„Um Zeit zu sparen, habe ich beschlossen, die Antworten auf alle Standard-Argumente, die ein durchschnittlicher Etatist immer wieder bringt, einmal zusammenzufassen. Zum Beispiel, dass Regierungen freiwillig zustande kommen, dass man doch auswandern kann, wenn es einem hier nicht mehr gefällt, dass Besteuerung nichts mit Gewalt zu tun hat usw. Ich denke, dass euch das weiterhelfen kann, denn das Leben ist schließlich kurz.“

Ich: Sag mal, glaubst du, dass Gewalt falsch ist?

Etatist: Ja, Gewalt ist falsch – außer in Notwehr.

Ich: Einverstanden, außer in Notwehr. Und wie denkst du, sollten Probleme gewaltfrei gelöst werden?

Etatist: Also, ich denke, dass sich die Menschen aktiver an der Regierung beteiligen sollten und dass die Regierungen ABC tun sollten und X, Y und Z.

Ich: Aber wie passt die Ablehnung von Gewalt dazu, dass du staatliches Handeln mit deinen Steuern bezahlst, die unter Zwang eingetrieben werden?

Etatist: Hä? Wovon sprichst du? Besteuerung hat nichts mit Zwang zu tun.

Ich: Jede Besteuerung erfolgt unter Zwang, denn wenn du deine Steuern nicht bezahlst, wirst du mit vorgehaltener Waffe entführt und ins Gefängnis gesteckt. Wenn du versuchst, von dort zu entkommen, wirst du erschossen.

Etatist: Aber wir leben in einer Demokratie, in der wir unsere Regierung selbst wählen.

Ich: Wenn ich nur zwischen zwei Alternativen wählen darf, an deren Ende die Gewalt steht, so habe ich keine Wahl. Kann ein Ladenbesitzer tatsächlich von einer „freien Wahl“ sprechen, wenn er sich nur aussuchen kann, an welche Mafiabande er sein Schutzgeld abliefern muss? Wenn eine Frau zwar zwischen zwei potenziellen Ehemännern auswählen kann – aber dazu gezwungen wird, einen von ihnen zu heiraten – kann sie dann wirklich sagen, dass sie die Ehe „gewählt“ hat? Die einzige Möglichkeit, wie wir sicherstellen können, dass Menschen ihre Regierungen frei wählen, besteht darin sicherzustellen, dass sie auch die Wahl haben, Regierungen nicht zu wählen.

Etatist: Also, es gibt so etwas wie einen „Gesellschaftsvertrag“, der die Menschen ihren Regierungen verpflichtet.

Ich: So etwas wie einen „Gesellschaftsvertrag“ gibt es faktisch nicht. So lange Menschen keine Vollmacht erteilt haben, kann niemand Verträge im Namen anderer abschließen. Wenn ein Mensch die Macht hat, einseitig einem anderen seinen Willen aufzuzwingen und das dann „Vertrag“ nennen darf, so müsste im Umkehrschluss auch ein Mann eine Frau vergewaltigen dürfen und dass dann „Liebe“ nennen dürfen.

Etatist: Aber ich akzeptiere den Gesellschaftsvertrag – und du tust das schließlich auch, wenn du die Straßen benutzt.

Ich: Erstens gibt dir die Tatsache, dass du einen Vertrag eingehst, nicht das Recht, mich dazu zu zwingen, diesen Vertrag auch zu akzeptieren. Du kannst dir ein Haus kaufen aber du kannst mich nicht dazu zwingen, es zu bezahlen. Wenn du meine Unterschrift fälschst, muss ich mich nicht an den Vertrag halten – und ich habe einem „Gesellschaftsvertrag“ nie in irgendeiner Weise zugestimmt. Zweitens ist es wahr, dass ich Leistungen des Staates in Anspruch nehme, aber das ist in Bezug auf die Frage, ob es moralisch ist, Zwang auszuüben, irrelevant. Erklärt sich ein Sklave stillschweigend mit der Sklaverei einverstanden, wenn er eine Mahlzeit von seinem Herren annimmt?

Etatist: Ich denke nicht. Aber trotzdem akzeptierst du implizit den Gesellschaftsvertrag, indem du weiter in unserem Land wohnst, so wie es schon Sokrates gesagt hat.

