Warum wir nicht frei sind?!

On 25. Januar 2013, in Allgemein, Gesellschaft und Politik, by FreiwilligFrei

Einige, wenn nicht sogar viele, werden nicht einmal bemerken, dass sie nicht frei sind. Oft höre ich Sätze wie „Versteh gar nicht was du willst, du kannst doch alles machen.“ oder „Du spinnst, dann schau dir mal die DDR an, die waren alle eingesperrt.“ und und und…

Ja es stimmt, eine Mauer gibt es zurzeit nicht und wirklich eingesperrt scheinen wir auf den ersten Blick auch nicht zu sein. Und genau das ist eigentlich das perfide daran, die Fesseln sind nahezu für niemanden heute mehr sichtbar. Es ist der verbale Sand den man uns mit Hilfe der „Mainstream“ – Medien tagtäglich in die Augen streut. Er verhindert das Erkennen von Zwang und damit verbunden der Fesseln, die man uns angelegt hat.

Das Gegenteil von einer freiheitlichen ist eine versklavte Gesellschaft. Sklaverei ist alles das, wo Menschen andere Menschen als ihr Eigentum ansehen und dieses mit Zwang durchsetzen. Da allerdings der Begriff der Sklaverei nur oberflächlich den Zustand unserer Gesellschaft beschreibt, spreche ich hier im speziellen von Schuldknechtschaft.

Die Schuldknechtschaft bezeichnet laut dem Bundesgesetzblatt eine Rechtsstellung oder LAGE, die entsteht, wenn ein Schuldner für seine Schuld persönliche Dienstleistungen verpfändet und diese Dienstleistungen nicht nach Dauer und nach ihrer Art begrenzt sind. (BGBl. 1958 II S. 203) Schuldner sind wir alle per Gesetz in diesem unseren gelobten Deutschland. Geht nicht? Geht doch, denn der Begriff wird laut Wikipedia folgendermaßen definiert: „Schuldner ist eine natürliche oder juristische Person, die aus einem vertraglichen oder GESETZLICHEN Schuldverhältnis eine Leistungspflicht trifft.

Somit hat man uns alle gesetzlich in eine Sklaverei ähnliche Abhängigkeit gebracht, wo der Staat ALLEIN zeitlich unbegrenzt und willkürlich entscheidet, was er uns abpresst.

Mittlerweile ist es so, dass wir alle im Schnitt den gesamten Lohn von mehr als 6 Monaten an den Staat abgeben. Erst im 7. Monat geht das Geld eines jeden Arbeitenden in sein eigenes Portemonnaie.
Wenn ich also mehr als ein halbes Jahr für den Staat arbeite, dann scheint selbst der Begriff der Sklaverei (der den gesellschaftlichen Zustand eher oberflächlich beschreibt) den Nagel auf den Kopf zu treffen.
An dieser Stelle kommt dann meistens der Einwand: „Was regst du dich denn so auf? Das zahlen wir doch alle.“ Ja, zahlen die Steuern wirklich alle? Kann man das als Steuer deklarieren, wenn „Volksvertreter“ aus einem Topf bezahlt werden, in dem sich das abgepresste Geld befindet und sie in diesem Topf wieder etwas zurücklegen müssen? Kann man die Steuern eines Politikers gleichsetzen mit dem abgepressten Geld eines Unternehmers, der für seine Kreativität, seine Produkte, seine Mitarbeiter, sein ganzes Unternehmen etc. eine besondere Verantwortung trägt? Diese Frage kann und muss jeder für sich selbst beantworten und dabei sollte er bewusst den Faktor Neid „LINKS“ liegen lassen.

Ich persönlich bin für die Unverletzbarkeit des rechtmäßig erworbenen Eigentums. Dazu zähle ich allerdings nicht das Eigentum der Politiker, welches sie sich aus abgepressten Geld leisten, nicht das Eigentum der Intendanten der Öffentlich-Rechtlichen, die sich aus Zwangsabgaben finanzieren, nicht das der Banker, die Unsummen in den Sand setzen und dann neues (gestohlenes) Geld vom Komplizen Staat bekommen, um weiter zocken zu können.

Mehr als die Hälfte eines jeden Jahres arbeitet der Bürger Deutschlands unter Zwang für den Staat. Wer immer noch glaubt, er wird nicht gezwungen, kann gerne mal versuchen, ab dem ersten Tag eines jeden Jahres für sich selbst zu arbeiten, in dem er die Steuern einbehält. Auf einen Erfahrungsbericht über die Abwesenheit von Zwang, wäre ich sehr gespannt. Wenn also ein jeder durch Steuern und Abgaben gezwungen ist, von 12 Monaten mehr als 6 Monate für den Staat zu arbeiten, so stellt dieses eine BEMÄCHTIGUNG DER LEBENSZEIT und der ARBEITSLEISTUNG dar.

Diese beiden genannten Merkmale sind eklatantesten und machen bei genauer Betrachtung die Schuldknechtschaft eines jeden Einzelnen von uns sichtbar.

Auch in diesem (Wahl)Jahr versuchen sich die Demagogen mit ihren Versprechungen zu überbieten und ganz ehrlich? Ich hoffe der größte Verführer möge diesen Wettbewerb gewinnen, möge er uns alle noch mehr knechten, unsere Autonomie noch weiter zertreten und uns unser Geld noch mehr berauben.

Warum?

Weil es noch nie die glücklichen Sklaven waren, die dem Traum der FREIHEIT zur Realität verholfen haben.

 

 

 

35 Responses to Warum wir nicht frei sind?!

  1. Equality 7-2521 sagt:

    „Ich hoffe der größte Verführer möge diesen Wettbewerb gewinnen“

    möge er nicht!
    Die Fallhöhe ist jetzt auch schon groß genug.

    Außerdem: was ist wichtiger, Freiheit oder Glück?

    • Lux sagt:

      Deine Frage, Freiheit oder Glück, zeigt, dass wenn sie jeder für sich beantworten will, so muss er wählen. Dieses Wählen impliziert immer Freiheit, also sollte sich die Frage damit eigentlich beantworten. Davon abgesehen wäre ich für Freiheit UND Glück.

      • Equality 7-2521 sagt:

        Bist du frei wenn ich dich zwischen Tod durch die Guillotine oder den Strick wählen lasse?

        Ich denke das wir nach Freiheit streben, weil wir uns dadurch mehr Glück erhoffen. Wenn wir aber ohne Freiheit glücklich sind, warum nach ihr streben?

        Oder kann der Mensch ohne Freiheit gar nicht glücklich sein, weil sie einfach in seiner Natur liegt?

        • Lux sagt:

          „Bist du frei wenn ich dich zwischen Tod durch die Guillotine oder den Strick wählen lasse?“ Das sind pseudophilosphische Fragen, die nichts mit Freiheit zu tun haben.

          Dein Körper gehört dir, wenn es nicht so ist, bist du Sklave. Deine Frage kann von Hause aus keine freiheitliche Antwort hervorbringen! Du wirst mich töten, die Frage nach der Art wie, hat doch überhaupt nichts mit Freiheit zu tun. Egal ob Strick oder Guillotine, die Unmoral liegt nicht in der Auswahl, sondern in der Tat an sich! Wenn ich dir deine Geldbörse stehle, dann ist es egal ob im Bus oder auf der Straße, oder? Die Geldbörse ist weg. Nach deiner Frage bin ich tot und es spielt keine Rolle wie, denn die Unmoral besteht in der Tötung und nicht darin ob Strick oder Guillotine.

          „Oder kann der Mensch ohne Freiheit gar nicht glücklich sein, weil sie einfach in seiner Natur liegt?“ Diese Frage als Antwort formuliert ist der Schlüssel. Wenn du nur als Sklave glücklich bist, dann ist es absolut ok, allerdings war es die Freiheit deiner Entscheidung, dir dieses Glück zu ermöglichen.

          • Equality 7-2521 sagt:

            Es liegt in jeder Entscheidung Freiheit.
            Zur Frage nach der Freiheit gehört aber immer noch die Frage nach dem wovon.

            lg

          • Lux sagt:

            Gern würde ich dir Recht geben, allerdings liegt eben nicht in jeder Entscheidung Freiheit. Wenn mir der Mann, der mir die Pistole vor das Gesicht hält, fragt, ob ich stehend oder knieend sterben will, dann ist das wohl eine Wahl die ich habe, allerdings keine FREIHEITLICHE, denn ich habe eigentlich keine Lust zu sterben.
            LG Lux

          • Equality 7-2521 sagt:

            Du hast IMMER zumindest zwei Optionen: Handeln; es bleiben lassen. Niemand kann dir die Freiheit nehmen zwischen diesen beiden zu wählen.
            Das heißt im Rückschluss aber auch, das du, falls du dich für etwas entschieden hast, in freier Entscheidung mindestens eine andere Option außenvor gelassen hast.

