FwF Peter

Vielen von uns sind die Missstände in unserer Gesellschaftsordnung bewusst. Auf der Suche nach Lösungen greifen sie aber immer wieder reflexhaft zur Politik. Politische Lösungswege scheinen für sie tatsächlich „alternativlos“ zu sein. Aber sind sie es wirklich? Oder sind sie sogar kontraproduktiv? In diesem Beitrag sind einige grundlegende Mechanismen und Funktionen unserer Gesellschaftsordnung zusammengefasst, die politische Lösungswege in ein anderes, vielleicht unbekanntes und verstörendes Licht rücken und gleichzeitig neue Perspektiven für unpolitische alternative Lösungen eröffnen.

 

 

Das Spiel nach den Spielregeln des Systems dient zuerst dem Selbsterhalt des Systems

Ein Kampf gegen das „System“ mit den Mitteln, die das „System“ selbst bereitstellt, ist von vorneherein verloren. Der Primärzweck eines „Systems“ ist dessen Selbsterhalt. Alle Lösungswege, die das „System“ bereitstellt, dienen zuerst diesem Zweck. Wer ein Spiel spielen will, spielt es nach den Spielregeln, die das Spiel vorgibt. Diese Spielregeln dienen dazu, das Spiel am Leben zu erhalten, also den Fortgang des Spiels sicherzustellen. Sie dienen also nicht dazu, das Spiel vorzeitig abzubrechen oder ganz loszuwerden, sondern im Gegenteil. Das Spiel selbst aushebeln zu wollen, indem dessen eigene Spielregeln benutzt werden, ist aussichtslos.

Ein solcher Plan ist genau so zum Scheitern verurteilt wie der Versuch, eine Spielbank zu sprengen. Die Spielregeln in einem Casino sind von Beginn an vollkommen klar. Das Ergebnis ist vorhersehbar: Die Bank gewinnt immer. Die Spielregeln sind natürlich so gestaltet, dass die Mitspieler ständig in der trügerischen Hoffnung gehalten werden, irgendwann den Hauptgewinn zu ziehen. Der Versuch, die Spielregeln zu seinen Gunsten zu beeinflussen, wird mit Hausverbot beantwortet. Dieses wird mit Gewalt durchgesetzt: Wer sich nicht daran hält, wird rausgeworfen und bei Gegenwehr zusammengeschlagen und rausgetragen. Dank schlauer List kann durchaus einmal der äußerst seltene Fall eines größeren Gewinns eintreten. Aber die vom Spiel erzeugte und geförderte Spielsucht sorgt schnell wieder dafür, dass der Gewinn an die Bank zurückgeht. Viele Spieler, die kurzfristig zu großen Gewinnen gekommen waren, sind kurze Zeit später wieder vollständig verarmt.

Der Staat hat große Ähnlichkeit mit einem Casino. Sein Spiel heißt nicht Roulette oder Black Jack, sondern es heißt Politik. Zu den Spielregeln der Politik zählen alle politischen Aktivitäten wie zum Beispiel die Teilnahme an Wahlen, die Unterzeichnung von Petitionen, die Teilnahme an Demonstrationen, parteipolitisches Engagement oder die Gründung einer Partei. Am Ende läuft es wie im Casino. Ist der Bestand des Staates und der Politik gefährdet, heißt es statt Hausverbot einfach zum Beispiel Berichterstattungsverbot in den Redaktionen, Parteienverbot, Platzverweis oder Gefängnis und bei Ungehorsam wird zusammengeschlagen und weggetragen. Letzteres erledigt dann nicht der private Sicherheitsdienst, sondern die Staatspolizei.

Wenn also die Wahl besteht politisch aktiv zu werden oder nicht, muss die Frage gestattet sein, was politische Aktivität vor diesem Hintergrund bringen soll und ob sie nicht mit ziemlicher Sicherheit zum genauen Gegenteil des gewünschten Ergebnisses führen wird.

Konzentration auf die Ursachen, nicht auf die Symptome

Es bringt nichts, die Auswirkungen bzw. die Symptome des Systems zu bekämpfen. Das wäre als würde man sämtliche Kirchen zerstören, um die Religion loszuwerden. Der Effekt wäre, dass sofort neue Kirchen gebaut würden, die doppelt so hoch sind und doppelt so dicke Mauern haben. Die Alternative ist, an die eigentlichen Ursachen zu gehen. Das ist im Fall der Religion der Glaube der Menschen an etwas Irrationales, an irgendein höheres Wesen und dessen Allmacht. Nicht mit Kampf und Zerstörung wurde die Macht der Religion in unseren Breiten schließlich gebrochen, sondern durch das Hinterfragen und Widerlegen des irrationalen Glaubens mit Mitteln der Rationalität.

Ebenso ist es mit der Macht von Staat und Politik. Diese speist sich aus dem irrationalen Glauben, dass es gut sei, Gewalt gegen friedliche Menschen einzusetzen. Nicht im persönlichen Umfeld, wohl aber in größeren gesellschaftlichen Maßstäben mittels Gesetzen und Vorschriften.

