Alles Gute zum Tag des Columbus! Millionen von Menschen auf der ganzen Welt gedenken jedes Jahr Christopher Columbus‘ Ankunft in der Neuen Welt.

Die Medien haben normalerweise kein Problem damit, die Wahrheit über diesen Amerikanischen Helden zu enthüllen. Die meisten Menschen, die sich außerhalb der Propaganda der öffentlichen Schulen weiterbilden, wissen, dass der Mann heute im 21. Jahrhundert für Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt werden würde – das natürlich nur, solange er es nicht irgendwie geschafft hätte, den Gipfel politischer Macht zu erreichen.

Es gibt allerdings einen Aspekt von Columbus‘ Sünden, der ignoriert wird.

Als er die Segel setzte in Richtung dessen, was sich als der Amerikanische Kontinent herausstellte, hatte er eine Order des Königs Ferninand von Spanien bei sich: „Beschaffe Gold, menschlich wenn möglich, aber um jeden Preis – beschaffe Gold!“

In seiner Gier nach Gold bestahl Columbus die einheimische Bevölkerung des neuentdeckten Landes und zwang sie, in seinen Goldminen zu arbeiten. Er schlachtete den Widerstand ab und wurde zum Stammvater des transatlantischen Sklavenhandels – Mädchen im Alter von nur neun Jahren wurden in die sexuelle Sklaverei verkauft.

Der Völkermord, der von Columbus und seinen Nachfolgern begangen wurde, füllte die Schatzkammern der Spanischen Krone mit gestohlenem Gold, und machten so die herrschende Klasse des Landes sagenhaft reich.

Als das gestohlene Gold seinen Weg in die spanische Wirtschaft fand, schossen die Preise in die Höhe. Die Inflation wütete, weil die Goldmenge drastisch vergrößert wurde, während die Menge der produzierten Waren gleich geblieben ist. Die Preise in Spanien stiegen alleine im 16. Jahrhundert um 250 Prozent.

Das Spanische Imperium brach langsam unter seiner eigenen Gier zusammen, um schließlich der erste Staat zu werden, der aufgrund seiner Staatsschulden zahlungsunfähig wurde – Philip II. von Spanien gab in weniger als 40 Jahren vier mal den Bankrott bekannt. Die wirtschaftliche Zerstörung war nicht auf Spanien begrenzt – sie breitete sich langsam in ganz Europa aus, als die Spanier begannen, Güter zu importieren, die ihre eigene verkrüppelte Wirtschaft nicht mehr produzieren konnte.

Die spanische Wirtschaftskatastrophe, die durch den rücksichtslosen Import von Amerikanischem Gold begann, dauerte 400 Jahre.

Historiker nannten diese Zeit der unkontrollierbaren Inflation die „Preisrevolution“. Ein Gelehrter betonte: „Der Zustrom wertvoller Edelmetalle nach Europa führte zu einer der größten Preisrevolutionen auf Bargeldbasis der Moderne, wenn nicht der gesamten Geschichte.“ Er schrieb dies im Jahre 1929, so dass er nicht mitbekam, was aus der Weltwirtschaft nach dem zweiten Weltkrieg werden sollte.

Wenn dir also das nächste mal ein Politiker erzählt, Öl – das schwarze Gold – und andere durch Krieg erlangte Ressourcen seine eine gute Rechtfertigung für Gewalt, erinnere dich an die Lektion über Spanien im 16. Jahrhundert.

Das Gold, das Menschen reich machen sollte, ruinierte am Ende jeden, der es berührte.

Gewalt führt immer zum exakten Gegenteil des Ziels, das mit Gewalt erreicht werden soll.

Original:
Stefan Molyneux – Christopher Columbus: Bankrupting an Empire
youtube.com/watch?v=ig5VQK1BjDg

Musik:
Kevin MacLeod – Thunder Dreams

Bearbeitung, Sprecher, Produktion:
Peter Müller

 


 

 

 

 

2 Responses to Die dunkle Seite des Christoph Columbus

  1. markus_eserver sagt:

    Wieder etwas gelernt…

  2. Cali sagt:

    Sry, aber der Text gefällt mir ausnahmsweise mal garnicht. So sehr Raub und Sklaverei zu verurteilen sind… was hat der Import vom geraubten Gold mit dem Niedergang der spanischen Wirtschaft zu tun?
    Es gibt einen Unterschied zwischen dem inflationären Effekt von neu „gefördertem“ Warengeld und neu geschaffenem (Papier-/Elektronik-) Kreditgeld. Ersteres sorgt einfach nur für eine Verschiebung des Preisgefüges, welche bei den nicht Priviligierten zuletzt offensichtlich wird und diese daher (vermeintlich) benachteiligt.
    Aber nur neu geschaffenes (mit Annahmezwang versehenes) fiat-Kreditgeld führt über den künstlich gesenkten Zins zu den uns allen Bekannten Fehlallokationen, die dann in der Kontraktionsphase so schmerzhaft offensichtlich werden.

    Es ist richtig, dass die damalige Preissteigerung (andere Quellen sprechen von 400% im 16. Jahrhundert) nichts im Vergleich zur Zeit nach dem 2. WK ist (da hat man für eben diese 400% noch nichtmal 50 Jahre benötigt). Aber die Wirtschaftskrise in Spanien hatte nichts mit dem importierten Gold zu tun, auch nicht damit ihren Beginn (wie oben formuliert) und schon garnicht dieses als Grundlage. Es war (nicht anders als heute) das extreme über die Verältnisse Leben der herrschenden Klasse, die damit einergehende Regulierungswut und das Ausbeuten der eigenen Bevölkerung, verbunden mit einem Zusammensturz eines Kartenhauses aus ungedeckten Krediten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.



FreiwilligFrei.de
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de