von Per Bylund.

Die meisten von uns kennen solche Sprüche: „Wenn du nicht wählst, kannst du dich nicht über den Staat, die Politiker oder die politische Klasse beschweren.“ Die Begründung lautet, dass Menschen, die nicht wählen, bereits durch die Verweigerung der Wahlteilnahme ihr Recht, sich zu beschweren, verwirkt haben.

Das Interessante daran ist, dass es nach dieser Logik möglich sein müsste, ein Beschwerderecht durch die Wahlteilnahme zu erhalten. Oder anders ausgedrückt erhält man ein Beschwerderecht nur, wenn man auch an der Wahl teilgenommen hat. Das wäre, als würde man sagen: „Du musst die Konsequenzen aus einem Spiel tragen, an dem du dich nie beteiligt hast und darfst dich nicht beschweren. Wenn du dich aber beteiligt hast, dann darfst du dich über die Art und Weise beschweren, wie das Spiel gespielt wird, obwohl du schon vorher die Regeln gekannt hast.“

Solche Aussagen haben natürlich nichts mit Logik zu tun. Sie sind unlogische Werbeaussagen für den Staat. So offensichtliche Widersprüche in den Raum zu stellen, soll nur Druck auf diejenigen ausüben, die die Spielregeln nicht akzeptieren und sich deswegen nicht an dem Spiel beteiligen wollen. Solche Behauptungen dienen nur der Zurückweisung von Kritik und Beschwerden: Wenn du nicht mitspielst, verlierst du automatisch das Recht, dich zu beschweren, wenn sie zu dir kommen, um dich auszurauben. Aber wenn du dich am Spiel beteiligst und dadurch die Spielregeln akzeptiert hast, dann bekommst du wenigstens irgendein mystisches Recht, dich zu beschweren.

Trotz der fehlerhaften Logik zeigt diese Behauptung etwas sehr Interessantes: Das Wesen des politischen Machtspiels. In Wahrheit gibt es keine Möglichkeit, gegen die politische Klasse zu gewinnen. Sie hat die Regeln gemacht und alle haben sich diesen Regeln und der seltsamen Moral, die von der politischen Macht gepredigt wird, unterzuordnen.

Wählen mag harmlos erscheinen oder sogar als Pflicht. Das Wählen des „geringeren Übels“ könnte dazu führen, dass alles weniger schlimm ist. Das ist ein weitverbreiteter Irrtum, dem sogar einige Libertäre aufgesessen sind. Der Wahlprozess ist ein Spiel mit einem einzigen Preis als Gewinn – und dieser ist sehr klar definiert: Die Kontrolle des staatlichen Gewaltmonopols. Es ist ein Winner-Takes-It-All-Spiel, in dem alle anderen außer dem Gewinner, sichere Verlierer sind.

Das Problem mit den Wahlen ist, dass es unausweichlich ist, das Spiel mitzuspielen und mit dem Eintritt in das Spiel sind die Spielregeln klar – warum sollte man sonst in das Spiel eintreten? Und bei einer freiwilligen Beteiligung an einem Spiel, dessen Regeln bekannt sind, bedeutet der Eintritt in das Spiel, die Spielregeln zu akzeptieren.

Die wichtigste Regel lautet, dass, wer auch immer die meisten Wählerstimmen bekommt, das Spiel gewinnt und als Preis das Recht bekommt, Macht über andere auszuüben – ohne jegliche Ausnahme. Das bedeutet, dass die Verlierer jeden Wahlgewinner akzeptieren müssen. Das ist Demokratie.

Erhalten die Wähler dadurch ein Recht, sich zu beschweren? Nicht notwendigerweise. Sicher können sie mit dem Wahlergebnis unzufrieden sein, aber sie sind freiwillig in das Spiel eingetreten und haben verloren. Sie wussten, was sie taten und akzeptierten die Bedingungen. Im Fall des Verlustes müssen sie nun auch die Konsequenzen tragen.

Was ist mit den Leuten, die sich nicht an diesem dummen Spiel „Wer-beherrscht-wen?“ beteiligt haben? Sie müssen ebenfalls die Konsequenzen tragen, aber sie haben die Bedingungen nicht akzeptiert. Im Gegenteil. Nichtwählern ist die unterdrückerische Natur dieses Systems vollkommen klar. Aber obwohl sie weder die Spielregeln akzeptiert haben noch sich an dem Spiel beteiligt haben, werden ihnen die Entscheidungen des Gewinners mit Gewalt aufgezwungen.

Wähler haben keinen echten Grund, sich zu beschweren. Sie haben die Spielregeln akzeptiert, mitgespielt und verloren. Ein Pokerspieler kann nicht mitspielen und nachdem er verloren hat, seine Einsätze zurückfordern. Er spielt, um zu gewinnen und er geht das Risiko ein, seine Einsätze zu verlieren. So funktioniert das Spiel. Für die Wähler gilt das Gleiche: Es ist nur recht und billig, dass sie, wenn sie sich an dem Spiel der Verrückten beteiligen, auch mit den Konsequenzen leben müssen.

Das Problem an diesem Spiel ist aber, dass der Gewinner das Recht beansprucht, jedermann zu beherrschen, also inklusive jener, die gar nicht an den Wahlen teilgenommen haben. Die Nichtwähler werden ebenso wie jeder andere dazu gezwungen, sich den Regeln der politischen Klasse unterzuordnen. Haben diese armen Menschen, die das Regierungsspiel nicht akzeptiert haben, ein Recht, sich zu beschweren? Es sollte ziemlich offensichtlich sein, dass sie dieses Recht haben. Wähler haben es nicht.

Original:
Per Bylund – Statist Reasoning: Non-Freedom for Non-Voters
http://www.strike-the-root.com/61/bylund/bylund8.html

Übersetzung:
Peter Müller

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52 Responses to „Nichtwähler dürfen sich nicht beschweren!“ – Etatistische Logik

  1. Stefan sagt:

    Sehr interessant diese These.
    In der Tat vertrat ich früher auch die gängige Regel, dass nur diejenigen ein Recht sich zu beschweren haben, die auch am System durch Wahl teilnehmen.

    Hier wird aber nochmal sehr gut verdeutlicht, aus welchen Gründen eigentlich das genaue Gegenteil zutrifft.
    Der Vergleich zu einem Spiel mit seinen spezifischen Regeln, die man durch Teilnahme akzeptiert ist ein sehr guter Vergleich, weil er vor allen Dingen sehr einfach und alltagsnah ist.

  2. freedomforce sagt:

    Das Problem an diesem Spiel ist aber, dass der Gewinner das Recht beansprucht, jedermann zu beherrschen, also inklusive jener, die gar nicht an den Wahlen teilgenommen haben. Die Nichtwähler werden ebenso wie jeder andere dazu gezwungen, sich den Regeln der politischen Klasse unterzuordnen.

    Weshalb das Handeln der Gewinner niemals legitim sein kann, egal was die Regeln vorschreiben. Der Einfluss auf Leviathan zwischen Nicht-Wählern und Wählern ist gleichgroß.

  3. hallo sagt:

    Ihr scheint euch ja auf das eine Thema festgefahren zu haben. Langweilt euch das nicht langsam selbst? Eure Leser tut es dies auf jeden Fall. Es gibt ja schon seit Monaten kein Grund mehr die Artikel zu lesen.

    Ich weiß natürlich das ihr Kritik an euch nicht hören wollt. Aber die Kritik ist dazu da euch zu verbessern. Gut, nicht alle wollen das.

    Wäre schön mal wieder was neues zu lesen. Da würde sich die investierte Zeit auch lohnen. Aber ihr scheint genug Zeit zu haben.

    PS: Sorry für meine direkte ehrliche Art.

    • michael sagt:

      die realität spricht aber eine andere sprache, wenn ich die zugriffszahlen so betrachte 🙂

      ich weiß trotzdem deine direkte art zu schätzen, danke.

    • Manuel Barkhau sagt:

      Ich denke mal das legt sich nach der BTW.

    • FwF-sandman sagt:

      Hallo Hallo,

      mich langweilt das Thema auch. Da wir aber Individuen sind und einige sich eben sehr auf dieses Thema beschränken, wird es eben ständig wiederholt.

      Ich kann Dich also gut verstehen. Deine Kritik ist selbstverständlich willkommen.

    • zap sagt:

      Wählen ist ein sehr wichtiges Thema, auch wenn es dich langweilt, denn es ist das ideologische Fundament auf dem dieses verbrecherische System aufgebaut ist. Das es dir langweilig vorkommt, liegt vermutlich daran das sich das Gesagte immer nur wiederholt und das es dann leider nicht zu einem Dialog oder einem Konsens mit Menschen kommt, die überzeugt sind vom Wählen und versuchen dadurch etwas zu verändern. Die ständigen Anklagen an die Wähler polarisieren und splitten selbst die Menschen, die eigentlich gemeinsam nach Freiheit streben, nur eben verschiedene Wege gehen, ich denke hier an die Libertären. Ich persönlich finde diese Verurteilungen kontraproduktiv. Es gehört viel Kreativität, Courage und Einfühlungsvermögen um hier eine konstruktive Praxis zu entwickeln und dieses wichtige Thema zu transportieren. Aber es ist auch eine sehr grosse Chance, denn wenn die Menschen verstanden haben, wie sehr sie einer Illusion verfallen sind und zum Narren gehalten werden durch ein Spiel, bei dem sie nur verlieren können, dann ist der nächste konsequente Schritt eben bei diesem Spiel nicht mehr mitzuspielen und dem kriminellen System die Ideologische Grundlage zu entziehen. Und keine Regierung kann sich, ohne eine funktionierende ideologische Grundlage in den Köpfen einer sehr grossen Mehrheit, halten egal wie brutal und verbrecherisch sie ist.

      Wählen mit einem Spiel zu vergleichen finde ich sehr gut, denn die Konsequenzen aus einem verlorenen Spiel können auch nur für die gelten, die an dem Spiel teilgenommen haben, das ist eine gute Analogie.

      gruss, zap

  4. deppo sagt:

    George Carlin: Wer wählt, hat kein Recht, sich zu beschweren

    https://www.youtube.com/watch?v=wSY_91RXKfI

  5. Nullte_Instanz sagt:

    @Hallo
    Mir ist nicht so ganz klar wie Du scheinbar für die ganze Leserschaft von FwF sprechen kannst, denn Aussagen wie, eure Leser langweilt das, ist völlig unangebracht. Bitte sprich da doch in Zukunft für dich ganz allein, ich mag es nicht wenn man mir Worte in den Mund legt, und dein Text spricht hier alle Leser an!
    Auch die Aussage, es würde seit Monaten schon keinen Grund mehr geben die Artikel zu lesen, wirkt etwas fehl am Platz. Oder hast Du hier ein Abo-Vertrag abgeschlossen, der FwF zu (aus deiner Sicht) Interessanten Beiträgen verpflichtet? Ansonsten hast du hier doch alternativen! Eine wäre z.B. mit der Maus in die rechte obere Ecke zu scrollen, da ist ein weißes X im roten Kästchen, klick einfach drauf wenn dich was stört, es ist immer da!
    Mal ganz ehrlich, meinst Du nicht das deine „Forderungen“ ziemlich anmaßend und respektlos sind? Trag doch ganz einfach selber erst einmal etwas Konstruktives bei, anstatt Menschen zu kritisieren die viel Arbeit und Zeit investieren!

