Worum geht es in der Schule? Lassen wir jemanden zu Wort kommen, der sich damit auskennen muss: „Hier geht es darum: Was ist für die Kinder und Jugendlichen eigentlich das Beste? Und wie kommen sie zu ihrer Bildung und wie werden sie zu Staatsbürgern? Denn das ist ja auch das Ziel unserer Beschulung, dass ich ein gebildeter Mensch bin, der aber auch seine Staatsbürgerpflichten erfüllen kann und dazu brauche ich entsprechende Verhaltensweisen und die lerne ich eben auch indem ich, die lerne ich nicht nur explizit durch Wissen sondern die lerne ich auch implizit, indem ich, ich sag mal, einen Staat im Kleinen, nämlich in der Schule übe.“ Das sagen nicht wir von FreiwilligFrei und auch nicht irgendwelche Verschwörungstheoretiker, sondern Anita Hofmann, die Leiterin des Staatlichen Schulamtes für den Landkreis Hersfeld-Rotenburg und den Werra-Meißner-Kreis öffentlich im Fernsehen:

Mit anderen Worten geht es in der Schule darum, Kindern anzutrainieren, dass bedingungsloser Gehorsam das gleiche sei, wie ein guter Mensch zu sein. Das ist gegen ihren natürlichen Instinkt gerichtet. Es geschieht durch die Anwesenheitspflicht und das Einpferchen in die Schulgebäude, durch das Dressieren auf bestimmte Verhaltensweisen und durch das Vollstopfen mit größtenteils nutzlosen Fakten und die Bestrafung, wenn diese Fakten nicht in gleicher Form wiedergegeben werden können. Die Strafe hinter der Strafe ist die Beziehung der Kinder zu ihren Eltern, auf die über schlechte Benotung Druck ausgeübt werden kann. Das ist psychische Gewalt und ihr Einsatz gegen Kinder nennt man Kindesmisshandlung.

Die Schule ist eine staatlich organisierte Umerziehungsanstalt, in dem die naturgegebenen Entwicklungspotenziale von kindlichen Gehirnen durch ein 12 Jahre langes staatliches Zwangsprogramm zerstört werden. Nur sehr selten gelingt es Menschen, die Gleichschaltung in der Schule zu überleben und eigenständiges Denken zu bewahren.

Jedes Kind ist naturgemäß aufgeweckt und experimentierfreudig. Bis es in die Schule muss. Dort wird es dazu gezwungen, monotone, tote Fakten auswendig zu lernen und es wird sorgfältig dazu dressiert, immer wieder die gleichen Verhaltensweisen zu zeigen.

Alles was das Kind sagt muss in der Schule, mit dem übereinstimmen, was ihm seine Lehrer sagen. Sie geben die Regeln vor und das Verhalten des Kindes muss diesen Regeln entsprechen. Sie dürfen nicht ohne Erlaubnis aufs Klo gehen, wenn sie sprechen wollen, müssen sie die Hand heben und alle eineinhalb Stunden klingelt eine Glocke und sie müssen sich bewegen.

Das ist das Verhalten eines Sklaven. Und diese Konditionierung wird für das Kind zum Ritual. Es dient als Muster für Fernsehsendungen und Bücher, es wird zur Ideologie, die ihm von den Lehrern oder Eltern beigebracht wird.

Es entwickelt sich eine einzige Monokultur, in der den Kindern abgewöhnt wird, dem Staat später Probleme zu machen. Sie werden sorgfältig darauf trainiert, den politisch Korrekten bereitwillig zu dienen.

Ihre Umgebung entspricht der eines Gefängnisses. Niemand hat die Möglichkeit, die Autorität der Gefängniswärter in Frage zu stellen. Die Handlungen und das Verhalten der Kinder werden gleichgeschaltet. Die Kinder haben keine Kontrolle über ihr eigenes Leben und das führt zu Jugendgewalt, weil sie dazu gezwungen werden, unter sich zu bleiben. Die Schulpflicht produziert Kinder, die entweder von anderen ständig terrorisiert werden oder die es gewohnt sind, Schwächere zu unterdrücken und auszunutzen. Es ist genau wie im Gefängnis oder wie bei der Massentierhaltung: Sie sind eingepfercht und werden aggressiv oder passiv.

Die Kinder müssen sich unter Strafandrohung in bestimmten Gebäuden aufhalten und sich bestimmten Regeln unterwerfen. Ganze Heerscharen aus Bürokraten stellen sicher, dass sich kein Kind auf der anderen Seite Zaunes aufhält.

