Seit auf der ganzen Welt 2008 das Finanzsystem vor dem Kollaps gerettet wurde, lässt sich ein klarer Meinungsumschwung unter Wirtschaftswissenschaftlern, Politikern und in der Gesellschaft erkennen. Politiker und Philosophen wie die stellvertretende Linken-Vorsitzende Sarah Wagenknecht, der Anthropologe und Occupy-Mitbegründer David Graeber oder Frank Schirrmacher, der ex-konservative und mittlerweile kapitalismuskritische Autor des Bestsellers „Ego-Das Spiel des Lebens“, haben Hochkonjunktur. Geschimpft wird auf Banken, Gier, das Auseinanderdriften von Arm und Reich, Deregulierung, Austerität und Privatisierung. Der Schuldige ist auch schon ausgemacht: Der Kapitalismus. Das politische System ist nach links gerückt, Kapitalismus-Kritik und Sympathien für die Occupy-Bewegung gehören zum politischen Mainstream, viele Abgeordnete haben durch die Exzesse im Bankensektor dem Wähler zuliebe ihre altruistische Seite entdeckt. Auf die Frage, was man in Zukunft besser machen kann, bekommt man von Politikern stets dieselbe Antwort: Die Finanzmärkte „zähmen“, neue Vorschriften machen, Finanz-Produkte besteuern oder sogar gleich verbieten, Banken aufspalten und Boni und Gehälter deckeln. Aber was taugen diese Vorschläge wirklich? Tatsächlich liegen wesentliche Ursachen der Krise da, wo die Politik sie gerne verschweigt: Bei ihr selbst.

Chronologie des Versagens

Alan Greenspan hieß der Mann, der 1987 die Leitung der Federal Reserve (Fed), der amerikanischen Notenbank, übernahm. Gemeinsam mit US-Präsident Ronald Reagan, der die Wirtschaft mit massiven Ausgabenerhöhungen ankurbelte, weitete die Fed unter Greenspan die Geldmenge massiv aus und senkte radikal den Leitzins, um das Wachstum zu stimulieren. Die Folge war das Ende der Rezession und ein starker Aufschwung in den USA. Doch zum Nulltarif war der nicht zu haben. Die Staatsverschuldung stieg sprunghaft an und Geld ohne Gegenwert wurde geschaffen. Das ließ die Zinsen unnatürlich tief sinken und legte die Grundlage für eine inflationäre Blase. Auch unter Reagans Nachfolger Clinton stiegen die Staatsschulden weiter an. Alan Greenspan war in der Fachwelt mittlerweile zu einer Art Popstar avanciert, dem es mit regelmäßigen Zinssenkungen gelang, Börsen und Unternehmer jubeln zu lassen. Und als im Jahr 2000 die Doctom-Blase platzte und nach dem 11. September die Börsen-Kurse einbrachen, war es Bush, der mit massiven Steuersenkungen die Konjunktur wieder zum Laufen brachte. Allerdings setzte er diesen Steuersenkungen keine Ausgabenkürzungen entgegen, im Gegenteil: Die USA führten zwei kostenaufwendige Kriege. Unterstützt wurde das Ganze von Greenspan, der Bush erklärte, dass Staatsschulden gar nicht so schlimm seien und der stets neues Geld druckte, wenn das alte nicht reichte. Am Ende von Bushs zweiter Amtszeit waren die Staatsschulden um 6 Billionen Dollar höher als zu Beginn Bushs Amtsübernahme und die Finanzkrise stand in der Tür. Die niedrigen Zinsen und die Steuersenkungen sowie die Subventionen für Haus-Käufer hatten auf dem Markt durchgeschlagen. Immer mehr Amerikaner hatten sich ein Haus gekauft, um den von Clinton und Bush gepredigten „American Dream“ zu leben. Das Geld dafür bekamen die US-Bürger allerdings nicht durch Arbeit, sondern durch ein Darlehen von der Bank. Und wenn das nicht reichte, auch ein zweites, gerne auch ein drittes. Und natürlich gehörten zum amerikanischen Traum auch ein größeres Auto,  mindestens einmal ein großer Urlaub im Jahr und diverse andere Konsumgüter von zweifelhaftem Wert, auch das alles auf Pump gekauft. Den Banken und Sparkassen, die das ganze Geld bedingungslos, ja geradezu aufdrängend, zu mickrigen Zinsen verliehen, weil sie es zuvor zu noch mickrigeren Zinsen erhalten hatten, bereitete das wenig Kopfschmerzen: Zum einen hatten sie als Pfand für die Darlehen die Häuser der Schuldner, deren Preise laut Regierung, Ökonomen und Analysten immer weiter steigen würden. Und zum anderen wurden viele dieser Subprime-Kredite an Investoren, andere Banken, Fonds und Kleinanleger verkauft, die von der Hausse profitieren wollten. Die Risiken wurden einfach über die ganze Welt verteilt. Risikostreuung nannte man das und es würde das System sicherer machen, stand für die Banker fest. Und sollte doch einmal etwas schief gehen, gab es immer noch die amerikanische Notenbank, die mittlerweile von Ben Bernanke übernommen worden war. Bernanke glaubte an die Vorzüge Greenspans lockerer Geldpolitik. Im Finanzsektor hantierten nicht wenige Banken mit einem Hebel von 25 und mehr, sprich: Auf einen Dollar eigenes Geld kamen 25 Dollar Fremdkapital. Das konnte in guten Zeiten hoch profitabel sein, aber es war auch hochriskant. Nur an schlechte Zeiten wollte bis auf ein paar clevere Hedge-Fonds Manager niemand so recht glauben, es herrschte Goldgräberstimmung. Das Geldmengenwachstum war dem realen Wachstum in atemberaubendem Tempo davon gelaufen und das über 20 Jahre. Ermöglicht von einer staatlichen Institution: Der Notenbank. Es geschah, was der libertäre Ökonom Ludwig von Mises bei zu starker Geldneuschöpfung vorhersagte: Eine Preis-Blase bildete sich, in diesem Fall auf dem Immobilienmarkt. Blasen platzen laut Mises immer. Er sollte recht behalten: Ende 2006 begannen die Immobilien-Preise plötzlich abzustürzen. Zuvor waren die Preise durch die kreditfinanzierte Nachfrage so sehr gestiegen, dass sich nun niemand mehr ein Haus leisten konnte. Gleichzeitig wurden keine neuen Kredite mehr vergeben, weshalb viele Amerikaner ihre Raten nicht mehr zahlen konnten. Ein klassisches Ponzi-Spiel ging dem Ende zu. Ähnliches war in vielen Euro-Staaten geschehen: Die EZB hatte wegen der schwachen Wirtschaftslage in Deutschland die Zinsen niedrig gehalten. Zu niedrig für die boomenden Staaten Irland, Slowenien, Spanien und Portugal. Auch dort hatten sich Blasen gebildet. Island, Ungarn und einige weitere Staaten machten ähnliche Fehler. In den USA drohte nun etlichen Banken die Pleite. Kleine Institute, die zuerst insolvent waren, überließ man noch dem Markt. Doch Anfang 2008 geriet die Investmentbank Bear Stearns in Schieflage. Die Fed kaufte die schlechten Anlagen von Bear Stearns zu Mondpreisen auf und lies den guten Teil der Bank anschließend risikolos vom Branchen-Primus JP Morgan Chase übernehmen. Für die Verluste der Fed steht der amerikanische Steuerzahler gerade. Folglich vergesellschaftete die Notenbank Papiere, die aller Wahrscheinlichkeit nach Verluste abwerfen würden. Die Märkte zeigten sich beruhigt – bis die Investment-Bank Lehman Brothers kippte. Diesmal verweigerte der US-Kongress jedoch einen Bail-Out. Die Insolvenz von Lehman löste Panik aus: Viele Banken hatten auf einen boomenden Immobilien-Markt gesetzt, auf dem sich lange fette Gewinne mit Wetten auf astronomische Häuser-Preise erzielen ließen. Jetzt hofften sie auf Rettung durch den Staat. Diese Hoffnung hatte sich durch die Lehann-Pleite schlagartig verflüchtigt. Die Fed hatte allerdings nicht mit einer solchen Panik gerechnet und legte, um einen Kollaps zu verhindern, hektisch ein großes Schrott-Papierankauf-Programm auf. Die Fed kaufte alles, wofür sich auf dem freien Markt kein Käufer mehr fand, weil mittlerweile jeder begriffen hatte, dass Subprime-Kredite nicht das hielten, was sie versprachen. Um weitere Insolvenzen zu verhindern, entschloss sich der Kongress nun dazu, jede größere insolvenzgefährdete Bank zu retten und gab umfangreiche Garantien für private Einlagen bei Geldmarktfonds, Hegde-Fonds ähnelnden  Firmen, aus. Die sogenannte Systemrelevanz war in aller Munde, wehe eine Bank stürzt. Auf der ganzen Welt wurden Banken gerettet, die sich verzockt hatten. Kein Politiker wollte sich das Risiko einer Bankenpleite leisten: Standard Chartered, Royal Bank of Scotland, Citi Group, AIG, Barclays, Hypo Real Estate, Commerzbank, UBS, um nur einige der Institute zu nennen, die gerettet wurden. Mit den Bail-Outs wurden nicht nur die Empfänger, sondern auch deren Gläubiger und die Gläubiger der Gläubiger gerettet, letztendlich wohl das gesamte Finanzsystem. Der plötzlich bei Ökonomen und Regierungen lieb gewonnene Interventionismus zog allerdings Konsequenzen nach sich: Die Rettungspakete waren schuldfinanziert. Allein in Deutschland wurden 100 Milliarden Euro zur Rettung ausgegeben. Darüber hinaus gab die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel mit ihrem damaligen Finanzminister Steinbrück eine Garantie für die deutschen Spareinlagen. Und das war verglichen mit anderen Staaten noch eine der günstigeren Rettungen. In den USA, Spanien, Irland und Zypern liegen die Kosten noch weit darüber. Ökonomen und Politiker argumentieren, dass die Rettung dennoch richtig war, um eine weltweite Depression zu verhindern und die Einlagen der Sparer zu retten. Wenn wenigstens eine der Behauptungen stimmen würde.

Es klingt vernünftig, die Steuern dafür aufzuwenden, die Ersparnisse der Bevölkerung zu retten: Das Sparbuch der Oma, die Vorsorge der Eltern für ihr Kind, wenn es mal studieren will, das hart erarbeitete Vermögen des Unternehmers. Das Geld vieler Anleger war aber nicht selten in Subprime-Zertifikaten angelegt, die sich nun als Flop erwiesen. Während die Regierung, ohne zu zögern, die Schrottpapiere der Banken aufkaufte, ließ sie die Kleinanleger für ihr Fehlinvestment gerade stehen. Gerecht war das nicht. Schon hier sollte man sich die Frage stellen, ob man Wohlstand auf Ungerechtigkeit aufbauen sollte, indem man die Banken rettet, alle anderen aber nicht, weil sie zu klein und unwichtig sind, um von ihren Politikern gehört zu werden oder weil sie die Regierung schlicht nicht interessieren. Der kleine Laden um die Ecke kommt schließlich auch nicht in den Genuss von staatlichen Hilfen. Das wäre absurd. Aber die Gerechtigkeitsfrage wurde nicht gestellt. Genauso wenig wie die Eigentumsfrage: Für die Bail-Outs mussten viele Anteilseigner von verschiedenen Banken gegen ihren Willen ihre Aktien dem Staat verkaufen. Sie wurden zwar entschädigt, aber den Preis, zu dem sie verkaufen mussten, legte der Staat fest. Die Regierung behauptete zwar, sie müsste die Bar-Vermögen der Bürger sichern und deswegen die Banken retten, doch da begibt sie sich auf dünnes Eis. Denn dieser Argumentation zu Folge wird, wann immer die Banken pleitegehen, der Staat die Banken retten müssen und bei jeder Rettung werden die Schulden steigen. Für die Banken resultieren daraus perverse Anreize, auch „Moral Hazard“ genannt. Riskante Geschäfte, die im Erfolgsfall hohe Gewinne erbringen, können bedenkenlos getätigt werden. Sollte sich die Bank verspekulieren, steht der Steuerzahler dafür gerade. So wird der Staat die Banken um der Sparer willen so oft retten, bis er selbst bankrott ist. Und dann werden auch die Banken zahlungsunfähig sein, die dem Staat Unmengen an Geld geliehen haben. Alle Rettungen werden nicht nur vergebens, sondern auch kontraproduktiv sein, sie erzwingen den Systemkollaps durch steigende Verschuldung und falsche Anreize gerade zu. Insofern ist die Pleite einer Bank durchaus im Interesse des Sparers. Zudem sollte die Regierung so ehrlich sein und den Sparern sagen, dass auch sie Geschäftspartner der Bank sind und deswegen für die Verluste, die sie mit ihrer Bank machen, selbst haften müssen und sie deswegen gut darauf achten sollten, bei welcher Bank sie ihr Geld anlegen. Aber zu erwarten, dass die Regierung den Sparern diese grausame Wahrheit präsentiert, grenzt wohl an Naivität, da die Regierung schließlich ihre Wiederwahl als oberste Priorität ansieht und nicht den Schutz individueller Rechte wie das Eigentumsrecht. Die Marktlösung hätte hingegen noch einen weiteren Vorteil gehabt: Man hätte sich vom Fluch der Systemrelevanz befreit. Stattdessen sind die Banken durch die Rettung aber noch größer und einflussreicher geworden. Der Finanzwissenschaftler Stefan Homburg formuliert das Problem folgendermaßen: „Wenn kein Staat und keine Bank mehr pleitegehen darf, weil sonst eine Finanzkrise droht, sind wir am Ende. Dann schaukelt sich das Problem immer weiter auf und endet in einer noch viel größeren Krise.“ Zypern, Portugal, Irland und Spanien entkamen nach kostenaufwendigen Bail-Outs nur deswegen der Insolvenz, weil sie Kredite von anderen Staaten erhielten, was allerdings ebenfalls nur durch diverse Vertragsbrüche zu bewerkstelligen war. Island blieb nur durch Kredite des IWF solvent, welcher das Geld ebenfalls nur von anderen Staaten hat.

Von der Finanzkrise geblieben, sind Banken, Politiker und Schulden. Nach wie vor droht der Staatsbankrott. Und die Sparpakete, die zum Begleichen der Rechnung nötig sind, werden wohl um einiges teurer sein als es eine Bankenpleite gewesen wäre. Sollte sich der Staat am Ende über einen Schuldenschnitt seinen Verbindlichkeiten entledigen, wären die Banken ebenfalls pleite, die Rettung also sinnlos gewesen, aber durch den Bankrott hätte man darüber hinaus auch noch die Gläubiger enteignet. Dass am Ende dennoch nur ein Schuldenschnitt Staaten wie Irland und Portugal helfen kann, halten die meisten Ökonomen für unausweichlich. Gleichzeitig haben die Transferzahlungen zwischen den Staaten zu Zwist zwischen den europäischen Völkern geführt, sie sind eine Missachtung des Maastrichtvertrags, durch sie sind die verantwortlichen Politiker und Banken nicht zur Verantwortung für ihre Risikobereitschaft und Maßlosigkeit gezogen worden, stattdessen müssen Unschuldige für ebendiese Verantwortung geradestehen, die Souveränität der europäischen Staaten wird verletzt, Schulden und Arbeitslosigkeit sind weiter gestiegen und radikale Bewegungen haben enormen Zulauf bekommen.

