Kapitalismus einfach erklärt

On 2. August 2015, in Ökonomie, Videos, by FreiwilligFrei

Kaum ein Ausdruck ist so polarisierend wie „Kapitalismus“. Der Grund dafür ist, dass die meisten Leute immer noch nicht wissen, was dieser Ausdruck bedeutet. Jedes Mal, wenn wir ihn in die Titelzeile eines Artikels schreiben, hagelt es Kommentare. Wir tun es trotzdem.

Auf ein Neues versuchen wir zu erklären, was wir unter Kapitalismus verstehen und warum die negativen Befindlichkeiten im Umgang mit diesem Wort überflüssig sind.

 

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All links, sources, and more at: http://vforvoluntary.com/capitalism

1
„Robinson Crusoe“ Economics | Robert P. Murphy
http://www.vforvoluntary.com/young-economist/18-chap04.html

2
The Division of Labor and Society | Jörg Guido Hülsmann
http://www.youtube.com/watch?v=bHf2uQhoCYQ#t=36m12s

Direct Exchange and Barter Prices | Robert P. Murphy
http://www.vforvoluntary.com/young-economist/27-chap06.html

3
Division Of Labor and Money | Hans-Hermann Hoppe
http://www.youtube.com/watch?v=rIxd6ezDPOk#t=10m50s

Gold and the Periodic Table of the Elements | Sanat Kumar
http://www.npr.org/blogs/money/2011/02/15/131430755/

4
Labor Market Superstitions | Thomas J. DiLorenzo
http://www.youtube.com/watch?v=AR2q0RUzQlY

Wage Slavery | Stargazer5781
http://www.youtube.com/watch?v=urASFJClhdI

5
Capital and Interest | Hans-Hermann Hoppe
http://www.youtube.com/watch?v=8OS5Jqn4o_E

Business Cycle Theory | Jörg Guido Hülsmann
http://www.youtube.com/watch?v=Bxq_mhdYeBM

6
The Stock Market | Robert P. Murphy
http://www.vforvoluntary.com/young-economist/59-chap14.html

7
Risk and Insurance: From Healthcare to Welfare | Hans-Hermann Hoppe
http://www.youtube.com/watch?v=ULnDUZl85V0

8
Consumer Product Regulation | Timothy D. Terrell
http://www.youtube.com/watch?v=xZN43ly9FL4

9
How Could A Voluntary Society Function? | Nielsio
http://www.youtube.com/watch?v=tE9dZATrFak

How To Defend Against Governments | Hans-Hermann Hoppe
http://www.youtube.com/watch?v=M0R1cftftsY#t=31m05s

10
Free Market Environmentalism | Walter Block
http://www.youtube.com/watch?v=XMxgYY_q-AI

Conservation and Property Rights | Murray N. Rothbard
http://www.youtube.com/watch?v=kPy9j3vtKCs

11/A
Calculation and Socialism | Joseph T. Salerno
http://www.youtube.com/watch?v=b7zzH8ruLDc

11/B
Democracy: The God That Failed | Hans-Hermann Hoppe
http://www.youtube.com/watch?v=0n4IYhSk9oQ#t=33m55s

11/C
Against Owning Information | Nielsio
http://www.youtube.com/watch?v=PVusj2a0pzg

How Intellectual Property Hampers Capitalism | Stephan Kinsella
http://www.youtube.com/watch?v=cWShFz4d2RY

11/D
Voluntaryist thinkers | Nielsio
http://www.vforvoluntary.com/voluntaryists

12/A
In Defense of „Sweatshops“ | Benjamin Powell
http://www.econlib.org/library/Columns/y2008/Powellsweatshops.html

12/B
Monopoly and Competition | Murray N. Rothbard
http://www.youtube.com/watch?v=76pWdExqfkY

Full text:
http://vforvoluntary.com/capitalism
(translation are welcome!)

Original:
http://www.youtube.com/watch?v=5eP6iujgeWI

Thanx NIELSIO


Stell Dir vor, Du lebst ganz allein in der Natur.

Du wirst Güter benötigen.
Du kannst sie durch Arbeit bekommen.
Wenn Du noch Zeit und Reserven übrig hast, nachdem du satt bist, kannst Du diese aufbrauchen, indem Du Werkzeuge herstellst.
Mit diesen Werkzeugen kannst du mehr Güter herstellen.
Du begegnest einer anderen Person.

Er hat andere Fähigkeiten und eine andere Umgebung.
Nun könnt ihr beide Folgendes machen: Jeder verbringt seine Zeit damit, das herzustellen, was er am besten kann und dann macht ihr ein Tauschgeschäft miteinander, wodurch ihr beide mehr habt.
Das bedeutet, ihr wäret einander wichtig.
Nachdem ihr euch spezialisiert habt, werden sich eure Fähigkeiten stetig verbessern.
Eine dritte und vierte Person kommen dazu.
Du würdest nur dann tauschen, wenn du etwas davon hast.
Jemand müsste dir eine Sache zu einem so günstigen Preis anbieten, dass es sich für dich nicht lohnt, sie selbst herzustellen; und das hängt von deinen Fähigkeiten, deiner Umgebung und deinen Bedürfnissen ab.
So können alle ihre Produktion aufeinander abstimmen und sie fortlaufend anpassen.
Wohlhabender zu werden beruht darauf, eine Menge von den Dingen herzustellen, die andere wertvoll finden und damit zu tauschen.
Die Arbeit oder die Tauschgeschäfte der Einzelnen zu stören, bedeutet, dass es weniger zu tauschen gäbe oder dass die Koordination der Arbeit innerhalb der Gruppe verzerrt würde.
Um dies zu verhindern, kann man den Begriff des Eigentums einführen.
Es meint: Was auch immer du aus der Natur herstellst, gehört Dir und du kannst es beliebig tauschen.
Du kannst wählen, dein Eigentum gemeinsam mit jemand anderem zu besitzen, aber das würde bedeuten, dass du nicht mehr prüfst, ob du von dieser Beziehung materiellen Nutzen hast, was in einer Handelsbeziehung allerdings der Fall wäre.
Anstatt Dinge, die du hast, gegen Dinge zu tauschen, die du haben willst, könntest du auch Dinge, die du hast, gegen die Dinge tauschen, die sich leichter in das tauschen lassen, was du willst.
Dies ist indirekter Tausch, und das führt automatisch zu einer Ware, die sich besser als alle anderen Waren eignet, das Tauschen zu erleichtern.
Diese Ware ist dann das Geld.
Mit der Zeit verändert sich die Wirtschaft und genauso ändert sich das, was als Geld genutzt wird.
Wenn ein Geld sich etabliert, werden Käufe und Verkäufe in Einheiten dieser Geld-Ware abgerechnet, und das macht die Berechnung von Ertrag und Kosten leichter, sowie die Schätzung deines Einkommens, wenn Du etwas anderes herstellst.
Neben Gütern kannst Du auch Deine Arbeit verkaufen.
Ein Unternehmer investiert in Arbeit und Güter, in der Hoffnung, einen Gewinn zu machen.
Die Arbeiter bekommen eine gleichmäßige, positive Lohnzahlung.
Güter können auch an andere Personen verliehen werden.
Der Zins ist der Preis, den man dafür zahlt.
Viele Menschen können am Gewinn oder Verlust eines Unternehmens teilhaben, indem sie Anteile des Unternehmens erwerben.
Versicherungen sind ein Geschäft, wo eine Partei ein bestimmtes Risiko einer anderen Partei übernimmt.
Die Kunden zahlen mehr als die geschätzte durchschnittliche Auszahlsumme beträgt.
Man kann die Dienstleistung anbieten, Informationen über Produkte von anderen zu geben.
Das Bedürfnis der Konsumenten nach Informationen über ein Angebot und wie viel es ihnen wert ist, mehr Informationen zu bekommen, ist unterschiedlich.
Man kann Waffen kaufen und Leute beschäftigen, die einen vor Kriminalität schützen.
Aber noch grundlegender setzt man an, wenn man die Vorteile von friedlicher Kooperation und die Nachteile kriminellen Verhaltens erhöht, indem man die Reputation eines jeden Menschen erfasst.
Unabhängige Firmen könnten Vermittlung im Streitfall anbieten und das Verhalten von Handelspartnern aufzeichnen.
Privateigentum hilft auf verschiedene Weisen, die Umwelt zu schützen und sie effizient zu nutzen.
Du musst mit deinem Müll und deinen Chemikalien sorgfältig umgehen, denn es wäre eine Straftat, wenn sie auf fremdes Eigentum geraten und dort einen Schaden verursachen.
Wenn Dir eine Ressource gehört, dann hast Du auch ein Interesse daran, ihren Wert zu erhalten.
Das bedeutet, dass Du nicht nur an den sofortigen Nutzen denkst, sondern auch an die zukünftigen Erträge und an den Marktwert dieses Gutes selbst, der sich danach bemißt, wieviel Erträge sich mögliche Käufer damit ausrechnen.
Sozialismus ist kein friedliches Handeln und Teilen basierend auf Eigentumsrechten, sondern eine gewaltsame Aneignung aller Ressourcen in einem bestimmten Gebiet durch eine zentrale Gewalt.
Produktion und Handel bestimmen nicht mehr, wer was besitzt.
Alle Informationen, die Preise zur Verfügung stellen, verschwinden.

Es gibt keinen Maßstab für den Erfolg von Handlungen, wie zum Beispiel: Wer ist verhältnismäßig besser bei welcher Aufgabe?
Welche Güter sind begehrt und von wem?

