Marx ist Murks – Roland Baader

On 3. August 2015, in Gesellschaft und Politik, by FreiwilligFrei

Angeregt und bearbeitet von Philipp A. Mende

 

Die Todsünde der Intellektuellen ist nicht die Ausarbeitung von Ideen, wie fehlgeleitet diese auch immer sein mögen, sondern das Verlangen, diese Ideen anderen aufzuzwingen.“ (Paul Johnson)

Roland Baader über die größte Katastrophe der Menschheitsgeschichte: Murks als Wissenschaft.

Den schwersten Rückschlag, ja geradezu den Todesstoß, hat die liberale Weltsicht in der Person und in den Lehren von Karl Marx erlitten. Marx war kein Gesellschaft-Konstrukteur in unserem bisher behandelten Sinne (er hat kein Wunschbild einer Idealgesellschaft entworfen). Er war Schlimmeres: Der Künder eines nach angeblich ehernen sozio-ökonomischen und historischen »Gesetzen« ablaufenden, automatischen Selbstentwurfs für eine neue Gesellschaft. Und diese Doktrin hat er eingebettet in das monströse Theoriegebäude einer irrationalen Pseudowissenschaft und in die mystische Heilslehre einer sozio-ökonomischen Quasi-Religion. Unbegreiflich würde die Tatsache bleiben, dass sich Generationen von Professoren und Autoren bemüht haben, die Marx’schen Theorien wissenschaftlich zu diskutieren, zu analysieren und zu widerlegen — denn das war und ist zuviel der Ehre für den größten Murks der Weltgeschichte —, wäre da nicht die andere Unbegreiflichkeit: der weltumspannende Ruhm und die welthistorisch gigantische Wirkung dieses unermesslichen Schwachsinns.

Man muss sich einmal die Widersprüchlichkeit — aber auch die gewisse innere Logik — des Marx’schen Auftritts in der europäischen Geistesgeschichte vor Augen führen: Die Aufklärung mit ihren Umwälzungen (Säkularisierung, Zweifel an Monarchie und Tradition) und ihren Folgen (Revolutionen) hatte die Menschen in tiefe Verwirrung gestürzt; noch mehr die sich anschließende, alle Sozialstrukturen umwälzende Industrialisierung des 19. Jahrhunderts mit ihren Massenagglomerationen, technischen Neuerungen und einer bis dato nie gekannten Arbeitsteilung. Bis zum heutigen Tage haben die Menschen (jahrhunderttausendelang ihren Hordeninstinkten und Stammestraditionen verhaftet — wie wir gesehen haben) diese Prozesse geistig nur teilweise bewältigt und nachvollzogen. Da kommt einer aus Trier daher und hat für alles eine scheinbar ganz einfache Erklärung: Dies sei eben ein logischer, zwangsläufiger und vorgegebener geschichtlicher Entwicklungsprozess. Die eschatologischen Zutaten liefert er gleich mit: die Lehre vom kommenden irdischen Paradies der Proletarier. Den an der alten Religion und den alten Traditionen Zweifelnden und Verzweifelnden präsentiert er eine Glaubenslehre zum Anfassen. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft — also Geschichte insgesamt — wird auf simple — und somit auch jedem einfachen Gemüt sofort einleuchtende — Klassenkampf­dialektik reduziert, und fertig ist die Bratensoße der gesellschaftlichen Entwicklung.

Alles wird vereinfacht — neulateinisch: versimpelt: Die revolutionären Umwälzungen in Produktion und Technik, in Gesellschaft und Wissenschaft — das ist eben der Kapitalismus als logische Zwischenstufe der Entwicklung zum Sozialismus; die komplizierten neuen Mechanismen der wirtschaftlichen Kooperation und Arbeitsteilung — das ist eben die Ausbeutung; und Darwin, reduziert und eingekocht auf Vorschul-Brei — das ist der gesellschaftliche Fortschritt. Alles zusammengekocht zum marxistischen Eintopf — das ist eben die einzig »wissenschaftliche« Methode der Forschung und der Erkenntnis. Und damit niemand auf die Idee kommen möge, beim Eintopf-Essen das Denken anzufangen, verkündet Simpel-Karlchen: alles Denken, das nicht zum gleichen Ergebnis kommt, ist eben »bürgerliches«, also falsches, unwissenschaftliches Denken. Also könne man es auch gleich sein lassen. Alles Dunkle, Unbegreifliche, furchterregend Neue hat sich im Licht der Marx’schen Erkenntnis in ein durchsichtiges Aha-Erlebnis verwandelt. Vom Anbeginn der Zeit hechtet Karlchens Geschichtsverlauf in dialektischen Sprüngen — hupf hinüber, hupf herüber — in unabänderlicher Logik dem paradiesischen Ende in Schlaraffias Zimtbrei entgegen. Endlich null-problemo. Inmitten des sozialen, wissenschaftlichen, philosophischen und politischen Wandels steht Karl der Große wie ein Fels in der Brandung und hat in jeder Tasche eine Erklärung für alles und jedes: einfach und einleuchtend, von grandioser Schlichtheit — und grandios falsch.