Mises sagte, wenn die Blase kurz vor dem Platzen stünde, würde die öffentliche Meinung den Ausweg aus der Krise in noch mehr noch billigerem Geld sehen. Und so kam es. Die Notenbanken der Welt senkten die Leitzinsen noch weiter und warfen die Notenpresse an, um den Finanzsektor zur retten. Die Regierungen benutzten die Notenbanken zur monetären Staatsfinanzierung. Die USA drucken sich mittlerweile 80% ihrer jährlichen Neuverschuldung selbst. In Japan und England sieht es ähnlich aus, die EZB hat die Basis bereits gelegt. Gleichzeitig haben die Staaten durch Bail-Outs und Konjunkturprogramme eine bitter notwendige Marktlösung verschleppt und die Schulden sind über die Maßen angestiegen. Als 2010 Griechenland, Irland und Portugal der Bankrott drohte, versuchten die Regierungen sich mit noch mehr billigem Geld zu behelfen. Mit den Rettungsschirmen EFSF und ESM waren die ersten Instrumente geschaffen, unterstützt vom Internationalen Währungsfonds. Weil auch das nicht auszureichen droht, um den Kollaps abzuwenden, versucht man mittlerweile Staatsfonds aus Arabien, Südamerika und Fernost an der Rettung zu beteiligen, indem sie weitere Kredite zur Verfügung stellen sollen. Es ist absurd, dass Staaten wie China, Brasilien oder Indien mit einem durchschnittlichen Pro-Kopf BIP von ungefähr 6000 Euro die wohlhabendste Region der Welt finanzieren sollen. Euro-Bonds, ein Schuldentilgungsfonds und direkte Staatsfinanzierung durch die EZB würden  nicht weniger bedeuten, als die Kreditblase auf die ultimative Größe aufzublähen. Die Frage ist nicht, wie groß die notwendige Summe zur Rettung der überschuldeten Industriestaaten sein muss. Die Frage ist, wann die Menschen zu der Schlussfolgerung kommen, die Mises als einzigen Ausweg aus dem Schrecken ohne Ende sah: Ein Ende mit Schrecken, das Platzen der Blase. Der Crash wird furchtbar sein. Aber weitere Kredite vergrößern die Blase nur noch weiter und am Ende ist der Schrecken nur noch heftiger. Der republikanische Kongressabgeordnete Paul Ryan brachte es auf den Punkt: „Das Geld wurde nicht nur ausgegeben und verschwendet. Es wurde geliehen, ausgegeben und verschwendet“.  Eine neue Depression wie sie eben durch die Bail-Outs verhindert werden sollte, ist kaum noch abzuwenden. Nicht trotz, sondern wegen den Staatseingriffen. Um die Frage zu beantworten, ob die Bail-Outs ein notwendiges Übel oder Prasserei waren, muss man nur überlegen, ob die Pleite einiger Banken oder die massive Einschränkung des freien Marktes am Ende teurer sein wird.

Hätte man die Banken bankrottgehen lassen, wäre die Einlagensicherung eingesprungen. Sie sichert die Einlagen jedes Bankkunden bis zu 100000 Euro ab. Natürlich ist diese Sicherung ein Versprechen und mehr nicht. Tatsächlich reicht die Einlagensicherung wohl nur, um eine einstellige Prozentsumme der Einlagen abzusichern, wenn überhaupt. Die gegebene Garantie der Regierung für die Spareinlagen ist allerdings auch nicht mehr als ein Versprechen. Der Bundeshaushalt beträgt rund 300 Milliarden Euro. Wie kann die Regierung also allen Ernstes behaupten, sie würde das Barvermögen der Deutschen in Höhe von mehreren Billionen Euro garantieren? Die Banken haben sich der Lüge schuldig gemacht, indem sie Garantien gaben, die sie nicht halten können. Durch der Staatsgarantie hat sich die Regierung jedoch genauso schuldig gemacht wie die Banken.

Was die Linken für Konsequenzen fordern und wieso sie falsch sind

Derzeit vertreten viele Politiker und Wirtschaftswissenschaftler die Meinung, dass man solche Krisen in Zukunft durch staatliche Regulierung und neue Vorschriften verhindern könne. Vier Vorschläge haben dabei besonders viel Popularität erlangt: Die Aufspaltung von Investment-und Geschäftsbanken, die Finanztransaktionssteuer, eine stärkere Aufsicht für Banken und den Schattenbankensektor und eine Vermögensabgabe für Reiche.

Die Aufspaltung von Geschäfts-und Investmentbanken soll verhindern, dass der Bankrott von einigen Investmentfirmen das gesamte Finanzsystem mitreißt, vor allem aber Banken, die Kredite an die Realwirtschaft vergeben und somit eine große Bedeutung für Unternehmen und Haushalte haben. Guckt man sich aber genauer an, wer während der Finanzkrise bankrott ging bzw. gerettet wurde, dann sind das nicht nur die „bösen“ Investmentbanken, sondern in Wahrheit das gesamte System. AIG war der größte Versicherer der Welt. Auch er wurde gerettet, weil er sich verwettete. Vor allem die berüchtigten Kreditausfallversicherungen wurden AIG zum Verhängnis. Nicht wenige rufen jetzt nach einem Verbot. Doch wer jedes Spekulationsgeschäft verbieten will, der muss die Vertragsfreiheit abschaffen: Weil jedes Versicherungsgeschäft eine Wette ist, weil es jeder Kredit ist, jeder Aktien-An- und Verkauf und generell jeder Geld- und Warenaustausch. Es gibt nicht die „schlechte“ Spekulation der „schlechten“ Investmentbanken und die „guten“ Geschäfte der Banken, die die „Diener der Realwirtschaft“ sind. All diese Unternehmen existieren, weil sie einen bestimmten Bedarf abdecken und wenn sie das nicht tun würden, gingen sie bankrott.

Ebenfalls Opfer der Finanzkrise: Northern Rock, eine Sparkasse, Lehman Brothers, eine reine Investmentbank, Citi-Group, eine Universalbank, die Landesbank Sachsen, eine staatliche Bank und der gesamte Geldmarktfonds-Sektor, also Schattenbanken. Die Aufspaltung von Banken ist somit nicht die Lösung des Problems, zumal sie eine Einschränkung der Eigentums-und Vertragsfreiheit bedeutet. Das ständige Eindreschen auf das Investmentbanking lenkt von der wahren Art der Krise ab, einer Schulden- und Kreditkrise, keiner Investmentkrise.

Eine Regulierungsmaßnahme, die ebenfalls besondere Popularität genießt, ist die Finanztransaktionssteuer, die Hauptforderung der Occupy-Bewegung. Durch sie sollen Börsengeschäfte mit 0,01%-0,1% besteuert werden und die Banken an den Kosten der Krise beteiligt werden. Desweiteren soll so der Handel an den Börsen verlangsamt und das System sicherer werden. Es klingt plausibel, die Banken an den Kosten der Krise zu beteiligen. Das hätte aber nur auf eine Weise verursachergerecht geschehen können: Der Bankrott der schlechten Institute. Die Banken haben zweifellos von den Rettungspaketen profitiert und das völlig ungerechtfertigt. Aber sie sind nicht für sie verantwortlich. Dafür ist das Parlament, das Ausgaben bestimmt, verantwortlich. Die Banken haben die Bail-Outs gefordert und mit Lobbyisten auf die Regierung eingewirkt, aber was heißt das schon? Wenn ich 1000 Euro im Casino verschleudere und  dann von der Regierung weitere 1000 Euro fordere und jene mir das Geld tatsächlich aushändigt, wäre dann ich, der das Geld wollte, oder das Parlament, das die Ausgaben genehmigt hat, verantwortlich? An der Antwort würde sich auch nichts ändern, wenn ich jemanden bezahle, der den Abgeordneten versucht, einzureden, dass es im Interesse aller wäre, mir 1000 Euro zu geben. Wenn man also jemanden zur Verantwortung ziehen möchte, sollte man das bei der nächsten Wahl tun, aber nicht durch eine Steuer, die alle Aktienhändler ärmer machen würde, den Investmentbanker als auch den Kleinanleger, der für seine Altersversicherung vorsorgen will. Rund 15000 Euro könnte die Finanztransaktionssteuer einen gewöhnlichen Kleinsparer kosten, der 30 Jahre lang mit Aktien für seine Rente vorsorgt. Laut Schätzungen könnte die Steuer darüber hinaus zehntausende Jobs kosten und sich als echter Flop erweisen. Die Entschleunigung des Handels würde den Handel auch nicht sicherer machen. Zwischen Geschwindigkeit und Sicherheit besteht beim Börsenhandel kein Zusammenhang. Ähnlich absurd wäre es, wenn die Regierung vorschreiben wollte, in welchen Zeitabständen man zum Bäcker oder zum Autohändler gehen dürfte. Durch die hohen Kosten für alle Marktteilnehmer, die die Steuer verursachen würde, würde das System nicht sicherer, sondern unsicherer werden. Wenn die Gewinne geringer ausfallen, können weniger Rücklagen gebildet werden und die Liquidität des Aktienmarktes nimmt ab. Gleichzeitig würden die Einnahmen an den Staat gehen. Ausgerechnet zu der Institution, die die Schuld an Bail-Outs und Lügen vor und während der Krise trägt.

Auf dasselbe Ergebnis läuft eine einmalige Vermögensabgabe heraus, die mittlerweile auch einige etablierte Parteien befürworten. Deren Argumentation zufolge haben vor allem die Reichen von der Bankenrettung profitiert. Deswegen sollen sie jetzt für die Rettung zahlen. So eine Zwangsabgabe ist zwar kaum mit den Eigentumsrechten vereinbar, aber das scheint die Befürworter nicht zu stören. Eigentlich ist der Angriff auf die Eigentumsrechte schon Grund genug, die Abgabe abzulehnen. Aber auch ökonomisch dürfte sie wenig bringen. Wenn Staaten zu viel ausgeben, kann man zwar mit einer einmaligen Enteignung das Defizit senken, aber am grundsätzlichen Problem von dauerhaft ungedeckten Staatsausgaben wird nichts geändert, um Einsparungen wird die Regierung nicht herumkommen. Aber die, die enteignet werden, würden wahrscheinlich versuchen, ihr Geld ins Ausland zu schaffen. Der Anreiz sein Vermögen in Europa anzulegen, dürfte spürbar sinken, Kapital würde abfließen und das würde die Wirtschaft schwächen, gleichzeitig würden viele Menschen einen beträchtlichen Teil ihres Vermögens verlieren. Im Fall Zyperns werden vor allem wohlhabende Sparer zur Kasse gebeten, da diese angeblich besonders vom System profitiert hätten oder weil sie ihr Geld sowieso nur mit kriminellen Seilschaften in Russland verdient hätten, weswegen eine Vermögensabgabe auch moralisch kein Problem darstelle. Mag sein, dass viele der reichen Anleger russische Oligarchen oder osteuropäische Politiker sind, die ihr Geld aus dunklen Kanälen beziehen. Dies kann aber nur durch einen fairen Prozess vor Gericht bewiesen werden. Ohne ein Urteil gilt die Unschuldsvermutung und somit die Annahme, dass alles Vermögen rechtmäßig erarbeitet wurde. Genau wie bei der Finanztransaktionssteuer werden Profiteure und Verantwortliche gleichgesetzt. Es ist absurd in einer Demokratie, in der über die Hälfte der Stimmberechtigten entscheiden, die obersten 5-10% der Bevölkerung für die Rettung zur Verantwortung ziehen zu wollen. Für ESM und Soffin haben ca. 90% der Abgeordneten gestimmt. Es ist nicht zu rechtfertigen, jetzt eine Kollektivstrafe gegen den reichsten Teil der Bevölkerung zu verhängen. Dieser Teil mag womöglich von der Rettung profitiert haben. Aber sie haben nicht die Entscheidung zur Rettung getroffen. Aber nur Entscheidungsträger und nicht die Betroffenen der Entscheidung können zur Verantwortung gezogen werden. Auch würde die Behauptung, die Reichen hätten von der Rettung der Banken übermäßig profitiert, ad absurdum geführt werden, wenn sie ihr Geld am Ende zwar nicht durch einen Bankenpleite, aber dafür durch eine Steuer verlieren würden.

Auch der Vorschlag einer stärkeren Aufsicht für Banken und Hedge-Fonds schadet mehr als er nützt. Zum einen grenzt es an einen Überwachungsstaat, wenn eine Behörde jedes Geschäft, das eine Bank oder ein Fonds tätigt, kontrolliert. Genauso wenig sollte der Staat in den Einkaufstüten oder Bankkonten gewöhnlicher Menschen herumschnüffeln. Und zum anderen ändert das Wissen der Behörden über alle getätigten Geschäfte erst mal nichts am Marktgeschehen selbst. Eine Änderung des Geschehens lässt sich nur durch aktives Eingreifen des Staates in die Handlungen der Akteure erreichen. Aber das wäre eine Verletzung von Eigentumsrechten und Vertragsfreiheit. Wirtschaftlichen Nutzen hätte die Maßnahme auch nur dann, wenn der Staat das Geld besser einsetzt, als private Unternehmen. Staatlicher Interventionismus hat sich in der Geschichte allerdings als überaus schädlich erwiesen.

Die Regulierungsversuche laufen allesamt ins Leere. Seltsam ist auch, dass die ständige „Privatisierung von Gewinnen und Sozialisierung von Verlusten“ dem Liberalismus in die Schuhe geschoben wird. Was war noch gleich die Definition von Sozialismus? Bei immer mehr Menschen reift die Erkenntnis, dass es am Ende nur eine funktionierende Form von Regulierung geben kann: Haftung für die Entscheidungen, die man getroffen hat. Nur dann kann „Moral Hazard“ verhindert, Unschuldige nicht für die Missetaten anderer zur Verantwortung gezogen und ein Anreiz zu guten Entscheidungen geschaffen werden.

 

Wo die Fehler wirklich liegen

Als Reaktion auf die Rettung der Banken in den USA, einem Land, das sich stets als Hochburg des freien Marktes verstand, gewannen zwei Bewegungen in den USA an starkem Einfluss: Linke Politiker und die Occupy-Bewegung, die einen stärkeren Staat forderten. Und die Tea-Party, die sich in der Tradition des Anarchokapitalisten Murray Rothbard sieht und sich für einen Rückzug des Staates und das Ideal des freien Marktes einsetzt. Aber im Gegensatz zur Occupy-Bewegung konnte die Tea-Party beachtliche politische Erfolge verbuchen.

Der Wirtschaftshistoriker Niall Ferguson antwortete in einem SPIEGEL-Interview auf die Frage, wie man die Banken stärker regulieren könnte: „Es gab Finanzprobleme schon in den Jahrzehnten zuvor (vor der Deregulierung der Finanzmärkte unter Reagan, Anm. d. Red.), als die Märkte noch weitaus regulierter waren. Überhaupt gehören Banken zu den am stärksten kontrollierten Institutionen, doch gerade bei ihnen hatte die Krise ihren Ausgang genommen. Die Hypothekenbank Fannie Mae beispielsweise stand unter direkter Aufsicht des US-Kongresses.“ Wie konnte also trotz der Regulierung diese Krise entstehen? Oder ist das die falsche Fragestellung? Sind Finanz-und Staatsschuldenkrise womöglich nicht trotz, sondern wegen der Regulierung entstanden? Die Philosophin Ayn Rand sagte einmal, dass Lobbyismus immer dort entstünde, wo die Regierung in der Wirtschaft mitmischt. Und so kam es. Die inzestuöse Verbindung in den USA zwischen Kongress-Abgeordneten sowie Präsidentschaftskandidaten und Bankern, die die Wahlkampagnen eben jener Politiker finanzieren, führte zu Regulierungsmaßnahmen, die für die Regierung und Großbanken wie maßgeschneidert waren: Billiges Geld von der Notenbank, Bail-Outs für gescheiterte Unternehmen, die Anforderung an Banken, für alle Papiere Eigenkapital zu hinterlegen, außer für Staatsanleihen, usw.. Auch Europa blieb nicht verschont: In Spanien und Island sind mittlerweile zahlreiche Skandale publik geworden, die von systematischer Korruption zwischen Politikern und Bankern zeugen. Die Rettung der Banken war auch die Rettung solcher Beziehungen.

Unsinnig ist auch die Behauptung, die Rating-Agenturen hätten durch ihre völlig falschen Ratings Verantwortung an der Krise. Die Agenturen haben stets betont, dass sie lediglich Empfehlungen, an die sich niemand halten muss, und keine göttlichen Weisheiten aussprechen. Problematisch wurde das, als die Regierung alle Banken und Versicherungen zwang, sich nach den Ratings der drei größten Agenturen zu richten. So wurde kollektives Versagen erzwungen, der Staat verschaffte den drei Agenturen de facto ein Oligopol und verhinderte, dass Banken eigenverantwortlich kalkulierten und sich stattdessen auf fremde Urteile verließen. So lässt sich die Liste von Problemen lange fortsetzen.