    Zum Text:
    Ein sehr Interessantes Thema, welches wohl jeder von uns schon einmal geführt hat. Leider ist es hier schwierig eine gerade Linie aufzuführen. Das Thema selber ist nicht so leicht zu behandeln, da man sich schnell in semantischen Diskussionen wiederfindet.
    Das eine Lager behauptet, man könne nicht mitreden weil man sich nicht beteiligt hat. Was ja ok wäre, wenn das ganze Prozedere dann lediglich auf die Leute Einfluss nehmen würde, welche sich auch aktiv beteiligt haben. Da es das aber nicht tut, stellt es ein Problem dar.
    Das andere Lager meint, das die Leute die wählen gehen -also ihre Stimme abgeben-, erst recht nicht mehr das Recht haben mit zu diskutieren, da sie ihre „Sprachvertreter “ ja schon bestimmt haben.

    Solche Diskussionen finde ich persönlich immer ziemlich zäh und anstrengend. Wobei mir euer Argument mit dem „mystischem Recht sich zu beschweren“ welches man ja scheinbar durch wählen gehen erhält, sehr gut gefällt! Werde ich mir auf jeden Fall im Hinterkopf behalten.

    Dann hab ich aber noch eine Frage zum Text, und zwar geht es um den Satz: „Nichtwählern ist die unterdrückerische Natur dieses Systems vollkommen klar.“
    Ist das wirklich so, und wenn ja, wie vielen? Wäre es in der Tat ALLEN klar, hätten die „Machtbesessenen“ ein wahres Problem… Zwei dinge vorab. Erstens, es gibt zwei Gründe für die hohe Anzahl von Nichtwählern, zum einen gibt es da die Politikverdrossenen, desinteressierten und die mit der, ändert-sich-ja-eh-nix-einstellung. Das sind diejenigen die in der Öffentlichkeit präsentiert werden, sie stellen aber nur einen gewissen Anteil dar. Denn ein nicht unerheblicher Prozentsatz ergibt sich aus der, ich-lass-mich-nicht-mehr-verarschen Fraktion. Dieser wird ganz bewusst nicht zum Thema gemacht, was mich zur zweiten Sache bringt. Und zwar die Tatsache das in der Theorie, der Anteil in der Bevölkerung der nicht wählen geht, eigentlich die größte „Partei“ darstellt!

    Das Problem ist ganz einfach das wir ungehört bleiben. Würde nicht-wählen-gehen nicht einfach als Stimmenenthaltung gelten, sondern man würde es Tatsächlich ernst nehmen und eigenständig bewerten, so würde auch nach den Gründen gefragt werden müssen! Was zwangsläufig dazu führen würde, das nicht-wählen-gehen auf einmal eine Option darstellt, da zum Teil Macht Strukturen abgelehnt werden können, was wiederum dazu führt, das noch vielmehr Wähler abspringen.

    Die „Machhungrigen“ wissen das ganz genau, und so spielen sie ganz geschickt die Wählende Bevölkerung gegen die nicht Wähler aus. Eine der polemischsten Standard Floskeln ist: „Der Anteil der Nichtwähler hätte den Wahlausgang entscheidend verändern können…“ Was dann aber nicht gesagt wird ist, verändern können -aber wohin? Von schlecht zu miserabel, von korrupt zu bestechlich, von lüge zur Unwahrheit und was noch schlimmer ist, die Menschen glauben das. Diese einfachen Phrasen funktionieren so gut das selbst Libertäre (die es nun eigentlich besser wissen müssten) glauben, das Nichtwähler eine Schuld an der Misere tragen würden, und sei es auch nur zu einem tausendstel Prozent. Und das ist leider schwierig zu ändern…

    Dennoch, das System würde nicht kollabieren, da die Menschen einfach zu sehr an klare Strukturen gewöhnt sind. Große Veränderungen setzt große Tatkraft und Anstrengung voraus, und da wäre dann ein jeder in der Pflicht… Bequemlichkeit ?Außerdem existiert kein Konsens über die Vorstellung von einer Staatslosenordnung, was dazu führt das die Vorstellung bei den meisten Angst auslöst.

    Ein Problem wenn man solche Diskussionen führt ist immer wieder die Tatsache, dass die Leute viel zu weit vordreschen und direkt tausend Dinge überspringen. Fängt man bei Moral an und kommt dann zum Thema Konzepte wird es meistens schon richtig bunt, ja-aber-wenn das Konzept Staat wegfällt usw.. Dasselbe ist mit diesem Thema, meiner Meinung nach erfordert der Text schon ein gewisses Hintergrundwissen. Es wirft wieder die üblichen ja-aber-fragen auf. Eine Zustand auf den ihr (FwF-Team) selbstverständlich keinen Einfluss habt, das ist mir klar, es liegt immer nur am eigenen Interesse des Lesers sich die nötigen Hintergrundinformationen zu holen. Ein guter Anfang wäre z.B. eure Artikelsammlung „Hurra, wir werden gezwungen“, ich finde Diskussionen sind dann in der Regel wesentlich entspannter und einfacher da man nicht so unendlich weit vorne anfangen muss.

    (Konstruktive Kritik als Frage)
    Ist es Software-technisch möglich, solche Themen tiefer in das Forum zu verschachteln? Die Artikel in der gleichen Reihenfolge von „Neu hier“ könnten dann als Themen-übersicht auf die Startseite.

    Ich kann mir gut vorstellen das es für euch unglaublich ermüdend und manchmal frustrierend sein muss, immer und immer wieder auf die banalsten fragen und Kommentare zu beantworten. Und das im Grunde genommen NUR (auch wenn es sich hart anhört) weil die meisten zu faul oder desinteressiert sind, sich selber weiter zu bilden. Wie auch immer, manchmal lese ich hier Kommentare, wo es mir fast schon zu dumm wäre um zu antworten, und ihr macht euch trotzdem die Mühe… Hut ab! ich könnte das nicht, diese Ignoranz würde mich auf dauer langweilen. Und ihr macht das ja schon eine ganze weile.

    Wenn jetzt neue Leser erst mal nur die Artikel von „Was ist Philosophie“, bis „Würden kriminelle die Menschen Terrorisieren“ sehen, und sich dann logischerweise auch erst mal nur mit diesen Artikeln beschäftigen, hättet ihr- a)in Kürze ein größeres Publikum und b)weniger, ähh…komische fragen…
    Die Kommentare zu den Themen, zu denen man später gelangt, hätten mit der Zeit ein ganz anderes Niveau!

    Gruß Phil

    • hallo sagt:

      Die Masse steht halt auf Wiederholung. Ist ja auch das wichtigsten Mittel der Manipulation.

      • Amancian Syndjenshmaith sagt:

        Du bist aber nicht DIE MASSE! Wissen WIR, daß du für UNS ALLE sprichst? Nur HERRENEMSNCHEN, FASCHISTEN, TYRANNEN und DIKTATOREN tun das!
        An der Wahl-URNE kann man nur seine STIMME, FREIHEIT, WÜRDE und SELBSTBESTIMMUNG zu GRABE tragen und den STARKEN FÜHRER an der SPITZE DER PYRAMIDE wählen, der für alle die Verantwortung schleppen, alle Entscheidungen treffen und allen zeigen soll wo es lang geht!
        Schönen Dank. Die spätrömische VOLKSSCHMAROTZER-KASTE mit Rekorddiäten, Goldenen Füllern und Sonderboni war letztes Jahrtausend vor Kaiser Willhelm II und nach Kaiser Friedrich IV öde wie ne BILD-Zeitung!

        Der STAAT, POLITIK, FINANZEN und RELIGIONEN sind heilbare KRANHEITEN, nur nicht für NEANDERTALER!
        Der STAAT ist eine nachträgliche Rechtfertigung für GEWALT und SKLAVEREI!
        Hört einfach auf SKLAVEN sein zu wollen!

  6. Thomas Zink sagt:

    Hallo leider mal wieder zu diesem Thema…

    „Wählen mag harmlos erscheinen oder sogar als Pflicht. Das Wählen des „geringeren Übels“ könnte dazu führen, dass alles weniger schlimm ist. Das ist ein weitverbreiteter Irrtum, dem sogar einige Libertäre aufgesessen sind.“
    =>Wenn dann eine freiheitlichere Regierung da wäre, kann es sehr wohl weniger Zwang geben (was ich mal mit dem „weniger schlimm“ gleich setze). Zwischen den Zwängen, die verschiedene Regierungen ausüben (lassen) gibt es qualitative Unterschiede. Dieser Absatz ist also falsch.

    „Der Wahlprozess ist ein Spiel mit einem einzigen Preis als Gewinn – und dieser ist sehr klar definiert: Die Kontrolle des staatlichen Gewaltmonopols.“
    =>Und damit könnte die ausgeübte Gewalt auch verringert werden, nicht nur stabil gehalten oder angehoben.

