von Rudolf Engemann

Alle vier Jahre das selbe Theater. Da suchen sich die Menschen aus all den angebotenen Übeln das in ihren Augen geringste aus, und erklären sich mit ihrer Rolle als „Wähler“ einverstanden. Dass sie damit auf höchst peinliche Weise ihre Unterwürfigkeit gegenüber dem Staat kundtun, fällt den meisten gar nicht auf.

Vor der Wahl richten sie ihre ganze Aufmerksamkeit auf dieses kleine, ihnen versprochene, Stückchen Freiheit, trotzdem sie bereits unzählige Male erfahren haben, dass nach der Wahl sich sowieso kein Politiker an das vor der Wahl gegebene Versprechen gebunden fühlt. Diese Ignoranz gegenüber ihren eigenen Erfahrungen macht es noch einmal umso peinlicher.

Darüber hinaus wird nicht nur auf die Wähler anderer politischer Gruppierungen geschimpft, sondern auch und insbesondere auf diejenigen, die das Prinzip der Wahl selbst in Frage stellen. Sind die doch in den Augen der staatsgläubigen Wähler, diejenigen Zünglein an der Waage, die vermeintlich ihre Zustimmung zu ihrem Stückchen Freiheit verweigern und damit die Verantwortung für das Scheitern dieser ganzen Unternehmung tragen.

Nach der Wahl gibt es wie immer das böse Erwachen, wobei man nicht von Erwachen im eigentlichen Sinne sprechen kann, weil der Moment der Erkenntnis, das weiterhin die Politiker sich nur um sich selbst kümmern und die Macht, die ihnen durch die Wahl gegeben wurde, zu ihrem Vorteil und gegen die Menschen des Volkes nutzen, nur kurz und schmerzhaft ist, weil gleich darauf die Abrechnung beginnt. Gegenüber der Gruppierung, die sie selbst gewählt haben und von denen sie sich erneut und immer wieder enttäuscht fühlen und gegenüber den anderen Parteien, die ja ihren Teil der Schuld an der ganzen Misere tragen, weil sie eine andere Meinung vertreten und sich ein geringfügig anderes Stückchen verheißungsvolle Freiheit gewünscht haben. Und nicht zu vergessen insbesondere diejenigen, die ihre Stimme generell verweigert haben, da sie ja in den Augen der Wähler aller Parteien für das nicht Zustandekommen einer absoluten Mehrheit ihrer eigenen Gruppierung verantwortlich sind, um so richtig schön – mit aller zur Verfügung stehenden Gewalt – dafür zu sorgen, dass die eigene Meinung durchgesetzt wird.

Was für ein idiotisches Spiel!

 

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32 Responses to Wählen – was für ein idiotisches Spiel

  1. Ferdinand A. Hoischen sagt:

    Wahrlich, ein idiotisches Spiel, an dem nur Idioten teilnehmen!

  2. Ben sagt:

    Meine Gedanken zur „Wahl“:

    Die Macht der Verantwortungslosen,die andere Menschen zum Kollektivismus zwingen bzw. über den Umweg des Staates zwingen lassen, damit diese dann unter vorgehaltener Waffe für die Erfüllung ihrer Bedürfnisse aufkommen, ist das(!) gesellschaftliche Grundproblem.

    Die Organisationsform des Zwangskollektivismus heißt Staat, das aktuelle Betriebssystem Demokratie ( Mehrheitsdiktatur).
    Parteien und Politiker dienen den Kollektivisten neben ihrer moralischen Beruhigung (Feigenblatt der freien „Wahl“ und Zustimmung zu ihrem System durch Wahlteilnahme) auch zum schimpfen auf die (strukturell bedingte!) Unfähigkeit Anderer.Am liebsten zerreißen sie sich ihr Maul über die Verantwortungslosigkeit derer, an die sie ihre Verantwortung abgegeben haben.

