Belastende Kindheitserfahrungen – ein Test

On 8. Februar 2012, in Interessantes, by FreiwilligFrei

Wie wir im Vortrag über „Die Bombe im Gehirn“ erklärt haben, wirken sich bestimmte Kindheitserfahrungen schädlich auf die Entwicklung aus und können zu einer Vielzahl von ernsten Problemen führen.

Mit dem folgenden Fragebogen kannst Du feststellen, welche Erfahrungen gemeint sind und wieviele davon Du selbst erlebt hast. Das gibt Dir einen Anhaltspunkt dafür, wie hoch Dein Risiko ist, die in er Studie erwähnten gesundheitlichen Probleme zu bekommen.

Solltest Du Fragen haben oder Sorgen, weil Du eine hohe Punktzahl in dem Test erreicht hast, bedeutet das erstmal nur, dass Du Dinge erlebt hast, die nicht gut waren. Damit ist noch keine Aussage darüber zu treffen, welche Folgen das für Dich hat. Der Vorteil ist jedoch, dass Du Dir jetzt dieser Tatsache bewusst bist und handeln kannst. Die einzige Handlungsempfehlung, die wir Dir geben können ist, Dich mit einem Fachmann Deines Vertrauens in Deiner Nähe persönlich über dieses Thema zu unterhalten. Das Internet ist ein toller Ort für viele Dinge. Eine vertrauensvolle Unterhaltung mit einem Berater oder Psychotherapeuten kann es jedoch nicht ersetzen.

Hier ist die Übersetzung desjenigen Fragebogens, den Dr. Vincent Felitti in seinen vielen Untersuchungen eingesetzt hat.

ACE-Wert-Fragebogen.pdf

 

Quelle des Fragebogens: acestudy.org

 

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24 Responses to Belastende Kindheitserfahrungen – ein Test

  1. martin leitner sagt:

    warum stellt ihr diesen fragebogen online? was ist die intention? und was bietet ihr an hilfestellungen an, wenn jemand durch das ausfüllen draufkommt gefährdet (wofür auch immer) zu sein?

    ich empfehle euch dringend euer vorgehen mit einem psychologisch/psychotherapeutisch gut ausgebildeten menschen zu diskutieren! dies ist ja kein psychotest, a’la „welcher hund passt zu mir“ wie er in diversen boulevardblättern immer wieder angeboten wird!

    • FwF-sandman sagt:

      Hallo Martin, wir haben genau so einen gut ausgebildeten Menschen in unserem Team. Er macht den ganzen Tag nichts anderes, als sich mit Opfern und Tätern in Bezug auf häusliche Gewalt auseinanderzusetzen. Das kannst Du natürlich nicht wissen, weshalb Deine Anregung extrem wichtig und richtig ist. Das erste, was Menschen benötigen, ist eine Erkenntnis, dass etwas nicht stimmt und dass das kein ewiger Zustand sein muss. Wir würden jedem, der sich angesprochen fühlt, empfehlen, sich an einen Therapeuten zu wenden und sich zumindest mal zu unterhalten. Wir sind uns der Tragweite schon bewusst.

  2. Taylor sagt:

    Mein ACE Wert ist 0, ist das üblich ?

    Könnt ihr mir Sagen ob es nur den einen Fragebogen gibt ? oder gibt es da noch einen Ausführlicheren ?

    Auf acestudy.org ist auch nur der kurze Fragebogen zu finden. Ich hab mir das irgendwie immer etwas umfangreicher vorgestellt.

    Gruß.

    • FwF-sandman sagt:

      Diese Frage habe ich mir auch schon gestellt. Ich bin mir sehr sicher, dass dies nur eine Art Schnelltest ist. Meiner Ansicht sind Dinge wie Liebesentzug und so im Test unterbewertet. Ich komme beispielsweise auf einen Wert von 1. Weiß aber auch von schlimmen Dingen in meiner Kindheit, die hier nicht berücksichtigt sind.
      Der Durchschnitt liegt nach meiner Erfahrung (Meldungen über ACE Werte, die ich in anderen Foren mitbekommen habe) deutlich höher.