Werden weniger wertvolle Güter in wertvollere Güter umgewandelt?
Wenn eine Gruppe von Menschen besonders gut darin wäre, Arbeit und Produktion zu koordinieren, wäre es der richtige Weg, diese Dienstleistung auf freiwilliger Basis anzubieten, wie jede andere Firma.
Der Rückgriff auf gewaltsame Aggression ist ein Eingeständnis, dass das Wohlergehen der Menschen, mit denen man zu tun hat, einem nichts bedeutet.
Demokratie ist kein friedliches Handeln und Teilen basierend auf Eigentumsrechten, sondern eine gewaltsame Aneignung von Sicherheit und Rechtsprechung in einem bestimmten Gebiet durch eine zentrale Gewalt.
Öffentliche Wahlen bestimmen dann, wer die Regeln macht und interpretiert.
Also versucht jeder die Macht des Staates, Regeln zu machen, zu seinem Vorteil zu nutzen.

Das läuft auf eine ständigen Erosion der Freiheit hinaus, zu produzieren, zu besitzen, zu tauschen und zu handeln, und es gibt nur wenig, was die Erosion aufhält.

Eine Idee oder ein Werk eines Anderen zu kopieren, ist eine friedliche Handlung; es tastet das Besitzstück des Anderen nicht an.

In Wahrheit ist es eine der besten Möglichkeiten für Produzenten, nützliche Dinge anzubieten, denn so können sie ausprobieren, was funktioniert und was nicht funktioniert, oder sie können funktionierende Dinge billiger produzieren oder verbessern oder sie woanders herstellen.

Es gibt einige Ökonomen und andere historische Figuren, die – durch sich selbst oder durch andere – mit der Idee des Kapitalismus in Verbindung stehen.

Unter ihnen sind Adam Smith, Ludwig von Mises, Friedrich Hayek, Ayn Rand und Milton Friedman.

Keiner dieser fünf jedoch war für die völlige Souveränität der Einzelnen und eine voluntaristische Gesellschaftordnung, in der Sicherheit, Konfliktlösung und Reputation frei gehandelte Güter sind.
Stattdessen befürworteten sie die Herrschaft Einiger über Andere im Namen des Friedens. Ein eklatanter Widerspruch, unvereinbar mit dem Kapitalismus.

Mehr noch, Smith war auch für einen monopolistischen Staat, um alles Mögliche bereitzustellen: Straßen, Brücken, Kanäle, Häfen, Münzen, einen Postdienst, Prägung von Gold und Silber, Qualitätssicherung der Woll- und Leinenproduktion, Regulierung der Papierwährung, Regulierung von Bankengeschäften, ein öffentliches und verpflichtendes Schulwesen, staatlich bezahlten Religionsunterricht, Schutz geistigen Eigentums und mehr.
Hayek war für die staatliche Bereitstellung von Straßen, Schulen, einem Sozialsystem, Theatern, Sportstätten, Zertifizierung von Berufen, Bauregulierung, Lebensmittelregulierung, Gesundheitsvorschriften, Einschränkungen des Verkaufs gefährlicher Güter – einschließlich Drogen – und mehr.
Friedman war für die staatliche Bereitstellung von Straßen, Parks, Copyright und, wenn ein Staat eine Zentralbank hatte, wogegen er sich am Ende aussprach, befürwortete er die kontinuierliche Inflationierung und massive Interventionen während einer Depression.
Rand war für den Schutz von geistigem Eigentum.
Mises befürwortete keine zusätzlichen staatlichen Interventionen.
Die Probleme der Armut, geringer Löhne und Arbeitslosigkeit können alle auf einen Mangel an Kapitalismus zurückgeführt werden.

Die einzige Möglichkeit für Menschen in solchen Umständen, dauerhaft wohlhabender zu werden, ist ihnen die Freiheit zu geben, produktiv zu sein, sodass sie ihre persönlichen Fähigkeiten so einsetzen können, wie es ihnen und anderen nützlich ist.

Wenn man sich die Gebiete größter Armut ansieht, wird man mit Sicherheit enorme Einschränkungen aller Wirtschaftszweige finden, von Landwirtschaft über Krankenversicherung bis hin zu Fabriken und Geld und der Stärke der Eigentumsrechte, von Einkauf und Export bis zur Freiheit zu reisen und umzuziehen.

Microsoft hat viele tausend Software-Patente vom Staat erhalten, die es nutzt, um die Konkurrenz zu behindern – google einfach nach „Microsoft“, „verklagt“ und „Patent“.

Doch was noch wichtiger ist, für ihre Software gilt das Copyright, was bedeutet, dass jeder, der sie kopiert, von der Kriminalpolizei verfolgt wird, selbst wenn es keine vertragliche Vereinbarung zwischen dieser Person und Microsoft gab.
Soetwas gäbe es in einem freien Markt nicht.
Copyright und Patente sind eine Möglichkeit, etablierte Konzerne vor Wettbewerb zu schützen.
Was wir anstelle dessen brauchen, ist echter Kapitalismus.

„Ich fordere nicht, dass du Hand an den Tyrannen legst, um ihn zu stürzen, sondern nur, dass du ihn nicht länger unterstützt; dann wirst du sehen, wie er, wie ein riesiger Koloss, dessen Sockel fortgezogen wurde, unter seinem eigenen Gewicht stürzt und in Stücke zerbricht.“ – Étienne de la Boétie, 1553

„Der Wegelagerer nimmt allein auf sich selbst die Verantwortung, die Gefahr und die Kriminalität seiner eigenen Handlung. Er tut nicht so, als hätte er einen rechtmäßigen Anspruch auf dein Geld oder als beabsichtige er, es zu deinem eigenen Vorteil einzusetzen. [..] Darüberhinaus, nachdem er Dein Geld genommen hat, verschwindet er, so wie es dir recht ist.[..] Er fährt nicht fort, dich zu „beschützen“, indem er dir befiehlt, dich zu verbeugen und ihm zu dienen; indem er von dir verlangt, dieses zu tun und dir verbietet, jenes zu tun.“ -Lysander Spooner, 1870

Es gibt zwei Weisen, und nur zwei, auf die unsere Bedürfnisse und Wünsche befriedigt werden können. Eine ist die Produktion und der Austausch von Gütern; das ist die wirtschaftliche Weise. Die andere ist die entschädigungslose Aneignung von Gütern, die andere hergestellt haben; das ist die politische Weise.“ – Albert J. Nock, 1935
„Das große non sequitur, das die Verteidiger des Staates vollziehen, ist es, von der Notwendigkeit der Gesellschaft zur Notwendigkeit des Staates zu springen.“ – Murray N. Rothbard, 1982

 

Videoempfehlung:
[youtube http://www.youtube.com/watch?v=iFGf5RE5lno&w=560&h=315]

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=6nEb2IflUdk&w=560&h=315]

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=gecLqGB_Fww&w=560&h=315]
 

 

 

48 Responses to Kapitalismus einfach erklärt

  1. Stefan Reich sagt:

    „Jeder verbringt seine Zeit damit, das herzustellen, was er am besten kann und dann macht ihr ein Tauschgeschäft miteinander, wodurch ihr beide mehr habt.“

    Warum „tauschen“? Tauschgeschäfte sind keine sehr gute Option. Es ist schon wieder ein System aus Forderungen und Ansprüchen.

    SCHENKEN ist die Lösung. Hast du darüber noch nie nachgedacht? Das ist dann ja extrem kurz gedacht. Hätte da WESENTLICH mehr erwartet von jemandem, der über „Freiheit“ schreibt.

    Cheers!
    Stefan

    • FwF- infokriegerBerlin sagt:

      ich verstehe ehrlich gesagt das problem nicht ganz… es verbietet dir doch niemand dinge zu verschenken…
      du hast die freiheit deine sachen zu verschenken… gestehst du anderen menschen zu, die dinge anders zu regeln?

      • Steffen sagt:

        Wer nicht versteht, warum Menschen das Schenken dem Tauschen vorziehen, versteht womöglich nicht, warum diese den Kapitalismus verteufeln.

        ich habe mich auch gefragt, warum denn gleich mit dem Tausch angefangen wird. Mir erscheint es aber auch sehr seltsam, dass von einem einzelnem Menschen ausgegangen wird. Ich glaube, in der Natur des Menschen liegt es, in Gruppen zu leben.

        Jeder Mensch hat eine Mutter, und normalerweise liebt eine Mutter ihr Kind BEDINGUNGSLOS – sie SCHENKT ihre Liebe.
        Sie Will all das, was sie ihrem Kind gibt, nicht im Tausch für irgendetwas.

        Und wenn wir uns alle lieb haben, brauchen wir kein Geld, keinen Tausch. Jeder trägt bei, was er gut kann, jeder setzt sich für das Wohl der anderen ein.

        „Eigentum ist Diebstahl“
        Die Ressourcen der Natur gehören allen, also auch das, was daraus hergestellt wird. Denn wenn jjemand etwas herstellt, kann er das nur, weil es andere Menschen gibt/gab, die ihm das Leben ermöglichten und das Können beibrachten.
        Wir leben in einem so immensen Luxus und haben uns an diesen gewöhnt, dass wir uns das nicht vorstellen können, dass das gut geht.

        Als die Menschen noch in Höhlen lebten, hatte wahrscheinlich auch keiner ein eigenes Bett…
        Alle die das nicht nachvollziehen können, sollten sich mal fragen, was ihnen wichtiger ist: Materieller Besitz oder Freunde / Zeit mit Menschen verbringen (spielend, essend, arbeitend…).

        Ich will ja auch niemadem vorschreiben, wie er leben soll. Doch gibt es Lebensweisen, die so schädlich sind, dass sie auch die Menschen schädigen, die nicht so leben wollen.
        Wer Besitz anhäufen will, ist meiner Meinung nach auf dem falschen Weg und hat damit Potential, andere Menschen zu schädigen.

