Voluntarismus ist Freiheit und Freiheit steht im Widerspruch zu Politik. Deshalb ist es auch so schwierig, den Voluntarismus im herkömmlichen politischen Spektrum einzuordnen. Aber wo befindet sich der Voluntarismus nun im Vergleich zu den politischen Parteien und ihren Parteiprogrammen? Der Voluntarist Oliver Heuler hat auf seiner Homepage www.voluntarist.de anschaulich erklärt, dass die Freiheit als Merkmal zur Einordnung politischer Parteien ausgeblendet wird. Stattdessen wird immer wieder auf das Links-Rechts-Schema verwiesen. Die Ursache dafür ist, dass jede Politik immer gegen die Freiheit gerichtet ist.

 

 

21 Responses to Voluntarismus, Politik und Freiheit

  1. Michael Mahrenholz sagt:

    Herzlichen Dank für die echte Aufklärung,der Mensch muss erst seine innere Freiheit mit der äusseren verbinden erst dann hat er/sie seine Zukunft und seinen gelebten Frieden.

  2. Zef sagt:

    >Voluntarismus ist Freiheit und Freiheit steht im Widerspruch zu Politik

    Der freie Geist wird aus dem Satz des Widerspruchs, des Ausschlusses geboren. Ausschluss aber ist das gerade Gegenteil von Mediation.

    Markt oder Befehl

    Das Entweder-Oder ist die Kategorie des Wirklich-Existentiellen.
    Der Einzelne ist die Kategorie, durch die die Zeit, die Geschichte, das Geschlecht hindurch muss.

    Der Einzelne ist mehr als die Art.

    „Wenn man gelernt hat, dass jeder Schuljunge “wir” sagen kann, dann lernt man, dass es doch ein bißchen mehr bedeutet “einer” zu sein; und wenn man sieht, dass jeder Kellerwirt das Spiel spielen kann, “die Menschheit” zu sein, so sieht man zuletzt ein, dass es mehr ist, ein einfacher Mensch recht und schlecht zu sein, als auf diese Weise ein Gesellschaftsspiel zu spielen“ (Kierkegaard).

    Nicht leicht verständlich für eine Zeit, die sich ins große Sowohl-als-auch hineingefaselt hat. Als dialektische Arche diente der hegelsche Dreitakter: Position, Negation, Mediation – These, Antithese, Synthese.

    Die „omnipotente Symbiose“ ist das „goldene Kalb“, ein glänzendes Etwas, das der Mensch ergreift – und selber zu gar nichts wird. Das ist die „Freiheit“ Rousseaus: völlige Auflösung der Individualität in der omnipotenten Symbiose.

    Der omnipotent symbiotische Staat ist ein monströser totalitärer Apparat mit unendlichem Anspruch, unendlicher Anmaßung, unendlicher Destruktivität und unendlichem Hass auf alles Voluntaristische, Proprietäre.

    Liebe Grüße
    Zef, der ich da bin

  3. Tom sagt:

    Laut Wikipedia wird im Kommunismus nichts verstaatlicht sondern vergesellschaftet.
    Im Kommunismus stirbt der Staat ab, also irgendwas stimmt hier nicht.

    • Christian Felix sagt:

      Ich denke der Grund warum das nicht funktioniert, bzw. noch nicht funktioniert hat ist, dass neu geschaffenes immer im direkten Bezug zum Schöpfer steht.

      Zuerst war wohl das Baby. Der direkte Bezug zu den Eltern sollte selbstverständlich sein.
      Der Sperr dürfte auch ziehmlich lange in der Hand des Erbauers geblieben sein, so wie das Rad, die Dampfmaschine, etc.

      Kommunismus ohne Staat kann deswegen nicht durch Regierungsformen entstehen, sondern nur durch freiwillige Interaktion derer, die sich das wünschen.

    • depublished sagt:

      Wikipedia??? Eine Quelle, die z.B. eigentümlich frei in die rechte Ecke rückt, kann man doch nicht ernstnehmen.

  4. markus_eserver sagt:

    Ich finde, besser kann man das Video kaum machen…
    Großes Lob!

