Manuel beantwortet Fragen Teil 1

On 19. Januar 2013, in Videos, Voluntarismus, by FreiwilligFrei

Hallo meine Freunde,

wie versprochen gibt es meinen Teil 1 zu „Manuel beantwortet Fragen“. Ich hätte ja nicht gedacht, dass es so schnell so viele Fragen werden, vielen Dank schon mal. Wer noch weitere Fragen hat bitte einfach eine Email an mich: manuel@freiwilligfrei.info.

Zum Thema wer baut die Strassen habe ich auch noch einen guten Link geschickt bekommen, diesen möchte ich Euch nicht vorenthalten.

http://reason.com/archives/2011/11/15/chinas-black-market-city/1

Bis bald, ich arbeite schon am Teil 2

lg Manuel

 

17 Responses to Manuel beantwortet Fragen Teil 1

  1. Tobias Poley sagt:

    Moin Manuel,

    ergänzend sei vielleicht noch angemerkt dass das Geldmonopol nicht nur im Bundesbankgesetz § 35 sondern auch im GG Art.73 Abs.4 geregelt ist.

    Was die Straßen angeht kann man über das Eigentumsrecht auch einiges regeln. Hausbesitzer die Ihren Teil der Straße wie ein „Grundstück“ verkaufen, ermöglichen z.B. einer Privatperson mehrere Straßenstücke der Straße zu besitzen. Dieser Besitz ist für diese Person wie ein Unternehmen. Seine Einkünfte erhält er durch eine Mautgebühr, damit diese aber auch an ihn abgetreten wird, muss er als Dienstleister für die Instandhaltung und Sicherheit der Straßen aufkommen. Setzt er die Mautgebühr zu hoch an, werden andere Autofahrer vielleicht einen längeren dafür aber günstigeren Weg in Kauf nehmen um Ihr Ziel zu erreichen. Es herrscht dadurch ein Wettbewerb unter den Straßenbesitzern. Zudem könnten sich Anbieter darauf spezialisieren Verträge mit den Straßenbesitzern ein zu gehen um Ihren Kunden eine „Flatrate“ (ähnlich wie beim Telefon) zu ermöglichen.

    Prof. Dr. Hans-Hermann Hoppe hat am 23. November 2012 zum Thema einer Privatrechtsgesellschaft oder eines Anarchokapitalismus (beides das selbe und im philosophischen mit dem Voluntarismus/Anarchismus übereinstimmend) einen sehr Gelungenen Vortrag gehalten.

    http://www.misesde.org/?p=4035

    Er geht hierbei auch auf Fragen ein und wird die meisten Leser hier brennend interessieren!

    Anders als Prof. Dr. Hans-Hermann Hoppe bin ich der Meinung dass der Weg zu einer Privatrechtsgesellschaft nicht zwangsläufig über einen totalen Zusammenbruch unseres jetzigen Sozialismus führen muss. Ich bin kein Freund von brennenden Straßen, doch das Thema kann man ja in den Kommentaren http://www.freiwilligfrei.info/archives/3775 nachlesen.

    Freisinnige Inselgrüße
    Tobias

  2. freedomforce sagt:

    Dumm nur, wenn jemanden zentrale Verkehrsknotenpunkte gehören, dieser jenige hätte eine quasi Monopolstellung inne. Wenn darüber hinaus ein naheliegendes Ziel nur mit extremen Umwegen oder überhaupt nicht erreicht werden könnte, wäre das Problem perfekt. 😉

    Nur scheinbar, denn dann würde sich die Geschäftstätigkeit verlagern, Highways und U-Bahnen entstehen. Alles, bis hin zu fliegenden Shuttlebussen, wäre denkbar.

    @Tobias Poley

    Du bist nur kein Freund von einem wütenden Mob, der vor Existenzangst auf Raubzug geht. Dann wären wieder die Landeier Hinter’m Acker im Vorteil.

    • Tobias Poley sagt:

      Vielleicht lebe ich deshalb auf der kleinsten friesischen Insel?!

      Wenn eine Regierungsform sich dem Ende nähert wird bei zunehmender Angst vor der Bevölkerung der Überwachungsstaat hochgefahren. Dies ist in vielen Teilen der westlichen Welt zu beobachten.

      Damals war es so, dass die Landeier die z.B. eigenes Getreide, Kartoffeln oder Mais auf den Feldern angebaut haben, nachts mit Waffen Ihr Grundstück verteidigen mussten, da hungrige Menschen wie Heuschrecken die komplette Ernte stahlen.

