Nachricht an die Mächtigen

On 7. März 2016, in Gesellschaft und Politik, Videos, by FreiwilligFrei

Was wäre wenn wir die Entstehungsgeschichte von Regierungen auf diesem Planeten in einem einzigen Gespräch einer einzigen Person zusammenfassen könnten? Stell dir 6.000 Jahre Geschichte von Macht und Herrschaft vor – auf nur 10 Minuten komprimiert. Wie würde das aussehen?

 

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53 Responses to Nachricht an die Mächtigen

  1. heikophilo sagt:

    Hammer Video, gut gesprochen!

  2. monalizani sagt:

    Hi, gutes Video nur was ist die Moral von der Geschichte, woher resultiert die Macht, der ich gehorchen muss oder will? Was macht die Macht erst möglich, den Zwang zur Hörigkeit? das wäre doch mal ein tolles Ende 🙂

  3. monalizani sagt:

    Ah ich habe es jetzt, wer vertraut gehorcht? Also ich mach da mal ein Beispiel drauf, einen bildhaften Vergleich. Wenn der Wind bläst – drehen sich die windmühlen – und draus machen wir – wenn sich die windmühlen drehen, bläst der Wind! Also müssen wir darauf achten, dass sie sich drehen, sonst hört der Wind auf? Kommt keiner auf die idee – dass der wind auch ohne Windmühlen bläst?

    • FwF-Manuel sagt:

      hi Mona,

      ich muss gestehen ich verstehe deinen vergleich nicht. auf was willst du hinaus, was möchtest du uns damit sagen? Ich hätte dann auch noch eine Frage, können sich dann Windmühlen auch ohne Wind drehen? Oder vielleicht machen Windmühlen ja erst den Wind möglich? Fragen über Fragen, aber für mich hat das nichts mit dem video zu tun.

      lg manuel

      • monalizani sagt:

        Hallo Manuel,
        schau auf meine Startseite im Blog, dann weißt du was ich meine. Das Video sagt was aus? Und ist die Aussage die du meinst auch richtig? Die Windmühlen sind ein Beispiel, welches jeder kennt. Das macht ihr analog mit diesem Video, für mich, aus meiner Sichtweise. fast alles, was ihr ansprecht und in den Videos zeigt ist ja korrekt, nur Eure Schlussfolgerungen, sind nicht stimmig. Die Ossis haben nach der Wende auch geschrienen, „Och dös mer nu orbeidslos sin hama nisch gewolld.“ Wenn die, die das geschrienen haben nicht nur nach dem geschaut hätten, was die Anderen haben, hätten sie gewusst, das Arbeitslosigkeit zum „Westen“ gehört. Das will ich damit sagen!

        • FwF-Manuel sagt:

          hi Mona,

          ich weiss ja, dass du die sache anders siehst was ja auch ok ist. Kannst du mir mal genauer erläutern wo unsere SChlussfolgerungen nicht stimmig sind? Im Gegensatz dazu wäre es dann sehr hilfreich, wenn du mal konkret ansprichst wo wir deiner Meinung nach falsch liegen und wie du eben richtig schlussfolgerst.

          Generell fände ich es mal toll, wenn wir uns mal bemühen würden Gemeinsamkeiten zu erarbeiten als nur immer die Unterschiede aufzuzeigen.

          Mir ist klar du siehst ein Problem im bewerten, was ich so nicht nachvollziehen kann, leider hat es Keuronfuih bis jetzt auch nicht geschafft uns zu erklären wie denn so eine Gesellschaft mit einer neuen Wertelehre funktionieren könnte, mir fehlen einfach die Ansätze wer macht was und warum.

          Eventuell hast du ja mal lust auf eine Skype Debatte zu diesen Themen, das Ganze wird dann aufgezeichnet und veröffentlicht.

          Ich wäre dabei und würde mich freuen, denn ich bin ehrlich, ich steig nicht komplett durch wie das alles funktionieren soll.

          Was meinst du, wärst du dabei?

          lg Manuel

          • Mona Lizani sagt:

            Hallo Manuel,
            ich hatte schon einmal einen Skype Call mir einem Berliner Mitstreiter von Euch. Ich denke du kannst das nicht nachvollziehen (Bewertung), weil es auch schwer ist sich aus dem Bewerten heraus zu begeben, da wir es ja sozusagen mit der Muttermilch eingetrichtert bekommen haben. Ich fände ein persönliches Gespräch via Skype mit nur einem von Euch angebracht, mit dir :-). Danach und je nach Ausgang für uns, können wir entscheiden, ob wir es veröffentlichen wollen oder nicht. Es soll ja einen Mehrwert haben und nicht das Gegenteil (Gruppenbildung) fördern. Was hältst du von meinem Vorschlag?

          • FwF-Manuel sagt:

            können wir gerne machen, ich melde mich per email bei dir.

            lg manuel

  4. Hallo FWF-Team,

    bitte seht meinen Kommentar als konstruktive Kritik und nicht als Angriff!;-)

    Der Titel lautet „Nachricht an die Mächtigen“. Ich frag jetzt einfach mal ob ich das richtig verstanden habe: Ihr wollt „den Mächtigen“ mit diesem Video sagen dass „wir“ aus der Vergangenheit gelernt haben? Und „sie“ sollen wissen dass „wir“ wissen was sie tun? Ist das wirklich die Kernaussage des Clips? Ich vermisse den Informationsgehalt.

    Ich frage mich ob die Zuseher neue Informationen daraus ziehen können (oder ob ihre schon vorandenen Informationen bestätigt werden können) bei dieser Aneinanderreihung von Ereignissen ohne einzeln darauf einzugehen? Was soll uns dieses Video sagen wenn wir „die Mächtigen“ sind, sollen wir uns jetzt fürchten? Was soll uns dieses Video sagen wenn wir nicht „die Mächtigen“ sind, wobei dann ja der Titel irreführend ist, oder? Wie gesagt, ganz neutral gefragt und in keinster Weise böse gemeint! Ich versteh nur den Sinn des Videos nicht.;-)

    Noch nen ruhigen Nachmittag!
    Joachim

    • FwF-Manuel sagt:

      Hallo Joachim,

      ich versuch mal deine Frage zu benatwürten, obwohl da Peter Müller oder InfokriegerBerlin sicher auch noch etwas mehr dazu sagen könnten, die haben nämlich dieses tolle Video produziert.

