Jede politische Wahl ist ein sinnloses und entwürdigendes Schauspiel. Hier ein emotionaler Aufruf von Stefan Molyneux, sich nicht an so etwas zu beteiligen.

Hallo hier ist Stefan Molyneux von Freedomainradio, ich hoffe, es geht euch gut.

Das hier ist eine Kurzfassung von True News. Ich war hin- und hergerissen. Ich wollte eigentlich einen langen Vortrag halten, mit Grafiken und Tabellen, die zeigen, wie bei den Republikanern die Ausgaben steigen werden, wenn sie die Wahl gewinnen und wie der Krieg durch die Demokraten nicht weniger werden wird und dieses ganze Zeug. Wenn du willst, kannst du es überall nachlesen.

Aber am Ende mache ich es doch nicht und ich will  zu dir sozusagen von Mensch zu Mensch sprechen, um dich hoffentlich rauszubekommen aus dieser verrückten Wahnvorstellung und dem Selbstmissbrauch, den man Wählen nennt.

Und der Grund dafür ist, dass du überhaupt nicht wählen solltest. Du solltest nicht wählen wegen den Fakten. Die Fakten sagen, dass Wählen nichts bedeutet. Es ist schlimmer als nichts zu bedeuten, weil es dazu ermuntert, an einem zerstörerischen Zwangssystem teilzunehmen.

Es bedeutet, Schlechtes gutzuheißen und … die Menschen haben schon seit Jahrzehnten für kleinere Regierungen abgestimmt. Reagan wird immer noch ein fiskalpolitischer Konservativer genannt, obwohl die Staatsausgaben unter seiner Regierung um zwei Drittel gestiegen sind. Die Regierung hat sich unter den Demokraten sprunghaft vergrößert. Bill Clinton setzte die Bombardierung in Serbien und im Irak fort.

Gehe nicht zur Wahl, weil du denkst, dass dich das frei macht oder weil es der Regierung in irgendeiner Weise Grenzen setzt. Du bist doch kein Idiot. Ich meine, ich rede mit dir als ein intelligenter, aufmerksamer und brillianter Mensch. Wenn du das nicht wärst, würdest du dir das hier nicht ansehen.

Also ich werde dir keine Fakten nennen, weil ich dich sonst beleidigen würde. Es würde heißen, dass du nicht dazu fähig bist, das, was auf der Welt passiert, zu erkennen. Und auch nicht dass die Geschichte oft genug bewiesen hat, dass es zwecklos ist, eine Organisation der Gewalt wie den Staat zu beschränken, indem man ihn um die Krümel auf seinem Teller oder Gefälligkeiten anbettelt.

Du weißt also dass der Staat eine Organisation ist, die durch Zwang funktioniert. Die Ausübung von Zwang ist alles was der Staat tut und sie ist alles, woraus er besteht. Und du weißt, dass Wählen eine jämmerliche Bettelei ist: „Bitte mein Herr und Gebieter, gib mir ein klein bischen wieder zurück, von dem was du mir gestohlen hast.“

Und ich werde dich nicht belästigen, indem ich dir erkläre, dass das nur aus einer emotionalen Panik und Angst davor entsteht, noch mehr zu verlieren. In Wirklichkeit nimmt der Staat dir einfach das weg, was er will, weil er die Waffen, die Gefängnisse und das Militär hat. Und er versucht, dich zu bestechen, um dich dazu zu bringen, teilzunehmen und ihm die moralische Genehmigung für seinen Diebstahl zu geben, indem er dich dazu bringt, an einem System teilzunehmen, in dem du dir das eine oder andere aussuchen kannst.

Natürlich kannst du nur darüber abstimmen, wer dein Herr sein soll, du kannst dich nicht dafür entscheiden, kein Sklave zu sein, was natürlich die ganze Sache so unglaublich lächerlich macht. Sie verwenden dein Geld, um damit ihre Freunde zu bezahlen und gegen ihre Feinde vorzugehen.

Und sie werden dir irgendwelche goodies vor der Nase herumbaumeln lassen – das kannst du in jeder Wahlkampagne beobachten, huuuh, wir können dir etwas steuerfinanzierten Kredit geben, oooh, wir geben dir einen kleinen Steuererlass, aaaah, wir geben dir ein bischen Kontrolle über deine Rente, wir geben dir Geld für deine Gesundheitsausgaben, wir werden dies tun, wir werden jenes tun – das ist alles lächerlich. Es ist alles nur Bestechung, es ist einfach nur peinlich. Es ist verboten, sie zu bestechen, aber das ganze System besteht daraus, dich mit den Übrigbleibsel von dem, was sie dir zuvor gestohlen haben, zu bestechen.

Ich werde dich nicht beleidigen, indem ich dir die Fakten nenne, die du schon lange kennst. Ich habe nur eine dringende Bitte. Es ist eine rein emotionale Bitte. Ich habe sehr viele richtig gute Argumente, aber ich werde dich nicht mit den Fakten beleidigen, die du schon kennst oder die du ganz leicht recherchieren kannst.  Ich möchte nur darüber sprechen, was eigentlich auf der emotionalen Ebene los ist, auf der Ebene des Selbstwertgefühls und des Stolzes, wenn man über das Wählen nachdenkt.

Weißt du, was Wählen eigentlich ist? Hast du jemals folgende Situation gesehen – vielleicht hast du sie einmal selbst erlebt: Du gehst als kleines Kind in die Schule, vielleicht ist es dein erster Schultag und du bist früh dran. Die älteren Kinder nehmen dir deinen Schokoriegel oder irgendwas anderes weg. Und sie werfen sich den Schokoriegel zu und du rennst hinter ihm her. „Hey, gebt es mir zurück! Ich will es zurückhaben!“ Das ist das gleiche, wie zur Wahl zu gehen. Sie nehmen dir etwas weg und dann rennst du herum und bettelst darum, ein klein wenig zurückhaben zu können.

Was ich mit diesem Video erreichen wollte ist, dein Selbstwertgefühl anzusprechen. Ich mein, komm schon, das ist sowas von erbärmlich: Deinen politischen Führer um ein paar Krümel von dem anzubetteln, was er dir vorher mit vorgehaltener Waffe abgenommen hat. Wie jämmerlich ist das denn? Was für eine Selbsterniedrigung es ist, auf dem Spielplatz herumzulaufen und einige Krümel von dem zurückzuverlangen, was dir rechtmäßig gehört. Und wie du mit der Vorstellung dieses genehmigt und unterstützt zu haben, betrogen wirst.

Wenn sie dir deinen Schokoriegel wegnehmen und ihn hin- und herwerfen, was tust du dann? Du kannst den Schokoriegel nicht zurückbekommen, du kannst deine Steuern vom Staat nicht mehr zurückbekommen, du kannst die Kontrolle über dein Leben vom Staat zurückbekommen, weil er die Waffen hat. Sie inszenieren alles. Sie haben die Waffen.

Beteilige dich einfach nicht. Sage einfach: „Für diesen Schokoriegel gebe ich nicht meinen Würde auf. Herumzurennen und Leute anzubetteln, mir etwas zurückzugeben, was sie mir gestohlen haben, obwohl ich weiß, dass sie es sowieso niemals zurückgeben werden, ist viel zu beschämend. Es ist mir viel zu peinlich und viel zu erbärmlich, so etwas zu tun. Ich gehe einfach weg. Behaltet den beschissenen Schokoriegel. Behaltet mein Geld. Ich werde euch nicht darum anbetteln, mir es zurückzugeben. Ich werde euch nicht anflehen. Ich werde nicht auf die Knie fallen. Ich falle nicht auf die Wahnvorstellung herein, dass es dabei um mich geht oder um Rechtschaffenheit. Ich werde so etwas nicht befürworten. Ich werde micht nicht an dieser gewalttätigen Organisation beteiligen.“

Und die Präsidentschaft? Ich mein, kommt schon Leute. Ihr müsst keine Raketenwissenschaftler sein … ich erzähle euch nichts, was ihr in eurem Inneren sowieso schon wisst. Also ihr müsst keine Raketenwissenschaftler sein, um zu verstehen, dass ein anderer Präsident nichts am System ändert. Es ist wie wenn ihr einen BMW gegen einen klapprigen Lada tauscht und ihr bekommt den gleichen Lada zurück, nur mit dem BMW-Zeichen drauf und sie erzählen dir: „Hey, das war doch ein guter Tausch!“

Das Zeichen bedeutet nichts. Es ist eine lächerliche Illusion. Welche Wahl hast du schon? Zwischen tattrigen alten Faschisten und diebischen Sozialisten? Das hast du zur Auswahl und du beteiligst dich an sowas? Hast du kein Selbstwertgefühl? Gehe einfach weg. Es gibt nichts Rechtschaffenes an einem Versuch, die Kontrolle über die Waffen zu bekommen und sie in die Hände von Leuten zu legen, die dir erzählen, rechtschaffen zu sein. Mit Waffen auf Menschen zu zielen hat mit Rechtschaffenheit nichts zu tun.

