Infiltriere doch die Mafia!

On 9. März 2014, in Gesellschaft und Politik, Videos, Wählen, by FreiwilligFrei

Freiheitlich orientierte politische Aktivisten behaupten, dass sie Freiheit auf dem politischen Weg erreichen können. Ihre Vertreter sollen über Wahlen in politische Funktionen gehoben werden und dort für mehr Freiheit sorgen. Was ist aber, wenn sie selbst nicht einmal dazu fähig sind, ganz kleine Gruppen in ihrer Nachbarschaft zu unterwandern und deren Ziele zu verändern? Wie aussichtsreich ist es dann, das bei so einer riesigen und schwerfälligen Organisation wie dem Staat zu versuchen?

Stefan Molyneux stellt sich diese Fragen und fordert politische Aktivisten dazu auf, erst einmal in einem ganz kleinen Rahmen zu beweisen, dass sie dazu in der Lage sind, Veränderungen über den politischen Weg zu erreichen, bevor sie Geschichten darüber erzählen, wie sie es mit dem gesamten Staat machen wollen.

Hallo alle zusammen, mein Name ist Stefan Molyneux von Freedomain Radio, ich hoffe es geht euch richtig gut.

Worüber ich heute reden wollte … und falls Ihr „Monsieur Le Paul“ gerne als politischen Kandidaten seht, dann versuche ich hier nicht euch davon abzubringen. Wenn Ihr es wirklich wollt, dann werdet ihr die ganze Ron Paul-Sache von vorne bis hinten durchleben.

Ich möchte einfach ein paar Ideen für die Zeit nach der Ron-Paul-Kampagne vorstellen, wenn sich herausgestellt hat, dass sie gescheitert ist. Dann habt ihr in der Zeit der Leere und Enttäuschung etwas, was vielleicht dann doch ganz interessant und auch glaubwürdiger ist, wenn feststeht, dass meine Vorhersagen doch richtig waren.

Also ich sage nicht zu euch: „Wählt nicht! Geht auf keinen Fall zur Wahl!“. Seht es einfach als ein paar Gedankenexperimente oder Sichtweisen, die langfristig nützlich sein könnten und vielleicht könnt ihr sie sogar auch als Beweise gegen mich verwenden, wenn ich am Ende komplett falsch liege und mich für alles bei allen entschuldigen muss.

Die einen glauben an den politischen Weg zur Freiheit und die anderen denken so wie ich und sagen, dass die Politik nur eine hohle Ablenkung ist, die nur Zeit kostet und am Ende alles sogar verschlimmert. Wir sollten nicht miteinander streiten.

Wir können das nämlich alles ausprobieren. Wir müssen uns gar nicht in diesen vielen  Theorien verlieren, wir können es ausprobieren und schauen, wie wir die eine oder andere Theorie in der Praxis auf die Probe stellen können. Ich stelle einfach mal ein paar Ideen vor, und Ihr sagt einfach, was Ihr dazu denkt.

Ich glaube wir sind uns darin einig, dass der Staat nicht existiert um dem Steuerzahler zu dienen. Er dient ihm genausoviel wie ein Bauer seinen Kühen oder Hühnern dient. Er versucht sie natürlich gesund zu halten und das alles aber nur´, damit sie Eier, Milch, Kälber, und Fleisch produzieren.

Der Staat ist nur daran interessiert, uns in dem Ausmaß zu beschützen, in dem er uns weiterhin als Steuer-Vieh nutzen kann. Er ist nicht dazu da, uns zu dienen. Ihr kennt den Spruch von den Polizeiautos. „Die Polizei, dein Freund und Helfer“ – das ist absolut wahr, nur sind nicht wir damit gemeint.

Die Polizei ist der Freund und Helfer der politischen Befehlshaber und des Herrschaftssystems, nicht der individuellen Bürger. Sonst würde sie ja nicht sagen: „Wir sind hier, um zu dienen und um zu beschützen. Also gib uns die Hälfte deines Einkommens, oder wir erschießen dich!“. Das wäre ja dann doch etwas widersprüchlich. Ja sie existiert, um zu dienen und zu beschützen, bloß nicht uns, sondern anderen auf unsere Kosten, das ist klar.

Es ist bekannt, dass Interessengruppen im Wahlkampf den Parteien einen gewissen Geldbetrag spenden, und ich meine damit nicht die Ron Paul Anhänger, ich meine die Vermischung von politischen und wirtschaftlichen Interessen. Interessengruppen geben bestimmten Kandidaten Spendengelder, und im Gegenzug tun ihnen diese Kandidaten gewisse Gefallen, verteilen Gelder, geben Steuervorteile, Subventionen, Schutztarife, besondere Rechte, alles im Austausch gegen die besagten Wahlspenden. Also du kaufst dir einen Politiker und als Belohnung schanzt er dir einen Teil der Steuergelder zu.

Ich glaube, die Pharma-Lobby hat rund 10 Millionen Dollar für das letzte Senioren-Pharmagesetz bezahlt, das George (W.) Bush vor ein paar Jahren durchgedrückt hat, und das hat der Pharmaindustrie Hunderte Milliarden Profit eingebracht. Ich meine, das ist ein ziemlich gutes Investment, und es ist Teil der Korruption im System. Jeder Vorstandsvorsitzende, der „Nein“ dazu sagt und „Ich werde so etwas nicht mitmachen!“, würde von seinen wütenden Aktionären geköpft werden.

Wenn du einen Profit machen kannst, indem das von den Steuerzahlern bezahlte Militär und die Polizei die Steuerzahler dazu zwingt, dich zu bezahlen, dann machst du es einfach. Es ist immerhin deine Aufgabe, die Profite zu maximieren. Die Konzerne sind nicht das Übel, sondern es sind die Bedingungen, die das Übel herbeiführen.

Es ist also klar, dass der Staat dazu existiert, diesen Interessengruppen zu dienen. Die Landwirtschaftslobby verhilft einem Haufen Politikern im mittleren Westen zum Wahlerfolg, um ihre Mitglieder zu schützen, ihre eigenen Interessen durchzusetzen, und ihren Wohlstand zu verbessern. Das ist selbstverständlich und ich glaube, dass jeder, der nicht mal das versteht, mich anschaut, als würde ich irgendein Blabla und mich auch sonst nicht versteht.

Gewisse Gruppen konzentrieren sich darauf, den Interessen ihrer Mitglieder zu dienen. So weit so gut.

Eine lateinamerikanische Interessengruppe wird selbstverständlich pro-lateinamerikanisch sein, und sie wird eine Politik vertreten, die für ihre Mitglieder nützlich ist. Alle Gruppen existieren wegen den Interessen ihrer Mitglieder und das betrifft nicht nur politische Gruppen, sondern alle Gruppen.

Das sollte jetzt klar sein. Wenn wir uns also in der Ron Paul Kampagne oder irgendeiner anderen politischen Kampagne engagieren, ist das der Versuch, eine Gruppe wie den Staat gegen die Interessen derer zu drehen, die er vertritt. Ich versuche es so einfach und so kurz wie möglich zu machen und ich kann mir nicht vorstellen, wie ich es noch einfacher darstellen kann. Gehen wir es vorsichtshalber noch einmal durch, weil es sehr wichtig ist.

Sich mit libertären Zielen politisch zu engagieren bedeutet, den Staat verschlanken zu wollen und so für die Freiheit zu kämpfen (oder sich auch einfach nur für die Verfassung einzusetzen). Jedes politische Engagement konzentriert sich auf den Versuch, die Kontrolle über den Staatsapparat zu bekommen, um ihn dann gegen seine Mitglieder auszurichten, die er repräsentiert, also ihn gegen seine Spender zu drehen.

Es gibt sehr einfache Möglichkeiten, diese Theorie anhand der Praxis zu testen. Hier ein paar Vorschläge, sagt mir einfach, was ihr davon haltet:

Wenn irgendwer zu mir sagen würde: „Stef, ich habe eine politische Lösung, die uns in relativ kurzer Zeit befreien wird! Wir müssen den Staat infiltrieren, so dass einer von uns die Kontrolle über den Staatsapparat bekommt, und dann können wir alles auf den Kopf stellen!“, dann würde ich zuerst sagen: Hey, das ist ein ziemlich krasser Plan! Also, wenn du das schaffst, dann ist das fast schon wie die Erfindung der Anti-Schwerkrafts-Zeitmaschinen-Stiefel! Ich meine, eine Organisation zu infiltrieren und sie dann komplett gegen den Grund für ihre Existenz und ihre Mitglieder von denen ihre Existenz abhängt, auszurichten. Weißt du, das ist schon eine ziemlich gewagte Behauptung.

Okay, wenn du sagst „Ich kann ein Auto hochheben!“, dann fang doch erst mal mit etwas Kleinem an. Warum hebst du stattdessen nicht zum Beispiel erst mal diese Kaffeetasse hier hoch? Und wenn du nicht mal die Kaffeetasse hochheben kannst, dann ist vollkommen klar, dass du das mit Auto vergessen kannst. Eigentlich wäre ein Gebäude hier ein passenderes Beispiel als ein Auto.

Also, durch politisches Engagement sollen wir uns in diesem gigantischen Staatsapparat langsam hocharbeiten, ihn bis in die Spitze infiltrieren, ihn auf den Kopf stellen, und ihn gegen die vielen Interessengruppen, denen er dient, zu drehen. Das ist eine wirklich gewagte Behauptung. Wir sollen also ein ganzes Gebäude hochheben und es auf einem Finger kreiseln lassen wie es die Harlem Globetrotters mit einem Basketball tun. Du behauptest, dass das möglich sei, also zeig mir erst mal, wie du diese Tasse hochheben kannst. Wenn du nicht mal die Kaffeetasse hochbekommst, dann kann ich dich nicht ernst nehmen, wenn du behauptest, ein ganzes Gebäude hochheben zu können.

Ich habe einen Vorschlag: Du kennst also so einen wundersamen Mechanismus oder hast irgendwelche besonderen Fähigkeiten … und ich mein das ehrlich, vielleicht hast du eine großartige Strategie, mit der du mit Hilfe von Rhetorik, Drogen, und halbnackten Tänzerinnen eine Organisation infiltrieren, sie auf den Kopf stellen, und gegen ihre Mitglieder drehen kannst. Also das ist dann relativ einfach zu überprüfen:

Also zeige mir, dass du zumindest die Kaffeetasse hochheben kannst, indem du dir irgendeine kleine lokale Gruppierung suchst, zum Beispiel wenn du selbst ein Latino bist, einen Latino-Club trete diesem Club bei. Und dann versuche, den Club gegen die Latinos auszurichten. Also, wenn du das schaffst, dann wäre das ziemlich cool, oder? Ich will nicht damit sagen, dass überhaupt irgend jemand gegen Latinos sein soll, aber es ist ziemlich cool, wenn du einer Gruppe beitreten kannst, und du diese dazu bringen kannst auf einmal gegen alle ihre Mitglieder und gegen alle, die von dieser Gruppe profitieren, vorzugehen. Faszinierend, faszinierend! Irgendein lokaler Latino-Club mit 50 Mitgliedern, und du trittst bei und sagst „Ich glaube wir sollten gegen Latinos vorgehen. Oh Latino-Club mit 50 Mitgliedern, mit Hilfe meiner großartigen Rhetorik und Überzeugungskunst werde ich dich dazu bringen, gegen Latinos vorzugehen.“

Also, wenn du das schaffst, dann hast du zumindest eine Kaffeetasse hochgehoben. Wenn nicht, dann hör endlich mit dem Gequatsche auf, die Regierung verändern zu wollen, ich bitte Dich! Mach‘ dich doch nicht lächerlich! Ernsthaft! „Ich kriege die Tasse nicht hoch, aber ich kann ein ganzes Gebäude stemmen.“ Nö, das nehm‘ ich dir nicht ab. Entschuldige, mir geht’s gut. Vielleicht habe ich heute schon zu viele Kaffeetassen hochgehoben.

Aber das ist es, was ich meine: Kümmere dich um etwas, was in greifbarer Nähe ist.

Ein anderes Beispiel: Du denkst, dass du einen Typen ins Weiße Haus bringen kannst, und er verändert dann die Regierung so, dass sie sich gegen alle ihre Mitglieder stellt. Dann sollte es viel einfacher sein, deine Familie zu verändern. Viel einfacher als die Regierung. Dann mach doch zuerst deine Familie zu Leuten, die die Anwendung von Gewalt ablehnen, die den Libertarismus, Voluntarismus, oder Anarcho-Kapitalismus unterstützen. Auf deine Familie hast du viel mehr Einfluss als auf den Staat. Und Deine Familie oder auch der Latino-Club benutzen keine Gewalt, sie haben keine Armee, sie haben nicht die Fähigkeit Geld zu drucken, sie haben keine ungeheure Militär- und Polizeimacht zur Verfügung, um zu machen sie wollen. Also das ist eine viel berechenbarere Situation, auf die du wesentlich mehr Einfluss hast als du oder Ron Paul jemals über die gesamte Regierung haben werden.

Also sollte es kein Problem für dich sein,  die Meinungen deiner näheren und entfernteren Verwandtschaft zu ändern, oder? Ich meine wenn du das nicht kannst, dann kannst du nicht mal deine Hand hochheben, und erst recht keine Tasse, und ganz zu schweigen von einem gigantischen Gebilde Namens Staat und der größten Militärmacht, die jemals auf der Welt existiert hat.

Ich versuche hier nicht, gemein zu sein. Ich versuche, dich davor zu bewahren, Zeit, Geld, und Energie zu verschwenden. Konzentriere dich auf das, was wirklich funktioniert und nicht auf das, was du einfach nur gut finden würdest!

