von Philipp A. Mende

Die in Gestalt der Schlagzeile daher kommende Aussage ist zu einem bestimmten Zeitpunkt innerhalb einer Diskussion stets DAS Totschlag-Argument von Kommunisten und Sozialisten. Anstattdessen hätte man ihre Idee „missbraucht“. Aber hat man das wirklich? Oder wurden die Lehren von Lenin, Marx und Co. nicht eher genauso umgesetzt, wie es diese verlang(t)en?

Studieren wir diesbezüglich im Folgenden ein paar Originale:

„Kampf, ‚unerbittlicher Kampf auf Leben und Tod‘ mit dem revolutionsverräterischen Slawentum; Vernichtungskampf und rücksichtslosen Terrorismus – nicht im Interesse Deutschlands, sondern im Interesse der Revolution! – Friedrich Engels, 1849 (MEW 6, 286).

„Der jüdische Nigger Lassalle, der glücklicherweise Ende dieser Woche abreist, hat glücklich wieder 5000 Taler in einer falschen Spekulation verloren… Es ist mir jetzt völlig klar, daß er, wie auch seine Kopfbildung und sein Haarwuchs beweist, von den Negern abstammt, die sich dem Zug des Moses aus Ägypten anschlossen (wenn nicht seine Mutter oder Großmutter von väterlicher Seite sich mit einem Nigger kreuzten). Nun, diese Verbindung von Judentum und Germanentum mit der negerhaften Grundsubstanz müssen ein sonderbares Produkt hervorbringen. Die Zudringlichkeit des Burschen ist auch niggerhaft. – Marx an Engels, 1862 (MEW 30, 257)

„Wir haben es von Anfang an für überflüssig gehalten, unsere Ansicht zu verheimlichen …Wir sind rücksichtslos, wir verlangen keine Rücksicht von euch. Wenn die Reihe an uns kommt, wir werden den Terrorismus nicht beschönigen. – Karl Marx, 1849 (MEW 6, 504)

„Es gibt nur ein Mittel, die mörderischen Todeswehen der alten Gesellschaft, die blutigen Geburtswehen der neuen Gesellschaft abzukürzen, zu vereinfachen, zu konzentrieren, nur ein Mittel – den revolutionären Terrorismus! – Karl Marx (MEW a.a.O. 5, 457)

„Man solle damit in einer sozialistischen Revolution beginnen, die primitiven Völkerabfälle wie etwa Basken, Bretonen, schottische Highlander, zu liquidieren. – Karl Marx, 1848 in der Rheinischen Zeitung

„Die Klassen und Rassen, die zu schwach sind, die neuen Lebenskonditionen zu meistern, müssen den Weg frei machen. Sie müssen in einem revolutionären Weltensturm untergehen. – Karl Marx, 1848 in der Rheinischen Zeitung

„Die Gewalt ist der Geburtshelfer jeder alten Gesellschaft, die mit einer neuen schwanger geht.– Karl Marx, 1867 (Das Kapital. Band 1. Siebenter Abschnitt: Der Akkumulationsprozess des Kapitals. MEW 23, S. 779)

„Jeder provisorische Staatszustand nach einer Revolution erfordert eine Diktatur, und zwar eine energische Diktatur.” – Marx an Engels (MEW 5, 402)

„Wir erkennen also im Judentum ein allgemeines, gegenwärtiges, antisoziales Element. – Marx an Engels (MEW 1, 372)

„Massenerschießungen sind ein legitimes Mittel der Revolution. – V. I. Lenin

Krieg bis in den Tod gegen die Reichen und deren Anhänger, die intellektuelle Bourgeoisie… `Der, der nicht arbeitet, soll auch nicht essen`- das ist das zweckmäßige Gebot des Sozialismus… Unser gemeinsames Ziel ist es, Russland von all dem Gift, von Flöhen – den Schurken, den Insekten – zu säubern – die Reichen usw. usf.” (“War to the death against the rich and their hangers-on, the bourgeois intellectuals… ‘He who does not work, neither shall he eat’ – this is the practical commandment of socialism… [Our] common aim [is] to clean the land of Russia of all vermin, of fleas – the rogues, of bugs – the rich, and so on and so forth.”)  – V. I. Lenin (How to Organise Competition?, Collected Works, Vol. 26, pp. 411, 414)

„Wir sind Sozialisten, wir sind Feinde der heutigen kapitalistischen Wirtschaftsordnung für die Ausbeutung der wirtschaftlich Schwachen, mit ihren unlauteren Gehältern, mit ihrer Auswertung eines Menschen nach Reichtum und Besitz, anstatt Verantwortung und Leistung, und wir alle sind entschlossen, dieses System unter allen Bedingungen zu zerstören. Adolf Hitler (Rede zum 1 Mai 1927. Zitiert von Toland, 1976, p. 306)

„Der Hammer wird wieder zum Symbol des deutschen Arbeiters und die Sichel zum Zeichen des deutschen Bauern werden.” Adolf Hitler (Rede zum 1. Mai 1934)

„Der Idee der NSDAP entsprechend sind wir die deutsche Linke (…) Nichts ist uns verhasster als der rechtsstehende, nationale Besitzbürgerblock. – Joseph Goebbels, 1931 („Der Angriff“, eine Gauzeitung der Berliner NSDAP)

„Sozialist sein: Das heißt, das Ich dem Du unterordnen, die Persönlichkeit der Gesamtheit zum Opfer bringen. Sozialismus ist im tiefsten Sinne Dienst. Verzicht für den Einzelnen und Forderung für das Ganze. – Joseph Goebbels

„Meine gefühlsmäßigen politischen Empfindungen lagen links.”Adolf Eichmann, Organisator der Massenmorde an den Juden, in seinen Memoiren

Wir werden nur eine Million Afghanen am Leben lassen – das genügt, um den Sozialismus zu errichten.” (We’ll leave only 1 million Afghans alive – that’s all we need to build socialism.”) – Sayyed Abdullah, Afghan communist prison governor (Sylvain Boulouque, Communism in Afghanistan, In: Stephane Courtois et al., The Black Book of Communism [Harvard University Press, 1999], p. 713)

  Wir machen das, was Lenin tat. Man kann den Sozialismus nicht ohne roten Terror errichten.” (“We are doing what Lenin did. You cannot build socialism without Red Terror.”) – Asrat Destu, Ethiopian army political commissar (Christopher Andrew and Vasili Mitrokhin, The Mitrokhin Archive II: The KGB and the World [Penguin, 2006], pp. 467-8)

 Absolute Macht ist, wenn ein Mensch verhungert und du der Einzige bist, der in der Lage ist, ihm Essen zu geben. (“Absolute power is when a man is starving and you are the only one able to give him food.”) – Robert Mugabe, Zimbabwean socialist dictator (The Times, UK, July 9, 2004)

  Tote haben Vorteile. Sie können den Boden düngern.” (“Deaths have benefits. They can fertilise the ground.”) – Mao Zedong (Jung Chang and Jon Halliday, Mao: The Unknown Story [Jonathan Cape, 2005], p. 457) 

Menschen behaupten, Armut sei schlecht, aber in Wahrheit ist Armut gut. Je ärmer die Menschen sind, umso revolutionärer sind sie. Es ist fürchterlich, sich eine Zeit vorzustellen, in der jeder reich sein wird… Von einem Überfluss an Kalorien werden die Menschen zwei Köpfe und vier Beine bekommen.” (“People say that poverty is bad, but in fact poverty is good. The poorer people are, the more revolutionary they are. It is dreadful to imagine a time when everyone will be rich… From a surplus of calories people will have two heads and four legs.”– Mao Zedong (Jung Chang and Jon Halliday, Mao: The Unknown Story [Jonathan Cape, 2005], p. 428)

 Das Unkraut des Sozialismus ist besser als die Erträge des Kapitalismus.” (“The weeds of socialism are better than the crops of capitalism.”) – Mao Zedong (Jung Chang and Jon Halliday, Mao: The Unknown Story [Jonathan Cape, 2005], p. 643) 

