Individuelle Freiheit bedeutet vor allem, frei von allen Sorgen über seine wirtschaftliche Existenz zu sein. Das bedeutet nicht, Vermögen und Reichtümer anzuhäufen. Es bedeutet, die Fähigkeit zu entwickeln, unabhängig von Zeit, Ort und persönlichen Voraussetzungen wie Alter, Qualifikation, Erfahrungen oder körperlichen Einschränkungen mit anderen Menschen zu einem hohen gegenseitigen Nutzen zusammenzuarbeiten. Diese Fähigkeit wirkt sich sehr viel stärker existenzsichernder aus als jede Währung und jede sonstige materielle Vorsorge.

Die Voraussetzung für diese Fähigkeit sind klare individuelle Antworten auf die Fragen: Wer bin ich? Was kann ich? Was will ich? Wie erreiche ich das, was ich will?

Wie es gelingt, Antworten auf diese Fragen zu finden, ist Thema des Vortrags „Einfach frei (von Existenzsorgen“. Peter von FreiwilligFrei hielt diesen Vortrag am 10. Mai 2013 im Toberaum München.

In Teil 1 des Videos geht es um die Bedeutung der beruflichen Freiheit und  einige grundsätzliche Mechanismen und Funktionsweisen des Arbeitsmarktes, um die Aussagekraft von Stellenanzeigen, über Einstellungskriterien, die Wichtigkeit klarer persönlicher Ansprüche und Grenzen und um das persönliche Gespräch auf gleicher Augenhöhe als Schlüssel zu mehr persönlicher Freiheit in Arbeit und Beruf.

www.findedeineaufgabe.de
www.lifeworkplanning.de

00:01:05 Einfach frei (von Existenzsorgen)
00:01:10 Warum dieser Vortrag?
00:02:40 Die Bedeutung der wirtschaftlichen Existenzgrundlage
00:04:42 Wie der Arbeitsmarkt funktioniert: Stellenmarkt und Stellensuche
00:07:14 Ähnlichkeiten mit dem Wohnungs- oder Gebrauchtwagenmarkt
00:08:14 Warum der offene Stellenmarkt eine Negativauswahl ist
00:09:00 Negativauswahl und maximal mögliche Konkurrenz
00:10:15 Einstellungskriterien
00:15:18 Wie Mitarbeiter gesucht werden
00:23:00 Persönliche Bekanntheit entscheidet
00:24:15 Was Stellenanzeigen über ein Unternehmen aussagt
00:26:20 Entgegengesetzte Suchrichtungen
00:27:34 Was ist ein Beruf i.S.v. Berufung?
00:35:25 Berufliche Zufriedenheit
00:41:10 Klarheit über die persönlichen Ansprüche und Grenzen
00:45:42 Was tun bei rücksichtslosen Vorgesetzten?
00:48:25 Zusammenfassung: Die Stellensuche beginnt bei einem selbst
00:53:52 Der Schlüssel sind persönliche Gespräche
00:57:41 Strukturierte Gespräche
00:58:48 Die Auswahl der richtigen Gesprächspartner
01:02:15 Gesprächseinleitung
01:03:30 4 Fragen und 7 Minuten
01:05:17 Beispielgespräch Plattenladen
01:13:07 Erfahrungsbericht Gespräche
01:18:00 Vorurteil verschlossene Türen
01:22:17 Die Welt ist klein

 

7 Responses to Einfach frei (von Existenzsorgen) – Teil 1

  1. Zef sagt:

    Die Sorge der Selbst-Plagerei

    Der morgende Tag ist der Enterhaken, mit dessen Hilfe die unübersehbare Menge der Sorgen Fuß fasst auf dem leichten Schiff des einzelnen.

    Der morgende Tag, das ist in der Kette das erste Glied, dadurch ein Mensch mit Tausenden zusammen geschmiedet wird zu jenem Überfluss von Sorgen, der vom Bösen ist.

    Der morgende Tag ist ein ohnmächtiges Nichts, falls du selbst ihm nicht deine Kraft verleihst. Und sofern du ihm all deine Kraft ohne Rest gibst, so bekommst du … auf schreckliche Weise zu wissen, wie stark du bist.