Ich: Kann ich wirklich einen „Gesellschaftsvertrag“ eingehen, der es mir erlaubt, jeden zu bestehlen, der in meiner Nachbarschaft wohnt – und dann sagen, dass sich Menschen mit meinem neuen Gesellschaftsvertrag ausdrücklich einverstanden erklären, wenn sie weiterhin in „meiner“ Nachbarschaft wohnen?

Etatist: Also, nein, aber wir sprechen dorch über Regierungen und nicht über Einzelpersonen …

Ich: Besteht eine Regierung nicht aus Einzelpersonen? Ist „die Regierung“ nicht nur eine Bezeichnung für eine Gruppe von Einzelpersonen die für sich das moralische Recht in Anspruch nehmen, Gewalt gegen andere anzuwenden – ein Recht, das sie als schlecht für jene definieren, gegen die sie mit Gewalt vorgehen? Wenn du dir alle Einzelpersonen, die „die Regierung“ bilden, einfach wegdenkst, gibt es dann noch eine Regierung?

Etatist: Vermutlich nicht. Aber das tut nichts zur Sache – du sagst, dass Besteuerung zwangsweise erfolgt, aber ich habe mein ganzes Leben lang bezahlt und mir wurde noch nie eine Pistole an den Kopf gehalten.

Ich: Klar, ein Sklave wird voraussichtlich nicht geschlagen, wenn er das tut, was ihm sein Herr sagt. Die Definition von Sklaverei besteht nicht darin, geschlagen zu werden, sondern im Recht zuzuschlagen. Wenn ein Sklave bleibt, weil er Gewalt befürchten muss und die Wünsche seines Herren erfüllt, weil er mit Gewalt bedroht wird, ist das eine zuftiefst unmoralische Situation, auch wenn tatsächlich keine direkte Gewalt ausgeübt wird. Viele Frauen werden mit einem Messer an der Kehle vergewaltigt. Die Tatsache, dass ihnen die Kehle nicht durchgeschnitten wird, bedeutet nicht, dass es sich nicht um Vergewaltigung handelt.

Etatist: Schon – aber die Annahme, dass die Regierung Gewalt anwendet, um die Steuern von den Bürgern einzutreiben, ist trotzdem nicht richtig.

Ich: Also gut – gibt es irgend etwas, das die Regierung tut, womit du nicht einverstanden bist? Findest du es zum Beispiel richtig, dass der Irak angegriffen wurde?

Etatist: Also, ich denke, dass der Angriff des Iraks moralisch falsch war.

Ich: Warum?

Etatist: Weil der Irak die USA nicht bedroht hat.

Ich: Gut, also war das eine Initiierung von Gewalt und keine Notwehr. Nun – dir ist schon klar, dass der Krieg im Irak nur möglich war, weil du deine Steuern bezahlst?

Etatist: Zu einem gewissen Grad, natürlich.

Ich: Der Krieg gegen den Irak war moralisch falsch, gleichzeitig aber nur möglich, weil du deine Steuern bezahlst – und deine Steuern nicht unter Zwang von dir eingetrieben wurden – du hast also freiwillig finanziert und ermöglicht, was du als schlecht bezeichnest. Kannst du mir das erklären?

Etatist: Ich zahle meine Steuern, weil ich Bürger dieses Landes bin. Wenn ich nicht mit dem Krieg einverstanden bin, kann ich in die Politik gehen und versuchen, ihn zu stoppen.

Ich: Also gut, wenn du gegen Kindesmissbrauch bist, würdest du freiwillig eine Gruppe finanzieren, die Kinder missbraucht?

Etatist: Natürlich nicht!

Ich: Und wenn du klar gegen Kindesmissbrauch bist und du freiwillig eine Gruppe finanzierst, die Kinder missbraucht und ich sagen würde, dass du dieses nicht tun sollst und du mir antwortest, dass du es trotzdem tust – aber dass wenn einer gegen diese Missbrauchstruppe vorgehen würde, er schließlich versuchen kann, diese Gruppe zu unterwandern, um die Kontrolle der Gruppe zu übernehmen und dann irgenwie zu verhindern, dass sie Kinder weiterhin missbraucht, ergäbe das irgendeinen Sinn?

