von Susanne Kablitz

Ist es für unser Wohlbefinden und unser Seelenheil nicht geradezu verzückend, wenn endlich mal wieder „ein Reicher“ so richtig zur Raison gebracht werden kann? Herrlich – können wir uns mal wieder die 10-Tage-Empörungs-Phasen-Regel gönnen, uns vollkommen politisch korrekt echauffieren und dem Kapitalismus und seinen unfassbar frechen Auswüchsen mit Schwung in den Allerwertesten treten.

Ein solch bösartiges, unverzeihliches, menschenverachtendes  Verbrechen wie Steuerhinterziehung ist zutiefst verabscheuenswürdig, widerlich! Sogar unsere Bundeskanzlerin wendet sich „enttäuscht“ ab. Das wird ihr sicher schwer fallen, war doch der Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender des FC Bayern München stets ein treuer Freund und hingebungsvoller Fürsprecher unserer Regierung. Und jetzt? Abgestürzt! Kein Mensch kann ihm jetzt noch helfen –  will auch keiner! Schließlich würde man sich zutiefst unbeliebt machen.

Steuerhinterzieher sind fies und gemein, sie lungern am untersten Ende der menschlichen Abgründe herum, denn sie machen sich des „Diebstahls an der Gemeinschaft“ schuldig! Hier ist es ganz egal, dass „Steuerhinterzieher“ in der Regel lediglich ihr selbsterworbenes, erarbeitetes Geld „am Fiskus“ vorbei in Sicherheit bringen. Es ist auch egal, dass viele, die ihr erwirtschaftetes Geld im Ausland anlegen, nur dem krakenartigen Zugriff der deutschen Umverteilungsmaschinerie entgehen wollen, weil sie eben der Meinung sind, dass Eigentumsrechte noch etwas gelten und nicht akzeptieren und noch viel weniger einsehen wollen, dass der Staat mit dem Geld besser umgehen kann als sie selbst.

Es ist auch egal, dass es Menschen wütend macht, wenn ihre nur einmal einzusetzende Lebenszeit und Lebensenergie dazu genutzt wird, ihnen genau dies – in Geld umgerechnet – wegzunehmen, um einem völlig aus den Fugen geratenen Regierungsmoloch dienlich zu sein.

Es ist völlig ausgeschlossen, ein System in Frage zu stellen, das längst jedes Maß für Normalität und Verhältnismäßigkeit verloren hat. Es ist auch völlig ausgeschlossen, die Parasiten in Politik und der begünstigen Kartell-Wirtschaft in Frage zu stellen, die von diesem System der immer perverser werdenden Steuererhebungen in ungehöriger Weise profitieren.

Und natürlich sind Steuer“hinterzieher“ Kriminelle! Selbstverständlich! Wer dem Staat nicht dient, ist des Lebens in Freiheit nicht würdig. Rein in den Knast  – „Ende der Ansage“- wie ich in einem Kommentar gelesen habe. Steuerhinterzieher sind Menschenfresser  – mindestens.

Ich bin nun wahrlich kein Fan irgendwelcher Sportfunktionäre, die sich zudem in der Vergangenheit durch ihr hochmoralisches Auftreten und ihre anmaßenden Belehrungen hervorgetan haben. Dies spielt hier aber keine Rolle. Allerdings spielt es eine Rolle, in welch erschreckendem Maße wir zu Dienern des Staates verkommen sind. Wollen wir allerdings kein Dienstleister des Staates sein, was mit dem freien Willen eines Menschen grundsätzlich vereinbar sein sollte, macht uns das Finanzamt gewaltigen Ärger.

Über mögliche Kontosperrungen, die uns den Zugang zum normalen Leben fast unmöglich machen, über das Androhen von „Beugehaft“ und im schlimmsten Fall dem Besuch der Steuerfahndung, wo man dann vor lauter Angst wohl die kompletten Sünden seines ganzen Lebens abbüßt – den Maßnahmen der Machtausüber sind hier nahezu keine Grenzen gesetzt.

Längst stellt sich schon kaum einer mehr die Frage, wem das Geld, das der Einzelne aus eigener Arbeitskraft, einer besonderen Fähigkeit, einem außergewöhnlichem Talent, einer kreativen Idee oder einfach nur aus der Tatsache heraus, am rechten Platz zur rechten Zeit zu sein, erwirtschaftet, eigentlich zusteht. Für uns alle scheint vollkommen klar zu sein, dass wir einen Großteil unseres Geldes sofort abzuliefern haben. Tun wir dies nicht, sind wir kriminell!

Verzeihung,  aber hier ist irgendetwas total schief gelaufen. Wir sind in erster Linie zunächst einmal besonders dämlich! Statt uns in der Gemeinschaft einem ausbeuterischen System entgegenzustellen und den Machtgenießern den Saft abzudrehen – nein – wir sprechen die schuldig, die ihr Eigentum schützen wollen.

Es ist völlig klar, dass unsere Politiker moralisch aufs Höchste entrüstet sind – leben sie doch recht fürstlich von den Steuern, die wir zu zahlen haben. Sie hängen wie Parasiten an unserer Lebensenergie und vor allem an unserer Lebenszeit. Wir sind bereit, uns die Früchte unserer Arbeit wegnehmen zu lassen. Wir sind bereit, unsere begrenzten Lebensstunden unabhängig von unserem eigenen Willen zu opfern, damit andere entscheiden, für welche Zwecke diese Stunden im besten Fall genutzt, im schlimmsten Fall verschwendet werden.

Wir lassen den Staat zu Eigentümern unserer Schaffenskraft werden. Wenn uns unser Nachbar dazu auffordern würde, mehr als die Hälfte unseres Tages für ihn zu arbeiten – wir ließen ihn wohl im hübschen, weißen Jäckchen abholen. Aber wenn es der Staat so macht, sind wir eifrig dabei, dieses Spielchen mitzuspielen. Im Gegenteil, wir wollen auch noch mehr davon.

Dermaßen von jahrelanger Indoktrinierung manipuliert, können es sich unsere Parteien auch noch leisten, ihren Wahlkampf mit der Forderung nach höheren Steuern  zu führen. Mit moralischer Überlegenheit, die selbstgerecht verteidigt wird, fordern sie harte Strafen für die niederen Menschen, die sich an ihrem eigenen Geld vergriffen haben.

Klar ist Frau Merkel „enttäuscht“, wie sollte es auch anders sein? Klar toben die Politiker, die sich auf Steuerzahlerkosten satt futtern. Aber mit welchem Recht führen sie sich eigentlich so auf?

Die meisten von ihnen können in ihrem ganzen Leben keinerlei wirtschaftliche Erfahrung, geschweige denn einen Erfolg, aufweisen. Sie haben in der breiten Masse überhaupt keine Vorstellung davon, wie es ist, für den eigenen Lebensunterhalt, eine ausreichende Altersvorsorge und ein angstfreies Leben sorgen zu müssen. Sie gehen in die Politik, um anderen Menschen befehlen zu können, wie diese sich verhalten müssen.  Sie gehen in die Politik, um den moralischen Superapostel zu spielen, ohne dabei selbst in finanzielle Schwierigkeiten geraten zu können.

Sie üben Macht aus, ein wahrhaft berauschendes Gefühl. Nichts ist faszinierender als Macht. Jeder noch so kleine Behörden-Sesselpupser kann zum Oberbefehlshaber mutieren, wenn er die Möglichkeit dazu bekommt. Und wir alle können nichts dagegen tun. Wir haben zu gehorchen, wir haben zu parieren. Egal, ob es der Hartz 4-Empfänger ist, der sich gefälligst minderwertig zu fühlen hat, oder der Reiche, der sowieso ein moralisch in Frage zu stellender Zeitgenosse ist, immer sind wir abhängig von den Machtgenießern.

Der Umverteilungsstaat hat uns jeglichen natürlichen Instinkt für Verhältnismäßigkeit geraubt. Wurde früher „der Zehnte“ zur Aufrechterhaltung und Ausbau des Allgemeingutes benötigt, so sind wir in diesem Land wahrscheinlich auch irgendwann noch einmal dankbar, wenn uns„der Zehnte“ für unsere persönlichen Wünsche und Bedürfnisse bleibt.

Und da wir nichts Besseres zu tun haben, uns auf den jeweils anderen zu stürzen statt einmal die Grundsatzfrage zu stellen, geschieht es uns völlig recht, dass wir bis auf die Unterbuxe ausgezogen werden.

