Kann ich ein Recht, welches ich selbst nicht besitze auf andere übertragen? Passiert aber nicht genau das bei einer Wahl? Welche Ziele verfolgen eigentlich jene, die sich zur Wahl stellen? Sind sie an ihre Versprechungen, die sie vor der Wahl abgeben, gebunden oder können sie nach der Wahl sogar das Gegenteil davon tun? Der Youtuber Freiheitsfunke geht diesen Fragen auf den Grund.

 

24 Responses to Kein Mitgefühl – Kurze Gedanken zum Thema „Wahlen“

  1. Rudolf Engemann sagt:

    Mir geht es ja genauso wie dem Youtuber Freiheitsfunke… Ich traue den Parteien egal welcher einfach nicht mehr. Wenn ein Mensch (eine Partei) nach der Wahl die Kontrolle über die 3 im Film angesprochenen Monopole hat (Judikative, Legislative und Exekutive) ist die Möglichkeit (und die Wahrscheinlichkeit) schon sehr groß, sich nach der Wahl nicht mehr an das vor der Wahl gegeben Versprechen zu halten. Tatsächlich ist dies noch NIE passiert. Alternative wäre eine Partei, die „verspricht“ sich nach der Wahl selbst abzuschaffen (wie die PDV) nur muss hier schon sehr viel Überzeugungsarbeit geleistet werden, um das verlorene Vertrauen wieder herzustellen. Die Schlussfolgerung hieraus ist allerdings, dass die etablierten Parteien mit der Drangsalierung der Bürger solange weitermachen werden, (siehe das „Land der Freiheit“ Amerika) bis sich die Bürger erheben und es zum Bürgerkrieg kommt, welches der Staat mit ALLEN ihm zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen wird niederzuschlagen. Selbst wenn nur noch die Parteien als Wähler übrigleiben, werden sie sich dennoch Wählen und noch mit 10% Wahlbeteiligung (oder noch weniger) sich zum Herrscher ausrufen. Die Macht der Parteien ist solange gewährleistet, wie der Bürger DARAN GLAUBT einen Herrscher zu brauchen. Die meisten Menschen werden durch das Elternhaus und später in der Schule derartig manipuliert und zum Gehorsam gegenüber „Autoritäten“ gezwungen, dass sie später ihr Leben lang entweder duckmäuserische Menschen sind oder aber reagieren und rebellieren und vermutlich daran verzweifeln (oder sterben). Die wenigsten Menschen ERKENNEN diese Manipulation oder sind bereits so frei durch ihr Elternhaus gegangen und anschließend in der Schule aus welchen Umständen auch immer durch das Raster der Manipulation gefallen und somit freie Menschen geblieben. Dies ist der einzige Seinszustand in dem der Mensch niemals einen Herrscher anerkennen wird. Nicht aus reaktiver Motivation, sonder tief aus seinem Inneren. Dieser Mensch wird frei handeln (im Unterschied zur Reaktion). Zwei Szenarien sind denkbar: 1. Ein Entwicklungssprung, der die Menschen auf eine andere Stufe erhebt und die Herrscher einfach überrennt und 2. als Reaktion auf Zwang Rebellion. Beide Szenarien sind zwangsläufig mit einer Auseinandersetzung mit der Partei verbunden, die die Herrschaft über die drei Säulen der Staatsmacht hat. Die (zumindest) denkbare Alternative wäre eine Partei, die einen völlig anderen Weg gehen würde, als alles was wir bislang erlebt haben. Hier wird das Problem aber die Mehrheit sein, die sie niemals bekommen wird, da die Menschen die Inhalte dieser Politik überhaupt nicht verstehen können. Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber nach diesen Gedanken weiß ich, worauf ich mich einstellen muss…

  2. anni sagt:

    deutlicher kann man jetzt wirklich nicht mehr ausdrücken..ich finde das video sehr aufschlussreich und aussagekräftig, wer jetzt noch wählen geht, ist selber schuld, doch sollte sich dann auch nicht mehr beschweren…

  3. Lux sagt:

    „Mit der Teilnahme an einer Wahl, beteilige ich mich also aktiv an Gewalt und Gewaltandrohung gegenüber meinen Mitmenschen, indem ich Vertreter legitimiere in meinem Namen diese Gewalt auszuüben.“

    Und genau das ist es eben nicht. Wenn ich Rechte, die ich selbst nicht besitze, nicht anderen übertragen kann, dann kann ich auch niemanden legitimieren. Somit beteilige ich mich eben auch nicht durch eine Wahl automatisch aktiv an Gewalt und Gewaltandrohung.