Ich meine, ich kann verstehen, wenn du deine Seele und deine Werte verkaufst, indem du dich an diesem widerlichen, ekelerregenden Spiel namens Präsidentschaftswahl beteiligst. Ich kann das verstehen, wenn du dafür wenigstens  einen vernünftigen Preis erzielst. Wenn du deine Seele verkaufst, dann versuche wenigstens mehr dafür zu bekommen, als ein paar nutzlose Striche auf einem noch nutzloseren Stück Papier. Das bringt einfach nichts. Überhaupt nichts! Du verkaufst deine Seele für nichts. Durch das Wählen wird sich nichts ändern. Du weißt das. Akzeptiere es endlich. Niemand bezahlt dir eine Million Dollar dafür, dass du dich an diesem brutalen System beteiligst.

An diesem Imperium mit hunderten von Militärbasen, an diesem System, das irakische Zivilisten abschlachtet. Sie werden den Irak nicht verlassen, solange dieses Imperium existiert. Sie sind immer noch in Japan, verdammt nochmal. Mehr als 60 Jahre nach Ende des 2. Weltkriegs mit dauerhaften Militärbasen. Wenn du glaubst, dass sich das ändern wird, weil du wählst, leidest du unter Wahnvorstellungen. Du bist nur Nutzvieh für sie. Sie scheren dich wie ein Schaf, um dein Geld dazu zu benutzen, ihre Freunde zu bestechen – und auch dich, wenn sie Lust dazu haben.

Weißt du, was die Beziehung zwischen dir und dem Staat ist? Ich spreche über Amerika. Nochmal: Das alles weißt du schon. Was du als Wähler bist, ist der Erbe einer 300 Jahre lang andauernden Missbrauchsbeziehung. Es ist als wie wenn du 300 Jahre lang mit einem Typen verheiratet bist, der dich jeden Tag zusammenschlägt. Naja, am Anfang war er kleiner und schwächer und er konnte dich nicht zusammenschlagen. Aber er war dann schnell so weit. Jetzt ist er zehnmal so groß wie du und jeden Tag schlägt er dich richtig zusammen.

Und was machst du nach 300 Jahren in dieser Ehe? Du rennst herum und sagst: „Oh ja, du wirst sehen, dieses Mal wird er sich ändern! Er wird besser werden. Er wird nett zu mir sein. Er wird mir Blumen bringen und der Himmel hängt voller Rosen!”

Das ist Scheißdreck! Absoluter Schwachsinn! Sie rauben andere mit Waffengewalt aus! Sie werfen Millionen ins Gefängnis! Das ist eine Missbrauchsbeziehung und nach 300 beschissenen Jahren kannst du ruhig mal aufwachen und die Realität so zu akzeptieren wie sie ist! Es ist Brutalität mit schönen Worten. Es ist eine Faust im Handschuh schöner Reden.

Und was ist nach 300 Jahren einer Missbrauchsbeziehung, in der du jeden Tag immer übler zusammengeschlagen wirst, zu tun? Die Scheidung! Verlasse deinen Peiniger! Behalte deine Würde und verschwinde!

Legitimiere kein gewalttätiges, brutales, hierarchisches, hegemonisches Zwangssystem, indem du so tust als ob es freiwillig wäre, als ob du darin etwas zu sagen hättest, indem du die Kriege, die Gewalt, die Unterwerfung und Versklavung ignorierst. Millionen von Menschen sitzen in den Gefängnissen, weil sie die falschen Pflanzen in ihren beschissenen Taschen hatten.  Das ist eine brutale faschistische Diktatur und wenn du dich daran beteiligst, sagst du damit, dass es freiwillig ist, du versuchst irgendwas mit dem Irrglauben zu erreichen, dass es etwas bringt, wenn die Waffe auf jemand anderen als dich zielt.

Aber es bringt nichts. Obama oder McCain sind egal. Egal, für wen du stimmst, die Regierung bleibt an der Macht. Und niemand spricht jemals über die wirklich wichtigen Themen. Der Fakt, dass deine Einkommensteuer in die Zinszahlungen für Schulden fließt, die du nie aufgenommen hast. Darüber wird nicht gesprochen. Niemand wird jemals sagen: „Wir hören lieber damit auf, dir dein Geld wegzunehmen, anstatt dir ein paar Krümel davon zurückzugeben.“, „Wir streichen die Schulden, mit denen du nichts zu tun hast.“ Nein, du bist das Nutztier, das diese Schulden bezahlen muss.

Und Wählen ist der Zaun, Wählen ist der Maschendrahtzaun, Wählen ist der elektrische Zaun. Es gibt Wahlmöglichkeiten, die du hast, anstatt – und ich verlinke das Video, das ich über die Befreiung von der Politik gemacht habe – aber es gibt andere Dinge, die du tun kannst, anstatt dich mit Politik zu beschäftigen und … wer was zu welcher Wahl sagt und ober er ein Moslem ist oder nicht… Das ist das Schauspiel, das dich in das Blut der erniedrigenden Unterwürfigkeit hineinzieht.

Noch einmal: Es ist eine Frage der Würde. Bettle nicht um deine Freiheit, bettle nicht um irgendwelche Krümel, bete und hoffe nicht, dass ein paar Striche auf einem Zettel in einer Kabine etwas an deiner Freiheit im Leben ändert. Das ist nichts so, das war noch nie so und das wird nie so sein.

Im alten Rom durfte man auch „wählen“. Und in Athen auch, wie Sokrates herausfand.

Also scheiß auf die Politik, hör auf damit, deine Zeit mit diesem schwachsinnigen Ablenkungstheater zu verschwenden, bei dem es nur darum geht, ob der Sozialist oder der Faschist im Weißen Haus sitzen wird. Als ob das wichtig wäre. Du lebst schon in einer Diktatur. Also beteilige dich nicht daran.

Was kannst du sonst mit deiner Zeit anfangen? Es ist ein Nullsummenspiel. Jede Minute deiner Zeit, die du für Politik verschwendest, verbringst du nicht mit etwas Produktivem, das wirklich zu mehr Freiheit beiträgt. Dein Selbstwertgefühl zu steigern eingeschlossen. Wir müssen aus dieser Sklaverei herauswachsen, wir müssen besser und größer und zuversichtlicher werden als versklavtes beschissenes Steuervieh.

Arbeite an deiner Würde, arbeite an deinem Selbstwertgefühl, an deinem Wissen, deiner Rechtschaffenheit und deiner Stärke. Und wir wachsen aus der Sklaverei heraus. Wir wachsen aus der Rolle der Nutztiere für unsere Führer heraus. Wir bilden uns, wir sprechen mit anderen über Würde und über die Gewalt, die in diesem System steckt. Wir sprechen mit Menschen über ein besseres Leben, über Wege, wahre Freiheit in unserem Leben zu erreichen, Rechtschaffenheit und Freiwilligkeit überall dort, wo es noch möglich ist, wo es etwas bringt, wo wir es in der Hand haben.

Lass die anderen dummen Schafe gehen: „Määääh, wir werden wählen und alles wird sich ändern!“

Aber du und ich, wir wissen besser Bescheid, du und ich behalten unsere Würde und unterwerfen uns nicht diesem kranken Versklavungsritual. Also wenn Wahlen sind, lies ein Buch über Freiheit, oder lies eines meines meiner Bücher, wenn du willst, sie sind alle umsonst. Sprich mit deinen Freuden und mit deiner Familie, sprich mit Fremden über Rechtschaffenheit und Würde und Voluntarismus und das Übel des Staates. Halte dich fern von diesem System der Sklaverei und Unterwerfung und Gefängnisse und Entführung und Verurteilung und Folter. Beteilige dich nicht an dieser Organisation, die aus Verbrechen besteht, die jeden Tag Kriegsverbrechen begeht, Genozide durchführt, Kriege führt, mordet, entführt, einsperrt.

Beteilige dich nicht. Bettle nicht. Behalte deine Würde und sage:

„Ich beteilige mich nicht an Gewalt. Ich schreie keine Regenwolken an. Ich kämpfe nicht um die Kontrolle der Waffen.Ich stelle einfach nur ein für allemal klar, dass Gewalt schlecht ist. Ich werde mich nicht daran beteiligen. Ich werde mich nicht für diese absurden Rituale hergeben, diesen lächerlichen magischen Schwachsinn, den man Wahl nennt. Mein Einverständnis für das, was sie tun, werden sie nicht bekommen. Ich werde nicht aus Protest wählen, ich werde nicht mit der Illusion zur Wahl gehen, dass ich frei werde, wenn ich andere um Freiheit anflehe. Stattdessen werde ich mich davon zurückziehen und mich nicht daran beteiligen und mit Stolz, Rechtschaffenheit und Zuversicht über das sprechen, was zu wirklicher Freiheit auf dieser Welt führt. Und das bedeutet nicht, die politischen Führer abzuwählen und darauf zu hoffen, dass für mich etwas davon abfällt.“

Liebe, Stolz und Rechtschaffenheit in unserem Privatleben wird die Kraft verbreiten, die wir dazu benötigen, aus unserer Sklaverei herauszuwachsen.

Danke.

