Bürgerkrieg in Schlumpfhausen

On 20. April 2015, in Gesellschaft und Politik, Videos, by FreiwilligFrei

Die Schlümpfe verprügeln sich gegenseitig, Schlumpfhausen ist halb zerstört und der gesamten Schlumpfheit droht eine vernichtende Katastrophe. Wie konnte das in einer für ihre Friedlichkeit und Toleranz bekannten Gesellschaft nur passieren? Schaut es euch an. Danach folgt eine Erklärung.

Alles beginnt mit einer Lüge. Sie lautet: Der neue Machthaber hat das Recht über andere zu herrschen. Diese Lüge wird am Anfang nicht geglaubt, also muss mittels der Medien so lange Propaganda betrieben werden, bis die Lüge als Wahrheit gilt. Herrschaft erfolgt durch Gewalt, also verschafft sich der Machthaber im nächsten Schritt das Gewaltmonopol mit weiteren Lügen und leeren Versprechungen. Das Gewaltmonopol lässt sich prima dafür missbrauchen, Symbole der Macht zu schaffen. Zum Beispiel einen prunkvollen Palast. Das Gewaltmonopol ist auch gut dazu geeignet ein Rechtssystem zu installieren, das mit Gerechtigkeit nichts mehr zu tun hat und nur dazu dient, die eigene Macht weiter zu verstärken. Die Ungerechtigkeiten schüren selbstverständlich den Unmut bei den Untertanen und unter ihnen formiert sich Widerstand. Mit der Begründung, für Sicherheit sorgen zu müssen, folgt eine Ausweitung von Macht und Herrschaft. Das wiederum verstärkt den Unmut unter den Untertanen. Ein Teufelskreis beginnt und am Ende eskaliert die Gewalt. Während dessen wurden die wirklichen Probleme vollständig aus den Augen verloren. Sie bedrohen inzwischen den Fortbestand der gesamten Gesellschaft.

Voluntaristen lehnen jeglichen gewaltsamen Eingriff in die Selbstbestimmung ab. Ihr Mittel der Problemlösung ist nicht der Zwang, sondern die freiwillige Kooperation. In Schlumpfhausen ist das unter normalen Umständen sehr ähnlich. „Moment! Ist Papa Schlumpf nicht so eine Art Patriarch oder Herrscher von Schlumpfhausen?“ Nein, das ist er nicht. Er setzt niemals Gewalt oder Manipulation ein, um Ordnung herzustellen oder seine Regeln durchzusetzen. Aufgrund seiner Weisheit und Erfahrung entsteht seine Autorität nicht durch Gewaltanwendung oder durch die Drohung damit. Die Autorität wird ihm freiwillig von den anderen Schlümpfen gegeben. Sie hören auf ihn, weil sie selbst es für sinnvoll halten und sich selbst dazu entschieden haben, es zu tun.

In Schlumpfhausen gibt es so gesehen schon eine klare Ordnung mit einigen Hierarchien und vor allem auch vielen Regeln, die von allen einzuhalten sind. Das alles ist aber nicht ein Ergebnis von Herrschaft mittels Gewalt, sondern es ist aus Vernunft und freiwilligen Vereinbarungen heraus entstanden. Das ist genau der Weg, den Voluntaristen bei der Entstehung von Ordnung, Regeln und wenn nötig auch Hierarchien bevorzugen.

 

 

 

 

 

 

 

 

28 Responses to Bürgerkrieg in Schlumpfhausen

  1. markus_eserver sagt:

    Wow!

  2. Chris sagt:

    Echt schön beschrieben. Gibt es bei Voluntaristen überhaupt eine Differenzierung zwischen richtig oder falsch?

    • FwF-sandman sagt:

      Hallo Chris,

      auf jeden Fall gibt es so eine Differenzierung. Diese Differenzierung ist die Basis des Voluntarismus. Ihr Fehlen ist der Grund für das Versagen unserer jetzigen Gesellschaftsordnung.

      Suche auf unserem youtubekanal die Videos Moral 1-3. Dort gehen wir auf Deine Frage genauer ein.

      Gruß
      sandman

    • depublished sagt:

      Vielleicht lässt sich das so zusammenfassen:
      Gewalt = falsch, alles andere = richtig.