    „Das Problem mit den Wahlen ist, dass es unausweichlich ist, das Spiel mitzuspielen und mit dem Eintritt in das Spiel sind die Spielregeln klar – warum sollte man sonst in das Spiel eintreten? Und bei einer freiwilligen Beteiligung an einem Spiel, dessen Regeln bekannt sind, bedeutet der Eintritt in das Spiel, die Spielregeln zu akzeptieren.“
    =>Und hier haben wir das Problem. Man tritt eben nicht freiwillig in dieses System ein, wenn man wählt. Denn man ist in dieser Lage, ob man wählt oder nicht. Man befindet sich schon im Zwangssystem.
    Das wäre so als sperrte ich jemanden in einen Käfig und frage ihn täglich, ob ich ihm eine mit der Faust, der flachen Hand, mit einem Schlagring oder einem Baseballschläger reinhauen soll. Sicher, keine dieser 3 Wahlen macht ihn frei, aber seinen Schmerz/Wunden kann er verringern, indem er die flache Hand wählt.
    Ich weiß, dass Zitate nichts beweisen, aber:
    „The State – unfortunately – exists, and people must necessarily begin with this matrix to try to remedy their condition. As Lysander Spooner pointed out, in an environment of State coercion, voting does not imply vonluntary consent. Indeed, if the State allows us a periodic choice of rulers, limited though that choice may be, it surely cannot be considered immoral to make use of that limited choice to try reduce or get rid of State power“ (S.187 The Ethics of Libertay – Murray N. Rothbard)
    Würde ich mit der Wahl die Spielregeln akzeptieren (was ich nicht tue), würde ich zustimmen, dass der Staat auch andere Leute zwingen und ausrauben soll (was ich wiederum nicht tue, auch wenn ich wähle), wäre das unmoralisch. Ist es aber als „Notwehr“ eben nicht. Ich bestätige nicht das System als ganzes, sondern eben das (aus meiner Sicht) geringere Übel (was auch dieses Übel nicht vollkommen moralisch macht, aber meine Situation in dieser existierenden Zwangslage verbessern kann).

  7. Ole Wilden sagt:

    Guten Tag,

    ich bin zufällig über diesen Artikel gestolpert und wollte jetzt mal meine Meinung darüber schreiben. Möglicherweise kenne ich einige Zusammenhänge nicht und ich entschuldige mich im Vorraus, wenn ich etwas falsch verstanden habe, weil ich den Kontekt nicht kenne. Dennoch finde ich, dass dieser Artikel eine Antwort verdient hat:

    Und warum hat er diese Antwort verdient? Weil er einfach lachhaft ist! Wählen zu gehen ist ein Privileg, für das unsere Vorfahren hart gekämpft haben und für das heute immer noch in der dritten Welt gekämpft wird. Ich weiß ja nicht, was dieser Artikel aussagen soll, aber irgendwie erkenne ich keinen Gegenvorschlag zur Demokratie. Es ist einfach nur unüberlegtes Beschweren über ein sehr sinnvolles und schützendwertes System. Sollte so ein Artikel wirklich etwas aussagen sollen, braucht er konstruktive Vorschläge, wie es besser zu machen ist, als das kritisierte Vorgehen!
    Die Demokratie ermöglicht jedem Bürger in seinem Land mitzubestimmen, und wenn sie ihre Meinung durch die gegebenen Parteien nicht vertreten sehen, gründen sie doch bitte eine eigene Partei, denn davon, dass jeder sich angangiert lebt dieses System schließlich. Sollten genügend Bürger ihrer Meinung zustimmen, können sie auch einen Einzug in die jeweilige Regierungsebene (gemeint sind Stadtrat, Kreistag, Landtag, Bundestag und Europaparlament o.Ä. in Deutschland) feiern und ihre Vorstellungen umsetzten.

    Da in diesem Artikel häufig die Wahl/die Demokratie als Spiel bezeichnet wird, dessen „Spielregeln“ einzuhalten sind möchte ich auch dazu noch etwas sagen:

    Die Spielregeln sind hinlänglich bekannt und jeder Bürger einer Demokratie (JEDER Demokratie nicht nur Deutschland) sollte sie kennen. Unterzeichnet wurden sie mit dem Genießen der Vorrechte und Privilegen einer Demokratie beziehungsweise mit dem annehmen einer Staatsbürgerschaft in einem demokratischen Land. Selbstverständlich ist diese Staatsbürgerschaft durch die Geburt ind einem Land festgelegt, aber eine Auswanderung ist ab dem 18. Lebensjahr möglich. Diese Auswanderung funktioniert übrigens nur durch die in demokratischen Staaten gegebenen Freiheiten. Niemand kommt (zum Beispiel) aus Nordkorea heraus oder hinein und ich entnehme ihrem Text, dass sie die dortige Diktatur und Unterdrückung für ein besseres System halten.
    Aber ich bin mir sicher, dass sie auch in einem solchem Staat ihren momentanen Wohlstand (ich weiß nicht wie sie leben, aber im Vergleich zu Staaten der dritten Welt ist es ein einziger riesieger Luxus, egal wie es ist, immerhin haben sie schon mal einen Rechner) halten können und dann zu den 0.01% gehören die sich dort ebenfalls einen Computer leisten können.

    Ich hoffe ich konnte hiermit meinen Standpunkt deutlich machen und zumindest einige Gegenargumente darstellen. Gegen Ende hin wurde ich vielleicht etwas aggressiv und ich entschuldige mich dafür, wenn ich irgendwen persönlich angegriffen habe, zurücknehmen werde ich diese Worte aber dennoch nicht.
    Es kotzt mich einfach an, wenn ich diesen inhaltsleeren Phrasen sehe.

    mit freundlichen Grüßen

    Ole Wilden

    • Hermann Meßmer sagt:

      Lieber Ole,

      ich denke Du bist mit Deiner jetzigen Gedankenwelt nicht in der Lage den Artikel zu verstehen, Dein Kommentar zeigt mir das.
      Es mag durchaus wahr sein, dass Du das System der Demokratie für gut und richtig hältst.
      Es gibt aber auch Menschen wie mich, die sich von diesem System ausgebeutet und beherrscht fühlen und keinerlei Rechtfertigung für dieses System anerkennen.
      Du und die Anhänger der Demokratie erstellen Regeln und Vorschriften und Gesetze und zwingen diese Menschen wie mir auf. Du fragst nicht ob ich das möchte. Du hältst es für richtig und bestimmst, dass es auch für mich richtig und gerecht sein muß. Den einzigen Grund den Du anführst ist, dass eine Mehrheit dem zugestimmt hat.
      Wenn ich nicht einverstanden bin, schlägst Du vor, ich könne dann doch auswandern.
      Das Problem mit Deiner Ansicht ist, das Du die Demokratie an sich für etwas universell richtiges hältst. Du hinterfragst diesen, Deinen Grundsatz nicht.
      Das zum Beispiel die Nationalsozialisten durch eine demokratische Wahl an die Macht gekommen sind, ignorierst Du oder mußt bereit sein, gemäß Deinen Grundsätzen zu argumentieren, die Ziele der Nationalsozialisten waren gut und richtig. Ich sage Dir aber, dass eine Abstimmung von 55% Rassisten keinerlei Rechtfertigung für Zwangsmaßnahmen gegen die Minderheit oder gegen mich hat. Die Rechtfertigung besteht nur in Deinem Glauben an die Demokratie. Wenn 55% für die Ermordung der Minderheit stimmen sollte einem Demokraten wie Dir doch ein Licht aufgehen, das eine Demokratie nichts mit einem universellen Grundsatz zu tun haben kann.
      Ich möchte Dir empfehlen, hier einige Grundsatzartikel zu lesen. Ohne diese Grundsatzartikel, die mit Philosophie beginnen, wirst Du die Gedankenwelt hier nicht verstehen.
      Du darfst mich zu nichts zwingen! Darum geht es hier. Ich mache nur das freiwillig, zu dem ich mich freiwillig verpflichtet habe.
      Ich darf Dich zu nichts zwingen, zu dem Du Dich nicht selbst freiwillig verpflichtet hast.
      Gewalt wende ich nur zu meiner Verteidigung an. Wenn Du mit irgendeiner Magie, zum Beispiel Demokratie, glaubst mir durch Gesetze etwas vorzuschreiben, mich zu zwingen, so kann ich Dir nur sagen, es geschieht ohne meine Zustimmung. Es geschieht mit Zwang. Mir als Alternative die Auswanderung anzubieten ist ein lächerliches Konzept von Dir und leider von einer Mehrheit.
      Ich bin zwar froh, das Du und Deine Mehrheiten keinen mordlustigen Rassisten seit, aber ihr glaubt an das Konzept der Mehrheit. Morgen können es mordlustige Rassisten sein. Wie ist dann Dein Kommentar zu dem Artikel. Denk nach! Demokratie? Absolut lächerlich, es kann nicht Dein Ernst sein!

      Freiheitliche, Freiwillige, absolut undemokratische aber liebe Grüße
      Hermann

    • Nullte_Instanz sagt:

      Du scherzt doch?!
      Dieser Kommentar ist doch nicht ernst gemeint?

    • Nullte_Instanz sagt:

      …Hab ich eben vergessen mit anzuhängen… Ist wie für Dich gemacht!

      „Nachricht an den Ole“ http://www.youtube.com/watch?v=_56Jv0J1dG8

      • Ole Wilden sagt:

        Ok, wenn ich so falsch liege, dann haben sie doch sicher einen gegenvorschlag zur Demokratie…
        Ich sehe hier nur Ablehnung, keine konstruktiven Vorschläge.

        • Nullte_Instanz sagt:

          „Ok, wenn ich so falsch liege, dann haben sie doch sicher einen gegenvorschlag zur Demokratie…“

          Du wirfst dem Autor vor das er Alternativlos argumentieren würde… Dabei bist Du es der nicht erkennt, -das es der Staat ist der keinerlei alternativen bietet…

          Dass in einer Gesellschaft Bedarf nach Konfliktlösung besteht, ist unbestritten. Doch rätselhaft ist, weshalb der „Konfliktlöser“ gerade der gleiche sein soll, der auch noch für sich beansprucht für Kindergärten, Müllabfuhr, Gesundheitswesen, Schulen, Ladenöffnungszeiten, Tabak- und Alkoholprohibition, Auslandbeziehungen und so weiter und so weiter zuständig zu sein.
          -Warum ein derart verzettelter Gemischtwarenladen, bei dem nie transparent wird, wer nun eigentlich wieviel und wofür bezahlt? Vor allem aber: Warum darf sich niemand selbst dieser „Aufgaben und Lösungen“ annehmen? Warum nicht mehrere Möglichkeiten gleichzeitig nutzen, die mit einander im Wettbewerb stehen und ihre Konfliktlösungsdienste anbieten?

          „Ich sehe hier nur Ablehnung, keine konstruktiven Vorschläge.“

          Weißt Du, -es gibt so viele alternativen… Nur würde es jetzt wenig sinn machen darüber zu sprechen, weil damit zu viele WICHTIGE Punkte einfach übersprungen werden.

