von Oliver Janich

Es existiert eine Täuschung, die ist so allgegenwärtig, so subtil, so kontrolliert, so organisiert, so alles durchdringend, dass die allermeisten Menschen ihr seit Jahrtausenden unterliegen. Sie ist so erfolgreich, dass sich Irreführungen zum 11. September oder dem Klimawandel wie kleine Jahrmarktbudenzaubertricks ausnehmen. Diese Täuschung ist sogar so perfekt, dass sie nicht einmal jenen auffällt, die vorgenannte Themen bereits als billige Propaganda enttarnt haben. Sie ist so geschickt, dass sie ihr wahres Wesen zu verbergen vermag, obwohl sie der Urheber dieser Propaganda ist.

Diese Täuschung heißt »Staat«. Die Täuschung liegt darin, dass nur der Staat in der Lage sei, gesellschaftliche und damit zwischenmenschliche Probleme zu lösen. Diese Täuschung ist sogar dazu in der Lage, die Tatsache zu verschleiern, dass auch beim Staat nur Menschen arbeiten. Es sind also wiederum nur Menschen, die versuchen, gesellschaftliche Probleme zu lösen. Mit einem entscheidenden Unterschied zum normalen Bürger: Die Staatsbediensteten halten buchstäblich eine Waffe in der Hand, das Gewaltmonopol des Staates.

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Quelle: Kopp-Verlag

 

14 Responses to Die größte Täuschung aller Zeiten

  1. ZaunReiter sagt:

    Danke, Sandman für’s übermitteln, danke an Oliver für diesen Text.
    Dieser hat bei mir die letzten Zweifel ausgeräumt, ob Voluntarismus eine Gesellschaftsform ist, die langfristig, zukünftig sein könnte 🙂 !

    In der Diskussion mit FwF und den Kommentierenden, sowie im eigenen Zwiegespräch ist mir ein Entwurf für die Definition von Freiheit in den Sinn gekommen:
    FREIHEIT IST DIE WAHL ZU HABEN, ETWAS ZU TUN, ODER NICHT ZU TUN; DIE AKZEPTANZ DER KONSEQUENZEN AUS DIESER ENTSCHEIDUNG, SOWIE DER RESPEKT VOR DEN ENTSCHEIDUNGEN ANDERER!
    Tät mich mal interessieren, ob die voluntaristisch ist?

    Weiter möchte ich auf diesem Weg Euch 3 Individuen bitten, mal die Betreiber der Seiten zu kontaktieren, durch die ich auf FwF aufmerksam geworden bin. Um die voluntaristische Idee besser zu vernetzen (Ihr habt da bestimmt bessere Möglichkeiten als ich). Hier die Links:

    http://www.dieter-broers.de

    http://www.z-e-i-t-e-n-w-e-n-d-e.de (hier besonders das Blog)

    Da MiB-Wiefelspütz ein mittelbarer Nachbar von mir ist, ich ihn als verhältnismäßig offen kennenlernte, wär’s klasse, eine Form („Hurra, wir werden gezwungen!“, erscheint mir mit über 100 Seiten zu lang!) zu finden, auch ihn denkend zu machen!

    Ich kann den Tag recht frei gestalten, also lasst mich wissen, wie ich -neben einer Spende- FwF unterstützen kann.

    FwF-Infokriegerberlin’s übersetztes Video „Das Ding Regierung“ hat über mein Adressbuch bereits Verbreitung erfahren. Allerdings mit geringer Rückmeldung und die, die kam war nicht ernst zunehmen, geschweige denn logisch.

    LG,

    Zaunreiter

    • FwF-sandman sagt:

      Hallo Zaunreiter,

      wie Du Dir sicherlich vorstellen kannst, freuen wir uns außerordentlich, dass Du Deine Zweifel in Deinem Zwiegespräch ausräumen konntest. 🙂
      Willkommen also im Kreise derer, die Freiheit und Selbstverantwortung über Garantien und Fremdbestimmung stellen.

      Es gibt einige Beschreibungen, die Freiheit im voluntaristischen Sinne erklären. Deine gehört sicherlich zu den treffendsten. Es ist so einfach, die Menschen müssen nur wollen, dann wären sie frei. Leider wollen sie im Moment nicht, aber da arbeiten wir dran. Vielleicht zukünftig mit Deiner Hilfe. Wenn Du also alle möglichen Kontakte auf unser Thema bringen würdest, wäre es nützlich für uns und vielleicht auch für viele andere. Das schöne ist, dass dieser Freiheitsvirus eine lange Inkubationszeit haben kann, wenn er aber ausbricht, gibt es kein zurück mehr. Ich bin überzeugt, dass die Menschen frei sein können, dauert es auch Generationen. Leider müssen sie sich die Freiheit verdienen.