Etatist: Ich denke nicht.

Ich: Du bist gegen den Krieg im Irak, meldest dich aber freiwillig dafür – und bist einverstanden, unentgeltlich zu kämpfen und übernimmst die ganzen Kosten für deinen Einsatz selbst, ist es nachvollziehbar, dass das alles überhaupt keinen Sinn ergibt? Du bist gegen etwas – und unterstützst es gleichzeitig mit unglaublich viel Zeit, Aufwand, Geld und Ressourcen?

Etatist: Ja, das wäre kaum sinnvoll.

Ich: Siehst du also, dass deine Behauptung, der Krieg im Irak sei moralisch verwerflich, ganz und gar nicht damit zusammenpasst, dass du ihn freiwillig mit deinen Steuern finanzierst? Wenn der Krieg im Irak moralisch verwerflich ist, gleichzeitig aber nur durch deine freiwillig geleisteten Abgaben möglich ist, und du ihn trotzdem weiterhin finanzierst, ist das gleichbedeutend mit einem offenen Eingeständnis, dass der Krieg im Irak doch nicht moralisch verwerflich ist. Wenn du dazu gezwungen wirst, kannst du an der Behauptung, dass der Krieg moralisch verwerflich ist, da er initiierender Gewalt entspicht, weiterhin festhalten. Allerdings müsste dann die Besteuerung, die ebenfalls einer Gewaltanwendung gegen dich entspricht, moralisch verwerflich sein, da du dazu gezwungen wirst, initiierende Gewalt gegen andere zu finanzieren. So erfolgt die Besteuerung entweder doch unter Zwang oder du bist nichts anderes als ein Heuchler, da du das freiwillig unterstützst, was du verwerflich findest. Ist das nachvollziehbar?

Etatist: Ich kann diesen Standpunkt schon nachvollziehen.

Ich: Kannst du irgendwelche logischen Fehler in meiner Argumentation erkennen?

Etatist: Nein, aber ich denke immer noch, dass du falsch liegst.

Ich: Also, ich bin froh, dass du diesen Text gelesen hast, anstatt mit mir zu diskutieren, denn wie ich schon am Anfang sagte, ist das Leben viel zu kurz dafür, um die Zeit dafür zu verschwenden, mit Narren zu diskutieren.

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Autor:
Stefan Molyneux
freedomainradio.com

Übersetzung:
Peter Müller
findedeineaufgabe.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

34 Responses to Infoblatt für Staatsanhänger

  1. […] weiter TeilenStumbleUponTwitterDiggRedditDruckenE-MailFacebookLinkedInTumblrGefällt mir:Gefällt mirSei der Erste, dem dieser post gefällt. […]

  2. Ich habe Mühe, mir einen Etatisten vorzustellen, der das liest, anschließend seine Position überdenkt und danach in das Lager der Voluntaristen wechselt. Ich verstehe auch, dass Molyneux sich, wenn er immer die gleichen Fragen gestellt bekommt, gestresst fühlt, weil er sich sicher gerne effizient austauschen möchte. Aber vielleicht gäbe es ja auch noch alternative Strategien, dieses Bedürfnis zu befriedigen und gleichzeitig, das nach Freiheit zu verfolgen?

    • FwF-sandman sagt:

      Mit Sicherheit gibt es bessere Möglichkeiten. Ich glaube auch gar nicht, dass Stef hiermit Etatisten überzeugen wollte, sonst wäre das Ende sicherlich anders gewesen. Ich vermute, er wollte zeigen, dass es unter den Etatisten sehr viele gibt, die gar nicht zu überzeugen sind. Man könnte es eher einem Etatisten in die Hand drücken, der sich schon als unempfänglich für richtige Argumente herausgestellt hat und die Waffe im Raum gut findet.