          Außerdem hat die Erfahrung gezeigt das es wenig bringt mit Leuten über neue Konzepte zu sprechen wenn sie die alten noch nicht verworfen haben (nicht einmal im Ansatz hinter dacht oder fragt haben…). Dein erster Kommentar zeigt eindeutig das Du ein Etatist bist, somit wirst Du auch erst einmal alles neue negieren. (Nichts für ungut, aber das kennen wir alles schon…)

          Wenn Du wirklich Interesse an solchen Themen haben solltest dann kann ich Dir nur empfehlen den Rat von Hermann anzunehmen und Dich erst ein wenig tiefer in die Materie einzulesen. Ein ganz guter Anfang (-da sehr verständlich- und somit „anfängertauglich“) ist die Artikelsammlung von Freiwilligfrei, unter „Neu hier“ http://www.freiwilligfrei.info/archives/864

          Gruß Phil

        • Goku sagt:

          Mit großer Freude blickte ich Heute in den Briefkasten. Ein Wahlberechtigungsschein! Welch eine Ehre mir doch zuteil wird unter den Priviligierten zu hausen…

          Nein, jetzt mal im Ernst!
          Wo bitte ist in Deutschland eine Demokratie? Das ist hier doch eine Scheindemokratie! Vielleicht dürfen 70 % der Einwohner in Deutschland wählen gehen. Davon gehen 60 % hin. Dann gewinnen zwei Parteien mit knapp über 50 % der Stimmen. Rechne mal zusammen… Da bleiben am Ende um die 20 % übrig… Also bestimmen 20 % in Deutschland wo es lang geht?
          Doch halt warum machen die ganzen Lobbyisten soviel Wind? Beherrscht nicht die Industrie in Wirklichkeit was die Politik machen soll? Oder vielleicht doch noch ganz andere Interessensgruppen?
          Was ist mit der Propaganda durch die staatlichen Medien?
          BILDest du dir wirklich deine eigene Meinung?
          Warum überweisen wir soviel Geld nach Griechenland, obwohl die „Mehrheit“ der Deutschen das nicht möchte?
          Warum bringen die von dir gewählten Politiker Kinder in Afghanistan um, obwohl die Mehrheit das eigentlich nicht will?
          Ich könnte nun auch noch die Nazi-Keule schwingen und sagen: „Die Mehrheit hat ihn damals doch gewählt, also war es gut“ Doch gerade eben diese Mehrheit wurde doch durch Medienpropaganda, etc gebildet…

          Ich könnte nun noch eine Stunde weitermachen doch spielt es auf dieser Homepage keine Rolle ob 20% eine Mehrheit sind oder 80% oder nur eine Person in form eines Diktators… Die Leute hier lehnen Herrschaft und Fremdbestimmung ab. Wir wollen selber entscheiden was gut und richtig ist und nichts unterstützen was wir nicht wollen… Und dadurch, dass ich jetzt wir geschrieben habe ist das auch schon fast zuviel. Den jeder hier hat seine EIGENE Meinung und handelt frei als selbstständiges Individuum.

          gruß Goku

          • Ole Wilden sagt:

            Und schon muss ich mich wieder zurück melden.
            Ich werdemal versuchen auf möglichst viel ihrer Kritik einzugehen und ich hoffe, dass wir damit eine gute Diskussion hin bekommen (gerne auch an anderer Stelle, wenn sie meinen, dass es hier nicht passend ist), denn von Diskussionen lebt die Demokratie schließlich:

            1. Ich kann ihre allgemeine Kritik an der Demokratie leider nicht verstehen, das eigentliche Prinzip der Demokratie halte ich für das sinnvollste was wir als Staatsform finden können. Die Demokratie baut darauf, dass jeder einzelne Mensch seine Interessen in das System einbringen kann. Das Prinzip der Mehrheitsregierung existiert dadurch, dass es schlicht und einfach unfair wäre, wenn eine kleine Gruppe die viel größere Gruppe bevor münden würde. Das ist wie wenn 10 Leute beim Sport für Fußball sind und 1 für Basketball, die 10 Leute sind in der Mehrheit, daher wird Fußball gespielt. Eine Mittellösung gibtves in diesem Fall leider nicht. Dennoch wird versucht in der Demokratie immer einen Komverweigere
            finden, eben damit möglichst viele Interessen vertreten werden können. In meinem Beispiel wird dann vielleicht erst 2 Stunden Fußball gespielt und dann 15 Minuten Basketball. Ein besseres System zur Vertretung der Meinung aller gibt es glaube ich nicht (bei Ideen immer her damit, ich lasse mich gerne von solinnvollen Vorschlägen über zeugen). Wenn ich jetzt als einzelner definitiv das Fußball Spiel verweigere (das ist das was sie hier tun) dann bleibt mir nur den Platz zu verlassen und mich komplett abzukapseln (das ist entweder komplette Isolierung oder Verlassen des Landes). Wenn ich das System komplett boykotiere und zu gar nichts von mir aus bereit bin aber dennoch die mir entgegengebrachten Leistungen (im Beispiel die 15 min Basketball), dann bin ich ein Egoist und, auch wenn das jetzt etwas hart klingt, ein Schmarotzer des gesamten Systems. Sie nehmen hier die Leistungen des Staates entgegen (Krankenkasse, Rente, soziale Absicherung sogar teilweise ihren Arbeitsplatz, also die gesamte Grundlage für ein Leben in Wohlstand und Frieden) sind aber nicht mal bereit die Spielregeln, dir ihnen diese Leistungen ermöglichen zu akzeptieren! Das ist für mich eine extrem asoziale Haltung (nicht asozial im Sinne von ein Arschloch sein, asozial im Sinne von „nicht sozial“, das heißt nur an sich selbst, nicht an der restlichen Gesellschaft orientiert) und in diesem Land eigentlich nicht vertretbar.
            Aber selbst das ist eine Meinung und wenn sie wirklich glauben, dass sie mit ihrer Meinung Recht haben, dann gründen sie doch bitte eine Partei oder zumindest eine Bürgerbewegung und versuchen sie mit Hilfe von Volksentscheiden oder Wahlen den Staat in ihrem Sinne zu verändern.

            Dieses – mittlerweile hoffentlich eindeutig erklärte System – ist sowie es gedacht ist meiner Meinung nach ziemlich gut. Wenn dieses System durch z.B. Lobbyverbände (also einer Minderheit) gestört wird, so liegt dies an den Mitgliedern dieser Verbände und nicht am System. Daher sollten auch diese Mitglieder ihre Kritik abbekommen und nicht das System)

            Zum Schluss dieses Punktes muss ich nochmal um Alternativ Vorschläge bitten. Ich habe bisher leider immer noch keine herauslesen können (ich bin sehr aufgeschlossen alle Meinungen gegenüber, ich kann es nur nicht ausstehen, wenn jemand eine Meinung kritisiert und selbst keine eigene hat, deswegen haben sie jetzt die Chance mir ihre Meinung zu präsentieren).

            2. „-Warum ein derart verzettelter Gemischtwarenladen, bei dem nie transparent wird, wer nun eigentlich wieviel und wofür bezahlt?“

            Unser Staat ist kein „Gemischtwarenladen“. Es ist doch nur logisch, dass ein System, dass Probleme lösen soll auch die Mittel in die Hand bekommt dies zu tun. Die Judikative braucht für ein Urteil nicht nur ein Gesetzbuch, sonder gegebenenfalls auch das Recht Geldbußen einzusammeln und Leute ins Gefängnis zu stecken. Das sind die Mittel, die ein Gericht braucht. Wenn der Staat das Problem lösen soll, dass es in einer Gegend zu viele Kranke Menschen gibt oder der Müll auf der Straße rumliegt, dann braucht er die Mittel ein Krankenhaus zu bauen bzw. die Mittel um die Gegend für Ärtze atraktiv zu machen (er kann eben nicht diktatorisch vorgehen und den Ärtzen befehlen herzukommen, sondern muss ihnen Anreize schaffen es von sich aus zu tun) oder eine Müllabfuhr zu organisieren.

            3. „Vielleicht dürfen 70 % der Einwohner in Deutschland wählen gehen.“

            Bitte was? Und warum sollten die anderen dreißig Prozent nicht wählen dürfen? Wenn sie damit die Minderjährigen meinen, dann kann ich sie beruhigen, bis zum 12. Lebensjahr hat noch kaum Kind (ich hab da mal etliche befragt) ein Interesse zu wählen. Und ab dem 16 Lebensjahr darf man bereits an den Kommunalwahlen teilnehmen, das wäre dann also ein Lebensabschnitt von 4 Jahren. Und nicht mal das trifft voll zu. Ab dem 14. Lebensjahr kann man einer Partei beitreten und sich dort politisch engagieren, wenn man denn wirklich will.

            4. „“Ex iniuria ius non oritur”“
            Lateinisches Zitat? Nächstes Mal 🙂
            Diesmal hab ich nur ein deutsches, dass vielleicht auch ganz gut passt (ich glaub es ist von Immanuel Kant, aber der hat in seinem Leben schon zu viel gesagt, da kann man sich nie sicher sein)

            „Die Demokratie ist eine schlechte Staatsform, aber es ist die beste die ich kenne.“

            Hiermit dürfen sich nochmal alle hier dazu aufgefordert fühlen mal Alternative Ideen anstatt der Demokratie zu nennen, nur damit Herr Kandt eines besseren belehrt wird 🙂

            Das wars dann mal wieder von mir, ich freue mich auf weitere produktive Diskussionen mit ihnen.

            mit freundlichen Grüßen
            Ole Wilden

          • Ole Wilden sagt:

            Nachtrag:
            Grad nochmal überflogen, an einer Stelle habe ich „Komverweigere“ geschrieben, das sollte „Kompromiss“ heißen. Hat aber dank Autokorrektur auf dem Handy nicht geklappt…

          • Hermann Meßmer sagt:

            Lieber Ole,
            „Die meschliche Natur sieht leider so aus, dass irgendwann jeder nur noch seine eigenen Interesse vertritt und sich mit anderen zusammenschließt, die ebenfalls seiner Meinung sind um die Andersdenkenden zu unterdrücken und selbst einen Vorteil zu bekommen.“
            Du beschreibst die von Dir gelobte Demokratie.
            Ich widersetze mich Deinem Zusammenschluß. Deinem Willen zu unterdrücken.
            Du unterstützt Unterdrückung. Das ist Fakt.
            Und schon sind wir dort, wo ich nicht hinwollte, beim Verteidigen der eigenen Position.
            „Vorgeworfene Manipulation…..“
            Ich wünsche Dir die Ruhe, über Dir völlig fremde Themen nachzudenken. Ich habe nicht den Eindruck, dass es hier klappt.

