Die „bösen Monopole“ des freien Marktes

On 21. August 2014, in Ökonomie, Videos, by FreiwilligFrei

von Jacob Spinney

Drei Typen sitzen im Gefängnis. Sie haben gegen das Kartellgesetz verstoßen. Der erste hat einen höheren Preis verlangt als alle anderen und wurde wegen Wucher und Preistreiberei bestraft.
Der zweite hat einen geringeren Preis als alle anderen verlangt und er wurde wegen Preisdumping und Behinderung des Wettbewerbs bestraft. Der dritte hat den gleichen Preis wie alle anderen verlangt und er wurde wegen Preisabsprachen und Kartellbildung bestraft.

Der Begriff des Monopols stammt aus der Zeit des Merkantillismus im 17. Jahrhundert. Damals zahlten die Geschäftsleute Bestechungsgelder an die Könige und Königinnen und bekamen dann das exklusive Recht, bestimmte Güter in einem bestimmten Gebiet zu verkaufen.

Heute bedeutet Monopol das genaue Gegenteil: Anstatt des Staates soll heute der „freie Markt“ für Monopole verantwortlich sein. Und ausgerechnet der Staat soll Monopole irgendwie verhindern.

„Aber wie soll die Entstehung von Monopolen in einem freien Markt verhindert werden?“

Die Kunden verhindern die Entstehung von Monopolen. Monopole entstehen nur, wenn die Kunden es wollen. Sicher kann ein Unternehmen einen hohen Marktanteil erreichen, wenn es ein besseres oder billigeres Produkt anbietet. Aber auch dann ist es extrem selten – wenn nicht sogar unmöglich -, dass es einen Marktanteil von 100% erreicht.

Normalerweise gelingt das nur, wenn ein Unternehmen mit einer neuen Innovation auf den Markt kommt, die einen komplett neuen Markt entstehen lässt. Und selbst dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis Konkurrenz aufkommt.

Auch wenn ein Unternehmen einen Marktanteil von 90% erreicht, wird die Konkurrenz dafür sorgen, dass es seinen Marktanteil wieder verliert, sobald es überzogene Preise verlangt.

„Aber was passiert, wenn ein Unternehmen zuerst mit Dumpingpreisen auf den Markt geht, um die Konkurrenz zu verdrängen und dann die Preise erhöht, wenn es 100% Marktanteil hat?“

Dumpingpreise können funktionieren. Aber spätestens dann, wenn das Unternehmen die Preise erhöht, kommen die Konkurrenten wieder zurück.

„Aber dann wird das Unternehmen den Wettbewerb wieder mit Dumpingpreisen bekämpfen. Und das macht es immer wieder, bis die Konkurrenten aufgeben und sie alleine auf dem Markt sind.“

Ein Mechanismus, der das verhindert, ist die Reputation. Diese ist für die Kunden sehr wichtig. Wenn sie das Unternehmen gut finden, bleiben sie bei der Marke, und zwar auch wenn ein anderer ein vergleichbares Produkt für weniger Geld bietet. Sie wissen, dass man sich auf den guten Ruf des Unternehmens verlassen kann. Dann wenn das Unternehmen die Preise ohne erkennbaren Grund erhöht, werden die Kunden verärgert reagieren. Das Kundenvertrauen geht verloren und kehrt auch dann nicht mehr zurück, wenn die Preiserhöhung wieder zurückgenommen wird.

Eine weitere Möglichkeit, Dumpingpreisstrategien zu verhindern ist, die Produktion einfach vom betreffenden Unternehmen zu einem geringeren Preis als die Produktionskosten aufzukaufen und sie mit Gewinn weiterzuverkaufen. So machen ausgerechnet die Konkurrenten Gewinn, während der Möchtegern-Monopolist Verluste macht. Mit dieser einfachen Strategie verliert er kontinuierlich Marktanteile an die Konkurrenz, bis er aufgeben muss.

Ein gutes Beispiel dafür gab es im Markt für eine Chemikalie namens Brom. Herbert Dow, der Gründer von Dow Chemical, erfand eine Methode, um Brom billiger herzustellen als alle anderen Hersteller in den USA und in Europa. Ein durch die Regierung unterstütztes Kartell deutscher Bromhersteller fand das gar nicht gut. Das Kartell verfolgte eine Dumpingpreisstrategie, indem es Brom in den USA mit Verlust verkaufte, um Dow zu unterbieten. Als Dow herausfand, dass er mit Dumpingpreisen bekämpft wurde, beauftragte er seine Leute damit, das Brom einfach zu den Billigpreisen aufzukaufen, um es mit Gewinn weiterzuverkaufen. Das deutsche Kartell musste am Ende wegen der großen Verluste aufgeben.