    • FwF- infokriegerBerlin sagt:

      für mich ist es eher ein infoblatt für voluntaristen, für gespräche mit etatisten 😉

    • PeterFDA sagt:

      @Oliver Heuler
      Es ist klar, dass dieser Text vor allem darauf abzielt, den Etatisten möglichst zügig die völlige Widersprüchlichkeit seiner Argumente vor Augen zu führen und dass sich dieser dadurch schnell in die Defensive gedrängt fühlt. Und ich denke, ähnlich wie Sandman, es ist völlig legitim, sich auf diese Weise von Diskussionen fernzuhalten, bei denen sich die Diskussionspartner nicht auf Logik und Objektivität als Spielregeln einlassen wollen. Im Grunde suchen diese Leute in der Diskussion eigentlich nur nach einer Bestätigung ihrer eigenen Ansichten. Sie geben zwar meistens vor, an neuen Aspekten interessiert zu sein, sind es aber nicht. Mir ist es viel zu anstrengend, die Diskussion fortzusetzen, um am Ende dann doch wieder diesen Satz zu hören: „aber ich denke immer noch, dass du falsch liegst.“ Ich wende mich dann lieber ab und richte meine Energie auf die Suche von anderen, offeneren Gesprächspartnern oder Gleichgesinnten.

      Wie würde denn ein überzeugendes GFK-Infoblatt für einen Etatisten auf Basis der in o.g. Infoblatt enthaltenen Argumentationslinien aussehen?

      • FwF- infokriegerBerlin sagt:

        super idee peter!

        mach doch mal ein GFK-infoblatt oliver… wär doch mal interessant.

      • Die Argumentationslinie ist schon problematisch. Wenn ich im Kopf habe, dass ich Recht habe und der andere Unrecht oder dass meine Haltung moralisch ist und die des Gegenübers unmoralisch, dann wird daraus nie ein Text, der im Sinne der GfK stimmig ist.

        Mir ist beim Einfühlen in Molyneux auch inzwischen eine andere Motivation eingefallen: Ich vermute, dass nicht Stress und effizienter Austausch vorrangiges Gefühl und Bedürfnis waren, sondern das »Wachrütteln« der Staatsanhänger, also Austausch und Teilen.

        Ich fühle mich Molyneux sehr verbunden, schließlich hat er mich auch wach gerüttelt. Dafür bin ich ihm dankbar. Ich befürchte nur, dass die Mehrheit der Staatsanhänger nicht so reagieren wie ich. Aus diesem Grund versuche ich mit denen so einfühlsam wie möglich zu reden. Die Gehirnforscher sagen ja auch, Lernen findet nur mit Spaß statt, zumindest erheblich besser. Mit Angst und Wut wird das Lernen schwieriger. Ich mache es aber auch für mich: Mir waren die Moralgespräche häufig zu anstrengend und mein Bedürfnis nach Harmonie und Leichtigkeit blieb auf der Strecke. Aber ich verfalle natürlich auch immer wieder in nicht-gewaltfreie Strategien. Heute sagt ein Rechtsanwalt zu mir, auf meinen Einwand, dass ich mich unwohl fühle, wenn der Staat mich selbst dann nicht in Ruhe lässt, wenn ich mein Grundstück nie verlassen würde: »Wenn Sie so argumentieren, dann könnten wir Demokraten Sie ja auch einfach enteignen, dann haben Sie kein Eigentum mehr.«
        Erst im letzten Moment gelang es mir, meine spontane Antwort zu unterdrücken (im Sinne von: Und Ihr Rechtsbewusstsein schlägt da nicht Alarm?). Meine Antwort war dann: »Sie haben Sorge, dass wenn jeder macht, was er will, dass dann Chaos herrschen würde und die Schwachen auf der Strecke blieben?« So ging das Gespräch dann harmonisch weiter. Sicher: Er wurde nicht gleich zum Anarchisten. Aber er hält mich (also damit die Anarchisten, die ich repräsentiere) zumindest nicht für Spinner und ist wütend auf sie.

        Um auf deine Frage zurückzukommen: Wie genau ich vorgehen würde, habe ich ja in meiner vierteiligen Serie auf dieser Seite erklärt.
        Beantwortet das deine Frage?

        Gruß Oliver

        • Mielia sagt:

          „Aber er hält mich (also damit die Anarchisten, die ich repräsentiere) zumindest nicht für Spinner und ist wütend auf sie.“

          Warum soll das denn so unbedingt vermieden werden, dass er wütend, verängstigt wird..?