    Erstaunlicher Weise haben Parteien und Politiker aber selbst für einige Geiseln des zwangskollektivistischen Systems noch eine Bedeutung.
    Auch sie nennen es „Wahl“ und sind böse auf andere Geiseln, die dieses Ritual ablehnen.
    Die Geiseln dürfen sich aussuchen, wer sie peinigt.Sie hoffen, durch die Auswahl der „richtigen“ (freiheitlichen) Parteien und Politiker ihre Haftbedingungen verbessern zu können, ignorieren dabei aber völlig die nach diesen Spielregeln unveränderliche Mehrheitsdiktatur, die Mehrheitsverhältnisse ( ca.95% verantwortungslose Kollektivisten) und die Bedürfnisse dieser Mehrheit nach immer mehr „bedingungslosem“ Wohlfühlen auf Kosten anderer.
    Alleine schon die Ankündigung, bestehende Subventionen nicht weiter zu erhöhen (!), würde bei den Kollektivisten einen Sturm der Entrüstung entfachen, der alles freiheitliche als „unmenschlich“, „unsozial“ usw. abstempeln und medial zerfetzen würde.

    Das Einzige, was die freiwillige Teilnahme an dieser „Wahl“ wirklich bedeutet, ist die Zustimmung zur Organisationsform Staat und zum Betriebssystem Demokratie.
    Diese Zustimmung ist für die Kollektivisten lebenswichtig, um ihr System rechtfertigen zu können.Schließlich handeln sie als oberstes Prinzip für das Wohl der „Gemeinschaft“.
    Gebt Ihr ihnen Eure Stimme, gebt Ihr ihnen Zustimmung.

  3. Zef sagt:

    >Was für ein idiotisches Spiel!

    Es verbraucht die Kraft der Freiheit im Dienste der Unfreiheit.
    Dadurch wächst die vereinte Kraft der Unfreiheit.

    „Darin liegt das Große bei Hiob, dass die Leidenschaft der Freiheit in ihm nicht erstickt oder beruhigt werden kann in einem verkehrten Ausdruck“ (Kierkegaard).

  4. […] züchtet eine dumme Generation – N24.de Der hier hat es in sich! Was für ein idiotisches Spiel Was für ein idiotisches Spiel mfg […]

  5. AmiGoHome sagt:

    Ich glaube, ihr vergleicht hier Äpfel mit Birnen. Wir sind nicht die USA, wo es fast nur ausschließlich 2 Parteien gibt. Wie wär’s, wenn ihr alle euch für die PDV stark macht, anstatt den Schwanz einzuziehen und herum zu meckern, in welchem Kacksystem wir leben.
    OK gut, die GRÜNEN haben es versemmelt. Das heißt aber nicht das es mit der PDV auch so läuft. Wir müssen diesmal Wachsam sein und die Vermainstreamung dieser Partei verhindern. Die PDV ist für ein anderes Geldsystem. Das heutige Geldsystem ist die Archillessehne dieses Kartells. Wenn wir etwas ändern wollen, müssen wir dort anfangen.

    Glaubt Ihr wirklich, Ron Paul hätte nichts geändert, wenn er es geschafft hätte? Vielleicht ist die Not in vier Jahren noch größer und es schafft dann ein Libertärer als Präsident oder gleich eine libertäre Partei. Die Hoffnung stirbt zu letzt.

    Übrigens, die PDV benötigt noch dringend Unterstützungsunterschriften für die Bundestagswahl. Also, macht euch nützlich. Durch Nichtwählen stärkt Ihr nur die fünf oberen Parteien. Die wollen doch nur, das Ihr Idealisten und Perfektionisten nicht wählen geht.

    • Hermann Messmer sagt:

      @AmiGoHome,

      Du bist ein Plünderer.