Original:
Stefan Molyneux – The Truth About Voting

Produktion, Übersetzung, Sprecher:
Peter Müller

Transkript:
Manuel Barkhau

Musik:
Revolution Void – Invisible Walls
http://www.jamendo.com/de/track/885439/a1.-revolution-void-invisible-walls
http://creativecommons.org/licenses/by-nc/3.0/

 

65 Responses to Die Wahrheit über das Wählen

  1. Taylor sagt:

    Ist eine Wahl gegen eine Einschränkung der Freiheit auch sinnlos ? gegen Zwang zu stimmen ist durchaus sinnvoll. (falls die Möglichkeit dann mal bietet)

    Ich sympathisiere mit dem Anarchismus, aber konsequent Anarchist zu sein bedeutet, keine Steuern mehr zu zahlen, das wäre aber lebensgefährlich. Um konsequent „im System zu sein“, zahlen wir eben Steuern, aber stimmen für jede Senkung, jede Steuer Abschaffung zu und sprechen uns gegen Verbote aus, die die freiwilligen Beziehungen zwischen Erwachsenen betreffen.

    Gegen Zwang zu stimmen ist kein Akt gegen die Freiheit, es ist ein Akt des Widerstands.

    Das Problem ist, selbst wenn nur noch 10% oder 5% zur Wahlen gehen, wird das noch gezählt, selbst wenn dann schon über 50% Voluntaristen sind, sie werden das System, allein durchs Anarchist sein, nicht Abschaffen können.

    Ich finde es naiv, wenn man als Volunatarist in den USA nicht Libertär oder Ron Paul wählt, oder in DT nicht für die pdv und gegen bestimmte Gesetzentwürfe.

    Beste Grüße,
    Taylor

    • FwF-sandman sagt:

      Taylor, welcher Art müsste ein Argument sein, damit Du ihm folgen könntest und Deine Meinung änderst?

      • Taylor sagt:

        Wenn du der Meinung bist das die Freiheit eines Menschen unantastbar sein sollte, dann nutze jede Möglichkeit dies zu verwirklichen, sei nicht feige, suche Mitstreiter und unternehme aus deiner Position „im System“ alles in deiner Macht stehende um es zu verwirklichen.

        Was mich an Molyneux stört ist, das er so Argumentiert als würden wir eine Wahl haben, und es nur am einzelnen liegt ob wir morgen den Anarchismus verwirklichen oder nicht, das ist aber falsch, denn ich kann nicht Anarchist werden, ohne Sozialen Selbstmord zu begehen und mein Leben zu riskieren.

        der Anarchismus ist eine Utopie die wir uns wünschen, er ist aber nichts das mit unserem Alltag zu tun hat. Wer sich an Gesetze hält, Steuern zahlt und staatliches „Eigentum“ nutzt, kann nicht behaupten Anarchist zu sein. Wir sind ein Teil des Systems, ob es uns passt oder nicht, man kann das System nur von innen her ändern, wer das nicht versteht unterscheidet such nicht vom Apolitischen Couchpotato der keine Ahnung hat was eigentlich abgeht.
        Ich komm zwar mit Passivität an sich klar, aber nicht Passivität die getarnt ist als Aktivität.

        Nicht Wählen gehen (gegen Zwang) oder die staatliche Gesundheitsversorgung nicht zu nutzen ist dumm, nicht heldenhaft.

        • isomorph sagt:

          Hier werden doch fast alle Mögichkeiten benutzt, bis auf diese Eine. Und nur auf diese Eine kein Bock zu haben bezeichnest du als naiv und bla. Und das trotz der durchweg schlüssigen Argumente.

          Du schreibst der Staat lasse sich nur von innen überwinden, doch wie naiv ist das bitteschön? Wo es doch kein einziges Beispiel dafür gibt auf der Welt und in der Geschichte. Dafür zeigt uns quasi jeder Staat, selbst der Libertärste, dass es immer nur in eine Richtung geht, Richtung Kommunismus.

          Libertarismus ist nichts weniger, als Minimalsozialismus, aus dem Zwangsweise auf kurz oder lang immer Vollsozialismus werden muss.

          Du weisst dass doch! Warum willst du es nicht wahrhaben oder glaubst trotzdem den Sozialismus unter Kontrolle halten zu können? Warum? Wie naiv ist das bitteschön?

          Anarchist ist, wer keine Steuern mehr zahlt, sobald er nicht mehr dazu gezwungen wird.

          Würdest du dann noch Steuern bezahlen?
          Also ich würde höchstens noch spenden, aber nicht für ein Staat!

          • Taylor sagt:

            Weil nur diese eine Möglichkeit (Wählen) etwas in diesem System bewegen kann, wie möchtest du sonst den Staat abbauen ? durch Diskussionen im Internet ? durch Videos auf YT ? ich denke nicht da sich hier der naive bin.

            es gibt durchaus Bsp. für Liberale Revolutionen und Liberale Staaten, dafür aber kein einziges für eine marktwirtschaftliche Anarchie.

            Libertarismus ist nichts weniger als die Befreiung aller Menschen. Der Schutz der individuellen Freiheit lässt sich auch durch einen Gebührenstaat finanzieren.

          • Philipp Hofmann sagt:

            Libertarismus ist nur eine weitere belanglose Schattierung der Zivilreligion.
            http://www.dradio.de/dlf/sendungen/tagfuertag/1984198/

          • „Du schreibst der Staat lasse sich nur von innen überwinden, doch wie naiv ist das bitteschön?“
            Iso, das ist überhaupt nicht naiv sondern logisch. Wir leben nämlich alle im Staat. Wenn Du den Staat von außen überwinden willst, dann mußt Du erst mal raus kommen. Viel Erfolg bei dem Versuch 🙂

          • isomorph sagt:

            Ich lebe nicht im Staat, im Gegensatz zu dir als Politiker vielleicht. Ich werde nur von ihm ausgenutzt.

          • hhschmidt sagt:

            Es gibt manigfaltige legale Wege, den Staat auszutrocknen. Es gibt beispielsweise einen legalen Weg, wenig Steuern zu zahlen. Schlicht weniger Einkommen. Es gibt Wege, Dienstleistungen oder Produkte anzubieten, ohne Steuerempfänger zu sein. Es gibt Wege, keine bequemen Einkommensplätze innerhalb des vorherrschenden Systems einzunehmen. Selbstständigkeit. Es gibt Wege, seinen Kindern libertäre Inhalte zu vermitteln. Selbst unterrichten – zumindest als Ergänzung, da Schulzwang. Das sind nur wenige Beispiele der Flucht. Sie alle sind Optionen zur Genugtuung. Nun, was trägt der ausgefüllte Wahlschein dazu bei – außer das schlechte Gewissen zu mildern, das auftritt, weil ich sonst so gar nicht libertär handele? Ein wenig mehr Integrität würde dem Staat – ja auch von innen, aber ohne Wahlurne – erheblichen Einfluss rauben.

          • Rosenzierde sagt:

            Der Feudalismus ist nicht durch die Bauern und dem 30 jährigen Bauernkrieg gestürzt worden, sondern durch die Inzucht der Blaublütigen – die auf diese Weise in Wahn und Idiotie endeten.
            Auch die heutigen Politiker tanzen auf dem Eis und ihre Lebensweise ist alles andere als vorbildlich oder nachahmenswert. Ihre Unmoral und Verkommenheit bricht ihnen das Genick.

          • Rosenzierde sagt:

            Immerhin lässt sich heute schon sagen, dass diese Menschengattung keine oder höchst selten Kinder hat – sich selbst also nicht erneuert.
            Wenn wir die Hebel der Erziehung aufdecken und ändern – sind wir aus dieser verkommenen Lebensphilosophie raus und wir können beginnen, zu leben.

          • nachgehakt sagt:

            Was ist es, was hier als Kommunismus bezeichnet wird? Ist es überhaupt relevant, irgendetwas so zu betiteln? Ist es eigentlich nicht egal, welche Regierungsorm existiert? Entscheidend ist eigentlich nur der gemeinsame Wille auf die Anhäufung von Geld und Macht zu Gunsten der Allgemeinheit zu verzichten und damit tatsächlich Frieden zu gewährleisten.

          • FwF-sandman sagt:

            „Entscheidend ist eigentlich nur der gemeinsame Wille auf die Anhäufung von Geld und Macht zu Gunsten der Allgemeinheit zu verzichten und damit tatsächlich Frieden zu gewährleisten.“

            Gruselig!!!!

            Es gibt weder einen „gemeinsamen Willen“, noch eine „Allgemeinheit“. Es gibt nur die Welt und die Individuen, die in ihr leben.

            Der Wille ist IMMER subjektiv. Jeder Versuch, einen „gemeinsamen Willen“ zu erzeugen, endet im Zwang. So erreicht man keinen Frieden.

          • Taylor sagt:

            Das ist etwas undurchdacht Sandman,

            Es gibt „gemeinsame Ziele“, wir müssen nicht die gleichen Werte teilen, aber dennoch können wir gemeinsam für weniger Zwang eintreten und Wählen gehen.

            Glaubst du den wirklich das ganz ohne politische Aktivität eine Lanze für die Freiheit geschlagen werden kann ?

            In einem Markt kann man alleine auch nichts hinbekommen, die Intention ist immer individuell, das Ziel aber kollektiv.

          • FwF-sandman sagt:

            „Es gibt “gemeinsame Ziele”, wir müssen nicht die gleichen Werte teilen, aber dennoch können wir gemeinsam für weniger Zwang eintreten und Wählen gehen.“

            Nein, es Schnittmengen subjektiver Ziele. Ich hacke darauf so herum, um klarzustellen, dass man kein Übergeordnetes Ideal für alle als „SOLL“ oder „MUSS“ definieren kann. Man kann nur Widersprüche aufdecken.

