Ein Staat setzt sich zusammen aus den Resorts, die ihn bilden. Jedes Resort bildet einen Bereich des gesellschaftlichen Lebens ab. Diese Bereiche gab es schon zu Zeiten, als der Staat noch kleiner war und sich nicht um diese gesellschaftlichen Bereiche kümmerte. Heutzutage ist es jedoch der Fall, dass man als freiheitsorientierter Mensch sich rechtfertigen muss für die Visionen einer Zukunft, deren Gelingen bei eigenem Nachforschen in der Vergangenheit oder bei eigenem Nachdenken in der Logik zu finden ist. Nichts desto trotz können die millionenfachen Anwälte des Staates, die sich ein Leben ohne die obrigkeitliche Regulierung weder vorstellen können, noch vorstellen wollen, nicht ausmalen, dass gesellschaftliche Bereiche, in die Heute von Seiten des Staates eingegriffen wird, einst privat erbracht worden sind oder in Zukunft privat erbracht werden können. Diese Menschen glauben, dass die Bedürfnisse der Menschen, in dem Moment aufhören zu existieren, wo auch der Staat aufhören würde zu existieren.

Dies würde bedeuten, dass wenn das SozialSYSTEM aufhören würde zu existieren, zugleich das menschliche Bedürfnis nach einem SozialWESEN aufhören würde zu existieren.

Dies würde bedeuten, dass wenn das GesundheitsSYSTEM aufhören würde zu existieren, zugleich das menschliche Bedürfnis nach einem GesundheitsWESEN aufhören würde zu existieren.

Dies würde bedeuten, dass wenn das VersicherungsSYSTEM aufhören würde zu existieren, zugleich das menschliche Bedürfnis nach einem VersicherungsWESEN aufhören würde zu existieren.

Dies würde bedeuten, dass wenn das BildungsSYSTEM aufhören würde zu existieren, zugleich das menschliche Bedürfnis nach einem BildungsWESEN aufhören würde zu existieren.

Dies würde bedeuten, dass wenn der Staat aufhören würde zu existieren, zugleich das menschliche Bedürfnis nach einer Gesellschaft aufhören würde zu existieren.

Der grundlegende Denkfehler dieser Menschen liegt darin, zu glauben, dass Zwang und Gewalt die Ordnung aufrechterhalten. Doch schon hier zeigt sich der nächste Widerspruch. Was ist das für eine Ordnung, die ich nur durch Zwang und Gewalt aufrechterhalten kann? Ist das eine Ordnung, in die sich Menschen freiwillig einordnen? Wohl kaum, da es andernfalls des Zwangs nicht bedürfte. Ein viel erzählter Spruch für Trübsal blasende Liebende ist jener: „Lasse los den Vogel. Wenn er fort fliegt und wieder kehrt, ist er deiner. Bleibt er fort, ist er es nie gewesen.“ Im Bezug auf die Bereiche, die der Staat übernommen hat, um sich darum zu kümmern, verhalten sich oft die gleichen Menschen, denen diese Sprüche über die Lippen gehen, wie ein lebendiger Widerspruch. Nicht von loslassen und Vertrauen ist die Rede, nicht vom eigenen Handeln sondern von den Zwängen, über die bestimmt wird, in welcher Weise und welchem Ausmaß der andere handeln darf. Darf der andere fortfliegen oder darf er es nicht? Und wenn er fortfliegen darf, wieviele Flügel darf er benutzen? Wie schnell darf er sich bewegen, während er bei jedem Flügelschlag glaubt, frei zu sein? Vom oft bemühten Spruch, den anderen los zu lassen, ist nichts mehr übrig, wenn man beobachtet und lauscht, welche Überzeugung Menschen im Bezug auf das Verhalten ihrer Mitmenschen haben.