Wenn du ein Arzt werden willst, dann ist es wichtig zu lernen, welche Heilmethoden funktionieren, und welche nicht funktionieren, und nicht einfach nur irgendwas zu verschreiben, was dir gerade in den Kram passt. Zumindest wenn du ein wirklich verantwortungsbewusster Arzt sein möchtest.

Also wenn du nicht mal die Meinungen deiner Freunde oder deiner Familie ändern kannst, wenn du nicht dazu in der Lage bist, einen Latino-Club mit 50 Mitgliedern zu infiltrieren und ihn gegen Latinos zu drehen, dann solltest du zumindest etwas bescheidener auftreten, wenn es um deine Fähigkeit geht, die Macht des Staates unter Kontrolle zu bringen, zu steuern und zu verringern.

Das gute an einem irrationalen Argument ist, dass es immer scheitert, egal wie günstig die Rahmenbedingungen sind. Also angenommen du schaffst es, deine Familie und deine Freunde zu überzeugen und angenommen du hast auch den Latino-Club mit deinen magischen Kräften verändert. Schaffst du es auch, die NAACP, also den Verband zur Förderung Farbiger Menschen zu einer rassistischen Organisation zu machen? Kannst du den Ku Klux Klan infiltrieren und zur NAACP umprogrammieren? Kannst du jegliche Organisation infiltrieren und gegen ihre Mitglieder, Gründer, und alle diejenigen denen sie dienen soll, drehen? Das sind alles nicht-staatliche, gewaltfreie Organisationen.

Kannst du einer Gewerkschaft beitreten, und sie dann auflösen? Kannst du der Arbeitergewerkschaft der Autoindustrie beitreten, dich hocharbeiten, und sie dann in eine nicht-gewerkschaftliche Organisation des freien Marktes umwandeln? Nichts gegen Gewerkschaften, ich beziehe mich hier auf die staatlichen Aspekte von Gewerkschaften. Kannst Du sie dazu bringen, sich nicht mehr für Schutzzölle einzusetzen oder nicht mehr zu versuchen die Staatsgewalt zu benutzen, um mehr und mehr Vorteile für ihre Mitglieder herauszuschlagen?

Freiwillige Organisationen, ich rede hier von freiwilligen Organisationen! Für Libertäre hat es Millionen von Gelegenheiten gegeben, diese wundersame Fähigkeit zu beweisen, zu zeigen dass sie daran glauben, dass sie Leute von der Spitze von Organisationen verdrängen können, um diese dann auf den Kopf zu stellen!

Seitdem es den Libertarismus gibt, zählen wir mal Adam Smith mit, also seit über 300 Jahren, hat es viele Millionen von Gelegenheiten für Libertäre gegeben, in einem kleinen, überschaubaren, erreichbaren Umfang zu zeigen, dass sie die Fähigkeit besitzen, Organisationen zu infiltrieren und sie auf den Kopf zu stellen, und sie gegen ihre Mitglieder und ihre Begünstigten zu drehen.

Ich frage mich, warum das noch nie jemand gemacht hat. Ich frage mich warum Libertäre nicht beweisen, dass sie den Staat auf den Kopf stellen können, indem sie zeigen dass sie Gewerkschaften infiltrieren und gegen ihre Gewerkschaftsmitglieder drehen können. Ich frage mich, warum Libertäre nicht beweisen, dass sie den Staat umdrehen, kontrollieren, und minimieren können, indem sie einer Bauerngewerkschaft beitreten und jeden überzeugen, die Agrarsubventionen zu streichen oder zumindest zu kürzen. Das frage ich mich. Ehrlich gesagt, ich frage mich das überhaupt nicht. Wir alle wissen: Es wird niemals passieren. Es wird niemals passieren.

Gehen wir noch einen Schritt weiter. Nehmen wir an, du hast Familie und Freunde verändert, du hast den Latino-Club in einen Anti-Latino-Club verwandelt, die NAACP rennt mit Kapuzenanzügen herum und der Ku Klux Klan mit Hip-Hop-Klamotten. Du hast alles auf den Kopf gestellt, du hast diese beeindruckende Fähigkeit unter Beweis gestellt. Okay, dann müssen wir uns jetzt langsam aber sicher ganz vorsichtig an das Wesen des Staates herantasten:

Der Staat ist eine gewalttätige Organisation. Der Staat ist eine Organisation, die eine ungeheure Macht kontrolliert – jeder Staat in der Welt, wobei Amerika natürlich das größte Militär aller Zeiten besitzt. Jeder Staat kontrolliert eine massive Militärgewalt im Gegensatz zu Individuen oder Gruppen. Um deine Theorie zu beweisen brauchst du nicht in den Wahlkampf zu ziehen. Wenn du wirklich glaubst, dass du diese wundersame Fähigkeit besitzt, gewalttätige Organisationen zu infiltrieren und sie gegen ihre Mitglieder zu drehen, dann beweise es einfach folgendermaßen:

Gehe zur Mafia. Trete der Mafia bei und mach sie zu einem Wohlfahrtsverband. Das ist VIEL VIEL einfacher als bei der größten Militärmacht aller Zeiten. Ich rede nur von den Typen bei dir vor Ort. Die sind wesentlich einfacher zu infiltrieren! Es ist viel einfacher der Mafia beizutreten als ein Kongressabgeordneter zu werden, allein schon rein statistisch gesehen: Es gibt ungefähr 300 Kongressabgeordnete, aber bestimmt zehntausende von Mafia-Mitgliedern, da bin ich mir ziemlich sicher.

Es ist viel einfacher, Mitglied irgendeiner kriminellen Gang zu werden als in hohe Ämter gewählt zu werden. Die Mafia kontrolliert viel weniger Gewalt, sie hat kaum Kontrolle über die Propaganda, und die Bevölkerung weiß schon, dass sie Böse ist. Das Problem mit der Regierung ist also, dass die breite Masse glaubt, dass sie gut und notwendig sei, genauso wie sie früher daran geglaubt hat, dass Sklaverei, die Benachteiligung von Frauen, und der Krieg gut und notwendig waren. Manche glauben es noch immer. Aber die Leute wissen sowieso schon, dass die Mafia schlecht ist, sie ist viel besser greifbar, viel leichter zu infiltrieren, sie hat kein Gewaltmonopol, und sie wird auch noch von der Polizei gejagt. Das ist eine viel überschaubare Situation. Also warum gehst du nicht zur Mafia und machst sie zu einer freundlichen Gruppe, oder bringst sie zumindest dazu, einen erheblichen Bestandteil ihres Geschäftes aufzugeben? Gehe zur Mafia, bring sie dazu die Hälfte ihrer Kontrolle über das Glücksspiel aufzugeben, die Hälfte ihrer Prostitutionsringe dicht zu machen, die Hälfte ihrer Erpressungen und die Hälfte ihres Drogengeschäftes aufzugeben, oder ein Drittel, oder zehn Prozent! Mach‘ das und du wirst unglaublich wertvolle Lektionen lernen, wie man im nächsten Schritt eine Institution verändert, über die die Mehrheit der Bevölkerung denkt, dass sie moralisch sei, und die eine riesige Armee besitzt!

Also verstehst du jetzt, dass es ein bißchen komisch aussieht, wenn jemand sagt, wie ein Typ vor kurzem: „Nein, schau mal, Ron Paul wird die Welt besser und sicherer machen, indem er alle Militärbasen dicht macht, den Irakkrieg beendet und die Soldaten nach Hause schickt.“ Wenn du weißt, wie man die größte Armee aller Zeiten kontrolliert und minimiert, dann kannst Du mit Sicherheit die Mafia infiltrieren. Und diese dann auf den Kopf zu stellen, sollte das einfachste auf der Welt für dich sein. Das kriegst du an einem Wochenende hin.

Warum gehst du nicht zur Armee und machst aus ihr einen Verein der Friedensaktivisten? Alle sollen ihre Waffen niederlegen, oder die Hälfte davon, oder 25%. Warum machst du das nicht? Wenn du glaubst, dass man jemanden in eine Organisation wählen kann, dann mach es zuerst in deinem eigenen Leben, mach es in Situationen, die du kontrollieren kannst, Situationen die einfach zugänglich und verfügbar sind. Auf deiner Arbeit, versuche deinen Arbeitgeber gegen seine Kunden zu drehen. Wir sind nicht die Kunden des Staates, die Kunden des Staates sind die Interessengruppen, wie z.B. der militärisch-industrielle Komplex, die Empfänger von Sozialleistungen, die Rentner, die von der Gesundheitsfürsorge und ihren Pensionszahlungen abhängen, das sind Kunden des Staates, nicht du oder ich oder die Arbeiterklasse. Also gehe zu einer Firma bei und sage „Meine Mission ist es die Firma gegen die Kunden zu drehen und sie am Ende zu ruinieren.“ Klingt das erfolgversprechend? Es ist überflüssig, mit mir über politische Lösungen, Abstraktionen, und Theorien zu reden, es ist komplett überflüssig, denn du kannst ja deine Theorien erst mal beweisen.

Ich habe gezeigt, dass die Geschichte diese Theorien zu politischem Engagement widerlegt hat, denn seit Hunderten von Jahren haben Leute versucht den Staat unter Kontrolle zu bringen und der Staat wird immer größer und größer. Also sind diese Theorien widerlegt. Du kannst deine Theorien aber trotzdem beweisen, du brauchst nicht mit mir zu diskutieren, mich anzubrüllen und zu schimpfen, wütend auf mich zu sein, zu sagen dass ich gegen die Freiheit bin, dass ich ein Kanadier bin usw.
Du brauchst nicht wütend auf mich zu werden. Zeig‘ mir einfach nur, dass die Theorie funktioniert. Und das geht ganz einfach, ohne auf eine Wahl warten zu müssen. Schnapp dir einfach eine lokale Gruppe und drehe sie gegen ihre eigenen Mitglieder, ganz einfach, ganz ganz einfach!

Aber das wird niemals geschehen. Weil vollkommen klar ist, dass es Blödsinn ist. Wir wissen es. Wir wissen es wird nie klappen. Wir wissen, dass wir nie eine Latinogruppe infiltrieren und sie gegen die Latinos drehen können, 50 Leute, keine Waffen, vor Ort. Wie oft hast du jemanden in deiner eigenen Familie verändert, auf den du jede Menge Einfluss hast?! Nein, libertäre Politiker sind ein Haufen von Leuten, die noch nicht mal ihre eigene Hand hochheben können und die behaupten, sie könnten Berge hochheben. Das ist einfach lächerlich!

Wenn Ron Paul über 700 Militärbasen dichtmachen und die Soldaten nach Hause schickt, glaubst du, dass das größte Militär aller Zeiten einpacken und abhauen wird, weil ein alter Mann ein paar Wörter auf einen Papierzettel schreibt? Komm schon, das kannst du nicht ernst meinen. Es wird nicht passieren! Es wird nicht passieren! Wenn es passiert, wäre das großartig! Wirklich, ich wäre der glücklichste Typ auf der Welt, wenn wir alle Soldaten aus den anderen Ländern abziehen könnten, ich wäre begeistert. Aber es wird nicht funktionieren! Es wird nicht funktionieren!

Es gibt andere Dinge, die funktionieren werden. Und wir sollten uns auf diese konzentrieren. Und nicht auf die verrückte Phantasie, dass uns politisches Engagement jemals Freiheit geben wird.

Vielen Dank fürs Zuschauen und bis bald!

Original:
Stefan Molyneux – Infiltrating the Mafia
youtube.com/watch?v=9eacoZopXYY

Übersetzung:
EconomicsJunkie

Überarbeitung, Sprecher, Produktion:
Peter Müller

Musik:
Revolution Void – Invisible Walls
http://www.jamendo.com/de/track/885439/a1.-revolution-void-invisible-walls
http://creativecommons.org/licenses/by-nc/3.0/

 

76 Responses to Infiltriere doch die Mafia!

  1. Zef sagt:

    > Politik nur eine hohle Ablenkung ist, die nur Zeit kostet und am Ende alles sogar verschlimmert

    „Es ist absolut unmöglich, dass die Idee der Gesellschaft, der Gemeinschaft, die Rettung der Zeit wird; im Gegenteil…

    Das Prinzip gesellschaftlicher Interessenverbände (das seine Gültigkeit zutiefst im Verhältnis zu den materiellen Interessen haben kann) in unserer Zeit ist nicht bejahend, sondern verneinend; es ist eine Ausflucht, eine Ablenkung, ein Trugschluss der Sinne, deren Dialektik ist: Indem es die Individuen stärkt, entkräftet es sie; es stärkt durch das Zahlenmäßige, … ethisch gesehen ist dies aber eine Schwächung“ (Kierkegaard).

    >Wenn du nicht mal die Kaffeetasse hochbekommst, dann kann ich dich nicht ernst nehmen, wenn du behauptest, ein ganzes Gebäude hochheben zu können.

    Es ist für einen Schwätzer viel leichter über Gott und die Welt zu fabulieren, als einen einfachen Bleistift zu beurteilen.


    Prämissen ohne Konklusion haben wirklich eine frappante Ähnlichkeit mit dem Phosphor: beide verpuffen (SK)

  2. freedomforce sagt:

    Nun ja, Steffi Molyneux geht natürlich davon aus, dass das Engagement integer und ethisch unverwerflich stattfindet, dass niemand über die wahren Absichten belogen wird. Andernfalls würde der libertären Idee geschadet. Aus diesem Grund hätte Johny Paul gar nicht erst antreten dürfen. 🙂

    Wenn du einen Profit machen kannst, indem das von den Steuerzahlern bezahlte Militär und die Polizei die Steuerzahler dazu zwingt, dich zu bezahlen, dann machst du es einfach. Es ist immerhin deine Aufgabe, die Profite zu maximieren. Die Konzerne sind nicht das Übel, sondern es sind die Bedingungen, die das Übel herbeiführen.

