Lässt sich Freiheit auf politischem Weg erreichen? Wenn du an diesen weit verbreiteten Irrtum glaubst oder sonst irgendwie politiksüchtig bist, dann hilft dir dieses Video. Der kanadische Philosoph Stefan Molyneux zeigt ein paar Auswege aus der Illusion, dass Politik zu mehr Freiheit führen kann. Er ruft dazu auf, alles was mit Politik zu tun hat, zu ignorieren und sich nicht an Politik zu beteiligen. Es ist sinnvoller und im Sinne der Freiheit zielführender, seine Energie auf etwas Produktiveres und Erfreulicheres zu richten.

Hallo zusammen, ich bin Stefan Molyneux von Freedomainradio. Ich hoffe, es geht euch gut. Wenn ihr politiksüchtig seid oder euch für Politik interessiert, gebt mir bitte ein paar Minuten. Ihr könnt euch viele Jahre der Frustration ersparen und glücklicher sein. Und das alles umsonst. Wenn ihr spenden wollt, dann gerne, weil Philosophen auch was zu Essen brauchen.

Gestern Abend habe ich mich mit jemandem unterhalten, der frustriert und verärgert und betroffen und besorgt war. Und zwar darüber, dass Hilary gegen Barack in Utah gewonnen hat. Er wollte eigentlich Ron Paul wählen, aber er hat gesehen, dass das sowieso nichts bringt und er hat sich gefragt, ob diese Tussi oder dieser Kerl Präsident werden soll. Er hat mit anderen diskutiert und er hat davon gesprochen, wie Barack sich für die bürgerliche Freiheit einsetzt und Hillary für ein öffentliches Gesundheitssystem usw. Jetzt ist er total krank vor Sorge.

Ich habe viele E-Mails bekommen zu diesem Thema, von Leuten, die sich über darüber Gedanken machen, wer in die Regierung soll usw.

Ich möchte dir ein paar Wege und Gedankenexperimente zeigen, die hoffentlich deine Gefängniszelle öffnen und dich von der Unterwelt der Politik und den Diskussionen um den nächsten Mafiaboss befreien, um was Produktives und Erfreuliches mit deiner Zeit anzufangen und etwas, was wirklich zu mehr Freiheit auf dieser Welt führt.

Politiker sind eine Spezies, eine Rasse, ein bösartiges Phänomen. Sie sind Meister der Manipulation der Sprache und der Menschen. Das einfach nur mal, damit du verstehst, in was für Menschen du deine Hoffnungen auf Freiheit setzt. Sie sind der Typ Mensch, der versucht, zu erschnüffeln, was du von ihnen willst, was du brauchst, wonach du strebst, wonach du hungrig bist, worauf du brennst und sie werden es vor deiner Nase herumbaumeln lassen. „Komm schon! Hüpf, hüpf für deine Freiheit, Kleiner!“ Und dann – bamm – werden sie dich zu Boden schlagen.

Wenn du jünger bist als ich, dann kennst du das vielleicht noch nicht. Ich schon.

Kennedy ist gegen den konservativen Nixon angetreten, der ein Befürworter des freien Marktes war und dann Preis- und Lohnkontrollen einführte. Das war nicht so toll für die Wirtschaft, weil es zu einer Stagflation führte, die bis in die 70er Jahre andauerte.

Dann sagte Ronald Reagan: „Die Regierung ist das Problem, und nicht die Lösung.“ Und er sorge für Freiheit und glaube an die Verfassung. Und er sei für einen Minimalstaat und er senkte die Steuern und erhöhte gleichzeitig die staatlichen Ausgaben um 2/3. Die Leute hofften auf einen freien Markt und bekamen Schulden ohne Ende. Das ist das Einzige, was dieser „freie Marktwirtschaftler“ geschafft hat.

Dann George Bush Senior: „Die Regierungen müssen kleiner werden, dann seid ihr frei.“ Die Regierungen wurden größer. George Bush: „Ich glaube nicht an die moderne Staatenbildung. Ich will einen kleinen Staat, ich will keine Einmischung in fremde Angelegenheiten.“ Die Regierung wurde größer.

Vielleicht willst du nicht sehen, dass immer das Gleiche passiert. Das verstehe ich, weil du fest daran glaubst, dass die Politik der einzige Weg in die Freiheit ist. Aber empirisch gesehen, haben alle Libertäre und Freie Markt-Leute der letzten 300 bis 400 Jahre, die den politischen Weg gehen wollten, um Freiheit zu erreichen, den Staat vergrößert und vergrößert und vergrößert. Und wir konzentrieren uns trotzdem darauf, wer gewählt wird und ignorieren es vollständig, wenn sie dann absolut nichts von dem tun, was sie uns davor versprochen hatten. Das ist erstaunlich.

Wählen ist keine vertragliche Vereinbarung. Wählen ist Bettelei. „Bitte gib mir etwas Freiheit. Gebt mir ein paar Brotkrumen von euren Tellern, meine Herren und Gebieter.“ Und Bettelei macht dich nur noch mehr zu einem Sklaven.

Politiker versuchen zu erschnüffeln, was du willst. „Oh, du willst etwas politische Freiheit, das riecht nach Mandarine. Und wirtschaftliche Freiheit, das riecht nach Pinie. Du willst die Abtreibung loswerden. Du willst über die Verfassung sprechen, oh ja, darüber kann ich mit dir sprechen.“ Sie kommen zu dir und beschnüffeln dich. Nicht wie Hunde, sondern schlimmer. Wie Hyänen, wie Schakale.

Sie kommen her und fragen: „Was brauchst du, komm schon, was hast du für Bedürfnisse? Einen kleinen Staat, keinen Wohlfahrtsstaat, ein öffentliches Gesundheitssystem, was willst du?“ Das ist die Versuchung des Teufels. Der Teufel bietet dir etwas umsonst an.

Sogar Ron Paul wird dir irgendwas für umsonst anbieten. „Stimmt für mich und ich bringe dir die Freiheit und ich gebe dir deine Freiheit.“ Warum soll deine Freiheit jemandem anderen gehören, so fängt es schonmal an! Niemand kann sie dir geben.

Also wenn du dir etwas von den Politikern wünschst und sie sagen: „Oh, du willst bessere öffentliche Schulen“, passen sie einfach nur ihre sprachlichen Floskeln an, mit denen sie dich betrügen werden. Es ist wie ein Geschäft: „Wenn ich über dieses spreche, sind die Leute interessiert, wenn ich nicht darüber spreche, dann sind sie es nicht.“ Verfassung, Gott, Evolutionslehre, was auch immer, freie Gesundheitsvorsorge, öffentliche Schulen, Freude, Hoffnung usw. Ganz egal.

Das, was funktioniert, werden sie benutzen. Sie stehen draußen vor der Tür und probieren alle möglichen Schlüssel aus. Welcher Schlüssel kann dieses spezielle Schloss aufsperren? Sie sind alle unterschiedlich. „Oh, ich muss einen Sombrero aufsetzen, wenn ich in den spanischsprachigen Teil gehe? Hey, ich mach das! Ich muss Ghettoslang benutzen, wenn ich zu den Schwarzen gehe? Kein Problem, das mach ich auch.“

Mit Prinzipien, Rechtschaffenheit, Wahrheit, Werten usw. hat das alles nichts zu tun. Sie beschnüffeln dich wie ein Schakal, um herauszufinden, was du willst. Und dann werden sie es dir versprechen. Und dann werden sie es dir niemals geben. Niemals.

Wenn du in einem Kerker gefoltert wirst und dir der maskierte Typ unaussprechliche Dinge antut, ist das Allerwichtigste, was du in dieser Situation tun kannst, nicht aufzuschreien, wenn es wehtut. Wenn er dir eine Nadel irgendwo reinsteckt, wo es besonders weh tut, dann sage ihm auf keinen Fall, wo es am meisten wehtut. Warum? Weil er sich sonst genau auf diese Stelle konzentriert. Wenn er dich mit einer Feder am Fuß kitzelt, dann tut das nicht weh, aber gerade dann solltest du aufschreien, dann wird er damit weitermachen und dich nicht foltern.

Politiker sind wie ein Krebsgeschwür, wie eine Plage, eine Pest. Sie erschnüffeln deine Schwächen, bieten dir an, was du willst und dann lassen sie es vor deiner Nase herumbaumeln. Sie wollen Macht und wenn sie sie bekommen haben, werfen sie dich weg. Sie sind wie schmierige Gigolos: „Hey Baby, ich habe alles, was du dir nur wünschst, ich will dich heiraten!“ Nur um das Mädchen ins Bett zu kriegen und dann nie wieder anzurufen. Wir alle kennen diese Typen.

Nur damit du es verstehst… und sorry, dass ich so ausraste, aber das ist so wichtig für deine Freiheit. Für deine Freiheit und für deine Kinder. Freiheit bedeutet, nicht mehr hinter der Illusion herzulaufen, dass dir deine Freiheit von jemand anderem gegeben werden kann. Freiheit kann nur genommen werden.

Hast du jemals in deinem Leben versucht, dich selbst oder jemanden anderen zu verändern? Also mit dem Rauchen aufzuhören, abzunehmen, keinen Alkohol mehr zu trinken, egal, dich von dem zu befreien, was dich abhängig macht und schlecht für dich ist? Dann weißt du genau, wie unglaublich schwer das ist. Erst recht, wenn man jemanden anderen dazu bringen will, sich zu ändern. Das gilt für eins zu eins Verhältnis. Vielleicht trinkt deine Mutter zu viel, dein Vater spielt zuviel, dein Bruder ist in einer Sekte, was weiß ich, irgendwer, bei dem du es versucht hast, dann weißt du, wie schwer das ist. Sogar, wenn es um dich selbst geht, der eigentlich die vollständige Kontrolle über sich hat.

Du weißt, wie hart es ist, sich zu verändern und es ist unendlich schwieriger, jemand anderen zu ändern, auch wenn er eine sehr nahe stehende Person ist, die dich liebt. Es ist so schwer, Menschen zu verändern.

Also was ist mit einem Menschen, der dir geradeaus ins Gesicht sagt: „Ich werde nicht mich selbst, nicht dich, nicht meine Mutter usw. ändern, sondern … ich werde das ganze Land ändern! Das ganze Land! 300 Mio. Menschen werde ich zum Besseren verändern. Ich werde diesem Land Hoffnung geben, ich werde es in Ordnung bringen, ich werde eine Brücke in die Zukunft bauen. Ich bringe Wachstum, Veränderung und Fortschritt. Ich stehe für ein stärkeres Amerika.“

Was sind das für Menschen, die behaupten, dass sie Hunderte Millionen von Menschen verändern können? Durch ihre magischen Kräfte und ihre Persönlichkeit. Solche Leute sind geisteskrank. Und die einzige Fähigkeit, die sie haben, ist, genau herauszufinden, was deine Bedürfnisse sind, um sie als Köder einzusetzen.

Die Sorge darüber, wer der nächste Präsident sein soll, ist so wie auf der Straße zu stehen und zu sehen, wie ein Auto mit Vollgas auf dich zufährt und zu sagen: „Oh mein Gott! Ich wünsche mir eine andere Kühlerfigur auf dem Auto!“

Das ist verrückt. Und es zieht uns in ihr Spiel hinein. Wenn ein Auto auf dich zufährt, zum Teufel mit der Kühlerfigur. Runter von der Straße!

Was für eine Persönlichkeit hat ein narzisstischer, soziopathischer, manipulativer Politiker? Was für ein Mensch ist jemand, der Millionen anderer Menschen gewaltsam kontrollieren will? Das ist kein guter Mensch, der an dir interessiert ist, an einer besseren Welt, an Wahrheit, an Rechtschaffenheit. Das ist ein Mensch, der sich für Macht über dich interessiert. Gewaltsame, kontrollierende Macht über dich. Und du fällst vor diesem bösartigen Soziopathen auf die Knie und flehst ihn an: „Bitte gib mir meine Freiheit.“ Und er sieht auf dich herab: „Hey cool, du willst Freiheit. Dein Bedürfnis nach Freiheit kann ich dazu benutzen, um dich zu versklaven. Ich werde dich in diese kranke, ekelhafte Mafia hineinziehen und dir deine Freiheit vor deine Nase herumbaumeln lassen, so dass du immer wieder zurückkommen wirst, um mich um deine Freiheit anzubetteln. “

Im Umgang mit einem manipulativen Soziopath, gibt es nur eines, was ihr tun könnt: Keine Bedürfnisse zeigen. Nicht ein einziges. Weil er euch damit versklaven und aussaugen kann. Weil er euch damit eure Unabhängigkeit und Freiheit nehmen kann. So kommen sie in eure Köpfe rein. Zeigt einem Soziopathen keine Bedürfnisse. Beteiligt euch nicht freiwillig an Gewalt. Weder am Versuch, sie zu kontrollieren, weil sie nicht kontrolliert werden kann, noch an ihrer Steuerung, weil sie nicht gesteuert werden kann und auch nicht an der Hoffnung, sie könne euch etwas geben, weil sie nur von euch nehmen wird.

Arbeite nicht freiwillig mit so etwas Bösartigem zusammen. Denke nicht darüber nach, wie das Böse durch deine Gedanken kontrolliert werden kann. Das größte Militär, das jemals auf der Welt existiert hat. Deine Gedanken werden die Umlaufbahn des Mondes nicht ändern.

