aber ein paar Tausend sind schon in Ordnung. Für Minarchisten ist es nicht hinnehmbar, dass der Staat Milliarden an Steuern erpresst, aber gegen ein paar hundert Millionen ist nichts einzuwenden. Während man die „großkriminellen“ Staatsliebhaber mit Abscheu betrachtet, meint man, als „kleinkrimineller“ Staatsliebhaber auf der moralisch sicheren Seite zu sein. Diese Auffassung führt sich selbst ad absurdum, vermag sie doch nicht zu begründen, was ein weniger ausuferndes kriminelles Verhalten an der Tatsache und der Amoralität der fortbestehenden, immanenten Staatskriminalität ändern soll.

3. Dass der Staat ohne die ständige Ausübung von Gewaltkriminalität nicht überlebensfähig ist, ergibt schon ein einfaches gedankliches Experiment: wenn man dem Staat die Möglichkeit zur monopolisierten Gewaltausübung wegnimmt, bricht er sofort zusammen, da er sich dann nicht mehr unter Gewaltausübung oder -androhung finanzieren kann. Er kann dann die von ihm begünstigten Gruppen (Großunternehmen, Banken, Interessenvereinigungen) und seine eigene Bürokratie (hochtrabend „Staatsdiener“ genannt) einfach nicht mehr finanzieren.

Der Begriff „Staatsdiener“ für die Bürokraten ist auch durchaus zutreffend, denn die für den Staat arbeitenden Personen dienen ausschliesslich dem Staat und nicht etwa den Staatsbürgern. Auf sie ist der Staat für sein Überleben angewiesen. Sie setzen das um, was die Staats“inhaber“ beschlossen haben. Ohne diese willigen Erfüllungsgehilfen, die sich nicht zu schade sind, jegliche Moral spätestens an der Garderobe des Staatsdienstes im Gegenzug für die Gewährung eines festen Monatsgehaltes aus geraubter Beute abzulegen, geht es nicht, was wiederum die korrupte Grundhaltung der Staatsdiener belegt.

Aber wer und was sind diese Bürokraten denn eigentlich? Selbst Kriminelle! Es ist nur natürlich, dass Staaten Kriminelle rekrutieren, um die Drecksarbeit zu machen, da beide Parasiten sind, die von der Produktivität anderer leben. Das massgebliche Handlungsprinzip von Staaten und Kriminellen ist dasselbe: Macht schafft Recht. Und ihr wesentliches Ziel, ein Gewaltmonopol in einem bestimmten Gebiet aufrecht zu erhalten, ist ebenfalls identisch. Deshalb wird man in Staatsdiensten keinesfalls moralisch hochstehende Menschen antreffen und auch fachlich wohl maximal zweitklassige Personen. Denn wer arbeitet schon freiwillig für eine Verbrecherbande, die sein monatliches Festgehalt aus geraubtem Geld bezahlt? Es gibt natürlich diejenigen Gutmenschen, die meinen, dass man nicht jedem oder auch nur der Mehrheit der Bürokraten kriminelles Handeln unterstellen könne. Doch, muss man und es trifft zu! Der Staat beschafft sich seine Mittel durch Raub und Erpressung. Das weiss jeder Bürokrat, auch wenn er es sich vielleicht nicht selbst eingestehen will. Sollte er es tatsächlich nicht wissen, so schützt Unwissenheit jedenfalls nicht vor moralischer und rechtlicher Haftung. Von einem Teil der Beute leben die Bürokraten, der Rest wird an Staatsgünstlinge umverteilt. Dabei helfen die Bürokraten tatkräftig. Dieses Verhalten nennt sich in der vom Staat selbst erfundenen Gesetzessprache Mittäterschaft (§ 25 Abs.2 StGB), Beihilfe (§ 27 StGB), Begünstigung (§ 257 StGB), Hehlerei (§ 259 StGB), Geldwäsche und Verschleierung unrechtmässig erlangter Vermögenswerte (§ 261 StGB). Jeder, der für den Staat arbeitet, macht dabei mit und jeder ist (mit-) verantwortlich.