      Zum Titel: Dies ist theoretisch eine Nachricht an die Mächtigen, aber natürlich geb ich dir Recht, die wird das nicht interessieren.

      Daher liegt die Aufgabe oder der Sinn nicht darin, den Mächtigen jetzt Angst zu machen. Es geht darum, dass wir uns damit bewusst machen, das wir zusammen halten müssen.

      Viele der Zuschauer fühlen sich bestätigt und fühlen sich verstanden bei dem Video, es spricht vielen aus der Seele, auch mir selbst ganz persönlich.

      Auch ich habe mir schon oft gedacht, hätte ich 10 Minuten am „Tisch der Mächtigen“ was würde ich nur alles sagen.

      Daher denke ich, dass es auf der eine Seite schon noch unaufgeklärte Menschen gibt, die auch mit einem Video dieser Art noch mehr Zusammenhänge verstehen können, auch wenn es nicht wirklich ins Detail geht.

      Das Schaffen und der Plan der Mächtigen wird schon sehr gut und sehr kompakt aufgezeigt, daher ist der Informationsgehalt doch auch gegeben.

      Doch viel wichtiger ist es, dass wir erkennen, wir sind eigentlich alle auf der gleichen Seite, wir schaffen eine Veränderung nur zusammen, nicht wenn wir immer Gespalten werden.

      lg Manuel

      • Hallo Manuel,

        „Daher liegt die Aufgabe oder der Sinn nicht darin, den Mächtigen jetzt Angst zu machen.“

        Das hab ich mir schon gedacht.;-)

        „Es geht darum, dass wir uns damit bewusst machen, das wir zusammen halten müssen.“

        Danke! So hab ich das nämlich nicht verstanden, jetzt weiss ich´s.

        Noch nen ruhigen Abend!
        Joachim

  5. PeterFDA sagt:

    Hi Joachim!

    Jede Kritik ist willkommen, also danke erstmal!

    Die Kernaussage des Videos ist, dass sich im Vergleich zur Steinzeit bis heute nichts geändert hat. Heute noch scheint es normal zu sein, anderen einfach mit der Keule eins überzubraten, um ihm dann seine Sachen wegzunehmen.

    Eines hat sich aber geändert: Heute muss das subtiler und auf viel komplizierteren und manipulativen Wegen passieren. Die Menschen würden sonst sofort die wahre Natur hinter den Angriffen auf ihre Selbstbestimmung erkennen und sich dagegen wehren. So gesehen beschreibt dieser Film die Evolution der Verpackung von primitiver Gewalt von der Steinzeit bis heute. Es ist ein Aufklärungsfilm, der Menschen wie du und ich Argumente an die Hand geben soll, um für mehr Selbstbestimmung eintreten zu können. „Wenn du diejenigen wählst, die für die Verlängerung des Kriegseinsatzes der Bundeswehr in Afghanistan stimmen (Neuzeit), dann ist das nichts anderes als wie wenn du mich mit Waffengewalt dazu zwingst, dafür zu bezahlen (Steinzeit). Findest du das in Ordnung?“

    Die Adressaten des Videos sind in erster Linie Menschen wie du und ich, die einfach nur in Frieden und Freiheit leben wollen. Es richtet sich aber auch an die Mächtigen und an diejenigen, die sie unterstützen. Die meisten dieser Menschen handeln sicher auch in guter Absicht und halten ihre Handlungen für moralisch einwandfrei. Sie wissen aber nicht, dass sich hinter den vielen Neusprech-Worten, in die ihre Handlungen eingebettet sind, nichts anderes verbirgt, als rohe, primitive Gewalt.

    Einen schönen Sonntag,

    Peter

    • Hallo Peter,

      „Die Kernaussage des Videos ist, dass sich im Vergleich zur Steinzeit bis heute nichts geändert hat.“

      Sehe ich auch so, war mir aber nicht sicher ob das wirklich gemeint ist.

      „Heute muss das subtiler und auf viel komplizierteren und manipulativen Wegen passieren. Die Menschen würden sonst sofort die wahre Natur hinter den Angriffen auf ihre Selbstbestimmung erkennen und sich dagegen wehren.“

      Sehe ich nicht so.;-) Nie im Leben würden sich die Menschen sonst wehren – glaube ich. Meine Gedanken dazu: würden sich die Menschen wehren dann gäbe es auch keine prekären Arbeitsverhältnisse, keine Working Poor. Denn die werden ja auch nicht mit Waffengewalt gezwungen, oder?

      „…Es richtet sich aber auch an die Mächtigen und an diejenigen, die sie unterstützen…“

      Also doch! Scherz. Danke für Deine ausführliche Antwort.

      Und noch nen ruhigen Abend!
      Joachim

  6. PeterFDA sagt:

    Warum es Working Poor gibt? – Weil die subtilen Methoden der Manipulation und Gewaltausübung (noch) funktionieren. Und sicher spielt dabei der Zwang eine große Rolle. Die Steuern und Abgaben usw. das passiert alles mit vorgehaltener Waffe und führt dazu, dass Mitarbeiter immer schlechter bezahlt werden können. Ein Arbeitgeber muss heute drei- bis fünfmal so viel Geld ausgeben, wie der Mitarbeiter am Ende netto bekommt.

  7. Genau Peter, ich denke auch dass Zwang dabei eine Rolle spielt. Noch nen ruhigen Nachmittag!;-)

  8. Gutes Video, gute Erklärung des Problems – mit einem Hasenfuss: Es wird nicht auf die Hierarchie des Problems eingegangen, bei der nämlich der Einzelne in der Masse gewissen Zwängen ausgesetzt ist, die er sich schnell zur eigenen Gewohnheit macht.

    Wer heutzutage noch glaubt, dass *die da oben oder das System der Gewaltherrschaft* das Problem sei, der hat nicht gerade viel begriffen oder sich an falschen Ismen geheftet.