Was er lehrt, ist in Wirklichkeit die Negation aller Erkenntnis, die Umkehrung aller Wissenschaft, und die Perversion des Denkens. Das ganze aber ungeheuer »menschlich« (im Sinne von schön einfach, schön primitiv und schön einleuchtend). Das ist bis heute seine unbegreifliche Wirkung geblieben, die Wirkung von Karlchens Marxismus.

Der philosophische und ökonomische Unsinn, den die Frühsozialisten verzapft hatten, war um die Mitte des 19. Jahrhunderts von den (vorwiegend englischen) Köpfen der Philosophie und Nationalökonomie in (wirklich) wissenschaftlicher Weise so gründlich und streng logisch widerlegt, dass man den Sozialismus als mausetot betrachten konnte. Eine geistesgeschichtliche Gehirn-Pubertät schien überwunden zu sein. Doch dann kam Marx. Die verhängnisvollste Figur der Weltgeschichte trat an, um den Ungeist wiederzubeleben und den Geist zu vernichten; letzteres gleich in dreifacher Gründlichkeit:

1.Weil er wohl wusste oder ahnte, dass der Sozialismus einer wissenschaftlichen und logischen Analyse nicht standhalten konnte, erklärte Marx das Denken zum Vorurteil. Das Denken, lehrte er, sei an das Klassenbewusstsein des jeweiligen Denkers gebunden, sei also nur ein ideologischer Überbau über der realen interessengeprägten Klassen-Existenz. Man solle es also lieber unterlassen. Sofern es der sozialistischen Idee widerspreche, sei es ohnehin nur »bürgerliches« oder »kapitalistisches« Interessen-Denken.

2.Denken — im Sinne eines vergeblichen Anstinkens gegen den Sozialismus — sei auch deshalb nutz- und sinnlos, weil der dia­lektisch-materialistische Geschichtsverlauf unabdingbar und mit historischer Notwendigkeit zum Sozialismus führe, zum Ende der Geschichte in der Diktatur des Proletariats und letztlich in der herrschaftsfreien Gesellschaft. Was solls also mit der Denkerei.

3. (Eine wahre Meisterleistung der Demagogie): Weil sein (Marxens) Sozialismus »wissenschaftlicher« Sozialismus sei — und seine (Marx‘) Geschichtsauffassung »wissenschaftliche« Geschichtserkenntnis, müsse man jegliches Denken und Argumentieren gegen diese unumstößlichen Fakten eben als unwissenschaftlich betrachten, als a priori belegten Irrtum.

Der Erfolg solch unsäglichen Cerebral-Eiters ist nur zu verstehen, wenn man bedenkt, dass damit die Worthülsen und Argumentationsinstrumente geschaffen waren, mit denen man zwei uralten Atavismen ein wissenschaftliches Mäntelchen umhängen konnte: dem Menschheitstraum vom irdischen Paradies — und den ebenso uralten Neid-, Hass- und Missgunst-Gefühlen aller Zu-kurz-Gekommenen. Jetzt konnte man den Stuss der Frühsozialisten wieder aus den Kloaken der utopistischen Sabber-Literatur ausgraben und im »wissenschaftlichen« Popanz-Gewand vor den Massen tanzen lassen.

Die Marx’schen Theorien sind längst restlos und gründlich widerlegt, in der Praxis ebenso wie in der theoretischen Diskussion und Analyse. Und dennoch: Der Schwachsinn lebt fort wie ein Feuer, das gelöscht zu sein scheint und doch in allen Ecken und Winkeln weiterschwelt. Hunderte von namhaften Autoren haben ihr Hirnschmalz geopfert, um dem Spuk ein Ende zu bereiten. Aber sie werden nicht gelesen. Als im Jahr 1976 Professor Konrad Löw mit seinem zweibändigen Werk »Ausbeutung des Menschen durch den Menschen« den marodierenden Lumpenhaufen der marxistischen Ideen-Armee – wieder einmal – vernichtend geschlagen zu haben schien, schrieb Ludek Pachmann in einer Rezension: »Vielleicht hängt das Schicksal unseres ganzen Kontinents davon ab, ob wir in der entscheidenden geistigen Auseinandersetzung mit dem Marxismus genügend qualifizierte Argumente haben, um den Marxismus in jeder Situation und an jedem Ort als eine Irrlehre entlarven zu können … Eine Idee: Es würde mit voller Sicherheit genügen, wenn alle Europäer ein solches Buch [Löws »Ausbeutung…«] läsen; dann könnte wohl kaum noch etwas passieren. Alle werden es leider nicht tun …« Man darf wohl unbesehen konstatieren: Die wenigsten haben es getan. Die von Pachmann vorausgesehene »entscheidende geistige Auseinandersetzung« ist aber inzwischen Realität: Das marxistisch-leninistische Kolonialreich – das größte der Weltgeschichte zerfiel. Werden wir die damit einhergehende geistige Auseinandersetzung bestehen?

