von Peter Müller

Was gibt es für eine erstrebenswerte Alternativen zu dem, was heute passiert? Die Antwort eines Voluntaristen darauf lautet: Alles ist erstrebenswert, was ohne initiierende Gewalt funktioniert und freiwillig zustandekommt. Voluntarismus.

Das ist für die meisten eine recht unbefriedigende Antwort, weil sie es gewohnt sind, Patentlösungen serviert zu bekommen. In der Kindheit, im Kindergarten und der Schule gibt es immer jemanden, der ansagt, wie es weitergehen soll. Das setzt sich bei der Ausbildung oder im Studium fort und durchzieht meist auch das gesamte Arbeitsleben: Immer gibt es eine Autorität, die weiß, was richtig ist und dieser Autorität ist Folge zu leisten. Diese Nachricht wird auch in den herkömmlichen Medien ständig wiederholt und der autoritätsgläubige Mensch fordert sie auch in seiner Abhängigkeit vehement ein.

Die Aussage „Ich weiß, was richtig ist, deshalb höre lieber auf mich und tue was ich dir sage“ wird mit zusätzlich mit einem großen „sonst…“ verbunden, worauf alle möglichen Szenarien folgen, die nur einem Zweck dienen: der Angstmache. Zum Schluss werden vorgefertigte Patentlösungen oder „Systeme“ vorgestellt, mit denen man diese zuvor geschürten Ängste wieder loswerden kann und die Menschen nehmen diese Angebote dankbar an.

Dieses Prinzip begleitet uns seit unserer Kindheit. Entsprechend groß ist die Orientierungslosigkeit, wenn plötzlich jemand sagt: „Es gibt keine Patentlösung. Entscheide selbst und tue das, was du für richtig hältst. Patentlösungen, die für alle gleichermaßen gültig sind, gibt es nicht. Dazu sind wir Menschen zu verschieden. Eines der wenigen Dinge, das uns Menschen eint – zumindest die Mehrheit von uns – ist, dass wir Gewalt, die gegen uns persönlich gerichtet ist, nicht wollen und dass wir andere Wege der Problemlösung bevorzugen.“

Mir ist bewusst, dass diese Antwort auf die Frage „Was gibt es für Alternativen?“ wieder unbefriedigend ist. Deshalb formuliere ich die Frage so, wie sie vermutlich eigentlich gemeint ist: „Was kann ich jetzt tun?“ und möchte einige Denkanstöße dazu geben:

Rückbesinnung auf das Wesentliche

Veränderungen beginnen im Kopf. Deshalb möchte ich als erstes dazu anregen, sich auf das Wesentliche zurückzubesinnen. Jeder von uns hat im Verlauf seines Lebens zwei grundlegende Prägungen erhalten, die unsere Aufmerksamkeit gefangennehmen:

1. Andere wissen, was das Beste für mich ist, weil sie das (vermeintlich) rational begründen können.

2. Die Dinge sind wichtig, von denen mir andere erzählen, dass sie wichtig seien, obwohl ich keinen oder nur einen sehr geringen Einfluss darauf habe.

Diese Prägungen haben unseren inneren Kompass programmiert und weisen uns Wege durch unser Leben. Nur haben wir häufig das Gefühl, dass wir instinktiv falsch liegen. Oft sind diese Wege widersprüchlich und der Kompass dreht sich im Kreis. Diese Fehlprogrammierung dient nicht der Entwicklung und Verfolgung unserer eigenen persönlichen Ziele, sondern sie dient den Zielen anderer.

Um den inneren Kompass neu einzustellen, kann man ihn gegenteilig zu den o.g. Prägungen ausrichten:

1. Ich weiß, was das Beste für mich ist, weil mir mein Herz sagt, was richtig und was falsch ist.

Die Meinung anderer kann man sich zwar anzuhören, man muss ihr aber nicht folgen. Oft reicht es, sie erst einmal nur – im Zweifel schulterzuckend – zur Kenntnis zu nehmen. Es gilt, selbst zu entscheiden und sich deutlich stärker auf das eigene Gewissen, die eigene Intuition und das eigene Herz zu verlassen. Und es ist auch wichtig, die volle persönliche Verantwortung für seine Entscheidungen zu übernehmen.