            „Glaubst du den wirklich das ganz ohne politische Aktivität eine Lanze für die Freiheit geschlagen werden kann ?“

            Oh ja, das versuchen wir hier jeden Tag.

            „In einem Markt kann man alleine auch nichts hinbekommen, die Intention ist immer individuell, das Ziel aber kollektiv.“

            Nein, die Ziele, die individuellen Handlungen zugrunde liegen sind immer individuell. Man erreicht sie nur durch Zusammenarbeit besser.

    • Taylor, es wird nie passieren,dass nur noch 5 oder 10% zur Wahl gehen. Bevor dies geschieht fürt die Mafia eine Wahlpflicht ein. Und spätestens dann merken die überzeugten Nichtwähler, dass ihr Plan nicht funzt. Nächster Schritt wäre dann ungültig zu wählen. Wenn es dann nur noch 5% gültige Stimmen gibt wird das Wahlrecht eben abgeschafft. Der Staat lässt seine Bürger nicht so einfach gehen. Leider!
      Noch ein Gedanke: Der Staat ist ja irgendwann mal aus einer freien Gesellschaft entstanden. Was bitte gibt einigen hier die Gewissheit, dass das dann nicht mehr geschieht? Es heißt ja hier immer, dass ein Minimalstaat sich immer vergrößert. Wo bitte ist der logische Beweis dafür, dass sich aus einer freien volunt. Gesellschaft nicht auch wieder Staaten entwickeln. Die ganze Strategie basiert auf Wunschvorstellungen. Irland war frei und privatrechtlich organisiert und nun ist es ein Staat wie jeder andere. Scheisse wa, irgendwas passt hier nicht ins Konzept.

      • FwF-Manuel sagt:

        Hallo Jens,

        bei deinem Kommentar kommt mir auch ein Gedanke. Man stelle sich vor nur noch 5 % gehen zur Wahl und dann wird eine Wahlpflicht eingeführt, spätestens dann hätten die menschen doch erkannt, dass diese Mafia Bande nichts gutes im Schilde führt. spätestens dann hätten wir fast keine Akzeptanz des Staates mehr. Ganz nach dem Sprichwort würden Wahlen was bewirken wären sie verboten.

        lg Manuel

        • Taylor sagt:

          In Belgien gibt es bereits eine Wahlpflicht, den Staat anzweifeln tut da aber immer noch keiner.

          • FwF-Manuel sagt:

            Hatte ich nicht gewusst mit Belgien, was passiert wenn man nicht zur Wahl geht? Insofern hab ich mich da wohl getäuscht, aber es ist schon so, um so mehr Gewalt und Zwang offensichtlich ausgeführt wird, um so leichter dieses als das zu erkennen.

          • Manuel mit dem Erkennen ist es leider nicht getan. Nur darum geht es hier eigentlich. Schön wenn wir es alle erkannt haben, aber was nun.

          • Zef sagt:

            BTW: „Anschluss- und Benutzungszwang“

            Um diese perfide Variante liesse sich der Staatsfunk noch steigern: Man wird gezwungen, sich das GEeschwätZ auch noch reinzuziehen.

            Das „Fuck You“ auf dem Wahlzettel wäre dabei längst schon verboten.

          • Taylor sagt:

            Bußgeld.

      • isomorph sagt:

        Die Gewissheit gibt mir das Internet, fwf, recentr.tv usw.
        Garantien auf Freiheit gibt es im Voluntarismus nicht. Das ist halt der Preis der Freiheit. Denn wer von irgendwem eine Garantie auf Freiheit annimmt, ist damit nicht mehr frei.

    • Kurt Gluth sagt:

      Dafür habe ich nur eine Entgegnung: Wer Gras blau sehen will, für den ist es eben blau – Punkt.

      Warum Dich ‚überzeugen‘? Du wirst mich ja auch nicht überzeugen.

  2. Dreihundert300 sagt:

    Stefan Molyneux ist nichts weiter als ein kommunistischer Agitator, der Euch zur Passivität auffordert und Euch rät, gar nicht mehr um Euer Eigentum zu kämpfen. Fällt kaum jemandem auf hier 🙂

    Wohin führt die Geisteshaltung, die Stefan Molyneux Euch einzudenen versucht? Sie führt nur dahin, dass Eure Steuerlast beliebig steigen wird, genauso wie Euch eure Mitschüler weiterhin ausnehmen werden, wenn Ihr nicht mal nach der Schule mit Euren Freunden auf sie wartet.

    Wo bleibt Eure Ehre? Ihr solltet jede Möglichkeit nutzen um Euch zu verteidigen!
    Akzeptiert endlich, dass die PDV Widerstand darstellt. Akzeptiert endlich, dass jemand eine Armee aufstellt um Euer Eigentum zu verteidigen.

    Ich finde es von FwF äußerst merkwürdig sich erst eine große Leserschaft von Libertären durch freiheitsbefürwortende Beiträge zu erarbeiten und diese dann, kurz vor einer Bundestagswahl bei der die PDV antreten könnte gezielt zum Nichtwählengehen zu ermutigen. Ich hoffe, dahinter steht einfach die Faulheit, sich lieber nicht mit dem Gegner anzulegen und sich lieber in seiner Passivität wohlzufühlen. Mit euren Passivitäsbeiträgen werbt Ihr geradezu um Sponsorengelder der etablierten Parteien. Würde ich für sie arbeiten – meine Spende wäre Euch sicher.

    • Hermann sagt:

      „Akzeptiert endlich, dass jemand eine Armee aufstellt um Euer Eigentum zu verteidigen.“

      Toller Satz. Ein Satz von jemandem, der vorgibt frei sein zu wollen.

      Wie wäre es mit:

      „Akzeptiere endlich, dass jemand Gesetze erläßt, damit wir uns gesund ernähren.“

    • „Stefan Molyneux ist nichts weiter als ein kommunistischer Agitator, der Euch zur Passivität auffordert und Euch rät, gar nicht mehr um Euer Eigentum zu kämpfen. Fällt kaum jemandem auf hier“

      War komischerweise auch mein erster Gedanke, als ich das erstemal mit ihm und mit FwF in Berührung kam. Ich dachte jetzt nicht gleich an einen kommunistischen Agitator. Mich errinnert das mehr an diese ganze Esoteriksauce. Dieser ganze „wenn du dich wehrst, kommt alles nur doppelt so hart auf dich zurück“ Blödsinn. Eigentlich exakt dasselbe. Wehrst du dich gegen den Staat fütterst du ihn und machst ihn stärker. Mir erscheinen die Argumente hier eigentlich immer skuriler.

      • michael sagt:

        das es dir als vollblutpolitiker und etatisten skuril vorkommt jens, finde ich sehr gut und erwarte es auch nicht anders… alles andere würde mir sorgen bereiten.

    • Zef sagt:

      >Akzeptiert endlich, dass jemand …

      Genau das ist der markige untrügliche Sound der Parteigänger.

      Die Stimme der Freiheit ist dagegen ganz leise, sie ist ein leichtes Säuseln.
      Bei Stefan Molyneux hört man sie in den Pausen. Seine donnernde Rede ist Aufforderung zum Schweigen und Insichhineinhören, zum Entdecke-deine-Würde-Mensch.

  3. Zef sagt:

    >Das ist eine Missbrauchsbeziehung
    —-
    … die der durch destruktive Intrusion ich-synton Manipulierte nicht mehr erkennt.

    „Die Objektbeziehung wird dabei zum Hörigkeitsverhältnis, sie wird in offener oder getarnter Weise missbraucht, um eigene Grenzen, eigenes Unvermögen zu überschreiten. Der eine wird mit dem Wunsch des anderen schwanger gemacht. Dieser andere darf nur insofern wachsen, als er die Trägerfunktion für diesen Wunsch erfüllt. Der Weg in die Individuation ist damit verstellt“.

    „Wie das ‚Dritte Reich‘ gezeigt hat, ist es unter besonderen Umständen des Adressaten, des Empfängers, etwa seiner vorausgegangenen Demütigung, möglich, ihn beispielsweise auch als bereits geprägten Menschen unter dem großen Druck einer Verheißung oder einer Drohung zwingend zu verformen und ihn zu nötigen, etwas zu tun, was er unter anderen Umständen nicht getan hätte.

    Die destruktive Intrusion kann offen und dann laut und überrumpelnd geschehen, oder sie vollzieht sich unmerklich, verführerisch oder mitleiderheischend“.

    „Mögen meine Ausführungen dazu beitragen, besseren Widerstand gegen Entfremdung und Enteignung [des Selbst!] leisten zu können und Individualität zu fördern, die nur dann weiterführen kann, wenn sie sich selbst vertritt und auf den anderen bezogen bleibt“ (Antia Eckstaedt, Nationalsozialismus in der ‚zweiten Generation‘, Psychoanalyse von Hörigkeitsverhältnissen).

    Objektbeziehungen zwischen einem Selbst und einem anderen Selbst sind etwas völlig anderes als die o.b. symbiotischen Missbrauchs-/Hörigkeitsverhältnisse.

    >Wir wachsen aus der Rolle der Nutztiere für unsere Führer heraus.