    Klingt nach einer moralischen Entlastung aller Nettostaatsprofiteure, das wäre zumindest die logische Konsequenz. Hier Unterscheidungen zu treffen, solange die Akteure eine Handlungsoption haben, wäre ziemlich lächerlich.

  3. sniko sagt:

    Der Vergleich mit Mafia und Latinoverbänden hinkt etwas:
    – in die Staat-Mafia können auch Leute eintreten, die ihr nicht wohl gesonnen sind
    – Maßnahmen gegen diese V-Leute sind zumindest nach offiziellen Mafia-Regeln verboten
    Somit kann man die Mafia schon beeinflussen oder behindern. Wo die Sache zumindest nach offiziellen Regeln kritisch wird, ist die Abschaffung der Mafia. Das ist nach ihren Regeln ja tatsächlich verboten und sie kann sich per Gewalt wehren, nennt sich wohl Verfassungsschutz…

    • freedomforce sagt:

      Warum sind sie wohl verboten, weil Maßnahmen der U-Boote keine Chance haben, aufgrund der Konstruktion des Systems. Außerdem lässt sich die nicht-staatliche Mafia infiltrieren, was V-Leute der Staatsmafia bewiesen haben. Aber das ist nicht der Punkt, es geht darum, was im Kleinen kaum Aussicht auf Erfolg hat, wird im Großen nahezu unmöglich sein. Grundlage des Systems ist der Gehorsam und die Unterstützung der Untertanen.

      Bei allen Armen Leviathans ist nicht wichtig wie sie heißen, mit welchem Euphemismus sie betitelt werden, sondern welche Aufgaben sie wahrnehmen.

  4. Kurt Gluth sagt:

    Ich bin neugierig, wie jemand Michaels Ausführungen hier (denen ich voll und ganz zustimme) mit Ausflüchten zu umschleichen versuchen wird (denn das erwarte ich).

    • sniko sagt:

      das habe ich gerade versucht, und keiner hat angebissen 😉
      Schön, wenn man jegliche unpassende Argumente schon im Voraus negieren kann…
      Also hier sind noch mal meine Umschleichungsversuche:
      – in die Staat-Mafia können auch Leute eintreten, die ihr nicht wohl gesonnen sind
      – Maßnahmen gegen diese V-Leute sind zumindest nach offiziellen Mafia-Regeln verboten
      Die Achillesferse des Konstrukts Demokratie ist ja die, dass man da nach Proporz reinkommt. Mafia und Latinos schließen einen natürlich sofort und problemlos aus, wenn man ihnen nicht passt. Der Staat muss dafür aber offizielle Gesetze oder Verbote beschließen, was genau den verbotenen Gruppen aber noch mehr Zulauf bescheren würde, und der Demokratie die Maske vom Gesicht reißt. In Deutschland hat es der Staat noch leichter, man nennt Infiltranten Nazis und fertig. Aber probier das mal in Frankreich.

      Und noch was ist mir gerade eingefallen: Stefan Molyneux geht nur davon aus, dass man allein die Mafia infliltriert. Wie immer Voluntaristen die Welt auch verändern wollen und mögen (was ich inständigst hoffe), sie brauchen dazu einen gewissen Bevölkerungsanteil, oder? Lass das mal nur 20% sein, das macht knapp 40% Wählerpotential.

      Genug der Ausflüchte 😉 …

      • michael sagt:

        kurzgesagt, auch du kannst den beweis nicht antreten.

        • sniko sagt:

          Ich kann Molyneux‘ story natürlich nicht vollziehen und:
          1. einzeln
          2. eine völlig homogene Gruppe
          3. mit beliebigem Ausschlussrecht
          4. gegen sich selbst oder ihre Kundschaft wenden

          Das beweist nicht, dass es nicht möglich ist
          1. mit einer Gruppe von Gleichgesinnten
          2. eine nicht homogene Gruppe
          3. mit komplizierten Ausschlussklauseln
          4. zu entern, diese zu behindern und zu schwächen

          Molyneux setzt voraus, dass man als gewählter Volksvertreter Politik machen muss. Muss man nicht, ein gewählter echter Libertärer wird sich weigern, Politik zu machen. Er wird bei seltenen Gelegenheiten der Abschaffung von Politik zustimmen, hauptsächlich aber Kaninchen züchten und sich um seine Kinder kümmern.

          • michael sagt:

            wieder nur ausflüchte… sag doch einfach, du kannst den beweis nicht antreten.

          • Equality 7-2521 sagt:

            Ich hab mich auch gefragt ob das ein guter Vergleich ist. Schließlich verlangt er das man die Mitglieder einer Gruppe gegen die Ziele der Gruppe ausrichtet. Beim Staat geht es aber darum Menschen außerhalb der Gruppe davon zu überzeugen das die Mitglieder der Gruppe ausgetauscht werden sollen. Und die Familie vom Wählen einer bestimmten Partei zu überzeugen dürfte genauso schwer sein wie sie davon zu überzeugen das der Staat ganz weg gehört.

            Trotzdem werben Parteilibertäre auch nur mit einer anderen Form von Staat. Der Wahlkampf läuft nach den Spielregeln des Staates ab. Er macht die Parteien von seinen Subventionen abhängig, und verhindert somit eine echte und glaubwürdige Opposition. Die Alternative zum Staat ist nicht „wenig Staat“ sondern „gar kein Staat“.

          • michael sagt:

            “ Schließlich verlangt er das man die Mitglieder einer Gruppe gegen die Ziele der Gruppe ausrichtet.“
            genau…und das sind die interessen der interessensgruppen…beispiele werden ja genügend genannt.

          • Equality 7-2521 sagt:

            Ich hatte an Abgeordnete gedacht. Gemeint sind aber anscheinend die Großspender. Gegen den Propagandaapparat des Staates und seiner Interessengruppen müssen aber auch wir ankommen.
            Unser einziger Vorteil ist der Wert der besseren Ideen, die Glaubwürdigkeit und die Verifizierbarkeit unserer Aussagen.

          • michael sagt:

            „Unser einziger Vorteil ist der Wert der besseren Ideen, die Glaubwürdigkeit und die Verifizierbarkeit unserer Aussagen.“
            das ist ja schonmal ne gute ausgangslage.
            lügen unters volk zu bringen und sie dort zu halten ist viel schwieriger als dies mit der wahrheit zu tun.
            eine kleine kerze kann schon einen total dunklen raum erhellen….
            lügner und psychopathen sind wie kakerlaken, die reißaus nehmen, wenn du das licht im zimmer anmachst:)

            das vorleben der ideen ist auch sehr machtvoll, weil sie einfach überzeugender sind.

            zb ist ben durch uns mit seiner familie in den elsaß gezogen, um sein kind vor dem schulzwang zu retten….
            inzwischen sind durch uns noch 2 weitere elternpaare dort hin.
            die interviews mit sndré stern und ben, haben viele eltern inspiriert dinge anders zu betrachten….
            ich diese dynamik noch viel weiter beschreiben die durch die philosophie der freiheit ausgelöst wird.

            wir brauchen die klugen unternehmerischen köpfe der politischen libertäre an unserer seite, um viel mehr ideen und inspirationen zu schaffen.
            in der politik sind sie gefangen so wie religion eine erforschung von neuen möglichkeiten bremst.
            wenn man keine lösung sofort weis, dann muß es gott gewesen sein, bzw wird es gott richten.
            politikgläubige glauben das selbe vom staat.
            dies ist ein purer aberglaube und den gilt es aufzudecken und klar zu benennen als das, was er ist.
            den der staatliche aberglauvbe ist der gefährlichste von allen in unserer zeit.

          • sniko sagt:

            Sehe ich genau so. Zunächst mal danke für den Punkt 5, der bei Stefan Molyneux fehlte:
            – Jeder, den ich in die Mafia schleuse, kickt einen alten Mafioso raus.
            Aber zum interessanteren Thema: Libertäre Parteien oder solche, die es mal werden wollen 😉 , sehen sich in dem Widerspruch gefangen, dass sie egentlich radikal die Abschaffung des Staates fordern müssten, dann aber praktisch keine Wähler oder Mitglieder mehr finden würden. Schon abgemilderte Forderungen wie 10% Staat finden nur Promille Wähler. Mit einer nennenswerten voluntaristischen Basis könnte man das Buhlen um Wählerstimmen über mehr oder weniger faule Kompromisse lassen. Und man könnte die staatliche Parteienfinanzierung genauso wie alles Staatliche strikt ablehnen.
            Wie gesagt, mit 20% Voluntaristen kann man über das Wahlsystem mit knapp 40% Wählerstimmen und damit integren selbstfinanzierten Vertretern den Staat lahmlegen. Oder man kann nicht wählen gehen, und die 80% Blockparteien- oder Nichtwähler über uns lachen lassen. 20% klingen jetzt völlig utopisch, aber ohne den Staat gegen sich selbst auszunutzen, brauchen wir weit über 50%, und schon jetzt ist der produktive Anteil der Gesellschaft gegenüber den Nutzniesern des Staates in der Minderheit…
            Wir haben kein logisches, moralisches oder technisches Problem, über eine wirklich libertäre Partei den Staat zu kapern, wir haben einfach keine Leute dafür. Genau, wir kriegen niemand selbst in unserer Familie dazu, den Staat weg zu denken. Je größer er ist, desto schwerer wird das. Kriegen wir ihn geschrumpft, schrumpft auch sein Einfluss auf unsere Familie.

  5. Ben sagt:

    von mir 10 von 10 Punkten.

    Viele Grüße, Ben
    PS:Ich schwöre bei meinem Leben und meiner Liebe zum Leben, dass ich niemals um eines anderen Menschen willen leben werde noch von einem anderen verlangen werde, um meinetwillen zu leben.

  6. Geo sagt:

    Wäre einer so freundlich mir die Vorschläge des Herrn Molyneux zu posten/verlinken, die er für sinnvoll erachtet, weil alles was ich bisher gelesen habe, war: „alles doof, bringt doch eh nichts, braucht man nicht zu machen“.
    Allerdings bitte ich darum mir die Fantasien des totalen Wahlboykotts zu ersparen, weil dieses, zumindestens in der BRD, gar nichts bringt und eine Regierungsbildung kommt selbst bei einer Wahlverweigerung von 60% zustande und ich glaube von 100% kann keiner ernshaft ausgehen, vor allem, wenn so viele Menschen von staatlichen Zuwendungen in einer oder anderen Form abhängig sind.

    • michael sagt:

      hallo geo
      “ weil alles was ich bisher gelesen habe, war: “alles doof, bringt doch eh nichts, braucht man nicht zu machen”.“
      was hast du denn bisher gelesen, wenn ich fragen darf?

      „wenn so viele Menschen von staatlichen Zuwendungen in einer oder anderen Form abhängig sind.“
      genau damit bestätigst du die these im video…man kann die mafia nicht infiltrieren und sie gegen die interessensgruppen richten.
      damit fällt der politische weg weg.

      • Geo sagt:

        1. Der gesamte Artikel reitet darauf rum, dass ein politischer Weg gar nichts bringt usw. usf., das ist was ich oben so: ” weil alles was ich bisher gelesen habe, war: “alles doof, bringt doch eh nichts, braucht man nicht zu machen” zusammengefasst habe. Dabei wird ganze Zeit ein Vergleich herangezogen, der nicht ein mal stimmt, denn es geht nicht darum, eine Gruppe gegen sich selber umzudrehen, sondern die Möglichkeit für diese Gruppe zu schaffen auch eine andere Entwicklung einzuschlagen, als jene, die dieser bisher als alternativlos dargestellt wurde. Anderes gesagt, es geht nicht darum, den Latinos beizubringen, gegen die Latinos zu sein, sondern den Latinos die Möglichkeit zu geben so zu leben, wie sie es für richtig halten.
        Das ist ein wesentlicher Unterschied !

        2. Zweitens wird der politische Weg als unmoralisch dargestellt, weil hier ein Libertärer sich anmassen würde, über das Leben eines anderen zu entscheiden. Diese Behauptung ist aber gerade deswegen absurd, weil sich das ganze libertäre Programm eines Ron Pauls oder einer PDV darum dreht mehr Entscheidungs – und Handlungsmöglichkeiten für Individuen für das eigene Leben (rechtlich) zu ermöglichen. Vor allem im Vergleich zu den heutigen Zuständen.

        3. Ich bin trotzdem für andere Handlungsvorschläge offen, deswegen würde ich ja so unglaublich gerne sehen/lesen was der Herr Molyneux vorschlägt, was jeder einzelner von uns tun kann. Das einzige was ich bisher vernommen habe, ist nur der besagte Daueraufruf zum Nichtwählen, dessen tatsächliche Effektivität ich vorhin schon erläutert habe.
        Ich weiss nicht, wie es woanders ist, aber in der BRD ist zZ kein „Machvakuum“ vorgesehen und deswegen wird keine anarchistische Utopie über Nacht entstehen, nur weil die Mehrheit der Bevölkerung nicht zum Wählen geht, es wird trotzdem eine Regierung geformt.

        • FwF-Manuel sagt:

          Hallo Geo,

          Stef betreibt einen philosophischen Podcast (Link: http://www.freedomainradio.com/ ) und hat einige Bücher geschrieben die voller Lösungsansätzen und Ideen für eine freie Gesellschaft sind. Ein Schwerpunkt seiner, wie auch unserer Arbeit ist die Erziehung, bzw. der Umgang mit den Kindern. Denn Erziehung ist an sich schon ein schrecklicher Begriff, wer will schon das Kinder gezogen werden…

          Es geht nicht darum, ob der politische Weg unmoralisch ist oder nicht, es geht vielmehr um die Frage, ob eine Regierungen unmoralisch ist. Wenn eine Regierung unmoralisch ist, dann ist auch eine kleine Regierung unmoralisch. Wenn das Initiieren von Gewalt und das Missbrauchen eines Gewaltmonopols zur Erreichung eigener Ziele unmoralisch ist, dann ist es das auch wenn die Ziele „freiheitlich sind“.