Jemand, der beispielsweise einer reich aussehenden Frau ein Messer an den Hals setzt, um ihr 10 Euro abzuknöpfen und diese einem Penner zu schenken, ist ein Verbrecher. Wenn aber genau die gleiche Tat von einem Politiker an Millionen von Menschen begangen wird – mit Hilfe von absurden politischen Ritualen, von Gesetzen und einer Polizei – dann wird aus dem Verbrechen plötzlich eine „rechtmäßige gute Tat“. Und das obwohl es sich dabei um einen eklatanten Verstoß gegen ein universelles Prinzip handelt: was im Kleinen gilt, gilt auch im Großen.

Aktivitäten gegen „das System“ sollten sich daher nicht gegen die Symptome richten, sondern gegen den irrationalen Glauben daran, dass es gut und gerechtfertigt sei, Gewalt gegen friedliche Menschen einzusetzen. Erst durch diesen weit verbreiteten Glauben entstehen die Symptome.

Das richtige Mittel gegen falsche Ideen sind richtige Ideen

Der physische Kampf gegen falsche Ideen ist aussichtslos, da sich dadurch die falschen Ideen nur noch weiter in die Menschen hineinfressen. Gewalt gegen Gläubige einzusetzen, ist ein ziemlich sicherer Weg, deren Glauben noch um ein Vielfaches weiter zu verstärken. Eine gewaltsame Revolution, wie sie von vielen Aktivisten gefordert wird, beseitigt die Symptome zwar kurzfristig, aber nach einiger Zeit kehren sie mit einem Vielfachen ihrer zerstörerischen Kraft zurück.

Falsche Ideen können nur mit richtigen Ideen erfolgreich bekämpft werden. Die falsche Idee ist, dass Gewalt gegen friedliche Menschen gerechtfertigt und gut sei, solange sie nur von genug absurdem politischen Theater und genug abstrakten Konzepten begleitet sind. Abstrakte Konzepte wie Gesellschaft, Gemeinwohl, Demokratie, Volk, Gesellschaftsvertrag usw. – alles was man nicht anfassen kann und nur dazu dient, die individuelle persönliche Verantwortung für alle Handlungen so lange zu verdünnen, bis ein Freibrief für totale verantwortungslose Willkür besteht. Wie viele Kriege, Genozide, Massenmorde und Folterungen wurden in der Geschichte bereits „im Namen des Volkes, im Namen der Gesellschaft, des Gemeinwohls oder auch der Demokratie“ begangen? Und wie viele sind es, die nur aus persönlichem Interesse von Individuen begangen wurden?

Die Macht falscher Ideen kann durch zwei Wege gebrochen werden, die sich ergänzen: Erstens können falsche Ideen durch richtige Ideen immer und immer wieder hinterfragt werden. Ihre logischen Widersprüche können immer wieder offengelegt werden, bis der fest verinnerlichte Glaube an diese falschen Ideen anfängt, Risse zu bekommen, zu zerbröseln und in sich zusammenzubrechen. Das ist bei der Religion passiert, als sie mit den Naturwissenschaften konfrontiert wurde.

Zweitens können richtige Ideen vorgelebt werden. Menschen beginnen eher damit, sich von falschen Ideen zu lösen, wenn sie andere Menschen sehen, die ihr Leben an richtigen Ideen ausrichten. Wenn Eltern beispielsweise sehr viel Stress und Gewaltprobleme mit ihren Kindern haben, so ändern sie sich am ehesten, wenn sie mit anderen Eltern in Kontakt kommen, die einen spielerisch leichten, friedlichen und stressfreien Umgang mit ihren Kindern pflegen. Wenn ein Beamter oder Konzernsklave wochentags durch die Hölle geht, so ändert er sich am ehesten, wenn er mit einem erfolgreichen Self-made-Unternehmer in Kontakt ist, der vor Energie und Lebensfreude nur so sprüht und ihn mit seiner Begeisterung ansteckt.

Beide Wege ergänzen und verstärken sich gegenseitig. Zerbröseln bei einem Menschen lang gepflegte falsche Ideen und Glaubenssätze, so zerbröselt auch das, was ihm bisher Halt gegeben hat. Er sucht instinktiv wieder nach etwas, was ihm wieder Zuversicht und Hoffnung geben kann. An dieser Stelle entwickeln vorgelebte richtige Ideen eine kraftvolle Wirkung und verstärken ihrerseits das Aushöhlen und den Zusammenbruch der falschen Ideen.

Von innen nach außen statt von unten nach oben

Das „System“ entfaltet seine versklavende Wirkung nicht von oben nach unten, sondern in horizontaler Richtung. Die Affen an der Spitze sind irrelevant. Genau so irrelevant und aussichtslos in Hinblick auf ein friedlicheres Zusammenleben der Menschen ist es beispielsweise, auf politischem Weg von unten nach oben zum neuen Oberaffen werden zu wollen und einfach auszublenden, dass die eigentliche Macht nicht vom Oberaffen ausgeht, sondern von denen, die von ihm beherrscht werden.

Es waren noch nie die Päpste und Bischöfe, die unter großer persönlicher Aufopferung die Kathedralen und Tempel errichteten und im Namen Gottes in die Kriege gezogen sind. Es waren immer deren Schafe, die falschen Ideen aufgesessen sind und sich deshalb selbst und ihresgleichen unterdrückt und geopfert haben.

Übertragen auf das politische System ist es entsprechend aussichtslos, eine Partei wählen oder gründen zu wollen, um die Macht der Politik einzuschränken oder sie sogar ganz abzuschaffen. Das geht mit ziemlicher Sicherheit schief und hinterlässt eine Reihe von Kollateralschäden. Es bedeutet, zuerst sich selbst und dann mit hoher Wahrscheinlichkeit sein gesamtes persönliches Umfeld dafür aufzuopfern. Mit dem bedauernswerten Ergebnis, das System nur noch weiter gestärkt zu haben.