    Ich sehe eher, dass die Schwerter, die derzeit im WWW gezeigt werden und als Aufklärung verstanden werden wollen, die Geister hervorbringen werden, zu deren Beseitigung man sich festentschlossen und gut durdacht auf den Weg gemacht hatte. Von Rousseau bis Robespierre ist es nur ein winzig kleiner Schritt – ein minimaler Irrtum.

    Das wahre Problem ist nämlich: WIE KOMMEN DIE VIELEN VIELEN KLEINEN PUNKTE INS HANDELN. Ihr habt doch einen Psychologen in euren Reihen. Wieso kommt ihr da nicht drauf? Kognitives Brainstorming in Wort, Bild und Ton bringen uns da nicht weiter. Sie zeigen nur die Reise auf, eure oder deine Reise, auf die man/ihr euch befindet.

    Genau davon haben die aufgeklärten Blogger leider keinen Schimmer. Deswegen hören ja auch ihr Wissen und ihre Filmbeiträge bei genau *dem Aufzeigen des Problems* eben auf.
    Ich glaube man nennt das Kreistänze tanzen. Und die sehe ich nun schon seit Jahren im Netz umherspuken. Jeder baut mal so eben sein eigenes *Schloss am Wörtersee* auf und bedient den Kunden mit der Redundanz des Nirvanas auf, das seiner Überzeugung gerecht wird – nicht aber des Problems.

    Im Glauben, zu wissen, dass ihr mich nicht verstehen werdet,

    Liebe Grüße
    Rüdiger Lenz

    • FwF-sandman sagt:

      Hallo Rüdiger,

      „Im Glauben, zu wissen, dass ihr mich nicht verstehen werdet,“

      um verstanden zu werden, bedarf es schon einer etwas genaueren Erklärung Deiner Gedanken. Wenn die Rettung der Welt in Deinem Kommentar zu finden wäre, würde ich mich wirklich fragen, warum die Menschheit bisher so viel Leid ertragen musste und noch niemals jemand auf Deine Lösung gekommen ist. Interessieren würde mich aber auch, warum Du Dich, bei aller philosophischen Weitsicht, nicht ein wenig verständlicher ausdrücken kannst. Was für eine Inselbegabung wäre es, den Weltfrieden und die Abschaffung von aller auf Gewalt basierenden Herrschaftsstrukturen in den Händen zu halten und das nicht verständlich kommunizieren zu können. Ich glaube also nicht, dass Du uns des Rätsels Lösung schon mitgeteilt hast.
      Also kann ich sie auch nicht verstehen.

      Spaß beiseite. Kannst Du Deine Kritik, die ja durchaus berechtigt sein kann, etwas präziser formulieren? 🙂

      • Hallo Sandmann,

        hast Du schon einmal gewalttätige Menschen in friedfertige Menschen gewandelt? Ich meine damit Gewalttäter etc.

        Ich will damit nicht irgendetwas an Dir bewerten, sondern aufzeigen, dass die Praxis darüber, von der ich weiß, dass ich sie sehr gut beherrsche, alle gängigen Theorien über Bord wirft, die am Reisbrett entstanden sind.

        Fast alle psychologischen oder sozialpsycgolgischen Theorien darüber liegen falsch. Das liegt einzig daran, dass diejenigen, die das theoretisch ausklamüsert haben, so gut wie nie versucht haben, ihre Theorie zu Fall zu bringen (Falsifikation); Überprüfungen dazu (Verifikationen) gibt es allerdings zu Hauf. Doch zeigen sie nur das Erwartete und nicht das Wesenhafte der Gewalt auf.
        Du hast Dir doch sicherlich schon öfters die Frage gestellt:

        Was ist Gewalt, Was ist Herrschaft u.s.w.

        Um die Welt zu retten oder den Weltfrieden herzustellen könnte man die Fragen erweitern: Was ist Gewalt in sich selbst, Was ist Herrschaft in sich selbst. Diese Fragen sind nur scheinbar philosophischer Natur.

        Gewalt dient der Herstellung von Lebensqualität, sie ist ein Zug im Spiel um Ressourcen. Gewalt ist ein motivationales Konzept und es wird angeheizt dadurch, dass demjenigen, der Gewalt ausübt, sein Aggressionspotenzial nicht den dazu dienenden Wachstumsmöglichkeiten zugeführt wird. (Deshalb das Bielefelder Desintegrations-Theorem – aber es geht nicht weit genug).

        Ich springe jetzt etwas in meinen Gedanken nach vorne, weil ich nicht die Zeit habe, hier explizit aufzuschreiben, wie meine Inselbegabung dazu ausfällt.

        Alle Praktiker, die sich dem Thema der Gewaltherrschaft mit Gewalttätern, gewalttätigen Regierungen etc. gestellt haben, wurden ausnahmslos irgendwann für die Masse zu Heiligen erklärt. Und sie sagten alle das Gleiche: Nicht dein Gegenüber, sondern du selbst bist der Täter.

        Auch ich weiß, dass es so ist. Der kognitive Zaun, der uns davon abhällt, die Tiefe der sich daraus ergebenden Erkenntnisse wahrzunehmen liegt in unserer inneren Konfliktstruktur verhaftet. Sie spiegelt das wider, was wir an Erziehung genossen, an Bildung verbildet wurden und wie wir Beziehungen fühlen und definieren.

        Es ist egal, welchen Ismen wir folgen. Solange wir nicht wahrnehmen wollen, dass wir unsere inneren Strukturen ändern können, solange werden alle Ismen den Einzelnen dazu zwingen, äußeren Dingen hinterher zu jagen.

        Gewalt, was ist dein Ersatz?
        Herrschaft, was ist dein Ersatz?

        Die Antworten darauf sind klar. Was unklar bleibt ist der Bezug des Einzelnen zu den Alternativen. Und das ist kein kognitives Problem, sondern ein strukturelles Problem: An was muss, soll, kann oder wird sich unser Gehirn anpassen: Unser Fühlen, Denken und Handeln.