Man sollte weniger Gewissensbisse haben. Einige unserer Genossen zeigen zu viel Gnade und nicht genügend Brutalität, was bedeutet, dass sie nicht marxistisch genug sind. Aus diesem Grund haben wir tatsächlich kein Gewissen! Marxismus ist brutal! (“You’d better have less conscience. Some of our comrades have too much mercy, not enough brutality, which means that they are not so Marxist. On this matter, we indeed have no conscience! Marxism is that brutal.”– Mao Zedong (Jung Chang and Jon Halliday, Mao: The Unknown Story [Jonathan Cape, 2005], p. 411)

 Die Waffe des Rebellen ist der Beweis seiner Menschlichkeit. Daher muss man in den ersten Tagen der Revolte töten: Einen Europäer niederzuschießen ist wie zwei Vögel mit einem Stein zu töten, einen Unterdrücker und den Menschen zu vernichten, den er gleichzeitig unterdrückt… wenn einst der letzte Ansiedler getötet ist, nach Hause verfrachtet oder angeglichen wurde, verschwindet die Brut einer Minderheit, um durch den Sozialismus ersetzt zu werden.” (“The rebel’s weapon is the proof of his humanity. For in the first days of the revolt you must kill: to shoot down a European is to kill two birds with one stone, to destroy an oppressor and the man he oppresses at the same time… once the last settler is killed, shipped home or assimilated, the minority breed disappears, to be replaced by socialism.” ) – Jean-Paul Sartre (Preface, Frantz Fanon, The Wretched of the Earth [Penguin, 1967], pp. 19-20) 

 Ein rücksichtsloser Kampf zwischen dem Landvolk und unserem Regime ist im Gange. Es ist ein Kampf bis in den Tod. Dieses Jahr war eine Prüfung unserer Stärke und deren Ausdauer. Eine Hungersnot war nötig, um ihnen zu zeigen, wer hier der Boss ist. Sie hat Millionen Leben gekostet, doch das kollektive Landwirtschaftssystem wird beibehalten werden.” (“A ruthless struggle is going on between the peasantry and our regime. It’s a struggle to the death. This year was a test of our strength and their endurance. It took a famine to show them who is master here. It has cost millions of lives, but the collective farm system is here to stay.”)   – M. M. Khatayevich, Ukrainian communist leader (Victor A. Kravchenko, I Chose Freedom [Transaction Publishers, 1989], p. 130)

 Im neuen Kampuchea brauchen wir nur eine Million, um die Revolution fortzuführen. Den Rest brauchen wir nicht. Wir ziehen es vor, zehn Freunde zu töten als auch nur einen Feind am Leben zu lassen. (“In the new Kampuchea, one million is all we need to continue the revolution. We don’t need the rest. We prefer to kill ten friends rather than keep one enemy alive.”– Khmer Rouge slogan (Pin Yathay, Stay Alive, My Son [Touchstone, 1987], p. 148)

 Da er uns nicht mehr von Nutzen ist, stellt es keinen Vorteil dar, sollte er leben und keinen Verlust, sollte er sterben.” (“Since he is of no use anymore, there is no gain if he lives and no loss if he dies.”) – Pol Pot

Usw.

Es erübrigt sich im Grunde jedweder Kommentar hinsichtlich dieser nur kleinen Auswahl warmherziger und friedliebender” Zitate. Selbstverständlich wird in den meisten Fällen selbst die schonungslose Aufdeckung der dem Sozialismus und Kommunismus systemimmanenten, geistesgestörten Inhalte nicht zu Zweifeln am bis dato Weltbild oder gar zum Umdenken führen. Der Grund hierfür besteht v.a. darin, dass Menschen den Sozialismus und/oder Kommunismus prinzipiell für etwas Gutes halten, doch nur der böse und dumme Mensch wolle das einfach nicht einsehen. Haben nicht exakt alle versucht, genau deshalb einen „neuen Menschen“ zu „kreieren“ und mussten dafür nicht stets diejenigen entsorgt werden, die daran kein Interesse hatten? Die traurige Wahrheit, die auf Seiten von Sozialisten und Kommunisten konstant ignoriert wird, besteht darin, dass ihre rücksichtslose Gesellschaftsklempner-Ideologie stets RICHTIG umgesetzt wurde und wird, denn die Lehren von Lenin, Marx, Shaw etc. lassen sich nur mit der „Erschaffung eines neuen Menschen“ erfüllen (was zudem stets explizit Voraussetzung gewesen war, so lautete beispielsweise ein Werk von Ché Guevara: „Der neue Mensch“) und dazu gehörte der alte Mensch entweder auf brutale Weise „umerzogen“ oder eben ausgerottet (wenngleich im Falle Guevaras bereits wegen seiner zentralistischen Wirtschafts- und Finanzpolitik Tausende ums Leben kamen). Oder was – falls dem ja angeblich gar nicht so ist – musste und muss mit Menschen geschehen, die ihr moralisch sauber herleitbares Naturrecht in Anspruch nahmen und nehmen, nämlich schlicht und ergreifend in Ruhe gelassen werden zu wollen bzw. nicht beim wie auch immer gearteten Programm des „neuen Menschen“ teilnehmen zu wollen?

Es ist interessant bis haarsträubend, wie indoktrinierte Heerscharen von Sozialismus/Kommunismus-Befürwortern ein Abermillionen-Grab von Toten damit relativieren, dass angeblich „eine Idee missbraucht“ wurde. Komischerweise ist sie ja nicht nur in einem Land „missbraucht“ worden, sondern überall dort, wo man den Kommunismus als Endziel hatte. Der Umstand, dass die Katastrophe dem Sozialismus/Kommunismus aufgrund dessen kollektivistischen Zwangsstrukturen immanent bzw. immer und immer und immer vorprogrammiert war, ist und sein wird, scheint bizarrerweise kaum zu interessieren. Lieber wird in der Hoffnung, mittels der dauerhaften Initiierung von Gewalt, „hoheitlicher“ Planung sowie Zwang glückliche Menschen zu „schaffen“, der einhundertdrölfzigste Sozialismus-Versuch gewünscht (und auch umgesetzt!) anstatt der individuellen Freiheit in Form einer beispielsweise offenen Gesellschaft auch nur einen Gedanken zu schenken.

Egal, ob sie nun Hitler, Stalin, Mao, Pol Pot, Che Guevara, Ceaușescu, Honecker usw. hießen: Durch die Bank sollen sie alle die Lehren „missbraucht“ haben? Zudem wird allen Ernstes geglaubt, wenn nur der Eine, der „Richtige“ käme (oder eine Gruppe von „Richtigen“), so dann werde der Sozialismus und/oder Kommunismus eine gute Sache? Wäre die Moral eine Person, so fände sie es beschämend, nach dem bisherigen Erfahrungsschatz hinsichtlich sämtlicher sozialistisch-kommunistischer Gesellschaftsklempnereien immer noch zu glauben, Sozialismus und/oder Kommunismus seien, wenn sie denn nur „richtig umgesetzt“ werden würden, eine Wohltat für die Menschen.

Sozialismus und/oder Kommunismus waren, sind und werden immer kollektivistische Ideologien verkörpern und somit dem individuellen Streben nach Freiheit und Glück entgegenstehen. Und ohne individuelle Freiheit gibt es auch keine gesellschaftliche Freiheit. Sozialismus/Kommunismus und Freiheit stehen diametral zueinander.


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52 Responses to Der Sozialismus/Kommunismus wurde nur noch nie richtig umgesetzt!

  1. Tester sagt:

    Der Schlußgedanke ist korrekt, kann ich auch aus Erfahrung bestätigen. Es versteht nur kaum jemand, dass Sozialismus nur ein leicht anders verpackter Faschismus ist – Der Staatskapitalismus in Vollendung.