    Wie weit ich dabei komme, ist nicht so wichtig.
    Die Hauptsache ist, dass ich richtig gestellt bin.

    „Wenn da alles still um einen geworden ist, feierlich wie eine sternenklare Nacht, wenn die Seele allein ist in der ganzen Welt … da tut gleichsam der Himmel sich auf, und das Ich wählt sich selbst…

    Zwar wird der Mensch damit kein anderer als er zuvor gewesen, aber er wird er selbst, das Bewusstsein schließt sich zusammen, und er ist er selbst.“ (Kierkegaard, Entweder/Oder)


    Ich erschaffe mich nicht,
    ich wähle mich.

    • Zef sagt:

      „Wie Gesellschaftsvögel gleich sterben, wenn sie nur einen Augenblick allein sein müssen; wie das kleine Kind in den Schlaf gesungen werden muss, so brauchen diese das beruhigende Einlullen des Gesellschaftlichen, um essen, trinken, schlafen, beten, sich verlieben usw. zu können“ (Kierkegaard, Krankheit zum Tode)

      So ist das in symbiotischen Hörigkeitsverhältnissen.

  4. isomorph sagt:

    Einfach genial, dieser Molyneux!!!

    Und eine immer niedrigere Wahlbeteiligung ist logische Voraussetzung und Vorbedingung, bevor das Staatswesen friedlich überwunden wird!

    Ich würde zu gerne miterleben was passiert, wenn tatsächlich mal nur noch 5% Wählen gehen und welche Macht dann noch das Finanzamt hat.

    Ich sage keine mehr!

  5. Equality 7-2521 sagt:

    Die Besteuerung von freien Menschen ist kriminell. Sie ist also nicht legitim.
    Wenn ich wähle, legitimiere ich den Staat zwar mich zu besteuern, ich kann ihm aber in keinem Fall die Legitimität dazu geben andere zu besteuern. Das ist unmöglich, das Recht dazu habe ich nicht.
    Die Wahl kann also maximal einen Vertrag zwischen mir und dem Staat darstellen. Dies geschieht freiwillig und ist somit nicht unmoralisch.

    Der Staat rechtfertigt seine Kriminalität zwar mit der Wahl, die Wahl rechtfertigt aber nicht die Kriminalität des Staates.

    Die Restdiskussion ist nur noch Geplänkel darum welcher Weg besser dazu geeignet ist den Staat wieder loszuwerden.

    freisinnige Grüße

    • Zef sagt:

      >Die Restdiskussion ist nur noch Geplänkel darum welcher Weg besser dazu geeignet ist …

      Das ist kein „Geplänkel“, sondern entscheidend, da die Form (das Wie) die Reduplikation des Inhalts (das Was) ist.

      Eine natürliche Ordnung kann nicht künstlich, positivistisch, in einer Gesetzesfabrik herstellen werden, sie muss sich „organisch“ entwickeln.
      Ebenso kann Freiheit nicht aus Zwang hervorgehen. Gezwungene Freiheit ist keine Freiheit.

      Und niemals heiligt der Zweck (das Was) die Mittel (das Wie).


      „Zum Parteigänger fehlt mir jede Eigenschaft“ (Kierkegaard)

      • Equality 7-2521 sagt:

        Wo genau liegt eigentlich der Zwang, wenn eine Partei versucht den Staat abzubauen? Darauf hätte ich gerne mal ne kurze und präzise Antwort.

        • FwF-Manuel sagt:

          Der Zwang ist immer dort, wo Menschen nicht frei entscheiden können, dort wo andere Menschen in Ihrem Namen Entscheidungen treffen.

          Mein persönliches Problem sieht so aus: Wie kann ich ein Recht weitergeben, welches ich selber nicht besitze? Ich kann aus voluntaristischer Sicht nur für mich wählen, nicht für dich, nicht für irgendwen anders, daher kann ich nicht mehr wählen, kannst du das verstehen?

          Wenn du anderer Meinung bist so wie viele auch und den politischen Weg wählst, ist das voll ok, solang wir auch das Recht haben einen nicht politischen Weg zu gehen.

          • Equality 7-2521 sagt:

            >Wie kann ich ein Recht weitergeben, welches ich selber nicht besitze?

            Du kannst es nicht. Und du tust es auch nicht wenn du zur Wahl gehst, denn das ist unmöglich. Die Wahl rechtfertigt nicht die Kriminalität des Staates. Er schiebt sie nur vor um sich den Schein der Legitimität zu geben. Genauso gut könnte er dafür aber auch andere Dinge vorschieben, wie z.B. den Willen Gottes.

            >Der Zwang ist immer dort, wo Menschen nicht frei entscheiden können, dort wo andere Menschen in Ihrem Namen Entscheidungen treffen.

            Wenn eine Partei den Staat abbaut gibt sie den Menschen die Möglichkeit wieder zurück freie Entscheidungen zu treffen. Ich sehe immer noch nicht die Stelle an der bei dieser Prozedur irgendwer zu irgendwas gezwungen wird.

            Ob es überhaupt möglich ist den Staat abzubauen, ist eine andere Frage und soll auch woanders diskutiert werden.

          • Zef sagt:

            >Ich sehe immer noch nicht die Stelle an der bei dieser Prozedur irgendwer zu irgendwas gezwungen wird.

            Der Zwang ist (system-) immanent. Wenn du eine Meta-Position einnimmst (oder dich selbst absolut! wählst, was noch viel besser ist), dann siehst du das auch.

            Jede politische Wahl sagt „Ja“ zur eigenen Selbst-Enteignung/Verwurstung. Sie verbraucht die Kraft der Freiheit im Dienste der Unfreiheit. So wächst die vereinte Kraft der Unfreiheit.

            Es ist doch kein Zufall, dass „alle Libertäre und Freie Markt Leute der letzten 300 bis 400 Jahre, die den politischen Weg gehen wollten, um Freiheit zu erreichen, den Staat vergrößert und vergrößert und vergrößert“ (Stefan Molyneux) haben.

            Wer meint, er könne die Wirklichkeit durch Gesetze (ergo Gewalt) positivistisch gestalten, der bewirkt nur eins: er nährt das „kälteste aller Ungeheuer“ (Nietzsche).

            Allen romantischen Jugendträumen zum Trotz: wer mit einem Vampir knutscht, der wird selber einer.

            Man dann das Böse nicht kontrollieren, man kann ihm nur „widersagen“.


            Ich erschaffe mich nicht,
            ich wähle mich

          • Dreihundert300 sagt:

            Und immernoch hat keiner seinen Po hochbekommen sondern lieber drüber geschwafelt, dass doch alles moralisch nicht funktionieren kann. Das System ist nicht moralisch, also kommt dem System nicht mit Moral. Eure Moral interessiert auch nicht, wenn Eure Mitmenschen durch das System versklavt werden. Moralisch ist dagegen anzugehen, auf allen Wegen, die es gibt. Ich höre hier nur passivitätsverteidigende Phrasen. Ihr wollt doch alle nur nicht aus Eurer Kompfortzone raus. Ihr versteift Euch auf Eure Utopie, dass sich schon irgendwann alles zum Besseren wenden wird wenn kaum noch einer Wählen geht.

            Ron Paul hätte nichts verändert, das ich nicht lache. Das ist pure Realitätsverleumdung. Der Typ ist und bleibt eine personifizierte False Flag gegen alle Libertären. Ich frage mich, wie Ihr es für Euch moralisch rechtfertigen wollt, die Leute (PDV), die einer viel größeren Masse an Menschen als dieser Blog, erklären könnten, wie Freiheit funktioniert, nicht aktiv unterstützen wollt durch Eurer Nichtwählen. Eine gute Sache zu verbreiten kann nur moralisch sein und ihr tut so als würdet Ihr euch einen Zacken aus der Krone brechen, nur weil ihr mal ein Kreuz für eine gute Sache macht. Eure indoktrinierte Unlogik wird Euch beim letzten Satz wieder gesagt haben: „Gute Sache? Das ist keine gute Sache!“. Krieg ist auch keine gute Sache und doch könnt Ihr vor einem Gegner, der überall ist nicht davonlaufen und so tun, als ob es ihn nicht gäbe. Dabei lasst Ihr nur Eure Mitmenschen im Stich, die sogar noch für Euer Eigentum kämpfen.

            Ihr stellt Euch einfach nichtstuend neben ein Schlachtfeld und versteckt Euch hinter einer Moralvorstellung eines Stefan Molyneux, dessen Sponsoren und persönliche Motive Ihr nie rausfinden werdet. Das ist das Niederträchtigste was es gibt.

          • michael sagt:

            darf ich fragen, was du aktiv machst, außer aktiv ein kreuz auf ein magisches blatt papier zu machen..bzw deine stimme ABGIBST und in die wahlURNE tust?
            ist ein kreuz auf ein papier für dich aktiv sein?

            dann könntest du mir vielleicht noch die fakten zeigen, woher du weißt, daß die pdv mehr leute erreicht hat als wir.

            und vor allen dingen beweisen, daß du die pdv mehr unterstützt hast als wir und vor allem das du mehr leute erreichst als wir.

            wenn du diese fragen nicht beantworten kannst, wäre das alles nur heiße luft die du hier von dir gibst.

          • Zef sagt:

            >Das ist das Niederträchtigste was es gibt.