        Das Tauschen führt, so wie es hier erklärt wird, zu einer ökonomisierung des Alltags, die in unserer Gesellschaft leider schon sehr weit fortgeschritten ist.
        Zwischenmenschliches wird ausser Acht gelassen, doch ist es das wichtigste für Menschen überhaupt!

        Wenn ich in einer Gruppe von Menschen bin, in der ich mich wohl fühle, ist mir mein Besitz recht egal.

        Was ist mit den Menschen, die nicht so „funktionieren“? die Abwechslung in ihren Tätigkeiten brauchen?
        Mir wird doch langweilig, wenn ich mich spezialisiere, ich entwickle mich nicht weiter. Ich will auch mal was anderes tun, was anderes arbeiten, was neues lernen und ausprobieren.

        Geld ist doch auch immer eine subjektive Bewertung eines Wertes. Und diese kann sehr gewalttätig auf einzelne wirken.

        Und wo kommt auf einmal die Kriminalität her?

        • FwF-sandman sagt:

          Hallo Steffen,

          bitte fasse meine Antwort nicht als Provokation auf. Deine Vorstellungen sind sehr romantisch, haben aber mit der Realität nicht sehr viel zu tun.

          Zuerst ist es wichtig, dass Du das Wesen der menschlichen Handlung verstehst:

          Das bewusste (um es vom Reflex abzugrenzen) ist IMMER zielgerichtet. Die Ziele sind IMMER subjektiv und dienen AUSSCHLIEßLICH der persönlichen Verwirklichung.
          Menschen handeln IMMER nach ihren persönlichen Präferenzen.

          Es gibt also kein „Gemeinwohl“ und kein „gesellschaftliches Glück“.

          „Wer nicht versteht, warum Menschen das Schenken dem Tauschen vorziehen, versteht womöglich nicht, warum diese den Kapitalismus verteufeln.

          Wenn ich einem Obdachlosen 1€ in den Hut werfe, nennst Du das wahrscheinlich Schenkung. Was ich aber wirklich tue, ist folgendes. Ich tausche den Euro gegen mein Gefühl, etwas Gutes getan zu haben, da ich GLAUBE, dass es dem Obdachlosen mit dem Euro besser geht. Ich tausche also einen Euro gegen ein gutes Gefühl.

          Eltern, so sie nicht von der Schwangerschaft und der Geburt überrascht wurden, bevorzugen ganz subjektiv (manche nennen das egoistisch) den Zustand mit Kind gegenüber dem Zustand ohne Kind. Die Gründe dafür sind subjektiv und wären für uns reine Spekulation. Fakt ist aber, dass es sich auch hier um einen Tausch handelt. Man tausch das Leben ohne Kind gegen ein Leben mit Kind.
          Schreit das Kind nun nachts, weil es Hunger hat, steht man auf und füttert es. Warum?

          Weil man nachts gerne Ruhe hätte. Unsere Präferenz nach Ruhe deckt sich mit der Präferenz des Kindes nach Milch. Die Mutter tauscht also Milch gegen Ruhe.

          Ich will Dir hier nur klar machen, dass auch eine vermeintliche Schenkung eigentlich ein Tausch ist.

          „Und wenn wir uns alle lieb haben, brauchen wir kein Geld, keinen Tausch. Jeder trägt bei, was er gut kann, jeder setzt sich für das Wohl der anderen ein.“

          Wir haben uns nicht alle lieb. Wir tragen auch nur zu etwas bei, wenn es unserer Präferenz ist, etwas beizutragen. Ändert sich diese Präferenz, ist es mit dem Beitrag vorbei.

          „“Eigentum ist Diebstahl”“

          Oh, oh. An dieser Stelle würde ich doch zu gerne wissen, wie Du Eigentum und Diebstahl definierst.

          „Die Ressourcen der Natur gehören allen“

          Auch hier bräuchte man jetzt eine Definition des Wortes „gehören“. In Wirklichkeit führt Dein Satz nämlich zu dem totalen Chaos, Armut, Krieg und Tod.

          „Als die Menschen noch in Höhlen lebten, hatte wahrscheinlich auch keiner ein eigenes Bett…
          Alle die das nicht nachvollziehen können, sollten sich mal fragen, was ihnen wichtiger ist: Materieller Besitz oder Freunde / Zeit mit Menschen verbringen (spielend, essend, arbeitend…).

          Möchtest Du wieder zu diesen Verhältnissen zurück? Bei Deiner ersten Zahnentzündung wirst Du Deinen Zahnarzt herbeisehnen, um mit ihm einen ökonomischen Leistungstausch zu praktizieren. Danach wirst Du Dich sehr glücklich fühlen.

          „Ich will ja auch niemadem vorschreiben, wie er leben soll.“

          Da sind wir uns einig.

          „Wer Besitz anhäufen will,“

          Was ist Besitz?

  2. addesso sagt:

    Mein Lehrer hat mal gesagt, wenn beim Kapitalismus kein Wachstum mehr gibt, das System dann zusammenbricht.
    Was kann man dagegen argumentieren?

    • Ralf Karnowsky sagt:

      Zu Beginn würde ich ihm zwei Fragen stellen:
      „Was verstehen Sie unter Kapitalismus?“ und „Was verstehen Sie unter Wachstum?“
      Diese Punkte zu klären, ist eminent wichtig, da man sonst bei einer Diskussion in Gefahr gerät, aneinander vorbeizureden – und mit diesen Definitionsfestlegungen beginnt jede wissenschaftliche Abhandlung.

  3. Steffen sagt:

    Meines Wissens hat der Kapitalismus einen integrierten Wachstumszwang. Er mus immer weiter Wachsen, sonst geht er kaputt. Oder ist diese Annahme falsch?

    (da es schonmal kam: was versteht ihr unter Wachstum im Kapitalismus?)

    Was passiert mit Menschen, die da nicht mitmachen wollen?
    Die nicht tauschen, sich spezialisieren wollen?
    Die kein (vorgegebenes, weil von der Mehrheit akzepiertes) Geld nutzen wollen?
    Die können ja dann auch keine Sicherheit einkaufen.
    Und was ist mit denen, die nicht arbeiten können, weil sie Krank oder Behindert sind?
    Was mit denen, die ihre Arbeitskraft oder Produkte nicht verkaufen können, weil niemand sie will?

    Wenn alles Land anderen gehört, ist es mir nicht mehr möglich, mich mit meiner Arbeit selbst zu versorgen. Dann bin ich gezwungen, für andere zu arbeiten, um leben zu können.
    Und wenn das, was ich gern mache, was ich gut kann, keiner braucht oder schlecht/garnicht bezahlt wird, bin ich auch noch dazu gezwungen, etwas zu tun, was ich nicht gern tue oder nicht gut kann…

  4. Grobi sagt:

    @Steffen
    „Meines Wissens hat der Kapitalismus einen integrierten Wachstumszwang. Er mus immer weiter Wachsen, sonst geht er kaputt. Oder ist diese Annahme falsch?“

    Jupp. Diese Annahme ist falsch.
    Ich kann nur dazu anregen, ein Buch über Kapitalismus zu lesen, das von einem Befürworter des Kapitalismus geschrieben wurde.

    Denn wenn man Menschen fragt, was ihre Definition von Kapitalismus (oder Sozialismus) ist, dann wird der Großteil sich spontan irgendeine Definition einfallen lassen, die seinem Gefühl nach Kapitalismus bedeuten könnte, wie er ihn verstehen will. Und jede dieser Definitionen wird unterschiedlich sein; ihre einzige Gemeinsamkeit wird sein, dass sie weder Logik noch haltbare Fakten enthalten. Aber eine Definition, die nicht exakt ist, ist wertlos.

    • FwF-sandman sagt:

      Hallo Grobi,

      herzlich willkommen bei uns. Ich war ganz erstaunt, als ich deinen Nickname las. Mein Hund heißt auch Grobi. 🙂

    • Timo Ollech sagt:

      Also ich habe ein Buch von einem Befürworter des Kapitalismus gelesen (es trägt den Titel: Der Kapitalismus – ein System, das funktioniert) und Paul C. Martin kommt darin messerscharf zu dem Schluss, dass es tatsächlich einen Wachstumszwang im Kapitalismus gibt. Beziehungsweise wird dieser Wachstumszwang nur dadurch begrenzt, dass einzelne immer wieder bankrott gehen müssen.

      Inzwischen teile ich seine Analyse der Geldschöpfung im Kapitalismus nicht mehr, bin deswegen aber noch lange kein Kapitalismusbefürworter geworden.

      • Kawaphil sagt:

        Definition Kapitalismus:
        Allgemein wird unter Kapitalismus eine Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung verstanden, die auf Privateigentum an den Produktionsmitteln und einer Steuerung von Produktion und Konsum über den Markt beruht.

        Definition Kapital:
        Unter Kapital im volkswirtschaftlichen Sinne kann man alle bei der Erzeugung beteiligten Produktionsmittel verstehen, d. h. der Bestand an Produktionsausrüstung, der zur Güter- und Dienstleistungsproduktion eingesetzt werden kann. Diesen Bestand nennt man auch Kapitalstock und enthält Güter wie Werkzeuge, Maschinen, Anlagen u.s.w., also Güter, die in einem früheren Produktionsprozess erzeugt wurden.
        Das Kapital in diesem Sinne ist der dritte Produktionsfaktor neben Arbeit und Boden.

        Definition Geld:
        Aber der Begriff (Kapital) wird nicht nur für die unmittelbar konsumierten Güter (Realkapital) benutzt, sondern auch für Geld, da Geld Verfügungsmacht über dieses Realkapital verschafft.

