Ich und mein Staat – Wählen

On 22. Januar 2012, in Gesellschaft und Politik, Videos, Wählen, Wählen, by FreiwilligFrei

Hier kommt wieder ein Schwank aus meiner Jugend. Auch beim Wählen hat
sich mein Glaube sehr gewandelt. Ihr werdet´s nicht glauben, aber ich
glaube, es ist gar kein Glaube mehr, sondern am Ende nur die
Anerkenntnis nackter Fakten.

Früher wollte ich das mit dem Wählen ordentlich und gründlich machen. Aber
so ist es immer beim Staat: Wenn man der Sache ordentlich auf den Grund
geht, stößt man auf erschreckende Dinge, die einem ordentlich aufstoßen.

Aber seht selbst!

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15 Responses to Ich und mein Staat – Wählen

  1. heizer1960 sagt:

    wähle deinen Henker selber, du hast die Entscheidung in deiner Hand !

  2. Monty sagt:

    Dein Stil weckt bei mir nicht gerade große Sympathie. Was du sagst hat aber in meinen Augen Hand und Fuß.
    Ich halt es für wichtig, die Menschen darüber aufzuklären, dass sie nur regiert werden, wenn sie sich dafür entscheiden. Toll, dass du diesen Schritt machst!

    Das Thema Wahldesinteresse birgt viel Potential für lustige Videos!

  3. michael sagt:

    bin dafür nicht zu wählen,weil es egal ist ob man den „teufel“ in schwarz,rot oder grün wählt…zumal die gesetze von leihbeamten aus in_dust_rie geschrieben wird… unsere vasallen-politiker nicken doch nur ab,oft ohne kenntnisse darüber was sie da unterschreiben

  4. oswald sagt:

    WENN WAHLEN ETWAS ÄNDERN WÜRDE
    WÄREN SIE VERBOTEN
    WAR SO IST SO
    UND SOLLTE NICHT SO BLEIBEN

  5. heikophilo sagt:

    Monty, könntest du genauer sagen, was an meinem Stil bei dir keine Sympathie weckt? Das würde mir helfen, genauer zu verstehen, was du meinst.

  6. xaxl sagt:

    ich verstehe was du meinst. aber ist es denn nicht hilfreicher, es so zu machen wie deine mum? denn wenn ich nicht wählen gehe, bekommt der parteientop nen gewissen prozentsatz weniger, was sie aber auf alle auswirkt. doch wenn ich nur keine kleine partei wähle, dann stärke ich nicht nur die kleinen sonder schädige ja somit auch gleich die großen.

    ich bin zwar schon für den abbau des staates, doch schneller geht dies eben mit wählen. am besten die pdv 🙂

    • heikophilo sagt:

      Dass es mit Wählen schneller geht, ist eine Behauptung, die empirisch schwer zu prüfen ist. Ich bestreite sie, ohne das wirklich gut verteidigen zu können.

  7. Es ist eine Seltenheit, Aufsätze mit Tiefsinn und Qualität anzutreffen. Doch es gibt sie noch, die Fundstücke im Netz. Ich bedanke mich herzlich für Ihre Arbeit. Ein paar Zeilen über das Wesen der Wahl möchte ich noch hinzufügen.

    In Bezug auf die politischen Regelungswünsche und Machtverhältnisse der etablierten Autoritäten, kommt er ins Spiel: Der Gesellschaftsvertrag. Aber, was ist ein Gesellschaftsvertrag? Die Problematik des Demokratieprinzips liegt hauptsächlich in der Verallgemeinerbarkeit des individuellen Willens, der Meinungen und Bedürfnisse. Demokratie ist Wahl, Wahl ist die Übertragung des Willens. Jede Wahl ist ein abstraktes Verfahren, das auf der Verallgemeinerung individueller Interessen und des freien Willens der Menschen in ein Allgemeininteresse übergeht. Und genau hier wurzelt das Problem. In einer Mehrheits- und Massendemokratie gibt es lediglich Ansammlungen von Macht, jedoch keine Ansammlungen von Willen.

    Macht ist übertragbar, nicht aber der Wille. Menschen selbst, können und werden nicht vertreten, sondern nur bestimmte einzelne Interessen. Eine Regierung agiert nicht zum Wohle des Staates, schon gar nicht zum Wohle des Volkes, sondern zum Vorteil der Wiederwahl. Über das Wahlverfahren ist aber der ganze Bürger repräsentiert. Kein Wille, weder der des Einzelnen, noch der des gesamten Volkes ist übertragbar ohne Willensentäußerung. Niemand kann seinen Willen verallgemeinern, ohne ihn nicht zugleich aufzugeben. Ein Wille kann nur funktionieren, wenn er ungebrochen und in sich unteilbar ist.