            Liebe Grüße
            Hermann

          • Hermann Meßmer sagt:

            Lieber Ole,

            danke für Dein Interesse.
            Ich befürchte, dass die Diskussion mit deinem jetzigen Kenntnisstand hier nicht ausreichend produktiv sein wird. Ich sehe das an der Diskussion um Prozentzahlen, es lenkt von den Grundsätzen ab. Es geht nicht um 14te Lebensjahr, um Kommunalwahl, es geht auch nicht darum dass wir Dir hier eine alternative Welt beschreiben können. Der Ansatz ist falsch. Du solltest zuerst bereit sein, über Grundsätze des menschlichen Zusammenlebens nachzudenken. Das Alternativkonzept kommt erst dann. Von ganz alleine!
            Es geht zuallererst um Dich selbst. Um Deine eigenen Grundsätze. Diese zu hinterfragen, falsche zu ändern gelingt in Diskussionen nur in seltenen Fällen. In Diskussionen kommen die Diskussionspartner in eine Verteidigungshaltung, um ihre Meinung wie einen lieb gewordenen Besitz zu verteidigen. Das ist aber für einen Erkenntnisgewinn Zeitverschwendung. Ich selbst möche Dir deshalb nochmals das lesen und nachdenken empfehlen.
            Zum Beispiel an der Stelle die Phil empfohlen hat, es ist ein sehr guter Einstieg.
            Wenn Du Interesse an dem Gesamtwerk hier hast, dann findest Du hier den allerersten Artikel:
            http://www.freiwilligfrei.info/archives/84
            Den Link zum nächstfolgenden kannst Du am Artikel selbst oben rechts finden. Über den jeweiligen Link kannst Du auch gut durchblättern und das raussuchen, was Dich zuerst am meisten interessiert.
            Die Diskussion hier in der Kommentarfunktion ist „gefährlich“. Wenn ich z.B. von Kapitalismus schreibe, meine ich einen freien Markt ohne jeglichen Eingriff von Staaten. Sowas gibt es heute nur nicht mehr!
            Ich bin selbst Unternehmer, habe früher wie Du gewählt und geglaubt, die Demokratie sei die beste Staatsform. Mit dem geschimpfe auf Spekulanten im Zuge der Finanzkrise habe ich dann gemerkt wie unlogisch die Informationen aus den Main-Streammedien sind. Die Demonstranten auf der Straße haben überhaupt nicht kapiert was tatsächlich läuft. Ich bin dann endgültig vom Konsumenten von Nachrichten zum Sucher nach logischen Zusammenhängen und den Grundprinzipien geworden. In der Schule und von den Eltern gelernte Konzepte wie „Staat“, „Demokratie“ und „Recht“ hab ich dann aus meinem Kopf werfen müssen. Sie sind schlicht und ergreifend unlogisch und halten leider die Menschen gefangen. Mit diesen Konzepten im Kopf bist Du beherrschbar. Die Herrscher werden Dir das aber nicht erzählen. Warum sollten Sie? Die Schule ist staatlich organisiert, die Lehrer werden vom „Staat“ bezahlt.
            Vor neun Jahren wäre mir dieser eigene Text noch paranoid vorgekommen.
            Lieber Ole, das ist er nicht. Die Informationen stehen in Artikeln und Büchern. Die Frage ist nur wem Du glauben möchtest, oder Dich selbst auf die Suche nach den Puzzleteilen machen möchtest. Wir hier helfen Dir gerne. Aber mit der Fragestellung, bitte erklärt mir Euer Konzept, befürchte ich, bist Du hier in den Kommentaren an der falschen Stelle.
            Deshalb nochmals mein Rat. Fang zu lesen an, denk darüber nach. Suche Dir die Informationen die Du möchtest, und überlege, von wem die Information stammt und welches Interesse hinter der Information stecken könnte.
            Als Anarchist will ich Dir nichts verkaufen. Ich will von Dir nicht gewählt werden. Ich will von Dir nur zu nichts gezwungen werden. Wenn ich Anarchist sage, hast Du aus den Medien vielleicht die Verbindung zu Bombenlegern im Kopf. Und im Fernsehen wurde das Wort dann tausendmal mit entsprechenden Bildern verknüpft. Es ist schwierig diesen Unsinn wieder loszuwerden. Hier auf dieser Web-Seite und im Forum werden Worte wie Kapitalismus auch definiert, damit man nicht aneinander vorbei schreibt. Das und viel mehr findest Du hier auf dieser Web-Seite. Ich halte das für eine sehr wertvolle Sammlung. Und trotzdem steht hier auch noch genügend Quatsch. Nicht bewußt und absichtlich. Die falschen Konzepte aus jahrzehntelanger Erziehung werde auch ich, wie mancher Autor nicht in wenigen Jahren los. Denk bitte darüber nach. Denk darüber nach warum Du, ich vermute das, reflexartig einen Gedanken an eine Welt ohne Staaten, ohne Demokratie ablehnst. Ich habe das vor fünfzehn Jahren noch so gemacht. Heute weiß ich warum. Die Konzepte ohne Staat, ohne Demokratie sind von Philosophen aber seit Jahrhunderten bekannt. Du lehnst Sie ab, weil alle Massenmedien, alle Schulen Dir einreden, Anarchisten sind Bombenleger. Anarchie wird mit Chaos gleichgesetzt. Ohne Staat gibt es Mord und Totschlag. Logisch ist das nicht, aber die Menschen glauben es. Also lesen und darüber nachdenken. Und das allerwichtigste: Die Glotze ausschalten. TV fucks your brain! Nachrichten und Informationen nicht konsumieren. Die eigene Meinung braucht nicht verteidigt zu werden. Erkenntnisgewinn funktioniert anders.
            Und braucht Zeit. Bis dann.
            Liebe Grüße
            Hermann

          • Ole Wilden sagt:

            Aha, also Anarchie. Das ist doch mal eine Aussage. Bisher wurde nur gegen das aktuelle System argumentiert und nicht für ein anderes. Wenn man einen Standpunkt kritisiert, braucht man immer einen eigenen Standpunkt, den man als besser erachtet. Ansonsten ist es nur sinnlose Hetze gegen eine Meinung.

            Ich werde jetzt gar nicht mehr versuchen irgendwie auf alles einzugehen, da sie auch einige meiner Argumente überspringen/ ignorieren. Ich gehe einfach mal davon aus, dass sie zu diesen Punkten einfach kein Gegenargument haben.

            Zu der vorgeworfenen Manipulation:
            Ich sagte bereits, ich bin ein sehr aufgeschlossener Mensch und das meine ich auch so. Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der viele verschiedene Meinungen vertreten werden und habe gelernt mit allen umzugehen und mir dann eine eigene Meinung zu bilden. Die Manipulation in der Schule usw. möchte ich mir auch nicht vorwerfen lassen. Ich bin in meiner Meinung ein freier Mensch und es ist mir da ziemlich egal was andere sagen. Die Kunst dabei ist, das ganze aus einer distanzierten Haltung zu sehen und nicht eine Form von Populismus zu betreiben, wie es meiner Ansicht nach auch in Foren wie diesen geschieht (ein ganz krasses Beispiel wäre hier die christliche Seite „arche-internetz.net“. Dort werden sehr extreme und häufig rassistische Meinungen vertreten und die Nutzer stacheln sich gegenseitig auch noch an). Ich glaube nicht, dass jemand, der sich einer so großen Vereinigung wie diesem Forum zugehörig fühlt, in der Lage ist alle anderen Standpunkte um ihn herum distanziert und objektiv zu betrachten.

            „Und das allerwichtigste: Die Glotze ausschalten. TV fucks your brain!“

            Mein Fernseher ist im Monat vielleicht so rund 3 Stunden an (bei einem 5 Personen Haushalt!) und das auch nur, wenn jemand ganz gezielt einen Film gucken will (meist auf DVD), das Fernsehen nicht das Wahre ist, ist mir also auch schon länger klar!

            „Nachrichten und Informationen nicht konsumieren.“

            Und voher beziehen sie ihre Informationen? Wenn ich nur in meinem eigenen Umkreis informiert bin, dann habe ich überhaupt keine Vergleichsmöglichkeiten mit denen ich meinen eigenen Standpunkt überdenken kann. Das ist ein Leben wie im finsteren Mittelalter! Die ausschließliche Regierung der Kirche damals wäre sicher auch nicht ihr Fall gewesen.
            Ich versuche bereits mehrere Zeitungen und Informationsquellen zu nutzen, denn selbstverständlich fließt bei jeder Zeitung trotz aller Objektivität ein wenig die Meinung des Autors ein. Aber komplett OHNE Information geht es auch nicht!

            Noch schnell ein Wort zur Anarchie. Ich wäre absolut dafür, wenn es klappen würde. Aber mehrere Millionen oder gar Milliarden Menschen ohne ein Kontrollelement kann ich mir nicht vorstellen. Die meschliche Natur sieht leider so aus, dass irgendwann jeder nur noch seine eigenen Interesse vertritt und sich mit anderen zusammenschließt, die ebenfalls seiner Meinung sind um die Andersdenkenden zu unterdrücken und selbst einen Vorteil zu bekommen. Und schon sind wird wieder bei einer Regierung! Allerdings keiner demokratischen, die es zumindest dem Großteil der Bevölkerung Recht machen würde, sonder einer Diktatur in der nur die Meinung der Herrschers/der Herrschenden vertreten wird.

            schönen Tag noch
            Ole Wilden

          • Zef sagt:

            >Noch schnell ein Wort zur Anarchie. Ich wäre absolut dafür, wenn es klappen würde. Aber mehrere Millionen oder gar Milliarden Menschen ohne ein Kontrollelement kann ich mir nicht vorstellen.

            Ja, das ist doch mal eine Aussage.

            Hier gibt es genug Material, um deiner „Vorstellung“ auf die Beine zu helfen.

            Was wir bereits jetzt sicher wissen:

            „der Mensch hat allemal auch seine gefährlichen Seiten.

            Und genau deshalb darf keinem Menschen ein Monopol anvertraut werden, schon gar nicht das Gewalt-, Justiz und Gesetzgebungsmonopol“ (Dürr)

            http://ef-magazin.de/2013/12/30/4788-staatliches-gewaltmonopol-es-ist-das-allergefaehrlichste-ueberhaupt

  8. Zef sagt:

    >“Die Demokratie ist eine schlechte Staatsform, aber es ist die beste die ich kenne.”

    „Vergewaltigung ist der schlechteste Sex, aber der beste den ich kenne.“

    So what? Und gerade von An-Archisten erwartest du nun „konstruktive“ Vorschläge dazu? Was ist das: dumm, dreist, eine Mischung von beiden …?

    Unser Programm ist An-Archie.

