Rudolf Engemann

 

Ich finde es erbärmlich, wie einige um Parteien und Politiker herumschwänzeln, von denen sie sich erhoffen, dass sie ihnen etwas erlauben würden, worauf sie sowieso ein Recht haben. Die ganze Diskussion wird aus Unterwürfigkeit geführt. „Hoffentlich verbietet mir niemand mein Recht…“

Parteien und Politiker, gleich welcher Färbung, erlauben nicht, sondern sie verbieten! Parteien und Politiker schränken Rechte ein und geben dir keine. Du hast Rechte! Und diese werden von Parteien und Politikern unterschiedlich stark eingeschränkt. Das Recht auf Waffenbesitz ist zum Beispiel ein ganz natürliches Menschenrecht. Seit jeher schon können sich freie Menschen mit Waffen ausstatten.* Warum auch nicht? Warum sollte nur eine Gruppe (der Staat) ein Recht auf Waffen haben und der Bürger nicht? Parteien und Politiker werden dir naturgemäß vor der Wahl immer Dinge versprechen und sie nach der Wahl nicht halten. Sich darüber zu streiten, welcher Politiker im Wahlkampf mehr gelogen hat als der andere, ist vergeudete Zeit.

Alle Parteien und Politiker lügen dir das Blaue vom Himmel herunter. Nach der Wahl zählt nicht mehr der Bürger, sondern nur noch der Politiker selbst und seine Diäten. Der Politiker lebt von dir, er lebt von deinem Geld, von deiner Energie und von deiner Angst. Er ist ein Schmarotzer. Ein Parasit. Politiker werden dir niemals Freiheit geben können. Solange du denkst, dass dir deine Freiheit gegeben werden müsste, denkst du wie ein Sklave. Sklaven denken, sie müssten befreit werden und sie unterhalten sich darüber, welcher Sklaventreiber ihnen mehr Rechte einräumen würde. Freie Menschen erkennen, dass egal, wie viel ihnen von Parteien „erlaubt“ werden würde, sie dennoch unfrei sind. Eine Wahl (egal welche Partei), wird daran niemals etwas verändern können.

Nur eine Änderung in deinem Kopf kann daran etwas ändern.
*Wenn es keine Waffen gäbe, würden sie morgen erfunden werden. Waffen waren früher Stöcke, danach Bögen, dann Schwerter… Künstlich ein Ungleichgewicht herstellen zu wollen, verrät, was die Betreiber vorhaben!

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5 Responses to Der erbärmliche Politikerkult – Nur in deinem Kopf…

  1. Zef sagt:

    >Nur in deinem Kopf…

    Die Hauptstraßen des Denkens sind „verhegelt“. Der zentrale Knackpunkt liegt in der Annahme, dass die Individualrechte (1.) im Kollektiv und dann (2.) in der politischen Repräsentanz, im politischen Führertum, dialektisch aufgehoben sind.

    Das Aufheben von Gegensätzen in der nächst höheren Einheit, das ist Hegels Dreitaktdialektik: Position, Negation, Mediation – These, Antithese, Synthese.

    EXISTENTIELLE Gegensätze lassen sich aber nicht DIALEKTISCH aufheben.

    Wovon abstrahiert das „reine“ Denken? Von der Existenz. Es nimmt also gerade das weg, worauf es ankommt.

    Existieren bedeutet, dieser einzelne Mensch zu sein. Und diesen einzelnen Menschen selbst kann man überhaupt nicht denken, man kann nur seinen Begriff denken. Es ist ein qualitativer Unterschied zwischen dem Begriff Mensch und der existentiellen Wirklichkeit dieses einen Menschen. Höchstes und dümmstes Denken liegen näher beieinander als Existenz und Begriff.

    Im reinen Denken kann nach der Verschiedenheit und Individualität gar nicht richtig gefragt werden. Man verwechselt Gedanken-/Ideen-Realität mit Wirklichkeit. Gedanken-Realität ist Möglichkeit. Dieser eine Mensch ist aber Wirklichkeit.

    Denken „hilft“, keine Frage. Aber bin ich das Gute, weil ich es denke, oder bin ich gut, weil ich das Gute denke? Keineswegs.

    Weil ich da bin und denkend bin, daher denke ich, dass ich da bin. Ich muss EXISTIEREN, um denken zu können.