Videoempfehlung der Redaktion:


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46 Responses to Steuerhinterzieher sind Menschenfresser (VIDEO-UPDATE)

  1. rugay sagt:

    Erst kürzlich sann ich über den seltsamen Widerspruch nach, dass (gefühlt) jeder zweite Otto-Normalverbraucher wöchentlich in der Hoffnung zur Lotto Annahmestelle rennt, jene ersehnten Millionen zu ergattern, die es ihm ermöglichen per Los dem Lohnsklaven-Los zu entrinnen. Nimmt sich aber einer das Recht es einfach so zu versuchen (ganz ohne Lotto und Lohnsklaverei) ist das Erstbeste was dem Michel dazu einfällt „Geh arbeiten“ zu sagen.

    Schon irgendwie seltsam….

  2. Ferdinand A. Hoischen sagt:

    Sehr gut und genau auf den Punkt! Die Gehirne sind durch jahrhundertelange „Staatsfürsorge“ schon derart vernebelt, dass Steuerentrichtung als normal und Steuerverweigerung als unmoralisch angesehen wird. Was für eine Verkehrung der wirklichen Verhältnisse. Der vorliegende Artikel hilft, die Tatsachen wieder vom Kopf auf die Füsse zu stellen.

  3. Granter sagt:

    Ein schöner Lobgesang auf die Gier von Menschen, die ohnehin schon genug haben. Mal eine Frage, gibt es einen Hoeneß in Somalia? Wenn ja, dann könnte man sagen, dieser hat sein Geld wirklich allein verdient. Aber Hoeneß hat von dieser Gesellschaft unheimlich profitiert, oder zahlt sein Verein etwa die Kosten für den Polizeieinsatz, die jedes Spiel seines Spitzenclubs verursacht? Die Sportförderung, die jedem seiner deutschen Spitzenspieler zugute kam? Die Rund 210.000.000 Euro, welche die Infrastruktur rund ums neue Schmucke Stadion gekostet hat? Jemand der so von einer Gesellschaft profitiert hat, dem muss man nicht noch zujubeln wenn er sich weigert, seinen finanziellen Teil zu leisten.

    Die Gesellschaft in der er Leben und arbeiten möchte hat demokratisch entschieden, welche Regeln hier gelten. Wer diese Regeln nicht möchte, kann sich entweder eine andere Gesellschaft suchen, oder (wie es hier ja passiert) für eine andere, mit neuen Regeln kämpfen. Aber Menschen die sich nicht an Regeln halten, die werden es auch nicht in einer neuen (freien) Gesellschaft tun.

    • Marius sagt:

      Wer definiert denn, wann man genug hat und was ist an Gier schlimm? Höneß hat eine Leistung für andere Menschen erbracht und wurde im Gegenzug von ihnen bezahlt. Das hat mit der Gesellschaft nichts zu tun, Es gibt keine Gesellschaft, es gibt nur Individuen, die freiwillig Beziehungen eingehen und beenden können. Höneß ist niemandem zu Dankbarkeit verpflichtet, seine Existenz bedingt keine Schuld gegenüber anderen Menschen. Kann Höneß etwas dafür, dass die Polizei eingesetzt wird? Hat er das befohlen, ist er dafür Verantwortlich? Verwechseln sie mal besser nicht Verantwortliche und Profiteure. Höneß hat sich seinen Wohlstand selbst erarbeitet, da hat die Gesellschaft nichts zu beigetragen. Es ist unglaublich wie die Gesellschaft über das Eigentum anderer Personen diskutiert, als ginge es um irgendein Allgemeingut. Abgesehen davon weiß ich nicht wo sie den Zusammenhang zwischen Steuern und Gesellschaft sehen. Demokratie ist eine Krankheit, ein Riesenirrtum. Die hat auch schon entschieden, dass Hitlers Programm durchgesetzt werden soll, was hätten sie da den Juden gesagt? Das Recht auf Eigentum ist ein universelles Recht, es kann nicht angehen, dass man sein Wohnort erst ändern muss, damit die eigenen Rechte geachtet werden. Mit demselben Argument könnte die chinesische Regierung zu ihren Bürgern sagen: Wenn euch das hier nicht passt, dann geht doch einfach. NEIN!!!! Rechte gelten universell, da darf niemand kommen, nicht ein einzelner, nicht eine Gruppe von Menschen, noch nicht Mal ein ganzes Volk und einem sagen: Friss oder stirb.

      • morred sagt:

        dein recht auf eigentum ist eine illusion, denn dazu brauchst du deinen bösen staat. oder wie willst du mich sonst davon abhalten es dir einfach wegzunehmen?

        • michael sagt:

          man brauch einen eigentumsenteigner, um eigentum zu schützen?

          könntest ja mal gerne versuchen, mir mein eigentum in einer freien gesellschaft wegzunehmen 🙂

        • Nullte_Instanz sagt:

          Mir stellt sich da zuallererst die Frage, warum willst du denn überhaupt jemanden etwas wegnehmen was dir nicht gehört?

          Ich behaupte jetzt einfach mal, das dir eigentlich bewusst ist, das es unrecht ist, jemand anderem Eigentum wegzunehmen der dir nicht gehört, eventuell noch mit Gewalt! Und ich behaupte jetzt einfach mal das du es selber nicht so toll fändest wenn dir (oder deinen Liebsten) jemand etwas wegnimmt was dir (oder deinen Liebsten) gehört, eventuell sogar mit Gewalt.

          Bin ich mit meinen Behauptungen zu weit gegangen? Nicht? Gut!
          Dann frag dich bitte mal selber (mit der Vorstellung einer WAHRHAFT freien Gesellschaft), wie mit solchen Menschen in einer freien Gesellschaft umgegangen würde?
          Mal ganz davon abgesehen das du wohl ein falsches Bild davon hast was ein freier Mensch bereit wäre zu tun, um seine Freiheit, sein Besitz und seine Familie zu verteidigen. Nicht mit dem „Angstmensch“ von heute zu vergleichen, der wegen jeder lachhaften Auseinandersetzung (weil er Konfliktlösungen nie gelernt hat) sofort zum Anwalt oder zur Polizei rennt. Nein! Den meine ich nicht!!
          Und auch das restliche Gesellschaftliche Leben würde sich nach deinem Raub für dich, drastisch verschlechtern, oder glaubst du ernsthaft das Menschen mit Dieben und/oder Gewaltverbrechern noch interagieren würden? So ein Ausschluss aus der Gesellschaft wird Wunder bewirken, bis du wieder zur Besinnung kommst (vielleicht kurz vor dem Verhungern bist oder merkst das es ganz allein doch nicht so gut leben lässt).

          Na klar, hör ich jetzt die Kritik… Das ist doch reines Wunschdenken weil eine Freie Gesellschaft sich „auffressen“ würde… Glaubt ihr das wirklich? Ich bin mir ziemlich sicher das die allermeisten Menschen (ein absolut Überwältigende Mehrheit) meine beiden oben aufgestellten „Behauptungen“ sofort unterschreiben würde, die paar vereinzelten die aus der Reihe tanzen werden wir ganz locker in den Griff bekommen, sie sind der Mehrheit hoffnungslos unterlegen! Und dazu kommt noch das in einer freien Gesellschaft das Gespür für Recht und Unrecht viel ausgeprägter ist, weil Menschen ihr Leben selber bestimmen, das Gefühl von Verantwortung wird von den Menschen gelebt! Alleine diese Tatsache würde viel unrecht im Keim ersticken lassen. Es gäbe ja keine „Wischi-Waschi“ Gesetzt mehr die Straftäter mit solch (un)dingen wie Bewährungsstrafe belangen, das heißt jeder wird für seine Tat zur Rechenschaft gezogen, das schafft ein völlig neues Rechtsbewusstsein… Ich könnte noch ewig weiter machen, aber ich denke es wurde klar worauf ich hinaus wollte.

          @ morred
          Ich weiß was du mit deiner Frage bezwecken wolltest, von daher seh meine Antwort ganz allgemein, und nicht direkt auf dich bezogen! 😉

          Gruß Phil

  4. Rearden sagt:

    Wenn in der Zeit der Sklaverei in den Südstaaten ein entlaufener Sklave wieder eingefangen wurde, wurde er von seinen Mitsklaven beschimpft: „Du hast unseren Herrn bestohlen!“ (nach Frederick Douglass, ehemaliger Sklave und Schriftsteller).