  5. freedomforce sagt:

    Wer NPD und Republikaner ernsthaft mit Faschismus gleichsetzt, der hat zu viel stalinistische Propaganda konsumiert. Die allseits beliebte Verharmlosung der Nationalsozialisten als Faschisten wird schon bei Roland Baader thematisiert. Um den Kult vom ewigen Deutschnazi aufrecht zu erhalten, werden halt Kostümnazis instrumentalisiert. 😉

    Es ist die übliche Vernebelungsstrategie, um das gleiche ideologische Fundament zu vernebeln. Es sind allesamt sozialistische Parteien.

    @Tom alias Kaviar Kommmunist

    Wenn du glaubst, dass die kommunistische Utopie ohne initialen Zwang und Gewalt möglich wäre, dann bist du ein Träumer. Wikipedia ist in Sachen Ideologie ziemlich verkleistert.

  6. freedomforce sagt:

    China ist weiterhin kommunistisch, und das ohne verstaatlichte Unternehmen. Ob der Staat das Unternehmertum seinem Befehl unterordnet, es also indirekt verstaatlicht oder sich selbst als Unternehmer betätigt unterscheidet sich nur graduell, um zur Differenzierung herangezogen zu werden.

    • HeterOekonom sagt:

      Ein bekannter Sozialist sagte einst (sinngemäß wiedergegeben): „Warum soll ich die Unternehmen sozialisieren, wenn ich die Menschen sozialisieren kann?“

  7. Für viele sind die Begriffe Kommunismus und Faschismus so sehr polarisierend, dass sie weder das eine noch das andere als erstrebenswert empfinden.
    Die meisten vernünftigen Menschen springen auf den Zug der Demokratie auf. Die Politik sowieso.

    Und dass ist die schwierigste Herausforderung für die Libertären: den Menschen klar machen das die Demokratie ebenfalls auf Gewaltinitierung und Zwang beruht.

    Wir haben in der Schweiz die sog. direkte Demokratie.
    Faktisch ist es die Macht der Minderheit. Dazu mehr auf meinem Artikel:
    http://wertfreiheit.wordpress.com/2012/12/19/demokratie-die-macht-der-minderheit/

    Was ist für die Staatsgläubigen erstrebenswerter als die direkte Demokratie?

  8. Stalin sagt:

    Eure Erklärungsmuster erinnern mich an die Zeugen Jehovas. So wie ihre Erklärungsversuche sind auch Eure naiv und falsch sowieso. Eure Interpretation von innerer und äußerer Freiheit mutet anarchistisch an, sie ist es aber bei weitem nicht. Den er lehnt die Herrschaft des freien Kapitals ab, wie er jede Form von Obrigkeit ablehnt. Eure Erklärungen sind nichts weiter wie neoliberales Geschwätz Als Lohnabhängiger bin ich auf Gedei und Verderb davon abhängig wie der „freie Unternehmer“ sein Kapital und seine Produktionsmittel einsetzt. Da ist schon Schluss mit innerer und äußerer Freiheit.
    So und jetzt noch was zum Thema Faschismus als verkleideter Sozialismus. Dass sich die NSDAP mit Versatzstücken aus der sozialdemokratischen und kommunistischen Arbeiterbewegung geschmückt hat, sei hier nur am Rande erwähnt. Das deutsche Kapital, dass großes Interesse an der Machtergreifung der Nazis hatte und dies auch tatkräftig unterstützt hat, und in Verbindung mit den reaktionärsten Kräften des Bürgertums und des Adels den Niedergang der Weimarer Republik befördert hat, wird bei Leuten wie Euch immer gern verschwiegen. Während der faschistische , national“sozialistische“ Saat heillos verschuldet war, haben die Kapitalisten gigantische Profite eingefahren, durch Krieg und Zwangsarbeit. Kommunisten, Sozialdemokraten, Christen und Gewerkschafter, um nur einige zu benennen sind in Gefängnissen und KZ´s ermordet und gefoldert worden. Eure Gleichsetzungen sind nicht nur geschmacklos, ich finde sie zum kotzen.