2. Die Dinge sind am wichtigsten, auf die ich selbst einen direkten Einfluss habe.

Wer die Aufmerksamkeit auf die Dinge richtet, die er selbst beeinflussen kann, vergrößert seinen Einflussbereich auf Kosten der Dinge, auf die er ohnehin keinen Einfluss hat. Schlechte Nachrichten oder die hohlen Phrasen irgendwelcher Politiker werden dann unbedeutend. Die persönliche Handlungsfähigkeit steigt durch die größere Energie, die dafür zur Verfügung steht, ganz automatisch. Umgekehrt verringert sich der direkte Einflussbereich, wenn man die Aufmerksamkeit auf Dinge richtet, die nicht zu beeinflussen sind. Es verringert sich dann auch die eigene Handlungsfähigkeit und ein Gefühl der Leere, Ohnmacht und Beklemmung entsteht.

Diese Neujustierung des inneren Kompasses entspricht der natürlichen inneren Programmierung, mit der jeder Mensch auf die Welt gekommen ist. Leider hat eine Armee von „Experten“ jahrzehntelang daran gearbeitet, uns von diesem naturgegebenen Programm zu entwöhnen.

Beispiel: Arbeit und Beruf

Als Beispiel für die Umsetzung habe ich das Thema gewählt, was für mich eines der wichtigsten ist, weil darüber mit Abstand die meiste Angst geschürt werden kann: Der Verlust der Arbeit als wirtschaftliche Existenzgrundlage. Ich vermute darin eine der Hauptursachen für eigenes Verhalten, das wir selbst instinktiv nicht richtig finden.

Wenden wir die beiden Prägungen auf dieses Thema an:

1. Andere wissen, was das Beste für mich ist, weil sie das (vermeintlich) rational begründen können.

Arbeitsmarktexperten, Studienberater, Weiterbildungsberater, Jobcentermitarbeiter, Lehrer, Professoren, Eltern, Bewerbungstrainer usw. wissen aus (vermeintlich) guten Gründen, womit wir die besten Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. Deswegen hören wir auf sie und tun – manchmal mehr oder wenig unfreiwillig – das, was sie uns sagen.

2. Die Dinge sind wichtig, von denen mir andere erzählen, dass sie wichtig seien, obwohl ich keinen oder nur einen sehr geringen Einfluss darauf habe.

Der Arbeitsmarkt bietet keine Chancen, die Arbeitslosigkeit ist hoch, der Wirtschaft geht es schlecht, ich bin zu jung, zu alt, zu hässlich, zu groß, zu klein usw., ich weiß nicht, mit welchem Bein der Personalverantwortliche aufgestanden ist, ich kann nur halbtags arbeiten wegen der Kinder, ich habe keinen Doktortitel, kein Zertifikat, keinen Abschluss usw.

Nun die Neujustierung:

1. Ich weiß, was das Beste für mich ist, weil mir mein Herz das sagt.

Die Meinung anderer nehme ich schulterzuckend zur Kenntnis. Ich habe das Gefühl, dass XYZ das richtige für mich ist. Ich möchte das beruflich machen, weil ich einen Sinn darin sehe und weil mich das begeistert.

2. Die Dinge sind am wichtigsten, auf die ich selbst einen direkten Einfluss habe.

Auf die Meinung der ganzen (oft) selbsternannten „Experten“ habe ich sowieso keinen Einfluss, also kann ich gleich darauf pfeifen. Ich habe aber einen direkten Einfluss darauf, mit wem ich persönlich spreche. Deshalb werde ich mit Menschen sprechen, die im Bereich XYZ beruflich tätig sind, um in beruflicher Hinsicht mehr über mein Lieblingsthema XYZ zu erfahren. Wenn ich durch die Gespräche viel genug aus meinem Bereich kennengelernt habe und das Gefühl habe, dass ich weiß, wo ich hingehöre und an welcher Stelle ich mich gewinnbringend einbringen kann, dann mache ich meinen Lieblingsgesprächspartnern ein Angebot über meine Mitarbeit. Und zwar nur bei denen, die mich so akzeptieren, wie ich bin.