        Das eigentliche Problem des Kapitalismus ist meiner Meinung nach die ungleiche Wertung von Realkapital gegenüber dem Geld, welches durch mehrere Faktoren immer eine Realökonomische Katastrophe münden muss: Akkumulation von (gigantischen) Vermögen mittels Zinseszins.
        Unendliche Geldschöpfung mittels Kreditvergabe (von Privaten Geldinstituten), welche keinen realen Bezug zu Güter und Dienstleistungen mehr haben kann, womit eine massive Entwertung der Währungen stattfinden muss.
        Eine Weltwährung welche gleichzeitig eine Landeswährung ist (Dollar) womit jedes andere Geld lediglich als ein Surrogat dieser einen Währung fungiert.
        Staatliches Geldmonopol als Mittel zur Beraubung der Fleissigen zum Vorteil der Reichen, Armen und der in diesem Staat in Lohn und Brot stehenden Beamten und Politiker, mittels Geldentwertung und Besteuerung.

        Der Wachstumszwang, wie auch jegliche andere Form der Pervertierung des Kapitalismus sind lediglich die Folgen der momentanen Geldwirtschaft (Staatliches Geldmonopol) und haben herzlich wenig mit den Bedürfnissen und Wünschen von 99% der Weltbevölkerung gemein.

        Interessanter Bericht zu diesem Thema:
        http://www.wiwo.de/politik/ausland/wider-das-staatliche-geldmonopol-das-ende-der-unabhaengigen-notenbanken/7878302.html

  5. Timo Ollech sagt:

    Jetzt noch mal allgemein zu dem Video:
    „Stell dir vor, du lebst ganz allein in der Natur“ – das ist ein noch schlimmer realitätsfernes Beispiel als die Micky Maus-Ökonomen in ihren Lehrbüchern zur „Erklärung“ von Geld als „Tauschmittel“ auffahren.
    Menschen sind von vornherein soziale Wesen, das Zusammenleben kommt zuerst. 9 Monate lang lebt jeder von uns sogar im Körper eines anderen Menschen, nämlich unserer Mutter.
    Jede Theorie, die das nicht berücksichtigt, ist vollkommen weltfremd.

    Historisch war zuerst der Kredit da, aus dem sich dann das Geld entwickelte. Übrigens historisch durchgesetzt von der jeweiligen Staatsmacht. „Tausch“ im Sinne der Mainstream-Ökonomie (und die Wiener Schule teilt diese falsche Vorstellung) existiert in der Realität nur, wenn Menschen, die den Umgang mit Geld gewohnt sind, aus welchem Grund auch immer zeitweise kein Geld zur Verfügung haben und dann z.B. Zigaretten als Geldersatz verwenden.

    Zur vermeintlich umweltschützenden Wirkung eures Modells: es kann dann jeder völlig legal und ungestraft seine Gifte ins Meer kippen – denn das gehört ja niemand anderem.

    Dass Ihr „geistiges Eigentum“ nicht anerkennt, ist mal ein sypathischer Aspekt des Ganzen. 🙂

    Mein Fazit: Selten habe ich eine so sinn- und inhaltslose „Erklärung“ des Kapitalismus gesehen wie in diesem Video.

    Ich werde mich voraussichtlich nächste Woche im Forum anmelden. Für solche Auseinandersetzungen habe ich nur begrenzt Zeit, wenn es also mal ein paar Tage oder ne Woche dauert bis ich mich zurück melde, bin ich nicht etwa eingeschnappt sondern einfach zu beschäftigt mit anderem. 🙂

    • FwF-sandman sagt:

      Timo,

      ich bezweifle mittlerweile, dass es Dich weiterbringt, Dich in unserer Community anzumelden. Deine Meinungsbildung scheint bereits abgeschlossen zu sein.

      „als die Micky Maus-Ökonomen“

      Vielleicht gelingt es Dir wenigstens etwas weniger abwertend zu sein.

      • Timo Ollech sagt:

        Nein, das ist sie durchaus nicht. Um es mit Stephan Goldammer zu sagen: „Für ein gutes Argument bin ich bereit meine gesamten Überzeugungen über Bord zu werfen.“
        Ich hoffe, euch geht es auch so. Aber das werden wir ja sehen. Ich sehe jedenfalls durchaus Gemeinsamkeiten zwischen uns.

        Was die Micky Maus-Ökonomen angeht: Warum so empfindlich? Anscheinend habe ich da einen Nerv getroffen? Ich drücke mich jedenfalls gerne auch mal drastisch aus, um Dinge auf den Punkt zu bringen. Wie ernst man das nimmt, kann jeder für sich selbst entscheiden. 🙂

    • Hermann Messmer sagt:

      @ Timo

      „“Menschen sind von vornherein soziale Wesen, das Zusammenleben kommt zuerst. ….. Jede Theorie, die das nicht berücksichtigt, ist vollkommen weltfremd.““

      Eine schmucke Behauptung von Dir, nur leider vollkommen weltfremd.

      Meine Theorie: Das eigene Überleben und das der direkten Nachkommen kommt zuerst. Zu allererst.

      Das andere von Dir ist sozialistisches Wunschdenken oder staatstreue Umverteilungsgrundlage getreu dem Motto: Für das soziale Zusammenleben = Umverteilen bist Du auch noch nützlich wenn Du stirbst und der restlichen Staats-Bande das Zusammenleben mit Deinem Ersparten versüßt.

      Wir hätten viel Spaß miteinander im Forum.

  6. isomorph sagt:

    Hallo Timo, bei der Gelegenheit würde ich mich auch mal gerne drastisch ausdrücken, und zwar zu deinem Einwand: „es kann dann jeder völlig legal und ungestraft seine Gifte ins Meer kippen …“

    Das stimmt nicht ganz. Genau so kann ich dann auch ungestraft, oder auch nicht, demjenigen eine auf den Latz hauen, aus Notwehr. Oder sein treiben publik machen. Auf jeden Fall wäre Giftmüll ins Meer kippen nicht mehr legal und daher könnte sowas auch keiner mehr tun und sich gleichzeitig als superökologisch aufspielen, so wie heute. beste grüsse iso

  7. Libertarian sagt:

    @Timo

    auch ich freue mich aufs forum mit Dir 🙂

    Vor allem auf die neuen (vielleicht bahnbrechenden?) Erkenntnisse für uns alle in Sachen Ökonomie!

  8. alexander frehse sagt:

    Total eineitig erklärt das alles, gut den Kapitalismus kann man mal so stehen lassen, bravo, gut gemacht, aber viele Aspekte fließen in die Erklärung gar nicht rein, zB, Zinsen auf Geld das gerade geschöpft wurde, oder Menschen die schwach alt oder krank sind bei denen das ganze wunderschön klingende Tausch und Handelsgeschmarre gar nicht funktioniert, oder die übertriebene mit Handel und Gekd verbundene Machtstrberei auf Kosten derer die lieber friedlich und ihne herschen zu wollen leben möchten usw usw, diese Kapitalismus Erklärung hier ist totaler Schwachsinn, was bringt die eigentllich dem Verfasser ? Eine Rechtfertigung zur Ausbeutung, zur Machtstellung, oder eine künstliche Schwanzverlängerung ???

    • Hermann Meßmer sagt:

      @Alexander
      Zinsen auf geschöpftes Geld hat mit dem staatlichen Geldmonopol zu tun. Die negativen Folgen werden dem Kapitalismus untergeschoben. Dort gehören sie nicht hin. Tatsächlich sind sie in der unsäglichen parasitären Machtverbindung der Regierungen mit den Banken zu suchen.
      Der Tausch und Handel funktioniert auch für alte und schwache Menschen. Wenn sie auch nur Freundlichkeit als Beitrag zum Leben ihrer Kinder oder anderer Menschen haben ist das genug. Freundlichkeit im Tausch für Hilfe. Das reicht.
      Mitmenschen die andere nur beschimpfen, sollten frühzeitig vorsorgen. Wer möchte so jemandem denn gerne freiwillig helfen?

  9. Mitleser sagt:

    Was ist unser Geld? Wo kommt es her? Was steckt dahinter? Was für eine Rolle spielt der Staat dabei? Warum muss stetiges Wachstum sein? Woher kommen die horrenden Staatsschulden und warum gibt es sie überhaupt?

    Unser heutiges Schuld-Geld-System ist ein Machtinstrument zur Interessensdurchsetzung, und wird zusammen mit Korruption dazu verwendet, die „normale“ Bevölkerung in vielen Ländern dieser Erde auszubeuten und zu enteignen.

    Heute der Rechtsstaat, damals in den Anfängen (Mesop.) die Dynastien und Gewaltherrscher.

    Es muss deutlich darauf hingewiesen werden, dass der Markt ohne damalige Herrscher und heutigen Rechtsstaat, nie entstanden wäre.

    Es gäbe einfach keinen Grund, um sich nach einem Handel mit anderen Menschen zu sehnen. Denn weder war der ursächliche Antrieb des Wirtschaftens (Überschussproduktion) über den den Subsistenzbedarf hinaus notwendig, noch war er von irgend einem Menschen gewollt.

    Es herrschten gewaltsame Unterdrückungen, Ungerechtigkeit mangels fehlender Anhöhrungen und nach den zahlreichen Naturkatastrophen (Änderung von Flussverläufen, Fluten etc.) eine heute unvorstellbare Existenzangst.

    Die Gewaltherrschaft war Ursache und Hoffnung der Untertanen zugleich. Es entstanden die größten Bauvorhaben und Infrastrukturen und damit erstmalig in der Geschichte des Menschen die Vorstellung Herr der Natur, etwas größeres zu werden.

    Das vollzog sich Hand in Hand mit den Priestern der Tempel, welche nicht selten eben die Stadtverwalter oder Bediensteten der Paläste des Zwingherrn waren.

    An dieser Stelle sei an die Entstehungsgeschichte der Gerichte, noch weit vor den Eigentumsgesellschaften, zu erinnern.