Am Ende der 12 Jahre lang andauernden Unterwerfung durch den Staat wird das Kind in die Welt entlassen. Es ist das gleiche wie das Ende einer 12 Jahre lang andauernden Gefängnisstrafe. Jetzt, nachdem es gelernt hat, ohne darüber nachzudenken zu tun was ihm gesagt wird, kann es frei sein.

Und das Ergebnis dieser staatlich kontrollierten Operation, die man Schule nennt, ist eine Gesellschaft, die dazu bereit ist, sich zu unterwerfen, zu gehorchen und zu folgen. Erzwungenes Verhalten, das technisch gesehen nichts anderes als Sklaverei ist, führt zu einer Geisteshaltung, die durch Angst und Schrecken geprägt ist.

Du musst zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort sein, entweder auf Befehl einer Autorität oder einer Glocke. Alle bewegen sich in einer großen Masse von einem Ort zum anderen, um dort bestimmte Handlungen auszuführen. Die Menschen sind nicht nur darauf trainiert, bestimmte Anweisungen auszuführen, sondern sie wurden auch dazu dressiert, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen.

Die Regeln, Vorschriften und Gesetze sind den Kindern vorgegeben. Sie sagen: „Das dürft ihr anderen nicht antun! Und das dürft ihr anderen antun! Das ist in Ordnung! Das ist nicht in Ordnung!“

Moralische und kulturelle Standards werden diesen neuen jungen Gehirnen in ihrer wertvollsten Entwicklungsphase mit Gewalt eingepflanzt. Der Staat greift in ihren Geist ein und formt ihn, um staatlichen Standards zu entsprechen.

Die erste Lektion, die sie lernen müssen, lautet, den Befehlen der Autorität zu gehorchen, ohne sie zu hinterfragen. Die zweite Lektion lautet, dass sie mit anderen zusammenarbeiten müssen, um die Ziele der Personen zu erreichen, von denen sie kontrolliert werden.

Wenn Kinder dazu gebracht werden, immer wieder das gleiche Verhalten zu zeigen, ohne Rücksicht auf das, was die Kinder eigentlich wollen, werden sie sich als Erwachsene niemals zur Wehr setzen.

Sie können durch Polizeibeamte widerstandslos terrorisiert werden, bis sie freiwillig auf ihre Rechte verzichten. Sie werden ihr Leben demütig und unterwürfig einem Konzern anvertrauen, der entscheidet, wie sie sich anziehen sollen, wie sie sprechen sollen und um wieviel Uhr sie aufstehen sollen, was das gleiche ist, ihnen vorzuschreiben, wann sie ins Bett zu gehen haben.

Das ist nichts Neues. Das sind die Folgen der Schulpflicht. Wenn man sich die Ursprünge der Industrialisierung im 19. Jahrhundert ansieht, dann zeigte der Bürgerkrieg, wie eine standardisierte Bevölkerung, die darauf trainiert ist, Befehle auszuführen, ohne darüber nachzudenken, dazu gebracht werden kann, wie eine Gelddruckmaschine zu funktionieren.

Es ist kein Zufall, dass die Weltmächte und die vermögenden Konzerne aus einem System entstanden sind, das mit dem Ziel der Zerstörung von individueller Entwicklung, von echtem Charakter und von echtem Verstand entwickelt wurde. Der hirnlose Bürokrat, der gedankenlose Angestellte und der stupide Arbeiter sind es, von denen unser System abhängt. Sie folgen einem System, ohne es zu hinterfragen. Und das ist es, wofür die Schule da ist.

Das System ist nicht dafür gemacht, das Volk zu bilden. Deswegen sind die Bürokraten dafür zuständig und nicht die Eltern und auch nicht die einzelnen lokalen Schulen. Jedes Gesetz wird unter maximal möglicher Strafandrohung durchgesetzt. Der Ton des Schuldirektors entspricht dem eines Gefängnisaufsehers, ohne die Möglichkeit, seine Autorität zu hinterfragen. Er hat die Macht, der Bevölkerung einen Standard gewaltsam aufzuzwingen.

Jedes Kind, das sich nicht den Regeln unterwirft, erwartet eine strenge Bestrafung. Das ist die Wahrheit über das staatlich angeordnete Training. Dem Staat ist es egal, ob Kinder obdachlos auf der Straße sitzen oder schlecht ernährt sind oder Hunger haben, aber in dem Moment, wenn das Kind nicht zu einer vorgegebenen Zeit in der Schule erscheint, wird die Polizei alarmiert.

So lange wir die Schulpflicht nicht abgeschafft haben, wird auch dein Kind zum Sklaven erzogen, so dass es später als erwachsener Mensch auch das Leben eines Sklaven lebt.