          *Gosh*!, aber Danke für die Antwort, jetzt wird mir wieder bewusster, warum ich gfK lernen, trainieren, damit arbeiten will, sobald ich „den Bachelor“ in der Tasche habe.
          (Der B.Sc. soll sein, weil ich mir a) selbst beweisen will, dass ich auch das kann, b) Familie, Umfeld und so.)

          Gruß,
          Mielia

      • freedomforce sagt:

        Und ich denke, ähnlich wie Sandman, es ist völlig legitim, sich auf diese Weise von Diskussionen fernzuhalten, bei denen sich die Diskussionspartner nicht auf Logik und Objektivität als Spielregeln einlassen wollen.

        Objektiv gesehen, handelt es sich nicht um ein Spiel. Der erfassbaren Realität entsprechend, im Bezug auf die allgemeine Definition eines Spiels. 😉

  3. liberäterenovize sagt:

    Hat mir Spaß gemacht das zu lesen.

  4. eremit sagt:

    Ein gut geschriebener artikel, und auch logisch gefuehrt.

    Aber wir fallen hier einem sehr alten irrtum zum opfer.

    Die meisten leute haben maehmlich gar nichts gegen institutionelle verbrechen, solange sie ueberzeugt sind, dass sie nutzen davon haben.
    Hat die regierung nicht immer fuer unseren wohlstand gesorgt? (unter anderem)
    Die araber? Die dort auf unserem oel sitzen? Die kann man allesamt umbringen, diese terroristen! Da wird dann gern jedes maerchen geglaubt.
    Oder man kann sich auch aufgeklaert geben, dagegen schimpfen und demonstrieren. Und trotzdem mitspielen.
    Ein beliebtes argument ist auch, dass wir alle unter zwang diese schiene entlang getrieben werden. Wir koennen gar nichts dagegen tun.
    Dabei ist es doch unmoeglich, die bevoelkerung zu irgend etwas zu zwingen ohne zuminderst die passive zustimmung der mehrheit; unbeschaded jeglicher worte im volke. Denn wenn das moeglich waere, dann braeuchte es keine aufwendige propaganda, um das volk zu ueberzeugen; es braeuchte kein ‚teile und herrsche‘ und es braeuchte keine ’strategie der spannumg‘; es braeuchte keine politische luege.
    Nein, auch ohne zwang, solange es uns (noch) gut geht dabei, spielen die meisten von uns mit.
    Ausserdem ist das alles doch ganz weit weg, im irak oder sonstwo. Das betrifft uns doch garnicht wirklich.

    Aber das allerbeste daran ist, dass wir doch komplett unschuldig an all dem sind, wenn wir doch dazu gezwungen werden!

    Oder…….doch nicht?

    Erst wenn sich das blatt dann wendet……..
    Aber lassen wir das.

    Wachwerden ist ein schrittweiser prozess. Und er ist nie zuende.
    Hinter dem horizont liegt immer ein noch unbekannteres land.

  5. thi sagt:

    Interessante Page ist das hier. Wirklich! Ich habe mich allerdings gerade eine halbe Stunde damit befasst und nur erfahren, was denn alles so schlecht ist an unserer Ordnungspolitik. Was ich nicht erfahren kann ist was man alles anders und besser machen kann. Wie sieht denn die idealisierte Welt aus? Staatsfrei? Ordnungsfrei? Rechtsfrei?
    Das finde ich schade, weil auch ich unser Ordnungssystem im aktuellen Format nur schwer verdauen kann. Trotzdem kenne ich keine REALISTISCHE Alternative! Wer definiert Ordnung und Freiheit? Und wer sorgt dafür, dass sie eingehalten und nicht verletzt wird?

    • FwF-sandman sagt:

      Genau darum geht es hier. Lies einfach die Artikel, die wir in „Neu hier“ empfehlen, dann bekommst Du die Antworten auf Deine Frage.

      • eremit sagt:

        >>Wie sieht denn die idealisierte Welt aus? Staatsfrei? Ordnungsfrei? Rechtsfrei?<>Wer definiert Ordnung und Freiheit? <>Und wer sorgt dafür, dass sie eingehalten und nicht verletzt wird?<<
        …WIR ALLE. das abschieben dieser aufgabe an andere macht uns automatisch zu deren untertanen.

