Wir freuen uns, euch eines unserer besten Interviews präsentieren zu können.
Viel Spaß damit!

0:00:49 – Begrüßung- und Vorstellungs-runde
0:09:45 – Was bedeutet Voluntarismus?
0:13:00 – Video: Voluntarismus und Politik
0:25:33 – Was versteht man unter Anarchokapitalismus?
0:34:11 – Wie kommt es zur demokratischen Scheinfreiheit?
0:40:12 – Rechtmäßig anerkannte Autoritäten
0:43:30 – Der gefährlichste Aberglaube!
0:54:05 – Lassen sich die Leute gerne herumkommandieren?
0:58:03 – Udo über Voluntarismus und gelebte Freiheit
1:14:40 – Video: das Ding namens Regierung
1:25:05 – Was soll ein Gesellschaftsvertrag sein?
1:38:42 – Gewalt ist keine Lösung und nur bei Notwehr ok
1:40:10 – Teile und herrsche: die Rolle des Voluntarismus
1:48:20 – Muss man Staaten abschaffen?
1:55:50 – Wofür Geld oder ist das Leben kostenlos?
2:07:15 – Vom Zwang mit staatlicher „Fürsorge“ abducken?
2:15:05 – Aus der Zäpfchenfabrik zur wahren Berufung
2:24:05 – Das Problem ist Zwang und nicht Geld, Staat usw.
2:30:33 – Wie erlangt man berufliche Freiheit trotz Staat?
2:35:46 – Ratschläge für den verborgenen Stellenmarkt
2:45:00 – Kann die spontane Berufs-Integration funktionieren?
2:50:31 – Wie reagieren die Meisten auf persönliche Anfragen?
2:57:20 – Wenn der Traumjob zur Qual wird
3:02:22 – Es lohnt sich, selbst auf den Arbeitsmarkt zu gehen
3:05:15 – Was bedeuten die üblichen BGE-Forderungen?
3:09:42 – Auf jeden Topf passt ein Deckel mit Beispiel
3:15:32 – Ganz kurz zu Kindern & Eltern
3:18:06 – Besprechung für weitere Treffen

http://www.livestream.com/hiob

 

22 Responses to Praktische Tipps zum Freisein: Voluntarismus, Geld, Beruf – Ian’s Livestream mit FwF

  1. joern hartwig sagt:

    Hi, THX4all

    Ich denke das wir solange wir Geld benutzen das „System“ mit finanzieren.
    Ganz einfach über die Zinsen und darauf noch Steuern der Verkauf von Allgemeingütern wie Land und Wasser…(blah;)

    …der Zwang dieses Geld zu benutzen hat nach meiner Ansicht unsere „intrinsische*“Motivation überlagert
    (*im Sinne von „eigene, natürliche, vernünftige“)
    Was hilft es (langfristig) wenn einem der Job oder die Beschäftigung Spaß macht?
    Wenn die „Firma“ die benötigte Gewinnsteigerung halten möchte werden sich die Arbeitsbedingungen und die Lohnentwicklung sicher nicht zum positiven entwickeln – ganz egal mit wieviel Elan man an die Sache rangeht – genau dieser Elan wird einfach gleich mit versklavt…

    Zeit ist eine echt sinnvolle Währung – verfällt ganz natürlich…ich weiß nichtmehr wer es gesagt hat aber die Idee gefällt mir.

    Solange wir dieses Geld benutzen reicht das doch schon – wie soll da langfristig Selbstverwirklichung funktionieren? (vielleicht hab ichs überhört (zu viel…))
    Aber das Geld rinnt uns durch die Finger und was damit geschiet entzieht sich zunehmend unserem Einfluss.
    Auch der Zwang wird damit finanziert und schützt sich somit „selber“ und nimmt vermutlich zu.

    Wenn Druck und Aufklärung zur Selbstbestimmung „aller“ führen ergibt „alles“ einen Sinn dann ist das was wir erleben vielleicht ein Turbo für die Selbsterkenntniss…im Sinne von Freiheit(en) muss man sich nehmen.

    Ich bin mir immer noch nicht ganz Sicher was ich vom Voluntarismus halten soll…Gewaltfrei finde ich gut aber es führt zu nichts wenn keine Grundlegenden Änderungen an den Ursachen stattfinden.
    Passive „Gewalt“ bzw. Opferbereitschaft ist wohl das schwerste was man vollbringen kann.
    Solange wir nur „stillhalten“ und Reden (40Jahre erfahrung mit;) ändern wir den „Kurs“ nur sehr wenig – immerhin finanzieren wir (einfach) uns ein schönes Leben und tun keinem was….oder? (indirekt halt schon…)
    Aufklärung und Anregung zum „Denken“ gebt Ihr eine Menge – ich verrücke gerne mal meine Perspektive (nicht immer einfach;) da helfen eure Ansichten mir sehr!
    Ich bin noch lange nicht fertig!

    Danke und Gruß joern

    • Equality 7-2521 sagt:

      Geld ist nichts anderes als eine Ware die hauptsächlich als Tauschmittel nachgefragt wird. Sie wird als Tauschmittel nachgefragt, da sie besonders „marktgängig“ ist. Marktgängigkeit ergibt sich aus: Haltbarkeit, Teilbarkeit, Transportierbarkeit, Nachfrage. Ohne Geld ist Zivilisation nicht möglich; wir würden immer noch auf Subsistenzniveau schmachten müssen.

      Ablehnung von Geld als solches entspricht einer Ablehnung von Zivilisation. Jemand der gegen Geld hetzt, und dabei das Zivilisation-Medium Internet nutzt macht sich aus meiner Sicht lächerlich. Du hast das nicht getan … ich möchte nur vorbeugen ;).

      Ich befürchte das deine „Zeit-Währung“ an der Marktgängigkeit scheitern wird. Und aufzwingen willst du sie uns ja nicht, oder?

      Zur Vertiefung empfehle ich: „What Has Government Done to Our Money?“ von Murray N. Rothbard

      Freisinnige Grüße

      • joern hartwig sagt:

        Ich habe nichts gegen Geld an sich und auch die Zinsfunktionen haben, wie du beschrieben hast sicher zum gesellschaftlichen Wachstum „beigetragen“ (gelinde gesagt;)
        Ich komme nur (auch) immer mehr zu der Überzeugung das es mit dem Wachstum jetzt langsam mal reicht. Und unser Finanzsystem ist offensichtlich das geeignetste Werkzeug das gesamte Verhalten der Menschen zu steuern.