„Aber nehmen wir einmal an, dass ein Unternehmen trotzdem irgendwie ein 100%-Monopol erreicht hat. Wenn es jetzt die Preise erhöht, wird es ziemlich lange dauern, bis es ein Konkurrent schafft, es zu unterbieten.“

Okay, nehmen wir also einmal an, dass ein Unternehmen tatsächlich ein 100%-Monopol erreicht hat. Das Unternehmen soll also das kurze Zeitfenster ausnutzen, das die Konkurrenz dazu braucht, um den Vorsprung aufzuholen. Es verlangt von seinen Kunden beliebig hohe Preise. Diese Annahme ist schlicht falsch. Die Investoren würden schnell merken, dass das Unternehmen seine Kunden mit überhöhten Preisen über den Tisch zieht. Es ist absehbar, dass bald Konkurrenz aufkommt und Marktanteile verloren gehen. Der Aktienkurs würde einbrechen, Finanzinvestoren würden das Unternehmen übernehmen und dessen Preisstrategie schnell beenden, bevor es seinen guten Ruf vollständig verloren hat.

Selbst wenn es ein kleines Zeitfenster gäbe, in dem das Unternehmen überhöhte Preise verlangen kann, könnte es dieses nicht ohne weiteres tun. Je höher der Preis, desto mehr Kunden werden auf andere Produkte ausweichen oder überhaupt nichts kaufen. Bei einem Monopol auf Autos würden die Leute Lastwägen, Lieferwägen oder Motorräder kaufen. Bei einem Monopol auf Motorfahrzeuge würden die Leute einfach in die Nähe ihres Arbeitsplatzes ziehen und mit dem Fahrrad fahren oder zu Fuß gehen.

Man kann mehr Geld damit verdienen, 1 Million Einheiten zum Preis von 100 Dollar zu verkaufen, als 1 Einheit zum Preis von 100.000 Dollar. Also auch wenn es keine Grenzen durch den Wettbewerb gäbe, so gibt es andere Grenzen durch Angebot und Nachfrage.

Es gibt unzählige Beispiele dafür, wie großen Unternehmen unterstellt wird, Monopolstellungen zu missbrauchen. Aber nirgendwo im freien Markt gibt es Beispiele für Unternehmen, die eine Monopolstellung erreichen und anschließend ihre Preise um das Zehnfache oder so erhöhen und bei denen gleichzeitig die Konkurrenten nie wieder zurückkehren, um sie erneut zu unterbieten.

Standard Oil ist ein Paradebeispiel für ein böses Monopol, das auf einem freien Markt zustandekam. Zu den Spitzenzeiten erreichte das Unternehmen trotz seiner marktbeherrschenden Stellung nie mehr als 90% Marktanteil bei Erdölprodukten. Und willkürliche Preiserhöhungen gab es ebenfalls nie. 1869 – also vor Standard Oil – lag der Preis für raffiniertes Erdöl bei 30 Cent pro Gallone. Bis 1897 war der Preis dank Standard Oil auf 5,9 Cent pro Gallone gefallen – ein Preisrückgang um mehr als 80 Prozent.

Ich habe bisher kein einziges Beispiel für ein Monopol des freien Marktes gefunden, das die Preise um das Fünffache oder so erhöht hat. Aber es gibt einen Haufen Beispiele für staatlich unterstützte Monopole, die ihre Preise ohne erkennbaren Grund deutlich erhöht haben. Wenn der Staat Konkurrenzschutz bietet, können Monopolisten endlich die Preise erhöhen, ohne befürchten zu müssen, dass sie Marktanteile an die Konkurrenz verlieren.

Die Preise für verschreibungspflichtige Medikamente sind in den USA unverhältnismäßig hoch. Kein Wunder: Die American Medical Association hat das staatlich garantierte Monopol auf die Verschreibung  verschreibungspflichtiger Medikamente.

In einigen Städten gibt es Taxi-Kartelle. In New York ist die Zahl der Taxi-Konzessionen auf 11.779 Stück festgelegt – seit dem Zweiten Weltkrieg! New York hält diese Zahl künstlich niedrig, so dass die bestehenden Taxiunternehmen ihre Preise massiv erhöhen konnten. Eine Taxi-Konzession in New York kostet erstaunliche 140.000 Dollar.

Ein weiteres Beispiel ist die Federal Reserve. Durch ihr staatlich garantiertes Monopol auf die Geldschöpfung aus dem Nichts wurde die Geldmenge um das 900fache aufgebläht – und das ist nur das Geld, das im Umlauf ist. Die Federal Reserve ist auch für die Boom-and-Bust-Zyklen verantwortlich, die große Depression und die Depression, die wir gerade erleben.