        Der Weg des Friedens ist nicht das Erreichen eines Weltfriedens sondern der Frieden selbst, Frieden hat kein Weg, er ist der Weg; das wusste Gandhi schon und hat es ähnlich und schöner formuliert.

        Aber was das heißt kann nur erahnen, wer selbst auf dem Weg zu Hausde ist und ihn als einzigen Weg geht. Ich nenne das die Kunst, sein Brot zu teilen. Man geht den Weg nicht nicht einfach, sondern man sieht keinen anderen mehr.
        Dafür bereit zu sein, ist verdammt harte Arbeit; mit sich selbst.

        Ich glaube nicht an Ismen. Doch auch ich glaube, dass sich niemand zu des Anderen Wegweiser aufspielen darf. Die Erkenntnis dazu jedoch ist, dass dazu der Weg in einem selbst erkannt werden möchte und man sich dazu, von Schritt zu Schritt stärken kann, damit man ihn auch zu Ende gehen wird.

        Die Schwierigkeiten die mit dem Frieden verbunden sind, liegen in jedem selbst. Wer eine Theorie dazu benennt bezeugt damit bloß, dass er auf dem Holzweg ist.

        Formulierung meiner Kritik an euch: Ihr schaut zwar weit, jedoch geht das Schauen weiter als eure Theorie es euch vorgaukelt. Mein Vorschlag: Geht mit euren Vorschlägen in die Praxis und schleift euch glatt an denen, die gewalttätig sind und an denen, die herrschen. Überzeugt nur die von euren Taten und ihr werdet etwas gänzlich Neues entdecken: FreiWilligFrei werdet ihr dann von eben diesem Allem hier sein.

        Liebe Grüße
        Rüdiger Lenz

      • Hallo Sandmann,

        du hast geschrieben:

        „Wenn die Rettung der Welt in Deinem Kommentar zu finden wäre, würde ich mich wirklich fragen, warum die Menschheit bisher so viel Leid ertragen musste und noch niemals jemand auf Deine Lösung gekommen ist.“
        Auif die Lösung sind schon viele gekommen. Sie finden aber kein Gehör, weil dieser Einsicht der Selbstdarstellungsfaktor und das Spektakel fehlen, an das sich unsere Aufmerksamkeit so trefflich angepasst hat.
        Du bist es selbst, der den Frieden annehmen und leben könntest.

        Aber erzähl mal einem Menschen, der meint, dass jeden Tag Fleisch auf seinen Teller gehört, dass man zur gesunden Ernährung ausschließlich vegetarisch essn könne. Ein Fleischesser tut dann so, als ob der Vegetarierer ein Ausserirdischer sei. Doch liegt es einfach in ihm, zu begreifen, dass man satt werden kann, ohne Tiere zu töten. Er aber hört sich selbst nicht zu, weil er nie erfahren hat, dass er selbst für sich der wichtigste Mensch ist und: weil er nicht weiß, dass er seine eigene Enzyklopädie des Lebens ist und niemanden dazu braucht; das Gegenteil aber wurde ihm als Leben verkauft.

        „Was für eine Inselbegabung wäre es, den Weltfrieden und die Abschaffung von aller auf Gewalt basierenden Herrschaftsstrukturen in den Händen zu halten und das nicht verständlich kommunizieren zu können. Ich glaube also nicht, dass Du uns des Rätsels Lösung schon mitgeteilt hast.
        Also kann ich sie auch nicht verstehen.“

        Mein Irrtum. Ich dachte, ihr wüsstet, was ich meinte. „Den Weltfrieden“…
        Wer vom Weltfrieden träumt oder glaubt, man könne ihn herrichten, der ist ein Idiot. Denn den Weltfrieden wird niemand schaffen.
        Der Frieden entspringt dem Friedvollen in dir und wer nicht friedvoll werden will, der wird nicht wissen können, was Frieden ist. Die meisten Menschen haben eine märchenhafte Vorstellung vom Begriff Frieden. Frieden ist bei ihnen ohne Tun, ohne Handlung verbunden. Sie denken, weil wir in einem friedvollen Europa leben, haben auch sie Frieden. Das stimmt aber nicht.
        Alle 3,5 Sekunden stirbt ein Kind für diesen unseren Friedenserhalt – das wissen sie nicht und beim Herzeigen solcher Zusammenhänge sagen hören sie „willentlich“ nicht zu. Und das ist noch längst nicht alles Elend, dass sich mit unserem Frieden verknüpft.

        LG
        Rüdiger

        • FwF-sandman sagt:

          Hallo Rüdiger,

          Ich glaube, Du missverstehst unseren Ansatz. Wir wissen, dass wir niemanden ändern können. Wir können Menschen aber motivieren, sich zu ändern, indem wir ihnen sagen, dass es andere Möglichkeiten gibt, als Gewalt.

          Ich selbst war politisch tätig und auch sonst nicht gerade ein friedfertiger Typ. Ich habe das alles aufgegeben und mich bei meinen Kindern für die autoritären Methoden entschuldigt, die ich in der Erzieheung benutzt habe. Wir haben jetzt ein viel besseres Verhältnis. Es gibt sicherlich noch merh Menschen, die es als Bereicherung empfinden, dass es uns gibt. Das ist nämlich das, was wir tun wollen. Wir wollen das Leben anderer Menschen bereichern und schöner machen. Dazu gehört in erster Linie Erkenntnis. Wir zeigen ihnen, was schlecht ist, damit sie es aus ihrem persönlichem Leben verbanneb können, wenn sie es wolle.

          • Hallo Sandman,

            danke für die Antwort. Sie bestätigt das, was ich vermutet habe.

            Ihr wollt eine Alternative zu dem System anbieten, eine andere Möglichkeit offerieren. Das aber soll nur in Gedanken gesponnen werden und weniger in der Tat. Da ihr alle schon (privat) über Herrschaft und Gewalt hinausgewachsen seit, fühlt ihr euch berufen, reinen Tisch zu machen und aufzuklären. Im Internet wahrlich eine ziemlich einfache Posse.