Eine Gefahr im ständigen Interventionismus erkannte auch der Ökonom Walter Eucken, der Konstrukteur der „Sozialen Marktwirtschaft“. Er warnte, dass Staatseingriffe, die heute oft als pragmatisch und praxisorientiert gelobt werden, am Ende zu heftigen Verzerrungen führen und zu sehr viel schlechteren Ergebnissen, als wenn man den Markt sich selbst überlassen würde. Das stellten auch der Wirtschaftsnobelpreisträger Edmund Phelps und der Wirtschaftsprofessor Saifedean Ammous in einer Kolumne fest, in der sie den Korporatismus und nicht den Kapitalismus als Ursache der Krise ausmachen. Der Korporatismus ist eine Form der Günstlingswirtschaft, die privilegierte Gruppen schafft, indem der Staat ihnen besondere Unterstützung zukommen lässt und so der Markt zunehmend durch den Staat verdrängt oder gegängelt wird: „Der Preis des Korporatismus ist ringsherum sichtbar: Funktionsgestörte Unternehmen, die trotz ihres deutlichen Unvermögens überleben; versteinerte Ökonomien mit langsamem Produktionswachstum, einem Mangel an attraktiver Arbeit und kaum Chancen für junge Menschen; Regierungen, die aufgrund ihrer Bemühungen zur Linderung dieser Probleme vor dem Bankrott stehen; und die zunehmende Konzentration des Reichtums in den Händen derjenigen, die dank ihrer Beziehungen auf der richtigen Seite des korporatistischen Deals stehen.“

Die Verantwortlichen

Ironischerweise haben ausgerechnet Politiker und Notenbanker, die für sich stets eine wirtschaftsliberale Politik reklamierten, zu dem  Schlamassel erheblich beigetragen: Alan Greenspan, der Geld ohne Gegenwert schuf, sich aber als libertär bezeichnete. Ronald Reagan, der die Staatsausgaben durch höhere Verschuldung drastisch erhöhte, statt sie zu senken, aber besonders von Konservativen in guter Erinnerung gehalten wird. George Bush, der durch zwei Kriege und diverse Steuersenkungen das Staatsdefizit in die Höhe trieb und der trotz der liberalen Wirtschaftspolitik den Wall-Street-Bail-Out mit Steuergeldern durchsetzte. In Deutschland stimmte erstaunlicherweise nur die Linkspartei gegen sämtliche Rettungspakete, wohingegen die FDP jedem Rettungsprogramm sowie erhöhten Staatsausgaben zur Konjunkturstimulierung nahezu geschlossen zustimmte. Das heißt allerdings nicht, dass die Alternativen so viel besser wären. Barack Obama erhöhte die Staatsverschuldung genauso stark wie Bush, allerdings in der Hälfte der Zeit. Die Linkspartei will zur Staatsfinanzierung die Notenpresse anwerfen und die italienische Protestbewegung Fünfsterne-Bewegung sieht den Ausweg in einem bedingungslosen Grundeinkommen für jeden. Das Versagen war in nahezu allen Staaten kollektiv. Von Regierungen, egal welcher Couleur, sollte man nicht mehr viel erwarten.

Eine neue Form von Regulierung: Der Markt

Ludwig von Mises meinte, dass solche Entwicklungen, die unter anderem Fehlern in der Geldpolitik geschuldet sind, nur behoben werden könnten, indem der Staat sein Geldmonopol aufgebe. So könne Wettbewerb zwischen den Währungen entstehen, in dem sich die stabilste Währung durchsetzt. Eine staatliche Zentralbank impliziere hingegen Inflation, da sie durch den Staat ein Monopol erhalten hätte. Die Erfahrung hat Mises bisher recht gegeben. Jetzt bleibt nur noch abzuwarten, ob auch der letzte Teil seiner Vorhersage wahr wird: Der Kollaps der Währung. Wenn das Gelddrucken so weiter geht wie bisher, sind die Aussichten auf eine Währungsreform nicht schlecht. Die Untergangsprophezeiungen für Dollar, Euro und Yen gewinnen zunehmend prominente Unterstützer und erscheinen längst nicht mehr so abgehoben wie noch vor wenigen Jahren.

Mehr Markt bietet auch die Lösung für die restlichen wirtschaftlichen Probleme: Eine Liberalsierung von Güter-und Dienstleistungsmärkten, die die hohe Jugendarbeitslosigkeit und die Wachstumsschwäche in Südeuropa beenden kann und ein Rückzug des Staates, um den freien Markt zuzulassen, damit das Geld wieder zu denen fließt, die es verdienen und nicht zu denen, die sich über besondere Beziehungen das Eigentum anderer aneignen.

 

 

53 Responses to Wieso die Finanzkrise beweist, dass der Staat abgewirtschaftet hat

  1. Susanne sagt:

    Ein wunderbarer Beitrag! Mir aus der Seele gesprochen!! Es wäre wunderbar, wenn die Erkenntnisse mehr Menschen bewusst würden und man die wahren Schuldigen zur Verantwortung zöge!

  2. Lux sagt:

    Ein wirklich genialer Artikel.
    Fachlich fundiert dargestellt und ein Plädoyer für die Freiheit, dem vermutlich erstmal ein Zusammenbruch sämtlicher Systeme vorrausgehen wird.

    Beste Grüße
    Lux

    • michael sagt:

      der autor ist 16jahre alt !!!

    • Hermann Messmer sagt:

      @ Marius

      Lieber Marius,
      Ich bin begeistert!
      Mit 16 habe ich geglaubt (in der Schule gelernt!!!), der Wald stirbt, die Eiszeit kommt, ich brauche mir keine Sorgen mit der D-Mark machen und Politiker kümmern sich um das Wohl der Mitbürger.
      Ich wünsche uns viel Erfolg, damit ein Leben ohne Zwang in Zukunft realistisch wird.

  3. Susanne Reh sagt:

    „Ludwig von Mises meinte, dass solche Entwicklungen, die unter anderem Fehlern in der Geldpolitik geschuldet sind, nur behoben werden könnten, indem der Staat sein Geldmonopol aufgebe.“

    Das ist doch Unfug! Der Staat – z.B. der deutsche Staat – hat kein Geldmonopol! Ein Monopol hätte er, wenn er selbst Geld drucken könnte. Kann er aber nicht.

    Das Geld produziert ein privates Bankenkartell aus dem Nichts (Fiatgeld). Dieser Geldadel verleiht das Geld für teure Zinseszinsen (exponentielles Schuldenwachstum) an den Staat!

    Deshalb wachsen die Schulden der Staaten (und somit der Bürger) ins Unermessliche! Würde der Staat ein Geldmonopol besitzen und sein Geld selbst drucken, müsste er für die Geldnutzung nicht Zinsen an Privatkartelle zahlen!

    Der Staat (die Systemparteien) als Lakai der Zentralbanken macht zwar Gesetze, die den Bürger zur Benutzung dieses inflationären Falschgeldes zwingen. Vielleicht ist dadurch der Irrglaube entstanden, der Staat besäße das Geldmonopol. Nein, besitzt er nicht. Er darf es aber nutzen, sofern er den Zentralbanken Zinsen zahlt.

    • Marius sagt:

      Doch, der Staat hat ein Geldmonopol. Es gibt natürlich Fiat-Geld. Aber um Fiat-Geld zu erzeugen, müssen die Privatbanken erst einmal Geld bei der Zentralbank leihen. Ein Euro Zentralbankgeld, reicht dann um 100 Euro Fiatgeld zu schaffen. Aber ohne Zentralbankgeld auch kein Fiatgeld und wenn der Zentralbankgeld zurückgezahlt werden muss, verschwindet auch das Fiatgeld, das durch diesen Kredit ermöglicht wurde. Der Staat druckt das Geld also sehr wohl, aber weil das momentane System ein Klüngelsystem ist, dürfen sich die Privaten Banken nochmal extra bedienen. Die Existenz von Geld bedingt schon die Existenz von Schulden, das Word Schuldgeldsystem ist wie Schuldschuldsystem, weil Geld nichts anderes als Schuld ist, so ist es geschichtlich entstanden. In vielen Staaten wie den USA druckt der Staat sich das Geld ja selbst. Geld ist aber nicht dazu gedacht, staatliche Ausgabenprogramme zu finanzieren, sondern den Handel zwischen den Menschen zu erleichtern. Wenn das Geld durch das andauernde Neudrucken ohne Gegenwert, was bei staatlichen Notenbanken immer passiert, entwertet wird, verarmen die Bürger. Toll für den Staat, der sich so immer solvent halten kann (nichts desto trotz ist er trotz dieser theoretischen Möglichkeit noch immer pleite gegangen), aber ganz übel für alle anderen. Und es ist ja schon Mal ein Fortschritt, dass die Regierung sich nicht direkt selbst finanziert. Milton Friedman und Walter Eucken haben übrigens immer vor Fiat-Geld und monetärer Staatsfinanzierung gewarnt. Alle Hyperinflationen der Geschichte sind vom Staat ausgegangen, das Fiat-Geldsystem hat das ganze natürlich noch verschlimmert. Aber im Wettbewerb von rpivaten Währungen gäbe es kein Fiatgeldsystem mehr, weil kein Geldanbieter seinen Kunden so etwas zumuten könnte, ohne die Kunden wieder zu verlieren.
      Aber wie Ayn Rand sagte: Wenn der Staat mitmischt, kommts zu Klüngel.
      Und dadurch, dass der Staat uns vorschreibt, welches Geld wir benutzen dürfen, was übrigens nicht vereinbar mit den Freiheitsrechten ist, hat der Staat de facto ja doch ein Monopol.

    • Susanne sagt:

      Liebe Susanne Reh, bitte informieren Sie sich gründlich und intensiv mit den Geschehnissen; Sie sitzen hier gerade gewaltigen Fehlinformationen auf, die Sie teuer zu stehen kommen können. Es gibt sehr gute Literatur, z. B. Roland Baader. Wenn sie sich hiermit auseinandersetzen, werden Sie erkennen, wie sehr geldmonopolig unser Staat ist. Sie geben hier den Mainstream wieder, der uns in den Kopf gehämmert wird und der von den wahren Tätern ablenken soll. Sie vertauschen Ursache und Wirkung, genauso wie es das Politkartell gern hat.

      • Clemenceau sagt:

        Was Baader sagt, ist in Hinsicht auf die Geldschöpfung kategorisch falsch, da sollten sie sich schon eher an Mises halten.
        Nein, der Staat VERLEIHT das Monopol der Geldschöpfung einer Zentralbank, diese ist mit NICHTEN eine staatliche Institution, nein, sie ist eine private Institution, können sie an den Beispielen der FED, der EZB und selbst der Deutschen Bank nachprüfen, für diese Banken werden ganz normal Aktien gehandelt, vielleicht nicht an der Börse, jedoch an bankinternen Kapitalmärkten etc.
        Folglich ist eine Zentralbank immer ein Konglomerat aus privaten Geschäfts- und Investmentbanken, sozusagen wird auf diese Art und Weise der Bock zum Gärtner gemacht.
        Denn damit liegt das ganze Geldsystem in der Hand eines weltumspannenden Bankenkartells, wo keine Bank zu einer anderen in Konkurrenz steht, sondern alle am selben Strick ziehen, der ordnungspolitisch-ökoniomischen Aufrechterhaltung eines unfreien Systems der Lohnsklaverei und Zinsknechtschaft.
        Die Politik hat an dieser Stelle nicht halb so viel zu melden wie Baader und Konsorten meinen zu wissen, nein, die sind nur willfähriges Instrument jener Kreise, überwiegend unbewusst.
        Da die Dogmen der herrschenden ökonomischen Kreise ja immer die selben sind: Wachstum, Effizienz, geringe Lohnstückkosten etc.
        Da Dinge die oft wiederholt werden die Eigenschaft haben sich im Cerebrum festzusetzen, werden diese Forderungen als Ziele sublimiert.
        Der Fehler bei Baader ist der selbe den schon Marx auf ganz anderer Seite begeht, der eine wirft dem Kapital vor korrupt und ausbeuterisch zu sein, der andere wirft den Machteliten vor koorpokratisch zu handeln. BEIDES IST IRRLEHRE, denn es steht kein böser Wille hinter unserem dysfunktionellen ökonomischen System, nein, es steckt eine perfide mathematische-funktionelle Logik dahinter. Die eben genau davon lebt dass das System SUBJEKTIV DYSFUNKTIONELL ist, dass es immer und überall Konflikte und Ungereimtheiten gibt, da in diesem Geldsystem nie alle auf einen grünen Zweig kommen können. Nein, allein der Fakt dass die die Geld besitzen, ohne zu arbeiten mehr davon bekommen können, sagt schon alles, Geld welches wirklich von der Gesellschaft genereiert werden würde, wäre auch frei. Doch mit solchem Geld ließe sich keine Zinsforderung aufrechterhalten, da sich an einem wirklich freien Makrt immer NEGATIVZINS einstellt, wie wir vor der Einführung des Euro auch in Europa speziell in Deutschland feststellen konnten.
        Unser System ist nur subjektiv dysfunkionell, mathematisch objektiviert aber funktioniert es bei genauer Betrachtung prächtig, wenige bereichern sich auf Kosten der PRODUKTIV ARBEITENDEN Masse, allein in dem sie Geld verleihen, der Name für dieses System Danistakratie, DAS SYSTEM DER GELDVERLEIHER.

        • Marius sagt:

          Die Fed ist bedingt privat. Aber EZB und Bundesbank sind wirklich komplett staatlich. Und der Staat hat genau diesen Geldern per Gesetz ein Monopol verliehen. Gäbe es dieses Monopol-Gesetz nicht, das ja vom Staat kommt, dann wäre diese Währung nicht so problematisch, weil sich Konkurrenzwährungen bilden könnten. In so fern ist die Krise schon staatsgemacht. Machteliten handeln aber schlecht, sie beschreiben eben genau die Folgen des Korporatismus, vor denen im Artikel gewarnt wird. Die die Geld besitzen müssen sehr wohl dafür arbeiten, um mehr Geld zu verdienen. Sie müssen es verleihen. Das ist eine Dienstleistung. Geld wird nicht von der Gesellschaft generiert. Geld ist ganz normales Eigentum, das von jedem einzelnen generiert werden kann und jeder kann sein eigenes Geld auch weiter verleihen. So setzt sich am Ende das beste Geld durch. Die Negativ-Zinsen führen zu Inflation, niemand will solches Geld. Wer verleiht sein Geld schon mit negativen Zinsen? Geld verleihen ist keine schlechte Sache. Wenn die Geldverleiher das gut machen, kommen gute Innovationen zu stande und das Geld geht zu den kreativen und Produktiven, davon profitieren alle. Wenn die Geldverleiher es schlecht machen, verlieren sie ihr Geld. Und so setzen sich die besten geldverleiher zum Vorteil aller durch,

          • Clemenceau sagt:

            Könnten sich Komplementärwährungen ohne weiteres bilden, dann wären viele Dinge heute nicht derart problematisch.
            Das Problem des Geldes von heute ist nicht mal primär die Inflation, sondern die Ursache der Inflation, die Umlaufgeschwindigkeit, die ist so gering dass man sich deswegen allein schon für fließendes Geld aussprechen könnte.

            PS: In Wörgel wollte damals keiner den Schilling zurück. 😉

          • Equality 7-2521 sagt:

            Eine persönliche Empfehlung von mir:
            http://wertewirtschaft.org/analysen/Freiwirtschaft.pdf

            Es kann niemals schaden sich auch die Gegenseite anzuhören. So hast du die Chance Lüge mit Wahrheit tauschen. Oder du könntest, was noch wertvoller wäre, die deutlichere Wahrnehmung der Wahrheit gewinnen die sie durch ihre Kollision mit der Lüge erzeugt. [frei nach John Stuart Mill]

          • Marius sagt:

            Umlaufgeschwindigkeit und Geldmenge beeinflussen sich gegenseitig. Das ganze lässt sich mit dem Zins kontrollieren. Der Staat manipuliert den Zins, damit Inflation entsteht, weil er ein Interesse an Inflation hat. Wäre das Geld privat, könnte der Geldschöpfer den Zins nicht manipulieren, weil sonst niemand das Geld benutzen würde. Die Umlaufgeschwindigkeit können sie bevorzugt mit dem Zins lenken.

        • Hermann Messmer sagt:

          @Clemenceau
          Wenn meine GmbH morgen vom Staat das Geldschöpfungsmonopol geliehen bekommt, bleiben wir natürlich eine private Institution. Wir werden dann nicht mehr nur Maschinen bauen, sondern auch fleissig Geld drucken. Wozu diese Diskussion ob privat oder anders? Sie spielt keine Rolle wie ein staatliches Monopol wirkt. Ob dieses in private oder öffentliche Hände gelegt wird, ist unerheblich, die Wirkung ist identisch. Eine reine Scheindebatte.
          Der Zwang den Euro anzunehmen, Steuern nur in Euro bezahlen zu können, Lebensversicherungsverträge nur in Euro mit rechtlichem Schutz schliessen zu können, genügt das System zu kontrollieren. Wenn meine private GmbH nicht das mit der Gelddruckmaschine macht, was der staatliche Monopolverleiher wünscht, bin ich übermorgen das geliehen Geldschöfungsmonopol wieder los. Und ich als Privater GmbHler soll unabhängig sein? Lustiger Gedanke.
          Politik, Zentralbanken und Bankensystem ist das Win-Win-System zur Ausbeutung der arbeitenden Bevölkerung.
          Wozu diese vielen Fremdworte (dysfunktionll, Danistakratie, Cerebrum..)?
          Es reichen einfache Worte: Das System der ZWANGSgeldschöpfer und -verleiher.
          Das System würde ohne Zwang nicht funktionieren.
          Ohne Zwang mit einem freien Marktgeld würde ich es verleihen, wenn ich Zinsen dafür bekomme. Sonst bleibt es im Tresor, bis ich es brauche. Negativzinsen wird es nur in Zwangsgeldystemen geben.
          Weshalb sollte ich Negativzinsen zu meine Vorteil akzeptieren? Ich bitte um ein Beispiel. Eines ohne Zwang!