        Ich habe Jahrelang Freiheit im Wohlstand (lieber noch Reichtum;) gesucht, aber nicht gefunden. Das kann daran liegen das mein Wohlstand nicht ausreichend war um mir all das leisten zu können was man so „zum glücklich“ sein braucht (wenn man so materialistisch denkt)
        Meckern, Demos und Wahlen haben irgendwie bisher nie zu einem „Erfolg“ geführt – es geht immer so weiter…

        Mir ist dabei langsam bewusst geworden das ich diese „Freiheit“ nicht auf kosten anderer Leute Freiheit genießen kann.

        Jetzt suche ich nach andern Möglichkeiten und Definitionen „der Freiheit“
        Selbstbestimmung und Verantwortung sind dabei ein wichtiger Schritt für mich – solange aber Teile von dem was ich Verdiene zum Finanzieren von Dingen genutzt werden die ich nicht unterstütze (und das sowol durch Steuen als auch durch Zinsen) – solange sehe ich Geld ehr als Feind denn als Freund.
        Und dabei ist es obendrein sogar völlig egal wie gut mir meine derZeitige Tätigkeit gefällt und wie profitabel das für mich ist…dann vielleicht doch lieber Zeit sparen;)

        Utopie ist die Vorstellung einer Gesellschaftsform wie sie sich jeder wünscht aber keiner weiß wie…in diesem Sinne will ich auch nur suchen helfen.
        Jeder tut was er kann und nimmt was er braucht wäre ein Ideal für mich.

        • Equality 7-2521 sagt:

          >Ich komme nur (auch) immer mehr zu der Überzeugung das es mit dem Wachstum jetzt langsam mal reicht.

          Was willst du dagegen tun? Wenn dir dein eigenes Wachstum reicht, hör auf zu arbeiten, verschenke dein Haus und geh auf die Straße betteln. Wenn dir mein Wachstum reicht, unterstütze Sozialismus. Dafür würde ich dich aber hassen.

          >Ich habe nichts gegen Geld an sich und auch die Zinsfunktionen haben, wie du beschrieben hast sicher zum gesellschaftlichen Wachstum “beigetragen”

          Der Zins ist keine Funktion sondern ein Preis für eine Leistung. Um deine Verwirrung zu mindern hilft nur tiefere Lektüre.

          Merke: Der Feind ist weder Geld noch Zins, sondern andere Menschen die Zwang auf dich und deine Mitmenschen ausüben!

          Freisinnige Grüße

          • joern hartwig sagt:

            Dann hast du oder ich die Zinsfunktion falsch verstanden.

            Wie ich das verstanden habe:
            Beispiel du leist dir 100,-
            ich mir 100,-
            Die Banken kriegen nach einem Jahr jeweils 105,- zurück.
            Wir beide Wirtschaften und tauschen aber am ende das Jahres haben wir in der Summe immer noch 200,- es fehlen 10,- wie du es auch drehst, die MÜSSEN im nächsten Jahr durch neue Schulden wieder ausgeglichen werden.Das sind Zinsen. Und die können und sollen nicht bezahlt werden – Wachstum vorprogrammiert!

            Aloa 😉

          • Equality 7-2521 sagt:

            Bei Fiatgeld wird der Zins mitgeschöpft. Markus Bechtel erklärt dir das besser: http://www.goldseitenblog.com/markus_bechtel/index.php/2012/08/16/denken-macht-frei-ueber-das-maerchen-vom

            Leider sieht er im Zinseszins fälschlicherweise ein Problem.

            In eigenen Worten:
            Wenn die Kreditnehmer in deinem Beispiel das Geld zurückzahlen können, haben sie damit einen Mehrwert erschaffen. Dieser Mehrwert mach sämtliches Geld des Kreislaufes wertvoller(Deflation). Nominal fehlt der „Allgemeinheit“ der Zinsbetrag, real ist dieser Transfer aber durch den entstandenen Mehrwert gedeckt. Wenn sie das Geld nicht zurückzahlen können wurde kein Mehrwert erschaffen … der Kreditgeber erhält keinen Zins, kein Geld wird dem Kreislauf entzogen.

            Dieses Risiko führt die oft beschworene Exponentialfunktion bei echtem Geld ad absurdum. Bei Fiatgeld tritt diese aber tatsächlich auf, da der Staat das Risiko verschleppt.

            Freisinnige Grüße

    • diridum sagt:

      hallo jørn, ich wohne in dk.in einer luxusschein demokratie die in der jetzigen zeit sehr stark abbaut und wenn das soweiter geht endet es hier ebenso wie in der süd eu.
      ich interesiere mich ua.in deutschland besonders für zwei web.seiten:
      http://www.wissenmanufaktur.net u. http://www.neudeutschland.org die kønnten dir
      evtl. gefallen.
      diridum@yahoo.dk

      • joern hartwig sagt:

        Jo, danke die kenne ich schon beide. Aber sehr guter Tipp – passt ja Haargenau.
        Ob ich Neudeutschland unterstützen werde kann ich aber noch nicht sagen. Bin derZeit dankbar für alle sich auftunden Alternativen – will aber natürlich nicht „Blind“ in irgendetwas hineinstolpern nur weil es neu ist und erstmal gut klingt.
        Ich brauch noch etwas Zeit.

        Gruß joern

        • diridum sagt:

          seit 35 jahren betreibe ich einen musikcampingpl. in dk und werde in einem oder zwei jahren aufhøren.

          da ich bei der gründung des kønigreiches im sept. mit dabei war fühle ich wie du auch, mal sehen wie’s weiter geht.

          habe einen sehr guten eindruch gehabt und habe engelacceptance jetzt im zweiten jahr.

          kønnte mir denken mein renten leben aktiv in wittenberg zuverbringen.lg. harm

      • Equality 7-2521 sagt:

        Andreas Popp ist sich selbst nicht sicher über das was er da redet. Seine Anziehungskraft liegt in schönen Wortspielen und der moralischen Umgarnung seiner Forderungen. Was er fordert sind Zwangsenteignung, Zwangswährung und zentrale Planung … + Tierrechte. Aus meiner Sicht ist er auf die größte Lüge des Jahrhunderts reingefallen, die da wäre: Sozialismus und Umverteilung sind moralisch, Kapitalismus und Besitz sind unmoralisch.

        Mit „Neudeutschland“ lasst ihr euch auf solche Vögel ein: http://www.youtube.com/watch?v=wnNl6g2j4aE

        • joern hartwig sagt:

          Die Krönungszseremonie ist lächerlich oder witzig wie man es nimmt.
          Fakt ist dennoch das der Witz gerade ist, das das gar kein Witz ist – es werden tatsächlich immer mehr Menschen Arm….und das hat viele Gründe aber wenn wir Glück haben nur eine Ursache.
          In meinen Augen ist Andreas Popp jemand der die Enteignung stoppen möchte…ob er mit der Art und Weise richtig liegt kann ich auch nicht sagen.