            Ich glaube nicht, dass das reicht. Ich bin davon überzeugt, dass es Zeit ist sich zusammenzuschließen und gewaltfreien Widerstand zu organisieren. Aufgeklärt sind nämlich schon viele, sehr viele, so viele, dass es reicht, den Karren in eine andere Richtung zu lenken.

            Versteht mich bitte nicht falsch. Eure Ideen sind gut, doch dass sind die der meisten Menschen auch, wenn man mit ihnen darüber spricht. Und wer ein Fahrrad reparieren möchte, dem nützt es wenig, wenn man ihm den Werkzeugkoffer eines Schiffsbauer präsentiert. Er will, dass sein Fahrrad wieder fährt.

            Liebe Grüße
            Rüdiger

          • FwF- infokriegerBerlin sagt:

            hallo rüdiger

            ist die ironie eigentlich beabsichtigt, daß deine kritik an uns eher auf dich zutrifft als auf uns?

          • Hallo InfokriegerBerlin,

            der Film ist gut, ich glaube das erwähnt zu haben. Und eine Kritik an euch, als Macher des Films, fällt mir auch jetzt nicht ein. Gut gemacht, Zielgruppe erreicht. Das Ei des Kolumbus war es nicht ;-), nach meinem Stand der Dinge – genau das wagte ich mich, zu erwähnen.

            Eure Arbeit als solche in Frage zu stellen, darum geht es mir in meinen Beiträgen überhaupt nicht.

            Es ging mir um Roß und Reiter, um Bock und Gärtner, um eine dem Thema nach andere Schau auf Lösungswege und wenn Du es so siehst, sei’s drum, es war Ironie und sie trifft auf mich zu.

            Liebe Grüße
            Rüdiger

        • Hallo Rüdiger,

          interessante Diskussion.;-) Ich würde gerne was herausgreifen:

          „Aber erzähl mal einem Menschen, der meint, dass jeden Tag Fleisch auf seinen Teller gehört, dass man zur gesunden Ernährung ausschließlich vegetarisch essn könne. Ein Fleischesser tut dann so, als ob der Vegetarierer ein Ausserirdischer sei. Doch liegt es einfach in ihm, zu begreifen, dass man satt werden kann, ohne Tiere zu töten.“

          Ich würde gerne „ohne Tiere zu töten“ mit „ohne Tiere zu quälen“ ersetzen. Ich glaube der Mensch ist ein Allesfresser und kein Pflanzenfresser. Ich glaube es geht um den Respekt dem Tier gegenüber und nicht um den totalen Verzicht von Fleisch. Ich glaube das Bild vom „bösen Fleischfresser der den guten Pflanzenfresser frisst“ ist nicht richtig. Ich glaube ein Beutegreifer in der Natur quält seine Beute nicht so wie wir Menschen das tun. Ich glaube wir sollten die Tiere endlich als gleichwertig betrachten. Und ja, es ist mir vollkommen klar dass dann nicht jeder Fleisch essen kann so wie jetzt. Aber ich sehe das nicht als Problem oder Nachteil. Ich glaube wenn wir die Tiere so behandeln wie wir selber behandelt werden wollen dann ist Fleischkonsum auch moralisch vertretbar. Ich glaube damit kann man mehr Leute ansprechen als mit Verzicht? Wie gesagt, ich glaube, ich weiss es nicht!;-)

          Noch nen ruhigen Vormittag!
          Joachim

          • OT
            *Ich glaube wenn wir die Tiere so behandeln wie wir selber behandelt werden wollen dann ist Fleischkonsum auch moralisch vertretbar. *

            Lieber Joachim,

            danach schriebst Du *Noch nen ruhigen Vormittag!*

            Den ruhigen Nachmittag, den wir jetzt haben, den habe ich nun nicht mehr, denn: Wenn *wir*Tiere so behandeln würden, wie wir selbst behandelt werden wollen, dann impliziert Dein Satz, dass wir Menschen essen könnten oder dass wir Tiere auf gar keinen Fall essen sollten?

            Keine Panik! Ich weiß was Du meinst und bin hier aus der Ferne davon überzeugt, dass Du keine Menschen isst; sicher bin ich mir da nicht 😉

            Ansonsten sehe ich das so: Jedem das Seine und dabei fällt mir ein, kennst Du dich mit den *grünen Smoothies* aus? Falls nein, dann mach dir mal einen – schmeckt lecker.

            Liebe Grüße
            Rüdiger

          • Hallo Rüdiger,

            falls ich das impliziert habe dann war das nicht meine Absicht. Ein kurzes Zitat dazu aus Eberhard Trumler, „Hunde ernst genommen: Zum Wesen und Verständnis ihres Verhaltens“, Seite 73:

            „´Raub´, ´Räuber´ sind Worte, die asoziales Verhalten bezeichnen, das nur bei einer Tierart vorkommt – nämlich beim Menschen. Nur der Erfinder des Humanismus bringt es fertig, seinen Artgenossen sowohl zu rauben als auch zu berauben. Andere Geschöpfe dieses Planeten pflegen das nicht zu tun.“

            In diesem Sinne. Ich kann mich nicht gut ausdrücken aber ich glaube es hat was mit „sozial“ zu tun?

            Wenn Du von ausschliesslicher Pflanzenkost für Menschen sprichst dann müsste – meiner Meinung nach – diese aber auch vertretbar im Sinne einer holistischen Umweltethik sein. Es wäre für mich z.B. auch nicht stimmig sein Essen von Monokulturfarmen zu beziehen. Darum empfinde ich den „nur Verzicht“ als zu kurzsichtig, darum finde ich dass der Respekt der Nahrung gegenüber (sowohl den Tieren als auch den Pflanzen) so wichtig ist.

            Nein, ich weiss nicht was ein Grüner Smoothie ist aber ich habe eine halbe Flache „Grüne Fee“ und ein paar Stück Würfelzucker zu Hause…;-)

            Noch nen ruhigen Abend!
            Joachim

          • Hallo Joachim,

            ich bin kein Vegetarier und ich vertrete auch keinerlei Religion in die eine oder andere Richtung.

