von Christopher Cantwell
www.christophercantwell.com

In libertären Kreisen wird häufig diskutiert, was manche als “Verschwörungstheorien” bezeichnen. Ich hasse diesen Begriff, weil er nur dazu verwendet wird, eine Idee abzulehnen, ohne sie sich genauer angesehen zu haben. In diesem Beitrag werde ich ihn dennoch verwenden – zur Beschreibung von Informationen, die üblicherweise als „Verschwörungstheorien“ bezeichnet werden. Zum Beispiel die alternativen Theorien zu den Anschlägen vom 11. September oder zu den Anschlägen beim Boston Marathon, zu den „Chemtrails“, zur Bilderberg-Gruppe, zur „Neuen Weltordnung“ und zu viele weiteren Theorien, von denen einige bewiesen sind und andere wiederum vollkommener Unsinn sind.

Ich nenne ein paar Beispiele, um den Unterschied deutlich zu machen. Aber das Ziel dieses Beitrags ist nicht, bestimmte Verschwörungstheorien zu bestätigen oder zu widerlegen. Unabhängig davon, ob sie richtig oder falsch sind, ist mein Anspruch, zu zeigen, dass Verschwörungstheorien generell gut für den Libertarismus sind. Ich mache das anders wie diejenigen, die sagen, dass diese Ideen schädlich für „die Bewegung“ sind, weil sie entweder falsch oder Panikmache sind oder weil sie unserer Glaubwürdigkeit schaden oder aus irgendwelchen anderen Gründen.

Häufige Argumente gegen Verschwörungstheorien

Sie sind nicht wahr

Wenn jemand dieses behaupten kann, muss er jede einzelne Verschwörungstheorie intensiv geprüft haben – mit dem Ergebnis, dass sie alle falsch sind. Weil er davon ausgeht, dass die Verschwörungstheorien nicht einmal diskutiert werden sollten, ist es schrecklich unwahrscheinlich, dass er sie alle geprüft hat. Allein das Programm von Alex Jones läuft sieben Tage die Woche und InfoWars.com veröffentlicht jeden Tag mehrere Artikel. Auch der fleißigste aller Verschwörungstheoretiker wäre damit vollkommen überfordert, sie alle zu bestätigen oder zu widerlegen. Dazu kommen noch Dutzende, wenn nicht Hunderte von Internetseiten über Verschwörungstheorien, Internetradiosender, Podcasts – sie alle genau zu untersuchen, wäre eine ziemliche Sisyphus-Aufgabe. Jemand, der eine ganze Kategorie von Informationen ablehnt, nur weil sie „Verschwörungstheorie“ genannt wird, wird wohl kaum Zeit damit verbringen, alle diese Informationen genau zu untersuchen.

Zugegeben, einige dieser Erklärungen haben nicht viel mit der Realität zu tun.

Eine von den kurioseren Behauptungen von denen ich gehört habe, ist die, dass Saft aus Tetrapaks aus Kindern Homosexuelle machen soll. Wieder klingt diese Idee so absurd, dass ich mir gar nicht erst die Mühe mache, sie zu untersuchen. Ich möchte aber wetten, dass wenn ihr sie näher untersucht, ihr auch auf Indizien stoßen würdet, die diese Aussage stützen. Aber für einen sicheren Beweis durch Fakten würde es nicht reichen.

Nehmt „Chemtrails“ als weiteres Beispiel. Es gibt Indizien, die darauf hinweisen, dass Unternehmen und Regierungen Chemikalien in der Atmosphäre versprühen lassen, um „Geoengineering“ zu betreiben. Man hat erhöhte Konzentrationen bestimmter Chemikalien im Boden verschiedener Gebiete gefunden. Das sind reale Fakten, aber einige Leute ziehen daraus die Schlussfolgerung, dass jeder Kondensstreifen am Himmel auf einen radikalen Plan zur Entvölkerung der Erde zurückzuführen ist.

“Verschwörungstheorien” in Verbindung mit den Anschlägen am 11. September 2001 gibt es viele und sie widersprechen sich teilweise gegenseitig. Manche sagen, dass es kein Flugzeug war, das das Pentagon getroffen hat, sondern eine Rakete. Manche sagen, dass die Flugzeuge ferngesteuert wurden. Manche sagen, dass Sprengstoff in den Twin Towers war, manche sagen, dass es Thermit war. Ich gebe zu, dass ich es nicht weiß, aber ich würde sagen, dass die absurdeste Verschwörungstheorie zum 11. September diejenige ist, die im „offiziellen“ 9/11 Commission Report steht. Das erste Opfer jedes Krieges ist immer die Wahrheit. Wer glaubt, dass der “Krieg gegen den Terror” eine Ausnahme von dieser Regel darstellt, muss verrückt sein.

Ein weiteres Beispiel ist der Bombenanschlag beim Boston Marathon. Manche behaupten, dass es “Krisenschauspieler” gab, die das alles inszenierten. Ich persönlich halte das für ein wenig lächerlich, denn auch wenn die Regierung den Anschlag inszeniert hätte, hätte sie kein Problem damit, ein paar unschuldige Menschen zu ermorden. Für Regierungen ist so etwas nicht ungewöhnlich. Die eine absurde Behauptung ist aber kein Grund, die Tatsache abzulehnen, dass eine Bombenübung zu exakt dem Szenario durchgeführt wurde, das auch real eingetreten ist. Oder die vielen Widersprüche der “offiziellen Erklärung”, die von den “Verschwörungstheoretikern” offengelegt wurden. Vor allem, wenn es zu so etwas Wahnsinnigem kommt, wie einem Ausnahmezustand in Boston, ist das Grund genug, sehr skeptisch mit der Erklärung zu sein, die das begründen soll.

Aus diesen und anderen Gründen halte ich die pauschale Zurückweisung von „Verschwörungstheorien“ als unwahr für vollkommen falsch. Die Kritik, dass die Verschwörungstheoretiker mit ihren Annahmen etwas vorsichtiger sein sollten, mag berechtigt sein. Aber ich denke, dass sie bisher eine enorm wichtige Aufklärungsarbeit geleistet haben, um die Lügen der Regierungen offenzulegen.

Panikmache

Ein weit verbreiteter Kritikpunkt, der vor allem von den Pazifisten geäußert wird, ist dass Verschwörungstheorien die Leute verängstigen und dass Angst kontraproduktiv ist. Ich könnte dem nicht deutlicher widersprechen. Angst ist ein gesunder Instinkt. Wenn ihr euch irgendwo im Jungel verlaufen habt und ihr seht ein Rudel Hyänen, die gerade ein anderes Tier töten, dann führt eure Angst dazu, dass ihr euch vor diesem Rudel in Sicherheit bringt – und das ist eine gute Sache.

Regierungen haben im vergangenen Jahrhundert 260 Millionen ihrer eigenen Bürger ermordet. Deswegen bereiten mir diejenigen große Sorgen, die keine Angst vor ihnen haben. Regierungen sind die Nummer 1 unter den unnatürlichen menschlichen Todesursachen. Sie sind der Hauptgrund für weltweites menschliches Leid. Ich kann mir nichts vorstellen, vor dem man mehr Angst haben sollte. Ich kann mir kaum etwas besseres vorstellen, als Menschen, die durch schockierende Dokumentationen über die Greueltaten und Lügen von Regierungen zum Ergebnis kommen, dass Regierungen unfassbar schreckliche, gewalttätige und bösartige Institutionen sind.

Die Menschen sollten Angst vor Regierungen haben! Sie töten Menschen! Auch der größte Anti-Verschwörungslibertäre sollte dazu in der Lage sein, das zu verstehen.

Glaubwürdigkeit der „Bewegung“

Dieses Thema brennt mir wirklich unter den Nägeln, vor allem, weil es sich nicht nur auf „Verschwörungstheorien“ bezieht. Wenn ihr nicht mit der Offenlegung der Lügen und Greueltaten der Regierungen in Verbindung gebracht werden wollt, dann lasst es einfach sein. Den Leuten gegenüber, denen es aber wichtig ist, könnt ihr aber nicht behaupten, Bestandteil der “Bewegung” zu sein. Dieser „du schadest der Bewegung“-Mist ist typisch für jede Splittergruppe, die denkt, dass alle das tun sollten, was sie tut. Der Sinn der Freiheit ist aber, zu verstehen, dass wir nicht das gleiche tun, dass wir verschiedene Beweggründe haben und dass unterschiedliche Menschen auf unterschiedliche Herangehensweisen reagieren.

Mit vielem, was Alex Jones sagt, bin ich nicht einverstanden. Ich will keine „Wiederherstellung der Republik“. Ich glaube nicht, dass das Christentum besonders hilfreich für die Freiheit ist. Ich müsste aber blind, taub und stumm zugleich sein, wenn ich nicht erkennen würde, dass er mehr getan hat, um die Glaubwürdigkeit des Staates anzugreifen als jeder andere Aktivist, den ich bisher kennenlernen durfte. Die Tatsache, dass ihr so viele Verschwörungstheoretiker im libertären Umfeld findet, sollte Beweis genug dafür sein, dass Verschwörungstheorien dazu beitragen, dass die libertäre Bewegung größer wird.

Der Libertarismus ist eine radikale Bewegung. Wenn ihr versucht, ihn mehrheitsfähig zu machen, dann verarscht ihr nicht nur euch selbst, sondern ihr tragt aktiv dazu bei, ihn zu ruinieren. Das Ziel ist nicht, Wahlen zu gewinnen. Das Ziel ist, eine Minderheit zu radikalisieren, die irgendwann so groß ist, dass Etatismus nicht mehr möglich ist. Es fällt mir schwer zu glauben, dass Millionen von Menschen, die schreien: „9/11 was an inside job!“ und „Die Antwort auf 1984 ist 1776!“ diesem Ziel schaden sollen.