    Wenn ich mich an initiierender Gewalt beteilige, dann handle ich unmoralisch und genau dieses unmoralische Verhalten läßt sich eben bei einem Wähler nicht nachweisen.

    • michael sagt:

      Bei der Frage der Moral, kommt das Mißverständnis aus der unterschiedlichen Wahrnehmung des Begriffes Moral zustande.
      Nach deiner Definition ist es auch nicht unmoralisch einem sterbenden Menschen oder einer vergewaltigten Frau nicht zu helfen…die meisten Menschen würden dies jedoch als unmoralisch bezeichnen…rein technisch ist es nicht unmoralisch (basierend aud deinem Moralbegriff), jedoch muß da vorher Klarheit herrschen.

  4. Amon sagt:

    Wann immer ich ein Video sehe, indem davon gesprochen wird, dass man nicht zur Wahl gehen sollte, kommt mir das kalte Grausen. Es ist immer die selbe Leier. Dieses ach so schöne Wort „legitimieren“. Übel wird mir bei solcher Logikresistenz. Freiheitsfunke mag mir verzeihen, dass ich jetzt gerade ihn an den Pranger stelle, es geht mir um die Thesen an sich. Ich habe mal die Kernsätze rausgeschrieben und kommentiert.

    1) „Ich legitimiere Vertreter, welche dann, in meinem Namen, Verfügungsgewalt über das Leben und Eigentum aller ausüben, mich eingeschlossen.“
    Das ist völliger Unfug, denn die Vertreter müssen nicht legitimiert werden. Bei 0,001 Prozent Wahlbeteiligung (aka „Die Politiker und ihre Mamas“) ist die Regierung immernoch demokratisch gewählt und nach deutschem Recht dazu in der Lage, Entscheidungen für alle zu fällen. Was du aber tun kannst, wenn du wählst, ist diejenigen Vertreter zu wählen, die noch am respektvollsten mit deinem und dem Eigentum anderer umgehen, oder sogar noch besser: Eine Partei wählen, die gerade dafür sorgen will, dass in Zukunft die Wahlbeteiligung eine Rolle spielt, oder sogar den Staat ganz abschaffen will. Keiner verlangt, dass du CDU oder SPD wählst, aber wenn du nicht hingehst, dann gibst du dich mit dem zufrieden, was andere für dich entscheiden. So und wer jetzt aufgepasst hat, bemerkt die Ironie des ganzen. Ich weigere mich, eine Partei auszuwählen, kriege aber trotzdem eine vorgesetzt, und zwar eine, die eine Gruppe für alle anderen ausgewählt hat. Blöd, ne? Also: Wählen gehen.

    2) „Wenn ich an einer Wahl teilnehme, akzeptiere ich folgende einfache Regel: Wer auch immer die Wahl gewinnt, bekommt die Kontrolle über diese drei staatlichen Monopole.“
    Das Problem mit Regeln (in diesem Fall sogar Gesetzen), ist dass du sie nicht akzeptieren musst, damit sie gültig sind, beziehungsweise durchgesetzt werden. Wenn du jemanden umbringst kannst du danach auch nicht sagen „Ich hab mich mit dem Gesetz gegen Mord nicht einverstanden erklärt.“ (und das ist auch gut so). Momentan gibt es einfach eine Instanz, die diese drei Monopole vereint. In Wahrheit sind es sogar nur 2, denn die Judikative ist selbsständig, schließlich fahren unsere netten Herren Verfassungsrichter der Merkel gerne mal an den Karren. Wenn du Pech hast, wählt der Rest der Deutschen eine Partei, die die Steuern auf 90% erhöhen will. Auch blöd, ne? Also: Wählen gehen.