      Mit jedem Zettel den Du in die Wahlurne steckst, zwingst Du mich mehr Steuern zu zahlen. Der Zusammenhang ist nicht fiktiv, er ist direkt und real. (darfst Du nachlesen bei Wikipedia, Parteienfinanzierung).
      Du wirbst hier, damit sich noch mehr an meiner Ausplünderung beteiligen. Du und manch anderer möchten, dass Auch alle Nichtwähler auch noch zur Wahl gehen.
      Du bist ein Politiker, der sein Gedankengut auf eine Ebene hebt, und Dir selbst das Recht gibst alles zu tun meine Ausplünderung zu unterstützen. Du sagst zwar, Du möchtest nicht dass Leute wie ich ausgeplündert werden, Du tust es aber, Du hilft dazu. Du sagst mir, dass Du das nur tust, damit ich in ferner Zukunft nicht mehr ausgeplündert werde. Eine Deiner Parteien wird das schon schaffen. Du wirst mir sagen, dass Du aber für die Ausplünderung nichts dafür kannst. Die Ausplünderung sogar abschaffen willst. Bis dahin nimmst Du es aber gerne in Kauf, dass mich jeder Deiner Stimmzettel ärmer macht.
      Du bist sogar so Edel, Du tust es um eine bessere Welt zu schaffen. Eine ohne oder mit weniger Politik. Solange dass nicht erreicht ist, plünderst Du gedankenlos mit. Oder genauso schlimm, gedankenvoll mit.
      Und dann wirst Du wieder einen Zettel in die Wahlurne stecken. Und keine Verantwortung für meine Steuerzahlung tragen wollen. Typisch Plünderer. Dein hohes Ziel, dein Argument, deine Logik ist es Wert, dass ich geplündert werde.
      Laß mich in Ruhe mit Argumenten und Logik. Ich will die Gründe für meine Ausplünderung gar nicht mehr von Plünderern hören. Nur weil etwas effektiver sein soll, erlaubst Du Dir ein System zu nutzen, dass mich dadurch noch etwas mehr ausplündert. Denk an die Plünderung, wenn Du den nächsten Wahlzettel in eine Urne steckst. Denke daran, dass ich, der Hermann Meßmer, deshalb einen kleinen Teil mehr Steuern bezahlen muß.

      • AmiGoHome sagt:

        Habe ich geschrieben, das ich eine Plünderpartei wähle? Ich wähle eine Partei die dieses System durch ein gerechtes Geldsystem verändern möchte. Gerechtes Geldsystem = keine Plünderung. Ist das so schwer zu begreifen? Lieber gehst du nicht wählen und stärkst durch deine Passivität, bzw. Nichtwahl, gerade dann die Plünderer.

        • michael sagt:

          die pdv ist nur dann keine plünderpartei, wenn sie keine steuern erheben will.
          jetzt kannst du mir ja die frage beantworten, ist die partei, die du an der macht über andere menschen haben willst, also die du wählst, damit sie auch in DEINEM namen auch über mich herrschen soll und mich mittels steuern ausplündern wird, keine plünderpartei????

          will die pdv keine steuern erheben? ja oder nein.

          wenn ja, dann ist sie eine plünderpartei, weil steuern räuberische erpressung sind…und indem du sie wählst, machst du dich mit schuldig.

          • AmiGoHome sagt:

            Ich behaupte ja nicht, das alle Steuern gerecht sind. Aber Privatisierung ist wohl auch nicht der richtige Weg. Privat (von lat. privatus, PPP von privare, „abgesondert, beraubt, getrennt“, privatum, „das Eigene“ und privus, „für sich bestehend“).
            Die Steuern sind ursprünglich dafür gedacht, für’s Gemeinwohl einen Nutzen zu ziehen. Z.B. Straßen, staatliche Eisenbahn, staatliche Post und Telekommuntikation usw…
            Durch ein gerechtes Geldsystem (PDV) würden sogar die meisten Steuern wegfallen und nur die notwendigsten bestehen bleiben.

          • michael sagt:

            steuern sind raub! es existiert kein notwendiger raub.

            wählst du eine partei, die raub in ihrem parteiprogramm hat, wählst du eine plünderpartei.
            auch ist es ein unding sich die dreistigkeit herausnehmen zu wollen, einen herrscher über fremde menschen wählen zu wollen…sorry,
            aber ich hoffe du kannst nachvollziehen, daß es menschen gibt, die es nicht lustig finden ausgeraubt zu werden und des lebens bedroht zu werden, nur weil sie eine andere meinung haben und sie leben wollen, ohne dabei anderen menschen zu schaden.