    Dieses Zitat fällt mir jedesmal ein, wenn der Mob mal wieder einen bösen Steuerhinterzieher lynchen will.

  5. Helmut Josef Weber sagt:

    Begründung für meine Steuerhinterziehungen

    Art. 20 Abs. 4 Grundgesetz (GG)
    sagt:
    Das Widerstandsrecht ist allgemein ein naturrechtlich bzw. durch ein positives Gesetz statuiertes Recht jedes Menschen, sich unter bestimmten Bedingungen gegen staatliche Gesetze oder Maßnahmen auflehnen zu dürfen bzw. ihnen den Gehorsam zu verweigern. Die Existenz eines überpositiven, naturrechtlich begründeten Widerstandsrechts wurde und wird – teilweise auch in falscher Gleichsetzung mit dem zivilen Ungehorsam – in der politischen Philosophie, der Rechtsphilosophie und der Staatstheorie kontrovers diskutiert. In Deutschland garantiert Art. 20 Abs. 4 Grundgesetz (GG) das Recht eines jeden Deutschen, gegen jeden Widerstand zu leisten, der es unternimmt, die dort in Abs. 1 bis 3 niedergelegte Verfassungsordnung zu beseitigen, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.
    ________
    In meinem Fall, wurden bei mir Steuergesetze angewandt, die Verfassungswidrig waren; nämlich die Besteuerung des Existenzminimums.

    Artikel 20
    (1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
    (2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
    (3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
    (4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

    Da die Steuergesetzgebung sich nicht an Gesetz und Recht gehalten hat, sondern, mit der Besteuerung meines Existenzminimums, gegen das Grundgesetz verstoßen hat, habe ich Widerstand geleistet, weil eine andere Abhilfe nicht möglich war.
    Denn auch als die Besteuerung des Existenzminimums als Verfassungswidrig erklärt wurde, hat kein Bürger auch nur einen Pfennig an Rückzahlung der gesetzeswidrig eingezogenen Steuern zurückbekommen.
    Das Grundgesetz ist in jedem Fall maßgebender, als die Steuergesetze.
    Dass die Steuergesetze Verfassungswidrig waren, wurde vom Bundesverfassungsgericht bestätigt.
    Ja- und ich habe mich dagegen gewehrt, dass der Staat mir seit etwa 1966 jede Mark die ich verdient habe, grundgesetzwidrig besteuert hat.
    Natürlich weiß ich, dass Gesetze, wie der § 20 GG, nur in das Grundgesetz geschrieben worden sind, damit die Seiten voll werden und sich kein Mensch, ohne bestraft zu werden, darauf berufen kann.
    Daher musste ich mich heimlich gegen die Verletzung meiner Grundrechte wehren.
    Ich habe daher seit 1970 Steuern hinterzogen.
    Einmal dadurch, dass ich etwa 5 Jahre lang jede freie Stunde schwarzgearbeitet habe und dann ab 1977 als selbständiger Handwerksmeister.

    Naja- wie viel hatte mir der Staat denn nun grundgesetzwidrig an Steuern abgenommen in den ganzen Jahren?
    Das konnte ich unmöglich genau ermitteln.

    Also habe ich mich auch in diesem Fall so verhalten, wie sich der Staat mir gegenüber verhalten hätte:
    Ich habe geschätzt.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

  6. Dreamer sagt:

    Schwarzarbeiter und Steuerhinterzieher sind für mich Helden, einfach weil sie die fette Staatskrake nicht noch weiter mästen. Außerdem braucht es Mut und Pfiffigkeit, um den gierigen Klauen des Fiskus zu entrinnen. Manchmal ist das schwierig bis unmöglich (z.B. bei indirekten Steuern, wie der Mehrwertsteuer, oder automatisch abgeführten Geldern, wie Lohnsteuer und Sozialabgaben), aber dann man immer noch schauen, möglichst viel der vom Staat geraubten Gelder über den Umweg der Sozialsysteme oder vielleicht sogar über Subventionen&Zuschüsse zurückzuerhalten. Wer kann zum Beispiel einem Ladenbesitzer, der dem Mafiosi nur 20€ von 200€ aus der Kasse gibt, obwohl er hinten im versteckten Safe 20.000€ liegen hat, einen Vorwurf machen (der Ladenbesitzer „rechnet“ sich arm und zählt dem Mafiosi die 200€ vor)? Generell haben Unternehmer jedoch mehr Möglichkeiten, ihren Kopf aus der Steuerschlinge zu ziehen, als Otto Normalverbraucher.

    • mielia sagt:

      Besteht für dich kein struktureller Unterschied darin dich dem Zahlen von Steuern, „Sozial“abgaben–> Staatseinnahmen zu verweigern oder auszuweichen
      und dem Einstreichen von Subventionen, Zuschüssen, „Sozial“hilfen–> Staatsausgaben, also Ausgaben von Diebesgut zu widmen?

      Grüße,
      Mielia

      • Dreamer sagt:

        Was soll verwerflich daran sein, sich über staatliche Subventionen/Zuschüsse/Hilfen einen Teil (vielleicht sogar das Ganze.. wenn das überhaupt zu schaffen ist bei einer Staatquote von ca. 70 bis 80%) durch den Staat geklaute Vermögen zurückzuholen? Für mich ist das die Wahrung/Verteidigung persönlicher, natürlicher Eigentumsrechte.

        Problematisch wird die Sache erst dann, wenn man dem Dieb mehr wegnimmt, als er zuvor geklaut hat (was automatisch zu Lasten der anderen Beklauten geht), denn dann wäre man selbst ein Dieb. Wenn zum Beispiel Beamte oder Politiker mehr Geld vom Staat bekommen, als er ihnen in Form von Steuern, Abgaben und dergleichen wegnimmt, könnte man durchaus von Dieben und Sozialschmarotzern sprechen.

        Ganz anders sieht die Sache aus, wenn jemand dem Staat freiwillig sein Geld gibt, frei nach dem Motto: geschenkt ist geschenkt, wiederholen ist gestohlen. Leute, die aus Freiwillig und aus Überzeugung Staatsmitglied sind, mag es geben, aber das Recht, andere dazu zu zwingen auch Staatsmitglied zu sein und Zwangsbeiträge abzuliefern, haben sie deshalb noch lange nicht.

  7. Konfuzius sagt:

    Es sollte sich doch jeder mit der aktuellen Rechtslage zum Steuerrecht etc. befassen.

    Ein Blick in das Bonner Grundgesetz(kennt keine Steuerpflicht) und z.B. in das gegenwärtige Einkommensteuergesetz, dessen Ausgabedatum auf den 16.10.1934 lautet und auf Seite 1018 des Reichsgesetzblattes 1933 die Unterschrift des Massenmörders Adolf Hitler trägt, würde Horizonte öffnen aber auch sicherlich kritische Fragen hinsichtlich der vergangenen 64 Jahre aufwerfen.

    http://grundrechteforum.de/anstatt-auf-der-basis-verfassungskonformer-steuergesetze-zu-argumentieren-schreit-die-meute-nach-der-moral-die-noch-im-ns-terrorregime-gesundes-volksempfinden-und-nationalsozialistische-weltan/224648/

  8. Reinhard sagt:

    Guter Blog, finde ich. Was für mich entscheidend ist, ist das Recht auf Eigentum. Da hat kein Apparat reinzupfuschen. Wer sich den gefallen läßt, wird gefressen. Der Apparat ist schamlos – suggeriert aber Scham in die hinein, die er ausbeutet, damit sie ihm gegenüber ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie das nicht zulassen. Ich mag Hönes nicht, weil er Doppelmoral spricht – ich gönne ihm, daß die wie ein Bumerang zu ihm zurück an den Kopf geflogen ist. Deshalb sympathisiere ich noch lange nicht mit den Neidhammeln, die jetzt auf ihn einhacken: die sind noch widerlicher. Mir gehört nicht nur mein selbstverdientes Geld, sondern auch mein Kopf – den der Staat noch dreister konfiszieren und besteuern will. Darum mag ich kritische Blogs.

  9. Horst Russler sagt:

    Zuerst einmal möchte auch ich mich beim Hartgeld-Team für die gute Arbeit bedanken.

    Offensichtlich versucht man für die normalen kleinen „Schafe“ die ganze Sache griffig zu machen, damit man das Stimmvieh zusammen bekommt um weiter machen zu können.