            Pflanzen sind übrigens auch Lebewesen und noch nie ist mir eine Möhre freiwillig in die Pfanne gehüpft ;-).

            Liebe Grüße
            Rüdiger

          • Sebastian sagt:

            Ob der Mensch nun ein Allesfresser oder Pflanzenfresser ist, hilft erst einmal nicht weiter, denke ich. Der Mensch überlebt jedenfalls sehr gut ohne Fleisch und ohne anderweitige tierische Produkte.

            Fakt ist jedenfalls, dass der Konsum von tierischen Produkten, insbesondere FLEISCH, verheerende Folgen haben.

            – Zerstörung der Umwelt
            – Tierquälerei
            – Wasserverschwendung
            – Hunger

            Der am Ende einzig langfristige und nachhaltige Lebensstil kann nur der, der veganen Ernährung sein. Der erste Schritt dazu ist die vegetarische Ernährung.

            Um Menschen zu erreichen, die Fleisch konsumieren, ist vor allem Toleranz und Akzeptanz wichtig. Ein weiterer wichtiger Punkt ist Inspiration.

            Ich selbst lebe seit 2 Jahren vegan und habe schon sehr viel Erfahrung gesammelt. Daher denke ich das Toleranz, Akzeptanz und Inspiration drei wichtigen Faktoren sind, die dabei helfen, Fleischesser zum Nachdenken anzuregen.

            Und „Tiere zu töten“ in „Tiere zu quälen“ abzuändern ist nicht sinnvoll. Wenn Fleisch auf den Teller muss, muss irgendwo auch ein Tier dafür sterben. Und Quälerei bei dem Prozess vom Tier in der Natur bishin zum Filet auf deinem Teller ist zum größten Teil mit dabei.

            lg Sebastian

        • PeterFDA sagt:

          Hört sich so an als hättest du schon eine Menge in der richtigen Richtung getan. Kannst du mal ein paar Beispiele bringen? Vielleicht können wir was lernen.

          • Hallo Peter,

            ich bin seit zehn Jahren als nicht kassenzugelassener Tätertherapeut unterwegs. Beispiele könnte ich viele angeben. Zur besseren Erläuterung habe ich einige wenige davon schon veröffentlicht.

            Aus ihnen habe ich gelernt, dass Gewalt etwas anderes ist als das, was allgemein hin dazu verstanden, diskutiert oder verteten wird. Ich habe dazu zwei Bücher geschrieben. *Das Nichtkampf-Prinzip* und *Die Fratze der Gewalt*. Im ersten Buch stelle ich, aus Sicht des Zweikampf-Wahns, unsere Wettkampf-Gesellschaft auf den Kopf und im zweiten erkläre ich, was Gewalt ist und wie wir sie ändern können. Das Problem ist nur, dass das niemand will, denn die Umwälzungen dazu sind allumfassend.

            Ein weiteres ist, dass diejenigen, die tagtäglich damit zu tun haben, mit unzureichenden Werkzeugkoffern unterwegs sind, eben völlig verbildet wurden. Das betrifft Diplomanten, Doktoren und auch viele Profs. Aber auch der Gesellschaft ganz allgemein wird hier ein völlig falsches Bild darüber präsentiert. Und dahinter steckt Methode.

            Gewalt hat nämlich nur sekundär etwas mit der Aggressivität zu tun. Primär ist es der Konflikt, der mich dazu zwingt, einen Ring (Kampf) zu konstruieren, um Gewalt zu übertragen. Was aber macht einen Konflikt aus? Wann habe ich überhaupt einen Konflikt? Viellecht wenn ich nicht an Ressourcen teilhaben kann?

            Warum schlägt Pappa sein Kind oder schubst es weg? Warum entzieht Mama ihrem Kind die Zuneigung? Warum schlägt der Schläger in der Disco den beliebten Udo ins Gesicht? Warum nimmt mir meine Bank mein Haus weg, wenn ich den Kredit nicht zahlen kann? Was macht der Investmentbanker mit den Firmen… Es geht ganz sicher immer um Ressourcen, schaut man sich die ganze Kette des Ereignisses genauer an.

            Je höher wir die Gewaltschraube anziehen desto filligraner werden die Konflikte im Geist der Täter und desto schwieriger kann man sie erkennen. Ich nenne das den Konfliktkampfungeist. Es dürfte hier im Forum bekannt sein und bedarf keiner weiteren Ausführung, dass wir TATSÄCHLICH von Psychopathen regiert, finanziert, bewirtschaft und verteidigt werden. Das ist nicht nur irgendein Spruch.
            Aber warum übernehmen die psychologischen Methoden solche Therapiekonzepte nicht in ihre Diagnosekataloge auf? Es gibt nämlich überhaupt keine *anerkannte* Therapie für Gewalttäter! Weil sich dahinter ein Schwindel um das Thema der Gewalt verbirgt. Dass das mit dem Gewaltmonopol des Staates zusammenhängt wisst ihr ja. Was daraus aber entstanden ist, dass ist ein völlig verzerrtes Bild um das Thema der Gewalt herum. Und es beginnt schon bei dem Begriff der Aggressivität. Du wirst es vielleicht schon wissen: Aggressivität kommt aus dem Lateinischen und würde, wenn man es eins zu eins übersetzen würde soetwas wie das bedeuten, was Du Peter, machst:: Persönlichkeitsoptimierung.

            In dem Video hier oben wird das Problem in die falsche Richtung gedreht. Das Übel unserer Gesellschaft sind nicht die da oben sondern wir da unten. WIR SIND DAS PROBLEM. Für das Publikum hat der Film wohl einen fullminanten Schluß, für mich ist es Untermauerung zur Festigung der eigenen Theorie. Die Sichtweise vertrete ich deswegen, weil ich mehr vom falsifizieren als vom verifizieren halte.

            Um aber die Masse in die andere Richtung zu drehen, in die Eigenverantwortlichkeit, braucht es wirklich mutige Leute. Denn die Masse wird die Wahrheit nicht mögen und sie wird noch weniger dazu motiviert sein, das alles BEI SICH SELBST zu ändern, was sie denen da oben anlastet. Denn Wahrheit ist, dass die da oben nur existieren, weil die da unten es für sich und ihre Lebensqualitätsabschöpfung auch so wollen. Ihre Ausrede ist: Alleine kann man gar nichts machen!