    Gute Ansätze, die auch lange gut gingen, waren ex-Yugoslawien (vor der Zerstörung von außen durch extreme Sanktionen) sowie Lybien (vor der Zerstörung durch NATO und Jihadisten). Beides hatte jedoch mit der Marx/Sowiet-Version null zu tun, war viel freier und war jeweils nur einer führenden Gestalt zu verdanken, die tatsächlich im Interesse des Volkes gearbeitet hat (Tito und Gadhafi). Nach Tito war es mit Yugo zu Ende, der Rest waren alles die üblichen Polit-Schlampen, die sehr schnell das Land verraten und ins Chaos und in Kriege gestürzt haben.

    • Marius sagt:

      Das ist jetzt ein Witz oder? Tito? GaddafI? Vom Volk gewollt? Jugoslawien und Libyen waren frei? Und nicht zum mindest zum größten teils korporatistisch? Und die sollen nur den Bach runter gegangen sein, wegen der NATO?! Ich glaub mich trifft der Schlag. Ich mag ja die westlichen Regierungen nicht, aber das ist wirklich kein Grund, die im Osten hoch zu jubeln. Tito und Gaddafi waren Tyrannen

  2. Freidenker sagt:

    Eine Sache stößt mir gerade ein bischen auf… offene Gesellschaft – Karl Popper, der ja auch den Staat als Notwendiges Übel sah.

    Was ist denn, wenn es keinen Staat mehr gibt? Wer herscht dann? Die Konzerne! Und da wirds mit dem Libertarismus pervers!

    • michael sagt:

      eine interessante these…kannst du das auch logisch und nachvollziehbar herleiten wie das funktionieren soll?
      blos wer schmiert gerade (auch genannt lobbyismus), die politiker und herrscht indirekt über das gewaltmonopol?

      wenn angeblich ohne staat die konzerne über uns herrschen werden(welches du ja noch nachvollziehbar herleiten müßstest) und jetzt im primzip ebenfalls die konzerne über uns herrschen, dann wäre das jetzige system auch pervers.

      btw. die konzerne können nur mit dem staat existieren.

      • Freidenker sagt:

        Ich hätte auf eine Kurzfassung meines Beitrages verzichten sollen. Was du schreibst halte ich durchaus für korrekt!
        Mein Gedanke geht dahin, dass wenn kein Staat mehr vorhanden ist, die Konzerne doch aufgrund der Finanz- und Marktmacht machen können was sie wollen. Versicherungen werden undurchsichtiger, Lebensmittel werden noch schlechter, weil man mehr bescheißen kann. Energie, Wasser etc > noch krassere Preisabsprachen – Einfach gefragt – Welche Macht hat der Mensch, wie kann er sich Schützen? Sicher der Staat schützt uns auch nicht wirklich, profitiert er doch davon. Aber ohne Exekutive und Judikative?

        „die konzerne können nur mit dem staat existieren.“
        Warum? Wegen dem Lobbyismus?

        • michael sagt:

          „Mein Gedanke geht dahin, dass wenn kein Staat mehr vorhanden ist, die Konzerne doch aufgrund der Finanz- und Marktmacht machen können was sie wollen. “
          bist du der meinung, daß die politik die interessen der bürger oder eher die der konzerne vertritt?

          “ Sicher der Staat schützt uns auch nicht wirklich, profitiert er doch davon.“
          ganz genau ! 🙂

          • Freidenker sagt:

            Und wie verhält es sich denn dann mit Recht und Gesetz?

          • FwF-sandman sagt:

            Hallo Freidenker,

            um Deinen berechtigten Fragen erfolgreich auf den Grund zu gehen ist es zwingend notwendig (vertraue mir da bitte, ich habe da Erfahrung), sich zuerst mit grundsätzlichen Dingen zu beschäftigen und erst danach mit den Auswirkungen. Solange man das Pferd von hinten aufzäumt, blockiert man sein eigenes Denken.

            Fragst Du also, was wäre wenn, machst Du genau das. Du solltest zuerst der Frage nachgehen. Warum nicht so wie jetzt?

            Wenn Du also einverstanden bist, diesen gedanklichen Weg zu gehen, würde ich gerne ein Stück weit mitkommen.

            Wir würden dann nicht mit Deiner Frage „Und wie verhält es sich denn dann mit Recht und Gesetz?“ beginnen, sondern mit dieser:

            Was ist „Recht“ und was ist „Gesetz“? Hast Du Lust dazu?

          • Freidenker sagt:

            Da werde ich wohl missverstanden.

            Mir geht es nicht um Gesetze als solche! Einfaches Beispiel:

            Ich habe einen Autounfall. Der verursacher aber streitet alles ab, mir ist ein enormer Schaden entstanden. Wie setzte ich meine Forderungen durch.

            Ich habe eine Versicherung abgeschlossen und diese zahlt nicht obwohl sie es müsste. Vor Gericht kann ich diese nicht ziehen! Wie setzte ich mein Recht durch???

            Das ist eine ganz einfache Frage!!!

          • FwF-sandman sagt:

            Ja, eben. So einfach ist es eben nicht. Natürlich kannst Du ein Gericht anrufen. Die Funktionsweise eines Zusammenlebens ohne ein Gewaltmonopol ist Dir eben überhaupt nicht klar.

            Vorher sollten wir uns aber um grundsätzliche Dinge kümmern.

            Möchtest Du das oder nicht.

          • Freidenker sagt:

            Ich habe dir eine Frage gestellt, auf welche ich gerne eine Antwort hätte.

            Da ich statt dieser nur ausschweifungen lese gehe ich davon aus, dass es eben nicht möglich ganz ohne Staat auszukommen.

            Aber das passt wohl nicht ins voluntaristische Weltbild

          • FwF-sandman sagt:

            Und ich habe Dir geantwortet, dass Du einerseits in einer Vol. Gesellschaft sehr Wohl Gerichte bemühen kannst, da es diese auch dort geben wird, dass ich aber andererseits mit Dir darüber sprechen möchte, was „Recht“ eigentlich heute bedeutet und was es im Voluntarismus bedeuten würde.

            Wenn Du das nicht möchtest, haben weitere Unterhaltungen über irgendwelche Funktionsweisen keinen Sinn. Erst muss Klarheit über die Definitionen herrschen, dass kann man etwas aufbauen.

  3. Zef sagt:

    „Du bist nichts, Dein Kollektiv ist alles!“
    bringt das sozialistische Anliegen unübertroffen zum Ausdruck.

    Josef Schüßlburner
    http://ef-magazin.de/2009/11/23/1669-sozialismusforschung–freiheit-oder-sozialismus

    Wo immer die Freiheit des Einzelnen durch die Freiheit des Kollektivs „aufgehoben“ wird, dort wird Sozialismus/Kommunismus präzise umgesetzt.

    Betriebssystem-Routine für diesen Vorgang ist die hegelsche Dreitaktdialektik: Position, Negation, Mediation / These, Antithese, Synthese.

    Fatal Error: In ein logisches System darf nichts aufgenommen werden, was ein Verhältnis zum Dasein/zur Existenz, hat – und umgekehrt.

    Hegel hat darin vollkommen und absolut recht, dass es ewig gesehen, sub specie aeterni, in der Sprache der Abstraktion, im reinen Denken und im reinen Sein kein ‚aut-aut‘ gibt; wo zum Teufel sollte es denn da auch herkommen, da die Abstraktion [von konkreter individueller subjektiver Existenz] ja gerade den Widerspruch wegnimmt… (Kierkegaard, Nachschrift).

    Entgegen der Ansicht von Gottspielern,
    kann man Existentielles dialektisch nicht „aufheben“.