    Vor Jahren sagte mir ein Gewerkschaftsfunktionär: Für die Gewinne sind wir zuständig, für die Verluste ihr. Heute: Unternehmer sind Reiche und Reiche sind im Grunde kriminell!

    Vielleicht sollten wir alle einmal an die Aussage eines amerikanischen Präsidenten erinnern:

    Ihr werdet die Schwachen nicht stärken, indem ihr die Starken schwächt.
    Ihr werdet denen, die ihren Lebensunterhalt verdienen müssen nicht helfen, indem ihr die ruiniert, die sie bezahlen.
    Ihr werdet keine Brüderlichkeit schaffen, indem ihr Klassenhaß schürt.
    Ihr werdet den Armen nicht helfen, indem ihr die Reichen ausmerzt.
    Ihr werdet mit Sicherheit in Schwierigkeiten kommen, wenn ihr mehr ausgebt, als ihr verdient.
    Ihr werdet kein Interesse an den öffentlichen Angelegenheiten und keinen Enthusiasmus wecken, wenn ihr dem einzelnen seine Initiative und seine Freiheit nehmt.
    Ihr könnt Menschen nicht auf Dauer helfen, wenn ihr für sie tut, was sie selber für sich tun sollten und könnten.

    Abraham Lincoln

  10. Andrea Berger sagt:

    Ich bin von diesem Artikel begeistert, geht es hier ja nicht darum, für einen Herrn Hoeneß Partei zu ergreifen, sonderen das ganze System in Frage zu stellen. Dies schafft die Scheiberin mit dem nötigen Humor und Zynismus. Ich kann auch nicht verstehen, wieso wir alles einfach so hinnehmen, bin ich ja auch selbst Teil dieses Systems. Weiter so, sehr gute Arbeit.

  11. […] [09:45] Freiwillig Frei: Steuerhinterzieher sind Menschenfresser […]

  12. Mr Mindcontrol sagt:

    Natürlich ist Steuerhinterziehung in diesem Aussmass kriminell. Es wird bei dem „angeblich selbst erarbeiteten Vermögen“ gerne vergessen, dass dieses auch Folge der gesellschaftliche Stukturuen vor allem der Infrastruktur sind die mit genau diesen Steuergeldern finanziert wird. Auf eine einsamee Insel ganz ohne sowas wird es unmöglch sein mit eigener Hände Arbeit ein vergleichbares Millionen-Einkommen zu haben. Ich will Leuten nicht verbieten Millionen-Einkommen zu haben, nur sind das gerade die Leute die sich das Steuerzahlen am ehesten leisten können, da noch zu hinterziehen (zumal der Spitzensteuersatz eh gesenkt worde ist) ist einfach nur Gier. Die Lücke müssen dann der Mittelsand und kleiner Einkommen zahlen.

    • Dreamer sagt:

      Der Staat krallt sich gewaltsam das Monopol auf Dinge wie Bildung und Infrastruktur und zwingt alle dazu den Spaß zu bezahlen – egal ob es gewollt oder genutzt wird oder ob nicht. Immerhin kann es bei Nutzung als geldwerte Leistung des Staates angesehen werden. Eine Ausgiebige Nutzung der öffentlichen Infrastruktur bewirkt aber nur die Rückgabe eines winzig kleinen Anteils des geraubten Vermögens.

      Wer vom Staat mehr Geld/GeldwerteLeistungen/Subventionen/Hilfen rausholt, als ihm zuvor vom Staat geraubt wurde, ist natürlich ein Dieb und Sozialschmarotzer auf Kosten der anderen Zwangszahler. Das gilt für Politiker, wie auch für Beamte oder sonstige staatliche Angestellte und ist unabhängig davon, wie vermögend die Person ist.

  13. Pipi sagt:

    Steuerhinterzieher sind Menschenfresser:
    NA DANN…….

    1. Weg mit allen Poltikern
    2. Weg mit dem Militär
    3. Weg mit der Pharmaindustrie
    weg mit den Blutsaugern, den Macht & Geldgeilen

    UND LASST DAS VOLK ENDLICH IN RUHE!

  14. Oliver sagt:

    Der Umverteilungsstaat hat uns jeglichen natürlichen Instinkt für Verhältnismäßigkeit geraubt.

    Genau! Karl Marx persönlich ist in den Ulli gefahren und hat ihn quasi gezwungen, die Allgemeinheit zu besche*ssen! Deshalb Generalamnestie für alle Verbrecher dieses Landes!!11!!einself

  15. Hans Kolpak sagt:

    Das Besteuern von Einkommen und Vermögen ist ein staatskrimineller Akt. Viele Staaten verzichten auf diesen Gewaltakt und erheben nur Verbrauchssteuern. Da zahlen nämlich nur die, die Geld ausgeben, das sie auch haben.

    Und den Firlefanz mit Steuervorteilen und Subventionen haben wir dann nicht mehr. Die Finanzverwaltung schrumpft dann auf ein Hundertstel oder gar auf ein Tausendstel ihrer jetzigen Größe. Eine Staatsquote von 10 Prozent statt von 50 Prozent macht Millionen von Ganztagskräften zu Halbtagskräften. Die Umverteilungsindustrie kollabiert, Steueroasen brauchen wir nicht mehr, weil im ganzen Land Wohlfahrt herrscht.

    Alles andere drum herum ist nur leeres Gerede.

    Hans Kolpak
    Deutsche ZivilGesellschaft

    • vlAkxo sagt:

      hallo hans,
      also ich denke ja, das es egal ob einkommensteuer oder verbrauchersteuer, nach privatrechtlicher auffassung ein krimineller akt bleibt. denn wenn ich mich vor deine lieblings bäcker stelle und dich nach jedem einkauf auffordere, mir 1/10 oder 1/2 deiner einkäufe auszuhändigen und dieser forderung auch, wenn nötig, mit waffengewalt nachdruck verleihe, wäre dies doch ein verbrechen.
      warum soll da für den staat eine ausnahme bestehen?
      wobei das beispiel, die derzeitigen auswirkungen der mehrwertsteuer sogar noch schönt, denn ein blick auf die staffelung der mwst genügt mir, um zu erkennen das die größten konzerne und die staatlich erzeugten monopolisten und kartelle, ihre mehrwertsteuerlast heute auch schon fast gänzlich auf die kleinsten marktteilnehmer, nämlich den endverbraucher abwälzen.
      und auch die hoffnung, das sich der staat und dessen nutznießer, selber weg rationalisieren, scheint mir etwas illusorisch.
      wobei hier zur befreiung vom zwang, das oben erwähnte bsp wieder ganz gut passt, denn ich könnt mir vorstellen, das dieser raubzug gegen die massen, schnell ein ende hätte, wenn jeder wirklich vollkomm selbstbestimmt zu entscheiden hätte, ob er steuern entrichtet, denn dann wäre der aufwand und wiederstand sicherlich bald viel zu enorm, als sich das noch lohnen könnte, wenn jeder einzeln bedroht werden müßte.
      denn das was die leute, aus meiner sicht, an höneß offenbar beklagen, ist das sie sich selbst in dessen position auch kaum anders verhalten hätten, wo sich dann auch der psychiologische kreis schließt, denn die leute suchen, irrationler weise, den feind meist dort im äußeren, wo sie ähnlichkeiten zu, dem, erkennen zu glauben, was sie in sich selbst versuchen abzutöten.
      lg

      • Hans Kolpak sagt:

        Vielen Dank, vlAkxo, für Deine ausführliche Antwort. Als ich vor einigen Jahren das Ziel zu einer einfachen Steuer formulierte, nahm ich dreißig Jahre als realistischen Zeitrahmen an, obwohl drei und fünf Jahre auch möglich sind: http://dzig.de/einfache-Steuer

        Vielleicht bist Du offen für das Konzept der NEIN!-Idee. Die NEIN!-Partei wurde am 1.12. April 2012 gegründet und hat bereits rund 80 Mitglieder, die bereits einigen Wirbel veranstaltet haben und noch veranstalten werden.

        Seit kurzem wohne ich in einem Vorort von Plauen. Das Neue Forum wurde zwar in Berlin gegründet, doch die Initialzündung für die Wende in Form von Großdemonstrationen gingen von Plauen aus. Ich war heute in eine Runde von Zeitzeugen zu Gast, die damals Plauener Bürger waren.

        Wir stehen erneut an einem Scheideweg, der die Wende von 1989 um ein Vielfaches, vielleicht Mehrhundertfaches übertrifft. Es ist einfach nicht vorhersehbar, was geschieht und was sich ändert. Nur anders als 1989 drehe ich 2013 selbst aktiv an den Schrauben. Das ist ein gravierender Unterschied. Und das Internet in heutiger Form kam erst 1994 ins Dasein.