    3) „Dazu kommt, dass die, die ich wähle, nicht daran gebunden sind, was sie vor der Wahl sagen, nach der Wahl auch einzuhalten und umzusetzen.“
    Oh wow, Menschen können lügen. Neue Erkenntnis. Dagegen hilft A) Menschenkenntniss und Auseinandersetzung mit dem Verhalten in der Vergangenheit und B) selber Politik machen, und in einer Partei mitwirken. Denn DU weißt, ob DU lügst. Wenn du wählst, besteht die Möglichkeit, angeschissen zu werden, klar. Aber wenn du nicht wählst, dann regieren die etablierten Parteien, da WEISST du, dass du angeschissen wirst. Das ganze klingt für mich, wie der einsame Junggeselle, der alle Frauen hasst, weil er schon so oft verletzt wurde.

    4) „Wenn ich wähle, dann wähle ich jemanden, dem ich bedingungslos Gehorsam leisten muss. Seine Entscheidung wird zum Gesetz“
    Musst du so oder so. Wird sie so oder so. Bis jemand genau das ändert. Wie kriegen wir so einen? Durch’s Wählen!

    5) „Mit der Teilnahme an einer Wahl beteilige ich mich also aktiv an Gewalt und Gewaltandrohung gegenüber meinen Mitmenschen“
    Jetzt reichts aber endgültig. Ganz im Gegenteil. Wenn ich nicht zur Wahl gehe, nutze ich eine entscheidende Chance, etwas zu verändern, nicht. DADURCH bin ich schuld an dem fortwährenden Leid meiner Mitmenschen. Und jetzt kommt mir nicht mit „Alle Parteien sind böse“. Falsch. Alle die ihr bisher probiert habt, vielleicht. Also probiert ne neue. Man, so schwer ist das nicht. Besser als auf seinem Hintern rumsitzen und in Selbstmitleid versinken.

    Achja und zu der Nazikeule am Ende: Ja, die Deutschen waren richtig schön blöd, dem alten Sack auf den Leim zu gehen. Und ja die Wahlbeteiligung war hoch. Aber die Deutschen haben damals mehr Staat, mehr Regeln, neue Einschränkungen etc. gewählt. Davon redet keiner, ihr sollt WENIGER Staat wählen. Comprende?

  5. wecksignale sagt:

    @ lux

    aus moralischer sicht hast du dieses recht nicht, übst es aber aus. handelst also unmoral. deine argumentation ist ähnlich als wenn du sagen würdest …ich habe nicht das recht jemanden zu beauftragen meinen nachbarn auszurauben, ergo beteilige ich mich nicht an gewalt gegen ihn, wenn ich jemanden beauftrage dies zu tun.
    bei einer wahl beauftragst du vertreter welche dann in deinem namen (im namen der wähler) gewalt initiieren, und zwar gegen jeden, der ihren beschlüssen nicht folge leistet. jedes erlassene gesetz ist bereits eine gewaltandrohung gegenüber allen.

  6. Andreas Hinz sagt:

    Was mir bei all den Argumenten noch nicht so klar ist: Ist die Aufforderung, nicht wählen zu gehen ein reiner Protest, eine Art ziviler Ungehorsam, also z. B. die Anwendung von Gewalt durch Nichtwählen nicht zu unterstützen? Oder soll damit mehr erreicht werden?
    Denn im Endergebnis ist das Nichtwählen auch eine Wahl, nämlich dass man den Lobbyisten die Wahl überlässt.

    • michael sagt:

      in der demokratie überläßt du immer den lobyisten die wahl.

    • Amon sagt:

      Diese Frage stelle ich mir auch schon eine ganze Weile 🙂 Aber ich krieg keine Antwort, so wie du auch nicht. Und die Aussage von Michael ist meiner Meinung nach wieder Flucht in die Hilflosigkeit. Beispiel: Ein Kind ist im brennenden Haus eingesperrt und ich renne nicht rein um zu helfen, denn das Kind ist vermutlich sowieso schon tot. Selbe Argumentation wie „Es haben immer die Lobbyisten die Wahl“