          • Equality 7-2521 sagt:

            Andreas Popp ist jemand der eine „gerechte“ Verteilung von Grund und Boden möchte. Dazu sieht er eine Behörde vor, die den Wert deines Grundstücks feststellt. Basierend auf dieser subjektiven Entscheidung soll dann die Höhe der „Bodennutzeungs“-Steuer liegen … der von dir genutzte Boden bleibt „öffentliches“ Eigentum bzw. wird zu dem gemacht. Möchte er DAMIT Enteignung stoppen? Und Schwundgeld wird sich nie ohne Zwang durchsetzen … ein abwegiger Gedanke.

            Warum laufen ihm die Leute hinterher? Er hat sich ein dubioses System aus allen Ecken der alternativen Szene zusammengeklaubt und ist sogar noch ehrlich genug zuzugeben das du auf sein System noch hundert Jahre warten kannst. Wenn du bei ihm kleben bleibst, legst du deinen Fokus auf Dinge die du nicht selbst beeinflussen kannst. Selbstzerstörerisch ist das …

            Wenn du wissen möchtest woher die Armut kommt, schau dir mal den „Index of Economic Freedom“ der Heritage Foundation an, und vergleiche den Grad der Armut der Länder mit dem Grad ihrer Freiheit: http://www.heritage.org/index/

  2. joern hartwig sagt:

    Freiheiten muss man sich nehmen UND selber verantworten und nicht wie bisher kaufen und Denken mnn hätte sie mit dem Geld schon verdient!

    • Ole D. sagt:

      Hi Jörn,

      mir geht es exakt wie Dir und ich versuche mich auch in dem Überangebot an „Alternativen“ zurechtzufinden, weiß aber oft nicht genau, was ich von diesen Alternativen halten soll.

      Freiwilligfrei verfolge ich seit über 2 Jahren und stimme den Mitwirkenden in vielen Bereichen voll und ganz zu. Gerade das Thema „Zwang und Gewalt“ wird bei Freiwilligfrei wunderbar abgehandelt! Es werden einem hier die Scheuklappen der staatlichen Indoktrination genommen und man sieht vieles klarer.
      Aber auch die Wissenmanufaktur hat mit vielem Recht, was sie behaupten und auch ihre Lösungsansätze sind vielversprechend. Sie haben halt die „besten“ Eigenschaften aus vergangenen (Herrschafts-)Systemen genommen und daraus ein neues gebastelt. Aber es ist immernoch ein Herrschaftssystem. „Equality“ hat mit seiner Kritik also keineswegs Unrecht, wobei auch im „Plan B“ der Wissensmanufaktur nicht auf unbedingt auf Zwang und Gewalt gesetzt wird. Ich denke Popp und Konsorten halten viel von der Freiwilligkeit – ihnen Zwang und Gewalt als primäre Methode zu unterstellen, empfinde ich als überteiben. Denn…durch gewisse systemische Änderungen kann man meiner Meinung nach eine Menge übel im Keim ersticken. Für ein faires, gerechtes Sytem würden sich auch mehr Menschen fair und gerecht einsetzen.

      Und dann ist er wiederda, der Zins, der alte Teufel…:-)
      Der Zins funktioniert genau so, wie Du ihn beschrieben hast. Zumindest stimm ich Dir deiner einfachen Erklärung voll und ganz zu. Jeder, der ernstahft etwas anderes behauptet, hat sich meist so viel „Fachwissen“ angeeignet, dass er den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Der Zins ist der älteste Taschenspielertrick der Geschichte! Und die Menschen fallen immer wieder reihenweise auf ihn rein. Wieso? Zinsen stimulieren die Gier im Menschen, wie nichts anderes. Das „endlose“ Wachstum ist auch eine Frucht des Zinses. Nichts gegen Wachstum! Versteht mich nicht falsch! Aber Wachstum auf Zwang? Das kanns doch nicht sein, oder?
      Und so lange der Zins fliesst, ist den Menschen, die ihn kassieren, scheißegal wo er her kommt! Scheiß auf Moral und das ganze Gesülze, heisst es dann schnell! Wer würde denn freiwillig in Massenvernichtgungswaffen investieren???
      Wie? Das bringt 20%? Alles klar! Let´s make war!;-)

      Worüber selten geredet wird ist, dass man den Zins auch umdeuten kann! Die meisten (gerade die Ökonomen) betrachten ihn immer rein mathematisch. Und da liegt der casus knactus! Ein Beispiel:
      Wenn ich z.B. einem Bäcker Geld leihe, damit er in meinem Dorf eine Bäckerei aufmachen kann, dann ist mein Zins nicht in einer steigenden Zahl auf irgendeinem Konto zu finden. Nein! Er ist im gesellschaftlichen Wohlstand, quasi in meinem Dorf, zu finden. Wenn ich nach 5 jahren das Geld vom Bäcker wieder bekomme, auch ohne daran mehr Geld verdient zu haben, so kann ich doch seit 5 Jahren jeden Tag frische Brötchen holen! Und weil der Bäcker vielleicht dankbar ist, dass ich an ihn und seine Bäckerei geglaubt habe, bekomme ich sogar die Brötchen etwas billiger als andere. Im meinem kleinen Utopia basiert der „Zins“ quasi auf purer Freiwilligkeit ohne Privatvertrag ohne alles. Vor allem aber…bei einer Nichtzahlung dieses „Zinses“ kann ich nicht einfach (egal ob moralisch gerechtfertigt) das Eigentum des Bäckers in meine Tasche „privatisieren“…;-)

      Was ich bei Freiwilligfrei bemängele ist genau das, was Equality so treffend formuliert:
      „Aus meiner Sicht ist er auf die größte Lüge des Jahrhunderts reingefallen, die da wäre: Sozialismus und Umverteilung sind moralisch, Kapitalismus und Besitz sind unmoralisch.“
      Umverteilung ist in meinem kleinen Moralkosmos überhaupt nicht fragwürdig. Fragwürdig ist lediglich die Methode! Geschieht die Umverteilung freiwillig oder durch Zwang? Hier haben die Freiwilligfrei-Mitwirkenden klar die besseren (oder sogar die besten?) Argumente. Es muß „natürlich“ freiwillig geschehen. Alles muß freiwillig geschehen. Aber Umverteilung muß geschehen. Alles iwrd ständig umverteilt. Man lebt ja nicht ewig….;-)
      Mein Frage ist, wieso tun sich die freiwilligfrei-Unterstützer nicht mit der Wissensmanufaktur zusammen? Wie wäre es denn mit „freiwilligen Steuern“? Sloterdijk hat da mal was drüber geschrieben. Eine weitere hochinteressante Idee, wie ich finde.