„Aber was ist, wenn ein Monopol einen bestimmten Rohstoff vollständig kontrollieren würde? Dann hätte der Wettbewerb gar keine Chance!“

Das einzige Beispiel in der Geschichte, bei dem dieses auch nur annähernd gelungen ist, war die De Beers Gruppe. Das Kartell der Diamantenminen und Diamanthändler. Die Monopolstellung kam aber dadurch zustande, dass die südafrikanische und russische Regierung ihre Diamantenproduktion verstaatlicht haben und bestochen wurden, damit sie ihre Diamanten exklusiv über De Beers handeln. Zu dieser Situation wäre es in einem wirklich freien Markt nicht gekommen.

Wieder und wieder zeigt die Geschichte, dass es die staatlich gestützten Monopole sind, die ihre Kunden ausbeuten und nicht die Monopole, die auf freien Märkten entstehen. Wenn man Monopole ablehnt, dann wäre es auch widersprüchlich, sich ausgerechnet an das größte Monopol zu wenden, das es gibt – das ist der Staat – um Monopolbildungen zu verhindern.

Unternehmen, die schlecht wirtschaften und nicht mehr wettbewerbsfähig sind, schüren die Angst vor den bösen Monopolen des freien Marktes, damit der Staat eingreift und ihnen die Monopolstellung trotz ihrer Misswirtschaft sichert.

Es sind nicht die freien Märkte, vor denen wir Angst haben sollten, sondern der staatliche Zwang. Er ist verantwortlich ist für: Preiskontrollen, die Monopole hervorrufen, für Tarife, exklusive Verträge, Steuersubventionen, Sondersteuern, Kreditbürgschaften, Konzessionen, Lizenzen, Genehmigungen, Zertifikate, Bailouts, Verstaatlichungen, usw. usf. – alles unter dem Vorwand des Verbraucherschutzes und der Sicherheit.

Das ist es, wovor wir wirklich Angst haben sollten!

Original:
Evil Monopolies Are Fairy Tales in Free Markets

von Jacob Spinney: http://www.youtube.com/user/JacobSpinney, http://www.youtube.com/otherjacobspinney
Übersetzung, Sprecher: Peter Müller

Quellen:
Herbert Dow vs Bromine Cartel: http://www.thefreemanonline.org/featured/herbert-dow-and-predatory-pricing/
Standard Oil: Armentano, Antitrust and Monopoly, 59
Taxicab Monopoly: http://www.jeffjacoby.com/5805/break-open-the-taxicab-monopoly

 

16 Responses to Die „bösen Monopole“ des freien Marktes

  1. Zef sagt:

    >Es sind nicht die freien Märkte, vor denen wir Angst haben sollten, sondern der staatliche Zwang.

    … der den freien Markt, und insbesondere den Zugang zum Markt, zwangsmonopolistisch blockiert.

    „Der Protektionismus war Vorläufer des Kommunismus; ich sage noch mehr, er war seine erste Manifestation“ (F. Bastiat, Eigentum und Gesetz)

    Protektionismus, Sozialismus, Kommunismus – nach Bastiat ein und dieselbe Pflanze in verschiedenen Wachstumsaphasen, wobei der RAUB, das gemeinsame Element, im Protektionismus am sichtbarsten ist durch seine Parteilichkeit (vergl. Bastiat, Das Gesetz).

    Woher die Ohnmacht, den Sozialismus zu widerlegen?

    „Weil Ihr aus demselben Kelch getrunken habt; weil der Umgang mit den Alten, weil Eure herkömmliche Vorliebe für alles, was Griechisch oder Römisch ist, Euch den Sozialismus eingeimpft hat. Zuviel davon hat Eure Seele eingeatmet.

    Euer Gleichmachen des Vermögens durch das Wirken der Zölle, euer Unterstützungsgesetz, euer Verlangen des unentgeltlichen Unterrichts, eure Förderungsprämien, eure Zentralisation, euer Bauen auf den Staat, eure Literatur, euer Theater, alles bezeugt, dass Ihr Sozialisten seid. Ihr unterscheidet Euch von den Aposteln [Anm Z: des Sozialismus] durch den Grad, aber Ihr steht auf demselben Abhang“ (Bastiat, Die klassischen Studien und der Sozialismus).