          Du schreibst es geht darum, den Latinos die Möglichkeit zu geben so zu leben, wie sie es für richtig halten. Ein Voluntarist will nicht, dass man jemanden Möglichkeiten gibt, nein jeder soll selbst Möglichkeiten haben.

          Wenn Du dir etwas Zeit nimmst und ein paar Artikel hier auf der Seite ansiehst, wirst du schnell sehen, wir haben sehr viele Ansätze und Anregungen, weit aus mehr als Kritik.

          Uns geht es um eine klare und logisch begründbare Philosophie, wie Menschen in Freiheit und vor allem friedlich und kooperativ zusammen leben können. Wir gehen nicht von einer raschen und schnellen gesellschaftlichen Änderung aus, aber das ist auch nicht unsere Aufgabe. Wir versuchen auch keine konkreten Vorschläge zu machen, es geht viel mehr darum wie wir zukünftig an Vorschläge und Ideen kommen.

          Kein Zweck heiligt Zwang, auch kein freiheitlicher.

          lg Manuel

          • Kurt Gluth sagt:

            Um es noch mal zu betonen: Ich sehe es wie der Ersteller des Leitartikels (wenn ich ihn korrekt interpretiere).
            Dennoch habe ich eine große Bitte: Jede(r) hat inzwischen sicherlich bemerkt, wie hinderlich es ist, wenn die Argumentation in einer Diskussion auf die emotionale Schiene abgleitet. Da jede(r) nun mal individuell verschiedene emotionale Definitionen hat, diesen auch verschiedene Stellenwerte einräumt, wäre es doch mehr als wünschenswert, zumindest solche schon nicht mehr rational definierbare Begriffe(da ebenfalls viel zu individuell verschieden) wie die hier so pervers geliebte MORAL endlich mal im Duden zu lassen, wo sie auch sehr gut aufgehoben sind.
            Es ist doch schon schlimm genug, wenn all die Leute, die von rationalen Argumenten eh‘ nichts halten (bzw einfach keine haben… :-D) immer wieder in solch völlig unsinnige Begrifflichkeiten verfallen, die eine Unterhaltung nur nutzlos im Kreis drehen, aber in keiner Weise für Klarheit sorgen (was auch der Zweck der Sache meist ist, nebenbei bemerkt!).

            Tatsache ist: Alle diejenigen, die hier immer so schön nach den Lösungen an Orten suchen, an denen es offenbar keine gibt (geht man von REALEN Menschen in einer REALEN Welt aus – also unter Einbeziehung der gesamten Vergangenheit bis einschließlich heute), kommen immer mit „es kann aber sein, dass…“ – RICHTIG!

            Alles kann sein, auch Schnee, der im Tal des Todes vom Himmel aus Wolken fällt. Aber bis heute hat es noch niemand für nötig gehalten, solch ein doch eher selteneres Ereignis abzuwarten und noch viel weniger wird ein Mensch mit funktionierendem Verstand bereit sein, seine Zukunft (und vielleicht sogar die seiner Kinder u.ä.) auf solche vagen Zufälle zu bauen. Daher WILL auf den Tag, an dem Weihnachten und Ostern zusammen fällt, halt auch kaum einer warten … es sei denn, er ist der Politik verfallen (auf welche Weise und in welcher Richtung auch immer). Und zu dieser Gruppierung rechne ich mich zumindest nicht.

          • Equality 7-2521 sagt:

            Im Buch von FwF sind dem Begriff „Moral“ eigens zwei Kapitel gewidmet die ich sehr empfehlen kann.

            http://www.freiwilligfrei.info/?wpdmact=process&did=MS5ob3RsaW5r

          • nlen sagt:

            Das ist für mich Ethik und keine Moral. Leider werden die Begriffe durcheinander geworfen.

            ———-

            „Philosophie hilft, wenn Menschen grundsätzlich die Möglichkeit der Entscheidung haben.
            Wenn Menschen glücklich miteinander zusammenleben wollen, ist es universell zu
            bevorzugen, das Leben der anderen zu respektieren und nicht zu töten.
            Wenn Menschen glücklich miteinander zusammenleben wollen, ist es universell zu
            bevorzugen, die Freiheit der anderen zu respektieren und nicht die Freiheit anderer mit
            Gewalt einzuschränken.
            Wenn Menschen glücklich miteinander zusammenleben wollen, ist es universell zu
            bevorzugen, das Eigentum der anderen zu respektieren und sie nicht zu bestehlen.
            Wenn Menschen glücklich miteinander zusammenleben wollen, ist es universell zu
            bevorzugen, keine Gewalt gegen andere auszuüben, es sei denn in Notwehr.
            Jeder geistig gesunde Mensch kann sich an diese moralischen Grundsätze halten.

          • FwF-sandman sagt:

            Equality, die Texte aus dem Buch sind aus dem Jahre 2009. Den Bereich über Moral würde ich heute nicht mehr so schreiben, sondern ganz anders. Wir haben mittlerweile deutlich bessere Artikel dazu. Auf unserem youtube Kanal findest Du sie. Einfach nach Moral suchen.

            Ich will die alten Sachen trotzdem nicht rausnehmen, denn für den Anfang, zeigen sie ganz gut um was es geht.

            Du könntest auch nlen bitten, das ganze etwas auszuführen oder auf etwas zu verweisen. Er weiß wovon er spricht.

            Gruß
            sandman

        • michael sagt:

          zu1:
          der vergleich stimmt, im video wirds auch genau erklärt weshalb.
          “ sondern die Möglichkeit für diese Gruppe zu schaffen auch eine andere Entwicklung einzuschlagen,“
          die letzten paar jahrhunderte haben libertäre es über den politischen weg versucht; ich frage dich, ob es geklappt hat oder der staat immer größer und größer wurde.

          „” weil alles was ich bisher gelesen habe, war: “alles doof, bringt doch eh nichts, braucht man nicht zu machen”“
          zusammenfassend würde ich eher sagen, beweise mir, das du 1kg hochheben kannst, bevor du mir was von 200kg erzählst…der beweis wurde bisher nicht erbracht in den letzten jahrzehnten.

          es ist auch immer wieder amüsant, wenn leute von 30minuten videos verlangen, eine enzyklopädie aller themen in allen facetten sein müssen, wo ALLE fragen die es gibt beantwortet werden.
          und es kam bisher immer von leuten, die selber nicht auf die reihe bekommen, diesen anspruch zu erfüllen, geschweige denn überhuapt selber mal geschafft haben, ein video zu machen.
          „Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigenen Leistung erspart.“
          du merkst, zu verlangen die weltgeschichte in allen details in 30 min reinzuquetschen ist totaler unsinn… du selber würdest jedem den vogel zeigen, der sowas von dir verlangt oder?!

          zu2:
          „weil sich das ganze libertäre Programm eines Ron Pauls oder einer PDV darum dreht mehr Entscheidungs – und Handlungsmöglichkeiten für Individuen für das eigene Leben (rechtlich) zu ermöglichen.“
          die letzten paar jahrhunderte haben libertäre es über den politischen weg versucht; ich frage dich, ob es geklappt hat oder der staat immer größer und größer wurde.
          ein grund weshalb es so ist, wird ua in diesem video erklärt.

          http://www.freiwilligfrei.info/archives/3880

          zu3:
          wenn du lösungen haben willst, schau dich auf unserem blog um…dazu haben wir ihn ja gemacht.
          fakt ist auf jeden fall, daß der politische weg bewiesener maßen nicht funktioniert…da dies deine einzige lösungsmöglichkeit zu sein scheint, stehst du mit null lösungen da.
          echte libertäre sollten auch wissen, daß man mit gewalt keine probleme löst, womit der politische weg schon rein prinzipiell wegfällt…
          wenn du der meinung bist, daß man mit gewalt probleme löst, also der zweck die mittel heiligt, bist du jedenfalls kein libertärer.

          stefan molyneux hat einige bücher geschrieben, die es umsonst gibt und hat sehr viele podcasts gemacht.

  7. Geo sagt:

    Ich hab mir schon so einige Artikel auf dieser Seite durchgelesen und ich stimme dem Größtenteil überein. Eure Erziehungsansätze sind äußerst aufschlussreich und sinnvoll, genau wie viele der anderen Vorschläge. Darauf bezogen sich meine Fragen letztendlich auch nicht.
    Was ich verstehen will, ist wie das Ziel einer freien Gesellschaft erreicht werden soll, wenn die heutigen Rechtsstrukturen dies verhindern ? Diese werden ja wohl kaum von alleine verschwinden, selbst wenn die nachfolgenden Generationen viel freiheitlicher eingestellt sind als heute, muss es irgendjemanden geben bzw. eine Gruppe geben, der/die diese Strukturen aus entsprechenden Positionen reduziert/auflöst, sodass sie kein Hindernis zur Ausübung eigener Freiheit mehr darstellen. Deswegen verstehe ich auch nicht, wieso man in einer Erweiterung seiner Handlungsmöglichkeiten, vor allem im Vergleich zum heutigen System, einen Zwang sieht ? Gerade dieser wird doch reduziert !
    „Ein Voluntarist will nicht, dass man jemanden Möglichkeiten gibt, nein jeder soll selbst Möglichkeiten haben.“ Also ich weiss nicht ob es tatsächlich möglich war falsch zu verstehen was ich schreibe, aber NATÜRLICH geht es nicht darum, dass die Regierung einem das Recht geben soll etwas zu tun, sondern, dass man die Möglichkeiten hat, etwas auszuleben, ohne dass man vom bewaffnetem Staatspersonal abgeholt wird. Und heute muss man sich klar vor Augen führen, dass es NICHT möglich ist (überwiegend) und es wird solange nicht möglich sein, bis irgendjemand die ganzen diesbezüglichen Verbote und Regulierungen abschafft. Dann können doch z.B. manche der voluntaristischen Ideen erst tatsächlich ausprobiert/umgesetzt werden (natürlich auf Basis der Freiwilligkeit), sodass ihre Effizienz überprüft und aufgezeigt werden kann.
    Es geht ja auch nicht darum, dass es im Endergebnis immer noch eine Regierung geben muss, ABER das Ziel ist NICHT gleichzeitg der Weg, denn dieser hat für gewöhnlich die Eigenschaft, dass er in einzelnen Schritten gegangen werden muss, um ans Ziel zu kommen und alleine die Tatsache, dass man weiss wie das Ziel aussehen soll, erspart einem den Weg dorthin auch nicht. Und mit dem Aufruf zu Dingen wie Wahlboykott wird eben dieser Weg verlangsamt und erschwert.

    Ich hoffe es ist erkennbar, was ich gemeint habe. Danke ansonsten für die tollen Beiträge.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Geo 🙂

    • michael sagt:

      „Es geht ja auch nicht darum, dass es im Endergebnis immer noch eine Regierung geben muss, ABER das Ziel ist NICHT gleichzeitg der Weg, denn dieser hat für gewöhnlich die Eigenschaft, dass er in einzelnen Schritten gegangen werden muss, um ans Ziel zu kommen und alleine die Tatsache, dass man weiss wie das Ziel aussehen soll, erspart einem den Weg dorthin auch nicht. Und mit dem Aufruf zu Dingen wie Wahlboykott wird eben dieser Weg verlangsamt und erschwert.“

      würdest du denn eine krebstherapie annehmen, die bewiesener maßen den tumor immer weiter hat wachsen lassen?!
      was du sagst ist, daß wir die suche nach der richtigen therapie verlangsamen, indem wir sagen, daß die bisherige therapie bewiesener maßen einige jahrhunderte lang den tumor hat wachsen lassen…und das es zeitverschwendung ist, wenn man an der bewiesener maßen werfolglosen therapie teilnimmt.

      macht für mich keinen sinn.

      wir sagen nichts anderes, als das man mal andere therapien probieren sollte, die erfolgsversprechender sind.

      „Was ich verstehen will, ist wie das Ziel einer freien Gesellschaft erreicht werden soll, wenn die heutigen Rechtsstrukturen dies verhindern ? “
      es ist die akzeptanz des konzeptes staat die eine freie gesellschaft verhindert…
      die ersten schritte zur freiheit sollte sein, die dinge so zu sehen wie sie sind. dazu gehört, das die regierung eine kleine kriminelle gruppe ist, die dem volk verkauft sie sei gut.

      • Kurt Gluth sagt:

        Na ja, das ist richtig, Michael. Allerdings weißt Du schon, dass staatliche Organe (Staat ist ein fiktiver Begriff, Organen kann man Namen geben und sie abgrenzen – anders als einen Staat… der zieht sich zumindest bis hin zu Ortschaftsräten) nicht die einzigen,eine freiheitliche Gesellschaft verhindernde Gruppe sind, oder? Wenn man schon versucht, hier ein ‚Ganzes‘ zu erfassen, dann sollte auch der Rest erwähnt werden. Es sind die, die immer (oder doch zumindest sehr lange) schon auf den höchsten Wellen reiten und sich solche Schoßhunde wie Minister ‚halten‘. Sie kann man nicht einfach vernachlässigen, da sie natürlich kaum tatenlos zusehen werden, wenn ihr Marionetten-Kabinett beginnen sollte nutzlos zu werden.
        Zwar gibt es auch hierfür Wege, aber ob die allesamt so ‚human‘ aussehen werden, hängt nicht nur von denen ab, die die Freiheit suchen.
        Vergiss nicht, dass der Einsatz eines ‚Spieles‘ um so höher sein wird, je mehr für zumindest eine Seite auf dem Spiel steht. Was meinst Du liegt in der Waagschale, wenn Leute einen gewissen ‚Master-Einfluss‘, den sie seit Generationen ausüben, sich ‚einfach so‘ in Luft aufzulösen beginnen sehen?