Das System entfaltet sich, weil es gewalttätig ist. Das ist die Logik des Systems. Die Macht, zu töten und Geld zu drucken, kann durch nichts anderes aufgehalten werden als durch die Selbstzerstörung. Es gibt nichts, was du oder ich oder jemand anderes tun kann, um das unausweichliche Scheitern und den unvermeidbaren Zusammenbruch eines auf Gewalt aufgebauten Systems zu verändern. Nichts. Es ist egal, wer im Weißen Haus sitzt. Das System fährt in einem Auto ohne Bremsen den Berg hinunter. Es ist egal, was für eine Kühlerfigur vorne drauf ist.

Dein Glaube, dass das wichtig sein soll, ist das, was das System am Leben erhält. Wenn ein Politiker zu dir kommt und dich fragt: „Was kann ich dir anbieten? Welche deiner Bedürfnisse kann ich ausnutzen? Von was kann ich dich abhängig machen?“, dann sagst du einfach: „Es gibt nichts, was ich von dir will. Du hast nichts, was du mir anbieten kannst. Alles, was du jemals tun wirst, ist, von mir zu nehmen, zu kontrollieren, zu schikanieren, zu manipulieren. Es gibt nichts, was ich von dir will.“ So werden wir frei, so brechen wir aus dem System aus.

Sogar für Ron Paul – und ich weiß, viele Leute glauben sehr an ihn – ich weiß, ich weiß und ich finde das wirklich sympathisch. Wenn Ron Paul kommt und sagt: „Ich kann dir Freiheit geben“, sagst du einfach: „Hey Ronny, es gibt nichts, was du mir geben kannst. Es gibt nichts, was mir das ganze System geben kann. Es ist nur dazu gemacht, zu nehmen, zu kontrollieren, zu schikanieren, zu erschießen, zu töten. Und die Wirtschaft durch Inflation und Merkantilismus auszuweiden.“

Wenn du als Sklave nach Freiheit bettelst, wird die Freiheit genau das sein, womit der Sklavenhalter dich versklavt. Das ist zwangsläufig so.

Der einzige Weg, kein Sklave mehr zu sein, besteht aus zwei Dingen, die sehr viel sinnvoller sind und mehr Spaß machen, als sich Wolf Blitzer und die neuesten Neuigkeiten der Mafia auf CNN anzuschauen.

Erstens: Beteilige dich nicht. Das System kann nicht kontrolliert werden, das System kann nicht auf dich eingehen, das System ist nicht für dich gemacht, du kannst die Regierung nicht kontrollieren, die Regierung ist weder vom Volk noch für das Volk. Und wenn du versuchst, sie zu beeinflussen, verbreitest du einfach nur die Illusion, dass das System die Bedürfnisse der Menschen berücksichtigt und das tut es nicht. Das wird es niemals tun und das hat es niemals getan. Macht kann niemals zu deinem Wohl ausgeübt werden und du wirst sie niemals in irgendeiner positiven Art und Weise beeinflussen können.

Das ist keine reine Behauptung. Schau dir nur die Geschichte an. Die ganzen unglaublichen Anstrengungen, mindestens 90% oder 95% der Versuche von Libertären, um Regierungen unter Kontrolle zu halten – und schau, was passiert ist – das alles hat nichts bewirkt.

Zum Beispiel der ganze Aufwand, um Ron Paul überhaupt in den Kongress zu bekommen. Was ist passiert? Das sind Fakten, keine Behauptungen. Ich versuche nur, dir einen Ausweg aus dieser Illusion zu zeigen, dass du dieses massive Multi-Trillionen-Dollar-Monster kontrollieren kannst. Du kannst es nicht. Wenn wir den Staat kontrollieren könnten, wäre es nicht notwendig, ihn loszuwerden.

Der Staat ist nicht wie ein Feuer. Der Staat ist nichts Nützliches mit einer schlechten Führung. Es gibt keinen gesunden Krebs oder gesunde Entzündung. Wenn wir die Regierung kontrollieren könnten, müssten wir sie nicht loswerden. Und das ist es, was die Leute vermeiden wollen – „Es muss irgendwie innerhalb des Systems gehen, so dass ich kein Anarchist werden muss.“

Aber leider gibt es keinen anderen Weg, als die Wahrheit. Obwohl ich mir einen anderen Weg wünschen würde als den der Wahrheit. Dann könnte ich es mir bequem machen und bei CNN sprechen usw.

Aber es gibt keinen anderen Weg. Also müssen wir es so schaffen. Mich von der Illusion selbst zu befreien, dass es einen anderen Weg geben soll, war bisher für mich mit am schwierigsten.

Also das Wichtigste ist erst mal, sich nicht zu beteiligen. „Wen wählst du?“ – „Ich wähle nicht“ – „Warum nicht?“ – „Weil eine Regierung etwas Schlechtes ist und ich mich nicht an etwas Schlechtem beteilige. Sie ist schlecht, zerstörerisch, mörderisch, was soll das? 1 Prozent aller Amerikaner sitzen momentan in Gefängnissen. Ich beteilige mich nicht daran und ich glaube nicht, dass ich eine Armee kontrollieren kann, in dem ich etwas auf einem Stück Papier aufschreibe. Ich meine, sowas ist doch geistesgestört. Da würde ich bei einer Erkältung eher zu einem Tierarzt gehen“ – „Ja aber es gibt immerhin einen Placebo-Effekt“ – „Also nein, ich beteilige mich nicht an einem Übel. Außer man zwingt mich dazu“.

Also zahle deine Abgaben. Das musst du, um in der Gesellschaft bleiben zu können. Dagegen kannst du nichts machen. Aber niemand zwingt dich dazu, denen dein Leben, deine Gefühle und deine Energie zusätzlich zu deinem Geld zu geben!

Wenn du einen Laden hast und die Mafia Schutzgeld von dir erpresst, dann zahl halt, aber sitze nicht rum und denke nicht zusätzlich über die Mafia nach. Sonst bezahlst du sie doppelt. Warum sich selbst besteuern? Dafür gibt es keinen Grund. Du gibst denen das Geld, weil du nicht erschossen werden willst und nicht in den Knast willst. Und das wars! Gib ihnen sonst nichts.

Wenn dir jemand eine reinhaut., ist die richtige Reaktion darauf, abzuhauen und sich nicht selbst zusätzlich eine reinzuhauen. Und dann noch eine und noch eine. Wenn sie dir gewaltsam Zeit und Geld wegnehmen, dann zahle halt. Sie haben die Waffen, was sollst du schon machen?

Aber gib ihnen nichts zusätzlich. Ob dies und jenes im Staat passiert, ist doch egal. Ignoriere, wer der nächste Mafiaboss sein wird oder wen sie als Nächstes als Killer anheuern. Ich garantiere dir, dass das kein guter Mensch sein wird. Gute Menschen streben nicht nach Macht über andere. Windige manipulative Soziopathen machen sowas, aber nicht moralische, rechtschaffene und unabhängige Leute.

Befreie dich von dieser Illusion einfach, indem du sagst: „Ich wähle nicht, mir ist es egal, wer als Nächstes Mafiaboss wird. Mir ist nicht egal, dass es da eine Mafia gibt und ich will sie schon loswerden. Aber wer momentan der König ist, ist mir egal. Mir ist egal, wer die Pistole hat, die auf mich zielt. Ich will, dass die Pistole nicht auf mich zielt. Wer sie gerade hat, ist egal.“ Wenn es für dich wichtig ist, wer die Pistole hat, dann denkst du, dass die Pistole kontrolliert und gesteuert werden kann und du unterstützt das!

Zahle deine Abgaben, wenn sie dich besteuern, dann besteuern sie dich halt. Aber gib ihnen nur das, wozu sie dich zwingen und nicht das Geringste darüber hinaus.

Spare dir deine Zeit und emotionale Energie und akzeptiere einfach, dass du nicht kontrollieren kannst, was du nicht kontrollieren kannst. Das ist wahre Freiheit. Das ist wirklich befreiend. Und es befreit auch andere Menschen. Die Sucht nach Politik ist das Gleiche wie wie die Sucht nach Sportveranstaltungen. Nach Sportveranstaltungen der Gewalt. Es ist wie ein Kolosseum. Wenn du dich darum kümmerst, wer im Kolosseum gegen den Löwen kämpft, und ob der Christ einen Speer, ein Netz oder einen Dreizack hat usw. Nein! Zum Teufel mit dem Kolosseum! Schau nicht zu, mach nicht mit, kauf keine Eintrittskarten, vermeide es und sage einfach: „Das Kolosseum ist ein Übel. Da gehe ich nicht hin. Mir ist egal, was da drin passiert, weil das Kolosseum selbst von Grund auf schlecht ist.“

Und du kannst diese ganze Energie nehmen und in produktivere und erfreulichere Sachen reinstecken. Glückliche Menschen verändern die Welt zum Besseren. Politik wird dich niemals glücklich machen. Durch Politik wirst du niemals das bekommen, was du willst und niemals frei werden. Durch Politik gibst du freiwillig deine Freiheit auf, obwohl du das nicht tun musst. Die Freiheit in deinem Geist, die Freiheit, positivere Dinge zu tun, die Freiheit, sich keine Gedanken um die Kühlerfigur des Autos zu machen, das ohne Bremsen bergab fährt. Du kannst das nicht ändern. Und selbst, wenn du die Kühlerfigur austauschen könntest, dann ändert sich dadurch nichts.

So können wir die Welt verändern. So können wir die Welt befreien. So können wir aus dem Teufelskreis ausbrechen, in dem sich der Libertarismus seit ein paar Hundert Jahren befindet, bei dem wir wie die Lemminge von der Klippe springen. Anstatt auf persönliche Freiheit hinzuarbeiten und auf eine mentale und emotionale Trennung von einer bösartigen Hegemonie, die nicht im Geringsten an uns interessiert ist, höchstens so, wie ein Viehzüchter an seinem Vieh interessiert ist.

Vielen Dank fürs Zuschauen.

 

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60 Responses to Die Befreiung von der Politik

  1. Robert Nef sagt:

    Molineux tönt erfrischend und frech und liegt mit seiner Radikalkritik an den Politikern aller Parteien nicht daneben. Er stammt allerdings aus einem Land, in dem Politik Sache der Berufspolitiker ist. Das muss aber nicht so sein. Politik kann durchaus auch „das gemeinsam bewegliche Lösen gemeinsamer Probleme“ sein (Definition von Hartmut von Hentig). Dann gibt es keine professionellen Funktionäre und keine gewählten Volksvertreter. Ganz normale Leute übernehmen auf Zeit und nebenberuflich eine öffentliche Aufgabe, legen darüber vor ihren Wählern jedes Jahr Rechenschaft ab und legen gleichzeitig Rechnung und Budget vor, wie bei einem Vereinspräsidium. Was gibt es da zu lügen und vorzutäuschen? Ich denke an die Urform des schweizerischen Milizprinzips: Politik ohne bezahlte Politiker. Der Gemeindehauptmann oder der Landammann war ein Mitbürger, oft ein besonders engagierter Bauer aus dem Dorf, der sein Amt nebenamtlich und meist auch unentgeltlich ausübte, und häufig froh war, wenn er davon wieder entlastet wurde. Das Rezept, Politik so wie sie heute (leider) ist, einfach zu ignorieren, führt dazu, dass das Spiel professioneller Falschversprecher einfach weiter geht. Meines Erachtens ist das keine taugliche Lösung. Da lässt einer mit einem Rundumschlag einfach den Frust ab und präsentiert keine Lösung. Mein Vorschlag wäre: Schafft die Berufspolitiker ab und ersetzt sie durch nebenamtliche Volksbeauftragte mit limitierten Befugnissen und – vor allem – mit limitiertem und scharf kontrolliertem Budget. Den Einwand, das lasse sich in unseren hoch komplexen Nationalstaaten und Staatenverbünden nicht durchführen, lasse ich nicht gelten. Man könnte ja die politischen Einheiten wieder so klein, übersichtlich und machtlos machen, dass es keine professionellen Politiker und Funktionäre mehr braucht und die sogenannten „öffentlichen Aufgaben“ (inkl. Gesundheit und Bildung) von privaten Anbietern erfüllt werden können.

    • Kurt Gluth sagt:

      „Politik kann durchaus auch “das gemeinsam bewegliche Lösen gemeinsamer Probleme” sein” – aber nur dann, wenn man vom uneigennützig und nicht gierigen (also definitiv nicht korrumpierbaren= nicht EXISTIERENDEN) Politiker ausgeht.
      Auch die weiteren Vorschläge wie „Schafft die Berufspolitiker ab und ersetzt sie durch nebenamtliche Volksbeauftragte mit limitierten Befugnissen und – vor allem – mit limitiertem und scharf kontrolliertem Budget” gehen vollkommen in die falsche Richtung, da sie – wieder dem falschen (da perfekte Menschen voraussetzenden) Prinzip der Zentralisierung folgen.
      Schweiz klang ja gut, aber der Rest … ist bäääähhh, sorry. Am schwierigsten kann auf Dauer eine Masse korrumpiert werden. Ich weiß, auch sie kann korrumpiert werden – das kostet aber um so mehr Mühe, je realitätsverbundener diese Menschen sind und um so mehr legislative wie exekutive Macht sie sich nehmen und dann auch konsequent praktizieren.
      Aber jegliche ‚politische Einheiten‘ sind korrupt – und je kleiner sie sind, desto leichter lassen sie sich beeinflussen.