    Wenn es dem Libertarismus/Voluntarismus um diesen einen Menschen geht, dann muss das Dialektische an zweiter Stelle stehen. Es muss „Diener“ und darf nicht „Herr“ sein. Ohne diese wichtige Unterscheidung ist der Libertarismus/Voluntarismus nur eine weitere Spielart des Hegelianismus.

    Existentielles lässt sich nicht dialektisch aufheben – das sollte man nicht nur denken, sondern erkennen, sich darauf besinnen, es „wählen“.


    Das Wählen ist meine Losung,
    der Nerv meiner Lebensanschauung (Kierkegaard)

  2. Chris sagt:

    Mir wird nicht ganz klar, was gemeint ist:

    „EXISTENTIELLE Gegensätze lassen sich aber nicht DIALEKTISCH aufheben.“ Was wäre denn eine dialektische Aufhebung existentieller Gegensätze? „Existieren bedeutet, dieser einzelne Mensch zu sein.“ Existentielle Gegensätze wären dann die Gegensätze zwischen den einzelnen Menschen, oder? Diese können nicht dialektisch aufgehoben werden. Wieso dialektisch? Was bedeutet das in diesem Zusammenhang? Die Politik kann die Konflikte zwischen den Menschen nicht lösen, die Menschen sollen es selbst tun? Okay, aber ich verstehe den Hegel-Bezug nicht. War der Beitrag von Rudolf Engemann irgendwie an Hegel orientiert?

    • Zef sagt:

      >Was bedeutet das in diesem Zusammenhang?

      Steht in den ersten beiden Absätzen:

      „Dieser eine Mensch“ (wie er konkret und wirklich leibt und lebt) wird dialektisch, durch reines Denken, aufgehoben in: „die Gesellschaft“, „das Volk“, „die Menschheit“, im „Großen Bruder“. Und das ist dann die vollkommene Freiheit und Herrschaftslosigkeit. Man könnte glatt drüber lachen, wenn es nicht TOT-ernst gemeint wäre.

      > Wieso dialektisch?

      Durch reines Denken. Je abstrakter, objektiver, logischer, desto mehr abstrahiert es von der existentiellen Wirklichkeit des Subjekts.
      Liegt aber das eigentliche Thema gerade dort, so geht man doch völlig daran vorbei, wenn man gerade davon abstrahiert.

      >War der Beitrag von Rudolf Engemann irgendwie an Hegel orientiert?

      Nein, leider nicht.

      Mir ist das wichtig: In ein logisches System darf nichts aufgenommen werden, was ein Verhältnis zum Dasein, zur Existenz, hat – und eben auch umgekehrt. Der Hegelianismus VERMISCHT nicht nur das, sondern geradezu alles. Und das hält er auch noch für seine Größe.

      „Dir fehlt alles, studiere Hegel und du hast ALLES.“ (Kierkegaard). Man könnte heute auch sagen: „… werde Politiker und du hast alles“

      „Dieser eine Mensch“, wie er leibt und lebt, ist keine Systemkomponente in einem politischen Glasperlenspiel. Im existentiellen Denken ist er als Kategorie „der Politik“ so entgegengesetzt wie nur möglich. Immer hat er Vorrang vor der bloßen Idee.


      Die Zeit der UNTERSCHEIDUNG ist vorbei,
      das [hegelsche] „System“ hat sie überwunden (Kierkegaard)

      • Chris sagt:

        na, da kriegt man ja richtig Lust, mal Hegel zu lesen… 😉 der konkrete Mensch wird in einem allgemeinen Begriff aufgehoben.

        Plausibel scheint mir aber auf jeden Fall die von dir betonte Trennung zwischen Logik und Existenz.

        Nur, was war der Ansatzpunkt? Dass Rudolf Engemann auf die Veränderung im Kopf abzielt? Ist das der Bereich der Logik oder der Existenz? Meine Verwirrung hat sich noch nicht gelegt…

        • Zef sagt:

          >Nur, was war der Ansatzpunkt?

          Die Enteignung des Selbst, dieses …

          >>Die ganze Diskussion wird aus Unterwürfigkeit geführt. >>“Hoffentlich verbietet mir niemand mein Recht…”

          >Meine Verwirrung hat sich noch nicht gelegt…

          „Es ist wie das Fieber, das man nachts zwischen halb zwölf und zwölf Uhr bekommt; um ein Uhr arbeitet man kraftvoller als je. Hält man jenen Wahnsinn aus, dann siegt man schon“ (Kierkegaard, Die Wiederholung).

          Du machst das schon! 🙂

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