Was ich anhand meiner Gegenüberstellung der Begriffe SYSTEM und WESEN zeigen möchte ist die Gegenüberstellung von Zwang und Freiheit. Systeme bilden etwas Geschlossenes, etwas, dass keine inneren Widersprüche duldet, da es sonst das System gefährdet. Deswegen sind Systeme auch stets starr und konsequent darin, SystemGEGNER zu bekämpfen, im Namen des Systems (oder im Namen des Staates). Wo immer wir das Wort System vorfinden, finden wir den staatlichen Eingriff in dieses menschliche Bedürfnis. Waren und sind Gesundheit, Bildung oder Sozialität menschliche Bedürfnisse, so wurden diese Bedürfnisse verstaatlicht. Und mit dem Staat kam darauf das Monopol, das jeden Wettbewerb um die kundenfreundlichste Dienstleistung dieses Sektors beerdigt hat. Dem Bedürfnis wurde das Wort „-SYSTEM“ beigefügt, woran man erkennt, dass es keinen freien Markt darüber gibt, der bestmöglichst Angebot und Nachfrage zusammen bringt. Nach einer gewissen Anzahl an Jahren laufen sich die Systeme heiß, wie das auch bei CPU Rechnern passiert und es muss schnellstmöglich ein neuer CPU Rechner gefunden werden, der das alte System gleichwertig ersetzt. Leider kommen in diesen systemischen Denkmustern keine Individuen vor. Diese existieren für jene, die systemfanatisch sind, nur dazu, die Systeme am laufen zu halten. Das häufig empfundene Beispiel, sich wie ein Hamster im Hamsterrad zu bewegen, ist daher keine verzerrte Wahrnehmung, sondern trifft die Beziehung der Menschen zum System in dem sie leben, wie ein Nagel auf den Kopf.

Auffallend ist zudem, dass existentielle menschliche Bedürfnisse verstaatlicht worden sind. Hierbei anzunehmen, es handele sich lediglich um einen Zufall, würde jenen, die es aus Absicht und Kalkül getan haben, in ihrer Gerissenheit nur unbedeutend gerecht. Die Logik dahinter war, dass wenn erst die existentiellen Bedürfnisse der Menschen verstaatlicht sind, die Menschen somit auch abhängig vom Staate sind. Denn Mensch und menschliches Bedürfnis lässt sich schwer trennen. Und da man herausgefunden hat, dass direkte Versklavung von Menschen zu großem Widerstand führt, führt die indirekte Versklavung der Menschen über die Verstaatlichung ihrer Bedürfnisse zu einer Abhängigkeit vom Staat. In einem demokratischen Staat wird den Menschen jedoch suggeriert, dass sie, ihrer Bedürfnisse entsprechend, Einfluss auf die Regelungen nehmen können. Diese Einflussnahme durch den Gang zur Wahlurne suggeriert, dass die Menschen jederzeit die Zustände ändern könnten. Es wird suggeriert, dass die herrschenden Zustände das gewollte Ergebnis der Menschen sind. Dieser psychologische Aspekt ist jedoch Teil eines Herrschaftsmodells, der sich dadurch vor Aufstand schützt, indem er den potentiell Aufständischen die Möglichkeit gibt, ihre Stimme abzugeben, jedoch das System nicht durch einzelne Stimmen in Frage gestellt werden kann.

Viele Menschen haben Angst, dass es in einer freien Gesellschaft ohne Staat und ohne SozialSYSTEM keine Hilfe mehr für Bedürftige geben würde. Doch gibt es mehrere Aspekte, um anzunehmen, warum dieser Glaube nicht eintreten wird.

1.Das menschliche Bedürfnis nach einem SozialWESEN hört nicht auf zu existieren, nur weil es entstaatlicht und in die Hände der Menschen zurückgelegt wird.

2.Diese Angst vor dem Verlust des Systems ist weniger eine Angst davor, dass es aufhört zu existieren, als davor, nicht zu wissen, wer, was, wann, in welcher Art und Weise tut. In Wirklichkeit ist diese Angst nur eine Projektion für die Frage wie etwas geschieht. Doch als der Süden Amerikas noch die Sklaverei gut hieß und sich kritische Stimmen regten, gab es unter den Anhängern der Sklaverei ebenso zahlreiche Menschen die mit Angst vor dem, was danach kommen kann, mit der Frage reagierten, wer denn dann die Wolle pflückt. Doch kann ein ethisch schlechtes System allein deshalb für gut und erhaltenswert befunden werden, bloß weil man nicht weiß, wer hinterher auf welche Weise etwas tun wird? Ethisch gesehen spielt es keine Rolle, was danach geschieht und vom wem danach was gemacht wird. Ethisch gesehen ist es einfach falsch, Menschen zu versklaven!

3.Der Staat besitzt ein Monopol auf die Sozialität, und wie man wissen sollte, führen staatliche Monopole zu höheren Kosten und einer minderen Qualität. Würde dieses staatliche Monopol aufhören zu existieren, dann würden die Menschen in ihrer Vielfalt und Kreativität den entstehenden Raum nutzen, um ein Sozialwesen zu organisieren. Das Bedürfnis menschliche Bedürfnisse zu organisieren, indem man Angebot und Nachfrage zusammenbringt, verschwindet nicht, wenn der Staat dieses Monopol aufgeben würde. Im Gegenteil, es würden Kapazitäten der Menschen frei, sich hier zu engagieren und im Wettbewerb miteinander um die bestmögliche Dienstleistung zu duellieren.