            Wenn dich niemand mehr mit moralisch verwerflichen Handlungen einschränkt, bist du in Bezug auf diese Handlungen frei. In bezug auf andere Dinge jedoch nicht. z.B. wirst du nie frei davon sein trinken zu müssen.
            Wenn ich mich in freier Entscheidung dazu entschließe mich einzusperren, ist das in einer Hinsicht sicherlich super freiheitlich. In einer Anderen habe ich mir jedoch meine Freiheit genommen.

            Deswegen sage ich das die Frage nach dem „wovon“ dazugehört.

            Die Freiheit von der bei FwF die Rede ist, könnte man vielleicht auch als Selbstverantwortung bezeichnen.

          • VincitVeritas sagt:

            Die Sache mit den „freiheitlichen“ und „unfreiheitlichen“ Entscheidungen führt zu nichts, der Kommentator hatte mit dem rhetorischen Kniff schon Recht. Die richtige Antwort lautet: Freiheit ist wichtiger als Glück.

          • Equality 7-2521 sagt:

            Nein Glück ist wichtiger.

            Du kannst in Bereichen deiner Freiheit beraubt werden, die dich garnicht interessieren. z.B. bist du in deiner Freiheit auf den Mars zu fliegen eingeschränkt. Es stört dich aber nicht. Es ist nicht wichtig für dich. Du bist auch ohne diese Freiheit glücklich.

            Wenn dir aber deine Freiheit in Bereichen genommen wird die wichtig für dein Glück sind, stört es dich natürlich. z.B. stört es dich mit deinem Eigentum nicht machen zu können was du willst. Du bist nicht glücklich darüber.

            Freiheit ist nur Mittel zum Glück.

    • Dreamer sagt:

      Glückliche Sklaven sind nur solange glücklich, bis sie merken, daß sie Sklaven sind. Der deutsche Zahlmichel ist jedoch von schlichtem Gemüt und wird wahrscheinlich niemals zu dieser Erkenntnis gelangen, einfach weil es dazu es einer bestimmten Grundhaltung bedarf, die er einfach nicht hat. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von Obrigkeitshörigkeit über massive Psychomanipulation bis hin zu Zeitmangel oder schlichtem Desinteresse. Er kann immer nur mit der Masse schwimmen und wird erst dann aktiv, wenn er er hungern und frieren muss.

      • Lux sagt:

        Hallo Dreamer,

        „Der deutsche Zahlmichel ist jedoch von schlichtem Gemüt und wird wahrscheinlich niemals zu dieser Erkenntnis gelangen, einfach weil es dazu es einer bestimmten Grundhaltung bedarf, die er einfach nicht hat.“ Ich denke, dieses ist zu einfach gedacht. Denn es gibt genug Menschen, du und ich scheinen da ein gutes Beispiel zu sein, die eine bestimmte Grundhaltung haben. Das du über deine Unzufriedenheit hinaus weiter denkst und auf „freiwilligfrei“ landest spricht doch auch nicht unbedingt für dein Argument. Den meisten Menschen geht es um eine positive Veränderung und dafür sollten wir ihnen Empathie entgegenbringen. Darüber hinaus sollten wir ihnen zeigen, dass für diese Veränderungen Zwang und Gewalt der falsche Weg sind. Und wenn wir uns auf diesen Nenner einigen, so ist das schon mal ein wunderbarer Anfang.

        • Dreamer sagt:

          Hallo Lux,

          ich erlebe es immer wieder, daß es die Leute einfach nicht interessiert, daß sie versklavt werden. Sie wollen sich nicht mit der Wahrheit auseinandersetzen, weil es ihre Komfortzone stört und nehmen sich keine Zeit, um über die grundlegendsten Dinge nachzudenken.

          Sie können oder wollen nicht verstehen, daß sie und ihre Kinder schon in der Schule zu hörigen Sklaven erzogen werden und in einer Tyrannei leben, die sich nur durch Zwang und Gewalt auf ihre Kosten an der Macht hält. Sie unterstützen und verteidigen das sogar.

          Erschwerend kommt hinzu, daß der normale Bürger vor lauter Arbeit keine Zeit hat, um sich mit solchen Themen auseinander zu setzen. Das ist ein Zustand, der sich mit zunehmender Not und Armut weiter verschärfen wird, was den Tyrannen auch noch in die Hände spielt.

          >> Die Personen oder Personengruppe, die in Wirklichkeit den Kreditfluss Ihres Kontos kontrolliert, ist dann Dein Herr und Meister, der Meister all Deines materiellen Besitzes, der Meister Deiner Seele.<<
          Alan Greenspan, Vorsitzender der US-Notenbank (Federal Reserve System) bis 2006

          Sicherlich wird von Zeit zu Zeit jemand aus seiner Hypnose aufwachen, aber eine echte Veränderung sehe ich erst dann kommen, wenn die Leute nichts zu Essen mehr haben. Dann werden sie dem nächstbesten Tyrannen, der ihnen das Blaue vom Himmel verspricht, willig in die Arme laufen, so war es bisher immer.

          • Lux sagt:

            Hallo Dreamer,

            Alan Greenspan hat alles verraten und verkauft an was er jemals geglaubt hat. Seine Sympathie für Ayn Rand fällt heute allen Libertären vor die Füße. Er ist einer der Gründe, warum sich Libertäre vor Pseudointellektuellen rechtfertigen, obwohl der libertären Argumentaion jedes Menschenrecht inhärent ist. Sorry, das war eine persönliche Einschätzung zu diesem Zitat.

            „Dann werden sie dem nächstbesten Tyrannen, der ihnen das Blaue vom Himmel verspricht, willig in die Arme laufen, so war es bisher immer.“ Hier gebe ich dir uneingeschränkt recht. Und um so wichtiger ist die die freiheitliche Aufklärung, die Arbeit von freiwillig frei und allen anderen Libertären.

            Da wir Zwang und Gewalt ablehnen können wir auch niemanden zu seinem Glück zwingen, Gott sei dank! Aber es macht den Sachverhalt auch nicht unbedingt leichter 😉 .

  2. Kurt Gluth sagt:

    „Kann man die Steuern eines Politikers gleichsetzen mit dem abgepressten Geld eines Unternehmers, der für seine Kreativität, seine Produkte, seine Mitarbeiter, sein ganzes Unternehmen etc. eine besondere Verantwortung trägt? Diese Frage kann und muss jeder für sich selbst beantworten und dabei sollte er bewusst den Faktor Neid „LINKS“ liegen lassen.”… soso, Neid. Politiker sind, wenn Du das noch nicht gemerkt hast, Galeonsfiguren, Marionetten, Schießbudenfiguren … nenne sie, wie Du willst: Sie haben nicht mehr Befugnisse als ihre ‚Amigo’s‘ und ‚Amiga’s‘ zugestehen. Sie sind sehr gut bezahlte Volksschauspieler – die Fäden aber ziehen andere.
    Daher Politiker als die Universaldödel hinzustellen ist schon arg einäugig. Wer erhält denn dieses einseitige System von diversen Umverteilungen, von manipulieren und benutzen aus wessen Interesse vehement aufrecht? Mit Sicherheit nicht nur diese Berliner Pappnasen – dafür fehlt es denen am nötigen finanziellen Durchsetzungsvermögen (und sicherlich noch an mehr Eigenschaften).

    Und Unternehmerkapital ist zwar wichtig, Zustimmung. Aber das heutige Patentrecht z.B. ist eine Leihgabe des Mittelalters und eines Ständesystems (das w_e_r wohl mit w_e_s_s_e_n Hilfe aus dem Hut gezaubert hat…???). Wer also solcherart ergaunertes Kapital als rechtmäßigen Verdienst bezeichnet, der sollte mal über solchen ‚Neid‘ ein wenig ausgiebiger nachdenken.
    Mehr habe ich dazu nicht zu sagen.

    • Lux sagt:

      Kurt,
      danke für dein Feedback. Voran gestellt, wir sind nicht Feind!
      „Wer also solcherart ergaunertes Kapital als rechtmäßigen Verdienst bezeichnet, der sollte mal über solchen ‘Neid’ ein wenig ausgiebiger nachdenken.“
      Ich habe angerissen, was ich nicht zum rechtmäßigen Eigentum zähle in diesem Artikel und dabei ging es genau um dieses ergaunertes Kapital. Allerdings kann es hier nur ein „Anriss“ bleiben. Voraussetzung für rechtmäßiges Kapital und Eigentum kann immer nur die freiwillige Interaktion sein. Alles andere ist eine Neiddebatte. Der Unternehmer der ohne Zwang seine Kunden von seinem Produkt überzeugt hat, ist dann wohl zu Recht wohlhabend geworden. Ich denke sie werden bei genauer Lesensweise erkennen, dass ich zu keinem Zeitpunkt bei ergaunerten Kapital von rechtmäßigen Verdienst gesprochen habe.
      Im übrigen hat Kaptal allein keine Macht, es ist immer der Staat und somit die Politik die dem Kapital Macht verleiht und somit die Moral untergräbt. Wenn ich mit ihnen im Spielcasino sitze und es gibt zwei Optionen… a) 10 000 € Einsatz, Gewinn 100 000€, Existenz nicht gefährdet b) 1 000 000€ Einsatz, Gewinn 10 000 000€, Existenz hochgradig gefährdet. Nun gebe ich ihnen eine Garantie, egal welche Option sie wählen, ihre Existenz steht nicht auf dem Spiel. Sie werden sich immer für Option b entscheiden. Hohe Gewinnchance, kein Risiko. Die Moral bleibt allerdings auf der Strecke und genau diese Verdeutlichung war der Sinn des Artikels.

