Eine Situation, die so seltsam ist, dass 99,999% der Menschen keine Erklärung dafür haben.
Es waren einmal 100 Mio. Menschen. Sie hatten verschiedene Interessen, gehörten verschiedenen Glaubensrichtungen an, hatten verschiedene Berufe und alles in allem kamen sie ganz gut miteinander klar.

Eines Tages tauchte eine Verbrecherbande auf. Es waren nur ein paar Hundert Leute. Und diese Verbrecherbande aus ein paar Hundert Leuten sagte zur großen Masse der 100 Millionen Leute: „Von jetzt an muss uns jeder einen Teil von dem, was er verdient, abgeben.“
Und die Masse sagte: „Meine Güte! Müssen wir wirklich einen Teil von dem, was wir verdienen, einfach hergeben?“
Und die Verbrecherbande mit den paar Hundert Typen sagte: „Ja, ihr müsst!“

 

Die meisten Leute finden die absurde Situation, die in dem Video „Der winzige Punkt“ beschrieben wird, irgendwie kurios. Aber die wenigsten verstehen, warum die Situation so ist und die wenigsten wissen, was sie dagegen tun können. Hier ist Larken Rose, der Autor des Videos, mit einer Erklärung:

 

 

Original:
Larken Rose
youtube.com/watch?v=H6b70TUbdfs

Übersetzung:
Peter Müller

 

Videoempfehlungen:

 

 

 

 

 

 

13 Responses to Der gefährliche winzige Punkt + Erklärung

  1. Dreamer sagt:

    Toller Aufklärungsfilm!

    Möglicher Anfang, bis sich eine ausreichend große, kritische Masse ungehorsamer Leute gebildet hat: http://www.youtube.com/watch?v=O7Cl6XlE7H8#t=51s

    • Chris sagt:

      Dieser Beitrag, insbesondere der Kommentar, hat eine erneute Auflegung durchaus verdient.

      Die Idee mit der „kritischen Masse“ bzw. dem „signifikanten kleinen Teil“, der das System durch Verweigerung aus den Angeln heben kann, findet sich auch schon beim Individual-Anarchisten John Henry Mackay, ebenso wie andere anarchokapitalistische Gedankengänge wie private Sicherheitsfirmen.

  2. Wie mit dem winzigen Punkt verhält es sich auch mit dem Irrglauben:“Ohne Geld bin ich zur Armut verdammt!“ Zur riesigen Masse des Planeten Erde stellen alle auf ihm lebende Menschen verschwindend kleine Stecknadelknöpfe dar. Schon gemessen an diesem Verhältnis, ist die Möglichkeit von Mangel eine Illusion. Wenn dann noch jeder Stecknadelkopf als Mensch aus reiner Freude am individuellen Erschaffen tätig wird und sich dann zum zweiten mal freut, wenn ein anderer Mensch vorbeikommt und das Erschaffene gerne mitnimmt, braucht es i.d.Rat überhaupt kein Geld, sondern nur die Freude am Tuen und Wirken, und der Reichtum auf der Welt nähme dauerhaft zu!

    • Geomant sagt:

      Derjenige der „nimmt“ hat dagegen eine gefährliche Vorstellung vom „Tuen and Wirken“, er verhält sich opportunisitsch und ist ein Parasit.Auch haben sehr viele Tätigkeiten nur in geringster Weise etwas mit einem „Wirken“, dem man eine Bedeutung zuordnen könne, zutun.

      Es ist besser den Parasiten zu entfernen, der als Schädling die andern abzapft, es ist leichtsinnig das Problem zu ignorieren, der erforderliche Mehrbedarf verursacht durch Gier ist inzwischen nicht mehr überall deckbar.Wir verbrauchen innerhalb von 8 Monaten was in 12 Monaten von der Erde erzeugt wird.Die neueste Generation von Fischerreischiffen in Europa hat eine Drosselung eingebaut, eine erste verzweifelte Massnahme,