      Was die Monopolstellung von Knotenpunkten angeht, eine Vielzahl alternativen sind denkbar. Ich will keinen komplett ausgearbeiteten Masterplan vorlegen, doch ich kann mir sehr gut vorstellen dass Private Unternehmen oder Vereine (z.B. ADAC) diese Probleme in Ihren Zeitschriften thematisieren. Eine andauernde negative Berichtserstattung über einen Knotenpunkt sorgt auf Dauer auch für Unternehmungen die hier Abhilfe oder eine Alternative aufzeigen wollen.

      Ich bin jedoch der Meinung dass in einer freien Gesellschaft Straßen unser geringstes Problem sein werden!

      Da es kein Geistiges Eigentum geben kann, hoffe ich dass unsere staatliche Patentrechtsgesellschaft auseinanderbricht. Derzeit schlummern ca. 500 Patente alleine im Bereich der freien Energie, von Speichermedien die den gesamten schriftlichen Inhalt der Welt auf einen Tesafilm speichern können mal abgesehen! In der Eigentümlich Frei Nr. 125 gab es einen schönen Bericht über die Effizienz privater Bestrebungen Menschen ins Weltall zu bringen. Daher ist es in meiner Fantasie vorstellbar dass der freie Luftraum in einer freien Gesellschaft ein viel größeres Problem wird. Wenn es da keine Absprachen gibt wird die Wahrscheinlichkeit von Autounfällen sicherlich sinken und die Anzahl von Flugzeugkollisionen deutlich zunehmen. So wie Jugendliche mit Ihren Mopeds durch den Wald heizen kann ich mir dann ähnliche Situation im eigenen Luftraum vorstellen. Dies nur mal so als Ansatz weiterer Denkbaustellen.

      Freisinnige Inselgrüße

  3. vaxr sagt:

    Die Frage nach der Verteidigung könnte eine Anspielung auf historische anarchistische Versuche sein. Die Pariser Kommune, der Syndikalismus in Barcelona und die Münchner Räterepublik — wohl die bedeutendsten Beispiele für Pionierversuche anarchistischer Gesellschaft — sind von außen militärisch niedergeschlagen worden. Sicher würde eine freie Gesellschaft keinen Angriffskrieg starten — dumm nur, wenn man von Mächten angegriffen wird, die diese Politik nicht teilen oder schlicht die Gelegenheit ergreifen wollen. Mir ist klar, dass durch diese „gewaltsamen“ Revolutionen eine andere Ausgangsbasis geschaffen worden ist, aber das Problem bleibt bestehen. Solang es nicht, wie von einigen angestrebt, zu einer Weltrevolution kommt, muss jeder Staat bzw. jede Gesellschaft sich Gedanken um ihre Verteidigung machen.

    • Equality 7-2521 sagt:

      Du kannst eine bewaffnete Bevölkerung, die weiß was sie an ihrer Freiheit hat nicht unterjochen. Keine Armee ist groß genug um es mit einem ganzen bewaffneten Volk aufzunehmen!

      Bei allzu winzigen Einheiten wie einer Stadt oder einem Individuum ist es vielleicht was anderes. Aber auch hier gilt: Es wird erobert um bestehende Ausbeutungsstrukturen zu übernehmen oder neu aufzubauen. Und dazu braucht es in der Regel eine Bevölkerung die das mit sich machen lässt.

      • vaxr sagt:

        In einer utopischen, komplett dezentralisierten Gesellschaft vermutlich richtig. Das praktische Problem ist aber, erstmal dorthin zu kommen, und ich denke es ist nicht weit hergeholt, dass man da mit militärischem Widerstand rechnen muss. Die breite Gesellschaft besteht nicht aus Idealisten, sie ist im besten Fall pragmatisch und im schlimmsten Fall bequem (IMO quasi ein Naturgesetz). Wenn sie vor die Wahl gestellt wird, wird sie eher eine Fremdherrschaft akzeptieren, als ihre Leben und die Leben ihrer Familien zu riskieren — zumindest, solange die Herrschaft noch irgendwie erträglich bleibt. Ich würde daher davon ausgehen, dass sich der Widerstand in Grenzen hält bzw. ein Bedarf nach einer professionellen Armee besteht. Unausgebildete, unkoordinierte Milizen, wie sie die o.g. Anarchisten gerade noch aufstellen konnten, sind lächerlich einfach zu überrollen. Im Fall München z.B. hatte das einen gewissen Sportschützen-Eventcharakter für diverse Studentenverbindungen.