Bei der Arbeit handelt es sich um die wirtschaftliche Existenzgrundlage. Sie ist einer unserer verwundbarsten Punkte und deswegen auch derjenige, der am häufigsten für andere Ziele als die eigenen ausgenutzt wird. Ängste werden hier besonders gerne geschürt. Das ist aber immer nur dann möglich, wenn das Opfer keine Alternativen mehr sieht. Eine sinnvolle Reaktion darauf ist, sich Optionen zurechtzulegen. Egal ob man gerade in einem festen Arbeitsverhältnis ist, oder nicht.

Das ist mit Aufwand verbunden und kostet am Anfang möglicherweise etwas Überwindung. Aber wer es einmal erlebt hat, wie es durch Optionen möglich ist, sich unabhängig und frei auf dem Arbeitsmarkt zu bewegen, dem kann nichts mehr passieren. Er ist zumindest auf dieser Seite nicht mehr erpressbar und geht entspannt durch’s Leben.

Er kann sich dann frei entscheiden, ob er mit seiner Arbeitskraft (weiterhin) zu Verhältnissen beitragen möchte, die den Prinzipien des Voluntarismus widersprechen, oder nicht. Dazu zählt beispielsweise, für andere Arbeitgeber zu arbeiten als für diese hier:

1. Staat

2. staatseigene Organisationen

3. staatsabhängige Organisationen

4. staatsnahe Organisationen

5. steuergetriebene Organisationen

6. subventionierte Betriebe

7. Betriebe mit aggressiver Lobbyarbeit

8. politische Organisationen

9. staatlich protegierte Betriebe

10. besonders steuerbegünstigte Betriebe

usw.

Um es positiv zu formulieren:

Er kann sich frei entscheiden, für ein Unternehmen zu arbeiten, das möglichst vollständig ohne den Staat auskommt und sich möglichst ausschließlich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert. Oder für ein Unternehmen, das in direkter Konkurrenz zu einem Bereich steht, den der Staat mit seinen „Leistungen“ vereinnahmt hat. Oder sich dazu entscheiden, selbst ein Unternehmen zu gründen und zum Erfolg zu bringen, das nach voluntaristischen Prinzipien funktioniert.

 

 

 

Wir sind auf einem guten Weg

Das Umdenken und die Rückbesinnung auf das Wesentliche finden bereits statt. Und zwar nicht nur in kleinen Kreisen wie diesem hier bei FreiwilligFrei, sondern in großem Maßstab. Das Bewusstsein der großen Mehrheit verändert sich unaufhaltsam zum Positiven.

Ein Indiz dafür ist zum Beispiel die von der Bevölkerung größtenteils trotz intensiver Angstmache – und trotz breiter Unterstützung dieser Angstmache durch die Massenmedien – verweigerte Schweinegrippeimpfung. Ich persönlich hätte nie mit einer so großen Ablehnungsquote gerechnet und bin auch deswegen positiv überrascht und sehr optimistisch. Weitere Indizien finde ich in meinem persönlichen Umfeld. Die Absurdität des aktuellen Zwangs- und Gewaltsystems steigt exponentiell an. Und je absurder es wird, desto leichter fällt es, andere Menschen zu inspirieren und für ein freiheitliches Leben zu begeistern.

 

4 Responses to Das Ende der Erpressbarkeit oder: Was kann ich tun?

  1. Zef sagt:

    >Dieses Prinzip begleitet uns seit unserer Kindheit.

    „In abstracto und auf dem Papier besteht der Betrug darin, dass das Individuum ikarisch aufwärts der idealen Aufgabe [„aussen“] nachstreben soll. Aber dieser Fortschritt ist chimärisch, ein reiner Rückschritt, und so oft ein Existierender mit so etwas beginnt, zeichnet ihn der Inspektor der Existenz, das Ethische(!), dass er sich schuldig macht, selbst wenn er es nicht merkt. Je mehr sich dagegen das Individuum mit der Aufgabe in Existenz [„innen“] vertieft, desto mehr schreitet es vorwärts“ (Kierkegaard, Nachschrift).