Wenn es eines gibt, was der Bewegung schadet, dann sind es Leute, die die Glaubwürdigkeit der Regierung stärken – und zwar dadurch, dass sie Menschen diskreditieren, die die Regierungslügen aufdecken.

[Übersetzung: Peter Müller]

 

In diesem Sinne, viel Spaß beim schauen:


 

 

 

 

 

61 Responses to Verschwörungstheorien sind gut für Libertäre

  1. Triton sagt:

    Guter Artikel, danke für die Übersetzung. Finde Cantwell genial, er nimmt einfach kein Blatt vor den Mund. Auch sehenswert sind seine Beiträge zu Feminismus und Gewaltanwendung gegen Polizeigewalt.

    Bei diesen Themen erkennt man dann die (amerikanisch) liberal eingestellten möchtegern Libertären, die versuchen den Libertarismus der political correctness zu unterwerfen und an die breite Masse zu vermarkten.

  2. Ich muss ja jetzt unglaublich aufpassen, dass ich hier niemand diskreditiere. Ich wusste bisher auch nicht, dass es so etwas wie ein Verhaltenskodex für Libertäre gibt.

    Nun, gut. Trotzdem danke für die Übersetzung.

    Zur Sache: Es soll schon mal vorgekommen sein, dass ich auch einen Libertären als Idioten einschätzte (ob ich das dann öffentlich schrieb, ist eine andere Sache).
    Fakt ist jedenfalls, dass es wirklich wunderbar wäre, würde so manche physikalische Gesetzmäßigkeit in das – im Allgemeinen mechanische – Weltbild der Menschen passen. Ist aber nicht so. Und wenn ich dann irgendwelche Ausführungen zur Mondlandeverschwörung lese oder höre, dann muss ich einfach annehmen, dass dieser Mensch von Physik in etwa soviel Ahnung hat, wie mein Schäferhund. So ist das auch mit der angeblichen Sprengung der WTC-Türme.

    Der Grundsatz lautet nämlich: Wissen muss man mühsam lernen. Glauben braucht man nur auch zu glauben.

    Dabei gibt es so tolle Verschwörungen, welche gar keine sind. Da gibt es den Tongking-Zwischenfall (um etwas früher anzufangen) und es gibt last but not least den Irak-Krieg. Es gibt das Angebot der Taliban diesen Bin Laden auszuliefern, weit vor dem 11/9 und es gibt – um nicht ständig in die Ferne reisen zu müssen – die zahlreichen fingerten oder forcierten Bombenattentate im Zuge des RAF-Terrorismus.

    Ferner gibt es die sogenannten Nicht-Anwendungserlasse der bundesdeutschen Steuerbehörden (eine Verschwörung der besonderen Art), welche erwiesener Maßen das hochgelobte Rechtsstaatsprinzip ad absurdum führen.

    Alles staatlich beglaubigte/bestätigte „Verschwörungen“, mit welchen ich hier ganze Seiten füllen könnte. Natürlich kann man diese auch nur glauben. Muss man aber nicht, man kann sie nämlich wissen. Aber natürlich kann man damit kein Geld mit dem Buchverkauf an geistig Minderbemittelte verdienen.

    Staaten funktionieren, weil sie Ängste schüren und Hoffnungen wecken. Staaten funktionieren, in dem sie falsch Zeugnis geben. Staaten funktionieren, weil das Stimmvolk alle paar Jahre wieder gerne glauben mag (und nicht wissen will), dass sich irgendetwas an der Lügerei des Politischen ändern würde.

    Nirgendwo ist daraus der bewusste Wille zum Libertarismus erwacht. Im Gegenteil. Die amerikanische Bewegung um Ron Paul (sofern sie nicht nur als Sprachrohr dient), hat daraus genau die falschen Schlüsse gezogen und suggeriert implizit, dass man doch etwas politisch verändern könnte.

    Und es ist keine Verschwörung, wenn ich hier behaupte, dass man den Liberalismus als Staat heute erfinden müsste, wenn es ihn nicht schon gäbe. Besser kann man der sozialdemokratischen Plebs gar nicht vor Augen führen, dass diese Art Freiheit eben nicht mehrheitsfähig wäre.

    Und während zumindest die Anarchokapitalisten den Staaten Unfähigkeit, Misswirtschaft, Ineffizienz und Verschwendung berechtigt vorwerfen – was nun auch der Einfältigste bezeugen kann, hat er es mal mit einer Behörde zu tun – basiert die Mehrheit der größeren Verschwörungstheorien auf der Annahme, dass dieser bürokratische, ineffiziente, misswirtschaftliche Staatsapparat zahlreiche Staatsbeamte und Agenten derart koordinierte, dass Großes entstehen könnte. Wäre das nur im Ansatz wahrscheinlich, würde ich doch ab Morgen für die Planwirtschaft eintreten. Wer die Mondlandung gefakte bekommt, kann auch profitabel einen Großkonzern führen.

    Wer die Widersprüche und Ungereimtheiten staatlicher Untersuchungsberichte als Bestätigung seines absurden Aberglaubens nimmt, beweist dann auch nicht, dass er ein Libertärer ist, sondern dass er Staat und Bürokratie nicht verstanden hat.

    Womit sich der Kreis schließt. Staat (ob gut oder böse) kann man einfach nur glauben. Das funktioniert mit etwas weniger Hirn besser und mit viel Alkohol ganz leicht. Das Wissen über das Wesen des Staates muss man lernen. Das kann ein mühsamer Prozess sein, weil die Alternative dazu ebenfalls nicht einfach ist.

    Mit dem Liken von ausgemachten Bullshit tut man sich selbst und der Sache jedenfalls keinen Gefallen.

    Ps. Auf meinen Schreibtisch flattert fast jede Woche ein Pamphlet der Gewalt. Das ist einmal von der GEZ, dann von der IHK, von der Berufsgenossenschaft, von den Pflichtkrankenkassen, von den Ordnungsbehörden und natürlich von den Finanzämtern. Ich bin vielleicht zu blöd, um die Intension von den selbsternannten Libertären zu verstehen. Doch ich brauche weder eine gefakte Mondlandung, noch eine Addition der staatlichen Todesopfer auf den Schlachtfeldern dieser Welt, um zu begreifen, dass ich hier vom Staat ständig genötigt, erpresst und hinters Licht geführt werde. Ich würde es also mal mit arbeiten probieren, wenn ich überzeugende Gründe für die libertäre Sache suchte – und nicht mit Hyänen im Dschungel.

    • Larry sagt:

      „basiert die Mehrheit der größeren Verschwörungstheorien auf der Annahme, dass dieser bürokratische, ineffiziente, misswirtschaftliche Staatsapparat zahlreiche Staatsbeamte und Agenten derart koordinierte, dass Großes entstehen könnte“

      Wer die offizielle Theorie über den Tongking-Zwischenfall oder die fingierten RAF-Bombenattentate anzweifelte galt lange als Verschwörungstheoretiker, also sind es durchaus Verschwörungen. Und um schwere Verbrechen geht es doch meistens, die Mondlandung ist da kein gutes Beispiel. Es geht auch um die Absichten und wahren Motiven staatlicher Programme. Natürlich gibt es auch eher antiliberale Verschwörungstheorie, solche, die einen idealisierten Staat als Opfer darstellen, aber gerade diese Gattung ist heute wenig verbreitet, die allermeisten sehen den Staat als Täter. S. auch dieser Artikel von Rothbard:

      http://archive.lewrockwell.com/rothbard/rothbard170.html

      • Richtig. Die meisten Regierungslügen sind eine Beleidigung für jeden intelligenten Menschen. Deshalb kritisieren geniale Libertäre wie Murray Rothbard diese Lügen und deshalb bekamen zum Beispiel meine Bücher höchstes Lob von den führenden deutschen Libertären.

        Ich werde mich daher nicht auf das geistige Niveau von Kleinkindern begeben, nur damit sich unterbelichtete Menschen besser fühlen.

        • nlen sagt:

          „Die meisten Regierungslügen sind eine Beleidigung für jeden intelligenten Menschen.“

          Das Wort „Beleidigung“ gibt es im libertären Sinne überhaupt nicht. Oder es bedeutet, sich von der Wahrheit getroffen zu fühlen. Also das krasse Gegenteil von dem, wie „Beleidigung“ üblicherweise verwendet wird, auch im StGB. Ein intelligenter Mensch hat das also gar nicht nötig. Also wenn dann handelt es sich um eine Verleumdung. Aber von wem?

          „Deshalb kritisieren geniale Libertäre wie Murray Rothbard diese Lügen“

          Weshalb jetzt?

          “ und deshalb bekamen zum Beispiel meine Bücher höchstes Lob von den führenden deutschen Libertären.“

          führende Libertäre – LOL.

          • Larry sagt:

            „Weshalb jetzt?“

            Rothbard ist 1995 verstorben. Sollte für jeden Libertären zum Grundwissen gehören…

          • nlen sagt:

            seufz

            Janich hatte eine Behauptung aufgestellt und „Deshalb“ angefügt. Ich hatte die Behauptung widerlegt. Nun warte ich auf eine Verbesserung, oder auch nicht.