        Achtung: all das ist meine persoenliche auffassung und nicht automatisch die von FwF.

        • thi sagt:

          Und wie? Ein gesellschaftliches Zusammensein erfordert IMMER Konsens! Was wenn sich eine Gruppe von Kinderporno-Anhängern zusammen findet und diese Neigung aktiv auslebt? Was ist wenn diese Menschen sogar gute Argumente dafür haben, warum es okay sei junge Menschen zu „missbrauchen“? Ist es dann Pflicht oder Recht diese Menschen in Ihrer Freiheit zu beschneiden und einzugreifen?
          Wertvorstellungen in einer Gesellschaft sind immer das Ergebnis von Konsens… und Konsens bedeutet, dass ich eben nicht genau das ausleben kann was ich will sondern mich zumindest „teilweise“ anderen Menschen anzupassen habe, wenn ich überleben will… ist das Zwang? Ist das Gewalt?
          Wir haben einen Konsens in unserer Gesellschaft, dieser nennt sich Demokratie, d.h. wir lassen einige wenige darüber entscheiden was unsere alltäglichen Konsense sind, bspw. wie viel Geld bekommt ein Arbeitsloser, bekommt er überhaupt Geld, ist Kinderpornographie okay etc…

          • FwF-sandman sagt:

            “ Ein gesellschaftliches Zusammensein erfordert IMMER Konsens! “

            Wir sehen das jedenfalls so. Unser aktuelles System ist leider nicht auf Konsens aufgebaut. Bei uns herrscht eine Minderheit im Namen der Mehrheit über die Gesamtheit. Wir alle werden dazu gezwungen, schreckliche Dinge, wie Kriege, Subventionen, usw. zu bezahlen, auch wenn wir sie gar nicht bestellt haben. Ein imaginärer „Gesellschaftsvertrag“, den nie jemand geschlossen hat und der sowieso zu Lasten Dritter und somit nicht bindend wäre, scheint uns kein geeignetes Mittel zu sein, die gesellschaftlichen Probleme zu lösen.

            „Was wenn sich eine Gruppe von Kinderporno-Anhängern zusammen findet und diese Neigung aktiv auslebt?“
            Was ist, wenn sie das jetzt tut? Dann bleibt es viel zu lange unbemerkt und wird leider nicht verhindert.

            „Was ist wenn diese Menschen sogar gute Argumente dafür haben, warum es okay sei junge Menschen zu “missbrauchen”?“
            Die Gründe, etwas als unmoralisch zu bewerten, hat nichts „guten subjektiven Gründen“ zu tun.

            „Ist es dann Pflicht oder Recht diese Menschen in Ihrer Freiheit zu beschneiden und einzugreifen?“
            Die Freiheit des Einen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt. Die Kinder haben ein Recht, nicht missbraucht zu werden.

            „Wertvorstellungen in einer Gesellschaft sind immer das Ergebnis von Konsens…“
            Definitiv nicht. Die „Wertvorstellung, dass Mädchen im Jemen mit 9 verheiratet werden sollten und die Ehe auch mit 12 vollzogen wird, ist nicht das Ergebnis von Konsens, sondern von Kultur. Das sind völlig verschiedene Dinge. In vielen Ländern werden kleine Mädchen auch nicht gefragt, ob sie gerne beschnitten werden möchten. Du bist sehr in Deiner antrainierten Denkweise verhaftet. Wenn Du wirklich so für Konsens bist, solltest Du mal ganz offen darüber nachdenken, ob es nicht sinnvoller wäre, gesellschaftliche Probleme ohne Zwang und Gewalt zu lösen.

            „Wir haben einen Konsens in unserer Gesellschaft, dieser nennt sich Demokratie,“
            Nein, dass ist kein Konsens. Konsens wäre, wenn ich die Möglichkeit hätte, nicht mitzumachen, ohne erschossen zu werden.

            „d.h. wir lassen einige wenige darüber entscheiden was unsere alltäglichen Konsense sind, bspw. wie viel Geld bekommt ein Arbeitsloser, bekommt er überhaupt Geld, ist Kinderpornographie okay etc…“
            Das heißt, wir geben einer kleinen Gruppe von Leuten, die sich selbst Regierung nennen das Recht, alle Regeln zu bestimmen, alle Entscheidungen über Recht und Unrecht zu treffen und all das notfalls mit Gewalt durchzusetzen. Das findest Du gut?