Obwohl es – wie gesagt – bei Marx und dem Marxismus nichts mehr zu widerlegen gibt (weil alles längst widerlegt ist), möchte ich dennoch einige wenige Streiflichter auf dieses Sujet werfen.

Zunächst zu Marx als Person: Noch immer spukt auch in nicht-sozialistischen Köpfen das Bild von Karl Marx als edelmütigem Kämpfer für die Befreiung der Unterdrückten, als Ersatz-Christus der Gerechtigkeit für die Armen und Rechtlosen. Nichts ist von der Realität weiter entfernt als das. Die zeitgenössische Literatur zeigt – ebenso wie neuere Quellenforschungen – Marx als eine miese, krankhafte, hassvergiftete und heuchlerische Figur. Selbst seine ehemaligen Freunde (und er hatte fast nur »ehemalige«, weil keiner ihn längere Zeit ertragen konnte) beschreiben ihn angewidert als einen überheblichen Hohepriester, der sich als neuer Babeuf Massenschlächtereien mit der Guillotine ausdenken muss, weil er sie in der Realität nicht durchführen kann; als arroganten Zyniker, der auf jede abweichende Meinung mit verletzendem Spott und Hohn reagiert. Für Freund und Feind ist ihm kein Schimpfwort zu vulgär, um es nicht in aller Öffentlichkeit anzuwenden, wenn jemand ihm zu widersprechen wagt: Idiot, Hanswurst, Biederrindvieh, Gesindel, demokratisches Geschmeiß. Genau besehen, waren für Marx eigentlich alle Menschen Trottel. Seine persönliche Lebensführung stand in grobem Widerspruch zur Aura des idealisierten Proletarierführers, die er um sich verbreitete. Der Mann, der als der große Edle aus Trier noch heute durch unsere Schulbücher geistert, war in Wahrheit ein parasitärer Schnorrer, der sich vom Fabrikbesitzer Engels zeitlebens aushalten ließ; ein arroganter Arbeiterverächter, der niemals seinen Fuß in eine Fabrik gesetzt oder mit einem Arbeiter gesprochen hat (außer von der Rednertribüne herab). Seine Familie musste in bitterer Armut leben, während der Patriarch sich teure Anzüge schneidern ließ und nie weniger als zwei Diener beschäftigte — und sich niemals aufraffen konnte, einer brötchenbringenden Arbeit nachzugehen. (Lieber verpfändete er die Kleider seiner Frau, um nach außen groß repräsentieren zu können). Im trauten Heim, das für seine Familie in Wirklichkeit eine Hölle war, hängte der Vater dreier Töchter seiner Haushälterin ein Kind auf, für das Freund Engels dann die Vaterschaft übernahm, damit Tugend-Karls Heiligenschein keinen Kratzer bekam. Die Marx-Studien des gelehrten Erik von Kuehnelt-Leddiehn sind wahrlich der Lektüre wert. Mit Recht weist der meisterliche Denker darauf hin, dass der Bauern- und Judenhasser Marx den Grund dafür gelegt hat, dass Stalin bereits bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs weit mehr Juden umgebracht hatte als später Hitler, und fragt mit bissiger Ironie: »Im Lichte dieser Tatsache [der Judenhetze übelster Art] ist es amüsant, sich daran zu erinnern, dass ein christlich-demokratischer Postminister einer Bonner Koalitionsregierung eine Sondermarke mit dem Bildnis von Karl Marx herausgab — von Karl Marx, der unendliches Elend über die Menschheit gebracht hat. Warum dann aber nicht von einem seiner Epigonen in der Judenhetze, Julius Streicher?«

Auch der britische Historiker Paul Johnson hat auf die enorme Kluft zwischen Marxens egalitären Ideen und seinen Taten hingewiesen: »Marxens ganzes Leben war eine Studie in emotionaler und finanzieller Ausbeutung — Ausbeutung seiner Frau, seiner Töchter, seiner Freunde. Wenn man das Leben von Marx studiert, kommt man zum Schluss, dass die Wurzel menschlichen Unglücks, und vor allem des durch Ausnützung verursachten Elends, weniger in der Ausbeutung von Kategorien oder Klassen liegt, sondern in der direkten persönlichen Ausnützung einzelner durch egoistische Individuen.« Das traurige Kapitel über Marx als Person schließt man am besten mit dem Hinweis ab, dass Marx lange Jahre seines Lebens an schweren Abszessen an den unangenehmsten Körperstellen gelitten hat und dadurch auch geistig und charakterlich immer unangenehmer und menschenverachtender geworden ist. Vielleicht verdankt die Welt das eitrige Geschwür des Marxismus den eitrigen Geschwüren in der Marx’schen Hose.