    • Dreamer sagt:

      Weil sich Regierungen und Banken gegenseitig in die Hände spielen, kann ich da keine klare Trennlinie erkennen. Mal abgesehen von solchen Detailfragen, besteht das Kernproblem darin, daß jeder Mensch autmatisch Zwangsmitglied beim „Staat“ ist und darüber hinaus auch noch gewaltsam dazu gezwungen wird Zwangsbeiträge (Steuern, Sozialabgaben u.s.w.) in Form von Zwangsgeld (Euro) abzuliefern.

      Eine wirklich freie Gesellschaft haben wir erst dann, wenn die Staatsmitgliedschaft freiwillig ist. Derzeit kann man aber höchstens von einer Steuerfarm zur nächsten wechseln, weshalb ziviler Ungehorsam der einzig gangbare Weg ist. Konkret sieht das so aus, daß man sich aus der räuberischen Erpressung von Euros raus- oder herummogelt, wo es nur geht. Das entzieht der Staatskrake die Lebenskraft.

      Wenn du ganz mutig bist, kannst du sogar die Zahlung der Erpressungsgelder (Steuern u.s.w.) generell verweigern. Bei konsequenter Weigerung werden jedoch irgendwann Polizisten („Staatsdiener“) in dein Heim einbrechen und dich gewaltsam entführen. Wenn du dann auch noch deine Freiheit verteidigst und dich dagegen wehrst, kannst du sogar ermordet werden.

  4. Grobi sagt:

    Natürlich liegt das Geldmonopol beim Staat. Sollte jemand versuchen, seine Mitarbeiter in einer anderen Währung zu bezahlen als dem gesetzl. Zahlungsmittel, oder sollte ein Geschäft seine Waren anders auspreisen als in Euro, dann wird bald Besuch vor der Tür stehen, aber nicht von Mitarbeiteren irgend einer Bank, sondern von steuerfinanzierten Staatsbediensteten.
    Auch eine Bank, die eine andere Währung ausgeben würde als den Euro, würde sofort die staatl. Lizenz verlieren, wegen Geldfälschung.

  5. Markt sagt:

    Wer hat sich bei dieser Frage, wen zu eigen gemacht?
    Schwer zu beantworten und noch schwerer zu akzeptieren, insbesondere wenn Ideologien (der böse Staat, der böse Reiche) vorhanden sind.
    http://www.youtube.com/watch?v=y9HXtcYpsFk

  6. Clemenceau sagt:

    Bei Mises-Media gab es mal einen sehr interessanten Beitrag über unser staatliches FIAT-Money, leider kann man zur Zeit nicht mehr darauf zugreifen.
    Dennoch muss ich eines sagen, bei aller liberaler und libertärer Kritik die es zur derzeitigen Krise gibt, und die auch für sich eine große Wahrheit darstellt.
    Eines wird immer vergessen, die moderne wirtschaftliche Entwicklung des Westens hat ja TROTZ allen staatlichen Interventionismus immer und immer wieder ein wirtschaftliches Wachstum hervorgebracht, die Quantitäten sprechen für sich, wenn das deutsche Volk heute Vermögenswerte von 5 Billionen Euro hat, dann ist es Wahnsinn, sicher es ist ungleich verteilt, aber das würde man ja mit einem wertegebunden Geld keinesfalls verhindern.
    Deswegen ist heute, in der Krise in der wir uns befinden, und in der wir uns unweigerlich dem von Mises beschriebenen Abgrund des ökonomischen Schreckens nähern, eines meiner Meinung nach wichtig. Nach Ideen zu suchen, die so eine unsägliche Dynamik des menschlichen Leids, Elends und Schreckens, nie wieder hervorbringen können.
    Diese Idee wohnt allen Menschen schon seit Geburt inne, es ist die persönliche Verantwortung gegenüber dem eigenen Handeln.
    Dazu muss ich jedoch sagen dass es sehr gefährlich ist einen „freien Markt“ allein beschwören zu wollen, ein „freier Makrt“ ist solang nicht frei, wie seine Werte- und Produktionsgrundlagen kollektivistisch sind. Kollektivistische Produktion spielt heute im Westen keine Rolle, doch das westliche FIAT-MONEY ist hochkollektistisch, jedoch wäre ein Gold-Geldsystem ebenso kollektivistisch, denn es würde dem der Geld besitzt einen ungerechtfertigten Vorteil gegenüber dem verschaffen, der es nicht besitzt, das gibt trotz aller Dynamik die in diesem System herschen mag, den gefährlichen auf Kollektivismus beruhenden Ideen des Klassenkampfes Vorschub.
    Da wir aber eine friedliche Welt wollen, in der wir miteinander handeln, anstatt Kämpfe auszutragen. Finde ich die Freigeld-Ideen so sympathisch, die schreiben uns nicht mehr vor unbedingt ökonomisch handeln zu MÜSSEN, man ist nicht mehr gezwungen mitzumachen, man kann, aber muss nicht.
    Heute müssen im Prinzip allem mitmachen wenn sie auch nur ÜBERLEBEN wollen, dabei machen sie die Reichen reicher, wenn sie arbeiten, und mehren ihre eigene Aussichtslosigkeitslebt auf einen grünen Zeig zu kommen. In einem libaleren System des freien Marktes wär dass nicht anders, um zu überleben muss man da immer noch der Erwerbsarbeit nachgehen, und reicher mache ich die die ihr Geld verleihen dadurch auch bloß. Deswegen finde ich die Ideen der Wissensmanufaktur im Gegensatz zu diesem Forum wirklich evolutionär:
    Da dort endlich klar gestellt wird das ungerechtfertigte Machtansprüche wie sie beispielsweise ja der Staat ausübt, immer in Relation zu einem Wertesystem, respektive Finanzsystem stehen, welches selbst solche schlichtweg ungerechtfertigten Ansprüche in Form von Zins stellt.

    Wir sollten uns mit dem Geld beschäftigen, denn es ist der Hort der Ungerechtigkeit in einer Welt, in der die Menschen persönlich ethisch und höchstmoralisch Handeln, Geld ist lediglich Tasuchmittel, nicht mehr, und nicht weniger, es hat keinen Eigenwert verdient, weil es selbst nicht produktiv ist, es ist nur Papier oder Metall, nur durch unsere geistigen Formen von Imagination und Abstraktion als dass was es ist akzeptiert. Lediglich der Nominalwert ist dabei interessant, der Realwert in keinster Art und Weise.
    Dass ist unser Fehler, GELD IST MITTEL ZUM ZWECK, UND DARF IN KEINSTER WEISE EIN UNS AUFGEZWUNGENER ZWECK SEIN, DER DIE MITTEL HEILIGT.

    • Hermann sagt:

      Die Lösung der Problematik liegt nicht in der Konzeption mit der besseren Regierung so wie Ihn sich die Wissensmanufaktur erträumt:
      “ Die neue Administration muss von geringer Personenzahl, kompetent, weise, fleißig, unabhängig und von idealistischem Charakter sein. Sie muss vor allem auch bereit sein, für all ihr Tun und Lassen die volle persönliche Verantwortung zu tragen.“

      Wer auf sowas aufbauen will, darf weiter an den Gott „Regierung“ glauben. Diese ideale höhere Wesen.

      Die tatsächliche Lösung heißt stattdessen: Keine Regierung, Kein Zwang.
      Das mit der persönlichen Verantwortung kommt dann für jeden Einzelnen von ganz alleine.
      Der Gottglaube ist seit Jahrhunderten auf dem Rückzug. Der Glaube an den Sinn einer Regierungen wird auch noch lange Zeit halten, am Ende aber gebrochen sein.

      • Clemenceau sagt:

        Dass was sie sagen ist natürlich richtig, jedoch sehe ich die Idee der Wissenmanufaktur weniger als Herrschaft, mehr als Repräsentation, keine Regierung die Gesetze vorgibt, viel mehr jedoch ein mindestmaß an Ordnung garantiert, sozusagen ein Minimalstaat, der ökonomisch keinerlei Rolle spielt da die Ökonomie auf das Individuum im Verbund Land der Gemeinschaft zugeschnitten ist.
        Rein herrschaftstheoretisch machen die ökonomischen Forderungen und Reformen des Plan B eine Regierung die Gewalt ausübt, vollkommen obsolet, da die ökonomische Maßgabe vollkommen in die Hand des Indivuums gelegt ist, und nur die Beziehung zur Erde selbst, dem Land, kollektiv geregelt wird, in dem aber rein produktionstechnisch schon wieder nur das Individuum eine Rolle spielt.

        • Hermann sagt:

          Diese Herren, „kompetent, weise, fleißig, unabhängig und von idealistischem Charakter“ wollen mein Grundstück, meinen Wald ohne Gewaltausübung von mir nehmen. Ohne Zwang? Wie soll das ohne Herrschaftsausübung gehen?
          Ein toller Start wird das werden, er beginnt mit der Enteignung durch die kompetenten, weisen, fleissigen Leutchen.
          Weil das bessere Menschen sind, muß ich das freiwillig akzetieren? In tausend Jahren nicht!

          Für die komplizierten Herrschaftstheorien möchte ich mich nicht interessieren, wenn ich dabei am Ende meine Grundstücke verliere. Macht keinen Sinn für mich.

          Wenn Ihr die Grundstücke habt, wollt Ihr dann auch meinen Laptop haben? Gibt bestimmt auch eine Theorie dafür.
          Ihr nennt das dann eben nicht mehr Herrschaft sondern Repräsentation. Orwell läßt grüßen.

          • Clemenceau sagt:

            Sie missverstehen da etwas, wer gibt ihnen überhaupt das Recht ein Grundstück zu besitzen?
            Genau, die Gesellschaft, niemand sonst, kein Gott und kein Weiser Mann/Frau/Unisex.
            Sie haben auch höchstens ein moralisch gerechtfertigtes Recht das Land dann zu besitzen und ihr eigenen zu nennen wenn sie es bearbeiten, lassen sie es Brach liegen, nur weil sie es ihr Eigen nennen, dann muss sich die Gesellschaft, die ihnen ja ihr Besitzrecht verbrieft und garantiert, fragen, was sie überhaupt damit wollen?
            Denn der Unterschied zum Laptop ist der, dass der Laptop durch menschliche Arbeit entstanden ist, und daher veräußert, und besessen werden kann und darf!
            Lesen sie doch mal die Anarchokapitalisten, und die Libertären richtig, das Land und unsere Erde sind eine Anomalie, es gehört uns alleninsofern wir es nutzen, weil keiner von uns sie geschaffen hat!
            Deswegen allein ist der Plan B da recht und billig, sie können die Besitzobligation für das Land solang halten wie sie auch dafür bezahlen und gerade stehen!
            Und da sie gefälligst stets ihre Besitzverbriefung zu bezahlen haben, weil sie es ja nie kaufen können, da es ihnen nie gehört, weil sie nie mit dem Schöpfer des Ganzen höchstpersönlich den Kaufvertrag machen können, ist diese Ansicht des Plan B moralisch einwandfrei und richtig!
            Die Gesellschaft ist in diesem Falle ja nur der Bewitzverwalter der Erde, sie hat ja das Land auch nie geschaffen, daher kann sie auch nur so mit der Erde als Ressource umgehen, dass sie der ganzen Gesellschaft nutzen bringt, deswegen muss es zwar eine private Besitzverbriefung des Landes geben, für die aber im Unterschied zu heute eine stete Gebühr an die Gesellschaft entrichtet wird.

          • Hermann sagt:

            Ich habe es doch schon geschrieben.
            Der Gottglaube von früher (Schöpfer) wurde durch den neuen Staatsglauben (weise Herren, Demokratie, Plan B….) ersetzt.
            Die Geschichte wird auch diesen Glauben ausrotten.
            Die Menschen dürfen lernen an sich selbst zu glauben.
            Grund und Boden wird dann zu einem intersubjektiv gerechtfertigten Besitzanspruch. Dafür ist keinerlei Regierung oder Herrschaftssystem notwendig.

          • Clemenceau sagt:

            „Intersubjektiv“ ?^^
            Damit geben sie sich doch der Lächerlichkeit Preis, diese Bewertung öffnet der Barbarei Tür und Tor, keiner kann ein Anrecht auf Land deklarieren, es gibt nichts objektiveres als Mutter Erde, sie gehört nun einmal all ihren Kindern.
            Wenn sie diesen Standpunkt verneinen, dann machen sie sich auf den Klassenkampf gefasst, denn sind sie nicht bereit mit der Gesellschaft einen rechtlichen Konsens über dass was sie ihren „Besitz“, „Ländereien“ etc. zu suchen, dann müssen sie selbst für ihre Recht einstehen und die Besitzfrage absolut Konflikbasiert lösen, dann kämpfen sie eben darum, aber nicht meckern wenn dann ein Stärkerer kommt, der ihnen nicht nur das Land, sondern auch noch ihr Leben nimmt!

          • Hermann Messmer sagt:

            @ Clemenceau

            Hinter dem „intersubjektiv“ steht GERECHTFERTIGT.

            Equality 7-2521 (Dankeschön!) hat es weiter unten schön beschrieben, wie eine widerspruchsfreie Logik der Rechtfertigung aussieht.

            In einer freien Gesellschaft ist Eigentum ein intersubjektiv gerechtfertigter Besitzanspruch.
            Das „Recht“ des Stärkeren führt zu einem logischen Widerspruch, führt nicht zu einer intersubjektiv akzeptablen Rechtfertigung.
            Die Eigentumsbeschreibung, intersubjektiv gerechtfertigter Besitzsanspruch, ist eine Weiterentwicklung der „Naturrecht“-Argumentation von Murray Rothbardt, Hans-Hermann Hoppe……
            In einer freien Gesellschaft gibt es kein gesetztes „Naturrecht“.

          • Marius sagt:

            Sie glauben aber schon ein Eigentumsrecht oder? Wenn jemand ein Haus mit einem garten hat, kann ich ihm dafür Geld geben und er mir das Grundstück. Die Gesellschaft hat daran keine Beteiligung. Sie sind doch gegen Sozialismus oder? Das Recht etwas zu besitzen habe ich einfach, das ist das Wesen von Rechten. Und was ich dann damit mache, ist meine Sache. So ist das Eigentumsrecht definiert. Wenn sie sowas anzweifeln begeben sie sich in in sich widersprüchliche Behauptungen. Eigentum ist Eigentum, egal was oder wie es benutzt wird. Ich kann mein land nutzen oder verrotten lassen, so wie ich mein Geld nutzen oder verbrennen kann. Das hat die Gesellschaft gar nicht zu interessieren. Eigentum ist ein Recht, keine Pflicht.

          • Clemenceau sagt:

            Sie haben anscheinend den Narrativ der Diskussion nicht so ganz erfasst.
            Wer garantiert ihnen ihre Eigentumsrechte?
            Richtig, nur die Gesellschaft, ansonsten können sie es auch Selbstjustiz nennen, wenn die Streitfrage um das Land geklärt werden sollte.
            Eigentum ist im ökonomischen Sinne ja all dass was wir auch erwerben können, und im Umkehrschluss eben all jene Dinge die durch Arbeit zu einem wirtschaftlichen Gut werden.
            Deswegen ist es vollkommen legitim wenn ein Bauer auf von ihm kultiviertes Land einen Besitzanspruch anmeldet, er hat ja auch dafür gearbeitet, jedoch nur für die Kulturgüter die dieses Land hergibt, im Prinzip aber nicht mehr.
            Etwas ganz anderes ist es wenn jedoch beispielsweise ein Bodenfond Land erwirbt, nur um dieses als Kapital- respektive Spekulationsanlage zu nutzen, dann wird auf etwas ein Besitzanspruch angemeldet auf dass es keine nominelle Bewertung geben kann, da es ja durch keinen arbeitsprozess ökonomisch evaluiert wurde, hier gilt auch nicht dass die Gesellschaft dafür einen Preis festlegt, dieser Preis kann lediglich zeitlich begrenzt festgelegt werden, da sonst eine produktive Nutzung des Landes nicht zwnagsläufig gegeben wäre. Und da jegliches Land auf unserer schönen Erde auch schon lang vor dem Menschen da war, haben wir keine rationelle Maßgabe es zu besitzen, außer natürlich aller konfliktbasierten, so wie heute, wo sich Tutsi und Hutu in Ruanda die Köpfe einschlagen der schönen Erde wegen, und in der ehemaligen DDR alter Adel und Großgrundbesitz enteignet wurden.
            Wir können das Land lediglich von der Erde leihen, um es ökonomisch zu nutzen, dafür muss die Gesellschaft einstehen, ansonsten schaffen wir Menschen uns immer neue Konflikte, wenn wir es permanent besitzen wollen ohne damit produktiv zu sein. Und da in letzter Konsequenz jedwede Form von Land nur durch Raub ein permanentes Eigentum geworden sein kann, ist es nur recht und billig keine permamnente Besitzdeklaration dafür auszustellen.
            Schade eigentlich wie verbohrt manche Menschen sind, die alten Nationalökonomien kannten sehr wohl noch einen Unterschied zwischen dem ökonomischen Gut des Landes, und ökonomischen Produktionsmitteln welche durch Arbeit entstehen.