      Meiner Meinung nach fallen viele der Voluntaristen selbst auf eine große Lüge rein, die der Menscheit ins Ohr geflüstert wurde! Nicht der Zins oder Sozialismus oder Voluntarismus sollten das Thema der Menschen sein. Vielmehr sollte man sich mal dem Märchen vom „Privaten“ zuwenden.
      Privateigentum, Privatrecht….alles ist bei Voluntaristen immer „privat“. Hmmmm….
      Das Wort „privare“ kommt aus dem lateinischen und heisst „berauben“. Und nichts anderes ist es in meinen Augen. Privateigentum ist Diebstahl! Und ich meine damit nicht die eigene Zahnbürste, deine Jacke oder dein Auto. Ich meine die Ölquelle, die Wasserquelle, das Land auf dem wir leben…. Was heisst privat denn wirklich? Ich finde das, was dieser Meister Eckhart dazu vor über 800 Jahren schrieb, sehr interessant. Eine seiner Aussagen lautet in etwa so: „Derjenige, der das Hemd des anderen nimmt, um sich selbst damit zu kleiden, der ist ein Dieb. Aber derjenige, der den Nackten nicht kleidet obwohl er es könnte, verdient dieser einen anderen Namen?“ Wie kann ein Mensch denn eine Wasserquelle oder ein Stück Land sein eigen nennen? Hat er das Wasser gemacht? Hat er das Land geschaffen? Wer oder was gibt ihm das Recht, sein recht über das der adneren zu stellen und das Wasser zu horten und nur für Geld zu veräußern? Wer gibt einem das Recht diesen einen Acker zu bestellen? Oder den anderen, wo der Boden fruchtbarer ist? Kein einfache Frage, wie ich finde. Da finde die Idee der sozialen Bodenreform á la Wissenmanufaktur gut – meiner Meinung nach.
      Anders verhält sich das ganze bei den Früchten von echter Arbeit. Natürlich darf jemand die Früchte seiner Arbeit(!) als sein eigen betrachten und sie veräußern. Aber für das Recht den Acker zu bestellen und zu bestimmen, was da gepflanzt wird, muß er dafür nicht an seine Mitmenschen eine Abgabe zahlen, die auf den Anspruch auf das Stück Land verzichten? Wenn nicht, wie kann man es denn einem anderen Menschen untersagen, sich das Stück Land einfach mit Gewalt zu nehmen? Also quasi den Privatbesitz des einen gewaltsam zum Privatbesitz des anderen zu machen? Das Problem mit dem privaten Landbesitz kann man wunderschön an den Ureinwohnern in den verschiedenen Kontinenten sehen. Da lebten ein paar Indianer mal einigermassen friedlich, frei und im Einklang mit der Natur und dann, dann kam die „Privatisierung“. Sorry, aber ich finde das Prinzip vom Privateigentum einfach beschissen. Das ist meine Meinung dazu….

      Letztlich, lieber Jörn, hast du doch selbst bereits die Antwort auf diese ganzen Sachen gefunden!
      Ich zitiere dich: „Freiheiten muss man sich nehmen UND selber verantworten und nicht wie bisher kaufen und Denken mnn hätte sie mit dem Geld schon verdient!“
      So in etwa sieht mein Fazit derzeit auch aus. Und jeder kann da nur an sich selbst arbeiten, so wie er es für richtig empfindet – egal was andere dazu sagen. Ich für meinen Teil unterscheide mittlerweile sehr genau, ob ich etwas brauche oder ob ich etwas nur haben will. Dazu ein kleiner Literaturtip: „Haben und Sein“ von Erich Fromm. Kein Buch hat mir so geholfen Ordnung in die Wirren meines Kopfes zu bringen. Haben oder sein, das ist die Frage dich ich mir mittlerweile stelle! Und je weniger ich haben möchte, desto freier fühle ich mich und desto sicherer fühle ich mich auf meinem Weg. 🙂

      Euch allen ein friedliches Miteinander….

      P.S.: Wenn irgendwo ein privater Konzern demnächst allerdings in meiner Nachbarschaft Fracking betreibt und „mein“ Grundwasser gefährdet, da hört der Spaß echt auf! Da ist Schluß mit lustig und dem friedlichen Diskutieren…;-)
      STOP FRACKING AND FUCK THE FRACKERS!:-)

      • F.iasko sagt:

        Hallo Ole,

        „“Kein Buch hat mir so geholfen Ordnung in die Wirren meines Kopfes zu bringen. Haben oder sein, das ist die Frage…““

        Dieser Fromm hat ja noch andere Bücher geschrieben.

        Schädliche Bücher

        Erich Fromm’s Bestsellerbuch „Die Kunst des Liebens“ gehört zu den Stücken der Literatur seit der Bibel, die durch Untergrabung menschlichen Wohlergehens und Glücks auf subtile Weise am destruktivsten sind. Für den unabhängig denkenden Leser, der nach wissen sucht, können jedoch fast jedes Buch, sogar unehrliche und schädliche Bücher, wertvoll sein, um daraus neue Verständnisse entweder positiver oder negativer Ansichten heraus zu holen.

        Der Leser gewinnt z.B. eine wertvolle Erkenntnis in der Entdeckung, dass es ein zentrales Anliegen von Ernst Fromm ist (eingangs allerdings bemäntelt), wirkliche echte Liebe bedeute, jederman anlass- und unterschied los in gleichem Masse zu lieben. Jede unterscheidende Liebesbehandlung wird von Fromm als lieblose Selbstbezogenheit verdammt.

        Diese unehrliche, gleichmacherische Thematik beseitigt die objektiven Richtmasse menschlicher Wertigkeit, Liebe und besonders Gerechtigkeit. Fromm’s verkehrte Thematik besagt, dass niemand Liebe, Wert und Wertschätzung verdienen kann. Ein Mensch, der ihr geliebter, Ehemann, ihre Ehefrau oder ihr Kind ist, sollte an ihrer Liebe und Wertschätzung keinen grösseren Anteil haben als ein Bettler in Kalkutta – oder ein Hitler oder ein Charles Manson. Sie alle sollten in gleichem Masse gewertet und geliebt werden.

        Mit anderen Worten sollten, Fromm’s Anliegen entsprechend, alle menschlichen Wesen, ungeachtet ihrer verdienten Werte und Charaktere soweit herabgesetzt werden, bis sie mit dem niedrigsten, erbärmlichsten, unglücklichsten Menschen auf Erden auf einer Stufe stehen. Dieses gleiche, destruktive, ungerechte Thema wird in der Bibel, ausdrücklich und stillschweigend propagiert.