          • Kawaphil sagt:

            Lesen bildet, in diesem Sinne möchte ich Sie bitten 3 Texte zu Lesen die vor über 160 Jahren entstanden sind. Wer Frederic Bastiat gelesen hat darf getrost jegliche Illusion eines „gerechten Staates“ und das Wahlen irgend etwas bewirken begraben.
            http://bastiat.de/bastiat/was_man_sieht_und.html
            http://bastiat.de/bastiat/staat.html
            http://bastiat.de/bastiat/gesetz.html

    • Dreamer sagt:

      @AmiGoHome

      Du und all die anderen Wähler sind die Ursache dafür, daß mir der Staat mit vorgehaltener Waffe mein Eigentum raubt. Jedem, der sich nicht an seine Gesetzt hält, droht er mit Gewalt, Entführung oder Raub.

      Wählen ist ein Akt der Legitimation von Herrschaft, also von Gewalt, Zwang und Raub. Wer wählen geht, gibt sein Einverständnis und verwirkt sein Recht, sich über das Ergebnis zu beschweren.

      • AmiGoHome sagt:

        Wiso den? Ich wähle doch nicht die kriminellen oberen fünf Parteien, die uns dauernd ausplündern. Ich wähle eine freiheitsdenkende Partei namens PDV! Es sind Idealisten wie Ihr, die es doch auch nur besser machen wollen.
        Was wollt ihr denn? Anarchie? Das soll funktionieren? Habt ihr ein Konzept, wie es ohne Parteien aussehen soll?

        • FwF-sandman sagt:

          AmiGoHome,

          wir sind Anarchokapitalisten und wollen ANARCHIE!!!!!

          Lies Dich bitte in die Thematik ein: http://www.freiwilligfrei.info/archives/864

          Solltest Du glauben, Anarchie wäre Chaos bist Du hier richtig.

          • AmiGoHome sagt:

            Ich glaube nicht, das Anarchie Chaos bedeutet. Ganz im Gegenteil. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie der Weg dort hin in den nächsten 150 Jahren zu realisieren sein soll. Vielleicht durch eine freiheitsdenkende Partei, die dies einleitet? Evtl. durch ein anderes Geldsystem zum Schritt dort hin?

            Danke für den Link, werde ich mir zu Herzen nehmen.

        • Dreamer sagt:

          Du wählst Herrscher über dich selbst und alle anderen. Es wär ja kein Problem, wenn deren Gesetze und Steuern nur die Leute betreffen würden, die sich mit ihrer Stimmabgabe den gewählten Herrschern freiwillig unterwerfen. Es gibt die verschiedensten Konzepte und Systeme und sie alle sind mit Anarchie vereinbar, sofern niemand zur Teilnahme an ihnen gezwungen wird und Außenstehende in Ruhe gelassen werden.

          In der Praxis sieht das so aus: Die Mitgliedschaft in verschiedenen Privatgesellschaften (z.B. Kommunismus, Demokratie, Monarchie, Freigeldnutzer, Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung) ist freiwillig (vertraglich vereinbart). Die jeweiligen Regeln, Gesetze, Abgaben, Beiträge, Strafen bei Zuwiderhandlung (Vertragsbruch) u.s.w. stehen in entsprechenden Satzungen, Verfassungen oder sonstigen Texten. Diese gelten aber nur für Mitglieder und kein Außenstehender wird zu etwas gezwungen.

  6. Jeli sagt:

    Hallo,
    ich bin erst vor kurzem auf diese Seite gestoßen und kenne mich noch nicht so aus…
    Könnte mir jemand erklären was Stefan Molyneux bei 4:57 meint?