      • Robert Nef sagt:

        Die Kritik an meinen Beiträgen ist natürlich berechtigt. Man kann diese Diskussion um die Abschaffung des Staates und der Politik (politics) auf der abstraktesten „first best“ Ebene führen, braucht aber dann den grossen Knall, um die erforderlichen Startbedingungen herzustellen. Wer ohne diesen „grossen Knall“ argumentiert, begibt sich notwendigerweise auf die „second best“ -Ebene, die in den Augen von Puristen immer erhebliche Schwächen hat. Man braucht ein Transformationsszenario und muss notgedrungen Kompromisse eingehen. Kleine nonzentrale Gebietskörperschaften werden stets auch Regeln schaffen müssen, z.B. gegen Kriminalität, über den Preis der Einwanderung, über eine allfällige Verteidigung gegen Aggressoren, über die Sanktionen bei Nichterfüllung von Verträgen, darum nennt H.H. Hoppe sein Modell neuestens auch Privatrechtsgesellschaft. Es gibt also auch für ihn so etwas wie Recht und Rechte. Eine solche Körperschaft kann grösser oder kleiner sein. Ich behaupte nicht, kleinere Gebietskörperschaften seien weniger anfällig für alle Missstände, die wir – zu Recht – der Politik anlasten. Die These: je kleiner desto freier ist unzutreffend. Wieviel Politik und welche Politik es braucht, wieviel Selbstbestimmung und wieviel Mitbestimmung und Fremdbestimmung (bzw. Führung) ist m.E. eine Frage des Experimentierens. Ich teile auch die Auffassung, dass eine limitierte Fremdbestimmung durch einen Monarchen möglicherweise der Tyrannei der Mehrheit vorzuziehen ist. Faktisch war der Landammann im Kanton Appenzell ein gewählter nebenamtlicher Monarch auf Abruf, alllerdings mit höchst beschränkten Kompetenzen. Wenn die Abgaben für alle gleich sind und nicht zur Umverteilung verwendet werden, spricht wenig gegen eine Festsetzung durch Mehrheitsprinzip (oder allenfalls qualifizierte Mehrheiten oder Einstimmigkeit). Noch besser sind allerdings kostendeckende Benutzungsgebühren für alle Angebote, ergänzt durch freiwillige Spenden.
        Bei konkurrierenden Politikexperimenten und Politikabschaffungsexperimnenten ist die entscheidende Abstimmung nicht an der Wahlurne, sondern durch Wahrnehmung der individuellen Exit- option. Nur muss man dann eine Gruppe finden, die einen als Freibürger aufnimmt, und man muss den jeweiligen Eintritts- und Aufenthaltspreis zahlen, den diese Gruppe dafür festgesetzt hat. Darum sind kleine vielfältige non-zentrale Einheiten ein Vorteil. Sie machen ebenfalls Fehler, vielleicht noch grössere und krassere, aber die Folgen sind für die Mitglieder (oder darf man „Bürger“ sagen?) weniger schlimm, weil man ja ausweichen bzw. auswandern kann. Die Chance ist auch grösser, dass in kleinen Pioniereinheiten wirklich Menschen ein Maximum an Freiheit wagen und praktizieren. Wer das mag, wird dort hinziehen bzw. beitreten, wer das nicht mag und nicht erträgt, bleibt an einem Ort, an dem es mehr Zwang, mehr Steuern und mehr Staat gibt. Man kann auch das Übel des kollektiven Zwangs minimieren. Was ein Individuum bzw. eine Familie glücklich macht, ist nicht für alle konstant und gleich.

        • FwF-sandman sagt:

          Robert,

          der große Knall ist dem Sozialismus inhärent. Er wird sowieso kommen. Sobald es keine Möglichkeit mehr gibt, die ständig weiter steigenden Kosten des Systems durch zusätzliche Besteuerung oder Verschuldung zu decken, ist das System „all in“, dann wird jemand „sehen“ wollen, als erstes das Volk. Irgendwann wird die Grenze erreicht sein, dass die Leistenden nicht mehr leisten können, um die Umverteilung zu finanzieren.
          Niemand weiß, wann das sein wird, ich befürchte nur, dann wird die Nachfrage nach Stricken steigen.

          Ich würde mir eine andere Möglichkeit wünschen, wie viele hier, doch es wird keine geben. Das System wird sich nicht selbst abschaffen.
          Uns bleibt nur, zu warnen und die wirklichen Ursachen richtig zu benennen.

  2. Equality 7-2521 sagt:

    Als Ludwig Erhard den Deutschen mehr Freiheit gelassen hat, waren sie glücklich. Denn das mehr an Freiheit führte zu mehr Wohlstand. Das hielt aber nicht lange an, denn die Menschen haben nicht gewusst woher der Wohlstand kam und forderten wieder Sozialismus.

    Damit sich langfristig was ändert, sollten die Menschen den Staat als das erkennen was er ist. Wenn die PDV an die Macht käme und nur versuchen würde uns mehr Freiheit zu lassen, würde das, wie bei Ludwig Erhard, langfristig keinen Nutzen haben.

    Die PDV muss also die Abschaffung des Staates fordern und überzeugend begründen.

    Hier besteht dann die Frage ob der Staat das zulassen würde oder ob die PDV nicht vom Verfassungsschutz beobachtet und schließlich verboten werden würde.

    Politik ist ein verlockendes Medium um für unsere Sache zu kämpfen. Die Nachrichten sind voll von Politik. Würde eine nicht politische Organisationsform so schnell an Popularität gewinnen können wie eine Partei? Würden sich Menschen finden lassen, die regelmäßig wie bei diesen Wahlständen andere Menschen von der Abschaffung des Staates überzeugen? Wären diese anderen Menschen dann genauso bereit zuzuhören wie bei einer Partei zur zeit der Wahl?

    Das sind alles schwierige Fragen. und das Wählen ist mir, gerade nach dem emotionalen Auftritt von Stefan Molyneux, unsympathisch geworden.

    Trotzdem kann ich die Menschen die die PDV unterstützen in keinster Weise verurteilen. Gerade WEIL die PDV offen die Problematik des Staates anspricht, und WEIL sie schon so viele Menschen zum nachdenken gebracht hat.

    Und ich sehe es auch nicht so das PDV-Leute um ihre Freiheit betteln. Sie tun etwas um sich ihre Freiheit zurück zu hohlen. Viele Aussagen die Stefan Molyneux getroffen hat, treffen vielleicht auf einen X-belibigen Politiker zu. Es entzieht sich mir jedenfalls meiner Vorstellungskraft wie ein aufrechter Mensch wie Oliver Janich Bedürfnisse „erschnüffeln“ und gnädigerweise gewähren soll.

    „Politik wird dich niemals glücklich machen.“

    Damit hat er wohl recht. Und genauso wenig wird euer Versuch die Menschen von Freiheit zu überzeugen euch glücklich machen. Wenn es euch aber doch glücklich macht, behaupte ich das es Politik auch kann!

    Vielleicht gibt es ein besseres Medium für unsere Sache als die Politik … das muss sich aber leider erst noch finden. Die Geschehnisse ganz zu ignorieren, so wie es der Stefan vorschlägt, ist vielleich der richtige Weg. Ich kann mich nicht entscheiden. Freiheit lässt sich logisch leicht begründen, der Weg dahin nicht.

    freisinnige Grüße

  3. Zef sagt:

    >Das ist die Versuchung des Teufels

    „Das Land ist in seinem Untergang begriffen; alles ist Politik bis zur Verzweiflung. Und nun, gerade jetzt, in diesem Augenblick auszudrücken, und so furchtbar entscheidend auszudrücken, dass er nichts, nichts mit Politik zu schaffen habe, dass sein Reich nicht von dieser Welt sei! … Also, das war ja, menschlich, wie ein Verrat an der Zeit, am Volke, an der Sache des Volkes“ (Kierkegaard).

    Die Hauptsache im Leben ist, sich selbst zu wählen. Erst dann ist es möglich, sich in Wahrheit mit anderen zu vereinen, auch im Sinne eines „gemeinsamen beweglichen Lösens gemeinsamer Probleme“. Die Vereinigung derer, die sich nicht selbst gehören wird stets ebenso unschön und verderblich, als würden Kinder heiraten.

    Wenn das „Selbsteigentum“ nicht am Anfang steht, dann wird es niemals. Es kann nicht gegeben werden und es fällt auch nicht vom Baum wie eine Naturalie, sondern es muss in einem ersten konstitutiven Freiheitsakt „gewählt“ werden.

    Als freier Geist bin ich allein dadurch geboren, dass ich mich selbst wähle.

    >Wählen ist Bettelei

    Wählen verbraucht die Kraft der Freiheit im Dienste der Unfreiheit. So wächst nur eins: die vereinte Kraft der Unfreiheit. Wählen ist ein ganz und gar verkehrter Ausdruck für die Leidenschaft der Freiheit in jedem einzelnen.

    „Nur mich selbst kann ich absolut wählen, und diese absolute Wahl meiner Selbst ist meine Freiheit“ (Kierkegaard).

    Was ist mein Selbst?
    Es ist die Freiheit!

    • Robert Nef sagt:

      Wer sagt denn, Politik bestehe nur aus dem Wählen von Politikern? Politik kann in einer direkten Demokratie auch darin bestehen, dass man Ja oder Nein sagt zu neuen Gesetzen und zu öffentlichen Projekten, und, was ganz wichtig ist: dass man über die Höhe der Steuern und der Staatsverschuldung als Bürgerin und Bürger direkt abstimmen kann. Selbstbestimmung ist besser als Mitbestimmung, aber Mitbestimmung ist besser als Fremdbestimmung. Freiheit beginnt mit dem Nein zur Fremdbestimmung und das wichtigste an der Politik ist die Möglichkeit auch innerhalb ihrer Strukturen Nein sagen zu können. Wenn jemand auch zur Politik als ganzes Nein sagt und sich voll aufs Private zurückzieht, bleibt er trotzdem ausgebeuteter Steuerzahler und bevormundeter Rentenempfänger.

      • Zef sagt:

        >Wenn jemand auch zur Politik als ganzes Nein sagt und sich voll aufs Private zurückzieht,

        Von privater gemütvoller Hausfreundlichkeit ist nicht die Rede.

        >Politik kann in einer direkten Demokratie auch darin bestehen, dass man Ja oder Nein sagt zu neuen Gesetzen …

        Die Politik der Interessen kann auch ausserhalb des Gesetzes bestehen. Ich glaube nicht an den Gesetzgeber. Das Gesetz ist die Gewalt – und die verabscheue ich.

        >Mitbestimmung ist besser als Fremdbestimmung.

        Die gegenseitige Plünderung ist aber nicht weniger Plüderung weil sie gegenseitig ist. Unerlaubter Erwerb kann nicht Eigentum werden, weder bürgerlich noch wissenschaftlich.

        Das Numerische ist niemals die Instanz dafür, was Wahrheit ist. Viel eher sind „die Vielen“ das Kriterium der Unwahrheit.

        „Es ist absolut unmöglich, dass die Idee der Gesellschaft, der Gemeinschaft, die Rettung der Zeit wird“ (Kierkegaard)

        Mitbestimmung ist nicht eine Vorstufe der Selbstbestimmung, sondern etwas qualitativ anderes.

        >ausgebeuteter Steuerzahler

        Mein Geld mögen sie mir nehmen, nicht aber meine Seele, mein Selbst, meine Freiheit.

        Wer sich selbst absolut wählt, hat „alles“ gewonnen.
        Wer „alles“ gewinnt, kann schlechthin nichts verlieren.

        Verlierbarkeit ist eine wesentliche Eigenschaft des Reichtums.
        Aber man darf nicht Reichtum mit Freiheit verwechseln.

        „Die Sorge ist der Versuchung schlaueste Dienerin“ (Kierkegaard).

  4. Lars sagt:

    Hallo.

    „So können wir die Welt verändern. So können wir die Welt befreien.“
    Schöne Worte, leider hat er nicht gesagt wie. Er hat nur zur Passivität aufgerufen, damit ändert sich nichts. Das sollte jedem klar sein. Falls jemand es dennoch glaubt(ja, die Betonung liegt auf glauben), ist er/sie ein Träumer.

    „„es muss irgendwie innerhalb des Systems gehen, so dass ich kein Anarchist werden muss.““
    Das ist wohl falsch. Man kann Anarchist sein, aber für einen langsamen Abbau des Staates, quasi ein langsame Entlassung aus der Kindheit.

    ———————————

    Ihr habt ja nun ein sehr gute Utopie formuliert, jetzt wäre es auch mal daran zu formulieren wie wir dahin kommen. Da habe ich noch keinen brauchbaren Weg gehört. Passivität oder „Ja, in 1000 Jahren…“ ist kein Weg, vielmehr eine Ausrede sich nicht um einen Weg zu kümmern.

    Langsamer Abbau des Staates mag wohl nicht die beste Lösung sein, vor allem wenn man beim erreichen seiner Ziele nur die Methoden anwenden will welche dann auch in dem Ziel die Norm werden sollen. Aber es ist wohl der beste Kompromiss von dem ich bisher gehört habe um das Ziel zu erreichen.

    Aber bitte, nennt mir andere!

    Grüße,
    Lars

    • Equality 7-2521 sagt:

      Woher wissen wir wie lange der Weg über eine Partei dauert?
      Politik ist nun mal nicht geradlinig. Und die Menschen achten in der Regel nicht auf Logik. Demokratie ist der Wettbewerb der Gauner, wo die größten Schwätzer die Macht erhalten.

      Ich kann mich nicht der Illusion hingeben das eine Partei den Staat langsam abbaut. Und dann „schwups“ ist er weg. Man muss sich nur die Geschichte anschauen um zu sehen wie langfristig überzeugend freisinnige Politik ist.