Nun gibt es nicht wenige, die meinen, dass der Staat doch auch Gutes und Nützliches tun würde. Zum einen gewähre er Schutz gegen äussere Feinde und gegen Kriminelle im Inland. Zum anderen verwende er doch die durch Steuern usw. eingenommenen Gelder insbesondere für soziale Zwecke. Wer zur Rechtfertigung der Existenz des Staates auf dessen Schutzfunktion nach aussen und innen verweist, hat die für die Übernahme der Schutzfunktion massgebliche Kausalität nicht verstanden. Die Schutzfunktion ist eine von der Oberklasse im Interesse ihrer Herrschafts- und Einkunftsrechte übernommene Pflicht. Der Staat entsteht nicht im Interesse der Schutzfunktion, sondern es entsteht umgekehrt die Schutzfunktion im Interesse des schon bestehenden Staates (Oppenheimer, a.a.O., S.13). Der Staat übt den Schutz nicht für die Bürger, sondern ausschliesslich im eigenen Interesse aus. Und was die angebliche soziale Einstellung des Staates anbetrifft, stellt sich sofort eine schwerwiegende moralische Frage. Wenn ich meinem Nachbarn mit Gewalt 1.000.-€ abnehme und davon 100.-€ an ein bedürftiges altes Mütterchen abgebe, damit es nicht verhungert, ist dann mein Handeln gegenüber dem Nachbarn (natur-) rechtlich und moralisch gerechtfertigt? Natürlich nicht! Zunächst einmal ist es natürlich einfach, grosszügig zu sein, wenn ich für mein Geld nicht arbeiten, sondern nur mit der Waffe drohen muss. Ausserdem ändert meine soziale Hilfestellung auch nichts am kriminellen Unrecht meiner vorhergehenden Tat. Sonst müsste jeder Bankräuber, der einen kleinen Teil seiner Beute sozialen Zwecken zuführt, straffrei ausgehen. Und wenn der Staat angeblich nützliche Dienste leistet, warum stellt er sich dann damit nicht dem freien Wettbewerb, ohne irgendwelchen Zwang? Ganz einfach, weil der Staat genau weiss, wieviele Menschen seine Dienste in Anspruch nehmen würden, wenn sie die freie Wahl hätten: so gut wie keiner. Wäre sich der Staat sicher, ein wertvolles Gut oder einen nützlichen Dienst zu einem wettbewerbsfähigen Preis anbieten zu können, müsste er dann seinen Kunden eine Waffe an den Kopf halten, damit sie diese Güter oder Dienste erwerben? Natürlich nicht. Aber genau das tut der Staat, wenn er seine Dienste „anbietet“, wohl wissend, dass sonst kaum jemand zugreifen würde.

Andere wiederum glauben, dass Existenz und Handeln des Staates dadurch gerechtfertigt seien, dass er durch einen Sozialvertrag seiner Staatsbürger zustandegekommen sei, niedergelegt in der Staatsverfassung. Das ist nichts als grober Unfug, verbreitet von den üblichen staatsfinanzierten Staatsapologeten. Mir ist kein einziger Staat bekannt, der durch freiwillige Übereinkunft zwischen allen davon betroffenen Individuen zustandegekommen wäre. Der Staat ist weder aus dem Bedürfnis des Zusammenschlusses entstanden (Platon) noch ist er ein Gebilde der Natur (Aristoteles) noch ist er entstanden, um dem Krieg aller gegen alle ein Ende zu machen (Hobbes) noch aufgrund eines Sozialvertrages (Grotius, Spinoza, Locke, Rousseau), sondern durch Gewalt und Unterwerfung (Oppenheimer, a.a.O., S.13 ff.).