Das Individuum ist der Ausgangspunkt, nicht das Kollektiv

Es gilt, zuerst im eigenen Verstand aufzuräumen, falsche Ideen, Glaubenssätze und Prinzipien zu identifizieren, zu hinterfragen und schließlich endgültig über Bord zu werfen und durch richtige Ideen zu ersetzen. Anschließend gilt es, sie selbst in die Tat umzusetzen und selbst zu leben. Nur so entfalten sie wahre Kraft. Erst dann ist es sinnvoll und erfolgversprechend, die Grenze zwischen innen und außen zu überschreiten und andere Menschen im persönlichen Umfeld für die richtigen Ideen zu begeistern.

An dieser Stelle ist es aussichtslos, irgendwen überzeugen zu wollen. Ein Mensch kann einen anderen nicht von etwas überzeugen. Und ein Mensch kann erst recht nicht eine ganze Gruppe oder ein ganzes Volk überzeugen. Ein Mensch kann sich nur selbst von etwas überzeugen. Das setzt voraus, dass er ein Interesse daran hat, sich selbst zu überzeugen.

Die Herausforderung ist also nicht, andere Menschen oder Gruppen zu überzeugen, sondern bei Einzelnen Interesse zu wecken. Erst wenn einzelne Menschen aus dem direkten persönlichen Umfeld von sich aus mehr wissen wollen – entweder weil sie bei ihren eigenen Glaubenssätzen ein Störgefühl bekommen haben oder weil sie sich darüber wundern, wie ein anderer, dem sie vertrauen, erfolgreich nach Prinzipien lebt, die ihre eigenen Glaubenssätze auf den Kopf stellen – erst dann ist es Zeit, mit ihnen über die richtigen Ideen zu sprechen.

Anders als sämtliche politischen Lösungsversuche hängt das alles nicht von anderen Personen ab und auch nicht von unzähligen unbekannten abstrakten und unkontrollierbaren Variablen. Es kommt nur auf dich selbst an.

Der Zeitpunkt zu Handeln liegt deshalb auch nicht in einer unbestimmten Zukunft, sondern er ist jetzt sofort.

 

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Artikelfoto: Sanctuary photography

 

 

 

 

 

 

47 Responses to Der Mythos der politischen Alternativlosigkeit

  1. joern hartwig sagt:

    Also mehr so Richtung „erwachen“ innerhalb des Systems fördern?
    Ist vermutlich die Einzige Möglichkeit – wie bei der Metapher von der Raupe.
    Erst verpuppen, dann wie wir zu Imago Zellen werden, entweder dabei draufgehen oder Cluster bilden, Cluster vernetzen…und schließlich Schmetterling werden.
    Was wohl einen Paradigmenwechsel in der Gesellschaft darstellen soll.
    Da dieser Vorgang natürlich abläuft gibt es auch viele Sackgassen. (Welche wird sich zeigen…)
    Aber das ist ja wohl gerade der Spaß – eigene Wege finden und Cluster seiner Wahl unterstützen..einige werden sich durchsetzen.

    Schöner Artikel, zu viele sagen wirklich immer noch „wenn du was ändern willst, geh doch in die Politik“ – der Durchblick kommt auf andere Art und Weise…vielleicht auch gerade durch den Druck den das System ausübt. Wie du ja auch über Religionen schreibst – bekämpft man sie macht man sie stärker…
    Vielleicht klappt das ja auch bei der Selbstbestimmung;)

  2. Glückwunsch! Ein erfreulich guter Artikel mit einer hervorragenden Analyse der Verhältnisse und guten Analogien.

  3. Ben sagt:

    , daß er obigen Artikel ohne Einwände unterschrieben hat 🙂

  4. Goku sagt:

    mmh, seit vier Jahren suche ich verzweifelt eine Partei um etwas zu ändern.
    Vielleicht sollte ich den Ansatz wirklich überdenken, da der Vergleich mit der Religion schon treffend ist.

    Ich bin ja auch keiner Sekte beigetreten um der katholischen Kirche „zu schaden“.
    Ich bin einfach ausgetreten.

    • Hermann sagt:

      Lieber Peter, vielen Dank für die klare und einwandfreie Argumentation.

      Hallo Goku, das war der allerschönste Kommentar und ein ganz tolle Würdigung des Artikels.

      “ ….. Ich bin einfach ausgetreten.“

      Vier magische Worte! Ich liebe diesen Satz von Dir.

      Liebe Grüße
      Hermann

  5. nlen sagt:

    Der Artikel spiegelt fast genau meine Meinung wieder. Aber:

    „Nicht mit Kampf und Zerstörung wurde die Macht der Religion in unseren Breiten schließlich gebrochen, sondern durch das Hinterfragen und Widerlegen des irrationalen Glaubens mit Mitteln der Rationalität.“

    Ich glaube nicht, dass die Macht der Religion oder eine andere wirklich gebrochen sei. Die Macht selbst ist ja nur in andere falsche Hände gekommen. Ob eine „Aufklärung“ im Bereich der Kirchen funktioniert haben soll, kann ich nicht erkennen. Ich bin mir aber sicher, dass die heutigen Kirchgänger ähnlich resistent für Fakten sind wie das früher vielleicht mal war.