      • Kurt Gluth sagt:

        Zum Kapital, Lux, habe ich auch nicht so gemeint, dass Du von solch dubiosen Einnahmen ausgehst. Fakt ist aber der Zustand, von dem ich geschrieben habe und Fakt ist auch eine Rechtslage, die in ihrer Orientierung – wie zu absolutistischen Zeiten – gewisse Privilegien gewährt. Und es ist ja hoffentlich keine Frage, wie sinnvoll es sein kann, heutige Probleme mit Methoden, die nachgewiesenermaßen schon vorgestern nur für einige Menschen ‚funktioniert‘ haben, lösen zu wollen.

        „Im übrigen hat Kapital allein keine Macht, es ist immer der Staat und somit die Politik die dem Kapital Macht verleiht und somit die Moral untergräbt.” – Das ist komplett falsch – und ich habe zumindest angenommen, dass Dir das auch klar ist (ist es das?). Nur Kapital kann etwas bewegen. Einfaches Beispiel: Der Staat will eine Straße bauen – schön! Aber dafür braucht er Geld – das ja eigentlich aus Steuergeldern kommt/kommen soll. Nun ist aber die Frage, woher denn die Steuern kommen? Wie viel Steuern etwa sind wirklich von den Arbeitnehmern? Dieser Anteil war über die Jahre nicht wirklich größer geworden (Billigjobs lassen grüßen). Das ist aber nur eine Seite dieser schmutzigen Münze. Die andere Seite besteht aus Menschen in Amt und … Schmiergeldempfang. Jede/r weiß, wie viel Vetternwirtschaft und Korruption allein schon zu Tage getreten ist. Von den Eisbergen unter Wasser wollen wir lieber erst gar nicht reden.
        Wer ist denn in der Regel der Gewinner, wenn neue Verordnungen entstehen, neue Gesetze das Licht der Welt erblicken? Das Volk????? Ich hoffe doch inständig, Du willst mir diesen Spruch jetzt nicht zumuten, oder?
        Beginnend von bekanntermaßen manipulierten und manipulierenden Medien über nachweislich mit manipulativer Absicht ‚gemachte‘ Statistiken, denen – ja nach Täuschungsabsicht mal die einen und mal die anderen Daten beigefügt werden (oder auch nicht…), Gesetzen, die in der Regel immer eine Seite bevorzugen und die andere einseifen… alles das trifft zu auf… die Politiker? Woher! Auf die Wirtschaft, genauer gesagt aber auf das Großkapital (denn ich bin mir der Tatsache wohl bewusst und habe das selbst erleben dürfen, dass Mittelständler nicht gerade bevorzugt werden – zumindest nicht rundweg). Fakt ist aber, dass man in diesem Land bei einem gewissen ‚Wohlstand‘ nur noch skrupellos genug sein muss – um so ziemlich alles in den Hintern geschoben zu bekommen. Und dafür haben g_e_s_c_h_m_i_e_r_t_e Politiker gesorgt und tun das auch weiter. Wer schmiert? Kennst Du diese alte Weisheit: „Wer gut schmiert, der gut fährt“? Im Umkehrschluss wäre das dann: Wer gut fährt, der gut schmiert (besser: hat gut geschmiert oder haut in die gleiche Kerbe, die zuvor ein guter Schmierer produziert hat). Was kann nun daraus folgen?
        Um es mal kurz zu sagen: Ein Politiker ist gerade mal so ‚mächtig‘, wie sein in den Medien aufgebauschtes/aufgeblasenes Bild – ein Luftballon, eine Seifenblase. Außen schillernd und innen hohl. Wenn das Großkapital einer Seifenblase überdrüssig wird, sticht sie sie ab und sorgt durch allerlei (nicht ganz billige!) Propaganda für Nachkommen (und die funktionieren verständlicherweise wieder besser).
        Es gab mal Zeiten, da haben die Wohlhabenden die Herrschaft inne gehabt: Fürsten, Grafen, Barone (oft genug Lügenbarone…). Sie haben alles und alle besessen. Heute haben die Besitzer aller Länder Marionetten, damit man ihre manipulierenden Griffel nicht gleich erkennt, genannt Politiker, die (angeblich) herrschen.
        Wenn man wissen will, wer einen Vorgang initiiert/ausgelöst/verursacht hat, dann sollte man vielleicht einfach mal die durch diesen Vorgang oder den Zustand, der sich nach diesem Vorgang ergeben hat, Gewinnenden suchen und auch die, die die A-Karte gezogen haben. Dann hat man mit großer Wahrscheinlichkeit Mr./Mrs./Ms. X gefunden. Ist das nachvollziehbar?
        Und n_e_i_n, ich bin garantiert kein Freund von Politikern, sage aber auch klar und deutlich, dass sie nur ein Aspekt unseres nicht funktionierenden Systems sind, ein Teil – aber ganz sicher nicht der Ausschlag gebende!
        Dem Kapital verleihen auch nicht Politiker Macht, sondern – viel einfacher- WIR ALLE! Denn WER lässt sich denn von WAS ködern? Wo? Wie oft? In welcher Art und Weise? Unsere Gier lässt uns dem Kapital huldigen – es auf einen imaginären Thron heben in der idiotischen Hoffnung, am großen Topf teilhaben zu können. Womit hat der Kaiser und König seine Soldaten ‚motiviert‘? Mit Sprüchen, ja, klar. Aber Sprüche machen nicht satt, das wussten schon früher die Menschen. Kapital aber und Privilegien, die später auch noch Kapitaleinkünfte garantieren… damit kann man schon Mäuler stopfen.
        So lässt sich Stück für Stück Macht beruhend auf Kapital auf der einen Seite und einer nach Kapital geil/gierigen Masse auf der anderen Seite aufbauen und ein Baustein kommt zum anderen – bis man ein Kaiserreich, ein Königreich, ein… Deutschland hat. Denn glaubst Du, Politiker sind nicht auch gierig?
        Der Staat im Übrigen ist nicht ‚die Politik‘, sondern WIEDER WIR ALLE – im direkten wie auch im übertragenen Sinne. Natürlich sind wir alle auch viel zu blöd, um uns aller daraus resultierenden Konsequenzen bewusst zu werden. Da diese mögliche Macht jedoch einigen Leuten ein Dorn im Auge ist (naheliegend, denke ich mal), wird daran gearbeitet, gewisse ‚Bremsen‘ einzubauen in unser pseudo-demokratisches System, das die in gewissen Bereichen vorhandenen Freiheiten deutlich ‚enger‘ fasst und somit einschränkt (was derzeit nach und nach im Netz bekannt wird, da in den Medien aus unbekannten Gründen – um es mal medienkonform zu formulieren – nicht erwähnt, anders als eine angeblich verbreitet vorhandene Angst vor Terror, der wiederum in der Realität nie in der genannten Form existiert hat).
        Und die Moral, Lux, nun, die ist doch sowieso für die meisten Leute nur dann ein Argument, wenn sie mal wieder irgendwo den Kürzeren gezogen haben (egal wo, wer, wie, warum,…). Sie wird schlicht von unserer Gier korrumpiert und so – wie genannt oft – zur billigen Ausrede verunstaltet. Lux, ich bin ein Verfechter offener Worte und mag es nicht, ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Daher auch die klare Ansage: Wenn etwas geändert zu werden hat, dann zuallererst Mal DAS VOLK und seine KLEINKARIERTHEIT.

        Zuletzt eine Anmerkung: Wenn Du mich überzeugen willst, dann bitte nicht mit solch seichten und verunglückten Beweis-Versuchen wie der nicht vorhandenen Macht des Kapitals.
        Ich wette mit Dir um jeden beliebigen Betrag, dass von 2 Menschen, die auf der Straße stehen, stets der die meisten Mitläufer nach sich zieht, der ihnen mehr gibt. Und der kann mehr geben, der mehr hat – ganz einfach.

        • Lux sagt:

          Hallo Kurt,

          bei all dem was du schreibst, meine Empathie hast du!!!