    • heikophilo sagt:

      Im Video ist ab Minute 6:50 die Prävalenz von ACE dargestellt. Prävalenz ist die Häufigkeit in Prozent. 0 ACEs haben in der Mittelschichtstichprobe, über die berichtet wurde, ungefähr 35 % der Leute. Mit 0 bist du also in der glücklichen Minderheit, die Mehrheit hat mindestens ein ACE erlebt. Aber 0 ACE ist überhaupt nicht ungewöhnlich.

    • heikophilo sagt:

      Der von uns übersetzte Fragebogen ist der, der der Studie zugrunde liegt. Mehr Angaben über die Kindheit sind nicht untersucht worden, soweit ich weiß.

  3. primavera sagt:

    @ heikophilo
    Wer diese Fragen (ehrlich) beantwortet, hat sich m.E. schon mit seiner Vergangenheit auseinandergesetzt.
    Was ist mit den Menschen, die verdrängt haben, was ihnen in der Kindheit zugestoßen ist? Wie lässt sich deren ACE-Wert ermitteln?

    • heikophilo sagt:

      Nochmal zur Studie: Man muss sich klar machen, dass dieser Fragebogen in der Studie jeder versicherten Person gegeben wurde, wobei die meisten noch nie mit irgendjemand anderem über diese Dinge gesprochen haben. Im Teil 2 berichtet Dr. Vincent Felitti darüber. Natürlich spiegelt dieser ACE-Wert sowohl Verdrängung als auch Verheimlichung, Bagatellisierung und Verleugnung. Einen vergleichbaren Wert für sich selbst erhält man daher einfach durcvh unvorbereitetes Ausfüllen des Fragebogens. Nach einer Psychotherapie dürfte der Wert eher steigen, da man sich an mehr Ereignisse erinnert, Ereignisse anders bewertet etc.

      Herauszufinden, welche und wieviele belastende Kindheitserfahrungen man tatsächlich erlebt hat, ist sicherlich schwierig. Dazu müßte man alle verfügbaren Datenquellen nutzen und kritisch auswerten, dazu zählen für mich auch Körpererinnerungen und Berichte anderer Familienmitglieder. Der dann für einen selbst erhaltene Wert ist dann allerdings nicht vergleichbar mit den in der Studie angegebenen Werten.

      • Taylor sagt:

        Heiko, danke für die Infos,

        Es wäre echt wünschenswert wenn in Zukunft weitere, Ausführlichere Studien über ACE´s durchgeführt werden würden.
        Es steckt wirklich viel Zündstoff in diesem Thema, ich bin davon überzeugt das bei einer Mehrheit der Menschen einiges unter der Oberfläche vorhanden ist, und das sich dies natürlich nicht nur auf das private, sondern auch auf das Gesellschaftliche Leben auswirkt.

  4. Kalle sagt:

    Es ist auch sehr schwer zurückzuverfolgen bzw. testen welche Auswirkungen z.B. eine komplikative Geburt auf das Individum hat. Wer kann sich schon an seine Geburt erinnern oder die ersten Lebensjahre. Gerade in diesem Alter werden Erinnerungen und Emotionen in das Unterbewusstsein dauerhaft gespeichert ohne das wir diesen bewusst sind und genau diese Erinnerungen können später psychischen Erkrankungen auslösen ohne das ein Zusammenhang vom Patienten oder Psychiater erschlossen wird. Desweiteren finde ich es auch sehr bedenklich Neugeborenen Silbernitrat in die Augen zu tropfen. Was schon als ausgewachsener Mensch höllig weh tut und für ein Neugeborenes viel traumatischer sein kann, als man dies zu glauben vermag.

    Ich denke gerade bei solchen Fällen hilft meines erachtens (und ich bin nur Laie oder Interessierter) ein sogenannte Rückführung.

    Wenn ich falsch liege, bitte klärt mich auf 🙂 gerade wenn ihr einen Pszchiater/Pszchologen in euren Reihen habt. Ich bin gern fðr Anregungen offen

    Danke

    MfG

    Kalle

  5. heikophilo sagt:

    Ich kenne mich zu wenig mit Rückführung und Silbernitrat aus, als dass ich etwas dazu sagen wollte. Aber was die frühen Erinnerungen angeht, das ist zwar alles sehr kompliziert, aber im Grund gebe ich dir da schon recht.