Es wäre reizvoll, sich an dieser Stelle das ganze Marx’sche Theoriengebäude vorzuknöpfen, um es mit den Waffen der Nationalökonomie analytisch bis auf die Grundmauern niederzureißen. Doch das ist — wie bereits gesagt — in der einschlägigen Fachliteratur schon zur Genüge geschehen (wenn auch meist viel zu akademisch). Für jene Interessierten, die sich noch mit keinem der Dogmen befasst haben, will ich jedoch — als pars pro toto — nur eines herausgreifen und seiner pseudowissenschaftlichen Fassade berauben: die Marx’sche Arbeitswertlehre, die ihm als Fundament für viele seiner anderen Theorien gedient hat (z.B. auch für seine »Mehrwert«- und »Ausbeutungs«-Theorie). Sie lautet vereinfacht (wenn man außer acht lässt, was Marx die »gesellschaftlich notwendige« Arbeitsmenge nennt): Der Wert einer jeden Ware entspricht der Menge der in ihr enthaltenen Arbeit. Volkstümlicher ausgedrückt: Jede Ware ist soviel »wert« wie an Arbeit zu ihrer Herstellung in ihr steckt. (Aus der Sicht des Nationalökonomen hat Marx lediglich die — falsche — Arbeitswertlehre David Ricardos ausgebaut; mit der Folge, dass sie noch falscher geworden ist). Marx geht noch weiter und wendet diese Arbeitswerttheorie auch auf die Arbeit selbst an: Die Arbeit ist soviel wert, wie Arbeit in ihren Unterhalt (ihre »Reproduktion«) eingeht. (Was darüber hinausgeht, ist eben der »Mehrwert«).

Man muss sich das Abstruse einer solchen Theorie einmal bildlich vor Augen führen: eine Dampfmaschine ist nach ihr so viel »wert«, wie die Arbeitsmenge, die zu ihrer Herstellung erforderlich war. Diese »drinsteckende« Arbeit ist ihrerseits wieder so viel wert, wie die beim Bau der Dampfmaschine (und bei der Materialgewinnung) beteiligten Arbeiter zur Erhaltung ihrer Arbeitskraft verzehrt haben; also soundsoviel Tomaten, Brotscheiben, Schweinswürste und Schwarztee; und der Wert des so Verzehrten wird wiederum in den Arbeitsmengen gemessen, welche die Landarbeiter benötigt haben, um die Tomaten, Brote und Würste zu erzeugen; und sofort bis in alle Ewigkeit. Selbst wenn es eine objektive Wertlehre (oder einen objektiven »Wert«) gäbe — die es nicht geben kann —, wäre diese Formel so sinnlos wie die Henne-Ei-Frage, denn sie löst sich niemals auf. Es gibt in dieser Kette keinen Anfang, weil sich alle Arbeit immer wieder nur definiert durch die »in der Arbeit steckende Arbeit«. Aber das ist eben — nach Marx — »Wissenschaft«.