  3. Was mir im Video und Kommentar noch fehlt, ist der Grund, warum die Menschen das Konzept mit dem kleinen Punkt nicht aufgeben. Ja, man könnte sagen, dass sie das Konzept ohne kleinen Punkt noch nicht kennen. Aber wenn man ihnen das Konzept ohne kleinen Punkt erklärt, bleiben sie ja auch am kleinen Punkt kleben, zumindest die meisten. Meine Erklärung: Sie haben Angst vor den anderen Menschen, wenn es das Machtmonopol des kleinen Punktes mit seinen Helfern nicht mehr gäbe.
    Und warum vertrauen die Menschen einander nicht? Weil Misstrauen die Neigung hat, sich im sozialen Miteinander zu verstärken. Wenn ich jemanden nicht vertraue, wird sich mein Misstrauen wahrscheinlich bestätigen, weil ich dem anderen Signale sende, die ihn argwöhnisch machen. Glücklicherweise ist es mit dem Vertrauen ähnlich: Wenn ich jemandem vertraue, sende ich dem anderen Signale, die ihn einladen, mein Vertrauen zu bestätigen.
    Es ändert sich etwas, wenn man den Mut hat, aus der Misstrauensspirale auszusteigen und dem anderen mit einer wohlwollenden Grundhaltung zu begegnen — auch dem, der an den kleinen Punkt glaubt. Er hat ja nur Angst. Und er will letztlich auch Frieden und Wohlstand für alle.

  4. PeterFDA sagt:

    Simmt! Anders wäre es z.B. auch kaum zu erklären, warum so etwas Komplexes und Gefährliches wie der motorisierte Straßenverkehr so erstaunlich gut funktioniert. Dass Autos mit einer garantiert lebensgefährlichen Geschwindigkeit von 180 km/h und mehr mit nur wenigen Metern seitlichem Abstand herumfahren, ist objektiv betrachtet der reine Wahnsinn und kann nur mit dem Vertrauensprinzip und einer wohlwollenden Grundhaltung aller Autofahrer funktionieren.

    Zum Thema Vertrauen passt vielleicht folgende kleine Geschichte:

    Der Pilot
    Ein amerikanischer Pilot lässt seine Propellermaschine auftanken, rollt zur Startbahn und fliegt los. Nach einigen Minuten beginnt der Motor zu stottern und bleibt stehen. Die Maschine sackt ab und nur wenige Meter über dem Boden der Pilot sie abfangen. Er macht eine kleine Bruchlandung auf einem Feld. Er ist unverletzt. Die Ursache für den Motorausfall ist schnell gefunden: Die Maschine wurde statt mit Flugbenzin mit Kerosin betankt. Der Pilot stellt den Flughafenmitarbeiter, der den schwerwiegenden Fehler gemacht hatte zur Rede. Er sagt zu ihm: „Das was passiert ist, ist passiert. Ich möchte darüber keine weiteren Worte verlieren. Ich möchte nur, dass Sie eines wissen: Hier auf dem Flugfeld gibt es in Zukunft nur noch eine einzige Person, die meine Flugzeuge betanken darf. Und das sind Sie. Ok?“

    Und zum Thema Angst fällt mir auch noch eine ein:

    Die Todesliste des Bären
    Im Wald geht das Gerücht um, dass der Bär eine Todesliste hat. Die Tiere haben Angst. Da fasst sich der Mutigste unter den Tieren, der Wolf, ein Herz und geht zum Bären und fragt ihn: „Die anderen sagen, dass du eine Todesliste hast und ich wollte fragen, ob ich da zum Beispiel draufstehe.“ Der Bär: „Ich guck mal… ja, tut mir Leid, du stehst da drauf.“ Der Wolf sagt: „Scheiße!“ und verschwindet schnell wieder im Wald. Zwei Tage später wird er von den anderen Tieren tot aufgefunden. Als nächstes geht der Fuchs zum Bär und fragt ihn mit zitternden Knien: „Das mit der Todesliste ist wohl war. Ich wollte fragen, ob ich da auch draufstehe.“ Bär: „Yep. Tut mir Leid.“ Der Fuchs rennt weg. Aber es bringt nichts, zwei Tage später ist er auch tot. Jetzt versucht es der Hase. Er geht zum Bär und sagt: „Sag mal, stehe ich auch auf deiner Todesliste?“ Der Bär: „Hmmmmmm, ja! Tut mir Leid!“ Hase: „Kannste mich einfach streichen?“ Der Bär: „Klar, kein Problem!“ Und der Hase lebte glücklich und zufrieden weiter bis ans Ende seiner Tage.