        • michael sagt:

          denkfehler:
          freie gesellschaft heißt nicht wehrlose gesellschaft.

          das nur eine kriminelle gruppe mit gewaltmonopol, die das volk monatlich ca.70% des lohnes beraubt, für sicherheit sorgen kann, ist nicht nur in sich widersprüchlich aber auch eindimensional gedacht.

          nur weil du es dir nicht vorstellen kannst oder willst, heißt es nicht, daß es gute lösungen gibt, die nicht implizieren, daß man sklave sein muß, um frieden zu haben.

        • Equality 7-2521 sagt:

          Die pragmatischen und bequemen Bürger werden sich auch fragen ob es sich lohnt zusätzlich für die neuen Ausbeuter zu arbeiten. Dann werden Sie sich fragen wo eigentlich die akute Bedrohung ist, und sehen das da höchstens mal in der Ferne ein Soldat herum schwänzelt.
          (vergleiche Größe Armee, Größe Volk) Dann werden sie sich einen Ruck geben und doch nicht ihre Säcke voll Gold vor die Haustür des neuen Eroberers tragen.

          Außerdem muss es auf dem Weg zur Privatrechtsgesellschaft nicht zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Staat und Bürgern kommen. Wenn sie sich einfach weigern so gut sie können, und sich gegenseitig darin bestärken, hat der Staat keine Lebensgrundlage mehr.
          Auch hier besteht für ihn das Dimensionierungsproblem.

          vergleiche: http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=MsS_7hrO8X4

          Vielleicht ist es auch so das die Politik zuerst eine Reduzierung des Staates auf seine Kernaufgaben vornimmt, wozu auch Verteidigung zählt. Und dann bei ausreichender Stabilität verabschiedet sich der Staat ganz.

          Wenn in einer Privatrechtsgesellschaft ein Bedürfnis nach Sicherheit entsteht, wird sich doch sicher jemand finden der gewillt ist dieses Bedürfnis zu erfüllen.

          Wie es tatsächlich ablaufen wird kann ich dir aber auch nicht sagen. Das können wir dann unseren Urenkeln überlassen.

          freisinnige Grüße

          • FwF-sandman sagt:

            „Vielleicht ist es auch so das die Politik zuerst eine Reduzierung des Staates auf seine Kernaufgaben vornimmt, wozu auch Verteidigung zählt. Und dann bei ausreichender Stabilität verabschiedet sich der Staat ganz.“

            „Die Politik“ reduziert sich nicht, denn „die Politik“ besteht aus Menschen, die eben dieser, nennen wir es mal politische Klasse angehören.
            Ein unwiderlegbares Prinzip ist, dass Menschen zielgerichtet nach ihren subjektiven Präferenzen handeln. Und zwar IMMER.
            Somit ist jeder Mensch zuerst ein Egoist. Zu glauben, die Politiker würde ihre eigene Lebensgrundlage reduzieren. um sie abzuschaffen, ist demnach nicht sonderlich realistisch.
            Es geht lediglich um Macht und um das Behalten dieser Macht. Dabei kommt es auch nicht darauf an, ob es innerhalb dieser Politischen Klasse das ein oder andere Subjekt gibt, das Anarchist ist.
            Um die Macht nicht zu verlieren, denn das Volk ist launisch, installiert diese pol Klasse (PK) ein Machterhaltungsinstrument, den Herrschaftsapparat. Dieser besteht aus unzähligen Komponenten. Es gibt Dienstleistungen, wie Rechtsprechung, Müll abholen , Gesindel verscheuchen, Straßen bauen, das Land am Hindukusch verteidigen, usw. und Notfalls auch das Brechen von Widerstand.
            Auch die politisch gewollten Ventile zum Frustabbau sind ein wichtiges Instrument der Machtsicherung. Gegnern des Systems werden Wege aufgezeigt, wie sie das System ändern können. Sie können ein Schild malen und sich vor dem Reichstag den Arsch abfrieren, sie können einen Protestbrief an den Abgeordneten schreiben oder eine Splitterpartei wählen. Zum Glück sieht unser System auch die (Un)Möglichkeit vor, selbst der PK beizutreten und dass im demokratischen Prozess die eigene Überzeugung der Fraktionsmeinung zu opfern. Tut man das nicht, klebt man nämlich nur Plakate.