Wie unsinnig eine objektive (Arbeits-)Wertlehre (für alle Güter) sui generis ist, kann man sich an einem anderen Beispiel verdeutlichen: Stellen wir uns zwei Männer auf einer schönen Südsee-Insel vor. Der eine ist ein ausgebildeter, fleißiger Ingenieur, der andere ein fauler Strand-Casanova. Der Ingenieur baut in zweijähriger mühseliger Arbeit eine Palmen-Schüttelmaschine, weil er beobachtet hat, dass die herkömmliche Art der Kokosnussernte mühsam und gefährlich ist. Der Papagallo hingegen flaniert am Meeresstrand und beobachtet die Insel-Schönen, die alle ein wenig Kummer ob ihrer allzu üppigen Rundungen haben. Eines Tages (bei einer gedanklichen Assoziation mit orientalischen Bauchtänzerinnen) kommt dem Müßiggänger die Idee, man müsse einen Sport kreieren, welcher der Tanzlust der örtlichen Weiblichkeit entgegenkommt — und gleichzeitig ihrem Wunsch nach schlankeren Figuren. Er entblättert den Wedel einer Palme, bindet den elastischen Stock zu einem Reif zusammen und nennt das Ding »Hula-Hup-Reif«. Kaum übt er sich im anmutigen Kreisen der Hüfte, da bestürmen ihn auch schon sämtliche Insel-Damen mit dem Begehren, so einen Reif schnellstens besitzen zu wollen. So wie er die runden Dinger in jeweils fünfzehnminütiger Arbeit herstellt, so werden sie ihm aus der Hand gerissen; zu Preisen, die jeweils dem Tageslohn für mühselige Kokosverarbeitung entsprechen. Also: Ein Sport– und Spaßgerät, in welchem nur fünfzehn Arbeitsminuten »drinstecken«, ist den Insel-Schönen acht Stunden ihrer eigenen Arbeit »wert«. Der Ingenieur hingegen hat inzwischen feststellen müssen, dass niemand seine Schüttelmaschine haben will, weil beim Palmen-Gerüttle viel zu viele unreife Früchte mitheruntergerissen werden, und wirft das Gerät enttäuscht auf den Müll. Die Maschine ist also nicht die zweijährige qualifizierte Ingenieur-Arbeit »wert«, die in ihr steckt, sondern null und nichts.

Man könnte nun einwenden, die (richtige) subjektive Wertlehre, die den Wert eines Gutes nach seinem subjektiven Nutzen für die Bedürfnisbefriedigung der Menschen definiert, also nach der individuellen Wertschätzung der Konsumenten (relativ zu anderen Gütern), sei ja erst Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt worden; Marx könne sie also gar nicht gekannt haben. Das ist zutreffend — und dennoch nicht richtig. Denn in ihren wichtigen Ansätzen und ihrem grundlegenden Prinzip war sie (die subjektive Wertlehre) lange Zeit vorher erarbeitet worden — und in dieser Form auch Marx bekannt. Mit Eifer hatte er Galiani studiert, der fast 120 Jahre vor dem »Kapital« (1751 »De la moneta«) schon geschrieben hatte, dass der »Wert« ein relativer Begriff sei (»Der Wert ist ein Verhältnis, das die Dinge zu unseren Bedürfnissen haben«). Noch gründlicher hatte sich Marx dem Studium der Adam Smith’schen Werke gewidmet, wo im »Wohlstand der Nationen« — ebenfalls rund hundert Jahre vorher niedergelegt — zu lesen steht: »Der wirkliche oder reale Preis aller Dinge, also das, was sie einem Menschen, der sie haben möchte [also nicht dem, der sie herstellt!], in Wahrheit kosten, sind die Anstrengung und Mühe, die er [also der Käufer, nicht der Hersteller oder Verkäufer] zu ihrem Erwerb aufwenden muss.«

Das ist zwar noch nicht die subjektive Wertlehre, aber doch zumindest ein massiver Anstoß, der Marx von seiner lächerlichen Arbeitswertlehre hätte abhalten müssen. Aber dieser geborene Funktionär (mit den klassischen Funktionärseigenschaften: intellektuell, überheblich und arbeitsscheu) hatte das gewaltige Macht- und Einflusspotential der neu entstandenen Industriearbeiter-Massen erkannt und wollte es für seinen Führungsanspruch ausnutzen. Dieser Umstand hat wohl bei allen Studien seinen Blick auf solche Gedanken und Theorien verengt, die ihm in seinen ehrgeizigen Kram gepasst haben.

Die Begleittheorien, mit denen Marx seine Arbeitswertlehre ausschmückt, sind nicht weniger primitiv. So beispielsweise die Lohndruck-Theorie, die besagt, dass die Arbeiter immer nur das Existenz-Minimum verdienen können, weil sie sich — sobald die Löhne über das pure Überlebensniveau steigen — so stark vermehren, dass neue Arbeitermassen auf den Arbeitsmarkt drängen. Solch zynisches Kopulations-Axiom zeugt vielleicht besser als zeitgenössische Charakterstudien vom Dünkel des Herrn Kammerzofen-Casanova. Wie muss er die »Arbeiterklasse« eingeschätzt haben, wenn er als »ehernes Gesetz« unterstellt, dass jede Mark Lohn über dem Existenzminimum die Arbeiterheere sofort zu karnickelhafter Rammelei veranlasst. Es spiegelt sich hier seine wirkliche Einstellung zum »Proleten«, den eigentlich erst er — Marx selbst — zum proles gekürt hat.

Man sollte es nicht für möglich halten, dass der pseudowissenschaftliche Sondermüll dieser Geisterbahnfigur immer noch die halbe Welt regiert. Es gab in Deutschland lange sogar noch einen Lehrstuhl für Marxismus (Prof. Mandel). Ich plädierte konsequent für die Einführung einer neuen Doktorwürde an dieser Fakultät: für den Dr. hgc. — humbugensis causa.