    • Mario Hilgenfeld sagt:

      nicht wählen gehen- nicht anderen/fremden blanko Handlungsvollmacht geben, von der eigenen Verantwortung und den Michtwählern abgeben an nichtverantworliche- Parteien nach Gesetz nicht haftbar. Part(ei)Part ist Teil- die kümmern sich nur um Teile. Die Aufgaben welche zur Bewältigung anstehen sind bunt- da genügt nicht irgend einfarbig oder Ampel. Ob nun eine Partei oder 21- langsam dürfte klar werden was dies brachte, was dies bringt. Und mit Nazi-DEUTSCH Personalausweis sich im Wahllokal ausweisen, Lokal- ein Ort der Benebelung, die Stimme in eine Urne- Behälter für .. Der Behälter könnte auch Kiste oder Box heissen, das Lokal auch Büro heissen.. Das ist absichtlich: seit 1934 „Hitler-Deutsch“, Name in Großbuchstabenschreibweise anstatt Familienname, Lokal, Urne…
      Das eine glaub ich, das andere glaub ich nicht- bitte nicht glauben sondern wissen durch selbst prüfen.
      mit freiheitlichen Grüßen
      Mario Hilgenfeld

  7. Lux sagt:

    @ wecksignale: Wenn ich kein Recht aus moralischer Sicht habe, dann kann ich auch niemand legitimieren, sprich ihn mit einem solchen Recht ausstatten. Wenn ich dann behaupte, ich legitimiere jemanden durch Wahlen, so ist dass genau der Sprachgebrauch, den sich ein Herrscher wünscht und den er selbst vorgibt.

    Ergo, da niemand ein Recht hat, einen anderen zu beherrschen, kann eben durch Teilnahme an einer Wahl keine Legitimität entstehen. Das ändert nichts daran, dass die Herrscher ihre „Legitimität“ durch Wahlen dem Volk zu verkaufen versuchen. Logisch ist es jedoch inkonsistent.

    Dein Beispiel mit dem Nachbarn hinkt. Denn ein Recht, was ich nicht habe, kann ich nicht veräußern und somit kann aus einem nicht vorhanden Recht nicht Legitimation abgeleitet werden. Aber genau das behauptet Freiheitsfunke, dass nämlich aus einem nicht vorhandenen Recht Legitimation abgeleitet wird, in dem er sagt „…indem ich Vertreter legitimiere…“ .

    Wenn ich also kein Recht habe meinen Nachbarn zu bestehlen, dann kann ich erst recht nicht dich damit ausstatten, somit kann ich dich auch nicht „legitimieren“.

    Hoffe es war verständlich für alle.

    Freiheitliche Grüße von einem Nichtwähler

    • wecksignale sagt:

      @ lux

      *grübel*…mir scheint, wir reden aneinander vorbei 🙂 …selbstverständlich ist es aus morailischer sicht nicht legitim jemandem ein recht zu übertragen, welches man nicht hat. die legimitation wäre aus dieser sicht nicht gültig.
      mit der wahl eines vertreters, welche in meinem namen dann gewalt gegen alle ausüben soll, ignoriere ich aber diesen aspekt der illegimität. ich setze mich quasi darüber hinweg und beauftrage jemanden unmoralische handlungen auszuüben. ich habe jemanden aktiv in die position der herrschaftsausübung verholfen, es ganz bewusst gewählt und diesem zugestimmt. ergo bin ich mitverantwortlich für die folgen.
      wenn ich einen auftragskiller beauftrage jemanden umzubringen, kann ich hinterher auch nicht sagen, die legitimation war ungültig, ergo war es keine beteiligung an gewalt.

      • wecksignale sagt:

        sorry, meine finger wursteln heute rum. leider kann man hier nicht editieren. es heisst natürlich legitimation und illegitimität.

    • michael sagt:

      Es werden keine Rechte übertragen und niemand legitimiert. Es wird aber allen eine Scheinlegitimität erteilt, die dazu führt, dass die Täter und die Befürworter der Täter die Taten nicht mehr als Verbrechen wahrnehmen.
      Das wiederum führt dazu, dass aus der Möglichkeit, sich der persönlichen Verantwortung für seine Handlungen zu entziehen heraus diese Verbrechen erst entstehen können.
      Das ganze System ist darauf aufgebaut, Illusionen zu erzeugen, die dazu veranlassen, Gewalttaten zu begehen und gutzuheißen.

      lg

      • freedomforce sagt:

        Wählen führt nur zu Verbrechen, weil Scheinlegitimität mit echter verwechselt wird. Andernfalls hätte es die gleichen Folgen wie ein Wunschzettel an den Weihnachtsmann.

