Larken Rose

Es scheint eine Reihe von unreifen Gören zu geben, die Schwierigkeiten haben, zwischen „Niemand ist mein Herrscher“ (gut) und „Ich kann tun, was immer ich will“ (schlecht) zu unterscheiden. Nun, in einer freien Gesellschaft zu leben bedeutet: „Ich kann tun, was ich will, solange ich nicht Gewalt oder Betrug gegen jemanden anderen ausübe“ – aber der letzte Teil dieser Aussage ist verdammt wichtig. Das lustige an der Sache ist, das einige hirnlose Punks offensichtlich den gleichen Fehler begehen, den auch die vielen „wirklich guten, gesetzestreuen“ Staatsgläubige machen: zu denken, dass das Nichtvorhandensein einer herrschenden Klasse (auch bekannt als „Anarchie“) bedeuten würde, dass es auch keine Konsequenzen für diejenigen gibt, die sich dazu entscheiden, andere zu verletzen. Aber das ist nicht so! Wenn alle Politiker und Söldner des Staates morgen verschwunden wären, vermute ich, dass zumindest ein paar unmoralische Idioten verrücktspielen werden, aber auch sehr schnell herausfinden (und zwar auf die harte Weise), dass einige ihrer vorgesehenen Opfer sich nicht auf den Anruf bei der Polizei verlassen, um sich vor ihnen zu schützen. Zum Beispiel, könnten einige der weinerlichen, verworrenen, kommunistisch angehauchten Umfairteiler (eine Minderheit von ihnen, so hoffe ich) auf die Idee kommen, das es Spaß machen könnte, die Läden anderer Menschen zu zerschlagen oder deren Häuser oder Autos zu zerstören, aber dann sehr schnell vergeblich nach den Abzeichen-tragenden Söldnern rufen, damit sie sie vor den wütenden Opfern ihres dummen Vandalismus schützen. Um es noch einmal anders auszudrücken: Falls du ein unmoralischer Verbrecher sein solltest (die Art, die Opfer hervorbringt), dann sei vorsichtig, mit dem was du dir wünscht, denn eine staatenlose Gesellschaft ist nicht die konsequenzlose Gesellschaft, die du dir erhoffst.

PS. Ich will ein T-Shirt auf dem steht: „Ich war ein Anarchist, bevor es cool wurde…“

(Übersetzt von Rudolf Engemann)


 

 

 

6 Responses to „Ich war Anarchist, bevor es cool wurde…“

  1. 151 sagt:

    Also ich finde Rache überhaupt nicht unmoralisch. Ich würde sogar behaupten das dies ein Kernelement eine zukünftigen Gesellschaft ist.

  2. TommyCasagrande sagt:

    Anarchismus bedeutet Herrschaftslosigkeit, nicht, man könne tun was immer man will. Hier irrt Larken Rose, wenn er Anarchismus als Narrenfreiheit definiert. So jedenfalls habe ich ihn hier verstanden.

  3. kronk sagt:

    seit wann wird anarchismus als cool angesehen? man gilt doch offiziell entweder als linker chaot oder rechter spinner und je nach wetterlage auch mal beides gleichzeitig, wenn man was von anarchie erzählt.

    • Thorsten. sagt:

      Tja, da sind sie wieder, die berüchtigten Schubladen.
      Diese Schubladen zu nutzen oder sogar darauf anzuspringen ist schmutzige Konditionierung mit dem Zweck: Teile und herrsche. Da hilft nur Gehirnwäsche in Form eines Abwaschs… weg damit!
      Vergesst links oder rechts! 🙂

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