          • sniko sagt:

            nlen: so sehr ich Deine Eigentums-Konsens Analyse genial finde, wozu musst Du hier den Überflieger raushängen lassen?
            Jeder, der nicht auf arrogante Konfrontation per Rosinenpicken aus ist, versteht den Satz mit „Beleidigung für jeden intelligenten Menschen“ so:
            Die Regierung erzählt Schwachsinn, indem sie das tut impliziert sie dass es Leute gibt die das glauben (und indem sie das an alle richtet und alle für die Folgen des Schwachsinns zahlen lässt, ist man zwangsweise angesprochen) . Damit wiederum impliziert sie, dass jeder Angesprochene ein Depp ist. Das ist eine Beleidigung, die man natürlich frei ist zu ignorieren oder sonstwie zu interpretieren.
            Ich weiß, man kann jetzt meine Erklärung auch akademisch ad absurdum führen, und kaum jemand wird Dir da ebenbürtig sein, aber darum geht es hier nicht.

            Oliver: Dito, hier geht es nicht um persönliche Dinge wie Niveaus irgendwelcher Kindergärten-IQs. Wozu die Sticheleien? Die anarchische Szene wartet nur darauf, sich in möglichst kleine Grüppchen zu zerstreiten, und wird dadurch in einem Teufelskreis nur immer frustrierter, streitwütiger und damit unattraktiver. Ich weiß, man sollte so etwas locker abkönnen, die Praxis ist aber leider und bekanntermaßen meist dünnhäutig.

            Und jetzt werden sicher beide Mentoren über mich NULL herfallen, aber dann habe ich wenigstens zwischen ihnen was bewirkt 😉 .

          • Hermann Messmer sagt:

            like @ sniko

          • nlen sagt:

            „Die Frage ist, ob die wenigen jungen Menschen die tatsächlich das Potential hätten etwas für die Freiheit zu erreichen, das überhaupt tun könnten wenn sie nie etwas vom Libertarismus erfahren würden. Ich behaupte jetzt einfach mal das du einiges für die Freiheit erreicht hast … Jetzt frage ich mich aber natürlich wie du selbst in die Lage gekommen bist deine fraglos intelligenten Beiträge dafür leisten zu können. Ich vermute mal stark das auch du Menschen dafür danken musst denen es am Herzen lag freiheitliche Ideen zu verbreiten. Qualität ist ohne Quantität a priori eben nicht möglich.

            Ich bin nicht durch teure Kampagnen darauf gekommen, sondern einfach über das Internet mit Gleichgesinnten, weil mich die Sache brennend interessiert hat.

            Der übliche Fehler ist der: Es geht um Anarchokapitalismus. Ihr glaubt aber, bzw. ihr ignoriert den Sachverhalt, dass man Anarchokapitalismus nicht durch etwas anderes als Anarchokapitalismus erreichen kann, also nicht durch politischen Aktionismus irgendwelcher Art. Eine schlüssige Theorie muss immer selbstkonsistent sein.
            Genau deshalb ist eure politische Aufklärung auch zum Scheitern verurteilt.
            Im Kapitalismus hat man Unternehmen und Institutionen, die ihr Eigeninteresse verfolgen und um Kunden werben.

          • nlen sagt:

            Sniko, lies Dir mal meinen Beitrag von Storkow durch. Da geht es um die Fehler unserer anarichischen Bewegung. Und Bewegung meine ich durchaus negativ besetzt.

            Eins der Probleme ist, dass ihr euch darin verausgabt, den Staat zu bashen, bzw. alles was über den Staat über den Ticker kommt.

            Das ist nicht der Weg zur Freiheit. So hätte sich Rothbard auch einiges von seinen zweifellos guten Büchern sparen können. Die Österreicher haben sich z.B. intensivst mit Karl Marx beschäftigt. Für die Theorie relevant ist das aber kaum.

            Und solange die Möchtegern-Anarchisten das nicht verstanden haben, worauf es ankommt, aber meinen, sie könnten mal wieder eine Show abziehen, wird sich der Streit auch nicht auflösen.

            Im Übrigen kommt es nicht auf Menge an, sondern auf Menschen, die wirklich was verstehen und bewegen können. Und ich habe nicht das Gefühl, dass ich das mit Oliver Janich tun kann, obwohl da viel Übereinstimmung ist. Aber die Strategie ist falsch. Zum Teil sogar die Grundlagen. Und trotzdem liest man immer wieder die selbe Großkotzigkeit.

          • michael sagt:

            auch wenn ich in einigen themen mit oli nicht übereinstimme, kann man ihm nicht vorwerfen, er würde dinge nicht bewegen…
            er hat mmn mehr bewegt, als alle seine kritiker zusammen.

            „Aber die Strategie ist falsch.“
            naja, die realität zeigt das gegenteil… nicht das jede seiner strategien richtig sind( welche sind das schon), jedoch haben seine bücher viel bewegt und seine videos ( interviews…).

            aber klar, nicht jeder gleichdenkende paßt zusammen, wenn es ums kooperieren geht, was auch nicht schlimm ist… vielfältigkeit ist eher ein vorteil als ein nachteil.

          • nlen sagt:

            Erst mal kotzt mich der Terminus ‚bewegen‘ oder ‚Bewegung‘ an.
            Zweitens: Wie misst man, was jemand geleistet hat? Dann könnte ich ja auch Mel Gibson als Held darstellen, weil der mal ganz energisch das Wort Freiheit gerufen hat. Aber das ist ja offensichtlich irgendwie nicht das Entscheidende. Im Übrigen hat die USA schon lange ein fettes libertäres Coaching. Und? Hat es was geholfen?
            Drittens: Ich gehöre sicher nicht zu den bekannten Kritikern und es liegt mir auch fern, hier jemanden kritisieren zu wollen.
            Viertens: Vielfalt hin oder her. Die bestand z.B. darin, dass ich auf FB entfreundet wurde, weil ich den Begriff „libertäre Partei“ als Widerspruch in sich bezeichnet habe, worauf man mir und anderen dann vorwarf, dass dies ja unlogisch sei.

          • michael sagt:

            „Erst mal kotzt mich der Terminus ‘bewegen’ oder ‘Bewegung’ an.“
            ja, bin damit auch nicht glücklich…

            „Zweitens: Wie misst man, was jemand geleistet hat? Dann könnte ich ja auch Mel Gibson als Held darstellen, weil der mal ganz energisch das Wort Freiheit gerufen hat.“
            sicherlich kann man es nicht bis auf die letzte person genau sagen.
            es gibt trotzdem einige indikatoren, die man zur hilfe nehmen kann…vor allem auch indikatoren, wo man willentlich ignorant sein muß,
            um sie nicht zu sehen.

            “ Im Übrigen hat die USA schon lange ein fettes libertäres Coaching. Und? Hat es was geholfen?“
            ?

            „Drittens: Ich gehöre sicher nicht zu den bekannten Kritikern und es liegt mir auch fern, hier jemanden kritisieren zu wollen.“
            ich weiß 🙂 kommt auch nicht so rüber…

            „Viertens: Vielfalt hin oder her. Die bestand z.B. darin, dass ich auf FB entfreundet wurde, weil ich den Begriff “libertäre Partei” als Widerspruch in sich bezeichnet habe, worauf man mir und anderen dann vorwarf, dass dies ja unlogisch sei.“

            so meinte ich vielfalt natürlich nicht…
            es sollten die grundprinzipien gleich sein..das sollte die basis sein für eine vielfalt verschiedener menschen, die miteinander verschiedene ansätze angehen.

            es ist ja nicht so, daß wir unkritisiert bleiben von vielen inkonsequenten libertären…oder auch von konsequenten libertären, die in einer analketten-traumwelt leben.

          • Larry sagt:

            @ nlen

            „Im Übrigen hat die USA schon lange ein fettes libertäres Coaching. Und? Hat es was geholfen?“

            Und wie! Ich verfolge nun die US-Szene seit über einem Jahrzehnt und Sie können sich gar nicht vorstellen, wie dramatisch sie sich verändert hat. Zurzeit von Rothbard waren die Libertären eine ganz kleine Gruppe, heute bilden sie eine der Hauptströmungen im Land, vor allem bei den Jungen, was deren Zukunftspotenzial unterstreicht.

          • nlen sagt:

            Nochmal. Hat es was geholfen?

            Das Anwachsen einer libertären Masse, die nicht weiß, was zu tun ist, hilft ja allein nicht.

            Die LP hatte sowieso schon mal 20%. Selbst das war nicht nachhaltig.

            Die Regierung sitzt die Probleme einfach aus. Anscheinend funktioniert das Spielchen solange, bis der Staat von selbst einknickt. Wozu braucht es dann massenhaft Libertäre?

          • michael sagt:

            die frage ist, was du unter „geholfen“ verstehst

          • Larry sagt:

            @ nlen

            Woher nehmen Sie die 20%? Das beste Resultat bei Präsidentschaftswahlen lag 1980 bei 1,06%. Bei den Kongresswahlen lag sie 2002 bei 1,74% (Senat).

            http://en.wikipedia.org/wiki/Libertarian_Party_%28United_States%29#Size_and_influence

            „Das Anwachsen einer libertären Masse, die nicht weiß, was zu tun ist, hilft ja allein nicht.“

            Viele wissen es, alle wissen, was zumindest *nicht* zu tun ist (neue Kriege zu starten, den Staat auszubauen usw.). In einer Zeit, da der atomare Holocaust droht, ist das alleine schon äusserst wichtig.

            „Wozu braucht es dann massenhaft Libertäre?“

            Dito. Auch für einen möglichst glimpflichen Übergang zu einer staatslosen Gesellschaft.

          • nlen sagt:

            Helfen heißt, dass es auf eine bestimmte Art effektiv ist, den Staat nachhaltig zu Fall bringen zu können.

            Der Lib. ist ja dann nicht mal annähernd mehrheitsfähig. Und das im Mutterland des Gründers.

            Ich habe nicht das Gefühl, dass der atomare Holocaust droht, aber wenn, dann entscheidet die Regierung über Kriegseinsätze nach politischer Großwetterlage und bestimmt nicht ein paar Hunderttausend, die libertär kategorisiert werden.