    Allerdings würde ich die Frage, wie die Geburt verlaufen ist, eher als eine Frage einordnen, die im Regelfall weniger wichtig ist. Wenn man sein Leben verbessern will, sind oft die wichtigsten Fragen, wie gut meine Beziehung zu mir selbst ist und wie gut die Beziehungen sind, die ich mit anderen unterhalte. Wenn man versucht, das zu verbessern, stößt man unweigerlich auf die Themen, um die es geht, sei es eine Geburt oder andere Erlebnisse. Aber der Ausgangspunkt und Ziel sollte meines Erachtens immer die Qualität des gegenwärtigen Lebens sein.

  6. politische_ponerologie sagt:

    ich stehe therapeuten erstmal skeptisch gegenüber. viele davon sind schlichtweg nicht geeignet um mit ihnen die eigene kindheit aufzuarbeiten, weil bei ihnen selbst noch zuviel im argen liegt und das thema kindheit im allgemeinen noch viel zu sehr unterbewertet wird. alice miller gibt dazu einige kritische beispiele in ihren büchern, die mir schon sehr zu denken gegeben haben.

    ich kenne persönlich einige menschen die zur behandlung in angeblich „gute“ kliniken gegangen sind und von strukturen berichtet haben, die garantiert alles andere bringen, nur keine heilung. interessant ist übrigens auch, dass in dieser berufsgruppe überdurchschnittlich viele menschen sitzen, die selbst ein großes problem haben. leider hab ich die zahlen dazu gerade nicht zur hand.

    die therpeuten denen ich begegnet bin, haben mich weder verstanden, noch mir in irgendeiner art und weise helfen können. im grunde geht es oft darum, einen menschen wieder zum „funktionieren“ zu bringen, bzw. ihn dahin zu bringen, dass er sich in die krankhaften strukturen unseres systems wieder einfügen kann – notfalls mit medikamenten. wirkliche heilungsprozesse werden nur selten angestrebt, bzw. besteht oft kein ausreichendes verständnis darüber, was heilung überhaupt bedeutet.

    eine wirkliche heilung habe ich persönlich nur privat erreichen können. lesen, lesen und nochmals lesen.. verstehen, aufarbeiten usw usf.. das war ein langer prozess, hat viel zeit gekostet, aber er hat unglaubliche früchte getragen.

  7. politische_ponerologie sagt:

    Zitat:
    Ich bin mir sehr sicher, dass dies nur eine Art Schnelltest ist. Meiner Ansicht sind Dinge wie Liebesentzug und so im Test unterbewertet.

    ja ich denke dass mit diesem Test auch genügend Probleme nicht erkannt werden. Es gibt ja noch so viel mehr traumatische Behandlungen die Babys und Kindern widerfahren. Als Beispiel: Babys sollen allein schlafen, sich auch mal selbst beruhigen uvam.. emotionale Abhängigkeiten von Stofftieren und Schnullern sind sogar normal – obwohl das nur eine absolut traurige Kompensation darstellt.

    Bücher wie „Auf den Spuren des verlorenen Glücks“ von Jean Liedloff oder „Auf den Spuren des Glücks – Das Kontinuum-Konzept im westlichen Alltag“ von Carola Eder uam. sind dazu schon ziemlich interessant.

    Frühe Fremdbetreuung ist ein weiteres unterschätztes bzw. vernachlässigtes Thema. Hier drei Artikel:

    Ein FAZ-Artikel – Die dunkle Seite der Kindheit – von Dr. Rainer Böhm, Leiter des sozialpädiatrischen Zentrums in Bielefeld. Erwähnung findet u.a. eine “Längsschnittstudie des Entwicklungspsychologen Thomas Achenbach (Universität Vermont)”, die “nach Untersuchungen an mehr als 3000 Schülern einen deutlichen Rückgang sozioemotionaler Kompetenzen feststellte.” http://www.familie-ist-zukunft.de/seite/wp-content/uploads/2012/04/boehm-faz-040412.pdf