Der Staat ist wahrlich eine singuläre Erscheinung. Murray Rothbard stellte ganz zu Recht fest, dass mit Ausnahme des Staates alle anderen Personen und Gruppen in der Gesellschaft bis auf dauernd oder sporadisch aktive Kriminelle, wie etwa Diebe und Bankräuber, ihr Einkommen durch freiwilligen Leistungsaustausch erwerben. Nur der Staat verschafft sich seine Einkünfte durch Nötigung unter Androhung schwerster Strafen, bekannt unter dem Begriff „Steuern“. Steuern sind ganz einfach Diebstahl im grössten denkbaren Maßstab, in einem Umfang, von dem ein gewöhnlicher Krimineller nur träumen kann. Sie sind die mittels Zwang erfolgende Beschlagnahme des Eigentums der Einwohner des Staates. Und man kann folgendes hinzufügen. Selbst der Berufs- oder Teilzeitkriminelle steht moralisch besser da als der Staat, denn nimmt man einem Menschen oder einem Unternehmen die Möglichkeit zur Gewaltausübung, bleibt immer noch der Mensch bzw. das Unternehmen übrig. Und diese können ohne jede Ausübung von Gewalt viel Gutes tun: Güter produzieren, Dienste anbieten, anderen Menschen in Not helfen und vieles mehr. Der Staat, dem man die Möglichkeit zur Gewaltausübung nimmt, kann dies alles nicht, da er sich und seine Helfer ohne Gewalt nicht mehr finanzieren kann und sofort zu existieren aufhört. Dies lässt nur eine einzige moralisch richtige Entscheidung zu: den Staat abzuschaffen.

 

 

 

 

 

 

 

 

19 Responses to Der Staat als Singularität

  1. Hermann Messmer sagt:

    Klar, logisch und konsequent. Sowas sollte in den Tageszeitungen stehen. Oder um 20:15 im Fernseher erklärt werden. Ist leider nur ein Traum von mir.
    Aber ein ganz toller Artikel. 🙂

  2. Dr Peter Bistoletti sagt:

    Superartikel, der einleuchtend ist. Sogar meine Grossmutter hätte ihn verstanden aber leider nicht die main stream Journalisten. Die wollen solche Artikel weder lesen noch verbreitern.

  3. matthias sagt:

    Die Weise Rose hat in ihrem ersten Flugblatt folgendes gesagt:

    „Nichts ist einem Kulturvolk unwürdiger, als sich ohne Widerstand von einer
    verantwortungslosen und dunklen Treiben ergebenen Herrscherclique „regieren“
    zu lassen. Ist es nicht so, daß sich jeder Deutsche heute seiner Regierung schämt,
    und wer von uns ahnt das Ausmaß der Schmach, die über uns und unsere Kinder
    kommen wird, wenn einst der Schleier von unseren Augen gefallen ist und die
    grauenvollsten und jegliches Maß unendlich überschreitenden Verbrechen ans
    Tageslicht treten?
    Wenn das deutsche Volk schon so in seinem tiefsten Wesen korrumpiert und
    zerfallen ist, daß es, ohne eine Hand zu regen, im leichtsinnigen Vertrauen auf
    eine fragwürdige Gesetzmäßigkeit der Geschichte das Höchste, das ein Mensch
    besitzt und das ihn über jede andere Kreatur erhöht, nämlich den freien Willen,
    preisgibt, die Freiheit des Menschen preisgibt, selbst mit einzugreifen
    in das Rad der Geschichte und es seiner vernünftigen Entscheidung unterzuordnen –
    wenn die Deutschen, so jeder Individualität bar, schon so sehr zur geistlosen und
    feigen Masse geworden sind, dann, ja dann verdienen sie den Untergang.

    Die Deutschen Völker haben kein Bodenrecht. Das Bodenrecht ist an die
    Gebietskörperschaft der Gemeinde gebunden. Alle Städte und Gemeinden
    sind im Handelsrecht. Der Besitz ist im System der BRD durch die Alliierten
    beschlagnahmt. Siehe auch KFZ-Zulassung.

    Die Deutschen Völker im System BRD haben keine Staatsangehörigkeit.
    Die „Staatsangehörigkeit“ wird als EU-„Staatsangehörigkeit“ deklariert !

    Der Untergang der Deutschen Völker steht kurz vor der Vollendung.
    Wer jetzt nicht’s unternimmt hat Mitschuld auf sich geladen. Unsere
    Vorväter haben Schuld auf sich geladen indem sie zweimal Kriegserklärungen
    abgegeben haben.
    Dreimal Versagen ist unverzeihlich ! „…. ja dann verdienen
    sie den Untergang.“ Die Weisse Rose 1942 / 1943 die für uns gestorben sind !!!

    Wer nicht für den Frieden ist, ist für den Krieg ! Wer nicht für den
    Friedensvertrag ist, ist für den Kriegszustand und die totale Unterwerfung.