      Für mich kann eine Partei nur ein Medium sein um einen Großteil der Bevölkerung da abzuholen wo sie gerade steht. Nämlich mitten in der Politik.

      • Lars sagt:

        Wir wissen es genau so wenig wie, wie lange es auf anderen Wegen dauern würde.

        Ich bin genauso wenig wie du ein Freund von Demokratie, nur sehe ich halt darin im Moment den besten Weg. Biete mir einen Neuen!

        Nicht „schwups“, aber vielleicht die letzte Demokratische Entscheidung am Ende eines Prozesses der den Staat stückweise abgebaut hat. Und dann entscheiden wir uns demokratisch das wir die Demokratie beenden. Das wäre doch ein schönes Demokratieende – ein wenig paradox, so ist der Mensch! 🙂

        • Equality 7-2521 sagt:

          Was kann der Staat machen wenn ihn die Mehrheit ablehnt und sich weigert Steuern zu zahlen? Garnichts!
          Seine Armee ist im Vergleich zur Bevölkerung winzig.

          Versuch dir einfach eine Situation vorzustellen in der du einen unglaublichen Rückhalt aus der Bevölkerung spürst falls du Steuern hinterziehen oder ganz verweigern möchtest. Da läuft nichts blutig ab. Gegen wen will der Staat auch kämpfen? Es gibt ja schließlich keine Großdemonstrationen oder dergleichen.

          Man muss sich auch nicht demokratisch auf die Abschaffung des Staates einigen. Es wird einfach eine letzte Erklärung von ihm geben und damit hat sich das.

          Also ist es das Ziel eine solche Situation herbeizuführen. Dafür braucht man keine Politik.
          Das sie dafür aber gänzlich ungeeignet ist, wage ich zu bezweifeln. Solange man in der PDV nicht den Staat verteidigt, werde ich sie gerne unterstützen. Und ich fühle mich dabei nicht schuldig! Ist aber wieder ein anderes Thema.

          freisinnige Grüße

          • Kurt Gluth sagt:

            Steuern hinterziehen (und zwar wirklich Geld, keine ‚Peanuts’…) kann aber nur jemand, der sein Geld nicht über einen Arbeitsvertrag bekommt, richtig?
            Außerdem… behaupte ich mal, man braucht die Politik nicht nur nicht, sondern sie ist dieser Abschaffung im Weg (denn wir wissen ja: Politik ist etwas, das sich selbst am toten Leben erhält…).
            Der Weg zur Selbstbestimmung ist mit keiner Partei je zu haben – so viel ist sicher.
            So einfach aber ist es sicherlich nicht… Rückhalt… schön. Aber zunächst Mal: Was wollen wir denn? Den Staat (im Sinne von: Die momentane ‚Spitze‘ des Staates) abschaffen? Was ist das? Den/die Kanzler/in, Kanzler, Präsident und Bundestag, Landtage, Politische Parteien,…? Es gibt so vieles, was diesem ‚System‘ so treu ergeben dient und es am Leben erhält. Was also ‚abschaffen‘? Nur abschaffen oder auch ersetzen? Wodurch?

            Viele Fragen, auf die ich hier bis jetzt nur sehr wenig gelesen habe. Bevor man also etwas bewegen will, sollte man vielleicht auch mal konkret benennen, was man denn wohin bewegen will (und woher… denn wer weiß, ob alles auch ‚da‘ ist, wo viele es zu sehen/erkennen glauben…).

          • Equality 7-2521 sagt:

            „Steuern hinterziehen (und zwar wirklich Geld, keine ‘Peanuts’…) kann aber nur jemand, der sein Geld nicht über einen Arbeitsvertrag bekommt, richtig?“
            Man muss einfach die Finanzbehörden über „steuerlich erhebliche Tatsachen“ in Unkenntnis lassen. Ganz einfach.

            „denn wir wissen ja: Politik ist etwas, das sich selbst am toten Leben erhält“
            Es ist nicht die Politik die sich am Leben erhält, es sind die Menschen die das für sie tun.

            „Der Weg zur Selbstbestimmung ist mit keiner Partei je zu haben – so viel ist sicher“
            Der Weg zur Selbstbestimmung führt über die Gedanken der Menschen. Eine Partei kann durchaus die Gedanken der Menschen beeinflussen.

            „Was wollen wir denn?“
            Wir wollen tun und lassen können was wir wollen, solange wir niemandem schaden.

            „Nur abschaffen oder auch ersetzen? Wodurch?“
            Fremdbestimmung ersetzen durch Selbstbestimmung. Zwang ersetzen durch Freiwilligkeit.

            freisinnige Grüße

          • Kurt Gluth sagt:

            Nun, das bezieht sich jedoch allenfalls auf die Lohnsteuererklärung. Und Du wirst mir doch jetzt nicht weismachen wollen, dass der Fiskus ‚einfach so‘ (so blind also wie sie sich i.d.R. doof stellen…) plötzlich Steuern an Bürger zurück zahlt, wo es niemals zuvor vergleichbare Zahlungen gegeben hat? Und selbst wenn… dann käme wieder solch ein ‚Ding‘ raus wie die berüchtigten Steuerbescheide ‚unter Vorbehalt‘ (oder sollten Dir die entgangen sein?).
            Man sollte nicht andere für dumm halten – das rächt sich sehr schnell (lehrt eigentlich jede Lebenserfahrung).
            Politik ist ein Produkt menschlicher Köpfe, gemacht von Menschen mit Menschen für Menschen. Für mich existieren zwei ‚Sorten‘ Politiker (und politisch ‚Aktive‘): Solche, die es nicht besser wissen und an den Schund im Parteiprogramm ebenso glauben wie ein gläubiger Christ an die Bibel und an die Polit-Stars wie an ihren Messias (sorry, ich kenne den Plural dieses Wortes nicht … ist aber glaube ich auch nicht Sinn dieses Begriffes). Dann ist da die andere Sorte, die sehr wohl weiß, was für ein Schrott unter der Bezeichnung ‚Parteiprogramm‘ auf die (mehr oder weniger dämlichen) Massen losgelassen wird. Sie haben aber gelernt, dies für ihre Zwecke zu nutzen, sie lassen sich von gewissen Kreisen aushalten wie H***n, erfüllen jeden noch so abstrusen ‚Wunsch‘ ihrer ‚Gönner‘ (=Befehlsgeber). Für ihren ‚Dienst‘ erhalten sie allerlei ’schöne Annehmlichkeiten‘, sind aber natürlich deren Lakeien (was bei deren ‚Bezahlung‘ verständlicher Weise kaum mal eine/n stört…).
            Daher ist für mich ‚Politik‘ der abstrakte Oberbegriff, der alle genannten geistigen Tiefflieger und Schlitzohren vereint. Die Gesamtheit dieser Figuren ist daran interessiert, diesen S**stall am Leben zu erhalten., Die Einen, weil ansonsten ihr ohnehin auf nur sehr wackeligem Boden stehende Selbst- und Weltverständnis sich in Rekordzeit als Kartenhaus erweisen würde, dem dummerweise ein paar ‚Fundament-Karten‘ abhanden gekommen sind und die Anderen… muss ich deren B€w€ggründ€ hier wirklich erläutern…?
            „Eine Partei kann durchaus die Gedanken der Menschen beeinflussen. ” – Sie kann nicht nur, sie lebt von dieser Beeinflussung. Allerdings tut sie das nicht im Interesse der Bevölkerung (denen sie nur alles möglich und unmögliche verspricht), sondern in ihrem eigenen. Wenn Du dafür noch Beweise willst, dann schreibst Du hier n_u_r ohne auch ein einziges Wort zu lesen. Außerdem sollte man sich selbst so viel Ehrlichkeit zugestehen (ja, ich weiß… die oben beschriebenen ‚Überzeugungstäter‘ können/wollen das nicht – aber ich gehe ja auch von frei denkenden Menschen aus – und Du gibst ‚freisinnige Grüße‘), auch unbequeme, ‚unschön‘ klingende Fakten als das zu nehmen, was sie nun mal sind: Die Realität.
            Tun und lassen können was man will – ohne anderen zu schaden – setzt wiederum etwas voraus, das es auf dieser Welt zumindest in extrem geringer Anzahl gibt: Menschen, die zumindest weitestgehend selbstlos denken und handeln. Deren Verbreitung also sollte man zuerst Mal fördern, anstatt von der hiesigen klein- bis kleinstkarierten Masse so etwas wie den ‚Blick über den Tellerrand‘ oder Selbstlosigkeit abverlangen zu wollen – das hat noch nie funktioniert und wird auch in Zukunft nicht funktionieren. Klar, man kann schon auch eines Menschen Scheuklappen entfernen. Aber mit ein paar populistischen Parolen wird das ganz gewiss nicht gelingen – und schon gar nicht in der Masse.
            Fremdbestimmung durch Selbstbestimmung ersetzen, Zwang durch Freiwilligkeit – s_e_h_r schön! Aber welchen Herrn Schmitt überzeugt das, welches Fräulein Müller? Und wie lange hält die Überzeugung an, wenn da nicht etwas substanzielles nachkommt – und das kann nicht nachkommen, da nichts e_x_i_s_t_i_e_r_t – was ist daran so schwer zu verstehen?
            Es geht nicht um Versprech(ung)en – das kennen wir von Politikern zuhauf – es geht um praktisch verwertbare Aussagen, die auch verwertet werden.

            Ich zweifle Deine guten Absichten nicht an, aber die sind (leider…) im Endeffekt nicht entscheidend.

          • Equality 7-2521 sagt:

            @Kurt Gluth

            Nein der Fiskus wird sicherlich keine Steuern zurückzahlen. Das habe ich auch nicht behauptet. Es ist aber auch nicht notwendig. Bürokratie verbraucht Geld, und wenn da nichts nach kommt wars das mit ihr.

            Es bezieht sich auch auf die Mehrwertsteuer und auf alle anderen Steuern. Wenn ich dir was verkaufe ohne den Staat davon zu unterrichten, kann er für diese Transaktion keinen Tribut verlangen.

            Ich halte weder dich noch die Beamten für dumm. Und genau das lässt mich hoffen.

            Ohne geistige Tiefflieger und Schlitzohren keine Politiker? Daran kann man arbeiten!

            Ich weiß das Politik ein schmutziges Geschäft ist. Hast du dich mal mit der PDV beschäftigt? Wenn die dir den Mindestlohn andrehen wollen, lässt du es halt bleiben sie zu unterstützen. Aber bis die korrumpiert sind können sie sicher noch einige Menschen auf die richtige Bahn bringen. Ich halte das nicht fürs Allheilmittel, ich will diese Menschen einfach nicht verteufeln.

            Kapitalismus benötigt keine Selbstlosigkeit. Wenn das nicht klar ist bitte ich in der Sache um etwas mehr Eigeninitiative.

            Wen Selbstbestimmung und Freiheit überzeugt? Ja wer könnte daran interessiert sein? … Nee … mir fällt nichts ein. Tut mir Leid!

            Welche Substanz hat denn bitteschön der Staat? Warum soll da irgendwas Staatsähnliches existieren? Vielleicht gibt sich Fräulein Müller ja mit der Familie zufrieden?

            Wie lange hält die Überzeugung an?
            Kann ich dir nicht sagen. Wahrscheinlich wird es immer Knechtschaft geben. Das heißt aber nicht das es sich nicht lohnt für Freiheit einzutreten.

            Wahrscheinlich wird dich das aber alles nicht so richtig überzeugt haben. Da gibts nen Fachausdruck für: „Kognitive Dissonanz“

            Gruß

            PS: Die Spalten werden zu schmal. Falls also noch Klärungsbedarf besteht, vielleicht an anderer Stelle …

    • Peter sagt:

      Hallo Lars,

      Du schreibst: „Ihr habt ja nun ein sehr gute Utopie formuliert, jetzt wäre es auch mal daran zu formulieren wie wir dahin kommen. Da habe ich noch keinen brauchbaren Weg gehört. “

      Was machst Du, wenn z.B. jemand aus Deinem Bekanntenkreis (oder jemand, der Dir weniger bekannt ist) Dir oder anderen Sachen antut, die Du persönlich für unmoralisch hältst und/oder die Schaden zufügen? Was ist Dein diesbezüglicher Weg im kleineren Rahmen?
      Versuche dabei, auf „Lösungen“ zu verzichten, die Dir der Staat „anbietet“, und gedanklich Lösungen einzuschliessen, die ggf. der Staat „missbilligt“.

      Meidest Du diese Person? Solidarisierst Du Dich mit dem Opfer der Unmoral und unterstützt Du dieses? Informierst Du andere, damit diese nicht zu Schaden kommen? „Bestrafst“ Du den Täter? Wodurch? Welches Verhalten werden ggf. andere aufzeigen, die über die Situation informiert werden?

      Überlege wie Du Dich persönlich in solchen Situationen verhältst, und ziehe dazu in Betracht, dass andere sich ggf. in ähnlicher, wenn auch teils unterschiedlicher Weise verhalten würden. Bei welchem Verhalten vieler Einzelner würde die Tendenz steigen, dass eine solche Situation erneut eintritt, bei welchem Verhalten vieler einzelner würde die Tendenz dazu sinken?

      Hast Du einen brauchbaren Weg für den kleinen Rahmen? Unter welchen Bedingungen würde dieser ggf. auch im Großen funktionieren?