Doch Marx ist — wie gesagt — ein alter Hut, und ich will nicht länger auf einer alten Leier herumzupfen, deren Lieder längst gespielt sind, will also weitere Marx’sche »Theorien« hier nicht erörtern. Was jedoch kein alter Hut ist, das ist der sogenannte »Geist« des Marxismus. Der Parierschlag, mit dem der bürgerliche Edel-Marxist (sozusagen der »Herzensmarxist«) kontert, lautet denn auch: >Ja, mögen sich Marx‘ Theorien auch als falsch erwiesen haben: was zählt und was wir Marx verdanken, das ist der Geist seines Wirkens, das Aufzeigen des Elends, und die Bewusstseinsbildung der unteren Klassen.< Nun kann ich mir aber leider keinen Reim darauf machen, was in einem Lehrgebilde, das sich ausdrücklich als rein materialistisch bezeichnet, der Geist zu suchen haben sollte. Und der sogenannte »Elends-Beweis«: den hatten andere Lügenbeutel der frühindustriellen Geschichtsverfälschung längst erbracht, und die »Bewusstseinsbildung« war nur die ideologische Vorbereitung der Massen auf eine Verführbarkeit durch Demagogen in wahrhaft satanischen Dimensionen. Genau dieser angebliche »Geist«, diese falsche, verlogene, heuchlerische und verhetzte Hirnpest war es, welche die Gulags und KZs geschaffen hat, welche Millionen in Massengräber und Hungertod getrieben und mehr als die Hälfte der Erdbevölkerung für Generationen in stumpfsinnige Gefängnisinsassen verwandelt hat. Der vorgebliche »Geist der Befreiung« war nur der Hauch des Todes und der stinkende Atem des Weltbürgerkriegs; der faule Mundgeruch eines verbohrten Doktrinärs, in dem die Lebenschancen ganzer Völker verstunken sind.

»Was also ist der Irrtum der Schöpfung?« — fragt Peter Dittmar »der Mensch oder der Marxismus?« Wenn der Marx’sche Murks — so meine Antwort — wichtiger wäre als der Mensch, wichtiger vor der Natur und den Menschen selbst, dann freilich wäre der Mensch ein Irrtum der Evolution, ein schrecklich verkorkstes Wesen; das man mit Gewalt und permanenter Revolution, mit Terror und Genozid, mit Gehirnwäsche und Folter bis in alle Ewigkeit umerziehen müsse. So sind wir zwei »Geheimnissen« auf die Spur gekommen: einem Geheimnis des Marxismus, und einem Geheimnis des Sozialismus. Das »marxistische«: Weil genau dieses Menschenbild für Marx und alle Marxisten zutrifft (dass der Mensch also unwichtiger sei als der Marxismus!!!), werden wie durch ein Wunder — in Wahrheit aber nur folgerichtig — in marxistisch-sozialistischen Systemen alle Marx-Theorien zutreffend, sozusagen todsicher: Die Ausbeutungstheorie! Die Verelendungstheorie! Die Konzentrationstheorie (Staat)! Die Klassenpolarisierung! Der Profitraten-Verfall! Das Ende des Technischen Fortschritts (Stagnationstheorie)! Die Existenzminimum-(Reproduktions-)-Theorie! — und schließlich — und hoffentlich — sogar die Zusammenbruchs-Theorie! Marx triumphiert! Aber nur dort, wo er hingehört: in der Hölle menschenverachtender Mördersysteme.

Das zweite »Geheimnis« ist ein generelles, allem Sozialismus (auch dem Marxismus) innewohnendes. Der oben erwähnte Paul Johnson ist ihm wohl am besten auf die Spur gekommen, wenn er von der »Herzlosigkeit der Ideen« spricht, und den denkenden Teil der Menschheit in zwei Gruppen teilt: diejenigen, die sich für Menschen interessieren, und jene, die auf Ideen versessen sind. Letztere scheren sich nicht darum, was die Menschen wirklich wollen, sondern lieben nur ihre eigenen Ideen — und beharren darauf, dass die Welt nach ihren Vokabeln zu funktionieren habe. Wer der Idee im Wege steht, ist für sie ein Feind der Menschheit. Ob Lenins »Liquidation der Klassenfeinde« oder Hitlers »Rassenvernichtung«, ob Maos »Kulturrevolution« oder Pol Pots »Düngerbefehl«: Immer ist es die Endlösung, die gnadenlos rasende Beseitigung der menschlichen »Schwächen« (gegenüber der »starken« Idee) — oder die Vernichtung der Menschen selbst, die nicht in die Idee passen. Genau das aber, die Verliebtheit in — und die Oberbewertung von Ideen ist das hervorstechende Charaktermerkmal der Intellektuellen. Deshalb ist Sozialismus niemals ein Traumbild des Volkes oder der Massen gewesen, sondern immer und überall eine defäkatorische Kopfgeburt der Viertel-, Halb- und Dreiviertel — Intelligenzia. Deshalb auch deren Gleichgültigkeit gegenüber noch so vielen Völkermorden. Die angeblichen Alleinvertreter und -besitzer der »Kultur« haben sich z.B. einen Dreck darum gekümmert, als die rot-chinesischen Vandalen über sechstausend tibetanische Klöster zerstört (und nebenbei noch 180.000 Mönche und mehr als eine Million Tibeter ermordet) haben, als somit wirkliche, echte und uralte Kultur eines ganzen Volkes vernichtet wurde. Schließlich ging es ja um die Idee; die Idee des ach so »humanitären« Sozialismus.