            Und die Rattenfänger? Die wissen genau wie sie es machen müssen. Sie passen sich am Kunden an, den sie bedienen und ihm dabei nur das Törchen öffnen lassen, dass bei den Rattenfängern zum Erfolg, sprich zur erwünschten Ressourcenoptimierung führt. Und das ist zumeist Egopolieren. Dahinter verbirgt sich das nicht überwinden Wollen der eigenen intellektuellen Pubertät.

            Es gibt in der Opfertherapie das Phänomen der Ko-Abhängigkeit vom Täter. Zumeist bei Langzeitopfern von Soziopathen, seltener von Psychopathen. In der Gesellschaft ist das ähnlich in Bezug auf die derzeitige Lage. Das liegt an den gemeinsamen Erfahrungen. Diese Erfahrungen verhalten sich wie die Konfliktkollaterale derjenigen, die den Urkonflikt dazu schüren; sie tun dies bewusst. Erkennten wir dies, was so gut wie niemand in der Masse erkennt (weil er es nicht weiß), dann würden wir unser wirkliches Problem, das nur und ausschließlich in uns selbst liegt, erkennen und Lösungen dazu formulieren können.

            Alles was wir formulieren sind Symbole des inneren Selbst: Geld, Finanzen, Freiheit, Wirtschaft, Gerechtigkeit – das alles existiert gar nicht. Wirklich erkennen können wir das nur, wenn wir in jeder Sekunden dazu wahrnehmen kölnnten, dass es sich stets um Menschen handelt, die handeln, um Freiheit zu erlangen. Doch der Witz daran ist, dass jeder frei IST und das der Garten Eden noch nie ungedeckt war. Was bedeutet das? Es bedeutet, dass ich keine Theorie benötige um aus meinem Schlaf zu erwachen.

            Liebe Grüße
            Rüdiger

          • FwF-sandman sagt:

            Hallo Rüdiger,

            sehr interessant, vielleicht können wir darüber ja bei Gelegenheit mal skypen. Wir haben ziemlich genaue Vorstellungen, was Gewaltbereitschaft fördert und was nötig wäre, damit die Gesellschaft sich von der Gewaltakzeptanz distanziert. Vielleicht haben wir ja mehr gemeinsam, als Du glaubst.

            Gruß

            sandman

          • Hallo Sandmann,

            ja, wir haben viel gemeinsam. Und von mir aus, lass uns skypen; ich habe zwar noch kein Skype aber das soll ja ziemlich einfach zu installieren sein.

            Liebe Grüße
            Rüdiger

          • FwF-sandman sagt:

            Sag einfach, wenn Du es fertig hast, dann können wir mal einen Termin machen.

          • PeterFDA sagt:

            Sollen wir jetzt auch nicht kassenzugelassene Tätertherapeuten werden? Wenn wir das Problem sind und die Änderung bei uns selbst beginnt, wo und wie soll denn die Veränderung konkret beginnen?

          • „Sollen wir jetzt auch nicht kassenzugelassene Tätertherapeuten werden?“

            Lieber Peter, ich habe in meinem letzten Buch knapp 1000 Seiten geschrieben. Letztlich habe ich es auf gut 360 Seiten gekürzt. Niemand liest 1000 Seiten über ein unangenehmes Thema.

            Ein Kapitel, das ich rausschmiß beschrieb den nach meiner Meinung größten Fehler den wir Menschen tagtäglich zelebrieren: unseren Beruf. Durch ihn verlieren wir unsere Fantasie und unsere wahren Bedürfnisse.

            Ich sage: Ich bin Therapeut, Maler, Bäcker, Schüler, Doktor Phil, Dirigent, Dichter usw.
            Das Problem ist, dass die meisten Menschen von ihrem Berufsbild dermaßen überzeugt sind, dass sie tatsächlich denken, dass sie es sind. SIND SIE ABER NICHT.

            Sie meinen nur deswegen ihr Beruf zu sein, weil sie ansonsten nichts sind. Sie haben nichts aus sich selbst heraus erschaffen, was sie sein könnten, also muss das eigene Berufsbild herhalten.

            Ein Banker sagte mir mal: Wir haben es geschaft, das wir soundsoviele Unternehmerkonten haben…

            *WIR*. Unfassbar, aber so machen es alle, die nicht ihre eigene Marke sind: WIR.

            Jeder der ernsthaft glaubt, er sei das, was sein Beruf ausmacht, hat sich verloren. Und solche Verlorenen wieder sich selbst zuzuführen, ist vergebene Liebesmühe. Denn solche lassen sich nicht sagen, dass sie einer Illusion hinterherrennen. In diesem WIR treffen sie sich am Fernseher oder im Stadion und sind fest davon überzeugt, dass sie das Richtige dort tun. Doch in Wahrheit versammeln sie sich dort nur aus einem Grund: Sie zelebrieren ihre Legitimationsstrategie, vereint stark zu sein und zu dürfen, wovon sie im Alltag nur träumen: die Sau raus zu lassen, sprich, ihr Aggressionspotenzial zu kanalisieren. Das tun sie häufig nur deshalb, weil sie im Club der erfolgreich Erfolglosen ihre Mitgliedsausweise hochhalten und am Wir-Gefühl schnuppern.

            Ich bin Therapeut, weil ich Mensch bin und Mensch sein, das ist hier, in meinem Leben, mein Hauptjob!

            Mensch sein heißt immer menschlicher zu werden und das gelingt mir nur, wenn ich meine Ressourcen wahrnehme, sie ausreize, um meine Potenziale zu aktivieren. Ich nenne das Ökologische Intelligenz ÖQ ausbilden.
            Und darin, genau darin! liegt unser Problem, das sich mit dem ganzen monetären Problem und der Globalisierung deckt. In diesem Dilemma verbirgt sich das gesamte Gewalt- und Herrschafts-Prinzip; in der Fremdbestimmten Lebensweise der Masse. Sie klammert sich an irgendetwas, an den Beruf, der das Haus, die Ehe, das Kind, den Wohlstand, ja die ganze Persönlichkeit entmenschlicht.