        Albert Schweitzer geht in seiner Auffassung noch einen Schritt weiter, indem er vorschlägt, man solle überhaupt alle Lebewesen gleicher Art lieben. Das heisst, dass die Liebe eines Menschen zu seinem Ehepartner oder zu seinem Kind niemals die Liebe übertreffen sollte, die er einem Unbekannten, einem Baum, einem Grashalm oder dem Unkraut erweisen kann.

        Gewisse asiatische Philosophien gehen sogar noch einen Schritt weiter, indem sie erklären, dass auch alle nicht lebenden Wesenheiten, in gleicher Weise geliebt werden müssen. In anderen Worten bedeutet das, die Liebe zu Frau und Kind sollte die Liebe zu einem Kieselstein im Bach nicht übertreffen. Das ist es, was für Fromm, Schweitzer, die Bibel und andere neocheatende Propagandisten der Gleichmacherei und des Altruismus Liebe bedeutet.

        Eine sogar noch widrigere Thematik hat sich in jüngster Zeit in der Rhetorik und in den Aktionen heutiger neocheatender „Ökologisten“ und „Umweltschützer„ entwickelt, die unter Anwendung von Regierungsmacht das Wohlergehen von Vögeln, Insekten (einschliesslich Moskitos), Bäumen, Pflanzen und unbeseelter „Landschaften“ über das Leben, Wohlergehen und Glück von Menschen stellen. Diese anti- menschlichen Thematiken sind Ausweitungen der altruistischen Philosophie, die durch Bücher wie die Bibel und Fromm’s „Die Kunst des Liebens“ aufgestellt worden sind.

        Und was dann? Was gilt eine Zukunft zunehmender Gleichmacherei und wachsendem Altruismus? Ständiges Feilhalten der wachsenden Gräuel des Altruismus und Egalitarismus stumpft Menschen ab und bringt sie dazu, ständig höhere Ebenen des Unrechts, menschlichen Duldens und Leidens, geistiger Verkrüppelung, des Tötens, der Gewalt, des Terrorismus schweigend zu akzeptieren.

        Immer weniger Menschen erheben Einspruch gegen derartige ansteigende Gräuel. Geschweige denn kümmern sich darum. Vor Neo- Tech war die Zahl derer, die ständig die individuellen Rechte am Leben und am Eigentum hochhalten, im Schwinden. Auf diese Weise entwickelten sich Vorbedingungen für das letztendliche Ergebnis der Gleichmacherei: ein letztlich weltweites marxismus- oder religionsorientiertes SCHLACHTHAUS. Es gibt aber Neo- Tech und es wird damit fortfahren, diesen Trend umzukehren, heute noch langsam, morgen schnell.

        Die letztliche egalitaristische „Säuberung“ ist immer die MASSENLIQUIDATION menschlichen Lebens mit der Opferung und dem schliesslichen ABSCHLACHTEN der produktiven Mittelklasse. Diejenigen, die nach ehrlichen Grundsätzen leben, diejenigen, die Freiheit und Gerechtigkeit hochhalten, diejenigen die das Leben lieben, diejenigen welche ihren Geist, Verstand und ihr Leben nicht anderen ausliefern.

        Grüsse

        • F.iasko sagt:

          ups, sorry,

          …für die Namensverwechslung

          das geschriebene gilt trotzdem.

          g
          lg

        • Kawaphil sagt:

          Hallo F.iasko

          Ich Orte einen Wiederspruch zwischen dem was Sie über die Liebe und Wertschätzung äussern und der dekonstruktiven Natur des Neo-Tech Denkmodelles. Liebe gegenüber anderen hat nichts mit Kontrolle oder Denken zu tun, die Liebe erwächst aus dem Herzen und nicht aus dem Verstand.
          Liebe und Kontrolle sind diametral, wer Liebt braucht keine Kontrolle auszuüben, wer kontrollieren möchte liebt nicht wirklich. Liebe ist alles andere als Gleichmacherei, unterliegt auch keinem Wertekatalog und ist frei von Ideologien aller Art. Toleranz, Güte, Empathie und Verständnis erwachsen aus unserem Herzen und sind niemals Produkte eines rationalen Denkprozesses.

          Ich Liebe meine Tochter. Rational gesehen liegt die Wahrscheinlichkeit das meine Tochter nicht von mir abstammt bei 20%. Würde es etwas an meiner Empfindung ihr gegenüber ändern wenn dem so wäre? Niemals, ihren Platz in meinem Herzen hat sie seit ihrem ersten Atemzug.
          Gewalt, Brutalität und Unmenschlichkeit kann lediglich mittels einer Illusion initiiert werden, in diesem Zusammenhang der Illusion unseres Denkens diese 20% Prozent Wahrscheinlichkeit wären für unser Leben relevant.

          Ich bin wie Seglow der Meinung dass Altruismus nicht erzwungen werden kann, ohne seinen altruistischen Charakter zu verlieren. Daraus wird geschlossen, dass altruistisches Verhalten eine freiwillige Handlung und somit eine freie Entscheidung des Handelnden darstellt. Es besteht ein eminenter Unterschied zwischen einem Altruisten aus Wohlwollen, dessen Wirkungskreis über den engeren Rahmen von Verwandtschaft, Nachbarschaft, Freundes- und Bekanntenkreis hinausgeht (Philanthropen) und dem moralischen Altruisten, dessen Handeln nach Prinzipien und Normen implizit die Botschaft mit sich führt, andere sollten auch so handeln.
          Wohlwollen ist jedoch allenfalls eine Einladung zur Nachfolge. Während im moralischen Altruismus die Tendenz liegt, anderen ihre Eigennützigkeit vorzuhalten, anerkennt der Wohlwollende diese Eigennützigkeit und bedient sie großzügig.

          Wohlwollende Grüsse
          Kawaphil

  3. psyflex sagt:

    Wow, das war eine sehr sehr gute Sendung, vielen lieben Dank dafür an alle beteiligten!

