Hinter jedem Gesetz steht eine Todesdrohung. Verhält sich jemand nicht gesetzeskonform, so droht ihm, je nach Schwere des Vergehens, eine Strafe. Unabhängig von der Schwere des Vergehens wird aber jedes Gesetz mit roher Gewalt durchgesetzt. Auch wenn es sich um ein harmloses Vergehen handelt: Zuerst kommen ein paar mehr oder weniger freundliche Aufforderungen, die Strafe zu zahlen. Die Strafzahlung wird erhöht, wenn nicht bezahlt wird. Irgendwann kommt die Polizei zum Betroffenen nach Hause und versucht ihn mitzunehmen, um ihn vor Gericht vorzuführen oder ins Gefängnis zu stecken. Bei Gegenwehr werden dem Betroffenen Schmerzen zugefügt. Bei Notwehr wird er verletzt oder sogar getötet.

Die meisten Menschen wissen nicht, dass sie in letzter Konsequenz die Todesstrafe fordern, wenn sie wollen, dass etwas gesetzlich geregelt wird. Deshalb schadet es nicht, wenn sie von freiheitlich denkenden und handelnden Menschen immer und immer wieder darauf aufmerksam gemacht werden.

Larken Rose tut das in diesem Video auf der Agora I/O The Free Liberty Conference:

Der Staat ist vollkommen inkompatibel mit friedlichem Zusammenleben. Friedliches Zusammenleben bedeutet immer: Lass die Leute in Ruhe, wenn sie dich in Ruhe lassen. Und „Staat“ bedeutet immer: Niemand wird in Ruhe gelassen. Der Staat zwingt alle dazu, einem Haufen Regeln zu gehorchen und er zwingt alle, die Herrscherkaste zu bezahlen die auf allen herumtrampelt.

Es ist schön zu sehen, wenn es Leute gibt, die sagen: Wir tun, was wir für richtig halten. Und natürlich werden sie vom Staat und von den Medien als Spinner und Verrückte bezeichnet, die ausgerottet werden müssen, wie zum Beispiel die Davidianer in Waco, was so ziemlich das Übelste und Unmoralischste ist, was passieren kann.

„Ihr seid irgendwie komisch.“ Und aus dieser „Ihr-seid-irgendwie-komisch“-Perspektive haben sie fast 100 Menschen getötet, inklusive Babys und kleine alte Damen, weil sie „das Gesetz gebrochen haben“, was bedeutet, dass sie niemanden etwas angetan haben und niemandem gedroht haben, sondern einfach anders leben wollen und an andere Dinge glauben. Aber angeblich hatten sie ein Stück Metall, von dem die Politiker sagen, dass der Besitz davon nicht erlaubt sei. Also ist die Gestapo ausgerückt und danach waren paar und achtzig von ihnen tot. Das ist der Staat. Friedliches Zusammenleben ist das genaue Gegenteil davon.

Es ist ganz lustig zu sagen: Jedes Gesetz wird mit der Todesstrafe durchgesetzt. Weil die Leute sofort sagen: „Was? Du bist verrückt!“

Wenn du also zum Gemeinderat gehst und sagst: „Sie werden mich töten, wenn ich mich nicht daran halte.“, dann ist es unvermeidbar, dass sie sagen: „Nein, nein, natürlich nicht! Sind Sie verrückt geworden?“ – „Okay, wenn ich nicht zahle, was tun Sie dann? – Wir schicken Ihnen böse Briefe und schreiben, dass Sie noch mehr zahlen müssen, weil Sie noch nicht gezahlt haben. – Aber ich zahle immer noch nicht. Was machen Sie dann? – Dann schicken wir noch mehr böse Briefe. – Ich zahle immer noch nicht. – Dann kommen wir, um Ihnen Ihr Haus wegzunehmen. – Ich bleibe einfach drin. – Wir kriegen Sie da schon irgendwie raus. – Wie? – Wir schicken bewaffnete Leute. – Ich komme nicht raus. Und ich habe auch eine Waffe. – Dann töten  wir Sie.“ Es läuft immer darauf hinaus.