      Ich bin mir bewusst, dass ich damit keinen Weg formuliert habe, „wie wir dahin kommen“. Ich erhoffe mir aber, durch die Fragen Antworten Deinerseits zu „provozieren“, die ggf. nutzbare und nützliche Mechanismen aufzeigen.

      Grüsse, Peter.

      • Lars sagt:

        Hi Peter,

        und dann? „Schwups“ und der Staat ist dann auf einmal Weg?

        Es klingt zwar nach einem guten Ansatz deine Idee des verbildlichen Verhaltens, aber ich sehe halt nicht das das alle mitmachen. Da gibt es so viele die sich ein Mehrwert von der Idee des Staates erhoffen.

        Ja, bei Demokratie ist das Problem ähnlich. Aber könnten wir nicht das gerade nutzen? Weniger Wähler heißt ja, das eine abgegebene Stimme mehr zählt. Daher brauch man nicht so viele die für die libertäre Idee sind, auf dem Wege was verändern können und zeigen das es geht. Wenn was gut geht kommen automatisch mehr Leute dazu. Und wenn man dann am Ende der Demokratie steht, wird sie abgewählt. 🙂

        Grüße,
        Lars

        • Peter sagt:

          Hallo Lars,

          die von mir oben geschriebenen Fragen waren tatsächlich als Fragen gemeint, und nicht als wegweisende Antworten.

          Es ging mir darum, aufzuzeigen, dass auch im kleinen Rahmen, in der Familie, im Freundeskreis, im näheren und weiten Bekanntenkreis Mechanismen bestehen, die helfen das Zusammenleben zu regulieren, ohne dass eine obere Autorität (vgl. Staat) eingreift.

          Ist nicht anzunehmen, dass einige dieser Mechanismen auch im größeren wirksam sein können? Während ich vermute, dass manche Mechanismen bei zunehmender Größe der Gruppe in den Hintergrund treten, vermute ich jedoch auch, dass wiederrum andere Mechanismen gerade erst im größeren Rahmen wirksam werden.

          Es geht bei diesen Mechanismen neben der von Dir angesprochenen Nachahmung beispielsweise auch um Dinge wie Meidung, Boycott, Embargo, Informationsweitergabe, Aneinanderbindung von Einzelnen über Communities und Vertrauensnetzwerke (trust webs), die Verwendung von Rating- und Karma-Systemen und zahlreiche andere.

          Derartige Mechanismen werden im kleineren Rahmen intensiv, wenn auch häufig nicht bewusst angewendet.
          Und auch im größeren Rahmen ist seit langer Zeit ein zunehmender Einsatz solcher Mechanismen zu erkennen. Viele dieser Ansätze bewähren sich heute auch im großen Rahmen erfolgreich. Dabei ist häufig zu erkennen, dass entweder gar keine oberste Autorität notwendig ist oder zumindest der Umfang dieser Autorität sehr begrenzt ist.

          Eine zunehmende Anwendung, Verbreitung und Weiterentwicklung solcher Ansätze und Mechanismen wird meiner Ansicht nach dazu führen, dass der Staat mit seinen unzähligen Gesetzen und Regeln von (noch) mehr und mehr Menschen eher als Hindernis statt als Helfer gesehen wird. Beispielsweise verzichten selbst „staatsgläubige“ Menschen bereits häufig darauf, bei kleineren Gaunereien bei Versteigerungsseiten eine Anzeige zu erstatten und verwenden stattdessen das viel einfachere, schnellere und vermutlich wirksamere Mittel, dem Schundverkäufer eine schlechte Bewertung zu erteilen. Es ließen sich hier zahlreiche Beispiele aufführen.
          Stück für Stück wird auf diesem Weg auch „die Masse“ auf den „Mehrwert“ des Staates verzichten, wodurch dessen Nutzenbilanz zunehmend negativ wird.

          Grüsse, Peter

          • michael sagt:

            hier ist doch ein super beispiel für spontane ordnung.
            ansonsten verweise ich gerne an den trabanten für ein beispiel staatlicher planwirtschaft.

          • Lars sagt:

            Oh ja, weil einige für einen langsamen Abbau des Staates mit Hilfe von Parteien ist, ist mal automatisch für Planwirtschaft. Der Text hier mag ja Schwarz auf Weiß sein, aber die Welt ist bunt, mit unendlich vielen Farben.

            Die Videos kenne ich natürlich, tolle Vorstellung des Ziels, unbrauchbar beim gestalten des Weges.

            Mit Rothbard’s Satz: „Folglich darf eine Freiheitsstrategie keine Mittel umfassen, die das Ziel selber unterhöhlen oder ihm widersprechen…“, den fwf ja als eine ihrer obersten Direktiven hat, habt ihr euch möglicherweise einen guten Weg dahin verbaut. Vielleicht hättet ihr euch nicht so früh auf gewisse Idee versteifen sollen. Egal was man macht, aber so fehlt an den entscheidenden Stellen dann die Flexibilität.

          • michael sagt:

            „einen langsamen Abbau des Staates mit Hilfe von Parteien ist,“
            das ist eine unbewiesene fantasie. wenn überhaupt, dann wurde es bisher widerlegt und zwar mehr als deutlich.

          • Lars sagt:

            Nur wenn man davon ausgeht das die Vergangenheit sich immer wiederholt, und das tut sie nicht.

            Auf jeden Fall ist das ein realistischerer Weg als der von fwf, für deren brauch man wesentlich mehr Fantasie.

          • Lars sagt:

            Schön, dann bekommt nun fast alle mit der Staat eigentlich unnötig ist. Und dann? Der Rest geht weiter zur Wahl und wählt etatistische Parteien, die nichts dafür tun den Staat zu verkleinern. Aber solche Leute werden sich freuen das es da Idioten gibt die zwar brav einzahlen, obwohl sie gegen die Idee eines Staates sind, aber nichts tun um die Situation zu verändern. Klingt für mich fast als ob ihr glückliche Sklaven wärt. 😉

          • michael sagt:

            ist man ein idiot, wenn man in wort und tat, das sklavensystem ablehnt oder wenn man es legitimiert und als was hilfreiches ansieht?!
            das ist die frage

          • Lars sagt:

            Warum? Ist dir das Verhalten zu Paradox? Dann muss ich dir was sagen was dich überraschen wird, menschliches Verhalten ist Paradox. 😉

            Lieber paradox Veränderung schaffen, als passives Nichtstun und hoffen das irgendwann… keine Ahnung was eurer Meinung nach irgendwann passieren damit eure Utopie auch tatsächlich Realität wird. Das wollte mir hier keiner verraten. Ist eigentlich auch das einzige was ich hier wissen will. Wir reden gerade nur über schon längst gedachtes.

          • Equality 7-2521 sagt:

            Das Sklavensystem ist nicht legitim, war nie legitim und kann auch nicht legitimiert werden. Es hält dem Naturrecht nicht stand.

          • Peter sagt:

            (Der Kommentar geht an Lars, steht aber hier, da die Kommentarfunktion nicht tiefer verschachteln lässt)

            Hallo Lars,

            Du schreibst:“keine Ahnung was eurer Meinung nach irgendwann passieren damit eure Utopie auch tatsächlich Realität wird. Das wollte mir hier keiner verraten. Ist eigentlich auch das einzige was ich hier wissen will.“

            Sehe Dir bitte die Kommentare noch mal aufmerksam an. Eventuell ist auch eine tiefere gedankliche Auseinandersetzung mit spontaner Ordnung, Märkten, soziologischen und ökonomischen Mechanismen und verwandten Themen empfehlenswert (Ich würde empfehlen, den Bereich Politik dabei erst einmal eher auszusparen). Dann wirst Du vermutlich erkennen, dass Dir hier einige existierende Sachverhalte, Mechanismen und Prozesse aufgezeigt wurden, die bereits Wege in eine Gesellschaft ohne Staat darstellen. Es ist nicht ein Weg, es sind viele Wege. Es sind nicht vorgegebene Wege, es sind gestaltbare und optimierbare Wege. Es sind nicht die Wege, die „wir zusammen“ gehen, es sind die Wege, die entstehen, wenn viele Einzelne ihre jeweiligen Ziele verfolgen.

            Grüsse, Peter

            P.S. Es erscheint mir, dass Du „die Lösung“ dort suchst, wo keine vorhanden sein kann. Du schaust auf die Bühne der Politik. Und es erscheint mir, dass Du dabei die Lösungen übersiehst, die nicht auf der Bühne aufgetan werden. Und, dass Du dann Menschen Passivität vorwirst, nur weil sie ihre Lösungen nicht in Deinem Blickfeld aufbauen.

          • Equality 7-2521 sagt:

            @ Lars
            ich habs weiter oben schonmal versucht (22:09) Ich seh bei dem Kommentargeflecht aber selbst schon nicht mehr durch 😀

          • Peter sagt:

            Hallo Lars!
            Du schreibst:“Schön, dann bekommt nun fast alle mit der Staat eigentlich unnötig ist. Und dann? Der Rest geht weiter zur Wahl und wählt etatistische Parteien, die nichts dafür tun den Staat zu verkleinern.“
            Ich gehe bei meiner Antwort einmal davon aus, dass Du meintest, dass „nun fast alle mitbekommen, dass der Staat unnötig ist“. (Wenn ich Dich falsch interpretiert habe, bitte ich um eine Korrektur)

            Wenn man davon ausgeht, dass wirklich der größere Teil der Menschen erkennt, dass der Staat unnötig ist, dann muss ja einerseits der Anteil der Bevölkerung, der noch staatsgläubig ist die Minderheit darstellen; andererseits muss dann bereits der Staat erheblich an Bedeutung verloren haben.

            Nach Deinen hier geschriebenen Kommentaren gehe ich davon aus, dass Du der Ansicht bist, der geeignete Weg wäre eine Partei zu wählen, die diesen Wandel der Ansichten der Bevölkerung ernstnimmt und die die erhaltenen Wählerstimmen in eine schrittweise Reduzierung des Staates überführt.

            Problematisch sehe ich daran u.a. die folgenden Punkte:
            – Durch die Anwendung der Mittel des Staats wird die Bedeutung des Staats eher erhöht als zurückgefahren. Es könnte dann leicht argumentiert werden, dass ja gerade erst durch die Existenz des Staats die Freiheit gesichert/gesteigert wurde. Dabei ist es gerade andersherum so, dass der Staat (in Form dieser Partei) sich staatskritischen Menschen bedient hat, um sich selbst zu profilieren.
            – An allen Parteien ist klar erkennbar, dass die Ziele, die maßgeblich bei der Gründung und für den Mitgliederzugang waren, später bis zur Unerkennbarkeit zurechtgebogen wurden. Die typischen (übrigens durch den Staat verpflichtend gemachten) Verwaltungsstrukturen, sowie die Geltungs-und Machtgier einiger Politiker dieser Parteien tragen sicher dazu bei. Dies würde dazu führen, dass diese Partei nur als Vehikel für eine zielgruppenspezifische Ansprache und Einbindung der staatskritischen verwendet wird.
            – Die grundsätzliche Fehlkonstruktion eines aufgezwungenen Systems „Staat“ wird in Kauf genommen und durch eigene Beteiligung legitimiert.

            Du schreibst dann weiter: „Aber solche Leute werden sich freuen das es da Idioten gibt die zwar brav einzahlen, obwohl sie gegen die Idee eines Staates sind, aber nichts tun um die Situation zu verändern. Klingt für mich fast als ob ihr glückliche Sklaven wärt. ;-)“

            Wie Du sicher weisst, ist es nicht unüblich, dass Entscheidungen und Maßnahmen des Staates, die von vielen Menschen abgelehnt werden, durchaus zu Demonstrationen und zivilem Ungehorsam führen. Darüberhinaus wird auch häufig übersehen, dass es zahlreiche Gesetze gibt, die einerseits von vielen Menschen nicht ernstgenommen oder eingefordert werden, die andererseits jedoch auch von den Dienern des Staates nicht durchgesetzt werden. Beispiele lassen sich sicher nicht nur in der Strassenverkehrsordnung finden.
            Ein Grund dafür mag sein, dass viele Menschen ungern Sachen tun, von denen sie nicht überzeugt sind. Einen Autofahrer anzeigen, der bei rot über eine Kreuzung gefahren ist, ist nicht jedermanns Sache. Auch halten viele Polizisten keine Radfahrer an, die Nachts ohne Licht auf dem Gehweg fahren.
            Was würdest Du von jemandem halten, der die Polizei informiert, weil er einen Radfahrer nachts ohne Licht auf der Strasse gesehen hat?
            Es gibt zahlreiche Polizisten, die den Dienst quittieren, weil sie es nicht mehr aushalten, Gesetze durchzusetzen, die sie nicht befürworten. Polizisten haben auch einen Bekanntenkreis; und dieser akzeptiert nicht immer die Aussage:“Ich musste das machen.“
            Es gibt auch jetzt bereits viele Menschen, die nicht mehr „brav einzahlen“: „Schwarzarbeit“ und „Steuerbetrug“ werden zwar als große Sünden propagiert; sie werden jedoch bereits heute von vielen Menschen getätigt, ohne das Mitwisser dies sehr negativ sehen oder gar dem Staat mitteilen würden.
            Die Loyalität zum Menschen geht offensichtlich vor der Loyalität zum Staat. Diese Loyalität zum Menschen kann durchaus als aktiver Beitrag zu einer Veränderung betrachtet werden. Ein aktiver Beitrag, der eventuell nicht bewußt geleistet wird, einer der nicht auf die Mittel des Staates angewiesen ist.