        • Equality 7-2521 sagt:

          @Clemenceau
          Die Idee des Privateigentums ist die einzige Möglichkeit Konflikte in Bezug auf knappe Güter zu vermeiden. Das gilt genauso für Boden.

          Dafür sind 4 Regeln ausreichend:
          1. Jede Person ist Eigentümer ihres Körpers.
          2. Jede Person ist Eigentümer aller naturgegebenen Güter, die sie zuerst als knapp wahrgenommen und mithilfe ihres eigenen Körpers zu nutzen und bearbeiten begonnen hat.
          3. Die Person die mit Hilfe ihrer „ursprünglichen“ Güter weitere Güter herstellt, wird zum Eigentümer dieser Güter. (vorausgesetzt die physische Integrität des Eigentums anderer wurde hierbei nicht verletzt)
          4. Eigentum an bereits besessenen Gütern zu erlangen ist nur möglich durch eine wechselseitig vorteilhafte und konfliktfreie Eigentumsübertragung.
          [frei nach Hans Hoppe]

          Wenn irgendein Fond Land erwirbt, was interessiert es dich? Die verwaschenen Ideen einiger Kommunisten das sie auch nur entfernt irgendeinen Besitzanspruch auf das Land anderer hätten, DAS führt zu Konflikten. Es braucht keine „Gesellschaft“ um Besitzansprüche zu bestätigen … gruselig ist das.

          • Clemenceau sagt:

            „2. Jede Person ist Eigentümer aller naturgegebenen Güter, die sie zuerst als knapp wahrgenommen und mithilfe ihres eigenen Körpers zu nutzen und bearbeiten begonnen hat“

            Diese Regel wäre wenn sie Gültigkeit hätte, wahrscheinlich schön und aussreichend, aber damit sie Gültigkeit bekäme, müssten sie wohl alle Katasterämter stürmen, und die Grundbücher verbrennen, denn bedingt durch unsere historische Entwicklung verfügen beispielsweise ererbte Großgüter aus feudalistischer Epoche über solcherlei Ländereien die sie auch nie bearbeiten wöllten, weder mit dem eigenen Körper, noch einer juristischen Körperschaft. Wie gesagt, wenn sie ihr Land bearbeiten, mag es daran nichts zu rütteln geben, problematisch wird jedoch dann schon so ein Kleinod welches naturbelassen ist, und für dass man außer dem Eintrag ins Grundbuch keinerlei ökonomisches Eigentumsindiz vorweisen kann, weil es ja nicht bearbeitet ist und wurde. Alle Dinge die durch Arbeit entstanden sind kann man auch besitzen, dass sind die Güter die kultiviertes Land ja auch hervorbringt, nur das Land selbst besitzen zu wollen, wenn man es wie beispielsweise in der EU brach liegen lässt, ist eine keinesfalls zu rechtfertigende Anmaßung.

          • Hermann sagt:

            @Clemenceau

            Ich nutze meinen Wald ökonomisch nicht. Die Bäume wachsen, es sind aufgeforstete Flächen. Vielleicht werde ich die Waldflächen in 20 Jahren nutzen, vielleicht auch erst meine Erben. Was gibt Ihnen das Recht über die Nutzung des Grundstückes zu entscheiden? Ob die Nutzung Ihren Herren des Plan B gefällt interessiert mich nicht die Bohne.
            Zur Zeit wird der Wald regelmäßig als Müllabladeplatz von Mitmenschen genutzt, ich sammle das Zeug dann raus.
            Müll abladen ist einen ökonomische Nutzung. Müll einsammeln nicht.
            Schwupps bin ich den Wald los? Oder wer definiert das?

            In der Nähe haben Naturschützer eine Fläche von 80 Hektar gekauft. Sie wollen den Vögeln, Fröschen…. eine ungestörte Rückzugsmöglichkeit gewähren. Dürfen die das? Ich finde das gut.
            Ohne ökonomische Nutzung ist völlig ok. Schön für die Frösche und die Naturliebhaber.
            Wenn die Naturschützer aber morgen beschliessen, Getreide anzubauen, finde ich das auch gut. Die Mitmenschen sollen mit ihrem Eigentum tun was sie wollen. Es geht mich nichts an.
            Solange Sie mich nicht schädigen.
            D.h. Altöl darin versenken, so dass meine Bäume sterben, dann geht mich das sofort was an. Sie, lieber Clemenceau und den Herren von Plan B geht das aber immer noch nichts an. Sie wurden nicht geschädigt. Es geht sie erst was an, wenn einer der Streithähne sie zur Schlichtung ruft.

            Ihre Philosophie des Plan B mit der ökonomischen Nutzung dagegen erzeugt endlose Diskussionen, da keine widerspruchsfreie Logik zugrunde liegt. Damit verfolgen Sie ein Konzept, dass Herrschaft über andere Menschen bedingt. Sie dürfen das von mir aus auch gerne Repräsentation nennen.

          • Clemenceau sagt:

            Wenn sie Müll heraussammeln, dann verrichten sie doch Arbeit, ebenso wenn sie ihn aufgeforstet haben, auch zahlen sie sicherlich Grundsteuer und die Gebühr der Berufsgenossenschaft für ihren Wald, sie haben dafür gearbeitet, da Eigentum ja verpflichtet, und durch das Entrichten der Grundsteuer garantiert ihnen die Gesellschaft auch ihren Besitz, rein rechtlich ist somit alles einwandfrei, genau auch nach der Logik des Plan B.

            Problematisch ist für mich eine Sache, wenn sie den Staat abschaffen wollen, und keine Grundsteuer mehr zahlen wollen, wer garantiert ihnen dann noch dass es ihr Wald ist?^^
            Wenn ich mir dann dort eine Hütte reinbaue, weils mir da gefällt, und die dafür von ihnen angepflanzen Bäume nutze, gut, die bezahl ich ihnen dann noch, ich weiss ja ihre Arbeit zu schätzen, das Land auf dem ich in ihrem Wald die Hütte baue, werde ich jedoch bestimmt nicht bezahlen, da sie dafür weder einen Beleg in Form eines Grundbuches haben, weil die Gesellschaft gibts ja nicht mehr, noch haben sie sonst einen Indiz außer den Bäumen, dass es ihre ist.

          • Equality 7-2521 sagt:

            Ich verstehe nicht warum du erst Menschen enteignen möchtest damit diese zweite Regel gelten soll. Wenn du Besitzansprüche auf das Eigentum anderer erhebst, solltest du das mit den Eigentümern klären und dich nicht hinter einer ominösen Gesellschaft verstecken. So eine „Gesellschaft“ hat bei Eigentum nichts mitzureden … Was auch immer ein Eigentümer mit seinem Land macht, geht nur ihn etwas an und niemanden sonst.

            Wieder: ohne geklärte Besitzansprüche (in Bezug auf knappe Güter) sind Konflikte vorprogrammiert. Das gilt genauso und gerade für Land. Für Indianer war das Land damals nicht knapp. Die heutige Situation ist aber eine andere …

          • Clemenceau sagt:

            Das Beispiel der Indianer ist gut, so wie viele Nomadenstämme haben sie das Land lediglich genutzt für ihr Vieh, mit dem sesshaft werden des Menschen war dass noch nicht vorbei, man nutzte das Land eben im Kollektiv und bearbeitete es, die Perversion kommt erst mit der Evaluierung des römischen Bodenrechts, an der Stelle entsteht der Dualismus von Staatsmacht und Land, der den Besitzanspruch des Individuums auf einen Anteil des Landes verbrieft.
            Davor gab es keinen Individualbestiz an Grund und Boden, alle Fragen bezüglich dieser in absolutem Maßstab begrenzten Ressource wurden kollektiv geklärt, doch mit einem mal gab es Besitzende und Nicht-besitzende. Wobei ich letzteres nicht unbedingt als schlimm ansehe, wäre nicht der Zwang für jene welche Teile ihres erarbeiteten dem „Besitzer“ abzugeben, oder zu der Zeit noch als Sklaven zu schuften.
            Nein, den Boden können wir nutzen, und so lang wir ihn nutzen hat keiner ein Recht uns vorzuschreiben was wir mit ihm machen, solang das produktiv ist. Und produktiv muss es sein, da es in unserer Natur liegt Dinge zu erwirtschaften, keiner hat das Recht einem anderen Zugang zu Land zu verwehren, wenn er es nicht nutzt da es vielleicht brache liegt, nur weil er das seine „besitz“ nennt, eine Rechtfertigung von Besitz kann nur Arbeit sein, da wir jedoch künsltich nicht in der Lage sind die Erde zu vergrößern, können wir nie auch nur einen Teil von ihr besitzen.

      • Clemenceau sagt:

        Was diese liberale-libertäre Kritik am heutigen Staatswesen vollkommen außen vor lässt, ist dass der Staat in seinen verfassungsrechtlichen Statuten ja an sich schon ein Paradies garantiert, Menschenrechte, Bürgerrechte und viel mehr. Nur ist das Problem dass diesen Rechten nur unzulänglich ökonomische Relevanz eingeräumt werden kann. Da der Verteilungsmechanismus des Systems eben der ist dass die die wenig haben, gefälligst zu arbeiten haben, und die die schon einen gewissen Besitz haben, auf Kosten derer die da arbeiten, ihre Kapitalrenditen kassieren.
        Der nonaffektative Steuerstaat spielt an der Stelle nur die Rolle ordnungspolitisch diese ungerechtfertige Form von Zinsknechtschaft und Lohnsklaverei weiter zu garantieren und eventuell gegen dagegen aufbegehrende Kreise mit Gewalt zu reagieren. Deregulieren wir die Märkte vollkommen, und erklären dabei unbedingt Währungsfreiheit, dann dauert es nicht mehr lange und die Leute vergessen was ein Staat ist, da sie im Inbegriff ihrer Arbeit und Verdienste die sie allein und nur für sich selbst erbringen, ENDLICH FREIWILLIG ENTSCHEIDEN WEM SIE WIE VIEL IHRES VERDIENSTES ZU TEIL WERDEN LASSEN.
        Denn dass wird uns heute zwar vorgetäuscht, aber es ist bei weitem nicht so, 2/3 des Preises JEDER Ware sind Kapitalrenditen(Zinsen) und Steuern.
        Es liegt an uns diese verdeckte Sklaverei auf den Kehrrichthaufen der Geschichte zu verweisen, dafür brauchen wir aber keine theoretischen Wehklagen was denn am System der Staaten so alles schlecht ist, nein, WIR MÜSSEN UNSEREN GESUNDEN MENSCHENVERSTAND DAFÜR NUTZEN, Anreize die uns die Österreicher Schule dabei gibt, ob Mises, Schumpeter und auch Baader oder die wir aus freiwirtschaftlicher Theorie eines Gesell bekommen, sind lediglich Anreize, es ist an uns selbst daraus eine persönliche und individuelle Alternative zu schmieden, dabei müssen wir diskutieren, und nicht missionieren.
        Die menschliche Natur ist etwas warmes, sie strebt nach Harmonie mit ihrer Umgebung, da dies der produktivste und energiesparenste Zustand für sie ist. Wir die wir sie über viele Äonen immer mehr verneinten haben Kriege mit alles vernichtenden Waffen und Millionen Toten hervorgebracht. Nun haben wir einen Frieden der kein Frieden ist, viel mehr sitzen wir auf einem Pulverfass der Unzufriedenheit, die diese Welt heute darstellt, 7 Milliarden Menschen von denen 40% allein um das Wasser hadern müssen, all das entsteht durch ein System welches meint wir könnten individuell unter Ausschluss der Gesellschaft reich werden, OHNE DAFÜR PRODUKTIV ZU ARBEITEN, dieser Irrglaube wird uns auch einen 3. Weltkrieg bescheeren, wenn wir die Dimension der Unmeschnlichkeit dieses Systems nicht in ihrer Gänze erkennen.

    • Marius sagt:

      Ich habe nie vom Gold-Standard gesprochen. ich sagte nur, dass die Geldschöpfung in private Hände soll. Wie das Geld dann aussieht ist mir ehrlich gesagt egal. Ich werde das Geld verwenden, das am wenigsten Inflation verursacht, egal ob aus Gold oder Papier. Dass wir trotz des Interventionismus so weit gekommen sind, beweist wie unglaublich innovativ und widerstandsfähig der Mensch ist. Selbst das bisschen Markt kann noch viel Wohlstand schaffen. Wie wird das wohl aussehen, wenn wir tun, was die Ökonomen aus Manchester und Wien immer empfohlen haben? Die Ungleichheit ist in einem wesentlichen Teil schon dem Staat zu verdanken. Die Inflation und die Regulierung, die Menschen arbeitslos und abhängig macht und somit eigene Vermögensbildung verhindert, sind schuld. der freie Markt ist die beste Regulierung gegen Krisen. Er wird immer dafür sorgen, dass das Geld nur zu denen fließt, die etwas für die Allgemeinheit tun. Wir MÜSSEN arbeiten, das haben sie richtig erkannt. Aber daran führt kein Weg vorbei, wenn wir nicht verhungern wollen. Dennoch haben sie selbst diese Möglichkeit. Diese Wissenfaktur erscheint mir schwach. Denn sie stellt objektive mit relativen Wahrheiten auf eine Stufe. Aber objektive Tatsachen sind gerade durch das ausgezeichnet, dass sie eben nicht relativ sind. Der Zins ist kein Selbstzweck. Sie könne ihr Geld auch zinslos verleihen, wenn sie das wollen. Aber Zinsen sind nicht unmoralisch, sie sind das Resultat von Vertragsfreiheit. Geld ist ein Schuldschein. Daran ist nichts auszusetzen. Aber niemand wird gezwungen mit Geld zu handeln. Man kann auch geldfrei handeln. Das muss jeder für sich entscheiden. Aber Geld hat eine Menge Vorteile, genau wie Zinsen auch. Alles außer der Mensch selbst auf dieser Welt hat seinen Wert nur durch geistige Formen und Abstraktion. Denn wenn die Menschen eines Tages Autos oder Handys dumm finden werden, dann werden auch diese Dinge wertlos sein. Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis und ohne Nachfrage ist der Preis 0. Ohne Nachfrage nach Geld ist der Preis auch 0. So etwas wie Realwert ist immer nur relativ. Übrigens ist es das Wesen eines freien Marktes, dass man eben auch selbst reicher wird, wenn man arbeitet. Es ist wie Adam Smith sagte: Das Streben nach dem eigenen Vorteil hilft allen. Und nicht nur den Reichen. Heute arbeitet man für den Staat oder dieses „Allgemeinwohl“. Aber auf einem freien Markt arbeitest du für dich und wirst deswegen auch die Früchte deiner Arbeit selbst ernten können.