    Das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet Abwesenheit einer obersten Vorherrschaft. „Anarchie ist Ordnung mit der Besonderheit, dass sie auf ein zentrales Herrschaftsmonopol verzichtet“ (Dürr). http://ef-magazin.de/2014/03/31/5135-schweiz-der-achte-bundesrat

    Das Gegenprogramm zu „Befehl und Gehorsam“ ist „freies Binden und Lösen“. Das ist aber ein Entweder|Oder. Es gibt kein „freies Binden und Lösen“ innerhalb von „Befehl und Gehorsam“. Man muss (und kann!) sich entscheiden.

    Der Contrat-asocial-Archist möchte aber noch mehr: er möchte alle anderen in den schöngeredeten Vergewaltigungsscheiss mit hinein ziehen.

    „Die Demokratie ist die tyrannischste Regierungsform.

    Das ist Tyrannei, dass alle regieren [„vergewaltigen“] wollen und obendrein jedermann verpflichten wollen, an der Regierung [„Vergewaltigung“] teilzunehmen, sogar den, der es sich auf das Inständigste verbittet, mit in der Regierung zu sein“ (Kierkegaard).

    Mit mir nicht, neverever.
    Ex iniuria ius non oritur!


    „Die gegenseitige Plünderung ist nicht weniger Plünderung,
    weil sie gegenseitig ist“ (F. Bastiat)

    • Ole Wilden sagt:

      Ich glaube nicht, dass sie den Sinn des Abschnittes verstanden haben…

      Dieses Zitat bedeutet, dass wenn Demokratie eine schlechte Staatsform ist, dann braucht man eine andere, bessere Staatsform, doch solange es diese nicht gibt, ist die Demokratie die Beste.
      Hier als Beispiel Sex und Vergewaltigung anzuführen ist kindisch und grenzt an Fä­kal­spra­che. Es gibt bereits besseren Sex als Vergewaltigung, und diesen „besseren Sex“ gilt es auch für das System zu finden.

      • Zef sagt:

        > das System

        Oooh, das „System“
        Ich falle in tiefster Untertänigkeit nieder vor dem „System“ und flehe alles Gute herab über das „System“

        ROTFL!

        Es war einmal ein Reisender.

        „Er traf auf einen wilden Stamm. Ein Kind war gerade geboren worden und ein Gedränge von Wahrsagern, Hexern, Empirikern umringten es, bewaffnet mit Ringen, Haken und Bändern.

        Der eine sagte: „Dies Kind wird nie den Duft einer Friedenspfeife riechen, wenn ich ihm nicht die Nasenflügel verlängere.“ Ein andere: „Es wird des Gehörs beraubt sein, wenn ich ihm nicht die Ohren bis zu den Schultern herabziehe.“ Ein dritter: „Es wird nicht das Licht der Sonne sehen, wenn ich nicht seinen Augen eine schräge Ausrichtung gebe.“ Ein vierter: „Es wird sich niemals aufrecht halten, wenn ich ihm nicht die Beine krümme.“ Ein fünfter: „Es wird nicht denken, wenn ich nicht sein Hirn zusammendrücke.“

        „Zurück“, sagt der Reisende. ..

        Zurück ihr Empiriker und Organisatoren! Zurück ihre Ringe, ihre Ketten, ihre Haken, ihre Zangen! Zurück ihre künstlichen Mittel! Zurück ihre Genossenschaftswerkstätten, ihre kommunistische Produktionsgemeinschaft, ihr Regulierungswahn, ihre Zentralisierung, ihre Zölle, ihre Beschränkungen, ihre Moralisierung oder ihre Angleichung durch Steuer!

        Und da man vergeblich dem gesellschaftlichen Körper so viele Systeme auferlegt hat, möge man da enden, wo man hätte beginnen sollen,

        möge man die SYSTEME zurückweisen, möge man endlich die FREIHEIT auf die Probe stellen (Bastiat, Das Gesetz -pervertiert)

        http://bastiat.de/bastiat/gesetz.html

  9. Ole Wilden sagt:

    >“Das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet Abwesenheit einer obersten Vorherrschaft.“

    Da kommt mir noch was. Das wort „Idiot“ ist ebenfalls griechisch und beschreibt jemanden der sich nicht für die Politik interessiert. Die Politiker kümmern sich um die Polis, die Stadt bzw. die Gemeinschaft. Damals war jeder gute Bürger ein „Politiker“ und alle anderen, die sich eben nicht um das Allgemeinwohl gekümmert haben waren Idioten.

    • Zef sagt:

      >und alle anderen, die sich eben nicht um das Allgemeinwohl gekümmert haben waren Idioten.

      Das ist ganz typisch für den archistischen Pöbel:
      Borniertheit, die sich für unfehlbar erklärt und im Namen dieser Unfehlbarkeit/Borniertheit den Despotismus fordert.

      „Die modernen Sektierer setzen ständig der gegenwärtigen Gesellschaft die Gemeinschaft entgegen. Sie bemerken nicht, dass die Gesellschaft in einer freien Ordnung eine wahrhafte Gemeinschaft ist, die allen Gemeinschaften, die ihrer fruchtbaren Phantasie entspringen, ganz überlegen ist.

      Ist die Gemeinschaft, wie ich sie hier beschreibe, darum weniger Gemeinschaft, weil jeder frei ein- und austritt, seinen Platz wählt, aus seiner Verantwortung heraus urteilt und verhandelt und die Triebfeder und Garantie des persönlichen Interesses dort hinein trägt?“ (F. Bastiat)

      Wozu brauchen wir einen Archisten, der despotisch unsere freiwilligen Arrangements zerstört, gemeinsame Bemühungen durch isolierte ersetzt und die Zivilisation zurückdreht?

      Niemand braucht euch, „Allgemeinwohl-Schwätzer“!

      „Jeder, welcher, nicht wissend, dass der gesellschaftliche Körper, wie der menschliche Körper, ein Inbegriff natürlicher Gesetze ist, darauf denkt, eine künstliche Gesellschaft zu schaffen und anfängt, die Familie, das Eigentum, das Recht, die Menschheit nach seinem Belieben zu ordnen, ist Sozialist. Er betreibt nicht Physiologie, er betreibt Bildhauerkunst; er beobachtet nicht, er erfindet; … er ist nicht Gelehrter, er ist Tyrann; er dient nicht den Menschen, er verfügt über sie“ (F. Bastiat)

      Regiert euch selbst,
      diese Aufgabe ist mehr als genug für euch!

    • Nullte_Instanz sagt:

      „…denn von Diskussionen lebt die Demokratie schließlich…“

      Nun denn. Du behauptest zwar ein aufgeschlossener Mensch zu sein der sich seine einige Meinung bildet, aber hältst es nicht für notwendig Dir ein wenig Hintergrundinformationen zu besorgen.
      Glaubst Du allen ernstes irgendjemand hier würde solch eine Diskussion zum ersten mal führen? Ich hab schon so unzählig viele Kommentare von Etatisten gelesen und gehört die aber zumindest Punkte aufgeführt hatten auf die man eingehen konnte.
      Du hast ja schon ein paar Kommentare gepostet und erst relativ am Ende mitbekommen das Du Dich hier in einem Anarchisten-Forum befindest.

      Na, merkst Du was?
      Kann es sein das Du Dir vielleicht doch erst ein paar neue Informationen beschaffen möchtest bevor wir diese Unterhaltung hier weiter führen? Wenn Du dazu nicht bereit bist ist das völlig ok und auch nicht weiter tragisch… Doch wenn Du ernsthaft Interesse daran haben solltest von uns RICHTIGE und VERNÜNFTIGE Antworten zu bekommen, dann würde ich Dich bitten Dir vorher mehr Informationen zu besorgen! Alles andere hätte keinen Sinn.

      Allein der Abschnitt mit der dazugehörigen Aussage: „Dieses – mittlerweile hoffentlich eindeutig erklärte System –…“ zeigt eindeutig, wie weit Du davon entfernt bist (zumindest von mir) eine vernünftige Antwort zu erhalten. Dein hohe-Ross-haltung auf der Du Dich momentan (meinst) zu befinden ist völlig unangebracht, wir sind keine Hippies oder irgendwelche Dorftrottel die Inhaltlosephrasen herumposaunen…
      Weißt Du was Philosophie bedeutet? Du machst auf mich nicht den Eindruck als ob Du diese „liebe“ mit uns teilen wolltest.

      „Ich werde jetzt gar nicht mehr versuchen irgendwie auf alles einzugehen, da sie auch einige meiner Argumente überspringen/ ignorieren. Ich gehe einfach mal davon aus, dass sie zu diesen Punkten einfach kein Gegenargument haben.“

      Da sind wir ja wieder an dem Punkt, hier ist niemand auf Deine „Argumente“ eingegangen weil Du schlicht und ergreifend keine geliefert hast… Zumindest keine auf die es sich lohnen würde einzugehen, Du bist nicht der erste Staazi der hier Werbung für Herrschaft macht. Und es gab hier schon so manchen Wortgewandten Etatisten, -aber egal wie scheinbar „talentiert“ sie sind, etwas neues hat keiner von denen zu sagen gehabt, nicht mal der „beste“ von euch…
      Also im Grunde genommen ist es der selbe Müll nur aus ner anderen Tonne, mal „schöner“ mal „schlechter“ beschrieben, aber alles völliger Nonsens. Um seinen Standpunkt vertreten zu können muss man ihn erst einmal kennen.

  10. Ole Wilden sagt:

    Tja, dann wird das wohl erstmal der letzte Beitrag von mir sein. Sorry, aber mit solchen Aussagen, wie sie hier geboten werden, kann ich keine Diskussion führen. Der eine widerspricht sich selbst und der andere schmeißt mit Zitaten und Fäkalsprache um sich (damit bist du gemeint lieber „Zef“, nur jemanden anderen zu zitieren ist noch lange kein Argument, wenn ich auf der Basis arbeite, dann kann ich auch den Holocaust rechtfertigen).

    Das ich nicht vorher über die allgemeinen Standpunkte hier informiert war, tut mir leid. Aber ich glaube, dass ich in meinem ersten Beitrag ziemlich deutlich gesagt habe, dass ich nur zufällig über diesen Artikel gestolpert bin und mich genötigt gefühlt habe, darauf zu antworten, eine große Diskussion war eigentlich nicht vorgesehen.

    Zum Abschluss möchte ich nochmal sagen, dass sie es zumindest geschafft haben, dass ich jetzt ein gewisses Maß an Verständnis für ihre Position aufbringen kann (nur die Beiträge vom lieben „Zef“ waren da ziemlich kontraproduktiv), dennoch wird sich meine Meinung nicht ändern.
    Und das ist auch völlig ok so, sie haben ihre Meinung und ich die meine. Der einzige wirkliche Punkt den ich nicht verstehen kann, ist, dass sie nicht auch einsehen können, dass die Demokratie dazu in der Lage ist, all unsere verschiedenen Meinungen zu berücksichtigen.