          • michael sagt:

            der prozess in richtung freie gesellschaft braucht zur qualität auch eine gewisse quantität… zu dieser hat der ron paul hype unbestreitbar geholfen.

            wäre das ganze geld und die energie an einer anderen stelle effektiver gewesen? im falle von ron paul, weiß ich das nicht genau….ist eh schwer zu sagen, was wäre wenn…

            wo ich mir ziehmlich sicher bin ist, daß dieses phänomen einzigartig war, vor allem nur möglich in den usa, durch die geschichte amerikas.

            sowas halte ich in anderen ländern wie deutschland für nicht möglich, weil wir viel zu sehr sozialistisch demoralisiert wurden.

            in deutschland haben wie ich bei kurt geschrieben habe, janich mit benesch zusammen den hype gebracht…also 2 leute aus der infokriegergemeinschaft… fwf spielt da auch eine signifikante rolle, würde ich sagen…. ich habe janich anfangs auch mit meinem channel geholfen, vor fwf .

            ich komme auch vom infokrieg und habe denke ich mal mit fwf auch einen guten beitrag geleistet, neue menschen zu erreichen…gerade weil wir neue wege gegangen sind und versucht haben, aus den fehlern zu lernen.

            das wichtige ist, seine kompetenzen zu kennen… ich habe das gefühl, daß viele analkettenlibertäre, die hier kommentieren, sich ihrer kompetenzen nicht bewußt sind 😉

          • nlen sagt:

            „der prozess in richtung freie gesellschaft braucht zur qualität auch eine gewisse quantität… zu dieser hat der ron paul hype unbestreitbar geholfen.“

            Inwiefern? Was macht die ursprüngliche Menge überhaupt, um eine freie G. zu erreichen? Ich würde sagen, fast nichts, außer Bier trinken, quatschen, dummes Zeug labern, Etatismus bashen etc.

            Und das soll durch mehr Leute besser werden?

            Dreimol Null es Null es Null
            Denn mer woren en d’r Kayjass en d’r Schull

            „wäre das ganze geld und die energie an einer anderen stelle effektiver gewesen?“

            Natürlich. Für die Summen, um die die es bei diesen Kampagnen geht, könnte man ja ganze Fernsehsender anmieten.

          • michael sagt:

            lets agree to disagree

          • Equality 7-2521 sagt:

            @ nlen

            Die Frage ist, ob die wenigen jungen Menschen die tatsächlich das Potential hätten etwas für die Freiheit zu erreichen, das überhaupt tun könnten wenn sie nie etwas vom Libertarismus erfahren würden. Ich behaupte jetzt einfach mal das du einiges für die Freiheit erreicht hast … Jetzt frage ich mich aber natürlich wie du selbst in die Lage gekommen bist deine fraglos intelligenten Beiträge dafür leisten zu können. Ich vermute mal stark das auch du Menschen dafür danken musst denen es am Herzen lag freiheitliche Ideen zu verbreiten. Qualität ist ohne Quantität a priori eben nicht möglich.

          • Larry sagt:

            @ nlen

            „Der Lib. ist ja dann nicht mal annähernd mehrheitsfähig. Und das im Mutterland des Gründers.“

            Wie schon bemerkt, er wird es spätestens dann, wenn die Staaten dieser Welt allesamt bankrott gehen und das könnte seht bald passieren, viel früher, als viele ahnen.

            „Ich habe nicht das Gefühl, dass der atomare Holocaust droht“

            Es wird von Nato-Seite ganz klar versucht, Russland zu einem Krieg gegen die Ukraine zu provozieren, also ein Vorwand für eine weitere Aufrüstung und Expansion auf Nato-Seite, das kann sehr schnell gefährlich werden. In den 1980er Jahren fehlt nicht viel, und wir wären heute nicht da am debattieren:

            http://www.theatlantic.com/international/archive/2013/05/the-ussr-and-us-came-closer-to-nuclear-war-than-we-thought/276290/

            „aber wenn, dann entscheidet die Regierung über Kriegseinsätze nach politischer Großwetterlage und bestimmt nicht ein paar Hunderttausend, die libertär kategorisiert werden“

            Klar, aber dann kommt es eben schon darauf an, wer in der Regierung sitzt und da kann eine Ron Paul Revolution eben schon viel ändern. Die Frage ist eben nicht nur, Libertär oder nicht, sondern auch Neocon/Globalist oder nicht. Ein Rand Paul wäre eben schon ein grosser Schritt in die richtige Richtung ggü. der jetzigen Politmafia.

          • nlen sagt:

            Ich bin nicht durch teure Kampagnen darauf gekommen, sondern einfach über das Internet mit Gleichgesinnten, weil mich die Sache brennend interessiert hat.

            Der übliche Fehler ist der: Es geht um Anarchokapitalismus. Ihr glaubt aber, bzw. ihr ignoriert den Sachverhalt, dass man Anarchokapitalismus nicht durch etwas anderes als Anarchokapitalismus erreichen kann, also nicht durch politischen Aktionismus irgendwelcher Art. Eine schlüssige Theorie muss immer selbstkonsistent sein.
            Genau deshalb ist eure politische Aufklärung auch zum Scheitern verurteilt.
            Im Kapitalismus hat man Unternehmen und Institutionen, die ihr Eigeninteresse verfolgen und um Kunden werben.

    • Larry sagt:

      „Die amerikanische Bewegung um Ron Paul (sofern sie nicht nur als Sprachrohr dient), hat daraus genau die falschen Schlüsse gezogen und suggeriert implizit, dass man doch etwas politisch verändern könnte.“

      Kein Mensch in der heutigen Zeit hat wohl mehr Menschen für den Liberalismus gewonnen als Ron Paul. Viele habe sich ganz im Gegenteil von der Parteipolitik nach den 2 misslungenen Wahlkämpfen distanziert, weil sie gesehen haben, wie das wirklich funktionierte. Andere sind geblieben, sind jedoch daran, die Republikanische Partei stark zu verändern und zwar in die richtige Richtung. Was soll da schlecht daran sein?

      • nlen sagt:

        Wie treibt man eine Zecke in die richtige Richtung?

        • Larry sagt:

          Indem man ihr zeigt, dass der Staat das Problem ist.

          • nlen sagt:

            Na bestimmt nicht das Problem für die Zecke.

          • Larry sagt:

            Doch, der Staat wird irgendeinmal fatalerweise das Problem für alle, selbst für die grössten Staatsprofiteure. Aber die Mehrheit wird nicht auf sie warten, sie wird vorher aufbegehren.

          • nlen sagt:

            Die Mehrheit wird wieder nach Staat rufen.

          • Larry sagt:

            Nach dem Bankrott sämtlicher Staaten, wenn sich all die akkumulierten Versprechungen innert kürzester Zeit in Luft auflösen, da bin ich mir gar nicht sicher, dass sie noch nach einem dann ohnehin äusserst schwachen Staat rufen. Sicher kommt noch das Spiel mit der Hyperinflation, aber das dauert bekanntlich nicht lange. Ich denke, danach hat es eine Mehrheit oder zumindest eine genügend starke Minderheit (ein grosser Teil verhält sich ohnehin stets passiv) es begriffen haben wird.

          • michael sagt:

            ron paul hat ja selber am ende gesagt, daß er politisch nichts erreicht hat… man kann aber nicht abstreiten, das er dem libertarismus grad in der jugend, einen push gegeben hat.

          • Larry sagt:

            Ja, es ging ihm auch alleine darum. Wer die beiden Wahlkämpfe verfolgt hat, weiss es mit Bestimmtheit.

  3. sandman sagt:

    „Die Tatsache, dass ihr so viele Verschwörungstheoretiker im libertären Umfeld findet, sollte Beweis genug dafür sein, dass Verschwörungstheorien dazu beitragen, dass die libertäre Bewegung größer wird.“

    Aus meiner Sicht ist es schlicht nicht relevant, sich mit solchen Theorien zu beschäftigen. Nur durch objektive Untersuchungen mit widerspruchsfreien Ergebnissen oder durch Geständnisse bestünde die Chance, Gewissheit über die Zusammenhänge beschriebener Phänomene zu erhalten.

    Eine Verschwöhrungstheorie hat es immer leichter, bei Menschen Gehör zu finden, die generell skeptisch gegenüber allem ist, was sich „offiziell“ schimpft. Sie ist nämlich im Gegensatz zu einer offiziellen Theorie flexibel.
    Gibt es in der offiziellen Theorie auch nur einen Zusammenhang, der nicht restlos geklärt werden kann, gerät sie sofort ins Kreuzfeuer. Eine „Verschwöhrungstheorie“ kann jedoch gefahrlos „angepasst“ werden. Birgt sie Ungereimtheiten, werden diese eben solange modifiziert, bis es passt.

    Wo genau steckt da der Wert?

    Es ist doch völlig klar, dass Menschen lügen, wenn es ihnen nützt. Das gilt für Typen in einer Regierung genauso, wie innerhalb des sogenannten Infokriegs oder sonst wo.

    Die ganzen bisher bestätigten Schweinerein von Regierungen haben aus freiheitlicher Sicht nichts bewirkt. Die apathischen Massen juckt das nicht, solange sie sich vom System Staat mehr Nutzen erhoffen, als von Alternativen.
    Es spricht nichts dafür, dass sich das ändert, weil man auf irgendwelche Chemtrails oder sonst was hinweist.