    Wer den „neuen Menschen“ zu schaffen sucht, der will sich sein Selbst nicht anziehen, nicht in dem ihm gegebenen Selbst, mit allen Vorzügen und Schwierigkeiten, seine Aufgabe sehen, er will es selbst, sich selbst, konstruieren.

    Und wie er mit sich selbst verfährt, so behandelt er seine Mitmenschen, die Gesellschaft. Kempnerei hier wie dort, immer ikarisch aufwärts der idealen Aufgabe nach, immer weiter weg von sich selbst. Selbstenteignung – Fremdenteignung.

    >Wir sind auf einem guten Weg

    Ja, das sind wir!


    Ich erschaffe mich nicht,
    ich wähle mich.

  2. Piet Noir sagt:

    Es ist wirklich interessant um ein wieviel entspannteres man durchs Leben geht, wenn man das beherzigt. Kann ich nur zu gut bestätigen. Wenn man etwas wirklich will und weiß, was die eigenen Bedürfniss befriedigt sind die Chancen um einiges höher eine passende Arbeit zu finden. Dazu hier ein Ausschnitt meines Bewerbungsanschreibens:

    „Sie werden sich vielleicht wundern warum ich keine Zeugnisse, Lebenslauf und sonstige Abschlussdokumente beigelegt habe. Für mich stellt sich die Frage, was solche bedruckten Papiere über die Kenntnisse und Begeisterung eines Menschen aussagen sollen. Eine Note, welche durch die gleichen Vorgaben für viele Individuen entsteht ist meiner Meinung nach überhaupt nicht aussagefähig. Mit dem Lebenslauf verhält es sich ähnlich, welche Rolle spielt es, wo man vorher was, wie lange gemacht hat? Ich habe eine abgeschlossene Berufsausbildung und Fachabitur, doch was sagt das über die Persönlichkeit aus? Ich würde ein persönliches Gespräch den willkürlich gewählten Benotungssystem vorziehen. Falls sie trotzdem auf die Abschlusszeugnisse bestehen, kann ich ihnen selbstverständlich eine Kopie zum Gespräch mitbringen.“

    Ohne euch hätte ich nie den Mut gehabt so etwas zu verschicken. Mit solchen Anschreiben kann man auch ein Umdenken im Unternehmen erreichen, weil solche Bewerbung für sie oft ziehmlich interessant sind und wenn ich bei 10 Bewerbung noch 5 Menschen zum umdenken bringen kann, habe ich schon sehr viel erreicht.

    „Diese Neujustierung des inneren Kompasses entspricht der natürlichen inneren Programmierung, mit der jeder Mensch auf die Welt gekommen ist. Leider hat eine Armee von „Experten“ jahrzehntelang daran gearbeitet, uns von diesem naturgegebenen Programm zu entwöhnen.“

    Großartig bringt es sehr schön auf den Punkt.

  3. FwF Peter sagt:

    Hallo Piet!

    Das Bewerbungsanschreiben geht schon mal in die richtige Richtung, es geht aber noch besser: Auf ein Bewerbungsanschreiben ganz zu verzichten. Was bedeutet schließlich ein Bewerbungsanschreiben? Es bedeutet, sich bereits für den Weg des Systems entschieden zu haben. Damit sind die Spielregeln des „Gegners“ schon akzeptiert und sein Spielfeld ist betreten. Es ist besser, eigene Regeln aufzustellen und auf dem eigenen Spiefeld zu spielen. Ich erkläre das mal an einem plakativen Beispiel:

    Szenario 1:
    Du willst an einem Samstag Abend in einen gefragten Club (=toller Arbeitgeber). Du stellst dich in die Reihe der wartenden Gäste (=Entscheidung für den Weg der Bewerbung). Du kommst an den Türsteher (=Personaler). Der Türsteher mustert dich und schätzt ein (=Kriterien aus dem Personalerhandbuch), ob du nach Umsatz, Spaß und wenig Stress aussiehst (=Prüfung der Bewerbungsunterlagen). Du erfüllst die Kriterien nicht (=z.B. Lücke im Lebenslauf, zu alt, „überqualifiziert“ usw.) und der Türsteher sagt: „Tut mir Leid, heute nur für Stammgäste.“ (=“Wir haben jemanden gefunden, der besser auf die Stelle passt.“). Du fragst nochmal: „Könnt ihr heute mal eine Ausnahme machen? (=“Was hat den Ausschlag gegeben? Geht es nicht doch irgendwie?“). Türsteher: „Wir bitten Sie, jetzt zu gehen.“ (=“Dazu können wir keine Auskunft geben. Wir sind überzeugt davon, dass Sie eine Ihrer Qualifikation entsprechende Tätigkeit finden werden und wünschen Ihnen für die Zukunft alles Gute.“).

    Szenario 2:
    Du willst an einem Samstag Abend in einen gefragten Club (=toller Arbeitgeber). Du lernst vorher die Leute kennen, die im Club arbeiten oder die dort Stammgast sind (=Mitarbeiter, evtl. zukünftige Kollegen, Geschäftspartner, Kunden), z.B. durch Smalltalk (=Information im richtigen Umfeld, Aufbau von persönlichen Netzwerken). Vielleicht kommst du sogar in Kontakt mit dem Clubmanager (=Entscheider, nicht Personaler!). Deine Bekannten gehen dann am Abend mit dir zusammen an der Schlange und am Türsteher vorbei in den Club bzw. der Clubmanager sagt dem Türsteher über den Knopf im Ohr: „Ist ok, kenne ich.“ und du bist drin.

    Im beruflichen Umfeld läuft es meistens genau so. Der Entscheider, d.h. normalerweise der spätere Vorgesetzte, hat schon entschieden, dass du mitarbeiten sollst. Die Personaler werden nur noch pro forma am gesamten Prozess beteiligt, haben aber überhaupt nichts zu sagen. Wer also das Umfeld des Entscheiders und den Entscheider selbst bereits persönlich kennt und vermitteln kann, warum genau er wo genau gerne mitarbeiten könnte, muss sich nicht mehr mit Bewerbungen usw. herumschlagen.

    Es kommt also darauf an, zu einem möglichst frühen Zeitpunkt die richtigen Weichen zu stellen. Im beruflichen Kontext bedeutet das, Klarheit über die eigenen Wünsche zu haben und darüber sprechen zu können und vor allem, sich intensive Gedanken über die effektivste Umsetzungsmethode zu machen.

    LG, Peter

  4. FreeShadow sagt:

    Lieber Peter,

    Erstmals vielen Dank für Deinen Beitrag. Ich freue mich, dass ich nicht „alleine“ bin, und solche Beiträge wie diesen hier motivieren mich umso mehr, diesen Weg weiterzugehen.

    Besonders gefällt mir die Hervorhebung der Neujustierung, sich auf die Dinge die man selbst beeinflussen kann zu konzentrieren, und nicht auf jene Dinge, welche man nicht selbst beeinflussen kann. Ironischerweise erreicht der Mensch eben durch diese Neujustierung etwas, was im Berufsleben zwar – zumindest formell – erwartet wird, ihm vom System aber genommen wird, nämlich authentische EIGENVERANTWORTUNG.

    „Das ist mit Aufwand verbunden und kostet am Anfang möglicherweise etwas Überwindung“ da dies bedeuten würde, dass ich mich anstrengen muss. In der Gesellschaft läufts umgekehrt: Durch die Massenmedien werden die Bürger (des-)informiert, also ein passiver Vorgang; bequem, möglichst ohne eigene Anstrengung; sich aktiv zu informieren erfordert viel mehr Aufwand und Energie. So verhält es sich auch mit der Eigenverantwortung: Wenn ich mich auf die Dinge, die ich selbst beeinflussen kann konzentriere, dann will ich die auch beeinflussen, das ist natürlich mit Aufwand verbunden (aktiver Vorgang). Ich könnte mich aber auch dazu entscheiden, bequem zu bleiben, und auf solche Anstrengungen zu verzichten, also passiv bleiben; in dem Fall würde ich mich automatisch auf jene Dinge konzentrieren, welche ich NICHT beeinflussen kann 😉

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