          „Da diese mögliche Macht jedoch einigen Leuten ein Dorn im Auge ist (naheliegend, denke ich mal), wird daran gearbeitet, …“ Lieber Kurt, du bist hier auf den Seiten von freiwillig frei und hier geht es darum, dass niemand Macht über einen anderen haben darf. Bitte verstehe mich nicht falsch, aber vielleicht macht es Sinn, diese Seiten hier noch einmal von Anfang an zu lesen. Wir, damit meine ich alle Libertären und insbesondere natürlich freiwillig frei, lehnen Macht ab und setzen auf freiwillige Interaktionen. Demzufolge macht es Sinn sich mit dem Anliegen dieser Plattform einmal genauer zu beschäftigen.

          „Und die Moral, Lux, nun, die ist doch sowieso für die meisten Leute nur dann ein Argument, wenn sie mal wieder irgendwo den Kürzeren gezogen haben (egal wo, wer, wie, warum,…).“ Kurt, wir wollen keine „Schöpfung“ eines neuen Menschen, denn der ist wie er ist. Jedoch erfordert die freiwillige Interaktion ein moralisches Verhalten, d.h. selbst der unmoralische Mensch ist „gezwungen“ bei Teilnahme an dieser freiwilligen Interaktion, sich moralisch zu verhalten. Weder die Polizei noch ein Bußgeld, sondern die Menschen beurteilen ein Verhalten. Es ist quasi die Gesetzmäßigkeit eines Marktes, die ein Urteil fällt. Der unmoralische Unternehmer, der Ressourcen verschwendet, Verträge nicht einhält etc. wird durch den Verbraucher abgestraft. Umgekehrt kann es folgendermaßen funktionieren: Noch vor 20 Jahren standen die Einkaufswagen auf jeden Parkplatz herum. Diesen zu verlassen, bedeutete Slalom. Anstatt Bußgelder zu verhängen oder die Polizei zu rufen, kam jemand auf die Idee, die Benutzung eines solchen Einkaufswagen an einen Wert zu koppeln. Es kostete eine D-Mark oder heute einen Euro. Was ist passiert? Es steht jedem frei seinen Einkaufswagen überall stehen zu lassen. Es gibt wahrscheinlich auch genug Menschen die mal schnell 20 davon zusammenschieben und sich über die 20 € freuen. Aber der Konsument will es nicht. Nach Gebrauch stellt er diesen Wagen wieder ordnungsgemäß ab und holt sich wieder seinen €. Dieser macht ihn nicht ärmer oder reicher, aber es ist ein psychologisches Ding. Ohne Zwang haben wir den Einkaufswagenbenutzer zur Ordnung „erzogen“. Und wenn er nicht mitmacht, dann haben wir einen anderen glücklich gemach, denn durch seine Ordnung hat er sich einen Euro verdient. Alles ohne Zwang und genau das ist der Sinn einer freiheitlichen Gesellschaft.
          „Daher auch die klare Ansage: Wenn etwas geändert zu werden hat, dann zuallererst Mal DAS VOLK und seine KLEINKARIERTHEIT.“ Weißt du wirklich wie man ein Volk ändert ohne Zwang und Gewalt auszuüben? Wenn ja, ziehe ich meinen Hut! Wenn nein, dann lass uns doch nicht an der Erschaffung eines neuen Menschen arbeiten, wie es alle Ideologien immer wollen. Lass uns den Menschen mit all seinen Fehlern hinnehmen und daraus etwas machen, ganz ohne Zwang und Gewalt.

          Im übrigen will ich dich nicht überzeugen! Du sollst dir deine eigene Meinung bilden.
          Und? Dann ist es deine Meinung, aber eben noch nicht die Meinung aller anderen. Im Grundkonsenz sollten wir uns darauf einigen Zwang und Gewalt abzulehnen, der Rest ist nicht so wichtig, denn weder Du noch ich, haben den Stein der Weisen gefunden. Und genau das macht eine freiheitliche Gesellschaft aus.

  3. freedomforce sagt:

    Die Schuldknechtschaft bezeichnet laut dem Bundesgesetzblatt eine Rechtsstellung oder LAGE, die entsteht, wenn ein Schuldner für seine Schuld persönliche Dienstleistungen verpfändet und diese Dienstleistungen nicht nach Dauer und nach ihrer Art begrenzt sind. (BGBl. 1958 II S. 203) Schuldner sind wir alle per Gesetz in diesem unseren gelobten Deutschland. Geht nicht? Geht doch, denn der Begriff wird laut Wikipedia folgendermaßen definiert: „Schuldner ist eine natürliche oder juristische Person, die aus einem vertraglichen oder GESETZLICHEN Schuldverhältnis eine Leistungspflicht trifft.

    Also argumentierst du, dass der Begriff Sklaverei nicht zutreffe, weil es gesetzlich anders definiert sei. Wenn das kein glücklicher Sklave ist, der sogar die Lesart seiner Herren für sich übernommen hat. Halte es besser mit Konfuzius, sonst wirst du irgendwann ganz freiheitlich eingekerkert sein. 😉

    • Lux sagt:

      Hallo Freedomdorce,

      zu keinem Zeitpunkt in diesem Artikel habe ich gesagt, dass der Begriff der Sklaverei nicht zutreffe. Mehr noch, folgendes waren meine Worte: „Wenn ich also mehr als ein halbes Jahr für den Staat arbeite, dann scheint selbst der Begriff der Sklaverei (der den gesellschaftlichen Zustand eher oberflächlich beschreibt) den Nagel auf den Kopf zu treffen.“

      Für eine genaue Beschreibung der Situation fand ich den Begriff der Sklaverei nicht ausreichend, weil er einen Zustand nur ungenügend beschreibt. Spezieller fand ich hier den Begriff der Schuldknechtschaft, weil er die Situation präziser beschreibt. Davon abgesehen, dass der Schuldknechtschaft die Sklaverei inhärent ist, werden die meisten Menschen nicht das Gefühl haben, versklavt zu sein, weil sie wie eingangs im Artikel beschrieben, ihre Ketten nicht spüren.

      „Wenn das kein glücklicher Sklave ist, der sogar die Lesart seiner Herren für sich übernommen hat.“ Ich persönlich finde die Definition einer Schuldknechtschaft sehr gut definiert, selbst wenn sie von „meinen Herren“ stammt. Ich bin gern bereit mir deine Definition von Schuldknechtschaft anzuhören, also wie lautet sie? Im übrigen, was impliziert deine Aussage? Wenn „meine Herren“ von der runden Erde sprechen, muss ich dann behaupten, sie sei eine Scheibe, um nicht ihre Leseart zu übernehmen?

      Ich persönlich denke, es ist wichtig, was jemand sagt und nicht wer etwas sagt. Somit kann wohl auch ein Sklavenbesitzer die Wahrheit aussprechen, oder?

      • Lux sagt:

        Entschuldige, Schreibfehler in der Anrede, freedomforce.

      • freedomforce sagt:

        “Wenn das kein glücklicher Sklave ist, der sogar die Lesart seiner Herren für sich übernommen hat.” Ich persönlich finde die Definition einer Schuldknechtschaft sehr gut definiert, selbst wenn sie von “meinen Herren” stammt. Ich bin gern bereit mir deine Definition von Schuldknechtschaft anzuhören, also wie lautet sie? Im übrigen, was impliziert deine Aussage? Wenn “meine Herren” von der runden Erde sprechen, muss ich dann behaupten, sie sei eine Scheibe, um nicht ihre Leseart zu übernehmen?

        Nö, aber wenn deine Herren Krieg als Frieden bezeichnen oder Sklaverei mit lila Watte ummanteln, damit es rechtschaffend klingt, spätestens, dann hast du das orwellsche Sklavensprech übernommen. Was ja bereits geschehen ist.

        Du schuldest der Mafia nichts, daher handelt es sich um einen schlechten Euphemismus für „in lila Watte gepackte“ Sklaverei. Du kannst alles Mögliche umdefinieren, doch die Realität bleibt bestehen.

  4. Hermann sagt:

    Hallo Lux,
    ich finde den Artikel total genial.

    Den „Neid „LINKS“ liegen lassen“, schöner kann man es nicht formulieren.

    Und die Logik zur Wahl ist klar. Die größten Verführer und ihre Unterstützer werden das System am schnellsten zum Ende führen. Liebe Wähler, wählt „LINKS“.
    Liebe Grüße
    Hermann

  5. Ferdinand sagt:

    Ich halte den Artikel für gut, bringt er doch einige wichtige Erkenntnisse, wie z.B. dass Steuern zutreffenderweise als Diebstahl/Raub und Sklaverei/Schuldknechtschaft anzusehen sind. Das grosse Problem -auch- in diesem Zusammenhang ist der Staat. Und der Staat, das sind nicht „wir alle“, sondern das ist diejenige Organisation, die in einem räumlich bestimmten Bereich das Gewaltmonopol innehat. Der einzelne Bürger hat kein Gewaltmonopol; die Gesamtheit der Bürger kann deshalb auch keines besitzen und dem Staat ein solches auch nicht zur Verfügung stellen. Deshalb kann die Gesamtheit der Bürger auch nicht „der Staat“ sein. Woher sein Gewaltmonopol herrührt: aus der Macht seiner Waffen. Dass „wir alle“ den Staat hinnehmen oder sogar unterstützen und ihn dadurch am Leben erhalten, hat viel mit der perfiden Ideologie namens Demokratie zu tun (siehe Hoppe: Demokratie, der Gott der keiner ist). Und dass der Staat aus bewaffneten Räuberbanden mit angemasstem Gewaltmonopol hervorging (siehe Oppenheimer: Der Staat), sich nie geändert hat und nie ändern wird, begreift jeder, der dieses Gebilde mit offenen Augen betrachtet.