    • gebull sagt:

      an sich großes word an stalin, bis auf die behauptung faschismus und kommunismus würden gleichgesetz werden.
      das werden sie nicht. was aber an faschistischen und an staatsozialistischen konzepten aber gleichermaßen (zu recht) kritisiert wird, ist der zwangskollektivismus.
      ich finde es wichtig das zwischen leuten wie uns (ich geh mal davon aus das ich dich irgendwo zwischen marxist und anarcho einordnen kann) und zwischen libertären endlich ein vernünftiger diskurs stattfindet.
      wir schreiben uns alle ideologiekritik auf die fahne, wollen keine macht von menschen über menschen und lehnen regierungen und nationalstaaten ab.
      es kann doch nicht sein, was man sich wegen eigentumsrecht und waffenbesitz so krass in der wolle liegen kann.

    • Hildegard sagt:

      Und deiner Meinung nach gib es keine Lösung aus diesem Teufelskreis auszubrechen! Ich mache mir seit geraumer Zeit Gedanken darüber, wie ich die Freiheit meiner selbst mit der Gesellschaft in der ich lebe in Einklang bringen kann! Die Abhängigkeit in der wir leben ist schwerlich abzulegen( Erdloch bauen und als Eremit leben, in ein Land ziehen, wo man von der Natur lebt[sagt mir wo das noch möglich ist] Buddhist werden und jeden Tag Reis sammeln, auch ne Abhängigkeit ). Das das System nicht funktioniert und die einzelnen Formen der Systeme alle samt nicht die Freiheit bringt, die wir hier versuchen zu propagieren zeigt, wie schwierig die letztendliche Umsetzung ist! Es ist wie es ist, nur einen endgültige Abkehr des althergebrachten kann zur endlichen Freiheit führen! Und diese Abkehr wird erst einmal sehr böse aussehen!

      • Zef sagt:

        >Ich mache mir seit geraumer Zeit Gedanken darüber, wie ich die Freiheit meiner selbst mit der Gesellschaft in der ich lebe in Einklang bringen kann!

        Hallo Hildegard!

        Ich habe für mich einen Weg gefunden, der nicht so leicht verständlich zu machen ist. Die knappe Antwort lautet: durch eine Doppelbewegung.

        Man ergreift „die Welt“, nachdem man vollständig resigniert hat. Diese Bewegung wird alltäglich, wieder und wieder, vollzogen, doch immer nur so, dass man „die Welt“ nicht verliert, sondern ganz und gar gewinnt.

        Das ist der Weg der „Ritter der Freiheit“, genauer: der Ritter des Glaubens an die Freiheit. In dieser „Bewegung“ ist jeder Mitglied, der den Mut dazu hat, sich selbst einzuführen.

        Die „Bewegung“ beweist ihre Universalität dadurch, dass sie überhaupt keinen Unterschied macht zwischen Mann und Frau

        Aber: der eine Ritter der Freiheit kann dem anderen überhaupt nicht helfen, denn es geht ja darum, dass ein jeder, Frau wie Mann, seinen eigenen Anfang ergreift.

        Der Freiheitsritter resigniert also in Bezug auf das Allgemeine, um der Einzelne, sein eigenes „Original“ zu werden.

        Man ist nicht für „die Welt“ verloren, nur weil man sie überwunden hat. Ganz im Gegenteil: nun kann man sie „gebrauchen“, ohne sie zu „missbrauchen“.

        Was ist also hier und jetzt zu tun?

        „Ich habe nur eine Antwort: verzweifle!
        nicht als Zustand, in dem Du verharren sollst, sondern als eine Tat, die der Seele ganze Kraft, ganzen Ernst und ganze Sammlung erfordert“ (Kierkegaard, Entweder-Oder: Ästhetisches/Ethisches)

        Liebe Grüße, Zefanja

        • Hildegard sagt:

          Danke Dir! Obwohl es für mich schwer ist! “ Ich weiß das ich verstanden habe, aber in dem Moment, wo ich verstanden habe, habe ich verstanden, das ich nichts verstanden habe! “ Trotzdem Danke, ich muss noch viel lernen!

        • Katrin Leone sagt:

          Verzweifeln ist wirklich eine gute Empfehlung. Ich mag Kierkegaard.