    Deshalb sollten alle aufrechten Preußen, Sachsen, Bayern und die anderen
    Völker aufstehen und die Forderung nach einem Friedensvertrag in die
    Welt rufen !

    Gruß matthias – Gemeinde Neuhaus in Westfalen

    Steht auf für den Weltfrieden !
    http://www.youtube.com/watch?v=-nmYkp40Ous

    • markus_eserver sagt:

      Die Denkweise in „Völkern“ oder „Kulturvölkern“ bringt nichts. Was bringt mir das Bodenrecht irgendeines Volkes? Ich möchte ein individuelles Recht haben.

      Wer sich wegen seiner Regierung schämt, der identifiziert sich noch mit dieser, statt sie als externer Störfaktor wahrzunehmen.

  4. Theo sagt:

    Ich kann dem nur zustimmen!

    Wer diesen Artikel einleuchtend und gut findet möchte ich die anderen Artikel von Hr. Hoischen absolut empfehlen!! Ebenso zu finden auf der Seite von fwf!

    Hoffentlich veröffentlicht er noch mehr :-). Kaum einer bringt den heuchlerischen und scheinheiligen Etatismus so auf den Punkt (und ans Licht :-))
    Danke dafür!

  5. dingodog sagt:

    Nennt man diese Theorien nicht seit langem „Anarchismus“? Ganz wertneutral, nicht im abfälligen Sinne, und auf keine Fälle mit dem Kommunismus zu verwechseln?

    Zeitweise war ich auch der Meinung, dass es sich lohnt, sich mit dem Anarchismus zu beschäftigen. Interessante Ideen. Aber historisch regelmäßig gescheitert, in Spanien z.B. aus militärischen Gründen – anarchistische Einheiten hatten nicht sehr viel für Disziplin übrig. Inzwischen bin ich eher Kohrist, nach Leopold Kohr, der die Theorie vertritt, dass Staaten um so erträglicher sind, je kleiner sie sind. Im Grenzfall der Micronations bis herunter zu 1 Einwohner pro Staat (na gut, nicht ernst gemeint), aber entscheidend ist, dass die kleinen Staaten mit anderen kleinen Staaten auf Regeln aufbauende Beziehungen pflegen, während Anarchisten jede Beschränkung der Freiheit durch Regeln ablehnen.

    Ich weiss nicht, ob das der oben erwähnte „Minarchismus“ ist, aber ein Staat, der so klein ist, dass sich die Bürger untereinander gut genug kennen und austauschen können, um Gewaltherrschaft und Staatskriminalität im Inneren zu vermeiden, ist für mich richtig. Nach aussen muss er aber fähig sein, seine starken wie schwachen Bürger vor fremden Gewaltakten zu schützen. Wie Anarchismus sicherstellen will, dass Schwachen gegenüber keine Gewalt ausgeübt werden kann, ist mir nie klar geworden. An das Gute im Menschen glaube ich jedenfalls nicht.

    • funkeimdunkeln sagt:

      Der Anarcho-Kapitalismus funktioniert nur, wenn die Menschen sich die Grundprinzipien des Voluntarismus zu eigen machen.

      Ich zitiere mal Hans-Hermann Hoppe:

      „Die übliche Definition eines Staates ist, dass er eine Agentur ist, die in allen Konfliktfällen ein territoriales Monopol der höchsten Entscheidungsfindung besitzt, auch in Konfliktfällen, an denen sie selbst und ihre Agenten beteiligt sind.“

      Das heißt, es geht gar nicht so sehr um die Art und Weise der Organisation, sondern um die Monopol-Stellung. Was mich nun umtreibt, ist die Frage, wie man das Entstehen einer solchen Monopol-Stellung vermeiden kann. Die einzige Antwort besteht darin, dass die Menschen freiwillig dafür entscheiden eine solche zu verhindern. Sie müssen das Bewusstsein dafür entwickeln, dass sie ihre Gesellschaft so gestalten müssen, dass kein Macht-Ungleichgewicht herrscht.