            Ganz im Gegenteil: Die Parteigängerei ist ein feiger Versuch, dadurch allen Verantwortung von sich zu schieben, dass man nie auf eigene Faust handelt. Sie ist eine unethische Flucht aus der Kategorie der Individualität hinüber in die Sozialität.

            „Wenn man gelernt hat, dass jeder Schuljunge “wir” sagen kann, dann lernt man, dass es doch ein bisschen mehr bedeutet “einer” zu sein; und wenn man sieht, dass jeder Kellerwirt das Spiel spielen kann, “die Menschheit” zu sein, so sieht man zuletzt ein, dass es mehr ist, ein einfacher Mensch recht und schlecht zu sein, als auf diese Weise ein Gesellschaftsspiel zu spielen“ (Kierkegaard).

    • Equality 7-2521 sagt:

      Der Zwang ist deshalb Systemimmanent, da einige Elemente des Systems diesen Zwang initiieren. Von anderen Elementen des Systems geht jedoch keinerlei Zwang aus. Die PDV ist ein Element welches nicht nur keinen Zwang initiiert, sondern auch danach strebt den bestehenden Zwang abzubauen.

      Es lässt sich festhalten das PDV-Sympathisanten keine Gedankenverbrecher sind.

      >Jede politische Wahl sagt “Ja” zur eigenen Selbst-Enteignung

      Ich stimme zu. Durch die Wahl akzeptiert man die Bedingungen die an die Wahl geknüpft sind. Die Bedingungen sind im Grundgesetz festgehalten. Dort werden sie als „Bürgerpflichten“ bezeichnet.

      >Es ist doch kein Zufall, […] haben.

      Die Libertären haben den Staat nicht vergrößert, sie konnten ihm jedoch nur wenig entgegensetzen. Der Kampf gegen den Staat findet nicht in der Politik statt, sondern in den Köpfen der Menschen. Wenn es die PDV vermag das Wachstum des Staates zu verlangsamen ist das ein positiver Nebeneffekt. Der wahre Wert der Partei besteht für mich aber darin, Etatisten schonend an libertäres Gedankengut heranzuführen. … Vielleicht ist sie aber auch kontraproduktiv. Die Teilname der PDV an der Politik macht ihre Ideen angreifbar. In der Politik zählen nicht Logik und Verstand, sondern Lügen und Rhetorik.

      >Wer meint […] Ungeheuer“ (Nietzsche).
      Zum Glück will die PDV die Wirklichkeit ja gar nicht mit Gesetzen gestalten.

      Freisinnige Grüße

      • Zef sagt:

        >Zum Glück will die PDV die Wirklichkeit ja gar nicht mit Gesetzen gestalten.

        Was will sie im Bundestag machen, beten? 🙂

        Freiheit kann nur aus Freiheit („organisch“) hervorgehen, niemals („künstlich“) aus dem Gesetz.

        Eine gesetzte Freiheit ist eine gedachte Freiheit. Eine gedachte Freiheit ist eine Möglichkeit. Eine Möglichkeit ist erst dann verstanden, wenn jedes „posse“ wirklich ein „esse“ ist. Ist das aber geschehen, braucht niemand mehr ein Gesetz.

        Wir müssen selber Freiheit werden und nicht mit Gesetzen und Prozeduren herummurxen. Sowas machen die Sozialisten, die Schöpfer des neuen Menschen.

        Um selber Freiheit zu werden, bedarf es notwendig der mentalen und emotionalen Trennung von einer bösartigen Hegemonie (Stefan Molyneux).

        >Es lässt sich festhalten das PDV-Sympathisanten keine Gedankenverbrecher sind.

        Also dich halte ich gewiß nicht für einen Gedankenverbrecher. Du glaubst halt nur, dass sich das Böse mit richtig gutem Willen kontrollieren ließe. All meine Lebenserfahrung und auch mein Glaube sprechen allerdings dagegen.

        • Equality 7-2521 sagt:

          Die PDV möchte nicht Gesetze „erschaffen“, sondern die bestehenden beseitigen. Wenn ichs richtig verstanden habe.

          >Du glaubst halt nur, dass sich das Böse mit richtig gutem Willen kontrollieren ließe.

          Nein glaube ich nicht. Ich glaube aber das alleine der Versuch Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit erregen kann. Und in der Öffenlichen Diskussion hat die PDV dann einen entscheidenen Vorteil: den Wert der besseren Ideen.

      • Equality 7-2521 sagt:

        >Durch die Wahl akzeptiert man die Bedingungen die an die Wahl geknüpft sind. Die Bedingungen sind im Grundgesetz festgehalten. Dort werden sie als “Bürgerpflichten” bezeichnet.

        Ich muss mich hier nochmal korrigieren. Wäre die Wahl an keinerlei Zwang geknüpft, würde das natürlich zutreffen. Ein Vertrag ist bindend wenn er auf Freiwilligkeit basiert. Da aber die Nichtbeteiligung an der Wahl für den Libertären verbunden ist mit zunehmenden Gewalt gegen ihn, kann man das Wählen als unmittelbare Schutzreaktion ansehen.

        Wenn man von einem Psychopathen vor die Wahl gestellt wird ob man mit dem Gummiband oder dem Vorschlaghammer bestraft werden will, wählt man das Gummiband. An dieser Stelle akzeptiert man natürlich nicht die Bedingungen die an das Spiel des Psychopathen geknüpft sind, und die er auf irgend einem Fetzen Papier festgehalten hat. Man will frei von den Launen des Psychopathen sein, und wünscht ihn sich fort. Welchen Effekt ein Schweigen und ein beharren auf moralische Prinzipien auf die geistige Verfassung des Psychopathen hat, will ich mir an dieser Stelle nicht ausmalen.

        Es ist also kein Widerspruch zu Wählen, und gleichzeitig für die Abschaffung des Staates einzutreten. Die Wahl an sich ist kein großer Aufwand. Da bleibt noch genug Zeit alle von euch gepriesenen alternativen Methoden zur Abschaffung des Staates auszuprobieren.

        freisinnige Grüße

        • michael sagt:

          in dem artikel werden deine fragen beantwortert

          Politiksüchtige Libertäre – Augen im Kopf und trotzdem blind
          http://www.freiwilligfrei.info/archives/3880

          „Auf Ihren Einwand der Selbstverteidigung, antworte ich: Na schön, verteidigen Sie sich doch, aber lassen Sie mich damit in Ruhe. Zu Wählen ist gerade deswegen falsch, weil Sie mich nicht in Ruhe lassen. Wenn Sie Ihren Kandidaten zur Selbstverteidigung ins Amt wählen, wird seine Macht nicht auf Sie persönlich und alle diejenigen beschränkt, die ihn gewählt haben. Er bekommt Macht über mich, und andere wie mich.

          Wenn Sie die Wahlkabine betreten, begehen Sie einen Akt der enormen Anmaßung. Sie maßen sich an, dass Sie das Recht dazu hätten, einen politischen Schutzengel für mich zu ernennen – einen wohlwollenden Schutzengel, werden Sie behaupten, aber dennoch einen Vormund. Jetzt muss ich meine Frage an Sie als Libertären noch einmal wiederholen: Woher haben Sie dieses Recht? Sie haben keine besondere Befugnis über mich. Wie haben Sie dann das Recht erhalten, einen Vormund für mich zu ernennen? Woher nehmen Sie sich die Frechheit, sich dafür einsetzen, dass Ed Clark oder jemand anderes die Macht über mein Leben und meinen Tod und über dem Millionen anderer Amerikaner haben soll? Sie behaupten, aus Notwehr und Selbstverteidigung. Ich behaupte, dass Ihre Stimme weit über den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit bei Notwehr hinausgeht.“

          • Equality 7-2521 sagt:

            Ich wähle nicht für jemand anderen, sondern nur für mich … für meine eigenen egoistischen Motive. Wenn du in Ruhe gelassen werden willst, beschwer dich beim Staat und nicht bei mir. Er ist es nämlich der Zwang auf dich ausübt und nicht ich.

  6. Peter sagt:

    Vielen Dank für das Video, den Link und die Übersetzung an alle Beteiligten! Ich schätze dies sehr. Die verbrauchte Zeit werdet Ihr Euch ja zum Teil an den „Wahltagen“ wieder „zurückholen“ 😉

    Danke, dass Ihr nicht „passiv“ (gewesen) seid und nicht Eure Zeit „im System“ verschwendet (habt)! 😉

    Grüsse, Peter

  7. nachgehakt sagt:

    Nicht zu wählen ist schlicht und einfach alternativlos. Es gibt immer eine Alternative, denn nicht wählen heisst, den Status Quo zu unterstützen. Die wirkliche Macht liegt nicht in Parteien, sondern in autarken Gemeindeverwaltungen und einer guten Verfassung.

    • FwF-sandman sagt:

      Wer setzt denn eine „gute“ Verfassung? Wann ist eine Verfassung denn „gut“?

    • Peter sagt:

      Hallo „nachgehakt“,

      Du schreibst: „… Es gibt immer eine Alternative, denn nicht wählen heisst, den Status Quo zu unterstützen.“

      Dies ist nur dann richtig, wenn derjenige der nicht wählen geht, sonst NICHTS tut, was die Situation verändert!