            Grüsse, Peter

  5. Mugel sagt:

    Passivität löst nicht alle Probleme. Die Taliban in Afghanistan 1989 haben sich zur Wehr gesetzt bis die Russen weg waren.jaja ich weiss mit US Unterstützung etc.
    Aber stellt Euch vor statt Afghanen hätten Deutsche die Bevölkerung gestellt. Dann wäre Afghanistan schon vor der Mittagspause des ersten Tages des Einmarsches der Russen in vorauseilendem Gehorsam ein Teil der UDSSR gewesen.
    Es gibt halt schon Unterschiede im Verhalten und Unterschiede in Reaktionen.
    Sich wehrlos zu geben hat fast immer Agressoren eingeladen.

  6. Tobias Poley sagt:

    So wie ich das sehe gibt es ein Ziel: Eine Privatrechtsgesellschaft.

    Dieses Ziel versuchen die Voluntaristen von Freiwillig Frei über einen Bürgerdialog zu erreichen.

    Dieses Ziel erreicht man laut Prof. Dr. Hans-Hermann Hoppe über einen kompletten Zusammensturz aus dem sich eine erneute Ordnung Bildet.

    Dieses Ziel versuchen „radikale“ Parteien wie z.B. die Partei der Vernunft über die Staatseigenen Waffen, das „Wählen“ zu erreichen, so dass quasie der Staat abgewählt wird, ein Bürgerdialog findet auch hier Statt, allerdings besteht die Gefahr das der Staat nur minimiert und nicht komplett abgeschafft wird. (Dies dürfte die Partei allerdings auch nicht offen fordern, da sie sonst nicht zugelassen werden würde)

    Ist das alles so zutreffend, oder irre ich mich?

    Freisinnige Inselgrüße

    • Equality 7-2521 sagt:

      Aus meiner Sicht gut zusammengefasst.

      Nur das Prof. Hoppe nicht den Komplettzusammensturz, sondern eher eine Sezessionsbewegung prognostiziert.

      Aus wirtschaftlicher Sicht werden wir um einen Zusammensturz natürlich auch mit der PDV nicht herumkommen.

      freisinniger Großstadtgruß 😉

      • Kurt Gluth sagt:

        Na ja, bliebe zu überlegen, ob Ihr alle die Rechnung nicht ohne eine weitere Einflussgröße gemacht habt, die bisher jedes mehr oder weniger einseitige System über eine zumindest zweistellige Zahl von Generationen am Leben erhalten hat: Die Masse der Bevölkerung, die jegliches Nachdenken über gewisse (gottgegebene?!?) Dinge von Beginn an ablehnt und die wirklich jeden noch so bescheuerten Müll glauben (und nachplappern), so lange sie nur nichts an ihrem angeblichen (!) Leben und ihrer Weltsicht ändern müssen.

        Die Trägheit der Masse wird hier niemals in ausreichendem Umfang auch nur erwähnt, ist aber dennoch eine der Hauptursachen für die ganzen Fehl-/Rückentwicklungen und die vielen Irrwege, die nur im Kreis liefen.

        Wie wollt Ihr denn diese Trägheit ‚abschaffen‘? Wie wollt Ihr aus kleinkarierten vollständig eingefahrenen Musterspießern weltoffene, realistisch und vorurteilsfrei denkende Menschen machen? Wie aus notorischen Feiglingen mutige Entdecker? Aus Aussitzern Veränderer? WIE?

        • Equality 7-2521 sagt:

          MAN denk selber nach! Das wurde schon ausreichend erläutert. Ein bisschen mehr Eigeninitiative!

          (Diesen Kommentar bitte nicht freischalten ;))

    • FwF-sandman sagt:

      Tobias, ich glaube, dass ist so im Kern zutreffend.

  7. Dreihundert300 sagt:

    Nachricht an das Passivitätsvieh

    Es fühlt sich gut an, wenn Euch, und damit möchte ich den Teil der Passivität-befürwortenden Leser von FwF ansprechen, jemand sagt, dass Ihr am besten nichts tun solltet und alles wird sich in Wohlgefallen auflösen.
    Die Geschichte beweißt, dass sich durch das Nichtstun der Bevölkerung noch kein Herrscher hat stürzen lassen – wohl aber durch Widerstand.
    Stefan Molyneuxs Empfehlungen widersprechen den wesentlichen Grundsätzen des Liberalismus, denn jeder hat das Recht sich und sein Eigentum zu verteidigen. Dem Hörer einzureden, er solle doch lieber seine Steuern zahlen, wenn er geschlagen wird nicht zurückschlagen oder der Mafia lieber sein Eigentum zu überlassen anstatt sich Hilfe zu holen, DAS ALLES SIND DIE RATSCHLÄGE VON UNTERDRÜCKERN – nicht aber von freien Menschen.

    Ich finde es von FwF äußerst merkwürdig sich erst eine große Leserschaft von Libertären durch freiheitsbefürwortende Beiträge zu erarbeiten und diese dann, kurz vor einer Bundestagswahl bei der die PDV antreten könnte gezielt zum Nichtwählengehen zu ermutigen. Ich hoffe, dahinter steht einfach die Faulheit, sich lieber nicht mit dem Gegner anzulegen und sich lieber in seiner Passivität wohlzufühlen. Mit euren Passivitäsbeiträgen werbt Ihr geradezu um Sponsorengelder der etablierten Parteien. Würde ich für sie arbeiten – meine Spende wäre Euch sicher.

  8. Kurt Gluth sagt:

    @Equality 7-2521:
    Wie Du schon richtig erkannt hast ist mir Deine Denkrichtung so weit verständlich…
    Zu den Steuern: Der Vorschlag ist mir schon mehrfach unter die Augen gekommen, aber genau da kommt mein Widerspruch: Wenn Du so etwas ’schmerzhaft‘ für den Fiskus machen willst, dann müssen alle Privat-Geschäfte unter der Hand abgewickelt werden (und zwar auch und vor allem bei ‚wertvollen‘ Geschäften wie Haus- und Autoverkäufen). Dazu wirst Du nie im Leben eine brauchbare Anzahl von Leuten bringen, da diese viel zu viel Angst haben vor Strafverfolgung. Mehrwertsteuer von Waren, die in Geschäften verkauft werden, kannst Du auch vergessen, da kein Geschäft, das auch nur ein wenig professionell arbeitet, sich auf solche Spielchen einlässt (wollen ja sicherlich auch keine ‚Höflichkeitsbesuche‘). Versuche mich mal davon zu überzeugen (sollte ich solch ein Steuer-Verweigerer werden – was Du nicht brauchst… aber versuch’s einfach mal)!
    „Ohne geistige Tiefflieger und Schlitzohren keine Politiker?” – Wo habe ich denn das behauptet? Ich habe Deine Aussage von der ‚abstrakten‘ Politik, die ja von Menschen gemacht wird, auf Menschen umgemünzt. Und ich habe gesagt, dass es überzeugte und wissende Politik-Aktive gibt – im übertragenen Sinne. Die Überzeugten glauben zu wissen und leben im Nebel, während die Wissenden sich ihr Wissen bezahlen lassen. Für mich – und das sage ich an dieser Stelle ausdrücklich – ist ein Mensch, der fortlaufend ein Parteiprogramm ‚glaubt‘, dessen Inhalte sich nicht im Geringsten in Kongruenz zu lebenden Menschen u_n_d bestehenden Verhältnissen bringen lassen, das nachweislich noch niemals auch nur über kurze Zeit gelebt werden konnte (es wird auch nie funktionieren, weil es den ‚perfekten‘ Menschen nicht gibt, der dort stets voraus gesetzt wird… bitte zwing‘ mich jetzt nicht, das jeweils an Textstellen zu belegen – es geht, kostet aber unnötig Zeit. Damit könntest dann zur Abwechslung vielleicht Du Dich mal etwas eingehender beschäftigen… 😉 ), schlicht ein Träumer ohne Rückfahrkarte. Und wie würdest Du solche Leute nennen?
    Zu den Schlitzohren… nun, einige besonders dreist-offenherzige ‚Persönlichkeiten‘, die direkt aus dem Amts- in einen Vorstandssessel gewechselt haben, kennen wir sicherlich Beide, müssen die also auch nicht nennen (sind das in Deinen Augen ‚integre Persönlichkeiten’…? Also ich verstehe darunter etwas gänzlich anderes – aber ich bin vielleicht schlicht zu altmodisch).
    Wie viele dieser Hand- und Taschenaufhalter werden jedoch niemals von einem Strahl der Sonne erleuchtet, während das gemeine Volk sie ansieht? Ein paar mehr, vielleicht…?
    Fazit daher für mich: Entweder man träumt (bzw. bewegt sich geistig einer Motte im Licht vergleichbar… hm, sehr elegant wirkt das ja meist nicht, oder?) oder reitet auf der Erkenntniswelle (so gut man kann), erlässt, lebt Verordnungen und Gesetze immer (na ja, meistens zumindest – soll ja nicht zu offensichtlich werden) im Sinne der jeweiligen Amigo’s/Amiga’s, die sich ihrerseits natürlich erkenntlich zeigen… ein Geben und Nehmen eben. Demokratisch, praktisch, gut… nicht wahr?
    „Kapitalismus benötigt keine Selbstlosigkeit. Wenn das nicht klar ist bitte ich in der Sache um etwas mehr Eigeninitiative.” – Wo habe ich denn etwas derart abstruses behauptet?
    Selbstbestimmung und Freiheit sind Begriffe, die schön klingen – war gemeint. Aber als reale Fakten kann sich darunter kein Mensch der Straße etwas konkretes vorstellen (weil es niemals ein Mensch der Straße gelernt hat, auch nicht deren Eltern, Ureltern…). Deutschland ist – wie viele Länder – aus Kaisern, Königen, kurz: Aus Monarchie(en)/Absolutismus heraus entstanden. Mag auch die angebliche Regierungsform eine Demokratie sein, in den Köpfen der Menschen ist noch sehr viel ‚Gehorsam‘ vorhanden. Das freie Denken wird so gut wie nie gelehrt. Entweder wird Kindern das geistige Rückgrat gebrochen, sie mit Müll schon von Kindheit an in eine (von wem auch immer) vorgegebene Richtung gedreht oder – wie in den vergangenen Jahren immer öfter üblich – einfach der Straße und den Medien zur ‚Erziehung‘ überlassen. Das allerdings fördert zwar eine gewisse Freiheit, aber in erster Linie die Freiheit von allen Regeln – was dann gemeinhin als Anarchie bekannt ist. Und die ist, da Menschen nun mal biologisch keinesfalls ‚harmlose kleine Häschen‘ sind, sondern – sieht man sich unsere Vorfahren und Artverwandten an – teils sogar kannibalische Raubtiere, ein wenig erquicklicher Zustand (=’Faustrecht‘), der sich in einigen Bereichen menschlichen Zusammenlebens bereits zeigt.
    Freidenker definiere ich als Menschen, die gelernt haben, wie ein Mensch sich zu verhalten hat, damit sich ein anderer Mensch ebenso verhalten kann, keiner von beiden körperliche, oder geistige Schäden davon trägt und keiner den anderen mehr einschränkt als sich selbst. Ebenso hat er gelernt, seine Kinder so zu erziehen, dass diese – einmal erwachsen – ihre Kinder wieder in der exakt gleichen Weise erziehen – da sich dies als der für den Einzelnen wie die Gemeinschaft beste gangbare Weg erwiesen hat.
    Dazu aber gehört vor allen Dingen ein hohes Maß an Verantwortung, die von den Eltern gelebt werden muss so wie Realitätsbewusstsein, da man in Wolkenkuckuksheim Menschen nicht auf ein Leben ‚draußen‘ vorbereiten kann. Wolkenkuckuksheim hat u.a. den Nachteil dass jeder sein Pseudo-Paradies wieder anders zurecht spinnt und alle untereinander nicht wirklich kompatibel sind.
    „Und wie lange hält die Überzeugung an, wenn da nicht etwas substanzielles nachkommt – und das kann nicht nachkommen, da nichts e_x_i_s_t_i_e_r_t – was ist daran so schwer zu verstehen?” vs. „Welche Substanz hat denn bitteschön der Staat? Warum soll da irgendwas Staatsähnliches existieren? Vielleicht gibt sich Fräulein Müller ja mit der Familie zufrieden?”
    Hier sollte aber jede(r) erkennen, habe ich etwas ganz anderes gemeint. Der Mann/die Frau von der Straße kennen Politikerversprechen und -märchen in beliebiger Menge und über sehr, sehr lange (oft Lebens-)Zeit. Ich habe den Eindruck, Du hast noch niemals Leute von der Straße vor Dir gehabt, als Du Deine Gedanken ausgesprochen hast. Ich hatte dieses Vergnügen bereits einige Male und kann Dir sagen, dass jemand dann hören will, WO er/sie IN WELCHER WEISE WAS bestimmen kann. Nicht selten wollen Menschen mithin wissen, wie ihre Stimme Gehör findet (‚Wo/wie kann ich abstimmen? Wir dann jedes Mal abgestimmt? Und wer kontrolliert die Abstimmungen?‘ …), worin sich ihre Freiheit äußert (wiederum KONKRET an – überzeugenden und glaubwürdigen – Beispielen) und so weiter. In einem solchen Umfeld mit ‚Freiheit und Selbstbestimmung‘ zu kommen ist – mit Verlaub – schlichtweg realitätsfremd und abgehoben. Das haut von Anfang an nicht hin – Punkt. Wenn Du erst Mal als Märchenonkel da stehst, brauchst Du Deine restlichen Äußerungen nur annähernd ähnlich ‚(un-?)realistisch‘ und ‚(un-?)konret‘ zu formulieren und Du bist für die meisten nur ein weiterer Politiker. Welchen Sinn hat das denn bitte???
    „Wie lange hält die Überzeugung an?
    Kann ich dir nicht sagen. Wahrscheinlich wird es immer Knechtschaft geben. Das heißt aber nicht das es sich nicht lohnt für Freiheit einzutreten.” -. Jetzt hast Du aber ein absolut s_c_h_l_i_m_m_e_s Eigentor geschossen! Mit dieser Aussage gibst Du Deine eigene Einstellung und Vorstellung als voraussichtlich wirkungs- (und damit – sorry) sinnlos der Häme preis (nicht bei mir, aber glaub‘ mir: Diese Einstellung merken Menschen, die lange und intensiv genug mit Dir diskutieren, auch so – und nehmen Dich nicht mehr ernst). Du selbst bist somit nicht von dem überzeugt, was Du zuletzt behauptet hast – nun, wozu behauptest Du es dann? Meinst Du, andere Menschen machen sich die Mühe, den Sinn zu suchen, den Du offensichtlich bis heute nicht finden konntest?
    Ich würde das nicht kognitive Dissonanz nennen, sondern Deine Äußerungen klingen mir in der Gesamtheit viel zu theoretisch und wenig greifbar. Sie klingen gut, ohne dass dieser Klang einen noch so kleinen Nachhall hinterlässt. Um es etwas figurativ zu formulieren: Ich sehe ein Bild, das Du malst. Ich erkenne aber, dass Du nicht hinter diesem Bild stehst, da es Deiner Fantasie entstammt und Du Dir dessen bewusst bist. Ferner erkenne ich Deine Gedanken dazu (ich bin mir – nach Deiner letzten Äußerung – nahezu 100% sicher), die lauten ‚Es wäre schön, wenn…‘. Nur auf solch ein Fundament lässt sich kein Haus bauen – es wäre ähnlich kurzlebig wie Deine Überzeugung.
    Und ‚das heißt nicht, dass es sich nicht lohnt, für die Freiheit einzutreten‘ – das ist vorsichtig gesagt dünn. Noch mal: Wenn Du etwas bewegen willst, dann kannst Du nicht schon in den Vorgesprächen, die für Außenstehende etwas Licht in die Sammlung Deiner Gedanken bringen sollen, deren letztendliche Unwirksamkeit eingestehen. Abgesehen davon frage ich mich schon, wie Du unter solchen Voraussetzungen hier so vehement argumentieren kannst – es wird ja wohl eh‘ nicht machbar sein.
    Ich weiß, es ist alles machbar. Aber ich bin auch ehrlich genug zuzugeben, dass ein Weg zu diesem hohen Ziel mir zumindest nicht ersichtlich ist und es sicherlich viel Zeit benötigte, mir auch nur einen halbwegs gangbaren Weg auszuarbeiten. Und dann stellt sich immer noch die Frage, ob wir hier nicht versuchen, aus dem Neandertaler durch Bereden einen Kosmopoliten zu machen… dafür ist er noch zu sehr an die Ausscheidungen seiner Drüsen gebunden, behaupte ich mal. Klar gibt es Ausnahmen – aber wie weit verbreitet sind die denn? Einen Langzeitplan kann ich mir vorstellen – aber ich kann mir an dieser Stelle kaum vorstellen, dass den irgend jemand auch nur passabel finden würde. Daher schweige ich mich dazu lieber aus.