  3. depublished sagt:

    Bei Wikipedia steht über die Schlümpfe:

    „Schlümpfe können sich nach Interesse oder Neigung ausleben. Aspekte der Zivilisation (Zahlungsmittel, Zeitungswesen, Armut, Religion) sind bei ihnen unbekannt oder werden meist erfolglos ausprobiert. Manche Schlümpfe treten immer wieder auf (Brillenschlumpf, Witzboldschlumpf, Bastelschlumpf), andere treten nur für die Dauer einer Geschichte auf (Finanzschlumpf, Doktorschlumpf, Schtroumpf reporter), erkennen den Unsinn ihres Tuns und verschwinden wieder in ihre Anonymität.“

    Wäre mal spannend, zu untersuchen, ob das im Voluntarismus genau so wäre. Armut und Religion sind unbekannt, Finanzexperten verschwinden in der Anonymität, das wäre doch perfekt. Interessen und Neigungen ausleben hört sich auch gut an.

  4. unknowntrouble sagt:

    hey depublished oft gibts keinen anderen weg als gewalt, manche sachen kann man sogar anders garnicht erreichen. siehs ein oder bist du so schwach ?

    • FwF-sandman sagt:

      Gewalt is mit die Dummen! 🙂

      • unknowntrouble sagt:

        was das auch immer bedeuten soll kann ich nur sagen die dummen sind die angsthasen

        • FwF-sandman sagt:

          Kannst Du diese Aussage näher erläutern. Das würde bedeuten Angst zu haben wäre dumm.
          Ich bin sehr gespannt, wie Du diese These begründest.

          • unknowntrouble sagt:

            haha ^^ der war nicht schlecht,

            aber zu glauben das die menschheit friedlich wird/ist ist wohl mehr als naiv

          • FwF-Manuel sagt:

            ich kann für mich sagen, ich glaub daran, auch wenn es in deinen augen naiv ist. ich kenne keinen menschen in meinem Umfeld der nicht friedlich ist. Daher gehe ich davon aus, mehr als 90% der Menschen sind es so oder so schon. Bist du nicht friedlich unkowntrouble?

          • unknowntrouble sagt:

            ich würde sagen ich bin beides, und der „allgemeine“ betrug geht leider nach oben und nicht nach unten sprich nimmt zu. ihr wollt eine friedliche revolution ? na klar! merkel macht bestimmt platz wenn ihr sie nett fragt 😉

          • FwF- infokriegerBerlin sagt:

            du scheinst mit krieg, frieden erreichen zu wollen; mit schreien, stille; mit schläge eine friedliche famile….
            ich frage mich dann auch, weshalb du mit uns hier diskutierst, wenn man mit reden nichts erreichen kann und gewalt die bessere alternative ist…?
            damit widersprichst du dir selber.
            müsstest du nicht auf die straße und menschen diene meinung einbläuen?
            sicherlich werdet ihr euch innerhalb der familie und des freundeskreises auch so unterhalten…also der stärkere hat recht.

    • depublished sagt:

      Es gibt tatsächlich Fälle, in denen ich Gewalt für legitim halte. Zum Beispiel wenn mir Gewalt angetan wird oder ich damit ernsthaft bedroht werde.

      Das ist auch bei den Schlümpfen so. Wenn Gargamel den Schlümpfen Gewalt antut, reagieren sie oft auch mit Gewalt.

      Aber du hast absolut Recht, manche Dinge kann man gar nicht anders erreichen außer durch Gewalt. Wenn z.B. die Regierung von den Steuerbürgern Geld für die Bankster oder für Rüstungsgeschenke oder für Kriege braucht, dann bekommt sie es nur unter Androhung von Gewalt. Wer seine Steuern gar nicht bezahlt oder einen Teil davon zurückhält, kommt ins Gefängnis. Wenn er sich dagegen wehrt, wird ihm Gewalt angetan.

      Aber findest du es etwa gut, dass auf diese Art und Weise z.B. Kriege, Bankenrettungen und Rüstungsgeschenke von den Bürgern erpresst werden? Legst du das als „Schwäche“ aus, wenn ich das nicht gut finde und nicht bezahlen will? Falls nein, was findest du denn, sollte durch Gewalt erzwungen werden? Hast du mal ein paar Beispiele dafür?

    • depublished sagt:

      Ich glaube, es sollte klargestellt werden, dass Voluntaristen Gewalt als solche nicht ablehnen, sondern nur initiierende Gewalt. Gewalt als Notwehr oder zur Verteidigung gegen initiierende Gewalt ist z.B. völlig in Ordnung.