      • Clemenceau sagt:

        Sicherlich führt an der Exekution der ökonomischen Einheit des Staates von heute kein Weg vorbei, da ja Freiheit die ehrlichste Form von Humanismus ist.
        Ich will keinen Zins verbieten, wie sie schon richtig feststellen, es obliegt der Vertragsfreiheit die das individuell zwischen den Vertragspartnern regelt.
        Nur zeigen Resultate und Ergebnisse von Jahrhunderten der Geldtheorie in Form des Greshamschen Gesetzes, dass sich am Ende inflationierendes „schlechtes“ Geld durchstetzt, da es einer höheren Form der Abstraktion entspricht.
        Es ist auch ganz einfach, wertstabiles Geld hat es auf einem freien Markt zu schwer, da es immer auch gehortet werden kann, dagegen ein Zinsversprechen zu geben ist recht und billig, doch in der Praxis der Freiheit wird sich erweißen dass der für den Innovationismus und das Vorankommen sorgende Mensch, keinerlei Interesse haben wird dieses Verprechen zu geben, denn er will ja für sich selbst, und nicht für andere arbeiten. Diese Praktik führt dazu dass jedes „gute“ Geld mit der Zeit aus dem Markt verschwindet.
        Inflation ist auch nix schlechtes und entreicherndes per sé, nein, sie ist die natürliche Übertragung des 1. Thermodynamischen Hauptsatzes der Physik, auch Entropie-Gesetz genannt, auf die Ökonomie.
        Dieser besagt dass jedes komplexe System zerfällt, ob ein Geldsystem, oder irgend eine technische Errungenschaft, oder wird dein Auto mit den Jahren die es dasteht und sich bewegt besser, evolutioniert es?
        Nein, nur das Leben evolutioniert, das Leben erwehrt sich dessen, biologische Lösungen der Natur sind unter Umständen nicht so effizient wie manch technische Lösungen des Menschen, doch sind sie in jedem Fall flexibler und in der Breite gesehen leistungsfähiger.
        Deswegen allein ist Inflation nichts schlechtes, im Verbund mit dem Zins wird sie jedoch teuflisch, da sie einerseits zur Entreicherung, und andererseits zu einer ständigen Dynamik des Existenzkampfes führt.
        Und da es in der Ökonomie generell darum geht Bedrüfnisse zu stillen, nichts weiter, kann ich auch gut damit leben wenn ich mit wertlos werdendem Geld, gegen 0 tendierendem Geld lebe, wenn ich von dem dann meine Bedürfnisse in Gänze befriedigen kann, und ich weiss dass wenn ich arbeiten gehe auch immer Arbeit da ist, weil die Dynamik schon allein durch diesen inflationiernden Mechanismus gewährleistet ist.

        • Hermann sagt:

          Ich würde doch mal empfehlen, den von Ihnen genannten Artikel von Mises-Media (Mario Fleichmann) zu lesen. Ich stelle den auch gerne zur Verfügung. Ich habe mir die auf meinen Laptop kopiert. 🙂
          All diese Magier (Gresham…) werden nicht benötigt das Geldsystem zu verstehen. Es genügt die Menschen und Ihr handeln zu verstehen.
          Mit Physik hat das gar nichts zu tun. Die schönen Hauptsätze können im Physikunterricht bleiben.
          Die Natur ist für den Menschen auch nicht das beste System. Die industrielle Landwirtschaft ermöglicht erst die 7 Milliarden Menschen. Die Natur ist zur technisierten Kulturlandschaft geworden. Der Mensch kann mit seinem Geiste viel mehr erschaffen als die Natur bisher Ihm zur Verfügung gestellt hat. Damit sind wir wieder beim Menschen, der Gott wird nicht gebraucht.

          • Clemenceau sagt:

            Sie gefallen mir, ich rate ihnen mal das Buch „Rennaissance der Menschheit“ zu lesen, das erklärt das Thema gut.
            Nein, ihre anmaßende Art ist eine Herausforderung, sich über die Natur zu stellen ist ein Wagniss schlechtin, die wissenschaftliche Tendenz zeigt dass ALL die vielen Errungenschaften des Menschen, die technisch sind, auch immer labil sind, je effizienter der Mensch arbeitete, desto mehr geht die Vielfalt flöten, desto starrer und unflexibler wird das System, gleichzeitig steigt die Krisenanfälligkeit exponentiell.
            Ob das nun eine nationale Stromversorgung ist, die wie in den USA aufgrund EINES KABELS rund 800000 Haushalte lahm legt, oder der Super GAU in einem AKW aufgrund einer kaputten Kühlleitung.
            Dies zeigt wie sehr wir in der Dualität leben, Effizienz vs. Vielfalt, Sicherheit vs. Freiheit, Schnelligkeit vs. Reaktionsfähigkeit und und und.
            Doch eines vergisst der Mensch in der Dualität, dass es nicht nur die zwei Pole gibt, sondern etwas drittes, weil die Dualität eben nur eine subjektive Auffassung der Trinitates ist.
            Es gibt bei all unseren menschlichen Problemen auch immer eine goldene Mitte die man finden kann und im egoistischsten Eigeninteresse auch finden sollte, und um die zu finden brauchen wir die uns ureigene Natur.
            Diese goldene Mitte ist eine stets beschworene Win-Win Situation die sich immer irg.wo finden lässt. Die Natur ist Hort dieses Prinzips, biologische Systeme kooperieren daher, um ein Ziel zu erreichen, wäre der menschliche Körper so wie unsere Gesellschaft, ein Spannungsfeld der Konflikte, wie wären wir da lebensfähig ?

            Und an ihre Adresse richte ich eines ganz direkt, die Natur sollte man erst mal versuchen holistisch zu verstehen, bevor man sie „verbessert“.
            Und eins noch, diese tolle von ihnen beschworene Landwirtschaft versorgt mit nichten die 7 Milliarden in ihrer Gänze, glauben sie’s nicht, dann sollten sie mal ’n Ausflug in den Sudan, oder gar nach Argentinien machen. 😉

          • Hermann Messmer sagt:

            Ich habe mir die Rezessionen und die Inhaltsbeschreibung des Buches durchgelesen.
            Ich halte es für Zeitverschwendung dieses Buch zu lesen.
            Als Jugendlicher habe ich mich für sowas interessiert und geglaubt.
            Um 1975 waren die 3 Milliarden Menschen schon zu viel. Für den Beginn des 21ten Jahrhunderts war beschlossen, dass die Staubaufwirbelung durch Industrie und Landwirtschaft und durch die Kondensstreifen eine viel zu hohe Verdunkelung für die Erde ergibt, eine Eiszeit logische Folge davon sein wird. In den 1980er Jahren waren die Wissenschaftler sich einig, das im Jahr 2000 keine Wald mehr stehen wird. Ich war wirklich höchst besorgt.
            Heute verstehe ich was ein Wissenschaftler macht, der von der Regierung bezahlt wird. Er beteiligt sich an der Angstmacherei um seine Hilfe und die der Regierung zu rechtfertigen.
            Ich empfehle Ihnen stattdessen die ketzerische Vision: “ 10^12: A Check on the Earth-Carrying Capacity for Man“ zu lesen. Eine BILLION Menschen auf der Erde.
            Oder mal googlen, bei Novo-Argumente sind viele dieser abseits vom Mainstream gehaltenen Texte zu finden.
            Keine Sorge, ich war genug im Ausland. Dort wo die Bevölkerungsdichte sehr gering ist, ist Grund und Boden noch kein knappes Gut. Dort gelingt es auch ohne große Technisierung an Lebensmittel zu kommen. Soll das eine Vision für eine wachsende Menschheit sein?

            Die Menschen, die Pflanzen und Tiere in der Natur leben eben gerade nicht in Kooperation. Jede Pflanze kämpft um Licht. Der Baum versucht mit seine Ästen den Weg zum Licht zu finden. Demjenigen dem es am besten gelingt, der hat gewonnen, er überlebt. Kleine Buchen können Jahrzehnte im Schatten leben um dann irgendwann die anderen Bäume doch zu übertrumpfen. Es ist keine Kooperation, es ist eine Überlebensstrategie.
            Der Fuchs auf dem Acker kooperiert nicht mit der Maus. Er frisst sie auf.
            Der Hahn kooperiert nicht mit dem anderen Hahn. Jeder Hahn versucht zu überleben und sich möglichst erfolgreich fortzupflanzen. Das sie Gemeinsame Strategie gegen den Fuchs haben ist im eigenen Interesse, nicht primär im Interesse einer Gruppe.
            Es gibt Gemeinschaften in der Natur, die diesen Überlebenskampf mit einer Kooperation schaffen. Wölfe gehen gemeinsam jagen. Sie werden als „Kommunisten“ wahrgenommen.
            Der eigene Nutzen ist aber der tatsächliche Antrieb für diesen Mechanismus.
            Das andere Wolfsrudel wird bekämpft.
            Alles andere ist lustiges Wunschdenken.

            Monopolistische Strukturen (ein Kabel für 80.000 Haushalte) sind nicht dem freien Markt geschuldet. Sie sind dem Staat geschuldet.

            Der Goldstandard mit den gekoppelten Papierwährungen war eine staatliches Zwangssystem um den Glauben an die Papierfetzen nach den Hyperinflationen wieder zu nähren. Als der Glaube an das Papier stabil genug war, wurde der Goldstandard von Nixon vorübergehend aufgehoben. Er hat nur nicht erzählt, das dieses vorübergehende Aufheben bis zum Zusammenbruch der Papiergeldssteme dauern wird.

          • Clemenceau sagt:

            Mit vielen dieser Punkte gehe ich vollkommen überein, der Mensch ist viel zu unbedeutend um für eine heute angeblich stattfindende „Klimaerwärmung“ verantwortlich zu sein, nein, diese wie von ihnen richtig beschriebenen künstlich geschürten Ängste die all diese „prophetischen“ Vereinigungen von „Experten“ da propagieren, sind lediglich dazu da räuberisch den Menschen das Geld aus der Tasche zu holen.
            Es gibt allerdings auch ein Aber, all diese herbeigelogenen Ängste haben einen wahren Kern, und zwar den, wir sollten diese apokalyptischen Visionen nicht zu unseren persönlichen Ängsten erklären, sondern zu unserer persönlichen Verantwortung, wir haben eine Veranwortung gegenüber unserer Erde, das Stichwort ist dass wir in Symbiose mit ihr leben sollten, anstatt Parasiten auf ihr zu sein.
            Denn eines zeigt die technische Entwicklung überdeutlich, wir sind unfähig wirklich funktionelle technische Lösungen zu präsentieren, selbst die besten Verbrennungsmotoren nutzen nicht einmal 2/3 der Energie die im zu verbrennenden Stoff vorhanden sind, das ist Verwendung schlechthin.

            Ich war lange Jahre in Indien, dort, und auch in Afrika, ist urtümliches Wissen in unglaublichen Maße vorhanden, für mich, als Mensch, der schon von Profession her alles streng rational nimmt, war dass der wahre Kulturschock.
            Ein indischer Professor für Maschinenbau, hat mir Facetten der Mathematik gezeigt, die so innovativ wie genial waren, die hier in Europa jedoch weitestgehend unbekannt sind. Ab da an wurde ich immer bewusster dafür dass all die Dinge die wir als übernatürlichen Humbug abtun, gar nicht so unabwägig sind. Spirituallität ist eine überall und egal in welcher Kultur auch immer anzutreffende Eigenschaft des Menschen, nicht überall gibt es Götter, schon gar nicht die selben, aber der geistigen Entitäten der Natur ist man sich stets bewusst, ob bei Stämmen in den Steppen Sibiriens, den Völkern Afrikas, oder bei den australischen Ureinwohnern.

            Diese Spirituallität ist der Hort des Kollektivismus im Menschen, und ich will nicht behaupten dass es etwas schlechtes ist, da gehe ich ganz nach Milovan Djilas: „Der Kommunismus ist eine religiöse, allen Menschen dieser Erde innewohnende Idee, sie ist viel zu schön um sie allein den Kommunisten zu überlassen.“

            In Indien bin ich dann auf sehr interessante Menschen getroffen, die mir die Anomalien des Wassers zeigten, da begriff ich, der früher genau so wie sie an die Überlegenheit menschlicher Ideen über die Natur glaubte, dass wir noch lange nicht alles begriffen haben, ja nicht ansatzweise.
            Wir denken ganz nach den archimedischen Prinzipien, dass Wasser stets den kürzesten Weg nimmt, ergo in gerader Bahn über eine zB. Glasplatte fliesen würde, dem ist aber nicht so, Wasser mäandriert, und durch dieses Prinzip haben die Menschen in Indien auf einfachste Art und Weise Strom gewonnen, indem sie einfache Turbinen aus Plasteflaschen in so einen naturbelaßenen Wasserlauf hielten.
            Daraufhin haben wir den Wirkungsgrad dieser mit einfachsten Mitteln gebauten Anlage gemessen, der lag bei unglaublichen 81%, dass war so unwahrscheinlich dass dieser Test von uns noch oft unter Laborbedingungen durchgeführt wurde, aber immer und immer wieder das selbe Ergebnisse.
            Da wurde mir klar wie kleingeistig so mancherlei unserer westlichen Ratio ist, und dass es wichtig ist die Welt mit offenen Augen zu sehen, wertungsfrei und ergebnisoffen.
            Und da wurde mir in Hinsicht auf die Ökonomie klar wie groß Irrlehre sein kann, und wie schön Freiheit wär.
            Meine Meinung ist dass ein freier Wirtschaftskreislauf noch ganz anders als die heutigen sich „liberal“ nennenden Wirtschaften wär.
            Der Fehler am Keynesianism, und allen staatlichen Lösungen für die Ökonomie und das Finanzsystem ist doch der, dass durch einen technischen Hebel, den das Geld darstellt, eine möglichst positive Änderung erzwungen werden soll, noch schlimmer war das ja im Kommunismus, der nur funktionierte wenn ständig einer da am „Hebel“ spielte.
            Ich denke dass die Natur das Vorbild ist an dem sich die Ökonomie ausrichten würde, die Natur bildet Kreisläufe, die schrankenlos sind, der Kapitalismus hat sich mit dem bisschen Markt den er heute hat, etwas von diesem halbwegs freien Fluss erhalten, schränkt es aber überall und zunehmend mit einem „Schleusensystem“ gesetzlicher Regelungen und vor allem finanztechnischer Eingriffen ein, der Kommunismus ist für mich der Stausee schlechthin, der vor sich hindümpelt, in dem nichts fließt, und in dem ständig der Hebel für die Schleuse getätigt werden muss, damit sich überhaupt etwas bewegt, wenn sich aber dann etwas bewegt, dann gibt es kein Halten mehr, weil sich dann (Wasser)Massen in Bewegung setzen.

            Rudolf Steiner, den man gern als rechtsesoterischen Schwachkopf bezeichnen mag, hatte diese Idee schon lange vor mir, jedoch bin ich erst im Nachhinein auf seine gestoßen, er meint ebenso wie ich und viele andere dass Geld fließen muss, denn Geld bildet genau so einen Kreislauf in der Ökonomie, wie das Wasser in der Natur fließt, Geld was sich einsetig akkumuliert und „staut“ ist genau so gefährlich wie Wasser welches man staut, wenn der Damm dann bricht, wird es schrecklich und destruktiv, und dass ist dann in Hinsicht auf unsere Ökonomie der von MIses beschriebene Zusammenbruch.

            Ich denke grundsätzlich dass eine gerechte und krisenfreie Wirtschaft möglich ist, wenn man das Augenmerk des ökonomischen Handelns sich wieder auf das besinnt was es sein sollte, das stillen von materiellen Bedürfnissen.
            Reich zu werden, ist kein ökonomisches Bedürniss, doch es ist Inhalt jeglichen ökonomischen Handelns in heutiger Zeit, jeder will so viel Geld nie wieder arbeiten zu müssen und dafür tagtäglich zu schwelgen.
            Wer darauf wartet, kann warten bis er schwarz wird, dafür muss man arbeiten.
            Damit die Menschen aber stets auch in der Lage sind zu arbeiten, ist es wichtig endlich Währungsfreiheit zu erklären, denn dann etablieren sich durch viele komplementäre Währungssysteme diejenigen in denen der Mensch stets in der Lage sein wird zu arbeiten, da jeder Mensch Anteil an Produktionskraft in Form von Geld haben wird.
            Meiner Meinung nach wird dass fließendes Geld sein was sich da etabliert, da damit das Problem der Umlaufgeschwindigkeit elegant gelöst ist, und es keinen positiven Zins mehr gibt, der zu den heutigen Unzulänglichkeiten im System führt.
            Dass sind natürlich alles Spekulationen, doch die jedweder Dynamik zu Grunde liegende Logik der Einfachheit, veranlasst mich diese Möglichkeit als sehr wahrscheinlich anzusehen.

            Zum Goldstandard, sie missachten in ihren ökonomischen Analysen immer eine Sache, es steht keine böse Absicht hinter dem Versagen der Systeme, weder beim Goldstandard noch beim Kommunismus, nein, dahinter stehen wissenschaftliche Fehlannahmen, eine Wissenschaft die immer mehr den gesunden Menschenverstand missachtet, ja sogar negiert, und sich in einer unsäglichen „Logik“ mathematisch unzulänglicher Modelle und Formeln erschöpft, praktisch wird da immer von der völligen Berechenbarkeit aller volkswirtschaftlichen Zusammenhänge ausgegangen, doch dass ist Irsinn, in einem System dynamisch sich beeinflussender Prozesse, diese Art von Objektivität gibt es nicht, und kann es nicht geben, wie die Quantenmechanik in der Physik beweist.
            Pläne sind gut und schön, doch sind sie eine Übung die man sich sparen kann, wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht, denn Pläne entstehen von alleine, wenn man sich die Bedürfnisse und das Handeln anderer Menschen, oder auch der Natur anschaut.