      Wenn dieses Bewusstsein da ist, wenn die Menschen wachsam gegenüber unterdrückerische Tendenzen sind, dann ist es sogar möglich, dass wir nicht mehr in gigantischen Staatskonzernen wohnen, sondern in winzigen Königreichen, wie von dir beschrieben. Diese Königreiche könnten sogar Erbmonarchien sein, d.h. „Privateigentum“ der Herrscher. Die Anführungszeichen setze ich deshalb, weil das Volk auf unzulässige Kompetenzerweiterung mit großer Unhaltsamkeit reagieren und das Stürzen von Dynastien herbeirufen wird, also z.B. dem Monarchen sein „Eigentum“ wegnehmen wird. In diesem Sinne wäre auch eine Verhinderung der Monopol-Struktur denkbar.

      Aber wie gesagt, das Ganze funktioniert wie alle denkbaren Szenarien nur bei entsprechender Bewusstseinsbildung unter den Menschen.

      Mit freundlichem Gruß,
      Mirko

      • sandman sagt:

        @funkeimdunkeln

        „Was mich nun umtreibt, ist die Frage, wie man das Entstehen einer solchen Monopol-Stellung vermeiden kann.“

        Bezüglich Deiner Frage zum Monopol ist grundsätzlich zu unterscheiden, ob man einen sogenannten „freien Markt“ hat oder sich noch im System Staat befindet.
        Im Staat ist das erhalten von Monopolen dann recht einfach, wenn man den Staat auf seiner Seite hat. Monopolist und Staat (der Staat selbst ist ja ebenfalls einer) profitieren und schützen einander.
        Dabei erzeugt der Staat Gesetze und Richtlinien, die aufkommenden Wettbewerb verhindern, sodass der Monopolist weiterhin sein Monopol betreiben kann.
        Es werden also Marktmechanismen mittels Zwang außer Kraft gesetzt, die unter normalen (freien) Umständen dazu führen würden, dass der Monopolist scheitert.

        In einem freien Markt wäre das anders.

        Jeder Produzent oder Anbieter von Produkten und Dienstleistungen hat die Absicht, ökonomischen Profit zu erzielen. Selbiges müssen wir auch dem Monopolisten unterstellen. Dafür sind drei Variablen von besonderer Bedeutung.
        Preis, Absatzmenge und Kosten. (man könnte das etwas präziser machen, ist dann aber schwieriger zu verstehen)

        Haben wir also einen Monopolisten in einem freien Markt, wo es keine staatliche Intervention gibt, will auch dieser Monopolist ein Maximum an Profit erreichen.
        Um in dieser Hinsicht erfolgreich zu sein, kann er nicht einfach den Preis kontinuierlich erhöhen, denn dann würden immer weniger Kunden seine Produkte kaufen wollen oder können. Je geringer der Preis, desto mehr Menschen können oder wollen seine Produkt erwerben.
        Nun gibt es in der Monopolpreisbildung etwas, dass der Monopolist sucht, um ein Maximum an Profit zu erreichen. Den sogenannten Cournotschen Punkt (googeln).

        Dieser Punkt beschreibt genau das Preis-Absatzmengen-Verhältnis, bei dem sich der höchstmögliche Profit einstellt. Erhöht man den Preis über diesen Punkt, sinken die Stückzahlen und der Profit verringert sich. Geht man im Preis runter, schöpft man nicht alles aus.
        Nun steht das alles noch in Relation zu den Kosten.

        Erst wenn der zu erzielende Preis des Produktes nicht unterhalb des Kostenpreises liegt, kann das Unternehmen (auch der Monopolist) weiterhin am Markt agieren. Gelingt das nicht, verschwindet das Unternehmen ( auch der Monopolist) wieder.
        In einem freien Markt ergeben sich genau dann Chancen, wenn ein Monopolist Preise erzielen kann, die deutlich über seinem Kostenpreis liegen. Dann ist mit diesem Punkt quasi „was zu holen“. In diesem Moment entsteht Wettbewerb, der den Monopolisten unterbietet.
        Ohne Staat gäbe es keine Intervention, die das verhindern könnte.

        Ein Monopol kann sich in einem freien Markt nur über kurze Zeiträume halten. Dabei muss es aber schon darauf achten, den Preis nicht zu hoch anzusetzen, denn einen Kaufzwang gibt es auch nicht. Die Menschen haben auch beim Monopol immer die Möglichkeit, NICHT zu kaufen.