        Die Akzeptanz des Konzeptes ‚Staat‘ – das schreibst Du richtig – verhindert die freie Gesellschaft. Allerdings ist es dieses Konzept, das in erster Linie die ‚Überzeugungstäter‘ antreibt. Die aber, die sich dieser Strukturen bedienen, sind ebenfalls aktiv daran beteiligt, dass es keine Freiheit gibt (wenn nicht sogar ursächlich und maßgeblich). Es muss also nicht nur die Breitenakzeptanz für Staat und Politik fallen, sondern auch eine Lösung für die gefunden werden, die noch ein ganzes Stück weit über dem ‚mächtigen‘ (Politik-)Staat angesiedelt sind und sich seiner recht häufig bedienen. Sie werden sich weder in Luft auflösen noch einfach ihre heutige Macht aus den Händen legen, weil sie sich ‚der Vernunft‘ unterwerfen.
        Bis jetzt ist und war ja meist nur von 2 Gruppen die Rede: Dem Staat (bestehend aus Legislative, Exekutive und Judikative) und allen in hiervon direkt abhängig beschäftigten Verwaltungsangestellten, so wie den Bürgern. Aber es gibt Menschen, die weder zur ersten noch zur zweiten Gruppe gehören. Oder willst Du sagen, dass eine Familie ‚von und zu‘ zum Volk gehört? Ebenso wenig gehören sie aber in die Politik (zumindest in der Regel nicht nachweisbar…) Ebenso verhält es sich mit solch ‚kleinen Lichtern‘ wie gewissen Bankiers oder anderen ‚Kleinanlegern‘ an welchen Börsen auch immer, denen beachtliche Anteile internationaler Aktiengesellschaften privat gehören… Sie zu vernachlässigen käme der Vernachlässigung einer der anderen Gruppe gleich. Ihre Mittel sind nicht geringer als die der Anderen – und sie setzen sie weitaus geschickter ein.
        Beziehe also auch diese feinen Herrschaften in diese Überlegungen mit ein.

    • FwF-sandman sagt:

      Wenn Du uns weiter beobachtest, wirst Du Antworten auf Deine Fragen erhalten. Bei all diesen Überlegungen handelt es sich lediglich um Theorien, ebenso wie Idee, über Politik etwas erreichen kann, lediglich eine Theorie ist. Das Wünschen hilft heutzutage nicht mehr und die Methode mit der Brechstange auch nicht. Es werden Artikel von uns erscheinen, in denen wir erklären, warum die Theorie der Politik wahrscheinlich falsch ist. Diese Informationen müssen entsprechend aufgearbeitet werden und können nicht „mal eben“ irgendwo gepostet werden. Hab einfach etwas Geduld, und halte den Kontakt mit uns.

  8. Equality 7-2521 sagt:

    Von der Wiener Schule wissen wir wie verheerend sich künstliche Anreize wie z.B. ein festgesetzter Zins auf einen freien Markt auswirken. Der Wettbewerb um die besten Ideen des Zusammenlebens ist vergleichbar mit einem Markt. Es gibt gute und schlechte Ideen, je nach dem wie gut sie zur Wirklichkeit passen. Die schlechten Ideen gehen davon aus das Menschen regiert werden müssten. Die besseren lehnen initiierende Gewalt, und damit z.B. Steuern ab. Nun gibt es aber Menschen die von der Umsetzung der schlechten Ideen profitieren. Hauptsächlich sind das die Regierenden selbst und die Monopolisten. Die Profiteure geben nun ihr bestes um den Markt der Ideen zu verzerren … sie wollen ja schließlich nicht ihre Lebensgrundlage verlieren. Dazu nutzen Sie Steuern. Die Parteien erhalten nun also gestohlenes Geld. Sie werden selbst zu Profiteuren des Staates. Wenn die Parteien und ihre Berufspolitiker das Geld nicht annehmen, haben sie einen riesigen Nachteil im Wettbewerb um die Wählerstimmen. Wenn sie nun aber doch das gestohlene Geld annehmen, wie können sie dann noch mit ganzem Herzen gegen diesen Diebstahl eintreten? Geschweige denn ihren Wählern glaubwürdig vermitteln das Diebstahl schlecht sei? Libertäre Politik ist aus meiner Sicht ein riesen Kampf darum sich die Lebensumstände kurzfristig verbessern zu können. Langfristige Verbesserung erreicht man dadurch nicht. Man muss dem Staat und seinen Methoden immer Zugeständnisse machen und wird so nie ausreichend Energie und Kraft dafür entwickeln können den Staat einfürallemal loszuwerden.

    Der unpolitische Libertäre hat es auch nicht leicht, denn auch er ist nur ein Akteur in einem riesigen verzerrten Markt. Jedoch kann er die besseren Ideen um einiges glaubwürdiger vertreten als eine Partei das könnte … er kann seine Überzeugung von Grund auf ehrlich und ohne Umwege an den Mann bringen.

    Das stellt aber nur eine Empfehlung meinerseits dar. Ich konnte auch nach längerer Suche nicht erkennen an welcher Stelle der libertäre Wähler bzw. Politiker Gewalt initiiert oder auch nur Verantwortung dafür trägt. Wenn sich nun also jemand dazu entscheidet seine Zeit in der Politik zu verschwenden oder andere Menschen durch das Wählen dazu zu ermutigen, kann ich ihm keinen moralischen Vorwurf machen. Er ist ein freier Mensch und nur sich selbst Rechenschaft schuldig.

    freisinnige Grüße

    • nlen sagt:

      „Der Wettbewerb um die besten Ideen des Zusammenlebens ist vergleichbar mit einem Markt.“

      Nein, jedenfalls nicht wenn Du einen dynamischen Markt meinst, der zum vollkommenen Wettbewerb neigt. (Und anders macht es keinen Sinn.)
      Ideen sind kein Gut, dass sich am Markt einfach tauschen lässt. Man kann nur die physikalischen Träger der Informationen tauschen und die sind in keinster Weise zwingend identisch mit den Ideen, selbst beim Tauschen nicht.

      • Equality 7-2521 sagt:

        Ich weiß nicht was dein Problem ist. Ideen werden nachgefragt und Ideen werden angeboten. Ich hab noch nie Gehört das ein Markt aus materiellen Gütern bestehen muss.

        • nlen sagt:

          Weil Du keine Ahnung von Ökonomie hast.

          Wie willst Du denn eine Idee nachfragen, wenn Du sie nicht kennst. Und wenn Du sie bereits kennst, wozu fragst Du noch?

          • Equality 7-2521 sagt:

            Man kann Lösungen für Probleme nachfragen, auch wenn mann nicht weiß wie diese Lösungen aussehen werden. Ist doch offensichtlich. Wie bist du denn bitteschön an den Libertarismus geraten?

          • nlen sagt:

            Lösungen für Probleme,

            dann bekommst Du Dienstleistungen und keine Ideen.

          • Equality 7-2521 sagt:

            Ich möchte wissen wie die Welt am besten funktioniert. Es ist mir unangenehm das nicht zu tun

            –> Ich frage eine Idee nach: „Hey … wer von euch kann mir sagen wie die Welt am besten funktioniert?“

            Die Parteien, die Anarchisten und die Andreas Poppler stürmen auf mich los: „Hier ich hab das tollste Angebot für dich … nimm meine Idee, sie ist die beste“

            Nachfrage –><– Angebot = Markt

          • FwF-sandman sagt:

            Und wie triffst Du jetzt Deine Wahl zwischen all diesen Angeboten? Unser Vorschlag ist: Suche nach Widersprüchen in den Theorien. Wenn Du welche findest, kann die Theorie nicht stimmen. Lasse sie dann fallen, denn sie führt dich nicht ans Ziel.

          • Equality 7-2521 sagt:

            Na sicher nehme ich das beste Angebot.
            Tu ich ja sonst auch auf nem Markt …

            Ich hab mich für Libertarismus entschieden. Und zwar GANZ ohne Politik.

          • nlen sagt:

            Ich glaube, ich habe die Fragen beantwortet. Auf dem Markt, den Du meinst, kannst Du die Ware werden.

          • FwF-sandman sagt:

            Es geht beim Parlamentarismus nur um Macht und wie man sie behält.

    • nlen sagt:

      „Ich konnte auch nach längerer Suche nicht erkennen an welcher Stelle der libertäre Wähler bzw. Politiker Gewalt initiiert oder auch nur Verantwortung dafür trägt.“

      Es gibt keine libertären Wähler oder Politiker. Das eine schließt das andere aus.
      Aber gehen wir davon aus, Du meinst das nicht wörtlich.

      „Wenn sich nun also jemand dazu entscheidet seine Zeit in der Politik zu verschwenden oder andere Menschen durch das Wählen dazu zu ermutigen, kann ich ihm keinen moralischen Vorwurf machen.“

      Einen moralischen Vorwurf kann man immer machen. Das ist privat. Ich darf auch sagen, dass er deswegen ein Arschloch sei. Das ist aber nur meine persönliche Meinung und die ist hier völlig irrelevant und die trage ich nirgends spazieren.

      „Er ist ein freier Mensch und nur sich selbst Rechenschaft schuldig.“

      Genauso ist ein beliebig krimineller Diktator ein freier Mensch. Die Botschaft der libertären Message ist doch kein moralischer Vorwurf, sondern die Feststellung, dass ein bestimmtes Verhalten unter implizierten Voraussetzungen a priori nicht angemessen ist.

      • Equality 7-2521 sagt:

        >Es gibt keine libertären Wähler oder Politiker. Das eine schließt das andere aus.

        Ich weiß nicht was du unter „libertär“ verstehst. Ich verstehe darunter die Idee keinen Zwang und keine Gewalt zu initiieren.

        >Einen moralischen Vorwurf kann man immer machen. Das ist privat.

        Ich hab von mir gesprochen, nicht von dir.

        >Die Botschaft der libertären Message ist doch kein moralischer Vorwurf, sondern die Feststellung, dass ein bestimmtes Verhalten unter implizierten Voraussetzungen a priori nicht angemessen ist.

        Die Botschaft der Botschaft ist kein Vorwurf, sondern eine Feststellung … bestimmtes Verhalten = nicht angemessen.

        Das Verhalten welches nicht Angemessen ist, ist Zwang und Gewalt zu initiieren. Der libertäre Wähler/Politiker initiiert weder Zwang noch Gewalt. Aus diesem Grund mach ich ihm keinen Vorwurf. Ein freier Mensch kann tun und lassen was er will, solange er niemandem schadet.

        freisinnige Grüße

        • nlen sagt:

          >>Es gibt keine libertären Wähler oder Politiker. Das eine schließt das andere aus.

          >Ich weiß nicht was du unter “libertär” verstehst. Ich verstehe darunter die Idee keinen Zwang und keine Gewalt zu initiieren.

          Unter libertär versteht man die Abwesenheit von Aggression. Wähler oder Politiker ==> Aggression.

          >Das Verhalten welches nicht Angemessen ist, ist Zwang und Gewalt zu initiieren. Der libertäre Wähler/Politiker initiiert weder Zwang noch Gewalt. Aus diesem Grund mach ich ihm keinen Vorwurf. Ein freier Mensch kann tun und lassen was er will, solange er niemandem schadet.

          Wähler/Politiker sind fast ausnahmslos Kollaborateure (oder Schlimmeres) eines stets aggressiven Staates.

        • FwF-sandman sagt:

          Equality,

          wenn jemand seinem Gesprächspartner am Telefon sagt, Sprache wäre bedeutungslos, dann bedeutet das folgendes:

          Einerseits wird der Inhalt der Aussage transportiert, nämlich dass Sprache bedeutungslos wäre, andererseits transportiert die Form der Aussage, nämlich über die Sprache am Telefon, einen gegenteiligen Inhalt. Zwei sich widersprechende Inhalte in einer Aussage machen diese inkorrekt.

          Würde ich das am Telefon zu Dir sagen, würdest Du mir diesen Widerspruch in der nächsten Sekunde um die Ohren hauen. Du würdest mich nicht ernst nehmen.

          Anarchie kommt aus dem Griechischen. Das „An“ ist eine Verneinung und das „archie“ bedeutet Herrschaft. Zusammengesetzt ist die Bedeutung also „keine Herrschaft“.

          Man kann also nur dann aufgezwungene Herrschaft glaubhaft ablehnen, wenn man das konsequent tut, als Anarchist.

          Es geht also nicht um „weniger Herrschaft“ oder „ein bisschen Herrschaft“, sondern um gar keine Herrschaft. Selbst ein Minimalstaat ist nur der kleine Bruder des Sozialismus.

          Googelt man das Wort Parlamentarismus, steht auf der Seite der Bundeszentrale für politische Bildung folgendes:

          „Parlamentarismus bezeichnet eine Herrschaftsordnung, in deren Zentrum ein vom Volk gewähltes Parlament (Volksvertretung) steht, das über wesentliche Zuständigkeiten im politischen Entscheidungsprozess verfügt, insbesondere a) für die Gesetzgebung zuständig ist (gesetzgebende Gewalt), b) über Einnahmen und Ausgaben des Staates gesetzlich verfügt (Budgetrecht) und c) die Auswahl und Kontrolle der Regierung besorgt.“

          Ist man nun also konsequent in seiner Haltung gegenüber Zwang und bezeichnet sich als Anarchist, als jemand, der aufgrund seiner innersten Überzeugung jegliche aufgezwungene Herrschaftsordnung ablehnt und kommuniziert das, indem man versucht, sich in ein Parlament wählen zu lassen, wäre das als würde man zum Telefon greifen und sagen Sprache wäre bedeutungslos.