    Betreuungseinrichtungen: Negative Auswirkungen auf Kinder – Auswirkungen der Fremdbetreuung – erhöhter Stresspegel, Aggressivität, Unruhe, verminderte Emphathie-Fähigkeit uam.. http://suite101.de/article/betreuungseinrichtungen-negative-auswirkungen-auf-kinder-a128578#ixzz1pf9SbJoQ

    Kindern wird Stress zugemutet – Die Neurobiologin Anna Dahlström sagte in der Zeitung „Göteborgs Posten“, dass die erste schwedische Generation, die viel Zeit mit Krippen- und Tagesstättenpersonal verbracht habe, heute eine vielfach erhöhte Depressionsrate aufweise. Im Artikel wird außerdem kritisches zu Pro-Krippenstudien geäußert bzw. deren zweifelhaften Sponsoren uam… http://www.tagesmutter-holzgerlingen.de/presse-stress.htm

    oder was ist z.b. mit traumatischen Geburtserfahrungen oder vorgeburtlichen Erlebnissen?

    An der Uni Salzburg u Wien wurde z.B. die gefühlsmäßige Einstellung von 141 Schwangeren mit dem Verhalten des Neugeborenen verglichen – dabei konnten durch Beobachtung die Frauen in vier versch. Gruppen unterteilt werden:

    – der Typ der Idealmutter, 33%, die ihr Baby freudig erwarteten
    – der Typ der kühlen Mutter, 16%, die ihr Baby bewusst abgelehnt, es unbewusst viell. bejaht haben
    – der Typ der zwiespältigen Mutter, 24%, die ihre Zwiespältigkeit durch bewusste Bejahung zu kompensieren versuchten
    – der Typ der katastrophalen Mutter, 27%, die SS u Baby nur als Katastrophe erlebt haben

    es zeigte sich folgendes:

    – bei Idealmüttern verlief die SS u Geburt überwiegend störungsfrei u planmäßig, die Kinder waren emotional stabil u belastungsfähig
    – bei den kühlen Müttern gab es vermehrte Beschwerden während der SS, Neugeborene fielen durch Apathie auf
    – die zwiespältigen Mütter litten unter vegetativen Störungen, hatten relativ häufig Frühgeburten, die Kinder waren überaktiv, nervös, erbrachen sich oft
    – bei den katastrophalen Müttern verlief die SS so kompliziert wie die Geburt, hatten ebenfalls häufig Frühgeburten, die Kinder zeigten später Verhaltensstörungen

    ein anderes Beispiel wäre „Klangwelt Mutterleib“. In dem Buch schreibt Alfred A. Tomatis über seine spezielle Therapieform mit dem „elektronischen Ohr“.. bei diesen Sitzungen ist es möglich vorgeburtlich traumatische Erfahrungen aufzuarbeiten. Patienten konnten sich dabei an Ereignisse erinnern, die zu einem sehr frühen Zeitpunkt der Schwangerschaft stattgefunden hatten – von denen sie vorher überhaupt nichts wussten. mit dieser Art der Aufarbeitung konnten sich sogar ein schlechtes Hörvermögen drastisch verbessern.

    das bloß als Beispiel zu pränatalen Einflüssen..

    traumatische Geburten sind natürlich ein weiteres wichtiges Thema (bzgl. wehenfördernde/schmerzstillende Mittel, Kaiserschnitt, Zangen-, Saugglockengeburt uam)..

    festzuhalten wäre, dass die meisten Eingriffe vermeidbar wären, wie folgende Statistiken zeigen:

    – auf „Der Farm“ im Süden des US-Staates Tennessee in der Nähe von Summertown lag die Kaiserschnittrate bis zum Jahr 2000 bei 1,4%, die Rate der Zangen- und Saugglockengeburten bei 0,05%. Dazu muss man wissen, dass die Hebamme Ina May Gaskin und ihre Kolleginnen dort mehr als 2200 Babys mit auf die Welt brachten – die meisten zuhause oder in ihrem dortigen Geburtshaus.
    Die amerikanische Kaiserschnittrate lag übrigens im Jahr 2001 bei 24,4% und die Instrumentengeburtenrate bei ca. 10%.