    Vielen Dank
    jeli

    • FwF-sandman sagt:

      Hallo Jeli,

      ich weiß im Moment nicht, was Du daran nichts verstehst. Ich drücke es mal anders aus. Die Politik kann Deine Zustimmung (was letztlich in Gehrosam mündet) nur dann erhalten, wenn sie Dir etwas verspricht. Die Rentner wollen höhere Renten, die Mütter mehr Kindergeld, jeder will weniger Steuern oder geringere Beiträge zur KV.

      Die Politik verspricht nun allen möglichen Gruppen verschiedene Dinge und erhält dafür Wählerstimmen. Wenn diese Versprechen eingehalten werden, ist das nicht kostenlos, der Staat hat nämlich kein Geld. Er muss es vorher von allen Bürgern rauben. Diese Wahlgeschenke sind also nichts anderes als eine teilweise Rückführung des vorher über Steuern geraubten Geldes.

      Molyneux ruft dazu auf, nicht mehr um irgendwelche Dinge zu betteln und dieses Betteln durch die Wahl des entsprechenden Wahlversprechens zu bekunden.

      Ist es Dir jetzt deutlicher?

      • Jeli sagt:

        Vielen Dank sandmann,

        jetzt ist mir das Video viel klarer geworden. Ich hatte bis jetzt noch nicht viel Poliktik (außer 3 Wochen Demokratie) in der Schule und kenne mich daher nicht so aus. Deswegen auch meine blöde Frage.. 🙂

        jeli

  7. Gucki sagt:

    …aus eigener Erfahrung:
    Ich habe auch mal an das politische Parteiensystem geglaubt. darum war ich einer der Gründerväter der Grünen.
    Nach dem Mauerfall haben sich die Grünen jedoch diametral von dem gemeinsam erarbeiteten Parteiprogrammen verabschiedet, und anschließend wurde bei der Vereinigung mit Bündnis 90 die Parteispitze feindlich übernommen.
    Heute ist sie nur noch ein „Schatten“ von der von mir mitgegründeten Partei.

    Heute weiß ich, es würde jeglicher Partei genauso ergehen, wenn sie den Versuch machen würde, in diesem politischen System eine gravierende Veränderung durchführen zu wollen.

    Wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie in diesem System bereits verboten…

    Ich bin darum seit 15 Jahren, mit Ausnahme der Kommunalwahl, aktiver Wahlverweigerer, und werde dies auch bleiben, so wahr mir Gott helfe…

    Mit freundlichen Grüßen
    Gucki

  8. Sebastian sagt:

    Wir haben aufgehört zu wählen, und erziehen auch unser Kind dazu später nicht wählen zu gehen.
    Auch in unserem Bekanntenkreis geht kaum mehr Jemand zur Wahl.

    Wahrliche Veränderungen , oder den Willen der Bürger kann man in Deutschland nicht durch“demokratische“ Wahlen erreichen/steuern.

    Mfg

  9. rote_pille sagt:

    Wie sieht es bei Volksabstimmungen aus? Stellen wir uns z.B. ein Referendum zur Einführung einer neuen Sozialleistung vor, mit einer entsprechenden Steuererhöhung im Paket. Würdet ihr hingegen und dagegenstimmen?

  10. Wenn Wählen nichts ändert, ändert nicht Wählen aber auch nichts?

    Denn solange auch nur 3 Leute wählen gehen, ist die gewählte Partei doch legitimiert und darf über ALLE bestimmen. Da erscheint es mir sinnvoller, zumindest die Partei zu wählen, die den geringsten Schaden anrichtet?

    • Stefan sagt:

      Es ist denke ich besser sich bewusst zu werden, dass eine Partei niemals legitimiert ist über andere zu herrschen, egal wie viele Leute wählen gehen. Sie darf auch nicht über ALLE bestimmen, sie tut es einfach, weil fast ALLE daran glauben, dass sie es darf.
      Es ist also bestimmt nützlicher, statt die Zeit mit wählen zu verbringen, seine Mitmenschen über Freiheit aufzuklären und ihnen bewusst zu machen, dass niemand über sie herrschen darf, egal wie viele Kreuze auf Zetteln irgendjemand gesammelt hat.