Kindesmisshandlung ist Gewalt gegen Kinder oder auch Jugendliche. Unter dem Begriff werden physische als auch psychische Gewaltakte, sexueller Missbrauch sowie Vernachlässigung zusammengefasst. Diese Handlungen an Kindern sind in den meisten westlichen Industrieländern strafbar. Quelle: Wikipedia.

Original:
RjWeapon – Schools Are Prisons
youtube.com/watch?v=tE6ZONL1guA

Übersetzung, Sprecher:
Peter Müller

Musik:
Moby – Fumes
http://www.moby.com/
mit freundlicher Genehmigung

 

 

 

38 Responses to Schulpflicht ist staatlich organisierte Kindesmisshandlung

  1. Zef sagt:

    „Das Erfassen des Staatsgedankens muss bereits mit dem Beginn des Verständnisses durch die Schule erzielt werden“ (Hitler, Punkt 20 seines Programms von 1920)

    „Jedes Volk, das sein Schul- und Bildungswesen in Staatshand gibt, endet früher oder später in der Tyrannei“ (Roland Baader).

    Der Staat ist eine kollektivistische Utopie. Und es ist der zentrale Zweck des staatlichen Schulwesens, das zu verbergen und stattdessen die jungen Gehirne mit dem Dogma des Etatismus zu indoktrinieren (Prof Jur. Butler Shaffer).

    „Der europäische Totalitarismus ist das Ergebnis der überlegenen Stellung der Bürokratie im Bereich der Erziehung. Die Universitäten bereiten den Diktatoren den Weg“ (Ludwig von Mises).


    Das Wählen ist meine Losung,
    der Nerv meiner Lebensanschauung (Kierkegaard)

  2. F.iasko sagt:

    Hallo!

    Ich empfehle: Gebt es „ihnen“ zurück.

    Wenn ich etwas gefragt werde:

    1. Antwort: Das steht jetzt (leider) nicht im Lehrplan.
    Das Gegenüber wird etwas beduckt wirken, vielleicht leicht verwirrt oder arrogant werden. Da müsst ihr durch, auch wenn es euch kalt den Rücken runter läuft, dann sagt ihnen, wenn sie weiter wissen wollen:
    2. Antwort: Das werden sie dann im Leben schon noch sehen. Glaubt mir „der“ sitzt. Das Gegenüber gut beobachten und ihn anlachen. Dann abwarten, ob weitergefragt wird, dann
    3. Antwort: Ich weiss nicht, wovon sie reden.

    Das können wir dann beliebig fortsetzten und dann vlt. merken sie es irgendeinmal, was sie da genau mit uns immer tun, ohne es selber zu wissen. (antrainiert)

    4. Antwort: Ich kann auch nicht alles wissen.

    Merkt ihr was?

    5. Antwort, falls ihr noch dazukommt (grins): Jeder siehts ein bisschen anders.

    Wenn es noch möglich ist gleich Antwort 6 nachliefern:

    Alles ist relativ.

    Diese kreativen (psychopathischen) Schulsysteme müssen wir kippen. Gegen alle existenziellen Ängste, müssen Lehrer erkennen, dass sie mich und viele andere psychologisch vergewaltigt haben, im Namen des vorgeschobenen“Guten“.

    Ich habe durchaus Verständnis mit Menschen, die „Lehrer“ genannt werden, sie konnten auch nicht realisieren, wie es ihnen mit wissenschaftlichen Methoden sublimal geschah (antrainiert wurde).

    Das heisst aber nicht, dass ich, wir, – die anderen es nicht erkennen können.

    Wir können den Weg, wie dies geschehen ist lückenlos nachweisen.

    Lehrer! Sucht euch einen anständigen Job!

    lg

    • F.iasko sagt:

      oh!
      ganz vergessen:
      7. Antwort: Wenn ich es ihnen jetzt sage, dann können sie ja später nichts mehr lernen…

    • primavera sagt:

      Der Werdegang eines staatlich ausgebildeten Lehrers:

      13 Jahre Schulzeit
      4 Jahre Hochschule
      2 Jahre Seminarschule

      Schule, Schule, Schule……und dann………………… nur noch Schule!
      Und alle Insassen erfreuen sich hauptsächlich an den Ferienzeiten!

      Welcher Arbeitgeber ist an solchen Arbeitnehmern interessiert, F.iasko?