        • funkeimdunkeln sagt:

          Danke für deine Ausführungen, denen ich zustimmen kann und die logisch einleuchtend und plausibel sind.

          „Die Menschen haben auch beim Monopol immer die Möglichkeit, NICHT zu kaufen.“

          Das ist der Knackpunkt, dass die Menschen diese Möglichkeit haben. Bei Sicherheitsdiensten kommen nämlich ein Aspekt ins Spiel:
          Der Sicherheitsdienst, der zum Monopolist geworden ist, (oder ein Monopolist, der mit einem Sicherheitsdienst kooperiert) kann den Menschen diese Möglichkeit nehmen. Das ist ja genau die Situation, die wir jetzt haben.

          Rein logisch gesehen folgt daraus, dass der freie Markt eine Gesellschaftsstruktur ist, die zum Aufbau und Aufrechterhaltung einer Bewusstseinsbildung bedarf, welches ich als voluntaristisches Engagement bezeichne. Dieses unterscheidet sich vollständig von dem aggressiven bzw. politischen Engagement, welches heute so weit verbreitet ist wie z.B. in der Durchführung von Wahlen.

          Das ist ein Punkt, der mir sehr wichtig ist: So wichtig, dass ich betonen möchte, dass kleine Monarchien oder Armeen zu defensiven Zwecken aus meiner Sicht kein Übel sind, sondern sogar ein notwendiger Bestandteil einer voluntaristischen Gesellschaft. Denn Sicherheitsdienste, denen man die Aufsicht über ein bestimmtes Gelände übergibt, sind meines Erachtens qua Möglichkeit zur Gewaltausübung eine Form von Staat. Alleine die Gelegenheit, die eine Wächtergesellschaft zum Durchsetzen von Regeln auf einem bestimmten Grundstück macht, macht diese zu einer herrschenden Institution – unabhängig davon, ob diese Gesellschaft Gewaltmissbrauch betreibt oder nicht.

          Das entscheidende ist eben das voluntaristische Engagement, das es uns ermöglicht übermütige und wildgewordene Sicherheitsdienste zu verdrängen – z.B. durch die Kooperation mit anderen Sicherheitsdiensten, die voluntaristische Prinzipien befolgen – oder aber auch durch einen Umsturz und die Neugründung eines voluntaristischen Sicherheitsdienste.

          Eben darum gibt es meiner Meinung nach auch in einer voluntaristischen Gesellschaft kleine Mini-Staaten, die jedoch in einem Gleichgewicht zu den Interessen der Menschen auf Frieden und Gerechtigkeit stehen, qua voluntaristisches Engagement. Erst dieses ermöglicht es uns auf Provokationen von Armeeführern und Waffenträgern mit aller Entschiedenheit im Sinne der Freiheit zu reagieren.

          Mit freundlichem Gruß,
          Mirko

          • sandman sagt:

            „Der Sicherheitsdienst, der zum Monopolist geworden ist, (oder ein Monopolist, der mit einem Sicherheitsdienst kooperiert) kann den Menschen diese Möglichkeit nehmen. Das ist ja genau die Situation, die wir jetzt haben.“

            Das kann er nur durch Gewaltandrohung, welche ja nichts mehr mit einem Monopol in einem freien Markt zu tun hat. Das wäre in einer PRG nicht zu rechtfertigen.

            Die berechtigte Frage wäre ja, wie die Menschen mit dieser Bedrohung umgehen. Wie Menschen heute so drauf sind, gehorchen sie eben und das Konzept „Staat“ beginnt von neuem.

            PRG, Anarchismus, Voluntarismus oder wie immer Du das nennen willst, entsteht erst, wenn die Menschen das wollen. Sie müssen friedliche Kooperation gegenüber Zwang bevorzugen. Friedliche Kooperation muss für sie einen so hohen Wert haben, dass sie auch bereit sind, diese zu verteidigen. Sind sie dazu nicht bereit, haben sie sich eben wiedermal entschieden.