          • Hermann sagt:

            @Clemenceau

            Wir sind Nahe beieinander.
            Ich unterstelle zu keinem Zeitpunkt das böse Absicht dahintersteckt, wenn ein Sozialismus, ein Kommunismus, egal welches staatliches Zwangssystem scheitert.

            Aber eines trennt uns.
            Die Erde kann nicht mit jeder Geburt eines Menschen neu aufgeteilt werden. Und mit dem Tod eines Menschen kollektiv neu verteilt werden. Das Bedürfnis des Menschen nach Verlässlichkeit und Sicherheit lassen das nicht zu. Jede erzwungene Einigung oder Steuerung wird versagen.
            In einer freien Gesellschaft ohne Regierung werde ich mein Eigentum schützen können. Der Markt wird für dieses Schutzbedürfniss Lösungen anbieten (Sicherheitsagenturen…) welche im Wettbewerb stehen. Ich kann dann daraus frei auswählen.
            Ein ganz tolles Beispiel für den Eigentumsnachweis eines freien Marktes ist die Logik im BitCoin. Es wird kein zentralistisches Grundbuch für Grund und Boden notwendig sein. Die widerspruchsfreie Logik in „intersubjektiv gerechtfertigter Besitzanspruch“ ist das schlüssigste Konzept, das ich kenne.
            Eine zentralistische Steuerung (gewählt oder ungewählt) und jeden etatistischen oder kollektivistischen Gedanken lehne ich ab. Es führt zu einer widersprüchlichen Logik.
            Die freie Gesellschaft ist kein Paradies. Jeder Versuch, mit Zwang ein Paradies zu schaffen wird scheitern.

          • Clemenceau sagt:

            Wenn sie von „Sicherheitsagenturen“ und „Schutz“ ihres Grund und Bodens sprechen, dann klingt das nicht nur gefährlich, nein, es ist auch gefährlich. Weil es schon das UNrecht an die Wand schreibt, sie müssen den anderen Menschen drohen, damit diese ihren Besitzanspruch auf das Land anerkennen, mit wenn nötig der physischen Zerstörung, oder auch nur der Vertreibung oder Gefängniss. Ich denke eine wirklich freie Gesellschaft, würde da eine dem Plan B ähnliche Lösung evaluieren, wieso das von ihnen erarbeitete Geld für unnötige Schutz- und Sicherheitstechnik und -Agenturen ausgeben, wenn sie dass den anderen Menschen auch als Kaufkraft in die Hand geben können, eben als Entschädigung dass diese Menschen es nicht nutzen können. Und da müssen sie das Land nicht stets neu „aufteilen“ weil Menschen sterben oder geboren werden, nein, sie die sie damit Geld verdienen, geben einen Anteil davon an die Gemeinschaft ab, und können sich somit sicher sein das keiner sie auf ihrem Land unbescholten schädigen und belästigen kann. Und ich will meinen dass wenn sie und ich, die wir wahrscheinlich beide Landbesitzer sind, und eben die Gesellschaft für den Titel „Besitz“ in einem noch festzulegenden Maße entschädigen. Im Endeffekt dadurch in doppeltem Maße Gewinner sind, wir besitzen ehh nicht genug dass wir „Netto-Entschädigungszahler“ sind, und werden dadurch zu „Netto-Entschädigten“ durch dass aus der Gebühr generierte BGE, ergo ein Zugewinn. Und im Endeffekt schafft man durch dieses BGE Sicherheit in absolutem Maße, da dann jegliche Form von Beschaffungskriminalität und Diebstahl in verschwindende Maßstäbe versinken wird. Ist ja auch logisch, für keinen gibt es dann mehr Grund zu materiellem Neid, Arbeit ist sowieso genug da, und für die die nix machen wollen und viel mehr noch können, ist auch etwas da, eben auch gesorgt, durch den negativen Zins werden sie dadurch auf unsere Kosten nicht reich, sondern können und dürfen eben ihre Bedürfnisse stillen.

            Ich bin für eine leistungsfreundliche Gesellschaft, sie muss nicht „Gerecht“ in Form einer künstlichen Umverteilung sein, sie muss aber Gerecht in Form von allgemeingültig sein, ein Recht aber in dem ein Individuum auf etwas nicht von ihm erarbeitetes, wie es die Ressource Land nun mal ist, sagen kann es gehöre ihm, ist ein inhumanes Recht, denn es schafft einen imperialen Dissens, eben das Recht des Stärkeren. Nein, ich denke die Zukunft könnte ein Paradies werden, der Mensch mit seiner Vorstellungskraft und Fantasie öffnet dem Tür und Tor. Geben wir jedem Menschen durch allgemeingültiges Recht Anteil an Produktionskraft in Form von Geld, so ist er frei diese seine individuellen Vorstellungen zu verwirklichen, das wäre für mich eine wahre Errungenschaft, zu können, und nicht mehr zu müssen, Freiheit.

          • Clemenceau sagt:

            @Herman

            PS: Eins noch zur leistungsfreundlichen Gesellschaft, solange produktive Arbeit und ihre Errungenschaften nachgefragt werden, ist alles legitim, aber sofern destruktive Arbeit nachgefragt wird, Dinge die einen ungerechtfertigten Besitzanspruch haben, wie Land mit dem man nicht arbeitet, vor anderen Menschen zu schützen beispielsweise, dann ist die Zeit für jedes menschliche Individuum gekommen, inne zu halten, denn dann setzen wir unsere Menschlichkeit auf’s Spiel, die unser größter Trumpf ist.

          • Hermann Messmer sagt:

            @ Clemenceau

            „“ Geben wir jedem Menschen durch allgemeingültiges Recht Anteil an Produktionskraft in Form von Geld, so ist er frei diese seine individuellen Vorstellungen zu verwirklichen, das wäre für mich eine wahre Errungenschaft, zu können, und nicht mehr zu müssen, Freiheit.““

            Damit werden alle fleißigen Menschen die Sklaven der faulen Menschen. Die Höhe der Ausbeutung werden die Netto-Empfänger durch die willkürliche Definition des „allgemeingültigen Rechts“ beschliessen. Und über die Definitionen was produktiv, was destruktiv, was von der Plan-B-Gesellschaft gewünscht und was nicht gewünscht ist. Das haben wir in ähnlicher Form heute schon. Freiheit ist ganz was anderes. Wenn ich in Freiheit lebe, bin ich niemandem Rechenschaft schuldig, was ich mit meinem Grund und Boden tue. Ob ich damit produktiv bin oder eben nicht. Selbst wenn ich mit meinen eigenen Sachen destruktiv bin, geht das niemanden was an, solange bei ihm kein Schaden entsteht.
            Der Glaube, dass sich eine Plan B-Gesellschaft nur auf den Grund und Boden für die kollektive Ausbeutung beschränkt ist mir unverständlich. Ganz genau so unverständlich, wie eine Plan-B Gesellschaft mir und anderen Grundbesitzern die Grundstück friedvoll enteignen will. Ich habe meine Grundstücke nicht geerbt. Ich habe sie mit meinem Netto-Geld in einem freiwilligen Tauschvorgang gewaltfrei erworben. Ich will nicht gezwungen sein, damit produktiv zu sein. Es steht jedem frei, produktiv zu sein und mir dann ein entsprechendes Kaufangebot zu machen. So wie ich es mit dem Vorbesitzer gemacht habe. Gewaltfrei und freiwillig.
            Ob ich eine Kuh kaufe oder ein Hektar Land oder ein Tonne Eisenerz oder einen Festmeter Holz oder hundert Kilo gefangene Meer-Fische, einen Unterscheidung was jemand als sein Eigentum bezeichnen darf und was nicht macht keinen Sinn. Die willkürliche Festlegung des „dürfen“ verträgt sich nicht mit Freiheit. Das „dürfen“ ist der Zwang mit dem jemand Anderer Eingeschränkt werden soll.

          • Clemenceau sagt:

            @Herman

            „was ich mit meinem Grund und Boden tue“

            All die Dinge die sie beschreiben kann man erarbeiten, ob die Fische, das Holz oder auch Eisenerz.
            Aber der Boden selbst war ja eben ohne ihre Arbeit da, also ist es ein unveräußerliches Stück Kollektivbesitz, et basta.
            Nur weil sie sagen es ist ihre, haben sie noch lange keine Rechtfertigung dass es auch für immer ihre ist, gut, sie mögen es gekauft haben, da kann man mitgehen.
            Wenn sie dann aber einmal unsere schöne Erde verlassen, haben sie keinerlei moralische Rechtfertigung es zu vererben, sie mögen ja für ihr Land gearbeitet haben, aber ihre Nachkommen müssen dass nicht, ergo haben die einen unlauteren Wettbewerbsvorteil gegenüber Menschen die kein Land haben, deren Eltern es sich nicht erarbeitet haben.
            Alle Gegenstände ob matereieller oder immatereieller Natur, die von einem Menschen geschaffen worden sind, kann man auch vererben, da entsteht nirgends eine moralische Grauzone, aber bei Land ist dass anders, es ist halt ein unbestreitbarer Kollektivbesitz, den sie vielleicht käuflich von jemandem erwerben können, keine Frage. Doch damit schieben sie im Endeffekt die eigentliche Frage nur auf, wer verleiht ihnen das Recht es IHREN BESITZ zu nennen, die Arbeit ist ja keine Rechtfertigung.
            Nein, das Plan B System könnte man da vielleicht am chinesichen Modell wo man die Nutzungsrechte an Grund und Boden auf 99 Jahre erwirbt, orientieren.
            Besser aber man macht es einfach so dass man niemanden zwingt sein Land an die Gesellschaft zu verkaufen, aber jedem nach seinem Tod die Erbfolge verwehrt, und somit das Land enteignungslos in Kollektvibesitz übergeht, ab da an können dann ihre Nachkommen das Land weiter bewirtschaften, sie müssten aber zum Beispiel wieder die meinetwegen lebenslange Nutzung erwerben, der Preis würde sich dann am Markt orientieren.
            Und nein, der Netto-Empfänger regiert nicht über den Netto-Zahler. Weil der Nettozahler im Endeffekt ja sowieso der ökonomisch stärkere ist, der Netto-Zahler garantiert durch seine Zahlung lediglich den gesellschaftlichen Frieden, und die Ordnung. ich mein wenn ich da auf und mit meinem Land arbeite und 10% meines erarbeiteten abgebe, dann hab ich immer noch 90%, 90% mehr als nichts zu haben.
            Die 10% die ich abgebe kommen sowieso anteilig zu mir zurück; da die Netto-Empfänger am Markt, die besten Güter nachfragen, die ich mir sicher bin herzustellen.
            Im Endeffekt könnte Land auch so für jeden erschwinglich werden, und wäre stets einer hohen marktgerechten Dynamik ausgesetzt.
            Als Beispiel, sie haben ihe 4 Hektar Wald für angenommen 150000€ gekauft, sie wissen dass wenn sie es mit vielleicht 35 Jahren gekauft haben, sie bis zu ihrem Lebensende noch angenommen 60 Jahre haben, in diesen 60 Jahren wollen sie mit dem Wald ja Gewinn machen, also überlegen sie sich wie sie möglichst viel rausholen, ob mit dem Holz, oder als Ausflugsziel oder oder oder.
            Nach ihrem Lebensende geht der Wald wieder über in Kollektivbesitz, angenommen ihr Sohn findet ihn schön, und vor allem rentabel, also kauft er ihn für einen marktgerechten Preis von der Gesellschaft zurück, sie aber haben den Wald abgeholzt, also wird er der Gesellschaft dafür sicher keine 150000 mehr zahlen, die Gesellschaft hat übrigens großes Interesse daran das Land zu veräußern, da sie selbst es nicht rentabel bewirtschaften kann, und will, wieso dass so ist, findet man wenn man sich mit Ökonomie auseinander setzt, schnell heraus.
            Ihr Sohn wird dann bei angenommen gleicher Kaufkraft des Geldes, viel weniger für den Wald bieten, weil sich das Plan B Bodensystem gerade am Markt etabliert hat, all die die jetzt Land von der Gesellschaft erwerben zahlen dann schon aus dem Grund weniger, weil sie ja mit dem Wald Gewinn machen wollen. Sicher, es wird auch einige geben die so viel Kohle haben sich ein Stück Wald als Naherholungsgebiet für private Zwecke zu kaufen, ohne es irg.wie produktiv und kommerziell zu nutzen, die haben dann halt das Geld wo anders her.
            Nach ihrem Tod aber müssen deren Kinder es aber wieder rückerwerben, aus dem einfachen Grund das so ein ungerechter Wettbewerbsvorteil am Markt ausgeschlossen wird.
            Zudem ist das ganze System an einen Marktmechanismus gekoppelt, gibt es halt immer weniger Menschen die einsehen Land zu bewirtschaften, und daher welches zu kaufen, so sinkt angenommener Maßen auch das durch den Generationserwerb generierte BGE, wird das BGE immer geringer so haben die Menschen nun die Freiheit, das jetzt vor allem freie weil ungenutzte Land zu bewirtschaften. Diese Vorstellung ist jedoch utopisch, da dieses System immer noch genau so gewinnbasiert ist wie unser heutiges, selbst wenn die Freiwirtschaftslehre funktionelle Wchstumskritik ist, dieses System wird ebenso weiter wachsen. Sollten die Menschen bequem werden und das Land nicht nutzen wollen, weil sie ja irg.wo das Risiko vielleicht nicht tragen wollen, dann werden an ihre Stelle große Konzerne treten die stattdessen das Land bewirtschaften, diese Konzerne müssen aber ebenso die Nutzungsrechte auf meinetwegen die Lebenszeit des jeweiligen verantwortlichen Gesellschafters erwerben.
            Das System ist durchweg frei, nur dass der Boden eben erworben werden muss, den Faktor bildet dann nicht ein vermeintlicher Spekulationswert, sondern ein Zeitwert+Bodenwert, ob ich nun 100qm für ein Jahr kaufe, oder einen Tag wäre vollkommen egal, maximal aber auf Lebenszeit.
            Durch dieses System steigert man ebenfalls die Verantwortung der Menschen gegenüber dem Boden, heute wird mit Boden stiefmütterlich umgegangen, man lädt seinen Müll darauf ab und entsorgt noch schlimmere Dinge. Das könnte dann zwar auch noch passieren, doch dann würde es im Gegensatz zu heute auch jeden interessieren, denn jeder hat Interesse daran dass das auf Seinem Land nicht passiert, und ich schätze stark dass dann auch jeder Land besitzt, weil es nun mal ein allgemeines Bedürfniss des Menschen ist einen Platz in der Natur zu haben, Städte sind gut und schön, doch ins Grüne will jeder mal, durch den preiswerten marktgerechten Nutzungspreis kann sich auch jeder ein Bungalow im Grünen leisten, sofern er willens ist dafür zu arbeiten.
            Das schönste an diesem System ist dass durch die hohe Nutzungsdynamik aufgrund der gesetzten Zeitintervalle die Preise für Grund und Boden sinken, und in Relation zu dem BGE stehen. Spekulative Wahnsinnspreise auf Grund und Boden sind zwar theoretisch auch noch möglich, doch führen die dann durch das BGE zu keinerlei Form von Gentrifikation oder der Gleichen, weil jeder etwas davon hat.
            Das Kollektiv in Form aller Menschen die daran mitverdienen bildet nur einen Passiv, keinen Aktiv, aktiv ist und bleibt weiterhin das Individuum, und wenn das keinen Bedarf mehr an Land hat, dann gibts auch kein BGE.
            Ich schätze dass das Plan B zu viel mehr privatem „Besitz“ an Grund und Boden führen wird, nur dass diese Definition dann eine andere als heute ist, man ist kein postfeudaler Grundbesitzer der mit dem Land des Familienclans tun und lassen kann was man will, nur weil man das Nutzungsrecht ererbt hat, nein, man kann zwar immer noch damit tun und lassen was man will, aber dann hat man bitteschön dafür zu zahlen, durch die Verneinung der Erbfolge nimmt man dem Land seinen elitären Charakter, es wird ein Gebrauchsgegenstand.
            Darüber kann man sogar herleiten dass es aufgrund von Grund und Boden und nachfolgend den Immobilien nicht mehr zu Blasen kommen kann, da es kein „totes“ Kapital mehr sein kann dessen reiner Spekulationswert durch Optionen nach oben schnellt, die Optionen mag es dann immer noch geben, ich will sie nicht verbieten, doch ist der Grund und Boden und die Immobilien dann aktives Kapital, durch die Zeitbindung und den dadurch entstehenden Druck verdammt dazu im HIER und JETZT Geld zu verdienen.
            Damit wäre auch Problemen Vorschub gegeben die man heute in China, Spanien, oder gar bei uns beobachten kann, die bauen da Wohnraum für dutzende Millionen Menschen, und keiner kann ihn nutzen, dabei leben in all diesen Ländern Menschen auf der Straße.
            Dass ist nur möglich weil die Hedge- und Privat Acquity Fonds den Boden bis zum Sankt-Nimmerleinstag erworben haben, durch den zeitlichen Druck der aber im Plan B entsteht, reicht die Spekulation nicht mehr aus, dann müssen sie tatsächliche Gewinne erzielen, und die Karten auf den Tischen legen, eine ode an die Realökonomie, und einen Schlag gegen die Finanzökonomie.