    Ein geteilter Wille ist kein Wille. Niemand kann deshalb für den andern wollen. Wenn der Wille des Einzelnen nicht übertragbar ist, so ist es auch der Wille eines ganzen Volkes nicht. Es gibt keinen Willen des Volkes, deshalb ist es auch Unsinn, „im Namen des Volkes“ Recht zu sprechen. Der freie Gesellschaftsvertrag als Grundlage für den staatlichen Vertretungsanspruch eines allgemeinen Interesses ist pure Fiktion.

    MAX STIRNER schrieb in seinem Buch (Der Einzige und sein Eigentum Seite 214)

    „Es dauern die Staaten nur so lange, als es einen herrschenden Willen gibt, und dieser herrschende Wille für gleichbedeutend mit dem eigenen Willen angesehen wird. Es kann sich der Staat des Anspruchs nicht entschlagen, den Willen des Einzelnen zu bestimmen, darauf zu spekulieren und zu rechnen. Für ihn ist’s unumgänglich nötig, daß Niemand einen eigenen Willen habe; hätte ihn Einer, so müßte der Staat diesern ausschließen; hätten ihn Alle, so schafften sie den Staat ab.“

    Wahlen bieten aber immer nur die Möglichkeit zwischen verschiedenen Herrschaftsausübern zu wählen, nicht aber die Möglichkeit sich der Beherrschung durch andere zu entziehen.

    Mit besten Grüßen | Andreas Helten

  8. heikophilo sagt:

    Herzlichen Dank für die freundlichen Worte! Ich lüfte meinen Hut auch in Richtung Ihres Blogs.
    heikophilo

  9. aldavi sagt:

    Ich finde gut, dass Du die WAHL an sich in Frage stellst.
    Jedoch werden NICHTWÄHLER – sprich Wahlbeteiligungsstatistiken unseren
    Politikpro-ta-gonisten nicht die Information geben, die DU meinst, wie ich meine.
    Sie werden denken: es besteht kein Interesse an Politik. Aus basta – das kratzt die aber nicht!
    Das trifft auf DICH aber nicht zu, denke ich, Dich kratzt ja was geschieht und nicht geschieht!
    Nur durch ZUR WAHL GEHEN UND UNGÜLTIG WÄHLEN kann man
    der jetzigen Regierung die STIMME ENTZIEHEN und damit zur Kenntnis bringen, dass man sie abgewählt hat.
    Wenn 70 % der Wahlberechtigten NICHT wählen, heißt das für die Politik nämlich nur: „da ist kein Interesse“ und im Zweifelsfall gilt eben „gewählt“.
    Wenn Du aber ungültig wählst sendest Du nicht nur die Botschaft, dass Du nicht einverstanden bist, sondern: wenn 70 % der Bevölkerung DAS machen, wählst Du
    sie AB!
    Das wäre es, was Sinn macht – oder?
    Bleib dran und suche wirkungsvolle Möglichkeiten – Wir sind nicht alleine 🙂
    herzlichst
    A

    • heikophilo sagt:

      Stimmt, ungültig Wählen macht Sinn. Ich persönlich habe noch nicht mal Lust, den Politikern zu sagen, dass ich sie nicht haben will, aber das ist Geschmackssache. Wenn es eine Bewegung wird, würde ich mitmachen. Ich nutze aber bis jetzt meine Zeit lieber anders.

    • Bastii sagt:

      Hm ich hab mal drüber nachgedacht. Wenn ich ungültig wähle, dann gebe ich zwar die Botschaft, dass ich mit der jetzigen Regierung und den Parteien nicht einverstanden bin, aber ich gebe auch die Botschaft, dass Wählen in Ordnung ist, wenn es nur die richtige Regierung wäre. Demnach wäre ich einverstanden, dass die Mehrheit der Minderheit ihren Willen aufzwingt (in irgendeinem angeänderten Staatssystem).

      Sieht das jemand auch so?

  10. Jan sagt:

    Wer seine Stimme abgibt, der bekommt sie auch nicht wieder. 🙂

    Nunja, ich hatte nachgefragt wo das Feld ‚Niemand‘ ist, denn ich konnte niemanden mein Vertrauen aussprechen. Die Antwort war das ich ungültig wählen sollte. Daraufhin meinte ich das ich nicht zu doof zum wählen bin, und nicht einfach unter ‚ungültig‘ erscheinen wollte, sondern explizit nicht mein Vertrauen aussprechen wollte (es also entziehen).

    Man empfahl mir dann eine Online Petition. Ich habe mir das angeschaut und über dieses System … naja, lassen wir das.

    Ob man wählen geht oder nicht, es ist im Grunde egal, denn eine demokratische Wahl hat ungefähr die Aussagekraft eines Zufallsgenerators, von daher kann ich die ‚Prüfung‘ nachvollziehen. Es benennt jedoch das Symptom, nicht die Ursache des Problems. 😉

    Herrlich ist die eine Stimme in der Zeitung. 🙂

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