            All das Geschilderte ist geplante Taktik, die nur dem Erhalt der Macht dient. Es wird so verschleiert, dass es keinen Ausstieg aus diesem System gibt, denn jeder Protest bewegt sich innerhalb des Systems auf vorgeschriebenen Bahnen.
            Die Illusion der Gerechtigkeit wird aufrecht erhalten, indem der Zugang zur Macht „offen“ ist. Also nicht mehr nur dem Sohn des Königs zusteht.
            Eine Illusion deshalb, weil aus dem System heraus jede politische Tätigkeit zur politischen Mitte tendiert, sonst gibt es nämlich keine zusätzlichen Wählerstimmen. Heute sind die etablierten Parteien austauschbar. Alle neu dazukommenden werden entweder „sonstige“ genannt, verboten oder in dem Einheitsbrei der verrührt.

            „Aber wir hatten gute Absichten!“, heißt es dann.

          • Equality 7-2521 sagt:

            Jaja … die Politik ist schon eine ganz ausgetüftelte Sache. Ich meine das auch eher hypothetisch. Wenn die Bevölkerung einen Minimalstaat will, bekommt sie einen.

            Außerdem: Wenn Menschen zwei Klassen angehören, so wie in der Schweiz, ist es durchaus vorstellbar das sie die eine der Anderen vorziehen.

        • vaxr sagt:

          Ich will überhaupt nicht behaupten, dass eine anarchistische oder minarchistische Gesellschaft sich nicht verteidigen kann. Ich will nur darauf hin deuten, dass „es wird sich schon von selbst regeln“ dieser IMO sehr realen Problematik nicht gerecht wird. Bleiben wir doch bitte mal bei der historischen Erfahrung und spekulieren wir nicht über irgendwelche Utopien. Militärgewalt war DER Punkt, an dem alle funktionierenden anarchistischen Gesellschaften gescheitert sind.
          An potentiellen Aggressoren mangelt es nicht — lass es das Nachbarland sein.

          Aus militärischer Sicht braucht man eine effektive, gut organisierte Armee. Die Alternative ist Guerillakrieg, welcher das Land in nullkommanichts zugrunde Richtet und somit nicht im Sinne der ökonomisch denkenden Bürger sein Kann. Damit eine Armee überhaupt koordiniert einsatzfähig ist, muss es klare Befehlsstrukturen geben, d.h. eine hierarchische, zentralistische Organisation. Nun stellt so eine Armee aus offensichtlichen Gründen ein gewaltiges Machtinstrument dar. Man kann sich jetzt vorstellen, dass sich private Investoren zusammen tun und ein Gremium gründen, das diese Armee kontrolliert und überwacht. Und schwuppdiwupp, haben wir einen — wenn auch minarchischen — Staat.

          • FwF-sandman sagt:

            Wenn sich Investoren freiwillig zusammentun, haben wir noch keinen Staat. Wir haben Leute, die investieren und Trittbrettfahrer. Alle handeln erstmal freiwillig.
            Die Landesverteidigung ist sicherlich einer der dickeren Knoten, die eine anarchistische Gesellschaft zu lösen hat. Das ist aber kein Grund es für nicht möglich zu halten.

          • vaxr sagt:

            „Wenn sich Investoren freiwillig zusammentun, haben wir noch keinen Staat.“

            Wenn diese Investoren effektiv über die Armee verfügen, haben wir dann nicht eine Oligarchie? Wodurch wird der Missbrauch verhindert (wenn man erstmal eine Armee hat, dann benutzt man sie auch)?

            Bleibt nicht das Grundproblem bestehen:
            * Waffengewalt ist Macht
            * konzentrierte Waffengewalt ist mächtiger

          • michael sagt:

            wir werden mal dazu nochmal ein genaues video machen.
            für mich war das auch der letzte grund, weshalb ich vom voluntarimsus nicht überzeugt war… es hat sich aber als unbegründet herausgestellt, nachdeem ich mich selbstständig informiert habe und mir vor allem selbstständig gedanken gemacht habe.

            wenn du englisch verstehst, kann ich dir schonmal was empfehlen, wenn es dich interessiert.

          • vaxr sagt:

            „wenn du englisch verstehst, kann ich dir schonmal was empfehlen, wenn es dich interessiert.“

            Gerne, tut es.

            Aber überzeugt sein möchte ich nicht ;). Auch wenn ich mit dem Voluntarismus sympathisiere, es bleibt eine Ideologie und keine Ideologie ist perfekt.

            Mir ging es ursprünglich um die historischen anarchistischen Versuche, und was man daraus evtl. auf den Voluntarismus übertragen kann, bzw. warum nicht. Vergleichsweise praktische Dinge also. 😉

          • michael sagt:

            „Ich will überhaupt nicht behaupten, dass eine anarchistische oder minarchistische Gesellschaft sich nicht verteidigen kann. “
            na also.

            der rest ist immer noch viel zu etatistisch und eindimensional gedacht.

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