    • FwF-sandman sagt:

      „Ich glaube nicht, dass die Macht der Religion oder eine andere wirklich gebrochen sei.“

      Ich würde Dir insofern zustimmen, als dass das Wort „gebrochen“ wohl zu endgültig und in dem Zusammenhang voreilig ist.
      Das Wort „geschwächt“ wäre sicherlich zutreffende. Vergleichen wir die Macht der Kirche (Herrscher von Gottes Gnaden, Inquisition) im Mittelalter mit der heutigen Macht der Kirche, muss man anerkennen, dass die Aufklärung sie zurückgedrängt hat.
      Ebenso ist es in moralischer Betrachtung. Noch vor 100 Jahren war es kein Problem, seiner Frau ein paar an die Ohren zu hauen, wenn das Essen nicht schmeckte und es dann in der Kneipe zu erzählen. Heute wäre das undenkbar. Das Schlagen von Kindern entwickelt sich ähnlich. Sklaverei ist geächtet.

      Also der Trend ist meiner Meinung nach positiv. Würdest Du mir da zustimmen?

      • nlen sagt:

        Das halte ich für eine falsche Annahme. Sicher hat der Klerus an Macht verloren wie das Feudalsystem ja auch beseitigt wurde. Aber das hat ja nichts mit Einsicht zu tun. Die Kirchgänger sind nach wie vor die selben Spießer. Die Macht hat dann zuerst der Polizeistaat, später der Zentralstaat übernommen.

        • FwF-sandman sagt:

          Die Kirchgänger von heute würden aber keiner Verbrennung rothaariger Frauen mehr zustimmen, die sich mit Kräutern auskennen, richtig?
          Der Mythos „Gott“ hat nicht mehr die Macht wie früher, auch nicht für spießige Kirchgänger.

          Natürlich hast Du recht mit dem Zentralstaat. Trotzdem bedeutet es ja nicht, dass das für immer so bleiben muss.

          Irgendwann werden sich die Menschen auch von Dingen abwenden, die sie heute noch als normal und richtig ansehen.

          • nlen sagt:

            Erstmal waren das so viele nicht, die Verbrennung befürwortet haben. Das war ja kein Lynchen des Mobs, sondern ging einen dienstlichen legalen Weg.
            Und dann ist es sicherlich so, dass diese heutigen Spießer andere Möglichkeiten haben, sich gewaltmäßig auszuleben, z.B. in Unterstützung irgendwelcher Lobbys, US- und Nato-Einsätze oder Öko-Umverteilung.

          • FwF-sandman sagt:

            Da hast Du sicherlich recht. Die Befürwortung oder zumindest die Billigung initiierender Gewalt ist immer noch existent. Vielleicht hat sie sich in eine weniger offensichtliche Art gewandelt, aber vorhanden ist sie noch. Die offensichtliche Art wird aber stärker abgelehnt als früher (Sklaverei).

            Uns bleibt also nichts weiter übrig, als scheinbar gegen Windmühlen zu kämpfen.

          • nlen sagt:

            „Die offensichtliche Art wird aber stärker abgelehnt als früher (Sklaverei).“

            Das würde heißen, Sklaverei sei populär gewesen. Das glaube ich nicht. Sklaverei war legalisiert. Die Befreiung von Sklaven dagegen nicht, sonst wäre das gemacht worden.

          • FwF-sandman sagt:

            Nein, das meine ich anders. Früher war die Sklaverei legalisiert und von der Bevölkerung als „normal“ empfunden. Ich rede jetzt nicht nur von Amerika, sondern auch z.B. vom römischen Reich.

            Würde sich heute ein Parlamentarier im Bundestag hinstellen und die Wierdereinführung der Sklaverei fordern, könnte er sich einsargen. Die Medien würden Amok laufen und ihn schlachten.

            Diesen Unterschied meine ich.

            Ich habe gar nicht vor, alle Menschen oder irgendeine Mehrheit „aufzuklären“. Wenn das funktionieren würde, wären wir längst frei.

            Stattdessen bin ich der Meinung, dass die RICHTIGEN Leute gewisse Erkenntnisse erlangen müssen, um bei sich bietender Gelegenheit den Mut zu haben, zu handeln.

          • isomorph sagt:

            Sklaverei war einst sehr populär. Zumindest bei den Sklaventreibern, ihren Angehörigen und allen sonst, die davon profitiert haben. Einstweilen gewiss auch bei der Mehrheit so mancher Gesellschaften, von denen so manche noch heute verherlicht wird.

            viva la Evolution

      • freedomforce sagt:

        Nö, solange es einen Doppelstandard gibt, der Männer zu kompostierbarer Biomasse erklärt und einer Frau fast zugejubelt wird, die ihren Mann öffentlich verprügelt, sehe ich noch keine Verbesserung.

        Sklaverei ist geächtet.

        Nein, man unterwirft sich seinen Herren nur anders, mit Kreuzchen und Nationalhymnen.