    • Larry sagt:

      Eine effiziente Untersuchung (sofern nicht gerade offensichtliche Indizien oder Beweise vorliegen, die einem direkt zur Wahrheit führen) fusst immer auf Hypothesen und Theorien. Alles mögliche zu untersuchen wäre total ineffizient, weil es viel zu viel Zeit in Anspruch nehmen würde. Man muss mit einer Hypothese/Theorie anfangen und dann *gezielt* Beweise in diese Richtung suchen. Wer das tut handelt rational, nichtsdestotrotz wird er schnell mal als Verschwörungstheoretiker gebrandmarkt, sobald seine Theorie tragende Glaubensstrukturen des Mainstreams in Frage stellt. Die heutige Diskussion bez. Verschwörungstheorien wurde wegen der vielen Verschwörungstheorien auf dem Internet gestartet und dort findet man vorzüglich US-Verschwörungstheorien, die bereits vor dem Internetzeitalter über Bücher, Radios und Zeitschriften verbreitet wurden (weil in den USA die kritische Grösse und die Meinungsäusserungsfreiheit vorhanden ist, um einen solchen Markt entstehen zu lassen und weil das Misstrauen gegenüber der Obrigkeit tief in der US-Kultur und Geschichte verankert ist). Deshalb ist es nützlich, sich über die Geschichte des Begriffs „conspiracy theory“ in den USA zu erkundigen und bereits eine Wikipedia-Suche ist das sehr lehrreich:

      „Originally a neutral term, since the mid-1960s it has acquired a somewhat derogatory meaning, implying a paranoid tendency to see the influence of some malign covert agency in events.“

      http://en.wikipedia.org/wiki/Conspiracy_Theory#Acquired_derogatory_meaning

      Wie ist es dazu gekommen? Die CIA und ihre Komplize in den Mainstream-Medien haben dafür gesorgt:

      http://tangibleinfo.blogspot.ch/2011/02/word-conspiracy-theory-was-invented-by.html
      http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/james-f-tracy/-verschwoerungstheorie-grundlagen-eines-totschlagarguments-.html

      Es gab also ganz klar eine Staatspolitik, die Zweifler der offiziellen Theorie (Warren Commission Report) als paranoide Spinner zu diskreditieren. Und dasselbe Muster erkennt man seitdem immer wieder, ganz besonders natürlich zu 9/11.

      • sandman sagt:

        Das ist alles für den Libertarismus nicht wichtig, dafür gibt es ja den sogenannten Infokrieg als Betätigungsfeld. Da kann man nach Herzenslust preppen, auf Rotschild schimpfen und seine Fantasien ausleben. Keinen Meter führt uns das näher an eine Gesellschaft ohne Gewaltmonopol, denn nur das wäre eine wirkliche Alternative. Auch Ron Paul, so sympathisch ich ihn auch finde, konnte diese Alternative von seiner politischen Kanzel nicht fordern, und das ist ja das Dilemma. Er gab seinen Anhängern die Hoffnung, man können DEN RICHTIGEN wählen und würde so alles zum Guten wenden. Weit gefehlt. Trotz seiner Achtungserfolge blieb er völlig chancenlos.

        Es wäre viel wichtiger, die Gründe dafür zu finden, als ständig mit dem Finger auf Verbrechen des Staates zu zeigen, die man nicht beweisen kann.

        • Larry sagt:

          Der Infokrieg ist natürlich Teil des liberalen/libertären Kampfes, nicht nur im Bereich Verschwörungen, sondern allgemein. Und es geht nicht darum, Fantasien auszuleben, sondern Indizien und Beweise zu erforschen und die Lügen der Regierungen und ihren Lakaien in den Medien immer wieder zu kontern. Eine Gesellschaft ohne Gewaltmonopol erfordert tiefgreifende Änderungen in der Glaubensstruktur der Menschen und das erfordert, dass sie jegliches Vertrauen in alle Politiker verlieren – letztendlich selbst in Ron Paul, wobei er ja nie wirklich Präsident werden wollte, es ging ihm vorerst darum, die liberale Botschaft zu verbreiten und da ist ein nationaler Wahlkampf nun mal sehr wirksam. S. auch was ich oben geschrieben habe bez. Folgen der Paul-Wahlkämpfe. Sein Sohn steht heute an der Spitze der Republikanischen Kandidaten in den Umfragen und selbst wenn er viele Kompromisse eingeht wäre seine Wahl ein sehr grossen Schritt in die richtige Richtung. Man denke nur, dass die heutige Politmafia nicht davor zurückschreckt, einen atomaren Krieg zu riskieren…

          Die Gründe, weshalb Paul nicht mehr Stimmen machte sind klar: die Mainstream-Medien und die Republikanische Partei haben alles daran gesetzt, damit er so wenig Stimmen macht wie möglich. Da wurde manipuliert und gefälscht, was das Zeugs hält. Und jene, die darauf aufmerksam machten, wurden nicht selten als Verschwörungstheoretiker gebrandmarkt, das Thema Wahlfälschungen wird total tabuisiert, genau so wie viele andere Staatsverbrechen.

          • nlen sagt:

            Ja und? Paul wäre auch ermordet worden. Das zeigt doch nur, dass es so nicht geht.

            Im Übrigen hatte Goldwater, der seinerzeit auch zu den Freimarktlern zählte, auch Atomgelüste gegen Vietnam. Dem ganzen Scheiß ist nicht zu trauen. Und Du wärst der Letzte, dem ich meine Zukunft anvertrauen würde.

          • Larry sagt:

            Wenn Paul tatsächlich gewählt worden wäre, ja, dann wäre eine Ermordung keine unwahrscheinliches Szenario gewesen (man kann sich auch ein impeachment aufgrund inszenierter Tatbestände vorstellen, s. Nixon). Aber gerade der Kennedy-Mord hat vielen Menschen die Augen geöffnet. Märtyrer haben bekanntlich einen sehr starken Einfluss, meistens mehr als Lebendige.

            Goldwater war innenpolitisch klar liberal (wenn auch nicht so stark wie Paul), aber aussenpolitisch war er, wie Sie richtig schreiben, ein Kriegstreiber (ganz im Gegensatz zu Paul). Damit hinkt der Vergleich.

            Man darf niemandem sein Leben vertrauen, am allerletzten Politikern.

          • nlen sagt:

            Der Vergleich hinkt deshalb nicht, weil Goldwater „libertäre“ Verehrer hat.

            Märtyrer: Du klammerst Dich auch an den letzten Strohhalm.

            Und selbstverständlich hätte man es so gedreht, dass er an einem natürlichen Tod gestorben sei.

          • Larry sagt:

            „Der Vergleich hinkt deshalb nicht, weil Goldwater “libertäre” Verehrer hat.“

            Nicht als Idealkandidat, aber als einer, der wenigstens noch ein Minimum ehrlich und gegen das kriminelle Establishment war, also einer, den man klar einem Obama, Bush, Clinton usw. vorziehen kann. Aber Rothbard hatte ihm einen linken Pazifisten vorgezogen und beklagte sogar, die Angriffe gegen Goldwater seien zu mild (er wollte, dass mit einem Werbefilm, der den nuklearen Holocaust zeigt, geworben wird, was als „zu extrem“ abgelehnt wurde). Es stimmt vollkommen (und er schreibt selbst darüber), dass Rothbard damals unter Libertären völlig isoliert war, aber heute sieht das eben ganz anders aus: die ganze Ron Paul Revolution ist rothbardianisch. Rothbard selbst war noch nie so populär wie heute. Heute sind die kriegstreibenden Libertäre völlig isoliert.

            „selbstverständlich hätte man es so gedreht, dass er an einem natürlichen Tod gestorben sei“

            Die Paul-Anhänger würden es jedoch nie glauben, die würden es selbst dann nicht glauben, wenn er tatsächlich an einem natürlichen Tod gestorben wäre.

  4. Der obige Artikel lautet: »Verschwörungstheorien sind gut für Libertäre«. Dann werden Verschwörungstheorien mit »Informationen« gleichgesetzt, welche »üblicherweise als „Verschwörungstheorien“ bezeichnet werden.«

    Schließen tut der Artikel mit »Wenn es eines gibt, was der Bewegung schadet, dann sind es Leute, die die Glaubwürdigkeit der Regierung stärken – und zwar dadurch, dass sie Menschen diskreditieren, die die Regierungslügen aufdecken.«

    Das ist eristische Dialektik a la Schopenhauer. Disputiere um Recht zu behalten. So ist dann auch eben dieser Schlusssatz für jeden Libertären kritikimmunisiert. Denn welcher Libertäre möchte schon der Bewegung schaden, wer von ihnen, die Glaubwürdigkeit der Regierung stärken?

    Im Kontext des Artikels, sagt aber dieser Schlusssatz, dass jeder verzapfte Bullshit gegen die Regierung, die Glaubwürdigkeit dieser schwäche und im Umkehrschluss die libertäre Idee stärke.

    Das ist nichts anderes als ein Versatzstück aus dem politischen Tollhaus. Tausend Mal erlebt, tausend Mal entlarvt, tausend Mal vergessen. Die Bush-Administration machte mit der Behauptung, der Irak würde Chemiewaffen lagern nichts anderes. Sie wusste, es war frei erfunden und sie versuchte noch nicht einmal, die entsprechende »Beweise« nachträglich zu forcieren.

    Es war übrigens kein Verschwörungstheoretiker notwendig, diese Verschwörung zu Lasten des Iraks als ausgemachten Blödsinn zu entlarven. Leider kostete dieser Blödsinn zwischen 100.000 und 200.000 Zivilisten das Leben.