    • Equality 7-2521 sagt:

      Erst eine Zusammenfassung deines Buches, dann meine kurze Stellungnahme:

      1.Der Großteil der Bevölkerung wird immer seine Steuern zahlen, denn er kann nie seine Angst vor der Staatsgewalt ablegen.

      2.Es gibt Menschen die an das Funktionieren von Parteiprogrammen glauben welche den perfekten Menschen voraussetzen. Diese bezeichnest du als Träumer.

      3.Es ist aus diversen Gründen schwer Menschen von Freiheit und Selbstbestimmung zu überzeugen.

      4.Du meinst anhand meiner Aussagen erkannt zu haben, das ich nicht an die Umsetzbarkeit einer Privatrechtsgesellschaft glaube.
      ———————————-
      1: Ich behaupte er kann. Zeiten ändern sich. Wenn es der Einzelne kann, können es auch die vielen. Insbesondere wenn der Staat in Zeiten des Internets die Hoheit über die Köpfe der Menschen verliert.

      2: „Träumer“ trifft zu. Oder auch: Kommunisten/Sozialisten.
      Falls du aber das Programm der PDV meinst, lass dir versichert sein das es nicht den perfekten Menschen voraussetzt.

      3: Ich stimme zu. Menschen sind nicht dazu bereit ihre Glaubenssätze aufzugeben. Selbst Logik hilft da nicht. Das ist auch der Grund warum du und ich keine Privatrechtsgesellschaft erleben werden. (Es sei denn das „Blueseed“-Projekt setzt sich durch ;)) Abhilfe schafft hier nur der Generationenwechsel.

      4: Natürlich glaube ich an die Umsetzbarkeit einer Privatrechtsgesellschaft. Ich bin nur nicht so töricht zu glauben die Gene des Menschen ändern zu können. Wenn es heute Knechtschaft gibt, kann es sie auch in Zukunft geben. Die Geschichtsschreibung reicht gerade mal läppische 5000 Jahre zurück. Was ist alles in dieser Zeit passiert? Wie viel Zeit hat die Menschheit noch vor sich?
      Wenn ich für eine Privatrechtsgesellschaft eintrete, dann deshalb weil ich Empathie für die kommenden Generationen empfinde. Was interessiert mich aber die Menschheit in 50000 Jahren?

      Dein Text war mir viel zu lang und ausschweifend.
      Das geht doch bestimmt auch etwas knapper oder?
      … erspart uns beiden Zeit.

      freisinnige Grüße

      • Kurt Gluth sagt:

        Nun, Du hast Recht – kürzer… 😀
        zu 1: Der Mensch kann, aber DIE Menschen werden nicht. Jetzt willst Du mir aber Äpfel als Birnen unterschieben… Es hat immer Individuen gegeben, deren Entwicklung individuell bedingt weiter fortgeschritten war – das hatte und hat jedoch auf die Masse nicht den geringsten Einfluss (dafür kann man mehr als genug Beispiele anfügen, für Deine These jedoch fast keine… warum ist das wohl so?)

        zu 2: Ich sprach von den allgemein verbreitet bekannten Parteien (und dazu darfst Du inzwischen ruhig auch die Piraten zählen). Auch und gerade aber die Piraten haben in extrem kurzer Zeit wieder einen Beleg geliefert, wie wenig eine Gruppierung als Partei und damit Zahnrad im Systemgetriebe noch bewegt und wie sie sich selbst verändert. Wie gesagt: Macht und Kapital korrumpieren – die meisten Menschen. Und keine mir bekannte Gruppe besteht ausschließlich aus ‚Unbestechlichen‘

        Zu 3: Der Generationenwechsel setzt jedoch auch etwas voraus, das hier gern unter den Teppich gekehrt wird: Die Kinder und Jugendlichen müssen zuerst Mal an solchem ‚Stoff‘ hier interessiert werden, was aber wegen der immer weiter fortschreitenden ‚Konsum-(V)erziehung‘ niemals ‚einfach so‘ kommen wird. Die Eltern und ihre Erziehung – was schon immer und überall ein extrem potentes TABU-Thema ist (denn niemand will sich seine Fehler gern vorhalten lassen – schon gar nicht die richtig großen…)- verhindern das, was Du hier als Generationenwechsel nennst und in der Tat notwendig – ist bzw. WÄRE.

        Zu 4: Nun, ich frage mich, ob unsere Kurzsichtigkeit (speziell die kommerzialisiert-wissenschaftliche) nicht dieser Rasse schon vorher Grenzen setzen wird.
        Dennoch sehe ich es ähnlich wie Du (und habe das auch schon mal geschrieben… allerdings in einer für einige hier sicher nur bedingt akzeptablen Form… :-D): Der Menschheit fehlt es ganz einfach ganz ordentlich an Reife. Mein Bedauern ist und war lediglich, dass auch die, die etwas weiter sind, daraus nichts zu machen bereit oder imstande sind.

  9. Philipp Hofmann sagt:

    Nachricht an den Politiksüchtigen:

    Irgendwie kommst du mir vor wie ein Kettenraucher, dem man gerade seine Zigaretten weggenommen hat.

    Nur ein paar Sätze zum Nachdenken:

    Die Abwendung von Politik ist nicht gleichbedeutend mit Passivität, sondern schont die persönlichen Ressourcen für Aktivitäten die unmittelbar etwas bringen, anstatt sie für etwas wegzuwerfen, was nichts bringt, nichts bringen wird und noch nie was gebracht hat.

    Politik gegen Politik führt zu noch mehr Politik.

    Liberalismus ist Politik und natürlich widersprechen Molyneux‘ Empfehlungen jeder Politik.

    Politik gegen Politik ist keine Verteidigung, sondern initiierende Gewalt. Sie führt zur direkten Unterstützung einer Infrastruktur, die durch Ausübung initiierender Gewalt finanziert wird und bestätigt ein System, das für sich gesehen schon verabscheuungswürdig ist.

    Sich „Hilfe holen“ auf politischem Weg ist das gleiche wie jemandem auf die Beine helfen zu wollen, indem man ihn erst einmal richtig in den Dreck stößt.

    Politische Libertäre irren sich gewaltig, wenn sie glauben, dass ihre Handlungen etwas mit Freiheit zu tun hätten. Die Absicht hinter ihren Handlungen mag gut gemeint sein. Aber erstens entscheidet am Ende nicht die Absicht, sondern die Handlung und zweitens ist gut gemeint das Gegenteil von gut gemacht.

    Wer wirklich etwas bewegen will, pfeift auf Politik und wird nach dem Nichtaggressionsprinzip selbst aktiv. Im Idealfall gründet er ein Unternehmen, das den Menschen Leistungen bietet, die den Staat in einem bestimmten Bereich überflüssig macht. Dadurch ist den Menschen am meisten geholfen.

    Think out of the box! Nachdenken!

    • Dreihundert300 sagt:

      Irgendwie kommst du mir wie jemand vor, der anderen rät Unternehmen zu gründen, selbst aber nicht mal ansatzweise ein Unternehmen aufbauen könnte, da er nicht mal das Eigentum, das er dazu bräuchte, verteidigen würde.

      Nur ein paar Sätze zum Nachdenken:

      Die Abwendung von Politik schont deine persönlichen Ressourcen keineswegs, denn Du wirst nun mal besteuert und dadurch zu einem erheblichen Maß versklavt.

      Die persönlichen Ressourcen für den Kampf gegen seine eigene Versklavung aufzuwenden, ist für Dich wie sie „wegzuwerfen, was nichts bringt, nichts bringen wird und noch nie was gebracht hat“? Welch fluoridierte Geisteshaltung.

      Versuch nicht durch das Zitieren meines „Hilfe holen“ so zu tun, als würdest du tatsächlich auf meine Inhalte eingehen, nur um danach mit hohlen Phrasen Deine glückliche Versklavung zu verteidigen.

      Du wirst Dein Leben damit verbringen, einen anderen Weg zu finden wenn sich Dir die Politik mit Gesetzen in den Weg stellt und beim dem Versuch wird sie Dir mit dem nächsten Gesetz in den Rücken fallen.

      • Philipp Hofmann sagt:

        Die Hinwendung zur Politik ist die Ursache für die Besteuerung und die Versklavung. Die persönlichen Ressourcen im Kampf gegen die Versklavung aufzuwenden, indem man einen Weg wählt, der nachgewiesenermaßen dazu führt, dass man sich selbst noch festere Ketten um den Hals legt und sich für die Gewalt gegen Unschuldige verantwortlich macht – das nenne ich mal flouridiert und verstrahlt.

        Es ist Sinnlos, einem Kettenraucher zu erklären, dass Rauchen schlecht ist. Entweder er kommt irgendwann von selbst drauf oder er leidet weiter an seiner Sucht und geht daran zugrunde. Weiter Nachdenken!

        • Lars sagt:

          Und hast du schonmal was von langsamen Entzug gehört? Also die Droge in Schritten absetzen? Man könnte es auch mit dem Abtraining von Sportler vergleichen. Wer Jahrelang intensiv Sport gemacht hat kann/sollte auch nicht von einem Tag auf den anderen damit aufhören.

          • Philipp Hofmann sagt:

            Rauchen ist kein Sport. Bei Rauchern funktioniert der Entzug nur dann reibungslos, wenn der Raucher es selbst will. Und wenn er es wirklich will, dann ist die mit Abstand beste Methode, sofort ersatzlos und ohne Übergangszeit damit aufzuhören.

          • Lars sagt:

            Dann nimm den Vergleich mit Sport.

            Denke dabei einfach nur an die Menschen die Jahrzehnte lang in das System eingezahlt haben und sich davon eine Rente versprechen. Sollten diese auf Nächstenliebe hoffen? Oder von was sollen sie Leben?(wenn der Umbruch zB da ist wenn sie über 60 sind). Daher ein langsamer Entzug der Droge Staat. Oder wollt ihr die Personengruppe sofort gegen euch haben? Denn das hättet ihr auf jeden Fall.