    Der morgende Tag ist die Unruhe eines jeden Tages

    Der morgende Tag liegt im Selbst

    Was ist Selbst-Plage? Es ist die Plage, welche der Tag heute nicht hat.
    Und was ist Selbst-Plagerei? Dass man sich selbst diese Plage verursacht.
    (Kierkegaard)


    Zef’s Imbis
    Snacks auf dem Weg

  2. Genau das habe ich mir bei meinen Überlegungen zum Thema Geld in „Apfelgeld“ (www.c-d-f.eu) eingebaut:
    Die neue Währung basiert auf der Wertbasis „LEBENSWERT“, statt auf der bisherigen, noch weltumspannend gültigen Wertordnung, die auf dem Metall GOLD beruht.. und das seit Äonen von Jahren!
    Dort war der GOLDWERT ein Stellenwert für REICHTUM EINER NATION und wurde in Tempeln usw. gehortet, ebenso bei den TRINKSCHALEN des Königs.
    Diese alte Ordnung, immer noch auf dem Wege, auseinander zu brechen, impliziert dann BESITZ, NEID, Konkurrenzkampf, Naturzerstörung (s. Goldgräber-Aktivitäten bis heute, wo kapitale Firmen diesen Abbau betreiben, ebenso, wie andere Metalle, die in der Wertordnung kursieren), und einen Zwang, diese Wertordnung so lange, wie möglich zu erhalten: Das ist der Sinn aller „Vereinten Nationen“ mit ihren Intrigen, Waffengeschäften und Kriegen.
    Beim Lebenswert ist das grundsätzlich anders: Der entsteht durch die Geburt eines Menschen, was infolge bedingungsloses Grundeinkommen nach sich zieht.. und hat ein dem Leben angepasstes TERMINIERUNGSSYSTEM. Beispielsweise durch ein Verfallsdatum beim „Apfelgeld“ wird das Geld nach einem Jahr, sofern es nicht weitergegeben worden ist, wertlos.
    Weiteres siehe dort.

  3. Ulrich Broza sagt:

    Ja.
    mobbing, burn out, schwerste depressionen. mehrjährige erstklassige therapie.
    totale freiheit.
    das ist der weg, den ich in den letzten 5 jahren gegangen bin.
    es ist ein sehr steiniger, ein sehr quälender weg, der mich in mein ganz persönliches glück geführt hat. mobbing, burn out, schwerste depressionen, erstklassige therapie, haben mir geholfen, mich zu finden und erstmals überhaupt im ganzen zu erkennen.
    das war zuerst deswegen erschreckend, weil ich erkannt habe, daß ich über jahrzehnte nicht ich war. das tat unendlich gut, weil ich mich in den letzten 5 jahren, mit hilfe der richtigen anderen, auf meinen persönlichen lebensweg gebracht habe.
    aus der totalen hölle, in meine so wohltuende freiheit.

  4. Anarchistus sagt:

    Im Kapitalismus ist nur der Frei welcher über Kapital verfügt, Geld, Wissenskapital oder Produktionsmittel. Der rest ist dazu verpflichtet sich zu unterwerfen und und für jene Kapitalbesitzer, die Kapitalisten zu arbeiten.

    Freiheit im Kapitalismus ist die Freiheit einer Kapital und Bildungselite, niemals die Freiheit aller sondern der Freiheit der Kapitalistischen „Aristokratie“.

    • FwF-sandman sagt:

      Tja, da sind wir wieder bei dem Thema der Definition. Was ist Freiheit, was Zwang, was bedeutet das Wort „gerechtfertigt“? Gibt es „Rechte“, wenn ja, was ist das? Was ist Kapitalismus überhaupt? Fragen über Fragen

  5. freedomforce sagt:

    @Peter

    Glaubst du, dass dieser Hansel Bolse verstanden hat? http://www.christophburger.de/?p=604

    • FwF Peter sagt:

      Hallo Freedomforce,

      jeder Trainer hat seine eigene Interpretation von Life/Work Planning. Herr Burger hat seine, ich habe meine und selbstverständlich hat auch Bolles seine. Bolles Ansatz stammt aus den 70er Jahren – aus meiner Sicht ist tatsächlich einiges mittlerweile etwas veraltet. Ich setze Bolles Ideen nicht 1:1 um, sondern konzentriere mich vor allem auf das Prinzip der gleichen Augenhöhe (dabei ist es ausgeschlossen, Jobs „hinterherzulaufen“), die Natur der zwischenmenschlichen Kommunikation, damit zusammenhängendend auf die Bedeutung Authentizität und vor allem auf die praktische, effektive Umsetzung. Wie Herr Burger das macht, kann ich nicht einschätzen. Die Tatsache, dass er sich intensiv mit Bolles auseinandergesetzt hat, spricht allerdings für ihn. Wenn er mit seiner Interpretation von Life/Work Planning Erfolg hat, dann ist das gut für seine Kunden und am Ende kommt es genau darauf an. (Ich hatte erst gestern wieder einen Anruf eines älteren Ex-Workshopteilnehmers, der ausgehend von Hartz IV in eine hohe und gut dotierte Angestelltenposition inkl. Dienstwagen und anderer Annehmlichkeiten eingestiegen ist.)

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