Das ist das Problem: Der Staat ist das Gegenteil von Vernunft. Er ist das Gegenteil von Kompromissen. Wenn du und ich eine Meinungsverschiedenheit haben, z.B. über die Lage der Grundstücksgrenze, wem diese Kuh gehört oder so – wir sind dazu in der Lage zu sagen: „Ich finde das nicht gut, aber einigen wir uns irgendwie friedlich ohne Waffen.“ Aber der Staat macht das nicht so. Er sagt: „Du machst das, was wir dir sagen oder wir schicken dir bewaffnete Männer nach Hause und irgendwann bist du tot.“

So ist der Staat das genaue Gegenteil von der Idee eines friedlichen Zusammenlebens und des gemeinsamen Miteinanders. Der Staat ist Gewalt in dem Ausmaß, das dazu nötig ist, dich zu unterwerfen oder zu töten. So ist das immer und den Leuten ist das unangenehm, wenn du das genau so darstellst, weil sie das selbst nicht tun würden, aber sie wissen, dass wenn du Widerstand leistest, genau das passieren wird.

Original:
Larken Rose – Open Discussion, Agora I/O The Free Liberty Conference 2011
youtube.com/watch?v=4LiMZGZ85r4

Übersetzung, Sprecher, Produktion:
Peter Müller

 

Videoempfehlung:

 

 

 

 

 

 

2 Responses to Gesetze sind Todesdrohungen – Larken Rose

  1. Zef sagt:

    >Der Staat ist Gewalt in dem Ausmaß, das dazu nötig ist, dich zu unterwerfen.

    Genau: … dich und mich zu UNTERWERFEN

    „Bemerken Sie doch, dass das Gesetz die Gewalt ist, und dass folglich der Bereich des Gesetzes nicht rechtmäßig den rechtmäßigen Bereich der Gewalt überschreiten darf“ (Frederic Bastiat, Das Gesetz).

    Der rechtmäßige Bereich der Gewalt ist allein die legitime Verteidigung – deine und meine. Aber dazu müssen weder du noch ich „unterworfen“ werden. Es braucht für die gemeinsame Organisation der individuellen Rechte auf legitime Verteidigung kein Sado & Maso, Dominance & Submission, Über- & Unterordnung, kein Öffentliches Recht, keinen Staat. Ein privatrechtlicher Gesellschaftsvertrag iSv § 705 BGB (deklaratorisch) würde genügen:

    „Durch den Gesellschaftsvertrag verpflichten sich die Gesellschafter gegenseitig, die Erreichung eines gemeinsamen Zweckes in der durch den Vertrag bestimmten Weise zu fördern, insbesondere die vereinbarten Beiträge zu leisten“. Der „gemeinsame Zweck“ ist die gemeinsame Organisation des individuellen Rechts auf legitime Verteidigung.

    Ein solcher Gesellschaftsvertrag genügt völlig, um „durchgeknallte Gorillas“ effiktiv abzuwehren. Da er aber kein Über- und Unterodnungsverhältnis begründet, ist er aber eben nicht geeignet, dich und mich zu UNTERWERFEN.

    >Der Staat ist vollkommen inkompatibel mit friedlichem Zusammenleben.

    Er ist Struktur gewordene Aggression. Und diese „Gestalt“ wird immer weiter Gewalt gebären. „Gestalt ist Konsequenz, Vermittlung, Richtungsbestimmung durch die Folge von Erleben und Tun hindurch – das meint Struktur“ (Wilhelm Salber).

    Damit hat Nietzsche völlig recht: Der Staat ist das kälteste aller kalten Ungeheuer.


    „Ich bin kein Freund von Koterie“ (Kierkegaard)

  2. Kommissar für Mäuserechte sagt:

    Alles falsch. Ihr müsst gehorchen.

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