          Eine Haltung als Anarchist ist mit jeglichen parlamentarischen Bestrebungen nicht widerspruchsfrei vereinbar.

          Wenn man also für die Idee des Anarchismus werben möchte und seine Stärke in der widerspruchsfreien Begründung seiner Prinzipien sieht, dann muss man auf diesen Prinzipien bestehen. Man wirbt sonst nämlich nicht für die Idee des Anarchismus, sondern für etwas anderes. Man begibt sich in einen nicht lösbaren Widerspruch, wenn man den politischen Weg geht und sich selbst Anarchist nennt.

        • Hermann sagt:

          Mal gucken was Du hier so zusammenschreibst.

          Libertär wählen.
          ——
          Ich versuche mal das zu verstehen:

          Keinen Zwang initiieren und dazu wählen.

          Keinen Zwang initiieren und dazu ein demokratisches Verfahren nutzen mit welchem die Mehrheit die Minderheit zwingt.

          Libertär wählen???
          Das ich nicht lache!

          Sag einfach, Du möchtest wählen und fertig.
          Du möchtest Deine freiheitliche Meinung anderen aufzwingen, fertig.

          Aber verbiege nicht die Worte um von Deinem schlechten Gewissen abzulenken. Du willst demokratisch wählen! So einfach ist das. Was ist daran so schlimm?
          Wenn es schlimm ist, warum wählst Du dann?

          Ich wähle nicht weil ich selbst zu nichts gezwungen werden möchte. Ich kann mir das Worte verbiegen ersparen.

        • Equality 7-2521 sagt:

          Ich möchte jetzt nicht schonwieder Politik verteidigen müssen. … Jeder Zwang der vom Staat ausgeht, basiert auf einem Gesetz. Zwang zu initiieren bedeutet also, im Falle des Staates, Gesetze zu unterstützen. Ist man libertär, tut man das nicht. Auch dann nicht wenn man im Bundestag sitzt. Der grundlegende Fehler den ihr macht, ist den Zwang den der Eine Initiiert dem Anderen in die Schuhe zu schieben.

          Üben zwei Rüpel einer Schulklasse Zwang auf die Kinder vom Spielplatz aus, kann man sagen das von dieser Klasse Zwang ausgeht. Dem unbeteiligten Mauerblümchen wird das aber nicht gerecht, obwohl sie in die selbe Klasse geht wie die Rüpel.

          Rüpel => Agression => nicht libertär
          Mauerblümchen => keine Agression => libertär

          • FwF-sandman sagt:

            Wenn Du wählst, nimmst Du billigend in Kauf, dass sich durch dieses Verfahren eine Regierung bildet, die herrscht, nicht nur über Dich (das wäre ja Deine Sache), sondern auch über mich. Das passt nicht zum Libertarismus.

          • Equality 7-2521 sagt:

            Die Herrschaft des Staates ist nicht von der Wahl abhängig. Schonmal was von Monarchie gehört?

            Warum ist der König König?–> war schon immer so
            Warum der Papst Papst?–> Gott will das so
            Warum der Bundeskanzler Bundeskanzler?–> das Volk hat gewählt.

            Herrschaft ist nicht legitim.
            Die Wahl legitimiert Herrschaft genausowenig wie der Wille Gottes. Der libertäre Wähler/Politiker ist nicht für die Herrschaft verantwortlich die auf dich ausgeübt wird.
            Das der libertäre Wähler Herrschaft billigend in Kauf nimmt ist eine Unterstellung.

            Das Verfahren das die Regierung zum legitimieren ihrer Herrschaft nutzt ist nur ein riesen Regentanz. Wenn sie das Verfahren morgen austauscht und behauptet das ihre Herrschaft dann legitim sei, wenn mindestens ein Bürger des Staates rot trägt, ist der Bürger der Rot trägt trotzdem nicht für die Herrschaft verantwortlich die auf dich ausgeübt wird.

          • nlen sagt:

            Jeder scheiß Wähler, der eine scheiß Partei wählt, die am politischen Ränkespiel teilnimmt, um irgendwelche Aggression über die anderen auszuüben, ist ein kleiner Diktator und damit Aggressor.

          • michael sagt:

            weise worte 🙂

          • Equality 7-2521 sagt:

            Ich hab das Gefühl das du hier das scheiß Maskottchen von FwF bist.

            Wenn der Wähler eine Partei wählt die Aggression über andere ausübt, ist er meinetwegen ein scheiß Diktator. Wenn er aber eine Partei wählt die das nicht tut, verfolgt er nur eine schlechte Strategie. … Ich finds ja toll das du deine Ganze Familie als scheiße beschimpfen kannst … mein Bruder wählt aber die PDV und er ist kein Diktator, sondern im Gegenteil ein ziemlich kluger Kopf.

          • FwF-sandman sagt:

            Equality,

            wenn eine Partei einen Steuersatz von 0,1% fordert, fordert sie Aggression gegen diejenigen, die dem nicht zustimmen. Wenn eine Partei auch nur ein einziges Gesetz fordert, fordert sie Aggression gegen diejenigen, die dem nicht zustimmen.
            Jede Partei, die sich zur Wahl stellt, erklärt sich implizit einverstanden, dass durch das Mehrheitsprinzip eine Regierung gebildet wird. Diese herrscht, wie ich vorhin schon mitteilte über alle Menschen. Auch über die Minderheit, die nicht gewählt haben. Jede Partei, die ihr Programm an der demokratischen Grundordnung, dem Parteiengesetz und dem Grundgesetz ausrichtet, stärkt dieses System, auch wenn sie es schwächen will. Sie ist nichts weiter als ein kalkulierter Faktor des Systemerhalts.

            Lohnt es, dass ich hier mitschreibe? Nimmst Du mich wahr?

        • Equality 7-2521 sagt:

          @FwF-sandman
          Weißt du sandman … ich sehe da einen Haufen Gesetze und auf der anderen Seite eine Partei die diesen Haufen abbauen möchte. Sie fordert also nicht die Agression … die Agression war schon vorher da. Die Vorderung der Partei ist der ABBAU der Agression. Nie würde die Partei in irgendeiner Weise neuen Agressionen zustimmen. Ich weiß das das nur eine Auslegungsfrage ist, deswegen wähle ich unter anderem ja auch nicht.

          Das die Teilnahme an einer Wahl einer Zustimmung zur Regierung entspricht stimmt so nicht. Die Regierung übt Zwang auf uns aus. In den Spielregeln der Regierung ist die Teilnahme an der Politik als einzige Möglichkeit festgehalten diesen Zwang zu reduzieren. Die Entscheidung zu wählen findet unter dem Einfluss von Nötigung und mit einer Pistole auf der Brust statt. Das eine Zustimmung unter diesen Bedingungen nicht viel Wert hat, wird dir jeder Kriminologe bestätigen.

          >Partei, die ihr Programm an der demokratischen Grundordnung, dem Parteiengesetz und dem Grundgesetz ausrichtet, stärkt dieses System, auch wenn sie es schwächen will. Sie ist nichts weiter als ein kalkulierter Faktor des Systemerhalts.

          Geschwächt wird das System dadurch jedenfalls nicht. Höchstens der Zwang der von diesem System ausgeht … aber das das nie wirklich passieren wird wissen wir auch.

          Mir geht es auch garnicht darum zur Wahl aufzurufen. Ich möchte nur das Wähler nicht von vorneherrein moralisch verurteilt werden. Dieses moralische Urteil empfinde ich nämlich auch wie eine Pistole auf der Brust. Ich möchte aber das sich die Menschen in rationaler und freier Entscheidung von der Politik abwenden können … mit Pistole auf der Brust geht das nicht.

          freisinnige Grüße

          • FwF-sandman sagt:

            Vielen Dank Equality,

            damit kann ich was anfangen.

            „Nie würde die Partei in irgendeiner Weise neuen Agressionen zustimmen.“

            Jede Partei, die zugelassen wir, muss sich dem Grundgesetz, dem Parteiengesetz und der demokratischen Grundordnung unterwerfen und ihre Ziele an dieses System anpassen. Durch die Gründung einer Partei akzeptiert man Herrschaft. Ob der Vorsitzende oder andere Mitglieder andere persönliche Ziele haben, spielt dabei keine Rolle. Dieses System schützt sich durch diese Zusammenhänge selbst. Wenn Du im Topf Milch aufkochst, musst Du ab und zu mal reinpusten oder den Topf von der Platte nehmen, damit es nicht überkocht. Genauso ist die Möglichkeit, „radikale“ „libertäre“ Parteien zu gründen und zu wählen, nichts anderes als das in den Topf pusten. Es nimmt den Druck, es nimmt die Unzufriedenheit der Menschen,kanalisiert sie in gewünschter Weise und hält die Menschen im System. Das alles ist Protest, das Betteln nach einer anderen, vielleicht freiheitlicheren Politik. Ein Anarchist, will aber keine freiheitlichere Politik und betteln will er schon gar nicht. Er will also nicht protestieren. Es ist völlig klar, dass dieses System durch eine Partei NIEMALS abgeschafft werden kann.
            Dieses Gewaltmonopol ist ein herrschender Aggressor. Durch die Teilnahme an der Wahl erklärst Du dich mit diesem Prinzip einverstanden, leider auch in meinem Namen, denn das Gewaltmonopol herrscht auch über mich.

            Diese Zusammenhänge kannst Du nicht einfach unter den Tisch fallen lassen. Es sind die Argumente, denen von den Politikbefürwortern immer nur mit „Ja, aber“ begegnet wird. Es folgen dann subjektive Begründungen, warum man dennoch dies oder jenes tun sollte. Der Grund ist ganz einfach. Ihr wollt das so und hättet gerne Logik und widerspruchsfrei begründete Prinzipien auf eurer Seite. Habt ihr aber nunmal nicht. Ich verstehe, dass euch das ärgert, wenn wir euch darauf aufmerksam machen.

            „In den Spielregeln der Regierung ist die Teilnahme an der Politik als einzige Möglichkeit festgehalten diesen Zwang zu reduzieren.“

            Nee, das ist einer der Wege, den das System uns beschreiten lässt. Du kannst auch ein Schild malen und schimpfen. Würde es im Sinne der Beendigung der Herrschaft als Prinzip etwas ändern, wäre dieser Weg nicht erlaubt.

            „Die Entscheidung zu wählen findet unter dem Einfluss von Nötigung und mit einer Pistole auf der Brust statt.“

            Nein, es gibt eine freie und geheime Wahl. Es ist Deine Entscheidung, ob Du hingehst. Ich gehe nicht hin. Sollte es eine Wahlpflicht geben, werde ich hingehen und „Fuck off“ auf den Wahlzettel schreiben. Sollte die Geheime Wahl dann auch abgeschafft werden, werde ich meine Lektorin mitnehmen, damit das „Fuck off“ wenigstens richtig geschrieben ist.

            „Das eine Zustimmung unter diesen Bedingungen nicht viel Wert hat, wird dir jeder Kriminologe bestätigen.“

            Hier kommen wir nun zu einem Punkt der mehr Zeit erfordert, als ich im Moment habe. Wenn das Kreuz keine Relevanz hat, brauchst Du nicht hinzugehen. Hat sie Relevanz, kannst Du die Verantwortung nicht loswerden. Wie Du es drehst und wendest, wählen ist ein Griff ins Klo.

            „Ich möchte nur das Wähler nicht von vorneherrein moralisch verurteilt werden.“ „Dieses moralische Urteil empfinde ich nämlich auch wie eine Pistole auf der Brust.“

            Das kann ich gut verstehen. Du weißt eigentlich, dass das Wählen schlecht ist und dass unsere Argumente sehr wohl gewichtig sind. Du hast aber dennoch Hoffnung, die du selbst als unbegründet beschreibst. „aber das das nie wirklich passieren wird wissen wir auch.“

            Diese Hoffnung ist also nur eine Illusion und du weißt das. Nun siehst Du aber wie viel Arbeit Oliver Janich und seine Leute in dieses Projekt stecken und vor allem SCHON GESTECKT HABEN. Es wäre doch so ärgerlich, wenn das alles umsonst war. Das DARF nicht sein. Heute hört man oft, das man schlechtem Geld kein gutes Geld hinterher werfen soll. Das gilt vielleicht auch für Energie, die man einsetzt. Das alles ist Hoffnung, und Hoffnung ist genau das, was das System zum Machterhalt braucht. Hoffnung ist Gehorsam.

            Ich hoffe Du gibst uns eine Chance und denkst ernsthaft über diese Zusammenhänge nach. Stelle Dir vor wie viel man erreichen könnte, würden all die Parteigänger ihren Irrtum bemerken und nicht auf das Prinzip Hoffnung setzen.
            Wir stehen jedenfalls Gewehr bei Fuss, falls Du Fragen hast.

    • Equality 7-2521 sagt:

      @FwF-sandman

      >Durch die Gründung einer Partei akzeptiert man Herrschaft. Ob der Vorsitzende oder andere Mitglieder andere persönliche Ziele haben, spielt dabei keine Rolle. Dieses System schützt sich durch diese Zusammenhänge selbst.