  6. Lux sagt:

    Danke Hermann, danke Ferdinand für eure Resonanz. Es freut mich natürlich wenn es auch Kommentatoren gibt, den dieser Artikel uneingeschränkt gefällt. Und selbst wenn nicht, ich glaube wir Menschen können mit der Verschiedenartigkeit unseres Gleichen leben. Warum? Wenn uns etwas nicht passt, drehen wir uns um und wollen unsere Ruhe. Leider macht es der Staat nicht, denn der will sein Recht!
    LG
    Lux

  7. Kurt Gluth sagt:

    Hallo Lux,
    worum es hier auf Freiwilligfrei geht ist mir schon bewusst. Aber offenbar ist Dir entgangen, wovon ich geschrieben habe – dem realen Leben auf den Straßen dieses Landes. Und dort ist Macht schon etwas, das die Mächtigen nicht gern mit der Masse teilen wollen (weiter siehe letzter Schrieb).
    Lux, tu uns allen doch bitte einen großen Gefallen: Benutze Begriffe wie ‚MORAL‘ nicht so allumfassend gleichstellend. 1) ist Moral alles andere als gleich für alle Menschen, denn 1-1) versteht so ziemlich jeder unter Moral etwas anderes, 1-2) will so ziemlich jeder von gewissen Moral-Bestandteilen (oder komplett) Personen oder -Gruppen ausnehmen und 2) ist kein Begriff doppelzüngiger und von mehr ‚gespaltenen Zungen‘ in der Vergangenheit und Gegenwart mehr missbraucht worden als Moral.

    Lux, ist es moralisch, wie dieser Staat funktioniert?
    … dass dieser Staat so immer wieder per Wahl von großen Teilen der Bevölkerung in seinem Tun bestätigt wird?

    Das Beste ist es, Du legst das Wort ‚Moral‘ so weit weg, dass Du künftig nicht mehr in Versuchung kommst, es hier anzuwenden. 😉

    Nebenbei: Ich habe deswegen dieses Wort benutzt, weil ich es aus Deinem zuvor geschriebenen Posting aufgegriffen habe und auch gleich dessen mehr als fragwürdige Verwendung klar machen wollte. Zur Erninnerung: Du hattest das geschrieben: „Im übrigen hat Kaptal allein keine Macht, es ist immer der Staat und somit die Politik die dem Kapital Macht verleiht und somit die Moral untergräbt.”

    Lux, keine Idiologie will einen neuen Menschen erschaffen; es tun nur alle so, als ob das Befolgen ihren Irrglaubens den Glaubenden zum neuen Menschen machen könnte. Außerdem … was heißt, ob ich wüßte, wie man ein Volk Zwang- und Gewaltfrei ändern könnte? Das weiß eigentlich jeder, aber die Mittel stehen uns nicht zur Verfügung – die Massenmedien. Ihre Manipulation ist nach gängiger Definition lediglich ‚Unterhaltung’…

    Mich musst Du nicht überzeugen – ich dachte, das hättest Du gelesen. Du hast auch den Sinn meiner Aussage(n) verstanden, Lux. Warum nun versuchst Du überall, den Unwissenden zu markieren? Im Übrigen kannst Du bei aller Einäugigkeit kaum so blind sein zu sehen, dass ich s.e.h.r w.o.h.l eine eigene Meinung habe – und ganz sicher nicht erst seit gestern!

    @Ferdinand: So lange wir diesen Unsinn durch unsere Mandate immer wieder als ‚akzeptiert‘ ansehen, sind auch WIR dieser Staat, oooohh doch!
    „Der einzelne Bürger hat kein Gewaltmonopol; die Gesamtheit der Bürger kann deshalb auch keines besitzen und dem Staat ein solches auch nicht zur Verfügung stellen.” – das ist aber eine falsche Annahme! Unsere (selbst ernannten) Anführer und Häuptlinge, deren Fußvolk wir regelmäßig ‚wählen‘ sollen (was eine irreführende Bezeichnung des eigentlichen Vorganges ist. Denn wir haben nur die Wahl zwischen verschiedenen Volksbetrügern – aber Betrüger sind sie schließlich alle… was also sollen wir wählen? Das Übel aus den Übeln…?) nehmen dieses Monopol im Auftrag wohl einer Verfassung (welcher auch immer) und im Namen des Staates (wiederum: Welchen ‚Staates‘ auch immer) in Anspruch. Aber wenn wir als Volk uns das aus der Hand nehmen lassen, dann wollen wir es vielleicht auch gar nicht haben…?!? Wer übt es denn aus, dieses Monopol? Polizei? Das sind Polizisten – und wer ist das? Männer und Frauen DIESES VOLKES??? Bundeswehr? Das nun sind Soldaten – wiederum Männer und Frauen DIESES VOLKES.

    Noch einmal also: Wer hat dieses Monopol eigentlich inne? Wenn wir natürlich unfähig sind, uns als Volk zu begreifen, … tja, Pech gehabt!

    Die perdide Ideologie, in der wir uns befinden, IST keine Demokratie (und wenn sie auch noch so oft so genannt wird!) – wann will das endlich mal jemand begreifen? Ich würde es eher eine schön tapezierte Anarchie nennen, denn unter der Tapete einer geordneten Gesellschaft in einem geordneten Staat gärt es und die bekommen nachweislich mehr Recht, die über mehr Kapital (oder andere, zur Korruption verwendbare Ressourcen) verfügen, außerdem können diese sich nehmen, was immer sie wollen (na ja, von einigen kleinen Ausnahmen abgesehen).

  8. Tobias Poley sagt:

    @Lux: „Deine Frage, Freiheit oder Glück, zeigt, dass wenn sie jeder für sich beantworten will, so muss er wählen. Dieses Wählen impliziert immer Freiheit, also sollte sich die Frage damit eigentlich beantworten. […] Gern würde ich dir Recht geben, allerdings liegt eben nicht in jeder Entscheidung Freiheit. […] du und ich scheinen da ein gutes Beispiel zu sein, die eine bestimmte Grundhaltung haben. […] aber vielleicht macht es Sinn, diese Seiten hier noch einmal von Anfang an zu lesen.“

    Anm.: Manchmal fällt es mir schwer dir und anderen zu folgen da der Inhalt der Aussagen sich von Post zu Post unterscheidet, trotzdem danke ich dir für das Einkaufswaagengleichnis, das kannte ich noch nicht. 🙂

    @Equality 7-2521: Wiedermal sehr treffend zusammengefasst! Wovon befreien ermöglicht uns den genauen Zustand unseres jetzt zu beschreiben und hilft auch nach verstrichener Zeit zu Urteilen, wo hin uns der Weg geführt hat.

    @Dreamer: „Glückliche Sklaven sind nur solange glücklich, bis sie merken, daß sie Sklaven sind.“
    Equality 7-2521 hat mit seinem Trinkwasserbeispiel recht treffend beschrieben dass Sklaverei nicht immer und für jeden Unglück bedeutet. Ich kann mich nicht frei gegen das Wasser entscheiden ohne zu sterben (mal einen Lichtnahrungsansatz ausgeschlossen). Über das Glück oder Unglück anderer zu entscheiden steht keinem von uns zu. Glück kann man nicht austeilen oder vergeben. Zwang, so er nicht selbst gewählt ist, kann abgeschafft werden, dies kann unter Umständen auch zu Glück führen 🙂 –> Glück durch Freiheit fand ich vor einigen Tagen noch treffend, doch treffender beschreibt es: „Glück durch ausbleiben initiierender Gewalt“

    @ Kurt Gluth: Der Vorteil an Demokratie ist, dass das Volk seine Politiker verdient (selber Schuld wenn man sich für Sie entscheidet); Der Nachteil an Demokratie (Mehrheitsherrschaft) ist, dass darunter auch jene leiden, die sich garnicht oder anders entschieden haben. Es gefiel mir dass du dies gegenüber Lux anmerktest, nicht die Politiker trifft die alleinige Schuld sondern, wie Ihr es ausdrückt, der „Zahlmichel“. Ihn ist es auch, den Ihr für die rechte Sache gewinnen solltet. Sich auf den Kampf gegen die Politik einzulassen, pauschal alle Politiker und Wähler als Gewaltverbrecher zu bezeichnen, das schafft nur Feindbilder und diese schränken unser Denken ein!