    • Anonymus sagt:

      Im KOmmunistisch Manifest, das die Grundidee des Kommunismus darstllt, wird sogar grundlegend erwähnt, dass der Kommunismus nicht ohne die Individualität des einzelnen funktioniert. daher sind wohl alle eure Annahmen, die behaupten, dass du nichts bist, oder nur deine Arbeitskraft etwas zählt unnachweisbar. Es ist sogar so, das Marx und Engels gerade von diesem „Arbeitskraft als Wert“ weg kommen wollten. Zu den im Artikel erwähnten Aussagen: Rassismus war zu dieser Zeit witverbreitet, natürlich hat der Kommunismus Schwächen und Fehler doch die Grundidee ist icht unbedingt schlecht, manche Leute fürchten einfach um ihren Besitz, obwohl dieser nicht verloren geht.

  4. Nullte_Instanz sagt:

    Hallo Sandman,

    die Unterhaltung zwischen dir und Freidenker finde ich sehr interessant. Neutral gesehen kann ich eure beiden Positionen zu 100% verstehen, was mich auch gleich zu meiner Frage im gestrigen Beitrag führt.

    Ich denke das genau diese Situation ein Paradebeispiel für das ist, was ich angesprochen habe. http://www.freiwilligfrei.info/archives/4563#comment-6728 (Runter scrollen bis zum Teil „Ein Problem wenn man solche Diskussionen führt…“)

    @Freidenker (sofern du noch mitliest!)
    Leider habt ihr (Du und Sandman) sehr auffällig aneinander vorbei geredet. Die erste wichtige Frage die Du gestellt hast war „Was ist denn, wenn es keinen Staat mehr gibt? Wer herscht dann? Die Konzerne!“
    Nein das würden sie nicht! (Das setzt aber existenziellere Dinge voraus!!!) Michael sowie Sandman wollten dann darauf hinweisen, das erst die Probleme bzw. Fehler im jetzigen System aufgedeckt werden müssen/müssten. Auf Fragen, wie z.B. Gesetz durchgesetzt werden können, kann nicht pauschal geantwortet werden. (Da die Antwort ganz einfach den Rahmen sprengen würde!).

    Ich kann mir sehr gut vorstellen das Du jetzt der Meinung bist, das die Fragen die Du gestellt hast, nicht beantwortet wurden, weil sie zu Utopisch klingen würden. Doch das ist nicht der Fall! Vielmehr würde sie einfach zu lang ausfallen (müssen). Und da auch alle nötigen Antworten bereits vom FwF-Team zusammengestellt wurden (sehr ausführlich!), muss man auch Akzeptieren, das sie nicht unbedingt näher auf solche Sachen eingehen werden.
    Ich kann dir nur die Artikelsammlung „Hurra, wir werden gezwungen“ empfehlen. Du wirst sehen das sich ganz viele deiner Fragen schon beantworten werden. Damit wird nämlich schon mal eine gute Grundlage für einen gemeinsamen Konsens geschaffen, Diskussionen könnten somit viel entspannter und Sachlicher geführt werden.

    Gruß Phil

    • sniko sagt:

      Auch ich kann beide Seiten gut verstehen, die eine möchte eine Diskussion ohne Fundament vermeiden, die andere fragt nach Alternativen zum Status quo. Beide haben Recht, wenn aber keiner der beiden einen halben Schritt auf den anderen zu macht, bleibt’s beim obigen Resultat. Warum also kann man nicht wenigstens z.B. auf den Lösungsansatz der dispute resolution orgs hinweisen? Ansonsten hat man bei Fragen nach Alternativen den Eindruck, dass mangels Antworten nur geblufft wird. Das mag jetzt wie Meckerei klingen, isses nich, es war nur auch meine etwas frustrierende Erfahrung auf der Suche nach Ideen, die auf den sehr guten Analysen basieren. Die gibt es ja, auch hier, aber eben schwer zugänglich.
      Auch halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass jemand Interessierter wie Freidenker sich gern in die Spur machen wird, und darüber recherchiert. Er wird eine Unmenge Ideen finden, und als offener Mensch dazulernen. Das kostet erst einmal viel weniger als eine Artikelsammlung zu durchforsten, um zumindest zu erkennen, dass Ihr doch ein paar Asse auf der Hand habt. Damit wäre sicher auch das Interesse geweckt, Begriffe wie Recht und Gesetz zu hinterfragen.

      • wecksignale sagt:

        nur mal so als denkanstoss:

        wenn jemand tatsächlich interesse hat, sich mit dem thema auseinander zu setzen, wäre der erste schritt eigeninitiative zu zeigen und sich selbst zu informieren. er benötigt vermutlich (je nach lesegeschwindigkeit) ca. 3-5 stunden um sich die grundlagen anzueignen. dafür gibt es die textsammlung unter „neu hier?“.

        die jungs von FwF haben zusammengenommen monate/jahre an lebenszeit in diese website und die aufbereitung der informationen investiert. mir ist es schleierhaft, wie man auf die idee kommen kann, bzw. erwartet, dass jede basic-frage immer wieder von neuem jedem einzelnen ausführlich beantwortet wird. man ist nicht bereit ein paar stunden zu investieren um sich selbst zu informieren, erwartet aber, dass fremde menschen einem ihre lebenszeit opfern um immer wieder das selbe zu tun.

        • sniko sagt:

          Danke für den Stoß 😉
          Was ich meinte war nicht eine ewiglange Erklärung der Basics, sondern eben auch ein Denkanstoß für den „Zweifler“. Das sollte aber nicht in Richtung „liesDirDochmalAllerleimeinerVeröffentlichungendurch bis Du etwas Passendes Gefunden hast“, sondern „wir haben hier und hier etwas zum Thema DROs, besonders gut dazu finde ich zu dem Thema auch die Autoren X und Y“ oder was immer man KONKRETES zu der Frage hat, und wenn es nur das Stichwort DRO ist. ((Dass das hier bei Freidenker vielleicht doch nichts gebracht hätte, ist ein anderes Thema.)) Ich hätte vor ein paar Monaten noch jeden für die drei Buchstaben umarmt 🙂
          Klingt jetzt schon wieder nach Meckerei, aber ich stimme mit Dir überein, dass die Jungs hier einen tollen Job machen, und es frustriert mich, wenn es wegen Kleinigkeiten nicht so gut wie möglich rüberkommt.

    • FwF-sandman sagt:

      Hallo Phil,

      danke für Deine Analyse. Ich finde sie recht treffend.

      Auf recentr.com wurde ein Artikel zu Stefan Molyneux veröffentlicht, unter dem Freidenker folgenden Kommentar über fwf und auch mich postete:

      „Freiwillig Frei hat sich nicht angeschlossen, FwF ist bereits so gegründet worden. Sandman’s/Haukes Youtube Kanal ist SandmanFDR, es sind von Anfang an Freedomain Radio Jünger gewesen die teils erfolgreich in der libertären Szene abgefischt haben. Haukes Familienprofil passt außerdem dazu, aber ich überlasse es euch das rauszufinden. Ich bin fertig mit diesen Vipern. Aber die streiten sich untereinander schon genug, was soll ich da noch meine Zeit verschwenden.
“

      Was er von meinem Familienprofil zu wissen glaubt, ist schon spannend. Meine Familie ist intakt und ich habe ein gutes Verhältnis zu meinem Vater (meine Mutter starb früh).

      Freidenker wird hier zumindest nicht mehr posten. Wir alle können mit unserer Zeit etwas besseres Anfangen, als auf einen Troll einzugehen.

      Der Artikel ist lesenswert, nicht, weil er nun besonders gut recherchiert ist, sondern weil er viel über die Arbeit von Benesch zeigt. Ich kenne Molyneux schon seit über 6 Jahren und kann sagen, dass die Hälfte dessen, was in Beneschs Artikel steht, Quatsch ist.

      Die Fronten zwischen den libertären Wählern und den Nichtwählern scheinen so verhärtet zu sein, dass kaum noch eine vernünftige Unterhaltung möglich ist. Ich finde das sehr bedauerlich

      • Equality 7-2521 sagt:

        Schwer auseinanderzuhalten, aber der Kommentar bei recentr ist von Freigeist nicht Freidenker.