    http://bastiat.de/

  2. Simon sagt:

    Das grösste Risiko von Monopolbildung ist m.E. nicht in exzellenten Leistungen oder wesentlich tieferen Preisen zu sehen, sondern in Akquisitionen von Mitbewerbern und das insbesondere in kapitalintensiven Branchen (Infrastrukturbetriebe wie Strom- oder Bahnnetzbetreiber, Flughäfen etc.). Auf diese Problematik geht der Artikel leider zuwenig ein.
    Weiter sind es nicht nur Preismultiplikationen von fünf und mehr die Monopole nicht wünschenswert machen. Bereits eine Preiserhöhung von wenigen Prozenten ggü. dem Wettbewerbspreis führt zu falschen Signalen. Und fehlende Anreize zu Innovation und Entwicklung sind wahrscheinlich die gefährlichsten Folgen von Monopolen.

    • isomorph sagt:

      Seh ich auch so. Ich hätte mir gewünscht, das der immaginäre
      Gesprächspartner in dem Artikel auch einfach mal fragt:

      „Und was ist mit den natürlichen Monopolen,
      wie der Trinkwasserversorgung?“

      Da würde mich die Antwort eben so interessieren,
      wie die sonst sehr überzeugenden, auf die gestellten Fragen.

      • Ich verstehe nicht warum die Trinkwasserversorgung ständig als natürliches Monopol angesehen wird. In einem freien Markt würden verschiedenste Anbieter Trinkwasser anbieten können. Wasser kann auch anders als durch Leitungen geliefert werden. In vielen Ländern dieser Erde wird es in Tankwagen oder Plastikkanistern geliefert. Es gibt keine natürlichen Monopole. Es gibt für Alles alternative Lösungen und zwar schon heute. Es gibt biologische Kläranlagen es gibt dezentrale Lösungen zur Energiegewinnung und, und, und….Ein bißchen Fanthasie bitte.

      • Andre Wolffe sagt:

        Hi isomorph,
        wie das „natürliche Monopol“ der Trinkwasserversorgung entsteht darfst du hier bewundern: http://www.youtube.com/watch?v=yGRiFDJCKHU

  3. Hans sagt:

    Was für ein Schwachsinn. Klar. Monopole gibt es nur, weil der Kunde das will. Träumt weiter.

    • FwF-sandman sagt:

      Du hast das Video anscheinend nicht verstanden.

      • depublished sagt:

        Hans hat nicht richtig zugehört bzw. den Text nicht gelesen. Im Video heißt es:

        „Monopole entstehen nur, wenn die Kunden es wollen.“ und nicht „Monopole gibt es nur, weil der Kunde das will.“

        Der Satz „Monopole gibt es nur, weil der Kunde das will.“ ist in der Tat ziemlicher Schwachsinn, da es Monopole nur gibt, weil der Staat die Konkurrenz behindert, die dem Monopol gefährlich werden können. Der eine Satz bezieht sich zudem auf einen wirklichen freien Markt als Umfeld, den wir defintiv heute nicht haben und der andere Satz bezieht sich auf die aktuellen Monopole, die bestimmt kein Kunde und erst recht kein Voluntarist will.

        Hans‘ Satz ist allerdings im Video und im Text nie so gefallen, sondern es handelt sich um eine (bewusste oder unbewusste oder freudsche) Verzerrung bzw. Fehlinterpretation von Hans, die er mit einer reinen Behauptung bzw. Meinung („Was für ein Schwachsinn.“) und einer unsachlichen Äußerung („Träumt weiter.“) zu stützen versucht. Es handelt sich also nicht einmal um ein Strohmann-Argument, sondern einfach nur um eine emotional geprägte, reflexhafte Äußerung mit einem Erkenntniswert, vergleichbar mit der Aussage, dass in China heute schon wieder ein Sack Reis umgefallen ist.

  4. alfons sagt:

    Vergessen wir an dieser Stelle nicht das verheerenste Monopol: Das Monopolgeld. natürlich staatlich legitimiert!
    Meines Erachtens hauptverantwortlich für fast all die negativen Entwicklungen, welche viele Kapitalismuskritiker irrtümlicherweise dem Kapitalismus oder dem freien Markt anlasten wollen. Sie verkennen dabei meiner Meinung nach, dass dieser freie Markt mit einem Monopolgeld prinzipiell gar nicht existieren kann.

  5. Andre Wolffe sagt:

    Dieses Thema führt einem mal wieder die verdrehte Weltsicht der Masse vor Augen. Wie das staatliche Gewaltmonopol die Bildung weiterer Monopole fördert und erst ermöglicht ist doch nur allzu offensichtlich durch das Urheber- und Patentrecht!