  16. Dreamer sagt:

    Moralapostel und Bundespräsident Gauck: „Steuerhinterzieher sind asozial.. Niemand darf selbst entscheiden, ob er Steuern zahlt oder nicht.. Ich finde es unmoralisch, unmoralisch reich zu sein“

    Zahlt euren Herren und Meistern Tribut, dann seid ihr so richtig moralisch und gut.

    http://www.mmnews.de/index.php/politik/12836-gauck-steuerhinterzieher-asozial

    • freedomforce sagt:

      Gauckiboy ist ein echter Witzbold. 🙂 Indirekt gibt er zu, dass Steuern involuntär sind, somit ein Akt des Zwangs und der Gewalt darstellen, dadurch per se unmoralisch sind. Daraufhin faselt er davon, wie unmoralisch es doch wäre, sich nicht berauben zu lassen. 😀

      Gauckiboy, wo ist der Vetrag, der besagt, dass einer kleinen Gruppe Menschen einen beliebigen Teil des Einkommens einer definierten Großgruppe abschöpfen dürfen und bei Zuwiderhandeln drakonische Sanktionen drohen?

      Welcher Idiot würde solche Verträge unterschreiben, deren vordefinierter Nutzen vage oder inexistent ist?

  17. Nullte_Instanz sagt:

    Nun ja für den gesunden Menschenverstand wirkt es in der Tat verstörend (eigentlich schon beleidigend) wenn jemand, der selber nur auf Kosten anderer lebt (er vergisst wohl woher er „sein“ Bezüge erhält) solche Phrasen zum Besten gibt.
    Anstatt nun irgendwelche Neiddebatten anzuheizen oder Arm gegen Reich auszuspielen, sollten solche Leute lieber mal den Ball flach halten. Obwohl die Vergangenheit ja oft genug gezeigt hat was passieren kann, werden diese Typen mit ihren Aussagen immer Mutiger…

    Jeden Tag wird es ersichtlicher, die Moral entwickelt sich zurück. Die Gegenwart zeigt ganz deutlich, das wir aus vergangenem nichts lernen. Für die Zukunft heißt es Stück für Stück, geht es (erst einmal) weiter bergab, auch wenn viele an den Fortschritt glauben, dass wird nichts ändern -wir stehen sehr knapp vor dem Kollaps! Umzudrehen ist an dieser Stelle schon längst nicht mehr möglich, das ganze System bewegt sich in einem Wahnsinns tempo.

    Hier noch ein Interessanter Artikel: Sparer werden enteignet- Goldverbot?
    http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/12840-pimco-sparer-werden-enteignet

    Gruß Phil

  18. Habnix sagt:

    „Sie üben Macht aus, ein wahrhaft berauschendes Gefühl. Nichts ist faszinierender als Macht. Jeder noch so kleine Behörden-Sesselpupser kann zum Oberbefehlshaber mutieren, wenn er die Möglichkeit dazu bekommt. Und wir alle können nichts dagegen tun. Wir haben zu gehorchen, wir haben zu parieren. Egal, ob es der Hartz 4-Empfänger ist, der sich gefälligst minderwertig zu fühlen hat, oder der Reiche, der sowieso ein moralisch in Frage zu stellender Zeitgenosse ist, immer sind wir abhängig von den Machtgenießern.“

    Selbstversorgen ist der erste Schritt zur Selbstbestimmung.

    Ist es nicht Blödsinnig gegen Atomkraft auf die Straße zu gehen, anstatt sich den Strom mit Solar,Wasser(Bachlauf),Wind selbst zu machen so weit es geht ?

    Ist es nicht Blödsinnig für Nahrung in einer Fabrik zu arbeiten, anstatt man versucht sich auf der Terrasse, Flachdach Haus, Flachdach Garage, Balkon oder so den Salat oder das Gemüse selbst zu ziehen ,hat übrigens den Vorteil das kein Unbekannter EHEC Bakterien in Salat und Gemüse verteilt ?

    Und Kleintiere wie Hasen könnte man sich vielleicht auch halten.Noch weitere Interessante möglichkeiten könnte ich mir vorstellen.Bin langsam auf den Weg dort hin.

    Freiwillig Frei will ich sein ohne andere zu blästigen zu behindern zu gefährden.

  19. Stefan sagt:

    Für mich sind Steuerhinterzieher weder Helden noch „Asoziale“ (Zitat Bundespräsident).
    Sie versuchen vielmehr ihr Eigentum zu schützen, so wie es doch eigentlich jeder tut.
    Wenn jemand zu mir in meine Wohnung kommt und sagt :“So, wir haben so und so viele Obdachlose in der Stadt, Ihre Wohnung muss jetzt dem Allgemeinwohl dienen und wird beschlagnahmt.“
    Dann erzähle ich demjenigen auch erstmal etwas anderes und werde mein Eigentum verteidigen. Weswegen sollte es bei Geld (was ja bei uns ohnehin nichts wert ist) anders sein?

    Steuerhinterziehern wird auch oft Gier vorgeworfen, aber sind Politiker die darauf beharren dieses unsere Geld an sich zu reissen nicht die wahren Gierigen?

  20. WiederDa sagt:

    Was ist den überhaupt „hart und ehrlich erarbeitetes Geld“? Zählen da die unzähligen Profiteure des Subventionierungswahnsinns ebenfalls zu?

    Ich glaube wer von einem unfreien System profitiert, nimmt anderen seine Freiheit b.z.w. die Mittel diese zu verwirklichen. Gewaltsam!

    • FwF-sandman sagt:

      Warum regst Du Dich dann nicht über diejenigen auf, die Subventionen erst möglich machen, indem sie Geld von den Bürgern unter Gewaltandrohung erpressen?

      Was ist der Unterschied zwischen Hartz 4 und z.B. einer Subvention?

  21. Ben sagt:

    Unfairteilung durch die Organisationsform „Staat“:

    Meine lieben freiheitlichen Freunde:

    ich hoffe, daß Ihr diese überarbeitete Fassung eines kleinen Textes von mir gebrauchen könnt.Ich stehe zu diesen Gedanken, wünsche mir aber, daß Ihr sie zu Euren eigenen macht, oder nach Euren Vorstellungen vorher überarbeitet, ergänzt, ändert – wie auch immer.Vielleicht hilft er ja dabei, den vielen Linken zu erklären, wie Unfairteilen wirklich geht 🙂

    Der wissenschaftlich-technische Fortschritt sollte allen Menschen dienen. Aber warum müssen wir genau so viel oder mehr als früher arbeiten, wenn computergesteuerte Maschinen unsere Arbeit so viel produktiver machen?

    Nun der Grund liegt darin, daß die meisten Menschen nach der Illusion des ewigen Elternhauses (Vater Staat, Mütterchen Rußland usw.)verlangen.
    Dies ist jedoch mit 75% Steuer-und Zwangsabgabenlast, die unter Gewaltandrohung den Menschen in D abgenommen werden, nicht zu machen.Und mehr als 100% dessen, was Menschen einnehmen, kann man ihnen nicht abnehmen.

    Da haben sich die Darsteller des großen Elternhausspektakels (Politiker) eines Tages mit den Banken zusammengesetzt und gefragt, wo das benötigte weitere Geld für diese Theateraufführung denn nun herkommen könnte.
    Die Lösung war schnell gefunden.Die Regierung solle doch einfach bunte Zettelchen drucken und die Menschen per Gesetz dazu zwingen, ihre Lebensleistung gegen diese Scheinchen zu verkaufen.Die Regierung könne dann bei Geldbedarf einfach den Kopierer anwerfen und kaufen, wofür andere Menschen arbeiten mußten.Dies könne fast alle Wünsche erfüllen, sagten die Banker.Man solle nur aufpassen, daß das allgemeine Preisniveau halbwegs stabil bliebe, vielleicht sogar ein ganz klein wenig Teuerungsrate würde der Pöbel erdulden.Die Politiker waren entsetzt, wußten sie doch, daß sich ihr immer größer werdendes Spektakel sich ständig verteuerte.
    Die Banker beruhigten die Politiker: Das Schöne an diesem Trick ist, sagten sie, daß ihr jedes Jahr soviel mehr bunte Zettel drucken könnt, wie die Produktivität durch den wissenschaftlich-technischen Fortschritt zunimmt und sogar noch etwas mehr. Denn jedes Jahr würden die Preise ja sinken.Wirklich-fragten die Politiker? Ja sagten die Banker – wirklich.Es sei mit einem Traktor in der selben Zeit eben viel mehr Weizen zu erzeugen, als mit einem Ochsenpflug.Daher gäbe es mehr Weizen und die Preise würden fallen.In dem Maße könnt ihr Politiker dann aber eure bunten Scheine drucken , denn wenn ihr soviel mehr Scheine druckt, wie mehr produziert wurde, bleiben die Preise stabil.Je früher ihr damit anfangt, desto besser. Denn merken die Menschen erst einmal, daß sie für ihr Geld immer mehr kaufen können, habt ihr diese Chance vertan….