        Ich halte es für kontraproduktiv Menschen vom Voluntarismus überzeugen zu wollen. Es ist nicht wichtig ob sie zur Wahl gehen oder nicht. Das ändert nichts. Wichtig ist aber ihre Einstellung zum Leben, zur Verantwortung und zu den Mitmenschen. Wenn man das im Hinterkopf hat, versucht man nicht möglichst viele Leute auf seine „Seite“ zu ziehen. Ironischer Weise würde man dadurch genau die Massenmentalität fördern die man auszumerzen versucht.

        „Erkenne und achte deine Bedürfnisse und die der anderen“[Oliver Heuler]

        Ich finde es immer sehr angenehm deine Kommentare zu lesen Sandman, ich denke du bist auf dem richtigen Weg.

        http://www.voluntarist.de/wege-zur-freiheit/#more-205

        • FwF-sandman sagt:

          Oh, sorry, das tut mir leid. Da habe ich mich wirklich verguckt. Also nehme ich alles zurück. Danke Equality.

        • FwF-sandman sagt:

          Equality, ich habe auch gar nicht mehr vor, jeden zu überzeugen. Ich kann nicht mehr tun, als diejenigen einzuladen, sich mal ganz ohne Scheuklappen mit einer ungewohnten Sichtweise auseinanderzusetzen.

          Wer der Einladung nicht folgen möchte, muss es ja nicht.

          Ich habe für mich festgestellt, und da war mir Oliver Heuler ebenso eine große Hilfe, wie auch mein Freund Heikophilo, dass man eine Einladung besser höflich und freundlich übermittelt, als feindselig und provozierend. Insofern freue ich mich, dass Du meine Kommentare magst.

          Gruß

          Hauke

  5. Hans Aplast sagt:

    Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichheit sind die höchsten Werte der Menschheit.
    Kein Leben ist mehr oder weniger Wert als ein anderes Leben. Kein Mensch hat mehr oder weniger Rechte als ein anderer. Alles andere ist eine Form von Diktatur.
    Wir haben einen technologischen Stand erreicht, der im Prinzip jede Regierung überflüssig macht.
    Wir haben Freie-Energie – das ist der Weg in die Freiheit und das Ende der Macht.

    • Hermann Messmer sagt:

      Ich selbst kann für mich festlegen, welches meine höchsten Werte sind.
      Wer will das schon für die Menschheit tun können?
      Eine Regierung wurde nie benötigt, völlig unabhängig vom technologischen Stand.
      Alle paar Jahre gibt es wieder das versprechen der unendlichen, der freien oder der kostenlosen Energie. Die Marktdurchdringung ist aber immer noch gleich NULL. Den Weg zur Freiheit muß man selbst anders gehen.
      Das eigene und fremde Individuum erkennen und schätzen lernen ist der Weg in die Freiheit. Das Wort Gleichheit kann man bei Individuen dann aus dem Wortschatz streichen. Es wird nicht gebraucht.

  6. isomorph sagt:

    Sozialismus ist eine Illussion. Genau wie die Dunkelheit.

    „Es weiss doch ein jedes Kind, dass der Sozialismus nur nicht funktioniert hat, weil es neben ihm noch den Kaptitalismus gab, der den Sozialismus zerstört hat.“

    Dunkelheit wird erzeugt durch Abwesenheit von Licht. Doch selbst in der tiefsten Dunkelheit, ist immer noch Licht. Die Dunkelheit kann ohne Licht nicht existieren, sehr wohl jedoch kann Licht ohne Dunkelheit existieren. Daher ist Dunkelheit illusion.

    lg iso

    http://globalefreiheit.de/

  7. isomorph sagt:

    Sozialismus ist eine Illussion. Genau wie die Dunkelheit.

    „Es weiss doch ein jedes Kind, dass der Sozialismus nur nicht funktioniert hat, weil es neben ihm noch den Kaptitalismus gab, der den Sozialismus zerstört hat.“

    Dunkelheit wird erzeugt durch Abwesenheit von Licht. Doch selbst in der tiefsten Dunkelheit, ist immer noch Licht. Die Dunkelheit kann ohne Licht nicht existieren, sehr wohl jedoch kann Licht ohne Dunkelheit existieren. Daher ist Dunkelheit illusion.

    lg iso

    globalefreiheit.de

  8. Zef sagt:

    > ohne individuelle Freiheit gibt es auch keine gesellschaftliche Freiheit.

    Das Ganze empfängt sogar sein „Heilesein“ vom Einzelnen. Und auch die Verwandlung der Geschichte (neudeutsch: „change“) kann nur vom Einzelnen her geschehen (anschliessende Vereinigung nicht ausgeschlossen).

    „Man hat das Mensch_sein abgeschafft, und jeder Spekulant verwechselt sich selbst mit der Mensch_heit…

    Wenn man gelernt hat, dass jeder Schuljunge “wir” sagen kann, dann lernt man, dass es doch ein bisschen mehr bedeutet “einer” zu sein; und wenn man sieht, dass jeder Kellerwirt das Spiel spielen kann, “die Menschheit” zu sein, so sieht man zuletzt ein, dass es mehr ist, ein einfacher Mensch recht und schlecht zu sein, als auf diese Weise ein Gesellschaftsspiel zu spielen “ (Kierkegaard, Nachschrift).

  9. […] Der Sozialismus/Kommunismus wurde nur noch nie richtig umgesetzt […]

  10. […] wurde nur noch nie richtig versucht. [green_message]Source: http://www.freiwilligfrei.info/archives/4576 [/green_message] Follow me on Facebook at […]

  11. Jonas Peters sagt:

    Mir gefällt das Video sehr gut, weil es grundsätzlich richtige Gedanken vermittelt (v.A. dass nicht zwischen links und rechts, sondern zwischen Freiheit und Unfreiheit unterschieden werden sollte).
    Was allerdings Voluntaristen zu übersehen scheinen ist, dass der Mensch nicht nur einen Freiheitsdrang, sondern auch einen Sicherheitsdrang hat. Das betrifft nicht nur die körperliche Unversehrtheit, sondern v.A. auch die wirtschaftliche Sicherheit.
    Ich denke außerdem, dass man tatsächlich viele Sicherheiten wie z.B. Sozialsysteme als Zwang (und nicht als freiwillige Kasse) einsetzen muss, weil ansonsten ein wirklich riesiges Ungleichgewicht zwischen intelligenten, erfolgreichen (weil gebildeten) Menschen und den einfacher gestrickten Menschen entsteht. Und dass ein zu großes Ungleichgewicht im Wohlstand der Bevölkerung zu Aufständen führt ist in meinen Augen unumstritten.
    Man kann die Menschen nicht komplett ihres eigenen Glückes Schmied sein lassen, weil manche Menschen eben nicht gut genug schmieden können.