      Was ist für dich denn „akzeptieren“? Das einfache Ablehnen des Systems ist es offensichtlich nicht. Wohl eher eine Art „Unterzeichnung“ eines Vertrages. Ein Vertrag findet aber immer zwischen zwei Parteien statt. Quasi ich und der Staat. Du gehörst nicht dazu, meine Unterzeichnung kann dem Staat keine Macht über dich gewähren. Die nimmt er sich selbst. Dann findet der Vertrag unter Einfluss einer Drohung statt. „Wenn du nicht unterzeichnest, nehme ich dir noch viel mehr von dem was du hast.“ Das nimmt meiner „Unterschrift“ den bindenden Charakter. Ich hab das bei dem letzten Artikel mit einem Psychopathen verglichen der dich fragt ob du mit einem Gummi oder mit dem Vorschlaghammer bestraft werden willst. Libertäre Wähler und Parteien tragen keine Verantwortung für die Gewalt die entsteht, da sie nie Gewalt initiiert haben. Oder siehst du ihre Verantwortung darin, das sie sich von dem System an der Nase herumführen lassen?

      >Durch die Teilnahme an der Wahl erklärst Du dich mit diesem Prinzip einverstanden, leider auch in meinem Namen, denn das Gewaltmonopol herrscht auch über mich.

      Dieses „Einverstanden sein“ ist mir einfach zu schwammig. Vielleicht kannst du das ja nochmal erläutern? Im Moment sehe ich das so: Das Gewaltmonopol Herrscht über dich und begründet es mit meiner Wahl. Ist Gott aber für die Herrschaft des Papstes verantwortlich? Nein, die Verantwortung liegt klar beim Gewaltmonopol. Das Abschieben der Verantwortung ist einfach nur eine Ausflucht. Und wie kann ich mich in deinem Namen einverstanden erklären? Du bist doch ein freier Mensch und nicht mein Sklave. Die einzige Art von Verantwortung die ich mir vorstellen kann ist das der Staat meine Wahl für seine Propaganda nutzt. Das er selbst die Stimme für eine libertäre Partei im Propagandaministerium so ummodeln lässt, das sie zu seinen Gunsten ausgelegt werden kann. Das der Staat das macht, reicht aus meiner Sicht nicht dafür aus, den libertären Wähler oder der libertären Partei ein moralisches Urteil aufzudrücken. Das verbraucht nur unsere Energie die wir aber besser im Kampf gegen den Staat bündeln sollten. Für mich sieht das aus wie das Prinzip „Teilen und Herrschen“. Mechanismen des Systems passend zu beschreiben wie du es gemacht hast, sehe ich als fairer an als die Wähler ungerechtfertigt moralisch zu verurteilen. Das drängt sie nur in eine Verteidigungshaltung. Auf diese Weise bauen sich Fronten auf. Und das führt dazu das sich Menschen die sich für den Libertarismus interessieren plötzlich mitten auf einem Schlachtfeld wiederfinden.

      >Wenn das Kreuz keine Relevanz hat, brauchst Du nicht hinzugehen. Hat sie Relevanz, kannst Du die Verantwortung nicht loswerden.

      Relevanz für was? Für die Gewalt des Staates? Für den Abbau der Gewalt des Staates? Ich denke das der Libertäre Wähler sein Kreuz macht, da er denkt das dieses Kreuz den Staat abbauen wird. Die Verantwortung dafür zu übernehmen sollte ihm nicht schwer fallen.

      >Nun siehst Du aber wie viel Arbeit Oliver Janich und seine Leute in dieses Projekt stecken und vor allem SCHON GESTECKT HABEN. Es wäre doch so ärgerlich, wenn das alles umsonst war. Das DARF nicht sein.

      Es war nicht umsonst, da ich durch ihre Arbeit zu euch gelangt bin. Vielleicht wäre ich das aber auch wenn sie ihre Arbeit nicht in Form einer Partei gebündelt hätten. Nein wirklich … ich möchte lieber das die PDV-Leute für wirkliche Freiheit kämpfen. Am besten das sie zuerstmal Freiheit in ihrem eigenem Leben umsetzen anstatt sich hinter einer Organisation zu verstecken.

      >Ich hoffe Du gibst uns eine Chance und denkst ernsthaft über diese Zusammenhänge nach.

      Das tue ich. Danke für eure Hilfe dabei.

      freisinnige Grüße

      • FwF-sandman sagt:

        „Dieses “Einverstanden sein” ist mir einfach zu schwammig. Vielleicht kannst du das ja nochmal erläutern?“

        Ich hatte Dir ja schon was zum Parlamentarismus geschrieben. Er ist eine Herrschaftsordnung ohne Kündigungsmöglichkeit. Das macht den Zwang aus.
        Die politische Klasse nutzt diese Herrschaftsordnung zum Machterhalt, sie ist nur ein Instrument. Die Aussage dabei ist, dass die Wähler die Parlamentarier legitimieren. Das ist natürlich nur eine Aussage, um die Verantwortung loszuwerden, was nicht funktioniert, denn der Wähler beauftragt keinen Abgeordneten direkt und die Abgeordneten sind nur ihrem Gewissen verpflichtet. Sie haben also in dem was sie tun Selbstbestimmung. Leider korrumpiert Macht.

        Andererseits machst Du Dein Kreuz im Bewusstsein, dass dadurch im Parlamentarismus entschieden wird, WER herrscht. DASS geherrscht wird, ist durch das Kreuz bereits mit abgenickt. Die Variante „Ich verweigere meine Stimme zur Regierungsbildung“ fehlt nämlich auf den Wahlzetteln. Man hat also nicht die Möglichkeit, zu wählen, ohne das Prinzip der Regierungsbildung auf Mehrheitsbasis anzuerkennen. Könntest Du mir da zustimmen?

        Ein Anarchist lehnt nun Herrschaft PRINZIPIELL ab. Ist es also nachvollziehbar, dass ein Anarchist, das Kreuz nicht machen kann, ohne in einen Widerspruch zu laufen? Wenn nicht gehe ich darauf noch näher ein.

        Nun ist es ja lediglich eine Theorie, dass man über den Weg der Politik den Staat verkleinern kann. Die Liberalen und Libertäre versuchen das sein Jahrhunderten, ohne JEGLICHEN Erfolg. Diejenigen, die nach wie vor dieser Theorie anhängen sollten meiner Meinung nach erklären, welche Variable sich geändert hat, dass man davon ausgehen kann, dass es diesmal klappt, nicht umgekehrt. Ich weiß, dass beweist nichts. Stimmst Du mir soweit zu?

        Es ist auch nicht nur empirisch erkennbar, dass diese Theorie in der Vergangenheit nicht funktioniert hat, es ist auch relativ leicht nachzuvollziehen, warum das auch in Zukunft nicht klappen kann. Das ist nämlich Systembedingt.
        Tritt man als Partei bei der an und will aufgrund seiner freiheitlichen Prinzipien den Staat verkleinern, braucht man Einfluss. Ohne den läuft nichts. Man braucht also eine gewisse Größenordnung. Gehen wir mal von 5,01% aus, damit man ins Parlament einziehen kann und ein Teil des Machtklüngels wird. Übrigens liegt die PDV ca. bei 0,1%.
        Will man im Parlament nun seinen Einfluss vergrößern muss man ZUSÄTZLICHE Stimmen bekommen, denn die Wähler, die die gleichen freiheitlichen Prinzipien vertreten, hat man schon. Man muss also in anderen Lagern fischen gehen und zu einem Teil seine eigenen Prinzipien aufweichen, da man die anderen Wähler sonst nicht anspricht. Das tendiert immer Richtung der politischen Mitte. Tut man das nicht, wächst man nicht, sondern schrumpft wieder, da die eigenen Leute die Lust verlieren, man erzielt ja keinen nennenswerten Effekt. Tut man das nur ein wenig, schrumpft man auch wieder, weil zwar neue Stimmen kommen, aber viele angestammte Wähler die Verletzung der Prinzipien nicht wollen. Um nachhaltig muss man also große Netze auswerfen und zwangsläufig wenig von den eigenen Prinzipien übrig behalten. Schau in die Politik und du siehst das. Kannst Du dem so folgen?

        Anarchismus ist die einzige Art des Libertarismus. Alles andere ist weichgespülter Sozialismus mit Zuckerguss. Ich glaube, Du weißt das.
        Für Anarchismus kann man nur werben, wenn man keinen Kompromiss zulässt. Freiheit ist nämlich nicht verhandelbar.

        Wenn wir als Anarchisten nun diese Überzeugung vertreten, kannst Du es dann nachvollziehen, dass wir auch konsequent dazu stehen müssen? Hast Du Verständnis dafür, dass wir unsere Meinung so massiv vertreten, dass wir auch wahrgenommen werden oder sollten wir lieber schön ruhig sein und Leute die sich Anarchisten nennen, dazu auffordern, einer falschen Theorie nachzujagen und ihre Energie zu verschwenden?

        Wir brauchen die Energie für andere Wege und die Parteipolitik verhindert das.

        • Equality 7-2521 sagt:

          >DASS geherrscht wird, ist durch das Kreuz bereits mit abgenickt.

          Dass geherrscht wird steht gar nicht zur Debatte und kann deswegen auch nicht abgenickt werden. Deswegen nennt man es ja auch Zwang.

          >Die Variante “Ich verweigere meine Stimme zur Regierungsbildung” fehlt nämlich auf den Wahlzetteln.
          Man hat also nicht die Möglichkeit, zu wählen, ohne das Prinzip der Regierungsbildung auf Mehrheitsbasis anzuerkennen. Könntest Du mir da zustimmen?

          Wieder der Vergleich: Wenn dir ein Psychopath mehrere Möglichkeiten der Bestrafung anbietet, aber nicht die Möglichkeit keiner Bestrafung, heißt das dann das du die Macht des Psychopathen über dich anerkennst wenn du die am wenigsten schmerzende Möglichkeit wählst? Auch ein Anarchist wählt da die mildeste Bestrafung, auch dann wenn er damit über andere mitentscheiden soll. Die Unmoral liegt klar beim Psychopathen und nicht beim Wähler. Gar nicht zu wählen ist beim STAAT vielleicht die beste „Wahl“. Der Psycho würde dich und die anderen aber einfach abmurksen. Die Wahl verwickelt den Anarchisten nicht in einen Widerspruch. Er erkennt auch trotz der erzwungenen Wahl die Herrschaft nicht an.

          Deswegen frage ich was diese angebliche Anerkennung denn bitteschön für einen Wert haben soll? Was soll das für eine Anerkennung sein von der ihr redet?

          Das die Theorie „man kann den Staat mithilfe einer Partei abbauen“ nicht schlüssig ist, hab ich sogar selbst versucht zu erklären. Auf diesen Kommentar von mir baut sich die aktuelle Diskussion sogar auf. Mir geht es aktuell nur um die MORAL von der Geschicht.

          >Anarchismus ist die einzige Art des Libertarismus. Alles andere ist weichgespülter Sozialismus mit Zuckerguss.

          Ist dir bewusst das der historische Anarchismus ziemlich verwand mit dem Marxismus ist? Anarchisten sehen Libertarismus nur als eine Strömung innerhalb des Anarchismus an. Ich sehe in Libertarismus einfach das Nichtaggressionsprinzip. Und das ist nicht unvereinbar mit Politik … außer vielleicht man legt die Forderung von 0,1% Mehrwertsteuer als Aggression anstatt als deren Abbau aus.

          >Wenn wir als Anarchisten nun diese Überzeugung vertreten, kannst Du es dann nachvollziehen, dass wir auch konsequent dazu stehen müssen?

          Das ist absolut nachvollziehbar. Aber dann bitte auf Basis von Rationalität.

          >Hast Du Verständnis dafür, dass wir unsere Meinung so massiv vertreten, dass wir auch wahrgenommen werden oder sollten wir lieber schön ruhig sein und Leute die sich Anarchisten nennen, dazu auffordern, einer falschen Theorie nachzujagen und ihre Energie zu verschwenden?

          Ich unterstütze das absolut. Politik ist eine vampirische falsche Hoffnung. Massives vertreten könnte aus meiner Sicht in bezug auf andere Libertäre aber auch ohne Vorwürfe und auf freundschaftlicher Basis geschehen.

          freisinnige Grüße

          • isomorph sagt:

            Hallo, wenn ein Psychopath mehrere Möglichkeiten der Bestrafung anbietet, tut er dies nicht wirklich. Er bietet eigentlich nur die mildeste Strafe an und droht mit härteren, falls diese nicht angenommen wird. Eine Bestrafung baut also nur auf einer anderen auf und man hat nicht wirklich die Wahl. Dem Psychopath geht es nur darum die mildeste Strafe durchzusetzen, denn sonst wäre er kein Psychopath, der alles nur aus Berechnung tut, wie z.B. aus Berechnung mehrere Strafen anzubieten.

            nur mal so am rande

          • Equality 7-2521 sagt:

            Beim Staat ist doch auch alles berechnet. Das hat sandman ja gut dargelegt. Staat und Psycho sind vielleicht nicht das Gleiche, die Parallelen kann man aber nicht abstreiten.

            Mir geht es bei dem Bild auch eher darum zu zeigen wo die Unmoral liegt und wo nicht.

  9. Dreihundert300 sagt:

    Wie lustig der Molyneux immer die Frage umschifft, warum ich als freiheitsliebender Mensch, der für mehr Freiheit ist, nicht auch politisch für meine Interessen eintreten oder mich einer Lobby der Freiheit anschließen sollte.

    Und ich höre so einen leichten Subtext mitlaufen, der mir ständig mit der Stimme von Merkel einreden möchte: „Geh nicht zur Wahl! Erzeuge keine Opposition, die über Freiheit aufklären könnte und – erstmal im Parlament – nur schwer totgeschwiegen werden könnte. Geh wieder Schlafen, alles in Ordnung…“

    • michael sagt:

      „Wie lustig der Molyneux immer die Frage umschifft, warum ich als freiheitsliebender Mensch, der für mehr Freiheit ist, nicht auch politisch für meine Interessen eintreten oder mich einer Lobby der Freiheit anschließen sollte.“

      lol
      es ist noch viel lustiger, wie du die offensichtliche tatsache umschiffst, daß es in dem ganzen video nur darum geht, ob der politische weg sinnvoll ist oder nicht.

      ich kann mir das nur erklären, daß du grad von einer sauftour nach hause gekommen bist und nicht ganz klar bist.

      aber wenn du jetzt auch noch merkels stimme hörst, dann hat dir vielleicht sogar jemand lsd in den drink getan und du hast nen bad trip 🙂

      wenn du deinen rausch ausgeschlafen hast, dann kannste ja mal versuchen, den beweis anzutreten,der im video verlangt wird.