      Deine Idee mit der verkürzten Variante von Hurra, … finde ich sehr gut. Ich werde so etwas erstellen. Das kann sich aber etwas ziehen (Job, Familie, usw.).

      Wir schauen uns die Seiten mal an, die Du uns empfohlen hast.

      Vielen Dank für Deinen Mut, die eigenen Denkstrukturen zu hinterfragen.

      Gruß
      sandman

  2. Jürgen Gerdes sagt:

    Unterliegt Herr Janich nicht selber einer Täuschung? Als Vorsitzender der Partei der Vernunft ist er ein Teil des Systems – hierbei mitzutun ohne „beschädigt“ zu werden, wäre die perfekte Umsetzung des Spruches: “Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass!“ Ich wünsche es ihm, jedoch ist der Weg in die Hölle mit guten Vorsätzen gepflastert.

    • FwF-sandman sagt:

      Ein nachvollziehbarer Gedanke, wie ich finde. Doch die schmale Brücke über dem Feuer der Verdammnis ist gepflastert mit Integrität. Ich traue Herrn Janich zu, über diese Brücke gehen zu können, hat er doch einen Trumpf im Ärmel. Die PDV hat ein Programm, dass jedem Judas ein rotes Blinklicht auf den Kopf setzt. Es gibt kein Wischiwaschi. Das Ziel ist klar definiert. Jede Unterwanderung würde früh entdeckt. Beschädigt würde er nur dann, wenn er Unterwanderung vertuschen würde. Integrität ist sein Schild.

  3. Jürgen Gerdes sagt:

    Macht es einen Unterschied in welchem Umfang die Menschen bestohlen werden? Ist eine Partei besser als andere weil sie dafür eintritt das die Bürger nicht in dem Ausmaß bestohlen werden, wie es konkurrierende Parteien propagieren?

    • FwF-sandman sagt:

      Nein, in meinen Augen macht es keinen Unterschied, denn auch ein bisschen Gewalt ist unmoralisch.

    • FwF-sandman sagt:

      Die PDV hat ein Programm, dass es den Menschen ermöglicht, nicht mitzumachen. Kein Mensch darf zu etwas gezwungen werden. Das ist ein Programm, dass es so bei anderen Parteien nicht gibt.
      Dummerweise wachen wir nicht an eines Tages auf und leben in einer freien Welt. Es ist also eine Entwicklung erforderlich. Wenn also eine Partei ausschließlich gegen Zwänge und Regulierungen stimmen würde, wäre sie sicherlich aus meiner subjektiven Sicht besser als Parteien, die neue Regulierungen und Zwänge einführen wollen. Insofern muss die PDV sich an ihrem eigenen Programm messen lassen, wenn sie erstmal irgendwo in Parlamenten sitzt.

    • Hans Kolpak sagt:

      Der Film „Wir sind erwachsen!“, den ich hier vor drei Tagen fand, spricht mir aus der Seele.

      Wo auch immer, wann auch immer, wie auch immer – immer wenn Menschen gegen Menschen Gewalt ausüben, weil sie einer Ideologie anhängen, gehen sie fehl. Warum? Das friedliche Nebeneinanderherleben ist in einer Familie möglich, in einem Ortsteil, in einem Staat und auf dem ganzen Planeten Erde.

      Warum fehlen so oft das NEIN zu Gewalt und das JA zur Liebe? Menschen handeln immer wieder gegen ihre eigenen Interessen und gegen die Interessen der Menschheit. Wenn der Sinn des Lebens darin besteht, sich des Daseins zu erfreuen und ein ausgefülltes Leben mit guten Gefühlen zu führen, dann sei die Frage erlaubt, ob dies eine Utopie bleiben soll oder ob die Deutsche ZivilGesellschaft das Potential hat, einiges zu bewegen. Die Polarisierung der ZivilGesellschaft durch Feindbilder ist nicht zielführend, sie lenkt nur ab.

      Der Mensch möchte arbeiten, sein Auskommen haben und sich mit Freunden entspannen. Wie Licht und Schatten, so besteht auch eine Spannung zwischen Menschen, die NEIN sagen und solchen, die JA sagen, um etwas zu bewegen.

      Viele Menschen verschließen sich religiösen und politischen Diskussionen, weil sie den Diskurs und die Diktatur dahinter ablehnen. Vor allem lehnen sie in ihren Herzen staatliche Gewalt ab, sobald diese über hoheitliche Aufgaben hinausgeht. Umgangssprachliche Begriffe wie Stimmvieh, Steuervieh und Konsumvieh lassen tief blicken, wie weit es mit der sogenannten freiheitlich demokratischen Grundordnung gekommen ist. Die gegenwärtigen Entwicklungen besitzen bereits so viel Eigendynamik, dass es den Eliten nicht mehr gelingt, das Ruder herumzureissen.