            Auch Gehorsam und Widerstand unterliegen ökonomischen Gesetzmäßigkeiten. Ein Gewaltmonopol erhöht die Kosten des Ungehorsams so lange, bis gehorcht wird. Es setzt rational die Mittel ein, die am effektivsten erscheinen. Wenn Frieden und Freiheit einen geringen Wert haben in einer Gesellschaft, empfindet man das Gegenteil (Zwang) auch nicht als so schlimm. Viele Menschen fühlen sich gar nicht gezwungen. Was will man denen denn mit Freiheit kommen.

            Es erfordert noch eine lange Zeit, im evolutionären Sinne, dass die Menschheit überhaupt reif dafür ist, Herrschaft nicht mehr zuzulassen. Vielleicht wird das auch nie was.

            Dennoch ist Anarchismus DAS gesellschaftliche Ideal, dass es erstmal verstanden werden muss. Warum ist es die ideale Gesellschaftsform? Weil es die einzige wäre, die moralisch zu rechtfertigen wäre und ein hohes Potential für persönliche Entfaltung der Menschen hätte. Natürlich würde nicht jeder in so einer Gesellschaft klarkommen. Wer dumm oder faul ist und eigentlich auf Almosen angewiesen wäre, hätte schlechte Karten, wenn er sich auch noch als Arschloch entpuppt.

            Zudem würden auch viele Dinge, die der Staat jetzt umsetzt (Infrastruktur in kleinen Kuhdörfern) unter Umständen gar nicht entstehen. Finden sich nicht genug Leute, die das bezahlen, baut das auch keiner.

            Also, wir brauchen gar keine Gesellschftsklempnerei zu betreiben und auf jede Frage eine Antwort zu haben.

  6. Mein Motto: Die Lösung war die Loslösung gewesen 🙂
    Nichts war geregelt gewesen, was nicht auch gerecht und in beiderseitiger / partnerschaftlicher / gesamtgesellschaftlicher Übereinstimmung (Konsens mit Vertrag, Konvent mit Gesellschaftsvertrag) geregelt worden war – egal ob in Politik, Wirtschaft, Handel, Recht, Kultur, Wissenschaft, Medien, Bankwesen, Erziehung, Familie oder durch friedenserhaltende Maßnahmen. (Grundsatz frei nach Abraham Lincoln)

    „Nichts ist geregelt, was nicht auch gerecht geregelt wurde.“
    – Abraham Lincoln – (1809-1865; 16. Präsident der USA)

    „Eines Mannes Rede ist keines Mannes Rede. Man muß sie hören alle beede.“ (alter deutscher Rechtsgrundsatz sowie eine Begründung zum Beispiel für das rechtliche Gehör in jeder Güteverhandlung)

    Geist des Friedens
    – Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füge auch keinem Anderen zu
    – Was Du möchtest, das man Gutes Dir tue, das tue auch einem Anderen
    – Jeder hat sich so zu verhalten, daß Niemand mehr als unvermeidlich belästigt oder behindert wird
    – Kann das Echo nicht mehr gehalten werden, dann wird es zu Dir zurückkommen, also säe jederzeit Gerechtigkeit – Wahrheit – Ausgewogenheit + Liebe – Respekt – Anerkennung = Menschlichkeit, denn was wir säen, das werden wir ernten.

    Es war bewußten, ehrbaren und gerechten Menschen niemals darum gegangen, das System/den Staat umgehen oder es/ihn unterwandern zu wollen, vielleicht gar zum System ein eigenes Sub-System oder zum großen Spielcasino ein eigenes Spielcasino aufbauen, also in der Scheinwelt mitspielen zu wollen, um sich Besserstellungen bei der Nutzung der Systemlizenzen ergaunern zu können, nein, diese Menschen hatten nur die Scheinwelt und den Rechtsschein verlassen wollen. Sie hatten sich in der Wirklichkeit auf Basis Geburts-, Natur- und Namenrecht als Souverän mit Gleichgestellten und Gleichgesinnten ein selbstbestimmtes Leben ohne Angst und dafür mit Gemeinsinn, ihren eigenen Erfindungen, in eigenen freien Gemeinden und im Einklang mit der Natur und allen Wesen auf Erden aufbauen wollen.

    Alles was sich da heute „Staat“ nennt, ist nur eine Illusion oder gar Aberglaube – der Rechtsschein in der Matrix.

  7. […] Quelle:  http://www.freiwilligfrei.info/archives/6580 […]

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