    Nachdem die Abgabeschuld nicht mehr nur aus unmittelbar lieferbaren Naturalien bestand, sondern z.B. Waffenmetall und später Silber als Abgabe in den Provinzen gefordert wurde, konnten die Menschen der damaligen Zeit die Abgabeschuld nur durch die eigene Verschuldung gegenüber anderen Subjekten oder effizienter Lagerhalterung erfüllen, indem man eben Überschuss in den geforderten Abgaben produzierte, später erwirtschaftete.

    Wenn ich also bisher nur Getreide anbaute, die Felder aber mit der Zeit wissentlich versalzt wurden, dann musste ich mir etwas anderes überlegen, um an die dennoch vom Verwalter geforderte Abgabe (z.B. Silber) zu kommen.

    Weder habe ich Zugang zu einer Silbermine, noch die Mittel, um Silber einzutauschen.

    Ich musste also zusehen, dass ich anfange zu wirtschaften, indem ich mich gegen Dienste und „Haftung mit meinem oder dem Leben meiner Familie“ verschuldete, zwecks Vorfinanzierung eines wirtschaftlichen Vorhabens.

    Diese Anfänge darf man sich noch nicht als einen für jedermann zugänglichen Markt oder eine Arbeitsteilung vorstellen.

    Der Markt existierte anfänglich nur zwischen den Palästen, Tempeln und dem Ausland, entstand dadurch, dass die Herrscher zu Zwecken ihrer Machtsicherung (Importe von Rohstoffen, Holz, Sklaven, Waffen etc.) eine Kaufmannsschicht installierten.

    Diese Kaufleute waren Amtsträger, wohlhabende Diener im Auftrag der Herrscher, welche den Handel vom Import bis zur Manufaktur und umgekehrt regulierten.

    Hier sammelte sich auch das erste Vermögen an, eben dadurch, dass die Kaufleute zunehmend in eigenen Interessen wirtschafteten und sich der Palast / Tempel dies auch gefallen lassen musste. Zu groß wäre die Gefahr gewesen, dass der so dringend notwendige Handel des Palastes negativ berührt wird und im Gegenteil, durch dieses Machtderivat (Die Befähigung zum freien Handel) wurde die Effizienz nur gesteigert.

    Aus dieser Beamtenschicht entwickelt sich erste Eigentümer, eben dadurch, dass den Kaufleuten Land zugeteilt wurde.

    Gleiches gilt für die oberen Schichten der Verteidigung. Erst dadurch, dass sich eine Eigentumsstruktur zwischen Palast, Tempeln, den Amtsträgern und Bediensteten Soldaten, sowie später dann auch bis zu den unteren Schichten (Aufstände, Revolten, eine Art Bauernkriege) entwickelte, konnte die Basis für einen Markt (in unserem Verständnis) geschaffen werden. Denn vorher gab es nur die überlaufenden Gerichte, sowohl national als später auch die internationalen Gerichte der Seefahrt, welche das Vertrauen zwischen den Händlern aufrecht erhielten.

    Ohne Haftungsräume (Sicherheit) war niemand bereit zu wirtschaften.

    Als sich dann die Eigentumsstrukturen (Hamurabi) weiter entfalteten, wuchsen auch die Beziehungen der Wirtschaftenden untereinander, konnten Händler unterschiedlichster Provinzen ihre Schuldkontrakte (davon gibt es tausende Tontafeln) besichern.

    Die Märkte wuchsen und damit auch die Chance, an die jeweilige Abgabe kraft Vorfinanzierung, Überschussproduktion oder bloßer Verschuldung zu gelangen.

    Die Struktur (Eigentum) war geschaffen und der Markt Verschlang jeden, der seinen Überschuss steigerte.

    Der Markt ist also kein Bastard des Staates, sondern ein Bastard der Zwingherrschaft. Nur weil der Zwingherr seine Macht, zum Machterhalt, beständig abtreten musste (Machtderivat), ist immer noch alles nachvollziehbar.

    Die Gewalt des Zwingherrn / die heutigen Gewalten des Staates, sie werden heute wie damals, durch die Besicherung mit Abgaben / Steuern und dem Untereigentum des Volkes (vor)finanziert.

    Genauso verhält es sich mit dem ersten Zinß (Abgabe) und den späteren Zinsen (Risikoprämien, Eigentumsprämien etc.).

    Man muss nur im Auge behalten, dass der Staat sich nicht ohne Gewaltordnung eines Zwingherrn entwickeln hätte können. Es hätte keine Rechte der Untertanen gebraucht, wenn es niemand gegeben hätte, der einem die Pflicht in Ungerechtheit aufgelastet hätte.

    Ashitaka

    • Hermann Meßmer sagt:

      Lieber Mitleser,
      „Es muss deutlich darauf hingewiesen werden, dass der Markt ohne damalige Herrscher und heutigen Rechtsstaat, nie entstanden wäre.“
      Der Handel und ein Markt kommt zwischen Menschen völlig alleine in Gang, sobald eine Arbeitsteilung entsteht. Der Bauer braucht vom Arzt medizinische Betreuung und bezahlt mit Getreide. Er möchte auch Fisch essen und bezahlt den Fischer mit Milch. Dafür ist keinerlei Staatswesen oder Regierung notwendig. Aber der Markt und der Handel ist damit schon da.
      Der Grund um Geld zu erfinden, besteht darin, dass sich der direkte Tausch wie oben beschrieben nur in der allerkleinsten Gruppe anbietet. Die Unteilbarkeit mancher Güter (Kuh) um zum Beispiel einen (1) Fisch bezahlen zu wollen benötigt ein Mittel zum indirekten Tausch. Z.B. getrocknete Datteln. Die halten sich sehr lange, man kann dann mit z.B. 10 Datteln den Fisch bezahlen und mit 10000 Datteln eine Kuh. Die Datteln sind dann Geld.
      So etwas wie Eigentum entsteht sobald ein Gut knapp ist. Dazu braucht es keine Gerichte vorher. Eigentum? Versuch mal einem Hund den Knochen wegzunehmen. Wie kommst Du darauf, dass er eine Entstehungsgeschichte mit Gerichten kennt? Der Hund markiert sein Revier. Völlig ohne Gericht. Solange andere Hund dieses Revier respektieren ist es sein Eigentum.
      Der Bauer oben tauscht mit dem Fischer ohne einen „Haftungsraum“.
      Leute wie Marco Polo sind ohne jede Sicherheit durch die Welt gezogen und haben globalisiert gehandelt.
      Heute arbeitet der Schwarzarbeiter für den Steuerhinterzieher ohne einen staatlichen Schutz. Keiner von beiden kann einen staatlichen Richter bemühen, wenn was nicht passt. Die Menschen brauchen die Staatsgewalt nicht zum Tauschen.

    • Timo Ollech sagt:

      @Mitleser/Ashitaka: Super zusammengefasst, das kann man z.B. ausführlich bei Paul C. Martin Macht, der Staat und die Institution des Eigentums lesen.
      Dazu kommt noch, wie David Graeber im Buch Schulden. Die ersten 5000 Jahre schreibt, dass eine reine Tauschwirtschaft historisch nur in solchen Situationen auftritt, wo Menschen, die den Umgang mit Geld gewohnt sind, selbiges komplett abhanden kommt (z.B. in Deutschland direkt nach dem Krieg). Alles andere ist Wirtschaften auf der Basis gegenseitigen Kredits bzw. eben Schuldbeziehungen.

      Und mit vielen Monaten Verspätung @Hermann Meßmer: Leider muss ich deine Ausführungen als „vollkommen weltfremd“ zurückspielen, denn – wie soll denn ein einzelner Mensch ganz alleine überleben? Von Geburt an? Wenn du erst mal geschafft hast erwachsen zu werden, dann ist dir das einzig & allein deshalb gelungen, weil du (in unserer Gesellschaft sehr viele) Menschen hattest, die dich unterstützt haben. So gesehen leben wir Menschen grundsätzlich immer in einer Form von „Sozialismus“, das wäre nur in einem gnadenlosen Kampf aller gegen alle nicht der Fall. In dem Zusammenhang empfehle ich meinen langen Artikel über Bedürfnisse/Bedürftigkeit, brauchen und frei sein. Wie daraus hervorgeht, habe ich auch keine einfachen Antworten auf diese Fragen, die Robinson-Crusoe-Antwort ist mir jedoch viel zu simpel gestrickt & einseitig.

      • Hermann Meßmer sagt:

        Lieber Timo,
        „…das Zusammenleben kommt zuerst…“
        Mein Kommentar bezieht sich auf diese Feststellung. Ich widerspreche dazu und mach die folgende Feststellung: das eigene Überleben kommt zuerst.
        Das ein Kind nicht ohne Eltern aufwachsen kann ist selbstverständlich.
        Dieses als Sozialismus zu bezeichnen ist nicht angemessen. Sozialismus ist eine Gesellschaftsform in der das Eigentum an Produktionsmitteln kollektiv geteilt wird – gezwungenermaßen.
        Eine treu sorgende Famile ist was ganz anderes. Das allerwichtigste bei der treusorgenden Familie ist die Freiwilligkeit. Im Sozialismus wirst Du gezwungen mitzumachen. An der Mauer wirst Du erschossen wenn Du nicht mitmachen willst. Im Samtpfoten-Sozialismus der BRD wirst Du nur eingesperrt wenn Du aktiv und sichtbar die Kooperation verweigerst.
        Um zu einer Grundlage zu kommen, seine eigenen Prinzipien zu erkennen, ist es nützlich vom einfachen zum komplizierten zu denken. Damit erkennt man sein eigenes Grundprinzip. Meines ist die Freiwilligkeit.
        Auf dieses Prinzip bin erst gestoßen, als mir die Unlogik in den komplizierten Gedankengängen der Ökosozialisten klar geworden ist. Wer in seinen Gedankengängen von gesamten Gesellschaften und Staaten den Willen und die Handlungen einzelner Menschen ausblendet und versucht geschichtliche Muster zu suchen wird das Muster finden, das ihm am Liebsten ist. Das was er finden will, was zu seiner vorgefassten Meinung am besten passt.
        Wer nach der Wahrheit sucht, muß alles Bisherige in Frage stellen und die Grundlogik suchen und erkennen und verstehen. Dazu sind die Robinson-Crusoe Beispiel sehr nützlich.
        Es ist sinnlos, einen Ameisenhaufen zu erfassen und verstehen zu wollen, ohne die einzelne Ameise zu erkennen, zu beobachten und zu verstehen.
        Ich habe ein individuelles Bewußtsein. Ich entscheide was ich tun möchte. Wer entscheidet für Dich? Ein Kollektiv?