    • michael sagt:

      hi jonas

      „Was allerdings Voluntaristen zu übersehen scheinen ist, dass der Mensch nicht nur einen Freiheitsdrang, sondern auch einen Sicherheitsdrang hat. Das betrifft nicht nur die körperliche Unversehrtheit, sondern v.A. auch die wirtschaftliche Sicherheit.“

      wir übersehen es nicht. wr sind nur dagegen, das eine kriminelle räuberische gruppe mit gewaltmonopol, die geschichtlich betrachtet, zu den größten massenmördern der menschheit gehört, sich um unsere sicherheit kommen soll.
      man würde ja auch nie einen notorischen kinderschänder die sicherheit seiner kinder anvertrauen, oder 🙂

      „Ich denke außerdem, dass man tatsächlich viele Sicherheiten wie z.B. Sozialsysteme als Zwang (und nicht als freiwillige Kasse) einsetzen muss,“
      brauchst du androhung von gewalt, um ein guter mensch zu sein? kann sozial sein mit gewalt erzwungen werden? ich glaube das nicht.
      sozial sein, geht nur freiwillig…

      „Man kann die Menschen nicht komplett ihres eigenen Glückes Schmied sein lassen, weil manche Menschen eben nicht gut genug schmieden können.“
      brauchst du jemanden, der dir sagt wie du zu leben hast? ich nicht.
      kann ein völlig fremder mensch in irgendeinem büro denn wissen, was das beste für millionen von wildfremden menschen ist?

      kann man probleme mit gewalt lösen? gute ideen brauchen keinen zwang…nur schlechte ideen.

      schau dich gerne auf der seite um und schau dir vielleicht ein paar videos an, die lösungskonzepte und lösungsbeispiele geben, die keine gewalt brauchen.

      grüße

      • Jonas Peters sagt:

        Deine Antworten enttäuschen mich, unser Weltbild unterscheidet sich offensichtlich doch sehr.
        “Was allerdings Voluntaristen zu übersehen scheinen ist, dass der Mensch nicht nur einen Freiheitsdrang, sondern auch einen Sicherheitsdrang hat. Das betrifft nicht nur die körperliche Unversehrtheit, sondern v.A. auch die wirtschaftliche Sicherheit.”

        wir übersehen es nicht. wr sind nur dagegen, das eine kriminelle räuberische gruppe mit gewaltmonopol, die geschichtlich betrachtet, zu den größten massenmördern der menschheit gehört, sich um unsere sicherheit kommen soll.
        man würde ja auch nie einen notorischen kinderschänder die sicherheit seiner kinder anvertrauen, oder 🙂

        Ich finde diese Haltung, dass „der Staat“ etwas böses ist, das uns von oben herab verskalvt nicht dieser Zeit angemessen. Es mag sein, dass es in der Vergangenheit tatsächlich einen Staat gab, der die Interessen einer Minderheit im Focus hatte. Heutzutage sind WIR ALLE der Staat und es wird versucht das Beste für uns alle rauszuholen. Das ist meine Überzeugung, du bist offensichtlich anderer Meinung.

        “Ich denke außerdem, dass man tatsächlich viele Sicherheiten wie z.B. Sozialsysteme als Zwang (und nicht als freiwillige Kasse) einsetzen muss,”
        brauchst du androhung von gewalt, um ein guter mensch zu sein? kann sozial sein mit gewalt erzwungen werden? ich glaube das nicht.
        sozial sein, geht nur freiwillig…

        Der Mensch hat zwei Urinstinkte, die ihn antreiben und weshalb es die Rasse Mensch noch gibt.
        Zum einen der Drang, das Beste für sich selbst rauszuholen, damit möglichst viel eigene Gene weitergegeben werden.
        Zum anderen der Altruismus, der angeborene Trieb anderen, die einem Nahe stehen zu helfen.
        Aus diesem zweiten Drang heraus sind Lebensgemeinschaften, sozusagen Gesellschaften entstanden. Der Mensch ist in seiner Entwicklung bzgl. der Hormone/INstinkte und Triebe noch in dieser Zeit, er ist also darauf ausgelegt in kleineren Gemeinschaften zu leben und sich in kleineren Gemeinschaften zu unterstützen.
        Die heutige Bevölkerungsstruktur ist anders. Es kennt nicht jeder jeden und kaum einer ist bereit, etwas vom eigenen Hab und Gut abzugeben (was einen persönlichen Nachteil bedeuten würde) für jemanden, den er gar nicht kennt. In den Dorfgemeinschaften der Urmenschen kannte jeder jeden, jedes altruistische Verhalten wurde bemerkt und honoriert. Da das heute nicht mehr der Fall ist, werden komplexere Gesetze und ein Staat benötigt.

        “Man kann die Menschen nicht komplett ihres eigenen Glückes Schmied sein lassen, weil manche Menschen eben nicht gut genug schmieden können.”
        brauchst du jemanden, der dir sagt wie du zu leben hast? ich nicht.
        kann ein völlig fremder mensch in irgendeinem büro denn wissen, was das beste für millionen von wildfremden menschen ist?

        Hier ist deine schwächste Antwort.
        Es geht nicht darum, dass dir jemand sagt, wie du zu leben hast. Es geht darum, dass nicht jeder Mensch ohne die Gemeinschaft überleben kann, bzw. dass manche Menschen mehr Potential haben als andere. Ohne einen sozialen Ausgleich würde das dazu führen, dass „der Pöbel rebelliert“. Wenn du wiederum argumentierst, dass ja ein freiwilliger Ausgleich passieren kann, dann ist derjenige, der diesen empfängt automatisch wieder abhängig (also Sklave) vom Gönner. Ist das denn besser als das jetzige System, wo im Prinzip viele (der Staat/die Kasse) als Geber fungieren?

        • Hermann Meßmer sagt:

          @Jonas Peters
          „Ich finde diese Haltung, dass “der Staat” etwas böses ist, das uns von oben herab verskalvt nicht dieser Zeit angemessen. Es mag sein, dass es in der Vergangenheit tatsächlich einen Staat gab, der die Interessen einer Minderheit im Focus hatte. Heutzutage sind WIR ALLE der Staat und es wird versucht das Beste für uns alle rauszuholen. Das ist meine Überzeugung, du bist offensichtlich anderer Meinung.“
          Die Frage ist woraus sich Deine Überzeugung nährt. Unser Geldsystem, mit der Schaffung von Geld aus dem Nichts, hatten frühere Herrscher nicht zur Verfügung. Der Charme daran ist, dass 99% der Menschen, dieses System überhaupt nicht hinterfragen und die Auswirkungen verstehen. In der Schule wurde von uns Schülern das Abpressen des 10ten Teiles von Bauern durch die früheren Herrscher als Ungerechtigkeit empfunden. Heute werden mehr als 50% abgepresst. Das Verfahren ist nur viel undurchsichtiger geworden. Und viele finden es auch noch gerecht.
          Der Glaube an den Staat kommt aus Deinem Sicherheitsbedürfnis. In dieser großen Familie darfst Du Dich aufgehoben fühlen. Wie ein Kind in einer Familie, in der Vater und Mutter die Kinder schlagen, wird doch das Kind zu Vater und Mutter halten. Es ist seine Familie. Nur wenn die Schmerzen unerträglich werden, wird das Kind davonlaufen. Oder es wird erwachsen. Wirklich erwachsen.
          Regierungen können heute mit privaten Firmen vor den Augen der Weltöffentlichkeit Hochhäuser sprengen. Die Familienmitglieder werden den Feind in fernen Ländern suchen. Der Feind ist nicht in der eigenen Familie. Das glauben Kinder.
          Wie wäre es denn, wenn wir davon ausgehen dürfen, dass auch Regierungen über Wissen zur Massenbeeinflußung verfügt. Und wenn Regierungen dieses Wissen nutzt um die Belange der Regierung und der Regierungsmitglieder (inkl. Beamtenapparat) für den eigenen Nutzen anwendet.
          Lieber Jonas Peters. Du bist in diesem Spiel der Massenbeeinflußung nur eine Schachfigur. Die Spieler stehen nicht auf dem Brett. Sie sitzen hinter dem Brett. Schön wenn Du glaubst, Du kannst Dir den Spieler aussuchen. Ein schönes Gefühl. Es vermittelt Sicherheit. Es hat nur nichts mit der Realität zu tun.
          Liebe Grüße
          Hermann

          • Hermann Meßmer sagt:

            Kleiner Lesetip: „Psychologie der Massen“ von Gustave Le Bon.
            Das Buch ist von 1895!!!
            Adolf Hitler studierte regelmäßig dieses Buch.
            Seine „Familienmitglieder“ eher weniger.