4.Freiwillige Organisationen können sich auf Basis von Spenden bilden. Heutzutage werden Organisationen gefördert, deren Ziel die „Rettung der Frösche“ ist. Nur ein Bruchteil würde genügen, um die wirklich Bedürftigen ohne bürokratischen Aufwand zu unterstützen.

5.Dieses SozialWESEN wäre ebenso darauf angewiesen, dass die Möglichkeit, bedürftig zu werden, abnimmt. Dies erfordert jedoch den Rückzug des Staates aus dem Arbeitsmarkt, in direkter und indirekter Weise. Beziehungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssen der Vertragsfreiheit unterworfen sein, nicht der staatlichen Einmischung darin, wie diese Vereinbarungen auszusehen und unter welchen Aspekten sie einzutreten haben. Der Arbeitsmarkt darf keine Privilegien und Subventionierungen kennen, keine Klüngelei mit dem Staat. Es muss die Freiheit geben, Arbeit anzubieten und es muss die Freiheit geben, Arbeit anzunehmen.

6. Wenn der Staat das Geldmonopol abgeben würde und die Bereitstellung von Geld dem freien Angebot der Menschen überließe, die versuchen würden, das optimalste Geld zu entdecken, dann würde durch die daraus resultierende Werthaltigkeit des Geldes in Kombination mit einem entstaatlichten Arbeitsmarkt und einem karitativen SozialWESEN eine ungemein prosperierende Gesellschaft entstehen können, die viele der heutigen Probleme nur noch aus alten Büchern kennen würde.

Auch beim GesundheitsWESEN wäre es dasselbe. Gesundheit wird immer teurer. Die staatlichen Krankenkassen sind ein staatliches Monopol. Aufgrund eines nicht vorhandenen freien Marktes und dem fehlenden Wettbewerb, fallen die Kosten für die Gesundheit nicht, sondern nehmen zu. Daraus resultiert in letzter Konsequenz, bei Beibehaltung des staatlichen GesundheitsSYSTEMS eine Art Gesundheitsfaschismus, der aufgrund von Kostendruck dazu führt, menschliche Essgewohnheiten und menschliche Freizeitaktivitäten regulieren zu müssen, weil in einem staatlichen Gesundheitsmonopol die verursachten Kosten sozialisiert werden. Wenn beispielsweise Peter sich gerne von Burger King ernährt, dann beklagt sich Renate über seine Essgewohnheiten und argumentiert, dass wegen solcher Menschen wie Peter, ihre staatlichen Krankenkassenbeiträge ansteigen. Auch hier ist es der Mangel an Vorstellungsvermögen und Logik, der es verhindert, sich aus dem SYSTEM zu befreien.

Das Versicherungssystem beispielsweise war einst privat und kannte in den angelsächsischen Ländern die Bruderschaften. Es war ein freiwilliges und preisgünstiges Modell für Menschen mit niedrigem Einkommen, wurde aber von denen, die mehr verdienen wollten, bekämpft. Diese haben Einfluss auf den Staat genommen, um das Angebot an die Menschen unter Berücksichtigung falscher Ideale zu reduzieren. Weniger Angebot sei bessere Qualität. Leider führte dies natürlich zu höheren Preisen, die denen zugute kamen, die davon profitierten, weil sie dem Wettbewerb, der preisdrückend wirkt, nicht mehr ausgesetzt waren. Man kann das immer wieder beobachten. Wenn sich staatliche Gewerkschaften für höhere Löhne einsetzen, dann tun sie dies nie für alle, sondern nur für einen Teil der Berufsgruppe, die sie vertreten. Diejenigen, die geringer qualifiziert oder neu im Betrieb sind, werden bei steigenden Löhnen für die Belegschaft entlassen. Die Gewinne des einen Teils der Belegschaft gehen auf Kosten des Arbeitsplatzverlustes für den anderen Teil der Belegschaft.