    Die Demokratie an sich, ist für mich eine der größten Errungenschaften der Menschheit. Wenn Menschen sie allerdings versauen, dann ist das die Schuld der Menschen, nicht des Systems (Betrachte mal das System als einen Hohlkörper, lieber „Zef“, der nur mit verschiedenen Ideen gefüllt werden muss (egal ob Demokratie, Anarchie oder Monarchie) und schon merkst du wie sinnlos dein einer Beitrag war, natürlich „fällst“ du „in tiefster Untertänigkeit“ vor vor dem System, wenn man es mal so betrachtet).

    Viel Spaß noch meine neuen Freunde. Ich wünsche euch zum Abschluß noch ein bisschen Humor, damit lebt es sich echt besser, nicht alles immer direkt so persönlich nehmen 🙂 auch du nicht „Zef“.

    Liebe Grüße
    Ole Wilden

    • michael sagt:

      „Der einzige wirkliche Punkt den ich nicht verstehen kann, ist, dass sie nicht auch einsehen können, dass die Demokratie dazu in der Lage ist, all unsere verschiedenen Meinungen zu berücksichtigen.“
      das kann sie per definition nicht… oder ist das nur dein humor, den ich nicht verstehe ? 🙂

  11. Nullte_Instanz sagt:

    Ich tippe ebenfalls auf Zynismus (bin mir aber auch nicht ganz sicher) daher wollte ich eigentlich auch nicht mehr darauf Antworten… Aber sei es drum 🙂

    Ich war mir eigentlich schon nicht mehr sicher wohin die Unterhaltung führen sollte, als ich den Abschnitt las:
    „Sie nehmen hier die Leistungen des Staates entgegen (Krankenkasse, Rente, soziale Absicherung sogar teilweise ihren Arbeitsplatz, also die gesamte Grundlage für ein Leben in Wohlstand und Frieden) sind aber nicht mal bereit die Spielregeln, dir ihnen diese Leistungen ermöglichen zu akzeptieren!“

    @Ole
    Da ich Deinen Schreibstil ansonsten für überwiegend höflich empfunden habe, -versuche ich Dir noch einmal zu Antworten. Ich stelle Dir jetzt eine Frage, -die Du (sofern Du aufrichtig bereit dazu bist) Dir selbst beantworten kannst!

    Wem gehört Dein Leben?

    Da ich ehrlich gesagt keine große Lust mehr darauf habe mit jedem Etatisten alles immer und immer wieder von Anfang an durchzugehen, -und ich eigentlich eh nur darauf abziele das Du „den Einstieg selbst findest“ -hier noch zwei Links.

    (Über die Rechtfertigung für die Existenz eines politischen Systems…)
    http://www.freiwilligfrei.info/archives/4929

    (Die Antwort auf die Frage „wem gehörst Du“.)
    http://www.freiwilligfrei.info/archives/5770

    Schau Dir das Video an, geht 5 min. oder lies es Dir durch. Ist natürlich nicht viel, aber ich glaube das Dich momentan eh fast alles „überfordern“ würde, daher reicht das wohl als Anfang.

    Auch Hermann Messmer hat dahingehend schon einen sehr schönen „Einsteiger“-Text geschrieben http://www.freiwilligfrei.info/archives/4601 (Er hat schon einige sehr gute Beiträge verfasst, aber die meisten würdest Du mit Deinen momentanen Kenntnisstand wohl schlicht und ergreifend nicht begreifen können.)

    PS: Du tust Zef massiv unrecht mit Deinem Kommentar,- sorry aber Du hast sie einfach nicht verstanden!

    PS:PS: Was DU nun aus der ganzen Sache machst ist Deine Sache, ich bin an der Stelle jedenfalls raus…
    Wenn Du wirklich aufgeschlossen sein solltest und das nicht einfach nur heuchelst, dann würde ich Dir wirklich empfehlen Dich ein wenig mehr mit der Materie der Privatrechtsgesellschaft bzw. dem offensichtlichen Problemen welches allen Herrschaftsformen innewohnt, -auseinanderzusetzten.

    Wenn Du aber weiter dem Kollektivistischen-Anomalie-Verhalten der monotonen Staatsjünger folgen möchtest kannst Du das gerne tun, aber (und ich Denke da kann ich für alle hier sprechen) verschwende dann bitte mit sowas nicht unsere Zeit!
    Die meisten Leute die sich hier regelmäßig aufhalten haben die Staatshysterie überwunden und wollen damit auch nichts mehr zu tun haben. Am Ende noch ein Zitat von Hauke:
    „Die Demokratie ist eine Gesellschaftsform für Inselbegabte. Die Bürger können quasi nichts und sind unfähig, die richtigen Entscheidungen für das eigene Leben zu treffen, wählen aber mit schlafwandlerischer Sicherheit denjenigen, der ihnen das abnimmt.“

    Gruß Phil

  12. Seppel sagt:

    Lächerlicher Relativierungsversuch des Nichtwählens!

    Man ist so oder so ein Teil dieses „Spieles“, ob es einem schmeckt oder nicht. Man ist auch nicht außen vor, wie es sich einige hier (inkl. dem Autor) andauernd schön reden, sondern man ist so oder so Teilnehmer dieses „Spieles“, egal ob man die Spielregeln akzeptiert oder nicht, egal ob man jetzt tatsächlich wählen geht oder man wie ein Kleinkind rumbockt und sagt „bringt doch eh nichts“. D.h. wer also nicht wählen geht, verwirkt sein Recht, bestimmen zu können, von wem er letztendlich in diesem „Spiel“ regiert wird, dessen Bestandteil er – freiwillig oder unfreiwillig – ist.

    Und seit froh, dass wir – relativ gesehen noch nicht sehr lange – so weit gekommen sind und ihr dieses Recht ÜBERHAUPT besitzt! Was würdet ihr denn sagen, wenn ihr überhaupt KEINE Möglichkeit hättet, „die da oben“ abzuwählen oder dergleichen? Dann könnten die da oben machen, was sie wollen; ob dies gut oder schlecht ist, ist dabei komplett wumpe!

    Was viele anscheinend vergessen oder anscheinend erst gar nicht wissen: Nicht abgegebene Stimmen sowie ungültige Stimmen fallen aus dem Gesamtpool aller möglichen Stimmen komplett raus, d .h. es werden nur wirklich gültige Stimmen gezählt.
    Beispiel: Bei einer Wahlbeteiligung von 40% bekommt die Partei X 35 von 100 möglichen Stimmen. Dies heißt nun NICHT, dass Partei X in der Endwertung 35/100 (=35%) Stimmen erhalten hat (auch wenn dies so gesehen die tatsächliche Unterstützung in der Bevölkerung wiederspiegelt), sondern dass Partei X 35/40 (=87,5%) Stimmen erhalten hat. Daraus folgt, dass der Stimmenanteil der Partei X in der Endwertung noch größer ist als er es in Wirklichkeit ist, wodurch Partei X mehr Sitze im Parlament erhält, als ihr an der tatsächlichen Unterstützung gemessen zustehen. Simple Mathematik!

    Ich will jetzt nicht alle Nichtwähler brandmarken, ich kann sehr gut verstehen, dass die Leute unzufrieden mit der heutigen Politik ist. Aber dennoch: Gefolgt aus den vorherigen Absätzen: Wenn du nicht wählst, kannst du dich nicht über den Staat, die Politiker oder die politische Klasse beschweren! Punkt! Wenn alle nur andauernd über die etablierten Parteien rummeckern, wird sich auch nichts ändern, was u.a. auch an den ganzen Gewohnheitswählern liegt, die nicht über den Tellerrand gucken können/wollen. Um wirklich etwas zu ändern, müssen die Leute ganz einfach mal den Arsch hochkriegen und ihr Kreuzchen bei den weniger etablierten machen, um denen da oben mal klar zu machen, was man von ihnen hält, anstatt andauernd nur das Maul aufzureißen und sonst nichts zu tun. Für jeden ist etwas dabei, man muss nur mal den Arsch hochkriegen und danach suchen (d.h. Wahlprogramme lesen usw.). Das Pseudo-Argument mit dem geringeren Übel zieht hier übrigens auch nicht! Nur wer wählt, kann auch was ändern!

    Insgesamt gibt es für dieses Problem leider nur eine Lösung: Man macht es so wie in Brasilien: Dort gilt nämlich WahlPFLICHT für jeden! Wer das erste Mal nicht hingeht: Geldstrafe. Ab dem zweiten oder dritten Mal sind sogar Freiheitsstrafen möglich. Vorstrafe natürlich inklusive. Eine ordentliche Demokratie kann nämlich nur dann funktionieren, wenn auch alle entsprechend ihren Beitrag leisten (d.h. vor allem sich Informieren und dann wählen gehen). Wie gesagt: Maul aufreißen kann jeder, man muss aber schon seinen Teil dazutun, ansonsten macht man sich als Heuchler nur lächerlich und hat ergo auch kein Recht sich zu beschweren!

    Vielleicht werden jetzt einige sagen: „Warum lässt man bei der Sitzverteilung nicht einfach nach wie von SÄMTLICHE Stimmen im Gesamtpool?“. Ganz einfach: Weil es dasselbe in grau wäre. Man hätte dann zwar schöne, leere Parlamente, die durchaus für sich sprechen; dennoch läuft es letztendlich bezüglich Entscheidungsgewalt und Einfluss genau auf die Version mit Herausfiltern hinaus.

    Also ich für meinen Teil werde auch weiterhin Wählen gehen, und daran wird sich auch so schnell nichts dran ändern!

    Mfg

    Seppel

    • michael sagt:

      „Also ich für meinen Teil werde auch weiterhin Wählen gehen, und daran wird sich auch so schnell nichts dran ändern!“

      das stockholm-syndrom ist halt nicht so leicht abzulegen.

    • Zef sagt:

      >Man ist so oder so ein Teil dieses “Spieles”, ob es einem schmeckt oder nicht.

      „Der logische Endpunkt ALLER Politik ist der Totalitarismus“
      (Antony de Jasay).

      JEDER Wähler (auch der ungültig wählende) liefert dazu die Trommelwirbel und Paukenschläge, ob es ihm nun schmeckt oder nicht.