  4. Der Honigmann hat Infos zu Neudeutschlad auf seiner Homepage.
    Rüdiger Klasen und Klaus Popp sehe ich als wichtigen Aufklärer. Mein Respekt hat Rüdiger Klasen für seine Arbeit. Aber ich würde nicht zurück zur Weimarer Republik wollen, sondern auf der Verfassung von 1871 aufsetzen.
    Bei youtube sind meine Favoriten:
    conrebbi
    Tiks ( Tikslbg ) bzw. berlinerjustiz die Videos die er mit Tiks eingestellt hat.
    Sommers Sonntag
    SuperLebenstraum

    – Hilfe zur Selbständigkeit könnte ich echt gut gebrauchen. Da fehlts mir am Selbstvertrauen. Das habe ich zwischenzeitlich verloren. Zu viele Jahre gegen Windmühlen gekämpft. Bin nur fitt in WordPress und Corel-Draw. Aber leider nicht in Programmierung.

  5. Wuerttemberger sagt:

    Hier äußert sich der Honigmann zu Neudeutschland, dass die Aussage von Peter Fitzeck über seine Gesundheitskasse nicht stimmt: https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=j9Pfw1ONXzU#!
    und hier gibt es einen längeren Beitrag über Neudeutschland:
    https://volksbetrugpunktnet.wordpress.com/2013/02/09/neudeutschland-und-peter-fitzek-abzocke-mit-system/

  6. Ernst sagt:

    Sehr viele gute Gedanken werden in den Interviews präsentiert. Dafür möchte ich mich sehr bedanken. Beim Thema „Geld“ ab „1:55:50 – Wofür Geld oder ist das Leben kostenlos?“ erscheint mir der Tenor zu negativ. Hier möchte ich anregen noch mal etwas tiefer in die Materie einzusteigen. Dazu einiges aus der Rede des Unternehmers Fransisco d’Anconia, einer der Charaktere aus Ayn Rands Buch “Atlas Shrugged – Wer ist John Galt”. Er bekommt eine Diskussion unter den Teilnehmern einer geladenen Feier mit, auf der Geld als die Quelle allen Übels bezeichnet wird, und stellt die Frage:

    „Sie glauben also, Geld sei die Wurzel allen Übels?“

    „Haben Sie jemals danach gefragt, was die Wurzel des Geldes ist? Geld ist ein Tauschmittel, das nur so lange existiert, wie es Waren gibt und Menschen, die sie produzieren können. Geld ist die materielle Form des Grundsatzes, dass Menschen, die miteinander handeln wollen, einen Wert für einen Gegenwert eintauschen müssen. Geld ist nicht das Werkzeug der Schmarotzer, die Anspruch auf Ihre Produkte erheben, indem sie Tränen vergießen, oder das der Plünderer, die es Ihnen mit Gewalt entreißen. Geld wird ausschließlich durch die Menschen ermöglicht, die etwas produzieren. Ist es das, was Sie als Übel bezeichnen?
    Wenn Sie Geld als Bezahlung für Ihre Leistungen annehmen, tun Sie das nur in der Überzeugung, dass Sie es für das Produkt der Leistungen anderer eintauschen können. Nicht die Schmarotzer und die Plünderer sind es, die dem Geld Wert verleihen. Weder ein Meer aus Tränen noch alle Gewehre der Welt können diese Stücke Papier in Ihrem Portemonnaie in das Brot verwandeln, das Sie morgen zum Leben brauchen. Diese Stücke Papier, die das Gold ersetzen, stellen ein Versprechen dar – Ihren Anspruch auf die Tatkraft der produktiven Menschen. Ihr Portemonnaie steht für die Hoffnung, dass es irgendwo in der Welt um Sie herum Menschen gibt, die diesem moralischen Prinzip, das die Wurzel des Geldes ist, gehorchen. Ist es das, was Sie als Übel bezeichnen?
    Haben Sie sich je gefragt, was die Wurzel der Produktion ist? Sehen Sie sich einen Stromgenerator an und wagen Sie, sich zu sagen, dass er durch reine Muskelkraft nicht denkender Rohlinge geschaffen wurde. Versuchen Sie, ohne das überlieferte Wissen von Menschen, denen dies zum ersten Mal gelungen ist, ein Weizenkorn wachsen zu lassen. Versuchen Sie, Ihre Nahrung allein durch körperliche Bewegungen zu beschaffen – und Sie werden sehen, dass der menschliche Verstand die Wurzel aller produzierten Waren und allen Reichtums, den es je auf der Erde gegeben hat, ist.
    Sie aber sagen, dass Geld von den Starken zulasten der Schwachen gemacht wird? Welche Stärke meinen Sie? Es ist nicht die Stärke von Waffen oder Muskeln. Reichtum ist das Produkt der menschlichen Fähigkeit zu denken. Wird Geld also von dem Menschen, der einen Motor erfindet, zulasten derer gemacht, die ihn nicht erfunden haben? Wird Geld von den intelligenten Menschen zulasten der Dummköpfe gemacht? Von den fähigen Menschen zulasten der inkompetenten? Von den Fleißigen zulasten der Faulen? Geld wird gemacht, bevor Plünderer oder Schmarotzer es sich aneignen können – gemacht durch den Einsatz jedes ehrlichen Menschen, jeweils nach Maßgabe seiner Fähigkeiten. Ein ehrlicher Mensch weiß, dass er nicht mehr konsumieren kann, als er produziert hat.
    Mithilfe von Geld zu handeln, ist der Kodex der Menschen guten Willens. Geld beruht auf dem Grundsatz, dass jeder Mensch der Besitzer seines Verstandes und seiner Leistung ist. Geld erlaubt keiner Macht außer der freiwilligen Entscheidung des Menschen, der bereit ist, seine eigenen Leistungen dagegen einzutauschen, den Wert Ihrer Leistung zu bestimmen. Geld erlaubt Ihnen, für Ihre Waren und Ihre Arbeit die Gegenleistung zu erhalten, die sie den Menschen, die sie kaufen, wert sind, aber nicht mehr als das. Geld erlaubt keine Geschäfte außer jenen, von denen nach ihrer eigenen Einschätzung beide Seiten profitieren. Geld fordert von Ihnen die Erkenntnis, dass die Menschen zu ihrem eigenen Vorteil arbeiten müssen, nicht zu ihrem Nachteil, für ihren Gewinn, nicht ihren Verlust; die Erkenntnis, dass sie keine Lasttiere sind, nur geboren, um die Bürde Ihres Elends zu tragen; dass Sie ihnen Werte anbieten und nicht Wunden zufügen müssen; dass das gemeinsame Band zwischen den Menschen nicht der Austausch von Leiden ist, sondern der Austausch von Waren. Geld erfordert, dass Sie verkaufen, und zwar nicht Ihre Schwäche an die menschliche Dummheit, sondern Ihr Talent an die menschliche Vernunft; es erfordert, dass Sie kaufen, und zwar nicht das Minderwertigste, das Sie finden können, sondern das Beste, das Sie für Ihr Geld bekommen. Und wenn die Menschen Handel treiben und Vernunft, nicht Gewalt ihren obersten Schiedsrichter sein lassen, wird das beste Produkt gewinnen, die beste Leistung, der Mensch mit dem besten Urteilsvermögen und dem größten Können – und die Produktivität eines Menschen wird die Höhe seines Lohns bestimmen. Das ist der Lebenskodex, dessen Werkzeug und Symbol Geld ist. Ist es das, was Sie als Übel betrachten?
    Doch Geld ist nur ein Werkzeug. Es kann Sie bringen, wohin Sie wollen, aber es kann Sie nicht als Fahrer ersetzen. Es gibt Ihnen die Mittel, Ihre Wünsche zu befriedigen, aber es wird Ihnen keine Wünsche schenken. Geld ist die Geißel jener Menschen, die das Gesetz der Kausalität umkehren wollen – Menschen, die den Verstand ersetzen wollen, indem sie die Produkte des Verstandes an sich reißen.
    Geld wird dem Menschen, der keine Vorstellung von dem hat, was er will, kein Glück bescheren, Geld wird ihm keinen Wertekodex geben, wenn er nicht erkennen will, was für ihn Wert hat, und Geld wird keinen Wertekodex geben, wenn er nicht erkennen will, was für ihn Wert hat, und Geld wird ihm kein Ziel schenken, wenn er nicht entscheiden will, was er sucht. Geld kann dem Narren keine Intelligenz kaufen, dem Feigling keine Bewunderung und dem Taugenichts keinen Respekt. Der Mann, der versucht, die Köpfe derer, die ihm überlegen sind, zu kaufen und sich dienstbar zu machen, und sein Geld als Ersatz für Urteilsvermögen einsetzt, wird am Ende zum Opfer der ihm Unterlegenen. Die intelligenten Menschen werden ihm den Rücken zukehren, während Betrüger und Ganoven in Scharen auf ihn zukommen, angelockt durch ein Gesetz, das er noch nicht entdeckt hat: dass ein Mensch seinem Geld gewachsen sein muss. Ist das der Grund, warum Sie es Übel nennen?
    Nur ein Mensch, der ihn braucht, ist bereit, Reichtum zu erben – der Mensch, der sein eigenes Vermögen erwerben würde, ganz gleich unter welchen Voraussetzungen. Wenn ein Erbe seinem Geld gewachsen ist, dient es ihm; wenn nicht, zerstört es ihn. Doch Sie sehen zu und schreien, das Geld habe ihn verdorben. Hat es das? Oder hat er das Geld verdorben? Beneiden Sie keinen wertlosen Erben; sein Reichtum gehört nicht Ihnen, und Sie hätten damit nichts Besseres getan. Denken Sie nicht, dass es unter Ihnen hätte verteilt werden sollen; die Welt mit fünfzig statt mit einem Parasiten zu belassen, würde das ungenutzte Potenzial, das das Vermögen war, nicht wieder zurückbringen. Geld ist eine lebendige Kraft, die ohne ihre Wurzel stirbt. Geld dient keinem Verstand, der ihm nicht gewachsen ist. Ist das der Grund, warum Sie es Übel nennen?
    Geld ist Ihre Überlebensgrundlage. Das Urteil, das Sie über die Quelle Ihres Lebensunterhaltes fällen, ist das Urteil, das Sie über Ihr Leben fällen. Wenn die Quelle verdorben ist, haben Sie Ihr eigenes Leben verurteilt. Haben Sie Geld durch Betrug erlangt? Indem Sie menschliche Laster oder Dummheit begünstigt haben? Indem Sie Einfaltspinseln in der Hoffnung geschmeichelt haben, mehr herauszubekommen, als Ihre Fähigkeiten verdienen? Indem Sie Maßstäbe herabgesetzt haben? Indem Sie für Kunden, die Sie verachten, Arbeit verrichtet haben, die Sie hassen? In diesem Fall wird Ihnen kein Cent Ihres Geldes auch nur einen Augenblick lang Freude schenken. Dann werden die Dinge, die Sie kaufen, keine Belohnung für Sie sein, sondern ein Vorwurf, keine Errungenschaft, sondern eine Erinnerung an Ihre Schande. Dann werden Sie schreien, dass Geld schlecht ist. Schlecht, weil es Ihre Selbstachtung nicht ersetzen kann? Schlecht, weil es Sie Ihre Verworfenheit nicht genießen lässt? Ist das die Wurzel Ihres Hasses auf Geld?