    Offensichtlicher Massenmord ohne erkennbaren Nutzen, vorbereitet durch dilettantisch präsentierte Lügenmärchen, exekutiert mit unmenschliche Machenschaften und dann … Ja dann kam wohl die Wettershow. Am nächsten Tag wurde eine andere Sau durchs Dorf getrieben und der Heilige Obama verkündete: »Ja, wir können.«

    Wie viele Anhänger hat denn die libertäre Szene durch diese Tatsachen gewonnen? Zwei, drei, vielleicht hundert? Hat die ganze tödliche Schmierenkomödie irgendwo signifikant das politische Gefüge auch nur tangiert? Nichts dergleichen. Die Dumpfbacken haben sich einfach einen anderen Verbrecher als Präsidenten gewählt und inständig gehofft, dass man sie jetzt endlich einmal zwangsweise krankenversichern würde.

    Doch der Schreiberling des obigen Artikels erwähnt diese Tatsachen erst gar nicht. Er suggeriert, dass es »uns« nutzen würde, erzählte irgend ein Schwachkopf etwas von der jüdischen Weltverschwörung, irgendetwas von gesprengten WTC-Türmen, irgendetwas von einer gefakten Mondlandung usw. Und eine Kritik an derartigen »Informationen« wäre ungerechtfertigt, da man sie ja nicht widerlegt hätte.

    Sorry! Ich kann noch nicht einmal die »Information« widerlegen, dass meine Frau Mutter ein Krokodil war. Denn sie wurde nach ihrem Tod verbrannt. Und wer sagt denn überhaupt, dass ich ihr Sohn bin, sind doch gerade Krokodile dafür bekannt, dass sie kleine Menschenkinder rauben.

    Bitte anschnallen! Auch diese »Information« schadet der Glaubwürdigkeit der Regierung, denn würde sie die verkleideten Krokodile nicht schützen, könnten diese ja nicht die kleinen Kinder rauben.

    Damit ich nicht falsch verstanden werde. Ich glaube einem Politiker überhaupt nichts und traue den staatlichen Machtapparaten jedes Verbrechen zu. Warum? Es ergibt sich bereits aus der Logik des politischen Machterhalts. Es ist historisch zigfach erwiesen. Ich erfahre die staatliche Nötigung, Erpressung, Gewaltdrohung und Willkür im täglichen Leben.

    Aber dies alles kümmert weder meine Frau, meine Nachbarn, meine Geschäftspartner noch sonst einen meiner Bekannten, obwohl ich Tage, Wochen und Monate mit Fakten und Tatsachen meine Einstellung verdeutlichte. Nur ein Idiot könnte in dieser Situation auf die Idee kommen, ich müsse es jetzt einmal mit nicht falsifizierbaren »Informationen« versuchen. Und widerlegte mir jemand meine Phantasien, so wäre er entweder mein Feind oder Teil der Verschwörung.

    Gute Nacht, Freunde!

    • michael sagt:

      „Wie viele Anhänger hat denn die libertäre Szene durch diese Tatsachen gewonnen? Zwei, drei, vielleicht hundert?“ „Doch der Schreiberling des obigen Artikels erwähnt diese Tatsachen erst gar nicht.“

      es fängt erstmal damit an, das es fwf ohne infokrieg in dieser form nicht geben würde…

      es würde weiterhin die üblichen libertären seiten geben, die am tag die 10 selben leute lesen und sich evt mal 5 leute dort hinverirren.

      es gibt viele mediale multiplikatoren für anarchie, die aus der infokriegszene kommen(zb corbettreport..). ron paul, der ja unbestrittenden großen libertären hype ausgelöst hat und nicht “ Zwei, drei, vielleicht hundert? „, sondern bestimmt 100.000de (oder vielleicht sogar millionen?), und das weltweit. und was hat ron paul mit ik zu tun? tja, es ist schwer darüber zu urteilen, wenn man sich in diesem thema überhaupt nicht auskennt….das sieht man an deinem kommentar kurt. den großen push+spendengelder wurden durch infokrieger mobilisiert über die alex jones show…die hat ron paul selber gesagt.

      wer hat in deutschland den libertarismus zu vielen menschen gebracht? oliver janich, dem infokrieger, mit seinen beiden büchern und der parteigründung…alle libertären analkettenblogs zusammengenommen, haben nicht annähernd so viel bewegt, wie janich alleine, mit seinen vt büchern… selbst benesch liegt weit vor den gesammelten analkettenblogs und leuten.

      so, wenn wir jetzt mal zahlen versuchen zu vergleichen: menschen die in jüngster zeit direkt oder indirekt durch den ik aufgeweckt wurden, mit denen die mit hochintelektuellen analkettenlibertären aufgeweckt wurden. analkettenlibertäre ist ein salopper begriff, der die libertären beschreibt, die jahrelang zu zehnt untereinander intelektuelle analketten bilden, monatelang über punkt und komma reden, was kaum eine sau versteht, ausser sie und auch keine sau interessiert.

      also lieber kurt…diese zahlen hier: “ Zwei, drei, vielleicht hundert? “ treffen wenn überhaupt, zur analkettenfraktion wenns um die bösen vt´ler geht, tust du einfach mal locker 3 nullen dazu.

      Es ist natürlich auch immer interessant zu schauen, wieviele leute die deine meinung vertreten, selber menschen zum libertarismus gebracht haben, um einfach mal zu schauen, wie kompetent du im umsetzen bist, neue libertäre zu gewinnen.

      Ich lasse mich gerne eines besseren belehren, aber ich würde mal nicht sagen, das die libertäre-rundschau, viele leute zum libertarismus gebracht hat… im vergleich zu leuten wie janich, sollte die zahl verschwindend gering sein.
      Hat deine libertäre rundschau o.ä., den hype der letzten jahre ausgelöst oder andere, wie oben beschrieben?
      Deinen intellekt und theorien in allen ehren, aber du wärst einer der letzten, die ich anhauen würde, wenn es mir darum geht, kompetente leute zu finden die mir zeigen, wie man viele menschen zum libertarimus bringt… ich würde das eher als negativbeispiel nehmen…bzw habe es als negativbeispiel genommen und siehe da, fwf brauch sich im ergebnis auch nicht hinter jemanden verstecken, wenn es darum geht, neue menschen erreicht zu haben und weiterhin zu erreichen.

      Um nochmal den ausgangskommentar aufzugreifen, auf den ich eingegangen bin:
      „“Wie viele Anhänger hat denn die libertäre Szene durch diese Tatsachen gewonnen? Zwei, drei, vielleicht hundert?“ „Doch der Schreiberling des obigen Artikels erwähnt diese Tatsachen erst gar nicht.“ „

      er erwähnt es nicht, weil diese tatsache falsch ist, es ist natürlich unmöglich zu sagen, wer genau durch welche aufgedeckte lüge am ende den weg zum libertarismus gefunden hat, aber es ist einfach zu sagen, daß die analkettenlibertäre mehr zeit in taten stecken sollten, anstatt sich weiterhin
      selber auf die schulter zu klopfen und auf leute zu warten, die den libertarismus wirklich unter die leute bringen.

      Ich weiß nicht ob es einfältigkeit,ignoranz oder etwas anderes ist, was „euch“ dazu bringt, auf die selben unerfolggreichen strategien zu setzen…

      solch mmn ignoranten kommentare überzeugen mich eh nicht; mich überzeugen taten.
      Wenn seitenlange hochintelektuelle abhandlungen die fast niemand liest und schon garnicht versteht, eine große masse überzeugen würde libertär zu werden, dann wäre ich der erste, der dies auch pushen würde.

      lg

      • nlen sagt:

        „wenn es mir darum geht, kompetente leute zu finden die mir zeigen, wie man viele menschen zum libertarimus bringt“

        Darum geht es einem echten Anarchisten überhaupt nicht.

        Suchst Du Anhänger, suche Nullen.
        Nietzsche

        Was nützt die Masse, wenn sie eh zu wenig kapiert, wenn sogar die „führenden Libertären“ zu wenig kapieren?

        • michael sagt:

          „Darum geht es einem echten Anarchisten überhaupt nicht.“
          mir geht es auf jeden fall darum, viele menschen zu inspirieren, sich über widersprüche gedanken zu machen.
          ich weiß nicht, warum du bücher und onlineartikel schreibst, aber du bräuchtest dies nicht machen, wenn du niemanden erreichen willst.
          evt hast du bei den zahlen niedrigere ansprüche als ich.

          „Suchst Du Anhänger, suche Nullen.“
          nein, ich suche keine anhänger.

          „Was nützt die Masse, wenn sie eh zu wenig kapiert, wenn sogar die “führenden Libertären” zu wenig kapieren?“
          füherende libertäre sind mir egal…. :)…bzw versuche ich aus deren fehlern zu lernen…

  5. Larry sagt:

    „Im Kontext des Artikels, sagt aber dieser Schlusssatz, dass jeder verzapfte Bullshit gegen die Regierung, die Glaubwürdigkeit dieser schwäche und im Umkehrschluss die libertäre Idee stärke.“

    Er sagt ja nicht, dass Libertäre selbst diesen BS verbreiten müssen, aber sie müssen auch nicht dagegen vorgehen, solange es sich gegen den Staat richtet (was im Falle Alex Jones’s Infowars-Webseite – welche im Artikel explizit erwähnt wird, mit Jones’s Porträt – immer der Fall ist).

    „Es war übrigens kein Verschwörungstheoretiker notwendig, diese Verschwörung zu Lasten des Iraks als ausgemachten Blödsinn zu entlarven.“

    In diesem Falle nicht, weil das US-Establishment selbst gespalten war über den Irak-Feldzug. Das mit dem Tongking-Zwischenfall kam jedoch nur dank den Pentagon Papers raus. In den meisten Fällen braucht es whislteblowers und diese brauchen Unterstützung seitens der Öffentlichkeit. Und diese Unterstützung erzeugt man – nicht nur, aber auch – mit Verschwörungstheorien, indem man öffentliches Interesse für alternative Erklärungen kundtut.

