FwF über Unternehmertum und Konzernkapitalismus

On 9. Januar 2014, in Ökonomie, Videos, by FreiwilligFrei

Wirklich freies Unternehmertum gibt es heute kaum noch. Der Staat verhindert es erfolgreich. Leider wird freies Unternehmertum trotzdem oft für die Missstände in Wirtschaft und Gesellschaft verantwortlich gemacht. Die eigentliche Ursache der Missstände liegt aber in der Ausnutzung des staatlichen Gewaltmonopols im Rahmen unternehmerischer Tätigkeiten. Das geschieht auch in angeblich freiheitlich orientierten Wirtschafts- und Gesellschaftsordnungen wie dem Liberalismus oder dem Neoliberalismus. Das Ergebnis ist ein Konzernkapitalismus mit einer kontinuierlichen Aufblähung von Staat, Verwaltung und Bürokratie, am Ende mit erheblichen Nachteilen für die Menschen. Voluntaristen lehnen Konzernkapitalismus ebenso ab, wie Liberalismus, Neoliberalismus und alle anderen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnungen, die dem Staat das Gewaltmonopol zuschreiben.

 

 

 

10 Responses to FwF über Unternehmertum und Konzernkapitalismus

  1. Zef sagt:

    > Protektionismus, „Konzernkapitalismus“

    „Ja, ich sage es frei heraus, es sind die Grundeigentümer, die man für Eigentümer an sich hält, die das PRINZIP des EIGENTUMS erschüttert haben, denn sie haben das GESETZ angerufen, um ihren Ländereien und Produkten einen künstlichen Wert zu geben. Es sind die Kapitalisten, die die Idee der Angleichung des Vermögens durch das Gesetz nahegelegt haben.

    *** Der Protektionismus war Vorläufer des Kommunismus; ich sage noch mehr, er war seine erste Manifestation. ***

    Denn was fordern heute die notleidenden Klassen? Sie fordern nichts anderes, als was die Kapitalisten und Grundeigentümer gefordert und erhalten haben. Sie fordern den Eingriff des Gesetzes, um den Reichtum anzugleichen, zu belasten, gleich zu verteilen. Was sie über die Zölle erreicht haben, wollen jene durch andere Einrichtungen tun.

    Aber das Prinzip ist immer dasselbe, gesetzlich von den einen zu nehmen, um den anderen zu geben“ (Frederic Bastiat, Eigentum und Gesetz).

    Dumm, dümmer, „konservativ“.


    Ich bin kein Freund von Koterie

    • Zef sagt:

      >Dumm, dümmer, “konservativ”.

      Warum steht „konservativ“ in Anführungsstrichen?
      Weil es auch anders ginge. Ein wahrhaft konservativer Denker (den Namen lasse ich jetzt bewusst mal weg) schrieb in reifen Jahren (Hervorhebungen von mir hinzugefügt):

      „Die wesentlichen moralischen Einsichten zu pflegen, sie als ein gemeinsames Gut zu wahren und zu schützen, OHNE sie ZWANG-HAFT aufzuerlegen, scheint mir eine BEDINGUNG für das Bleiben der FREIHEIT gegenüber allen Nihilismen und ihren totalitären Folgen zu sein“.

  2. Chris sagt:

    Wieso lehnen Voluntaristen Konzernkapitalismus ab? Was ist, wenn die Marktmacht des Konzerns auf der freien Entscheidung der Konsumenten beruht? Wieso sollte etwas abgelehnt werden, was die Menschen für sich selbst aus freiem Entschluss wünschen?

    • Ungebunden sagt:

      Handeln Konsumenten wirklich aus freiem Entschluss oder haben diese aufgrund mangelnder Alternativen keine andere Wahl? Fragen über Fragen.

      • Chris sagt:

        Was nennst du einen freien Entschluss? Natürlich nehmen wir auf der einen Seite Informationen aus der Umwelt wahr (z.B. Werbung). Sind wir deshalb abhängig von der Werbung? Nein, diese Information fließt nur in unsere Handlungsentscheidung ein. Was sind mangelnde Alternativen? Das Gefühl, dass es nicht genügend Anbieter gibt? Sicher, manchmal wünscht man sich noch mehr Produktvielfalt. Aber innerhalb der gegebenen Produktvielfalt herrscht doch zumindest Wahlfreiheit. Niemand zwingt mich in einer freien Wirtschaft, mich für ein bestimmtes Produkt zu entscheiden.

    • Mielia sagt:

      Ich denke mal gemeint ist hier mit Konzernkapitalismus, (vielleicht analog zu Staatskapitalismus), dass Konzerne sich ihr Einkommen, ihre Marktmacht über den Staat durch Subventionen und Gesetze sichern, ausbauen.
      Eigentlich kenne ich das unter Korporatismus…

      Naja jedenfalls kann das eine entstandenen Marktmacht durch freie Entscheidungen von Kunden nicht meinen, weil gegen die hätten Voluntaristen nichts einzuwenden, im Gegenteil sie würden es begrüßen, wenn sie wirklich ausschließlich dadurch entstanden wäre.

      Gruß,
      Mielia

      • michael sagt:

        der kunde hat sowas wie eine marktmacht….

      • Chris sagt:

        ah, ich sehe. Marktmacht an sich ist nicht das Problem, sondern wird es nur dann, wenn diese im Zusammenspiel mit dem Staat steht. Gegen Unternehmen, die aus eigener Anstrengung und auf Grund von freiwilliger Kundennachfrage so groß werden wie Apple, Google oder Amazon ist natürlich nichts einzuwenden. Ich habe nur sicherheitshalber nachgefragt, weil ich auch schon woanders Sachen gelesen habe, dass in einem freien Kapitalismus die Bildung von Marktmacht nicht möglich wäre.

  3. Robert Nef sagt:

    Nicht die Konzerne sind das Übel, sondern deren systematische Bewirtschaftung staatlicher Macht. Die Wirtschaft hat keine genuine Macht, aber durch das organisierte Zusammenwirken von Staat und Wirtschaft (auch „Förderung“, „aktive Wirtschaftspolitik“ bzw. „Korporatismus“ genannt) entstehen politisch-ökonomische „Cluster“. Jene Wirtschaftsakteuer, die dort nicht mitmachen, erleiden dadurch existenzielle Nachteile. Das Zusammenwirken als „Konzern“ als „Kartell“ , „Verband“ oder „Gewerkschaft“ wird erst dann schädlich, wenn der Staat die Zusammenwirkenden unterstützt, bzw. bevorzugt. Das Übel kann nicht durch eine Anklage gegen die staatlich unterstützten bzw. direkt oder indirekt geförderten Zusammenschlüsse erfolgen, sondern durch eine beharrliche Anprangerung jeder Art von Intervention auf der politischen, d.h. auf der gebenden und gewährendern Seite, selbst wenn diese noch so „gut gemeint“ ist. Fördern macht abhängig und systematisch fördern, lässt ein System von Abhängigkeiten entstehen, das schädlich ist, wenn der Fördernde sein Zwangsmonopol einsetzt. Ich nenne das „Kaputtförderung“. Es ist der Zwang und die Zwangsabgabe, der ein auf Freiwilligkeit beruhendes System zerstört und nicht das freiwillige Zusammenwirken als solches.

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