        • Hermann Messmer sagt:

          @Jonas Peters

          „Wenn du wiederum argumentierst, dass ja ein freiwilliger Ausgleich passieren kann, dann ist derjenige, der diesen empfängt automatisch wieder abhängig (also Sklave) vom Gönner. Ist das denn besser als das jetzige System, wo im Prinzip viele (der Staat/die Kasse) als Geber fungieren?“

          Sehr viel besser. Der Bezug Mensch zu Mensch bleibt bestehen. Dankbarkeit wird fühlbar. Das Gefühl was Gutes getan zu haben motiviert zur nächsten guten Tat.
          Wenn ich Steuern bezahlen muss, passiert das alles nicht.
          Bei Deinem jetzig realem Wunschsystem weiß der Empfänger nichts vom Geber. Es entsteht keine persönliche Verbindung. Soziale Kälte wird durch die bürokratische Nummerierung (Steuernummer, Aktenzeichen) systematisch gefördert. Der größte Unsympath bekommt vom Amt genausoviel, wie der nette Mitmensch. Freundlichkeit lohnt sich nicht. Wer die unverschämtesten Forderungen stellt, hat die Chance auf die größte Zuteilung. Ein System ohne persönliche Verantwortung subventioniert Verantwortungslosigkeit.

          Freiwilligkeit im Geben hat ein unschätzbares Potential.

          Liebe Grüße
          Hermann

          • Zef sagt:

            >Sehr viel besser. Der Bezug Mensch zu Mensch bleibt bestehen. Dankbarkeit wird fühlbar.

            Und der Nehmer wird nicht auf die Idee verfallen, ein „Recht auf“ zu haben, welches den Geber zum Sklaven macht.


            „Der Staat ist die große Fiktion, nach der sich jedermann bemüht, auf Kosten jedermanns zu leben“ (Frederic Bastiat), http://bastiat.de/bastiat/staat.html

      • Zef sagt:

        >sich um unsere sicherheit

        Unser „Brot, Schwert, Liebe“

        Gerade(!) existentiell Wichtiges gibt man nicht ab (und schon gar nicht an einen monströsen Gewalt-Komplex), sondern nimmt es in Selbstbestimmung und Eigenverantwortung selber wahr.

        Nimmt man einen Fisch aus dem Wasser, seinem Lebenselement, kann man ihn zwar besser betrachten. Das hat dann aber mit seinem Leben, seiner Existenz, nichts mehr zu tun.

        „Das Wasser des Lebens lässt sich nicht finden, wenn man sich dem Austausch mit der Wirklichkeit entzieht oder wenn man es nicht wagt, in versperrte und verwünschte Räume einzudringen – in Wirkungsräume mit Alltäglich-Notwendigem: Brot, Schwert, Liebe“ (Wilhelm Salber, SeelenRevolution).


        Mehr davon
        http://www.zweieinheit.de/?collect=downloads
        Aufsatz: Kulturrevolte_2009.pdf

        • Zef sagt:

          >Das hat dann aber mit seinem Leben, seiner Existenz, nichts mehr zu tun.

          BTW: auf diesen Punkt kann auch Kierkegaards Hegel-Kritik bringen: Das ‚System‘ hat mit ‚Existenz‘ nichts zu tun; es reisst den Menschen quasi aus seinem Lebenselement.

          — Für die Fack-Ju-Göthe-Generation:
          Hegel ist DER deutsche Staatsphilosoph —

          Es war „Verdienst“ von Georg Lukacs, dass sich der westliche (Neo)Marxismus wieder auf Hegel besann.
          http://de.wikipedia.org/wiki/Hegelianismus

          Kierkegaard sah damals schon, was das ‚System‘ mit den Menschen macht: es macht sie letztlich zu ‚Borgs‘.

          Ich bin kein Nietzsche-Fan, aber das hat er, wie ich finde, in ein ganz grosses Bild gebracht:

          „Was ist Liebe? Was ist Schöpfung? Was ist Sehnsucht? Was ist Stern“ – so fragt der letzte Mensch und blinzelt.

          Die Erde ist dann klein geworden, und auf ihr hüpft der letzte Mensch, der alles klein macht. Sein Geschlecht ist unaustilgbar wie der Erdfloh; der letzte Mensch lebt am längsten.

          „Wir haben das Glück er-funden“ – sagen die letzten Menschen und blinzeln (Nietzsche, Zarathustra).


          „Die Zeit der Unterscheidung ist vorbei,
          das ‚System‘ hat sie überwunden (Kierkegaard)

    • Tim sagt:

      Ich kann deine Gedankengänge nicht ganz nachvollziehen. Zuerst sollen Menschen einen Drang nach wirtschaftlicher Sicherheit haben (den Voluntaristen übersehen) und dann muss man diesen Menschen widerum wirtschaftliche Sicherheiten aufzwingen, da einige dieser Menschen nicht intelligent oder erfolgreich genug sind. Ich bin nicht sicher ob es soetwas gibt, aber das hört sich für mich eher nach einem Bevormundungsdrang an.

      Ich habe ein Bedürfnis nach wirtschaftlicher Sicherheit, genauso wie wahrscheinlich viele bis alle anderen Menschen – nur in unterschiedlich starken Ausprägungen. Mich muss man zwingen in diese Sozialsysteme einzuzahlen, denn mein Bedürfnis nach wirtschaftlicher Sicherheit wird durch sie nicht befriedigt. Politische Versprechen sind für mich keine Sicherheiten! Das Einzige was an denen sicher ist, ist dass sie nicht gehalten werden (können).

      Ich verstehe nicht, weshalb es eine riesige Zwangs“solidar“gemeinschaft geben muss, wenn wirtschaftliche Sicherheit ein natürlicher/es Drang/Bedürfnis von Menschen ist. Wenn das Bedürfnis da ist, werden sich Menschen in freiwilligen Soliadargemeinschaften zusammenfinden wollen, die vielleicht auch kleiner sind und besser auf die individuellen Bedürfnisse der Mitglieder Rücksicht nehmen können.

  12. Jonas Peters sagt:

    Manche Menschen sind dumm.

  13. Chris sagt:

    Mir schien dieses Argument, dass die Ideologie nur nicht richtig umgesetzt worden sei, immer eine faule Ausrede zu sein. Ich glaube vielmehr ganz fest daran, dass die Kommunisten in der ehemaligen UdSSR und den anderen sozialistischen Staaten wirklich ihr Bestmögliches versucht haben, um den Sozialismus in praktsiche Politik umzusetzen. Die waren sicher auch nicht irgendwie doof oder prinzipiell unfähig (irgendwelche Knallchargen gibt es natürlich immer). Und das, was geschaffen worden ist, ist eben wirklich der Sozialismus, wie er von Menschen in einem Land (oder auch mehreren Ländern) geschaffen werden kann. Die letzten Experimente besichtigen wir gerade. Wobei man vielleicht einwenden kann, dass es in China und Kuba nicht mehr nach der „reinen Lehre“ geht. Aber genau die hat eben versagt.

    Analoges lässt sich allerdings auch über den Kapitalismus sagen, wobei der trotz mancher Rückschläge noch immer wieder auf die Beine gekommen ist.

  14. […] Lenin, Marx und Co. nicht eher genauso umgesetzt, wie es diese verlang(t)en? [green_message]Source: http://www.freiwilligfrei.info/archives/4576 [/green_message] Follow me on Facebook at […]

  15. em sagt:

    hey..

    1. was ist mit dem unterschied zwischen staatssozialismus und freien sozialismus? darauf wird hier nicht eingegangen. (einige texte dazu unter http://www.anarchismus.at)

    2. der mensch ist nun mal, wie viele andere lebewesen, ein soziales wesen. somit, würde ich sagen, dass er ein leben in freiem sozialismus/kommunismus und anarchie leben sollte (artgerecht 😉 ), beides ist kein widerspruch. (=> gustav landauer – aufruf zum sozialismus (nur eines von vielen guten beispielen).