      Oder angenommen ich vereinbare mit einem Unternehmen vertraglich, dass mich dieses Unternehmen vor Diebstahl schützt. Im Gegenzug verlangt das Unternehmen von mir eine Selbstverpflichtung darauf, keine Diebstähle zu begehen. Wenn diese Selbstverpflichtung meinerseits gebrochen wird, wird eine Gefängnisstrafe vereinbart. Diese Strafe wird mit Gewalt durchgesetzt. Für diesen Fall halte ich Gewaltanwendung auch für völlig legitim, weil diese Regelung von mir selbst in freier, freiwilliger Entscheidung gewählt wurde.

      Ich hoffe, das ist einigermaßen verständlich.

      • Chris sagt:

        Also gibt es nach wie vor eine Art von Staatsgewalt? Ich hab mich schon gefragt was passiert, wenn jemand etwas unrechtes tut – wie einen Mord. Der kommt dann hinter Gitter? Und was passiert dann?

        • depublished sagt:

          Nein, in einer voluntaristischen Gesellschaft gibt es keine Staatsgewalt, da es keinen Staat im Sinne eines Herrschaftssystems gibt. Es werden aber sehr wohl Schutzmöglichkeiten gegen initiierende Gewalt entstehen, die im Extremfall selbstverständlich auch darin bestehen, Gewalt gegen initiierende Gewalt anzuwenden.

          Der Mechanismus ist immer der gleiche: Je stärker ein Bedürfnis innerhalb einer Gesellschaft ist, desto schneller werden Lösungen dafür entstehen – ganz einfach weil jeder, der dieses Bedürfnis hat, die Lösung honorieren wird. Im Voluntarismus werden die Lösungen im Normalfall gewaltfrei sein, da Lösungen durch Gewalt im Vergleich zu gewaltfreien Lösungen immer zu teuer sein werden. Sie führen für alle Beteiligten zu großen Nachteilen. Die Voraussetzung dafür ist, dass jeder Einzelne frei entscheiden kann, welche Lösung er für die beste hält. Das ist heute nicht möglich.

  5. Ich hätte da mal ne Frage, ihr Voluntaristen fordert ja totale Selbstbestimmung, was ja auch gut so ist, nur man muss sich doch auch an einige Prinzipien halten.

    Als Beispiel: Wie steht ihr denn zu Inzest (also wenn zwei Geschwister sich frei und ohne irgendeinen Zwang entscheiden ein Kind zu zeugen)?

    Meiner Meinung nach, ist dies ein Fall der verboten sein muss, weil das Risiko für das Kind Erbkrankheiten zu haben viel zu groß ist.

    • FwF-Manuel sagt:

      Hi MainstreamHasser,

      dies ist eine sehr interessante Frage, mit der ich mich aus aktuellem Anlass, das Thema ist ja grad in den Medien auch etwas beschäftigt habe.

      Ich denke dies ist auch nicht ganz so einfach zu entscheiden. Für uns Voluntaristen stellt sich erstmal folgende Frage:

      Wer hätte das Recht dieses Verbot auszusprechen und eben auch dann beo Verstoß zu bestrafen? Ich würde gerne von dir wissen, ob du der Meinung bist man sollte diesen Geschwistern eine Waffe an den Kopf halten und sie von der Inzest abhalten?

      Ich würde diese Waffe nicht selber halten wollen.

      In einer Voluntaristischen Gesellschaft würde es ja Versicherungsagenturen geben, auch Versicherungen für den Krankheitsfall würden sich etablieren aber sicher nicht so wie wir das heute kennen. Ich denke man würde generell für diese Art Krankenkassen zahlen, aber dafür dass sie einen gesund halten und die Beiträge würde sich senken wenn man krank wird. So eine Krankenkasse würde sicher auch dafür sorgen, dass man eben keine Inzucht betreibt. Dies wäre Vertragsbestandteil.

      Ähnlich wie in so einer Gesellschaft auch mit Straftäter umgegangen wird, würde man dies auch bei Inzucht machen, aber ich meine damit nur das zeugen von Kindern bei Geschwistern, um das noch klar zu stellen, denn dies ist in meinen Augen auch fahrlässige Körperverletzung.

      Mehr dazu findest du in den entsprechenden Artikeln bei uns auf der Seite.

      Es ist eine wirklich schwere Frage aber für uns Voluntartisten kein Grund und kein Argument für ein System mit Gewaltmonopol und Herrschaft.

      In einer freien Gesellschaft wird man sich auch für Regeln entscheiden, da dies einfach für alle Beteiligten Vorteile bringt, daher bin ich mir sicher, dass auch für das Problem mit der Inzucht entsprechende Lösungen gefunden werden. Es kann ja nicht wirklich schlechter wie heute sein, meinst du nicht?