Deshalb auch die ewige Feindschaft der Intellektuellen gegen den Kapitalismus. Der ist nämlich keine Idee, sondern nur die hundsgewöhnliche menschliche (MENSCHLICHE!!!) Realität, die eintritt, wenn man die Leute in Ruhe lässt und von Ideen verschont. Allerdings: Intellektuelle und ideologiegetränkte Funktionäre braucht man zu diesem profanen Geschäft nicht. Eierköpfe sind in der Marktwirtschaft nur für Management, schulische Bildung und den üblichen Kunst- und Kulturbetrieb notwendig. Ideenlieferanten und -einpeitscher sind überflüssig. Kapitalismus ist nur die sozio-ökonomische Wirklichkeit eines realistischen und wahrhaft »humanen« Menschengebildes — mit allen Stärken und Schwächen, welche die Menschen nun einmal haben. Er ist — wie ein kluger Kopf gesagt hat — die »schlechteste aller Ordnungen — mit Ausnahme aller anderen.« Kapitalismus als Nicht-Idee ist die den Menschen und ihrer Welt einzig angemessene Ordnung, weil alle aus Ideen geborenen Ordnungen Idealgebilde sind — und somit unmenschlich!

Es ist eines der tiefen Geheimnisse des Sozialismus (und natürlich auch des Marxismus), dass er eine widernatürliche, unrealistische, den Menschen-wie-er-leibt-und-lebt verachtende — oder schlicht: eine Idee ist. Nur um diese Idee gegen die Biologie der menschlichen Rasse und gegen die Natur aller Schöpfung durchzusetzen, braucht man die selbsternannten Vordenker der Menschheitsbeglückung. Darum die innige Hochzeit zwischen Sozialismus und Intellektuellen weltweit. Und weil dieses scheinheilige Heer der Lüge angetreten ist, ihre Thesen und Wahn-Ideale gegen alle wahre Humanität und gegen das Leben durchzusetzen: deshalb sind sie die Feinde des Lebens — und deshalb ist Sozialismus Tod.

(Für Interessierte: Roland Baader – Kreide für den Wolf. Die tödliche Illusion vom besiegten Sozialismus)

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Buchempfehlung:

»Um Marx zu widerlegen, muss man nicht selten bloß – Marx zitieren.« Die zentrale These des Buches lautet: Karl Marx habe zwar durchaus die »immanenten Entwicklungstendenzen des Kapitals selbst erklären« wollen, jedoch nur aus dem Grunde, weil die Ideologen des (vermeintlichen) Kapitalismus dessen Funktionieren ohne Staat postulierten, ein Postulat, das Marx eben als Ideologie hatte entlarven wollen. Heute lautet die Ideologie der anscheinend kapitalistischen Staaten genau umgekehrt, der Kapitalismus funktioniere nicht nur nicht ohne Staat, sondern sei auch nur von sozialem Vorteil aufgrund staatlicher Interventionen. Für diese Ideologie wird Marx vereinnahmt. Dagegen ist Protest einzulegen. Widersprüche bei Marx werden vom Autor nicht harmonisiert, vielmehr produktiv gemacht nicht nur für eine neue Sicht auf Marx, sondern auch vor allem für eine bessere Analyse des Schreckens und für eine bessere Analyse, ihn zu überwinden. Marx ist nicht freizusprechen davon, die Systeme marxistischen Schreckens angeregt zu haben, und dennoch ist es auch im Namen der Opfer, dass das in Anschlag gebracht wird, was von Marx gegen die Systeme des marxistischen Schreckens nutzbar ist. Herzstück des Buches ist die Widerlegung der zehn berühmten Forderungen im »Kommunistischen Manifest« mit Hilfe von Marx-Zitaten. »Die Marxisten haben die Irrtümer von Karl Marx bezüglich der ökonomischen Rationalität von Planwirtschaft und eigentums-entfremdender Gemein­wirtschaft dogmatisiert, während sie die befreiende Dynamik seiner historischen Dialektik verwarfen: Der Marxismus verbreitet sich nach wie vor in dieser Form, weil er derart den Herrschenden, den Staatsprofiteuren, nutzt. Marxismus ist Ideologie im Sinne von Marx. Es kömmt aber darauf an, das Marx’sche Gold aus dem Schatten zu bergen: den Kapitalismus.«

