nach Ben Stone

Es sind so viele Menschen vom Staat abhängig und diese Menschen werden die Abhängigkeit nicht einfach so aufgeben. Wie können wir das jemals ändern?

Im ersten Matrix Film gibt es eine Szene, in der Morpheus sagt: „Es gibt Menschen in der Matrix, die so kaputt sind, dass wir ihnen nicht helfen können. Sie werden es außerhalb der Matrix nicht schaffen.“ …und das gilt leider genauso für diejenigen, die schon zu stark abhängig sind. Es gibt so viele kaputte und vollkommen vom Staat abhängige Menschen, die schrecklich leiden werden, wenn er versagt.

Stellt euch vor, es gäbe einen magischen Knopf. Den Verbotsknopf für den Staat. Wenn man ihn drückt, würde der Staat sofort verschwinden und er wäre für immer verboten. Die kaputten und abhängigen Menschen würden auf der Strecke bleiben. Murray Rothbard sagte einmal, dass er sich aber trotzdem ohne zu zögern den Daumen an so einem Knopf plattdrücken würde.

Gehen wir zurück ins Jahr 1900 und drücken auf diesen Knopf. Der Staat wäre verschwunden und viele Staatsabhängige hätten erst einmal darunter gelitten. Aber hunderten Millionen Menschen wären im zwanzigsten Jahrhundert Leid, Elend und der unnatürliche Tod erspart geblieben. Die Welt würde heute vollkommen anders aussehen. Den Knopf im Jahr 1900 zu drücken, wäre im Ergebnis ein Segen gewesen. Es hätte sehr viel weniger Leid gegeben als es seitdem bis heute gab. Gehen wir dann nochmal hunderte oder tausende Jahre in die Zukunft, wie großartig würde die Welt dann aussehen?

Aber es gibt ein Problem: Immer wenn es eine Nachfrage nach etwas gibt, kann dieses Etwas von keinem Verbot aufgehalten werden. Wenn es nachgefragt wird, kann es durch kein Verbot der Welt verhindert werden. Und es gibt eine Nachfrage nach dem Staat. Viele Menschen sehnen sich regelrecht danach. Solange es die Nachfrage nach dem Staat gibt, wird es den Staat geben, selbst wenn es diesen magischen Knopf gibt und selbst wenn Murray Rothbard so oft draufdrückt, bis ihm sein Daumen abfällt. Staaten zu verbieten oder die Menschen zur Freiheit zu zwingen wird nichts ändern. Menschen, denen etwas verboten wird was sie sich wünschen, werden Wege finden, um es trotzdem zu bekommen.

Wer diesen Zusammenhang verstanden hat, dem erscheint es geradezu naiv, zu denken, dass der Staat verschwindet, nur weil er auf Knopfdruck verboten wird. Die Verhältnisse ändern sich erst dann, wenn die Freiheit auf dem Markt einen höheren Stellenwert hat als die Sklaverei. Wenn das passiert, werden immer mehr Menschen die Freiheit nachfragen und der Markt wird das Angebot an Freiheit bieten, das der Nachfrage entspricht.

Der Staat ist eine Wahnvorstellung, die auf Bedrohungen, Raub, Diebstahl, Körperverletzung, Freiheitsentzug und Mord aufbaut. Eine Wahnvorstellung, die uns das leere Versprechen gibt, uns mit allem zu versorgen, was wir brauchen. Der Markt ist dagegen das, was uns tatsächlich mit allem versorgt, was wir brauchen.

Wenn es eine Nachfrage nach Freiheit gibt, wird das kein Staat der Welt stoppen können. Und wenn es umgekehrt eine Nachfrage nach dem Staat gibt, wird ihn kein freiheitlich denkender Mensch der Welt verhindern können.

Wir können den Staat nicht verbieten. Wir können aber bessere Alternativen auf den Markt bringen, die stärker von den Menschen nachgefragt werden. Alternativen, die ohne Zwang und Gewalt auskommen. Freiwillige Alternativen.