      • michael sagt:

        13 Jahre Schulzeit
        4 Jahre Hochschule
        2 Jahre Seminarschule

        Schule, Schule, Schule……und dann………………… nur noch Schule!

        das klingt ja wie nach lebenslänglich 🙂

        • freedomforce sagt:

          In seinem neusten Video:http://www.youtube.com/watch?v=Tzs61DEWKTE&feature=c4-overview&list=UUC3L8QaxqEGUiBC252GHy3w

          … deckt Stefan auf, dass die Behauptung von Leviathan, Kindern aus bildungsfernerem Hause die gleichen Chancen auf Bildung einzuräumen, nur ein Vorwand ist. Es wird aufgezeigt, dass Kiddies aus der gebildeten Mittelschicht schulisch besser abschneiden, weil sich ihre Eltern stärker für die Bildung ihres Nachwuchses interessieren, die Schule demnach nicht geeignet ist, den Nachteil zu nivelieren. Schule keine Kompensation für die Fehler der Eltern ist.

      • F.iasko sagt:

        Welcher Arbeitgeber ist an solchen Arbeitnehmern interessiert, F.iasko?

        Hallo Primavera,

        die Frage steht leider nicht im Lehrplan,

        das müssen die Lehrer halt jeden Tag noch neu im Leben noch sehen,

        da kann man nichts machen,

        jeder siehts halt ein bisschen anders und überhaupt wir können auch nicht alles wissen,

        es ist halt so wie es ist… äh, bla…

        lg

  3. Es gibt in Deutschland keine Schulpflicht.

    Es gibt nur eine Pflicht oder, genauer: einen Zwang, sich dem UNTERrichtsvollzug zu UNTERwerfen.
    De facto haben wir UNTERrichtsbesuchszwang mit UNTERwerfungspflicht unter den UNTERrichtsablauf.
    Da der Mensch nicht nicht lernen kann, frage ich mich als Ich-kann-Schule-Lehrer natürlich, was der Mensch dabei LERNT.

    Eine SCHULpflicht ist in Deutschland praktisch unmöglich, weil unsere UNTERrichtsvollzugsanstalten das exakte Gegenteil von SCHULE sind.
    Wo keine Schule, da gibt es logischerweise auch keine Schulpflicht.

    In dem Hause mit dem Türschild „Schule“ findet bedeutend weniger SCHULE statt als in jeder Bäckerei, in jedem Turnverein oder jedem Cafe.

    Wenn wir unsere Kinder ins Cafe schickten, hätten wir den gesetzlichen Auftrag, sie in die Schule zu schicken, besser befolgt, als wenn wir sie zum UNTERricht schicken.
    UNTERricht richtet nach unten.

    Im UNTERricht üben die UNTEN ein, sich nach denen OBEN zu richten.

    SCHULE – von griech „echein = haben“ – bedeutet: aufhören, innehalten, zur Besinnung und wieder zu sich selbst kommen, mit sich selbst wieder eins werden. Diese Besinnungspause nannten die alten Griechen SCHOLAE.

    Nun stell Dir vor, was passiert, wenn die Kinder morgen um 8 Uhr ihrem Lehrer sagen: Heute machen wir erst mal eine Stunde SCHOLAE = SCHULE!

    Es gibt viel neu zu lernen.

    Guten Erfolg wünscht

    Franz Josef Neffe

  4. Infoliner sagt:

    Ein selten sinnreicher Artikel hier, dankeschön! Als jemand, der seine Kinder jahrelang Zuhause unterrichtet hat, noch ein paar hilfreiche Gedanken:

    Es ist hier im Land verboten, seine Kinder zur Schule zu schicken, laut BGB, denn es heißt dort: Wer als Sorgeberechtigter seine Kinder wissentlich in eine gefärdende Situation schickt, macht sich strafbar. Wir haben daraufhin vom Schulamt die Garantie für die Unversehrtheit der Kinder an Leib und Seele (die auch in den Länderschulgesetzen vorgeschrieben ist, diese Unversehrtheit), eingefordert. Natürlich bekamen wir die nicht. Tja und was ist da wohl höherrangig, der Schul(anwesenheits)zwang, wie er von Hitler eingeführt wurde oder aber das Recht auf Unversehrtheit im Sinne des Grundgesetzes?

    • Andreas sagt:

      Hallo Infoliner,

      wie habt ihr es denn trotzdem hinbekommen eure Kinder zu hause zu unterrichten? Seid ihr dafür in Ausland gegangen oder hier geblieben?