          • thi sagt:

            Auch ich glaube, dass dieser „imaginäre Gesellschaftsvertrag“ bzw. seine Auswüchse nicht geeignet sind um unsere Probleme zu lösen… offensichtlich!
            Ich bin ein Konsensfan, dass stimmt! Das die Freiheit des einen dort endet wo die Freiheit eines anderen beschnitten wird ist auch ein Konsens, ein sehr starker sogar. Ist dieser Konsens, auf dem eine alternative Gesellschaftsordnung beruhen würde, dann mit Gewalt durchzusetzen?

          • FwF-sandman sagt:

            Lies dazu bitte die Artikel, die wir in „Neu hier“ empfehlen. Diese Fragen habe ich dort alle schon beantwortet. Du solltest aber die Reihenfolge einhalten und auch bis zum Ende lesen, sonst wird es schwierig, das zu verstehen.

  6. Haderach sagt:

    Man kann eine Person nicht dazu bringen etwas zu verstehen, wenn vom „Nicht Verstehen“ sein Einkommen abhängt.
    Das ist das simple Geheimnis des Etatismus, und aller anderen auf der Enteignung und Bevormundung anderer Menschen beruhenden Ideologien.

  7. Klardenker sagt:

    Das Video wäre vermutlich besser gewesen, wenn Herr Staatsanhänger seine Grimassen gelassen hat.
    Finde ich ja dennoch gut, dass Ihr einige Dinge von hier verarbeitet habt:

    Sexuelle Kindesmisshandlung durch Richter und Staatsanwälte
    http://localchange.wordpress.com/2012/03/08/sexuelle-kindesmisshandlung-durch-richter-und-staatsanwalte/

    Konkludentes Handeln, BRD-Willkür und NGO-Verwaltung
    http://localchange.wordpress.com/2012/02/25/konkludentes-handeln-brd-willkur-und-ngo-verwaltung/

    Konkludentes Handeln gibt es wohl bei den Wenigsten!
    Allerdings habt ihr wol eines vergessen: Die Zahlungsverweigerung von Steuergelderpressungen hat zwar zur Folge, dass irgendwann das Finanzamt, der Zoll usw. auf den Plan kommt, Repressionen und ggf. sogar Haft drohen, AAAABER:
    Das gilt ja nur wenn es ein einzelner macht. Was wäre denn, wenn ALLE diejenigen die bei Euch lesen, alle diejenigen die bei ASR, iknews, diversen Blogs und Stammtischen sind, keine Steuern mehr überweisen? … WARUM TUT IHR ES NICHT? Steuerboykott ist nunmal DIE Lösung um die BRD-Mafia zu bremsen, eine Alternative sollte man schon in der Schublade haben, so mit Verfassung und so.
    Bis wir das endlich einleiten, sehe ich mir NeuDeutschland an.
    VG

    • Bastii sagt:

      1. Ich denke, dass man es auch hinkriegen wird 50.000 Leute (oder wieviele es auch immer seien) irgendwie auf die Gefängnisse der Welt verteilen kann
      2. Je weniger mitmachen, desto wahrscheinlicher geht man ins Gefängnis, ergo müsste jeder Gewissheit haben, dass auch alle mitmachen, sonst sind es am Ende nur 500 und es geht ab ins Gefängnis
      3. Selbst wenn es 50% der Bevölkerung machen wird das eher in Bürgerkreig ausarten als in irgendwas positivem

  8. lilalu sagt:

    Die Vorannahme, dass wir in einer Demokratie leben würden ist natürlich falsch. (Weil in einer Demokratie könnte ich ja wählen wen ich wollte..)

  9. Ein paar gute Argumente. Vielen Dank dafür.

    Wir müssen alle weiter daran arbeiten, den ZWANG abzuschaffen und eine echte Demokratie zu entwickeln. Ich bin dabei!

    • Ehm, aber der Krieg im Irak hat nichts mit der Deutschen Regierung zu tun. Die hatte den Angriff abgelehnt.