    Merke: echtes Geld nimmt in dem Maße an Kaufkraft zu, wie die Produktivität steigt!

    Sie, lieber Leser werden durch das beliebig vermehrbare staatliche Zwangsgeld von den Früchten des Produktivitätsfortschritts abgetrennt.Die Organisationsform Staat stellt Ihnen als Ventilfunktion für Ihren Frust jedoch gerne (von Ihnen finanzierte) Kummerkästen bereit, genannt politische Parteien.
    Ist Ihnen der Verzicht auf Selbstachtung und Eigenverantwortung wirklich soviel wert?
    Wählen sie nicht Politiker.Wählen Sie sich und Ihr Geld selbst.
    Erwachsen Sie, werden Sie frei!

    • Hans Kolpak sagt:

      Die NEIN!-Partei Deutschland ist der David, der seine Steinschleuder gegen den Goliath der Blockparteien in die Hand genommen hat. Sie steht für das Potential der 40 Prozent Nichtwähler auf. Pressetexte findet ihr auf http://www.NEIN-Idee.be .

      • Nullte_Instanz sagt:

        Hallo Hans, also ich hab mir heute mal die Zeit genommen und mich mit der Nein-Idee mal Intensiver beschäftigt.
        Zuallererst möchte ich sagen das ich Grundsätzlich sehr offen für neue Ideen bin und mich über alle neuen alternativen und Konzepte sehr freue, es zeigt immer wieder das der Wille zur Veränderung da ist!

        Zu eurem Konzept (welches ich sehr interessant finde!) hab ich aber noch ein paar Fragen. Im Parteiprogramm steht geschrieben: „Die Mandatsträger der NEIN!-Idee werden exakt den Willen der Wähler repräsentieren, somit keine Gesetze befürworten, keine Ämter annehmen und niemanden in ein Amt wählen (siehe Ausnahme)…. “ Ab hier wird es für mich schon schwierig zu folgen, denn bei Ausnahme steht: „Die NEIN!-Idee steht für Basisdemokratie auf allen Ebenen des Staates, bis hinunter auf die individuelle Ebene.“ Wiederspricht sich das nicht?

        Und weiter: „Sie nötigt die Politik zu vernünftigen Lösungen, Transparenz und Aufrichtigkeit gegenüber dem Bürger.“ Das klingt wirklich gut, gar keine frage, aber wie realistisch kann man das sehen? Wie wollt ihr diese Menschen überzeugen? Ich bin fest davon überzeugt das den allermeisten Politikern ihre eigentliche Rolle im System gar nicht bewusst ist. Den Schaden den sie durch selbstgerechtes handel und denken anrichten ist den meisten nicht mal ansatzweise bewusst, da sie ja selber Fehlinformiert sind (das gilt natürlich nicht als Entschuldigung!!!)

        Dann:“…Sie sorgt für einen echten Ideenwettbewerb zwischen den Parteien zu Gunsten aller Bürger.“ Jetzt mal ganz salopp gefragt, -was wenn die anderen Parteien auch einfach „nein“ sagen?- Sprich, sie wollen keinen Wettbewerb oder gar Ideenaustausch, (den anscheinen zu erwecken hat doch bis jetzt Prima Funktioniert)?!-

        Ganz außer Frage stehen hier die guten Absichten, darüber brauch nicht diskutiert zu werden! Aber ich sehe im Endeffekt die gleichen Probleme wie bei Libertären Parteien, die Absichten sind wie immer gut z.B. Verkleinerung des Staatsapparates, aber die Realität wird im Endeffekt anders aussehen, nämlich das genau Gegenteil tritt ein, er wird größer. (Ich hab ganz bewusst vermieden die schmierigen Wahlpropaganda-Slogan anderer Parteien zu erwähnen, wie der altbekannte Spruch: „mehr Wohlstand für alle…“, um euch so nicht auf ein Stufe mit diesen „Leerversprechern“ zu stellen.) Das Ihr als Partei es gut meint genau wie die Libertären, (also wirklich gut meint!) ist für mich nicht die Frage, sondern vielmehr sehe ich das Problem bei der Umsetzung des Weges, auf die ich aber hier nicht näher eingehen möchte da es eines der Hauptthemen des Forums ist, und es hier schon besser beschrieben steht als ich es je könnte!

        Ich habe mich sehr viel mit Libertären Zielen auseinander gesetzt und bin zur festen Überzeugung gekommen, dass es nicht funktionieren wird. Soooo oft habe ich schon gehört: „Ja wenn wir erst (an der Macht sind) etwas zu sagen haben, dann werden wir die anderen Parteien schon überzeugen…“ UND WIE? „Naja, erst mal etwas Macht ansammeln, der Rest kommt dann schon von ganz allein…“ Und genau das ist der springende Punkt, ich kenne keine plausible Antwort auf das WIE, es gibt kein Konzept wie so was von statten gehen könnte.
        Allein der Gedanke eine Gruppe von Menschen, (und es sind viele Gruppen von Menschen) von ihrem Handeln und Denken abzubringen, nein, nicht nur abzubringen, sondern sie vom völligen Gegenteil zu überzeugen, halte ich für völlig unrealistisch. Zumal ja noch gewisse Interessengruppen im Hintergrund stehen, die sich das mit Sicherheit auch nicht stillschweigend anschauen werden.

        Und trotzdem (auch wenn es sich im ersten Moment nicht so anhört) finde ich sehr gut was ihr da macht! Denn auch wenn ich es an der Umsetzung scheitern sehe, würde ich trotzdem fast alles unterstützen was unser jetziges System ablöst, oder zumindest etwas schwächt oder was auch immer (gibt ja leider nicht sehr viel alternativen). Das heißt natürlich nicht das ich wählen gehen würde, aber ich werde Freunden/Bekannten die eifrig nach alternativen suchen, deinen Link wärmstens weiter empfehlen!

        Ich für meinen Teil kann mit mir selber am besten das „Nicht-Aggressions-Prinzip“ vereinbaren, welches ich durch dieses Forum erst wirklich verinnerlichen konnte (heute weiß ich auch das zwischen verstehen und verinnerlichen ein Himmelweiter Unterschied existiert!). Bevor ich durch das Forum auf den Voluntarismus gestoßen bin, war ich in meiner Meinung etwas Zwiegestalten. Zum Teil hat mich dieses ganze Kranke System immer schon zu tiefst angewidert, der blinde Obrigkeitswahn bleibt mir bis heute ein völliges Rätsel… Somit entwickelte ich einen Hang zur „Anarchie“ schon in den frühsten Kindertagen (leider auch zum Leidwesen meiner Eltern) 😉
        Trotzdem war der (Wunsch)Gedanke das es doch prinzipiell möglich sein müsste, die Welt zu einem „besseren“ Ort zu machen, allgegenwertig. Da mir das Wissen, als „Sklave“ geboren wurden zu sein, einfach einige Zeit verwehrt blieb, hab ich natürlich nach „Sklaven-Methoden“ der Befreiung gesucht, und die führten selbstverständlich, wie sollte es auch anders sein, über die Politik -halt über den Libertäre weg. Aber auch diesen Weg konnte ich nicht weitergehen da er in letzter Konsequenz, in Bezug auf mich selbst, ebenfalls unehrlich ist.

        PS:
        (An der Stelle vielen Dank an das FwF-Team, ihr macht großartige Arbeit, und natürlich auch an die vielen sehr guten Beiträge der Nutzer, erst durch diese wird das Forum bunt und lebendig und natürlich nicht zu vergessen, auch sehr interessant. Danke an alle hier!!!)

        Gruß Phil

        • Goku sagt:

          die meisten Leute schlafen und wenn sie nicht schlafen gucken sie TV und bejubeln Schauspieler.