    „ […] Und der kann mehr geben, der mehr hat – ganz einfach.“ – So recht du da hast! Wenn jemand Steuern einsammelt um sie anschließend als Subvention an die eigenen Wähler (Mehrheit) und sich selbst aus zuschütten, dann ist nicht der Lobbyist oder der Verteiler des Geldes der Böse oder Geizige. Man macht auch den Aktionären immer Vorwürfe warum sie denn so Geizig seien. Wenn wir Monopoly spielen versuche ich zu gewinnen und halte mich an die Regeln. Wenn ich gewinne, dann nicht aus Geiz sondern. Ich halte mich bei dem Spiel nur an die Regeln. Wenn ich jemandem während des Spieles einen Gefallen tu, dann nur damit das Spiel und meine „günstige“ Position noch weiter erhalten bleibt. Das Volk von unten umzukrempeln (z.b. durch einen Bürgerdialog) ist auf jeden Fall unterstützenswert, schreitet aber wahrscheinlich so langsam voran wie die Zeugen Jehovas (wahrscheinlich sogar noch langsamer, die Zeugen sind da konsequent^^). Ein libertärer politischer Weg, auch wenn er von den Betreibern dieser Seite nicht gerne gesehen ist, hat da mehr Erfolg. Grund: „Die Menschen haben alle 4 Jahre die Möglichkeit sich für weniger Abgaben und weniger Subventionen zu entscheiden, zudem ist den „erzogenen“ ein System ohne Staat suspekt und die Komfortzone lässt lieber alles beim alten“

    „die Massenmedien. Ihre Manipulation ist nach gängiger Definition lediglich ‘Unterhaltung“ – Hier sehe ich es ähnlich wie beim Wählen. Ich habe nichts gegen die Massenmedien außer dass sie mir eine Zwangssteuer aufdrücken und diese solidarisch nennen. Ich schaue mir keine Talkshow oder ähnliches an da es für mich keinen Wert hat. Trotzdem steht es mir nicht zu den Wert für andere zu bemessen. Dass dort nachweislich falsche Tatsachen verbreitet werden ist doch das Selbe wie in der Politik und auch dort, genau wie bei den „Massenmedien“ trägt jeder sein Stück Verantwortung.

    „was also sollen wir wählen?“ – Die Partei die nicht eine Umverteilung vorschlägt sondern eine konsequente Reduzierung des Staates (pdv). Dies kommt einer Entwaffnung über das Mehrheitswahlrecht gleich, auch wenn ich mich dadurch nicht wie die Betreiber dieser Seite als Gewaltverbrecher sehe.

    „Ich würde es eher eine schön tapezierte Anarchie nennen“ – hier empfehle ich „Kleine Geschichte des Anarchismus“ http://www.amazon.de/Kleine-Geschichte-Anarchismus-schwarz-roter-Leitfaden/dp/393904511X Denn „Chaos und Gewalt“ wird dem Begriff erst seit gewaltsamen Übergriffen in Spanien zugeschrieben. An sich bedeutet Anarchismus – „Ordnung ohne Herrschaft“ und beschreibt an sich eine Privatrechtsgesellschaft was von den Betreibern dieser Seite und auch von Partei angestrebt wird. Da die Verwendung des Begriffes (genau wie Anarchokapitalismus) allerdings hauptsächlich negativ besetzt ist („Massenmedien“^^) ist in unserer jetzigen Zeit der Begriff einer Privatrechtsgesellschaft, der hier auch von Prof. Dr. Hans-Hermann Hoppe treffend beschrieben wird, die geeignetere Wahl. http://www.misesde.org/?p=4035
    Wenn du allerdings das Wort Anarchismus als Negativen Ausdrucksverstärker verwenden wolltest, dann bietet sich vielleicht das Wort „Sozialismus“ an 🙂

    @freedomforce: Zu beginn etwas dass mich persönlich interessiert. Übersetzt sich dein „force“ als Verb: zwingen, erzwingen, drängen oder als Substantiv: Gewalt, Macht, Truppe, Wucht, Druck, Zwang, Einfluss?

    Nun zu meiner Anmerkung die auch Lux betrifft. Der Bürger als natürliche Person ist wo genau einen Vertrag mit der freiwillig gewählte Regierung eingegangen, dass er für alle bisher angehäuften Schulden anteilig aufkommen muss? Die deutsche Sprache ist sehr präzise. In eine Schuldknechtschaft komme ich wenn ich mir etwas zu Schulde kommen gelassen habe. Dies kann in einer Privatrechtsgesellschaft z.B. das Verletzen fremden Eigentums (Personenschaden) sein wenn ich mich dagegen nicht versichert habe. Zwar reden die Politiker von „unseren Schulden“ doch ist es in meinen Augen nur die Möhre welche vor den Esel gehalten wird, besser sogar die Peitsche, denn einen Anreiz stellen „Ihre“ Schulden für mich nicht da. Nach meiner Ansicht sind weder „Schuldknechtschaft“ noch „Sklaverei“ treffende Begriffe für unseren Zustand, oder kennt Ihr Sklaven die sich selbst „frei wählen“ dürfen?

    @Hermann: Auch wenn wir bezüglich einer „Wahl“ sicher unterschiedlicher Auffassung sind, ist es eine Genugtuung dass ich nicht der einzige bin, der in Gedanken durchgespielt hat, was es bringen würde, möglichst sozialistisch zu wählen um somit den Zusammensturz des Systems zu beschleunigen.

    @Ferdinand: „Und der Staat, das sind nicht “wir alle”, sondern das ist diejenige Organisation, die in einem räumlich bestimmten Bereich das Gewaltmonopol innehat.“ – Um so größer der Bereich um so geringer die Wahrscheinlichkeit eines Monopols. Der Staat versucht das Gewaltmonopol zu bekommen in dem er genau wie im Nationalsozialismus oder in der DDR das Volk entwaffnet (aus Angst). Doch hätte er das Gewalt“monopol“ würde es außer von Ihm selbst ausgehend, keine Gewalt unter den Menschen geben. Grade da er das Gewaltmonopol nicht hat und auch nie haben kann, ist es so wichtig ihn abzuschaffen. Ein Einbruch bewaffneter führt in der Regel zu Verlust (an Hab und Gut oder dem eigenen Leben/Gesundheit) da der Staat das Gewaltmonopol nicht hat. Der Staat schützt sich selbst und beschränkt seine „Innere Sicherheit“ auf das Aufstellen von Kameras um alles gut dokumentieren zu können. Ansonsten gebe ich dir Inhaltlich natürlich recht.

    ___________________________________________________

    Freiheit

    Frei kannst du nur sein,
    wenn selbst der Wunsch
    und die Suche nach der Freiheit
    dir wie ein Joch erscheinen
    und wenn du aufhörst von der Freiheit
    als Ziel und als Erfüllung zu sprechen.

    Das Erhoffte und das Gefürchtete,
    das Abstoßende und das Anziehende,
    das – wonach du strebst,
    und das wovor du fliehst,
    all das treibt dich um,
    wie untrennbare Paare
    von Licht und Schatten.

    Und wenn der Schatten blasser wird und verschwindet,
    wird das Licht das zurück bleibt,
    der Schatten von einem anderen Licht.
    Und so wird deine Freiheit,
    wenn sie ihre Fesseln verliert,
    selbst zur Fessel einer größeren Freiheit.

    Wirklich Frei wirst du nicht,
    weil deine Tage ohne Sorge
    und deine Nächte ohne Not und Kummer sind,
    sondern weil du dich –
    obwohl diese Dinge dein Leben begleiten,
    nackt und frei über sie erhebst.

    Quelle: Klassikradio Loungechannel, von mir mitgeschnitten (nach mehrfacher Anfrage konnte man den Song leider weder als mp3 finden noch mir sagen von wem der Text ist) und hier hochgeladen http://www.youtube.com/watch?v=rw6i_8B8zVI

    Freisinnige Inselgrüße
    Tobias

  9. Lux sagt:

    @ Tobias Poley:
    „Der Bürger als natürliche Person ist wo genau einen Vertrag mit der freiwillig gewählte Regierung eingegangen, dass er für alle bisher angehäuften Schulden anteilig aufkommen muss?“

    Selbstredend ist der Bürger keinen Vertrag eingegangen. Ich hatte geschrieben, wie sich eine Schuldknechtschaft definiert. Weiter bin ich darauf eingegangen, wie sich der Begriff des Schuldners definiert. Die Leistungspflicht die mich als Schuldner trifft, kann sowohl vertraglich als auch gesetzlich zementiert werden. Und genau hier habe ich das Problem beschrieben. Die Bürger werden durch den Staat gesetzlich zu Schuldnern gemacht und eben nicht durch Verträge. Gerade weil es keinen Vertrag gibt, spricht man eben deshalb auch von Bemächtigung der Lebenszeit und der Arbeitsleistung, die Merkmale einer Sklaverei oder präziser einer Schuldknechtsschaft. Eigentlich war das ziemlich eindeutig beschrieben.