        • FwF-sandman sagt:

          „Dieses als Sozialismus zu bezeichnen ist nicht angemessen.“

          Völlig richtig. Freiwillige Kooperation ist die Grundlage des Kapitalismus. So ziemlich die einzige Forderung, die wir haben, ist, dass die Beziehungen zwischen erwachsenen Menschen freiwillig sein sollten.

        • Timo Ollech sagt:

          Lieber Hermann, wenn du nicht meine Aussage, dass das Zusammenleben zuerst kommt, als „sozialistisches Wunschdenken“ bezeichnet hättest, hätte ich von mir aus den Begriff Sozialismus in dem Zusammenhang nie in den Mund genommen. Auch ich halte ihn an der Stelle für unpassend, weil er etwas ganz anderes bezeichnet.

          Nun zum Inhaltlichen: Freiwilligkeit in der Familie ist ein großes Glück, wenn sie tatsächlich gelebt wird. Denn nur zu häufig macht sich doch die Machtposition der Eltern & generell der Erwachsenen bemerkbar, von denen Kinder schlicht und ergreifend abhängig sind. Ich setze mich sehr dafür ein, dass Erwachsene sich bewusst zurücknehmen und den Kindern (nicht nur ihren leiblichen) die gleiche Freiwilligkeit zugestehen wie anderen Erwachsenen.
          Die Freiwilligkeit als solche stelle ich daher nicht in Abrede, weise aber noch mal darauf hin, wie abhängig gerade kleine Kinder noch sind. Und das ist auch nichts, was sich irgendwie ändern ließe, ja überhaupt geändert werden sollte. Denn wie u.a. Gerald Hüther ja immer wieder betont, sind es gerade die beiden gegensätzlichen Erfahrungen, immer wieder über sich hinauszuwachsen und die Erfahrung, verbunden zu sein, die die Dynamik unseres Lebens ausmachen.
          Beide Erfahrungen sind gleich wichtig, und beim voluntaristischen Ansatz kommt mir die Erfahrung, verbunden zu sein, zu kurz.

          Um es zum Schluss noch mal zu betonen: Das hat nichts, aber auch so überhaupt nichts mit Zwang zu tun! Ganz im Gegenteil verhindert Zwang die Erfahrung, verbunden zu sein, sondern macht Menschen zu Gegnern.

          Insofern scheint es mir, dass unsere diesbezüglichen Differenzen sich vor allem auf der Ebene der Begriffe bewegen.

          Robinson Crusoe halte ich allerdings nach wie vor für völlig ungeeignet als Grundlage für eine Wirtschaftstheorie. Schließlich geht es beim Wirtschaften um Beziehungen zwischen (in der Regel vielen) Menschen.

          • FwF-sandman sagt:

            Hi Timo,

            nur um Missverständnisse auszuräumen, falls welche vorhanden sind: Was genau ist denn für Dich der „voluntaristische Ansatz“?

            Ich verstehe wahrscheinlich diesen Kritikpunkt von Dir nicht richtig: „Beide Erfahrungen sind gleich wichtig, und beim voluntaristischen Ansatz kommt mir die Erfahrung, verbunden zu sein, zu kurz“

            „Robinson Crusoe halte ich allerdings nach wie vor für völlig ungeeignet als Grundlage für eine Wirtschaftstheorie.“

            Dem möchte ich widersprechen. In der Ökonomie geht es um Handlungen (tauschen, kaufen, klauen, bauen, usw.). Wenn ich (Robinson) alleine auf einer Insel lebe, agiere ich trotzdem ökonomisch. Ich bewerte meinen Ist-Zustand (Hunger), überlege mir den Ziel-Zustand (Sättigung) und überlege mir diejenige Handlung, die mich dieses Ziel mit den geringsten Kosten (Energieverbrauch) erreichen lässt. Das ist Ökonomie.
            Solange ich alleine bin, kann ich tun und lassen, was ich will, ohne dass ich Konflikte mit jemanden zu erwarten habe.

            Kommt nun eine weitere Person dazu, könnten meine Handlungen die andere Person derart tangieren, dass es zu eben diesem Konflikt kommt. Wie der gelöst werden könnte, ist jetzt sowohl ein Thema der Ökonomie als auch der Philosophie.

          • Hermann Meßmer sagt:

            Lieber Timo,
            „Beide Erfahrungen sind gleich wichtig, und beim voluntaristischen Ansatz kommt mir die Erfahrung, verbunden zu sein, zu kurz.“
            Aber gerade der Staat und die Verheißungen dem Menschen alle Sorgen zu nehmen ist der Spalter der Menschen und Generationen. Ich erlebe Menschen, die sich nicht um ihre Altersvorsorge kümmern. Das kann die gute Beziehung zu Ihrem Umfeld und/oder ihren Kindern sein. Das kann auch die finanzielle Vorsorge sein. Sie verlassen sich stattdessen auf den Staat. „Die Rente ist sicher!“. Das sind die übelsten Spaltformeln! Der Staat kümmert sich um den Diebstahl der Gelder für die Rentenzahlung damit die alten Menschen ohne verbunden zu sein überleben können.
            Junge Menschen können ihre Eltern auf Unterhalt verklagen. Was soll das für eine Verbindung sein?

            Voluntarismus ist kein Paradies. Um die Lebensnotwendigkeiten der eigenen Daseinsfürsorge kommst Du dort nicht herum. Das klappt am allereinfachsten mit einem stabilen und freundlichen Beziehungsnetz.
            Mit Staat ist das nicht notwendig. Das faulste Arschloch wird mit durchgefüttert. Und der lacht uns für unsere Arbeit auch noch aus. Auf diese Beziehung würde ich liebend gerne verzichten. Die guten Beziehungen gehe ich heute und in einem Voluntarismus noch mehr sehr gerne ein. Die allermeisten Menschen sind soziale Wesen. Freiwillig. Der Rest soll sehen wie er zurechtkommt. Ohne Zwang und Gewalt.

          • Hermann Meßmer sagt:

            Lieber Timo,
            eines noch.
            Die eigenen Grundprinzipien sind völlig elementar.
            Die meisten Menschen haben sie nur noch verschüttet in sich vergraben.
            Kleine Gedankenexperiment sind richtig genial:

            http://www.youtube.com/watch?v=Yt_q6YR5Ugo

            Ein geniales Filmchen, ich würde mich freuen wenn z.B. FwF das Filmchen ins Deutsche bringen würde.

            Liebe Grüße
            Hermann

          • FwF-sandman sagt:

            Danke für den Link Hermann, eines der besten Videos, die ich kenne. 🙂

  10. Peter sagt:

    Hallo,

    Danke für Video und Artikel!

    1. Wenn ich das richtig verstehe, heisst das, dass Kapitalismus auf einer Variante des Eigentums, nämlich dem Privateigentum basiert und basieren muss, richtig?

    2. Was ist Eigentum?

    Grüsse,
    Peter

    • FwF-sandman sagt:

      „nämlich dem Privateigentum basiert und basieren muss, richtig?“

      Nö, nicht unbedingt.

      „Was ist Eigentum?“

      Eigentum ist eine Norm und erstmal vom Besitz abzugrenzen. Ich besitze das, was ich kontrolliere. Im Moment meinen Körper und die Tastatur, die Dinge in meinem Haus. Wenn ich in die Garage gehe, könnte ich nachsehen, ob ich mein Auto noch besitze oder ob das jetzt jemand anderes besitzt. 🙂

      Eigentum ist der Versuch, eine universell bevorzugbare Norm zu installieren, um Konflikte zu vermeiden oder diese zu lösen. Letztendlich geht es darum, Konsens über Besitz zu erhalten, wenn dieser strittig ist.

      Es könnte sicherlich auch andere Möglichkeiten gefunden werden, dies zu gewährleisten. Es ginge dann um die Frage, welche Handlungen zu rechtfertigen wären und welche nicht und zwar nach objektiven Kriterien.

      • Tim sagt:

        „Nö, nicht unbedingt.“

        Wie wäre Kapitalismus ohne Privateigentum möglich? Ist er nicht sogar dadurch definiert: Als Wirtschaftsform, in der sich die Produktionsmittel in Privateigentum befinden?

        Selbst ein Tauschgeschäft zwischen zwei Individuen setzt meiner Meinung nach voraus, dass beide den Besitz des anderen respektieren, also als dessen Eigentum anerkennen.
        Ansonsten würde sich einer einfach nehmen, was er haben möchte, ohne dem Anderen einen Tausch vorzuschlagen – oder im Falle des Gemeinschaftseigentums seinen Anspruch auf Teilhabe geltend machen.

        • FwF-sandman sagt:

          „Wie wäre Kapitalismus ohne Privateigentum möglich?“

          Das war von mir missverständlich ausgedrückt. Wenn Du Privateigentum schreibst, lese ich „eine universell und für alle gültige Regel, wann Besitz zu respektieren ist. Wer sich nicht an diese Regel hält, kommt ins Gefängnis“. Oder so ähnlich.