 
 
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Original:
Push A Button and End Government? (with Ben Stone)
von schoolsucksproject.com
youtube.com/watch?v=uMkUMqZ-6Pc

Überarbeitung, Sprecher, Produktion:
Peter Müller

Übersetzung: Jochen Bauer

 

4 Responses to Der Staat verschwindet nicht auf Knopfdruck

  1. Jürgen Korthof sagt:

    Das stimmt so nicht!!!
    Es ist nicht nötig, dass irgendjemand leidet!!!

    Denn mit dem Stop der wirtschaftlichen Plünderungen, von inzwischen
    schon mehr als 90%, der menschlichen Schaffenskraft, ist ein sofortiges
    Freizeitpotential da!
    Wir können mit 1/100 des momentanen Aufwandes ALLE
    glücklich sein.
    Der Freizeitsektor und alles was zur individuellen Entfaltung dient, sowie Forschung und Entwicklung wird explosionsartig boomen! Im Grunde ist das wichtigste, die Aufhebung des Glaubens, dass wir verpflichtet seien, Multimilliardären unsere Lebenskraft zu überlassen, damit WIR 300 Tage für sie arbeiten – und sie Millionen
    Lebensverträge auf ihren Konten per Pfändungen und Zwangsvollstreckungen
    von unseresgleichen zu erpressen.

    • wir sind inzwischen selbst zu dem zerstörerischen virus geworden, den manche meinen bekämpfen zu müssen/sollen. die spuren von 5000 jahren patriachat und materialismus inklusive der letzten 200 jahre industrialisierung und letzten 50 jahre verschärfte indoktrination durch die medien wischt man nicht durch einen knopfdruck weg und auch nicht durch „entmachtung der reichen“. wenn schon der matrix film als beispiel dienen soll. dort hatte Neo immerhin eine relativ lange rekonvaleszenzzeit zur verfügung, nach dem aufwachen. solche „aufwachstationen“ gibt es in unserer zivilsation nicht. das einzige, was man man tun kann ist, wie in matrix, selber auszusteigen aus dem system, egal was die anderen tun.

  2. Nullte_Instanz sagt:

    „Die Verhältnisse ändern sich erst dann, wenn die Freiheit auf dem Markt einen höheren Stellenwert hat als die Sklaverei.“

    So gesehen gibt es zwei „Interessensgemeinschaften“… Es gibt Menschen die Wertschöpfende Arbeit leisten und somit Werte erzeugen, -und es gibt die, die davon scharmlos profitieren wollen. All diejenigen die auf kosten der anderen Leben haben sich ja irgendwie mit dem „System“ arrangiert, daher können die Nutznießer unmöglich gleichzeitig die Sklaven sein.

    Die Zeit der „Herren und Sklaven“ ist vorbei, -da sie allmählich gemerkt hatten das es so einfach nicht mehr funktioniert… Und so hat man ganz einfach beschlossen einen Teil der Bevölkerung absolut abhängig vom Wohlwollen Dritter zu machen, -bis sich das Ganze zu einem „Herren-Nutznießer und Sklaven“ -Gebilde avanciert hat. Somit fällt es den Sklaven viel schwerer sich aufzubäumen. Sie müssten ja nun auch gegen den Teil angehen, den die „Elite“ so geschickt inszeniert eingebunden hat… Gegen die armen und schwachen, gegen die hilflosen und minderbemittelten… Sie werden ganz einfach als Deckmantel und Vorwand benutzt!