    • biggy sagt:

      Ich bin auch ausgetretenweil sich ein Bewußtseinswandel durch Erfahrung bei mirvollzogen hat.Aber diese vielen alten Gläubigen ,die nichts Neues an sich ran lassen,von Angst beseelt…Wie lange soll das noch dauern bis sich ein Wandel in unserer Gesellschaft vollzieht?Der Artikel war sehr einleuchtend für mich u.logisch

  6. nlen sagt:

    „Die Herausforderung ist also … bei Einzelnen Interesse zu wecken.“

    Da schwingt immer noch der Aufklärungsgedanke mit.
    Herausforderung wozu?

    • FwF-sandman sagt:

      „Herausforderung wozu?“

      Ich würde sagen, sich die Frage zustellen, ob staatliche Bevormundung besser ist als Eigenverantwortung oder umgekehrt.
      Je mehr Menschen sich subjektiv für die Eigenverantwortung entscheiden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie den Etatismus nicht mehr nachfragen. Somit würde das System geschwächt.

      Ein großes übergeordnetes moralisches Ideal interessiert keinen.

      • nlen sagt:

        Wer nicht mal seinen Bruder oder seine eigene Mutter überzeugen kann, so geht es mir, der braucht mir nichts von „Je mehr Menschen“ und „Herausforderung“ erzählen.

        • FwF-sandman sagt:

          Es gibt viele Menschen, di nicht zu überzeugen sind, weil sie keinen persönlichen Nutzen aus diesem Erkenntnisgewinn ziehen können. Meine Eltern sind 62 und 68. Es ist eine Illusion zu glauben, ich könnte sie überzeugen, indem ich ihnen sage, dass staatliche Gewalt allgemein nicht zu rechtfertigen ist. Das interessiert die nämlich nicht. Was sie interessiert ist die Aussicht auf eine planbare Zukunft. Sie haben vielleicht noch 20 Jahre. Warum sollten sie die von mir gewünschte Veränderung überhaupt wollen? Ebenso ist es mit allen Leuten, die in irgendeiner Form vom Staat abhängig sind.
          Dann gibt es die Relativisten, die aufgrund psychologischer Blockaden Deinen Gedanken überhaupt nicht folgen können. Für sie gibt es gar keine Objektivität. Sie kannst Du auch nicht überzeugen.

          Es geht für uns darum, einen Samen in den Wind zu werfen, ohne zu wissen, wo er landet. Wir haben überhaupt keinen Einfluss darauf, ob und wo er irgendwann sprießt. Dennoch läuft ohne diesen Samen gar nichts.

          Ich habe in meinem Freundeskreis immerhin 2 Leute Auge in Auge überzeugt, dass eine Gesellschaft ohne Staat funktionieren könnte. Online mit Sicherheit mehr. Einige von Ihnen benutzen heute dieselben Argumente und helfen uns, Samen in den Wind zu werfen.

          Die Quote ist sicherlich gering, da gebe ich Dir recht.

          • nlen sagt:

            „Ich habe in meinem Freundeskreis immerhin 2 Leute Auge in Auge überzeugt, dass eine Gesellschaft ohne Staat funktionieren könnte. “

            Testfrage: Überzeugen die weiter andere (1) oder haben die das einfach nur von Dir so akzeptiert und hingenommen (2) ?
            Das bringt ja nur bei 1 was.

          • FwF-sandman sagt:

            Wichtige Frage. In meinem realen Freundeskreis habe ich diese Diskussion insgesamt mit 4 Personen geführt. Zu Beginn meiner Anarchozeit vor ca. 6 Jahren hatte ich einen Freund quasi bombardiert und somit förmlich totgequatscht. 🙂 Ergebnis: keinen Kontakt mehr.

            Bei einem anderen war ich dann vorsichtiger. Leider verlor er das Interesse. Wir verstehen uns nach wie vor gut.

            Vor einem Jahr hatte ich zwei Freunde zu Besuch und nach ein paar Flaschen Rotwein brauchte ich 3 Stunden um ihnen klarzumachen, warum Etatismus schlecht ist und wie man stattdessen zusammenleben könnte. Ich habe alle ihre Fragen zu ihrer Zufriedenheit beantwortet und sie haben mir zugestimmt. Sie fühlen sich in ihrem Leben sehr wohl, kommen gut zurecht, haben viel zu tun und kein Interesse, in irgendeiner Form aktiv zu werden.

            Somit ist Deine Frage absolut gerechtfertigt.

            Online hingegen sieht das anders aus. Ich kenne Leute, die wir maßgeblich beeinflusst haben und die heute selber aktive Ancaps sind.

            Die Schwierigkeit ist eben, nicht genau zu wissen, bei wem sich das Engagement lohnt. Trotzdem ist es meiner Meinung nach sinnvoll.

          • freedomforce sagt:

            Aber die Kinder, die Kinder. Zeuge selbst welche und in 300 Jahren ist der Etatismus beerdigt. GFK vorausgesetzt. Um das zu erleben, muss dein Körper mit einem Roboter verschmelzen, denn die maximale Lebenserwartung unter den heutigen Bedingungen liegt bei etwa 130 Jahren.

        • nebukadnezarin sagt:

          die Masse wartet so lange bis es ihr wieder richtig scheisse geht und sucht sich dann den typischen Rattenfänger……bäng.
          Wer ab einem gewissen Alter nicht realisiert hat das er von Idioten umgeben ist, ist selber Teil des Problems.

  7. F.iasko sagt:

    Vielen Dank Peter, ein sehr kraftvoller Text!

    Dieser Mythos wird uns gebetsmühleartig vorgetragen und eingetrichtert. Politik und Religion bedienen sich der gleichen Strukturen.