      Die NEIN!-Idee Deutschland ist verantwortlich dafür, dass ich mich wieder der Parteipolitik zugewandt habe. Meine PRessetexte belegen dies: http://www.NEIN-Idee.be .

  4. „Die PDV hat ein Programm, dass es den Menschen ermöglicht, nicht mitzumachen. Kein Mensch darf zu etwas gezwungen werden. Das ist ein Programm, dass es so bei anderen Parteien nicht gibt.“
    Sandman, leider ist das ebend nur das Grundsatzprogramm. Irgendwann wird die pdv zu Entscheidungen Ja sagen ,um mitregieren zu können. Sie fordern ja auch eine Flattax von 25%. Man kann sich ein schönes Grundsatzprogramm schreiben, wenn man aber in Zwischenschritten trotzdem Diebstahl gutheißt, verliert man seine Integrität. Du redest jetzt genau so, wie ich, als ich noch versucht habe Euch von der pdv zu überzeugen. Schon irgendwie komisch 😉

    • FwF-sandman sagt:

      Hallo Jens,

      meine Meinung hat sich nicht verändert. Wir werden eine voluntaristische Gesellschaft nicht durch gestalterische Politik erreichen. Darin sind wir uns einig. Ich schrieb auch, dass die PDV sich an ihrer Integrität ihrem Programm gegenüber gemessen werden wird, zumindest von mir. Ich finde ihr Programm gut und unterstütze, dass die Menschen sich mit diesem Programm auseinandersetzen.

      Du sprichst natürlich die Konsistenz meiner Argumentation an, zurecht. Auch ein bisschen Zwang ist Zwang.

      Auch die Nein-Idee ist aus voluntaristischer Sicht nicht perfekt, sagt sie doch ja zur direkten Demokratie. Doch auch dort wird die Mehrheitsmeinung für die Minderheit zwanghaft. Auch dort delegiert man Rechte, die man selbst nicht hat.

      Trotzdem werde ich auch die Nein-Idee unterstützen.

      Deine Kritik ist aber völlig gerechtfertigt.

      • „Auch die Nein-Idee ist aus voluntaristischer Sicht nicht perfekt, sagt sie doch ja zur direkten Demokratie. Doch auch dort wird die Mehrheitsmeinung für die Minderheit zwanghaft. Auch dort delegiert man Rechte, die man selbst nicht hat. “
        Da hast Du natürlich recht. Wir werden aber nie für andere entscheiden. Im obigen Fall sagen wir ja letztendlich nur, dass wir nicht entscheiden aber die Menschen nicht daran hindern werden Entscheidungen zu treffen. Inwieweit diese Entscheidungen voluntaristisch sein werden, liegt nicht in unserer Hand. Dafür ist es sehr wichtig, dass es Plattformen wie FwF gibt. Wir sehen uns eher als Vetreidigungsmittel gegen Politik.

  5. libertärernovize sagt:

    @Jens Martinek

    Wenn man keine Zwischenritte macht sondern gleich alles von heute auf morgen ändern will, dann überfordert das die Leute und es endet im Desaster, denn dann wollen die Leute garantiert nichts mehr von freiheitlichen Ideen wissen. Man muss nur das Ziel im Auge haben, aber es ist eben zum jetzigen Zeitpunkt nicht so, dass man ohne Übergangsphasen sinnvoll was verändern kann, dazu sind wir schon zuweit entfernt von persönlicher Freiheit. Auch ich wünsche mir, dass wir morgen eine Gesellschaft ohne Staat haben, aber es ist eben unrealistisch, deshalb ist ja, dass was FreiwilligFrei macht sehr gut und man erreicht auch so was bei den Leuten die offen sind für andere Ideen. Bei den meisten Leuten wird es aber dauern, bis sie das komplett befürworten, es ist einfach ein Prozess der beim einen schnell und beim anderen etwas länger dauert. Sicherlich schadet eine Partei, die den Weg bereitet nicht, denn die PDV kann eben durch politisches Wirken mehr Leute erreichen, aber auch da ist es bei einer relativ unbekannten Partei ein langer steiniger Weg, bei dem ich jedenfalls mithelfen werde. Man muss den Leuten erst mal zeigen, das Freiheit funktioniert und wenn sie erstmal merken, dass man ja den Staat zum großen Teil oder dann irgendwann garnicht braucht dann sind sie soweit, das sie den Voluntarismus akzeptieren. Beim Großteil erreicht man mit der Voluntaristischen Idee erstmal garnichts. Selbst, dass was die PDV im Grundsatzprogramm hat ist für viele ein Horrorszenario, da bleibt für uns alle noch viel zutun die notwendige Überzeugungsarbeit zu leisten und eben jeder auf seine Weise.

    Mein Ziel ist der Voluntarismus, der für mich einfach das Ideal darstellt indem ich irgendwann leben möchte. Wenns nach mir geht schon morgen, aber das geht nunmal nicht.

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