    Geld wird immer eine Folge bleiben und Sie nicht als Ursache ersetzen. Geld ist das Produkt von Tugend, aber es wird Ihnen weder Tugend verleihen noch Sie von Ihren Lastern befreien. Geld schenkt Ihnen nichts Unverdientes, weder im materiellen noch im geistigen Sinne. Ist dies die Wurzel Ihres Hasses auf Geld?
    Oder wollten Sie sagen, dass die Liebe zum Geld die Wurzel allen Übels ist? Etwas zu lieben bedeutet, sein Wesen zu kennen und zu lieben. Geld zu lieben bedeutet, die Tatsache zu kennen und zu lieben, dass Geld das Produkt der besten Kräfte in Ihnen ist und der Schlüssel zum Tausch Ihrer Leistung gegen die Leistung der Besten unter den Menschen. Der Mensch, der seine Seele für fünf Cent verkauft, ist derjenige, der seinen Hass auf das Geld am lautesten verkündet – und er hasst es mit gutem Grund. Diejenigen, die das Geld lieben, sind bereit, dafür zu arbeiten. Sie wissen, dass sie in der Lage sind, es sich zu verdienen.
    Lassen Sie mich Ihnen einen Hinweis geben, worin sich der Charakter der Menschen zeigt: Der Mensch, der Geld verurteilt, hat es unehrenhaft erlangt; der Mensch, der es respektiert, hat es sich verdient.
    Laufen Sie vor jedem Menschen davon, der Ihnen sagt, Geld sei böse. An dieser Aussage erkennt man, dass sich ein Plünderer nähert. Solange die Menschen
    gemeinsam auf der Erde leben und ein Tauschmittel brauchen, ist der einzige Ersatz für Geld die Mündung einer Feuerwaffe.
    Doch Geld verlangt Ihnen die höchsten Tugenden ab, wenn Sie es verdienen oder behalten wollen. Menschen, die keinen Mut, keine Würde oder Selbstachtung besitzen, Menschen, die kein moralisches Verständnis dafür haben, dass sie ein Recht auf ihr Geld haben und nicht bereit sind, es zu verteidigen, wie sie ihr Leben verteidigen würden, Menschen, die sich dafür entschuldigen, reich zu sein, werden nicht lange reich bleiben. Sie sind die natürliche Beute für die Plündererschwärme, die sich jahrhundertelang hinter Steinen verbergen und bei der ersten Witterung eines Menschen hervorkriechen, der für seine Schuld, ein Vermögen zu besitzen, um Verzeihung fleht. Sie werden sich beeilen, ihn von seiner Schuld zu befreien – und von seinem Leben, wie er es verdient.
    Dann werden Sie den Aufstieg der Menschen mit Doppelmoral erleben, der Menschen, die vom Plündern leben, aber auf jene zählen, die vom Handel leben und den Gegenwert für das von den Plünderern erbeutete Geld schaffen – der Trittbrettfahrer der Tugend. In einer moralischen Gesellschaft wären sie die Verbrecher, und die Gesetze würden Sie vor ihnen schützen. Aber wenn die Gesellschaft Verbrechen und Plünderung – dass Menschen Gewalt anwenden, um das Vermögen unbewaffneter Opfer an sich zu reißen – für rechtmäßig erklärt, dann wird das Geld zum Rächer seines Schöpfers. Diese Plünderer halten es für sicher, wehrlose Menschen auszurauben, sobald sie ein Gesetz verabschiedet haben, das sie entwaffnet. Aber ihre Beute wird zum Köder für andere Plünderer, die sie ihnen auf dieselbe Weise entreißen, mit der sie sie erbeutet haben. Dann gewinnen das Rennen nicht jene mit dem größten produktiven Vermögen, sondern jene, die am gnadenlosesten Gewalt anwenden. Wenn Gewalt der Maßstab ist, siegt der Mörder über den Taschendieb. Und dann versinkt diese Gesellschaft in Trümmern und Gemetzel.
    Möchten Sie wissen, ob dieser Tag kommen wird? Beobachten Sie das Geld. Geld ist das Tugendbarometer einer Gesellschaft. Wenn Sie sehen, dass Handelsgeschäfte nicht mehr durch gegenseitiges Einverständnis, sondern durch Zwang zustande kommen; wenn Sie sehen, dass Sie, um etwas produzieren zu können, die Erlaubnis jener einholen müssen, die nichts produzieren; wenn Sie sehen, dass das Geld jenen zufließt, die nicht mit Waren, sondern mit Gefälligkeiten handeln; wenn Sie sehen, dass Menschen durch Betrug und Beziehungen anstatt durch Arbeit reich werden und Ihre Gesetze Sie nicht vor ihnen schützen, sondern umgekehrt; wenn Sie sehen, dass Korruption belohnt und Ehrlichkeit zur Selbstaufopferung wird – dann wissen Sie, dass Ihre Gesellschaft verloren ist. Geld ist ein so edles Mittel, dass es nicht mit Waffen konkurriert und keine Kompromisse mit Brutalität eingeht. Es wird nicht zulassen, dass ein Land als eine Mischung aus Besitz und Beute überlebt.
    Immer wenn unter den Menschen Zerstörer aufgetaucht sind, haben sie damit begonnen, das Geld zu zerstören, denn Geld ist der Schutz des Menschen und die Grundlage moralischen Daseins. Zerstörer beschlagnahmen Gold und hinterlassen seinen Besitzern einen wertlosen Haufen Papier. So werden alle objektiven Maßstäbe zerstört, und der Mensch wird der willkürlichen Macht willkürlich festgelegter Werte ausgeliefert. Gold war ein objektiver Wert, ein Äquivalent produzierten Reichtums. Papiergeld ist ein Pfandbrief auf Reichtum, den es nicht gibt, abgesichert durch eine Feuerwaffe, die auf diejenigen gerichtet ist, von denen erwartet wird, dass sie ihn produzieren. Papiergeld ist ein Scheck, der von legalen Plünderern auf ein Konto ausgestellt wird, das ihnen nicht gehört: die Tugend der Opfer. Es wird der Tag kommen, an dem der Scheck platzt, weil das Konto überzogen ist.
    Wenn Sie das Böse zur Überlebensgrundlage gemacht haben, erwarten Sie nicht, dass die Menschen gut bleiben. Erwarten Sie nicht, dass sie treu zu ihrer Moral stehen und dann ihr Leben geben, um zum Futter des Unmoralischen zu werden. Erwarten Sie nicht von ihnen, dass sie produzieren, wenn Produktion bestraft wird und Plünderei belohnt. Fragen Sie nicht: ‚Wer zerstört die Welt?‘ Sie selbst sind es.
    Sie leben inmitten der größten Errungenschaften der größten produktiven Zivilisation, und Sie fragen sich, warum sie ringsum zusammenbricht, während Sie ihren Lebenssaft verdammen – das Geld. Sie betrachten Geld mit den Augen von Wilden und wundern sich, warum der Dschungel wieder bis an den Rand Ihrer Städte vorgedrungen ist. Im Laufe der Menschheitsgeschichte wurde das Geld immer wieder von Plünderern der einen oder anderen Sorte beschlagnahmt, deren Namen variierten, deren Methode jedoch unverändert geblieben ist: Reichtum durch Gewalt in ihren Besitz zu bringen und seine Besitzer gefesselt, erniedrigt, verleumdet und entehrt zurückzulassen. Diese Phrase über das Übel des Geldes, die Sie mit solcher selbstgerechter Unbekümmertheit aussprechen, stammt aus einer Zeit, in der Reichtum durch die Arbeit von Sklaven erschaffen wurde – Sklaven, die die Abläufe wiederholten, die einst ein kluger Kopf ersonnen hatte und die dann jahrhundertelang nicht mehr verbessert wurden. Solange unter Zwang produziert und Reichtum durch Eroberung erlangt wurde, gab es wenig zu erobern. Und doch haben die Menschen die Plünderer über Jahrhunderte der Stagnation und des Hungers als Aristokraten des Schwertes gepriesen, als gebürtige Aristokraten, als Aristokraten von Amts wegen – und die Produzenten als Sklaven, als Händler, als Ladenbesitzer und als Industrielle verachtet.“

    „Solange Sie nicht erkennen, dass Geld die Wurzel alles Guten ist, betteln Sie um Ihre eigene Zerstörung. Wenn Geld nicht mehr das Werkzeug ist, mit dem die Menschen untereinander handeln, dann werden Menschen die Werkzeuge von Menschen.“

  7. Ernst sagt:

    Eine sehr lehr- und faktenreiche Satire zum Thema Geld bietet auch Dr. Alfons Proebstl unter dem Titel „Nur Gold ist Geld! alles andere ist Kredit“: https://www.youtube.com/watch?v=eEPOb0AWgME

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