    @Kurt Gluth:

    Gerade der Begriff der Moral ist in einer freiheitlichen Diskussion wichtig. Ich weiß nicht, wie sie Moral definieren, aber offensichtlich scheint ihre Definition eine andere zu sein. Selbstverständlich ist es unmoralisch wie dieser Staat hier funktioniert, da scheinen wir uns ja einig zu sein.

    Die Unmoral liegt schon im Kern eines (jeden) Staates.

  10. Tobias Poley sagt:

    Nach dem wir festgestellt haben das wir mit dem Staat keinen Vertrag eingegangen sind, würde mich nun der Gesetzestext interessieren der für unsere „Schuldknechtschaft“ verantwortlich ist?!

    Ich will dir nicht grundlegend widersprechen, wenn wir heute eine Besteuerung von 70% haben und damit von Januar bis Mitte August für den Staat arbeiten (also nicht 6 Monate sondern 8,4 Monate / Quelle: http://sachsen-anhalt.parteidervernunft.de/ihre-skandal-se-abgabenlast da ist nun aber noch der Rundfunkbeitrag als Zusatzsteuer dazugekommen).

    Doch wie ich bereits schrieb, in einer Schuldknechtschaft landet man wenn man sich etwas zu Schulden kommen gelassen hat und dies abarbeiten muss. Bin ich nun unschuldig, kann man mich auch nicht rechtens Schuldig sprechen; Dies können gerade Menschen bezeugen die eine Personenstandserklärung abgegeben haben und nun frei von Schulden sind. Daher erinnert mich das eher an einen kleinen Jungen der von seinen „vermeintlichen“ Freunden angeschwärzt wird für etwas das er nicht getan hat und nun die Strafe abarbeitet ohne zu begreifen dass er eigentlich im Recht ist und sich nichts abarbeiten muss.

    Freisinnige Inselgrüße

    • Lux sagt:

      Hallo Tobias,

      ich kann nicht wirklich erkennen, was sie jetzt genau wollen. Ich hatte etwas von mehr als 6 Monaten geschrieben, die wir für den Staat arbeiten und hatte dabei offensichtlich andere Quellen als sie. Aber selbst wenn ich nach ihren Quellen länger für den Staat arbeite, ändert es nichts an den von mir beschriebenen Merkmalen der Schuldknechtschaft, nämlich der Bemächtigung der Lebenszeit auf der einen und der Arbeitsleiszung auf der anderen Seite.

      Weiter würde dich der Gesetzestext für unsere Schuldknechtschaft interessieren.
      Laut Definition von Wikipedia: „Schuldner ist eine natürliche … Person, die aus einem … GESETZLICHEN Schuldverhältnis eine Leistungspflicht trifft.“ Dieses gesetzliche Schuldverhältnis wird in Deutschland durch die Steuergesetze des Bundes, Landes und der Kommunen geregelt. Ein weiteres Merkmal der Schuldknechtschaft ist, wenn der Schuldner seine Dienstleistungen verpfändet und diese nicht nach Art und Dauer begrenzt sind. Dieses Datum, ab wann ein jeder einzelne wieder für sich arbeitet ist nicht begrenzt sondern schwankt von Jahr zu Jahr. Auch die Art ändern sich permanent und nach Gutdünken der Räuber in Bund, Länder und Kommunen. In diesem Wahljahr diskutieren die Räuber wieder aktuell über die Art (wem sie mehr und wem sie weniger wegnehmen).

      Demzufolge entspricht dein Satz „Doch wie ich bereits schrieb, in einer Schuldknechtschaft landet man wenn man sich etwas zu Schulden kommen gelassen hat und dies abarbeiten muss.“ nicht der Realität.
      Denn zu Schuldnern werden wir alle gesetzlich gemacht und da Art, Umfang und Dauer der verpfändeten Dienstleistungen willkürlich durch die Räuber festgelegt werden, sind somit auch alle Merkmale für eine Schuldknechtschaft erfüllt.

      Beste Grüße

      Lux

      • Tobias Poley sagt:

        Oh, Wikipedia lovs Orwellsches Neusprechdeutsch ^^

        „Dieses gesetzliche Schuldverhältnis wird in Deutschland durch die Steuergesetze des Bundes, Landes und der Kommunen geregelt.“ – Wenn ich dich um den Gesetzestext bitte um deiner These auch eine Quelle zu unterlegen, dann brauche ich keine Gesetzbücher. Wenn ich dir sage dass die Lösung all unserer Probleme in der Bibel zu finden ist, wirst du dich auch nicht hinsetzen und das Buch durchlesen bis du wie durch Zufall auf das siebte Gebot stößt.

        Übrigens zu deiner Definition hab ich das hier mal herausgesucht: „Schuldknechtschaft ist eine Form der Haftung, bei welcher der Schuldner in die Gewalt des Gläubigers gerät. In Schuldknechtschaft gerät ein Bürger, der in Notlagen (z.B. Missernte usw.) aufgenommene Schulden nicht abtragen oder die Zinsen nicht tilgen kann. Dann drohen ihm verschiedene Formen der Abhängigkeit. Quelle: Jura Magazin

        Es ist zudem befremdlich dass du meine konstruktive Kritik als Persönlichen Angriff zu sehen scheinst. Es ist nicht nötig mich abwechselnd zu „Siezen“ und zu „Duzen“, ich schrieb bereits weiter oben das es schwierig ist wenn sich der Inhalt der Post ändert, das selbe ist natürlich auch bei der Anrede der Fall. Es reicht wenn du mich Duzt, schließlich wollen wir doch das selbe Ziel!

        Freisinnige Inselgrüße

        • Lux sagt:

          Gut Tobias, bleiben wir beim Du.

          Ich sehe deine Kritik mitnichten als persönlichen Angriff, allerdings fällt es mir schwer die von dir beigefügte Konstruktivität zu erkennen.

          Wie ich beschrieben habe, werden die Steuergesetze nicht nur zentral erlassen, sondern auch noch in Ländern und Kommunen. Dazu kommen Zwangsabgaben die nicht unbedingt als Steuern deklariert sind, z.B. GEZ; IHK; Genossenschaften etc. Es steht dir frei, herauszusuchen, wer in welchem Bundesland oder Kommune zahlen muss und warum. Wenn es nur ein oder zwei Quellen gewesen wären, dann hätte ich sie dir bestimmt genannt, so allerdings würde es mich freuen, wenn du dich selbst bemühst.

          Deine Definition aus dem Jura Magazin freut mich, ist jedoch irreführend und unvollständig.

          „In Schuldknechtschaft gerät ein Bürger, der in Notlagen (z.B. Missernte usw.) aufgenommene Schulden nicht abtragen oder die Zinsen nicht tilgen kann. Dann drohen ihm verschiedene Formen der Abhängigkeit.“

          Genau genommen beschreibt dies nur die Schuld, denn vorher waren es Verbindlichkeiten. Wenn diese Schuld (z.B. dürch einen Gönner oder Sponsor) getilgt wird, gibt es keine Abhängigkeit mehr. Für die Knechtschaft ist es nämlich die Vorraussetzung, das die Schuld eben nicht nach Art und Dauer begrenzt ist.

          Deine Definition spricht nur von einer Lage, im speziellen Notlage und ist daher unvollständig. Denn es ist eben auch möglich durch eine Rechtsstellung zum Schuldner zu werden.

          Es ist schließlich keine Notlage sondern eine „Rechtsstellung“, die mich veranlaßt ans Finanzamt zu zahlen.

          Ich habe soeben den Artikel im Juramagazin gefunden und du solltest ihn nochmal lesen, denn er ist in der Vergangenheitsform geschrieben. Im Original liest es sich dann so: „Schuldknechtschaft — im Altertum Form der Haftung, bei welcher der Schuldner in die Gewalt des Gläubigers geriet.“ Und der Artikel ist wesentlich ausführlicher und scheint von dir stark eingekürzt worden zu sein. Die Verkürzung sowie die Vergangenheitsform (die du in die sprachlich in die Gegenwart gewandelt hast) scheinen meine zitierte Definition der Schuldknechtschaft also mitnichten ad absurdum zu führen.

          Ich kann somit immer noch nicht erkennen was du von mir willst, denn das wirklich konstruktive in deiner Kritik erschließt sich mir nach wie vor leider nicht.