      LG,

      Andreas

  5. Lesinteil sagt:

    Hi freiwilligfrei,

    ein sehr interessanter und bildender Artikel. Nach dem ich jetzt 12 Jahre Unterdrückung selbst durchgestanden habe, weiß ich wovon ihr redet;)
    Ich stimme euch auch auf ganzer Linie zu!
    Doch eine Frage brennt mir gerade auf der Zunge: Was ist die gute Alternative? Was soll ich später mit meinen Kindern machen? Wenn ich sie zuhause erziehe, dann besteht immer das große Risiko, dass ich sie schlecht unterrichte, ich bin nämlich nicht allwissend;) Klar, dass wäre immer noch tausendmal besser als normale Schule!
    Doch wie kann man in einem System überleben, in dem alles von schulischen Abschlüssen, Eignungstest usw. abhängt? Dieses ganze abscheuliche System der Unterdrückung und des Zwangs ist von Natur aus so gebaut, dass man sich dem fast nicht entziehen kann. Zum Beispiel kann man ohne Abitur keine Universität besuchen oder hat zumindest schlechtere Jobchancen.
    Ich hoffe ihr könnt etwas Licht ins Dunkel bringen;)

    LG Lesinteil

  6. Zef sagt:

    „Hieraus muss man, wie es scheint, den Schluß ziehen, dass eine Nation, die nicht die Beute der Parteien werden will, eilen muss, die öffentliche Erziehung, nämlich die Erziehung durch den Staat zu beseitigen und die Freiheit des Unterrichts auszusprechen.

    Wenn es eine der Gewalt anvertraute Erziehung gibt, so werden die Parteien einen Grund mehr zu dem Streben haben, sich der Gewalt zu bemächtigen, da sich des Unterrichts zu bemächtigen zugleich der größte Gegenstand ihres Ehrgeizes sein wird.

    Erregt die Sucht zu regieren, nicht schon Lüsternheit genug? Ruft sie nicht genug Kämpfe, Revolutionen und Unordnungen hervor? Und ist es weise, sie noch durch die Lockspeise eines so starken Einflusses aufzureizen?

    Und warum streben die Parteien nach der Leitung der Studien? Weil sie das Wort von Leibnitz kennen: „Macht mich zum Meister des Unterrichts, und ich nehme es auf mich, die Gestalt der Welt zu verändern.“

    Der Unterricht durch die Gewalt ist also der Unterricht durch eine Partei, durch eine augenblicklich triumphierende Sekte; es ist der Unterricht zum Vorteil einer Idee, eines ausschließlichen Systems.

    „Wir haben die Republik gemacht, sagte Robespierre, es bleibt uns übrig, Republikaner zu machen; “ ein Versuch, der im Jahre 1848 erneuert worden ist. …“
    (F. Bastiat, Die klassischen Studien und der Sozialismus)
    http://bastiat.de/bastiat/klassische_studien.html


    Das Wählen ist meine Losung,
    der Nerv meiner Lebensanschauung (Kierkegaard)

  7. FwF-Peter sagt:

    A propos Arbeitgeber/Arbeitnehmer: Ich bin sehr viel in Kontakt mit Arbeitgebern aus kleinen und mittelständischen Unternehmen. Diese beschweren sich ständig über den unselbständigen und unmotivierten Nachwuchs. Aus meiner Sicht eine ganz klare Folge der „Beschulung“, die ja dazu da ist, die Kinder zu konzern- und staatskompatiblen Robotern zu machen.

    Die kleinen Unternehmen und die Mittelständler sind diejenigen, die ganz Deutschland durchfinanzieren: 99,3% aller Unternehmen sind kleine und mittlere, diese stellen 2/3 aller langfristigen Beschäftigungsverhältnisse (mit Sozialversicherungspflicht) und erhalten die Arbeitsplätze langfristig, anstatt sie abzubauen und mit dem Abbau zu drohen, um die Politik zu beeinflussen. Diese Unternehmen sind das wirtschaftliche Rückgrat des Landes, nicht die Konzerne. Es ist also keineswegs so, dass die Schule die Kinder auf das Arbeitsleben vorbereitet (so wie das die Eltern fälschlicherweise immer glauben), sondern es passiert das ganz genaue Gegenteil davon.

  8. Lesinteil sagt:

    Vielen, vielen Dank für diese wirklich tollen Videos und Tipps! Hat mich sehr bereichert!