      • FwF-sandman sagt:

        Marc, es ist nicht unbedingt die deutsche Regierung gemeint, sondern jede beliebige Regierung.

        Etatismus ist ein Konzept, dass wir PRINZIPIELL ablehnen. Also auch eine ECHTE Demokratie, wie Du sie vielleicht NOCH wünschenswert findest.

  10. […] „Um Zeit zu sparen, habe ich beschlossen, die Antworten auf alle Standard-Argumente, die ein durchschnittlicher Etatist immer wieder bringt, einmal zusammenzufassen.  […]

  11. dollarschuld sagt:

    So ein infoblatt ist ja ganz nett. Aber leider schweigt es zu einem sehr wichtigen punkt, darum Hinweis: der irakkrieg wurde praktisch nicht mit Steuergeld geführt, sondern zu nahe 100% über die US Druckerpresse, so wie alle anderen US kriege auch. Nicht einmal das gehirnhewaschen patriotische US Volk würde Steuerzahlungen für all die kriege akzeptieren, die die USA führen. Kosten etwa 1,5 Bio Dollar pro Jahr, entsprechend dem US kriegsbudget, entsprechend über 50% (!) des US Haushalts. Dieser Haushalt mit seinen 3bio unfassbar krank investierten dollars hätte KEINE Chance, per sauberer Volksabstimmung je genehmigt zu werden. Die aggressionspolitik nach innen und außen funktioniert in den USA und indirekt auch in vielen anderen Ländern nur mit aus dem nichts geschöpften kreditmonopolgeld. Das müsste schon auch als Ursache unserer staatsaggression benannt werden, denn auch die das System verteidigenden Medien , abgeordnete und Akademiker etc werden aus dieser kreditgeldquelle der fed bezahlt. Ohne solches betrugsgeld wären alle Staaten viel schlanker. Einige grundsätzliche bedenken gegen Staaten wären wohl immer noch korrekt – aber die praktischen staatsausprägungen und -auswüchse wesentlich harmloser.

    • michael sagt:

      wer und wie zahlt das geld aus der us druckerpresse?
      genau, die bürger über steuern…usw.

      aber wenn was im cideo/text fehlt, mach doch gerne ein eigenes video/text, welches die punkte anspricht, die deiner meinung nach fehlen.

  12. […] More you find here Einen gesegneten Jumaa (Freitag) für alle die sich zum Gebet einfinden. […]

  13. Cleophelus sagt:

    >>…. ist das Leben viel zu kurz dafür, um die Zeit dafür zu verschwenden, mit Narren zu diskutieren. <<
    Wie Wahr, wie wahr !!! Auch ich kenne diese Gespräche nur zu gut. Vor drei Wochen mußte ich mir von meinen Freunden von Karnevallsclub Grün/Weiß anhören, "wenn es ihnen hier nicht paßt, wandern sie doch aus …. der 2+4 Vertrag ist ein Friedensvertrag."
    Als ich ihn ein wenig Aufklährung angedeihen lassen wollte, schrie er : " Ich will das nicht mehr hören " und ich sei bestimmt von den Germaniten. Bis dahin hatte ich von diesem Verein noch nicht´s gehört.
    Mein Worte sind dann fast wie im obrigen Text: "Was soll ich mich mit Blinden über Farben streiten!
    Ich bin nach etlichen Unterhaltungen (1000e…) zu dem Entschluß gekommen, daß ich niemand mein Wissen weitergebe ohne danach gefragt zu werden. Wer was wissen möchte, gerne! Ansonsten soll jeder den Weg gehen, den er gehen möchte!
    Denn auch diese sind: "Freiwillig im Knast"

  14. freedomforce sagt:

    Die Gründe, etwas als unmoralisch zu bewerten, hat nichts “guten subjektiven Gründen” zu tun.

    Bewertungen sind immer subjektiv.

  15. Fabian sagt:

    Super Dialog. Das einzige was mich stört, ist die USA als Beispiel zu nehmen. Ich denke, dass dieser Text Deutsch-Sprachige ansprechen soll, und diese zum Größtenteil nicht in den USA wohnen, sondern unter der Fuchtel der BRD stehen.

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