          In diesem Sinne

          Lux

          • Tobias Poley sagt:

            Asche über mein Haupt dass ich die Zeilen in die Gegenwart gesetzt habe und die ganzen Arten der Bestrafung nicht mit aufzählte. Ich halte den Begriff Schuldknechtschaft den du verwendest jedoch für wichtig. Wenn wir uns per Definition in einer Schuldknechtschaft befinden wäre es rechtens wenn wir unsere „Schuld“ abarbeiten müssen. Ich selbst bin nur leider äußerst ungern Schuldner und lasse mir das auch ungern durch eine kopierte Wikipediadefinition einreden. Ich habe daher noch mal einen Freund angeschrieben wie sich „heutige Schuldknechtschaft“ definiert. Weiterhin habe ich mal weiter nach Definitionen gesucht, dieses mal auch die Zeitform beibehalten damit es dadurch nicht zu Unstimmigkeiten kommt.

            Schuldknechtschaft
            Schuldknechtschaft (Obnoxiation) ist eine Rechtsstellung oder Lage, die dadurch entsteht, dass ein Schuldner als Sicherheit für eine Schuld seine persönlichen Dienstleistungen oder diejenigen einer unter seiner Kontrolle stehenden Person verpfändet [und] wenn der [] Wert dieser Dienstleistungen …
            Gefunden auf http://de.wikipedia.org/wiki/Schuldknechtschaft

            Schuldknechtschaft
            ist die Überführung des nichtleistenden Schuldners in die Knechtschaft. Der Zugriff auf die Person des Schuldners steht im Mittelpunkt des klassischen römischen Zivilprozesses. Die S. ist auch dem germanischen und mittelalterlichen Recht bekannt. Danach wird sie von der -> Schuldhaft abgelöst.
            Gefunden auf http://koeblergerhard.de/zwerg-index.html

            Schuldknechtschaft
            Schuldknechtschaft, im römischen und germanischen Recht Form der Zwangsvollstreckung gegen zahlungsunfähige Schuldner, durch die diese ihre Rechtsfähigkeit verloren und Sklaven wurden. Ursprünglich war der Schuldner der Willkür des Gläubigers ausgesetzt, später entstand ein Dienstverhältnis unter Wa…
            Gefunden auf http://www.enzyklo.de/lokal/42134

            Schuldknechtschaft
            Brauch, nach dem der Schuldner seine Schuld bei dem Gläubiger durch Dienstleistungen, unter Verzicht auf persönliche Freiheit, abträgt (s. Hörige).
            Gefunden auf http://www.ub.bildarchiv-dkg.uni-frankfurt.de/Bildprojekt/Le

            Schuldknechtschaft
            Schuldknechtschaft. Einer, der eine dingliche Schuld nicht erledigen konnte, konnte vom Gläubiger in Knechtschaft genommen werden. Nach fränk. Recht konnte der Gläubiger sich dabei der Selbsthilfe bedienen, später fiel die ûberführung in Schuldknechtschaft in die Befugnis eines Richters. Aus der Ver…
            Gefunden auf http://www.mittelalter-lexikon.de

            Schuldknechtschaft
            Schuldknechtschaft , im Altertum ein Exekutionsmittel zur Beitreibung von Schulden, vermöge dessen sich der Gläubiger den säumigen Schuldner zum Sklaven machen, ja nach dem römischen Gesetz der zwölf Tafeln sogar töten konnte. Die S. wurde in Rom durch die Lex Poetelia (325 v. Chr.) in eine mi…
            Gefunden auf http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=114557

            Ich will übrigens gar kein Recht, frage mich allerdings, wenn alle Definitionen immer vom ableisten der Schulden sprechen und nur Wikipedia schreibt dass man per Gesetz einfach zu Schuldner erklärt werden kann, dann muss es doch einen Gesetztext geben der besagt, Hier hast du oder deine Vorfahren sich etwas zu Schulden kommen lassen, deshalb musst du das zurückzahlen. Mit den Wiedergutmachungsschulden nach einem Krieg kann man das noch in etwa nachvollziehen, Doch generell alle Steuern die mir auferlegt werden als Zahlungen von Wiedergutmachungen zu sehen widerstrebt mir, gerade da das Tilgen nicht rückläufig bezahlt wird sondern wie beim Umlageverfahren unserer Rente als Vorschuss bezahlt werden muss, da wir uns in der Zukunft eventuell verschulden (in Abhängigkeit geraten) könnten.

            Akzeptiere ich die Wikipediadefinition und sehe es als rechtens an, Schuldner zu sein, beuge ich mich einem Schicksal dessen Schmied mein Unterdrücker ist. Klar werden wir besteuert, ich halte dies jedoch nicht für rechtens und sehe mich auch nicht als Schuldner sondern als Beraubter, der Staat unterstellt mir Unmündigkeit, erpresst Geld/Lebenszeit und droht mir mit Waffengewalt wenn ich es nicht zahle, ohne dass ich mir etwas zu schulden kommen gelassen habe. Spannend an der Stelle dass es angeblich Menschen zu geben scheint die sich von Ihrer Juristischen Person trennen und mit Ihrer Personenstandserklärung schlagartig alle schulden los sind?!

            Wenn ich die Möglichkeit habe, warum wird das nicht von FwF als einer der Auswege näher thematisiert? Freiwillig Frei hat mir in diesem Artikel weiß machen wollen dass ich ein Schuldknecht bin, in einem anderen Artikel bin ich ein Gewaltverbrecher … aber das möchte ich alles nicht, wie Ihr wünsche ich mir eine Privatrechtsgesellschaft.

            Ich warte nun mal die Antwort des Freundes ab, der mir hoffentlich eine aktuelle juristische Definition liefert die hier mehr Aufschluss gibt.

            Freisinnige Inselgrüße

          • Lux sagt:

            Hallo Tobias,

            jetzt erahne ich auf was du hinaus willst.
            Vorab noch kurz zu deinen geposteten Definitionen oder deren Ansätzen. AUch wenn dort Schuldknechtschaft drüber steht, geht es in erster Linie um das „Schulden“. Sobald diese Schuld durch den Schuldner oder eine andere Person getilgt wurde, ist diese Knechtschaft beendet.
            Mir ging es in diesem Artikel jedoch um eine Schuldknechtschaft im Sinne von Sklaverei. D.h. Art und Umfang der Leistungen die ein jeder Bürger an den Staat zu leisten hat ist nicht begrenzt. Mehr noch, wer viel arbeitet, kreativ, innovativ etc. ist, zahlt sogar mehr als der, der den ganzen Tag auf der „Frucht“ liegt. Und nach jeder „Wahl“ läuft der Produktive Gefahr, dass den neuen Machthabern die Abgaben nicht reichen und sie noch tiefer in die Tasche des Bürgers greifen.

            Jetzt zum unangenehmen Teil. Ja, du bist ein Schuldknecht, zumindestens in den Augen der Herrschenden. In meinen Augen bist du es selbstverständlich nicht, sondern eben ein Beraubter, dem man Lebenszeit und Arbeitsleistung stiehlt.

            Der Artikel dient jedoch dazu, Menschen die Augen zu öffnen. Die meisten Menschen sehen Steuern eben nicht als Diebstahl an und fühlen sich als Schuldner, wenn sie gegenüber dem Finanzamt säumig werden, nachzulesen bei Wikipedia unter dem Begriff „Stockholmsyndrom“. Im übrigen stehe ich Wikipedia auch kritisch gegenüber, allerdings halte ich nicht jeden Artikel für orwellsches Neusprech. Selbst der Artikel über Anarchokapitalismus ist für einen Einstieg in diese Thematik, für „erste Antworten“ und weiterführende Literatur halbwegs gelungen.

            Im übrigen habe ich auch schon von solchen Personenstandserklärungen gehört, kann allerdings mangels Wissen nicht darüber berichten. Zur Zeit macht es eine Bekannte und inwieweit sie damit Erfolg haben wird, läßt sich für mich noch nicht abschätzen. Sollte ich dazu mal mehr erfahren, kann ich es ja mal thematisieren. Allerdings ob es als Ausweg geeignet ist, bezweifle ich, denn hier wird die staatliche Mafia mit Sicherheit ganz schnell ihre Felle wegschwimmen sehen.

            So ich freue mich zum Abschluß über die Antwort deines Freundes und damit verbunden die Veröffentlichung einer aktuellen Definition der Schuldknechtschaft.

            In diesem Sinne

            Lux

  11. Apo sagt:

    Super Artikel!
    Wie sagte es Goethe doch bereits so treffend: „Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt, frei zu sein.“

  12. Kurt Gluth sagt:

    Es ist schade zu sehen, wie hier ein ums andere Mal absichtlich partiell aneinander vorbei geredet wird, nur um ‚Recht‘ zu haben. Begriffe, deren Bedeutung weitgehend klar aus einem Kontext hervor gehen, werden in Antworten nach eigenem Gutdünken ‚umdefiniert’… kurz: Man redet von Freiheit im Denken und verdreht das Ganze mit aus der Politik bekannt-berüchtigten Methoden.

    Teilweise könnte man diese Seite für einen Online-Plenarsaal halten – und gelernt wird – hier wie dort – N.I.C.H.T.S.

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