    „In den Ländern mit der niedristen Sterblichkeitsrate von Müttern und Säuglingen begleiten Hebammen die Geburten und betreuen 80% der werdenden Mütter in der Schwangerschaftsvorsorge und Geburtsvorbereitung.“ (Zitat von Ina May Gaskin aus ihrem Buch „Die selbstbestimmte Geburt“)

    – an der Ignaz Semmelweis Frauenklinik in Wien (SFKW) zeigte sich die alternative Einstellungen bzgl. Geburten klar in ihren Statistiken: Bei fast 23.000 Geburten zwischen 1976-1985 gab es eine Kaiserschnittrate von kaum mehr mehr als einem Prozent (1,03%)! In Wien war im Durchschnitt die Rate der ZangenOPs mindestens dreimal so hoch, die der Kaiserschnittrate 10-mal so hoch!!!!

    übrigens lag bei bei mehr als 42.500 Geburten an der SFKW die Kaiserschnittrate bei 1,3% und die vaginalen Entbindungsoperationen bei 3,1%!!!!!! (wer mehr dazu lesen möchte sollte nach dem Buch „Gebären ohne Aberglaube“ von A. Rockenschaub ausschau halten)…

    • heikophilo sagt:

      Deine Ergänzung zu dem Test ist völlig richtig. Er berücksichtigt nur die allerkrassesten und am weitesten anerkannten Missbrauchs- und Stresssituationen für Kinder.
      Ich stimme dir zu, dass die frühkindliche Betreuung oft nicht „artgerecht“ ist. Kinder brauchen das Stillen, länger als ein Jahr lang. Kinder brauchen Zuwendung, Bindung, Betreuung durch Eltern, länger als drei Jahre lang. Liedloff ist interessant und inspirieriend, ja. Dennoch finde ich manche Ausprägungen der Kontinuums-Gesinnten etwas übertrieben, ohne damit den Ansatz insgesamt herabstufen zu wollen.
      Geburtserfahrungen sind oft auch nicht „artgerecht“ und möglicherweise traumatisierend, daher ist eine Hausgeburt auch im Prinzip eine tolle Sache. Sie wird gerade durch dramatisch gestiegene Haftpflichtbeiträge ausgetrocknet. Meine Frau hat unser zweites Kind auch zu Hause geboren, nach einer blöden Erfahrung beim ersten Kind, das sie ambulant im Krankenhaus geboren habt. Vorgeburtliche Erfahrungen sind auch wichtig, da stimme ich dir völlig zu.
      Von dem elektronischen Ohr habe ich noch nie was gehört, das hört sich etwas verrückt an, was nicht heißt, dass es das auch ist.

      Man muss sich wirklich informieren, es gibt so viel Propaganda und lebensfeindliche Tradition in der Medizin, dass man schnell welche verabreicht bekommt. Ich möchte aber auch sagen, dass sowohl in der Psychotherapie wie auch in der Medizin sehr viel Wahres über den Menschen herausgefunden wurde und dass ich Schulmedizin und Psychotherapie nicht grundsätzlich skeptisch gegenüberstehe. Nicht immer geht es nur um die Rückkehr ins Hamsterrädchen, nicht immer geht es nur um Funktionieren. Es geht vielen Ärzten und Therapeuten wirklich ums Heilen, auch wenn es ihnen schwer gemacht wird.

  8. heikophilo sagt:

    Hallo politische-ponerologie,
    mit meinen Kolleginnen und Kollegen muss ich dir leider recht geben. Ich meine auch, dass die Selbstmordrate unter Therapeuten überdurchschnittlich, wenn nicht sogar besonders hoch ist. Leider ist das so. In einer Gesellschaft, die doch stark gewaltverseucht und moralisch wenig wach ist, kann man nicht erwarten, dass Helfer besonders integer sind. Sie sollten es sein, aber es ist unrealistisch, davon auszugehen.
    Ich möchte auch hinzufügen, dass Psychotherapeuten sich auf der Nehmerseite eines staatlichen, d.h. mit Gewalt abgesicherten Monopols befinden, ihre Dienste werden mit Gewalt knapp gehalten. Daher gibt es lange Wartezeiten und man kann sich die „besten“ Patienten aussuchen. Monopole tendieren dazu, dass die Preise steigen und der Service leidet, das ist auch bei Psychotherapeuten der Fall. Es gibt aber auch gute Psychotherapeuten, wenn sie auch selten sein mögen.