    • primavera sagt:

      @ Peter,

      vielen Dank,
      mir gefallen diese zwei Geschichten sehr gut. Beide passend zum Thema und die mit dem Hasen zusätzlich – passend zur Osterzeit. 😉

  5. Molot sagt:

    Ganz so einfach ist die Geschichte leider nicht.
    Der kleine Punkt (Staat) war nämlich klug genug, z.b. alle roten und und blauen Punkte an seiner Beute zu beteiligen. Den grünen Punkten konnte er(der Staat) die ILLUSION vermitteln, daß auch sie mehr Profit vom Staat erhalten, als sie abliefern müssen.
    Der kleine Rest der gelben Punkte, welcher WEISS, daß er geschröpft wird, ist in der absoluten Minderheit und nicht in der Lage, sich zu wehren.

    „Der Staat, das ist die große Fiktion ALLER, auf Kosten aller Anderen zu Leben.“
    Frederic Bastitat

  6. Schawi sagt:

    Hallo zusammen, wie ist es denn in einer direkten Demokratie, wie in der Schweiz ? Wir können die Steuersätze selbst bestimmen ( über Volksabstimmung ). Wir können auf jeder Stufe Gemeinde, Kanton und Bund Projekte ablehnen oder auch sagen ja das Finanzieren wir z.B. Neat. Wir werden also nur teilweise durch eine Regierung regiert. Wäre das nicht ein Teil einer Lösung ?

    • EuroTanic sagt:

      Auch bestimmt eine „Mehrheit“ wieder über eine MInderheit. Das ist in meinen Augen nicht besser als vorher. Denn auch hier werden Menschen (Minderheit) gezwungen etwas zu tun, was sie nicht wollen. Macht über andere Menschen ausüben zu wollen ist grundsätzlich schlecht.
      Solange die Menschen einer direkten Volksabstimmung nur sich selbst verpflichten wäre das in meinen Augen ok.

  7. Brian Cohen sagt:

    Ich weiß, dass ich auf einen 2 Jahre alten Post antworte. Aber da der Artikel schon mal wieder hoch geholt wurde.

    @ Schawi:
    Das System der direkte Demokratie in der Schweiz ist natürlich deutlich besser, als Unseres.
    Aber in der Schweiz gibt es auch große Probleme. Zum Beispiel schwören die Medien dort die Leute sehr auf die EU Ziele ein, da diese natürlich vom Geld kontrolliert. Die SVP kann bei Volksabstimmung als nur genug Stimmen bei Entscheidungen gegen die EU kriegen, weil sie ihrerseits auch von einen Millionär unterstützt.
    So fern es keine freie Presse gibt, werden die Volksabstimmungen häufig von denen gewonnen die das meiste Geld für Werbespots und solche Dinge ausgibt. Da die breite Masse sich nicht genügend informiert, wenn sie Entscheidungen zu treffen haben.
    Eine dauerhaft freie und vom Geld unabhängige Presse ist aber langfristig nicht zu garantieren.
    Wenn aber die breite Masse generell die Auffassung vertritt. Sie nimmt keine Befehle entgegen und das sie nicht das Recht haben anderen Befehle zu geben, müssten die Herrschenden jeden einzeln überzeugen.

    Außerdem auch in einer direkten Demokratie wird man zum zahlen der Steuern gezwungen, es sei denn die Teilnahme ist freiwillig.
    Jedoch denke ich, dass sich in einer voluntaristischen Gesellschaft einige direkte Demokratien bilden werden unter freiwilliger Teilnahme. Zum Beispiel für kleine Dörfer, in denen sich die meisten Leute kennen halte ich dies durchaus für Sinnvoll.

    Also Teil der Lösung ja aber nur wenn die Teilnahme freiwillig ist.

  8. Bob sagt:

    …eine Räterepublik ist ein gerechtes und transparentes Model sich zu organisieren.

    • Dr_Schnackels sagt:

      Eine Räterepublik trifftet immer im Kommunismus ab und ist unter dem Strich auch nur Herrschaft des Pöbels (Ochlokratie).
      Nimm einfach mal die freie Marktwirtschaft, diese ist gleichzeitig ein Gesellschaftsmodell ohne daß es Herrscher oder Beherrschte braucht. Hier muss sich keiner der Dummheit der Masse unterordnen.
      Sie ist nicht perfekt, da der Mensch auch nicht perfekt ist, aber das beste was wir kennen. Und wer möchte so ein Modell nicht haben? Die Herrscher und deren Lakaien.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.



FreiwilligFrei.de
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de