            Nein, die damit verbundene Vorstellung ist ökonomisch gesehen der reine Wahnsinn, sicher, es ist etwas vollkommen neues, aber so oder ähnlich stell ich mir einen freien Markt vor.

          • Hermann sagt:

            @Clemenceau

            „“ich mein wenn ich da auf und mit meinem Land arbeite und 10% meines erarbeiteten abgebe, dann hab ich immer noch 90%, 90% mehr als nichts zu haben.
            Die 10% die ich abgebe kommen sowieso anteilig zu mir zurück; da die Netto-Empfänger am Markt, die besten Güter nachfragen, die ich mir sicher bin herzustellen.““

            Warum nicht 90% abgeben. 10% ist doch auch besser als nichts zu haben. Und dann kommen doch die 90% zurück. Traumhaft.
            Es geht auch mit 99%. 1% zu besitzen ist besser als nichts……..

            Das gefällt mir aber nicht. 0% Zwangsabgabe gefällt mir.
            Wer mehr weggeben will möge das FREIWILLIG tun. Es geht ohne Zwang.

            Als Waldbesitzer möchte ich auch noch deutlich widersprechen. Ich lade in meinem Wald keinen Müll ab. Das machen aber Mitmenschen, denen mein Wald nicht gehört. Gestern beim Spaziergang durfte ich im Straßengraben (gehört übrigens uns allen 🙂 – Bundesstrasse) mal wieder bewundern wie einige Kollektivbesitzer mit ihrem „Kollektiveigentum“ umgehen.

            Übrigens, die entsorgten Lebensbäume und Gartenabfälle, welche ich regelmäßig in meinem Wald finde, stammen sicherlich von Gartenbesitzern. Soviel zur Theorie, das Menschen mit Eigentum an Grund und Boden mit fremden Eigentum oder mit „kollektivem“ Eigentum pfleglich umgehen.
            Soweit zum realistischen Menschenbild.

            Wie kaufe ich ein Stück Land auf Lebenszeit, wenn ich die Glaskugel verlegt habe, in der steht wie alt ich werde? Wieso sollte ich an einem langfristigem Eigentum an Grund und Boden dann überhaupt interessiert sein? Geld für das Anplanzen von Bäumen ausgeben? Wieso das denn? Wenn ich überraschend sterbe hätten noch nicht einmal meinen Erben was davon.
            Meine Eltern haben Ihren Bauerhof auf meinen Bruder überschrieben, er wird sie dafür im Alter pflegen und versorgen. Mit Plan-B wird sowas zur Märchenstunde zählen, weil nicht mehr möglich.

            Aber was habe ich jetzt vom Plan-B für mich Waldbesitzer gelernt? Ich würde also kurz vor meinem Tod den Wald absägen, das Holz oder die Erlöse meinen Erben schenken. Dafür gibt es dann bestimmt eine Behörde, wo ich das Anmelden muß. Und die es mir dann doch verbietet. Abgeholzter Grund und abgeholzter Boden würden sonst nach meinem Tod in Kollektivbesitz übergehen. Oder kauft mir das Kollektiv den Wald doch besser vorher ab? Aber zu welchem Preis? Es gibt dann ja nur einen möglichen Käufer – das Kollektiv. Diese geringe Nachfrage ist aber nun wirklich ganz schlecht für mein Geschäft. Oder darf ich auch an Rußland verkaufen? Sicherlich nicht, anderes Kollektiv.
            Plan-B heißt also, nach mir die Sintflut. Hab ich es richtig formuliert?
            Das mit dem Wald ist jetzt aber schon ein blödes Beispiel, warum wachsen die Bäume auch so langsam? Die können doch glatt älter als zehn Menschen nacheinander werden.
            Ich denke, Sie standen auch schon mal vor einem 500 Jahre alten Baum. Ich freue mich, dass in der Vergangenheit keine künstliche Not zur produktiven Nutzung eines Waldes aufgebaut wurde.
            Aber eines wird auch hier wieder deutlich. Jedes kollektivistische System findet den Weg zum Gedanken: „Nach mir die Sintflut“. Sparen, Werte über Generationen schaffen lohnt sich dann nicht.
            Unternehmen mit mehreren 100.000 Gesellschaftern (Aktionäre der Dax-Firmen) werden nur noch vom Kollektiv Grund und Boden anmieten. Aber zu welchem Preis und für wie lange? Wer glaubt denn da, dass mit dem Grund und Boden, welcher dann eben gerade keinen bilanziellen Wert mehr hat werterhaltend umgegangen wird?
            Das Kollektiv wird vorschreiben wie genutzt werden darf. Das Kollektiv. Das Kollektiv. Das Kollektiv…. Freiheit? Kollektiv und Freiheit geht in meinem Science-Fiction verseuchten Kopf einfach nicht zusammen und werde mich jeder Assimilation durch das Plan-B(org) Kollektiv widersetzen.
            Mit den Grundsteuerzahlungen werde ich mal an die Plan-B-Gesellschaft denken. Ein bißchen Plan-B haben wird doch schon.
            Und das Grund und Boden so was ganz besonderes ist, ist ein Gott-Glaube. Der liebe Gott hat es allen Menschen gegeben. Dem Kollektiv. Ich glaube aber auch nicht an Gott. Ich habe mir den Laptop gekauft, er gehört mir. Ich habe mir den Wald gekauft. Er gehört mir. Die Bäume gehören mir und das dunkle Zeug darunter auch. Ziemlich untrennbar miteinander verwachsen.
            Ich nehme mir die Freiheit diese Diskussion zu beenden, ich teile die Auffassung in tausend Jahren nicht, dass ein Kollektiv mir ein Eigentumsrecht schützt. Die Besitzer von Grund und Boden müssen das selbst tun. Jeder für sich. Oder mit einer Firma.
            Das heutige System beschützt mich als Besitzer nicht. Es beutet mich mit der Grundsteuer aus. Wenn ich die nicht mehr bezahle, zeigt der Staat was er von Besitzrechten hält. Plan-B ist nichts anderes. Nur eine neue bunte Verpackung für Ausbeutung und Zwang.

          • Clemenceau sagt:

            „Mit Plan-B wird sowas zur Märchenstunde zählen, weil nicht mehr möglich!“

            Wieso, ihr Bruder kann doch nach dem Tod der Eltern gern als erster auch wieder zugreifen, man kann ihm ja sogar ein Vorkaufsrecht einräumen.
            Zudem ist es auch kein Argument wenn sie nicht wissen wie lang sie leben, sie können ja den Zeitintervall in dem sie es nutzen wollen, und als ihren „Besitz“ verbriefen, gern so lang festlegen wie sie wollen, und wenn es nur ein Tag oder ein Jahr ist.
            Zudem ist es auch falsch wenn sie sagen sie müssten anmelden wenn sie ihren Wald fällen, die Plan B Gesellschaft ist frei, da müssen Sie rein gar nix anmelden, sie können auch verkaufen wohin sie wollen, wie gesagt, das Kollektiv ist der Passiv, nur dem Boden gegenüber gerechtfertigt und geschuldet.
            Ich denke wenn man das gesamtgesellschaftliche Kollektiv von heute abschafft, dann treten nur andere Kollektive an deren Stelle, beispeilsweise Sicherheitsfirmen, von denen sie sprechen, diese werden sich dann schon Nachfrage verschaffen in dem sie künstlich welche durch Unfrieden schaffen, ob dass nun eine Wach und Schließgesellschaft oder das Kollektiv der Waffenproduzenten ist, die zünden dann mal so ganz nebenbei ihre Scheune an, wenn sie nicht mehr genug Absatz haben, weil die Menschheit vielleicht zu friedlich ist, künstliche Nachfrage zu schaffen ist so alt wie die Märkte selbst, ob mich nun die SPD offensichtlich regiert, oder die „Sicherheitsindustrie“ durch künstlichen Angst und Schrekcen sei dahingestellt.

            Und ihr ständiges wettern gegen das gesellschaftliche Kollektiv ist ebenso lächerlich, das Kollektiv ist wie gesagt passiv, es würde sie nicht mal von ihrem Land vertreiben wenn sie dafür nicht zahlen, sie hätten dann nur keine Rechtssicherheit mehr, und müssten sich eben mit denen die sie dann dort belästigen prügeln, das Recht des Stärkeren mal wieder.
            Das Kollektiv könnten sie sogar frei wählen, welchem sie sich anschließen, an sich ist es ja nur eine sicherheitsrelevante Institution, wenn sie meinen für ihre Sicherheit selber gerade stehen zu können, dann machen sie doch, doch dass ist dann irg.wann teuerer als würden sie sich einem Kollektiv anschließen, und darum gehts, das Kollektiv ermöglich bis zu einem bestimmten Grad Kostenminimierung, sie haben die freie Wahl ob hinter dem Eigentumsdeklaration „Besitz“ nur sie und ihre Familie stehen, oder ihre ganze Gemeinde als solches.

        • Marius sagt:

          Ein Wirtschaftssystem kann auch ohne Kredite funktionieren, aber mit Krediten geht es leichter. Der, der den Kredit vergibt, bekommt dafür eine Prämie, dass er ins Risiko geht und zeitweise auf Konsum verzichtet. Der, der das Geld leiht, bekommt die Möglichkeit seine Vorhaben leichter in die Tat umzusetzen. Der Zins sorgt dafür, dass das Geld in die richtigen Projekte fließt. Niemand will inflationäres Geld, weil es eben an Wert verliert. Geld zu besitzen, das einen stabilen wert hat, ist für alle Geldbesitzer am attraktivsten. einen Kredit aufzunehmen ist kein Widerspruch zum Eigennutz-Prinzip, sondern die Konsequenz. So kommen beide schneller an ihr Ziel. Inflation durch aufgezwungenes Geld ist der Teufel. Inflation durch frei gewähltes Geld ist ein Ärgernis. Inflation vernichtet Jobs. Und nicht das stabile Geld verschwindet vom Markt, weil es nicht zurück gezahlt wird, sondern die Unternehmen, die den Kredit nicht bedienen, verschwinden. Inflation und Zins bedingen einander. Das zu trennen wird schwierig. Und man kann das auch nicht unabhängig voneinander betrachten.

          • Clemenceau sagt:

            Ich verweise auch hier wieder auf das Greshamsche Gesetz.

            Ich schließe mit ihnen eine Wette, ein freier Markt auf dem die Konsumenten die Berührungsängste voreinander verlieren, weil sie miteinander handeln, macht wertstabiles Geld zu einem schönen Dekogegenstand, weil der Reiz es zu beahalten viel größer ist, als es auszugeben.

            Eins noch, Bretton-Woods ist aus ganz objektiven Gründen gescheitert, im Sinne des kritischen Rationalismus können sie das deduktiv herleiten, der Goldstandard war zu unflexibel die internationale Politik der USA zu stützen, das zeigt inwiefern Karl Popper recht hatte, als er von „geschlossenen“ im Endeffekt nicht überlebensfähigen Systemem sprach.

          • Hermann Messmer sagt:

            Wer sein Geld horten und behalten will soll das tun. Am Ende des Lebens kann er es mit ins Grab nehmen oder an seine Kinder weitergeben. Kein Problem. Wenn zu wenig Geld in einer freien Gesellschaft da ist, wird der freie Markt ein anderes Geld schaffen. Wenn Sie alles Gold unter Ihrer Matratze haben, na und? Wir werden dann mit Silber oder Bitcoins oder anderen Zertifikaten unsere Tauschvorgänge schaffen. Gold wird im Wettbewerb zu Silber, zu BitCoins, zu Plan-B-Scheinen ….. stehen. Der Markt wird gebraucht, die Politik wird nicht gebraucht.

          • Clemenceau sagt:

            Da gehe ich voll mit.

          • Marius sagt:

            Bretton- Woods ist gerade daran gescheitert, dass der Dollar ein Monopol hatte. Der Mensch konsumiert lieber heute als morgen, das ist auch ein Grund, wieso es Zinsen gibt. Deswegen wir der das Geld ausgeben. Zumal der Mensch essen und trinken muss und nicht darum herum kommen wird, sein Geld auszugeben. Und wenn er sen Geld lieber zur Bank bringt, statt es auszugeben, dann verleiht die Bank das Geld an ein Unternehmen, dass so investiert, Arbeitsplätze schafft und eine Nachfrage erzeugt. Ich halte ihre Wette.

          • Clemenceau sagt:

            Sie beschreiben gut und genau, was an dem von ihnen beschriebenen „positiven“ Zins, nicht mit unserer menschlichen- und der Natur allgemein zu vereinbaren ist.
            Geld ist eben nur eine Besitzdeklaration, der verbriefte Anspruch, es verbrieft Dinge die wir besitzen können, und es bekommt durch die Gesellschaft seine Gültigkeit verliehen.
            Es selbst, als Subjekt, zum individuellen Besitz zu erklären, ist der Ursprung aller Monopole die es auf diesem Planeten gibt, und die die Natur nicht kennt.
            Denn wenn die Gesellschaft für das Geld bürgt, bekommt der Geldbesitzer das persönliche Monopol Geld zu verwässern, wenn auch nur indirekt, er hat ja die Garantie gewinnbringend zu verleihen, der Staat garantiert ihm dass durch die Emission von Staatsanleihen. Eine Garantie auf Gewinn zu geben, ist für mich schon der erste moralische Fehler, denn es entkoppelt sich von vornherein den Rythmen der Realökonomie, die mit nichten immer einen Gewinn vorweisen kann, die Emission von Staatsanleihen garantiert dann noch die Privatsierung von Gewinnen, und der Verschuldung der Gesellschaft, die partikularen Interessen die das zu verantworten haben, leben dann schon Jahrhunderte lang in dem Wissen nie produktuiv arbeiten zu müssen, und immer in den Genüssen zu schwelgen die ihnen diese zinsversklavte Gesellschaft erarbeitet, der Staat ist für sie nur ein Mittel zum Zweck, er ist das Instrument dass das alles am Ende auch ordentlich und ungerecht abläuft, er ist Garant für die ständige Enteignung des abreitenden Individuums, WENN IN DIESER WELT JEMAND ÜBER SEINE KOSTEN LEBT, DANN SIND ES DIESE KREISE.
            Das neoliberale Dogma, was diese Kreise in unverschämter Weise noch viel reicher macht, zeigt nur eins, dass ihre Gier unglaublich ist, das vorher schon zu ihren Gunsten funktionierende Bretton-Woods System, mit den in den westlichen Staaten eingerichteten Mechanismen der „Großen Kompression“, war ihnen ein Gräuel, weil es die ihnen zufließenden Kapitalmassen verringerte, und somit deren Anwartschaften auf die Zukunft unschön nach unten hin relativierte, die waren immer noch reicher als alle anderen, hatten aber Angst das arbeitende Menschen mal reicher als sie selbst werden würden. Menschen die sich durch arme Arbeitslose angeekelt fühlen, und dabei nicht der Bigottie verfallen wollen, sollten die reichen Arbeitslosen noch viel eklicher finden, da die bei ihnen noch um einiges mehr schmarotzen.
            Daher mein Vorschlag, keinerlei garantierte Gewinne mehr, durch ein vollkommmen marktbasiertes Wirtschaftssystem, Beseitigung des Geldmonopols durch fließendes Geld, was einzig und allein zu Gunsten des gesamt gesellschaftlichen Kollektivs funktiuoniert, und in dem nicht das Kollektiv zu seinem eigenen Schalk hin Bürge für private Kapitalrenten ist.
            So, und neben dem der Gesellschaft als Zahlungsmittel verodneten fließendem Geld, was KEIN gesetzliches Zahlungsmittel mehr sein darf, und nur noch dem absoluten Vertrauen seiner Nutzer obliegt, sollen sich doch noch viele viele andere Komplementärwährungen bilden, Gold, Irrdium, Palladium, und weiss der Geier was noch.
            Diese Vielseitigkeit wäre ein Segen für alle, dadurch würde die Ökonomie endlich wieder ihrer wahren Bestimmung zugeführt, und zwar die Bedürfnisse der in ihr wirtschftenden zu stillen, anstatt Geld schäffeln zum Selbstzweck zu erfklären.

  7. walter sagt:

    @hermann – wer gibt dir das recht jenes land dein eigen zu nennen? du kannst es nutzen oder nicht, ja! aber wenn ich dein land will, dann bekomme ich es!

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