    „Die Dumpfbacken haben sich einfach einen anderen Verbrecher als Präsidenten gewählt und inständig gehofft, dass man sie jetzt endlich einmal zwangsweise krankenversichern würde.“

    Sie haben offenbar nicht mehr aufmerksam verfolgt, was seitdem alles passiert ist. Obama ist längst nicht mehr der Messias, als den er von vielen angesehen wurde, er verliert täglich Anhänger und nicht wenige sind Ron-Paul-Anhänger geworden (nein, nicht hundert, Tausende, viele seiner Wähler in 2012 hatten Obama in 2008 gewählt). Die jungen Republikaner unter 30 sind mehrheitlich auf der Ron-Paul-Seite, auch wegen des Irakkriegs-Lügen. Heute ist die Mehrheit der US-Amerikaner viel skeptischer ggü. militärischem Interventionismus im Ausland geworden, was auch Rand Pauls Popularität erklärt. Es findet eine nachhaltige, tiefgreifende Veränderung statt innerhalb der US-Bevölkerung. Erwarten Sie jedoch nicht, dass Sie davon in der europäischen Mainstream-Presse davon lesen (irgendwann werden sie nicht mehr darum herum kommen, aber sie werden’s so lange hinaustreiben wie möglich, so wie bei Ron Pauls Kandidatur).

    „Doch der Schreiberling des obigen Artikels erwähnt diese Tatsachen erst gar nicht.“

    Weil sie in dieser Einfachheit eben schlicht nicht stimmen.

    „Er suggeriert, dass es »uns« nutzen würde, erzählte irgend ein Schwachkopf etwas von der jüdischen Weltverschwörung, irgendetwas von gesprengten WTC-Türmen, irgendetwas von einer gefakten Mondlandung usw.“

    Wenn es dazu führt (und das ist nun mal wahrscheinlich), dass jemand den Glauben in die US-Regierung verliert und an Wahlen nicht mehr teilnimmt (oder zumindest keine Establishment-Kandidaten wählt), dann hat er allemal recht.

    „Ich kann noch nicht einmal die »Information« widerlegen, dass meine Frau Mutter ein Krokodil war.“

    Dummer Vergleich. Hier muss ich Oliver Janich recht geben bez. „Niveau von Kleinkindern“.

    „Nur ein Idiot könnte in dieser Situation auf die Idee kommen, ich müsse es jetzt einmal mit nicht falsifizierbaren »Informationen« versuchen.“

    Warum „nicht falsifizierbaren“? Es gibt viele falsifizierbare Verschwörungstheorien. Es gibt aber vor allem viele echte Verschwörungen, von denen man weder in der Staatsschule, noch in den Staats- und staatsnahen Medien etwas liest. Lesen Sie doch mal Janichs Bücher (z.B., es gibt auch andere).

    • Kurt Fischer sagt:

      Also mich haben die Verschwörungstheorien bei der PDV und bei Oliver Janich extrem abgeschreckt. Bei einer liberalen Bewegung ist für mich das wichtigste Ziel die Staatsquote zu senken und die Bürokratie abzubauen. Das ist ein gemeinsamer Nenner auf den sich von Anarchisten über Libertäre bis zu Liberalen erst mal alle einigen und am gleichen Strang ziehen könnten. Aus meiner Sicht sollte auch für einen Anarchisten eine Staatsquote von 30% besser sein als eine Staatsquote von 50%. Also bis bis man dieses Ziel erreicht hat, was schon schwer genug ist in unserer durchsozialisierten Gesellschaft, könnten hier alle diese liberalen Ausrichtungen zusammen halten.
      Stattdessen muss ich erleben wie aus sogenannten liberalen Kreisen ausgerechnet und gerne die FDP kritisiert wird, anstatt sich darauf zu konzentrieren alle anderen Parteien zu kritisieren welche den Staat immer weiter ausbauen wollen (ich bin kein FDP Mitglied, aber die FDP wäre die letzte Partei im letzten Bundestag gewesen die ich kritisiert hätte; vorher hätten vor allem die Linke, die Grünen und dann SPD und Union ihr Fett weg bekommen).
      Also ich bin ganz der Meinung von Kurt Kowalsky. Diese zum Teil hanebüchenen Verschwörungstheorien um den 11. Sep. erweisen einer liberalen Bewegung einen Bärendienst. Ich kenne niemand mit einem fundierten naturwissenschaftlichen Verständnis der sich über diesen Unsinn NICHT kaputt lacht. Wenn sich Oliver Janich auf Veranstaltungen hinstellt und behauptet er hätte die offizielle Version von diesen Anschlägen falsifiziert, stehen mir als Naturwissenschaftler die Haare zu Berge. Und dabei zitiert er auch noch Karl Popper und lässt dabei den wesentlichen Punkt weg, nämlich dass sich jede Theorie NUR und AUSSCHLIEßLICH durch das Experiment falsifizieren lässt. Hat Oliver Janich den 11. Sep. in einem Experiment bis ins letzte Detail nachgebaut und so bewiesen, dass die Gebäude durch die Flugzeuge nicht eingestürzt wären?
      Ne Jungs, dieser ganze Unsinn lenkt nur vom wesentlichen Ziel ab, den Staat zu reduzieren.

      • Nun zufällig war Karl Popper Hauptinhalt meines Studiums. Man braucht allerdings nicht studiert haben, sondern lediglich ein funktionstüchtiges Gehirn. Selbstverständlich falsifizieren Naturgesetze eine Theorie. Nach dieser absurden Interpretation von Poppers Theorem müsste ja die Regierung die Ereignisse ebenfalls noch einmal im Experiment wiederholen.

        Unter jenen die die offizielle Theorie kritisieren, sind Tausende von Architekten, Ingenieure und Wissenschaftler – jene mit Gehirn. Und die PDV gäbe es überhaupt nicht ohne meine von Wissenschaftlern hochgelobte Arbeit und den daraus folgenden Auftritten bei alternativen Medien.

        Und selbstverständlich bedeutet die Tatsache, dass man selber Naturwissenschaften studiert hat, noch lange nicht, dass man auch denken kann. Ein Naturwissenschaftler, der sich die Studien der Architekten und Professoren anschaut und lacht ist kein Naturwissenschaftler sondern ein Komiker. Und ein Libertärer, der dem offiziellen Regierungsreport glaubt, ist kein Libertärer, sondern ein Idiot.

        • Kurt Fischer sagt:

          Oh je.
          Nennen Sie mir mal das Naturgesetz, welches besagt wenn ein 170 Tonnen schweres Verkehrsflugzeug mit ca. 600 km/h in das damalige WTC fliegt, dort im inneren explodiert, dann einen Brand auslöst, welcher nach einer Stunde zu einem Kollaps des Gebäudes führt und dass das alles ohne Sprengsätze am Gebäude nicht passieren kann?
          Dass irgendjemand so ein Naturgesetz entdeckt hätte, wäre mir neu. So etwas ist ein vollkommen chaotischer Vorgang und absolut kein seriöser Naturwissenschaftler würde sich hinstellen und behaupten er wisse genau was nach so einem Flugzeugcrash passieren würde. Wer behauptet er wisse genau wie so ein extrem chaotischer Vorgang bis ins Detail abläuft, ist ein Scharlatan.
          Wenn Sie sich da auf Wissenschaftler und Architekten berufen, so sind das mit Sicherheit nicht diejenigen aus ihrer Zunft mit Gehirn.

          Zitat: „Nach dieser absurden Interpretation von Poppers Theorem müsste ja die Regierung die Ereignisse ebenfalls noch einmal im Experiment wiederholen.“
          Die offizielle Version bezieht sich zumindest nur auf das was Hunderttausende Zeugen vor Ort gesehen haben. Ein Flugzeug ist reingeflogen, dann hat’s gebrannt und dann ist das Gebäude zusammengebrochen. In der offiziellen Version wird auch nicht behauptet, dass sie irgendeine Theorie wissenschaftlich falsifiziert hätten.

          Also welches Naturgesetz soll bitte die offizielle Version falsifizieren?
          Dass die Gebäude nicht in der Geschwindigkeit des freien Falls eingestürzt sind, habe ich selbst persönlich anhand des Videomaterials schon kurz nach den Anschlägen, als die ersten Verschwörungen darüber auftauchten, überprüft. Das war eine willkürliche Behauptung von Verschwörungstheoretikern, wie alles andere was diese darüber behauptet haben auch.

          • Die Newtonschen Gesetze. Die wurden bereits experimentell bestätigt (nicht falsifiziert). WTC7 ist im freien Fall zusammengestürzt.

            Nun (HUCH!) muss man selber denken! Die unteren Etagen haben keinerlei Widerstand geboten. Logischer Schluss: Die tragenden Teile wurden gleichzeitig entfernt. Die ist völlig unmöglich durch zufällig verteilte Bürofeuer (0offizielle Version). Ein erneutes Experiment ist unnötig, weil forensische Beweise in Form von Videoaufnahmen existieren.

            Nötiger IQ: Etwa 80.

          • Kurt Fischer sagt:

            Sich irgendwas ausdenken „mal selber denken“ und sich dann mehr oder weniger logisch was zusammen phantasieren, ist keine Falsifikation. Nötiger IQ um das zu verstehen: 81

            (Nur am Rande: Die Gesetze von Newton wurden schon lange falsifiziert. Aber wir wollen ja nicht kleinlich sein. Für Geschwindigkeiten weit unterhalb der Lichtgeschwindigkeit ist der Fehler nur sehr gering, den man mit Newton macht.)