      Und damit trifft er genau auf jene, die da sagen:

      „Was menschliche Autorität angeht, bin ich ein Fetischanbeter und bete gleich fromm wen auch immer an, wenn es bloß hinreichend mit Trommelschlag bekannt gemacht wurde, das er es ist, den ich anbeten soll“ (Kierkegaard).

      Auch die tollste „Frei-Wurst“ unter den Wählern verbaucht letztlich die Kraft der Freiheit im Dienste und zum Wachstum der Unfreiheit.

      >und daran wird sich auch so schnell nichts dran ändern!

      Das sehe ich auch so!


      Antony de Jasay
      Against Politics

    • Tim sagt:

      „Eine ordentliche Demokratie kann nämlich nur dann funktionieren, wenn auch alle entsprechend ihren Beitrag leisten (d.h. vor allem sich Informieren und dann wählen gehen).“

      Wenn das stimmt, könnte es dann eine „ordentliche“ und „funktionierende“ Demokratie geben?
      Dass nahezu alle wählen gehen, wäre mit einer Wahlpflicht machbar und überprüfbar.
      Beim Informieren sieht es schon anders aus. Das wäre nur überprüfbar und somit eine Informationspflicht überhaupt durchsetzbar, wenn nachgeschaut wird ob man „richtig“ gewählt hat. Würde man das noch Demokratie nennen?

      „Für jeden ist etwas dabei, man muss nur mal den Arsch hochkriegen und danach suchen (d.h. Wahlprogramme lesen usw.). “

      Für mich ist nichts dabei, egal wielange ich danach suche. Mit viel Aufwand könnte ich vielleicht unter Pest und Cholera den Tripper herausfinden. Das wäre aber nicht einfach mit Wahlprogrammen lesen usw. getan, denn meistens ist in den Parteien nach der Wahl nicht das drin was vorher drauf stand. D.h. ich müsste die Politiker auch noch überprüfen, mir die ganzen Gesetzestexte durchlesen, über die sie in ihrer Laufbahn abstimmen und dann nachschauen ob sie auch so wie versprochen abstimmen.
      Wenn ich damit fertig bin, hat meine Stimme einen Einfluss von 1 zu x Millionen und ich halte es auch für unwahrscheinlich, dass die meisten anderen Wähler es mit der Information so genau nehmen. Mir persönlich ist das den Aufwand nicht wert.

      • Nullte_Instanz sagt:

        Hoffnungslos…! Samt Meinung im Wald begraben, -und gehen…………

        „Lieber Seppel, merkst Du den totalitären Gedanken in Deinem Kopf überhaupt noch?“
        Es darf bezweifelt werden!

        „Für Berufsparasiten und ihre Folgeschmarotzer ist das wohl nicht nur alternativlos, sondern geradezu das Größte.“
        Richtig, so ist es leider… Das traurige ist die überwältigende Anzahl an Staatsjüngern, -die wie auf Knopfdruck die gleichen holen Phrasen von der Stange zwitschern könnten!

    • Hermann Messmer sagt:

      „Insgesamt gibt es für dieses Problem leider nur eine Lösung: Man macht es so wie in Brasilien: Dort gilt nämlich WahlPFLICHT für jeden! Wer das erste Mal nicht hingeht: Geldstrafe. Ab dem zweiten oder dritten Mal sind sogar Freiheitsstrafen möglich. Vorstrafe natürlich inklusive. Eine ordentliche Demokratie kann nämlich nur dann funktionieren, wenn auch alle entsprechend ihren Beitrag leisten (d.h. vor allem sich Informieren und dann wählen gehen).“

      Kein Platz für andere Meinungen.
      Und seit ihr nicht willig, so brauche ich Gewalt. Bestrafen und wegsperren.
      Totalitäre Demokraten in Reinform.

      Lieber Seppel, merkst Du den totalitären Gedanken in Deinem Kopf überhaupt noch?

      • Zef sagt:

        >Und seit ihr nicht willig, so brauche ich Gewalt. Bestrafen und wegsperren. Totalitäre Demokraten in Reinform.

        Leitsatz des sowjetischen Straflagers auf den Solowetzkij Inseln: „Mit unserer eisernen Hand werden wir die Menschen zu ihrem Glück zwingen“

        Für Berufsparasiten und ihre Folgeschmarotzer ist das wohl nicht nur alternativlos, sondern geradezu das Größte.


        „Demokratie ist nicht mehr als Pöbelherrschaft, wo 51 Prozent der Menschen den anderen 49 Prozent ihre Rechte abnehmen“ (Thomas Jefferson)

  13. Lucius sagt:

    Das Problem ist, dass es keine Mindestwahlbeteiligung gibt, damit Wahlen gültig sind. Das bedeutet, wenn sich im Extremfall nur die Abgeordneten selbst wählen würden, wäre das gültig. Menschen versuchen ja auch das System ein wenig auszutricksen und gründen Parteien, die z.B. Volksentscheide etablieren wollen, Fraktionszwang abschaffen wollen oder freie Abgeordnete etablieren wollen. Doch sie erhalten keine Unterstützung. Es scheint dass es zwei Lager gibt: Wähler und Nichtwähler. Die Wähler sind zu 90% auf die etablierten Parteien fixiert. Die Nichtwähler lehnen grundsätzlich alle Parteien ab. Aber die Nichtwähler verweigern nur das Mitspiel, sie bringen keine Alternative ins Spiel. Sie setzen einfach darauf, dass bei Wahlbeteiligungen unter 70% die Gewählten keinen moralischen Rückhalt hätten. Nur wer die Politik der letzten 20 Jahre verfolgt sieht, dass Moral überhaupt keinen mehr interessiert.

    • Nullte_Instanz sagt:

      „Das Problem ist, dass es keine Mindestwahlbeteiligung gibt, damit Wahlen gültig sind. … . Aber die Nichtwähler verweigern nur das Mitspiel, sie bringen keine Alternative ins Spiel.“

      Ganz offensichtlich hast Du den Artikel gar nicht (oder nur sehr Oberflächlich) gelesen hast…

      „Solche Aussagen haben natürlich nichts mit Logik zu tun. Sie sind unlogische Werbeaussagen für den Staat.“ (Zitat aus dem Text)

      Genau so sieht es aus! Und aus diesem Grund ist es auch angebracht, bei solchen Themen nur für sich selbst zusprechen. Ich bin Nichtwähler aus Gründen die ganz Offensichtlich Außerhalb Deines Verständnisses liegen…

  14. Melli sagt:

    Hi,
    sehr interessant das Thema Wahlen.
    Ich habe nicht so viel Ahnung, bin aber lehrbereit und nun ein paar naive Fragen:

    Was würde denn passieren, wenn die Mehrheit der Bevöllkerung nicht zum Wählen geht?
    Sind dann die Menschen in der Regierungen für ihre Handlungen persönlich haftbar, weil sie nicht mehr „im Namen des Volkes“ handeln können?
    Und welcher Unterschied hat es dazu, wenn ich wählen gehe, aber den Stimmzettel ungültig mache?
    Gruß

    • Christian sagt:

      „Was würde denn passieren, wenn die Mehrheit der Bevöllkerung nicht zum Wählen geht?“

      Dann würde die Minderheit entscheiden. Und nein, sie handeln auch dann „im Namen des Volkes“. Niemand wird zur Teilnahme an einer Wahl gezwungen. Es gibt bei staatlichen Wahlen – anders als z.B. bei Studentenwahlen – keine Mindestwahlbeteiligung, um die Wahl gültig sein zu lassen. Eine andere Frage ist die gefühlte Leititmität einer solchen Wahl.

      Wenn du wählen gehst, dann wird deine Wahlteilnahme registriert, d.h. du erhöhst die Wahlbeteiligung. Wenn du dann deinen Stimmzettel ungültig machst, ist er einfach nur Teil der immer anfallenden ungültigen Stimmen.

      • Christian sagt:

        „Legitimität einer Wahl“ muss es natürlich heißen. Und ebendiese erhöhst du auch, wenn du einen ungültigen Stimmzettel abgibst. Anders wäre es, wenn ein erklecklicher Anteil oder die Mehrheit der abgegebenen Stimmen „ungültig“ wären. Dies bedürfte allerdings einer Organisation der „Ungültigwähler“ bzw. einer starken Popularisierung dieser Idee zum Zweck der Delegitimierung einer Wahl. In Staaten, die keine echten demokratischen Freiheiten genießen ist es aber auch häufig so, dass Oppositionelle erst gar nicht zur Wahl antreten, um auf diese Weise die Wahl zu boykottieren.

  15. FwF Peter sagt:

    Allein die Beteiligung an einer Wahl kommt der Anerkennung der Rechtmäßigkeit von Herrschaft gleich. Auch „ungültig“ zu wählen ist eine Beteiligung an Wahlen und verstärkt den Anschein der Rechtmäßigkeit der Herrschaft aus der Herrscher- und – sehr viel wichtiger – aus der Beherrschtenperspektive.

    Mit dem Anschein der Rechtmäßigkeit steht und fällt alles. Ist dieser nur gering oder gar nicht vorhanden, so haben die Herrscher bzw. der Staat und die Politiker den gleichen Rang wie Verbrecher und deren Verbrecherorganisationen, die in der Bevölkerung auf keinen Fall als unterstützenswert angesehen sondern ignoriert oder sogar bekämpft werden.

  16. Zef sagt:

    Wähler dürfen sich nicht beschweren

    Selbst die Wähler der Opposition sind verantwortlich dafür, was die Regierung tut, denn mit jeder Wahl wird das g a n z e politische System, Regierung und Opposition, „legitimiert“.

    „Wahlen dienen der Legitimation des politischen Systems. Deshalb legitimiert jeder, der wählen geht, a l l e s, was anschließend passiert. …

    Wer die gesamte Parteioligarchie nicht legitimieren will, der darf nicht wählen gehen.“ http://sciencefiles.org/2014/05/24/nichtwahlen-die-alternative-fur-demokraten


    „Wir sind nicht in das Spiel der Politik eingetreten…“
    (Wladimir Bukowski, sowjetischer Dissident)

  17. CD sagt:

    Es ist sehr, sehr gut erklärt. Es zeigt die gesamte Situation des Nichtwählers, der sich allzu gern beschwert Verlierer zu sein sehr klar auf.

    Aber ich will es erst gar nicht so nobel ausdrücken, lieber beschreibe ich es wie folgt:
    Wähler sind entweder gedankenlose Mitläufer, die im besten Fall einer sehr gefährlichen Indoktrination aufsitzen oder „sie wissen ALLERDINGS was sie tun“ und sind wohl in irgendeiner Form Nutznießer, und somit Psychopathen (denn sie gehen zumindest METAPHORISCH über Leichen)..

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