  6. Brumm sagt:

    Passend dazu: Patente – Monopole auf Selbstverständlichkeiten

    http://www.heise.de/tp/artikel/37/37791/1.html

    Ansonsten ein interessantes Video b.z.w. Thema

  7. […] Jacob Spinney (via FreiwilligFrei) – Drei Typen sitzen im Gefängnis. Sie haben gegen das Kartellgesetz verstoßen. Der erste […]

  8. Wer … das Zinsgeld verteidigen will, das den Urzins erpresst und damit alle Probleme erst erzeugt, mit denen man sich als „Wirtschaftsexperte“ dann beschäftigen kann, kommt auf den irrsinnigen Gedanken vom „Schuldenmachen“, um Kreditnehmer psychologisch zu verunglimpfen. In der Realität können Schulden niemals „gemacht“ werden, weder vom Staat noch von Banken oder Unternehmern. Denn jede Kreditaufnahme setzt voraus, dass zuvor ein anderer eine Ersparnis gebildet hat und bereit ist, diese zu verleihen. Erst dann entsteht ein Vermögen/Schulden-Paar – und erst dann ist das Gleichgewicht wiederhergestellt! Ein Ungleichgewicht in der Volkswirtschaft entsteht also nicht durch das „Schuldenmachen“, das es als isolierten Vorgang gar nicht gibt, sondern dadurch, dass eine Geldersparnis gebildet und nicht verliehen wird. Dieses Ungleichgewicht ist die Möglichkeit zur Geldhortung, die den Warenaustausch blockiert, bis jemand bereit ist, den Urzins zu bezahlen. Damit wird der Urzins des herkömmlichen Geldes zur „Vorbedingung der Warenerzeugung überhaupt“:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2012/10/geld.html

  9. Michael H. sagt:

    Was so auch nur wenige Menschen wissen ist, dass wenn unsere Politiker von den Märkten sprechen, sie die Finanzmärkte meinen. Wir glauben, die meinen die Unternehmen. Die Off-Shore-Banke sind gemeint, denn dort wird entschieden, wie es mit der Wirtschaft in den Ländern weiter geht. Nehmen wir die Beispiele Griechenland oder Portugal. Griechenland verfügt über umfangreiche Bodenschätze, Öl, Gas, Gold und das sind die Dinge, auf die diese Banken scharf sind. Der Irak wurde bombardiert, weil Saddam Öl nur noch gegen Euro verkaufen wollte. Muammar al-Gaddafi musste „gehen“ weil der den Gold-Dinar einführen wollten, so dass Öl nur noch gegen Gold verkauft werden sollte. Das erfährt man aber nicht von unseren Medien für die man auch noch Geld zahlen soll.
    Hinter den Kulissen läuft etwas anderes. In Portugal soll als erstes Land in der EU die Wasserversorgung privatisiert werden, als Pilotprojekt für Europa, denn dieses Ziel soll für ganz Europa umgesetzt werden.
    Ich meine, wir leben in einer Welt voller Lügen, die Medien bringen nur noch Schwachsinn und manipulieren uns auf der ganzen Linie und unsere Politiker sind diejenigen, die uns all diese Segnungen verkaufen müssen.
    Ford sagte einmal: Wenn die Menschen wissen würden wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir die Revolution morgen früh.
    Wenn zum Beispiel Geld entsteht, weil die Bank einen Vertrag mit einem Menschen schließt, der nur zum Inhalt hat, den Betrag, der dort „gewährt“ wird (er wird ja nicht gewährt sondern mit dem Kredit erschaffen) in seiner Lebenszukunft zu erarbeiten und dann eine Forderung gegen eine Verbindlichkeit in die Bilanz bucht, dann kann ein normal denkender Mensch nicht verstehen, dass die Verbindlichkeit auf seiten der Bank existiert und der Kreditnehmer durch seiner Hände Arbeit die Verbindlichkeit der Bank abarbeitet, denn die Bank schuldet dem Kreditnehmer das Geld als gesetzliches Zahlungsmittel (gesetzliche Zahlungsmittel sind nur Scheine und Münzen), dass sie ihm nicht auszahlt sondern nur als Buchgeld (kein gesetzliches Zahlungsmittel) zur Verfügung stellt… wofür die Banken dann sogar noch Zinsen haben wollen…. ich könnte grade so weiter machen…. aber ich denke viele von Euch wissen schon darüber bescheid.

  10. markus_eserver sagt:

    Den Witz mit dem Kartelgesetz habe ich heute in einer geeigneten Situation vorgetragen und die Libertäre Sichtweise wurde dadurch sofort verständlich 🙂

    Wir brauchen dringend mehr Libertäre Witze!

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