Das Bildungssystem wiederum wird dazu benutzt, den Menschen ein einheitliches Welt- und Geschichtsbild zu vermitteln. Wenn man später drauf kommt, dass diverse Inhalte nicht der Wahrheit entsprechen, sondern aufgrund politischer Einflussnahme eine Verzerrung der Tatsachen darstellt, so bemerkt man zudem auch, dass man zu einer Minderheit gehört, die es geschafft hat, aufgeklärter zu sein, als man es ausgehend von den bildungspolitischen Inhalten sein sollte. Auch Bildung wäre auf einem freien Markt günstiger und an Angeboten reichhaltiger. Einfach, weil es unlogisch ist, dass Freiheit, welche jedem Raum zur Entfaltung bietet, eine Reduktion an Möglichkeiten zur Folge haben, während Regulation zur Entfaltung beitragen solle.

Alle Menschen, die Sorge haben, dass in einer freien Gesellschaft Menschen umkommen, denen sei zu aller erst einmal gesagt, dass allein aufgrund der Frage ein Bedürfnis gegeben ist, dass nicht verschwindet, wenn es keinen Staat gäbe, der sich darum kümmert. Allein dieser fragende Mensch kann sich in einer solchen Gesellschaft um Bedürftige kümmern und wird damit nicht alleine sein.

Denn das Verhältnis von Bedürftigen und Helfenden würde sich im Vergleich zu heute umkehren. Heute leben wir in einer Welt, in der die Möglichkeiten zu helfen, abnehmen. Sei es, weil die Menschen sich denken, dass es eh der Staat macht, sei es, dass sie immer weniger im Geldbeutel haben und selber noch ein halbwegs gutes Leben möchten, sei es, dass vieles nur über bürokratische Umwege erreichbar ist. Die Helfenden werden mehr und mehr selbst zu potentiell Bedürftigen. Am Ende bleibt in unserer Welt kaum noch jemand über, um einem anderen zu helfen. Dann muss man lernen, sich wieder selbst zu helfen. In einer freien Gesellschaft würde sich das Verhältnis umkehren. Die Anzahl der Bedürftigen würde schrumpfen, während die Anzahl der potentiellen Helfer zunehmen würde. Natürlich gibt es niemals eine Gewissheit, dass auch jeder hilft, aber es ist eine sehr große Wahrscheinlichkeit, um anzunehmen, dass viel Potential zur Hilfe in einer Gesellschaft steckt, in der es den Menschen ermöglicht ist, nicht durch staatliche Gesetze zu Bedürftigen gemacht zu werden.

Auch meinem Freund Hauke Marxen (Freiwilligfrei) konnte ich einige Fragen stellen, zu denen er sich Antworten entlocken ließ.

Frage: Wie können alte, vielleicht behinderte Menschen ohne Anhang versichert sein? Sie verursachen ja nur Kosten und haben vielleicht kein Geld. Was passiert mit denen?

Hauke Marxen: Erstmal muss man sich bewusst machen, dass alte Menschen ja nicht alt auf die Welt kommen. Sie können natürlich dann Versicherungen abschließen, wenn sie jung und tatkräftig sind. Dadurch sorgen sie für ihr Alter vor. In einem freien Markt sind die Leute generell wohlhabender, es gibt also viel bessere Möglichkeiten, sich etwas anzusparen und im Alter nicht mittellos zu sein. Für diejenigen, die trotzdem im Alter nicht für sich selbst sorgen können, gäbe es friendly societies, die Konzepte genau für diese Menschen entwickeln.

Hier ein video dazu: http://www.youtube.com/watch?v=6nEb2IflUdk&feature=plcp

Frage: Was, wenn einer nicht dazu kommt, dass er sich was anspart, weil ihm vorher was passiert ?

Hauke Marxen: Ich habe jetzt schon meine Kinder gegen Unfälle und schwere Krankheiten versichert. Solche Versicherungen wären später viel billiger, weil es einen wesentlich größeren Wettbewerb gäbe.

Frage: Was, wenn sich keine solche social Society gründet und die Leute verrecken?

Hauke Marxen: Was ist, wenn das Rentensystem des Staates nicht hält? Wenn die Krankensysteme bankrott gehen? Wenn dem Staat endgültig das Geld ausgeht und es nichts mehr zu stehlen gibt, weil die Bürger selber nichts mehr haben? All diese Fragen lassen sich genauso wenig beantworten, wie die, wer dem 95 jährigen Leuchtturmwärter auf Rügen im Jahre 2175 sein künstliches Hüftgelenk bezahlt, wenn er vergessen hat seinen Versicherungsvertrag zu unterschreiben.