    3. die „staatssozialismus-staaten“ des letzten jahrhunderts hatten größtenteils ein dikaturisches und (staats-)kapitalistisches system, egal wie sie sich nennen oder wessen theorien sie angeblich umsetzen wollten.

    ich bitte um kritik

    • Hermann Meßmer sagt:

      Hallo em,
      wenn Deinen Vorstellung von einem freiwilligen Zusammenleben ALLER getragen ist. Kein Problem.
      Ich bin Unternehmer. Keiner der Arbeiter hat einen Anspruch auf mein Hab und Gut, selbst wenn es sich bei dem Hab und Gut um Produktionsmittel handelt.
      Ich bin der Klassenfeind der Anarchosyndikalisten.
      Meine Enteignung verträgt sich aber nicht mit Freiwilligkeit.
      Wenn jemand statt einem Motorrad Produktionsmittel, z.B. einen Traktor und ein Stückchen Land besitzen will, dann lass ihn doch bitte. Und wenn er mit Menschen, die er dafür bezahlt, mit den Produktionsmitteln Kartoffeln erntet, so sind das seine. Der Lohn gehört den Arbeitern. Die können sich damit die Pommes bei McD kaufen. Oder selbst einen Traktor und ein Stückchen Land kaufen. Freiwillige Arbeitsverträge. Ohne Klassenfeinde. Ganz friedlich. Ohne Aufruf zur Enteignung.

      Liebe Grüße
      Hermann

    • Chris sagt:

      Wenn weiterhin Menschen über Menschen herrschen, dann ist der Unterschied zwischen „Staatssozialismus“ und „Freiem Sozialismus“ (kollektiver Anarchismus) nicht qualitativ gegeben. Es gibt mMn allerdings Unterschiede in der Herrschaftsausübung zwischen diesen Gesellschaftsformen. Und wenn sich Menschen frei dafür entscheiden können, ein sozialistisches Kollektiv zu bilden, dann ist das eine hervorragende Sache und sie sollen es tun. Wenn aber die Menschen, die im Kollektiv leben wollen, dieses Menschen aufdrücken, die dies nicht wollen, dann ist der qualitative Unterschied zwischen Staatsozialismus und „freiem“ Sozialismus einfach nicht gegeben.

      • em sagt:

        genau so meinte ich es. freier sozialismus basiert, wie der name schon sagt, auf der freiwilligen entscheidung der mitglieder. herrschaft gibt es selbstverständlich nicht.

        ich möchte nur davor warnen, den begriff sozialismus zu verallgemeinern und zu verteufeln (ähnlich wie es mit dem begriff „anarchie“ geschieht). denn es ist eine wunderbare idee, wenn man ihn auf basis von freiheit und anarchie entstehen lässt, selbes beim kommunismus.

        sozialismus ist zudem nicht als wirtschaftsform, sondern als gesellschaftsform zu verstehen. das buch von gustav landauer kann ich an der stelle nochmals empfehlen, da ich hier mit kommentaren der der idee nicht gerecht werden könnte.

        für mich sind marx und engels auch keine sozialisten, wie oben schon von mir erwähnt, eher staatskapitalisten. denn welcher geistig gescheite und soziale mensch fordert die DIKTATUR (… des proletariats)? deren einzige aufgabe war es, die arbeitnehmer gegen die arbeitgeber aufzuhetzen. wenn die 2 sich streiten, freut sich der kapitalist 😉

        • samusanus sagt:

          Ja. Eine „wunderbare“ Idee. Nein, ist es nicht. Ludwig von Mises hat das mit seinem Zweiweltentheorem gut dargestellt. Wir sind kleine Horden von höchstens 150 Menschen gewohnt seit es Menschen gibt. Alles andere überfordert uns. In solchen Gemeinschaften gab es schon Besitz, aber auch gemeinschaftsbesitz. Da ist es auch völlig in Ordnung, weil die Menschen sich alle persönlich miteinander einigen können. In der großen Horde der Gesellschaft ist das so nicht mehr möglich und die einzigen Gemeinsamkeiten, die es noch gibt, ist die Nation, die Gesetze sowie eine Verfassung auf der die Gesetze basieren.

          In dieser großen Horde der Gesellschaft ist der Kapitalismus das beste System, welches wir haben. Voluntaristen sind dahingehend allerdings genau so sektierende Schwätzer, wie es Sozialisten sind.

  16. Zef sagt:

    Das WIE der Wahrheit ist die Wahrheit.
    Die FORM ist die Reduplikation des Inhalts.

    Ist das Wie (die Form) mörderisch, so ist es auch der Inhalt.
    Kein Zweck „heiligt“ die Mittel. Mörderisch bleibt mörderisch.
    Ex iniuria ius non oritur”: aus Unrecht entsteht kein Recht.

    Der subjektive Wahrheitsbegriff lässt jedem einzelnen Menschen seine Wahrheit als sein glücklich Eigentum. Zwischen Mensch und Mensch interessiert nur das Wie, die Form. Dabei geht es dann aber nicht um „Wahrheit“, sondern um Konfliktlösung.

    Mediatoren sind Schlichter, die die unterschiedlichen Interessen fein ausbalancieren und keine Richter, die die „Wahrheit“ mit Löffeln gefressen haben und in der Sache von oben herab „Recht“ sprechen.

    Der subjektive Wahrheitsbegriff ist aus meiner Sicht DIE Friedensformel.
    Er ist nicht nur kompatibel mit dem Voluntarismus, sondern schlichtweg seine Anwendung (siehe auch subjektive Arbeitswertlehre).


    Ich erschaffe mich nicht,
    ich wähle mich.

  17. Freiheit und Gerechtigkeit sagt:

    ihr redet aber hier vom etatistischen Sozialismus. Kommunismus ist aber NUR!!! in anarchistischer Version möglich, da Marx den Kommunismus als klassenfrei und staatslos beschreibt. Der Fehler war nicht der Kommunismus sondern die staatliche Organisation also der Zwang. Freiwilliger Kommunismus funktioniert wunderbar. Zu sagen Kommunismus ist per se böse wegen Mao, Stalin und Co. wäre so als würde man sagen Sex ist böse wegen diesem oder jenen Vergewaltigungen. Da würde ein denkender Mensch logisch schlußfolgern; Sex ist nicht böse, gezwungener Sex ist böse, wegen dem Zwang und nicht wegen dem Sex, das Gleiche gilt für Kommunismus.

    Anarcho-Kommunismus (der einzige, echter Kommunismus) funktioniert perfekt und alle arbeiten nur 4h in der Woche siehe CNT in Spanien hat wunderbar funktioniert bis die faschistischen Etatisten die richtigen Kommunisten ermorden liesen. Ökonomisch war der Anarchosyndikalismus einwandfrei, keine Misswirtschaftaber Kapitalismus beruht auf Zwang, weil dem Arbeiter die erwirtschafteten Früchte seiner Arbeit weggenommen werden. Der Arbeiter arbeitet der Arbeitgeber kassiert den Gewinn ein und lässt den Arbeiter nur einen kleinen Teil des Gewinns (ich meine nicht Umsatz sondern das Geld das nach der Zahlung der Ladenmiete, Reinvestitionen, Steuern( die wir ihr völlig recht habt ein Verbrechen sind) für den Arbeitgeber zu seinem privaten Gebrauch bleiben, diesen Gewinn teilen manche Arbeitgeber mit den Arbeitern (Gewinnbeteiligung) aber diese guten Arbeitgeber sind leider nur eine Minderheit, die meisten kassieren so viel wie geht für sich selbst und lassen die Arbeiter mit einem migrigen Lohn zurück obwohl diese den Löwenanteil an der Arbeit verrichtet haben). Das Verhältnis zu Arbeit und Lohn muss gleich sein wer viel arbeitet muss viel bekommen wer wenig arbeitet muss wenig bekommen das ist Kommunismus, im Kapitalismus lässt der Chef die Arbeiter arbeiten und behält die Gewinne (die andere für ihn erarbeitet haben) für sich und ist somit genauso parasitös wie der Staat dessen Raub genauso funktioniert. Dementsprechend ist Kapitalismus wirtschaftlicher Etatismus.

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