          Sosehr an Schauspieler gewöhnt, merken sie gar nicht, dass auf der Bühne des Lebens auch die Politiker Schauspieler sind.

          Die Politikdarsteller können kommen und gehen(oder deren Farben wechseln) und es wird sich nichts ändern, solange die selben Leute die Fäden in der Hand halten.

          Das was an allem Schuld ist, ist das kranke Geld System.
          Wie Ben schon sagte die hohe Steuer last. Und was noch vergessen wurde:

          Die Zinslast.

          Die gesamte Wirtschaft funktioniert nur noch über Schulden. Die Zinsen für die Schulden werden auf alle Produkte umgeschlagen. Es gibt schätzungen, dass in jedem Produkt 10-40% Zinsen stecken…

          Da Zinsen und Zinseszins exponentielles Wachstum aufweisen, arbeiten wir heute schon mehr als das doppelte als vor 20 Jahren… und es wird immer schlimmer und das eben nicht linear… sondern immer extremer.

          Das perverse daran, die Abzocke wächst noch schneller um den albernen Versuch zu unternehmen die Staatsverschuldung die aus dem nichts (genau wie das Geld) erschaffen wurde zurück zu bezahlen.

          Es müssen mindestens soviel Besitz / Waren wie Schulden auf der Welt existieren. Doch es gibt bereits Heute Weltweit viermal soviele Schulden wie Waren.
          (Die EZB darf sogar nur 1% Sicherheit haben…)

          Und irgendwann kommt der Tag, da werden alle Schulden auf alle Bewohner umverteilt und sie nehmen uns alles weg….

  22. freedomforce sagt:

    Die meisten von ihnen können in ihrem ganzen Leben keinerlei wirtschaftliche Erfahrung, geschweige denn einen Erfolg, aufweisen. Sie haben in der breiten Masse überhaupt keine Vorstellung davon, wie es ist, für den eigenen Lebensunterhalt, eine ausreichende Altersvorsorge und ein angstfreies Leben sorgen zu müssen. Sie gehen in die Politik, um anderen Menschen befehlen zu können, wie diese sich verhalten müssen. Sie gehen in die Politik, um den moralischen Superapostel zu spielen, ohne dabei selbst in finanzielle Schwierigkeiten geraten zu können.

    Das sind halt „moralische“ Schnäppchenjäger, sie wollen moralische Goodies ohne die Kosten dafür tragen zu müssen.

  23. Ixi sagt:

    Ich musste spontan laut lachen, als bekannt wurde, dass der aus der DDR stammende aktuelle Bundespräsident einen prominenten Steuerhinterzieher mit der Bezeichnung „asozial“ belegte. Klingt gut das Wort? Wo ist es definiert? Jemand, der mit der „DDR-Rechtsstaatlichkeit“ vertraut ist, weiss, dass „Asozialität“ im § 249 StGB der DDR definiert worden war.
    Als verheirateter Mann nicht mit seiner Ehefrau zusammen leben, sondern mit der ledigen Freundin, und nicht die Scheidung betreiben – das ist „asozial“. Und Herr Gauck weiss das – mit Sicherheit!

  24. barnebiene sagt:

    Solange Steuerverschwender (S21, Flughafen BER u.v.a.m.) nicht strafrechtlich verfolgt werden, so lange bin ich nicht gewillt, über die Strafwürdigkeit von Steuerhinterziehung überhaupt zu diskutieren.

  25. Zef sagt:

    Der Sozialismus verwandelt den Raub in Recht und die legitime Verteidigung in ein Verbrechen.

    Wie erkennt man die Verwandlung von Raub in Recht?
    Das ist ganz einfach:

    Man muss nur überprüfen, ob das Gesetz zum Nutzen eines Bürgers und zum Schaden der anderen eine Handlung vornimmt, die der Bürger selbst nicht ohne Verbrechen vornehmen könnte.

    Wer prinzipiell damit einverstanden ist, dass das Gesetz dies können sollte, der ist SOZIALIST, auch wenn er sich selbst für konservativ, liberal oder sonstwas hält.

    Entweder-Oder: Raub Eigentum – das Gesetz kann nicht beiden entgegengesetzten Prinzipien zugleich dienen. (Hier geht es nicht um ein Mehr oder Weniger, denn dadurch kommt nie eine andere Qualität zustande.)

    Die Mehrheit hat sich entschieden:
    jedermann beraubt jedermann.

    Der Mainstream will von der Arbeit anderer leben.
    Das nennt er „soziale Gerechtigkeit“, dafür wählt er seine Häuptlinge.


    Frederic Bastiat, Das Gesetz
    http://bastiat.de/bastiat/gesetz.html

  26. Chris sagt:

    „Die Mehrheit hat sich entschieden:
    jedermann beraubt jedermann.

    Der Mainstream will von der Arbeit anderer leben.
    Das nennt er “soziale Gerechtigkeit”, dafür wählt er seine Häuptlinge.“

    so ist es. Und es stört auch kaum jemanden, auch wenn es hier noch so oft beklagt wird. Der „Mainstream“ empört sich darüber, dass einige keine Steuern zahlen, weil er selbst ja auch Steuern zahlt. Wer empört sich schon darüber, dass Steuern gezahlt werden? „Die Mehrheit hat sich entschieden…“

    Ich halte das Steuerthema, so wie es hier immer wieder in der Formel „Steuern sind Diebstahl“ vorgebracht wird, bestenfalls für ein Mittel, um Aufmerksamkeit zu erregen („Was? Diebstahl? Wie kommen die denn da drauf?“). So wie seinerzeit Proudhon Aufmerksamkeit mit seinem „Eigentum ist Diebstahl“ erregte.

    Die Steuergeschichte steht aber doch eigentlich erst am Ende der Argumentation, in der es a) um die Unzulänglichkeiten des Staates geht, b) um die Darstellung von Alternativen und schließlich c) der Mittel, um zu einer herrschaftsfreien Gesellschaft zu gelangen. Das Zahlen von Steuern aber ist für kaum jemanden ein echter Aufreger – außer freilich für die unter uns, die viel Steuern zahlen… Aber was juckt das die Mehrheit? Die will, dass alle brav Steuern zahlen.

  27. Chris sagt:

    Wenn ich darüber nachdenke, komme ich auch zu dem Ergebnis, dass Steuern auch nicht einfach „Diebstahl“ sind.

    Steuern sind ein Tausch, an dem ich gezwungen bin, teilzunehmen.

    Die Bedingungen des Tausches kann ich dabei in gewissem Maße mitbestimmen, indem ich die Partei wähle, die meine Vorstellungen von Gegenleistung am adäquatesten zu erfüllen verspricht. Mehr Einfluss habe ich nicht. Ich kann nicht entscheiden, nicht an diesem Tausch teilzunehmen.

    Ich schätze auch, dass die meisten Menschen keine grundsätzlichen moralischen Bedenken gegen diesen Tausch haben und diese auch nicht entwickeln werden, sondern vielleicht mit den speziellen Konditionen unzufrieden sind, sprich: unzufrieden damit sind, für welche Gegenleistungen das Steuergeld ausgegeben wird.

    • Zef sagt:

      >vielleicht mit den speziellen Konditionen …

      Ja, aber wie gesagt: 10% Raub unterscheidet sich von 90% Raub nur graduell, nicht prinzipiell. Man bleibt trotzdem in der Räuber-Matrix. Nur mit der Entscheidung „Kein Raub!“ verlässt man diese Welt.


      „Die gegenseitige Plünderung ist nicht weniger Plünderung, weil sie gegenseitig ist“ (F. Bastiat)

    • Nullte_Instanz sagt:

      Hallo Chris!

      „Und es stört auch kaum jemanden, auch wenn es hier noch so oft beklagt wird.“

      Doch! Die meisten Leute die hier sind stört es schon, genau deshalb wird es auch so oft beklagt!

      Auch wenn es heute ein recht beliebtes Mittel zur Strategie ist, deren man sich gerne bedient, schafft man Tatsachen nicht dadurch aus der Welt, dass man Sie ignoriert!