        • michael sagt:

          richtig!
          der glaube an die legitimität von herrschaft(staatsglaube/etatismus/…), ist (nachgewiesenermaßen)der gefährlichste aberglaube der menschheit…

          oft ist scheinlegitimität gemeint, wird aber ungenauerweise legitimierung genannt….es wird aber meist in den erklärungen klar, daß scheinlegitimierung gemeint ist.

  8. Lux sagt:

    @wecksignale: „wenn ich einen auftragskiller beauftrage jemanden umzubringen, kann ich hinterher auch nicht sagen, die legitimation war ungültig, ergo war es keine beteiligung an gewalt.“

    Das habe ich zu keinem Zeitpunkt gesagt. Ich sage nicht die Legitimation war oder ist ungültig, sondern ich sage es gibt keine Legitimation. Also es gibt keine Legitimation, die uns irgendein Politiker einreden will.

    Und selbstredend ist eine Beteiligung an Gewalt wenn ich einen Auftragskiller bestelle. Ich denke wir verstehen uns. Mir geht es darum, nicht den Sprachgebrauch des Herrschers zu übernehmen. Es gibt keine legitime Herrschaft, somit kann man also eine Legitimation für Herrschaft nicht für „ungültig“ erklären.

  9. Dreamer sagt:

    Ich seh die Sache so..

    Die Herrscher werden vermutlich selbst bei 0,0001% Wahlbeteiligung nicht verschwinden. Es wäre jedoch der Übergang von einer verdeckten zu einer offenen Tyrannei. Die Gefahr, daß das Volk gegen seine Herrscher aufbegehrt, wäre ungleich größer (genau das sollen Wahlen ja gerade verhindern). Wenn die Leute glauben, daß die Herrscher vom „Volk“ legitimiert sind, werden sie sich willenlos deren Befehlen und Gesetzen unterwerfen.

    Dabei ist die Lösung so einfach: Man ignoriert diese Witzfiguren (Politiker, Möchtegernherrscher) mitsamt ihrem Geplärre und ihren willkürlichen Ge- und Verboten (Gesetze, Verordnungen ect.) einfach und macht sein eigenes Ding! Diese Entscheidung kann jedoch nur jeder für sich selbst treffen!

    Selbstverständlich ist es auch nach einer solchen Selbstermächtigung unmoralisch initiierende Gewalt anzuwenden oder das Selbsteigentum anderer zu verletzen.

  10. Mielia sagt:

    Kann ich ein Recht, was ich nicht habe, auf Jemand anderen übertragen?

    Da die Frage signalisiert, dass sie eine Entscheidungsfrage ist, sehe ich (mind.) 3 Antwortmöglichkeiten.
    1. Ja, 2. Nein, 3. Die Frage ist ihrer Form nach keine Entscheidungsfrage (z.B.: Soll ich nun die rote oder rote Tasse kaufen?) oder sie ergibt keinen Sinn (z.B.: Ist braunes Schokoladeneis blauer als laute Metal-Konzerte?) oder verdreht Sinn oder beschreibt Unmöglichkeiten (,oder…).

    Zu den ersten beiden Antwortmöglichkeiten.
    1. Ja.
    Geht mMn, wenn ich glaube, dass ich nicht gleich [in Rechten?] zu Jemand bin.
    Z. B. indem ich glaube, dass Jemand allmächtig ist (Gott in persona Jesus Christus), dass Jemand anderes Blut hat als ich und es mehr wert ist als meins (das blaue Blut der Aristokraten und Monarchen) oder dass Jemand von einer anderen Rasse als ich ist (z.B. Arier und Nichtarier) oder Jemand einer anderen Klasse von Menschen angehört (öffentlicher Beamter versus ich, einfacher Staatsbürger) usw.

    Zwischenfazit: Zumindest kann ich GLAUBEN, dass ich ein Recht, was ich nicht habe auf Jemand anderen übertragen kann.