  9. freeman sagt:

    Wenn man weiß, dass das ganze Leben im Verstand aufgezeichnet ist, kann man sich vorstellen welchen Einfluß die Vergangenheit (Unbewußt) auf einen haben kann. Ich kann aus meiner persönlichen Erfahrung sagen, dass mir die Anwendung des Dianetikverfahrens geholfen hat viele traumatischen Erfahrungen wirklich aufzulösen. Vielleicht ist es vielen Menschen nicht real (bei mir war es vorher zumindest so),aber es gibt vorgeburtliche Aufzeichnungen und diese Periode brachte mir enorme Erleichterungen als ich sie mit diesem einfachen Verfahren auflöste. Es war mir vorher in keiner Weise bewußt diese Erfahrung gemacht zu haben. Es lösten sich aber große Mengen an Ängsten und Schmerz. Es ist unglaublich befreiend für mich gewesen. Als ob ich aus einem imaginären Rucksack den ich die ganze Zeit mit mir schleppte schwere Steine verloren hätte. Seine Vergangenheit aufzuarbeiten ist sehr lohnenswert. Man gewinnt wieder mehr von sich selbst zurück. Das Buch Dianetik beschreibt das Verfahren und die Theorie.

    • heikophilo sagt:

      Das Buch „Dianetik“ von Ron Hubbard, dem Begründer der Scientology Kirche, enthält wissenschaftlich nicht haltbare Aussagen. Daher möchte ich vor dem Buch warnen. Ich habe es selbst vor 20 Jahren versucht zu lesen, habe es aber nach einem Drittel aufgegeben, weil es mir zu verworren erschien.
      Auch wenn Ron Hubbard ein Spinner war, will ich damit nicht bestreiten, dass man durch Erfahrungen mit Scientologen große Erleichterung erfahren kann, wie freeman sie beschreibt. Das ist durchaus möglich und auch vielen Menschen widerfahren. Es gibt leider allerdings auch Scientologen, die von erfundenen Erfolgen erzählen, um neue Mitglieder oder Kunden oder Anhänger zu gewinnen.
      Was ich sagen will: Ein psychischer oder gesundheitlicher Erfolg kann real und wertvoll sein, aber die Erklärung, die der Helfer für den Erfolg gibt, muss deshalb noch lange nicht stimmen. Wer heilt, hat eben nicht recht. Sonst müssten wir auch an Gottes Wirken in Wunderheilungen glauben.

  10. freeman sagt:

    Dianetik ist eine funktonierdende Methode.Tatsachen sind Tatsachen. Wenn eine Methode funktioniert, funktioniert sie eben. Es ist völlig egal wer wie darüber denkt. So wie in der Naturissenschaft gibt es auch im geistigen Bereich Grundgesetze. Selbst wenn ich nicht an die Schwerkraft glaube und die Zusammenhänge nicht verstehe ist sie wirksam. Bei Dianetik ist dieses Gesetz. 1.) Jede schmerzhafte Erfahrung wird aufgezeichnet. 2.)Man kann die Aufzeichnung später wieder anschauen (durchaufen) und der schmerzliche Inhalt verliert seine Kraft. Wäre dem nicht so wäre jede Gesprächstherapie, Psychotherapie, Selbsterfahrung usw. völliger Unsinn und würde nicht funktionieren. Diese Methode geht einfach tiefer und sucht die Wurzel von vielen ähnlichen Erfahrungen. Thats it.

  11. Heiko Cochius sagt:

    Warum ist der Fragebogen nicht mehr verfügbar? Ist das ein Fehler oder Absicht?

  12. Pia sagt:

    Hallo,
    ich würde gerne mit dem Fragebogen arbeiten. Auf die schnelle konnte ich die Auswertung nicht finden. Stellt ihr die auch zur Verfügung?

    Herzlichen Dank!

    • Heiko Cochius sagt:

      Die Auswertung ist auf dem Fragebogen. Du kannst einen Wert von 0 bis 10 kriegen. Was das dann bedeutet, ist in den Videos erklärt.

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