  9. Wer das Wort BESCHULUNG gebraucht, zeigt nur, dass er nicht weiß, was SCHULE ist.
    Wenn die Arbeitgeber die Augen aufmachen würden, würden sie auch nicht von „unselbständigem und unmotiviertem“ Nachwuchs sprechen sondern eher von verunselbständigtem und entmotiviertem.
    Sich ständig nur zu beschweren, macht es niemand leichter.
    Wenn in unseren Unterrichtsvollzugsanstalten Kinder wirklich „konzern- und staatskompatibel gemacht“ würden, müssten Konzerne und Staat ständig besser funktionieren .- wir erleben das Gegenteil.
    Es ist überhaupt ein Unsinn, von der Schule eine Vorbereitung auf das Leben zu erwarten. Das würde ja praktisch bedeuten, dass 12 Schulpflichtjahre lang nichtgelebt wird und dass Nichtleben die beste Vorbereitung auf Leben ist.
    In wirklichen Schulen würde gelehrt = ein gutes Beispiel für Lernen gegeben.
    In UNTERrichtsvollzugsanstalten wird man nach UNTEN und für UNTEN geübt.
    Wenn wir die Wirkung von Gewalt verstehen und darauf Einfluss nehmen wollen, müssten wir erst einmal wissen, was das Grundverbum WALTEN bedeutet.
    Wir haben alle eine Menge zu lernen.
    Ich wünsche guten Erfolg.
    Franz Josef Neffe

  10. Ben sagt:

    Zitat:

    „Wenn in unseren Unterrichtsvollzugsanstalten Kinder wirklich “konzern- und staatskompatibel gemacht” würden, müssten Konzerne und Staat ständig besser funktionieren .- wir erleben das Gegenteil.“

    Zitat:

    „Wir haben alle eine Menge zu lernen.“

    Ich wünsche guten Erfolg.
    Ben

    • depublished sagt:

      „Wenn in unseren Unterrichtsvollzugsanstalten Kinder wirklich “konzern- und staatskompatibel gemacht” würden, müssten Konzerne und Staat ständig besser funktionieren .- wir erleben das Gegenteil.“

      Mal ganz naiv nachgefragt:

      Konzerne und Staat funktionieren doch super! Beides existiert doch zu dem Zweck, das Individuum zu zerstören. Und diese Aufgabe lösen doch Konzerne und Staat wirklich vorbildlich.

      Das gleiche mit den Schulen. Die erfüllen den Zweck, wofür sie errichtet wurden, doch ausgezeichnet.

      • Ben sagt:

        @depublished,
        so ist es. Deshalb habe ich Herrn Franz Josef Neffe
        zwei seiner Zitate zusammengestellt und seine Abschiedsformel
        übernommen.
        Ob es ignoriert, übersehehen oder nicht verstanden wurde, vermag ich nicht zu sagen.

        Viele Grüße, Ben

      • Schaun wir doch mal genau hin:
        In unseren Unterrichtsvollzugsanstalten wird der Lehrplan abgewickelt. In Unterwerfungsübungen wird man dann gezwungen, das Aufgenötigte in der erwarteten Weise wiederzugeben. Je besser man sich einfügt und unterwirft, desto besser sind die NOTen, die man bekommt.
        So kann sich die durchführende Gewalt immer selbst bescheinigen, a) dass sie immer alles richtig gemacht hat und b) dass die, die richtig mitgemacht haben, es ja auch können.
        Für das Leben sagt das nun ganz extrem Unterschiedliches aus, je nach dem ob ich es weiter durch die amtliche Brille sehe oder mit Abstand den eigenen Verstand gebrauche und die Zusammenhänge im ganzen Leben sehe.
        Wir erleben ja gerade, wie Konzerne und Staat sich und alle immer tiefer in existentielle Nöte bringen, weil sie ihre künstlichen, vom Leben losgelösten Vorgaben auf die Spitze treiben.
        Non scholae sed vitae discimus – nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir das. Vielleicht lernen wir dann endlich mal LEBEN.
        Ich grüße freundlich.
        Franz Josef Neffe

  11. Gregor sagt:

    Nachdem ich die katastrophalen Zustände im öffentlichen Dienst selbst erfahren habe, bin ich der Meinung, daß man Alles privatisieren sollte, und alle Steuern abschaffen sollte. Diese ganze öffentliche Planwirtschaft funktioniert nicht. Alle Schulen gehören privatisiert. Wenn die Schüler-innen für die Ausbildung bezahlen müssen, strengen sie sich sicherlich mehr an beim Lernen.