      Selbst eine einzige E-Mail an einen Bekannten kann den Status verändern; und es fällt nicht schwer zu zeigen, dass bereits einzelne Gespräche, einzelne Blog-Einträge oder ähnliches tatsächlich das Denken, die Handlungen, das Leben von anderen Menschen beeinflusst haben.

      Zu beweisen bleibt, dass je die Stimmabgabe eines Einzelnen tatsächlich das Denken, die Handlungen, das Leben von anderen Menschen beeinflusst haben! Zu beweisen bleibt damit, dass je eine solche Stimmabgabe den Status Quo verändert hat!

      Grüsse, Peter

  8. Kurt Gluth sagt:

    Ich schließe mich dem Leitartikel voll an.
    Es ist erkennbar, wie hier immer wieder die gleichen User (mehr oder weniger) überzeugend versuchen, ihr Sprüchlein ‚pro Wahlen‘, ‚pro „Demokratie“ (doppelte Gänsefüschen für sehr verschiedene Auslegbarkeit!), ‚pro Politik‘ (ja, es ist eigentlich kaum zu glauben… aber wer weiß, ob wir hier von Überzeugungstätern oder von ‚Bekehrern‘ auszugehen haben, den den ‚Wissenden‘ angehören. Wie dem auch sei und wer mich auch versucht, von der Hure Politik zu überzeugen – ich brauche diese Hure ganz gewiss nicht, so wenig wie ein mündiges Volk sie braucht und so wenig wie wir ‚Partei‘-Wahlen brauchen.

    Jeder hier abgegebene Stimmzettel – und sei er auch falsch ausgefüllt – ist eine Stimme für: „Nehmt uns unsere Mündigkeit und Verantwortung ab und gebt uns Dummheit allezeit – BITTE!” Wie krank kann man sein, DAS zu verlangen… Nun, jedem das Seine!

  9. Zef sagt:

    > Die wirkliche Macht …

    Falsches Forum?

    >liegt… in autarken Gemeindeverwaltungen und einer guten Verfassung.

    oder Kommunalbeamter?

    Politische Wahl, Verfassung, Menschenrechte und der ganze Plunder sind wie die bunten Glasperlen, mit denen man Eingeborenen ihre Schätze abschwatzt.


    „Das Wählen ist meine Losung,
    der Nerv meiner Lebensanschauung“ (Kierkegaard)

  10. Ursula Muhn sagt:

    Hast Du nicht gewählt, wählst Du die die Du nicht willst!!!
    Wenn Dir keine Splittergruppe Deine Stimme wert ist, gehe trotzdem zur Wahl, nimm einen Permanent – Marker mit und schreibe groß „NEIN“ über den Wahlzettel oder überziehe den Stimmzettel insgesamt mit einem dicken Kreuz., von einer Ecke zur andern.
    Du hast von Deinem Wahlrecht Gebrauch gemacht, das einst Deine Vorfahren bitter erkämpft haben. Du hast es Dir nicht egal sein lassen, Du hast Dich nicht entzogen!
    Stell Dir vor das machten viele Menschen. Die Stapel der ungültigen Stimmen müssen auch gezählt werden.

    • Peter sagt:

      Hallo Ursula,

      Du schreibst „Hast Du nicht gewählt, wählst Du die die Du nicht willst!!!“

      Dieser Satz wird häufig propagiert und wiedergegeben, entbehrt jedoch jeder (üblichen) Logik! Daher möchte ich ihn hier in zwei kurzen Schritten widerlegen:
      1. Wenn man nicht wählt, wählt man nicht! Dies ist keine Behauptung, sondern eine Tautologie, die automatisch wahr ist.
      2. Wenn man nicht wählt, wählt man weder den einen noch den anderen, weder den den man will, noch den den man nicht will. Man wählt eben nicht!

      Nachdem dies erledigt ist, möchte ich auf das eingehen, was Du meiner Vermutung (!) nach sagen möchtest: „Wenn man nicht wählt, wählen andere Leute jemanden, den man selbst nicht wählen will.“

      Dazu einige Anmerkungen:
      Es steht meines Erachtens jedem frei, Abmachungen zu treffen und einen anderen damit zu betrauen, gewisse Aufgaben für ihn zu übernehmen. M.E. hat jedoch auch jeder dabei eine eigene Verantwortung. Sowohl derjenige, der die Aufgaben übernimmt, als auch derjenige, der die Aufgaben überträgt. Wenn derjenige, der die Aufgabe übernimmt und ausführt dabei anderen Menschen schadet, steht dieser in der Verantwortung. Derjenige, der die Aufgabe einem anderen überträgt, hat m.E. zumindest (!) dann auch eine Verantwortung für einen solchen Schaden, wenn er über Wissen verfügt, das die Entstehung eines solchen Schadens durch die Ausführung der Aufgabe durch den anderen möglich oder gar wahrscheinlich erscheinen lässt.
      Wenn also jemand solche Zweifel bezüglich der Übertragung der Aufgabe an andere Personen hat (z.B. Ausübung von körperlicher Gewalt, Betrug, Raub, …) würde er meiner Ansicht nach eine Mitverantwortung an diesen Schäden tragen, wenn er diese Aufgaben dennoch an derartige Personen übertragen würde. Möglichkeiten für diese Personen sind z.B. auf die Durchführung dieser Aufgaben zu verzichten, auf die Übertragung dieser Aufgaben zu verzichten oder die Ziele auf anderem „besserem“ Wege zu erreichen.
      Zur Verdeutlichung am vorliegenden Beispiel: Wenn einer Person A eine Abmachung „vorgeschlagen“ wird, wie die, durch eine demokratische Wahl nach bestimmten Regeln eine „Regierung“ zu wählen, die dann gewisse Aufgaben übernehmen soll, hat er die Möglichkeit, diese Abmachung zu treffen oder sie nicht zu treffen. Wenn er die Abmachung trifft, übernimmt er auch die Verantwortung dafür, was im Rahmen dieser Abmachung als Ergebnis herauskommt. Nach den bekannten Regeln dieser Abmachung „Wahl“ wird den durch diese Abmachung gewählten Personen die Ausübung einer Regierungsgewalt „im Namen des Volkes“ gewährt. Wenn dem Menschen, der diese Abmachung getroffen hat, bekannt ist, dass die durch solche Verfahren gewählte Personen für ihn unverantwortlich und anderen Schaden zufügend gehandelt haben, muss er davon ausgehen, dass auch bei späteren ähnlichen Abmachungen und Verfahren ähnliche Ergebnisse mit ähnlichen schwerwiegenden – und für ihn unverantwortlichen – Folgen eintreten können. Daher sind meines Erachtens nach auch diejenigen, die bei Vorliegen dieser Situation dennoch diese Abmachung treffen, für die Folgen mitverantwortlich. Dies schliesst ausdrücklich auch diejenigen ein, die zwar die Abmachung treffen, aber sich dann – durch Ungültigmachen der Wahlzettel – nicht für bestimmte Personen entscheiden!

      Da die Auswirkungen dieser grossformatigen „Abmachung“ jedoch tatsächlich auch all diejenigen negativ treffen, die an der Abmachung nicht teilnehmen, gehen viele davon andere Wege, um – ohne Schuld auf sich zu laden – das Leben für sich selbst und für andere zu verbessern. Bekannte und wirksame Wege dazu sind beispielsweise die Verbreitung von Informationen in Gesprächen und über Medien verschiedenster Art, Aktivismus verschiedenster Art, persönliche Vernetzung, Boykotte, …
      Ein Weg ist dabei auch das Hinweisen auf die Verschwendung von Ressourcen, auf die Legitimierung von staatlicher Gewalt und auf die Begebenheiten der persönlichen Verantwortlichkeit, die durch die Beteiligung am staatlichen politischen System entstehen.

      Grüsse, Peter

    • Zef sagt:

      Ursula Muhn:
      >Du hast von Deinem Wahlrecht Gebrauch gemacht

      Wenn du nicht wählst, macht du von deinem „Wahl“-Recht negativ Gebrauch. Bis dato sieht selbst das BVerfG das so: Zum Wahl-Recht gehört eben auch das negative Wahlrecht. Es geht ums „Wählen“ und nicht um die irgendwie geartete Bearbeitung eines vorgegebenen Zettels.

      Wer wählen geht, enteignet sich selber. Ein kurzer Blick auf Art 14 GG und die dazu gehörige Rechtsprechung sollte genügen, um das zu verdeutlichen. Mehr als die Hälfte deines wertschöpfenden Lebens beansprucht der Staat. Insoweit bist du GI, Government Issue, Regierungseigentum.

      Ein Prokurist hat alle rechtlichen Möglichkeiten in meinem Namen zu handeln, aber er „regiert“ mich nicht. Wie kann man nur seinen eigenen „Regierer“ wählen und dann noch behaupten, das hätte etwas mit Freiheit zu tun?

      Wenn du einen Regierer brauchst, bitteschön.
      Ich will keinen, denn ich bin eine ethisch selbständige und vor allem freie Person. Die Freiheit kann und braucht mir niemand zu geben, denn ich selbst bin Freiheit – von vornherein, seitdem ich mich selbst absolut gewählt habe.