            Die monetären Freiheitsaktivisten (PlanB, bedingungsloses Grundeinkommen etc.) starren auf den Zins und merken nicht, dass sie aufs falsche Pferd setzen. Sie sehen nur die Finanzwirtschaft und denken, das ist das Problem aller Probleme. Ist es aber nicht, denn der Zinns ist ein Gottessymbol zur Legitimation von Allmachtphantasien. Und diese liegen im Menschen und nicht im Zins. Egal welcher Einsicht man sich dem Problem unserer Zeit nähert: Es ist der Mensch und zwar nur der Mensch, WIR. Uns sollte bewusster werden, was wir sind, nicht wer wir sind oder was da draußen ist. Solange wir das nicht tun, werden weiterhin alle Revolutzer von der Revolte gefressen und am Ende, das wissen wir alle, gewinnt die Bank.

            Diese Sichtweise ist die Masse nicht bereit erkennen zu wollen und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen; je älter dabei der Einzelne wird, desto verborter entmenschlicht er/sie sich von sich selbst.

            Peter, Du musst also kein Tätertherapeut werden, sondern Mensch bleiben und Dein Menschlichstes von innen nach vorne kehren.
            Und das mit der Veränderung, dass habe ich Dir jetzt auch erklärt.

            Wir denken oftmals, das Probleme recht kompliziert oder weit weg vom eigenen Befinden und Denken darüber verborgen liegen. Doch die Wahrheit ist, dass sie in unserem Inneren verborgen sind. Weil wir uns von unserem Inneren entfernen (keinem anderen Zweck dient die Zivilisation) halten wir am Äußeren krampfhaft fest und verlieren durch diese Verkrampftheit unser Menschsein.

            Hilfe kommt da von Außen und ich vermute mal, dass dies in engem Bezug zu unseren Abrahimitischen Standpunkten liegt. Nicht umsonst hängt die ganze Menschenwelt an den Freveln der abrahimitischen Religions-Kulturen. Nur ihnen fällt es schwer, den Nichtkampf zu denken. Aber das ist ein anderes Thema.

            Liebe Grüße
            Rüdiger

          • PeterFDA sagt:

            Hallo Rüdiger,

            danke für diesen Beitrag, dem ich durchaus zustimme. Kurz zusammengefasst beschreibst du den Unterschied zwischen kollektivistischen Ansätzen („Wir“) und individualistischen („Ich“). Und du betonst, dass der „Wir“-Ansatz ein Irrweg ist.

            Vollkommen einverstanden. Ich bin auch der Meinung, dass erst durch den sorgsamen Umgang mit sich selbst ein schönes „Wir“ entstehen kann – und auf keinen Fall umgekehrt.

            Das „Wir“ ist etwas, was es eigentlich gar nicht gibt. Es ist ein Kollektivismus-Konstrukt. Ähnlich wie es einen „Wald“ gar nicht gibt. Zuerst das Kollektivismus-Konstrukt erschaffen zu wollen und dann die Individuen mit Gewalt hineinzwingen zu wollen, das ist das, was tagtäglich passiert und was auch klar abzulehnen ist.

            Peter

    • PeterFDA sagt:

      Hallo Rüdiger,

      „5 Affen“, „Der winzige Punkt“, „Der winzige Punkt – Erklärung“ sind Videos, die sich ausschließlich auf die Themen Zwänge, Einzelne, Masse usw. konzentrieren. Schau sie dir einfach mal an. Ich denke, man kann die Themen nicht einfach alle zusammenwürfeln, einmal umrühren und dann hoffen, dass das der durchschnittliche Staats-Sozialisierte versteht.

      Auf die Frage nach dem Handeln kann ich nur für mich antworten: Ich zeige Menschen auf, wie sie ihr Arbeitsleben aktiv selbst so gestalten können, dass sie keinen Zwängen mehr ausgesetzt sind und in einem Umfeld arbeiten, das sie selbst auswählen und das zu ihren eigenen Wertvorstellungen passt. Wie das funktioniert, kannst du in dem Interview, das Manuel mit mir gemacht hat, sehen. Die Leute, denen das einmal gelungen ist, werden Gewalt i.V.m. dem Arbeitsplatz nie wieder widerspruchslos akzeptieren. Es wird ihnen absurd vorkommen, dass es Leute gibt, die sie stillschweigend hinnehmen. Sie werden die Gewalt abstellen und wenn sie es nicht schaffen, sich schnell einen Arbeitgeber suchen, der mit ihnen kooperieren will, anstatt über sie zu „herrschen“. Ich selbst lebe auch nach diesem Prinzip. Das ist das, was ich aktiv dazu tue.

      Angefangen habe ich damit noch lange bevor es z.B. FreiwilligFrei gab. FreiwilligFrei gibt mir „nur“ das philosophische Fundament für das, was ich mache.

      Viele Grüße

      Peter

  9. Hallo FwF-sandman,

    ich habe mir Skype und eine Webcam zugelegt.
    Sehr gerne würde ich mit Dir / euch einen Termin machen.
    Vielleicht nächste Woche am Montag oder Mittwoch, ab 11:00 ?

    Liebe Grüße
    Rüdiger

  10. primavera sagt:

    ich will `s versuchen!

    bis bald 🙂

  11. A.I. sagt:

    Nach der Erkenntnis muss es ein Handeln geben, sonst sind alle Erkenntnisse nutzlos.

    Diskutiert wurde lange genug und hat es was geändert?

    Niemand muß das Rad neu erfinden und seit Jahren drehen sich die Erkenntnisse im Kreis und es wird diskutiert.

    Mit Disskusionen wurde die Welt noch nie verändert sondern durch gemeinsames Handeln damit Erkenntnisse nicht nur Erkenntnisse bleiben.

    Frohe Ostern!

  12. MikeMay sagt:

    Vielen Dank für die Übersetzung! Larken Rose zu übersetzen ist IMMER eine gute Idee!

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