    Dieses System hetzt alle gegen einander auf, weil niemand weiss worüber wir uns einig sein könnten. Nach 9 Jahren psychologische Körperverletzung durch Schul -Terror sind die Leute orientierungslos gemacht worden mit System der Zerstörung oder Gott- Konzept. Dieses Konzept, dass wenige zu kennen scheinen ist vollstens dafür verantwortlich!

    So werden die Menschen (verbal) verblödet. Parallel wird alles nonverbal begleitet.

    Die Kurz- Geschichte der Menschen

    Eltern umgebracht. Alle Kinder über zwei Jahren umgebracht. Die Kinder wurden in Familien der Sieger versorgt. Manchmal hat man ihnen gesagt, sie seien die Kinder des Königs. So konnten sie in grossen Gruppen wohnen. War günstiger.

    Mit diesen Kindern wird ein trauriges Spiel gespielt. Sie bekommen keine Antwort. Sie sagen nur, mach dir keine Sorgen, wir kümmern uns darum. Und fast vergessen : Wie sind die GUTEN. Die anderen die BÖSEN.

    Die gut versteckten Kinderquäler- Comprachicos missbrauchen die Kinder als Biokomputer und billige Arbeitskraft. Die Kinder merken nichts. Die unschuldigen Kinder wissen nicht, dass sie in den Händen von gewissenlosen Psychopathen gelandet sind.

    Wenn die Kinder die kindlichen und eigenartigen Geschichten meist über Götter und Geister nicht verstehen sind sie die Bösen und alle reagieren gehässig auf Fragerei. So wird der Fragerei ein Ende gesetzt. Abgewürgt.

    Wenn ein Kind trotzdem Fragen stellt, was ganz natürlich ist, so wird es abgespiesen mit den Standard- Antworten. Andere Antworten werden nicht bereitgestellt:

    1. Das steht jetzt nicht im Lehrplan
    2. Das wirst du dann im Leben schon noch sehen (DROHUNG ?)
    3. Ich weiss nicht wovon du redest
    4. Wir können auch nicht alles wissen
    5. Da muss ich noch mal Mami oder wer auch immer fragen
    (ohne jemals eine Antwort zu liefern)
    6. Wenn ich es dir sage, dann kannst du ja später nichts mehr lernen
    7. Frag nicht so blöd usw.usf.

    Wenn die Kinder etwas sagen, dann bekommen sie die unwürdige und geistlose Antwort
    1. Ja, woher willst denn du das wissen
    2. Alles ist relativ
    3. Jeder sieht es ein bisschen anders
    4. Es gibt kein absolutes Wissen
    5. Wirklich?
    6. Da wären ja alle anderen Idioten

    Was auch regelmässig vorkommt ist Angsterzeugung aus dem Nichts, per Knopfdruck. Hauptsache herumgängeln, abwerten und verwirren.

    Nach neun Jahren Psycho- Stress- Terror und Unterwürfigkeitstraining in die HILFE in die Hilflosigkeit durch permanente ABWERTUNG der biologischen Natur des geistig gesunden Menschen, sind die Kinder „Zombies“, die sich leicht gegen „Feinde“ aller Art einsetzen lassen.

    Es sind komplett psychopathische Muster und niemand merkt etwas.

    Was ich da geschildert habe ist die verbale Form von System der Zerstörung der biologischen Natur von DIR. Wer kennt es nicht? Wer hat es vergessen?

    Mit dieser immerwährenden Abwertung leben wir täglich und wir geben es weiter, wenn wir es nicht selber stoppen. Um es zu stoppen muss man es verstehen!

    Grüsse

  8. Zef sagt:

    >Das Individuum ist der Ausgangspunkt

    Auch für den Glauben: Wer tief und innig im eigenen Namen an seiner Unsterblichkeit zweifelt, der findet schon das Rechte.

    Der Glaube ist Sinn, ist Organ für das Werden

    Das Werden ist die Veränderung der Wirklichkeit durch Freiheit. Alles Werden geschieht durch Freiheit, nicht aus Notwendigkeit. Jedes Werden ist ein Übergang von der Möglichkeit zur Wirklichkeit durch Freiheitshandlungen.

    Jeder Glaube ist ein Freiheitsakt. Keine Erkenntnis kann ihn ersetzen, denn jedes Wissen um Wirklichkeit ist nur Möglichkeit.

    Dem Denken die Vorherrschaft über alles andere zu geben ist Gnostizismus. In Richtung auf Existenz ist Denken nicht höher als Phantasie und Gefühl, sondern ihnen gleichgestellt. In Richtung aufs Denken ist Phantasie ist die Möglichkeit aller Reflexion.

    Der Gegenstand des religiösen Glaubens ist das Unbekannte, das absolut Verschiedene, das ganz Andere für welches das menschliche Denken überhaupt kein Kennzeichen hat. Die absolute Verschiedenheit kann der Verstand nicht einmal denken. Man kann das, was gegen alle Vernunft streitet, nicht zu einem Vernünftig-Wirklichen machen. Man kann nur ‚beweisen‘, dass es wider die Vernunft streitet.

    Dass das Ewige in der Zeit geworden ist, das ist das absolute Paradox des Christlichen, woran jedes Denken (dummes wie kluges) absolut scheitert. Christus ist entweder Zeichen des Ärgernis/Widerspruchs oder Gegenstand des Glaubens. Aber er ist beileibe kein Fressen für Dummriane, weil er nicht gedacht werden kann.