      Für mich wäre da eher noch interessant wie es dazu kommt, dass 2 Geschwister sich entscheiden ein Paar zu werden und Kinder zu zeugen, ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass es sich hierbei dann auch um eine gewisse psychische Störung handeln könnte.

      Ich hoffe ich konnte deine Frage etwas beantworten.

      Wie gesagt, wärst du bereit die Pistole zu halten um die Geschwister davon abzuhalten oder sie zu bestrafen?

      lg Manuel

      • Deine Antwort fand ich wirklich gut, tut mir leid, dass ich erst jetzt wieder antworte, aber aufgrund deiner Antwort habe ich nochmal über meinen Standpunkt und auch noch einige Diskussionen in meinem Bekanntenkreis geführt.

        Okay, du hast natürlich recht ich möchte mir jetzt auch nicht das Recht rausnehmen Gott zu spielen, damit meine ich, sie mit physicher Gewalt davon abzuhalten.

        Du sprichst als Lösungsansatz Versicherungsagenturen an, aber könnten diese nicht auch ihre Macht missbrauchen, indem sie bei Vertragsbruch Gefängnisstrafen verhängen, wo diese dann wie in einem Arbeitslager schuften müssen und die Versicherung sich wegen einer schwammigen Formulierung oder aufgrund des Kleingedruckten rausredet?

        Wenn ihr schon keinen Staat haben wollt, dann fände ich es doch besser, wenn es dann für sich Fälle eine Art Thing gäbe.

        Auch wenn ich eure Seite sehr schätze und sie oft auch weiterempfehle, bin ich weiterhin der Meinung ein Minimum an Staat ist notwendig. Beispielsweise ein Justizsystem für Fälle wie Inzest oder das Beispiel von „Piet“ mit den Multi-Millionären.

      • freedomforce sagt:

        Du solltest bedenken Manuel, dass mögliche Krankheiten nur als Vorwand genutzt werden, um Inzest zu verbieten, denn man müsste konsequenter Weise auch andere Risikogruppen an der Fortpflanzung hindern und letztendlich hat das Weib eine 100%ige Geburtenkontrolle, von der Pille danach über Abtreibung bis zur Adoption.

        Dies würde außerdem bedeuten, dass Eltern zukünftig behinderter Kinder diese abtreiben müssten, also Eugenik und nichts als Eugenik ist der Kern der Ablehnung von Inzest.

        In einer Voluntaristischen Gesellschaft würde es ja Versicherungsagenturen geben, auch Versicherungen für den Krankheitsfall würden sich etablieren aber sicher nicht so wie wir das heute kennen. Ich denke man würde generell für diese Art Krankenkassen zahlen, aber dafür dass sie einen gesund halten und die Beiträge würde sich senken wenn man krank wird. So eine Krankenkasse würde sicher auch dafür sorgen, dass man eben keine Inzucht betreibt. Dies wäre Vertragsbestandteil.

        … und unter anderen Umständen kein genetisch defekte, behindertes Kind zur Welt bringt oder die Versicherung mit einem behinderten Kind von ihr einseitig gekündigt werden kann. Schließlich besteht kein Risiko bei kinderloser Inzest oder gesunden Eltern, die kein behindertes Kind zeugen.

    • depublished sagt:

      Würdest du diese Geschwister persönlich mit Gewalt daran hindern, das Kind zu zeugen?

  6. Piet sagt:

    Erstmal danke für eure Arbeit! Ihr seid wirklich ein LIchtblick der deutschen „Freiheitsbewegung“.

    Wegen dem Inzest Thema bin ich auf eine Frage gekommen die ich mir nicht selbst beantworten kann. Regeln werden ja meist durch Versicherungsvertrage vereinbart. Was ist jetzt aber mit Multi-Millionären? Müssten sie sich nicht an Regeln halten? Sie könnten ja einfach eine kleine Soldatengruppe haben die ihr Grundstück bewachen, auf dem sie dann Kinder vergewaltigen etc können. Wie würde denn sowas geregelt werden?