      Abgesehen davon konnte ich bis jetzt in meinem ganzen Leben und allen von mir recherchierten Ländern keinen Einfluss von Wahlen sehen, welche irgendeinen Schaden verhindert hätten. Sobald eine Bevölkerung den Weg des sogenannten demokratischen Rechtsstaates eingeschlagen hatte, führt die Zukunft unweigerlich in eine immer weiter ausufernde Tyrannei. So lange man diesen Weg weiter beschreitet, wird der permanent verursachte Schaden nur immer größer. Das lässt sich nicht verhindern indem man alle paar Jahre ein Kreuz auf einen Zettel malt. Was schon extrem kindisch ist, aber wenn man dann noch glaubt man wäre souverän durch Kreuze auf Zettel malen, ist das ziemlich lächerlich.
      Ich denke man kann zukünftigen Schaden nur verhindern, indem man diesen Irrweg komplett verlässt.

      • Ok, mir leuchtet das Prinzip ein, daß eine Mehrheit nicht über alle bestimmen darf. Problematisch ist nur, daß es im Moment so ist. Und wenn man sich die Entwicklung in der EU so ansieht, wird es eher schlimmer als besser.

        Fazit: Wir sind am Ar… Denn wenn wir uns auflehen lernen wir das Gewaltmonopol des Staates erst mal so richtig kennen?

        • rote_pille sagt:

          Man muss sich nicht offen auflehnen. Die können nicht jeden zur gleichen Zeit kontrollieren, und solange man nicht gegen das Nicht-Aggressions-Prinzip verstößt, sind die eigenen nicht staatskonformen Handlungen nicht das Problem, sondern nur wenn man eventuell erwischt wurde. Keine Überwachung, kein Gehorsam. Und wenn ein anderer unter „Beschuss“ steht, weil er ein opferloses „Verbrechen“ begangen haben soll, dann müssen die einem erstens nachweisen, dass man Kenntnis davon hat, denn freiwillig wird man als moralisch aufrechter Mensch natürlich nicht den Verfolgern zur Hilfe eilen. Auch wenn man die Angegriffenen beneidet oder persönliche Abneigungen gegen sie hegt. Zweitens ist man nicht moralisch verpflichtet die Wahrheit zu sagen, und der Nachweis des Gegenteils ist bei opferlosen „Verbrechen“ ziemlich unwahrscheinlich, und drittens kostet es jemanden, wenn es sich nur um eine öffentliche Debatte handelt, nur ein wenig Komfort der aufgehetzten etatistischen Meute zu sagen: ihr habt kein Recht den für die Nutzung seiner Freiheit zu verurteilen! Ihr seid die Bösen!
          Zu Denunzianten sollte man jegliche persönliche Kontakte beenden und sie deutlich spüren lassen, dass sie Abschaum sind, um die Hemmschwelle für die freiwillige Kooperation mit dem System zu erhöhen. Wo die Herrscher nicht explizit Gewalt und Strafen androhen, sollen sie nichts bekommen. Absolut nichts. Kein vorauseilender Gehorsam. Wir wollen ihre Systeme auch nicht verbessern, schließlich funktionieren sie ja nur, weil es noch genügend gute Menschen gibt, die das System füttern. Wenn die Sie nicht zwingen zur Wahl hinzugehen, gehen Sie nicht hin. Wenn Sie sie unter Androhung von Geldstrafe nötigen hinzugehen wie in einigen Ländern, müssen Sie nicht den Helden spielen und die Strafe riskieren. Nehmen Sie den Zettel, zerreißen Sie ihn vor den anderen, wenn möglich, und kommunizieren Sie ihre kategorische Ablehnung.

