Gedanken zum Mindestlohn

On 24. Oktober 2013, in Ökonomie, by FreiwilligFrei

Tommy Casagrande

 

Wenn in Deutschland der Mindestlohn eingeführt wird und Menschen aus dem staatlich regulierten Arbeitsmarkt somit ausscheiden, wird es wieder heißen, sie sind nur faul, können nichts und belasten den Sozialstaat.
Der Ruf nach Löhnen, durch die man leben kann ist gerechtfertigt, verursacht aber durch staatliche Setzung wie immer, bei den Ärmsten das größte Leid. Wenn Billigfriseure schließen, muss der Sozialhilfeempfänger mehr für einen Friseurbesuch zahlen. Er muss dann auch anderswo mehr bezahlen, es sei denn, es werden hier und da Entlassungen, denn einer Preiserhöhung präferiert. Somit wird der Arme ärmer während die Etablierteren und Reicheren noch reicher werden, weil die Konkurrenz staatlich beseitigt wurde.
Der Ruf nach Löhnen, die zum Leben gereichen resultiert aus einem inflationärem Umfeld. Wo der Lohn nicht reicht, weil alles teurer wird, ist anzunehmen, dass der Staat Mindestlöhne in´s Visier nehmen wird. Nur hat auch der Staat die Gründe dafür selbst geboren indem es ein staatliches Geld gibt, dass stets Spielball politischer Interessen ist.
Auch staatliche Regulierungen, Zugangsbeschränkungen, Lizensierungen flankieren die Inflation und sorgen für eine durch den Staat limitierte Angebotsseite. Schon das führt zu höheren Preisen als sie ein staatenloser Wettbewerb hätte.
Die Probleme sind die die staatlich limitierte Angebotsseite, die erzwungene Inflation über das Fiat Money und die aus alledem sich ergebende Manipulation der Nachfrageseite.
Beim Mindestlohn ist es wie bei allen staatlichen Auflagen die zu Mehrkosten führen. Nur die Großen können sie sich leisten. Die Kleinen nicht. Diese dürfen dann abhängig vom Sozialstaat sich von den Großen beschimpfen lassen, die durchaus ein Interesse daran haben, dass die billigere Konkurrenz wegfällt.
Die Lösung für Deutschlands Probleme würden gelöst durch den Staatsabbau. Das Geld würde auf einem staatenlosen Markt an Wert zunehmen, jedes Tauschgeschäft wäre freiwillig und so würde letztlich dafür gesorgt, dass durch Produktion und Bereitstellung von Dienstleistungen und Gütern der Lebensstandard wachsen könnte, wenn das die Menschen möchten.
Doch heutzutage werden auftretende Probleme nicht gelöst sondern verlagert. Der Staat löst ein Problem damit indem er seine Phänomene per Gesetz verbietet und verlagert dadurch diese Phänomene als Problem in andere Bereiche.
Wenn in einem Irrgarten aus unendlichen Röhren Druck hineingepumpt wird und man schließt immer wieder einen Durchgang, wird sich der Druck einen neuen Durchgang suchen. Wenn alle Durchgänge geschlossen würden, gliche dies einem Teekessel der so lange dampft, bis er in die Luft geht.

 

Man kann auf der Seite der Gewerkschaft tatsächlich noch wahre Aussagen finden:
http://www.mindestlohn.de/news/meldung/2013/januar-2013/wirtschaftsministerium-mindestlohn-erhoeht-arbeitslosigkeit/#wwe3_form_forum_newcomment

 

Videoempfehlung:

 

 

 

 

One Response to Gedanken zum Mindestlohn

  1. Nullte_Instanz sagt:

    Eine sehr ähnliche Problematik haben wir ja auch beim Thema Rente. Im derzeitigen System gibt es ebenfalls nur die Alternative, Alte Menschen leerausgehen zu lassen oder die Jungen Menschen doppelt zahlen zu lassen. Obwohl in beiden Fällen der Staat die Probleme künstlich selbst erschaffen hat, ist der größte Erfolg den er feiert, die Uneinigkeit zwischen den Menschen. Die Zwietracht die sie geschürt haben, hat dazu geführt das man schnell diesem „Schubladen-Denkmuster“ verfällt…
    Sagt man offen das es nicht sein kann das z.B. ein Postbote oder eine gelernter Koch bei einer Vollzeitbeschäftigung mit weniger als 1300€ nach Hause kommt, heißt es gleich man schreie nach Umverteilung und sei ein Sozialist. Wenn ein Arbeitgeber Wirtschaftet, ist er gleich ein skrupelloser Kapitalist.

    Solange der Staat dazwischenfunkt und seine „Einbahnstraßen-Lösungen“ für Probleme anbietet, die er selbst erschaffen hat, wird weiterhin mit dem Zeigefinger in die falsche Richtung gewedelt…

    Gruß Phil

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