    • Anstrengen zeigt, dass man noch nicht verstanden hat, was LERNEN ist. Wer wirklich LERNT, strengt sich AB. Wenn man´s richtig macht, muss die Anstrengung immer weniger werden.
      Die Grundidee, dass statt oder mit den Steuern nur das bezahlt, was man wirklich kaufen möchte, wäre schon geeignet, den GEIST und seine GEISTREICHEN Möglichkeiten in uns neu zu entdecken.
      Es wäre zu befürchten, dass tatsächlich GELERNT würde und man sich nicht mehr UNTER-RICHTEN ließe. Ob wir für soviel intelligenten Umgang mit uns selbst schon reif sind?
      Als Ich-kann-Schule-Lehrer bin ich in Richtung verantwortlicher Souveränität unterwegs – ganz abgestrengt und entmüht.
      Ich grüße freundlich.
      Franz Josef Neffe

  12. Toller Blog, „geiles Thema“ (sag ich mal als fast 50-jähriger *freu* 🙂 Es gibt noch eine Menge Freigeister in diesem Land, aber sie werden perspektivisch weniger… leider. Dann stelle ich mich gleich mal vor: Ich selbst habe mir schon immer die Freiheit genommen, die Schule zu besuchen wie´s mir passte (mit allen Konsequenzen), weil ich schon in frühester Kindheit im gesund-gefühlten Konflikt mit vermeintlichen Autoritäten war. Man könnte behaupten, dass mein Freigeist sich mit genau den Mankos im System nicht vertrug, die aus bestem Grund hier wort- und bildreich gegeißelt werden: Vorteilnahme bis zur Charakterlosigkeit, Nichtwürdigung kreativer Eigenimpulse, Verbiegen des selbständigen Denkens und Handelns… Trotz Schule habe ich Schreiben gelernt – durch pure Freude am Lesen, auf Grammatik habe ich gepfiffen und Unwissen mit Intuition wett gemacht. Am Ende hatte ich die Hälfte der Schulzeit bis zur Hochschulreife dankbar verpasst und mit geistreicheren Dingen zugebracht, die mich bis heute als Künstler haben bestehen lassen. Ich bin wirklich dankbar für die Kraft, den eigenen Weg gegangen sein zu dürfen. Und im Ende macht uns auch das als Menschen aus und fördert das Gemeinwesen: Toleranz gegenüber dem Andersdenkenden (und sei es Dein Lehrer ;), als unabdingbarer Bestandteil der eigenen Forderung nach Freiheit…

    In diesem Sinne kann ich zwei Aussagen von F.iasko bekräftigen: „Alles ist relativ“ und „Es ist halt, wie es ist“… Sorry, aber das ist nicht bla…, das ist weise, so unscharf wie es sich anhört ist das Leben nämlich – „alles ist eins“ möchte ich noch anfügen 🙂 Wer das früh fühlt, der findet zu Liebe, Güte und Demut im Leben, und betrachtet die Schule maximal als minder anregendes Unterhaltungsprogramm, pickt sich eben gelassen raus, was er für sich gebrauchen kann, und lässt als Freier Radikaler den Rest links liegen – mein Sohn hat jetzt auch den Freifahrtschein dafür – ausdrücklich, ehrlich. Und er geht seinen Weg inzwischen auf dem Gymnasium, sensibilisiert für das Thema…

    Insofern verbleibt hier wegen des Schulbesuchs noch eine ganz bedeutende Aufgabe bei den Eltern als Korrektiv, wobei die Intelligenz gebietet, im ein oder anderen Fall vielleicht auch mal eine „bewusste Anpassung“ in Kauf zu nehmen, um langfristig die eigenen Ziele im vorherrschenden System nicht unklug zu gefährden…

    • F.iasko sagt:

      Hallo 500ml-freigeist,

      Du schreibst:

      „Sorry, aber das ist nicht bla…, das ist weise, so unscharf wie es sich anhört ist das Leben nämlich – “alles ist eins” möchte ich noch anfügen“

      Worauf beziehst Du Dich?

      lg

      • 500ml-freigeist sagt:

        Ich bezog mich auf Deine Statements „Alles ist relativ“ und „Es ist ja wie es ist“. Diese in meinen Augen echten Weisheiten sind unwiderlegbar …da die für uns begreifbare Welt nur durch ihre Dualität verständlich ist, MUSS alles relativ sein, je nachdem von welchem Pol, von welcher Seite aus man etwas betrachtet. So kann ein halb gefülltes Glas von einem Menschen halb voll und vom anderen halb leer empfunden werden, was erstaunliche Auswirkung auf das Empfinden und Verhalten haben kann 😉 Und wenn etwas passiert ist, ist es passiert und nun mal „wie es ist“ – ich kann es unmöglich in den alten Zustand zurückbringen, höchstens in einen ähnlichen, wobei uns dann allerdings Weisheit 1 helfen kann, damit klar zu kommen, aufzustehen, zum Kühlschrank zu gehen, und das leere Glas Bier wieder aufzufüllen… *prost* 🙂

        • F.iasko sagt:

          Ach so,

          und ich dachte du seist ein Buddhist, weil das was du sagst entspricht in etwa diesen religiösen Vorstellungen.