    Glaube ist das Festhalten des objektiv Ungewissen mit der größten Leidenschaft der Innerlichkeit. Dieser Glaube macht Fischer zu Aposteln, er versetzt Berge, er ist neues Leben – wenn man ihn hat.


    „Das Freiwillige ist das Christliche“ (Kierkegaard)

    • Zef sagt:

      >Das Individuum ist der Ausgangspunkt

      … durch den die Geschichte hindurch muss.
      Insbesondere das Ethische ist auf Individualität berechnet.

      Dazu mein Freund und Lehrer, der Däne:

      Es gibt nur eine ethische Betrachtung: die Selbstbetrachtung.

      Das Ethische umschließt augenblicklich den Einzelnen mit der Forderung an ihn, ethisch existieren zu sollen; es schwadroniert nicht von Millionen und Generationen es nimmt die Menschheit nicht aufs Geratewohl.

      Das Ethische hat mit dem einzelnen Menschen zu tun, und wohlbemerkt mit jedem einzelnen.

      Die ethische Volkszählung hat kein Interesse an einer Totalsumme, sondern an jedem Einzelnen. Das Ethische fordert sich selbst von jedem Menschen, und wenn es urteilt, dann urteilt es wieder über jeden Einzelnen.

      Das Ethische ergreift den Einzelnen und fordert von ihm, dass er sich von _allem Betrachten, besonders der Welt und der Menschen, enthalte; denn das Ethische als das Innere lässt sich von jemand, der draußen steht, gar nicht betrachten, es lässt sich nur von dem einzelnen Subjekt [nicht vom ‚System‘, Anm.] realisieren… (Kierkegaard, Nachschrift)

      Übrigens: die sog. „soziale Gerechtigkeit“ existiert ausschliesslich im Komparativen, im Betrachten Anderer.

      Wenn es sich dabei aber nicht um Ethik handelt, worum dann?


      „Niemand ist so schnell zu Mitleid geneigt wie der Neidische“ (S.K.)

  9. Dieser Artikel weist genau recherchiert auf die wunden Punkte der weltweit verbreiteten Begriffs-Verwirrung hin, nur eins noch, um zu seiner Ergänzung wichtige Hinweise hinzu zu fügen:
    VERTRAUEN entwickelt man nur, wenn man sein eigenes Selbstvertrauen auf Grund von Einsicht auf andere übertragen kann. Dazu gehört, dass man selbst in einer transparenten Weise aktiv wird, also keine Geheimnisse ‚im privaten Keller‘ verbirgt. Denn ansonsten findet man nur die Ebene von ‚Gleichgesinnten‘, die einen Bund der Solidarität herstellen wollen, – statt echter Freundschaft, das ist ein anderes Wort für ‚Vertrauen‘. Nur Freunden vertraut man.
    ..weiterhin wenn man Entscheidungen, an deren man noch vermittels Selbstzweifel arbeitet, nicht eher trifft, bis man sicheren Grund unter sich findet, wozu einem auch Freunde sicher helfen können, aber vor allem umfassende Information ohne Vorurteil, auch gegenüber Lehren von Religionen, diese haben einen berechtigten Schritt in die richtige Richtung getan, ohne das besonders hervor zu heben, das ist die WAHRHEIT.
    Der Unterschied, um sich von den weiten Ebenen zu trennen, um in sich selbst aufzuräumen mit Volksbegriff, Nationalstolz, als Identitätsnachweis zu dem eigenverantwortlichen Pfad der Erkenntnis des Wertes von sich selbst (Individuum) und dem Ziel, sich auf dem Weg des Unbekannten (Gott) wiederzufinden, die das höchste Vertrauen erfordert, ist biblisch, und ein steiler Pfad. Denn die SEBSTBEFREIUNG ist der ERLÖSUNG gleich (Redemption Song). Und wir können uns nicht selbst befreien, wenn wir in Ketten der Abhängigkeit stecken.
    Gott ist nicht tot, er braucht nur keine Religionen, denn die Menschen brauchen keine Nationen, das Wasser wurde in Gottes Schöpfung vom Land getrennt, und ‚Länder‘ sind eine Erfindung der verwirrenden Verwirrer.

  10. nebukadnezarin sagt:

    Die Vorratskammer füllen und flächendeckend 8 Wochen outburn syndrom anmelden, schon ist dieses System zu Ende….. aber keiner macht es, also lauft weiter in eurem Hamsterrad…… ich nicht mehr

    • joern hartwig sagt:

      Die Entwicklung die du dir da wünschst zeigt sich zunehmend. Die Leute glauben aber tatsächlich das sie krank geworden sind. Kein Arzt der Welt sagt jemandem „du bist gerade dabei gesund zu werden“ – als ich einer Ärztin das so gesagt habe wollte sie mich einweisen lassen. Arzt gewechselt – Problem solved 😉

      Aber es ist schon ein glücklicher Zufall das gesund werden, von der Gesellschaft solange als Krank geshen wird, bis der Gesundungsprozess weiter um sich greift. Nur vorsicht bei dieser Vorgehensweise nicht zu „Gesund“ sein sonst haben die Leute panische Angst (auch Ärzte) und wollen einen nur noch abschieben.