        • Stefan sagt:

          Auflehnen macht natürlich keinen Sinn, wenn man klar in der Minderheit ist. Meiner Meinung nach ist dann das Beste was man tun kann, Aufklärung von möglichst vielen Menschen.
          Und der Weg für einen selbst, der hier von FreiwilligFrei propagiert wird, finde ich ehrlich gesagt auch sehr gut. Einfach versuchen sich möglichst unabhängig zu machen und den Staat so gut es geht aus dem eigenen Leben herauszuhalten.

          Ansonsten sehe ich die Entwicklung ganz genauso. Es wird immer schlimmer. Da kann man nur versuchen irgendwie zu überleben und trotzdem Spaß dabei zu haben.

          Die Hoffnung an der nächsten Weltwirtschaftskrise aufgrund der Überschuldung der Staaten irgendwie vorbeizukommen, hatte ich schon aufgegeben, als ich selbst noch staatsgläubig war. Dafür hat sich jetzt für mich als Anarchist eine neue Hoffnung aufgetan. Wenn danach nämlich auch die ganzen Staaten in Trümmern liegen, tut sich ein geschichtliches Zeitfenster auf, in dem man die Chance hat ohne große Revolution freiheitliche Gebiete zu „erobern“. Vielleicht kann man es dann schaffen, den Staat da nicht mehr hineinwachsen zu lassen.

    • Wenn wählen nichts ändert, nicht wählen auch nicht … wie ist es dann mit sich selber wählen lassen? Sozusagen als „trojanisches Pferd“ um das System abzuschaffen, wenn man selber die Macht dazu hat?

      Mir ist klar: Man erkennt das System auch an, wenn man sich wählen lässt. Und auch wenn der Zweck nicht immer die Mittel heiligt, so könnte es doch zumindest eine sinnvolle Strategie sein?

      Das Problem dabei ist nur, daß man schon ziemlich charakterstark sein muss, um die Macht aus den Händen zu geben, wenn man Sie denn erst mal in besagten hält 🙂

      Außerdem ist zu befürchten, das es einen „Sklavenaufstand“ gäbe, wenn die Sklaven plötzlich vollkommen auf sich gestellt wären?

      • Stefan sagt:

        Also ganz grundsätzlich gesehen hat ja jemand der sich wählen hat lassen gar keine Macht. Der hat ja nicht plötzlich irgendwelche Zauberkräfte bekommen. Die Macht hat er ja nur, weil Millionen Gehirngewaschene daran glauben und ihm folgen. Das Problem sind also die Millionen Gehirngewaschenen und nicht wer da auf dem Thron sitzt.
        Larken Rose hat das finde ich mal sehr schön ausgedrückt: „Das Problem ist nicht wer auf dem Thron sitzt, sondern dass es überhaupt einen Thron gibt.“ (frei aus dem Gedächtnis übersetzt)
        Und den Thron gibt es nur wegen den Gläubigen. Ohne die Gläubigen wäre der Thron nichts weiter wie jeder andere Stuhl.

        Also du meinst, wenn die ganzen Gehirngewaschenen dich wählen, weil sie an die Wahl glauben, und die glauben ja dann daran, dass du die Macht hast und du ihnen dann sagst, ihr seid ab sofort frei, dann sind die plötzlich frei, also die Gehirnwäsche weg?
        Oder du schaffst sämtliche Steuern ab, also du schreibst ein Gesetz in dem steht „es gibt keine Steuern mehr“, also du schreibst auf einen Zettel einen Satz, und diesen Satz befolgen dann die 100.000-enden Staatsbeamten und Profiteuren des Systems ganz brav. Und wenn es dann drunter und drüber geht, wirst natürlich du dafür verantwortlich gemacht.

        Ich weiß nicht ob das funktionieren kann. Viele Voluntaristen meinen, es hätte vermutlich sogar eher negative Auswirkungen bezüglich der Freiheit. Der einzige Punkt bei dem ich mir sehr sicher bin ist, ohne die Gehirnwäsche aus den Köpfen der Leute zu bekommen, bringt das alles nichts. Gegen die Gehirnwäsche vorgehen kann man aber auch einfach so, ohne sich wählen zu lassen und damit erst mal selber Teil des Systems zu werden.

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