    2. Nein.
    Geht. Wenn ich glaube, dass ich und Jemand gleichrangig, gleichwert oder was auch immer gleich sind in einer Art und Weise, also Mensch und Mensch sind, dann ist es ein logisches Ding der Unmöglichkeit ein Recht was ich nicht habe auf Jemand anderen zu übertragen.

    3.
    Naja da gibt es nun ziemlich viele Möglichkeiten…
    Z. B: Ein Recht haben oder Nicht haben wie geht das ? (Kann ein Schwachsinniger, der nicht über sich selbst bestimmen kann oder ein Baby Rechte haben? Wenn es keine Rechte hat, wie erwirbt es sie, oder wer überträgt sie auf es? Und wie kann der-/diejenige sie übertragen, wenn doch alle Menschen einmal Babies waren?)
    Wer oder was und wie wird bestimmt, dass ich ein Recht (nicht) habe?
    Wenn ich selbst das Recht (nur) für mich setze, wieso sollte es dann universell sein müssen? (Oder impliziert die Definition von Recht im Umkehrschluss, dass Recht immer universell sein muss? [Muss sowas alles – wie z.B. auch Freiheit – immer universell allzeit gültig sein?])

    Ein cleverer Philosoph, der wenig anderes zu tun als Denken oder sehr viel Spaß am Denken hat, müsste nun doch eigentlich zeigen können, dass 1. und 2. unabhängig von dem sind, was ich GLAUBE und ohne Glauben nur 2. ausschließlich gilt, oder?
    Die meisten Antworten zu den Fragen in 3. findet man – denke ich – hier auf freiweilligfrei, wobei es zu Nicht-Selbstbestimmungs-Fähigen vielleicht weniger gibt als zu den anderen Fragen. Oder man findet die Antworten einfach selbst.

    Sowieso finde ich die Fokussierung auf die Wahlen relativ energieraubend. Das ist Ja, als würde man sich freiwillig in das Terrain der Wort- und Sinnverdrehungen der Politikgläubigen begeben. (Schon allein das Reden von „Wahl“ gibt ja imho einen Hinweis darauf.)
    Jemanden nur vom Nichtwählen zu überzeugen bringt mE wenig.
    Ich kann auch als Nichtwähler Gewalt und Regierungen befürworten und nutzen.

    Wenn aber Individuen die Einsicht darin erlangen, dass die Durchsetzung von Interessen mittels Gewalt, dass Politik, Androhung von Gewalt und Zwang nicht die Lösung sein können für ihre Probleme und die Probleme ihrer Mitmenschen – und auch nicht nötig dafür sind!; und kein Zweck Zwang heiligt -, dann bringt das mE viel.
    Diese Individuen, die diese Einsicht erlangt haben, gehen (automatisch) nicht wählen.
    Und verschwenden auch wenig ihrer Energie darauf, sich mit Partei X, Y oder Z zu beschäftigen.
    Nicht alle Nichtwähler sind Helden. Aber vielleicht manche.
    Und alle Wähler sind nicht Helden.
    Es kann doch nicht das Mittel sein, alle vom nicht Wählen zu überzeugen, wenn das Ziel ist, alle zu Helden werden zu lassen (weil eben, Wiederholung: Nicht alle Nichtwähler sind Helden.)
    (Man spinne den letzten Gedanken vielleicht weiter.)

    So weit so gut, mal meine Gedanken dazu.

    (Rührte das [meinige] Unbehagen gegenüber dem Wählen also tatsächlich immer nur aus einem einfach logischen Fehlschluss [aus a->b b->a gemacht; a=Held, b=Nicht-Wähler] oO?)

    Gruß,
    Mielia

    • Mielia sagt:

      3.
      Naja da gibt es nun ziemlich viele Möglichkeiten…
      Z. B: Ein Recht haben oder Nicht haben wie geht das [überhaupt] ?

      Das Wörtchen überhaupt wäre an der Stelle vielleicht nett zu ergänzen.

      Und: Und alle Wähler sind nicht Helden.
      klingt vielleicht besser mit: Und alle Wähler sind keine Helden. [Oder Nicht-Helden, sozusagen Anti-Helden].

      Gruß,
      Mielia

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