            „Die ist völlig unmöglich durch zufällig verteilte Bürofeuer“
            Schöne Behauptung. Der Zusammenbruch von WTC7 sieht so aus, als ob die Struktur sehr weit unten gebrochen ist. Daraufhin ist das restliche darüber liegende Gebäude nach unten auf diese Bruchstelle gekracht. Und nun?
            Wer behauptet er wüsste bis ins Detail genau was bei einem so chaotischen Vorgang passieren würde, ist ein Scharlatan.
            IQ vom Scharlatan: unbekannt
            IQ von Leuten die dem Scharlatan folgen: auf jeden Fall unter 100

          • Typisches Ablenkungsmanöver. Der Bereich in dem die Newtonschen Gesetze nicht gelten, sind für den Zusammenbruch von Hochhäusern irrelevant.

            Und: Jedes Experiment bedingt notwendigerweise jemanden der darüber nachdenkt und logische Schlüsse daraus zieht.

            Eentscheidend ist der symmetrische Kollaps. Aus diesem folgt, dass alle tragenden Teile auf EINER Ebene (also horizontal) gleichzeitig entfernt werden mussten, sonst würde es zur Seite kippen. Genau deshalb braucht man ja Spezialfirmen dafür und nicht irgendwelche rumfliegenden Trümmerteile oder zufällig verteilte Bürofeuer. Das kapiert sogar ein Kleinkind, das mit Bauklötzen spielt.

      • Larry sagt:

        @ Kurt Fischer

        Sie haben wohl Naturwissenschaften studiert und haben sich demgemäss verständlicherweise mehr mit jenen Verschwörungstheorien auseinandergesetzt, die sich vorwiegend naturwissenschaftlich beurteilen lassen (i.e. die ganze Diskussion um die WTC-Türme). Das ist jedoch genau der falsche Startpunkt, denn es gibt viel überzeugenderes Material, auch über 9/11.

        Die Staatsquote ist sicher ein wichtiger Punkt, aber heute bei weitem nicht der Wichtigste. Die Weltwirtschaft ist hoffnungslos überschuldet und am Rande des Kollaps. Die Finanzkrise wurde nicht gelöst, man hat lediglich das noch vorhandene Schiesspulver verschossen, um den finalen Crash hinauszuzögern. Nun sind die Staaten selbst hoffnungslos überschuldet und es gibt praktisch kein Schiesspulver mehr. In der jetzigen Konstellation zu fordern, einfach die Staatsquote zu senken, ohne das Schuldenproblem anzutasten, geht an den Realitäten meilenweit vorbei und kann nur zu herber Enttäuschung führen.

        Dass in libertären Kreisen vor allem die FDP kritisiert wird ist verständlich, kommen die anderen Parteien (mit Ausnahme der PdV und der AfD) ja sowieso nicht in Frage. Ich persönlich glaube überhaupt nicht an die institutionelle Politik, der Staat ist schlicht eine Fehlkonstruktion und führt zwangsweise immer wieder zu äusserst schlimmen Krisen, wie in der Geschichte immer wieder beobachtbar. Da heute die Gesamtverschuldung so hoch wie noch nie war, müssen wir uns auf das Schlimmste vorbereiten.

      • nlen sagt:

        Was ist das denn – eine „liberale Bewegung“, um „die Staatsquote zu senken und die Bürokratie abzubauen“?

        Sie wollen sich mit Linken und Rechten, Roten, Grünen und Blauen (bzw. Nachfolge-Braunen) an einen Tisch setzen und um die Staatsquote verhandeln? Und Sie glauben, dass das klappen könnte? Wirklich? Und wenn ja wie lange? Und was kostet der Aufwand?

        Der Blödsinn ist bereits von der Geschichte widerlegt, sonst würde sich ein Staat ja selber abschaffen (können).

        „Das ist ein gemeinsamer Nenner auf den sich von Anarchisten über Libertäre bis zu Liberalen erst mal alle einigen und am gleichen Strang ziehen könnten“

        Solche Anarchisten und Libertäre wären dann ganz schön blöd oder sie würden nur vorgeben, Anarchisten und Libertäre zu sein.

        • Kurt Fischer sagt:

          „Was ist das denn – eine “liberale Bewegung”, um “die Staatsquote zu senken und die Bürokratie abzubauen”?“

          Na z.B. eine Bewegung die es schafft Politiker wie in Neuseeland in den 80er Jahren an die Macht zu bringen, welche die Staatsquote von 60% auf 30% reduzieren.
          Damit ist euer Ziel von Herrschaftsfreiheit natürlich noch nicht erreicht, aber aus meiner Sicht lebt es sich immer noch besser, wenn mir jemand nur 30% anstatt 60% von meinem Einkommen klaut.

          „Und Sie glauben, dass das klappen könnte?“

          Zumindest hat es in Neuseeland mal geklappt. Ist für mich ein Grund zur Hoffnung, dass es auch ohne Krieg, Revolution oder einem totalen Kollaps der Wirtschaft funktionieren kann.

          „Der Blödsinn ist bereits von der Geschichte widerlegt, sonst würde sich ein Staat ja selber abschaffen (können).“

          Mit Neuseeland haben Sie ein Beispiel, dass dieser Blödsinn eben nicht durch die Geschichte widerlegt wurde. Zumindest eine starke Reduzierung des Staates ist mit den richtigen Leuten an der Spitze möglich.

          Aber wenn Sie so auf die Geschichte schauen, was in der Vergangenheit mal geklappt hat und nur das für möglich halten was schon mal passiert ist:
          Wo und wann hat es in der Geschichte mal längere Zeit eine friedliche Anarchie gegeben?
          Wie konnten die modernen Demokratien entstehen, wenn es doch vorher nur Monarchien gab?

          • nlen sagt:

            „Zumindest hat es in Neuseeland mal geklappt. “

            Was hat denn genau geklappt? Es hat mal eine Liberalisierungswelle eingesetzt, weil das politisch gerade angesagt war. Und wenn es nicht angesagt ist, dann steigt die Staatsquote wieder an.
            Und das mit den Quoten sind auch nur Taschenspielertricks. Selbst wenn die Staatsquote nur 2% betrüge, könnte der Staat ein Berufsverbot aussprechen oder Leute einbuchten oder anderorts Bomben abwerfen, ganz ohne offiziellen Krieg.

            „Wo und wann hat es in der Geschichte mal längere Zeit eine friedliche Anarchie gegeben?“

            Das ist die falsche Frage. Anarchie ist ein Ideal. Der Äquator ist auch ein Ideal. Es gibt den Äquator nicht physisch. Trotzdem ist der metaphysische Sinn korrekt. Eine Gesellschaft ohne Staat hat es auf allen Kontinenten gegeben. In Irland sogar bis in die Neuzeit 1000 Jahre lang. Und Irland war sogar eine fortschrittliche Gesellschaft. Nicht bloß verweiste Nomadenstämme.

            „Wie konnten die modernen Demokratien entstehen, wenn es doch vorher nur Monarchien gab?“

            Es gibt überhaupt keine Demokratien. Das ist nur ein politisches Schlagwort für eine Pöbeldiktatur. Wenn Demokratie ein Begriff wäre, dann wäre es ein Widerspruch in sich. Es hat philosophisch noch nicht mal was mit dem griechischen Ursprung zu tun, weil die eine extrem kritischere Einstellung dazu hatten. Platon wäre entsetzt, wenn er den Scheiß heute erleben könnte.

          • Kurt Fischer sagt:

            Sie widersprechen mir und sagen, das bringt alles nichts weil ja dann die Staatsquote wieder steigen könnte und suggerieren mir damit nur das Ideal ist anzustreben und alles andere komplett abzulehnen. Das ganze begründen Sie geschichtlich.
            Und dann bringen Sie ein Beispiel aus der Geschichte, bei dem das Ideal zwar auch nicht 100% umgesetzt wurde, aber Ihrer Meinung nach dem Ideal schon sehr nahe gekommen ist.

            Nichts anderes mache ich doch auch wenn ich sage 30% Staatsquote ist immer noch besser als 50%.

            Ich bin der Meinung man sollte sich den Weg hin zu einer besseren Gesellschaft nicht dadurch verbauen, in dem man Angst davor hat, wenn sie dann ein kleines Stück weit besser geworden ist, dass es danach auch wieder schlechter werden könnte.

          • nlen sagt:

            Das Ideal von Individualismus und freiwilliger Kooperation ist Anarchie.

            Das Ideal von Unrecht ist die Allmacht der Tyrannei. Der Staat verkörpert Tyrannei.

            Will man also den Staat als Mittel, dann ist auch klar, welche Geister man damit ruft.

            Das ist genau der Fehler des klassischen Liberalismus.

          • Larry sagt:

            NZ war ein vor den Reformen ein quasi-sozialistischer Staat, mit vielen Staatsmonopolen. Da ist es relativ einfach, die Staatsquote mittels Privatisierungen runterzufahren. Wichtiger ist jedoch, dass NZ (genau wie AUS, mit dem es einen gemeinsamen Wirtschaftsraum bildet) sich massiv verschuldet:

            http://www.johnpemberton.co.nz/html/debt_and_governments.html
            http://www.stuff.co.nz/business/5051060/NZ-dangerously-in-debt-top-businessman

            NZ und AUS befinden sich in einer Riesenkreditblase, dessen Platzen nur noch eine Frage der Zeit ist und dramatische Folgen zeitigen wird. Also nichts von „geklappt“.

            „Wo und wann hat es in der Geschichte mal längere Zeit eine friedliche Anarchie gegeben?“

            http://de.wikipedia.org/wiki/Donauzivilisation
            http://en.wikipedia.org/wiki/Old_Europe_%28archaeology%29

            „Wie konnten die modernen Demokratien entstehen, wenn es doch vorher nur Monarchien gab?“

            Schon mal was von der Amerikanischen und Französischen Revolution gehört?

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