Am Ende wird es Menschen geben, die auf Hilfe angewiesen sind. In einer freien Gesellschaft werden das weniger sein und es werden mehr Menschen bereit sein, zu helfen. Der beunruhigte Leser wird auch bereit sein, zu helfen, da er Antworten auf diese Fragen sucht und es ihm wichtig ist, dass geholfen wird. Mir ist es auch wichtig und Dir auch. Dann sind wir schon zu dritt. Lustiger Weise stellt jeder diese Fragen. Ich bin sicher, ein freier Markt wird es schaffen Hilfsbedürftige und Hilfswillige zusammenzubringen.

Frage: Manch einer, der im staatlichen GesundheitsSYSTEM tätig ist und sich um hilfsbedürftige Menschen kümmert, glaubt, dass dies nur deshalb getan wird, weil es einen staatlichen Zwang dazu gibt.

Hauke Marxen: Heute macht das ja auch nur der Staat. Darum gibt es kaum andere Alternativen. In einer freien Gesellschaft gäbe es den ja nicht. Der Bedarf wäre trotzdem da. Wo eine Nachfrage, da ein Angebot. Hilfsbedürftige und Hilfswillige zusammenzubringen ist eine Dienstleistung, die Profit bringt. Es wird etliche Anbieter geben. Der Preis wird relativ niedrig und die Leistung relativ hoch sein.

Frage: Was bringt es für die Versicherung für einen Profit, wenn sie Menschen versichert, die sich vielleicht gar nichts leisten können, behindert und angewiesen auf fremde Hilfe sind, um zu überleben? Jene, die nicht arbeiten und schwerbehindert bis zu ihrem Tode zu Hause liegen. Welchen Profit bringen die der Versicherung?

Hauke Marxen: Die Nachfrage der Hilfsbedürftigen, die nichts haben, bringt nichts, die Nachfrage der Hilfswilligen jedoch sehr viel. Schon heute gehen Milliarden in Hilfsorganisation aller Art. „Rettet die Schnecken!“ Die Zahl solcher Organisationen würde zunehmen, und sie würden sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren. Wenn Menschen helfen wollen, wird das Helfen organisiert werden. Schauen wir uns die Börse an, die eine ganz ähnliche Funktion hat. Sie bringt Menschen mit Kapital und ohne Ideen mit Menschen zusammen, die Ideen haben, aber kein Kapital. Wenn wir das immer nur aus Sicht derjenigen betrachten, die kein Kapital haben, könnte man ja auch daran zweifeln, dass es so etwas wie eine Börse geben könnte, da die Menschen ohne Kapital ja nichts bringen und die Idee alleine schwer zu bewerten ist. Die Kombination aus Idee und Kapital sorgt aber für die Befriedigung eines Bedürfnisses, Wohlstand. Sicherheit in der Not ist auch ein Bedürfnis. Wer könnte das besser lösen als der Markt?

 

 

One Response to „Die Existenz des Staates bedingt nicht die Existenz menschlicher Bedürfnisse“

  1. Zef sagt:

    Zurück ihre künstlichen Mittel!

    „Ein Kind war gerade geboren worden und ein Gedränge von Wahrsagern, Hexern, Empirikern umringten es, bewaffnet mit Ringen, Haken und Bändern.

    Der eine sagte: „Dies Kind wird nie den Duft einer Friedenspfeife riechen, wenn ich ihm nicht die Nasenflügel verlängere.“ Ein andere: „Es wird des Gehörs beraubt sein, wenn ich ihm nicht die Ohren bis zu den Schultern herabziehe.“ Ein dritter: „Es wird nicht das Licht der Sonne sehen, wenn ich nicht seinen Augen eine schräge Ausrichtung gebe.“ Ein vierter: „Es wird sich niemals aufrecht halten, wenn ich ihm nicht die Beine krümme.“ Ein fünfter: „Es wird nicht denken, wenn ich nicht sein Hirn zusammendrücke.“

    „Zurück“, sagt der Reisende. … lasst seine Organe sich entwickeln, sich kräftigen durch Übung, durch Erprobung, Erfahrung und Freiheit.“

    … Die gesellschaftlichen Organe sind auch ausgelegt, um sich harmonisch zu entwickeln unter der großartigen Luft der Freiheit.

    Zurück also Empiriker und Organisatoren! Zurück ihre Ringe, ihre Ketten, ihre Haken, ihre Zangen! Zurück ihre künstlichen Mittel!

    … möge man endlich die Freiheit auf die Probe stellen…“

    Bastiat, Das Gesetz
    http://bastiat.de/bastiat/gesetz.html

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