      • freedomforce sagt:

        “Unser einziger Vorteil ist der Wert der besseren Ideen, die Glaubwürdigkeit und die Verifizierbarkeit unserer Aussagen.”
        das ist ja schonmal ne gute ausgangslage.
        lügen unters volk zu bringen und sie dort zu halten ist viel schwieriger als dies mit der wahrheit zu tun.
        eine kleine kerze kann schon einen total dunklen raum erhellen….
        lügner und psychopathen sind wie kakerlaken, die reißaus nehmen, wenn du das licht im zimmer anmachst:)

        das vorleben der ideen ist auch sehr machtvoll, weil sie einfach überzeugender sind.

        Nö, Psychopathen „knipsen dein Licht aus.“ 😀 Das Vorleben hat nur Einfluss, wenn Leute mental auf deiner Linie sind. Hat Molineux es jemals geschafft, einen Staazi zu überzeugen? Staat ist Religion!

        Alles kann sein, auch Schnee, der im Tal des Todes vom Himmel aus Wolken fällt. Aber bis heute hat es noch niemand für nötig gehalten, solch ein doch eher selteneres Ereignis abzuwarten und noch viel weniger wird ein Mensch mit funktionierendem Verstand bereit sein, seine Zukunft (und vielleicht sogar die seiner Kinder u.ä.) auf solche vagen Zufälle zu bauen. Daher WILL auf den Tag, an dem Weihnachten und Ostern zusammen fällt, halt auch kaum einer warten … es sei denn, er ist der Politik verfallen (auf welche Weise und in welcher Richtung auch immer). Und zu dieser Gruppierung rechne ich mich zumindest nicht.

        Wenn du wenig Zeit hast, dir Steffi Molineux unsympathisch ist oder du von seinem Konzept nicht vollends überzeugt bist, versuche es doch mit einer Sezession, kein Spaziergang, aber in diesem Leben möglich: apriorist.de

  10. netterEddy sagt:

    is die Frage ob weichgespüllte voluntarismus videos bei denen man einpennt wenn man die sieht die richtige methode sind die Regierung los zu werden.
    Libertäre in deutschland haben leider keine Eier.
    Ich hab es nicht geschafft das ganze video zu sehen weil der typ so ein schrecklicher Klugscheißer ist. Die ersten 5min kommt auf jeden fall komplett nichts neues sondern nur sachen die klar sind.
    Keiner sagt das der Mininmalstaat besser ist als Ancap und es behauptet auch keiner das der Minimalstaat nicht den hang zur expansion hat.
    Die Frage ist ob die Regierung wegen oder trotz der libertären Parteien gewachsen ist und ob es nicht an leuten liegt die den ganzen tag nur klugscheißen statt sich zu engagieren.
    Ein beweis das liberale politik wichtig ist und das sie etwas erreichen kann? jede verdammte kleine steuersenkung die durchgesetzt wurde ist ein erfolg für die freiheit… jaja ich weis immernoch kein Ancap aber alter kommt klar… Alles was libertäre abschaffen hinauszögern und eben nicht den ethatisten überlassen ist eine gott verdammte verschnaufpause.
    Ich habe lieber einen Minimalstaat auch wenn ich weis das er in 200 jahren wieder mordet als einen Staat der die ganze zeit über mordet. Da hat man wenigstens mal urlaub.
    Und ja ihr habt recht nur Ancap ist konsequen nur da besteht die hoffnung das es sich hält, haben wir aber nicht und ihr werdet mit weich gespülten videos bei denen ihr die unangenehmen themen nicht angeht auch keine weltumspannende revolution erreichen also ist es wohl besser sich mit aller macht gegen die linken assis zu stellen und sie zumindest etwas auszubremsen bevor diese welle an dummheit uns allen alles nimmt.
    Teilerfolge akzeptieren Ziel nie aus dem Auge verlieren und dann ist auch Rothbard auf unserer Seite…
    Was ihr hier macht passiviert

    So luft gemacht bitte nicht beleidigt fühlen ihr macht sonst eigentlich gute sachen aber dieses helft blos nicht der Partei der Vernunft gequatsche das so wahnsinnig in mode gekommen ist unter den Libertären geht mir echt auf die nüsse.

    • nlen sagt:

      „jede verdammte kleine steuersenkung die durchgesetzt wurde ist ein erfolg für die freiheit… “

      Hohler Spruch.

      Wenn Du das ernst meinst, würde ich an Deiner Stelle an Automaten glücksspielen. Jeder kleine Gewinn macht Dich ein Stück reicher.

  11. netterEddy sagt:

    naklar erreicht man damit nicht das „endziel“ aber was soll schlecht sein an bremsen oder vielleicht sogar ein opaar dinge umkehren zu können? sehe ich kein problem bei. wenn ihr meint ihr könnt noch besser abschaffen dann lasst mal sehen… Janich hat auf jeden fall ne ganze menge für den liberalismus in deutschland gemacht.

  12. Kurt Gluth sagt:

    Manche Beiträge, die in Form und Inhalt an eine große deutsche Tageszeitung erinnern, sind glücklicherweise nicht auf Papier gedruckt. Wäre schade um alle Ressourcen, die dafür verschwendet würden.
    Weißt Du was, Eddy? Geh‘ zum Fasching! Da kommst Du her und dort gehörst Du auch hin!
    Gute Besserung und gute Nacht!

  13. sniko sagt:

    Eine für mich besser argumentierte Debatte ist die Molyneux-Badnarik (Drexel Uiversity 2009) . Dort wird auch klar, dass die Fronten zwischen (Noch-)Minarchisten und Voluntaristen nicht so verhärtet sein müssen und sind wie das hier suggeriert wird. Dort läuft Molyneux zu gewohnter Klasse auf.
    Einfach mal googeln, ist nebenbei auch wirklich unterhaltsam.

  14. freedomforce sagt:

    @Michael @FwF-Sandman

    Liebe freiwillig Freien, Alex hat sich über Stefan geäußert. Hat er in „debunked“ oder ist er einfach nur biased? http://recentr.com/2013/04/molyneuxs-manie-politische-libertare-seien-kommunisten/

    • Bastii sagt:

      Whoa, die Aggressivität und Abneigung in diesem Artikel ist überwaltigend! Man sieht Herrn Bensch förmlich vor seinem geistigem Auge wie er voller Verachtung diese Worte spricht. Faszinierend!
      Wo so viele Emotionen in einem Thema sind kann man wohl eher weniger erwarten mit Fakten konfrontiert zu werden. Die Fakten über Stef Molyneux sind fade recherchiert und werden mit einigen Unterstellungen gemischt. Ich hatte mehr erwartet.

      • freedomforce sagt:

        Ach Mr. Spock 😉 , es macht schon einen Unterschied, ob du mit „Schaum vorm Mund“ recherchierst oder „Schaum vorm Mund“ bekommst angesichts der Faktenlage.

        Er erwähnte Abtreibung in der Negercommunity als Gegenbeweis für die Infiltration, was eher für einen feministischen Einfluss spricht als für einer überzeugter Abkehr von eigenen Interessen.

        Das Kommunismus-Beispiel bezog sich nur auf die Evidenz für den Erfolg einer Utopie.

        Ich war wohl nicht ganz unschuldig an dem Artikel, hatte etwas über die „Infiltriere doch die Mafia“-Analogie geschrieben.

        • Bastii sagt:

          Ach Mr. Spock ;), es macht schon einen Unterschied, ob du mit “Schaum vorm Mund” recherchierst oder “Schaum vorm Mund” bekommst angesichts der Faktenlage.

          Hm? Wieso sollte man durch Fakten „Schaum vorm Mund“ bekommen? Entweder die Fakten sind richtig, dann gibt es keinen Grund auszurasten, oder sie sind falsch und man kann sie widerlegen, was auch kein Grund ist auszurasten.
          Zudem deutet alles auf ersteres hin, hätte man unvoreingenommen recherchiert, dann hätte man wohl rausgefunden, dass Stef Molyneux seit er Teenager war sich mit Philosophie und Wahrheit beschäftigt hat. Er hat Geschichte und Philosphie studiert und ist nach seinem Studium in die Softwareentwicklungsindustrie gegangen. Dort hat er sich dann hochgearbeitet bis zum CTO einer Firma. Zudem hat er sich freiwillig in eine 5 Jahre lange Psychotherapie begeben um zu mehr Selbsterkenntnis zu kommen. Dabei hat er dann u.a. erkannt, dass er auf Grund seiner Vergangenheit keine Beziehung mehr zu seiner Familie haben will und dies auch durchgeführt. Nach seiner Therapie hat er dann irgendwann seine Frau kennen gelernt, die als Psychotherapeutin arbeitet. Mitte 2005 hat er dann FDR gegründet und angefangen sein Wissen über Podcasts der Welt mitzuteilen. In diesen Podcasts geht es dann um unzählige Themen die mit Philosophie, Psychologie, Selbsterkenntnis, Ökonomie, Etatismus und Familie zu tun haben. Da seine Show genug freiwillige Spenden der Hörer eingebracht hat, hat er seinen Job an den Nagel gehangen und sich nur noch auf FDR konzentriert. Vor vier Jahren ist er dann Vater geworden und verbringt als „Stay-at-home-Dad“ viel Zeit mit seiner Tochter. Von da an gibt er auch viele Tipps wenn es um Themen der Kindererzeihung geht, da er aus erster Hand berichten kann was funktioniert.
          Wieso finde ich so gut wie keinen dieser Fakten im Artikel?

          Er erwähnte Abtreibung in der Negercommunity als Gegenbeweis für die Infiltration, was eher für einen feministischen Einfluss spricht als für einer überzeugter Abkehr von eigenen Interessen.

          Das „Infiltriere-die-Mafie-Argument“ meint hier wirklich einen 180° Dreh der Ansichten, die Analogie müsste also sein, die schwarze Community rassistisch gegenüber schwarzen Menschen zu machen. Oder halt als Atheist Priester in seiner Gemeinde werden und alle Mitglieder zu Atheisten machen.

          • freedomforce sagt:

            Hm? Wieso sollte man durch Fakten “Schaum vorm Mund” bekommen? Entweder die Fakten sind richtig, dann gibt es keinen Grund auszurasten, oder sie sind falsch und man kann sie widerlegen, was auch kein Grund ist auszurasten.

            Das deine Freundin dich mit deinem gesamten Freundeskreis betröge, wäre auch Fakt, jedoch kaum mit der boolschen Algebra zu vergleichen. Das der Nachbar 30 Kleinkinder zu Sexpraktiken genötigt hätte wäre auch Fakt. Jedoch wäre es ein bisschen merkwürdig, wenn sich dein Verhältnis zu Ihm daraufhin nicht etwas geändert hätte.

            Man kann auch voreingenommen sein und trotzdem sauber recherchieren, bspw. den Murkser als „Scum of da Earth“ ansehen, jedoch der eigenen Glaubwürdigkeit zu Liebe gut recherchieren. Evidenz vor Ideologie setzen sozusagen.

    • FwF-sandman sagt:

      Tja, der Artikel ist sehr aufschlussreich. Die Zahl der Podcasts, die ich von Molyneux gehört habe ist 4-stellig. Ich habe auch alle seine Bücher gelesen. Ohne ihn wäre ich noch in der Kommunalpolitik für die CDU unterwegs.
      Alex hat extrem schlecht recherchiert und sich die Infos, auf die er sich bezieht gezielt ergoogelt. Ich habe ja entsprechende Kommentare in der Diskussion unter dem Artikel hinterlassen.

      Interessant ist auch die von Bastii schon erwähnte Aggressivität. Wenn Alex immer so schlecht recherchiert……

      • freedomforce sagt:

        Stef hatte auch ein Beispiel für den Erfolg einer libertären Partei in einem 2007er Podcast genannt. Anhand eines Beispiels der Privatisierung der Post: Streikende Postler etc.

      • Libertarian sagt:

        Hallo Sandmann,

        1000 Podcasts bereits angehört? Alle Bücher gelesen?

        Kann es sein, dass Molyneux süchtig macht? 🙂

        Die Aggressivität bei Alex Benesch kann ich nur bestätigen. Getroffene Hunde eben…

        Was ich schätze ist eure wirklich bewundernswerte Sachlichkeit und Ruhe, die Ihr im Gegensatz zu den „getroffenen“ politisch Libertären zeigt. Das dürfte m.M. nach dritte (noch) unabhängige Leser mit Sicherheit mehr beeindrucken.

        Die Ruhe kann eben doch nur der haben, der die Argumente auf seiner Seite hat 🙂

        • freedomforce sagt:

          Die Aggressivität bei Alex Benesch kann ich nur bestätigen. Getroffene Hunde eben…

          Die Ruhe kann eben doch nur der haben, der die Argumente auf seiner Seite hat

          Ad hominem sozusagen, gepaart mit Strohmann. 😀

          Das einzige was zählt sind Argumente und es ist immer gut, wenn man auf seiner eigenen Seite ist, denn das führt zur geistigen Beweglichkeit.

          Den kanadischen, arroganten „Komiker“ für etwas zu kritisieren, was offensichtlich richtig ist, nur um ihn zu verreißen, das wäre mir etwas zu langweilig. 😉

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