          „Selbst ein Tauschgeschäft zwischen zwei Individuen setzt meiner Meinung nach voraus, dass beide den Besitz des anderen respektieren, also als dessen Eigentum anerkennen.“

          Wenn man Eigentum als eine Art „Gerechtfertigten Besitz“ definiert, wäre das so. Dieser Konsens besteht dann aber nur zwischen diesen beiden Tauschpartnern.

          Wenn ein Dritter daher kommt, könnte der das ganz anders sehen.

          Würde ich beispielsweise hingehen und die berühmte Wasserquelle (weil dieses Beispiel ständig kommt) in Besitz nehmen, und zu meinem Eigentum erkläre, weil ich entweder sage, ich wäre der Erste oder sie einfach
          durch „Arbeit“ (reinpinkeln) zu meinem Eigentum mache. Das ist doch alles willkürlich. Jemand andres könnte sagen, Reinpinkeln ist aber keine Arbeit, sondern nur Reinspucken. 🙂

          Ich möchte Dir dazu gerne folgende Artikel empfehlen:

          http://www.libertaere-rundschau.de/kowalsky-eigentum_und_recht_und_freiheit.html

          http://www.apriorist.de/modx/journal/0304-konsens-lennartz.html?PHPSESSID=918d4982033e2f779d1fd94b161a4a47

          • Tim sagt:

            Ah okay, danke für die Klarstellung. Das “Nö, nicht unbedingt.” bezog sich also darauf, dass es nicht unbedingt ein für alle (z.B. durch den Staat) gesetztes Recht auf Privateigentum sein muss.
            Dann gibt es keine Einwände meinerseits 🙂

      • Peter sagt:

        Hallo FwF-sandman!

        Danke für Deine Antwort und Deine erläuternden Antworten auf die Rückfrage von Tim! Leider verstehe ich sie nicht wirklich.

        Zur meiner ersten Frage, sagst Du erst „Nö, nicht unbedingt“, relativierst das jedoch nacher, in dem Du sagst, dass Du „“eine universell und für alle gültige Regel, wann Besitz zu respektieren ist“ ablehnst. Daher schliesse ich daraus, dass Du mehr oder weniger meinst: „Je nach dem, was man unter (Privat-) Eigentum versteht.“ Damit komme ich zu Deinen Antworten in Bezug auf meine zweite Frage:

        Du machst, wenn ich Dich richtig verstanden habe, u.a. explizit oder implizit folgende Aussagen (falls ich Dich fehlinterpretiert habe, würde ich mich über eine Korrektur freuen!) :

        1. Du möchtest, dass Konflikte um Besitz (!) vermieden oder reduziert werden. (Das lese ich zumindest, auch unter Einbeziehung der Infos von „FwF“ hier auf der Seite, aus Deinen Antworten heraus.)
        2. Du möchtest dazu eine Möglichkeit finden, Handlungen nach „objektiven Kriterien“ zu „rechtfertigen“.
        3. Eigentum als „eine universell und für alle gültige Regel, wann Besitz zu respektieren ist“ lehnst Du ab. (Zumindest wenn dabei zusätzlich gilt: „Wer sich nicht an diese Regel hält, kommt ins Gefängnis“)

        Aufgefallen ist mir darüber hinaus, dass Du scheinbar dem Konsens eine wesentliche Bedeutung zur Vermeidung bzw. Reduzierung von Konflikten um Besitztümer zumisst, sowie dass Du anerkennst, dass ein Konsens nur zwischen den Individuen vorliegt, die diesen Konsens aufweisen.

        Nun zu meinem Verständnisproblem: Wie löst Du es, „objektive Kriterien“ und Individuen zu vereinbaren? Meines Erachtens nach interpretieren Individuen selbst „objektive Kriterien“ stets subjektiv.

        Um der Antwort auf die Frage „Was ist Eigentum?“ näher zu kommen, schreibe jetzt mal kurz die Definitionen von Eigentum heraus, die ich in den Antworten gefunden habe:
        a) „Eigentum ist eine Norm und erstmal vom Besitz abzugrenzen.“
        b) „Eigentum ist der Versuch, eine universell bevorzugbare Norm zu installieren, um Konflikte zu vermeiden oder diese zu lösen. […]“
        c) Eigentum ist gerechtfertigter Besitz.

        Vor allem aus folgenden Gründen sehe ich den Begriff und das Konzept „Eigentum“ kritisch:
        I) Mir ist keine Definition von „Eigentum“ bekannt, die nicht auch Begriffe enthält, die von verschiedenen Menschen sehr (!) unterschiedlich interpretiert werden. Auch wenn dies zugegebenermaßen m.E. bei sehr vielen (wenn nicht gar allen) Begriffen gegeben ist, ist es m.E. besonders kritisch zu betrachten, wenn diesem Begriff eine wesentliche Rolle in einer Auffassung gegeben wird.

        II) Während sich Besitz zumindest auf die reale bestehende Situation bezieht (die natürlich ebenso unterschiedlich interpretiert werden kann), beinhaltet „Eigentum“ eine moralische Komponente: „Eigentum“ ist, wenn jemandem etwas zugestanden wird (Das soll jetzt kein Strohmann sein, sondern ist meine ehrliche Kurzinterpretation von einigen „FwF-Antworten“ hier auf der Webseite). Wenn man „Eigentum“ als einen Besitzanspruch auffasst, den andere einem Menschen zugestehen, bleiben insbesondere folgende Fragen offen:
        * Ist unter „andere“ zu verstehen: ein anderer Mensch ODER die Mehrheit der anderen Menschen ODER alle anderen Menschen? Oder alle anderen Menschen, die das interessiert ODER alle anderen Menschen, die davon betroffen sind ODER …?
        * Wenn in einem Konflikt um Besitz zwischen A und B, ein Mensch X dem Menschen A das „Eigentum“ an einer Sache zuspricht und Menschen Y und Z dem Menschen B, wer hat dann „zu Recht“ das „Eigentum“? Muss dann A oder B das „Eigentum“ haben, oder hat dann keiner der beiden das „Eigentum“ an der Sache, weil kein vollständiger Konsens vorliegt, oder haben dann sowohl A als auch B das Eigentum an der Sache, weil beiden das „Eigentum“ von anderen Menschen zugestanden wird, oder haben sie dann das „Eigentum“ zusammen?
        * Was passiert, wenn sich die Auffassung einer oder mehrerer der Beurteiler ändert? Ändert sich dann der „Eigentümer“?

        III) Es wird bei Definitionsversuchen von „Eigentum“ häufig nur der Aspekt des „zugestandenen Besitzes“ berücksichtigt, während bei der Verwendung des Begriffs „Eigentum“ dieser auf einmal viel mehr beinhaltet, z.B. das „Recht“ bzw das Zugeständnis, die Sache (den Besitz) auch weitergeben, verkaufen, vermieten, vererben, zerstören, aufzuteilen, weiterverarbeiten, kombinieren, tauschen, … zu „dürfen“. Es geht nicht mehr nur um den tolerierten Besitz, sondern es werden auf einmal auch andere Zugeständnisse von anderen impliziert. Was ist, selbst wenn Konsens zwischen allen Menschen darüber bestehen würde, das A eine Sache besitzen darf, aber wenn unterschiedliche Auffassungen darüber vorliegen, was er mit der Sache sonst noch machen „darf“? Ist er dann „Eigentümer“ in Bezug auf den „Besitzanspruch“, aber nicht darüber hinaus? Was wäre, wenn ein umfassender Konsens bestehen würde, dass dem momentanen Besitzer zwar nicht mehr das „Eigentum“ zugestanden wird, aber einige meinen, dass er eine Entschädigung durch den zukünftigen „Eigentümer“ erhalten sollte, er also das „Recht“ hat, diesen Besitz zu „verkaufen“? Ist es überhaupt sinnvoll ein „Bündel an Rechten“ wie das „Eigentum“ zu definieren und zu verwenden? Stellt dies nicht eine suggerierte Einschränkung des Einzelnen dar, eine Situation differenziert zu betrachten?

        Aufgrund dieser Punkte schreibe ich den Begriff „Eigentum“ genauso wie den Begriff „Staat“ in Anführungszeichen.

        Grüsse,
        Peter

        • FwF-sandman sagt:

          Hallo Peter,

          vielen Dank für diese sehr gut vorbereiteten Fragen. Du machst Dir viele Gedanken und hast Dir Mühe gemacht, zu recherchieren.

          Ich möchte dem gerne gerecht werden, habe aber im Moment sehr wenig Zeit. Um eine entsprechende Antwort zu schreiben, gewähre mir bitte ein paar Tage, vielleicht auch eine Woche. Ich möchte versuchen, das gut zu formulieren.

          Gruß
          sandman

          • Peter sagt:

            Hallo Hauke,

            Danke schon mal fürs Durchlesen und Deinen netten Kommentar 🙂

            Lass Dir ruhig so viel Zeit wie Du möchtest. Ich weiss so ungefähr, wie lange es gedauert hat, erstmal auf die Fragen zu kommen. (Und das waren nicht nur Tage, Wochen oder gar Monate.)

            Es würde mich daher sehr überraschen, innerhalb von kurzer Zeit all diese Fragen beantwortet zu bekommen. Selbst hier, selbst von Dir 😉

            Eine Frage möchte ich noch gerne hinzufügen:
            Braucht ein freier Markt „Eigentum“ oder würde der Mechanismus von Angebot und Nachfrage auch ohne „Eigentum“ funktionieren?