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Der Sozialismus/Kommunismus wurde nur noch nie richtig umgesetzt

 

 

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8 Responses to Marx ist Murks – Roland Baader

  1. aristo sagt:

    Dem Artikel stimme ich voll und ganz zu. Es ist mir unbegreiflich, wie gebildete Menschen „Das Kapital“ als Meisterwerk bewerten können. Was nur Wenige wissen, Marx war ein preußischer Agent.

  2. Zef sagt:

    >… Kapitalismus. Der ist nämlich keine Idee, sondern nur die hundsgewöhnliche menschliche (MENSCHLICHE!!!) Realität, die eintritt, wenn man die Leute in Ruhe lässt und von Ideen verschont.

    Was auch eine schöne Definition des Marktes ist.

    „Marktwirtschaft, das sind wir selber.“

    „Der Markt und die Marktwirtschaft: Das ist das Wissen, Können, Wollen, Streben und Nötighaben aller Menschen …“

    “ ‚Markt oder Befehl‘: Das ist die unerbittliche Formel der Freiheit. Es gibt keinen ‚dritten Weg‘, keine Ausflucht aus dieser für jede Gesellschaft singulären Alternative“ (Roland Baader, Das Kapital am Pranger).


    „Für die Freiheit kämpfe ich daher, für die künftige Zeit, für das Entweder-Oder. Das ist der Schatz, den ich denen zu hinterlassen gedenke, die ich in der Welt liebe“ (Kierkegaard).

  3. sapie sagt:

    Schöner Text. Eine psychologische Erklärung ist selbstverständlich kein Argument, dient aber zum abschlissendem Verständniss und zur Einordnung. Es wurde hier auf Konrad Löw verwiesen. Und die Arbeitswertlehre attackiert.

    Aristo, du schreibtest Marx sei ein preussischer Agent gewesen. Das ist mir neu, zumal er ja seine Heimat verlassen musste. Könntest du mir aufzeigen woher diese Information stammt und ihre Validität bekräftigen?

  4. waszurhölle sagt:

    lächerlich dass mein kommentar nicht freigegeben wird, zensur auf einer libertären seite, einfach sehr schwach!

    • FwF-sandman sagt:

      Kritisiere ordentlich, dass wirst Du auch freigeschaltet. Schreibst Du Mist eben nicht. Unsere Seite, unsere Regeln.

    • Blubberbernd sagt:

      „Wenn er keine Zeitung findet, die seine Denunziationen abdruckt, fühlt sich der Linke als Opfer der Zensur.“ Michael Klonovsky

  5. wonderful_tonight sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Kurz zur Info: Bin werder Befürworter noch Gegner.

    Meine Stellungnahme: Mit Beleidigungen und Parolen die sich im ersten Teil nur so überschlagen kann man einen gestandenen Wissenschaftler unmöglich defamieren!
    Es gibt keine wirklichen Ansätze die diese doch „sooooo“ einfachen Abschriften zu wiederlegen versuchen.
    Um mir ein Bild zu verschaffen habe ich mir diverse Schriften gekauft um diesen so umstrittenen Wissenschaftler zu verstehen.
    Wenn man nur oberflächlich liest könnte man wirklich zu dem Schluss kommen, es sei alles so simple.

    z.B. die von Marx beschriebene Lebensmittelverfälschung,
    das könnte heute nicht mehr passieren, gibt es kein aktuelleres Thema?

    z.B. der von Marx beschriebene Arbeitsvertrag, „…die juristische Fiktion…“
    Arbeitsverträge sollen juristische Fiktion sein, Hallo Aufwachen, wir leben in Deutschland, da hat jeder seinen festen Arbeitsvertrag und wir alle verdienen genug, wir können uns alles leisten!!!

    z.B. die von Marx beschriebenen immer kürzer werdenden Zyklen des Kapitalismus,
    …,Rezession und Krise haben wir überwunden. Ganz Europa blüht doch gerade wieder auf!!!

    …um nur einige zu nennen…

    zudem hat dieser Wissenschaftler auch vermerkt, dass Ihn viele falsch verstehen werden und selbst seine blinden Befürworter, werden seine Theorien falsch auslegen und nur zur eigenen Bereicherung anwenden.

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