      Das Wählen ist meine Losung,
      der Nerv meiner Lebensanschauung (Kierkegaard)

  11. Kurt Gluth sagt:

    Es ist doch immer wieder interessant, gerage hier (wo sich ja eigentlich etwas freier denkende – will heißen: Angeblich selbst denkende Menschen treffen) so viele gut dressierte homo sapiens zu finden, denen die Parolen schon in ihre Genetik übergegangen zu sein scheinen. Immer fleißig nachplappern… weiß zwar niemand wem, aber da findet ja man genug andere Nachplapperer… Und am Ende sind wieder alle glückliche Wähler. Ach wie schön ist doch diese Demokratie, nicht wahr? (Mal sehen, ob auch jemand auf die Idee kommt, da könnte auch was ironisch gemeint sein…).

  12. freedomforce sagt:

    Wenn dem Menschen, der diese Abmachung getroffen hat, bekannt ist, dass die durch solche Verfahren gewählte Personen für ihn unverantwortlich und anderen Schaden zufügend gehandelt haben, muss er davon ausgehen, dass auch bei späteren ähnlichen Abmachungen und Verfahren ähnliche Ergebnisse mit ähnlichen schwerwiegenden – und für ihn unverantwortlichen – Folgen eintreten können. Daher sind meines Erachtens nach auch diejenigen, die bei Vorliegen dieser Situation dennoch diese Abmachung treffen, für die Folgen mitverantwortlich. Dies schliesst ausdrücklich auch diejenigen ein, die zwar die Abmachung treffen, aber sich dann – durch Ungültigmachen der Wahlzettel – nicht für bestimmte Personen entscheiden!

    Politiker sind keine Auftragskiller und es wird keine Abmachung getroffen, sondern „herrscht“ doppelte Verantwortungslosigkeit, oder schon ‚mal versucht, den Wähler der aktuellen Mafia zu verklagen? Es ist ein Schwindel, der per se niemanden legitimieren kann.

    • Peter sagt:

      Hallo freedomforce!

      Ich stimme Dir zu, dass das Wort „Abmachung“ hier nicht so stehen sollte. Ich habe leider vergessen, auch in diesem Absatz das Wort „Abmachung“ in Anführungszeichen zu setzen. Ich bitte, diese ungewollte Irreführung zu entschuldigen!

      Man könnte jedoch argumentieren, dass jemand, der trotz Wissen über die von Dir aufgezeigte Problematik dennoch freiwillig zur Wahl geht, durch sein Verhalten implizit (!) eine Art „Abmachung“ trifft und damit indirekt als mitverantwortlich für die Folgen (auch die scheinbare Legitimierung) betrachtet werden kann.

      Grüsse, Peter

      • freedomforce sagt:

        Eine Abmachung kann aber nur explizit erfolgen. Der Wunsch an den Weihnachtsmann ist auch nicht bindend, sondern eine einseitige Willenserklärung. Nur wenn der Wille beiderseits vorab übereinstimmt, kann man von einer Abmachung sprechen.

  13. Arc sagt:

    „Du gehst als kleines Kind in die Schule, vielleicht ist es dein erster Schultag und du bist früh dran. Die älteren Kinder nehmen dir deinen Schokoriegel oder irgendwas anderes weg. Und sie werfen sich den Schokoriegel zu und du rennst hinter ihm her. „Hey, gebt es mir zurück! Ich will es zurückhaben!“ Das ist das gleiche, wie zur Wahl zu gehen. Sie nehmen dir etwas weg und dann rennst du herum und bettelst darum, ein klein wenig zurückhaben zu können.“

    Wenn ich mich bestehlen lasse und mich nicht daegegn wehre kann ich doch nicht erwarten das ich in Zukunft nicht mehr beklaut werde. Wenn ich soetwas einmal zulasse, werde ich immer wieder als wehrloses Opfer gesehen und nie meine Ruhe haben. Widerstand fängt mit Aktivität und Wehrverhalten an und nicht damit den Diebstahl einfach hinzunehmen.

    • michael sagt:

      in schulhoffall, gebe ich dir sogar recht… da kann es klappen, außer sie kommen und stechen dich ab.

      aber meinst du, wenn die polizei kommt, nachdem du deine steuern nicht gezahlt hast und auf die mahnungen nicht reagiert hast und du dich wehrst gegen die festnahme, daß sie dich dann in ruhe lassen?!
      es kann natürlich klappen, wenn das viele leute machen…blos dann wäre man im beispiel nicht der alleinige auf dem schulhof, dem der reigel weggenommen wurde.

      btw. wehrhaft zu sein ist immer gut und widerstand auch…. und hier versuchen wir die leute zu allem möglichen widerstand zu inspirieren, um aus den staat hinauszuwachsen ohne gleich selbstmord zu begehen.

  14. […] Nachdenken: Die Wahrheit über das Wählen "" Weißt du, was Wählen eigentlich ist? Hast du jemals folgende Situation gesehen – […]

  15. pat sagt:

    hallo allerseits,

    ich möchte gern an dieser stelle nochmal einen anderen blickwinkel aufmachen: in den 80ern bin ich als jugendliche in der upperclass in brasilien großgeworden. ich hatte damals keine ahnung von politik, dafür aber eine gute wahrnehmung und bis heute eine gute erinnerung: damals gab es auch eine enorme staatsverschuldung, eine vetternwirtschaft & korruption die zum himmel schrie – und das nach vielen jahren militärdiktatur in denen die freimeinungsäußerer ins exil flüchten mussten, wenn ihnen ihr leben lieber war. in spitzenzeiten gab es eine inflation von 2000% im jahr!!!! ich habe verschiedenste währungen erlebt: cruzeiro, novo cruzeiro, cruzado, novo cruzado, dann kam nochmal der cruzeiro und jetzt gibt es seit einigen jahren den real. damals musste man jede woche eine null streichen und wenn das nicht mehr ging, gabs nochmal einen stempel drauf. aus dem schulbus beobachtete ich damals merkwürdige und erschreckende scenen: große verzweifelte menschenmengen die vor den banken standen, bewacht von der militärpolizei, die vergeblich versuchten an ihr geld zu kommen. die regierung hatte alle konten einfach eingefroren. die kriminalität stieg enorm, grundnahrungmittel waren ausverkauft, es kam zu schlägereien in den supermärkten. die pfützen von eingetrocknetem blut auf den bürgersteigen durch überfallschießereien in den besten stadtvierteln nahm dramatisch zu. das slolomlaufen um hundescheiße wurde durch slalomlaufen durch kugelhagel abgelöst. aber es gab ja eine demokratie!!! und wahlen – bzw. pflichtwahlen. wer nicht hinging hatte mit hohen geldstrafen zu rechnen und wer sich nicht freikaufen konnte; wurde schlichtweg ins gefängnis gesperrt ( dazu ist anzumerken, das dort die gefängnisse nicht solche komfortzonen wie hier in ´schland sind). da der großteil der bevölkerung auf das politische schauspiel nicht mehr reinfiel, entstanden recht lustige blüten. es gab zum beispiel die jahrelange geschichte, das die einwohner rios einen Affen ( macaco tiao) aus dem stadtzoo als wahlkandidaten aufstellten. mit der zeit bekam er immer mehr stimmen und wurde im ganzen land berühmt und zu wahlzeiten gab es regelrechte pilgerfahren in den zoo. später wurde dann auch die xuxa (schuscha) – eine sehr berühmte kinderanimateurin aus dem gehirnwäsche-fernsehn, welche übrigens mit der fußballlegende pele liiert war, aufgestellt. sie belegte in den wahlergebnissen schnell platz 2 direkt nach macaco tiao. als auch dass alles nicht half, stellte nahezu jeder brasilianer der das geld dafür übrig hatte ein eigenes wahlwerbevideo ins fernsehen, in welchen die heilsversprechungen immer irrer wurden bis hin zu manchen die offen zugaben, dass sie einfach nur das geld der bürger nutzen wollten um selbst am besten wie die made im speck zu leben. rückwirkend habe ich mich immer gefragt wie das so alles möglich war, ohne dass es zu einer revolution kommen konnte. mein fazit heute: das ging nur über die medien gehirnwäsche ( konsumwerbung, sport, telenovelas), künstlich erzeugte armut, aufhetzung der verschiedenen classen untereinander (öffnung der sozialen schere), permanenter unterschwelliger rassismus und ständige angst um den arbeitsplatz in allen gesellschafftsschichten.

    das kommt mir alles so bekannt vor – euch auch.

    seit ich ein kind bin, weiß ich in meinem tiefsten inneren, dass die ganze welt ver-rückt ist. ich ersehne schon lange eine welt in der alle menschen alles freiwillig tun. dazu braucht es einen generellen paradigmenwechsel zu dem die meisten nicht bereit sind, weil dann ihr weltbild jämmerlich zusammenstürzen würde. aber ohne diesen wechsel werden wir uns alle ausrotten – ein sieg auf das grenzenlose ego – nur lebt dann keiner mehr!!!!!!!!!! und auch keine tiere!!!!!! besonders schwer ist dass immer für diejenigen zu begreifen die schon über 40 sind, weil dann jeder rest an vorstellungvermögen für ein anderes bewusstsein gründlich wegkonditioniert wurde. wer lust hat, kann sich ja mal das preisgekrönte video auf youtube ansehen: innere und äußere welten.

    gayatri für alle!!

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