            Grüsse,
            Peter

  11. isomorph sagt:

    Wie Kapitalismus wirklich funktioniert

    „Zunächst einmal muss dem Leser klar sein, dass wir nicht im Kapitalismus leben, im Jahre 2013ad in Deutschland.
    Nicht einmal ansatzweise. Denn wenn das Kapital sozialistisch organisiert ist, genauso wie in der UDSSR oder DDR und wie es Punkt 5 des kommunistischen Manifests von Karl Marx vorsieht, dann kann man dieses Finanzsystem […]
    Auf einem freiem Markt ist natürlich fast alles fast ganz anders. Auf jeden Fall sorgt der freie Markt aber für den grösstmöglichen allgemeinen Wohlstand und dafür, dass dieser auch grösstmöglichst gerecht verteilt ist und obendrein sorgt er auch noch für den nachhaltigsten Umweltschutz und das alles bei optimalster Sicherheit. Und das geht so: …“
    http://globalefreiheit.de/157.php

  12. Jegor sagt:

    Ich will nicht stressen, aber… gehört das Verschleiern von Lügen nicht auch zur Profitmaximierung?

  13. MacPaul sagt:

    Da hat mal wieder einer Kapitalismus mit Geldwirtschaft verwechselt!

  14. derSteffen sagt:

    für mich stellt sich die Frage, wofür brauche.ich, wenn ich wie im genannten Beispiel doch wie die Naturvölker lebe, den Profit?
    Wofür Überproduktion wenn ich kein Falschgeldsystem bedienen muß?

    • michael sagt:

      profit ist nichts negatives, so wie marx es fälschlicher weise propagiert hat… alle menschen handeln, um von ihren handlungen zu profitieren.
      es fängt schon damit an, dass du nahrung zu dir niommst, um davon zu profitieren.

    • Stefan sagt:

      Hallo Steffen,

      jedes Lebewesen, also auch Tiere und natürlich auch Naturvölker, müssen Profite erzielen. Ein Löwe muss durch die Jagd mehr Energie einnehmen, als er in seinem übrigen Leben und auf der Jagd selbst verbraucht. Den Gewinn, also den Profit, legt er z.B. als Fettpolster an seinem Körper an.
      Wenn er nur genauso viel Energie durch die Jagdbeute einnimmt wie er verbraucht, lebt er so zu sagen auf Messers Schneide. Wenn dann irgendetwas schief geht, stirbt er.
      Wenn der Löwe weniger Energie durch die Jagd hinzu bekommt, als er verbraucht, wird der Löwe mit der Zeit immer schwächer und letztendlich stirbt er.
      Profit als etwas schlechtes darzustellen und evtl. sogar zu verbieten, wie Sozialisten das gerne tun, ist im Grunde gleichbedeutend damit das Leben selbst zu verbieten.

      Bezüglich des Profits ist es auch immer extrem absurd, wenn behauptet wird, ein Staatsbetrieb ist besser als ein privates Unternehmen, weil der Staatsbetrieb keinen Profit erwirtschaften müsse. Wenn ein Staatsbetrieb keinen Profit erwirtschaftet sondern Verluste, heißt das nichts anderes, als dass dieses Staats-Unternehmen von den Profiten anderer Lebt. Also über Steuern wird privaten Unternehmen der Profit geklaut und dem ach so lieben netten Staatsbetrieb gegeben. Wenn der Staatsbetrieb zwar offiziell keine Gewinne erzielt, aber aufgrund der staatlich gesicherten Monopolstellung vollkommen überhöhte Preise verlangt, werden diese überhöhten Einnahmen den Staatsangestellten als Einkommen ausgezahlt. Also die auf diese kriminelle Weise erzielten Profite bekommen die Angestellten des Staatsunternehmens.

      Noch absurder wird die Geschichte mit dem Profit, wenn Sozialisten, z.B. von den Linken, der gesamten privaten Wirtschaft Gier und Profitsucht vorwerfen. Und deswegen sehen diese es als legitim an, diesen privaten Unternehmen ihre Profite über Steuern wegzunehmen. Also ein Unternehmer, der lediglich den Profit seines eigenen Unternehmens behalten will, wird von diesen Leuten als gierig bezeichnet. Gleichzeitig wollen diese Sozialisten aber allen Unternehmen im Land die Profite wegnehmen. Diese Leute erheben also Anspruch auf alle Profite im ganzen Land. Wenn ein Unternehmer schon als gierig bezeichnet wird, wie gierig ist dann bitte das?

      • Timo Ollech sagt:

        Um beim Löwen zu bleiben: Seine „Profite“ legt er zeitlich begrenzt als Fettpolster an, die er in schlechten Zeiten wieder abbaut. Wenn er stirbt, wird er mitsamt all seinen „Profiten“ in seine Einzelteile zerlegt und wiederverwertet.
        Würden wir in der Wirtschaft so ähnlich verfahren, hätte ich damit keine Probleme. Tatsächlich gibt es aber ein paar Löwen (die Kapitalisten) in unserem Wirtschaftssystem, die sich so dermaßen fett fressen, dass sie eigentlich längst geplatzt sein müssten.
        Eine Vermögens-Obergrenze wäre daher nur rational.

        • Stefan sagt:

          Unternehmen die pleite gehen, werden in ihre Einzelteile zerlegt und wiederverwertet. In der Wirtschaft wird genau so verfahren.
          So lange die fett gefressenen in der Wirtschaft Dich selbst nicht an Deinem Leben und wirtschaften hindern, braucht es Dich doch gar nicht zu kümmern.
          In wie fern schränkt denn irgendein Multimilliardär Dein Leben ein? (Vorausgesetzt es gäbe keinen Staat, mit dessen Hilfe dieser Dir unsinnige Gesetze aufs Auge drückt)

          Eine Vermögensobergrenze setzt eine herrschende Klasse voraus, welche diese Obergrenze mit Gewalt durchsetzt. Du kannst Dir sich sicher sein, die einzigen für die diese Grenze nicht gelten wird, ist diese herrschende Klasse. Die Folge daraus wird sein, dass die Kapitalkonzentration zunehmen wird. Es wird sich noch mehr Kapital in noch weniger Händen sammeln. Also eine Vermögensobergrenze ist ziemlich irrational.

          Nein, man muss überhaupt nichts festlegen. In Freiheit werden die Menschen durch ihren persönlichen Vermögensaufbau immer unabhängiger. Die Folge wird sein, dass massive Kapitalkonzentrationen eher nachlassen.

  15. Andy sagt:

    Das gedankliche Gerüst der Menschen die hier miteinander diskutieren beruht auf einem mechanistischem Weltbild. D.h. um glücklich zu sein benötigen wir Dinge – immer mehr Dinge und immer bessere Dinge. Glücklich sein ist von der Menge und der Qualität der Dinge abhängig die mir zur Verfügung stehen. Um diese Dinge haben zu können benötigen wir die endlichen Ressourcen, die uns die Natur zur Verfügung stellt. Diesem Denken, resp dieser Religion folgen wir, weil wir auch so geschult und gebildet werden. Die Notwenigkeit eines Staates oder eines Unternehmens, dass mir meinen Anteil an Dingen zusichert beruht auf diesen Annahmen eines mechanistischem Weltbildes mit endlichen Möglichkeiten und Ressourcen. Diese begrenzenden Vorstellungen werden immer Konkurrenzdenken und Konkurrenzhandeln als logische Folge und damit das Recht des stärkeren bewirken. (P.s. Kapitalismus und Kommunismus basieren beide auf diesen alten Glaubenssystemen und man nicht das eine gegen das andere ausspielen). Was wir tatsächlich brauchen um uns und in Richtung Freiheit zu bewegen ist eine Bildung, welche lehrt, was wirklich ist. Realität ist gemäss der Quantenphysik bewiesenermaßen nicht anderes als eine Illusion, die aus unseren Glaubensätzen erschaffen wird. Es gibt keine Dinge, keine Materie und keine Begrenzung von irgendwas, weil es dieses irgendwas gar nicht gibt. Glücklich sein ist keine Folge einer perfekt gestalteten Illusion. Nein Glücklich sein ist der natürliche Besitz jedes Wesens, vor und nach seiner Geburt. Wir können Glück (Freiheit) nicht erschaffen, wir können es nur beschränken durch falsches Wissen, resp. falsche Glaubenssätze. Beschränkte Energie ist ein Lüge … freie Energie ist längst kein Geheimnis mehr. Unsere Medizin und die gesamte Betrachtung wie die menschliche Biologie funktioniert beruht auf der Annahme, dass wir als System ein Fehler sind. Und das Heilung einen (Staat, hier der Arzt und die Pharma gemeint) benötigt. Eine riesen Lüge … längst bewiesen. Erklärt mir mal wozu es eine freie Marktwirtschaft braucht, was genau müssen wir den vermarkten wenn wir uns an wissenschaftlicher Wahrheit orientieren. Was genau müssen wir den Besitzen, wenn alles aus dem Geist erschaffen werden kann. Wenn es keine Begrenzungen gibt, weil alles nur nichts ist (Belegt die Quantenphysik). Wir können uns hier über Ismen, System und gute Ideen die Köpfe heiss reden. Das alles bringt niemandem wirklich Freiheit. Es ist das das richtige Wissen, dass wir unsern Kindern auf den Weg geben müssen, resp. nicht durch falsches zu ersetzen. Wir funktionieren nach unseren Glaubenssätzen und erzeugen so unsere entsprechende Realität in der wir leben. Eine Realität die vom Menschen erfundene Systeme benötigt ist mit dem heutigen Wissen der Quantenphysik geistige Steinzeit. Die Diskussion darüber, welche Regeln und Ismen wir benötigen ist nur verlorene Zeit. jedes und auch das hinterletzte Geheimnis liegt in mir und in dir. Wir sind die Schöpfer, die Magier wir sind wie er. Alles eine Frage der richtigen Schule.

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