      Ich denke jeder wird seine Art des Wiederstands finden – krank schreiben lassen ist aber sicher eine der einfacheren.

      Viel Spaß dabei das Richtige zu tun 😉

  11. Satyajit sagt:

    Hallo Peter,
    deine Artikel gefällt mir!
    mein Kommentar zu der bevorstehenden Enteignung der Sparguthaben passt hier gut rein (http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de)
    Solange wir das mit Gier behaftete Lügengeld der privaten Zentral- und Grossbanken benutzen, bestimmen diese auch die Spielregeln.
    Wir können aber in 5 Minuten unsere eigene Geld bzw. Tauschwährung drucken und sie nach und nach in unseren Bekanntenkreis einführen. Sie existiert schon und heisst Minuto! (http://minutocash.org/).
    Genial einfach und praktisch umzusetzten. Bin seit 15 Monaten meine eigene Zentralbank und es macht jede Menge Spass!

  12. georg sagt:

    dem Artikel stimme ich vorbehaltlos zu.

    Es ist unsinnig zu hoffen, dass andere die eigenen Interessen und Überzeugungen vertreten.
    Das kann man nur selbst tun.

  13. Purmichel sagt:

    Ein wirklich ein-leuchtender Artikel!
    Bitte mehr davon – vielleicht auch als Video?

  14. stefan sagt:

    Diesen kompakten Artikel als Videobeitrag mit der eindrucksvollen Stimme von Peter Müller würde noch mehr die Menschen anstubsen, damit diese endlich anfangen sie selbst zu sein!

  15. Zarathustra sagt:

    Sehr guter Artikel, dem ist nichts hinzuzufügen.

  16. Zef sagt:

    >Der Primärzweck eines “Systems” ist dessen Selbsterhalt.

    Mit wohlfahrt-staatlichen Wahlen kommt man nicht einmal zum Minimalstaat, denn der ist kein Weniger, sondern ein Aliud (ein Eigentumsschützer ist doch kein Weniger, sondern etwas Anderes als ein enteignender Eigentumssschützer).

    Mit der Kategorie „Entwicklung“ kommt man nicht von einer Gestalt, einem System zum anderen. Dazu bedarf es der Kategorie „Sprung“. Das Spießbürgerliche mochte aber noch nie springen. So wird das nichts.


    „Die Zeit der Unterscheidungen ist vorbei,
    das ‚System‘ hat sie überwunden“ (Kierkegaard)

  17. Purmichel sagt:

    Peter Boehringer hat im EF-Blog einen ziemlich aufgeregten (?) Artikel verfasst und wendet sich indirekt auch gegen freiwillig-frei, würde ich jedenfalls so daraus erkennen.
    http://www.ef-magazin.de/2013/06/24/4313-demokratie-fuer-den-buergerlichen-minimalstaat
    Sein Hauptargument: den völligen Staats- und speziell Demokratie-Nihilismus (Hoppes anti-demokratische Thesen) … Wer dieses tut, muss zugleich ein weniger totalitäres und praxisfähiges, nicht-utopisches und menschennahes alternatives System vorschlagen!
    Vielleicht könnt Ihr ihm einmal ein „alternatives System“ vorschlagen?
    Aber sicher ist der Begriff (System), wenn ich das richtig verstanden habe, schon mal falsch. Denn es geht ja gerade darum, kein System zu haben. Nur wo ist dann die Grenze für eine Volksgemeinschaft erreicht? Ist diese dann überhaupt noch möglich ohne Staat?

    • FwF-sandman sagt:

      „Aber sicher ist der Begriff (System), wenn ich das richtig verstanden habe, schon mal falsch. Denn es geht ja gerade darum, kein System zu haben.“

      Völlig richtig!

      “ Nur wo ist dann die Grenze für eine Volksgemeinschaft erreicht?“

      Was ist den das Volk? Es ist so ähnlich wie mit der Familie, die gibt es auch nicht. Zeige mit ein Familienfoto und Du siehst dennoch nur Individuen.

      Es geht in Wirklichkeit nur um gerechtfertigtes Handeln. Ein bürgerlicher Minimalstaat, wie Böhringer ihn gerne hätte, ist leichter zu erreichen, aber dennoch ein nicht zu recxhtfertigender Zwangsapparat.

      Alle Argumente Böhringers beziehen sich immer nur auf Fragen der Durchführbarkeit oder der Konsequenzen.

      Eigenverantwortung bedeutet eben auch, dass man den Mist, den man sich einbrockt, selbst auslöffeln muss, es sei denn, jemand hilft FREIWILLIG.

      Freiheit beinhaltet nämlich auch das Recht, selbst zu entscheiden, wen man links liegen lässt. 🙂

  18. […] http://www.freiwilligfrei.info/archiv… Vielen von uns sind die Missstände in unserer Gesellschaftsordnung bewusst. Auf der Suche nach Lösungen greifen sie aber immer wieder reflexhaft zur Politik. Politische Lösungswege scheinen für sie tatsächlich „alternativlos” zu sein. Aber sind sie es wirklich? Oder sind sie sogar kontraproduktiv? In diesem Beitrag sind einige grundlegende Mechanismen und Funktionen unserer Gesellschaftsordnung zusammengefasst, die politische Lösungswege in ein anderes, vielleicht unbekanntes und verstörendes Licht rücken und gleichzeitig neue Perspektiven für unpolitische alternative Lösungen eröffnen. […]

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