  10. Lars sagt:

    Ich muss schon sagen. Das ist hier schon ein ganz schön Schwarz/Weiß-sehender Blog. Sobald man eure Meinung nicht vertritt, wird mal als Etatist abgestempelt. Es wird einem unterstellt keine Ahnung von Ökonomie, Soziologie usw. zu haben sobald man euren Weg(der nicht wirklich ein Weg ist, sonder maximal eine wage Andeutung eines sehr unrealistischen Wegs) nicht so akzeptiert und eher skeptisch ist. Fragen bekommt man hier grundsätzlich nur über Ausflüchte beantwortet.

    Ich finde es im Grunde was hier vor sich geht. Der ersatzreligiöse Fanatismus der hier anzutreffen ist, kann sich schon gut mit dem von Esoterikern und Spirituellen messen. Ihr argumentiert ja auch wie diese, Passivität wie uns als Aktivität verkauft, Ausflüchte als Antworten.

    Ich denke ihr habt euch mit eurer Architektur eures Gedankengerüsts den Weg für andere Wege verbaut, und jetzt müsst ihr euch an die grundlegenden Richtlinien halten. Das hat eure Sturheit zu folge – muss sie haben. Ihr habt euch zu früh festgelegt und seid jetzt zu unflexibel. Ja, ihr dürftet ja nicht mal andere Wege, die zum selben Ziel wollen, unterstützen, der weil wäre es durchaus sinnvoll dies zu versuchen. Sich auf einen Weg zu konzentrieren ist immer fatal und lässt bei Versagen dieses Weges keine Umstiegsmöglichkeit auf andere zu oder nur in einem sehr eingeschränkten Rahmen.

    Des weiteren wäre es auch nicht so schlimm einfach zuzugeben das ihr zwar eine brauchbare Utopie habt, aber noch keine Ahnung wie ihr wirklich dahin gelangt, oder wenn, dann nur in einer verträumt/verspielten Form – das könnte sich ja weiterentwickeln.

    • Philipp Hofmann sagt:

      Sich entschlossen gegen Gewalt gegen Unschuldige auszusprechen und diese auch niemals als Mittel zum Zweck zu entschuldigen, finde ich nicht ersatzreligiös fanatisch oder was du sonst noch an Hasstiraden von dir gegeben hast, sondern im Gegenteil. Ich finde, das hat was von Mut, Aufrichtigkeit und Anständigkeit.

  11. Zef sagt:

    „Es gibt zwei Arten von Einheiten. Die eine ist ein _Ausgangspunkt. Sie ist durch die Macht aufgedrängt, durch diejenigen, welche augenblicklich die Macht inne haben. Die andere ist ein _Resultat, die große Vollendung der menschlichen Vervollkommnungsfähigkeit. Sie ergibt sich aus der natürlichen Strebekraft der Geister nach der Wahrheit“ (F. Bastiat, Die klassischen Studien und der Sozialismus)

    Kann man eine natürliche Ordnung künstlich herstellen?
    Kann Freiheit aus Zwang hervorgehen?

    Ich denke, nicht.
    Es wird vielmehr sein ein ewiges Gebären des Sozialismus.

    „Jeder, welcher, nicht wissend, dass der gesellschaftliche Körper, wie der menschliche Körper, ein Inbegriff _natürlicher Gesetze ist, darauf denkt, eine _künstliche Gesellschaft zu schaffen und anfängt, die Familie, das Eigentum, das Recht, die Menschheit nach seinem Belieben zu ordnen, ist Sozialist. Er betreibt nicht Physiologie, er betreibt Bildhauerkunst; er beobachtet nicht, er erfindet; er glaubt nicht an Gott, er glaubt an sich selbst; er ist nicht Gelehrter, er ist Tyrann; er dient nicht den Menschen, er verfügt über sie; er studiert nicht ihre Natur, er verändert sie nach dem Rate Rousseaus“ (F. Bastiat, aaO)

    Der logische Endpunkt aller(!) Politik ist der Totalitarismus (Antony de Jasay)


    http://bastiat.de/bastiat/klassische_studien.html

  12. Tobias Poley sagt:

    @ Zef: Gegen deine Zitate ist nichts einzuwenden und ich glaube keiner der hier lesenden oder schreibenden geht davon aus dass er eine Regierung für sein Leben braucht. Bedenke jedoch dass die „Privatrechtsgesellschaft“, die von den meisten hier angestrebt wird, genau das ist, was sich auch ein Frédéric Bastiat gewünscht hätte. Es geht daher nicht um das Ziel sondern um den Weg dorthin. Da mir kein „Blueseed”-Projekt bekannt ist bei dem man einfach so einsteigen kann, wünsche ich alles dafür zu tun eine Privatrechtsgesellschaft für meine Kinder und vielleicht auch noch für mich zu erarbeiten.

    Freisinnige Inselgrüße

    • Equality 7-2521 sagt:

      Bei Blueseed geht es darum tausende kleine Ministaaten auf hoher See zu erschaffen die miteinander Konkurieren. Die Erde der Welt ist bereits verteilt. Privatrechtsgesellschafter haben also immer einen harten Kampf gegen Etatisten vor sich. Wie wärs also damit, sich selbst eine Insel auf hoher See zu erschaffen … ohne Steuern, ohne Gesetze?
      Möge die bessere Idee gewinnen!

      http://blueseed.co/

  13. wipwout sagt:

    Ich habe immernoch und besonders jetzt im Ohr :

    Zitat:
    „Vor der Wahl ist nicht nach der Wahl“

    Darum glaube ich denen garnichts mehr. Meine Stimme wird ungültig gemacht. Basta !

  14. karlheinz sagt:

    Morgens wird aufgestanden, es wird der Fernseher angemacht, man wird aufgefordert zu Wählen. Man macht den Fernseher wieder aus und dafür das Radio an. Man wird aufgefordert zu Wählen. Man macht das Radio aus und trinkt seinen Kaffee ohne Radio und Fernseher. Dafür klappt man am Frühstückstisch den Laptop auf und schaut mal was es neues auf fwf und globalefreiheit gibt. Man liest die:

    NICHTWÄHLERERKLÄRUNG
    http://globalefreiheit.de/102nichtwaehlererklaerung.htm

    😉

  15. Thomas sagt:

    Indem man nicht wählt, ist man trotzdem Untertan desjenigen Kanzlers oder Präsidenten, den die anderen gewählt haben. Man kann sich nicht durch Wahlverweigerung aus dem System herausmogeln. Man muss trotzdem die ebengleichen Steuern, Zwangsabgaben bezahlen wie die 99% Idiotenschafe, die nicht verstehen, dass das politische System an sich Betrug ist.

    Der Protest des Nichtwählens interessiert niemanden und bewirkt rein gar nichts. Wenn die anderen es so entscheiden, muss man trotzdem sein Kind in die kommunistische Zwangs-Krippe stecken, man muss seine Gesundheit teuer versichern, man muss mit seinem Treibstoffkauf verlogene Alternativenergiemagnaten subventionieren, etc. etc. – man muss man muss man muss, es gibt keinen Ausweg – schon gar nicht, indem man so tut, als gäbe es keine Politik und keine Wahlen.

    Ebenso wie man als Gefolterter sich überhaupt nicht aussuchen kann, an welcher Stelle man schreit und an welcher nicht. Man darf es zu dieser Situation überhaupt nicht kommen lassen. Der einzige Weg ist, die Despoten, die einen zu foltern gedenken, im Vorwege zu vertreiben – und zwar durch aktiven Einsatz, sodass es zu dieser Situation niemals kommen kann.

    Das einzige, was man tun kann, um aus dem System ganz zu entkommen, wäre, auszuwandern. Leider gibt es auf der Welt kein einziges libertäres Land. Also muss man versuchen, sich mit dem Übel zu arrangieren.

    Dafür gibt es zahlreiche Maßnahmen, die den hiesigen Rahmen sprengen würden.

    Aber was das Wählen angeht, so macht am ehesten Sinn, wenn man eben doch zur Wahl geht und eine Partei wählt, die den kleinsten Minimalstaat verspricht. Dies wäre die PDV. Wenn die anderen alle den Sozialismus wählen – auch für Dich und Deine Familie – willst Du dann schmollend zu hause sitzen und in die Luft gucken, als ob gar nichts wäre?

    So zu tun, als würde das Übel Politik nicht existieren, und zu hoffen, dass es irgendwann schon von selbst vorübergeht, ist irreal. Das Leben bedeutet Kampf. Kampf gegen die Interessen der anderen, und vor allem Kampf gegen gierige kraftvolle Menschen, denen es Freude macht, Dir gegen Deine Interessen Schmerzen zu bereiten. Übrigens gibt es sehr wohl auch im Libertarismus Kampf gegen die anderen. Durchsetzen muss man sich immer im Leben – oder man erhebt keinerlei Ansprüche und lässt die anderen alles haben.

    Nichtwählen ist Resignation und Kapitulation. Man fügt sich dann dem Wahlverhalten der anderen und akzeptiert, was die anderen ohne einen gewählt haben. Ich wünsche dann viel Freude dabei, wenn die anderen gewählt haben, dass leider in Deiner Stadt keine Autos mehr gestattet sind, dafür jeder die Pflicht hat, für Inflationsgeld, also umsonst, arbeiten zu gehen, und viel Spaß, wenn die anderen gewählt haben, dass Dir gegenüber ein Asylantendorf mit grimmigen nordafrikanischen Glücksrittern und Religionsfanatikern erbaut wird, die Deiner Tochter auf dem Schulweg auflauern.

    Sich nicht am System beteiligen, stört das System rein gar nicht. Das ist wie der lebenslange Hartzer, der vorm Fernseher sitzt, und auch nicht zur Wahl geht, weil er nach der 1001. Tüte Kartoffelchips nicht mehr durch die Haustür passt. Es entscheiden dann die anderen für ihn, er ist dann aus eigener Entscheidung entmündigt.

    Zitat: „Wenn du einen Laden hast und die Mafia Schutzgeld von dir erpresst, dann zahl halt aber sitz nicht rum und denk nicht zusätzlich über die Mafia nach. Du gibst denen das Geld, weil du nicht erschossen werden willst und nicht in den Knast willst. Und das war’s!“

    Das ist die Sprache eines Erdulders, eines Sklaven, der seinen Status als Untertan akzeptiert hat. So eine Rede ist destruktiv und nicht hoffnungsvoll. Ein Leben aber ohne Hoffnung ist trostlos.

  16. […] http://www.freiwilligfrei.info/archiv… Lässt sich Freiheit auf politischem Weg erreichen? Wenn du an diesen weit verbreiteten Irrtum glaubst oder sonst irgendwie politiksüchtig bist, dann hilft dir dieses Video. Der kanadische Philosoph Stefan Molyneux zeigt ein paar Auswege aus der Illusion, dass Politik zu mehr Freiheit führen kann. Er ruft dazu auf, alles was mit Politik zu tun hat, zu ignorieren und sich nicht an Politik zu beteiligen. Es ist sinnvoller und im Sinne der Freiheit zielführender, seine Energie auf etwas Produktiveres und Erfreulicheres zu richten. […]

  17. Zef sagt:

    Jede Kandidatur, jede Wahl verbraucht die Kraft der Freiheit im Dienste der Unfreiheit. Dadurch wächst die vereinte Kraft der Unfreiheit.

    Jede Kandidatur, jede Wahl stärkt den Anschein der Legitimität der politischen Vergewaltigung und Plünderung.

    Das Motto lautet daher nicht: Freiheit durch Politik, sondern Freiheit statt Politik. Anstatt seine Stimme, sein Selbst abzugeben, besteht der entscheidende erste Schritt darin, sich selbst zu wählen.

    Durch die Selbst-Wahl erwacht das freie Selbst aus seinem Dornröschenschlaf. Nun kann der Mensch “für sich” werden, was er “an sich” ist: Freiheit


    Ich erschaffe mich nicht,
    ich wähle mich

  18. […] http://www.freiwilligfrei.info/archiv… Lässt sich Freiheit auf politischem Weg erreichen? Wenn du an diesen weit verbreiteten Irrtum glaubst oder sonst irgendwie politiksüchtig bist, dann hilft dir dieses Video. Der kanadische Philosoph Stefan Molyneux zeigt ein paar Auswege aus der Illusion, dass Politik zu mehr Freiheit führen kann. Er ruft dazu auf, alles was mit Politik zu tun hat, zu ignorieren und sich nicht an Politik zu beteiligen. Es ist sinnvoller und im Sinne der Freiheit zielführender, seine Energie auf etwas Produktiveres und Erfreulicheres zu richten. […]

    • Prometheus sagt:

      Hallo zusammen, ich sehe das diese Kommentare wohl schon etwas älter sind, aber der Sinn dahinter, ist wohl so aktuell wie noch nie.
      Ich kann nicht sagen wie wir „die Freiheit auf Politischem Weg“ finden können, aber ich weiß wie ein Status-wechsel von Juristischer / Natürlicher Person zum Lebenden Menschen legitim nach Internationalem und EU Recht erwirkt werden kann… keine „selfmade Urkunde“ sondern mit allen nötigen Dokumenten / Beglaubigungen / Apostillen.

      Wenn das Interessiert sollte sich an mich unter; info@prometheus.com.mt wenden.
      Ich habe auch schon unter, http://www.novertis.com/klardenker-04-02-2015-gezbs-und-aktuelle-politik/
      erklärt wie und was … als „prometheusmalta“ um jetzt nicht alles noch mal zu schreiben.

      Und noch was „Die Untätigkeit vieler besiegelt die Macht der Wenigen!“
      ist von mir, und bedeutet nicht „auf zur Gewalt“ sondern „auf mit Wissen und Recht“ …

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