    • depublished sagt:

      Zunächst einmal ist nicht gesagt, dass alles über Versicherungen geregelt wird. Die Versicherungslösungen sind ebenso wie alle anderen Antworten auf Detailfragen zu einer wirklich freien Gesellschaft nur Gedankenspiele der Voluntaristen, die ausdrücklich im Konjunktiv formuliert sind. Es sind Ideen, wie gesellschaftliche Probleme gewaltfrei möglicherweise gelöst werden können. Wie eine Lösung am Ende in allen Details aussieht, weiß keiner. Es ist schließlich auch ein evolutionärer, schlecht planbarer und noch weniger vorhersehbarer Prozess, bis aus einer Idee eine Lösung geworden ist. Wenn du z.B. vor 100 Jahren jemanden gesagt hättest, dass wir uns hier über ein viereckiges Ding in Lichtgeschwindigkeit Briefe, Fotos und Filme hin und herschicken, dann hätte man dich in die Klapsmühle gesteckt oder dich wegen Hexerei auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

      Auch deine Frage nach den Kinder vergewaltigenden Multimillionären ist deswegen nicht detailliert zu beantworten. Es kann im ersten Moment dazu auch nur Ideen geben. Beispiele wären: Die Multimillionäre könnten sich mit ihrem Geld nichts mehr kaufen, weil die Währung solch schlechter Menschen einfach nicht mehr akzeptiert wird. Für die Soldaten dieser Multimillionäre könnte der Preis für einen Laib Brot auf das 10.000fache des Normalpreises angehoben werden. Auch sonst könnte man in allen Lebensbereichen auf Alternativen ausweichen, die diese Menschen vom normalen gesellschaftlichen Umgang ausschließen. Niemand würde mehr mit ihnen kooperieren. Die potenziellen Opfer – also unzählige Eltern – würden sich zusammentun und einen Fonds aufmachen, der Gegenmaßnahmen gegen die Greueltaten finanziert. Das alles wäre dann möglich, weil es eben keinen Staat mehr gibt, der ein Gewaltmonopol hat, das über die Allgemeinheit zwangsweise finanziert wird und das z.B. dafür sorgt, dass das Geld der Multimillionäre angenommen werden muss.

      Um eine Staats-Version des Kinderschänder-Multimillionärproblems zu bringen: Heute musst du dir bloß z.B. den Fall Dutroux anschauen und dir überlegen, welche unrühmliche Rolle dabei der Staat, staatliche Strukturen und dessen Monopole bei dieser unfassbaren Sauerei gespielt haben.

  7. Uruguru sagt:

    Klasse Beispiel! Als Kind hat man es leider nicht verstanden. Das sollte zur Pflicht an den Schulen werden.

    • Mielia sagt:

      Damit den Kindern auch ja (mit Macht) eingebläut wird, was denn Wahrheit und was richtig ist?
      Weil nur Lehrer das beibringen können?

      (Siehst du da keine Widersprüche?)
      Gruß,
      Mielia

  8. Andreas Damsen sagt:

    Ja ja…. Die gute alte schule.^^ Schade nur das es keinen mehr interessiert… So kommt es mir zumindest vor. Aber ich bin zuversichtlich. So wie alle guten dinge braucht auch das seine ZEIT. Mfg

  9. Zef sagt:

    >Ein Teufelskreis beginnt und am Ende eskaliert die Gewalt

    Gewalt gebiert Gewalt.
    Das ist schlichte Gestalt-Logik

    „Gestalten halten Tun und Erleben zusammen.

    Gestalt: sie ist Konsequenz, Vermittlung, Richtungsbestimmung durch die Folge von Erleben und Tun hindurch – das meint Struktur“ (W. Salber).

    Die Gewalt-Herrschaft verändert sich nicht in sich selbst, etwa wie die Raupe zum Schmetterling. Sie bleibt „Raupe“ und wird nur immer gefräßiger, immer fetter, gemäß ihrem „Plan“. All das „schöne Gerede“ gehört nicht zu ihrem Wesen, ihrer Struktur, sondern ist aufgeschminkt. The day after: der Anblick am Morgen danach offenbart ihr wahres Antlitz.

    > Ist Papa Schlumpf nicht so eine Art Patriarch oder Herrscher von Schlumpfhausen?

    „Sie haben keine Macht, um die Schüler zu zwingen, sie haben nur den eigenen Gehorsam [ihre eigene Konsequenz], um zu bewegen“ (Kierkegaard).

    Über Sokrates, den Prototyp des weltlichen Lehrers, sagte Kierkegaard:

    „O seltene Redlichkeit, die keinen betrügen will, nicht einmal den, der seine Seligkeit darein setzte, betrogen zu werden.

    O seltene Treue, die niemanden verführt, nicht einmal den, der alle Verführungskünste gebraucht, um verführt zu werden“.

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