    • Kawaphil sagt:

      @ Stalin

      Kapital:
      Unter Kapital im volkswirtschaftlichen Sinne kann man alle bei der Erzeugung beteiligten Produktionsmittel verstehen, d. h. der Bestand an Produktionsausrüstung, der zur Güter- und Dienstleistungsproduktion eingesetzt werden kann. Diesen Bestand nennt man auch Kapitalstock und enthält Güter wie Werkzeuge, Maschinen, Anlagen u.s.w., also Güter, die in einem früheren Produktionsprozess erzeugt wurden.
      Das Kapital in diesem Sinne ist der dritte Produktionsfaktor neben Arbeit und Boden.

      Als Lohnabhängiger (wie Sie sich bezeichnen) sind Sie definitiv nicht von einem Unternehmer abhängig und auch nicht wie dieser sein Kapital (Synonym für Produktionsmittel) einsetzt. Wirtschaftet dieser schlecht, so müssen Sie sich lediglich einen anderen Job suchen. Geht es Ihnen auf den Sack, dass andere über ihr Tagewerk bestimmen, so gründen Sie eine eigene Firma.

      Als Lohnabhängiger sind Sie aber mit Sicherheit abhängig vom Staat und den zugehörigen Banken. Da Ihr Lohn (Geld), von welchem Sie abhängig sind, Ihnen die Verfügungsmacht über das Realkapital verschafft. In diesem Sinne existiert kein freies Kapital, da die Verfügungsmacht dies verunmöglicht.

      Ob Sozialismus, Nationalismus, Kommunismus, Monarchie, Demokratie und Diktatur, es ist alles einerlei, lediglich die Zahl der Opfer dieser Systeme variiert. In ihrer zentralen Wirkungsweise unterscheiden sie sich nicht, der Umverteilung von Fleissig auf Arm und Reich.
      Ich möchte lediglich, dass es in unserer Gesellschaft keine Verfügungsmacht mehr gibt. Mit dem (momentan vorhandenen) Geld ist diese Verfügungsmacht und die damit einhergehende Prostitution, Gewalt und Zerstörung erst möglich.

  9. Chris sagt:

    „Wo lassen sich Voluntaristen innerhalb des politischen Spektrums einordnen?“ An sich ein schöner, klarer und übersichtlicher Beitrag. Die Freiheitsdimension ermöglicht es, den Voluntarismus in ein politisches Spektrum einzuordnen, wo er ja in dem Film dann ja auch tatsächlich zusammen mit den Parteien zu finden ist. Dass dann am Ende des Beitrags die Verträglichkeit mit dem System der Politik verneint wird, kommt etwas überraschend und mir fehlt die schlüssige Argumentation. Diese wird in anderen Beiträgen ja durchaus entwickelt, folgt aber in keiner Weise aus der hier vorgestellten Darstellung. Warum z.B. nicht der FDP in dem Schema eine Chance geben, da sie ja dem Voluntarismus am nächsten zu stehen scheint…

    Dazwischen wird dann noch ein Exkurs zur sozialen Marktwirtschaft gegeben, der allerdings auch etwas irritierend ist, was die Begriffsbestimmung angeht (Mischung aus Kommunismus, Faschismus und Marktwirtschaft vs. je mehr Markt, desto sozialer). Da wird mir auch nicht so recht klar, was dieser Einschub eigentlich soll, da es ja in dem Beitrag eigentlich um die Stellung des Voluntarismus gegenüber den Parteien geht.

    • michael sagt:

      ich kann deinen kommentar in bezug auf den inhalt des videos vertsehen…

    • Hildegard sagt:

      Voluntarismus???? Postulet autem in loco; quod est contra! Das Wort hört sich ausschließlich schön und auch intelligent an, aber hat soviel mal verschiedene Bedeutungen! Den Voluntarismus in ein politisches Spektrum einzuordnen ist non quasi per definitionem!
      Philosophische Anthropologie und Psychologie
      Mit „Voluntarismus“ werden manchmal anthropologische Auffassungen bezeichnet, wonach der Wille in der Bestimmung des Wesens des Menschen wichtiger sei als die Vernunft bzw. beide einander entgegengesetzt werden. Wir(ich ziehe es vor) mit mehr verständlicher Konversation diese äußerst wichtigen Themen zu diskutieren! Bin noch nicht lange hier im Blog, aber gerne und mit Herzblut! Und somit habe ich eine Forum gefunden, das mich anspricht! Nur bitte mehr verständlich! DANKE auch an CHRIS und Danke an ZEF

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