          Du bist auch ein Relativist, wie ich erkenne. Ich nicht.

          Existenz hat eine innere Ordnung und eine Logik; sie ist absolut. Ayn Rand

          Ich sehe es so.

          Bist du ein Buddhist?
          lg

          • Hola F.iasko, …ich bin ganz sicher weder dies noch das, weder Relativist noch Buddhist – obwohl, wie Du aufmerksam beobachtet hast, mein Fühlen in die Richtung strebt und der Buddhismus mir von allen Religionen noch am nächsten liegt. Wenn Schubladen auch oft klemmen, so erleichtern sie das Leben doch manchmal ungemein – wenn man (Zu-)Ordnung liebt, und nicht in ihnen hängen bleibt… 😉
            LG

  13. Nach sehr langer Sendepause wieder ein Lebenszeichen.Es hat sich im Jahr 2009 einiges getan, und tut sich immer noch.Derzeit gehen wir alle drei in die Schule, die Mädels in eine private ohne Öffentlichkeitsrecht, sind also wieder zum häuslichen Unterricht abgemeldet und machen die Prüfungen. Und ich mache einen Lehrgang, „Visuelle Kommunikation“, mit Schwerpunkt Österreichische Gebärdensprache (ÖGS).Ist nach der langen Zeit des unverplanten, spontanen Lebens eigentlich wieder recht spannend.Sonst wohnen wir derzeit wieder zu dritt in einer kleinen Wohnung, und haben recht oft Besuch.In der Familie gab es einige Veränderungen, an die wir uns langsam gewöhnen bzw. herausfinden, wie wir dazu stehen.Also, derzeit keine Freilernhaltung, wenn wir auch überwiegend gerne und somit freiwillig in unseren Bildungsstätten sind, denn bei den Mädels geht’s recht menschlich zu, und mich interessiert meine neue Sprache sehr.

  14. Enno sagt:

    Super Artikel.
    Vielen Dank.
    Immerhin gibt es schon mal die Freien Schulen, die ja schon mal ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung sind.
    Aber ganz ohne, ganz freiwillig, ganz selbstbestimmt ist bestimmt das beste.

  15. […] Das System ist nicht dafür gemacht, das Volk zu bilden. Deswegen sind die Bürokraten dafür zuständig und nicht die Eltern und auch nicht die einzelnen lokalen Schulen. Jedes Gesetz wird unter maximal möglicher Strafandrohung durchgesetzt. Der Ton des Schuldirektors entspricht dem eines Gefängnisaufsehers, ohne die Möglichkeit, seine Autorität zu hinterfragen. Er hat die Macht, der Bevölkerung einen Standard gewaltsam aufzuzwingen. Lies mal weiter: […]

  16. […] beweinend, als es dem Geist noch nahe war, bevor es in die Schule geschickt wurde, wo das ganze Unheil ja bekanntermaßen seinen Lauf genommen […]

  17. Don't Panic sagt:

    Auf der Bühne bei TED2013 trägt Sugata Mitra seinen kühnen „TED Prize“-Wunsch vor: Helfen Sie mir, eine Schule in der Cloud zu konzipieren, ein Lernlabor in Indien, in dem Kinder auf Entdeckungsreise gehen und voneinander lernen können – mit Hilfsmitteln und Mentoren aus der Cloud. Hören Sie sich seine inspirierende Vision für Selbstorganisierte Lernumgebungen (SOLE) an.

    http://www.ted.com/talks/lang/de/sugata_mitra_build_a_school_in_the_cloud.html

  18. Wir sollten endlich den UNFUG beenden, eine immer noch bessere SCHULE KONSTRUIEREN zu wollen.
    SCHULE ist kein Haus.
    SCHULE ist keine Stoffaufnahme Anstalt.
    SCHULE ist keine Dressureinrichtung.
    SCHULE ist kein Trainingslager.
    SCHULE ist keine Schablone zum Einfügen und sich Unterwerfen.
    SCHULE ist:
    + Aufhören
    + Innehalten
    + Zur Besinnung kommen
    + Zu sich selbst kommen
    + Mit sich selbst wieder eins werden.
    Hier – und gewöhnlich überall sonst – wird gar nicht über SCHULE diskutiert.
    Es geht dauernd um die PERFEKTIONIERUNG VON LEHRPLANVOLLZUGSANSTALTEN.
    Da bearbeiten ALLE dauernd DAS FALSCHE PROBLEM.
    Freundlich grüßt

    Franz Josef Neffe

  19. Ohje sagt:

    So habe ich es ja noch gar nicht betrachtet, aber da ist viel Wahres dran. Danke für den Sinnewandel 🙂

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