      „Aus Lügen, die wir glauben, werden Wahrheiten, mit denen wir leben.“
      Und/Oder
      „Immer wieder behauptete Unwahrheiten werden nicht zu Wahrheiten, sondern, was schlimmer ist, zu Gewohnheiten.“ (beides Oliver Hassenkamp)

      „Der “Mainstream” empört sich darüber, dass einige keine Steuern zahlen, weil er selbst ja auch Steuern zahlt.“

      Kennst Du das Video von der „Jones-Plantage“? http://www.youtube.com/watch?v=tDi4qt-b-E0

      Es Antwortet ausreichend auf die „nicht-empörung“. Das sind alles Folgen des Kollektivismus… „Es ist fast so, als würden die Sklaven auf einer Baumwollplantage jede Nacht nach getaner Zwangsarbeit über ihre Herren schimpfen und deren Grausamkeit anprangern, jedoch jeden aus eigener Mitte, der es wagte, Sklaverei als die Ursache zu benennen, mit Schimpf und Schande aus der Hütte prügeln.“
      Zitat aus Kollektivismus – Teil 1 http://www.freiwilligfrei.info/archives/64

      „Ich halte das Steuerthema, so wie es hier immer wieder in der Formel “Steuern sind Diebstahl” vorgebracht wird, bestenfalls für ein Mittel, um Aufmerksamkeit zu erregen…“

      Steuern, ist ja „nur“ eines von vielen Themen mit welchem sich die Leute von FwF beschäftigen… Nichtsdestotrotz kann diese Arbeit nicht abgesprochen werden. Mit jedem Beitrag oder Artikel den sie hier auf der Seite veröffentlichen, -errichten sie ein nachhaltiges Fundament, welches für die Zukunft noch einen Unschätzbaren Wert darstellen wird! Auch wenn Politisches und Libertäres Geschwafel momentan ein größeres Publikum erreicht (besagter Mainstream), sollte man die Mehrheit nicht mit der Wahrheit verwechseln…

      Im Grunde genommen stellen die einzelnen Beiträge, -einzelne Puzzleteile dar-, die erst zusammengefügt ein „korrektes“ Bild ergeben; wobei -ein stimmiges Bild- vielleicht besser passen könnte…

      „Man muss das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns herum immer wiedergepredigt wird, und zwar nicht von einzelnen, sondern von der Masse.“ (Joh. Wolfg. v. Goethe)

      „Wenn ich darüber nachdenke, komme ich auch zu dem Ergebnis, dass Steuern auch nicht einfach “Diebstahl” sind.
      Steuern sind ein Tausch, an dem ich gezwungen bin, teilzunehmen.“

      Und genau das ist der springende Punkt… Ich werde gezwungen! Damit sind alle wenns und abers hinfällig!!

      Stehe ich nun zufällig in der Mitte einer Kreuzung in einem „Kriminellen Viertel“ und hab nur die Option in irgendeine der vier Straßen zu laufen, die von der Kreuzung ausgehen, bei der jeweils eine andere Gang oder Bande auf mich wartet -die mich ausrauben will, dann entspricht das ganz genau Deiner Definition.
      Ich kann mich zwar entscheiden welcher Straße ich folge, ich kann mich aber nicht entscheiden, nicht ausgeraubt zu werden. Selbst wenn die Gangs mir verraten würden was sie mit dem Geld anstellen, -Spenden an ein Tierheim, Drogen finanzieren, ein Waisenhaus bauen, Waffen schmuggeln… Es würde keine wirkliche Rolle spielen, -ich DARF mir die Bande aussuchen die den geringsten Gesellschaftlichen Schaden mit MEINEM Geld anrichtet… Diese Optionen sind keine, da ich keinen wirklichen Einfluss nehmen kann, es ist nicht Freiwillig!

      Es geht sich bei diesen Diskussionen nicht darum ob man bereit ist etwas zu bezahlen was man auch in Anspruch nimmt, zum Beispiel Straßen. Es wäre ein leichtes, es so einzurichten das jeder der Straßen nutz auch eine Abgabe zahlt, in Form einer Straßennutzungsgebühr. Die Gebühr könnte im Benzinpreis enthalten sein, somit wird der Anteil direkt auf die gefahrenen Kilometer verrechnet. Unternehmen mit Dicke Brummis (die die Straßen extrem belasten) könnten zusätzliche Beiträge zahlen…
      Und so geht es dann Gedanklich weiter, durch alle möglichen Gesellschaftlichen Strukturen. Man könnte für jedes „soziale Problem“ (es sind eigentlich keine Probleme, nur künstlich geschaffener Unsinn) eine erheblich bessere Lösung finden, als durch Staatliche Umverteilung.

      Der Staat ist somit nichts anderes als ein Mittelsmann der durch Täuschung und Betrug Menschen zwingt, ihre geschaffenen Werte für ihre Zwecke zu Opfern, natürlich alles unter dem Deckmantel des Sozialismus damit es immer den Anschein des „Guten“ bewahrt. Durch unnötige Verkomplizierung schafft er Probleme wo eigentlich gar keine wären, das tut er deshalb damit kaum einer hinter seine verschwenderische „umverteilungs-politik“ blicken kann, es ist nun mal „seine Natur- oder sein Wesen“ und hat mit den einzelnen Menschen die da agieren überhaupt nichts zu tun.
      Die „Lösungen“, die als das Allheilmittel angepriesen werden sind völliger Nonsens… Ein Fehler in sich, kann keine anderen Fehler beseitigen, -nur neue erschaffen!

      Die Immanenz des Staates war und wird IMMER auf zwang, -mittels Täuschung und notfalls auf Gewalt beruhen!

      Gruß Phil

  28. Chris sagt:

    „Die meisten Leute die hier sind stört es schon, genau deshalb wird es auch so oft beklagt! “

    Das sehe ich allerdings auch so.

    „Steuern, ist ja “nur” eines von vielen Themen mit welchem sich die Leute von FwF beschäftigen… Im Grunde genommen stellen die einzelnen Beiträge, -einzelne Puzzleteile dar-, die erst zusammengefügt ein “korrektes” Bild ergeben; wobei -ein stimmiges Bild- vielleicht besser passen könnte…“

    Auch da hast du natürlich Recht. FwF hat ein ganzes Bündel an Themen zu bieten. Mein Einwurf zur Steuersache sollte auch nicht so überbetont rüberkommen.

    „Und genau das ist der springende Punkt… Ich werde gezwungen!… Ich kann mich zwar entscheiden welcher Straße ich folge, ich kann mich aber nicht entscheiden, nicht ausgeraubt zu werden.“

    Ich kann mich nicht nur nicht entscheiden „nicht ausgeraubt zu werden“ (also keine Steuern zu zahlen), ich kann auch nicht entscheiden, um welchen Betrag ich erleichtert werde (d.h. wieviel Steuern ich zahle). Es besteht lediglich ein geringes Mitwirkungsrecht bei der Verwendung der Mittel…

    „Es geht sich bei diesen Diskussionen nicht darum ob man bereit ist etwas zu bezahlen was man auch in Anspruch nimmt, zum Beispiel Straßen. (…) Man könnte für jedes “soziale Problem” (es sind eigentlich keine Probleme, nur künstlich geschaffener Unsinn) eine erheblich bessere Lösung finden, als durch Staatliche Umverteilung.“

    Genau. Das ist die Idee. Nur: wie bringt man sie „an den Mann“? Das war der Hintergrund meiner Überlegungen.

    • Nullte_Instanz sagt:

      „Mein Einwurf zur Steuersache sollte auch nicht so überbetont rüberkommen.“

      Ist es eigentlich auch gar nicht, ich hab vielleicht nur etwas zu weit ausgeholt… 😉

      „Ich kann mich nicht nur nicht entscheiden “nicht ausgeraubt zu werden” (also keine Steuern zu zahlen), ich kann auch nicht entscheiden, um welchen Betrag ich erleichtert werde“

      Jep! Gnädiger Weise lassen sie uns das Kleingeld für die Rückfahrt nach Hause mit dem Bus.

      „Genau. Das ist die Idee. Nur: wie bringt man sie “an den Mann”? Das war der Hintergrund meiner Überlegungen.“

      Also aus meiner Sicht verfolgt FwF da momentan eindeutig die beste Strategie! Es gibt nicht viele die so unermüdlich dagegen halten, deshalb bin ich auch so gerne hier…
      Wie Goethe sagte (nochmal): „Man muss das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns herum immer wiedergepredigt wird, und zwar nicht von einzelnen, sondern von der Masse.“ (Ergänzend, und den gekauften Massen-Medien)

      Wie man es „Mainstreamartiger“ aufziehen kann? Ich hab kein Plan… Naja, zumindest würden dafür die Finanziellen Mittel fehlen…

      Gruß Phil

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