Wann wirst du wütend?

On 22. März 2014, in Interessantes, by FreiwilligFrei

Rudolf Engemann

 

Wut tut gut

Wut ist eine natürliche Folge andauernder Unterdrückung. Ich persönlich bin der Meinung, dass an dem Ausspruch „Wut tut Gut“ etwas dran ist… oder war es „Mut tut gut“? Egal! Auch Wut hat einen Stellenwert. Und zur Wut gehört Mut! Wut wird häufig als mit Affekten behaftet abgeurteilt. So, als wenn es immer auf Besonnenheit ankommen würde. Wenn ein Mensch immer und immer wieder bis an den Rand des Erträglichen gereizt wird, wird er irgendwann reagieren. Bewusstes Agieren bevor es zur Reaktion kommt ist vielleicht kräfte-schonender und erzeugt nicht soviel Rauch, hat aber manchmal eben auch nicht die Durchschlagskraft.

Wut wurde dir ab-erzogen. „Du darfst nicht wütend sein…!“ – Das haben dir deine Eltern und später die Lehrer sicher versucht beizubringen, denn auch ihnen wurde das beigebracht. Von ihren Eltern und von ihren Lehrern. Und deine Eltern haben gar nicht gemerkt, dass sie damit deine Lebensenergie beschneiden. Auch der Staat will, dass du deine Wut ablehnst. Natürlich! Unablässig wird daran gearbeitet dich dahingehend zu manipulieren, dass du dir nicht mehr erlaubst, deine Wut zu zeigen. Zuletzt wird dir auch gedroht. Nur dem Staat soll es erlaubt sein, seine Wut zu zeigen.

Wenn du deiner Wut negativ gegenüber eingestellt bist, wird sie sich in gewissen Momenten unkontrolliert entladen. Nicht Wut ist zerstörerisch, sondern eine unkontrollierte Entladung der Wut führt zu unkontrollierten Effekten. Menschen die ihre Wut unterdrücken, erkranken nicht an ihrer Wut, sondern an der Unterdrückung ihrer Wut. Du weißt sicher, wenn du etwas weg haben willst, wird es immer stärker. Du musst dich immer mehr anstrengen.

In Anbetracht der Umstände sollten wir wütend werden! Mit Sicherheit werden in Zukunft auch immer mehr Menschen wütend werden. Und es wird Rauch aufsteigen, viel Rauch – ganz sicher. Es wird nicht gehen ohne Wut, ohne das wir Menschen zu einem Befreiungsschlag ausholen.

Ich achte das Leben und möchte niemandem ein Leid zufügen… doch wenn mich jemand angreift oder jemanden an meiner Seite in meiner unmittelbaren Umgebung, dann werde ich mich wehren! Wut ist sicher nicht immer die beste Basis für Veränderung, aber als Energie, als Antrieb, um Unrecht zu beenden, hat Wut einen großen Stellenwert.

 

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8 Responses to Wann wirst du wütend?

  1. Zef sagt:

    > … Basis für Veränderung, aber als Energie, als Antrieb, …

    Existenz gibt Leidenschaft

    Alle Existenzprobleme sind leidenschaftlich, denn Existenz, wenn man sich ihr bewusst wird, gibt Leidenschaft.

    „Lass andere darüber klagen, dass die Zeit schlecht ist; ich klage darüber, dass sie erbärmlich ist, denn sie ist ohne Leidenschaft“ (Kierkegaard).

    Eine Leidenschaft der Freiheit, die deutlich und bestimmt ihren Weg geht, ihre klare und starke Gestalt findet, das ist Hiobs frohe Botschaft.

  2. Chris sagt:

    Das ist wie mit dem Markt. Krisen bereinigen das Marktgeschehen. Wird die Krise künstlich vom Staat aufgehalten, gibt’s irgendwann einen fetten, nicht mehr kontrollierbaren Kladderadatsch.

    • Nullte_Instanz sagt:

      Genau!
      Und in diesem Fall gilt…

      „Nicht die *Kriese* ist zerstörerisch, sondern eine unkontrollierte Entladung der *Krisen-Gebiete* (z.B. das FIAT-Money-System) führt zu unkontrollierten Effekten. *Gesellschaften* die ihre *Krisen* unterdrücken, erkranken nicht an ihrer *Krisen*, sondern an der Unterdrückung ihrer *Symptome*. Du weißt sicher, wenn du etwas weg haben willst (z.B. Schulden), wird es immer stärker*/oder mehr* (Zinsen). Du musst dich immer mehr anstrengen.“

      Und ob so oder so…
      In jedem Fall „gibt’s irgendwann einen fetten, nicht mehr kontrollierbaren Kladderadatsch.“!

      Gruß Phil

  3. Ordo_Spontaneum sagt:

    Georg Schramm’s „Zorn der Vernunft“ fällt mir dazu ein.
    Nicht zu verwechseln mit der Wut…

    http://www.youtube.com/watch?v=kNIfKETXHIU

  4. Manuel Barkhau sagt:

    Man muss hier vorsichtig sein. In meiner Vergangenheit sind solche Sprüche wie „Wut tut gut“ eher von Menschen benutzt worden, die wohl versucht haben sich zu rechtfertigen. Sie lassen ihre Wut an andere aus oder Missbrauchen sie sogar und meinen das wäre alles gerechtfertigt, weil man soll den Wut ja nicht in sich aufstauen.

  5. Jan sagt:

    Ein Zitat:
    Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht!
    – Papst Gregor der Große
    Nicht zu verwechseln mit der Wut, der zügellosen Schwester des Zorns!

  6. Eva sagt:

    …ich werde wütend, wenn mein Partner sagt, er müsse soviel machen und keine Anstalten macht, etwas von dem Vielen abzugeben.
    Depression ist unterdrückte Lebensenergie

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