    Und indem man den Leuten einredet sie könnten ja auch ganz schnell auf dieser Seite landen -wird eine künstliche Unsicherheit und Angst erschaffen die dafür sorgt, dass viel zu viele Menschen in ihren Bemühungen über alternativen nachzudenken, gelähmt werden. Eine abwärtsspirale…

    @ Jürgen Korthof
    „Im Grunde ist das wichtigste, die Aufhebung des Glaubens, dass wir verpflichtet seien, Multimilliardären unsere Lebenskraft zu überlassen, damit WIR 300 Tage für sie arbeiten…“

    Wie kommst Du denn auf Multimilliardäre?
    Ich z.B. Arbeite nicht für einen Milliardär… Und ich kenne eine Menge Menschen die das auch nicht tun. Und meine „Lebenskraft“ überlasse ich auch niemanden! Was ich hingegen wohl tue ist, -ich Arbeite!
    Ich bin mit meinem Arbeitgeber einen Arbeitsvertrag eingegangen, in dem festgehalten wird in welchem Umfang und Zeitraum ich meine Arbeitskraft zur Verfügung stelle. Dafür erhalte ich jeden Monat eine Gewisse Summe die wir zuvor ausgehandelt hatten, -diese haben wir beide für fair befunden sonst wäre dieser Vertrag ganz einfach nicht zustande gekommen!

    Würden nun alle Milliardäre (auf Knopfdruck) verschwinden, sähe ich keinen Unterschied. Das hätte weder auf mein Gehalt noch auf meinen Chef irgendwelchen Einfluss, ich bräuchte also nicht neu zu verhandeln…
    Beim Staat sähe das anderes aus, wenn er (auf Knopfdruck) verschwinden würde, -gäbe es ja eine ganze reihe neuer Faktoren die Bewertet werden müssten… Ich würde also neu verhandeln.

    Es sind nicht irgendwelche Wohlhabenden die uns bedrohen und ausrauben, -mal ganz davon abgesehen das die meisten Milliardäre eh nur auf Grund der Waffengewalt von Staaten existieren (Monopole = die Unterdrückung von Wettbewerb durch diverse Verbote).
    Die Öl-Multis verkaufen Öl und Benzin für einen Bruchteil von dem was es dann am Zugänglichen Markt gibt… Die Staatskrake sitzt IMMER dazwischen und verbietet einfach alles was zu einem fairen und freien Markt führen könnte, -sie haben ihre schmierigen Finger einfach überall drin und bedienen sich an jedem Handel, -an jedem Geschäft…
    Du hast da leider die falschen Ziele im visier!

    Gruß Phil

  3. Stefan sagt:

    Also ich würde auch ohne eine Sekunde zu zögern wie blöde auf den Knopf drücken. Ein Mathe-Professor hat mal zu uns Studenten gesagt, nachdem viele nicht genau wussten worauf er hinaus wollte „manchmal muss man die Leute auch einfach ins kalte Wasser schmeißen“.
    Wenn es eine realistische Möglichkeit gäbe den Staat nur für ein paar Jahre zu unterbinden, dann würden die Menschen von ganz alleine frei werden, weil sie gar keine andere Möglichkeit hätten. Und ich bin mir auch ziemlich sicher, nach ein paar Jahren würde so gut wie niemand mehr in die Sklaverei zurück wollen.
    Auf gut deutsch, der Knopf würde schon funktionieren, man müsste nur ein paar Jahre den Daumen drauf lassen. Danach läuft es von selbst.

    Was sagen eigentlich die Autoren von FreiwilligFrei zu der spanischen Anarchie? Darüber habe ich neulich ein bisschen was gelesen. Hat leider nicht lange gehalten, weil sie von den Herrschern von außen überrumpelt wurden. Aber zumindest haben die es geschafft, wenn auch nur für kurze Zeit, das vorgefundene Herrschaftssystem zu beseitigen.
    In der Geschichte wurden die Anarchisten von den Herrschern immer als Terroristen diffamiert. In Wirklichkeit war es natürlich genau umgekehrt. Aber dadurch haben sie einen großen Rückhalt in der nicht-anarchistischen Bevölkerung bekommen. Heute hätte man den Vorteil über Video, Internet und Soziale Netzwerke seine eigene Sichtweise zu verbreiten. Ich kann mir also gut vorstellen, dass es heute gut möglich wäre über Sezession ein „befreites“ Gebiet zu halten und eher auszuweiten.

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